Aiykigt-Wlsll für die Provinzialhauptstadt Gießen. Gflmtsfifntt hcs IVrrilcs Hießen.) Erscheint ned'enilid, zwei Mal: Mittwochs und Samffagd. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 ff. 42 fr., für Auswärtige incl. des dorschriftS- mäßigeu Pvstau'schlags 1 ff. 42 fr. — Auswärts' alwnnirt man sich hei allen Postämtern — In Gießen bei der Erpedition (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1). JV1 20. Samstag den 9. März 1SO7. Abonnements auf dieses Blatt werden noch fortwährend, unter Nachlieferung der bis jetzt erschienenen Nummern, zu folgenden Bedingungen angenommen: 1) für die Stadt (Hießen: (Bestellungen bei der Erpedition dieses Blattes abzugcben) für's ganze Jahr (frei in's Haus geliefert) 1 fl 42 kr., ,, hülbe „ ,, „ ,, „ ■ n 51 u ii V4 ii ii ii ii ii ii 30 ft 2) für Auswärts im ganzen Bereiche des Grofherzogthums «Hessen: (Bestellungen nehmen jede Posterpedition, sowie die Landpostboten entgegen) für's ganze Jahr 1 fl« 42 kr., einschließlich der Lieferung in's Haus. Amtlicher Theil. B e k a nn tma chun g. Die Generalversammlung der Mathilven-Stiftung der Provinz Oberhessen wird den Statuten gemäß Donnerstag den 14. l. Mts., Nachmittags 2 Uhr, in dem hiesigen Regierungsgebäude stattfinden. Die Mitglieder ladet ergebenst ein: Gießen, den 7. März 1867. Der Borstand der Mathilden - Stiftung für die Provinz Oberhessen. Schuster. Pou)eificf)c Jiefiiiiintiniirfjuiig. Gefundene Gegenstände: Ein Glacehandschuh, ein mittelgroßer Schlüssel, eine Züge, ein gelbes Zeichen II. I. und ein Taschentuch. Die Eigenthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder später zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden. Gießen, den 8. März 1867. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. ___________Nover.___________________ Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen. Ikfonberelkrmimtnmdjiingen. Die Vertheilung der Zinsen des L o n y'schen Vermächtnisses. 824) Diejenigen hiesigen Einwohner, welche auf eine Unterstützung aus obigem Vermächtnisse reflcctiren, haben ihre des- fallsigen Gesuche innerhalb 8 Tagen mündlich oder schriftlich bei uns abzugeben. Gießen, den 2. März 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ___V ogt. 839) Die Spar- und Leihkasse zu Lich ist jederzeit bereit zum Ankauf von Gutskaufschillingen, zu Darlehen auf Obligationen und zur Uebernahme von Obligationen durch Cession. Es wird dies mit dem Anfügen öffentlich bekannt gemacht, daß die unmittelbar durch die Bethciligten, oder die durch die Groß- herzoglichen Bürgermeistereien angetragenen Geschäfte den Vorzug haben. Darlehen gegen Bürgschaft werden nur in dem Sparkaffebezirk verwilligt. Lich, im Februar 1867. ____________Die Verwaltung. Triebviertel. 897) Die rückständigen Bestandgelder für gepachtete Triebviertel sind in den nächsten 8 Tagen bei Vermeidung von Kosten zu berichtigen. Gießen, am 8. März 1867. Großherzogliches Universitäts-Rentamt. Martin. 17 e r ft e i g e r u n g e n. Holzversteigerung. 800) Donnerstag den 14. März wird in den Domanialwald-Abtheilungen Kirchberg, Fichtenbaum und Rückars nachverzeichnetes Holz versteigert: Scheidh. Prügelh. Stockh. Reish. Steden Steden Stecken Wellen Buchen 15 41% 163% 7400 Eichen 39% 54 63% 950 Nadelholz u. Dornen — 2 2 175, sodann 3 Stecken Eichen - Werkscheidholz, 49 Eichen-Stämme mit 1658 Cubikfuß, 4 Buchen mit 84 Cubikfuß und 1 Nadel- Stamm mit 29 Cubikfuß. in V» Zusammenkunft Morgens 10 Uhr am | Kirchberg, nächst der Chaussee von Gießens nach Hausen. Freitag den 15. März wird im Domanialwald Brauhof versteigert: Scheidh. Priigelh. Stockh. Reish. Stecken Stecken Stecken Wellen Buchen 83'/, 50 142'/. 4550 Eichen 14 17'/. 21 275 Aspen 4 11 50, sodann 51 Eichen-Stämme mit 1536 Cubikfuß, 4 Buchen und Hainbuchen mit 67 Cu- bikfuß, 3 Elsbeeren mit 86 Cubikfuß, 1 Aspe mit 46 Cubikfuß. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr am Brauweiher. Crevit für beide Versteigerungen bis 30. Juni. Gießen, am 4. Marz 1867. Großherzogliche Oberförstcrei Schiffenberg. _______ Dr. Draudt.____________ 871) Mittwoch den 13. März, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung des Herrn Heinrich Dörr die zum Nachlaß des Friedrich Meinhardt gehörenden Mobilien, bestehend in Bettung, Weißzeug, Kleidern, Haus- und Küchengeräthen, gegen baare Zahlung versteigert werden. Gießen, den 6. März 1867. Großherzogliches OrtSgericht Gießen. Ebel.____________ 809) Montag den 11. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Hause des Herrn Gg. Lony auf dem Neuenweg die zum Nachlaß der Balser Weidig Wittwe gehörenden Mobilien, bestehend in Betten, Weißzeug, Möbel, HauS- und Küchengeräthen, gegen baare Zahlung versteigert werden. Gießen, den 4. März 1867. Großhcrzoglicheö Ortsgericht Gießen. _________________Ebel.____________ 740) Dienstag den 12. März, Nachmittaas 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause die Grundstücke, zum Nachlaß der Balser Weidig Wittwe gehörig, als: Flnr Nr. luKlftr. ,s/ll7 296 Acker auf der Warthe, rechts am Aulweg, gibt 21 fr., 27/,45 100 Acker am alten Schlag, 40/,,s 323 Acker im Gartfeld, gibt 5 st. 50 fr., 40/,,sa 322 Wiese daselbst, *%,,,» 88 Acker daselbst, *7 Wiese daselbst, gibt 9'/. fr., unter den alsdann bekannt gemacht werden- den Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 27. Februar 1867. GroßhcrzogUchcs OrtSgericht Gießen. _________________Ebel.____________ Ocffcntlicbcr Verkauf 872) Montag den 18. März, des Morgens um 9 Uhr anfangend, laßt der Pfarrer Beer zu Dorlar bei Wetzlar öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigern: HauSgerätdschaftcn aller Art, u. A. 2 Oecvnvnnewageil, Pflug, Egge, Schränke, Tuche, Commvdc, Zinn, Messing, mehrere Belten, 4 Stück junge trächtig: Kühe, nebst vielen anderen Gegenständen. 804) Dienstag den 19. März, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause die Jmmo- bilien, zum Nachlaß der Ehefrau des Georg Heinrich Braun gehörig, öffentlich meistbietend versteigen werden, als: laut Grundbuch Flur Nr. CLRlftr. Vio« 26 t Hofraithe auf dem Reichen- I08a 26 s sand, */loe 45 / Grabgarten daselbst, gibt I09a 46(13 fr., 7t, 80 Acker, Lag-Garten am Wismarer Weg, gibt 24 fr., 7,s 6 Acker, Gewann-Lappen das., a/7, 204 Acker am Krofdorfer Weg, gibt 1 fl. 22 fr., y,.47 3 52 Acker, auf den LäufertSröder Weg, gibt 54'/, fr., '/91 136 Acker an der Lahn und am Wismarer Weg, gibt 15'/, fr., S/1S 124 Wiese in den Weiden, 5/a, 114,Acker bei der Broßbrücke, as 114(gibt 1 fl. 4'/. fr., s/io3 153 Acker daselbst, gibt 41'/, kr., '4,o 33 Acker an dem Fluthgraben in der Au, gibt 3'4 kr., Acker am Krofdorfer Weg, gibt 1 fl. 38'4 kr.» Acker auf der großen Waide, gibt 26 fr., Acker zwischen dem Stadtgut und großen Grasweg Acker, auf die Chaussee, hin- ter der Pulvermühle, gibt 21 fr., Acker auf der Weißerde, auf den Erdkauter Weg, gibt 57 fr., i Wiese am Heegstrauch, gibt l2'/, fr., .Acker unter dem Wallbrun- nen, gibt 2 fl. 40'4 fr., ) Wiese daselbst, Wiese auf dem Gartseld, gibt 1 fl. 18'4 kr. Gießen, den 2. März 1867. Großherzoglichcs OrtSgericht Gießen. Ebel.__ 793) Dienstag den 12. März, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause die Grundstücke des Friedrich Schwan, als: alt Flur oKlftr. 2 "40 353 Wiese am Atzelbusch, 3 "/41 705 Wiese daselbst, >/,3., 7,4. Klasse, 7i«ibis,s4 607 Acker, auf den Krofdorfer Weg, 2. Klasse, a4/73 164 Acker, auf den Barrcs- graben, 79 190 daselbst, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 1. März 1867. _____________________F r. Müller. 819) Mittwoch den 13. Marz l. I., Vormittags 9 Uhr, werden in dem Domanialwald - Distriet „Groß-Rotbcnberg" : 401'/, Stecken Buchen-Prügelholz, 1 „ Aspen 163 „ Bucben-Stockholz und 13400 Wellen Buchen-Rcisbvlz unter den im Versteigerungstermin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich dem Meistgebote ausgesetzt werden. 7.» 734 7.i. 72 7,4 494 *7.« HO 2 713 543 '2/..u.6° 400 335 '77°' 7. 169 u. 7, 506 110 4%i,'5 158 Die Versteigerung beginnt im Holzschlag bei Nr. 1. Heuchelheim, den 28. Februar 1867. Königliche Oberförsterei Königsberg. Neuenhage n. Holzversteigerung. 792) Im Licher Stadtwalde, Distric- ten Kühuntcr, Ettingshäuser Kopf und Lie- denseif, kommen den 11. und 12. d. Mts. nachverzeichnete Holzsortimente zur Ver- steigerung, und zwar: 1) Montag v e n 11. März: 247 Eichen-Stämme bis zu 29 Zoll Durchmesser und bis zu 36 Fuß Länge, 16 Hainbuchen- und Linden-Stämme, 90 Eichen-, Buchen- u. Fichten-Stangin; 2) Dienstag den 12. März: 250 Stecken Buchen- und Eichcn-Scheiv- und Prügelholz^ 113 Stecken desgl. Stackholz, 6175 desgl. Wellen. Der jedesmalige Anfang ist Morgens 8 Uhr am Hattenröber Vicinalweg beim Steinbruch. Lich, den 1. März 1867. Großherzvglichc Bürgermeisterei Lich. Helm. Holzversteigerung. 846) Mittwoch den 13. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen in den Waldungen der Stadt Grün- bcrg, Distriet Bcnnerberg: 174 Nadel Stämme von 8 bis 16 Zoll Durchmesser und 40 bis 90 Fuß Länge (vorzüglich schön), 10688 Cubikfuß enthaltend, öffentlich meistbietend versteigert werden. Grünberg, den 5. März 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. Arnold. Arbettsversteigerung zu Gatbenleich. 844) Montag den 11. d. MtS., Nachmittags 1 Ubr, sollen auf dem Rathhause nachfolgende Arbeiten öffentlich wcnigstnehmcnd in Accord gegeben werden. A. A m Schulhause: Maurerarbeit, veranschl. zu 18 fl. 48 kr. Zimmerarbeit, „ »14 „ 32 „ Schreinerarbcit, „ „ 12 „ 48 „ Weißbinderarbeit, „ „ 33 „ 17 „ B. A m Rathhause: Maurerarbeit, veranschl. zu 16 fl. — fr. C. A n den Orts st raßen: Planirarbeit, veranschl. zu 12 fl. 36 fr. Chaussirarbeit und Steinlie- lieferung , veranschl. zu 83 „ 24 „ Pflasterarbeit, „ „ 34 „ — „ Steinfahren, Steinschlagen, Eindecken re., veranschl. zu 116 „ 48 „ D. An Wegen außerhalb des O r t S : Planirarbeit am Wege nach Steinbach, veranschl. zu 65 fl. 36 fr. Chaussirarbeit das., „ „ 180 „ 24 „ Steinsahrcn, Aussetzcn und Kiesfahren daselbst, veranschlagt zu . . . . 128 „ 24 „ Steinfahrtii, Steinschlagen ic. zur Unterhaltung d Wege, veranschlagt zu . . . 113 „ — „ Garbenteich, am 6. März 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Garbenteich. I. A.: L. Hahn, Bezirfsbauaufseher. 801) 115 i 132 ' 370 i Gegen stligttuns Hälfte b' Friedrich Lauda Arbe 845) «ach Wai wie die - Oit, zuse fall ? aus dem mslnei in Acea Haus 7 Ä pIllloWITI! 3979) Linkern sofort alle catarrhalischen Hals- und Brust - Affcctivnen, als: Verschleimung, Heiserkeit, Husten u s. w. Die unter Mitwirkung berühmter ärztlicher Capacitäten wohlgelungcne Vereinigung von Säften der zweckmäßigsten Kräuter und Wurzeln haben den Elvllwerck'schen Brust Bonbons einen Weltruf erworben. — Niederlagen befinden sich, a 14 fr. pr. Paquet, in (■iesseik bei C. W. Dietz und bei Louis Frotnrhäuser; sowie in Alleiidorf a. <1. JLda. bet Apotheker C. L. Harb; in ISersladt bei (5hr. Vichelmanu Lohn; 'N llutzbach bei Val. Wiefilcr ; in yriedbei-g,- bei I. A. Wiudeckcr; IN ilungea bei ’2l. Buch; IN Aich bei H. C. Bingmann. im District Udcrsberg. Rödgen, am 7. März 1867. Grojzherzogliche Bürgermeisterei Rödgen. Jnderthal. JciCijefiotencs. 821) Cemcnt in frischer Waare empfiehlt Emil Pi stör. 883) Von dem mir bisher gefehlten Dresdener Chocolade • Malzzucker und den Malz-Bonbons habe ich wieder neue Sendung erhalten. Ludwig Jahrelö. 731) Leinene und bnuuiwollcnc Wcb- garnc empfiehlt Julius Wallach. "780) Reines Bucbeln-Del bei Georg Jughardi Wittwe, Marktplatz. 542) Das Gute bewahrt sich. Es ist bereits früher verschiedene Male nachgewiesen, daß die pateillirten Johann Hoff'schen Alalzheilnahrnngsmittel: das Malzextract-Gesundheits- bicr, die Malz-Gcsundheits-Chocolade, das Chocoladcu- Pulver, der Brustmalz - Zucker uiib die Malz-Bonbons aus der Tampsbrancrei und Chocoladen-Fabrik des Königlichen Commissionsraths und Hoflieferanten, Herrn Johann Hoff zu Berlin, Neue Wilhclmsstraße 1, ihres vorzüglichen Gehaltes wegen nicht nur über ganz Europa, sondern auch theilwcise über die übrigen Erdtheile verbreitet, von wissenschaftlichen Soeieiäten in Deutschland, England und Frankreich mit den ersten Preismedaillen ausgezeichnet, besonders von den größten Aerztcn Europas viel gerühmt, und in Kranken - Heil - Anstalten, sowie in ! Königlichen Lazarcthcn mit den günstigsten Erfolgen angewandt worden sind und noch angewendet werden. Wir empfehlen daher dieselben hiermit allen Gesunden als wohlschmeckende, und das Wohlbefinden conservirende Getränke, und Kranken zur B schlcu- nigung ihrer Genesung. Ueber 2000 Aerzte rathen zum Gebrauche des Malzeptraet- GesunkheitsbiercS unk der Malz - Gesundbeils - Edveolade als vortreffliche, stets sofort anwenkbare Heilnahrungs-, £ iät- unk Stärkungsmittel bet Hämorrhoikal-, Magen-, Lungen- unk Blustbeschwerken, sowie auch bei Nervenleiden und Husten, indem dadurch gleichzeitig die Verdauung geregelt und befördert wird. Der Brustmalz-Zucker und Vie Malz-Bonbons leisten durch Lösung des Schleims bei Aihmungsbeschwerden sehr gute Dienste, und das auch zu Suppen benutzbare Ehocoladen - Pulver eignet sich besonders Oefeu und Kochherde zu Steinkohlen- und Holzfcuerung, Stein- kohleukastc» und Feuerungs-Re-; quisitcn empfiehlt (225) I. G. D. B a p st. für «äuglinge und schwache Kinder. Des «tzoflieseranteu Iobann Hoff Filiale in Köln, Komödienstr. 2(>. Depot bei Herrn Julius Wallach am Markt, in Gießen. Per >/i Fl- 20 Sgr., per */2 Fl- 10 Sgr. | Eau >: S: ?• X 55 t,; >■...... ... -j-r . > erneut, frische Sendung, Gßps, künstlichen Dünger, Steinkohlen in ganzen und halben Waggons, sowie in einzelnen Gentnern, (761)__empfiehlt I. G. D. Bapst. 730) Eine große Partie Bur bäum wird billig abgegeben bei A. Zinßer, im Garten. L M ahn sind frisch angekoinmen bei Meyer Rothenberger, Neuenweg. 75i) Zupfelzeuge empfehle ich; auch nehme ich Faseln und Lappen zu den höchsten Preisen an. A. Haubach, Mäusburg Matz-Extrakt 733) Malz-Brust-Bonbonö und Malzzucker in Tafeln, in frischer Sendung, bei Julius Wallach. 859) Frankfurter Pferdernarkts- Loose werden ä 1 fl. 45 fr. pr. Stück franco besorgt von Heinrich Weidig. 750) Baumwollene Einschlaggarne empfiehlt A. Haubach,' Mäusburg. 854) Weiße Frühkartoffeln verkauft Ph. Hellwig, auf dem Neuenweg. 853) Eine Vogelshecke und ein Handwagen mit Pfuhlfaß sind Lit. A. Nr. 47 in Der Hintergasse zu verkaufen. ™ Der kranke Magen 3 und Die schleckte Verdauung von Dr. || 8 3- James (Preis 7^/. Sgr.) betitelt D sich ein kleines Merkchen, in welchem D P Unterleibskranke und Hämorrhvidallei- »'j ■ dende die besten Ratbschläge und die D B zuverlässigsten Heilmittel finden. — B i Dieses Merkcken ist auf frankirte 11 B Bestellung Virect von S. M o d e's B u ch- Z öhanvlung, Poststr. 28 in Berlin, I 8 sowie durch jede hiesige und auswär-K B tige Buchhandlung, zu beziehen. (840) B 874) Ein noch wenig gebrauchter, aus spanischem Maserholz gefertigter Schrcib- secretär (Meisterstück) ist wegen Mangels an Raum presswürdig zu verkaufen. Das Nähere bei der Exper. d. Bltts. Bekanntmachung. 851) 1500 Stück junge, veredelte Stämmchen zur Pflanzung in Baumschulen, 4 bis 5 Fuß hoch, verkauft zu billigem Preis am 12. und 13. d. Mts. auf dem Gießener Markt Gärtner Groß. | (Eine bekannte und gradjUle | Persönlichkeit, I Herr P. Lehmann, Chemiker und! 3 Professor an Der landwirthschaftlichen I 9 Lehranstalt in Worms, spricht sich über B I den F. W. Lockius'schcil weißen I ä Kräuler-Brust-Syrup folgendermaßen B I aus : 841) Der mir von Herrn F. W. Z Bockills in Otterberg zur Untersuchung | eingesandte wcißc Kräutcr-Brnst-Lyrup B ist aus Kräutern und Wurzeln zusam- B meugesetzt, die größtentheils Den schwci- 3 zerischen Alpen und sämmtlich den hcil- K samsten des Pflanzenreichs angehören, M und die sich schon Jahrhunderte hin- uj durch einen großen Ruf erworben haben | und denselben auch auf immer behalten B werden. Ich kann daher diesen weißen B Kräuter-Brust-Syrup, bei allen Hals- B und Brustkrankheiten, bei eatarrhali- ! schen Zuständen der AthmungSorgane, Ides Kehlkopfes und der Lungen, bei | Keuchhusten, Bräune, Grippe re. auf's Beste empfehlen und habe die feste Ueberzeugung, daß sich Herr Bockius durch Fabrikation dieses ausgezeichneten Heilmittels bei der leidenden Menschheit vielen Dank erwerben wird. k Worms a. Rh., 24. November 1864. P. Lehmann, Chemiker. J Niederlagen dieses, von einem hohen B kgl. Staatsministerium zum freien Der- | !kauf gestatteten weißen Kräuter-Brust- B Syrups befinden sich: in Gießen bei Ernst Hermes, § I„ Grünberg bei Geometer Nitter s Wfttwe, „ L ich btt F L. Förster, „ Bu.tzbach bei A Gimbel, | „ Wetzlar bei Wttiwe Jung. 8 ...... . : ■ . .___■■ 887) Soeben erhielt ich die erwartete Sendung von Leinen- und Shirting-Hrmden, worauf ich ein geehrtes Publikum aufmerksam mache. Wilhelm S ch m a l l. 794) Kleiderschränke, Commoden und sonstige Möbel verkauft billig Heinemann Herrmann. 885) Lattig- Salat bei Gärtner Schaum. $ Neuer .Kaffee. Dämpf- Kaffee -Bolmen aus der Fabrik von Gebr. Jörg K Coinp. , in Mainz. Dieser von vielen Aerzten empfohlene Kaffee ist seines Wohlge- schmacks, vorzüglichen Wirkung auf die Gesundheit und grossen Er- sparniss jeder Haushaltung bestens zu empfehlen. Derselbe ist fortwährend pr. Pfd. 20 kr. zu haben bei Georg jughardt in Giessen, C. Fr. Seininler „ „ Willi. Schneider „ Wetzlar. SLmaccsKaaanaBasrt: .-jiwimi'bii rhi 654) Heu, Grummet, Stroh, eine , Fegmühle, eine Dickwurzmühlc und noch ' mehrere Oeconomiegcräthschasten verkauft Ioh. Jughardt Wittwe. Düngemittel ber Chemischen Fabrik Griesheim in Frankfurt am Main. Sauere phosphorsauere Kalke (Super- Phosphates zur Düngung des Getreides, für Hüben, wiesen, Gemüse, Futtergewächse, Reps u. f. w. in drei Sorten. Gedämpftes Knochenmehl (guanisirt), in feinem und gröberem Pulver, für Getreide u. s. w. (zur Maschinen- und Hand- laut). Rohes Knochenmehl. Baker Guauo-Superphosphat. Sombrero-Supcrphosphat. Peru-Guano-Phosphat. (Gesäuerter Peru-Guano.) Phosphor-Guano. Griesheimer Guano (concentrirtcr Dünger), feines Pulver für Getreide, Reps, Kabak, Kartoffeln, Hopsen u. s. w. Weinberg-Guano (Weinberg-Dünger). Peruanischer Guano. Baker-Guano. Kali-Supcrphosphat. Kali-Tiinger für Wiesen. Wiesendünger. Kalisalze. Schwefelsaueres Kali. Futterknochcnmehl. Sodaghps. fein gemahlen. Schwesel-Milch, gegen die Trauben- krankhcit. Reichthum an Gehalt. Vorzügliche Löslichkeit. Billige Preise. — Preislisten, Gebrauchsanweisungen und Analysen gratis. — Garantie ter Analysen. — Controle der lanrwirthschastlichen Vereine. Niederlage bei Herrn I. G. D. Bapst, (896) in Gießen. 886) Rein Bielefelder, sowie Hausmacher, Cröas-, sächsisches und Halb-Leinen, ShirOng, Brusteinsätze, Tisch-, Hand- und Taschentücher bringe ich in empfehlende Erinnerung. Wilhelm Schmoll. 805) Ein im besten Zustande sich befindlicher zweispännigcr Wagen steht zu verkaufen bei S. Kann, in Mainzlar. 1302) Bicher Wafserkalk und reinsten Fettkalk habe ich stets frisch gebrannt zu billigsten Preisen vorräthig. Zicgclhütte bei Herborn Th. Wurmbach. 759) Ein an ter Bahnhofsstraße in Weilburg gelegenes dreistöckiges Wohnhaus mit Neben- und Hintergebäude, nebst Bäckerei-Einrichtung, ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. v. Bltts. 734) Meinen im Gartfelv gelegenen Garten, mit Häuschen und Brunnen versehen, sowie mit guten Obstbäumen bepflanze, bin ich Willens, ganz oder zur Hälfte zu verkaufen, oder zu verpachten. W. Schn'eider, Kreisbote. 843) Meinen an der Straße nach Grün- berg und Lich gelegenen Garten, % Mor- gen haltend, bin ich Willens zu verpachten. ____Heinem a n n Herrmann. 862) 364 DRlftr. Acker und Wiese, zwischen dem Mittelweg und ter Lahn gelegen, 242 OIKlstr. Garten auf ter Roth- hohl unt 145 □fih'tr. Acker am Hasen- köppcl, siut zu verpachten. Näheres bei Balthasar Becker Wittwe. Verpachtung einer schönen Land- wohnung im Lumdathale. 817) Die Freiherrlich von Milch- ling'sche Besitzung zu Treis a. d. L., be- stehend aus einem dreistöckigen großen Wohn- Hause, Scheuer und Stallung und einem um diese Gebäude Herumliegenden 5 Casseler Acker (Morgen) großen Garten, ist durch Aufhebung des Justizamtes und des PhysicatS pachtlos geworden, und steht vom 1. April d. I. an anderweit, billig zu verpachten. Dieselbe eignet sich besonders, da der Lumdafluß dicht vorbeifließt und Arbeitskräfte billig zu haben sind, zum Be- triebe eines Fabrikgeschästes. Marburg, am 4. März 1867. Der Freiherrlich von Milchling'sche Administrator: Kehr, Regierungseanzlist. 31) Ein Wohnhaus, in schöner Lage der Stadt, ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. ITermietfju n g c n. 898) Ein möblirteS Zimmer mit Ca- binet, in der Nähe der Aula, ist zu ver- miethen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 889) Eine Familienwohnung von trci ineinandergehenden Stuben, Küche, Boden, Holzplatz und Keller ist zu vcrmiethen und im Juni beziehbar. Jacob Vogt, Bäcker. 873) Der obere Stock meines Hauses ist zu vermiethen. L-ouis Flett, im Schwanen. 864) In meinem Hinterhause ist ein freundliches Familienlogis zu vermiethen und bis April beziehbar. Friedrich Möhl, Adolph Sohn. 878) Ein vollständiges Familienlogis von 2 Stuben und Cabinet, wozu auf Verlangen auch ein Theil Hintergarten abgegeben werden kann, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen Reichensand Lit. C. Nr. 131. 876) In meinem an der Schoar vom Wallthor nach dem Neuenweg gelegenen neuen Hause ist eine Wohnung, bestehend aus drei Stuben, zwei Cabineten, Küche rc-, zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Heinrich Ruckstuhl. 861) Ein Familienlogis, bestehend aus 5 Zimmern nebst Zugehör, ist zu vermie- then bei Gg. Malkomesius. 779) Eine Familienwohnung ist zu vermiethen bei Spengler Hilgardt, ________________________Schloßgasse. 795) Zwei möblirte Zimmer mit Cabinet, nach der Straße gehend, sind zu vcrmiethen und sogleich beziehbar bei L. Textor, im Darmstädter Haus. 888) Ein Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei Ph. Lampus, am Wallthor. 831) Ein möblirteS Zimmer nebst Ca- binet ist für das nächste Semester bei Herrn Speisewirth Friedrich Lampus zu vcr- micthen. Wittwe Reifenberg, Seltersweg Lit. C. Nr. 69. 816) Ein kleines Logis nebst Werkstätte ist zu vermiethen. Emil Junker. 836) Ein Zimmer mit Cabinet ist für nächstes Semester zu vermiethen im. Klifist ein'schen Hause am Seltersdcrge. 375) Das seither von Herrn Pfarrer Dauth bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen und im April beziehbar. L. Keil, Neucnbäuen. 28) Ein möblirteS Zimmer ist zu ver- micthen und sogleich beziehbar bei Friede. Emil Loos. 4459) Zu Vermiethen: Im vormals Möd l'schen Garten tic mittlere Etage. Auskunft ertheilt Herr Elias Meyer. Uc r in i (cfj I c nzeigeII. 799) Bestellungen zum Ausleihen der Amerikanischen jJatnit-Waldj- und Wring-Maschinen bitte mindestens 3 bis 4 Tage vorher bei mir anzumelden, da andernfalls dieselben nicht immer zur gewünschten Zeit disponibel sind. C. W. Nowach, Neuenbäuen 101. Ijutldijrr und Struhhut - Wäscherei von Susauna Weis. Laden bei Herrn A. Katz in der Neustadt. 834) Ich beehre mich, hierdurch ergebenst anzuzeigen, daß ich auf kiesigem Platze ein Hutgeschäft, verbunden mit Strohhut-Wascherei etablirt habe, und fortwährend bedeutendes Lager aller Sorten Filz- und Seidenhüte unterhalte; auch werde ich jederzeit bemüht sein, das Neueste zu bieten. Mein Lager in Herren- und Danren-Artikeln wird stets auf's Vollkommenste, von den feinsten bis zu den ordinärsten Sorten, affortirt fein. Filzhüte werden reparirt und wie neu wieder aufgearbeitet. Für die jetzige Saison empfehle ich noch ganz besonders meine auf's Beste eingerichtete Strohhut-Wascherei Die mir zum Waschen übergebenen Hüte erhalten V>e modernste Fa^on; durch schnelle und pünktliche Bedienung werde ich mir das Zutrauen aller mich mit Aufträgen Beehrenden zu erwerben und stets zu erhalten suchen. Strohhüte, welche gewaschen und umgeändcrt werden, werden stets nach 8 Tagen wieder znrüchgeliesert, unter Zusicherung billigster Preise. Gießen, im März 1867. Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. 865) Sitzung: Mittwoch den 13. März, Abends 6 Uhr, in der kleinen Aula. Vortrag des Herrn Prüf. Dr. H. v. Ritgen: , lieber die Auslegung der Naturgeschichte des Plinius im Mittelalter." 868) Durch Hinderniß ist es mir unmöglich geworden, die dramatische Vorlesung zu halten und ist dieselbe bis ans Weiteres ausgesetzt. F r. B ü ch n e r. halte ich meine regelmäßigen Schiffs-Gelegenheiten, Poftdampser und Segelschiffe, unter Zusicherung prompter Beförderung, guter und reichlicher Beköstigung ^und billigster Passagepreisc, angelegentlichst empfohlen. Carl Spruck. Pferde-Markt und Pferde-Verloosung zu Frankfurt am Main. 647) Laut Programm des landwirthschastl. Vereins sindet am Schluffe des Pferde-Markts am 10. April d. I. mit Genehmigung k. pr. Regierung große Verloosung statt Die Gewinne bestehen demgemäß aus: <»1 der schönsten Reit-, Wagen- und Arbeitspferde, 10 Wagen nebst completen Geschirren, wobei eine^ Egnipage mit 4 schönen Pferden und completer Schirrung. Außerdem vollständige Geschirre, Sattelzcuge, Fahr- und Reit-Requisiten ic. Bestellungen auf Loose ä 1 Rthlr. (1 fl 45 fr.) sind alsbald bei mir einzureichen, wenn mit Sicherheit auf Jutheilung gerechnet werden soll. Rach Ziehung sende ich Liste franco. Gustav Schwarzschild, Zeil 38, Frankfurt a. M. Geschäfts - Empfehlung. 892) Einem vcrehrlicken Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mich dahier als Weißbinder, Lackirer und Dekorationsmaler etablirt habe. Durch geschmackvolle, schöne und dauerhafte Arbeit, sowie durch reelle und billige Bedienung, hoffe ich, mir die Zufriedenheit meiner werthen Auftraggeber zu erwerben, und bitte dcßhalb um geneigten Zuspruch Meine Wohnung befindet sich bei Herrn PH. Oppermann in der Neustadt. Joseph Mannberger. Großes Militär-Cmltnl 893) Sonntag den 10. März 1867 im Leib scheu Saale, ausgeführt vom ganzen Musik-CorpS des königl. preuß. 11. Jägerbataillons, ftüHeren Mitgliedern der kurhesstschen Garde-Regirnents-Musik. Programm. Erste Abtheilung: 1) Krönungs-Marsch aus der „Prophet" von Meyerbeer. 2) Potpourri aus „Troubadur" von Verdi. 3) Divertissement für Flügelhorn von Schumacher. 4) Quadrille (die Rheinländer) von Schneider. Zweite Abtheilung: 5) Ouvertüre aus „Don-Juan" von Mo-zart. 6) Potpourri aus „Tannhäuser" von R. Wagner. 7) Variationen über'verschiedene Themas von Schneider. 8) Schneewittchen-Mazurka von Bartholomäus. Dritte Abtheilung: 9) Ouvertüre aus „Anna Bollena" von Donizetti. 40) Zigeuner-Walzer von Labitzky 11) Potpourri aus „Preziosa" von Weber. 12) Potpourri (Reise durch die Lieder-Welt) von Schneider. Anfang 5 Uhr. — Entree 12 fr. SHtzTiptz fttfeöS r §0 H » $?;<■ <-69 | „Gottes Segen bei Colm!“ « iö Grosse Capitalien-Ver- * 9 loosung von über 2 Millionen 900.000 * <3 Beginn der Ziehung am 11. <1. HU. I 739) Bekanntlich ist der Debit der 2 Neuen Mailänder Staats- Z » Prämien - Obligationen 2 von der GrossherzogL Iles- J sischen Regierung gestattet. H | Mur T Thaler 3 kostet ein Original-Staats- 3 g Loos (keine Promesse) aus mei- Ä © nem Debit und werden solche auf ä frankirte Bestellung gegen Ein- A sendung des RetragCS , oder gj / gegen Fostvorsehuss selbst nach den entferntesten Ge- A genden von mir versandt. Z © Es werden nur Gewinne gezogen. § Die Haupt-Gewinne betragen S ä Mark 225,000 -125,000 -100,000 s Z — 50,000 — 30,000 - 20,000 - | H 2 ä 15,000, 2 ä 12,000, 2 ä 10,000, S rö 2 ä 8000, 3 ä 6000, 3 a 5000, I |4 ä 4000, 10 h 3000, 60 ä 2000, gj g 6 k 1500, 4 ü 1200, 106 ä 1000, « S 106 ä 500, 6 ä 300, 100 ü 200, Ä I 7628 ä 100 Mark ’u. s. w. H g Gewinngelder und amt- « X liehe Ziehungslisten sende A g sofort nach Entscheidung. >g Meinen Interessenten habe allein Ä t in lleutschland bereits *8*8 \ 5 Mal das grosse JLoos aus- A l® gezahlt. Ql h*az. Sams. Colin t in Hamburg, i© Bank- und Weehselgeschäft. 9>. <6 ° -Ä 796) Stroh hüte nehme ich zum Waschen unv Färben an und erhalten dieselben die neueste Fa^on. M. H o l berg, in der Löwengasse. 849) Verloren!! wurde am vergangenen Dienstag ein goldener Siegelring, gez. E. B. Der redliche Finder wolle denselben gegen eine gute Belohnung bei Bäcker Plank abgeben. 813) Ein braver Junge wird als Hausbursche gesucht. Demselben ist gleichzeitig Gelegenheit geboten, etwas Tüchtiges zu lernen. Näheres bei der Exped. k. Bltts. 814) Ein Junge, der das Schreinergeschäft erlernen will, kann in die Lehre treten bei C h r. W e r n e r. 634) Unterzeichneter empfiehlt sich zur Uebernahme von Dachdeckerarbeit und versichert billige und reelle Bedienung. Seine Wohnung befindet sich im Ger- hardt'schen Hause in der Mühlgassc. Joseph Ruckstuhl, Dachdecker. Cngel - Stifturrg Am 24. März sollen die'Zinsen der von dem Stattvorüande zum ehrenden An- denken des Geheimen Kirchcnraths Dr. Engel gemacbten Stiftung mit je lO st- an 10 arme und würdige Familien aus Gießen vcrtheilt werden diejenigen Familien, welche glauben, um tiefes Vermächtnis sich bewerben zu können, wollen sich bis zum 20. März bei den Geistlichen, dem Großherzoglichen Bürgermeister, oder einem der übrigen Mitglieder des Kirchenvorstandes melrcn. Gießen, den 6. März 1867. Für den evangelischen Kirchcnvorstand: G- Landmann, Pfarrer. I Im Leib scheu Saale. 900) Dienstag den 12. März 1867: 17. Concert im 2. Wintcrübonnemcnt der Kietzener Wustk-Kapelle. Anfang halb 8 Uhr. — Entree für Nickt-Abonnenten an der Kasse und bei Herrn C- Noloff ä Person 12 Er. Programme an der Kasse ä 1 fr. Es wird gebeten, keine Hunde mitzubringen und während der ersten Äbtheilung nicht zu rauchen. Der Saal wirt vor 7 Uhr nicht geöffnet. Unter Anterm kommt zur Aufführung: Arie aus der Oper „Silvano" von C. M- v. Weber, für Oboe, vorgctragcn von Herrn W a h r m a n n; Traumbilver-Fantahe von Lumbye re. Die Direktion: Adolph 881) Die Unterzeichnete, die fick durch mehrjährigen Aufenthalt in England und Frankreich die nöthige Hebung und richtigen Accent erworben, und der über ihre Befähigung als Lehrerin die besten Zeugnisse zur Seite stehen, erbietet sich zu Privatunterricht in beiden Sprachen. Louise Hanstein. 852) Die zum Baue tes hiesigen Wohngebäudes noch crforterliche Quantität an Luftkalk, circa 150 Bütten, ist noch zu vergeben. Offerten erbittet man binnen 8 Tagen. Main-Weser-Hütte, den 5. März 1867. I. W. Buderus Söhne. 832) Ein braver Junge, der das Glasergeschäst erlernen will, kann bei mir in die Lehre treten. Valentin Herdt. 860) Ein Dienstmädchen, welches baldigst eintrcten kann, wird gesucht. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. Auswanderer finden am 1. und 15. jeden Monits mittelst bestgebauten Segelschiffen 1. Classc und wöchentlich zweimal mit den vorzüglichsten Dampfschiffen nach allen Häfen Amerikas bei reellster Bedienung und zu den billigsten Preisen Beförderung. Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich in den Stand gesetzt, jedem Auswanderer den besten Rath zu ertheilen. Bündige Schiffs - Contracte schließt jeder Zeit ab der conccsstonirte Agent: I. M. Schulhof, am Rathhaus. (447) [««) Geschäfts - Empfehlung. Einem verehelichen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mich dahier als Weißbinder und Lnckirer rtablirt habe. Durch feine, geschmackvolle und dauerhafte Arbeit, sowie durch prompte Bedienung, hoffe ich mir die Zufriedenheit meiner Kunden zu erwerben, und bitte daher um deren geneigte Aufträge. Meine Wohnung befindet sich in dem Hause meiner Mutter, Neustadt Lit. D. Nr- 34. G e o r g M ö h l. jCE- 672) Ansmaiibrrcr jcv befördert dreimal wöchentlich mit Dampfschiffen über Bremen und Hamburg, sowie mit Segelschiffen Istcr Classe nach allen Häfen 21 inc= * 7 rikaS zu billigstem Preis unter reellster- Be- dienung - .______________ Ehr. Wal lenfels, jun. Jnr Z in per scheu Garten. 894) Sonntag den 10. März 1 g 6 7. In brillant decorirlem Saale: Großes Militiir-Concert, ausgeführt vom ganzen Musik-Corps der Wetzlarer Jäger. Anfang 4 Uhr. — Entröe ä Person 12 fr. Programme sind an der Kasse zu haben. 7d5) Es wünscht Jemand einem Kauf. 89l) Strohhttte werden zum Waschen manne oder einem sonstigen Gesckäftsmanne und Färben, a 24 fr., angenommen: meine die Bucher zu führen. Wer? sagt die! Mustcrhüte sind eingctroffcn. Exped. d. -4ttS._____________M. Heß, am Lindcnplatz. (Hierzu eine Bdilage.) 863) Loffrir-Maschinen stehen bei mir zur Ansicht und gebe ich zugleich auch Anweisung im Coffrircn. Louise Seibel, in der Neustadt. Weibliche Lehranstalt. 833) Mit dem Beginne des Sommer- semesterS werde ich in hiesiger Stadt eine höhere weibliche Lehranstalt in Verbindung mit einer Fortbildungsschule eröffnen. Ich werde einen bedeutenden Thcil des Unterrichtes in den oberen Classcn selbst übernehmen und außerdem durch erprobte Lehrkräfte unterstützt werden. Den Unterrichtsplan werde ich in der Kürze bekannt machen. Gießen, den 4. März 1867. Prof. Dr. Georg Zimmermann. Bürger-Club. 890) Montag den 11. März, Abends 8 Uhr: V e r s a m m l n n ft im C a f 6 Ebel. 877) Bei meinem Wegzuge von hier nach Vilbel sage ich allen Freunden und Bekannten hiermit ein herzliches Lebewohl. Gießen, am 4. März 1867. Mittelstädter, Großherzoglicher Bahnmeister. ess) (Lfjenteu in gießen. Sonntag den 10. März. Zum zweiten Male: Klein Geld Poste mit Gesang in 6 Bildern, von E. Pohl. Musik von Conradi. Montag den 11. März. Zum ersten Male: Die Mönche, oder: Iie Karabiniers im Klolier. Lustspiel in 3 Abtheilungen. nach dem Französischen ______des S t. H ila ire, von M. Tene lli. Beilage zu Nr. so des Auzeigeblattes. U ermischte «fl »zeige n. 869) Die Sammlung für Vie Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger in Bremen hat am hiesigen Orte ergeben: 1) an einmaligen Beiträgen......15 fl. 10 fr., 2) an Jahres-Beiträgen.......23 „ — „ wozu der hiesige Handelsverein noch einen jährlichen Beitrag von 10 fl. und einen einmaligen von 17 fl. 30 fr. liefern wird. Die obige Summe ist nach Abzug der Kosten für einen Dienstmann mit 1 fl. 12 fr. am 6. März mit 21 Rthlr. 4 Sgr. nach Bremen abgesandt. Die Abrechnung wird nach Eintreffen der Quittung.in der Ferber'schen Buchhandlung zur Einsicht offen liegen. 899) Gefunden wurde vergangenen Dienstag ein Porte-1 monnaie mit dem Namenszug H. 8. und einigen Kreuzern. Abzuholen gegen die Jnseratgebühren bei Georg Möhl. 901) Einige Herren tonnen noch Mtt- tagstisch haben. Bei wem? sagt die Exped. dieses Blattes. M.-W™ .'.I1 ----------- .1 L. > — Jrifrtjöädiei* zu gießen. Sonntag den 10. März. Wilhelm Lvber an der Brandgaffe. Christian Lampus auf dem Seltersweg. Daniel Rühl am Rathhaus. Kirchliche Anzeigen. oSvangettfche Gemeinde zu Hießen. Gottesdienst. Am 1 0. M Lrz. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmittags: Pfarrer Sandmann. PafsionS - Gottesdienst in der HoSpital- kirche. Mittwoch den 13. März, Nachmittags 4 Uhr: Pfarrer Landmann. Getaufte. Den 3. März. Dem Bürger und Schuhmacher, UohauneS Erb, eine Tochter, Johanna Katharine Auguste Elhabcth, geboren de» 19. Januar. Denfelb en. Dem Bürger zu Homberg a. d' Ohm und ActuariatS - Asspiranten, Theodor Becker, ein Sohn, Friedrich, geboren den 20. Deeember v. I. Den 7. März. Dem Bürger. Kaufmann und Mitglied des Gemeinderaths, 'Ebnend Silbereifen, eine Tochter, Marie Betty, geboren den 31. Januar. Denselben. Dem Bürger und Metzger, Johannes Langsdorf, ein Sohn, Adolf Henna»», gehören den 5. Februar. Denselben. Dem Bürger und Wagner. Emil Steinberger, ein Sohn, Heinrich Philipp Wilhelm Martin, geboren den 27. Februar. Beerdigt. Den 5. März. Ein unehelicher Sohn von ans wärts, Georg, alt 1 M. 13 T., gestorben den 4. März Die Pfarrgesehäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel. Rundschau. In den seitherigen Sitzungen des norvveutschen Reichstags wurden wieder nur Wahlprüfungen vorgenommen. Es sind nunmehr zusammen 116 Wahlen geprüft und gültig erklärt. Da der Reichstag 296 Mitglieder zählt, die absolute Majorltät mithin 149 Stimmen beträgt, somit also 17 Wahlen über die absolute Majorität geprüft und gültig erklärt sind, beschließt das Haus nach dem Anträge des Alterspräsidenten, die Wahl des Präsidenten nächsten Samstag den 2. März vorzuuehmen und in der Sitzung am 1. März mit den Wahlprüfungen sortzufahren. — Bei der am 2. März vorgenommenen Präsidentenwahl wurden im Ganzen 240 Stimmen abgegeben, so daß zur absoluten Mehrheit 121 Stimmen gehörten. Die meisten Stimmen (120) fielen auf Simson; Graf Stolberg erhielt 73, Herzog von Ujest 24, v. Wächter 17, v. Erxleben 3 Stimmen, die übrigen zersplitterten sich. Bei der hierauf vorgenommenen engeren Wahl, in welcher 240 Stimmen abgegeben wurden, wurde Simson mit 127 Stimmen zum Präsidenten gewählt, während Graf Stolberg 89 Stimmen erhielt. Der Abg. Dr. Simson ist also zum ersten Präsidenten des Reichstags gewählt, und indem der Alterspräsident dieses Resultat verkündigt, erschallt Bravo in der Versammlung. Präsident Dr. Simson (nachdem er den Prä« sidentenstuhl bestiegen) : „Meine Herren! Sie berufen mich durch die soeben vollzogene Wahl für die nächsten vier Wochen zur formellen Leitung Ihrer Versammlung. In ter Ueberzeugung, dieser hohen Versammlung für ihren großen Zweck, der nicht unerreicht bleiben darf, an der Stelle auch mit meinen bescheidenen Kräften dienen zu müssen, Die Sie mir anweisen, und in dem vollen Gefühle der Ehre und Auszeichnung, die Sie mir zu Theil werden lassen, nehme ich die Wahl an und danke für Die- feile in wahrhafter Ehrerbietung. Ich tverDe mich bemühen, allen Ansprüchen, Die Sie an mich stellen, gerecht zu werten. Begegnen Sie mir Dabei von allen Seiten Des Hauses mit Nach- sicht, Das ist meine Bitte, meine Hoffnung, Denn ich weiß sehr wohl, wie sehr ich Ihres Wohlwollens unD Ihrer Nachsicht be» Darf." — Der Präsitent fordert dann das Haus noch auf, feinen Dank rem abtretenden Alterspräsidenten durch Aufstehen von Den Sitzen kunvzugeben. Dies geschieht und es wird dann zur Wahl des ersten Vicepräsidenten geschritten. Zum ersten Vice- präsidenten des Reichstags wurde Herzog von Ujest mit 119 von 231 Stimmen, zum zweiten v. Bennigsen mit 114 von 227 abgegebenen Stimmen gewählt. Außerdem erhielten Haberkorn 95, v. Wächter 8,' Braun 2, v. Rothschild 1 Stimme. Den Schluß der Sitzung bildet die Wahl der Schriftführer. — In Der Sitzung vom 4. März theilte Der PräsiDent Simson Das Resultat Der Schriftführer-Wahlen mit. Es rourDen gewählt: Forckel, p. Unruh-Vomft, v. Kleinsorgen, Delius, v. Schöning, v. Wurmb, Graf BauDissin unD Falck. Die Abgg. von AuerswalD und Aß- manu sinD zu Quästoren ernannt. — Der PräsiDent Der Bundes- Cvmmissarien, MinisterpräsiDent Graf v. Bismarck, brachte hierauf Den Entwurf Der BunDesverfassung, nebst authentischen Ausfertigungen Derjenigen Verträge ein, auf welchen bisher Die Consti- tuirung des Bündnisses beruhte, wie die Protokolle über Die Konferenzen, in welchen Der vorgelegte Verfaffungsentwurf zwischen Den Vertretern Der hohen Regierungen vereinbart worDen ist. In seiner Rede betonte Der Ministerpräsident die Nothwendigkeit, Den BunDesvertrag bis zum 18. August festzustellen, Da Der pro- visorische BunD nur bis Dahin abgeschlossen unD noch vorher Die BunDesverfassung allen EinzellanDtagen zur Genehmigung vorzu- legen sei. Ebenso beDingen die Beziehungen in Süddeutschland eine rasche, entschiedene Beschlußnahme in NorDdeutschlanv, da nur hierdurch Das Vertrauen Der süDDeutschen Staaten zu jenen befestigt werden könne. Sodann berührt er in einem geschichtlichen Rückblicke die in unserem National - Charakter liegenden Gründe, welche die Vereinigung des ganzen Deutschlands von jeher verhindert haben und Die er in einem Ueberschuß an männlicher SelbstänDigkeit unD an Unabhängigkeitgefühl zu sinoen glaubt, welcher in DcutschlanD Den Einzelnen, Die Gemeinde, den Stamm veranlaßt, sich mehr auf Die eigene Kraft zu verlassen als auf Die Gesammtheit; es sei Der Mangel jener Gefügigkeit Des Einzelnen unD Des Stammes zu Gunsten Des Gemeinwesens, jener Gefügigkeit, welche unsere Nachbarvölker in Den Stand gesetzt hat, Die Wohlthaten, die wir anstreben, sich schon früher zu sichern. Schließlich weist er Darauf hin, Daß Die Regierungen ein gut-.6 Beispiel in diesem Falle gegeben; „es war feine unter ihnen, sagte er, die nicht erhebliche Bedenken, mehr oder weniger berechtigte Wünsche dem bisher erreichten Ziele hat opfern müssen, Den Beweis, daß DeutschlanD in einer sechshundertjährigen Leidensgeschichte Erfahrungen gemacht hat, die es beherzigt; daß wir — und Alle, Die wir hier sinD, haben es selbst erlebt — die Lehre zu Herzen genommen haben, Die wir aus Den vergeblichen Versuchen von Frankfurt unD von Erfurt ziehen konnten. Das Mißlingen Des Damaligen Werkes hat in DeutschlanD einen ZustanD Der Unsicherheit unD UnzusrieDenheit herbeigeführt, Der 16 Jahre lang geDauert hat und Der schließlich Durch eine Äata- strophe wie Die des vorigen Jahres nach irgend einer Seite hin, wie Gott es fügte, feinen Abschluß finden mußte. Das deutsche Volk hat ein Recht, von uns zu erwarten, daß wir Der Wiederkehr einer solchen Katastrophe Vorbeugen, unD ich bin überzeugt, Daß Ihnen und Den verbündeten Regierungen nichts mehr am Herzen liegen darf, als diese gerecht Erwartung des deutschen Volkes zu erfüllen." Präsident Simson beantragt Vertagung des Beschlusses über die gesckäftliche Behandlung des Verfassungs- Entwurfs bis dahin, daß Die Vorlagen gedruckt, unD Das Haus Preuß. Waffen - Scheine Preuß. Friedrichsd^or - • • • • Pistolen.............. „ Doppelte ...... HoU. st. 10 Stücke Rand - ............ • 20 Franfenstücke längt Sovereign« Ruff. Imperial« Dollars in Gold........... st. 1. 45-1 „ 9. 56J-57J „ 9. >45-47 „ 9. 46-48 „ 9. 51-53 „ 5. 34-36 „ 9 27;-28i „ 11. 50-54 „ 9. 46-48 „ 2. 271-281 Locales Anfrage. Sollte nicht unter denjenigen Eltern, für deren Tochter das Bedürfnis einer höheren Schulbildung vorlicgt, der Gedanke Beachtung verdienen, daß dieselben unter sich eine Commission ernennen und so die so wichtig gewordene Schulfrage selbst in die Hande nehmen und durch Beraihung mit erprobten Schulmännern zum Abschluß bringen '< Ein Unbethciligter. Beschlüsse des Gcmeindcraths der Stadt Äicßen aus der Sitzung vorn 7. März 1867. 1. Dem Bieibrauereibesitzer G. Heß dahier wurde bittweis« gestattet, ein WafferzuleitungSrohr unter dem Leihgestern« Weg her nach seiner Brauerei in dem ehemals Helmolt ssten Garten anzulegen. 2. Der Gemcinderath bewilligt zur Anschaffung eines Kohlenkastens und • anderer Feuergeräthe in die Turnhalle einen (Lredit von 8 st. 3 fr. 3. Der Gemeinderath erklärte sich bereit, das Gesuch des Wilhelm Dörr von hier um Dispensation vom fehlenden Alter behufs seiner Verehelichung bei tritt nach langer Debatte diesem Anträge bei. Darauf ^olgt die , Verhandlung über GeschäftSordnungS-Antrage. Graf Schwerin beantragt den Eintritt in die Schlutzbcrathung, was das Haus auch beschließt. Präsident Simson ernennt tu Abgg. Kannglks>er -um Referenten und Bethusy-Huc zum Correferenten. — ES er- folgen weitere Wahlprüsungen und werden eine große Anzahl von Wahlen für gültig erklärt. Der Präsident theilt darauf mit, daß 207 Wahlprüfungen stattgefundcn haben und baß der Druck des Verfassungsentwurss sowie der übrigen Aktenstücke am 5. März geschehen sein könne. .... . Oesterreich hat seinen Ausgleich mit Ungarn zwar glücklich vollbracht, ist aber dadurch in die Lage gerathcn, sich Dis- ferenzen mit seinen Ezechcn und Südslaven zu bereiten. Der böhmische Landtag mußte aufgelöst werden, weil seine Majorität eine förmliche Protest-Adresse gegen den Ausgleich nut Ungarn beschlossen hatte, und die Einberufung des Reichsraths der dies- seits der Leitha gelegenen Länder ist in Folge dessen bis zum 30 März vertagt worden. Die Südslaven (Kroaten, Serben rc.) wollen durchaus nicht Heloten der Ungarn werden und agillren für Integrität des „trucmigen Königreichs" nut der lenen Rationalitäten eigenen Leidenschaftlichkeit. In Frankreich freut sich der gesetzgebende Körper seiner jungen Freiheit, des Jnterpellationsrechtcs; es wird gefragt, die Minister antworten, und die Majorität beschließt einfache Tages- ortnung; so ging es bei der Interpellation wegen des Brief- geheimnisscs und ebenso bei der wegen des Decrets vom 19. Januar. Das ganze macht den Eindruck einer Eomodie, oder erinnert an die großen öffentlichen Gelehrienturniere früherer Jahrhunderte, wo es darauf ankam, wer das letzte Wort behielt. Die Presse saßt es auch so auf und recensirt förmlich die orato- rischen Leistungen. Rvuher hat einen Triumph gefeiert, Ollivier schnödes Fiasco gemacht u. s. w. Die verheißenen Preß- und LcreinSgcsetze können schlechterdings nicht aus dem StaatSrath heraus; es wird so lange daran Herumbcrathen, bis schließlich alles beim Alten bleiben wird, wenigstens der Sache, wenn auch nicht dem Namen nach. • In der orientalischen Frage ist noch unmöglich klar zu sehen. Die Pforte soll neuerdings in seiner Note an die Mächte des Pariser Vertrages sich die Einmischung in ihre „inneren Angelegenheiten" energisch verbeten haben; die Zugeständnisse an Serbien werden an schwere Bedingungen geknüpft, und leicht kann es an diesem Punkte zum Eonflict kommen; die Ver- hällniffe zu Griechenland sind bis zum Zerreißen gespannt, cer Aufstand auf Kreta scheint nichts weniger als unterdrückt zu sein. In Mexico läuten die Tvdtcnglocken des Kaiscrthums. Die Republikaner schließen die Hauptstadt immer enger ein. Die Verbindungen mit dem Meere sind abgeschnitten, von Tag zu Tag darf man die Nachricht von der Katastrophe erwarten. Vermischtes. Unfern Lesern wird au« früheren Ankündigungen in tiefen fSlättern bekannt fein daß in Dresden unter dem Titel „Der Agent" eme Zeitschrift b>I h, die'sich die kostenfreie Vermittelung von Stellen, namentlich der kausman u schen und höheren technischen Branchen, i»r Aufgabe gestellt hat. Die Erp^ dition deS genannten Blattes stellt nun die demnachstige Verostentlichung hr S vierteljährigen Geschäftsberichts in Aussicht, der gleichzeitig ein interessantes BÜd der bisherigen Wirksamkeit des Agent geben durfte. Al« ungeiahrer Maßstab für die Bedeutsamkeit des Unternehmens mochte "mstand Nena, daß die Erpedition während des verflossenen Quartal« über 4000 Briefe, Stellen- und Geschäfts-Vermittelungen betreuend, empfing und eine gleiche Anzahl abgesendet hat. Die leidige Eoncurrenzwuth hat übrigens an drei Orlen, nämlich in Hamburg, München und Berlin, versucht, da« Unternehmen, wenn auch in mißlungener Weise nachznahmeii. Die bei Großh. Bezirkssttafgericht Gießen in öffentlicher Sitzung gefällten Urtheile. I. Am 28. Februar d. 3. wurden verurtheilt: 1. Johanne« Weißel, Soldat, von Blofeld, wegen -KörperVerletzung, Widersetzung und Verletzung der Amt«- und Dienstehre, in eine Eorrectwn«. ^E"wegen Ä!letzun"/'d« Amt«- und Dienstehre de« Großh. Kreisamt« 33116,1 Wilhelm Väth II., Johanne« Fahz, KaSPar F-Hz, Siegfried Heil. Wilhelm Hofmann, Lorenz Fritzel, Anton Seibold L, Philipp -^atl), Justu« Kester HI., Christian Köster III., Iustu« Kester 11. sämmtlich von Nieder-Eschbach, Jeder in eine Geldstrafe von fünf Gulden, dagegen Decker I., Dionifiu« Schneider, Wilhelm Schmidt und Sophie Schmidt von da von der erhobenen Anklage freigesprochen worden sind. II. Am 6. März d. I. wurden verurthellt : 1. Karl Neuling und Heinrich Marr von Gießen, wegen Körperverletzung, Jeder in eine Gefängnißstrafe von drei Tagen. Diebstabl« 2. Daniel Nikolai von Beffungen, dermalen dahier, wegen Viebstayi«, in eine geschärfte Eorrection-Hausstrase von vier Monaten. - 3. Philipp Schmidt vo» Llch, wegen Wider,etzung, in eine Gefangen? strafe von sieben Wochen. ?'gegen"Äb"Lu"h, Jakob« Sohn, von Großen-Linden, wegen thät- liche6^gegen«Iohan'nes Schmidt von Maibach, wegen desgleichen, wurden durch Vergleich erledigt. Die bei Großh. Bezirkssttafgericht Gießen zur Aburtheilung kommenden Untersuchungen. I. Den 13. März d. I.: 1. Gegen Konrad Möckel V. von Langenhain, wegen Körperverletzung. 2. Gegen Heinrich Damm von Lollar, wegen Widerietzung. 3. Gegen Heinrich Wagner, Balser« Sohn, von Großen-Buseck, wegen öffentlicher thätlicher Ehrenfränkung. 4. Gegen Katharina, Heinrich Rühl« Ehefrau zu Garbenteich, wege Körperverletzung. II. Den 14. März d. I.: Gegen Heinrich Philipp und Balthasar Münk von Ober-Wöllstadt, wegen Gewaltthätigkeit, Bedrohung, Amtsehre-Verletzung, Körperverletzung thätlicher Shrenkränkung. -CourS vom 7. März 1867. Der reichhaltige Verlag von S. Mode in Berlin bietet de« Mannigfaltigen in Fülle. Haben wir früher au« demselben Verlage beehrende Schriften empfohlen, so wollen wir diesmal einige unterhaltende Schriften erwähnen, welche besonders manchen unserer jüngeren Leser willkommen fein 01,1,17) Boöco'S Zauberkünste. Enthält 253 interessante Kunststücke mit den nöthigen Abbildungen. (Preis 20 Sgr.f. 2) BoScoö Kartenkunste (112 an der Zahl), ebenfalls mit Abbildungen. (Preis 10 Sgr.) 3) »r. »iciitcr, Bomben und Granaten aus gezogenen Kanonen. Enthatt 400 Anekdoten, Schnurren, Schwänke, Rälhfel ,c. und ist besonders emp,ehlens. werih (Preis 10 Sgr.) I) Max 'Xichtcr, Der unverwüstliche Ge e - schafter! Enthält eine reichhaltige Sammlung von uiiterhallenden Gesell- schafts-Pfänder-Spielen nebst Pfänderauslöfungeii >.., koimfche Vorträge, .Sie- der Eommando deS Contredanse und Quadrille a la cour etc. Wer ein lustiger Gesellschafter werden will, der möge dieses Buch stch an,chasten. $ie genannten Schriften hält übrigens jede Buchhandlung vorrathig. Großherzoglichem Kreisamte zu unterstützen. 4. Dem Lehrer Jung wurde bittweise und gegen Entrichtung einer jährlichen Zinse von 12 fr. erlaubt, von dem zwischen dem Feldwege in der SkephanSmark und seinem Hofe liegenden städtischen Eigeuthum, so viel als für feine Zwecke iiöthig, als Fahrt benutzen zu dürfen. ~ 5. Zur Fortsetzung bezw. Beendigung eines, die Geschichte der «ladt Gießen betreffenden, interessante und wichtige Urfunden enlhaltenden Werks wurde vom Gemeinderath weitere Bewilligung gemacht. 6. Dem Ludwig Keßler wurde derjenige Theil seines Gartens, den die Stadt zur Herstellung einer Straße nach dem Bahnhofe hi» erworben, und welcher bis jetzt noch feine Verwendung gefunden hat, für 5 ff. auf 1867 pachtweise überlasten. Redaktion, Druck unv Vertag ter Lrühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.