AnM-WM für die Provinzialhauptstadt Gietzen. (flmtsüfatt bes Greifes gießen) Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch« und Samstag«. — Preis de« Jahrgang« für Einheimische 1 st. 42 fr., für Auswärtige incl. W vorschrift«- mLßigen Poftauischlag« 1 fl. 42 fr. — Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. — In Giesten bei der Erpedition sCanzleiberg 8it. B. Nr. 1). JV«. G2» Samstag den » August 1S(»7. A m t l i ch e r T h e i l Gießen, am 22. Juli 1667. Betreffend: Das ExecutionSverfahren unv dessen Fortsetzung, ins- besondere wenn Mobilien gepfändet sind. Das G r o »I) e r) ii g l i ch e Landgericht Gießen an die sämmtlichen Ortögerichte des Landgerichtsbezirks. Indem wir Ihnen das nachstehende Gcncral-AuSschreiben Croßherzoglichen HofgerichtS der Provinz Obeihcffen an die Stadt' und Landgerichte dieser Provinz vom 27. vor. Mts. zur Kenntnißnohmc mitlheilen, weisin wir Sie an, den in diesem General' Ausschreiben ertheiltcn Vorschriften in allen vorkcmmenden Fällen aus'S Pünktlichste nach zu komm en, indem wir deren Be» folgung aus'S Strengste überwachen werten, übrigens auch die an Ihrem Ortwohnhastcn Personen daselbst bei jeder dazu geeigneten Gelegenheit über die in diesem General-AuSschreiben enthaltenen (für sie wichtigen) Bestimmungen genügend zu belehren und aus die Nochtheile aufmerksam zu machen, welche sie sich hiernach durch von ihnen veranlaßte Erschwerung, rcsp. Verzögerung der gegen sie gerichteten Exekution zuziehen würden. Sollte es an einem Orte des Gcrichtsbezirks noch an dem nöthigen Local zur Aufbewahrung ter einen oder anderen Klaffe von Pfäntern fehlen, so hat das betreffende Ortsgericht uns davon zum Zweck ter Beschaffung eines solchen unverweilt die erforder- liche Anzeige zu machen. In Erledigung der Landrichterstclle: » Hellmann, Landgerichts • Assessor. Abschrift. Zu Nr. H. G. 4981. Gießen, am 27. Juni 1867. Betreffend: Wie oben. Das Großherzogliche Hofgcricht der Provinz Oberhessen an die Großherzoglichen Stadt- und Landgerichte dieser Provinz. Ein von UNS unter der Rubrik: Die Fortleitung des ExecutionSverfahrenS u. am 12. Mai v. I. erlassenes General-Aus. schreiben besagt: „Wird Vie Verbringung gepfändeter Mobilien an einen benachbarten Ort ncthig, weil z. B- kein Gebot darauf geschah, „so liegt die Besorgung dieses Transportes regelmäßig den Ortsgerichten ob, unv die Gcrichtsdiener sind nur ausnahm«, „weise zur Mitwirkung heranzuziehen." Diese Verordnung hat Veranlassung gegeben, daß eine ganze Anzahl von OrtSgcrichtS-Vorstehern höheren Ort« um deren Beseitigung nachgesucht und gebeten hat dergleichen Pfänder-Traneporte lediglich durch die Cerichtetiener besorgen zu lassen. Groß, herzogliches Ministerium der Justiz ist jetoch auf tiefes Gesuch nicht eingrgangen unv hat nicht nur tic abschlägige Bedeutung der Petenten, sondern weiter verfügt, daß auch alle übrigen OrtSgerichtS-Vorsteher dieser Provinz darnach beschieden und belehrt werden sollen, was ihnen in dieser Beziehung zu thun obliegt. Zu dem Ende werten Sie Ihre sämmtlichen OrlSgerichtS-Borstehcr vor allem darauf aufmerksam machen, taß die Gericht«, diener bestehender Instruction gemäß gepfändete Mobilien stet« aus dem Besitz des Schuldners zu bringen und in das Von der Geweinte zu stellende Pfand-Local zu liefern haben; fowie taß es durchaus nicht ihre — der OrtSgerichlS - Vorsteher Sache ist, für tic Herbcifchassung ter Pfänder zum VersteigeeungStermine Garantie zu leisten, und dadurch die Gerichtstiener von Einhaltung ihrer Dicnst-Jnstruciion zu entbinden. Wo es an den nöthigen Lccalen zur Aufbewahrung ter Pfänder noch feblt, iö nöthigenfalls mit Hulse des betreffenden Kreis- amtS für deren ausreichende Beschaffung alsbald zu sorgen. Entschließt sich aber ein OrtsgericktS - Vorsteher ausnabmSweise dazu, die Pfander — sei es gegen Bürgschaft eine« Dritten oder ohne eine solche — für überliefert anzunehmcn, und dies sowie weiter dem Genchtsdiener zu bescheinigen, taß er für die Pfänter garantire, dann muß er auch dafür sorgen, daß Die gepfändeten Gegenstände bei der Versteigerung im Pfand. Local anwesend und tcm Schuldner entzogen sinv. Sie werden daher die OrtSgerichtS-Vorsteher auch auf diese Obliegenheit Hinweisen, und ihnen weiter eröffnen, M in allen Fällen, in welchen die Pfand-Gegenstände am Orte brr Pfändung nicht verwertet werden konnten, ein benachbartes OrtSgericht mit der weiteren Versteigerung beauftragt, und daß der betreffende auswärtige OrlSgenchtS-Voritcher angewiesen werden wirk, die Pfänder in dem Ende abholrn zu lassen. In dem Bericht, mit welchem das Protokoll über die fruchtlos abgchaltene Versteige- runq eingesandt wirb, muß ausdrücklich angeführt werden, daß die Pfänder im Piand-Local zur Disposition stunden, und ebenso muß der mit Abholung und weiteren Versteigerung beauftragte OrtSgerichtS-Vorsteher angewiesen werden, daß er vorher den ^ag notifi- cire an welchem die Abholung vollzogen werden soll. — Bedarf es zu dieser Abholung eines besonderen Transportmittels, so hat der mit ter anderweitigen Versteigerung beauftragte Vorsteher für kesseu Beschaffung _ju sorgen, und verficht e« Heb von iclbit, daß fcie Kosten dieses Transportes nur nach vorgängiger Decretur zu erheben und falls fie vergeblich aufgewendet wurden, z- B- wenn das abzuholende Pfand im Pfanblocale sich nicht vorsindet, von dem zu tragen sind, ter |it schultvcll veranlaßt hat. — Zuwider- hantlunacn gegen diese Vorschriften sind sofort mit entsprechender DiSciplinarstras« zu ahnten. Wir erwarten, daß hiernach tie Durchführung dieser lediglich zur Beseitigung res bei Vollziehung t« Executions-Verfahren« vielfach beobachteten Derschleiis, sowohl im Interesse der Schuldner wie der Gläubiger, getroffenen Anordnungen keinen wciicrcn Widerstand finden wird unk daß Sie da, wo er dennoch austauchen sollte und Belehrung sich unzureichend erwcift, mit der nothigen Energie einschreiten werben. 3n Verhinderung de« Präsidenten: ° Weber. rat. nab en au. Kür tie Abschrift: Borngesser, _____________Landgerichts - Actuar. ÄirKrn, am 29. Juli 1867. ßrlrrffmö : Die Abhaltung des Feldrügengerichts der vierten Periode 1867. Dag GroKI)rr)ogliche Landgericht Gietzen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Landgerichtsbezirks. Wir machen Sie wiederholt darauf aufmerksam, daß in den Feldrügengerichts-Protokollen bei jedem Posten die bczugsbercch- tiate Kasse und die disponirende Behörde anzugcben, daß es jedoch gestattet ist, wenn bei allen Posten die bezugsberechtigte Kasse und die disponirende Behörde gleich sind, am Schluffe des Protokolls die entsprechende allgemeine Bemerkung anzusugcn. Auper- dem weisen wir Sie an, die Protokolle am Schluffe zu unterzeichnen. In Erledigung der Landrichterstelle: A. B r a m m , Landgerichts - Assessor. Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen. tßhictarCahunfl en. Offenlegung des Grundbuchs und der Parzellenkarten der Gemarkung Reiskirchen. 1301) Es wird hiermit zur öffentlichen Kcnntniß gebracht, daß das neu errichtete Grundbuch der Gemarkung Reiskirchen nebst den dazu gehörigen Karten in dem Bureau des Großherzoglichen Ortsgerichts-Vorstehers Jünger zu Reiskirchen offengelegt worden ist. Die Betdeiligtcn sind befugt, während der Zeit der Offenlegung Einsicht von dem Grundbuch und von den Karten zu nehmen, auch gegen die Gebühr Grundbuchsauszüge (Geschosse) von dem Orts- gerichtS-Vorsteher, welcher solche binnen 14 Tagen anzusertigen hat, zu verlangen; auch werden sie von den Fcldgeschworncn auf entdeckt werdende, sie betreffende, Fehler aufmerksam gemacht werden. Alle Diejenigen, welche sich bei der Angabe de« Grundbuchs rückficktlicb des Besitzstandes und der Größen angaben für beschwert halten, find befugt, binnen einer unerstrecklichen Frist von sechs Monaten ihre Anstände entweder auf güt- lichcni Wege bei dem OrtSgerichtS-Vor- steher, vor welchen sie ihren etwaigen Geg- ner verladen lassen können, zu beseitigen, oder, insofern dieses nicht von Erfolg ist, ihre Ansprüche bei dem unterzeichneten für Besitz- streitigkeiten zuständigen Gericht geltend zu machen, beziehungsweise wenn sie schon vor Offenlegung des Grundbuchs eine Besitzklage erhoben oder solche zwar nachher, aber bei einem andern als dem unterzeichneten Gerichte angestcllt haben, dieses letzterem binnen gleicher Frist anzuzcigen. Rach Ablauf der sechsmonatlichen Frist wird der Besitz, wie ihn das Grundbuch angibt, in Bezug auf die Personen der Besitzer und der Größen- angabeu in allen den Fällen für richtig angenommen werden, in welchen weder eine gütliche Beseitigung bei dem Ortsgerichts- Vorsteher zu Protokoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage deßhalb erhoben und er- forderlichen Falls bei dem unterzeichneten Gericht zur Anzeige gebracht worden ist.— Zugleich werken Diejenigen, welche die in Gemäßheit des Art. 30 des Gesches vom 21. Februar 1852 beigefügten Erwcrbtitel berichtigt zu sehen wünschen, ausgefordcrt, die erforderlichen Anträge binnen ter festgesetzten Frist von sechs Monaten bei dem zuständigen Gerichte zu stellen, und, wenn dieses ein anderes als das unterzeichnete ist, bei letzterem die Anzeige hiervon zu machen. Die unerstrccklichc fccksmonatliche — vom 27. März k. I., kem ersten Erscheinen der Ekictallakung in der Darmstädter Zeitung beginnende — Frist geht mit dem 30. September d. I. zu Enke. Gießen, den 2. April 1867. GroßberzoglicheS Laukgcricht Gießen. l)r. Plocb, A. ©ramm, Landrichter. Lankger^-Assessor. Oeffenlliche Bekanntmachung. Bctr.: Da» Schulkenwesen des Friedrich Seipp von Gießen. 2638) Die Mehrheit ter Gläubiger kcS in rubro genannten Gemeinschuldner- hat demselben heute eine Frist zur Zahlung von zwei Jahren mit kern Anfügen bewilligt, daß während dieser ElundungSzeit keine Zinsen von den angcmeldetcn Forderungen laufen sollen. Indem man dieses Uebercinkornmen hier- mit zur öffentlichen Kenntniß bringt, fordert man alle Gläubiger de« Frictrich Seipp von hier, die im heutigen Termin nicht erschienen sind, auf, etwaige Einwendungen gegen dasselbe binnen 4 Wochen, vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung in öffentlichen Blättern an gerechnet, vor unter zeichnetcm Gerichte vorzubringen, indem sonst die Genehmigung unterstellt, und dar fragliche Ucbereinfcinmcn bestätigt wird. Gießen, den 15. Juli 1867. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Dr. A. v. Grolman, Staktrichter. Stavtger^Asscssor 2408) Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen hat über das Vermögen des Theodor Welker vsn Hirschhorn, jetzt in Gießen, den förmlichen Concurs- Prozeß erkannt. Es werken demgemäß alle Diejenigen, welche Ansprüche an da« Vermögen ces Crikar« bilken wollen, hiermit ausgeforkert, dieselben im Termin Montag den 9. September l. I., Vormittags 9 Uhr, bei Meikung stillschweigenden Ausschlusses von der Masse anzumclken und etwaige Vorzugsrechte bei Meikung Annahme Verzichts taranf zu begründen. Gleichzeitig soll im Termin die Güte »ersucht und eventuell ein Maffccuraior unk ©läubigerau«- schuß erwählt unk kercn Befugnisse festgestellt werken. Die nicht persönlich erftbet- nrnkcn, oder durch nicht gehörig Bevollmächtigte vertretenen Gläubiger werden den Beschlüssen ker Mehrheit der erscheinenden Gläubiger heitreteirt) angesehen. Gießen, den 24. Juni 1867. Großherzoglichc« Stadtgericht Gießen. Muhl, Dr. v. Schmalkalder, Stadirichter. Staktger^Affcffor. 2488) Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberheffen untcrm 25. 1. Mts. übtr ka< Vermögen des Kaufmann« Ludwig Iahreis von Gießen wegen einer Ueberschulbung von 16,843 fl. 16'/, fr. den förmlichen ConcurS erkannt hat, werden Alle, welche Forderungen an ihn zu bilden haben, aufgeforcert, dieselben sammt etwaigen Vorzugsrechten Mittwoch den 25. September l. I., Morgens 9 Uhr, bei Mri'dvng stillschweigend cinlietcnten Ausschlusses von der Masse hier anzumclden und zu begründen. In demselben Termin soll ein Arrangement versucht, sowie ein Curator und ein Gläubiger-Ausschuß gewählt, und es soll von den nicht persönlich erschienenen oder gehörig vertretenen Gläubigern angenommen werten, daß sie den Beschlüssen zustimmten, welche von ter Mehrheit der anwesenden oder durch Bevollmächtigte vertretenen Gläubiger gefaßt werden. Gießen, den 27. Juni 1867. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Langsdorfs, Stadtnchter. Stadtger.-Assessor. 2739) In Folge Antrags eines Bruders und des Curators des seit langer Zeit verschollenem Johann PeterSachs von hier, Sohn des Handschuhmachers Ioh. Heinrich Sachs und dessen Ehefrau Helene Katb., geb. Völker, geboren am 19. Juli 1797, werden der bescheinigtrr- maßen nunmehr über 70 Jahre alte verschollene Johann Peter Sachs von hier oder dessen etwa vorhandene Leibeserben hierdurch aufgefoddert, bis zum Termin den 30. September d. I., Vormittags 10 Uhr, im hiesigen Gerichislocalc entweder persönlich oder durch einen Bevollmächtigten vertreten zu erscheinen, widrigenfalls er für todt erklärt und wegen Verabfolgung seines dahier unter Curatel stehenden Vermögens an die sich ausweiscnden präsumtiven Rechtsnachfolger das Weitere verfügt werden wird. Zugleich dient zur Nachricht, daß alle weiter in dieser Sache ergehenden Verfügungen nur durch Anschlag am GerichtSbrctte werden bekannt gemacht werden. Marburg, am 23. Juli 1867. Königliches Justizamt I. Klepper. Beglaubigt Pfeiffer, Actuar. TTeufleigerungen. Versteigerung von Weißbinder- nnd PflasterarbeU. 2781) Montag den 5. August, Morgens 10 Uhr, soll in dem Gcmcindchause zu Großen- Linden die durch die von der Gemeinde daselbst durch die Hofraithe des Ludwig Peppler I. angelegten Wasserleitungsstellen an dieser Hosraiche nöthig gewordene Weißbinderarbeit, veranschl. zu 62 fl. 45 fr. Pflasterarbeit, „ „ 32 „24 „ wenigstnehmend versteigert werden. Der Voranschlag und die Versteigerungsbedingungen können vom 1. bis zum 3. August in ter Wohnung des Unterzeichneten eingeschen werden. Gießen, den 30. Juli 1867. Schäcker, Kreisbauaufseher. 2827) Dienstag den 13. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahicsigem Rathdause die Immobilien, zum Nacblaß der Friedrich Lotse'S Ehefrau gehörend, als: Flur Nr. □Jtljtr. 7,l0 13 Hofraithe auf dem Asterwcg, gibt 1 fl. 6% fr., 4%g4 34 Acker auf dem Sand, 4'Xs 178 Garten auf dem Rodt, gibt 7. fr-, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 1. August 1867. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Ebel. Holzversteigkrung im Gießener Stadt- walde. 2790) Montag den 5. August d. I., von Morgens 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distrikten Heingesboven, Neuheeg, Heegstrauch:c. nach- verzeichnetes Holz öffentlich versteigert werben, als: 17 Stecken Eichen-Prügelholz, 1117 Wellen „ Reisholz, 4% Stecken Nadel-Prügelholz, 17y4 „ „ Stockholz, 13097 Wellen „ Reisholz, 82 Nadel-Stämme mit 1936 Cubikfuß, 20 Eechen- „ „ 150 „ 133 Aadel-Stangea „ 433 „ 38 Eichen- „ „ 109 „ Die Zusammenkunft ist aus der Grünberger Chaussee an der 5. Schneiße. Gegen Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. November d. I. gestattet. Die Großherzogüchen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 30. Juli 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 2776) Auf freiwilliges Ansuchen der Daniel Plank Wittwc sollen Dienstag den 13. August, Nachmittags 2 Uhr, auf dahiesigem Rathhause deren Hosrai- khen, als: Flur Nr. i/67 14 Hofraithe im kalten Loch, •/,,, 7 Hofraum mit Stall am Tie- fenweg, y 9 Hofraithe am Tiefenweg, gibt 39 sy fT ( 7165 12 Hofraithe, Miststätte im kalten Loch, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 27. Juli 1867. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. _________________Ebel._____________ 2734) Montag den 5. August, Vormittags 9 Uhr, soll auf dem hiesigen Zeughause eine große Quantität Töpferwaarcn, sowie Möbel und Bettwerk, versteigert werden. Gießen, den 1. August 1867. In Auftrag: Weidig, Ortsgerichtsmann. 2816) Donnerstag den 8. d. MtS., Vormittags 10 Uhr, soll von Seiten des ritterschastlichen Kau- funger Etistsfonds im dritten Stock des hiesigen Zeughauses folgendes, noch gut erhaltenes Gehölz, als: 200 Stück tannene Latten, theils von 10, theils von 12 Fuß Länge, und 25 Stück Schaltriem rn von 10 Fuß Länge und 2'/, Zoll Dicke, sowie weiter ein sog. französisches Schloß und ein Vorhangschloß mit Zubehör, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 1. August 1867. C. Fuhr, Hosger.-Advocat. 2826) Montag den 5. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung des Herrn C. Hardt in der Mühlgassc Bettung, Weißzeug, HauS- geräthc und Kleidungsstücke gegen baarc Zahlung versteigert werden. Gießen, den 1. August 1867. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Ebel. Lieferung von Wasserleitnngs-Nohren. 2817) Die Lieferung von circa 5000 lfd. Fuß, 2" im Lichten weiten, gußeisernen Wasserleitungs-Röhren für die Stakt Bensheim soll im Soumissivnswege in Accord gegeben werden. Bedingnißheft und Zeichnungen liegen bei Großherzoglichem Kreisamt Bensheim zur Einsicht offen. Die Soumissionen sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 14. August d. I., des Vormittags 10 Uhr, bei unterzeichneter Stelle franco einzureichen. Bensheim, den 31. Juli 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Bensheim. H«i nz. Pferd-Versteigerung. 2797) Donnerstag den 8. August l. I., Vormittags 10 Uhr, wird in der Gendarmerie - Caserne dahier ein ausrangirtes Dienstpserd gegen baarc Zahlung öffentlich versteigert. Gießen, den 31. Juli 1867. Großherzogliches Gendarmerie - Division«- Kommando Oberhessen. w. Hombergk, Major. Domänen- Versteigerung. 2774) Die auf Montag den 19. August 1867, Vormittags um 9 Uhr, in Folge Allerhöchsten Befehls nach den Formen des Domänenveräußerungsgesetzes vom 2. Juni 1821 in dem Rathhause zu Gießen abgc- halten werdende Versteigerung der dem Großherzoglichen Ccntralsiscus zustehenben, in diesem Blatte Nr. 50 näher beschriebenen sechs Wachthäuser in der Stadt Gießen wird hiermit in Erinnerung gebracht. Gießen, den 29. Juli 1867. Großherzogliches Rentamt Gießen. L y u ck e r. 2848) Nächsten Montag, den 5. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, lasse ich öffentlich an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung versteigern: Sopha, Tische, Stühle, Bettwerk, Spiegel, Portraits, Verzierungen, Weißzeug re. Gießen, am 2. August 1867. Kath. Furkel, wohnhaft Neustadt Lit. D. Nr. 63. (1656) (?orl jyrcch. Lilionese, vom fönifll. preuß. Ministerium concesstonirt, entfernt in 14 Tagen alle Hautunrc nigkeiten, Sommersprossen, Leber - Flecken, Pocken-Ftecten, Finnen, Flechten, gelbe Haut, Rothe brr Rase uub seropbulbse Schärfe. Darantirt. fl. 1. 30 und 48 fr. 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Nr. 162. | Frischer Zwielielkuchen jeden Montag, Mittwoch und Freitag, Mor- genS 9 Uhr, bei August Noll, im Stern. Pyrmonter Stahlbrunnen, frische Füllung, empfiehlt (2729) Julius Wallach. 2634) Die Mineralwasser Trinkhalle am Walltbor ist von Morgens 5 bis Abends 10 Uhr geöffnet. Den geehrten Herren und Damen, welche während des Morgenspazierganges Mineralwasser in Fläschchen trinken, liefere ich auf Wunsch da» Glas dazu. Außerdem halte ich Lager von allen Sorten Mineralwasser nach dem Dr. Mette n h e i m e r'schen PreiSverzeichniß, liefere dasselbe auf Wunsch in'« Hau« und gewähre bei Abnahme von 25 Flaschen dieselben Procente, wie die Anstalt selbst. I. Roloff. 2678) Alle Sorten Regen- und Sonnenschirme find stet« vorräthig; auch wird das Repariren, jowie das Ue b erzieh en der Schirme, prompt und billig besorgt bei H. 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Bei wem? sagt die Exped. dieses Blattes. 2436) Das Dr. Kohle r'sche Wohnhaus mit Garten, sowie ein Acker vor dem Neuenweger Thor (Bauplatz), ist aus freier Hand zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bl. Vermictljungcn. 2815) In unferm Hause am Markt ist eine Wohnung, aus 4 Zimmern, Küche, Keller und Bodenraum bestehend, zu ver- miethen und sogleich zu beziehen. B. C. Ferber's Erben. 2812) Lit. A. Nr. 90 in der Flügels- gassc ist ein kleines Familienlogis zu ver- miethen.____________________________________ 2808) Das von Herrn Obereinnehmer Schuster bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen und am 1. October d. I. beziehbar. Carl Schwan. 2804) In dem Hinterhause der Drechsler Schmall'S Erben ist eine Stube mit Kammer zu vermiethen, welche alsbald bezogen werden kann. 2292) Das von Herrn F. Seipp bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen und am 15. September beziehbar. L. Baer, Wallthorstraße. 2846) Zwei Familienlogis sind zu vermiethen. Näheres bei Konrad Simon, Mühlgasse. 2530) In dem E. Strack'scken Hause in der Neustadt ist ein Familienlogis zu vermiethen._______________________________ 2771) Ein möblirtc« Zimmer ist zu vermiethen bei A. Haubach, Mäusburg. 2697) Ein freundlich möblirtes Zimmer i|l zu vermiethen. Näheres bei der Exped. dieses Blattes. 2687) Zwei bis drei freundliche Zim- mer, ohne Möbel, sind zu vermiethen. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. 2784) Zwei möblirte Zimmer mit Ka- binet und Sopha sind in Lit. D. Nr. 16 auf der Mäusburg zu vermiethen. 2777) Bei mir ist ein Logis zu vermiethen. W. Pfeil, Schreinermeister, ___________in der Sandgaffe. 2407) Eine Wohnung, bestehend in 3 heizbaren Stuben, 2 Cabineten, Kammer und den sonst nöthigcn Räumen, ist zu vermiethen bei G. H. Balser, Glaser. 2178) Ein schönes Familienlogis, aus 4 Zimmern, Küche, Keller, Bodenraum u. f. w. bestehend, ist sogleich zu vermiethen. Nähe- res bei der Exped. d. BlttS. 2676) Ein Logis von 3 Zimmern mit Zubehör ist zu vermiethen und sogleich be- ziehbar. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 2664) Mehrere möblirte Zimmer mit Cabinet sind zu vermiethen im Darmstädter Haus. 2587) Ein möblirtes Zimmer nebst Cabinet ist an einen stillen Herrn zu vermiethen Kirchenplatz Lit. A. Nr. 248. Mühle zu verpachten auf Martini d. I. 2800) Die Freiherr!, v. Rabenau'sche Mühle in Odenhausen, Kreis Wetzlar. Das Nähere in Friedelhausen. Vermischte Anzeigen. - 2833) Zur Aufbewahrung der, dem Kaufunger StistSsonkS geliefert wertenden Pachtfrüchte, in ohngefäbr 95 Maltern bestehend, werden für die Monate November bis März einschließlich ein, etwa auch zwei Böden zu miethen gesucht. Eigenthümer hierzu geeigneter Böden, welcbc zu einem Bermietheii gesonnen sind, wollen sich an den Unterzeichneten wenden. Gießen, den 1. August 1867. d. Fuhr. General-Versammlung. 2731) Die Mitglieder des Krankcnunter- stützung«-, Sterbekasse, und Wittwenunter- stützungS-BereinS werken auf Samstag ken 3. August, Abenks 7 Uhr, in tas Prorne- nadehaus hiermit eingeladen. Tagesordnung : Abhör der Rechnung über Einnahme und Ausgabe vom 1. Juli 1866 bis dahin 1867 und Ergänzungswahl des Vorstandes. Die besagte Rechnung liegt acht Tage lang bei dem Präsidenten für jeden Betheiligten zur Einsicht offen. Gießen, den 25. Juli 1867. Für ken Vorstand: W e i d i g. 2809) Ein Mädchen, welches kochen kann und in häuslichen Arbeiten erfahren ist, wirk auf Michaeli in Dienst gesucht. Das Nähere bei ter Exped. d. BlltS. 2807) Ich wünsche noch eine weitere Buchführung zu übernehmen. ______________ Carl Lang. 2782) Ein ordentlicher Junge, der das Schuhmachergeschäft erlernen will, kann in die Lehre treten bei H. Wißma n'n. Cöluische Feuer-Versicherungs- des 5,250,000 2,145,092 3,206,528 „Colonia.“ folgenden Resultaten 2811) Der Geschästsstand der Gesellschaft ergibt sich aus letztjährigen Rechnungsabschlusses: Grund-Capital......P- Prämien- und Zinsen-Einnahme für 1866 (excl. der Prämien für spätere.Jahre) . . - „ Gesammte Reserven....... fl) 10,601,620 Versicherungen in Kraft am 31. Decembcr 1866 „ 1177,585,957. Zur Vermittelung von Versicherungen bei dieser Gesellschaft gegen feste und mäßige Prämien empfehlen sich: Darmstadt, den 22. Juli 1867. I. G. Kahlert Sf Sohne. Die Agenten der Gesellschaft: Fr. Barth in Gießen. Chr. Funk in Hunzen. Carl Löffler in Wambach. Pferde-Bcrloosuug zu Frankfurt a M. 2803) Am 28. August finket kie Verloosung statt; als Gewinne kommen zur Vertheilung: 61 der schönsten Pferde, 10 elegante Wagen, wobei eine vollstanwge Equipage mit 4 schönen Pferden und Computern Geschirr. Außerdem viele noble Ge- schirre und andere Gegenstände. _ .. , „n , Loose hierzu sind zu t Rthlr. vorräthig bet Julius Wallach. Mchäsk-Elössimnjf. 27803 Einem Lehrten hiesigen, sowie auswärtigen, Publikum die ergebene An- inge, daß ich unterm Heutigen mein Geschäft im Unfertigen von Polstern und Tapfer- arbeiten eröffnet habe. Durch prompte und reelle Bedienung werde ,ch mtr da« Vertrauen meiner geehrten Auftraggeber zu erhalten wessen. Meine Wohnung befindet sich bei Frau Christian Noll Wittwe, Neustadt Lit. D. Nr. 94. Gießen, den 24. Juli 1867. August Oßmann, Tapezier. Ober hessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. 2805) Sitzung: Mittwoch den 7. August, Abends 6 Uhr, - in der kleinen Anla „Medicinische Mittheilunqen^ von Herrn Dr. Kehrer 11. 2837) Sonntag den 4« nnd Montag den 5. August, Nachmittags: Fortsetzung des Litberschietzeng »ns der Lertor'schen Hardt. | Viertes Concert im Sommer - Abonnement des Gießener Loncerl-Vereins Montag den 5. August 1867, Abends präcis 7 Uhr, im Club-Saale, unter gefälliger Mitwirkung des Violinvirtuosen, Herrn Augnst Wil- belmj aus Wiesbaden, des akademischen Gesangvereins und des Sängerkranzes. Programm: 1) „Die Wüste", Symphonie-Ode in drei Abtheilungen. Mit declamirten Strophen, Gesängen, Choren und großem Orchester, von Fvlicien David. 2) Concert für die Violine, von Ferdinand David. 3) ») Chor der Gefangenen aus der Oper: „Fidelio", von 8. v. Beethoven. ' b) Schäfer's Sonntagslied, von C. Kreutzer. c) Der Jäger Abschied, von F. Mendelssohn. 4) n.) Röverie für die Violine, von H. VieuxtempS. b) Arie für die Violine von I. S. Bach. 5) Ouvertüre zur Oper: „Euryanthe", von C. M. v. Weber. Eintrittskarten für Nichtabonncnten h 48 fr. sind in der Ricker'schen Buchhand- lung zu haben. Die Coneertdireetivn. Auswanderern M mt'nc regelmäßigen Schiffs-Gelegenheiten, Postdampfer und Segelschiffe, unter Zusicherung prompter Beförderung, guter und reichlicher Beköstigung und billigster Passagepreise, angelegcntlichst empfohlen. Carl Spruck. Koncerte der Kichener Musik-Kapelle, unter Leitung ihres Kapellmeisters, Herrn Adolph Hecker. 2847) Sonntag den 4, August 1867 int Philosophen - Wald Anfang 4 Uhr. — kntrve ä Person 6 fr. Dienstag den 6 August 1867. Ans der Aech schon Terrasse: 12. Coucert im 2. Sommcrabomlcmcllt. "Mohnungs-Deränderung. 2841) Ich wohne jetzt auf der neuen Anlage, gegenüber der nach dem SelterS- wege führenden Bcrbindungsstraße. Dr. Muhl, Hosger.-Advoeat. s Maurergesellen können dauernde Beschäftigung erhalten bei A. Nauheimer. | Schacbelnb. Heute Abend im Caf6 Ebel um halb 9 Uhr: Generalversammlung. Der Vor stand. 2801) Eine goldene Brocke ist gelegentlich des Jugcndsestes am 29. Juli im Phi- losophcnwald verloren worden. Der redliche Finder wirk ersucht, dieselbe gegen eine Belohnung an Vie Exped. d. BlttS. abgeben zu wollen.________________________ 2848) Ein Zimmer ohne Möbel, wo möglich in der Nähe der Aula, wird zu mieihen gesucht. Da» Nähere bei der Exped. d. Dltts.____________________________________ 2829) Ein alter schwarz-seidener Regenschirm ist am verflossenen Montag im Phi» loscphenwald gefunden workcn. Der Eigcn- thümer kann kcnselben gegen Bezahlung der Jnseratgcbuhrcn wieder in Empfang nehmen. Bei wem? sagt die Exped. d. BlttS. 2756) Einem geehrten Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich nun auch ein Markier- und Marschneide- Kabinet eröffnet habe, woselbst zu jeder Tageszeit die Kunden bedient werden können. Christian Frutig, Asterweg. 2819) Eine tüchtige und erkahrene B ü g- Icrin wünscht in und außer ihrer Wohnung Besckäftigung. Das Nähere bei der Erped. d. BlttS. . Anfang 7 Uhr. Entrde für Nicht-Abonnenten ä Person 6 fr. 2821) Sonntag den 4. August: Großes Militär-Conccrt im Schützengarten zU Wetzlar, ansgeführt vom verstärkteu Musik-CorpS des 8. Rhein. Jäger-BataillonS. Hierzu ladet ganz ergebenst ein H. K u d n 2745) Ein tüchtiger Jyabrfneebt, 2820) Eine tüchtige Magd, die Felk- wclcher seine Solikität unk Ehrlichkeit unk Gartenarbeit verrichten kann unk mit durch Zeuaniffe Nachweisen kann, findct gegen Vieh umzugeden weiß, wirk hier gegen guten Lohn einen dauernden Platz Wo? guten Loan m Dienst gesucht. Eintritt so- sagt die Exped. d. BlttS. । fori. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltis. 2446) E« werten für Gießen und Umgegend thätigc Agenten für’» AuSwankerung«- Geichäft unter sehr günstigen Bedingungen gesucht. Da« Nähere besorgt auf frankirte Anfragen die Erpcv. d. BlttS. Mjil'olophenwatd. 2832) Sonntag den 4 August, Nackmittaa«, wirk bei günstiger Witterung frankfurter Lagerbier in 5 choppcn (in gleicher Güte wie bei dem Juaendfrste), sowie äck» Bayerisches Crport-Nier in Flaschen, verabreicht 2663) Ein Japfjunze wird gesucht und kann derselbe sogleich oder am 1. August scintrctcn im Darmstädter Hau«. Geschäfts Empfehlung. 2710) Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mich dahier al« Schuhmacher etablirt habe. Durch guke und dauerhafte Arbeit, sowie reelle Bedienung, werde ich mir da« Vertrauen meiner geehrten Gönner zu erwerben suchen. K. Obermann, wohnhaft bei Herrn Gärtner Kümmel am Reichcnsand. Leöensverstcherungsliank für Deutschland in Hotha. Versicherunasbcstaud am 1. Juni 1867 54,447100 Thlr. Gjscctivcr Fonds am 1. Juni 1867 . 14,210000 „ Jahreseinnahinc pr. 1866 .... 2,468127 „ Dividende der Bcrsicherten im I. 1867 ... 36 Proz. Diese Anstalt gewährt durch den großen Umfang ujifc die solide hypothekarische Belegung der vorhandenen Font« eben so nachhaltige Sicherheit, wie durch die unverkürzte Veriheilung der Ueberschüffc an die Versicherten möglichste Billigkeit ter Versicherungskosten. Antragsformulare und neuester Rechenschaftsbericht sind unentgeltlich zu haben bei Hofger.-Advocat F. KrauSkops in Gießen, Z. 6. Bücking, Fr. Sohn. in Alsfeld, Hofger.-Advocat G Trapp IL in Friedberg, Oskar Chrhardt in Marburg, David Henckel in Wetzlar. (2375) 2783) Ein braver Junge kann bei mir in Lehre treten; auch suche ich einen guten Gesellen. Tb. Schneider, Schuhmacher. 2680) Schutt kann in meinem Garten gegen Vergütung abgeladen werken. Carl Deines. 27H) Wir beabsichtigen, Garne außerhalb ter Fabrik weifen zu lassen. — Märchrn und Frauen, welche hierauf reflcctircn, wollen sich Nachmittags von 5 bis 6 Uhr auf unserem Comptoir melken. G a i l'sche Wolleuspinnerei. Eölu-Giesiener Eisenbahn. 1639) Abfahrten nach: Amsterdam, Rotterdam 841* Deutz (Cöln) «„ 84S* 12 5,. Dillenburg 6,, 84S* 12 5tl 740 Düsseldorf 6,, 84l* 5„ Siegen 6,$ 84J* 12 5„ * bedeutet Eilzug. 2764) Meinen seitherigen Dienstleistungen an Stelle meines verstorbenen Vaters enthoben, verfehle ich nicht, einem geehrten Publikum meine Buchbinderei in empfehlende Erinnerung zu bringen. Um vielen Wünschen zu entsprechen, habe ich mit meinem Geschäft auch eizieo Schreibmaterialienhandel verbunden und bitte, unter Zusicherung bester und billigster Bedienung, um geneigten Zuspruch. .Heinrich Bourgeois, Buchbinder, wohnhaft bei Herrn Schlosser Stohr, Neustadt Lid. D. Nr. 207. 2828) Bei günstigem Wetter ist Sonntag den 4. August, Nachmittags, Wirlhschast im Philosophenwald. Carl Herbert. 2835) In eine Brodbäckcrei außerhalb der Stakt wirb zum sofortigen Eintritt ein tüchtiger Bäckergeselle gesucht. Guten Lohn. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. 2772) Eine Köchin sucht Stelle, entweder zum sofortigen Eintritt oder auch erst zu Michaeli. Das Nähere bei der Exped. dieses Blattes. 2799) Für die Hirsch-Apotheke in Gießen wird unter günstigen Bedingungen ein Lehrling gesucht. Dr. C. W. Hempel, Nachfolger von Th. Witte. 2806) Unferm lieben Freunde und Hci- raths-Canbibakcn Äugusi B . . l die herzlichsten Glückwünsche zu seinem heutigen Namenstage. 2844) Ein grauer Sommerüber- zieher ist abhanden gekommen. — Es wird demjenigen eine Belohnung zugcsichert, welcher über denselben Auskunft bei der Exped. d. Bltts. geben kann. 2798) Ein goldener Ring ist gefunden worden. Näheres bei der Exped. d. Bltts. StaufenHerq. 2840) Sonntag den 4. August spielt daselbst die Norddeutsche Musik-Capelle. Anfang 4 Uhr. Entrse 6 fr. Die Amerikanische Lmigran- ten-Kompagnie befördert Passagiere nach Amerika, Australien und anderen Welttheilen zu setzen redu- cirten Preisen. — Der Zweck der Comvggnie ist, Auswanderern, die keine Freunde und Verwandte in Amerika besitzen, während der Reise und nach Ankunft in Amerika mit Rath und That an die Hand zu gehen, unentgeltlich Auskunft über Land und Leute zu geben und in vielen Fällen Leuten Beschäftigung zu verschaffen. Näheres ertheilen die Agenten *tm Jn- lande, sowie die General-Agentur der Compagnie für Deutschland: Dührsfen 8? Lübbers, Rödingsmarkt Nr. 57, (2770) Hamburg. ?-x - ' " ' ' 1 ’ '<■ ' 1 9 »F- 11 ■■■>!- 2742) Ein kleines oder größeres Fa- nülienlogis nebst einem Zimmer, welche« sich zu einem Geschäftslocal eignet, womöglich parterre, wird zu miethen gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts jrifd)öäcficr zu gießen. Sonntag den 4. August. Earl Wallenfels I. am Asterweg. Heinrich Clemmrath auf dem Neuenweg. Jakob Mönstadt in der Neustadt. Kirchliche Anzeigen. Lvangelische Hemeinde zu Hießen. Gottesdienst Am 4. Au.gust. Morgen« : Pfarrer Landmann. Nachmittag«: Mitprediger Krug. (Feier de« heiligen Abendmahls.) Kopulirte. Den 2 8. Inls. Moritz Hermann Heinrich Martin Karl Zuliu« Johann Mar Bergmann, Burger und Schreiner dahier, des verstorbenen Bürgers'und Schuhmachers, Peter Bergmann, ehelicher Sohn; nnb Johannette Henriette Elisabeth Noll, de« verstorbenen Burger« und Zimmermanns, Wilhelm Noll, eheliche Tochter. Denselben. Johanp Friedrich August Oßmann. Bürger zu Wittenberg und Tapezierer dahier, de« Bürgers und Bäckermeisters zu Wittenberg, Friedrich August Oßmann, ehelicher Sohn; und Karoline Mathilde Elise Johanne Schneider, des verstorbenen Bürger« und städtischen Polizeidieners, Friedrich Schneider, eheliche Tochter. Getaufte. Den 28. Juli. Dem Bürger zn Rödgen und Kutscher dahier, Heinrich Hardt, eine Tochter, Anna Maria, geboren den 12. Juli. Denselben. Den, Bürger und Kaufmann, Ludwig Limpert, eine Tochter, Sophie Mathilde Karo- liye Luise, geboren den 19. Juni. Denselben. Dem Bürger und Maurer, Balthasar Strauch, eine Tochter, Marie tzran;i«ka Karoline Elise Emilie Emma, geboren den 28. Juni. Die Psarrgcschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Landmann. Die frei Großh. Bezirksftrafgericht Gießen in öffentlicher Sitzung gefällten Urtheile. I. Am 25. Juli d. I. wurden vcrurtheilt : 1 Georg Schneider von Dorf-Gill, wegen Consinationsbruch« und thät- licher Ehrenkränkung, in eine Gefängnißstrafe von 5 Wochen. 2. Konrad Reuter von Hungen, wegen Widersetzung und Verletzung der Dienstehre, in eine desgleichen von 4 Wochen. 3. Jobanne« Müller von Battenfeld, wegen einfachen Diebstahls im VI. Rückfalle, in eine geschärfte Correctionshausstrafe von 6 Monaten. Die Untersuchung gegen Johannes Weil IL von Großen-Linden, wegen Diebstahl«, wurde wegen Krankheit de« Angeklagten vertagt. II. Am 31. Juli d. I. wurden verurtheilt : I. Heinrich Burg von Ruppertenrod, wegen Körperverletzung, in eine Gefängnißstrafe von 1 Monat. 2. Msabelha Momberger von Ettingshausen, wegen Diebstahls, in eine geschärfte EorreetionSbauSstrafe von 5 Monaten. Die Untersuchungen a) gegen Peter Binz, ledig, von Leihgestern, wegen thätlicher Ehren- kränkung, b) Heinrich Schäfer von Mainzlar, wegen desgleichen Vergebens, wurden durch Vergleich erledigt. Die bei Großh. Bezirksstrafgericht Gießen zur Abnrlhellung kommenden Untersuchungen. I. Am 7. August d. I.: 1. Gegen Emil Heßler von Gießen uno Consotten, wegen Wiedersetzuug und Dienstchre-Berletzung. 2. Gegen KaSpar Stork von Utphe, wegen Wiedersetzung. IL Ani 8. August b. I.: Gegen Jtarl Hofmann von Rödgen, Landgerichts Nauheim, und 7 Con- i forten, wegen Körperverletzung im Raufhandel und Eizenthumsbeschädigung. > Hleber die allseitige Benutzung des Telegraphen sind noch so vielerlei irrige Ansichten im Publikum verbreitet, daß eS wohl an der Zeit ist, hier einige Erläuterungen zu geben, welche geeignet sein sollen, mehr Licht über eine Erfindung zu bringen, die so sehr die Aufmerksamkeit des größeren Publikums verdient, zumal von Seiten rer Bundes-Regierung Alles geschieht, die fragl. Anstalt zu einer allgemeinen und dem Gesammt-Publi- kum zugänglichen zu machen. Die Beförderungsgebühr einer einfachen Depesche (bis zu 20 Worten) beträgt von Gießen nach den unten aufgeführten Städten 5 Sgr., nach den hier nicht genannten Städten^ im ganzen norddeutschen Bunde, bis zu 45 deutschen Meilen 10 Sgr., über 45 Meilen hinaus 15 Sgr. und für je 10 Worte mehr die Hälfte des Betrages. Depeschen können auch nach Orten aufgegcben werden, wo sich kein Staats- Telegraphen -Amt befindet, sic werben alsdann durch Boten oder Post weiter befördert. Städte bis wohin eine Depesche mit 20 Worten S Silbergroschen kostet: Albshausen, Altenhünden, Alt-Morschen, Andernach, Arnsberg, Arolsen, AßmannShausen, Aumenau, Bacharach, Balduinstein, Bebra, Beiseförth, Bendorf, Biebrich-Mosbach, Bingen, Binger- bsück, Boppard, Braubach, Braunfels, Burghaun, Camp, Kap- pellen, Cassel, Caub, Koblenz, Corbach, Crcuzthal, Kreuznach, Darmstadt, Diez, Eisenach, Eltville, Ems, Engelskirchen, Fachin- gen, Finnentrop, Frankfurt a M-, Fulda, Geisenheim, Geisweid, Gerstungen, St. Goar, St. Goarshausen, Grebenstein, Grevenbrück, Guxhagen, Gelnhausen, Hattenheim, Hönebach, Homburg v. d. H., Horchhcim, Hanau, HerSfclv, Hünfeld, Kestert, Langenlonsheim, Langenfchwalbach, Laurenburg, Limburg, Lorch, Langenselbold, Mainz, Melsungen, Meschede, Münchehof, Mün- stcr a. Stein, Mcerholz, Nassau, Neuwied, Niederwalluf, Niedrr- lahnstein, Neukirchen, Oberlahnstein, Ober-Ursel, Obcrwesel, Orstricht, Offenbach, Olpe, Osterspai, Rotenburg, Rüdesheim, Runkel, Schierstein, Schlangenbad, Siegen, Soden, Stockhausen, Usingen, Vallendar, Villmar, Waldböckelheim, Weilburg, Wel- schenncst, Wetzlar, Wiesbaden, Wildungen, Worms, Wächters- bach, Winkel. Literarisches. Wenn eine Zeitschrift immer ba« Spiegelbilb geistigen Lebens unb Strebens sein füll, so ist ihre Aufgabe eine um so höher« unb eben deßhalb dankeuS- werthere in einer Zeit, bk gegen früher unendlich an Inhalt und Ernst, an Berständniß ihrer Zielpunkte und vorwärts» äugender Echöpferkrast gewonnen bat. Ti« „Allgemeine Illustriere Zeitung Ukbrr Land UNÜ Meer" (Stute- gart, Eduard Hallberger) ist sich dieser Aufgabe in ihrem rollen Umfang« bewußt geworden, da« bezeugen wieder die neuesten Nummern diese« weitver- breitetkn und allbeliebten Blatt,«. In ihrem unterhallenden Tbeile bringen bieseldeu wieder Erzählungen und Novellen von den ersten deutschen Dichtern, so „Die Feuerdore" von Otto Muller, „ZwölfZettel" ron Hackländer, „Die Ehescheuen" von Mur Rinz, „Kreier Flug" ron Bernd ron Gns«ck, „Abu T«lfan oder di« Heimkehr rom Mondgebirge" von Wilh. Raabe u. s. w., bann anziehend geschriebene Bilder von der deutschen LÜsee- küste von Iuliu« von Wickede, und solche au« Brasilien von Arnold Wellmer, eine interessante Beschreibung der Brenncrbabn, de« amerikanischen Eisenbahnwesen«, pikante Federzeichnungen au« Baden ron ti. N«beniuS, phrenologische Studien von G. Schere, Skizzen über die pariser Ausstellung, Raturhistorische«. sehr schätzenswertste Korrespondenzen au» unse.n Hauptstädten von Kossak und Ä. Silberstein, reichhaltige Notizen mit steter Bezicstung auf die wichtigsten Leistungen und Ereignisfe der Gegenwart, Räthsel, Röstel- sprung, Schach u. s. w. Bon eigentlich zeitgeschichtlichen Artikeln der neuesten Nummern von „Uebcr Land und Meer" Heden wir hervor: „Ta« ungarisch« Ministerium", „Der norddeutsche Reichstag", „Der konstitutionelle König von Ungarn in Pesih-Lfen", „Die französische Arme« nach den neuestkn Reorgaiu- sationeplänen de« Kaiser« Napoleon", „Tie geographische Lage Lurrmburg» in strategischer unb nationaler Beziehung" , dann die diographilchen Aufsätze: „M. Ö. Simson, Präsident de« norddeutschen Parlament«", „Peter v. Eorne- liu«", „Ludwig Häuffer", „Herr e. Savigny-, „Prinz Mustapha-Fazil Pascha", „Graf Taaffe, österreichischer Minister de« Innern", „Adolph Thier«", „8. A. Roßmäßler", „Herzog von Ujest, zweiter Präsident de« norddeutschen Parlaments" und „Ferdinand Freiligratb". Die Portiäts, «eiche di« letzteren Artikel schmucken, find sämmtlich von großer Aehnlichkeit. Die Übrigen zahlreichen Illustrationen der genannten Nummern von „Ueber Land und Meer" befriedig,n in Bezug auf Auswahl und Feinheit der Au«subrung all« Anforderungen an«« gesunden, gebildeten Geschmacks. Besonders sprechen die Bilder aus der pariser Wellausstcllnng (von T h. Weber, 6. Kolb, G. Kuhn und G. Thenerkauf) an. Prachtstücke unter diesen Illustrationen sind namentlich „Die Vrenncrbahn" von Obcrmüller, „Der Frühling" von A. Greil, „Eine Sitzung des norddeutschen Parlament«" von E. Mende, „KönigSwinter und da« Siebengebirge" von 8. Patschke, und „Ter Bazar zum Besten der Invaliden im kronprinzlichcn Palai« in Berlin" von 8. Mend e Temperatur in Gießen, Juli 1867 : niederste.............+ 5,0» K. mittlere.............+ 12,95 „ Mittel früherer Jahre *) ........ + 14,38 , höchste..............+ 21,3 , Niederschlag: an 2t Tagen........4,86 Par. Zoll. „ Mittel früherer Jahre: an 15 Tagen 2,89 , , •) Der kühlst« bisher beobachtete Juli war 1860 . 12,46° K. der wärmste 1859 ......... 16,79 „ Geld-EourS vom 31. Juli 1867. Preuß. Sassen- Schein« ......... st. 1. 45-451 Preuß. Friedrichsd'or.......... „ 9. 57-58 Pistolen.............. „ 9. 44-46 „ Doppklt« ........... „ 9. 45-47 Holl. st. 10 Stücke. ......... „ 9. 50-52 Rand - Ducaten............ „ 5. 34-36 20 Frankenstücke............ „ 9. 28-29 Bngl. Sovereign«........... „ 11. 52-56 Ruff. Imperials............ „ 9. 45-47 Dollars tu Gold ........... „ 2. 27-28 Schützengesellschaft in Gießen. Morgen, Sonntag den August, von Nachmittags Zl Uhr an: Generalversammlung in der Schicßhalle. Von 5 Uhr an: Schießübung. Distance: 125 Schrille (aufgelegt). Neueste Cifenbahn-Frachtbriefe für die Main-Weser-Bahn, Cöln Mindener Eisen- bahn-Frachtbriefe, Zollamts-Declarationen in zweierlei Größen, ebenso alle übrigen zollamtlichen Formnlare sind zu haben bei Wilhelm Klee, ManSbnrg. Druck und Dcrlag der Brühl'schrn Druckerri (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.