hi« nie. 9 r separat,,. 1__n f* Mädchen sO eBf' Näheres it 'riebt 1 ■'■»«. M 1011 ®WnMntt a” bitSloÄ >»A ü. glein im Himm,!. • Schnauzer, he», das in aHo kN iß, wird W n gksuchi. Näh. 118. »esuch. wird em Casiiä M, von einer jen WlhelarW cht. Näheres tii 1t. n zum Mfchdil/ mgenommen unt . I 200 , 200 I «M I »\t«. 1. 44J-45 2. 27J-28} ; 200 -44 elmint Fuhr, SelterSweg. . F.bruar 1866. ß. 9. 45-46 9. 55J-56} ' 9. 50-51 5. 36-37 ' 9.29-30 Anzeigeblall für die Sta-t un- den Kreis Gießen. M 16 Samstag den 2L Februar 1866 Erscheint wöchentlich zwei Mali Mittwoch« unb Samstag«. — Drei« de« Jahrgang« für «inheimtsche 1 st. 42 ft., für Auswärtige incl. de« vorschttst«. mäßigen Postanff-blag« 1 fl. 42 fr. — Au«wärt« adounirt man stch bet alle» Postämtern. — An Meßen bei der «rpeditton lEanzletderg Lit. B. Rr. 1) Amtlicher T h e i l. Betreffend: Die neue Medicinaltaxe. Gieren, am 23. Februar 1866. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Auf Ansuchen der Aerzte zu Gießen, beauftragen wir Sie, die Angehörigen Ihrer Gemeinden darauf aufmerksam zu machen, daß seit November v. I. eine neue Medicinaltaxe in Kraft getreten ist und denselben auf Verlangen von der betreffenden Verordnung (Nr. 57 des Reg.-Blatts von 1865) Einsicht zu gestatten. K ü ch l e r. Bekanntmachung. Die am 15. d. Mts. abgehaltene Versteigerung der in Norddeutschland angekauften 6 Zuchtstuten ist wegen eingelegter zu geringer Gebote nicht genehmigt worden und sollen daher diese Stuten, die nach dem Urtheile Sachverständiger wegen ihres schönen unb kräftigen Baues zur Nachzucht vorzüglich geeignet sind, Montag den 5. März d. I., Vormittags 10 Uhr, in dem Großherzoglichen Hofstalle in Darmstadt, unter den bereits bekannt gemachten Bedingungen (Nr. 12 des Anzeigeblatts vom 10. d. Mts.), einer nochmaligen Versteigerung an den Meistbietenden ausgesetzt werben. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien bes Kreises werden beauftragt, dieses in ihren Gemeinden noch besonders bekannt machen zu lassen. Gießen, am 20. Februar 1866. Großherzogliches Kreisamt Gießen. K ü ch l e r. Gießen, am 23. Februar 1866. Betreffend: Die Erhebung ber Forststrafen vom 1. Quartal 1866. Das Groß herzogliche Rentamt Gießen an die Grostherzogtichen Bürgermeistereien des Rentamtsbezirks. Wir ersuchen Sie hiermit, in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die obigen Gelber noch bis zum 15. März an Den Zahltagen: Dienstags und Samstags, ohne Mahnung bezahlt werben können. _______________________________________L y n ck e r. ' Bekanntmachung. Mit Bezugnahme auf §. 2 der Bekanntmachung vom 9. December 1841 in Nr. 39 beS Großhcrzoglichen Regierungsblatts wird hierdurch in Folge höheren Auftrags zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Straße von Hcrmannstein nach Herborn zur Uebergangsstraße für steuerpflichtige Getränke erklärt worben ist, sowie baß die OrtSeinnehmerei Hermannstein auf Großherzoglich Hessischer Seite und die Uebergangssteuer- Abfertigungsstelle in Ehringshausen auf Königlich Preußischer Seite zu Uebergangsstellen für die genannte Straße bestimmt worden sind. Gießen, den 17. Februar 1866. Großherzogliche Obereinnehmerei Gießen. Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundene Gegenstände: Ein li-in-, llib-rn-r Rinz mit G°I°»I-tt»-n, einige $"«" mit ,we. Kiing.n, ein »«ton «°->un-r nn° grüne. Wolle nnd ei« Gerichtliche uud Privat - Bekanntmachungen i) 2) II 8 Versteigerungen. 579) Dienstag den 27. Februar, Vogt. Wcivig, Ortsgerichlsmann. B i e r a u. Ebel. 136 159 6075 23 10 124 veegl. Piügelholz, kergl. Stockholz, EdictaUadung 654) Heinrich Velten III. von Großen-Linvm hat sirr Georg Schon, Sohn des Kaspar Schön II. von da, wegen dessen Militärpflicht eine Caut.on von 700 fl. geleistet mit einer Obligation der Stadt Gießen vom 1. April 1837 Nr. 146 Lit. H. über 1000 fl. Da Georg jedesmal Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung rer Jacob Schmuck Wittwe auf dem Ti fenweg die zu deren Livres pr. Stück), gegen gleich vaare Zahlung im Zwangs- 677) Dienstag den 27. Februar, Vormittags 10 Uhr, sollen auf vahiesigem Rathhause ein Kleiver- schrank, eine Eommode, ein Tisch und sechs Stühle, noch ganz neu unv gut erhalten, gegen gleich baare Zahlung vcrsteigert werden. Gießen, den 23. Februar 1866. In Auftrag: Weidig, Ortsgcrichtsmann. lich versteigert. Marienschloß, am 21. Februar 1866. Roßbach, am 23. Februar 1866. Großherzvgliche Oberförster-l ' Nieder-Weivbach. ! Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. Lich, am 20. Februar 1866. Fürstliche Oberförsterei Lich. Eigenb r o d t. 53 „ „ Prügelholz, i 90 „ Stockholz, ; 133 „ „ Reisyolz. . Die Zusammenkunft ist jedesmal im pölz' 1866, 3) sieben Stück italienische fünfprocentige Rente von 1861 (Rente von 100 Gießen, den 21. Februar 1866. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Becker, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. Wellen kergl. Reisdolz, Eichen-Stämme mit 1090 Cubiksuß, Buchen- „ „ 509 „ starke Eschen-, Eicken- und Fichien- Stangen mit 508 Cubiksuß unv Stecken Buchen-Wcrksckcrdholz. Nachmittags 2 Uhr, sechs Stück nordamerikanische sechs- procentige Staats-Obligationen von 1862, rückzahlbar von 1867 bis 1882, eine jede über Eintausend Dollars, nebst Zinscoupons pr. 1. Mai 1866, dreizehn Stück fünsprocentige russische | Staats-Obligationen (Anleihe von s 1862 bei Rothschild), wovon zehnt Stück über fünfzig unv viel Stück über einhundert Pfund Sterling, nebst Z nscoupons pr. 19. April, 1. Mai 614) Künftigen Dienstag, den 27. k. Mts., Morgens 9 Uhr, soll im District „Höler", an der alten Gießener Straße beim Albacher Hof, fol- gences Gehölz versteigert werden, als: 235 Stecken Buchen.Scheitholz, 678) Dienstag den 6. März, Nachmittags 1 Uhr, sollen auf dayiestg'M Rathhause eine Partie abgepaßter Kleiderstoffe, Hosenstoffe, Hals- tücher, Westen, Mantelzeuge, Handschuhe, verschiedene Reste Herren- und Damenklei- kerzcuge gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Gießen, den 23. Februar 1866. In Auftrag: SchlüM.- mer roerDen «^fordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Der- Un0%He6ene, KüVgftaMSee" Großhe^ogliche PoUze. "erw^l/un/ der Provinz,alhaup.stadt Gießen. 655) Im Locale des unterzeichneten Gerichts sollen Dienstag den 6. März l. I-, 646) Donnerstag den 1. und Freitag den: 2. März, 658) Mittwoch den 7. März l. I-, vlt s« ...... Vormittags 10 Uhr, Möbeln, Bettung, Weiß- wird dahier die Lieferung von 7 Fudern Flur Nr. ORlftr. V 14 Hofraithe auf dem Tresen- W.eg, gibt 7% fr., unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend vcrsteigert werden. Gießen, den 15. Februar 1866. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Ebel. Schön gestorben, der Tepositionsschein aber abhanden gekommen ist, so werven Alle, welche Ansprüche irgend einer Art an den Dcpositionsschein, beziehungsweise die vepo nirte Obligation selbst machen können, auf- gefordert, vieselben sogewiß binnen zwei Monaten beim unterzeichneten Gerichte geltend zu machen, als sonst der DepositionS- schein als erloschen angesehen und Beschei-i nigung dahin ausgestellt werden soll, daß jene beim Großherzoglichen Kreisamte Gießen oo . „ , . deponirte Obligation an Heinrich Velten III. wegc öffentlich mniibietcnd steigert werven. zurückgegeben werden könne. Gießen, den 17. Februar 1866. Großhcrzvgliches Stavtgericht Gießen. Muhl, Langsdorf, Stavtrichter. Stadtger.-Assessor. Holz Versteigerung L j in ven Domanialwalvungen der Oberföriierei ••io— - --- r „ I Niever-Wcidbach, Forstamts Bietenkopf. Großherzogliche Bürgermeisterei G.eßen ^59) Aus rem Distr ct Thalberg wer- ven öff-ntlich meistbietend versteigert: Mittwoch den 7. März l. I., von Vormittags 9 Uhr an: 138 Stämme Eichen - Bau-, Werk- u«» Nutzholz von 11 bis 26 Zoll mitt' lercm Durchmesser und bis zu 60 Fuf Länge, zusammen 12551 Cubiksuß unv Donnerstag ven 8. März l. I-, von Morgens 10 Uhr an: 12 Stecken Eichen-Scheivholz, zeu^ Haus- und Küchcngeräthe gegen baare ■ gutem Roggenstroh, ä 1200 Pfunv, öffent- sckiage. Zahlung versteigert werven. ' ,:4* ' ° Gießen, den 21. Februar 1866. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Großherzogliche Lanveszuchthaus-Direction. Ebel. Trumpler. 676) Das durch das Ausästen der Schoorbäume gewonnene Holz soll Montag ven 26. Februar 1866, Nachmittags 2 Uhr, - - r. 9 Uhr , an Ort unv Stelle versteigert unv der An- Nachmittags 2 Uhr, i f Neustävter Thor gemacht werven soll auf cahiesigem Rathhause die zum Nach- 23. Februar 1866. laß der Jacob Schmuck Wlttwe gehörige Gießeni,cen ad. ö ... .. Hofraithe, als: ^nl!e in einet iUrt£» ein Pa», Wolle unt ein pdnbe auf B», t Gießen. tomt, W, üuie ein Sliiltt- i Tisch und setz no gut erhalt!«, g Strfttigert tro- :biuar 1866. Brag: rtSgerichtsmana. ier Fürsilichei Sich. den 27. t. ’M m an der alt« bacher Hof, f»1' werden, aIS c Oolj, 1090 NM 509 „ ,xn- und 5’$® Cudikfnß und iMcidholz. 1866. herförßerel W nb^L-—" qerung nderOdttsE aati ®i(Ccnil ■ cl TbalbttS ® »eifti’8trt* -Ma« 1 )0U 9fi SOU * U"®b ViSubiffi Utz! *• 0 Ut)r jtiBW :iigtH>oli' •S«f* '374) Mittwoch den 28. Februar und Don- nerstag den 1. März I. I., jedesmal von Morgens 9 Uhr an, soll in dem Leihgeschrner Gemeindewalde nachverzeichnctes Volz, und zwar: 1 Stecken Buchen-Scheivholz, 27 „ Eichen- „ 40 „ „ Prügelholz, 89% „ ’ „ Stockhotz, sowie 210 Eichen-Stämme von 15 bis 35 Fuß Länge unv 6 bis 23 Zoll Durch, messer, 4365 Cubikfuß enthaltend, versteigert werven. Bemerkt wird, baß am ersten Tage das Stammholz zur Versteigerung kommt. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wirb Zahlungsfrist bis zum 1. September l. Z. gestattet. Leihgestern, am 22. Februar 1866. Großberzogliche Bürgermeisterei Leihgestern. ___ 612) Montag den 26. Februar d. I., Nachmittags 1 Uhr, soll ein ter hiesigen Gemeinde gehöriges Haus von 35 Fuß Lange und 25% Fuß Breite, mit guten Thüren und Fenstern unv einem Ziegeldach versehen, meistbietend, gegen annehmbare Bedingungen, versteigert werben. Grüningen, den 14. Februar 1866. Großherzogliche Bürgermeisterei Grüningen. L e i b i ch. Jagdverpachtung der Gemeinde Annerod. 536) Montag den 26. Februar 1866, des Morgens um 10 Uhr, soll auf dem hiesigen Gemeindehause, die leihfällige Gemeinde-Jagv auf weitere sechs Jahre, und zwar vom 15. Februar 1866 bis 15. Februar 1872 , öffentlich meist- bietend verpachtet werden. Di< Bedingungen werden im Versteigerungs-Termine eröffnet. Annerod, am 12. Februar 1866. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. ____________Seipp.____________ Pferdeverfteigerung Montag den 26. März v. I., Vormittags 10 Uhr. 679) Zm Hof zu Engelthal bei Altenstadt in der Wetterau, Main-Weser-Bahn- Station Nieder Wöllstadt, sollen 15 bis 18 Stück theils 4-, theils 3-, theils 2jährige Pferde und Fohlen eigener Zucht (worunter sechs 4jährige) von den gräflichen Gütern einer öffentlichen, meistbietenden Versteige- ! rung, unter den vor der Versteigerung näher; bekannt gemacht werbenden Bedingungen,1 ausgesetzt werden Die Pferde werden numcrirt, vorher von Sachverständigen taxirt und zu einem Minimalpreis eingesetzt; wird dieser oder ein höheres Gebot erzielt, so erfolgt der Zuschlag ohne Rückkauf. Laubach, am 20. Februar 1866. Gräfliche Gknträkgntsberwaltung. 548) Montag den 26., Dienstag den 27. unv Mittwoch den 28. Februar d. I., jedesmal von Nachmittags 1 Ubr ah, lasse ich in meinem Hause 2 Chaisenpferbe, 3 Hübe, 1 Rino, 2 Chaisen, 1 Schlitten, 2 Oeeonomtewagen, 2 Pflüge, 1 Egge und sonnige Oeconornie-Gerälbschasien, sowie Mobilien aller Art, als: Betten, Weißzeug, Küchen- unv W'rthschaftS - Geräthe, eine Partie Wein, Fässer, Victualien, eine Quantität Kartoffeln, Dickwurzeln, Stroh, Heu, Mist u. s. w., gegen gleich baare Zahlung versteigern. Bemerkt wird, daß an dem ersten Tage zunächst die Pferde, Kühe und das Rind, sowie die Chaisen, Oeeonomtewagen und sonstige Oeconomie - Gegenstände, zur Versteigerung kommen. Gießen, im Februar 1866. Wilhelmine Schwan, im Adler. Mühle« und Guts-Versteigerung. 608) In ven aneinander liegenden Gemarkungen Holzhausen und Rodheim, bei dem Badeorte Homburg v. d. H. gelegen, werden Mittwoch den 28. Februar unv die folgenven Tage zur öffentlichen Versteigerung gebracht, anfangenv mit der Mühle zu Holz- hausen um 9 Uhr Morgens. 1) Die wohleingerichtete Mühle mit zwei Mablgängen, Scheuer und Stallungen, ncbfl Garten unv ungefähr 11 Morgen Ackerlanv unv Wiesen. Die 30 Minuten von Homburg ungemein schön gelegene Mühle eignet sich nebenbei auch zur Wirthschaft over größe- rem Milchhanvel. 2) Eine Hofraithe, bestehend aus Wohnhaus , Scheuer und Stallung in Rovhcim. 3) Ungefähr 146 Morgen Ackerland und Wiesen daselbst. Dieses alles ist der Spar- unv Leihkaffe zu Lich auf Vern Zwangswege gerichtlich zuerkannt worden. Indem hierzu Kaufliebhaber eingeladen werden, wird noch bemerkt, daß außer weiteren günstigen Bekingungen eine 20jährige Amortisation mit 4proeentiger Verzinsung in Aussicht genommen wirv. Lich, den 12. Februar 1866. Die Verwaltung der Spar- und L e i h k a s s e. Feilegdolenes. 650) Neueste Eisenbuhn- Fahrpläne bei Wilh. Klee. 1 635) Gartenwerkzenge von Geb r. ! Dittm ar, Gartenmöbeln, (9ar: tengeräthe für Kinder empfiehlt Emil P i st o r. 685) Frische Austern, Stückaal, Anchovis, bapern, baviar, Hamburger Rauchfleisch und Malaga- Trauben - Rosinen sind angekommen. 3 A. Busch Söhne. Iupseizeulk. 572) Verkauf und Umtausch desselben zu billigen Preisen; auch werden wollene Lappen und Fäseln zu ven höchsten Prüfen angenommen bei August Haubach, Mäueburg. 634) Braunschweiger Flachs bei Emil Pi stör. s Matzen bei Mayer Rothenberger, Neuenweg 8it. B. Nr. 143. Rettig-BonbouS für Husten und Brustleiden, von Zoh. PH. Wagner in Mainz, empfiehlt (683) Carl Münch, am Kreuz. 647) Schweizer-Käse, Prima- Sorte, bei E h. Spruck. 682) Lichcr, Frankfurter und Baieri- sches Winter-Lagerbier, vorzügliche Qualität, empfiehlt zum Verkauf in Flaschen L. Nern. 681) Laberdan, Bückinge, Häringe, frisch, gebacken und immarinirt, — Sardellen, Schweizer-, Limburger- und Edamer- Käse, Mixed-Pickles, sauere Gurken, Sardi- nes, Caviar, Jenaer Wurst, alles ganz frisch und in Prima - Waare, empfiehlt H ch. Ferber, am Rathbaus. Portland-Cement, frische Sendung, empfi-hlt (680)______________I. G. D. Bapst. 648) Bux, pro Korb 18 fr. Das Nähere bei der Exped. v. Bltts 628) Eine Partie leerer Packfässer, sowie Packkist en, sind zu verkaufen bei Carl Flett, am Rathhaus. 670) Eine frischmelkende Kuh ist zu verkaufen bei L. Keßler. 582) 48 Ruthen 4 Schuh Wiese an der Wiescck, an den Wiesecker Pfarrwiesen, sind aus freier Hand zu verkaufen bei Philipp Lampus. 690) Thee, von H. I. Meidinger in Frankfurt, Choeolade, von 3 PH. Wagner in Mainz, bei__________________________________ PH. Schlatter. 689) Eine neue Sendung von Regenschirmen habe ich wieder in Commission erhalten und empfehle solche zum Fabrikpreise. Fried. Kühne. 687) Von meinen directen Beziehungen und vortheilhaften Comptant- Einkäufen offerire ich: Melis, ä 17 fr., Raffinade, ä 18 und 19 fr., gemahlenen weißen Melis, ä 16 fr., Farin, ä 14 fr., reinschmeckenden Auctions-Java-Kaffee, ä 34 und 36 fr., ächten Speck - Auctions - Java - Kaffee von vorzüglichem und kräftigstem Geschmack, ä 36 und 38 kr., feinsten Ceylon-Kaffee, ä 37 und 38 kr., Birnhonig, ä 6, 8 und 10 kr., neue Sardellen, ä 36 und 48 kr. pro Pfund, Rum, ä 1 fl. pro Maaß und ächten Rum de Jamaica in den feinsten Qualitäten, i Arrac de Batavia „ „ „ „ billigst. Mandarinen-Arrac '' „ „ „ „ \ Joh. Balth. Noll, im Ritter. 688) Im Limpert'schen Hause auf dem Asterweg sind noch fortwährend werth. volle Bücher aus 'allen Fächern der Juris- prudenz, unter Anderm : Savigny's System des heutigen Rom. Rechts. Gon- ner's und Schmid's Handbuch des Civilprozesses. Puchta's Handbuch der freiwilligen Gerichtsbarkeit. Breiden- bach's Kommentar zum Großb. Hess. Strafgesetzbuch, die Zeitschrift für Civilrecht und Prozeß rc. zu sehr billigem Preise käuflich zu haben. _______________________ 466) Ein 58 Klafter großes Grabstück auf dem Rahrungsberg ist aus freier Hand zu verkaufen und können sich Liebhaber an mich wenden. Ebel, OrtsgerichtSvorstehcr. 665) Die diesjährige Ausgabe der „Fastenbretzel" ist vollständig, die 8 Nummern zusammengehestet , in der Ottmann'schen Buch- druckerei für 12 kr. zu haben. Vermiethungen. 695) Die seither von Herrn Mitprediger Lips inncgehabte Familienwohnung ist vom 1. Mai an anderweit zu vermiethcn. ______ Ehr. Schopbach. 667) Zwei möblirte Zimmer sind auf nächstes Semester zu vermiethen Neuen- weg Lit. Nr. 144._______________________ 589) Das im Darmstädter HauS von Herrn Calculator Jäger bewohnte Logis ist vom 1. Mai ab anderweit zu vermiethen 4101) Sin kleines Familienlogis vor dem Wallthor ist an eine stille Familie zu ver- micthen und am 1. März l. I. zu beziehen. Wo? sagt Herausgeber d. Bitte. 662) Auf dem Kreuz ist zu Ostern ein möblirteS Zimmer mit Cabinet, nach der Straße, an einen soliden Herrn zu ver- miethen. Näheres bei der Exped. d. BlttS. | 668) In der Nähe des Brandes ist an eine stille Familie ein Logis, bestehend aus zwei Zimmern mit Cabinet, Bodenkammer, Keller rc., sowie an einen einzelnen Herrn ein Zimmer mit oder ohne Möbel zu ver« miethen und am 1. Mai beziehbar. Zu erfragen bei der Redaction d. Bltts. 652) Ein gewölbter Keller, zu Weinoder Bierlager sich eignend, ist Lit. B. Nr. 7 zu vermiethen. 502) Das B o t t'sche Nebenhaus Lit. C. Nr. 46 auf dem Seltersweg ist zu vermiethen und am 1. Mai zu beziehen. Das Nähere ist bei Ortsgerichtsmann C. Wei« big zu erfragen. 392) Eine Wohnung ist zu vermiethen in Lit. B. Nr. 75, Neuenbäuen. 686) Ein möblirteS Zimmer mit Cabinet ist in Lit. D. Nr. 19, nahe am Marktplatz, zu vermiethen. 118) Ein geräumiges Zimmer mit Cabi- net, in der Mitte der Stadt, ist sofort zu vermiethen. Zu erfragen bei der Exped. d. BlttS. 584) Ein möblirteS Zimmer mit Car binet ist zu vermiethen bei ________________Mitpredigcr Balser. 164) Bei Kaufmann Fr. Schwaab, im dritten Stock, ist eine kleine Familien- Wohnung zu vermiethen. Beziehbar den 1. April.______________________________________ 694) Eine Familienwohnung ist an eine stille Familie zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei I. Ron stad t. 611) Ein vollständiges Familienlogis ist zu vermiethen bei Corsettcnmacher Th. Detzberger, Mühlgaffe. 119) Zwei große, schöne Zimmer, die sich auch sehr gut zu einem Bureau eignen, in der Näde des Brandes, werden zum 1. April b. I. zu vermiethen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 691) In Lit. A. Nr. 95 auf dem Asterweg sind zwei gut möblirte Zimmer auf nächstes Semester zu vermiethen. 547) Ein vollständiges Familienlogis auf dem Seltersweg (Sommerseite) ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. Bei wem? ist bei der Exped. d. BlttS. zu erfragen. Vermischte Anzeigen. Carncval-Bcrein „Türkei IV." 666) Heute, Samstag den 24. Februar, Abends 8 Uhr, bei L. König: General-Versammlung. Der Borstand. 656) Strohhüte nehme ich zum Waschen und Färben an und erhalten dieselben die neueste Fa^on. M. H o l b e r g. 669) Ein kleiner Garten wird zu pachten gesucht. Näheres bei der Exped. d. BlttS. 581) Ein Hausburschc wirb gesucht. NäbercS bei der Exped. d. Bltts. Z Die Lebensverstcherungs-GeseUlchast ju Leipzig, auf Gegenseitigkeit gegründet im Jahre 1830, hat sich auch in dem vergangenen Jahre in Folge ibr.t vortheilhaften und den Beitritt in jeder Weise erleichternden Einrichtungen einer sehr lebhaften, alle früheren Jahre übersteigenden Bktheiligung zu erfreuen gehabt, während der Abgang ein mätziger gewesen ist. Der Vcrsicherungsbestand ist hierdurch auf 8827 Personen versichert mit 9,787,200 Thlrn., Die Einnahme nach vorläufiger Ermittelung auf 435,000 Thlr-, gegen eine Ausgabe für 180 Todesfälle von 206,300 „ der Capitalbeftand........auf 2,286,000 „ 1 gestiegen. Dividende im Jahre 1866 : 32 pCl. Die Gesellschaft verbindet hiernach infolge ihres günstigen Standes die vollständigste Sicherheit mit möglichster Billigkeit. Versicherungen auf Summen von 100 bis 10,000 Thlrn., zahlbar beim Todesfall oder auch bei Erreichung eines voraus bestimmten Lebensalters, vermitteln kostenfrei die Gesellschafts-Agenten E C Rühl IN Gießen, C. Kinzenbach in Wetzlar. Aaimlienlogjj IWm« mit IMoljtT. I1lll,9 ist an eine u"b gleich jtt Ranstadt/ 3amilien: Beziehbar dn lktzberger, » äimmn, dir SBureau tigntn, !, rotrttn |un gesucht. Rähi. i. . 95 auf dm Miete Zininm riniethen. amilienlaD auf eite) ist ju Via bezogen werten, ed. d. Bitte, ji )kigen. MU." n 24. Stbrun, •_ iS-, Ittluuft. Vorstand, nehme ich M nd erhalten die- 1. Dolberg, wird zu hachte" Kxped. d. BU 'wÜmN' !t Adg°"g und d-n B-a atit W® >1 "tf , Neue Medicinal - Taxe. 657) Die Oicftßcit praktischen Aerzte werden sich künftig für ihre Bemühungen an dieselbe halten. Regelmäßige Auüwanderer-Beförderung mit Dampf, und Segelschiffen erster Klasse zu den billigsten Preisen frei ab hier (661) durch die Agentur Carl Spruck. Arb eit erb ildungs-Verein. 643) Sonntag den 25. Februar, Abends 7 Uhr, findet im Saale des Promenadehauses das dritte Stiftungsfest Statt, wozu alle Mitglieder mit dem Bemerken, ihre Aufnabmekarten mitzubringen, eingeladen werden. Karten für die Einzuführenden find zu haben bei Herrn C. Nagel und im Vereinslocal. Der Vorstand. Gasthaus - Verpachtung. 613) Wegen andauernder Krankheit des Eigenthiimers des Gasthauses zum „Russischen Hof" dahier soll dasselbe zum WirthschaftS- betrieb auf 6 oder 9 Jahre verpachtet werden. Dasselbe besteht aus einem zweistöckigen Wohnhaus mit großem Hosraum, Scheuer und Stallungen und einer bedeckten Kegel- bahn, liegt ganz nahe am Bahnhof und ist darin seither eine frequente Gastwirth- schaft, mit Oeconomie verbunden, betrieben worden und können die Lokalitäten jederzeit eingesehen werken. Wegen weiterer Auskunft hierüber beliebe man sich an Herrn Ortsgerichtsmann Weidig zu wenden. Gießen, den 18. Februar 1866. 684) Dienstag den 27. Februar. Im Leib scheu Saale. C o n c e r 1 der Musik-Kapelle, unter Direktion ihres Kapellmeisters, Herrn Adolph Hecker. Programm. Erste Abtheilung. 1) Zum Erstenmal: Georg - Victor-Marsch von Herrmann. 2) Ouvertüre zur Oper „die Sirene", von Au der. 3) Duett aus der Oper „Wilhelm Tell", von Rossini. 4) Zum Erstenmal: Alpenveilchen, Walzer von Herrmann. 5) Zweites Finale aus der Oper „die Hugenotten", von Meyerbeer. Zweite Abtheilung. 605) Strohhüte werden zum Waschen, Färben und Faponniren angenommen und pünktlich besorgt durch I. H. Fuhr, . Wilhelmine Fuhr, Sonnenstraße u Seltersweg. 692) Ein oder zwei Knaben von aus- wärts, welche zu Ostern das Gymnasium oder die Realschule in Gießen besuchen sollen, können in einer achtbaren Familie daselbst, bei liebevoller und aufmerksamer Pflege, Kost und Logis erhalten. Nähere Auskunft ertheilt die Direktion । des Dieustmänner-Jnstituts in Gießen. 664) Ich mache hiermit die ergebene Anzeige, baß ich eine Strickschule er« ' richtet habe und Montag den 5. März mit • dem Unterricht beginnen werde. 6) Ouvertüre zur Oper „das Thal von Andorra", von Halcvy. 7) Pilgerchor und Lied an den Abendstern aus „Tannhäuser" von R. Wagner. 8) Zum Erstenmal: Zweiies Finale aus der Oper „Lucia von Lammermoör", von Donizetti. 9) Zum Erstenmal: Großes Marsch-Potpourri, von E. Bach. Dritte Abtheilung. 10) Ouvertüre zur Oper „TituS", von Mozart. 11) Loreley - Paraphrase, von NeSwabda. 12) Zum Erstenmal: Carneval - Galop, von C. Zabel. Anfang präcis 8 Uhr. Entree für Herren 12 fr., für Damen 9 fr. Das Mnsik - Comite. Anmeldungen beliebe man baldigst bei .'der Unterzeichneten zu machen. L. LooS Wittwe, wohnhaft bei Bäcker Steinberger in der Löwengasse. L 3 fl Belohnung erhält Derjenige, der mir den Schreiber eines anonymen Briefes namhaft macht. ! Strengste Verschwiegenheit wird zugesichert. Carl Hardt. 671) Em Junge, welcher bas Schuh- machergeschäft erlernen will, kann in die 430) Forderungen an den Nachlaß des verstorbenen Herrn Professor Dr. I. Roßmann bitte ich innerhalb der nächsten sechs Wochen bei mir geltend zu machen. Spätere Anforderungen können nicht berücksichtigt werden. Gießen, den 4. Februar 1866. Dr. Otto Buchner. dieses Blattes. dieses Blattes. ß.ö, K. ~ 77T~ Lehre treten bei B. Walter. 618) Ein Mädchen von gesetztem Alter _______________ und in häuslichen Arbeiten erfahren, wird' 673) Warum werden die bewußten drei in eine kleine (aus 3 Personen bestehende) Uhren (von Th. H.) noch nicht ausgespielt?! Familie auf Ostern in Dienst gesucht. Von j Mehrere Loos-Inhaber, wem? sagt die Exped. v. BlrtS. !--—-----)—--------- ----------------------------------------- 651) In ein bedeutendes Eisenwaaren- 660) In einer hiesigen Wirtschaft wird J Geschäft zu Frankfurt a. M. wird ein un- ein gebildeter junger Mann, welcher schon verheiratet.r MagazinSknecht gesucht, welcher in einer solchen beschäftigt war, bis zum schon eine ähnliche Stelle bekleidet hat. — 1. April gesucht. Näheres bei der Exped. Schriftliche Anerbieten befördert die Exped. Bei Herrn Metzgermcister G. Sack in Gießen ist eine solche Maschine stets im Gebrauch zu sehen. W. Venuleth, Maschinenfabrikant. der Bankfond auf etwa ^^Bei"'einer Jahreseinnahme von 2,300000 Thlr. waren nur 960000 für 590 | (669) Asterweg. | uV ».« .in. -b-,malig. W in 624) und des 28500 Pers., 50,170000 Thlr., 13,300000 Thlr. ft, und 649) Dienstag den 20. Februar ist auf dem Wege vom Babnbose bis zum Felsen- keller eine goldene Cylinderuhr verloren gegangen. Dem redlichen Finder eine gute Belohnung. Näheres bei der Exped. d. Bl. ergibt. Versicherungen den vermittelt durch Promenade-Haus. 697) Heute Abend präcis 81/, Uhr: Große vorhandene reine Ucberschüsse an eine Dividende von 38 Procent Summen von 300 Thlr. bis 20000 Thlr. auf ein Leben wer- Hofgcr.-Advocat Friedrich Krauskopf in Gießen, I. E. Bücking, Fr. Sohn, in Alsfeld, Hofgerichts-Advocat Trapp II. m Friedberg. Oskar Ehrhardt in Marburg. Julius Kellner in Wetzkär. — nim Vesten her Anstalt für Mdlmnuse Adk»d»»Icrh«lUm, durch Stellung lebender Bilder mit M»M. Begleitung Ä? W, Sonntag den 25. Februar, Abend- 6 Uhr, NU Saale Gesellschafts-Vereines stattfinben, wozu hiermit öffentlich enigeladen nur. Di- Eintrittskarten hierzu, in den tntlern Thell des Saales r« I si., zur Gallerte zu 42 sind bis Sountag Morgen in der Ricker'schen Bnchhaudlung, sowie be> de» Herren ^roloi, |id’* dl-stm mit d-n nächftm »i.r Z-bi,I> werten nah, an zwei und eine halbe Million Dhaler - - — die Versicherten vertheilt, was für das Jahr Wbb in irgend einem U *)ttOl)l)UIC Z | ® übernehme ich zum Waschen, Für- | j « den und Frommen und werden | ' | solche baldigst zurückgellefert. Z K Johan na Bogel, ® für Auiiwanherer. 228) Die Haupt - AE^NS 44^gePassagicre durch die von Bremen nach New-Jork abgehenden schonen nach S'X** UN- WH#, am 1. Mä„, «M.., aus- euii,». rtefteüt und die Passagiere bis auf's See-Schiff begleitet. 6 N. 8. Die Erfahrung hat gelehrt, daß Bremen als deutscher Hafen durch seine Solidität, jedem ausländischen Hafen vorzuziehcn ist. __; ^leischhackmaschinen zum Drehen. 451) Dieselben sind von sehr einfacher, dauerhafter Bauart, verarbeiten j . .2. a e f 0 a । e 6 Fleisch sehr fein und sind leicht zu reinigen und zu scharfen. „h<- und iy*"»1,i;f6„l'SI6,7b|l,7o'$f„„t »in.« »eifd, in einer Stund-, Preis mit allem Zubehör 20 fi II. Sorte liefert 150 bis 200 Pfund in einer Stunde, Preis mit Zubehör 05 fl Darmstadt. __. Lebensmrsicherungslmnk für Deullchland in Gotha. 414) Die Geschäftsergebnisse dieser Anstalt i27Ul" Per2u"ü O®®®®®®®«8®®®®®®®®®®®®®9®8®^. Strohhüte 8 früheren Jahre, ist die Zahl der Versicherten auf die Versicherungssumme auf Für den Vorstand: S ch n e u tz er. 4095) Wir versäumen nicht, aus die nach» »heiligen Folgen der Vernachlässigung de« Husten« wiederholt aufmerksam zu machen; man vergesse nie, daß jeder Catarrh eine Krankheit ist und gar leicht in Lungenentzün- düng oder Lungensucht und Auszehrung übergehen kann Es ist erwiesen, daß die größere Hälfte aller Krankheiten dadurch entsteht, daß man ein calarrhalisches Ucbel vernachlässigt! Bei allen Leiden ter AthmungS- Organe, Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Keuchhusten, ja selbst bei Asthma und be- ginnender Lungenschwindsucht leisten vor allen ähnlichen bekannten Mitteln die Stoll- wcrck'schen Brust-Bonbons so außervrdent. tiche Dienste, daß wir nicht unterlassen wollen, wiederholt darauf hinzuweisen. I----------------------------------------------------------- 693) Es wünscht Jemand im Nähen und Bügeln noch einige Tage in der Woche zu besetzen. Näheres bei der Expedition d. Bitt«.____________________________________ 615) Ein anständige« Mädchen sucht sogleich eine Ammen-Stxlle. Nähere« bei der Exped. d. Bltt«. und S. v. Bitgen. Schlatter zu haben. An der Kasse werden keine Eintrittskarten abgegeben. Das Nähere besagt das Programm. Gießen, den 24. Februar 1866. Bilder. Jugendliche Maria im altdeutschen Charakter. Jugendliche Maria Charakter des Murillo. | im Rhein Donau IX. n Terpsichore Flora groloss Gesangvereines. Die heilige Elisabeth (das Rosenwunder). Uäv-ten f, Näheres Pastoral - Symphonie von Beethoven, ländliche Scene. | Das Mädchen aus der Fremde. | Oeffnung des Saales um halb 6, Anfang um 6 Uhr. Maler Horst. Pros. H. v. Ritgen. 675) Da seit der Veröffentlichung des Programmes zu der Abendunterhaltung am 25. Februar noch Mancherlei verändert wurde, so folgt hier ein neues Programm. Ouvertüre zum Oberon, gespielt von 26 Musikern unserer Kapelle, unter Leitung des Herrn Kapellmeister Hecker. Prolog und jedesmalige Erklärung der Bilder von Dr. B a u r. Choral: Allein Gott in der Hohe, gesungen von einigen Mitgliedern des academischen Hynine. • Die Künste: Poesie, Architektur, Sculptur, Malerei, Musik Was ist des Deutschen Vaterland. I Germania Vorstand leutzer. ebruar ist auf • Zum Felsen- Ahr verloren der eine gute frpeb. d. Bl. t, auf die N- chlässtgung W im ju malhen; r Calarrh tim nLungtmiziin- usuhrung übet» tag tie größnt ntnrch enlstthl, lledel vernalt- ■er AthmungS' Vers-tleim--G sthma Md dr» m Mm w titeln bi« Stoll so auhrordtot' Mt unterlass'" hinzuvkis'»^ tont im * öe in der ® der EheM» V X ib werben | liefert. | Vogel, | eg. III. Götz von Berlichingen und Georg. Aus der Oper Lohengrin. Die Jungsrau von Orleans. Wilh. Tell und Söhnchen. Du, Du, liegst mir im Herzen, Liebesscherz, schwäb. Volkslied, E bisle Lieb', vorgetrggen von Stud. Klein. TV. Der bedächtige Freier. vorgetragen von Herrn Bapsl. Der Heirathsantrag aus Helgoland. E bisle Treu', vorgetragen von Stud. Klein Der stürmische Freier. Champagnerlied aus dem „Don Juan." V. Bäuerin. | Punschlied, nach Schiller | Bauer Ouvertüre aus dem „Sommernachtstraum", vorgetragen von der Kapelle, dann Elfenwalzer auf der Zither, vorgetragen von Herrn Photograph Fath. VI, I Das Märchen 1 | Rübezahl und Zwergelein | Zitherlieder von Herrn Fath. _r__ m (. Schneewittchen im gläsernen VII. Rothkappchen mrt Wolf. | 7 Sarg Schlummerlied aus der „Stummen." Die schöne Margaretha. VIII. Traumbilder. Nacht und Morgen. (455) *<■ 3 9 a □ M kS 9 « a a <0 M z c 5 3 Herausgegeben unter Mitwirkung der Redaction, des Bazar mit theilweiser Benutzung der in dieser Zeitschrift enthaltenen Abbildungen. Neueste und billigste Berliner Damenzeitung für Mode und Handarbeit. Preis für das ganze Vierteljahr nur IO Sgr. Soeben erschienen die ersten Nummern der neuesten Damenzeitung: DIE BIENE Journal für Toilette und Handarbeit. Die practischen Bedürfnisse im Auge behaltend, trägt die „Biene“ mit Sammelfleiss, Sorgfalt und Umsicht Alles zusammen, was die Mode im Gebiete der Toilette und der weiblichen Handarbeit für selbstthätige, wirth- schaftliche Frauen und Töchter Neues und Gutes bringt: Im Hauptblatte jährlich an 1200 vorzügliche Abbildungen der gesammten Damen- und Kinder - Garderobe, Leibwäsche und der verschiedensten Handarbeiten, in den Supplementen die betreff. Schnittmuster mit fasslicher Beschreibung, wodurch es auch den ungeübtesten Händen möglich wird, Alles selbst anzufertigen und damit bedeutende Ersparnisse zu erzielen. a 9 9 9 M 2 H 9 9 9 -a 9 Mathilden - Landkrankenhaus. Dir im Monate Januar d. I. im Kreise Gießen veranstaltete Collecte hatte einen Ertrag von 341 st. 4 fr-, was mit Dank zur öffentlichen Kenntnik gebracht wird. Der Vorstand. Auszuleihen. 663) 600 bis 700 fl. liegen zum Ausleihen bereit. Näheres bei der Expcd. dieses Blattes. Geld-CourH vom 22. Februar 1866. Pistolen........... st. 9. 45-46 ditto Preußische....... „ 9. 55j-56j Holl. st. 10 Stücke..... „ 9. 50-51 Ducaten........... „ 5. 36-37 20 Frankenstücke ...... „ 9. 29-30 Sngl. Sovereigns...... „ 11. 53-55 Prenß. THaler........ „ — — 5 Franken-Thaler...... Preuß. Eaffcn-Scheine . . . „ 1. 44--45 Dollar« in Gold...... „ 2. 27‘-281 Frischdäcker zu Gießen. Sonntag den 2 5. Februar. Jacob Ranstadt in der Neustadt. Carl Wallenfels I. an der Wettergaffe. Friedrich Zülch auf dem Seltersweg. Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde zu Gießen Gottesdienst. A m 2 5. Februar. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmittags: Pfarramts - Kandidat BigeliuS. (Ordination.) Passions - Gottesdienst in der Hospital- kirche. Mittwoch den 28. Februar, Nachmittags um 4 Uhr: Mitprediger - Bicar Davibsvhn. Kopulirte. Den 22. Februar. Julius Heinrich Wilhelm Kiffeberth, Bürger in Darmstadt und Portefeuille- Fabrikant dahier, de« evangelischen Lehrers zu Darmstadt, Ludwig Kiffrbrrth, ehelicher Sahn; und Amalie | Karoliue tilift Schelper, des hiesigen Bürger« und Schriftsetzers, Franz Wilhelm Avals Schelper, eheliche Tächter. Getaufte. Den 18. Februar. Dem Graßherzoglichen Ha uplzalla IN IS-Diener, Christian Weivig ein Sahn, Ludwig Christiangebaren den 17. Januar. Denselben. Dem Ortsbürger zu Alten-Buseck und Wagenrangirec an der Cölu - Gießener Bahn dahier, Balthasar Wwker, eine Tochter, Friederike Justine, geboren den 12. Januar. Denselben. Dem OrtSbürger zu Echzell und I Schreiner dahier, Wilhelm Pipp, ein Sahn, Hein- tiO; Georg .Karl Philipp, geboren den 7. Februar. Denselben. Dem Bürger und Schneider, Johann Georg Wagner, eine Tochter, Wilhelmine Henriette Marie Franziska, geboren den 20. Januar. | Denselben. Dem im September v. I. »er- | stacdenen Burger und Lackirer, Johann Ludwig Loo«, eine Tochter, Karoliue Emilie Bertha Elisabeth Theodore Franziska, gebaren den 10. Januar. Denselben. Dem Burger und Kaufmann, Ferdinand Hoffmann, ein Sohn, Karl Christian, geboren den 16. Januar. Denselben. Dem Bürger in Büdingen und Lederhändler dahier, Johann Fischer, eine Tochter, Karoliue Emilie Hedwig, geboren den 12. Januar. Den 20. Februar. Dem Bürger und Äast- wirth im Zinßer'scpen Garten, Avals Zinßer, eine Tochter, Anna, geboren den 5. Januar. Beerdigte. Den 15. Februar. Friedrich Haas, Bürger und Taglöhner, alt 53 I. 4 M. 28 $., gestorben den 12. Februar. Denselben. Ein unehelicher Sohn van auswärts, Karl, alt 10 M. 6 T., gestorben den 13. Februar. Den 17. Februar. Johanna Maria Hein- zerling, des Ortsbürger« zu Alten-Buseck und Baumächlers an der Köln-Gießener Bahn dahier. Adam Heinzerling. ehelitpe Tochter, alt 1 I 10 M. 29 T., gestorben den 15. Februar. Den 19. Februar. Anna Margarethe Simon, ged. Rabenau, der verstorbenen Bürger«, Heinrich Balthasar Simon, hinterlassene Wittwe, alt 31 I. 8 M., gestorben den 17. Februar. Den 20. Februar. Elisabethe Mep, geborne Jost, de« Bürgers und Kammmachers in Friedberg, Matthäus Mep, Ehefrau, alt 53 I., gestorben den 18. Februar. Den 21. Fedrzrar. Auguste Göbel, geborne Seibel, des Schneiders. Ferdinand Göbel zu Kirchen an der Sieg, Ehetrau, alt 35 I. 11 M. 7 T, gestorben den 18. Februar. Die Pfarrgeschäfte in Der nächsten Wochk besorgt Pfarrer Dr. Seel. Druck und Verlag der Brüh l'schen Univ. - Buch, und Steindruckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Die Darstellung der Untersuchungs- und Schwurgerichts-Verhandlung vom 17. bis 23. Zanuar l866 gegen e Johann Georg Heilmnnn von Gnrbenteich wegen Ermordung und Beraubung des Schreinerlehrlings August Schlegel von Hermannstein, * welche dem heutigen Anzeigeblatte als Extra-Beilage beiliegt, ist für Nicht - Abonnenten dieses Blattes zu dem Preise von b fr, ner Stüd zu haben in der Brühl'schen Druckerei am Brand und bet per Tochter, Wichelmi« oren een 20. Zamr. »chtemder g. I. derer. Jehann gileij ämilte Lertha Ms«, sten den 10. Sanni..— ger and Jtaurman, »hn, Äatl Chiijiii-, er in Büdingen ml Fischer. eine Tächter, üten den 12.3w m Bürger and M: , Matt Zinßrr, eine i. Zarnm. g t e. eirech Borger S)l, 28 I., geßerlen •* Per Sahn non au/- getiorden de» 1k ganna Warin 6,i|> gten-Baseck unb $•** er Bahn »ntiit, «l® , all 1 3 10 * 29 a Waig-reth« ®w* len Bürg---. H1* ne ffiittoO «lf jl * SjÄÄ iS-.**-“ gvWH ,n nächsten W°»' Dr. Seel- Darstellung der Untersuchungs- und Schwurgerichtsverhaudlung vom 17—23. Januar 1866 gegen Johann Georg Heitmann von Garbenteicb wegen Ermordung und Beraubung des Schreinerlehrlings August Schlegel. Der am ersten Pfingstfeiertag — 4. Juni — vorigen Jahres zwischen Gießen und Steinbach an A- Schlegel verübte Raubmord und der acht Tage später zwischen Lieh und Steinbach auf Schneider Sommer gemachte Raubanfall haben unter den Bewohnern der weiten Umgegend Furcht und Schrecken verbreitet, — eine Zeit lang glaubte das Publikum an die Existenz einer die Umgegend unsicher machenden Räuberbande. Erst nach der einige Wochen später erfolgten Verhaftung des Johann Georg Heil mann fühlte man sich wieder sicher. Nachdem die Verhandlungen der Assisen Abends 71/2 mit Verkündigung des Todes-urtheils geendigt haben, können wir sowohl über den Lauf der Voruntersuchung als über die Verhandlungen des Schwurgerichts unfern Lesern Näheres mittheilen. Eine Steinbacher Frau, welche am Pstngstdienstag, den 6. Juni im Walde Viehfutter suchen wollte, fand die Leiche eines anscheinend 14—15 jährigen jungen Menschen, die nur mit Hemd, Weste und Halsbinde bekleidet war. Da jener Walddistrict der Gemeinde Hausen gehört, wurde der Gr. Bürgermeister von Hausen von dem Funde benachrichtigt, welcher, die Leiche bewachen ließ und au das Gr. Landgericht Gießen Bericht erstattete. Das Gericht nahm noch an demselben Tage Augenschein ein, dessen Ergcbniß folgendes ist: Da wo der, nächst eine Stunde lange, von Gießen nach Steinbach ziehende Wald rechts aufhört und der Chausseestein Nr. 25 steht, hat der Raub stattgefunden. Auf der linken Seite der Staatsstraße ist in dem dichten Fichtenwaldc eine Lücke, vor welcher ein dünnes — dem Ermordeten nicht gehörendes — Spazierstöckchen von Hartriegel lag, das nach unten gebrochen und zersplittert war. Drei bis vier Schritte waldeinwärts lag ein acht Zoll dicker, mit Blut besteckter Basaltstein, einige Schritte weiter- sah man an einem Fichtenbäumchen, nahe am Boden, Blutflecken, als wenn sich Jemand, der hier vorbeigeschleift worden, daran gehalten hätte. In einigen daran befindlichen Klümpchen geronnenen Blutes klebten einzelne braune Mensckenhaare. Ungefähr 105 «schritte von der Chaussee entfernt, lag in einem Waldgraben die Leiche. Zwölf Fuß weit von ihr lag ein zweiter 7 bis 8 Pfund schwerer, stark mit Blut befleckter Basaltstein, au dem ebenfalls mehrere Menschenhaare hingen. An der Grabcnböschung zeigte sich eine bedeutende Spur von theil- weise noch flüssigem Blute. In der Nähe des Grabens lag ein Paar Glacehandschuhe. Vor jener, am Walde befindlichen Lücke. bis an die Leiche sah man in den Fichtennadeln deutliche Spuren für das Fortschleisen eines Gegenstandes. Am Kopfe der Leiche befanden sich mehrere Wunden, darunter zwei, die den Schädel an verschiedenen Stellen zerschmettert hatten und den fofor- 2 tigen Tod zur Folge haben mußten. Im Schlund und Magen fanden sich dürre Fichtennadeln, die der Unglückliche beim Fortschleifen oder beim Liegen auf dem Gesichte eingeathmet haben muß. Es war klar, daß hier ein Verbrechen des Raubmords vorlag. Am folgenden Tag (Mittwoch 8. Juni) wurde die Leiche erkannt- Der bei Schreiner Karl Zimmermann zu Gießen in der Lehre stehende August Schlegel, Sohn der Johann Schlegels Wittwc von Hermannstein, 16 Jahre alt, ging am ersten Feiertage früh 7 Uhr von Gießen weg, in der Absicht, seine Schwester Emilie, Ehefrau des Oecouomen Ludwig Schmitt zu Birklar, zu besuchen. Da sich bei der in Birklar eingezogcnen Erkundigung ergeben, daß der Junge dort nicht eingetroffen sei, so mußte seine Ermordung am ersten Feiertage früh 1/29 Uhr stattgefundeu haben. — Schlegel war schmächtig und körperlich so unentwickelt, daß man ihn für zwei Jahre jünger hätte halten können. Er war ein hübscher Junge, brav, freundlich, von Allen wohlgelitten; er war sauber gekleidet und trug eine grüne Botanisirbüchse an der Seite, so daß Fremde, die ihn auf seinem Wege gesehen, ihn für einen Schüler einer höheren Lehranstalt halten konnten. Weil am ersten Pfingsttag Vorinittag Niemand im Wald und Felde beschäftigt war, fiel es sehr schwer, Leute zu finden, die über das begangene Verbrechen hätten Auskunft geben können. Ein Milchfuhrmau» (Stabel), der täglich nach Gießen fährt, hatte bei der hiesigen Gr. Polizeiverwaltung ausgesagt: er habe in einiger Entfernung von Schlegel einen Fremden mit einem Berliner (Felleisen) bemerkt. Die hiesige Polizei ermittelte nun \ daß ein Handwerksbursehc (E- Meier) in zutreffender Zeit von hier abgereist sei und vorgegeben hatte, er reise über (Steinbach) Lich. So entfernt dies Jndieinm auch war, so hat doch die Polizeiverwaltung in Ermangelung näher liegender Judicien den Handwerksburschen mitrelst Steckbriefs vom 8. Juni verfolgt. Bis er üi Hannover ergriffen wurde, war festgestellt worden, daß er einen andern Weg gegangen, weßhalb er sofort wieder entlassen wurde. Inzwischen langte bei'm Gr. Landgericht Gießen ein anonymer Brief ein, in welchem gesagt wird, daß und warum der Müllerbursche Seip von Hausen des Raubmordes verdächtig sei- — Am Mittwoch den 8. Juni kam Joh. Gg. Heilmann aufs hiesige Polizei-Bureau lind zeigte au, er halte den E Engelhard von Altenbuseck für den Thäter, allein mau schenkte seinen Angaben keinen Glauben. Am Sonntag den l l.Juni zeigte der Herr Eriminalrichter Klingelhöffer das fragliche, an der Mordstelle gefundene Stöckchen dem Gr. Polizcirath Rover dahier, welcher bei näherer Betrachtung eine dünne Kruste von Kuhmist an dem Stöckchen fand Von der Ansicht ausgehend, daß der Mörder, wenn er dieses Stöckchen zurückgelassen, entweder selbst Vieh besitzen oder bei Deco nomcn gedient haben müsse, begab sich der Gr. Polizeirath mit einigen Polizeidienern in viele nähere und entferntere Ortschaften und stellte vor Allem fest, daß der anonym angeklagte Müllerbursche Seipp an dem Verbrechen unbe- theiligt sei, — sodann ermittelte er die Personen (aus Steinbach, Hattenrod, Lich, Hungen, Laubach, Schotten, Birklar k.), welche am ersten Feiertag Vormiltag die Straße zwischen Gießen und Steinbach passirt waren. Mehrere dieser Zeugen hatten Schlegel allein gehen sehen, andere sahen einen stark rauchenden Mann bei ihm, wieder andere sahen den Jrmgen zwar allein aber einen Zweiten neben im Walde ihm nachschleichen. Hieraus ergibt sich, daß der Begleiter Schlegels sich in den Wald geschlichen sobald er Einen ihnen entgegenkommen sah, von dem er wußte, daß er ihn kenne. 11 sich die, welche in Wäldern unerlaubte Geschäfte machen wollen sz. B. die Wilddiebe k.] Kleidungsstücke für's Unkenntlichmacheu in den Wäldern aufbewahren.) Auch die Einzelheiten dieses Raubanfalls, (der kein Gegenstand dieser Schwurgerichtsverhandlungen war) hat Heilmann verschiedenen Personen so genau erzählt, wie sie sonst Niemand kannte. Nachdem Heilmann nach seiner ersten gerichtlichen Vernehmung (24. Juni) wieder auf freien Fuß gesetzt wordeu war, begegnete er dem Locomotivführer Köhler der ihn also anredete: „nun Straßeuräuber, du bist ja wieder los; du sollst ja den Bub umgebracht haben?" — Heilmann ging schweigend fort. Bei seiner am 28. Juni erfolgten Verhaftung hielt ihm der Gr. Polizeirath Nover vor: „die Verdachtsgründe bezüglich der in der Gegend verübten schweren Verbrechen haben sich gegen Sie vermehrt; ich sehe mich veranlaßt, Sie zu verhaften und dem Gericht zu überliefern —" worauf Heilmann antwortete: „so? ich will nicht hoffen, — ich muß mich dem Gesetz unterwerfen." Auf die Frage: „ob er rauche?" sagt Heilmann: „ich rauche nicht." (Er besitzt drei Tabakspfeifen.) Und auf die Frage: „ob er aus freien Stücken Etwas angeben wollte:" versetzte Heilmann: „ich kann mit der Elisabetha Kissel beweisen, daß ich am ersten Pfingsttag Vormittag zu Hause war. Morgens V2 9 Uhr war ich bei ihr in der Küche und fragte sie: ob ihr Kaffee fertig sei." (Die Kissel hatte bereits anders ausgesagt.) Während der Polizeirath nach einer Droschke schickte, die Heilmann ins Gefängniß führen sollte, saß dieser, ohne ein weiteres Wort zu sprechen, eine halbe Stunde lang in der Amtsstube. Er fragte nicht: wer ihn so schwerer Thaten beschuldige, — wie es komme, daß man nach ihm greife —, er, ein proceßsüchtiger Mensch, drohte nicht mit Klag- oder Beschwerdeschriften, — kurz er hat sich nicht vertheidigt wie es der Unschuldige — selbst bei beschränktem Verstände — thut. Der Polizeirath sagte sogleich zu seiner Umgebung, der scheine nicht unschuldig zu sein. Auch in der gerichtlichen Untersuchung hat sich Heilmann nicht wie ein unschuldig Angeklagter benommen. Dieß sind im Wesentlichen die gegen Heilmann vorliegenden Jn- dicicn. Es ist nicht möglich die Verhandlungen in all' ihren Einzelnheiten hier vorzuführen, denn die stenographischen Aufzeichnungen würden ungefähr 450 bis 500 Druckseiten 8° umfassen. In der polizeilichen und gerichtlichen Voruntersuchung mußten mehrere hundert — an verschiedenen Orten wohnende — Menschen vernommen werden. Der Untersuchungsrichter hatte eine Menge Widersprüche zu lösen, falsche Gerüchte zu widerlegen. Selten hat das Lügen- System eines Einzelnen so viel Arbeit verursacht! Vor die Schranken des L-chwurgerichts wurden ungefähr 130 Be- und circa 25 Entlastungszeugen geladen. Die Abhör derselben vor dem Schwurgericht nahm 5 volle Tage in Anspruch. Erst am 6. Tag konnten die Schlußverhandlungen vorgenommen werden. In einem, zwei volle Stunden dauernden sehr schönen Vortrage des Hrn. Oberstaats-Anwalts Dr. Dietz erfolgte die Begründung der Anklage. Der Vertheidiger, Hr. Hofger.-Advokat Bai st, der das Gewicht der 12 vorliegenden Jndieien keineswegs unterschätzte, hob in einem ernst und leidenschaftslos gehaltenen fast 2stündigen Vortrag Alles hervor, was er von seinem Standpunkte aus für den Angeklagten thun konnte; er meinte unter Hinweis aus den gegen H. Theiß erhobenen Verdacht und auf die Finder der geraubten Kleider, die Untersuchung sei noch nicht erschöpft. Das Resuina des Präsidenten Hrn. Hofg.-Rath Kempf, welcher die schwierigen Verhandlungen mit Umsicht und Ausdauer geleitet, nahm über volle 2 Stunden in Anspruch. Nach demselben wurde den Herren Geschworenen die Frage vorgelegt: „Ist der Angeklagte schuldig: baß er am Vormittag des 4. Juni 1865 zwischen 8 und ■> Uhr unmittelbar an der von Gießen nach Steinbach führenden Staatsstraße, in einem an diese anstoßenden, der Gemeinde Hausen gehörigen Fichteu- wäldchen, Distrikt „Bruch" —- in der Absicht, fremde bewegliche Sachen, die Baarschaft, Kleider und sonstige Effecten des auf. dem erwähnten öffentlichen Wege reisenden 16jährigen Schreiuerlehrlings August Schlegel aus Hermannstein, rechtswidrig zu gewinnen, gegen die Person des letzteren körperliche Gewalt verübt, denselben durch Schläge mittelst eines Stockes oder körperliches Anfassen zu Boden geworfen und ihm rechts widrig mit Vorbedacht und in der Absicht zu tödteu mittelst zweier schweren Steine den Schädel an zwei Stellen der Art zerschmettert habe, daß die dadurch hervorgebrachten Kopfverletzungen als wirkende Ursache den alsbaldigen Tod des Verletzten zur Folge gehabt — auch in der Thal den genannten Schlegel, nachdem er denselben tiefer in den Wald geschleift, eines Geldtäschchens mit einer geringen Baarschaft, seiner Kleider, als - Rock, Hosen, Kappe, Stiefel, mehrerer Paar Strümpfe und zweier Sacktücher, so wie seines Stöckchens und einer Bolanisirbüchsc, einen Stiefelknecht und eine Anzahl Zwieback enthaltend beraubt habe?" Nach ungefähr zweistündiger Berathung traten die H- H- Geschworenen wieder in den Sitzungssaal ein und der Obmann derselben, Herr Fink, Fabrikant von Lauterbach, verlas deu (einstimmig gefaßten) Wahrspruch lautend: Weint mi «ißigen Po ?rtti G „Ia, der Angeklagte ist schuldig, das Verbrechen mit allen in der Frage enthaltenen Umständen begangen, zu habe»." Heilmann befragt: ob er noch etwas vorzubringen habe? antwortete im heulenden Tone: „ich bin kein Mörder, kein Räuber; ich bin unschuldig wie unser lieber Heiland am Kreuz." (Heilmann wahrscheinlich die Wucht der Judicien erkennend, hatte in den letzten drei Tagen öfters heulend geantwortet und dabei häufig sich auf das Zeuguiß Gottes und uusers Heilands berufen.) Nach kurzer Berathung verkündete der Gerichtshof dqs Urtheil „daß Heilmann auf Grund der Art. 252 und 344 des Strafgesetzbuchs wegen Mord und Raubs zum Tode verurtheilt sei." Die Verkündigung des Urtheils machte keinen sonderlichen Eindruck auf Heilmann; er holte sein Taschentuch hervor, wischte ein wenig an deu Augen und setzte sich wieder. Druck der Lrübl'schen Univ. Buch- und Slcindruckerci (Fr. (Sbr. Pietsch« in (''iteen. Ein Komi t I Die Wfleu an Ties Otffi I 698) Ds-Ca von Pittot f |857 gen p'! beiden P’m m e r hi. । •) l-ben, i seiner •ihe g ' '»falle