Stadt Hilft ften Kreis Gießen. Erscheint wöchmtUch zwei Mal: Mittwoch« und Samstag«. - Preis des Jahrgang« für Einheimisch. 1 ff. 42 kr., für Auswärtige i°el. de« Vorschrift«. mäßigen Postauffchlag« 1 ff. 42 kr. — Auswärts abonnirt man stch bei allen Postämtern. — In Gießen bei der Brpedition (Canzleiberg Kit. B. Nr. 1). Jfs. 3» Mittwoch den 10. Januar 1S66. Amtlichem T h e i l. Bekanntmachung. Betreffend: Die Zunftverhältniffe im Kreise Gießen. Kreise Gießen von des Großherzogs 3) 4) 5) 1) 2) 3) 2) 3) 4) 1) 2) 2) 3) 4) 5) der Schneiderzunst, „ Schmied- und Wagner-Zunft, „ Zunft der Sattler, Häfner, Knopfmacher und Färber, 6) der Zunft der Zimmerleute, Küfer und Dachdecker, der Schuhmacherzunst, „ Schneiverzunft und „ Bauzunft; IV. zu Gießen: der Bäckerzunft, „ Schreinerzunst, „ Zunft der Spengler, Glockew „ Bäckerzunft und 9) „ Metzgerzunft; III. zu Grüningen: 1) der Küferzunft, 7) der JBtüurer- und Weißbinder-Zunft, 8) der Sattlerzunft, * Holzzunst, „ Schneiverzunft, „ Schuhmacherzunst und „ Zunft der Schmiede, Schlosser und Nagelschmiede; II. zu Lich: der Schuhmacher- und Gerber-Zunft, » Zunft der Schlosser, Schreiner, Glaser und Drechsler, em k n<.-aU^- ®runb ber Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 19. December 1865 zu Nr. eJ !4030 iur öffentlichen Kenntniß, daß die Aufhebung folgender Zünfte im f " ~ " Mcntgl. Hoheit genehmigt worden ist, nämlich: ~ ” I. zu Allendorf a. d. Lumda: 1) * ' gicßer, Gürtler und Kammmacher und ! 4) der Hutmacher- und Strumpfweber- Zunft. k diese Aufhebung hiermit vollziehen, bemerken wir, was die hiernach noch fortbestehenden neun Zünfte in Gießen und die Wollweberzunft tn Allendorf a. d. Lumda betrifft, daß die desfallsige höhere Verfügung nur wegen einiger noch erforderter besonderen Ermittelungen verschoben geblieben ist. Zugleich fügen wir zur allgemeinen Kenntnißnahme und zum Bemessen der Localbehörden folgende weitere Bemerkungen bei: a. .Junftpnöilcgifn der in Gießen einstweilen noch fortbcstehenden neun Zünfte sind, mit Ausnahme der Zimmer-Zunft, welche sich über das ehemalige Oberamt Gießen erstreckt, nur auf die Stadt Gießen beschränkt. Die betreffenden Gewerbe sind daher in den übrigen Kreisgemeindcn als freie Gcwerbe keinem Zunftzwang unterworfen. o. Ebensowenig ist gemäß Art. 12 des Gewerbsteucr-Gesetzes vom 4. December 1860 bezüglich der Inländer der Besitz des OrtSbürgcrrechts zum Gewerbsbetriebe erforverlich. c. Dagegen bleibt zum Betrieb der Baugewerbe nach wie vor das Bestehen einer vorgängigen Prüfung nothwendig. Gießen, am 5. Januar 1866. Großherzogliches Kreisamt Gießen. K ü ch l e r. Zu Rr. K. G. 13. Betreffend: Den Gewerbsbetrieb der Handelsreisenden, insbesondere derjenigen aus Oesterreich. Gießen, am 4. Januar 1866. Das Groß!) ermögliche Kreisamt Gießen an die Localpolffei-Behörden des Kreises. Unter Verweisung auf die Bekanntmachung im Regierungsblatt d. d. 22. December 1864 fordern wir Sie auf, inskünftige die Handelsreisenden aus Oesterreich, welche mit ordnungsmäßig von ihrer Heimathsbehördc ausgestellten Gewerbe-Legitimations- Karten versehen sind, in ihren auf deren Grund abgabefrei zuzulassenden Gewerbshandlungen nicht zu hindern. Zu Nr. K. G. 6245. Gießen, am 5. Januar 1866. Betretend: Die Aufhebung der Polizeitaren für Bäckerwaaren im Kreise Gießen. Das G r n ßh t rzo g l i ch e K re i s a m 1 Gießen an die Großher;oglichen Bürgermeistereien des Kreises. Großherzogliches Ministerium des Innern hat auf Antrag cer Bäcker zu Gießen genehmigt, daß nach Auflösung der Bäcker, zunft Vie Polizeitaren für Bäckerwaaren unter bestimmten Beschränkungen versuchsweise aufgehoben werden. ES soll diese Aufbckung nunmehr erfolgen und zwar nicht allein in der Stavt Gießen, sondern in allen Gemeinden des Kreises, wenn nicht die besonderen Verhältnisse einer oder der andern Gemeinde die Beibehaltung der Taxen daselbst wünschenswerth macken sollten. Selbstverstänvlich werten viejcnigen polizeilichen Bestimmungen in Kraft bleiben, Welche die gesunde Beschaffenheit, die Oeffentlichkeit der Preisansätze und die Vollstänvigkeit des Gewichts der Bäckerwaaren zu sichern bezwecken. Indem wir Sie hiervon benachrichtigen, forvern wir Sie zugleich zum gutächtlichen Bericht tarüber binnen 8 Tagen hier. mit auf. ________________________________Buckler. ,, Gießen, am 2. Januar 1866. Betreffend : Die Taubstummen - Statistik im Großherzogthum Hessen. Das Groß Herzog lichc Kreis amt Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir erinnern Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Erstattung des vorgeschriebenen Berichts im Rückstände sind, an Ein- sendung desselben binnen 14 Tagen. K ü ch l e r. _________________________ ______ ------ — “ Glessen, am 8. Januar 1866. Betreffend: Die Erhebung ter Ende Deeember v. I. fällig gewordenen Holz, und Grummetgras. Gelder. Das G r o ß h r r j o tz l i ch e 11 m t a m t G i e ß e n an die Groscherzvgl chen Bürgermeistertien des llcntamt5bi*prks. Wir ersuchen Sie hiermit, in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die obigen Gelder noch binnen 14 Tagen an den Zahltagen: Dienstags und Samstags, ohne Mahnung bezahlt werden können. L v n ck e r.__ ______________ A u s s ch r e i b e u. ' " Das Verschwinden des Wittwers Peter Triebert von Dornassenheim betreffend. Rubricat war am 20. v. Mts., von dem Jahrmarkt zu Friedberg he mkehrcnv, bei HöreS in Bauernheim zu andern Leuten von Dornassenheim gekommen, und ging mit diesen nach eingetretener Dunkelheit weg; ist aber unterwegs unbemerkt von seinen Begleitern abgekommen unv wird seitdem vermißt. . ... , . @r ist 63 Jahre alt, und trug eine schwarze Pelzmütze, blauen Kittel, darunter ein Kamisol, und blaugeltreilte - o) . Wer über sein Verbleiben sichere Auskunft geben kann, wird ersucht, seine Mittheilungcn hierher gelangen zu lassen, unv wird Kostenvergütung zugesichert. Reichelsheim, den 5. Januar 1866. Herzoglich Nassauisches Amt. v. St. George. Polizeiliche Bekanntmachung. Die Trichinen betreffend. Zur Beruhigung des Publikums wird hiermit bekannt gemacht, daß der Fleifchbeschaucr Möhl die von den hiesigen Metzgern geschlachtet werdenden Schweine auf Trichinen mikroskopisch untersucht, nachdem derselbe im Aufsachen vcr Trichinen unterrichtet toOtCe®i!Ln, den 8 Januar 1866. Großherzogliche Polizei-Verwaltung cer Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen. Besondere Bekanntmachungen. 37) Nachverzeichuete städtische Gelder: 1) Holzsteiggelder, am 31. v. Mts. fällig gewesen, 2) Schulgelder fürs III. und IV. Quartal 1865, können in den ersten acht Tagen ohne Kosten zur hiesigen Stadtkaffe bezahlt werden. Gießen, am 3. Januar 1866. Der Stadtrent.netster: Enders. 76) Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß die Schalterstunden bei der Post - Expedition Lang-Göns mit höherer Genehmigung festgesetzt worden sind auf die Zeit von 1Ö bis 12 Uhr Bormit- tags und von 5 bi» 7 Uhr Nachmittags. Darmstadt, den 3. Januar 1866. Großherzogliches Ober - Post - Amt. In Abwesenheit des Ober-Postmeisters: Silz. V erstcigcrungeu. Die Vergebung von Steinlieferung und Fuhrlohn bei der Stadt Gießen. 96) Äontag den 15. Januar 1866, des Morgens 9 Ubr, werden aus hiesigem Raihhause im öffentlichen Wege vergeben: Vie Lieferung von 10% Cu- bikklastcrn Schichlenpfla- stcrsteine, veranschlagt zu 945 fl. —fr. die Anfuhr von 9,6 Kubik- klaftern Sand, vrranschl. zu.......153 „ 36 „ Voranschläge und Bedingungen liegen auf unserer GeschäftSstube zur Einsicht offen. Gießen, den 8. Januar 1866. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _________Vogt.___________ Versteigerung von Straßenarbeiteu. 9) Die zur Unterhaltung der Staats- straßen in dem Baubezirk Gießen für das Jahr 1866 erforderlichen Arbeiten, bestehend in dem Brechen, der Beifuhr, dem Aufsetzen und dem Zerschlagen der Steine, sollen an nachbenannten Tagen und Orten an die Wenigstnehmenden versteigert werden, und zwar: I. Mittwoch den 10. Januar, Vormittags 10 Uhr, zu Klein-Linden in dem Hause des Wirth Rinn, für die Straßen von Gießen über Klein-Linden bis zur Königl. Preuß. Grenze, von Gießen gegen Rodheim bis zur Abthei- lungs-Nunimer 16, von Gießen gegen Reiskirchen bis zur Abtheilungs - Nummer 10 und von Gießen gegen Steinbach bis zur Abtheilungs - Nummer 29; II. Donnerstag den 11. Januar, Vormittags 10 Uhr, zu Lollar in dem Gasthaus zur Krone, für die Straße von Gießen über Lollar bis zur kurhess. Grenze; III. Freitag den 12. Januar, Vormittags 10 Uhr, auf der Gansenburg, für die Straße von Gießen nach Grünberg von Abtheilungs- Nummer 10 bis 52; IV. Mittwoch den 17. Januar, Vormittags 9*/2 Uhr, zu Lich in dem Gasthaus zum Engel, für die Straße von Gießen über Lich gegen Langsdorf von Abtheilungs-Nummer 29 bis 63, und für die Straße vom Hessen- brückerHammer über Lich bis zum Klosterwald; V. Donnerstag den 18. Januar, Vormittags 9% Uhr, zu Eberstadt in dem Hause des Wirths Gerlach, für die Straße von Lich gegen Butzbach von Abtheilungs-Nummer 226 bis 253; VI. Montag den 22. Januar, Vormittags 10 Uhr, zu Rodheim im Hause des Wirths Schlierbach, für die Straße von Gießen gegen Gladenbach von Abtheilungs-Nummer 16 bis 68. Die resp. Großherzoglichen Bürgermeistereien werden ersucht, diese Versteigerungen im Interesse ihrer Gemeinden besonders bekannt machen zu lassen. Gießen, den 2 Januar 1866. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. __________Holzapfel. 93) Donnerstag den 11. Januar, Nachmittags 1 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause mehrere -große Spiegel mit Goldrahmen, eine Quantität Golcleisten, eine Kiste mit Tafelglas und sonstige Gegenstände gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Gießen, den 4. Januar 1866. In Auftrag: Weidia, Ortsgerichtsmann. Holzversteigerung. 88) Mittwoch den 17. und Donnerstag den 18. Januar l. I. soll in dem Gemein- dewalve dahier, District Bornstück, unter den vorher bekannt zu machenden Bedingungen, folgendes Holz öffentlich mcistvie- tend versteigert werden. Der Anfang ist jedesmal des Morgens 9 Uhr. Am ersten Tag: 54 Fichten-Stämme von 5 biS 8 Zoll Durchmesser und 25 bis 45 Fuß Länge, 4438 Fichten-Stangen von 1 bis 5 Zoll Durchmesser und 15 bis 45 Fuß Länge, 5 Eichen-Stangen von 5 Zoll Durch- Mtsser und 30 Fuß Länge. Am zweiten Tag: 9% Stecken Kiefern-Prügelbolz, 65% „ „ Stockbolz, 4575 Wellen Fichten-Reisholz. Lindenstruth, den 8. Januar 1866. Großherzogliche Bürgermeisterei Linkenstruth. Arnold. Holz Versteigerung. 39) Donnerstag den 11. Januar V. I., von Vormittags 10 Uhr an. sollen in dem Häuser Gemeintewalde, Distrikt Bruch, nachverzeichnete Holzsortimente verstkigcrt werden, als: 15 Stecken Radel-Piüzeiholz, 20% „ „ Stockholz, 925 Wellen „ Reisholz, 2692 Fichten-Stangen von 12 bis 40 Fuß Länge, 2146 Cublkfuß enthaltend, öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist präcis 10 Uhr bei dem Wegweiser auf der Straße nach Steinbach und Lich, oberhalb des Gießener Stadtwalves. Hausen, am 3. Januar 1866. Großherzogliche Bürgermeisterei Hausen. D e r n 4363) Dienstag den 2a. Januar 1866, Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Rathhause das dem Gg. Heinr. Braun dahier gehörende Wohnhaus mit Garten in der Schwarzlach, nächst der Chaussee gelegen, an den Meistbietenden Versteigert werden. Gießen, den 14. December 1865. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers : _______Weidig, Ortsgerichtsmann. Bauholz-Versteigerung. 89) In der Oderförsterei Rieder-Ohmen, District Streithainskopf, zwischen Atzenhain und Weitershain, an der alten Straße von Grünberg nach Homberg, werden Montag den 15. u. Dienstag den 16. Januar öffentlich versteigert': 393 Eichen.Bau- und Werkholz-Stämme von 7 bis 20 Zoll Durchmesser und 15 bis 56 Fuß Länge, 14271 Cu- bikfuß enthaltend, 6 Kiefern-Stämme mit 242 Cubikfuß, 1 Kirschbaum-Stamm mit 26 „ 1 Buchkn- Ltamm „ 39 „ 3 Birken-Stämme „ 56 „ 8 Aspen- „ „271 Der Anfang ist jedesmal Vormittags präcis halb 1Ö Uhr. Die Zusammenkunft ist auf der alten Straße von Grünberz nach Homberg, wo solche der Vicinalwcg von Bcrnsfeld nach Geilshausen durchschncidet. Merlau, am 6. Januar 1866. Großherzogliche Oberförsterei Nicdcr-Ohmen. Frank. Jagdverpachtung der Gemeinde Annerod. 78) Mittwoch den 24. Januar 1866, des Nachmittags um 1 Uhr, soll die am 15. Februar 1866 wieder leihfällig wertende, der hiesigen Gemeinde zu- stchende Feld- und Wald-Jagd, unter den dabei bekannt gemacht werdenden Bedingungen, auf dem Gemeinvehause dahier auf weitere 6 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Annerod, am 5. Januar 1866. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. Seipp. 87) Der Unterzeichnete läßt Montag den 22. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, fein zweistöckiges Wohnhaus (51 Fuß breit ■ und 40 Fuß tief) nebst Scheuer und Stal- | lung, sowie 692 HfKlafter Garten mit i Baumstück, einer öffentlichen Versteigerung auSsetzcn, und ladet derselbe hierauf Reste» tuende höflichst ein. Steinberg, den 8. Januar 1836. I Philipp Haas. Holzversteigerung. 77) Dienstag den 16. d. Mts. sollen in der Freihcrrlich von Zwierlein'schen Försterei Winnerod, in dem Walddistrict Buchwald, nachstehende Holzsortimente, als: 219 Stecken Buchen-Scheidbolz, 35 „ „ Prügelholz, 106 „ „ Stockholz, 1 „ Eichen-Scheidholz, 2 „ „ Stockholz, 257 „ Buchen-Reisholz öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft findet Morgens 9 Uhr in dem Walddistrict Buchwald statt. Winnerod, am 6. Januar 1866. Der Förster: Sänger. Holzversteigerung im Wwsecker Gemeindewalde. 51) Donnerstag den 11. d. Mts., von Morgens 9 Uhr an, sollen in dem hiesigen Gcmeindewalde, Di- strict Ursulum: 12 Stecken Kiefern-Scheidholz, 387. ,/ „ Prügelholz, 37 7. „ „ Stockholz, 2075 Wellen „ Reisholz, 430 Kiefern-Stämme bis zu 13'/, Zoll Durchmesser und 58 Fuß Länge, 6972 Cubikfuß enthaltend, 46 Küfern-Stangen, 277 Cubikfuß enthaltend, versteigert werden. Der Anfang ist im District am Philosophenwald. Wieseck, den 3. Januar 1866. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Lang. 97) Dienstag den 23. und Mittwoch den 24. l. 3., des Vormittags um 10 Uhr anfangend, läßt die Ludwig Reh III. Wittwe auf der Kronenmühle bei Bieber ihre Mühle, mit welcher eine rentable Wirthschaft, insbesondere eine schöne Gartcnwirthschaft verbunden ist und eine einträgliche Bäckerei noch verbunden werden kann, sowie ihre sämmtlichen Grundstücke, öffentlich meistbietend auf 12 Jahre verpachten. Nach Beendigung der Verpachtung läßt dieselbe öffentlich versteigern: 2 Pferde mit Geschirr, 2 Esel, 2 frischmelkende Kühe, 2 trächtige Schweine, 3 Oeconomiewagen mit Zugehör, 1 Pflug, 1 Egge, Heu und Stroh, Kartoffeln , Kohlraben und Dickwurzeln, ferner 1 Partie i/i=, Vr° «. 7,-Ohmfässer, Tische und Bänke und noch viele sonstige Hausgeräthschaftcn. Fellingshausen, am 8. Januar 1866. Der Vorsteher Großherzoglichen Ortsgerichts Fellingshausen. Gerl ach. Feilgebotenes. s Kreppclrr täglich frisch bei August Noll, _________________________im Stern. 92) Barchent, Zwillich, Bettzeug, Druck- zcuge in drei Qualitäten, Zupfelzeug in vielen Sorten, schon von 18 kr. an die Elle, Baumwollbieber, gedruckt, schon von 12 fr. an die Elle, Bielefelder und Creas- Leinen, ächten englischen Shirting empfiehlt zu billigen Preisen H. M. JugHardt. 60) Alle Sorten Wattir-, Ci- garrenrahmen-, Schürzen-, Pack- und Schock-Leinen, Frucht- und Mehlsäcke, Braunschweiger und Pöppches-Flachs empfiehlt L. I a h r e i s, ___________________am Marktplatz. 11) Neifepclz, preiswürdig zu verkaufen. Wo? ist bei der Expcd. d. BlttS. zu erfragen. 45) Ein hübsches Kinverbettlädchen, wel- ches mit Läufen versehen und als Wiege benutzt werden kann, steht zu verkaufen. Wo? sagt die Expev. d. Bltts.__________ 59) Ein Kochofen ist zu verkaufen. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. 99) 30—40 Stück sehr schöne und große Kapaunen werden im Ganzen und auch einzeln abgegeben bei Fr. Textor, Bierbrauer a. d. Hardt. 85) Ein halbjähriger Hund, guter Race, wird billig abgegeben. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 91) Ein sehr gutes Pferd, für dessen Güte garantirt wird, nebst einigem Geschirr, ist billig zu verkaufen bei ____________________H. M. Ju ghardt. 79) Ein Garten am Rodtberg ist billig zu verkaufen oder zu verpachten. Wo? sagt die Exped. b. Bltts. Rermiethungen. 100) Bei Musiklehrer Geller aus dem Reichcnsand ist eine möblirte Stube zu ver- miethen. 28) Eine Familienwohnung, für einen Geschäftsmann sich eignend, ist zu vermie- thcn bei Eberhard Noll. 101) Das von Herrn Wenzel I. seither bewohnte Logis ist anderweit zu ver- miethen._____________Emil Junker. 58) Ein großes freundliches Zimmer, für zwei Herren eingerichtet, wird billigst vermiethet. Wo? sagt Ausg. d. Bltts. 44) Eine Familienwohnung, fogleich beziehbar, ist zu vermiethen bei __________B. Loos, auf dem Markt. 67) Ein Familienlogis ist zu vermiethen bet G. Richter, in der Wolkengasse. 69) In meinem, früher Dachdecker Schwalb'schen Hause ist ein Logis, bestehend aus Stube mit Cabinet, zu ver- mielhen und sogleich beziehbar. Wilhelm Flett. Vermischte Anzeigen. 104) Ein grünseidener Regenschirm mit einem Pfefferrohrstock wurde vergangenen Mittwoch den 3. d. Mts. Abends, jedenfalls aus Versehen, mitgenommen, und wird um Zurückgabe gegen Belohnung entweder im Cafä Ebel oder Wallthorstraße Lit. A. Nr. 169 dringend gebeten.________________ s A. Seim, Tapezier, bittet seine Kunden, sowie diejenigen Personen, welche denselben mit allen, in sein Fach einschlagenden Arbeiten beehren, ihre Adresse gefälligst im Gasthof zum Schwanen, (Wallthor) bei Herrn Flett abgeben zu wollen. 86) Ein gewandter Scribent, der mit der Buchführung betraut ist, sucht außer seinen Bureau - Siunccn noch anderweitige Beschäftigung. Näheres bei der Expedition d. Bltts. ____________________ 90) Eine kleine stille Familie sucht eine Wohnung von 2 bis 3 Zimmern, Küche und sonstigen Räumen, welche im April bezogen werden kann. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. 57) Ein Garten wird zu miethen gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. 113) Montag den 15. Januar 1866: General-Versammlung des Handels-Vereins im Gasthof zum Einhorn. Anfang präcis 8 Uhr. Tagesordnung: 1) Berichterstattung, 2) Rcchnungs - Ablage pro 1865, 3) Octroifrage, 4) Vorlage der Adresse bezüglich des Versicherungswesens, 5) AblakungSzeit auf dem Cöln-Gießener Bahnhof, 6) Vorstandswahl. Der Vorstand. Beilage zu Nr. 3 des Anzcigcblatts. —am ; ।oti» jv vim vt* zeugt haben, sage ich hiermit meinen tief- Wer es liebt Aug. Balser. 25) (H2) Der Vorstand. 103) Den Freundinnen meiner verstorbenen Tochter Marie für die letzten Be- 80) Mit Beziehung auf die Veröffentlichung ter für tie Kleinkinderschule emge- gangcnen Gaben in Nr. 2 des Anzeigcblat- tes erkläre ich, daß der dort mr bcigelegtc Titel ebensowenig mir zukommt, als die Bezeichnung mit demselben von mir veranlaßt ist. Gießen, den 6. Januar 1866. Dr. Schaum. (E ingefandt) 114) Für das übliche Benefice-Cvncert des academifcheu Musikdirectors hat Herr W. M i ckler diesmal Mendcl s so h»'s großartiges Oratorium „ P aulus " bestimmt, welches am 13. b. M. in der Stadtkirche zur Aufführung kommen wird. Wir sind Herrn Mickler für diese Wahl, welche auf's Neue von seiner unermüdlichen, stets auf das Beste und Edelste gerichteten Strebsamkeit ein beredtes Zcugniß giebt, zum größten Danke verpflichtet. Er begegnet einem vielfach geäußerten Wunsche, denn der Eriolg der vor etwa 2 Jahren stattgehabten erstmaligen Aufführung jenes Werkes war ein so durchgreifender und un- yuwii, lug! ! gefühltesten Dank. 105) Französischen Privatunterricht erthcilt der Unterzeichnete, nach Belieben, in der deutschen oder englischen Sprache. Dupetit, , französischer Lehrer bei Herrn Dr. Krumm. gctheilter, daß seither nur die damit verbundenen Schwierigkeiten und Kosten von einer Wiederholung abhaltcn konnten. Desto mehr ist anzuerkennen, daß Herr Mickler diese letztere Rücksicht gerate bei der di e s m a l i g e n Veranlassung nicht entscheiden ließ, benen £Oc^er g^nrjc f,jr pie letzten Be- dagegen aber auch zu wünschen, daß er durch eine möglichst allgemeine BetheiligunH giebe/ rttlen mejnen Nachbarn aller Kreise der bürgerlichen Gesellschaft, wie sie bei dem großen Raume der Kirche > unD Freunden, die der Verstorbenen bei der möglich ist, für seine materiellen Opfer entschädigt und für die Zukunft zu ü^nlicVen j vorgeftrißen Beerdigung durch ihre Beglci- größeren Unternehmungen ermuntert werde. j tung zur letzten Ruhestätte die letzte Ehre 'i erwiesen und mir so viele Theilnahme be- 83) Eine Herrschafts-Köchin sucht alsbald hier oder auswärts Condition. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. 111) Es wird ein braves Mädchen in Lausdienst oder auf das ganze Jahr bei einer einzelnen Dame in Dienst gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 110) Dem Unterzeichneten ist ein schwarzer Hund mit Kette zugelaufen. I Ph. Becker, Lit. B. Nr. 133. 109) Ein glanzledcrnes Etui, mehrere Schlüffe! enthaltend, ist verloren worden. Man bittet den redlichen Finder, solches bei der Exped. d. Bltts. abzugeben. ! 19) Es wird ein Logis in einer Geschäftsstraße, Parterre oder ersten Stock, baldigst zu beziehen ; gesucht. Nähere Auskunft ertheilt die Erped d. Bltts. 84) 200 Stück Hopfen-Pflanzen werden zu kaufen gesucht. Näheres bei der i Exped. d. Bltts. 108) Ein tüchtiger Knecht kann in Dienst treten bei G g. Lony, Neuenweg. 107) Es wird ein Mädchen, welches bürgerlich kochen und Hausarbeit besorgen kann, mit hohem Lohn sogleich zu miethen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. । Im Malhilden-Ländkrankenhaus wird eine brave Wärterin, im Alter unter 35 Jahren, gesucht. Gehalt 80 fl. nach dem Ernste und den Mühen des Tages sich eine gemüthliche, heiter anregende und interessante Abend-Unterhaltung zu verschaffen, vor sich cmfgerollt zu sehen: romantische Seenerien aus der weiten Welt, Bilder fremder Länder und fremder Sitte, den Haushalt der Natur in treuen Skizzen, menschliche Schicksale in spannenden und wunderbaren Verwickelungen, wie das Leben sie schafft oder des Dichters Phantasie, — wer es liebt, unsere Welt kennen zu lernen, wie sie ist, und den Glanz sowie den Verfall der Nationen im Spiegel zu schauen — dem sei im behaglichen Daheiin, im abendlichen Kreise seiner Familie das illustrirte Wochenblatt „OMNIBUS", als fesselnde Leetüre für Geist und Herz, dringend empfohlen. Daß der „OMNIBUS" ein echtes Volks- und Familienblatt geworden, daß er den mit der wachsenden Bildung wachsenden Ansprüchen gerecht zu werden versteht, bestätigt die Steigerung seiner Auflage auf 50,^00 Exemplaren. Eine einzelne Nummer des auf schönein Papier gedruckten Blattes bringt 36 Spalten Text nebst 3 — 4 treffliche Illustrationen und kostet nur Einen Silbergroschen! Wir dürfen behaupten, daß der „OMNIBUS1, im Verhältnis zu dem, was er enthält, das allerbilligste deutsche Familienblatt ist. In Nr. 1 des neu-n Jahrganges beginnen zwei höchst spannende Erzählungen: „Eine schöne Viper", und „Unterschlagen !" von E. Pasqus. Ferner ausnehmend unterhaltende Schilderungen der Berliner Gefängnisse, verbunden mit Charaktensirung hervorragender Persönlichkeiten aus eer Verorecber- welt, von Schmidt-Wcipenfels. Diesen schließen sich an: „Die Falsch- vliinzer", aus den Papieren eines Schweizer Criminalbeamten, von E Ärie= ßer, „Der Magister tanzt", von Neumann-Strehla, „Der Fluch einer Mutter", von E. ZonaS u. s. w. u. s. w. Neben den Natnrbildern, den mit so großem Beifalle aufgcnommenen „Aerztlichen Belehrungen" und anderen müructiven und nützlichen Auf. satzen, wird der „Omnibus" sich in Wort und Bild auch der heiteren Seite des Lebens zuwenden, leichte humoristische Produkte für Freunde des Scherzes und einer harmlosen Salyre enthalten, und machen wir auf die schon in den nächsten Nummern erscheinenden „Neuen Guckkastenbilder", von A. Brennglas, besonders aufmerksam. Jede Buchhandlung und jedes Postamt in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz nimmt Bestellung auf den „Omnibus“ an. Preis pr. Quartal 48 kr. Hamburg. Omnibus - Expedition. Benefiz - Concert des akademischen Musikdirectors W. Mickler Samstag den 13. Januar 1866 in der Stadtkirche. Paulus, Oratorium nach Worten der heiligen Schrift für Solostimmen, Chor und großes Orchester componirt von Aelir Mendelssohn-Wartholdy, unter gefälliger Mitwirkung der Fräulein E. Reitz, Hofopernsängerin aus Darmstadt, der Herren A. Peez, Hoffänger aus Darmstadt und (£. Hill fluö Frankfurt, sowie des akademischen Gesangvereins und des hiesigen Orchesters. Anfang präcis zii/2 Uhr. Cnde gegen 7 Uhr. Billets ä 48 fr. und Tert des Oratoriums ä 3 kr. sind in der Buchhandlung bei Ferber und in der Ricker'schen Buchhandlung zu haben. Zur Hauptprobe, welche Samstag Vormittags um 9 Uhr stattfindet, sind ebendaselbst Billets ä 24 kr. zu haben. _________________________(Die Kirche ist geheizt.)___________________(115) 98) Freitag den 12. Januar 186 6. Im Leib schon Saale: Damen - Concert der neuen Musik-Gapelle, unter Direction ihres Capellmeisters, Herrn Adolph Hecker. Programm. Erste Abthcilung. 1) Ouvertüre zur Oper „der schwarze Domino", von Auber. 2) Fantasie aus der Oper „Robert der Teufel", von Meyerbeer. 3) Traumbilder, Fantasie von Lu mb Ye. Zweite Abtheilung. 4) Zum Erstenmal: Ouvertüre zur Oper „die lustigen Weiber von Windsor", von Otto Nicolai. 5) Ständchen von Lachncr, „Starrend vor Frost", Solo für Horn; vor» getragen von Herrn Schwan. 6) Arie aus der Oper „das Nachtlager in Granada", von C. Kreutzer. 7) Zum Erstenmal: Leuchtkugeln, großes Potpourri von E. Bach. „Petition an Regierung und L-iandc. — Revision des Systems. — Vortrag." (81) 106) Drei bis vier im Nähen geübte Mädchen finden dauernde Beschäftigung bei I. Kisseberth. 34 Eine Landapvtheke im Großherzogthum Hessen wird von einem zahlungsfähigen Käufer baldigst zu übernehmen gesucht. Offerten sub L. Z. Nr. 465 an di e Zeitung s» Annoncen.Expedition von G. L. Daube 8$ Gump, in Frankfurt a. M. 41) Ich beehre mich, hiermit die ergebene Anzeige zu machen, daß ich das seither von Herrn Fr. Wilh. Meermann geführte Geschäft in Colonial-Maaren, Hohl- und Tafel- Glas 2C. unterm Heutigen übernommen habe und halte mich hierin, sowie in meinen übrigen Artikeln, be» ftens empfohlen. Grünberg, den 1. Januar 1866. August Peppler. 82) Ein goldener Uhrschlüssel ist gefun» den worden. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 102) Es wird ein fettes circa li/t Ctr. schweres Schwein zu kaufen gesucht. Von wem? sagt d. Red. d. Bltts. 4162) Buchenholz. Asche wird stets gekauft und wird dieselbe auf Verlangen abgeholt. Wilhelm Ockcl. Dritte Abtheilung. 8) Auf Verlangen: Ouvertüre zur Oper „die diebische Elster", von Rossini. 9) Zigeuner-Serenade, von Laade. 10) Nachtgesang im Walde, von Schubert. Anfang präcis bald 8 Uhr. Entrve für Herren 12 kr., für Damen 9 kr., für Kinder 6 kr. Alles übrige ist bekannt. Das Musik-Co mite. Auszuleihen. 36) Ein Capital von 315 ft. liegt in hiesiger Gemeindekasse gegen genügende Vcr- sicherung zu 4 pCt. zum Ausleihen bereit. Naunheim, den 2. Januar 1866. Großherzogliche Bürgermeisterei Naunheim. Kern. Fruchtpreise von nachbenannten Städten und Fruchtmarkten. Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. O r t und Datum. W a i z e n. Korn. Gerste. Hafer. Kartoffeln. Verkauft Mlw MittelPreiS vom Malter. Verkauft Mtttelpreis vom Malter. Verkauft MittelPreiS vom Malter. Verkauft Mittelpreis vom Malter. Verkauft Mittelpreis vom Malter. Pfund JL Mltr. Pfund a. kr. Mltr. Pfund fl. kr. Mitr. Pfund a- kr- Mltr. Pfund a. kr. Gießen, 5. Januar . . . 29 j 200 10 32 29 180 7 31 9 160 6 3 6 120 4 47 200 Grünberg, 6. „ ... 94; 200 10 11 121; 180 7 5 so; 160 6 _ 87j 120 4 35 _ 200 _ _ Mainz, 5. " • • • — 200 10 16 — 180 7 32 — 160 6 25 120 4 55 — 200 2 48 Wtiitl :bht i Ford p’h Anteil 4491 ■Mt i ■3. d. M i«ti die Ihnetun Gietz