li. i«n ?Qo([ »SRatft. ru. heften. Johanne« iabtikni ’Burfltt« r. Am nb Julie neu B-t> Dr. Lail Metzztt- , Heiaiich 23. frbr. Weißdim in Soin, nn @f|tl‘ tmeifter«, -II 2 3. bei iet> :b geflotbtn t-rl W- otleftuilU’ cher E»d"s Ort6. W (i »II« et S-h"i n fflodit ?if<* ibd«« Anztigeblslt für die Stadt und den Kreis Gießen. Erscheint wdchentlick zwei Mal: Mittwseh« und Samüag«. — Prei« dr« Jahrgang« für Enchenntsch« 1 fl. 42 ft., für Auswärtige incl. de« vorschriftsmäßigen Voüaufschlap« 1 fl. 42 fr. — Antwort« abonnftf man sich bei allen >D»tiäm(eni. — 3n Gießen Bei der (SrpcMtion (Eanzieiderg Lit. B. Nr. 1) Jfä 3S Mittwoch den 2 Mai 1866. Amtlicher» Theil. Zu Nr. K. G. 2319. Betreffen-: Die Musterung der Militärpflichtigen vom Jahr 1866. Giessen, am 25. April 1866- Das Großhermögliche Kreisamt Giehen an die GroMrMlichcn Bürgermeistereien des Kreises Die Musterung und Lvosziehung 6er Militärpflichtigen des Jahres 1866, sowie die Prüfung der Ercapitulanten-Einsteher 28., 29. und 30. Mai l I. in loco Gießen vorgenommen und eS sollen den 24. Mai die Militärpflichtigen aus Beuern, Burkhardsfelden, Crumbach, Daubringen, Dorf-Gill, Eberstadt, den Gemeinden: Ettingshausen, Fellingshausen mit dem dazu gehörigen Theil der Bieber, Frankenbach, Garbenteich. den Gemeinden: Königsberg, Lang-GönS, Leihgestern. 23. Mai die Militärpflichtigen aus den Gemeinden: Großen - Buseck, Großen-Linden. 26. Mai die Militärpflichtigen aus Heuchelheim, Holzheim, Klein-Linden, wird im Kreise Gießen den 24., 25., 26., gemustert werden: 1) Donnerstag Albach, Allendorf a. d. Lahn, Allendorf a. d. Lumda, Alten-Buseck, Annerod, Bersrod und Winnerod, 2) Freitag den Gießen, 3) Samstag den Grüningen, Hattenrod, Hausen, Hermannstein, 4) Montag den Lich, , Lollar, Mainzlar, Münster, 5) Dienstag den Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg, * 28. Mai die Militärpflichtigen aus Naunheim, Nieder-Bessingen, Ober-Bessingen, Ober - Hörgern, 29. Mai die Militärpflichtigen aus Steinbach, Trohe, Waldgirmes, den Gemeinden: Oppenrod, Reiskirchen, Rodheim mit dem dazu gehörigen Theil der Bieber. den Gemeinden: Watzenborn und Steinberg, Wieseck. Die Lvosziehung der Militärpflichtigen findet Mittwoch den 30. Mai statt. Vorstehendes wollen Sie in Ihren Gemeinden öffentlich bekannt machen lassen und mit den Militärpflichtigen, von welchen Jeder, der zu Hause sich befindet, einzeln zu laden ist, auf den bezeichneten Musterungs- und Loosungstag Morgens halb acht Uhr pünktlich im Musterungslocal — Rathhaus — sich cinfinden. Die auswärtigen Conscriptionspflichtigen haben Sie, wenn der Ausenthalisvrt derselben bekannt ist und nicht vertreten werden, sofern diese keine Eltern oder Verwandten haben, die sie von der Zeit der diesjährigen Musterung in Kenntniß setzen können, entweder direct zu dieser vorzuladen, oder durch Vermittelung der einschlägigen Behörden laden zu lassen, und daß dieses geschehen sei, der Rekrutirungs'Commission Vorlage zu machen. Weiter bemerken wir: 1) Die Entscheidung über Depotansprüche wird an jedem Musterungstag, gleich nach beendigter Musterung vorgenommen, und es müssen daher die Militärpflichtigen, für welche das Depot angesprochen worden ist, mit den betreffenden Großherzoglicheir Bürgermeistern zur Hand sein. 2) Wird an jedem Tag nach beendigter Musterung das Erkenntniß der Aerzte über die von den Militärpflichtigen angegebenen Fehler, diesen Militärpflicht gen bekannt gemacht, wobei ebenfalls die Gegenwart der betreffenden Bürgermeister nothwcnvig ist, damit sie die nöthigen Einträge in ihre Listen zu machen im Stande sind. 3) Haben diejenigen Militärpflichtigen, Vic an sinnlich oder sofort nicht wahrnehmbaren Fehlern und Gebrechen, wie namentlich Schwerhörigkeit, Kurzsichtigkeit, fallender Sucht, Geistesschwäche, Taubheit ic., leiden, die deshalb von ihnen beizubringenden, so weit als thunlich mit dem Dienstsiegel der betreffenden Beamten zu versehenden stempelfreien Zeugnisse der Kreis- oder praktischen Aerzte, welche sie behandelt haben, der Geistlichen, Lehrer, Gemeinderäthe rc., deren Unterschriften öffentlich beglaubigt sein müssen, schon bei ihrem ersten Erscheinen vor der RekrutirungS-Commission, Vieser vorzulegen. Die Zeug- nisse von Privaten, namentlich diejenigen der Dienst- und Lehrherrn, Meister, Nachbarn u. Vergl. m., können nur dann angenommen und beacht t werden, wenn sie von diesen Personen bei Gericht zu Protokoll gegeben und beeidigt sink. Auch muß die Unbescholtenheit und Glaubwürdigkeit der Zeugen gehörig bescheinigt sein, sowie aus den Zeugnisten der Gemeinde- räthe hervorgehen muß, aus wie vielen Mitgliedern der Gemeinverakh, zu denen auch die Bürgermeister gehören, bestehe. Das letztere haben Sie zu befolgen und weiter bekannt machen zu lassen, daß die oben genannten Gebrechen nur dann Berücksichtigung finden können, wenn die vorgeschriebenen Zeugnisse erbracht werden. Wenn daher Militärpflichtige an einem oder dem andern der obigen Gebrechen leiden, so wollen Sie dafür Sorge tragen, daß die desfalls erforderlichen Zeugnisse erwirkt, und der RekrutirungS-Commission vorgelegt werden. 4) Sollte sich ein Militärpflichtiger in gerichtlicher Haft befinden und nicht gefänglich vorgeführt werden können, so ist von dem betreffenden Gerichte eine Bescheinigung hierüber einzuziehen und der RekrutirungS-Commission vorzulegen. 5) Wenn ein Militärpflichtiger durch Krankheit verhindert ist, so haben Sie eine desfallsige Bescheinigung des Kreis- oder praktischen Arztes einzuholen und der RekrutirungS-Commission zu übergeben. , 6) Befindet sich in einer Gemeinde ein blödsinniger od.r taubstummer Militärpflichtiger, der zur Musterung 1866 gehört, so werden Sie dafür sorgen, daß derselbe jedenfalls anwesend ist und, wenn es nöthig werden sollte, mittelst Fuhre an den Musterungsort gebracht wird, und außerdem haben Sie für solche Militärpflichtige von dem gesammten OrtSvorstand ein Zeugniß, welches Vas angegebene liebel beurkunvet, ausstellen zu lassen und dieses an die RekrutirungS-Commission abzugeben. 7) Die Bertretungs - Urkunden sämmtlicher in der Staatsversicherungs-Anstalt für Stellvertretung im Militärdienst versicherten Conseriptionspflichtigen müssen der RekrutirungS-Commission vorgezeigt werden, weßhalb die Versicherungs-Urkunden derjenigen, welche nicht selbst erscheinen wollen, an Sie abgegeben und von Ihnen der RekrutirungS-Commission vorgeleg» werden können. 8) Die sich angemelvet habenden Exeapitulanten-Einsteher, worüber wir nachstehend ein Verzeichniß beifügen, sind speeiell anzu» weisen, sich an den Tagen, an welchen die Militärpflichtigen gemustert werden, vor dem Beginn dieses Geschäfts zum Zweck ihrer Prüfung und ärztlichen Untersuchung einzufinden. 9) Haben sämmtliche Conseriptionspflichtige, sofern sie nicht schon durch das Gesetz von dem persönlichen Erscheinen bet der Musterung entbunden sind, oder von der RekrutirungS-Commission im Laufe der Musterung definitiv entlassen oder bis zur nächsten Musterung verwiesen worden, mit den Großherzoglichen Bürgermeistern, oder in deren Verhinderung, mit den betreffenden Beigeordneten, wie schon oben bemerkt wurde, don 30. Mai, Morgens präcis halb acht Uhr, zum Loosen sich einzustellen. lieber den Empfang dieses Ausschreibens, sowie darüber, daß Sie die darin gegebenen Aufträge alle gehörig in Ihren Ge- »einden haben bekannt machen lassen, sehen wir Ihren berichtlichen Anzeigen binnen acht Tagen entgegen. In Verhinderung des Kreisratds : Pictsck, RegierungS - Rath. Verzeichnis über diejenigen Ercapitulanten, welche sich zum Einstehen in den Militärdienst im Jahr 1866 angemeldet haben. 1) Jacob Kolmer in Watzenborn. 2) Heinrich Kaiser in Staufenberg. 3) Andreas Zecher daselbst; Aufenthaltsort: Bellnhausen , Kreis Marburg. 4) Ludwig Bernhardt in Großen - Linden. 5) Conrad Hedderich in Htrmannstein. 6) Jost Philipp Hedderich daselbst. 7) Andreas Bernhardt in Waldgirmes. 8) Andreas Schmitt daselbst. 9) Peter Jßheim in Grüningen. 10) . Jacob Böhmer in Heuchelheim. 11) Ludwig Burk in Königsberg. 12) Anton Müller in Lang-Göns. 13) Joh. Georg Bruder in Bellnhausen, Kreis Biedenkopf ; Aufenthaltsort: Braunsteinbergwerk in der Lindener Mark, Bürgermeisterei Großen - Linden. 14) Johs. Roth in Rieder-Bessingen. 15) Philipp Luh in Großen - Linden. 16) Conrad Junker in Beu^n; Aufenthaltsort: Gießen. B e k a n u t m a ch u n g. In dem Landeszuchthause Marienschloß sind 4 Arbeitsaufseher- und eine Krankenwärterstelle zu besetzen. Für erstere werden vorzugsweise gelernte Schreiner, Schuhmacher und Weber gesucht. Der Gebalt beträgt 300 fl. — Wer sich um diese Stellen bewerben will, bat sein Gesuch unter Vorlage der erforderlichen Zeugnisse bei Großherzoglicher LandeSzuchtbaus-Direction unmittelbar einzureichen. Gießen, den 28. April 1866. Großherzogliche Provinzial-Direction Oberhessen. K ü ch l e r. Zu Nr. K. G. 2337. Gießen, am 26. April 1866. Betretend: Die Artikel 213 unv 214 des Polizeistrafgesetzes. Das G r u ß h k r i o g l i ch e K r e i s a m t Gieße« an die Grostherzogiichen Bürgermcistkrcien des Kreises. Mil dem Wegfangen der Jnsecten vertilgenden Vögel wird fortroäbrcnO großer Unfug getrieben. In Folge Verfügung Groß- herzoglichen Ministeriums ves Innern vom 23. 1. MtS. zu Nr. M. b. I. 5655 bringen wir daher Vie darüber sprechenden gesctz. lichen Bestimmungen unter ter Aufforderung zu Ihrer Kenntniß, dieselben in Ihren Gemeinden öffentlich bekannt machen zu lassen und das Aussicbtspersonal, insbcs. die Polizeibicner und Feldschützen anzuweisen, diese Vorschriften gehörig zu überwachen und etwaige Eontraventionen zur Anzeige zu bringen. K ü ch l e r. Art. 213. Wer Vögel derjenigen Arten, deren Einfangcn, Tödten und Verkauf durch Verordnung der Staatsregirrung untersagt worden ist, einfängt, tödtet oder verkauft, ebenso Derjenige, welcher Nester, Eier oder Nestbrut solcher Vögelarten außerhalb der Hofraithen auShebl oder zerstört, wird mit einer Geldbuße von 1 bis 5 fl. bestraft. Art. 214. Das unbefugte Fangen und Tödten solcher Vögelarten, welche einen Gegenstand des Iagdrechts auSmachen, sowie auch das Ausheben oder Zerstören von Nestern, Eiern oder Nestbrut derselben, wird nach den beßfalls bestehenden Vor- schrift bestraft. , Die bestehende Jagdberechtigung auf einzelne Vögelarten soll durch Artikel 213 nicht beschränkt werden. Art. 2 der Verordnung vom 7. April 1837. Es ist ferner verboten das Einfangen und Tödten, sowie der Der- kauf nachstehender Vögelarten: der Würger- oder Neuntödter-Arten, der Kuckuke, Spechte, Spechtmeisen, Wendelhälse, Baumläufer, Wiedehopfe, Nachtigallen, Grasmücken, Fliegenfänger, Bachstelzen, Rothkehlchen, Rolhschwänzchen, sowie überhaupt aller Sänger-,' Meisen- und Schwalbcn-Arten. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß in Folge eines neuerdings getroffenen Abkommens die Italienische Regie- rung die Aushebung der Ursprungszeugnisse für die aus dem Zollverein nach Italien kommenden Maaren angeordnet bat. Gießen, am 28. April 1866. Großherzoglickes Krcisamt Gießen. K ü ch l e r. Bekanntmer chung, die gesetzlichen Forderungen an Sludirende aus dem Winter-Semester 1865/66 betreffend. Die in.diesem Semester entstandenen gesetzlichen Forderungen an Studirenvc müssen bis den 24. d. Mts. mittelst specificirter Rechnungen zur Anzeige gebracht und längstens bis den 5. Mai d. I. geltend gemacht werben, widrigenfalls dieselben -den ihnen durch Art. 136 der Disciplinar-Skatuten zugewiesenen Vorzug verlieren. Gießen, den 7. März 1866. Grvßherzogliches Universität,? - Gericht. H a b e r k o r n. (862) Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen. Edictalladung. j Skjormere Bekünntmachungen ! Langsdorf, Muhl, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. lasserin, unbekannt ist, so werden diese auf- geforbert, so gewiß binnen zwei Monaten, vom ersten Erscheinen gegenwärtiger Bekanntmachung an, sich persönlich oder durch Bevollmächtigte üoer die Gültigkeit des Testaments vorm unterzeichneten Gericht zu erklären, als dasselbe sonst für von ihnen anerkannt gilt und in Vollzug gesetzt wird. Gießen, am 12. April 1866. Großherzvgliches Stadtgericht Gießen. anstatt zu Gießen. 1625) Die nun noch im Pfandhaue befindlichen Pfänder, welche sämmtlich verfallen sind, können noch bis zum 23. Mai ohne Kosten Montags und Mittwochs, Vormittags, eingelöst werden. Gießen, den 25. April 1866. Die provisorische Pfandhaus - Verwaltung. Pimper. Demuth. ihre Stieftochter Maria, Michael Orth's ' Wittwe von Gießen, zur Erbin auf ih,en> Nachlaß eingesetzt. Da der jetzige Aufent- halrsort der gesetzlichen Erben, Katharina,^ Wittwe des Johannes Schupp in England, * und Christine, Ehefrau des Johannes Weil, 2l„ die Schuldner der Pfands in Amerika, zweier Schwestern der Erb- ■ - -- — -Gießen, den 1. Mai 1866. Großherzoglicke Bürgermeisterei Gießen. I. D. c. B.: Ferber, Ir Beigeordneter. 1494) Elisabeth«, geborne Bepplcr aus >1715) Im städtischen Magazin- Großen ° Linden, Wittwe des Schreiners werden Erbsenreiser, zu 24 fr. ! Balthasar Schwan von Gießen, hat durch das Hundert, ausgegeben. Testament vom 30. und 31. Januar v. I. | Versteigerungen. In Sachen des Großherzoglichen Hofgerichts-Avvocaten Briel zu Gießen, Klägers gegen E. W. F er nie zu Gießen, Beklagten. Die Rechnung de 1858, hier die Versteigerung der gepfändeten Werthpapiere betr. 1718) Die ursprünglich auf Dienstag den 24. d. Mts. im Locale des unterzeichneten Gerichts anberaumte, nachher auf Donnerstag den 3. Mai d. I. verlegte Versteigerung von Werthpapieren ist bis auf Weiteres ausgesetzt worden. Gießen, den 30. April 1866. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. ______________Muhl.__________ Arbeitsversteigerung bei der Stadl Gießen. 1673) Die bei der Stadt Gießen nöthigen Arbeiten, als: Maurerarbeit, veranfchl. zu 25 fi. 39 i fr. Schreinerarbeit, „ „ 36,, 20 „ Schlosserarbeit, „ 4 v n 30 „ Weißbinderarbeit, „ II 6 „ 40 „ Chaussirardeit, „ n 6 ii 48 „ Planirarbeit, „ ii 26 „ n Fuhrlohn „ sollen „ 54,, ir Donnerstag den 3. Mai d. I., Vormittags 9 Uhr, in unserem Bureau öffentlich versteigert werden. Gießen, den 26. April 1866. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 1698) Künftigen Montag, den 7. d. MtS., Morgens präcis 9 Uhr, sollen im District „Langberg", am Nonnen- röther Feld anfangend, versteigert werden: 8 Stecken Buchen- und Tannen-Prü- gelholz, 142 Stecken Tannep-Stockholz und 5000 Wellen dergl. Rcisholz. Alsdann nächsten Dienstag, den 8. d. Mts., Morgens präcis 9 Uhr, sollen im District „Münchwald"', auf dem Viehweg am Mankenstrauch zunächst Burk- hardSfelden anfangend, versteigert werden: 6 Stücken Tannen-Prügelholj, 12 „ dergl. Stockholz, 12000 Wellen Buchen- und Tannen-Forst- reiser, auch zu Bohnenstangen geeignet, 1448 sta ke Fichten- und Kicfern-Stangen = 2581 Cubiksuß, und 3400 Kiefern-Bohnenstangen. Lich, am 1. Mai 1866. Fürstliche Oberförsterei Lich. Eigcnbrodt. Holzversteigerung. 1723) Montag den 7. d. Mts., des Morgens um 9 Uhr, soll im Frankenbachcr Gemcindewalde, Dt- stricten Wilsberg und Vichmalswald, nach- verzeichnetes Holz öffentlich versteigert wer- den, als: 130 Stecken Buchen-Scheidholz, 1 „ Eichen- „ 27 „ Buchen-Stockholz, 70 „ Nadel-Durchforstungs-Reisholz, 9 Stämme Eichen-Bauholz, 355 Cubik- fuß enthaltend. Die Zusammenkunft ist im District Wils- 1 berg bei Nr. 1 des Buchen - Scheidholzes. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wirb Zahlungsfrist bis Martinitag d. I. gestattet. Frankenbach, am 1. Mai 1866. ' Großherzogliche Bürgermeisterei Frankenbach. I. Kraft. Lieferung von Kaserne - Reguisilen für das hiesige Militärcommando. 1702) Freitag den 4. Mai, des Vormittags 10 Ubr, soll in meiner Wohnung nachstehender Bedarf an den Wenigstnehmenden versteigert werden, als: 73 Ellen 7/4 Ellen breites Betttücher- Leinwand, 90yt Ellen 1,3/1S breiter Hcffenzwillich, 31(Stien % Ellen breites Handtücher- Leinen und 6 wollene Betttcppiche. Gießen, den 1. Mai 1866. v. Muralt, Major. 1714) Wegen Aufgabe der Oeconomie beabsichtige ich, nächsten Montag, den 7. Mai, Nachmittags 2 Ubr, nachfolgende Gegenstände öffentlich gegen baare Zahlung zu versteigern, als: ein Wagen mit Erndte- und Dung- leitern, zwei Pflüge, wobei ein Wendepflug, eine Egge, eine Brockmaschine, ein Jauche-Faß, eine große Waschbütte, ein Haufen Dünger, Ketten, Zuggeschirre u. A. m. Gießen, den 1. Mai 1866. Andreas M öhl. 1701) Dienstag den 8. Mas, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf nnterzeichnetem Geschäfts-Bureau 1 Korbwägelchen mit starken Achsen, 2 Pferdegeschirre, in sehr gutem Zustande, 2 Sophas, 3 gepolsterte Bänke, 1 Clavier, 3 Scheibenbüchsen, eine Partie kleiner und großer Spiegel, sowie andere Gegenstände, gegen gleich baare Zahlung versteigert. Sämmtliche Gegenstände können täglich eingesehen werden. Das Commissions-Bureau. , C L. Pietsch ll., Liudeuplatz. Feilgebotenes. 1713) Von den Herren Ge- brüder Häckel und Schneider in Leipzig habe ich eine Sendung DiA-Rv-Ino-Lampen erhalten und empfehle namentlich Hängelämpchen, Handlämpchen, Laternenlämpchen, Rachtlichte, Drofchkenlampen ic. zur geneigten Abnahme und erlasse solche zu den Fabrikpreisen. Bemerken will ich noch, daß durch diese Lampen eine große Oelersparniß erzielt wird, indem allabendlich nur für höchstens 2 Pf. consumirt wird. Das betreffende Oel ist bei mir mit Gebrauchsanweisung zu beziehen. Gießen, den 30. April 1866. Earl Faber, SelterSweg. 1437) Ein Canap 6 steht billig zu verkaufen. Wo? sagt die Exp-d. d. Bltts. Grube Nordstern. 1719) In Folge des milden Winters ist noch eine große Quantität vorzüglicher Braunkohlen von der 1865er Formung vor- räthig. Um mit denselben aufzuräumen und , Raum für die neue Formung zu gewinnen, I werden dieselben, so weit Der Vorrath reicht, bis zum 1. August t. I. zu 8 Kreu zer für den Centn er abgegeben. Gegen Bürgschein Credit bis Martini d. I. Hungen, den 30. April 1866. 1707) Schönes Stroh ist zu verkaufen bei__Wild. Löber, Bransgasse. 1700) Ein neues Sommer-Wägelchen, ; auf Druckfedern ruhend, ist zu verkaufen. Bei wem? sagt die Erpcd. d. BlttS. 1641) Eine nußbaumene Wiege ist zu ! verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. i 1531) Einige Malter vorzügliche Kartoffeln sind zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 1 1708) Im Hinterhause des Herrn Ruck- stubl, Neuenweg, sind mehrere Haus- und Küchengerätbe zu verkaufen. • 1589) Auf der Oberförsterei Krofdorf ist ein Wagen ohne Verdeck zu verkaufen. Vcrmiethungen. 1710) Ein möblirtce Zimmer ist zu vermiethen bei Georg ©fieber, । Marklstraße. 1540) Ein möblirtcs Zimmer ist zu vermiethen bei Buchbinder Orth, Kirckenplatz. 1697) Ein kleine- möblirtcS Zimmer ist zu vermietben Lit. B. Nr. 144. 1725) Ein Logis für eine stille Familie ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Wo? sagt die Exped. d. Bllts. 1082) In der Nähe des Brandes ist ein freundliches, gut möblirtes Zimmer zu vermiethen und alsbalr zu beziehen. Bei wem? sagt die Exped. d. BlttS. 1658) Zwei kleine Familienlogis sind zu vermiethen, Tiefcnweg Lit. C Nr. 107. 1386) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen im Darmstädter Haus. 1150) Ein Familienlogis, aus 6 schönen, geräumigen Zimmern, Rüche, Keller, Boden bestehend, ist alsbald zu vermiethen. Näheres bei der Exped. r. BlttS. Vermischte Anzeigen. 1712) Eine auf einer Maschine mit Doppelsteppstich geübte Näherin sucht noch Beschäftigung in und außer dem Hause. Näheres zu erfragen bei Wilhelmine Fuhr, SclterSweg. Für Cigarren- u. Tabaks- Arbeiter. 1711) Sämmtliche Cigarren- und Tabaks- Arbeiter aus der Umgegend von Gießen, d. h. Berheirathete, welche nicht über 45 Jahre alt sink, werken wegen Besprechung einer Wittwenkasse - Errichtung auf nächsten Sonntag, den 6. Mai, Nachmittags 3 Uhr, zu einer Versammlung bei Herrn Marlin Lenz am Markt ciiigelaken. K. H enk el man n. 0 1720) Bei meiner Abreise von hier ° § nach Polen sage ich allen meinen Frcun- A o den und Bekannten ein herzliches Lebe- 8 ö wohl. Gießen, den 1. Mai 1866. H G. Gärtner, I B Schriftsetzer. o Agenten-Gesuch. 1721) Für die Bremer Spiegelglas- Versicherungs - Gesellschaft werden Agenten gegen hohe Provision gesucht. Reslectanten belieben sich zu melden bei rem General- Agenten in Darmstadt G. D. D e ch e r t. 1707) In einer Kreisstadt nächster Nähe wird in ein gutes Eifenwaaren - Geschäft ein Lehrling gesucht. Näheres kurch die . Exped. k. BlttS. 1599) Ein Junge, rcr das Schreinergeschäft erlernen will, kann in die Lehre treten bei Fran; Stroh, Schreinermeister. I Handelsverein G e n e r a l v e r s a m m l u n g Donnerstag den 3. Mai im Gastbof zum Einborn. Tagesordnung: 1) Bericht über die seitherigen Einläufe. 2) Antrag wegen Einführung von Handelsgerichten. 3) Anträge in Betreff des Jahresberichtes pro 1865. Hießener tzoncert-^erein. Sperrsitze. 1716) Die Verloosung der Sperrsitze für das diesmalige Semester findet in üblicher Weise Freitag den 4. Mai, Nachmittags 6 Uhr, im Vorstandszimmer des Clubgebäudes statt. Bestellungen von Einzelplätzen und ganzen Stuhlreihen werden bis zum Vormittage jenes Tages 'entgegen genommen. Die Concertdirection. Aachener und Münchener Fener-Versichcrnngs-Gescllschaft. 1704) Der Geschästsstand der Gesellschaft ergibt sich aus den nachstehenden Resultaten des Rechnungs-Abschlusses für das Jahr 1865: Grundkapital fl. 5,250,000. — Prämien- und Zinsen - Einnahme für 1865 (excl. der Prämien für spätere Jahre) . „ 3,425,686. 32 Prämien - Reserven „ 5,118,319. 5 —ft 13,794,005. 37 Versicherungen in Kraft am Schlüsse des Jahres 1865 „ 1,872,634,026. — Gießen und Lich, den 1. Mai 1866. Fram Peppler 8? Comp. in Gießen, W. Bastert, Steuerpfandmeister daselbst, K. Bolp, Gemeinde-Einnehmer in Lich, __Agenten der Gesellschaft.______________ 1722) Freitag den 4. Mai 1 866. Im Leib scheu Saale: Damen - Coneert der Musik-Kapelle, unter Direction ihres Capellmeisters, Herrn Adolph Hecker. Programm. Erste Abtheilung. 1) Ouvertüre zur Oper „das Thal von Andorra", von Halevy. 2) Introduktion aus der Oper „Zampa", von Herold. 3) Zweites Finale aus der Oper „Lucia von Lammermoor", von Donizetti. Zweite Abtheilung. 4) Zum Erstenmal: Ouvertüre zur Oper „der Schiffbruch der Medusa", von R e i s s i g e r. 5) Scene und Arie für Klarinette, von Bergsohn; vorgetragen von Herrn F r a u n d. ' 6) Zum Erstenmal: Lied ohne Worte, Nr. 13, von F. Mendelssohn- Bartholdy. 7) Oberon's Zauberhorn, große Fantasie über Motive aus Webe r's „Oberon", von W i sprecht. Dritte Abtheilung. 8) Ouvertüre zur Oper „Figaro's Hochzeit", von W. A. Mozart. 9) Pilgerchor und Lied an den Abendstern aus der Oper „Tannhäuser", von R. Wagner. 10) Quadrille über Motive aus Gounot's „Faust", von I. Strauß. Anfang präcis 8 Uhr. Entree für Herren 12 kr., für Damen 9 fr., Kinder 6 fr. Das Musi f - Comile. 1724) Im Darmstadter Haus. Heute, Mittwoch den 2. Mai: Abschieds-Soiree des Sängers und Komikers Ferd. Greif mit Gesellschaft. Anfang halb 8 Uhr. N. B. Ganz neues und interessantes Programm. _______________ I Die Union, allgemeine deutsche Hagel-BersicherungS-Gesellschaft. Grundkapital 3 Millionen Thater, wovon .... Thlr. 2,509,500 in Actien emittirt sind. Reserven ult. 1865 „ 336,892. Thlr. 2,846,392. Diese Gesellschaft versichert Bodenerzeugnisse aller Art gegen Hagelschaden zu festen Prämien ohne Nachschußzahlung. Jede Auskunft über dieselbe wird ertheilt und Versicherungen werben vermittelt durch die unterzeichneten Agenten, welche gleichzeitig Agenten der Aachener und Münchener Feuer-BersicherungS-Gesellschaft sind, die mit der Union in engier 35er- bindung steht. Gießen und Lich, den 1. Mai 1866. Franz Peppler Sf Comp. in Gießen, K. Volp, Gemeinde-Einnehmer in Lich. - ___________________________Agenten der Gesellschaft. Rommel, sehet unö 3S)r merktet stamieilkt den ineitschsicheu Zeifl limiimöern. 1717) Eine merkwürdige Uhr ist.Donnerstag den 3., Freitag den 4., Samstag den 5. und Sonntag den 6. Mai im Pro nt en ad oh aus dahier zur Ansicht eines Jbven auf^esteitt. Diese Uhr nimmt einen Raum ein von 200 Cnüikfuß und wiegt 15 Centn er. toic zeigt an die Sccun- den, Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Monate und schreibt von selbst mit jedem neuen Jahre eine andere Jahreszahl und alle 4 Jahre eine andere Schaltjahreszahl. Die Zahl 1 ist die erste und bic Zahl 9,999 ist die letzte Jahreszahl, welche die Uhr zu schreiben im Stande ist. Als Schaltjahreszahl ist die Zahl 4 die erste und 9,996 die letzte. Demnach zeigt diese Uhr alles Obengenannte richtig.an, dis das Jahr 10,000 erfolgt. Dann erst must der Mechanismus verändert werden. Ferner sinv an dieser Uhr 122 verschiedene Figuren durchgehends von V2 Fuß Höhe angebracht, welche sich zu ver'chie- dcnen Zeiten bewegen, wodurch sic das menschliche Leben und die Zeit verstnnbilden; wie zum Bc.ipie. 1) Der Minutcnschläger. Er schlägt bei jeder "60. Secllnde einmal mit dem Hammer an die Glocke, also in der Stunde 60 mal. 2) Der Viertelschläger. Er schlägt bei jeder 15. Minute das betreffende Viertel der Stunde ebenfalls mit dem Hammer an der Glocke an. 3) Der Genius. Er zeigt auf einer sich umdrehenden Scheibe stets däs richtig geschlagene 'Viertel an. 4) Die 4 Menschenalter; Kind, Jüngling, Mann und Greis. Bei dem 1. Viertel erscheint das Kind. Es bleibt 15 Minuten nchtbar, worauf es verschwindet und der Jüngling hervorkömme. Ebenso erscheint bei dem 3. Viertel der Mann und bei dem 4. der Greis. 5) Der Tod. Diese Figur, förmlich den Tod vorstellend, schlägt nach dem Erscheinen des Greises die volle Stunde aus. 6) Der Schutzengel. Er beschützt das Kind, den Jüngling und Mann vor dem Ausschlagen des Todes durch ein Aufheben der rechten Hand in sinnbildlicher Beziehung. 7) Die 12 Apostel. Deren bei jedem Stundenschlage einer hervortritt, bis bei der 12. Stunde alle 12 nach einander erscheinen. 8) Eine Figur, Christus vorstellend, thut bei dem Vorüberztehen der Aposteln jeden einzelnen mit beiden Händen einmal segnen. 9) Der Glöckner und der Greis. Des Morgens, Mittags und Abends läutet der Glöckner die Betglocke, wobei der Greis mit gefalteten Händen aus seine Kniee niedersinkt. 10) Die große Musikuhr, welche durch eine Figur, einen Italiener verstellend, alle 6 Stunden in Bewegung gesetzt wird und 12 laute kräftige Stücke spielt. 11) Die 7 heidnischen Götzenbildnisse, deren je eines um 12 Uhr Mitternacht erscheint und 24 Stunden lang den betreffenden Tag verstellt, weil von diesen Bildnissen die Namen der Wochentage abstammcn. 12) Die 12 himmlischen Zeichen. Als da sind : Widder, Stier, Zwillinge, Krebs u. s. w., von welchen mit jedem neuen Monat eines erscheinet und erst im folgenden Monat verschwindet. 13) Die vier Jahreszeiten : Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Am 21. März, des Nachts um 12 Uhr, erscheint der Frühling als Gärtner mit einer Spate und einem Blumenstrauß. Er bleibt sichtbar bis zum 21. Juni, dann kommt der Sommer als Landmann mit Sense und Rechen. Auf dieselbe Weise kommt am 21. September der Herbst als Winzer mit Traube und Wcinkorb, und am 21. Dc- cember der Mann mit dem Pelzmantel. 14) Das ganze Leiden Jesu Christi, in 14 Bildnissen dar- gestellt , von denen mit jedem neuen Tage, bei dem Schlage 12 des Mittags abwechselnd 2 andere erscheinen. Auch ist an dieser Uhr die Umdrehung der Erd - und Mondkugcl angebracht. Die Mond- kugcl dreht sich alle 12 Monate 13 mal um sich selbst, wodurch sic stets auf's Genaueste die verschiedenen Lichtgcstaltcn des Mondes hcrvorbringt. Die Erdkugel dreht sich alle 24 Stunden einmal um lich selbst, wodurch man mit Bestimmtheit die richtige Tageszeit um den ganzen Erdball herum angeben kann. Diese Kunstuhr zählt 265 Räder ohne alle Getriebe, geht durch einen Perpendickel und 12 Gewichte, von welchen auf 5 Fuß Fall das erste nach 8 Tagen und das 12. nach 1000 Jahren einmal aufgezogen wird. Sämmtliche Beweise werden den geehrten Besuchern geliefert und alle Bewegungen genau erklärt Die Erklärungen finden statt : Nachmittags 3, 5 und 8>) Uhr. Die Eintrittspreise sind : Zum Sitzen 12 kr. und zum Stehen 9 fr. Kinder bezahlen die Hälfte. Cs ladet zu recht zahlreichem Besuche ein : der Erfinder und Verfertiger Christian Martin. 1650) Eine kleine Wohnung ist zu vermieth-n Löwengasse Lit. E. Nr. 78. 1468) Gesucht wird ein gesitteter Junge, welcher das Satt- lergeschätt zu crlrrnen wünsch!. Näßeres bei Cer Exped. C. Bltts. 1699) Unserem lieben W ilhela» ■O......z zu (einem gestrigen 28. Geburtslage ein dreifach connernCee Hoch !!!!! C. D. F. 8. J. ß. ___________C. B. H. C R. A. W. 1706) Es werden einige neue oder gut erhaltene alte Bettladen zu kaufen gesucht Vit. B. Nr. 72, Neuenbäuen. 1611) Em Laufmädchen wird bis zum 1. Mai gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Versendung der 3(ar(s6aöer imtüilidjcii Mineralwässer. 1347) Die nicht selten an das Wunderbare grenzende Heilkraft des Mineralwassers von Karlsbad ist zu bekannt, als daß es noch nöthig märe, selbes anzupreisen. Es ist dies eine durch die Erfahrung mehrerer Jahrhunderte erwiesene Thaisachc. Bei weichen Krankheitsfällen dnses anzuwenden, oder wo nach ärztlichem Ausdruck „Karlsbad ailgezcigt fei," wurde in einer eigenen Broschüre, von Herrn Dr. Männl verfaßt , bündig dargethan. Dieselbe steht Jedem auf Verlangen gratis und franko zur Bersügung. Lersendbar sind alle Quellen von Karlsbad, jedoch werden der Mühlbrunn, Schloßbrunn und Sprudel in ganzen und halben Flaschen am stärksten versendet. Alle Bestellungen auf Mineralwasser , Sprudelsalz, Sprudelseife und Sprudelzeltchen werden pünktlichst effeftuirt durch eie Depots in jeder größeren L-tadt und direkt durch die Brunncii-Bcrsendungs- dircktiou Knoll & Mattoni in Karlsbad (Böhmen).___ 1696) Nr. 133 hat die große und Nr. 77 die kleine Scheere gewonnen. Schmidt, Polizeidiener. 1702) Ein tüchtiger Pferdeknecht sucht Stelle durch das Commissions-Bureau von _______________C. L. Pietsch H. 1653) Einige junge Leute können gründlichen Unterricht in der „englischen" Sprache erhalten. Besondere Aufmerksamkeit ist dem amerikanischen Sprachgebrauch und der Aussprache geschenkt. Näheres bei der Exped. c. Bltts. 1547) Einen Lehrling sucht Louis Frohnhäuser. Z Ambulatorische Klinik für Augenkranke täglich von 4 5*/2 Uhr Nachmittags in meiner Wohnung (M ö h l'scher Garten am SeltcrSthor). Arme erhallen Behandlung und Arznei-Mitiel unentgeldlich. Außerdem habe ich noch Vormittags von y,ll —12 Uhr Sprechstunde. Professor Dr. Gerold. Geschäsls - Empfehlung. 1703) Einem hiesigen und auswärtigen Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich dahier ein ! 1688) Ein junger Dachshund, womöglich > von gelber Farbe, wird zu kaufen gesucht. ! Von wem? sagt die Expev. d. BlttS. 1656) Ein Junge, der das Schuh, machergeschäft erlernen will, kann in die Lehre treten bei Th. Schneider.- 1691) Auf der Baustelle neben Herrn Daniel Wirth kann Schutt abgeladen w.erdcn, und wird für den einspännigen Wagen 6 fr., für den zweispännigen 9 kr. vergütet. In Auftrag: Maurermeister Haubach. 1629) Meine Bettfedern-Reinigungs- ernchtet habe und halte ich mich in allen in diesem Geschäft vorkommcnden Arbeiten, Maschine bringe ich hiermit in empfehlende unser Zusicherung reeller Bedienung, bestens empfohlen. ! Erinnerung, mit dem Bemerken, daß ich Meine Wohnung befindet sich vorläufig noch im Hause meiner Schwiegermutter, auch das Waschen der betreffenden Bettung Georg Wittich Witwe, in der Neustadt Lit. D. Nr. 89. j übernehme. Henriette Tippel, Gießen, im April 1866. Gustav Rühl. i gegenüber dem Gesellschaftsbause. Aufruf zur Gründung einec unter dem Proiecloral I. K. H. der Prinzessin Ludwig von Hessen stehenden Anstalt für blödsinnige Kinder im Großherzogthum Hessen. Darmstadt, 24. März 1866. Wenn wir mit den folgenden Worten es wagen, vor die Bewohner unseres Großherzogthums hinzutreten, um ihr Wohlwollen und ihre Mithülfe zur Gründung einer neuen Wohl- thätigkeits-Anstalt in Anspruch zu nehmen, so geschieht dies im Hinblick auf die bewährte unerfchöpstiche Mildthätigkeit unserer Mitbürger bei alle» Fällen wahrer Roth und Hülfsbedürftiqkeit, mrd weiterhin mit Rücksicht auf die klägliche Lage der elenden Geschöpfe, für die wir heute das öffentliche Interesse erregen möchten. ° Scho» hat Hr. Diaconus Engel in Erbach durch Wort und Lichrift auf die Noth der Blödsinnigen in nnserem Lande hingewiesen, und einen Hülferuf erhoben für Diejenigen, die selbst um Hülfe nicht rufen können. Um das Bcdürfniß zu einer Blödsinnigen-Anstalt nachzu- welfen, genügt es, einen Blick auf die Anzahl blödsinniger Menschen in unserem Lande zu werfen. Provinzen und Kreise 1. Starkenburg : Anzabl der Unter je 10,000 Personen Blödsinnigen befinden sich Blödsinnige Darmstadt . 25 4 Bensheim . 28 10 Dieburg 65 13 Erbach 26 11 Groß-Gerau 35 12 Heppenheim 27 11 Lindenfels . 58 17 Neustadt 12 7 Offenbach . ‘55 10 Wimpfen . 11 29 Provinz Starkenburg . 2. Oberhessen : 342 10 Gießen 25 6 Alsfeld 22 7 Biedenkopf. 27 8 Büdingen . 16 9 Friedberg . 25 7 Grünberg . 17 10 Lauterbach . 22 8 Nidda 32 10 Schotten . 10 5 Vilbel 14 6 Vöhl .... 4 7 Provinz Oberhessen 214 7 3. Rheinhessen : Mainz . 45 8 Alzei . 29 8 Bingen 22 7 Oppenheim 31 7 Worms 27 5 Provinz Rheinhessen 154 7 Im ganzen Großherzogthum 710 8 Alle diese Armen sind bis jetzt ohne einen Versuch zur Heilung und Erziehung geblieben. In dieser Sorge haben wir uns von unseren Nachbarländern überflügeln lasten, denn es besteht in Deutschland eine große Menge Heilanstalten für blödsinnige Kinder, alle begründet durch öffentliche, freiwillige Beiträge. Darum ist es auch für uns hohe Zeit, diesen Unglücklichen die helfende Hand zu reichen. Wohl ist es von vornherein gut, sich über das Maß der erreichbaren Resultate in solchen Austalteii klar zu machen, und sich keiner Täuschung hinzugeben; man wird aus einem blödsinnigen Kinde nimmermehr einen vollkommen geisteskräftigen Menschen erziehen, aber die Erfahrungen der letzten 30 Jahre haben gezeigt, daß solche Kinder unter sorgfältiger ärztlicher und hygienischer Pflege zu einer merklichen Kräftigung ihres ganzen Organismus gelangen. Es gelingt, sie zur Ordnung und Reinlichkeit zu erziehen, sie verlieren ihre oft höchst widerlichen Gewohnheiten und Unarten und werden dadurch von der sonst oft das ganze Leben hindurch nothwendigen Pflege und Wartung unabhängiger. Viele von Denen, welche, obwohl sie hören, bis dahin stumm waren, lernen sprechen und eignen sich die Gegenstände des Elementarunterrichts (Schreiben, Lesen) an. Bis zu einem gewissen Maße werden sie befähigt zu religiösen Begriffen, zu den Gefühlen von Dankbarkeit und Liebe. Greifbarer sind die Resultate in praktischer Beziebnng, indem manche Blödsinnige es bis zur Erlernung eines Handwerkes, der Schuhmacherei, Weberei, Korbmacherei gebracht haben, wenn auch nicht bis zur späteren selbstständigen Ausübung eines Geschäftes. Trotzdem müssen diese kargen Erfolge der Jdioten-Anstalt höchst segensreich genannt werden, wenn in Erwägung gezogen wird, welches Loos der geistesschwachen Kinder ohne den Bei- Druck und Verlag der Brüh loschen Univ.-Bucb- und Steindruckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Städten und Fruchtmärkten von stand der Anstalt wartet. Ihren, meistens armen Eltern, stnd ste eine namenlose Last, für ihre Umgebung sind ste ein Gegenstand des Abscheus, oft selbst des rohen Spottes, von den Irrenanstalten werden sie zurückgewiesen, von den Schulen imd Wohlthätigkeits-Anstalten sind sie regelmäßig ausgeschlossen, ^o verfallen sie meistens einer vollkommenen Verwahrlosung und enden ihr trauriges Dasein im Armenhause ober am Heerde ihres Pflegers, dem die Gemeinde widerstrebend einen niedrigen Preis für dürftigen Unterhalt zahlt. So bilden sie den elendsten und ärmsten Theil unserer Armen. .... Hiernach kann es nicht zweifelhaft sein, daß das rege gewordene Mitgefühl für die armen Idioten ein gerechtfertigtes ist. Die Endesunterzeichneten sind deßwegen znsammengetreten, nur die Gründung eines Vereins in unserem Großherzogthum anzuregen, welcher sich zur Aufgabe macht, durch Sammlung einmaliger oder wiederkehrender Gaben die Mittel herbeizn- schaffen, eine Jdioten-Austalt zu gründen. ou diesem- Zwecke soll der Verein Zweig-Vereine i,nd insbesondere Frauen-Vereine stiften, um dein guten Werke Freunde zu ^e™^nii3(ic()e Hoheit, die Prinzessin Ludwig, hat huldreichst das Protectorat der zu gründenden Anstalt zu übernehmen geruht. Damit aber keine Zweifel entstehen können über den Geist, in dem die Anstalt gegründet werden soll, so mögen die leitenden Bestimmungen derselben gleich hier ausgesprochen werden.ib nQ(t ^ll ein Werk sein allgemeiner Menschenliebe, zu dem sich Glieder aller Glaubensbekenntnisse vereinigen, deswegen wird dieselbe keiner einzelnen confessionellen Richtung an gehör en. Selbstverständlich begründet das religiöse Be- ken'.itniß für die Aufnahme der Kranken keinen Unterschied, jn den Fällen, in welchen der Zustand eines Pfleglings es gestattet, wird für das religiöse Bedürfniß nach dem Bekenntnisse, dem er angehört, gesorgt werden. Den alljährlichen Gcneralversammlnngen des Vereins bleibt es Vorbehalten, die Gründung und Unterhaltung der Anstalt diesen Grundsätzen geinäß, durchzuführen. Es wird zunächst zu diesem Zweck der ersten General- versanimlnng ein, den hier ,ausgesprochenen Grundsätzen entsprechender Statuten-Entwnrf, zur Berathung und Beschluh- fasiung vorgelegt werden. Diese Generalversammlung hat auch an die Stelle des gegenwärtigen provisorischen Comitv's einen definitiven Verwaltungsrath znr Leitung der Anstalt zu erwählen. Stimmrecht auf dieser Generalversammlung haben i Personen, die mindestens zwei Gulden jährlichen Beitrag zahl Einstweilen haben die am 17. März versammelt gewest Endesunterzeichneten einen provisorischen Ausschuß, besteh aus den Herren ; v. Bechtold, Geheimer -Staats - Rath, erster Präside E i g e n b r o d t, Dr. med.; Gerschl a n e r, Kaufmann, Rechn Köhler!., Hofger.-Advokat, Schriftführer; Weber, C, Dr. med. und v. Willi ch, Provinzial Directvr, Vicepräsid gewählt. Dieser provisorische Ansschuß wird bis zur eh ordentlichen Generalversammlung alle Vorbereitung zur Gr' düng der Anstalt treffen und die Gelder verwalten. So möge denn dieser Aufruf hinauswandern in Stadt i Land, mitleidige Herzen zu rühren, und werkthätige Hülfe i zu bringen. v. Bechtold, Geheimer Staatsrat!) in Darmsts Dr. Diegel, Professor in Friedberg. Dr. Eigenb re in Darmstadt. Dr. F. L. Feist, Mediciualrath in Md Ferber, Beigeordneter in Gießen. Goldschmidt, 8 pold, in Mainz. George, Abgeordneter in Büdeshe Gerschlauer, Carl, in Darmstadt. Kohler I., i gerichts-Advokat in Darmstadt. Ludwig, Director Irrenanstalt in Heppenheim. Möser, Georg Sohn, Darmstadt. Pfalz, Henry, in Offenbach. Racke, ’ geordneter in Mainz. Dr. Seel, Pfarrer in Seitz, Professor m Gießen. Schreger, Jnwelier Darmstadt. Dr. Weber, Carl, in Darmstadt, v. WilVv Provinzial-Director in Darmstadt. Wolfskehl, Otto, Darmstadt. Alimcrkuna. Die in der Eomitösitzung nicht anwesenden Herren Hofprcl Simon in Michelstadt, KrciSasscssor Röm Held m Lindenfels Gutsbesitzer Möller in Lauterbach haben ihre Unterschrift zur noch nicht eingesendet. Der obenstehcnde Aufruf ist in einer am 17. März gehal Comitesitzung berathcn und einstimmig angenommen worden, tzr Dlakonus. Engel in Erbach war zu dieser Sitzung ringel worden, batte indessen sein Nichterscheinen durch Unwohlsein ent viaen lassen. Mittlerweile hat Hr. Enget in der Darmstadter Z«i und den Hessischen Lolksblätteru einseitig eine Betanntmachung -rl« aus welcher hervorgeht, doch derselbe sich von uns getrennt hat, worin er die Eröffnung einer spceisisch konfessionell geleiteten Ar verkündigt, während wir eine WohlthätigkertL-Anstalt gründen w oie keiner konfessionellen Richtung angehört. W a i z e n. Korn. G e r Hafer. Kartoffel Ort und Datum. - ■ — Mittelprei» vom Malter.____ Verkauft MtrI Mitteln, vom Malter Pfund 9- Verkauft MitteipretS vom Malter. Verkauft Mittelpreis vom Malter. Verkauft Mrttelprew vom Matter. Verkauft Mltr. Pfund st- Ft. Mltr/ Pfund st. fr. Mltr. Pfund st- fr. Mltr. Vfund tr. Gießen, 27. April . . . Grünberg, 28. „ ... Mainz, 27. „ ... 10 128 200 200 200 10 10 10 55 45 55 10 67- 180 180 180 7 7 7 35 14 35 12 88 J 160 160 160 6 6 6 45 18 45 15 103 120 120 120 5 5 5 5 14 5 22 1 200 200 200 1 St geeint «Mm X. 8* ZU llr., Belaß Nach Rebißon t» baumeister- mthalteneii Da d-r gedacht stützen. 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