3iiji'iiicbldtl für die Stadt und den Kreis Giessen. Hö 63. Mittwoch den 9. August 1863 Flcichpreise vom 9. August 1865 an: 1 Pfund Schweinefleisch 14 fr. Amtlicher T h e i l. Jnstvnetion für die Schlachtvieh- und Fleisch-Beschauern b) d) <0 f) (Fortsetzung). - 5 Schlachtvieh, an welchem Vie Fleischbcschauer bei der äußeren Besichtigung eine der oben angegebenen krankhaften Zu- stände wah'rnehmm, oder sonst etwas Regelwidriges entdecken, darf nicht zum Schlachten zugelassen werden.*) Namentlich darf nicht geschlachtet werden: durch Treiben abgemattetcs Weh, besonders wenn solches nicht gehörig gehen kann; Thiere, welche durch Hetzen Fieber haben, in welchem Falle mit dem Schlachten gewartet werden muß, bis das Freber vorüber ist, und sich der vollkommen gesunde Zustand wieder eingestellt hat; Schlachtvieh, welches auffallend kalte Ohren, Maul und Nase hat, bei welchem die Augen glanzlos, matt, in dre Augen- bohle zurückgezogen, oder gar starr blickend sind, bei welchem die Haut auf dem Körper fest aufliegt und ein schuppiges Ansehen hat, vie Haare glanzlos und struppig erscheinen, wenn sich Geschwülste, Blattern ober Grind am Kopfe, Leibe, Hals im Maul, an der Zunge und dem Euter befindcn; ferner Schlachtvieh, an welchem sich beschwerliches, stärkeres Athmen, Husten, Keuchen, Stöhnen und Geifern wahrnchmen läßt, bei welchem Maul und Nase heiß und trocken oder mit zähem Schleime belegt erscheinen; Vieh, waches nicht frißt (Rindvieh, welches nicht wiederkäut), lahm geht, und bet welchem sich an den Klauen Gc- schwüre finden: wenn ter Mistabgang fehlt, zu trocken ober wässerig und übelriechend ift; Schaafvieh, welches die Wolle leicht ausgehen läßt; Grind, Pocken oder Blattern auf der Haut hat und an den inneren Auqenliebern und dem Maul auffallend gelb aussieht. §. 6. Nach dem Schlachten werben bie Fleischbeschauer Abweichungen von dem gesunden Zustande durch Vas Vorhandensein solaenvcr Veränderungen unv Erscheinungen zu erkennen vermögen: Das Blut kranker Thiere ist entweder dick, dunkel, oft selbst schwarz, oder es ist zu dünn, wässerig und bleichroth. Zwischen Haut und Fleisch finden sich sülzige, wässerige Ergießungen, Flecken, Geschwülste, Beulen, Blattern von rother, blauer oder gar schwarzer Farbe Das Fleisch selbst ist blaß oder dunkelroth. Im Rachen, auf der Zunge, an Lungen unv Leber, Milz, Nieren und andern Einaeweiden zeigen sieb Vereiterungen, stinkende Jauche, Beulen, Geschwülste, Geschwüre, Knoten, Blattern und Brandstellen. 9 Cer Brust- und Bauchhöhle finden sich Wasser- und Blutergießungen, die Gallenblase ist mit verdorbener Galle über- füllt, bie Mägen und Därme sind mit brandigen, schwarzen Flecken besetzt. , , Nach dem Vorfinden irgend einer solchen krankhaften Erscheinung ist vasFleisch für ungenießbar zu erklären und zu verscharren oder im Falle einer Reclamation bis zur Entscheidung durch bie Polizcibehörbe in polizeiliche Verwahrung zu nehmen. ) gtrt Q17 ftfptfrfifipfciiaut'r ein Stück Pieh für ungesund erklärt und erkannt, daß das Fleisch davon nicht verkauft oder genoslen werden ' dürfe so ÄffläÄ« Stmfe von drei bis fünfen Gulden, das Schlachten des Viehs zum Zwecke des Verkaufs und Genusses des Fleisches davon -u unterlassen und das etwa bereits geschlachtete Vieh nach Vorschrift der Artikel 299 w. zu verscharren. Wer das für schädlich erklärte Fleisch von solchem Vieh verkauft oder überhaupt an Dritte verabiolgt, oder solche davon genießen laßt, ver- T'allt ‘ b'C**) Art. 311. Wer zu Lebensmitteln (Eß- und Trinkwaaren), welche zum Verkaufe bestimmt lind g280 beimischt, oder bei Bereitung der ersteren unterläßt, solche davon zu entfernen, w.rd, insoweit nicht der Thatbrstand des ,m Art. 280 deö Strafgesetzbuchs bezeichneten Vergehens vorliegt, oder die Handlung nicht m ein bestimmtes anderes schweres Verbrechen übergeht, neben der Wegnahme der Waare mit Geldbuße von drei bis fünfzig Gulden oder Gefangniß von drei Lagen bis zu vier **) Art. 299. Wenn ein Stück^Vieh (Rindvieh, Pferde, Esel, Schweine, Schaafe, Ziegen) gefallen (verendet) oder getvdtet worden und das Fleisch davon an sich ungenießbar oder für ungenießbar erklärt worden ist, so ist dessen Eig-nthumer, bei Vermeidung einer Strafe von dreißig Kreuzern bis 5 Gulden, verpflichtet, innerhalb'sechs Stunden bei warmer und innerhalb zwölf Stunden bei kalter Witterung nach dem Vmnden odn nach vollzogener Tödtung eines solchen Stück Viehs, davon dem W-senmeister, oder wo em solcher nicht vorhanden, dem m.t dessen Geschäften von ,° sr&’rtSSä *.»•» bei Vermeidung einer Strafe von drei bis zehn Gulden. §• 7; Zur Zeit allgemein herrschender Thierkrankheiten sollen die Fleischbeschauer ihre Aufmerksamkeit verdoppeln und sich besonders mit den Erscheinungen solcher Krankheiten bekannt machen. Die häufig vorkommenden Krankheiten sind: a) beim Rindvieh: Milzbrand, Lungenseuche, Maul- und Klauenseuche. — Milzbrand, der sich durch kheerartiue Beschaffenheit des Blutes, durch Vergrößerung und Erweichung von Leber und Milz, Blutstockung und Ergießung in Gehirn, Lungen und Untcrlcibsorgane, durch Geschwülste mit gelbsulzigem Inhalte an verschiedenen Stellen des Körpers kenntlich macht sowie em hoher Grad von Lungenseuche, bei welchem sich bereits Verhärtungen, Vergrößerungen und Vereiterungen der Lunge, marmorirtes Aussehen der Lungensubstanz, Ausschwitzungen in der Brusthöhle und auf dem Lungenfcll gebildet Haven machen das Fleisch vollständig ungenießbar, Maul- und Klauenseuche nur in den Fällen, wo größere Geschwüre auf der inneren Maulhaut oder an den Klauen sich befinden, oder in Brust oder Unterleib Waffererqüffe oder Vereiterungen bei stcht- barer Abmagerung vorgefundcn werden; J b) be‘Blasenwürmer, Drehkrankheit, Räude, Pocken, Faulung der Lunge und Leber, Egelkrankheit, Gelbund Wassersucht, lassen in höheren Graden, wenn ein großer Theil der äußeren Haut von Wolle entblößt und mit Ausschlag bedeckt, wenn die mneren Eingeweide der Brust und des Unterleibs erweicht, vereitert und wassersüchtige Erscheinungen Vorbau- den sind, das Fleisch ungenießbar erscheinen; außer diesen Erscheinungen allgemeiner Erkrankungen findet man insbesondere bei der Blasenwurmkrankhett in der Schadelhöhle kleinere und größere, mit klarer Flüssigkeit erfüllte Blasen mit kleinen weiß- üchen Wurmkorperchen mit einem Hakenkranze versehen und etwa 2 Linien lang, und bei der Egelkrankhcit innerhalb der Gallengange und der Leber oft eine große Anzahl von Würmern von verschiedener Größe und Farbe, theils kaum linienbreit we.ß, braunroth oder grünlich, theils 3-4 Linien breit und 1 Zoll lang, wellenförmig gerändert, blattförmig und von Galle gefärbt. Dieselhen sitzen mitunter haufenweise zusammen, kriechen aus den geöffneten Gallenqänqen hervor sterben aber bald an der Luft ab. ___________________________________________ ' (Schluß folgt). Polizeiliche Bekanntmachungen. . Vor mehreren Wochen wurde eine weiße gehäkelte Bettdecke ausgespielt und die Nr. 35 hat sie gewonnen Man weiß aber nicht, wer dieses LooS gekauft, indem der Abnehmer desselben nur die Anfangsbuchstaben seines Namens — F W — in die Liste eingeschrieben hat. -$er Kä"^r jener Nummer wird daher aufgefordert, sich binnen 3 Wochen anzumelden, widrigenfalls nach Ablauf dieser Frist über die Decke anderweit verfügt werben wirb. Gießen, den 8. August 1865. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstabt Gießen. Nover. Nachdem man wahrgenommen, daß in die Gräben der neuen, vom ehemaligen Iunker'schen Hause nach der Promenade füh- renden Straße Schutt nicdergelegt worden ist, wird bekannt gemacht, daß dies nach Art. 120 des Polizeistrafaesetzes bei einer Strafe von 30 fr. bis 10 fl. untersagt ist. Das Vieh treiben über den Asterweg ist nach Art. 104 des Polizeistrafgesetzes bei einer Strafe bis zu 5 fl. verboten. Gießen, den 8. August 1865. Großherzogliche Polizcivcrwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. Gerichtliche und Privat-Bekanntmachung (Sbictallabungcn. k 2403) Großherzogliches Hofgericht dahier hat über da« um 221 fl. 24 fr. über- schuldete Vermögen des flüchtig gewordenen Heinrich Hirschfeld, Schlosser und Mechanikus dahier, den förmlichen Eon- curSprozcß erkannt. Es werden daher alle Diejenigen, welche Ansprüche an das ge- dachte Vermögen zu bilden vermeinen, hiermit aufgefordert, solche so gewiß im Termin Freitag den 8. September d. I., Vormittags 10 Uhr, bei uns anzumelden, zu begründen und etwaige Vorzugsrechte geltend zu machen, als sic sonst ohne ein besonders zu erlassendes Präclusiv-Decret ausgeschlossen werden, aus der EoneurSmassc keine Befriedigung zu erwarten haben. Zn diesem Termin soll zugleich die Güte angelegentlichst versucht, ein Gläubigerausschuß ernannt und Massecurator bestellt werden, wobei die nicht erschienenen Gläubiger als den Be- schlüffen der Mehrheit der erschienenen Gläubiger beigetreten angesehen werden. Heinrich Hirschfeld selbst wird, unter Benachrichtigung von der über sein Vcr-1 mögen erfolgten Concurserkennung, aufge- forbert, in dem genannten Termin so gewiß etwaige Einreden hiergegen vorzubringen und überhaupt sein Interesse den Gläubigern gegenüber zu wahren, als er sonst mit Ein- reden gegen das eingeleitete Verfahren aus- geschlossen werde. Gießen, am 5. Juli 1865. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, v. RotSmann, Stadtrichter. Stadtger. - Assessor. 2098) Am 1. Februar 1858 starb da- hier Eduard Kaufmann Worms mit Hinterlassung eines Testamentes vom 22. Januar 1857, sowie eines Nachirags zu demselben vom 20. Januar 1858 und bestimmte in diesen letztwilligen Verfügungen unter Anderem, daß sein Schwager Isaac! Hanau, mit welchem er gemeinschaftlich! eine Lichter- und Seifenfabrik betrieben, der alleinige Erbe und Besitzer aller zu dieser Fabrik gehörigen VermögenStheile, insbesondere also der dazu gehörigen Liegenschaften werden und bleiben solle. Zu den en. Testamentserbcn des genannten Eduard Kaufmann Worms gehört auch sein Bruder Hermann Kaufmann Worms von hier, der zur Zeit des Todes des ersteren schon längere Zeit nach Amerika ausgewandert war, ohne daß bis jetzt dessen Aufenthalt von Isaac Hanau hätte ermittelt werden können. Auf Antrag des letzteren wird nun genannter Hermann Kaufmann Worms hier- mit öffentlich aufgefordert, so gewiß binnen drei Monaten, vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung in öffentlichen Blättern an gerechnet, be- gründeten Einwand gegen das Verlangen des Isaac Hanau von hier, als alleiniger Eigenthümer besagter Liegenschaften in das Mutationsverzeichniß eingetragen zu werden, bei unterzeichnetem Gerichte vorzubrin- gen, als sonst er damit ausgeschlossen und der EigenthumSeintrag auf Grund der Art. 11 und 12 des Gesetzes von 21. Fe- bruar 1852 sofort vollzogen werden würde. Gießen, den 2. Juni 1865. Großhcrzogliches Stadtgericht Gießen. M u h l, Dr. A. v. Grolman, Stadtrichter. Stadtger. - Assessor. 2596) Wir empfehlen unser Lager aus der bekannten Fabrik des Herrn I. Schweizer sen. in Mannheim, bestehend in allen Sorten Bich-, Ccntimal- Decimal-, Druck» uno Schnellwaagen, Rübenschneiter, Kartoffelmühlen, Schrotmühlen und Copirpressen, zu den Fabrikpreisen. Zu Einkäufen der übrigen Fabrikate, bestehend in allen Einneblungen für Brauereien, Malzdarren, Kühlschiffen, Malzschrotmühlen, verschiedenen Arten Dampfdreschmaschinen, Centrifugcn, Tabakspreffen, Heupressen, Flaschenzüaen und Hebemaschinen, bieten wir unsere Vermittelung an. Flick Sf Kröll. 2683) JncarnatKleesainen empfiehlt die Samenhandlung von Carl Deines. 2649) Neue Sendung von Damen-, gürteln, Gürtelband und Schnal- f len empfiehlt billigst Carl Wenzel. 2679) Ein Viertel Hafer ist auf dem > Halm zu verkaufen bei Baltb. Sens selb er Wittwe. 2693) Jncarnat-Kleesamen billigst ' bei Ernst Hermes, Mäusburg. V e r m i e t h u n g e n. 2686) Das Logis, welches Frau Land- i richter Heinzerl > ng in meinem Hause bisher bewohnte, ist anderweit zu vermie- then. Louis Labroisse. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------। 2676) Im früher Leberhänbler Stern'-! schen Hause sind eine kleine Familienwoh- | nung und zwei moblirte Zimmer zu per-, miethen bei L. Bär, Wallthorstraße. 2559) In meinem Nebenhause ist ein kleines Familienlogis, aus 2 bis 3 Zimmern, Küche, Keller, Holzplatz rc. bestehend, zu vermiethen und alsbatd zu beziehen. G. D. B r ü b l I. Wittwe, Kanzleiberg. 2625) Zwei moblirte Zimmer mit schöner Aussichl sind zu vermiethen bei 2L Zinßer, im Garten. 1473) Der dritte Stock meines Hauses ist zu vermiethen. S. Flörsheim. 2615) Ein großer verschließbarer Boden ist zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 2681) Der oberste Stock meines Hauses, mit der Aussicht auf die neue Anlage, ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden bei A. K. Worms, SelterSweg. 2690) Ein freundliches Familienlogis ist zu vermiethen. H. Sch mall, Lindenplatz. Besondere Deksnntmschung. 2688) Die H o l z v e r st ei g er u n g vom 3. und 4. August im Schiffenberger Doma- nialwalb ist genehmigt. Gießen, den 5. August 1865. Großbcrzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Dr. Draudt. Versteigerungen. Arbeitsverst eigerung. 2689) Mittwoch den 16. August weiden nachstehende Arbeiten an die Wenigst- " nehmenden vergeben : 1) Planirung des Vicinalwegs von Gießen nach Steinberg, 160 laufende Klafter, 2) Chaussirung von 100 laufenden Klaftern daselbst, 3) Beischaffung und Decken von l‘/2 Cubikklaftern Kies. Zusammenkunlt Morgens 11 Uhr auf dem genannten Vicinalweg bei Einmündung des Steinberger Fußpfads im Distrikt Tempel. Gießen, am 5. August 1865. Großhcrzogliche Oberförster« Schiffenberg. Dr. Draubt. H o l z v e r k a u f. 2675) Mittwoch den 9. b. Mts., um 1 Uhr, werden im Launspacher Gemeindewalde 35 Eichcnstämme, zu Bau- und Geschirr- Holz geeignet, bis ä 32 Fuß lang und 39 Cubikfuß Inhalt, sowie 78% Klftr. meist Nadelholz-Reiser, versteigert werden. Anfang am Wismarer Weg. Krofdorf, den 4. August 1865. Das Bürgermeister-Amt. Colnot. Feilgedotenes. 2680) Seine selbstbereitete, aromatische Orangen-Punsch Effenze in ganzen, halben und Viertelflaschen empfiehlt Carl Scheible, Conbitor. 2648) Woll-Batist zu Uniformsdeinkleidern empfiehlt S. Hirsch Sohn. 2677) Häringe, pro Stück 3 fr., b»______________________Balth. Spruck. 2678) Ein completes einspänniges Fuhrwerk (Chaischen) steht zu verkaufen. Das Nähere bei der Exped. d. BlttS. 2687) Von weißen Rübensamen in beiden Sorten (langen und kurzen) habe ich wieder neue Sendung erhalten. L. Jahreis. 2666) Täglich frische Milch bei Gg. Heinr. Lony, Mühlgasse. 2447) Ein möblirteS Zimmer ist zu vermiethen Lit. B. Nr. 136 auf dem Neuenweg. 2682) Ein vollständiges Logis gleicher Erde ist zu vermiethen. Dasselbe kann auch zu einem Laden eingerichtet und sogleich -bezogen werden. A. K. Worms, Seltersweg. 2563) Der unterste Stock meines Hau- ses ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen» wobei bemerkt wirb, baß auch noch Stallung abgegeben werben kann. Peter Vogt I. Wittwe. 2428) Eine freundliche Familienwoh- nung ist zu vermiethen und kann alsbald bezogen werden Neuenweg Lit.B. Nr. 117. 2614) Zwei schön moblirte Zimmer, das emc mst Cabinet, sind auf nächstes Semester zu vermiethen. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts.__ 2661) Auf dem Reichensand sind zwei ! große freundliche Zimmer, mit oder ohne ! Möbel, vom 1. Oktober d. I. an zu »er- ! miethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 2134) Der 3. Stock meines Hauses ist zu vermiethen. I. G. D. Bapst. 2650 Eine freundliche Familienwohnung ist zu vermiethen und am 1. September zu beziehen bei Kappenmacher G g. Ei ff, am Lindenplatz. 2654) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen. Daniel Rühl, Rathhaus. Vermischte Anzeigen. 2692) Am 5. d. Mts. ist ein weißgrauer Pinscher-Hund dahier aufgefangen worden. Der Eigentbümer kann denselben gegen Vergütung des FuttergeideS und Entrichtung der Jnseratgebühren dahier in Empfang nehmen. Albach,.am 7. August 1865. Großherzogliche Bürgermeisterei Albach. Balser. 2645) Maurergesellen und Handlanger finden gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung bei Chr. Haubach. 2684) Im vormals Kratz'schen Hause ist eine Stube, mit oder ohne Möbel, mit der Aussicht auf die Straße, zu vermiethen; auch kann auf Verlangen eine Bodenkammer dazu gegeben werden. 2695) Eine nach der Straße gehende Familienwohnung und eine Mansarde ist zu vermiethen bei A. Schultheis, jun,, Seltersweg Lit. C. Nr. 9. 2698) 1) 2) 3) 4) Mralvcrsammlnng des Handelsvereins Montag den 14. August, Abends 8 Uhr, im Gasthof zum Einhorn. Tagesordnung: Mittheilung der Einläufe feit der letzten Generalversammlung. Beschickung des im September zusammentretenden deutschen Handelstages. Handelsbericht pro 1864. Oetroifrage. e r Vorstand. | ä Sanften zu seinem mor. § K gen stattfindenden 22. Wiegenfeste unse- ® ® ren herzlichsten Glückwunsch. Dui da da. ® A Dui da da. ® K Freunde und Freundinnen. ® »•®®®8®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®®jgi Vivat hach! « 2691) Unserem lieben ® 8 Viertes Concert im Sommer - Abonnement des Gießener Concert-Vrreins Donnerstag den 10. August 1865, Abends 6 Uhr, im Club-Saale, unter gefälliger Mitwirkung des Herrn Concertmeisters Ludwig Strauß aus Frankfurt und einiger Mitglieder des akademischen Gesang-Vereins. Die Concertdirection. 2200) Hiermit die Anzeige, daß ich Auswanderer nach allen Häfen Nord-Amerikas auf den besteingerichtcten, schnellsegelndcn Post-, Dampf- und Segel-Schiffen zu den billigsten Preisen befördere und halte mich zum Ab. schluß von Contracten bestens empfohlen. Gießen, im Juni 1865. Chr. Wallenfels, junior, concesstonirler Agent. 2699) Sonntag den 13. und Montag den 14. Anglist: Kirchweihfest zu Heuchelheim. Hierzu beehren sich crgebcnst einzuladcn die sämmt- lichen Wirthe zu Heuchelheim. 2700) Zugelaufen: ein junger Hühnerhund , schwarz, weiße Brust und weiße Füße. Näheres bei Georg Löb in der Woikengasse.__ 2694) Nr. 39 hat die gestickte Reise- Tasche und Nr. 453 die gestickten Hosen- träger gewonnen. Blitz, Polizeidiener. 2696) Heute, Mittwoch den 9. August: L o n c e r t im Garten des Promenadehauses, ausgkfübrt von dem Blechmusik-Corps des hiesigen M u si k - I n st l t u t S. Anfang 7 Uhr. (Bei ungünstiger Witterung im Saale). 2685) Am verfloffenen Samstag ist auf dem Gemüsemarkt ein Regenschirm gefunden worden. Derselbe kann gegen Entrichtung der Jnseratgebührcn bei Wltlwe Wagner in der Mühlgasse in Empfang genommen werden.. 2631) Das Einrahmen von Bildern in ächt vergoldeten Nahmen und Goldleisten wird zu billigen Preisen auSgesührt. I. P. Ritsert, Vergolder. 2594) Es werden 4000 bis 5000 fl. 3'/,procentige Gräflich Asenburg- Wächtersbacher Obligationen vom Anlehn de 200000 zum Course von 99'/2 zu kaufen gesucht. Offerten werden baldigst franco erbeten. Abraham Lismann Sohn, Gelnhausen. Temperatur in Gießen, Juli 1865 : niederste........+ 6,0° R. mittlere........+ 15,74 „ Mittel früherer Jahre.... + 14,17 „ höchste ........+ 27,5 „ *) Niederschlag: an 12 Tagen . . 3,12 Par. Zoll Mittel früherer Jahre: an 16 Tagen 3,14 „ „ *) Die höchste Temperatur, soweit die Beobachtungen an derselben Stelle und mit demselben Instrumente reichen, nämlich seit 4852. Geld-Cours vom 7. August 1865. Pistolen........... st. 9. 445-451 ditto Preußische....... „ 9. 561-571 Host. fl. 10 Stücke..... „ 9. 505-515 Ducaten........... „ 5. 36-37 20 Frankenstücke ...... „ 9. 295-305 8ngl. Sovereigns...... „ 11. 53-55 Preuß. Thaler........ „ - — 5 Franken-Thaler...... ,, — —— Preuß. Waffen - Scheine . . . „ 1. 445-45 Dollars in Gold...... „ 2. 27 5-28 J Fruchtpreise von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten. O r t und Datum. 2 Verkauft Laiz e n. MttelpreiS vom Malter. Verkauft Korn. Mittelpreis vom Malter. Verkauft Gerste. Mittelpreis vom Malter. Ver- fauft Hafer. Mittelpteis vom Maltet. Ä a Verkauft r t 0 f f e l n. Mittelpteis vom Maltet. Mltr. Pfund st- fr. Mltr. Pfund st- ft. Mltr. Pfund st- ft. Mltr. Pfund s- fr. Mltr. Pfund st- fr. Gießen, 4. August . . . Grünberg, 5. „ ... Mainz, 4. „ ... 34j 1334 148 200 200 200 9 9 11 20 18 28 22 267 j 81 180 180 180 6 6 7 58 30 33 8 395 IO 160 160 160 5 4 5 4 27 50 385 132- 11 120 120 120 4 4 5 42 8 22 — 200 200 200 3 48 Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.