AnzeigMtt für die Stadt und -en Kreis Gießen. Erscheint wöchentlich zwei Mai: Mittwochs und Samüags. — Preis des Jahrgang- für Einheimische 1 fl. 36 kr., für Auswärtige tritt der vorschriftsmäßige Pofiauffchlag hinzu. — Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. — In Gießen bei der Ervedition (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1). M GS. Samstag den 13. August 1864. Amtlicher T h e i l. Bekanntmachung. Da in Der Umgegend neuerdings der Wuthkrankheit verdächtige Hunde getroffen worden sind, so finden wir uns veranlaßt, die Vorschrift des Artikels 254 des Polizeistrafgesetzes, wonach Hunde, welche bösartige Eigenschaften haben, die Gefahr bringen können, dergestalt verwahrt oder unter Aufsicht gehalten werden müssen, baß Nie» mand durch sie beschädigt werven kann, zur strengsten Nachachtung in Erinnerung zu bringen. Es dürfte sich empfehlen, Metzgerhunde, sowie die an Fuhrwerken angespannten Hunde mit tauglichen Maulkörben zu versehen und erstere nur dann, wenn man sie gebraucht, auf Die Straße zu lassen. Diese Vorsicht dürfte auch auf alle Doggen, große Windhunde und auf alle doggenartigen, diesen ähnliche und in der Größe gleichkommenve sowie auf alle Schäfer-Hunde, auszudehnen sein. Die Artikel 259, 260 und 261 des Polizeistrafgesetzes bringen wir durch nachstehenden Abdruck wiederholt zur öffentlichen Kenntniß. Gießen, den 11. August 1864. In Verhinderung des Kreisraths: Pietsch, Regierungs-Rath. Art. 2 5 9. Wenn bei einem Hunde oder bei einem andern Thiere die Wuth (Wasserscheu) ausbricht, oder auch nur Anzeichen Des DrohenDen Ausbruchs Der Wuth sich einstellen, so ist Der Eigenthümer oder Besitzer, oder derjenige, dessen Obhut das Thier anvertraut ist, sobald ihm dieses bekannt wird, verpachtet, das Thier gehörig zu verwahren und die Anzeige bei der Polizeiverwaltungsbehörde zu machen, widrigenfalls Denselben eine Strafe von fünf bis zwanzig Gulden trifft. Es ist zwar auch dem Eigenthümer u. s. w. eines von Der Wuth befallenen Thieres unbenommen, dasselbe sogleich zu tödten, er muß aber auch in diesem Falle den Eadaver gehörig verwahren und Der Polizeiverwaltungsbehörde Vie Anzeige machen, bei Vermeidung einer Strafe von drei bis zehn Gulden. Art. 260. Ist ein Hund oder ein anderes Thier von einem wirklich oder auch nur dem Anscheine nach tollen Hunde gebissen worden, so ist der Eigenthümer oder Besitzer des gebissenen Thiers oder derjenige, dessen Obhut das letztere anvertraut ist, sobald er davon Kenntniß erhält, verpflichtet, das gebissene Thier gehörig zu verwahren und den Vorfall zur Kenntniß der Polizeiverwaltungsbehörde zu bringen. Ist ein Mensch von einem solchen Thiere gebissen worden, so ist derselbe oder derjenige, dessen Obhut und Pflege er anvertraut ist, verpflichtet, hiervon der Polizeiverwaltungsbehörde oder einem Arzte die Anzeige zu machen.. Unterlassungen dieser Vorsichtsmaßregeln werden mit einem bis zehn Gulden bestraft. Art. 261. Sobald die Polizeiverwaltungsbehörde, weil sich ein tolles Thier in der Gegend gezeigt, das Einsperren der Hunde angeordnet hat, so verfallen diejenigen, welche dieser polizeilichen Aufforderung nicht alsbald Genüge leisten, in eine Strafe von einem bis fünf Gulden. Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundene Gegenstände: Ein hölzerner Köcher, ein Strumpfband, eine Cigarrenspitze, ein Zirkel, ein weißes und ein buntes baumwollenes Taschentuch, gez. K. L., ein weißes leinenes Taschentuch, gez. C. S., ein dcsgl., gez. W. F. 12., ein schwarzes, weiß getupftes seidenes Halstüchelchen, ein Bambusstock, ein gelbbrauner seidener Handschuh und mehrere Schlüssel. Die Eigenthümer werden aufgefordert/ sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder später zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden. Gießen, den 12. August 1864. Großherzogliche Polizeiverwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen. Besondere Bekanntmachungen. 2551) Wegen Ver in Dem hiesigen Filial- Postbureau vorzunehmenden baulichen Veränderungen bleibt dasselbe vom 15. d. Mts. an dis auf Weiteres geschloffen. Die Aufgabe von Brief- und Fahrpost- Sendungen kann während dieser Zeit nur an den Schaltern des hiesigen Hauptpostbureau geschehen; die Annahme der Reisenden und deren Gepäck zu den von hier abgehenden Postwagen findet auch statt in dem im Gasthaus „zum Einhorn" belegenen Postpassagierzimmer in der Zeit von 2 dis 43/4 Uhr Nachmittags und von 7 bis 8*/4 Uhr Abends. Gießen, am 10. August 1864. Großherzogliches Postamt Gießen. Schmidt. Aufforderung an die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstalt. 2567) Die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstalt, deren Pfänder in den Monaten Januar, Februar, März, April, Mai und Juni 1864 verfallen sind, werden auf« gefordert, in dem Zeitraum vom 13. August bis zum 17. September b. I. dieselben einzulösen ober zu prolongiren, als sonst deren Versteigerung am 24. Octobcr d. I. statifindet. Nach fruchtlosem Ablaufe obigen Zeitraums kann weder Einlösung, Prolongation noch Umschreibung vorgenvmmen werden. Die Säumigen haben cs sich daher selbst bcizum-ssen, wenn sie ihre Pfänder erst im VerstcigerungStermin gegen baare Zahlung einlösen können. Pfänder aus wollenen Stoffen muffen unbedingt eingelöst werden. Die Herren Bürgermeister des KreiSamts- bezirks werden ersucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden baldigft bekannt machen zu lassen. Gi ßen, den 11. August 1864. Die Pfandhausverwaltung der Provinzial- Hauptstact Gießen. Bieler, Kassier. Pfeil, Controleur. Versteigerungen. 2587) Dienstag den 23. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigcm Natdhause die Grundstücke des verlebten Großh. Professors und Pfarrers Dr. Jacob Fluck, als: Flur Sir. □JUftt. 26/295,i 152 Garten am untersten Nie- gelpfad, 2%9S,3 159 Garten daselbst, öffentlich meistbietend auf Erb- und Eigen- thum versteigert werden. Zugleich soll die daranstoßende Hofraithe mit dem dazu gehörigen Garten, als: Flur Nr. DJi'lftr. 2%9s,s 42 Hofraithe daselbst, und i6/wn 144 Garten daselbst, auf sechs Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Gießen, den 11. August 1864. Großhcrzogliches OrtSgericht Gießen. _________________Ebel. Verpachtung von Weiden-Nutzungen. 2552) Montag den 15. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll der Korbweidenschnitt aus den fiskalischen Pflanzungen an der Lahnstrecke von Gießen dis zur Prmß. Grenze an die Meistbietenden für das laufende Jahr verpachtet werden. Die Zusammenkunft ist auf der Lahnbrücke dahier. Gießen, am 10. August 1864. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. Holzapfel. Vergebung von Arbeiten bei der Stadt Gießen. 2518) Montag den 15. August 1864, des Morgens 9 Uhr, werden auf dem hiesigen Rathhause folgende Arbeiten an den Wenigstfordenden vergeben: Weißbinvcrarbeit, veranschl. zu.......42 ff. 48 fr. Maurerarbeit, veranschl. zu 63 „ 21 „ Glaserarbeit, „ „ 6 „ 30 „ Spenglerarbeit, „ „ 101 „ 36 „ Steindeckerarbeit, „ „ 79 „ — Schlosserarbeit, „ „ 19 „ 24 „ Die Kostenüberschlage liegen auf unserer Geschäftsstube zur Einsicht offen. Gießen, den 6. August 1864. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 2588) Donnerstag den 18. August und die folgenden Tage, jedesmal Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung des Großh. Canz. listen Schwalb vor dem Seltersthor die Mobilien, zum Nachlaß des Großh. Post- Eonducteurs Schwalb gehörig, bestehend in Bettung, Weißzeug, Kleidern, Haus- und Küchengeräthen u. f. w., gegen baare Zah- lung versteigert werden. Gießen, den 11. August 1864. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Ebel. 2492) Montag den 15. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Gebäude neben dem Spritzenhaus auf dem Brand verschiedene Mobilien, bestehend in Bettwerk, Sophas, Spiegeln und sonstigen Hausmöbcln, Alles gut er- halten, gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Gießen, den 4. August 1864. In Auftrag der v. Helmolt'schcn Erben: Werdig, Ortsgerichtsmann. Haus-Verkauf. 2532) Nächsten Montag, den 15. d. MtS., Nachmittags 3 Uhr, soll das den Eheleuten Bäckermeister Friedr. Ditlert Hierselbst zugehörige, in der Lang- gaffe (Straße nach dem Bahnhof) gelegene, erst neu gebaute HauS — bestehend in 4 Zimmern, 3 heizbaren Kammern, Backstube, Backofen, Bodenräumen und gewölbtem Keller, im Hofe 2 Schweinställe und Dün- gerstätte — in der Wohnung des Unterzeichneten, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Bemerkt wird, daß hinten am Hause die Dill vorbeifließt. Wetzlar, den 8. August 1864. Wilhelm Brauneck, Kommissionär, in der Lahnstraße. F e i lg e v o te n e S. 2545) Brief-Couverts, gummirl, blauer, weißer oder gelber Farbe, 100 Stück zu 16, 20, 24 und 28 kr., Acten Co«- verts, pro 100 Stück 1 fl. 4 fr., bei A. Balser. 2555) Frankfurt a. M. Unterzeichneter empfiehlt dem geehrten Publikum sein Lager en gros et en detail in allen Sorten englischen und französischen Schuhmacherwerkreugen, Leisten, Brennzeu- gen, Glaspapier, Holznägel re., sowie allen Arten zur Naht gemachten Leder- und Zeug- Schäftchen. Ferner Schuhstoffe, als: Lasting, Plüsch, Stramin, Futrer, Garne, Schnürriemen und Oifcn, in bester Qualität zu den billigsten Preisen, unter Zusicherung prompter und reeller Bedienung. Wiedervcrkaufer erhalten entsprechenden Rabatt. Julius Frey, Kannengießergasse 6 in Frankfurt a. M. 1 Iwieöel'kuchen, frisch, jeden Montag, Mittwoch und Freitag, Morgens halb 9 Uhr, bei A. Noll, im Stern. 2589) Bohnenschneid-Maschine« empfehle ich zum Verkaufe, sowie auch zum Verleihen pro Stunde 3 kr. Carl Sartorius, Messe! schmied. 2458) Von neuen (1864r) holländischen Vollhäringen habe ich die erste Sendung erhalten. L. Jahreis. Neu * Pflanze häufi schwa bei S denen rungs 256( CO CO xn ct in Gel Maaß empfiehl Gieß- Her gl 259! empfieh' 259( von 12 18 kr. empfehl s 15 Schürz, 255< Gießen Wass-r frischer S gnt ge von all fäffern 246! Größe sagt di 253 feinsten * >. Mts., Friedr. r Lang- telegene, v in 4 ackstube, völbtem D Dün. Unterbekannt r öffent» n. ruft die sfionär, immirt, 0 Stück Cou- ., bei ser. kerzeich- lm sei» iil dsischen ennzeu- ie allen > Zeug- Casting, Schnür- ität zu cherung l e n t- r. M. > Frei- tern. )i»en ch zum us, ollän- e erste reis. Neues ärztliches Urtheil über die VorlrefüichKeit des R- F. Daubih'schen Kräuter-Liqueurs (ächt zu haben bei Ludwig Jahreis in Gießen), in Allendorf bei H. W. Moll, in Lich bei H. C. Bingmann, „ Hungen bei Aron Buch, „ Münzenberg bei L. Engel Sohn. 2557) Den Daubitz'schen Kräuter-Liqueur, welcher vornehmlich aus Pflanzenstoffen bereitet ist, die theils roborirend, theils abführend wirken, habe ich häufig bei Kranken angewandt, und kann denselben bei Verdauungs- schwäche, Appetitlosigkeit, Neigung zum Erbrechen, besonders aber bei Stuhlverstopfung und Hämorrhoidalbeschwerden in ihren verschiedenen Erscheinungen als ein ausgezeichnetes diätetisches Linderungsmittel empfehlen. Treptow a./R., den 20. October 1863. (L. 8.) Dr. Wilke, prakt. Arzt und Wundarzt. 1 Spalierlatten in Gebunden von 300 Fuß Preußischem Maaß gleich 380 Fuß Hessischem Maaß, empfiehlt zu 1 fl. 6 kr. franco Bahnhof Gießen Herborner Sägewerk, den 11 August 1864. Carl Gail. 2560) Kornstroh ist zu verkaufen bei Emil LooS. 2590) Mein Wein-Lager, weißen von 12 kr. pro Schoppn an, rothen von 18 kr. an und höher, bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung. C. W. Dietz, am Markt. | Gedrucktes Leinen, Schürzenbreite, empfiehlt August H a u b a ch. 2595) Das Neueste in Crinolinen empfiehlt zu den billigst gestellten greifen M. Heß. Kauheimer Kurbrunnen. 2554) Herr Ludwig Jahreis in Gießen hält für Gießen und Umgegend das Wasser des „Nauheimer Kurbrunncn" in frischer Füllung stets vorrälhig. Die Versandt-Anstalt des Nauheimer _____________Mineral-Wassers._________ I Fässer: gut gehaltene Weinfaß, sowie auch neue von allen beliebigen Größen, zu Einmach- fäffern sehr geeignet, empfiehlt H. Schm all, Lindenplatz. 2465) Weingrüne Fässer von beliebiger Größe werden käuflich abgegeben. Wo? sagt die Exped. d. Bllts. 2531) Pflanzen der neuesten und feinsten Erdbeeren sind abzugebcn bei Theodor Küchler. 2591) Bestes Schwung- und Vorschußmehl zu herabgesetzten Preisen, sowie sich gut kochende geschälte Erbsen, empfiehlt C. W. Dietz, am Markt. 2592) Eichenholz, zu Lagern und zum Bauen sehr geeignet, ferner circa 8 Wagen guter Kuhmist und einige Wagen alter Lehm, desgl. Spiegel, Raufen, eine steinerne Ackerwalze und sonstige Oeconomie-Geräthschaften sind wegen meines Wegzugs von hier billig zu verkaufen. Georg Lampus, am Kreuz. 2563) Eine noch in gutem Zustande sich befindliche Liniir-Maschine ist billig zu verkaufen. 2565) Ein Garten mit Häuschen im Gartenfelv ist billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 2559) In einer frequenten Kreis- und Garnisonsstadt in der Rheinprovinz, nahe bei Gießen, wo zwei Eisenbahnen münden, ist Familienverhältnisse halber ein Specerei- Geschäft zu verpachten; auch können auf Verlangen nöthige Lagerräume dazu abgegeben werden. Nähere Auskunft ertheilt die Expcv. d. Bllts. Vermiethungen. 2553) Zwei möblirte Zimmer mit Kost sind zu vermielhen bei Carl Retter, kleine Löwengassc Lit. C. Nr. 132. 2406) Eine Wohnung, aus 8 bis 10 Zimmern u. s. w. bestehend, ist zu vermie- then und sogleich beziehbar bei I. G. D. Bapss. 2580) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet ist zu vermiethen bei P. Plank, in der Wolkengasse. 2451) Ein sehr freundliches, möblirteS Zimmer, in der Mitte der Stadt gelegen, ist zu vermiethen und sofort zu beziehen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 2568) Im Brüh l'schen Hause auf dem Brand ist »in möblirtes Zimmer für nächstes Semester zu vermielhen. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. 2600) Zn vermiethen eine möblirte Stube mit Cabinet bei Julius Wallach. 2475) Das seither von Herrn Georg Ei ff bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen bei Friedrich Möhl I. Wittwe. 2574) Im von Grolman'schen Hause in den Neucn-Bäuen ist auf nächstes Semester ein möblirtes Zimmer mir Cabinet zu vermiethen. 2564) Ein kleines Familienlogis mit eleganter Ladeneinrichtung ist vom 1. Oktober an zu vermiethen Näheres bei der Exped. d. Bltts. 2528) Auf dem Seltersberg Lit. C. Nr. 9 ist eine geräumige Familienwohnung zu vermiethen. 2598) Das seither von Frau Rittmeister v. Rabenau bewohnte Logis ist ander- weit zu vermiethen und Anfangs September beziehbar. H. Sch mall, Lindenplatz. 2579) Eine möblirte Stube ist zu vermiethen bei Buchbinder Schlund, in der Schloßgasse. 2536) Ein möblirtes Zimmer ist für nächstes Semester zu vermiethen. Nähere» bei der Exped. d. Bltts. 2577) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen. B. Walter, Schuhmacher. 2548) Auf dem Sr Gefährdung von Menschenleben wird folgende Mittheilung ter Mainzer Zej. tung der allgemeinen Beachtung empfohlen: „Die Hunvswuth, welche bisher an verschiedenen Orten ter Provinz Starkenburg beobachtet wurde und daselbst auch bereits Menschenopfer gefordert hat, tritt nun auch mehr in unserer Nähe auf und erfordert die größte Vorsicht. Im Gasthaus zum Sonnenberg in Wiesbaden war ein Hund von der gefährlichen Krankheit befallen worden und verletzte in diesem Zustande ein Dienstmädchen, welches bereits an den Folgen dieser Verletzung unt.r unsäglichen Qualen verstorben ist. Der erwähnte Hund soll vor seinem Ente auch noch zwei Katzen gebissen haben. — In Folge dieser Vorgänge wurde zu Wiesbaden eine allgemeine Hunkesperre angeordnet und augenblicklich in Vollzug gesetzt, wonach die Hunde möglichst einzuhalten und, wenn sie ausgehen sollen, mit Maulkörben zu versehen und > üderd'es auch am Strick zu führen sind. | Dem Publ kum wird große Achtsamkeit zu 1 empfehlen sein. 2549) Ich zeige hiermit ergebend an, daß ich meine Wohnung auf dem Neuenweg verlassen habe und nunmehr bei Herrn Schneidermeister Vogt auf dem Seltersweg wohne. _______________________________________________________________Carl Haubach I., Instrumentenmacher. Kad Wildlingen. Station Wabern bei Cassel. 2190) Die berühmten Mineralwasser mit specifischen Heilkräften gegen Leiden der Harnorgane aller Art, als: Stein unv Grieß, Blasenhämorrhoiden, Blasenkatarrh re., gegen Krankheiten der Geschlechtsor- gane, fehlerhafte Menstruation, Bleichsucht, Impotenz, Sterilität rc., Hämorrhoiden, Melancholie rc., werven zu jeder Zeit in Glasflaschen versenvel. Die eisenhaltigen, an Kohlensäure stärksten Bäder sind sehr nervenstärkend. Saison bis 1. October. Kurze Belehrung über Bad Wilvungen, sowie gedruckte P r eislisten über das das ganze Jahr hindurch versendet werdende Wilvunger Wasser unv Ber- Packungskosten, sind gratis nebst sonstigen Aufklärungen zu haben von Der Inspektion der Mineralquellen - Aktien - Gesellschaft. Fatrriklager von englischem Patent-Portland-Cement erster Qualität. — Wöchentlich frische Zufuhren, ä 8% fl. per Tonne am Ufer genommen, bei Philipp Forster in Frankfurt a. M., (2199) Spevitions- und Agenturen-Geschäft. Wohnungs-Veränderung. 2570) Meinen geehrten Kunden und Freunden hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich meine seitherige Wohnung in der KaplanSgasse verlassen habe und nunmehr in dem Benner'schen Hause bei Herrn Küfermeister Hilgärtner in der Löwen- gasse wohne. Martin Fuhr, Schuhmachermeister. 2571) Ich bringe hiermit meine Boh- nenschneid-Maschine in empfehlende Erinnerung. Louise Heimreich, wohnhaft bei Herrn Bäcker Rühl am Rathhaus. 2452) Bei Unterzeichnctem ist für einen wohlerzogenen jungen Mann eine Lehrlingsstelle offen. K. Scheible, Eonditor. Geschäfts-Empfehlung. 2539) Einem geehrten Publikum mache ich hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich mich dahier als Schuhmachermeister etablirt habe. Indem ich mich daher mit allen in mein Geschäft einschlagenden Arbeiten bestens empfehle, verspreche ich prompte und reelle Bedienung. Hermann Henkel, Schuhmachermeister, Kaplansgasse, Lit. E. Nr. 177. 2522) Meine Bohnen schnei d- Maschine bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung. Bestellungen bitte ich in meiner Wohnung, welche sich bei Herrn Gla- fer Fillmann hinter der Kirche befindet, sowie bei Herrn Metzger Schmidt auf der Mäusburg, abzugeben. Helene Rodner. 2573) Kommenden Dienstag, den 16. August d. I.: Elftes Sommer-Concert im Busch'schen Garten. Anfang 6 Uhr.__Schierholz. ' 2533) Ein Mävchen, welches kochen kann und mit allen häuslichen Arbeiten vertraut ist, wird auf Michaeli in Dienst gesucht. Näheres ist bei der,Expev. d. Bltts. zu erfragen. 2472) Samstag den 13. August findet bei Dem Unterzeichneten ein israelitischer Ball statt, wozu er ergebenst einladet. Lang-Göns. Conrav Wenzel, Wirth. Frischbäcker )u Gießen. Sonntag den 14. August. August Noll auf der Mäusburg. Carl Wallenfels II. an der Wettergasse. Jacob Vogt in der Wallthorstraße. Kirchliche Anzeigen» Evangelische Gemeinde zu Gießen- Gottesdienst. Am 14. August. Morgens: Pfarrer Landmann. Nachmittags: Mitprediger Lips. Hospital-Gottesdienst. Um halb 11 Uhr: Mitprediger Krug. Beerdigte. Den 9. August. Emilie Karoline Ida Bindewald, des Grvßherzvglichen Reallehrers dahier, vr. Otto Bindewald, eheliche Tochter, alt 13 T. gestorben den 7. August. Den 10. August. August Theodor Hast, Bürger dahier und Oeconom, alt 42 I. 8 M. 22 T. gestorben den 8. August. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Landmann. Neueste Zollamts-Declarationen, zweierlei Größen, ebenso alle übrigen zollamtlichen Formulare vorräthig in der Brühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen, Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei (Fr^ Chr. Pietsch) in Gießen.