Anztigeblsll für die Sta-t un- den Kreis Gießen. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwochs und Samstags. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 ff. 36 fr., für Auswärtige tritt der vorschriftsmäßige Postaufschlag hinzu. — Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. — In Gießen bei der Erpcdition (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1). 1OO» Samstag -en 13 December I.A62. Einladung zum Abonnement auf das Anzeigeblatt für die Sta-t und den Kreis Gießen. Mit dem 1. Januar 1863 beginnt ein neues Abonnement auf das Anzeigeblatt für die Stadt und den Kreis Gießen. Dasselbe erscheint auch ferner wöchentlich zweimal, Mittwochs und Samstags, an etzterem Tage verbunden mit der Beilage: Gemeinnützige Unter haltungsülätter. Ausgewählte Novellen und Erzählungen, Miscellen, Anecdoten re. re., die Anklagen und Urtheile der Asstsen, sowie des Provinzialstrafgerichts u. s. w., füllen die Spalten dieser Blätter. Inserate finden durch die starke Auflage des Blattes große Verbreitung und sicheren Erfolg. Der Pränumerationspreis ist für einheimische Abonnenten für das ganze Jahr 1 st. 36 fr., halbjährig ZtS fr., einschließlich Bringerlohns; für auswärtige Abonnenten tritt der vorschriftsmäßige Postaufschlag hinzu. Die Expedition -es Anzeigeblattes für -ie Sta-t un- -en Kreis Gießen. Amtlicher Theil. Polizeiliche Bekanntmachung.' Angehaltene Uhren betreffend. Bei einem dahier verhafteten fremden Manne, der schon oft wegen Diebstahls bestraft worden und dringend verdächtig ist, in dem Wartesaal des hiesigen Bahnhofs die zwei Armen-Büchsen sammt Inhalt gestohlen und die drei Sammelbüchsen einer hiesigen Kirche erbrochen und bestohlen zu haben, haben sich zwei Taschen-Uhren gefunden, die höchst wahrscheinlich hier oder in der nächsten Umgebung gestohlen worden sind. Indem wir die Beschreibung der Uhren beifügen, ersuchen wir Diejenigen, denen die Uhren gestohlen sein sollten, sich baldigst bei uns, oder bei drr nächsten Behörde anzumelden. 1) eine silberne Taschen - Uhr hat doppeltes Gehäus, glatten Rücken, römische Zahlen und auf dem Zifferblatt die Namen „Norton — London.“ 2) die andere silberne Taschcn-Uhr hat glatten Rücken, dicke römische Zahlen und gelbe Zeiger. Gießen, den 9. Dccember 1862. Großherzogliche Polizei-Verwaltung. ________________________________Nover.__________ Gerichtliche und Privat Bekanntmachungen. Besondere Bekanntmachungen. 3095) Beim Herannahen der Weihnachtszeit sehen wir uns veranlaßt, die Aufgeber von Fahrpostsendungen auf die genaueste Befolgung der bestehenden Verpackungsvorschriften, sowie auf eine möglichst frühzeitige Aufgabe ihrer Versendungen aufmerksam zu machen und insbesondere die nachstehenden Bestimmungen zur besonderen Beachtung zu empfehlen: 1) Jeder Fahrpostsentung, mit Ausnahme derjenigen bis zum Gewichte von 15 Loth ist ein Begleitbrief beizugeben, der mit Gegenständen von angegebenem Werthe nicht beschwert sein darf. 2) Der Begleitbrief muß mit einem Abdrucke des zum Verschlüsse der Sendung verwendeten Petschaftes versehen sein. 3) Zu einem Begleitbriefe können nicht gleichzeitig Sendungen mit und ohne Werthsangabe gehören. 4) Die allenfallsige Wcrthsangabc ist sowohl auf der Sendung als auf dem Begleitbriefe zu bemerken. 5) Der Bestimmungsort der Sendung muß sowohl auf dem Begleitbriefe als auf dem Stücke selbst so genau angegeben sein, daß Zweifel hierüber nicht entstehen können. 6) Bei Versendung von Gegenständen in Schachteln ist es räthlich, letztere nochmals in Umschläge von Packpapier, Leinwand und bergt einzuhüllen. 7) Wenn eine Adresse mittelst eines aufgeklebten Stückes Papier auf eine Sendung angebracht werden soll, ist der betreffende Zettel durch besondere Verschnürung gehörig zu befestigen, wobei jedoch bemerkt wird, daß bei Senvungen von declarirtem Werthe die Bezeichnung — Signatur — nicht aufgcklebt sein darf; daher entweder auf der Verpackung selbst oder einem angehängten Stücke Holz, Pappe und bergt angebracht sein muß. Die ausführlichen Bestimmungen bezüglich ber Verpackung re. der Fahrpostsendungen sind in den §§. 9, 58—64 und 66 der Verordnung vom 22. Deeember 1857 (Regierungsblatt Nr. 39 vom 31. Deeember 1857) und in den §§. 12, 15 und 17 der Verordnung vom 22. April 1862 (Regierungsblatt Nr. 15 vom 14. Mai 1862) enthalten Darmstadt, den 5. Deeember 1862. Großherzogliches Oberpostamt. In Erledigung der Oberpostmeisterstelle: Müller, Postmeister. vdt. Holzamer. 2959) Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Sparkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar Vormittags von 7 bis 12 Uhr: 1) Samstag den 13. Deeember, 2) Dienstag „ 16. „ 3) Mittwoch „ 17. „ 4) Samstag „ 20. „ 5) Dienstag „ 23. „ 6) Mittwoch „ 24. „ 7) Samstag „ 27. „ 8) Dienstag „ 30. „ 9) Mittwoch „ 31. „ Die Interessenten werden daher aufgefordert, die Zahlung an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren. Zugleich wird noch bemerkt, daß die auf den Dienstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die auf Mittwoch und Samstag fallenden Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 24. November 1862. Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr. Edictalladung. 3017) Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen über das Vermögen des abwesenden Ludwig Velten zu Lang-Göns den förmlichen Conrursprozeß erkannt hat, werden Alle, welche Forderungen an denselben zu bilden haben, aufgefordert, solche in dem auf den 23. Januar k. I., Vormittags 10 Uhr, anberaumten Liquidations-Termin bei Meldung des stillschweigenden Ausschlusses an- zumelven und zu begründen. Von den persönlich nicht erscheinenden ober nicht vertretenen Gläubigern wirb unterstellt, baß sie allen Beschlüssen ber Mehrzahl ber erscheinenden bezüglich ber, in demselben Termin zu versuchenben Güte, Wahl eines Maffe- pflegers unb Gläubigerausschuffes zustimmen. Gießen, den 28. November 1862. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Bott, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. Versteigerungen. Lieferungen in das Bezirks-Gefängniß betreffend. 3067) Am Mittwoch, bem 17. Deeember l. I., Vormittags 8% Uhr, soll in dem Local des Großherzoglichen Stadtgerichts dahier die Lieferung ber für das hiesige Bezirks-Gefängniß im Jahre 1863 erforderlichen Bedürfnisse, als: des Holzes, Strohes, Oels, der Besen, Kleidungsstücke, Hemden, Schuhe, Teppiche, Strohsäcke, Strohpolster, 14 Stück Spuckkästchen , eines Stubenschruppers, zweier Wasserflaschen, zweier Wassergläser und vier steinerner Wafferkrügen, sowie das Kleinmachen des Holzes; ferner des warmen Essens für israelitische Gefangene, öffentlich an den Wenigstnehmenden vergeben werden, wobei bemerkt wird, daß Nachgebote nicht berücksichtigt werden können. Gießen, am 4. Deeember 1862. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. _____________Muhl.__________ 3073) Die zur Chaussirung ber 6. Schneiße im Gießener Stadtwalde nöthigen Arbeiten , als: Chaussirarbeit, veranschl. zu 402 ft 30 fr. Anfuhr von Steinen, veranschlagt zu . . . . 310 „ 30 „ Aufsetzen derselben, veranschlagt zu.....69 „ — „ sollen Samstag ben 20. Deeember 1862, Vormittags 9 Uhr, in unserer Geschäftsstube versteigert werben. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien ber umliegenben Orte werben ersucht, bies in ben bortigen Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 8. Deeember 1862. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Vogt.___________ 3066) Die Leistung der Schub- und Armen-Fuhren, welche im Jahre 1863 erforderlich sind, soll nächsten Samstag, den 13. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, an den Wenigstnehmenden vergeben werden. Die Steigliebhaber haben sich im Termin auf dem Polizei-Bürcau einzusinden. . Gießen, den 4. Deeember 1862. Die Großherzogliche Polizei-Verwaltung. Nover. Die Vergebung von Schreiner-, Spengler- und Schlosserarbeit bei der Stadt Gießen. 3117) Montag den 15. Deeember 1862, des Morgens 9 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause: Schreinerarbeit, veranschl. zu 13 fl. 20 fr. Spenglerarbeit, „ „15 „ 28 „ Schlosserarbeit, „ „ 2 „ 24 „ au den Wenigstfordernden vergeben werden. Gießen, ben 12. Deeember 1862. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Mai» - Weser - Bahn. 3068) Dienstag ben 16. Deeember, Vormittags 9 Uhr, sollen auf bem Geschäftszimmer beö Unterzeichneten bte nachverzeichneten Arbeiten, welche bei Erbauung einer Reparaturhalle auf bem Bahnhose zu Gießen erforberlich sind, burch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden: Schreinerarbeit, veranschl. zu 1014 fl. 24 fr. Schlosserarbeit, „ „ 858 „ 43 „ Glaserarbeit, „ „ 295 „ 08 „ Spenglerarbeit, „ „ 130 „ 37 „ Weißbinderarbeit, „ „ 314 „ 33 „ Zeichnungen und Voranschläge fönneu täglich eingesehen werden. Gießen, ben 5. Deeember 1862. In Verh. des Großherzoglichen Sections- Jngenieurs ber Section Gießen: Nahm, __________Bahnhofs - Verwalter.__________ 3069) Dienstag ben 16. b. Mts., Vormittags 10 Uhr, wirb im Soumissionswege bahier vergeben bie Lieferung von: 1) Farbwaaren, Droguerien i unb Oelfarben, für 1863. 2) Reiserbefen, j Ueber 1 sinb Bebingungen unb Proben bahier einzusehen, über 2 sinb Muster einzu- senben. Die Soumisstonen müssen bis zu obigem Termin in bem „Soumissionsfasten" eingelegt sein. Marienschloß, ben 4. Deeember 1862. Großherzogliche Lanbeszuchthaus-Dircetion. T r u m p l e r.____________ 3096) Dienstag ben 16. b. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll die Lieferung der warmen Speisen, des Brodes, Holzes und Strohes für die hiesige inwand reffende Werthe Stücke 66 der 17 der 5peng- ! Stadt 1862, 20 fr. 28 „ 24 „ Verden. Aießen. Unter« rbeiten, urhalle cderlich Accord 24 fr. °1 u 33 „ fönnen Vtions« ergeben 1863. groben einju« bis zu fasten" 862. rcction. >n, des hiesige Entbindungs-Anstalt aus das Jahr 1863 im Entbindungshause selbst öffentlich wenigst« sordernv vergeben werden. Gießen, den 9. Derember 1862. Der Rechner der Entbindungs-Anstalt: _____________Stumpf._________ Main-Weser Eisenbahn. 3099) Zur Uniformirung der Wärter und Portiers soll die Lieferung von 69 Hosen, 68 Mützen, 44 Röcken und 8 Paletots, veranschlagt zu 1314 fl. 34 fr., auf dem Submisstonswege vergeben werden. Die Lieferungs-Bedingungen können auf dem Büreau des Großherzoglichen Maschinenmeisters dahier eingesehen werden und sind die Gebote längstens bis 22. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, versiegelt und mit der Aufschrift „Uniformirung betreffend" einzureichen. Gießen, den 10. December 1862. Großherzogliche Magazins-Commission. _____________________Eickemeyer._____________ 3118) Montag den 15. December, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause das den Erben der Jacob Noll's Eheleute gehörende Wohnhaus in der Sonne nochmals an den Meistbietenden versteigert und mit dem Zuschlag sogleich die Genehmigung ertheilt werden. Gießen, den 11. December 1862. In Auftrag: Weidig, Ortsgerichtsmann. Arbeitsversteigerung. 3072) Donnerstag den 18. December d. I., Vormittags 11 Uhr, sollen die zur Erbauung einer neuen Scheuer bei die Schulwohnung zu Climbach erforderlichen Arbeiten, als: Maurerarbeit, veranschl. zu 410 fl. 15 fr. Zimmerarbeit, „ „ 357 „ — „ Dachdeckerarbeit, „ „ 133 „ 48 „ Schreinerarbeit, „ „ 55 „ 33 „ Schlosserarbeit, „ „ 20 „ 45 „ auf dem Bürgermeisterei-Büreau zu Climbach, unter den zuvor bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich in Accord gegeben werden. Queckborn, am 6. December 1862. Mirka, Bezirksbauaufseher. Feilgebotenes. 3091) Alle Sorten Wachsstöcke und Christbäumchens-Lichter empfiehlt __L. Iahreis. 3120) Sehr gute Lebkuchen und Anis, sowie feinstes Schwungmchl, empfiehlt August Noll, ________________________im Stern. 3116) Aechte Celler Wachsstöcke, sowie Weihnachts-Lichter an Christbäumchen , empfiehlt C. Dannenberg. 2984) Mein reichhaltiges Handschuh-Lager, ganz neu sortirt, empfehle ich hiermit bestens. Georg Lüdeking. Weihmichls - Ausstellung. 3115) Zu bevorstehenden Weihnachten bringe ich meine Konditorei Maaren in empfehlende Erinnerung und bitte meine geehrten Abnehmer um recht zahlreichen Zuspruch. C. Dannenberg. 2859) Von köuigl. sächs. Medic. - Polizeibehörden geprüft und genehmigt. Robert Freygang's Kiseit - lAtpiewr und Eisen-Magenbitter. Durch ihren Eisengehalt und Bitterstoff, Nerven stärkend, Verdauung erregend und ganz besonders für blast Äusseheude (Blutmangel Habende) von außerordentlicher Wirkung. Atteste ärztlicher Autoritäten liegen vor. Leipzig. Stöbert Frey gang, alleiniger Destillateur desselben. In Gießen zu haben bei Julius Wallach, am Markt. 2982) Moussirende Rheinweine in drei Qualitäten, vom Hause Math. Müller in Eltville, empfehlen wir hiermit und erlassen diese bei größerer Abnahme zu Fabrikpreisen. Gebr. Ebel. "Das Neueste in Damen-Winternmirteln in frischer Sendung bei Becker $ Engel in Friedberg. (3109) Passende Fe^tgeschenke. 3050) Taschenschirme nach neuester Construction, seidene Alpaca-, baumwollene Regenschirme, sowie das Modernste in En-tout-cas, zu festen, aber soliden Preisen, empfiehlt W. Frank. 5 Th. Brück, Tapezier, M Kreuz Lit. B. Nr. 98, bringt fein Lager in Möbeln aller Art, Spiegeln in Gold- und Barock-Rahmen, sowie alle Artenn Golbleisten, Teppichen, Damast, und Tischdecken, gemalten Fenster-Rouleaux und Wachstüchern, Bettfedern, allen Sorten von Bronce-Gallerien und Haltern re. in empfehlende Erinnerung. ________________________________ 2983) Photographie - Bilder, ,. Rahmen, „ Album, Alles in größter und neuester Auswahl, empfiehlt zu den billigsten Preisen Georg Lüdeking.