Das am nächsten Mittwoch erscheinende Anzeigeblatt wird statt Vormittags , erst Nachmittags ausgegeben. j - ■» - Die Expedition. Anztigeblstl für die Stadt und -en Kreis Gießen. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwochs und Samstags. — Preis deS Jahrgangs für Einheimische 1 ff. 36 ft., für Auswärtige, incl. Postaufschlags 2 ff. — Auswärts abonnirt man ffch bei allen Postämtern. — In Gießen bei der Expedition (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1). Jfä 26 Samstag den 30. Ärärz 1861. '—■E— .n. n ’ ;;; Qin*j i;/?■-.; 77rsi. .«chi« °-l»irnis«rtz W m t l i eh e v T h e L 1« Bekanntmachung, die Außercourssetzung der Fürstlich Reuß - Plauen'schen Kassenanweisuugen vom 27. März 1849 betr. Die nachstehende von der Fürstlich Reußischcn Commission für Verwaltung der Staatsschulden erlassene Bekanntmachung wird hierdurch zur Kenntniß des inländischen Publikums gebracht. ttn« tu Darmstadt, den 26. Februar 1861. . .... . ' .. Großherzogliches Ministerium der Finanzen. F. v. Schenck. Hahn. Bekanntmachung. Die auf Grund der höchsten Verordnung vom 27. März 1849 und der Ministen'al - Bekanntmachung vom 27. Juli 1852 verausgabten und noch im Umlauf befindlichen Kassenanweisungen ves FürstenthumS Reuß I. L. b. 1 Thaler sollen in Gemäßheit des in §. 12 der gedachten Verordnung gemachten Vorbehaltes nunmehr eingezogen werden und fordern wir zu dem Zwecke die Inhaber dieser Kassenanweisungen auf, Letztere bis einschließlich den 31. Decembcr 1861 gegen in Gemäßheit des Gesetzes vom 7. Januar 1860 und unserer Be- kanntmachung vom 9. Juni 1860 ausgefcrtigte Kassenscheine gleichen Betrags bei Fürstlicher Hauptstaatskasse hier umzu- tauschen. Dieser Umtausch erfolgt jedoch nur im Wege unmittelbarer Auswechslung und ist eine Korrespondenz dabei ausgeschlossen. ■.-••• ?;ri5i Bis einschließlich den 30. November 1861 behalten die alten Kassenanweisungen neben den neuen Kassenscheinen volle gesetzliche Geltung für den Verkehr, wogegen sie während des Monats Decembcr 1861 nur noch Behufs des vorgedachten Umtausches Gültigkeit behalten. Mit dem 1. Januar 1862 werden die alten Kassenanweisungen völlig werthlos und findet hiergegen eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nicht Statt. Gera, den 26. Januar 1861. —————— Die Commission für Verwaltung der Staatsschulden. Der landesherrliche Commissär: Der landständische Commissär : Dr. E. v. Beulwitz. Julius Glaß. Bekanntmachung, die Einziehung der im Jahr 1848 ausgegebenen Großherzoglich Sächsischen Kassenanweisungen betreffend. Das unterzeichnete Großherzogliche Ministerium bringt hierdurch die nachstehende Bekanntmachung des Großherzoglich Sächsischen Staatsministcriums vom 1. Februar 1861 unter Bezugnahme auf die diesseitige Bekanntmachung vom 1. Juni v. I. (Nr. 18 des Regierungsblattes) gleichfalls zur öffentlichen Kenntniß. Darmstadt, den 26. Februar 1861. , Großherzogliches Ministerium der Finanzen. F. v. Schenck. Hahn. Ministerial-Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 5. Mai 1860 wegen gänzlicher Einziehung der älteren Großherzoglich Säch- fischen Kassenanweisungen im Gesammtbetrage von 600,000 Thalern wird hierdurch nochmals daran erinnert, 1) daß, vom ersten März dieses Jahres an die nach der Bekanntmachung vom 4. Februar 1848 „in Gemäßheit des Gesetzes vom 27. August 1847" ausgegebenen Großherzoglich Sächsischen Kassenanweisungen zu Einem Thaler und zu Fünf Thalern bei den öffentlichen Kaffen des Groß- herzogthumes nicht weiter in Zahlung anzunehmen sind; 2) daß dagegen die gedachten älteren Kassenanweisungen noch bis einschließlich den ein und dreißigsten Mai dieses Jahres bei der Großherzoglichen Haupt-Staatskasse zu Weimar gegen neue dergleichen, nach der Bekanntmachung vom 1. Novem- der 1859 „in Gemäßheit des Gesetzes vom 20. April 1859" auSgcgebene umgetauscht werden können; 3) daß aber mit dem Eintritte des ersten Juni dieses Jahres alle „in Gemäßheit des Gesetzes vom 27. August 1847" ausgegebene Großherzoglich Sächsische Kassenanweisungen, theils auf Einen Thaler, theils auf Fünf Thaler lautend, völlig wcrthloS werden und dagegen auch eine Berufung auf Vie Wiedereinsetzung in ven vorigen Stand nicht Statt findet. Weimar, den 1. Februar 1861. Großherzoglich Sächsisches Staatsministerium, Departement der Finanzen. G. Thon. , _________________________ Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundene Gegenstände. Ein seidenes Halstuch, ein Federmesser, ein Damengürtel, ein carirtes leinenes Taschentuch, gez. G. E. unv ein Rasirmesser. Die Eigenthümer werden aufgefordert, sich bald zu melden. Gießen, den 28. März 1861. Großhcrzogliche Polizeiverwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen. Besondere Bekanntmachungen. Verstellung von Militärpferden. 691) Es sollen wieder Militärpferde, die sich zum Reiten und Ziehen eignen, in Verstellung gegeben werden, und wollen diejenigen hiesigen Einwohner, welche auf ein solches Pferd reflectircn, dieses bis zum 3. April d. I. bei der unterzeichneten Stelle anmelden. Gießen, den 28. März 1861. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______________D. Ebel.___________ Feldstrafen-Erhebung bei dem Rentamt Gießen. 675) Die Feldstrafen von der I. Pe- riode l. I. können vom 1. bis 15. k. Mts. an den Zahltagen Dienstags und Samstags, ohne Kosten, bezahlt werden. Gießen, den 27. März 1861. Großherzogliches Rentamt Gießen. _____________ Melchior.__________ Geldaufnahmen bei der Stadt Gissten. 527) Bei der Stadt Gießen können Kapitalien zu 3% Procent Zinsen mit Kün- digungSrecht und unter sonstigen günstigen Bedingungen jederzeit angelegt werden. Anerbietungen nimmt die unterzeichnete Stelle entgegen. Gießen, ven 13. März 1861. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________D. Ebel.____________ 642) Da vic Abhaltung des Grünberger Ostermarktes wegen der eingetretenen ungünstigen Witterung am 21. v. MtS. ganz unmöglich war, so soll dieser für die hiesige Gegend besonders wichtige Vieh- und Krämermarkt Montag den 8. k. Mts. nochmals abgehalten werden. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden daher bringend ersucht, dieses im Interesse des handeltreibenven Publikums in ihren resp. Gemeinden gefälligst auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Grünberg , den 22. März 1861. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Grünberg. Arnold. 690) Die Zahltage der Spar- und Leihkaffe werden vom 3. April 1861 an in meiner jetzigen Wohnung, Lit. A. Nr. 165 in der Branvgasse, abgchalten. Die Herren Bürgermeister des Kreises Gießen werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden bekannt machen lassen zu wollen. Gießen, den 28. März 1861. Kehr, Sparkasse-Rechner. Oeffentliche Aufforderung. 454) Da der Jacob Naumann aus Naunheim im Kreise Gießen von da wegziehen und in die, der Bürgermeisterei Hausen im Kreise Friedberg angehörende Gc- meinte Oes, woselbst er sein Heimathsrecht, resp. seine Aufnahme als Ortsbürger erworben, überziehen will, unv demzufolge den Johannes Weimer zu Naunheim ermächtigt hat, den Erlös für sein veräußertes Vermögen zu erheben und die darauf haftenden Schulden zu bezahlen, so werden alle Diejenigen, welche rechtmäßige Forderungen an Jacob Naumann zu machen haben, ! aufgefordert, dieselben bei genanntem Joh. Weimer binnen vier Wochen, von heute an gerechnet, sogewiß geltenv zu machen, als sonst, nach Ablauf dieser Frist, keine Rücksicht mehr genommen werden wird. Naunheim, ven 6. März 1861. Großherzogliches Ortsgericht Naunheim. Rühl. Versteigerungen. 692) Das Schälen von Eichenrinden und das Aufarbeiten von Holz bei der Stadt Gießen soll Montag den 8. April 1861, des Morgens 9 Uhr, auf dem Rathhause dahier an ven Wenigst- fordernven vergeben werten. Gießen, den 28. März 1861. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel. Kalklieferung. 545) Die unterzeichnete Anstalt beabsichtigt,. ihren jährlich circa 12 bis 1300 Hess. Bütten betragenden Kalkbedarf vom 1. Juni v. I. ab in* öffentlicher Versteigerung an den Wenigstnehmenden auf ein Jahr vorerst zu vergeben, wozu sie Liebhaber auf Dienstag den 2. April d. I., Morgens 10 Uhr, auf ihr Geschäftsbüreau einladet, allwo auch die Lieferungsbedingungen mitgetheilt werden- Gießen, ven 14. März 1861. Gießener Gasfabrik. Brehm. Loh 693 solle Wal Gen Haus T den Schl wird E 629 je soll bczir nach werd 41 7! 5‘ 200( l t 6! 515( 144l 351 48( 184 66 Ai Werl Tage Bren G lung< Z.' der < D der i ses i lasser Q 531) soll c storbk in bi Verstc Gi Lohrinde-Verkauf bei der Stadt Gießen und der Gemeinde Albach. 693) Montag den 15. April 1861, des Morgens 10 Uhr, sollen circa 200 Centncr Lohrinde aus den Waldungen der Stadt Gießen und der Gemeinde Albach auf dem hiesigen Rathhause an den Meistbietcnven versteigert werden. Die Waldwärter der betreffenden Gemeinden sind angewiesen, den Kaustiebhabern die Schläge, aus denen die Rinde gewonnen wird, auf Verlangen vvrzuzeigen. Gießen, den 28. März 1861. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 629) Mittwoch den 3. unv Donnerstag den 4. April 1861, jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalve, Schutz- bczirk Fernewald, Distrikt Strangswiese, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werben, nämlich: 46'/2 Stecken Kiefern-Scheidholz, 75 7ä „ ,, Prügelholz, 59 „ „ Stockholz, 2000 Wellen „ Reisholz, 1 Stecken Fichten-Scheidholz, 5 ,, „ Prügelholz, 63'/. „ „ Stockholz, 5150 Wellen „ Reisholz, 1440 Laste Allerleiholz, 357 Fichten-Stämme mit 9496 Cubikfuß, von 5 bis 18'/2" Durchmesser und 30 bis 85' Länge, 489 Kiefern-Stämme mit 10198 Cubikf./ von 5 bis 20" Durchmesser unv 30 bis 70' Länge, 184 Fichten-Stangen mit 1064 Cubikfuß, 68 Kiefern- „ „ 278 „ Am ersten Tage kommt das Bau- und Werkholz zur Versteigerung und am zweiten Tage wird damit fortgefahren und mit dem Brennholz der Schluß gemacht. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft Zahlungsfrist bis 1. September 1861. Zusammenkunft am Steinbacher Weg bei der Strangswiese. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, am 21. März 1861. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. __________ D. Ebel.__________ 531) Dienstag den 30. April, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause das dem verstorbenen Ludwig Gerhardt gehörende Haus in der Sandgasse an den Meistbietenden Versteigert werden. Gießen, den 14. März 1861. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers: C. Weidig, Ortsgerichtsmann. 677) Ein städtisches Triebviertel, sowie ein Wüstungsstück, soll Samstag den 6. April d. I., Vormittags 10 Uhr, auf hiesigem Rathhause auf sechs Jahre verpachtet werden. Gießen, den 28. März 1861. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________D. Ebel. 644) Die Lieferung von 60 Stecken Buchen-Scheidholz für das Bürgerhospital und die Stadtarmen soll im Summissions- wege vergeben werden und sind deßfallsige Offerten bis zum 3. April 1861 bei dem Unterzeichneten, bei welchem auch die Bedingungen eingesehcn werden können, abzugeben. Gießen, am 23. März 1861. Der Rechner: _______________________Wittich. Holzversteigerung in der Oberförsterei Schiffenberg. 676) Freitag den 5. April wird im Domanialwalde, District Franzenwald, nach- verzcichnetes Holz versteigert: Scheidh. Stecken Prügelh. Stockh. Reish. Stecken Stecken Wellen Buchen 16 17 41 1300 Eichen und (q. Birken r 43 85% 4600 Weichh. u.- Nadelholz j 13 98 3425 sodann: 92 Eichcnstämme = 1224 Cubikfuß, 3 Birkenstangcn — 6 Cubikfuß unv 20 Hainbuchcnstangen — 2 Cubikfuß. Credit bis 30. September. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der chaussirten Schneiße. Gießen, am 27. März 1861. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. _____________Dr. Draudt._____________ Holzversteigerung. 645) Dienstag den 9. April l. I., Vormittags 9 Uhr, sollen in der Oberförsterei Rabenau, Di- stricl Eichwald, nachstehende Holzsorti- mente zur Versteigerung kommen: 120 Stecken Buchen-Scheidholz, 20 „ Aspen- „ 173 „ Buchen-Prügelholz, 4 „ Aspen- „ 66 „ Buchen-Stockholz, 41/ „ Aspen- „ 4300 Wellen Buchen-Reisholz, 225 „ Aspen- „ 115 Cubikfuß Eichen- und Buchen-Stan- genholz. Der Zusammenkunftsort ist der District Eichwald, zunächst der Bcuerner Waldgrenze, '/29 Uhr Morgens. Londorf, am 23. März 1861. Der Oberförster: Hoppe. 1 Holzversteigerung. 679) Donnerstag den 4. April l. I., von Vormittags halb 9 Uhr an, sollen in dem AUertshäuser Gemeindewalde, Districtcn Langenbruch und Koppel, nach- stehende Holzsortimente zur Versteigerung kommen, als: 11 Stecken Buchen-Scheidholz, 15 „ Eichen- „ 11 „ Birken. „ 8 „ Aspen- „ 1 u Buchen-Prügelholz, 25 „ Eichen- „ 8 „ Birken- „ 18 „ Nadel- „ 3 „ Aspen- „ 4 „ Buchen-Stockholz, 25 „ Eichen- „ 5 „ Birken- „ 3 „ Nadel- „ 350 Wellen Buchen-Reisholz, 2050 „ Eichen- „ 550 Birken- „ 300 „ Nabel- 150 „ Aspen- „ 153 Eichen-Stämme von 7 bis 18 Zoll Durchmesser und 10 bis 50 Fuß Länge, 7 Birken-Stämme von 10 bis 14 Zoll Durchm. und 15 bis 20 Fuß Länge, 4 Nadel-Stämme von 8 bis 12 Zoll Durchm. und 10 bis 30 Fuß Länge, 4 Aspen-Stämme von 9 bis 15 Zoll Durchm. und 15 bis 25 Fuß Länge. Die Zusammenkunft ist Morgens 8 Uhr vor dem District Buchkopf, an dem Wege von Gießen nach Odenhausen. Allertshausen, den 26. März 1861. Großherzogliche Bürgermeisterei Allertshausen. Römer. Holzversteigerung. 661) Dienstag den 2. April d. I., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen im District Gerwieserstrauch: 38 Stecken Buchen-Scheidholz, 53 ,/ ff Prügelholz, 50 „ „ Stockhölz, 2125 Wellen „ Reisholz; sodann im District Hellgraben: 14 Stecken Buchen- u. Eichen-Prügelholz, 10 „ „ Stockholz und 80 Schichten „ Reisholz, meistbietend, unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteigert werden. Bemerkt wird, daß dieses Holz von vorzüglicher Qualität ist und an einer guten Abfahrt liegt. Credit wirb gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft bis Michaeli b. I. gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeister wer- den im Interesse ihrer Gemeinden um gefällige Bekanntmachung dieses ersucht. Hof Strupbach, den 24. März 1861. D. Schwarzentraub. Verpachtung. 711) Das dem Kaufunger StiftrfondS zugehörige Gelände: 3 Morgen 134 Klafter Wiese am Hamm, hinter der neuen Mühle dahier, und */8 Morgen, alten Maaßes, Grablattd auf den Bleichgärten dahier, soll Montag den 8. April, Vormittags 11 Uhr, auf dahiesigem Rathhaus öffentlich an den Meistbietenden verpachtet werden. Gießen, den 28. März 1861. C. Fuhr, Hofgerichts-Advocat. Holzversteigerung. 647) Mittwoch den 3. April d. I. wird nachverzeichnetes Holz an Ort und Stelle meistbietend verkauft: 1) im Distrikt „Jsselscheid" Morgens halb 9 Uhr: 4'/2 Stecken Eichen-Stammprügelholz, 4000 Stück Buchen- und Eichen-Stamm- wellen; 2) im District „Helfholz" Morgens 11 Uhr: 13900 Stück Buchen-Stammwellen, 1. Qualität. Sammelplatz gegen 11 Uhr im sogenannten Dachsboren. Credit bis Martini 1861. Hohensolms, den 23. März 1861. Der Fürstliche Oberförster: ___________Münch.________ 646) Dienstag den 2. April d. I., Vormittags 10 Uhr, sollen in .dcm hiesigen Gemeindewalde, Distrikt Dernbachswald, 84 Stecken Fichten- und Kiefern-Durchforstungs-Haufen, sowie 25 Eichen-Bau- und Werkholz-Stämme von 819 Cubikfuß, versteigert werden. Die Zusammenkunft ist in Rodheim. Rodheim, am 23. März. 1861. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim. __________Wagner.__________ Arbeitsversteigerung. 678) Donnerstag den 4. April l. I., des Nachmittags um 4 Uhr, sollen auf hiesiger Bürgermeisterei nachver- zcichnete Arbeiten, als: das Abstoßen der Rinnen an der Ortsstraße, veranschl. zu........5 fl. 20 fr. Chaussirung einer Strecke Wegs nach Alten-Buseck, veranschlagt zu . . . . 18 „ — „ Lieferung, Aufsetzen u. Klopfen von Steinen, veranschl. zu 16 „ 19 „ Anfertigung eines neuen Fried- hofthors von Holz, veranschlagt zu.....27 „ 30 „ Steinhauerarbeit zu demsel- den, veranschlagt zu . . 2 „ 30 „ an den Wenigstnehmenden vergeben werden. Trohe, am 27. März 1861. Großherzogliche Bürgermeisterei Trohe. Hammel. Arbeitsversteigerung. 680) Mittwoch den 3. April, Vormittags 10 Uhr, sollen auf hiesigem Bürgermeisterei-Büreau nachfolgend verzeichnete Arbeiten öffentlich wenigstnehmend in Accord gegeben werden: Unterhaltung der gemeinheit- lichen Güter, veranschl. zu 70 fl. — kr. Unterhaltung der Pumpen, veranschlagt zu . . . . 18 „ — „ Maurerarbeit am Spritzen- hause, veranschlagt zu . 52 „ 40 „ Zimmerarbeit daselbst, veranschlagt zu.....10 „ 16 „ Dachdeckerarbeit daselbst, veranschlagt zu .... 9 „ 36 „ Schreinerarbeit daselbst, veranschlagt zu .... 31 „ 30 „ Glaserarbeit das., veranschl. zu 20 „ — „ Weißbinderarbeit daselbst, veranschlagt zu .... 31 „ 48 „ Pflasterarbeit daselbst, veranschlagt zu.....24 „ 18 „ Maurerarbeit an den Schul- gebäuven, veranschlagt zu 50 „ 24 „ Zimmerarbeit das., „ „ 69 „ 38 „ Glaserarbeit das., „ „ 16 „ — „ Weißbinderarbeit das., veranschlagt zu . . . 12 „ 14 „ Fertigung eines Glockenseils, veranschlagt zu . . . . 7 „ 20 „ Maurerarbeit an der Brücks d , in der Borngaffe, veranschlagt zu.....65 „ 37 „ Zimmerarbeit das., veranschl. zu 23 „ 48 „ Pflastcrarbeit das., „ „ 24 „ — „ Unterhaltung der Wege außerhalb des Orts, veranschl. zu.....- - • 45 „ - „ Steinfahren, Steinsetzen und Steinschlagen, veranschl. zu 73 „ — „ Annerod, am 26. März 1861. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. I. A.: L. Hahn, Bezirksbauaufseher. 721) Donnerstag den 4. und Freitag den 5. April, des Morgens 8 Uhr, sollen in dem hiesigen Gemeindewalde, am neuen Licher Weg am Pflanzgarten: 160 Stecken Buchen-Scheidbolz, 201 „ „ Prügelholz, 124 „ „ Stockholz, 9920 Wellen „ Reiöholz, 2 Stecken Birken-Scheidholz, 11 „ „ Prügelholz, 325 Wellen Eichen-Reisholz, 5 Stecken „ Prügelholz, 6 7« „ „ Stockholz, 1825 Wellen Weiden-Reisholz, 395 Fichten Stangenholz von 20 bis 35 Fuß Länge und 2 bis 5 Zoll Durch- 11!; messer, 12 Eichen-Bau- und Werkhvlzstämme von 20 bis 30 Fuß Länge und 6 bis 10 Zoll Durchmesser. Die Zusammenkunft ist am Licher Weg, das Bau- Werk- und Nutzholz kommt Freitag den 5. April zur Versteigerung. Ettingshausen, den 29. März 1861. Großherzogliche Bürgermeisterei Ettingshausen. ____________Sommer._______ Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 695) Freitag den 5. April, Morgens 8 Uhr, soll im Distrikt Höler, auf der alten Gießener Straße bei dem Albacher Hof anfangend, nachstehendes Holz versteigert werden, als: 228 Stecken Buchen-Stamm-Prügelholz, 86 „ „ Stockholz, 7725 Wellen „ Reisholz, 130 Stämme Tannen-Bauholz von 2700 Cubikfuß, 400 Eichen-, Buchen-, Birken- u. Fichten- Wagnerstangen von 900 Cubikfuß. Lich, am 28. März 1861. Fürstliche Oberförsterei Lich. Eigenbrodt. 694) Mittwoch den 3. April, Nachmittags 2 Uhr, werden im Hause des Metzgermeisters Magel Bett- und Weißzeug, Haus- und Küchen- gcräthschaften öffentlich an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung versteigert. Fcilgebotkües. Sehr gute Rheinweine, der Schoppen zu 12, 18 und 24 kr., verzapft 11 August Noll, (718) __________im Stern. 719) Vorzügliche Häringe zu 3, 4 und 6 kr. das Stück, Sardellen, Laberdan, Sardines1 ä l’huile de Nantes, Bremer Bricken (Neunaugen), Schweizer und Limburger Käse, sowie ganz frische Apfelsinen und Citronen, empfiehlt Hch. Ferber, am RathhauS. 697) Erbsen und Wicken, in schöner Waare, empfiehlt G. F. Eißner, am Kreuz. I Herren Hüte in moderner Auswahl empfiehlt " __PH. Lüdeking. 636) Dung-Gyps empfiehlt Emil Pistor. 564) Eine sehr große Sendung Bielefelder Leinen, per Stück 24 fl. und 70 fl., weiße und farbige Hemden, per Stück 1 fl. 12 kr. und 7 fl., Taschentücher, Brusteinsätze und Leder-Leinen ist wieder angekommen._______Wild. Schmoll. 656) Schöne weiße Frühkartoffeln sind zu verkaufen bei PH. Hellwig, auf dem Neuenweg- Borussia-Essenz! 497) Von diesem fast in ganz Deutschland allgemein eingeführten und beliebten Getränk, dessen kräftige Wirkung und Stärkung auf Magen, Verdauungsorgane re. authentisch ist und keiner weiteren Anpreisung bedarf, sandte ich an Se. Majestät, unfern jetzt regierenden König Wilhelm I. von Preußen, und haben Se. Majestät in Allerhöchst Ihrem Antwortschreiben geruht, Sich bedankend und belobend über mein Fabrikat auszusprechen. Den Allein-Verkauf dieser ächten Essenz, deren Erfinder und alleiniger Fabrikant ich bin, habe ich dem Herrn Ludwig Jahreis für Gießen und Umgegend übergeben. Magdeburg, den 6. März 1861. August Franke. Mit Bezug auf vorstehende Anzeige, bemerke ich noch, daß die vorerwähnte Borussia-Essenz in Original-Flaschen ü 36, 40 und 48 kr. bis zu 1 fl. 12 kr. abgegeben wird.Ludwig Jahreis. Für Confirmanden empfiehlt sich durch ihre außerordemliche Schönheit, Korrektheit unv Billigkeit vor allen neueren Bibel-Ausgaben, die soeben complet im Bibliographischen Institut in Hildburghausen erschienene lutherische Gehestet in 20 Lieferungen ä S Sgr. Gebunden ganz Leder mit Goldschnitt Rthlr. Ä'/,. Neueste Pracht-Ausgabe in Groß-Octav, mit 50 schönen Stahlstichen und dem Prämienblatt : Das Abendmahl. C612) IO deren Güte garantirt wird, verfertigt zu den billigsten Preisen, Butzbach. Georg Kunz, Schlossermeister. 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Nr. 71. 698) Ein Haufen guter Mist ist zu verkaufen bei Joh. Kreiling, im Berg'schen Hause in dcrLöwengässe. 717) Vorzügliche Johanni-Kar- toffeln, sowie 12 Gentner gutes Heu, sinv zu verkaufen bei L. Becker, Asterweg. 681) Eine Schmiede mit Geschirr ist zu verkaufen bei Joh. Nachtigall, in Beuern. 685) Das den Andreas Schleen- becker's Erben in Königsberg zustehende Wohnhaus nebst Stall ist auf den Abbruch zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt Krauskopf, Großh. Bürgermeister. 684) Meinen Acker am Schäferbrunnen, % Morgen haltend, bin ich Willens, auf mehrere Jahre zu verpachten. W. Sauer Wittwc. 674) Zwei Gärten, Der eine am Nahrungsberg, der andere am Riegclpfav gelegen, — letzterer mit einer Wiese, — sinv auf 3 Jahre zu verpachten. Näheres bei der Erped. d. Bltts. 667) Unterzeichneter ist gesonnen, sein Material-, Färb- und Spezerei- Geschäft, nebst seinem dreistöckigen, an dem besten Platze der Stadt, an der Grünberger Straße gelegenes Wohnhaus, aus freier Hand zu verkaufen. Kaufliebhaber können zu jeder Zeit mit mir in Unterhandlung treten. Lich, den 26. März 1861. ___________ . Ernst Degen. Vermiet!) ungen. 683) Im Großmann'scheu Hause auf dem Lindenplatz ist eine Familienwoh- nung nebst Hausgarten zu vermiethen. 122) Zwei Familienwohnungen sind zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei Petex Vogt I. Eine kleine Familienwohnung ist zu vermiethen und am 15. April beziehbar bei Theodor Loos, ____________Neuenweg, Lit. B- Nr. 111. 702) Im Gasthaus zum Hirsch ist der 3. Stock, bestehend aus 3 Zimmern und allen Bequemlichkeiten, ist zu vermiethen und Anfangs Mai beziehbar.____________ 633) Das von Herrn P a g e n st e ch e r seither bewohnte Logis in meinem Hause ist durch dessen Wegzug anderweit zu vermiethen und alsbald beziehbar. Enders. 234) Eine kleine Familienwohnung ist zu vermiethen bei N. D. Sie r n-, Wallthorstraße. 700) Ein freundliches Logis von 2 Zimmern mit Kabinet ist durch den Wegzug des Herrn Wenzel alsbald zu vermiethen. Auch kann auf Verlangen noch eine oder zwei Stuben abgegeben werden. _______Georg Lampus, am Kreuz. 715) Zwei Logis sind in meinem Hause zu vermiethen unv können im Juni bezogen werben.___________Gg. Heinr. Lony. 687) Ein möblirtes Zimmer, nach der Straße gehenv, ist zu vermiethen bei Schmiedmeister Unverzagt. 701) Eine Familienwohnung, nebst einer Miststätte, ist zu vermiethen bei Philipp Schwalb Wittwe. 663) In dem vormals Schneider Schnei- der'schen Hintcrhause ist ein Zimmer zu vermiethen. 688) Mehrere Handwagen und Garten- Eggen sind gegen Vergütung zu verleihen bei Schmiedmeister Unverzagt. Vermischte Anzeigen. 710) Der Unterricht in meiner Lehranstalt beginnt wieder den 18. April. Anmeldungen neu aufzunchmender Schüler können täglich bei mir entgegengenommen werben.___________________C. Rahn. 722) Am 27. d. Mts. ist entweder in hiesiger Stadt oder in deren näheren Umgebung ein goldenes Medaillon verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen eine gute Belohnung an mich abzuliefern. Gießen, den 29. März 1861. Wolf, Hofger.-Avvocat. 707) Anmeldungen zur Ausnahme in die hiesige Großherzogliche Realschule für das mit dem 22. April beginnende neue Schuljahr können vom 14. April an täglich vormittags bei der unterzeichneten Direction gemacht werben. Die Prüfung der aufzunehmenden Schüler findet den 19. April vormittags um 9 Uhr in dem Realschulgebäude statt. Gießen, am 25. Merz 1861. Großherzogliche Direction der Realschule zu Gießen. Dr. Weigand. 4o8) Auswanderer nach allen Häfen Amerikas befördere ich über Bremen auf den vorzüglichsten, zur Passagierfahrt eigens erbauten und eingerichteten, mit gutem Proviant reichlichst ausgerüsteten Dampf- und Segelschiffen und halte mich zum Abschlüsse von Schiffsverträgen bestens empfohlen. Carl Spruek, Wallthorstraße, Lit. A. Nr. 57, Gießen. § Mdenlmrger Feuer-Versicherungs-Gesellschaft. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß dem Herrn A. Schultheiß jun. eine Agentur für Gießen und Umgegend übertragen worden ist. Darmstadt, den 20. März 1861. Die General-Agentur. Gg. Schwanholz. Die Oldenburger Feuer-Versicherungs-Gesellschaft, statutenmäßiges Grundkapital 3,500,000 ft., erste Emission 1,750,000 fl., übernimmt Versicherungen gegen Feuersgefahr zu festen, der Gefahr entsprechenden Prämien auf Mobilien, Fruchte, Vieh, Maschinen-Fabrik-Etablissements u. s. w. Antrags-Formularien und Versicherungs-Bedingungen werden unentgeldlich verabreicht. Gießen, den 22. März 1861. Die Agentur. A Schultheiß jun. 696) Der Wetterauer Bote Nr. 31 berichtet über eine bei mir, dem Unterzeichneten , gehaltenen Versammlung vom 24. Februar d. I. — Es ist wahr, daß diese Versammlung der Baptisten-Gemeinde Fronhausen bei mir stattgefunden hat; nur das, was darüber berichtet ist, muß ich als eine vorsätzliche, böswillige Verdächtigung und Entstellung bezeichnen. In dieser Versammlung wurde allerding ein Vortrag von dem Vorsteher der Gemeinde, dem Schreiner Becker aus Fronhausen, über die Worte Ps. 90 V. 12 gehalten; darauf wurde das Abendmahl gehalten und von ebendemselben verwaltet, wobei Trennung der männlichen und weiblichen Mitglieder stattfindet; am Schluffe des Mahls wird ein der Feier Ausdruck gebender Vers gesungen, wobei die Mitglieder Hand in Hand geschlossen stehen; wann derselbe beendet, geben sich die Nahstehcnden den Bruderkuß mit einem Wort der Ermahnung zur Treue auf den Tod Jesu. Dies die Form der Versammlung der Baptisten-Gemeinven! Sollte vielleicht der Berichterstatter des „Wctterauer Boten" zu denjenigen Leuten gehören, die aus allzugroßem Eifer für die Wahrheit, dieselbe selbst vergessen, so möchte ich ihm zurufen: Komm und siehe es! — Daß aber derselbe alles, was er berichtet, nicht gesehen, geht aus seiner eigenen Darstellung hervor; wahr scheint bei ihm das Wort zu sein: Weß das Herz voll ist, deß geht der Mund über. Das Umhalsen muß sein Lieblingsthema sein; dabei dürfte er wohl die Stelle eines ersten Liebhabers einnehmen, und mit Zuversicht wäre zu erwarten, ihn auf den ersten Bänken in solchen Versammlungen zu sehen, wenn er wüßte und selbst glaubte, daß das wahr sei, was er berichtet; daher scheint es ihm auch auffallend, ein Frauenzimmer in meinem Hause zu wissen und sich dabei Sitten-Reinheit zu denken, ein solcher Gedanke scheint bri ihm zu dem Unmöglichen zu gehören. Wäre er nur gekommen, um zu sehen — er hätte über Zweck, Alter und Herkunft gewisse Auskunft haben können. Wenn der Berichterstatter damit den Nagel auf den Kopf treffen will, daß er solche Vorgänge dem Urtheil der öffentlichen Meinung überläßt, so darf ich ihm zur Beruhigung sagen, daß dasselbe längst bei dem wohlgesinnten, urteilsfähigen und wahrheitsliebenden Publikum über die Baptisten gefällt ist, nur leider nicht im Geschmack des Berichterstatters. Denn Niemand bedarf das Urtheil der öffentlichen Meinung weniger zu scheuen, als die Baptisten; weil bei ihnen der Grundsatz fest steht, daß Religion im christlichen Sinne unzertrennlich ist von der höchsten Moral, und wo dies nicht vereint ist, Ausschluß erfolgt. Da die Aufnahme in die Baptisten-Gemeinde nur von einem veränderten Lebenswandel, vereint mit christlicher Gesinnung, abhängig ist, so fällt nicht in Betracht, was die Leute waren, sondern was sie eben sind. Ferner ist wahr, daß die Baptista: bei ihren Gottesverehrungen in den Versammlungen keinen Geschmack daran finden, von einem geistlosen Tugendritter der Neuzeit unterhalten zu werden; das Verhältniß zwischen ihnen und ihrem Gott ist das einzige, was sie hören wollen. Beuern," den 27. März 1861. PH. Sommerlad. 495) D i e Magdeburger Feuerverficherungs - Gesellschaft, Grundkapital: Acht Millionen, Sieben Hundert und Fündig Taufen- Gulden, hat den Spenglermeister, Herrn Philipp Zimmer in Lich, an Stelle des früheren Agenten, Herrn C. Volp in Lich, zum Agenten für die Stadt Lich und Umgegend ernannt, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringt, Darmstadt, im März 186t, H. Hahn, General Agent der Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft. Bezugnehmend auf vorstehende Anzeige empfehle ich mich zur Annahme von Versicherungsanträgen für genannte Gesellschaft und bin zu jeder gewünschten Auskunft gerne bereit. Lich, im März 1861. Philipp Zimmer, _____________________ Agent der Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft. Dee „Wettevauer Bote" erscheint auch im nächsten Quartal wöchentlich dreimal, am Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die stets wachsende Verbreitung des Wetterauer Boten glauben wir als einen Beweis ansehen zu dürfen, daß derselbe die Aufgabe eines unabhängigen Volksblatts richtig aufgefaßt hat und die Redaction wirb auch ferner bemüht fein durch eine Besprechung der öffentlichen Angelegenheiten im Sinne einheitlichen und freiheitlichen Fortschrittes die nationalen Strebungen des Volkes nach ihren Kräften zu unterstützen. Nächst Leitartikeln, einer Uebersicht der politischen Tagesbegebenheiten, kurzen Erzählungen, Berichten über Handelsnachrichten, Fruchtmärkte re. wibmet der Wetterauer Bote den Zuständen unseres engeren Vaterlandes besondere Aufmerksamkeit und alle dahin gehörige wahrheitsgetreue Mittheilungen sind willkommen. Als Organ der Mittelrheinischen Turnvereine ist ein Theil des Raumes zur Besprechung turnerischer Interessen bestimmt und bitten wir um rasche Einsendung aller einschlagenden Nachrichten. Der Preis beträgt vierteljährig in Butzbach und dessen Umgebung 42, mit Bringerlohn 48, durch die Post bezogen 45 fr. — Inserate finden weite Verbreitung; wir berechnen die Petilzeile oder deren Raum zu 2 fr., die beiden ersten Zeilen zusammen 6 fr. Damit die Zusendung feine Unterbrechung erleidet, bitten wir die Bestellungen auf den Postexpeditionen alsbald zu machen; den Abonnenten in hiesiger Stadt und Umgegend werden wir den Wetterauer Boten, wenn eine Abbestellung nicht erfolgt, in seitheriger Weise übersenden. Butzbach, im März 1861. Die Expedition des Wrttersner Boten M. H. u h Fache Buchdrucker«!. 709) Am 1. April, als am 2. Osterfeiertage, findet ein W z Schuhmachergefellrn-Ball, 8 K "«er Mitwirkung de« Mufik-Eorp« de« 8. JLger-Bakaillm« A M zu Wetzlar im Leib'scheu Saale Statt. M # . »"fang 7 Uhr. J W , vindem man hiermit bemerkt, daß fich ein jeder anständige Ball- M D liebhaber betheiligen kann, ladet man zu recht zahlreichem Besuche M G hiermit freundlichst ein. Der Vorstand. Ich ©SVGSGGKOGGGKHGGGGGKGKGGGGW 720) Dienstag den 2. April, als den 3. Osterfeiertag: Concert im Leib'schen großen Saale, ausgeführt vom ganzen Musik-Corps des Königl. Preuß. 8. Jäger- Bataillons zu Wetzlar. Anfang bei ungünstiger Witterung um 5 Uhr, bei günstiger Witterung um 6 Uhr. 649) Ein geistig und körperlich gesunder junger Mensch findet als Lehrling mre Stelle in einem En-gros- und Export- Geschäft, welches Gelegenheit zu vielseitiger Ausbildung bietet. Gute Schulkenntnisse fam liebsten Gymnasial-Bildung bis zur Seeunda) sind erforderlich. Anerbietungen sind schriftlich und eigenhändig vermittelst der Exped. d. Bltts. franco vor Ostern, oder etwa drei Wochen nach Ostern, zu machen. Geschäfts-Eröffnung. 689) Einem geehrten Publikum mache ich hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich mich dahier als Schuhmachermeister etablirt habe. Indem ich mich daher mit allen in mein Geschäft einschlagenden Arbeiten bestens empfehle, verspreche ich prompte und reelle Bedienung. Heinr. Hammel, Schuhmachermeister, Mühlgasse, Lit. D. Nr. 83. 664) Den zweiten Osterfeiertag beabsichtigt der hiesige Gesangverein „Liederkranz" eine Abend-Unterhaltung im B u s ch'schen Garten abzuhalten, wozu Karten für einen Herrn zu 9 kr. und für eine Familie zu 18 fr. bei den Herren Golvarbeiter Heinrich, Ph. Schlatter am Kreuz, L. Kauf im Darmstädter Haus und Ed. Strack zu haben sind. Anfang 5 Uhr. Der Zutritt von Kindern ist nicht gestattet. Der Vorstand. 405) Bei herannahender schöner Jahreszeit erlaube ich mir, einem verehrlichen Publikum meine Wirth- schaft auf dem Wellershäufer Hofe in empfehlende Erinnerung zu bringen. E. Pausch. 625) Einem geehrten Publikum empfehle ich mich als Wärterin bei Wöchnerinnen und Kranken. - Marie Henrich, bei Hrn. Schuhmachermeister Ocker in der Neustadt. 705) Bei günstiger Witterung LVirth- schaft auf dem Heyersschen Felsenkeller. J_______________W, Jacobi- 682) Ein junges Mädchen, mit guten Zeugnissen versehen, kann bei einer kleinen Familie einen Laufdienst erhalten. Näheres bei der Ehped. d^ Bltts. 716) Ein ordentliches Mädchen, welches schon gedient hat und mit einem Kinde gut umzugehen versteht, wird alsbald in Dienst gesucht. Näheres bei der Expcd. d. Bltts. 704) Den 2. Osterfeiertag ist gut besetzte Tanz-Musik bei mir anzutreffen. Anfang 6 Uhr Abends. Ende 5 Uhr Morgens. Th. Lo'ny, im Promenadehaus. Die Nummer 48 hat die Chatulle ge- wonnen._________Vogel, Polizeiviener. 703) Am zweiten Osterfeiertage findet Tauz-Musik im Hahn'schen Locale in Großen-Buseck Statt. -- *i »__________ 723) Am dritten Osterfeiertag, bei günstiger Witterung: E o n c e r t der Gießener Musik-Capelle im Schiefer'schen Garten in Wieseck. ________Anfang Nachmittags 3 Uhr.______ 706) Den 3. Osterfeiertag findet von Morgens 9 Uhr an Harmonie-Musik Statt bei T h. L o n y, im Promenadehaus. 686) Es liegen bei der Löber'schen Stiftung circa -2000 fl. gegen gerichtliche Sicherheit zum. Ausleihen bereit. . . . Gießen, den 28. März 1861. Der Rechner der Löber'schen Stiftung: Gail. ___ Frischbäcker zu Gießen. Am ersten Ü sterfei erta ge. Daniel Rühl am RathhauS. Am zweiten Osterfeiertage. Carl Steinberger in oet Löwengasse. Christian Noil in der Neustadt._________ Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. G o t t e s d i e n st. Ilm I. Osterfeiertage, den 31. März. Morgens: Geheimer Kirchenrath Dr. Engel. , Nachmittags: Mitprediger LipS. Universitäts-Gottesdienst. Um tl Uhr: Professor Dr. Heffe. Am II. Osterfeiertage, den 1. April. Morgens: Pfarrer Landmann. Nachmittags: Mitssrediger Krufi. Hospital - Gottesdienst. Um halb 11 Uhr: Mitprediger Balser. Getauft. Den 27. März. Dem Bürger und Spenglermeister, Christian Faber, eine Tochter, Karoline Susanne Luise Rosalie, geboren den 28. December. Beerdigte. Den 24. M ärz. Ludwig Christian Großmann, Bürger und Büchsenmachermeister dahier, alt 65 I. 3 M. 12 T-, gestorben den 21. März. Den 29. M arz. Margarethe Lemp, des OrtS- bürgerS. zu Treis und Schäfers Johannes Lemp, eheliche Tochter, alt 16 I., gestorben den 27. März. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Geheimer Kirchenrath Dr. Engel. Katholische Gemeinde. Gottesdienst. An Sonn- und Festtagen findet von dem heiligen Osterfeste ast bis auf Weiteres a) die Frühmesse um 7 Uhr, 6) das Hochamt um 9 Uhr statt. Beerdigt. Den 24. März. Der hieflge Bürger und Ziegler, Johann Joseph Winter, verehelicht, alt 43 I. 7 M. 10 T., gestorben den 22. März. Fremden-Register vom 25. bis 27. März 1861. I n d e n Gast-Häusern. Im Rappen : 1 Hrn. Fabrik. Hehrmann v. Elberfeld u. Göbel v. Mühlheim- Hr. Walldapp, Doct. v. Wildungen: Hr. Epstein, Lehr. v. CarlS- rube • Hrn. Jnspect.. Hoffmann v. Schwalbach u. Siebert v. Hannover;. Hrn.'Stud. Limm u. Röther v. Jena; Hrn. Fabrik. Culert v. Buchenau u. Mehlüs v. Amsterdam; Hr. Hella, Dr. tned. v. Bremen; Hr. Rößler, Geh. Rath b. Nürnberg;- Hr. Großmalkn, Post-Secret, v. Pyrmont; Hr. Kreußler, Jnspect. v. Hanau; Hr. Schwarz, Oecvn. v. Hersseld; Hr. Jordan, Bergwerksbes. v. Lüdenscheid; Fr. Mohr v. He,deib>-rg u. Fr. Diehlmann v. Cassel; Hrn. Fabrik. Eichelmann v. Deidesheim, u. Anverson v. Münden; Hrn. Kaust. Osten u. Buchheister v. Bremen, Dünnweg v, Lippstadt, Gräber v. Hamm, Oppenheim v. Berlin, Brand v. Welpenburg, Engelhardt v. Nürnberg, Köhler v. Langensalza, Starke v, Lennep Geisel» u. LüttringhauS v. Bielefeld, Dammann v. Berlin, Schüßler v. Creuznach, Wolff v. Mannheim, Jahn v. Chemnitz, Enthold u. Grebe v. Bremen. Im Prinz Earl : Hr. Beust, Doct. ,v. Wiesbaden; Hr. Finkermann, Mechan. v. Hohenlohe; Hr. Cohen, Skud. v. Hannover; Frl. Wöll. v. Laubach; Hr. Remy, Gutsbes. v. Liebenstein; Hr. Graf v. Dorna, Rittmeister v. Mainz ; Hr. Haney, Bergw.-Beamt- v- Marienhülfe; Hr. Lindberg, Gutsbes. v. Rachersdors; Hr. Heyd, Handelsm. v. Gönningen; Hr. Fischer, Müll. v. Hohenlohe; Hrn. Fabrik. Herbig v. Bürbach u. Kempf v. Herborn; Hn Wehsarg, Dr. med. v. Alzey; Hr. Hansen, Stud. a. Norwegen; Hr. Keferstein, Regier.-Audit. v. Frankfurt; Hr. Weidenhauer, Fabrikbes. v. Hasloch; Hrn. Kaust.. Rlühlberg v.-Lemberg, Obersteiner v. Plauen, Wiese u- Hagenbucher v. Frankfurt, Karger v. Sebnitz, Kubinski) Krakau, Mühlfeller v. Limbach, Heubach v. Ulm, Troguitz v. Breslau . Oszetzky v. Kaschau; Fr, Telgmann v. Weißenbyrg. Im Einhorn: Hr. Haiger, Techn. u. Hr. HeidefuS, Huttenbes. «. FriedrichShülte; Hr. v. Rauch, Gutsbes. v. Prag-, Hr. Glereck, Fabrik, v. Gotha- Hr. LebrichS, Rent. v. London; Hr. Schultheis, Mazor o. Aachen ; Hr. Grell, Baurath v. Coburg; Hr. v. Gaining, Forstmstr. ». Stuttgart; Hr. Jordan, Rend. v. Eisenach-, Hr. Knauff, Bergrath v. Isenburg; Hr. v. Friedrichs, Kammerhr. - v. Darmstadt; Hr. Berge, Gutsbes. v. Siegen; Hrn. Rent. Boß v. Pfarrerdorf u. Karst v. Ersurt; Hrn. Kaust. Schäfer u. Pieper v.'Elberfeld, Schäfer v. Bonn, Mann v. Dessau, Herbrom v. Cölu, Lobmeyer v. Mainz, Brach v. Saarlouis, ReiS v. Andernach, Seckermann, Charter, Bock u. Fritz v. Hamburg, Himmcl- stein v. Dresden, Schulz v. Frankfurt, Hahn v. Leipzig, Kranich v. BreSlaii u. Rothschild v. Gabeckheim. ... In der Sonne: Fr. Mütter v. Niederbühl; Frl. May v. Alsfeld; Hr. Kuntz, Oecon. u. Hr. Steubing, Fuhrm. v. Bicken. In der Rose: Hr. Keßler, HandelSm. v. Billingen; Hr. Werner, Sattl. v. Gladenbach; Fr. Seitz v. Grünberg. In den Privathäusern. "- Bei Hrn. Carl.Weil: Hr. Formhals, Privatm. v. Allendorf. — SW Hrn. Reallehr. Dr. Bindewald: Frl. M. Bindewald u. Frl. A. Bindewald v. Spangenberg. Geld-Cours vom 28. März 1861. 'Pistolen .... ditto Preußische Holl. fl. 10 Stücke fl. 9. 35J-36J „ 9. &7-58 „ 9. 42-43 „ 5. 31-32 „ 9. 194-20| Engl. Sovereigns Preuß. Thalet- .. 5 Franken-Thlr. Pr. Caff -Scheine Dollars in Gold st. 11. 49-53 : . .... 20 Frankenstücke. Main-Weser-Eisenbahn-Frachtbriefe sind vorräthig und zu haben in Brühl'schen Verlagshandlung (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen, Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.