' ehelich PH Uni; len Orts, eheliche! neu Bm- er Saline kochten , Bürge, hie Kare- rgerz „»d Sein, ehe- i'S« unb li» Sahn, istian Aa- Musiklis, 3- 10 M. ideck, des Heinrich ilt 61 3. er. Ehrißilie des uei.- el Schnei-1 Ul. 27 T, Karoline des Bür- fer, 8he- i den 26. n Wochi Würzbnra, graiiffud. Surberger Thome r, Dt v. grii- w. Köbefl Herling a. Megger v. ;rn. Fuhr!, Meyer v, Kaufm. «. umberg u. Jaeub r. ndach. 48-52 Hen, Stadt und den Kreis Gießen. für die Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch« und Samstag«. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 fl. 36 fr., für Auswärtige, incl. PustauffchlagS 2 j, _ Auswärts abonnirt man sich bei allen Pustämtern. — In Gießen bei der Erpedition (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1). M »7. Mittwoch den zi. December 1S61. Die Polizeitaren für den Kreis Gießen bleiben unverändert. Amtlicher Theil. Elfter Hauptrechenschaftsbericht der Großherzoglichen Centralbehörde des Vereins znr Unterstützung und Beaufsichtigung der aus den Großherzoglichen Landes- und Provinzial-Strafanstalten Entlassenen, für die Jahre 1857, 1858 und 1859, erstattet in der General-Versammlung zu Mainz am 3. Juli 1861. (Fortsetzung.) VII. Unsere Huffnung, daß die Theilnahme an dem menschenfreundlichen Streben de« Vereins, welche auch in den Jahren 1857—1859 zu unserem Bedauern abgenummen hatte, sich wieder heben werde, ist im Jahre 1860, wenn auch vurerst nur in geringerem Maße, erfreulicher Weise verwirklicht wurden. Denn die im Jahre 1859 auf 492 herabgesunkene Zahl der Mitglieder mit einem Beitrage von 514 fl. 3 fr. hat sich im Jahre 1860, wie der nächste Rechenschaftsbericht des Näheren nachweisen wird, auf 590, mit einem Beitrag von 572 fl. 17 fr. erhöht. Die Ileberzeugung wird immer mehr und mehr Buden gewinnen, daß die Bestrebungen für das Schicksal jener Unglücklichen, welche dem Verbrechen und der gerechten Ahndung desselben verfallen, gleichen Anspruch auf Theilnahme der Gesellschaft haben, wie diejenigen, welche dem Wohle aller übrigen Hülfsbedürftigen gewidmet flnd, — daß es fein wohl- thätigereS Liebeswerf geben fann, als solchen Individuen die Einkehr auf den Pfad der Sittlichfeit und der Nechtlichfeit, der Ordnung und des Fleißes, überhaupt die wahrhafte Besserung möglich zu machen, — daß es Pflicht der bürgerlichen Gesellschaft sei, die Gefallenen nicht als von ihr Ausgeschlossene zu betrachten, sondern als Reuige oder als zur Reue zu Bewegende, welche mit schonender 'Nachsicht wieder ausgenommen, durch Trost und zweckmäßige Unterstützung aufgerichtet und vor Rückfall möglichst bewahrt werden sollen, — endlich , daß die Aufrichtung und Besserung der Bestraften nicht nur als eine Wohlthat für sie selbst, sondern auch als ein Mittel zur Sicherung der öffentlichen Ordnung gegen die Gefahren betrachtet werden muß, welche ihr von Seiten verbrecherisch gesinnter Menschen drohen, mithin unser Zweck: die Besserung entlassener Sträflinge, die Gewöhnung derselben an ein Leben der Arbeit und des ehrlichen Erwerbs nicht als eine unnöthige Unternehmung, und der Erfolg, wenn er auch uicht glänzend in die Augen fällt, nicht als von vornherein verfehlt bezeichnet werden fann. Unter solchen Auspieien leben wir der Zuversicht, daß die Theilnahme an den Bestrebungen unseres Vereins immer mehr wachsen werde, damit sein menschenfreundlicher Zweck in der größtmöglichsten Ausdehnung erreicht werde. Das ist allerdings nur dann zu hoffen, wenn recht viele edel gesinnte Männer sich an diesem Liebeswerfe nicht bloß durch Geldbeiträge, sondern vorzugsweise mittelst persönlicher Thätigfeit betheiligen, wie wir schon in früheren Rechenschaftsberichten des Näheren ans- zufuhren veranlaßt waren. Wenn das Wirten des Vereins eine recht allgemeine Theilnahme und recht viel thätige Mitarbeiter findet, so ist schon das schwerste Hemmniß überwunden. Darum bitten wir wiederholt Alle, welche ein opferwilliges Herz zur Nächstenliebe drängt, Alle, welche für das Unglück der auf unsere Hülfe harrenden Personen Erbarmniß haben, recht dringend, sich uns anzuschließen. VIII. In der am 25. September v. I. zu Gießen abgehaltenen Elsten Generalversammlung wurden die unter VIII. unseres neunten und unter VIII. 1, 2, 3 und 4 unseres zehnten Rechenschaftsberichts speciell bezeichneten Anträge zum Beschluß erhoben und von uns Großherzoglichem Ministerium des Innern zur Entschließung vvrgelegt. — Nach einer Benachrichtigung dieser höchsten Staatsbehörde haben die Anträge 1) wegen Ausdehnung der Wirksamfeit des Vereins auf solche Inländer a) welche von auswärtigen Gerichtsbehörden, wegen im Auslande verübter Verbrechen, zur peinlichen Strafe gezogen und zu deren Verbüßung in auswärtigen Strafanstalten detinirt gewesen sind, und b) welche auf Grund des Strafgesetzbuchs erfanute Strafen in den Bezirfsgefängniffen verbüßen, die nach §. 26 der Statuten erforderliche Genehmigung Sr. König!. Hoheit des Großherzogs erhalten, nnd sind die zur Vollziehung derselben nöthigen Verfügungen bereits am 16. Februar d. I. von uns erlassen worden. Durch diese Ausdehnung der Wirfsamfeit des Vereins dürste einem Bedürfnisse abgehvlfen sein, — denn nickt selten mußten Gesuche bloß deßhalb zurückgewiesen werden, weil die Strafe in einer ausländischen Strafanstalt oder in einem ausländischen BezirfSgefängnisse verbüßt worden, während alle andern Voraussetzungen der Unterstützung vorhanden waren. Dieser Jneon- venienz ist jetzt abgeholfen. Von besonderem Nutzen wird es namentlich sein, daß wir auch zu Bezirfsgefängnißstrafe Verurtheilte unterstützen dürfen, also Individuen, die sich nur geringere Vergehen haben zu Schulden fommen lassen. Unter diesen ist ja gerade eine größere Wirfsamfeit für die ihnen geschenkte Theilnahme zu erwarten und kann am zuversichtlichsten auf Besserung, also auf Erreichung der Vereinszwecke, hingewirkt werden. Es wird dadurch ferner die Wirksamkeit des Vereins mehr auf die für gute Eindrücke empfänglicheren jugendlichen Verbrecher ausgedehnt. Endlich wird dadurch auch am sichersten Rückfällen vorgebeugt und verhütet, daß Sträflinge, die sich nur geringerer Verbrechen schuldig gemacht haben, zu größeren Verbrechern heranreifen. (Schluß folgt.) Der Fahrweg zwischen Gießen und Krofdorf. 2738) Wir setzen die hiesigen Einwohner davon in Kenntniß, daß durch die Vollendung des fraglichen Wegs die seither unterbrochen gewesene Fahrverbindung zwi> Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen Besondere Bekanntmachungen. Abladeorte für Baufchutt. 2712) Mit Bezug auf die, in Cem An- zeigeblatt Der Start Gießen erlassene Verwarnung : „Bauschutt rc. auf een Schoor- wegen abzuladen", machen wir hiermit weiter bekannt, Daß solcher auf Die, zwischen Dem Neuenweger unD Selursthor durch eine Tafel bezeichnete Stelle gebracht werDen kann. Gießen, Den 29. November 1861. Großherzvgliche Bürgermeisterei Gießen. I. V. d. B.: Weidig, BeigeorDneter. scheu rer Scemühle unv Krofvorf wiever hergestellt ist. Gießen, ven 3. December 1861. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V. d. B-: Weivig, Beigeordneter. Versteigerung. 2739) Montag, als ven 9. December 1861, Vormittags 10 Uhr, wird zu Großen-Linven ein Linden-Baustamm von 18 Fuß Länge unv 21 Zoll Durchmesser, 62 Cubikfuß enthaltend, versteigert. Großen-Linden, den 3. December 1861. Großherzogliche Bürgermeisterei Großen-Linden. Menges. Feilgrüotenes. Photographie=Album, das Neueste und Eleganteste, in 40 verschiedenen Sorten, von 45 fr. an bis zu 12 fl. per Stück, bei (2740)_______August Hoffmann. 2742) Bon den beliebten Nürnberger Lebkuchen, zu verschiedenen Preisen, sind wieder ange- kommen bei Joh. Balth. Noll. (2494) Dr. Pattison’s (xichtwatte, Heilmittel gegen Rheumatismen aller Art, seien sie am Arm, Hals, Rücken, an Füßen, Händen u. s. w., sowie auch gegen rheumatische Zahnschmerzen. Hauptdepot bei Ringk 8> Eomp. in Schaffhausen (Schweiz.) Ganze Pakete ä 30 fr. Halbe 16 fr. 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M. 2741) Ausgestellte Puppenstuben und Puppenküchen werden, um damit aufzuräumen, zu auffallend billigen Preisen abgegeben. B. Kullmann, Spenglermeister. I Zu den bevorstehenden Feiertagen empfiehlt die Pchwaarenhandllmg Zeil 60^ nächst der Post in Frankfurt a. M., ihr auf das Reichhaltigste affortirtes Lager. Die Pelzwaaren sind von bekannter vorzüglicher Qualität, sind nach ven letzten Moven gearbeitet und werven zu den billigsten Preisen verkauft. | M r Die beste Kapitalanlage A & sind die beliebten kleinen Staatsobligationen, welche nur fünf Gulden kosten und Preise von fl. 200,000, fl. 100,000, fl. 50,000, fl. 30,000, fl. 20,000, fl. 15,000. fl. 12,000, fl. 10,000, fl. 6000, fl. 5000, fl. 4000 etc. gewinnen. Das Handlungshaus Schotten fels in Frankfurt a. 99t. versendet solche, gegen Einsendung des Betrages oder Postnachnahme, sowie seiner Zeit die Gewinnliste. 2732) Mein Lager in feinen Porte- feuilles-Waaren empfehle ich mit vem Bemerken , daß sämmtliche Gegenstände zum Fabrikpreise verkauft werde». Auch empfehle ich eine große Auswahl aller Arten Messer und Scheeren zu den billigsten Preisen. I. Th. Haubach, Seltersweg, Nr. 151. 2743) Corsetten und Leibchen, in allen Farben und Größen, durch Handarbeit verfertigt, sind stets vorräthig bei Carl Petri, Damenschneidermeister, wohnhaft bei Herrn M. Heß am Wallthor. 2745) Divans, welche durch eine mechanische Vorrichtung gleichzeitig als Bettlave und Sprungfever-Matratze benutzt werven können, empfiehlt Th. Brück, Tapezier, ________________Kreuz, Lit. B. Nr. 98. 2730) Die Bilvnisse Luther und M e l a n ch t h o n, groß, in Oel, sinv zu verkaufen. Näheres bei ver Expev. d. Bltts. ! 2719) Gummischuhe in anerkannt ! guten Qualitäten empfiehlt S. Flörsheim. 2736) Die S eihnachts - Ausstellung meines Spielwaaren-Lagers, welches auch dieses Jahr wieder aus den bedeutendsten Fabriken auf das Reichhaltigste assortirt ist, zeige ich hiermit einem verehr- lichen Publikum ganz ergebenst an und lade zu recht zahlreichem Besuche ein. I. H. Fuhr. Vermischte Anzeigen. 2733) Meinen geehrten Freunden und Gönnern zeige ich hiermit ergebenst an, daß ich das von meinem verstorbenen Manne seither geführte Schuhmachergeschäft durch i einen tüchtigen Gehülfen fortbetreiben lasse, ' und verspreche ich billige und reelle Bevie- ! nung. Gießen, den 2. December 1861. Ludwig Schäfer Witkwe. 2737) Ein goldenes Medaillon mit Haaren wurde auf dem Wege von dem SelterSwege bis auf den Seltersberg verloren. Dem Wicderbringer eine Belohnung. Das Nähere bei der Expev. d. Bltts. ß Ein Lehrling mit ven nöthigen Vorkenntnissen toh'D für ein hiesiges Fabrikgeschäft gesucht. Nähere Auskunft ertheilt Vie Expev. d. Bltts. 2693) Jemanv wünscht Anfängern Unler- terricht in ven Realien unv Sprachen zu ertheilen; besvnvers im Englischen, Hebräischen, Zeichnen unv in der Mathematik. Näheres bei Ver Expev. v. Bltts. 2731) Es wirv ein hübsch möblirtes Zimmer, welches sogleich bezogen werven kann, zu miethen gesucht. Gefällige Offerten beliebe man an Vie Expev. v. Bltts. ab- zugeben. 2704) 500 fl. Verwaltungsgelder sind vom 1. Januar 1862 an gegen gute Versicherung auszuleihen. Näheres bei _______N. Heß. 2694) 300 fi. Vormunvschaftsgelver liegen gegen gerichtliche Sicherheit zu 5 pCt. Zinsen zum Ausleihen bereit bei PH. Balser, in Großen-Buseck. Fremden-Register vom 28. bis 30. November 1861. I n v e n Gasthäuser A. Im Einhorn : Hr. Brenncmanu, Oecon. v. Crumbach; Hr. Baran v. Hützel, Rent. v. Ramstadt; Hr. v. Keming, Stabsarzt v. Iserlohn; Hr. Baron v. Hastendick, Riltmstr. ». Hannover; Hr. Doffer, Gutsbes. v. Mainz; Hrn. Rent. Heldmann v. Aachen u. Zimmer v. Leipzig; Hr. v. Deppe m. Bedien, v. Straßburg; Hr. u. Gonnaurge, Major v. Potsdam; Hrn. Kauft. Laubreich v. Salzungen, Gurtner v. Stuttgart, Panizza v. Mainz, Bücking v. Alsfeld, Straube v. Hanau, James v. Frankfurt, B-tting v. Münden, Thillmann v. Stuttgart, Ritter v. Leipzig, Fechter v. Norbhausen, Neustadter v. Aachen u. Asbeck v. Berlin. Im Rappen : Hr. Baron ' v. Buttlas m. Fam. ». Königsberg ; Hr. Hahn in. Tocht. ». Hameln; Hr. HarnSdorf m. Fam. v. Hamburg; Hrn. GulSbes. Gerner v. Merchingen u. Beck m. Sohn v. Lüneburg; Hr. Lolhholz, Fabrik, v. Pforzheim: Hrn. Kauff. Wenderodt v. Bremen, Weil v. Göppingen, Schneegans v. Saarbrücken, Röhr v. Braunschweig, Kreuzer v. Heilbronn, Wenzel v. Mühlheim, Reifert v. Rotterdam, Groburger u. Lamoth v. Bremen, Scheibe v, Greitz, Rampacher v. Hamm, Hartmann v. Cöln, Klapp v. Erfurt, Beckmann v. Paderborn, Weinrich v. Lippstadt, FeSdorf v. Baltimore, Grün u. Aachen, Küchler v. Barmen, Naumann v. Münden, Meyer v. Berlin, Friedewald a. Steyermark, Brauer v. Augsburg, Duttenhöfer v. Heilbronn, Flurer v. Saarbrücken u. Müller, Weber u. Finck v. Frankfurt. Im Prinz Carl: Hr. Harmuth, Bauunternehmer v. Atzbach; Hr. Schulze, Partie, v. Bonn; Hr. v. Burno, RittergulSbef. v. Kalisch; Hr. Brumer, Oberfstr. v. Liebenan; Hr. Bertina, Hüttenbes. ». d. WilhelmS- hütte; Hr. Jelineck. Fabrik, v. Glückstadt; Hr. Frühauf, Oecon. v. Neuhausen; Hr. Wendler, Banunternehm. a. Nassau; Hr. Wehli, Rent. v. Luzern; Hr. Zellinger, Bankier v. Basel; Hr. Schipfer, Techn. v. Dett- mold; Hr. Sottel, Partie, v. Wien; Hr. Arbefser, Revis, v. Weitersfelden; Hrn. Kauff. Schlinipp v. Offenbach, Temmler v. Aachen, Lenhardt^v. Augsburg, Koppmann v. Leipzig, Melcher v. Bremen, LönieS v. Straßburg, Timar v. Wernstadt u. Lichtenstern u. Oppenheimer v. Frankfurt. Im Darmstädter Haus: Hr. Weber, Oecon. v. Eschenroth; Hr. Zangen , Bierbr. v. Würzburg; Hr. Schulz, Fuhrm. v. Hungen; Hr. Bauer, Mühlbes. v. Edingen. In der Sonne: Hrn. Geschäftsl. Bohland v. Allendorf u. Schlesinger v. Braunfels; Hr. Driemann, Schachlmstr. v. Reuendorf; Hr. Schleiche!, Gelbgießer v. Merseburg; Hrn. Fuhr!. Bornheimer v. Bicken u. Schlosser ». Kirschgarten; Hr. Fuchs, Schuhm. p. Altenheim; Hrn. Handels!. Neumann v. Salzwedel u. Braun v. Dreihausen; Hr. Lämmer, Fuhrm. v. Nieder-Obmen. Im Hirsch: Hrn. Handels!. Melchior v. Laubach u. Werkmeister v. Krimrod. In den Privathäusern. Bei Hrn. Dr. Weber I. : zwei Frl. Maier v. Tübingen. — Bei Hrn. Telegr.-Stations-Vorsteher v. Löwenstern: Hr. Bajanowsky, Revisor ». Frankfurt. — Bei Hrn. Gymn.-Lehr. Dr. Beck: Fr. Decan Fittich v. Alzey. — Bei Hrn. Schuhmachermstr. Wißmann: Frl. Hornfeck v. Holzhausen. — Bei Hrn. Carl Schaffstädt: Frl. Baum v. CarlSruhe. — Bei Hrn. Daniel Engel : Fr. Drott v. Großen-Buseck. — Bei Hrn. M. Heß: Fr. Mansfeld . m. Sohn • v. Berlin. — Bei Wittwe Heyer : Hr. Heyer, Oberlieulen. vom 2. Kais. Oesterr. Genie-Regiment v. Verona. — Bei L. Busch Wittwe: Hr. Dr. Rosenthal m. Fr. v. Mainz. — Bei Fr. Hofr. Dr. Wehn Wittwe: Hr. Westerfeld m. Fr. v. Homberg u. Fr. Engelbach v. Biebeukovf. Die Feldmäuse und deren Vertilgung. (Schluß.) Bevor man Vie Falle legt, werden sämmtliche Mäuselöcher zugetreten. Balv werven jevoch die gangbarsten durch die Maus wieder geöffnet sein und in diese steckt man die Falle mit dem vordern Theil, an welchem sich Vie Fangvorrichtung befinvet. Die aus vem Loche kommende Maus finvet ihren Weg durch den in ver Röhre ausgcspannten Faven versperrt. Als Nagethier durch- schneivet sie Viesen Faden sofort unv die Fever springt in die Höhe, Vie Maus aber ist gefangen. Eine Atzung kommt durchaus nicht in die Falle. Zu bemerken ist, daß die vordere Oeffnung in der Falle nicht so weit sein darf, daß die Maus neben dem ausgespannten Faden, ohne ihn durchbeißen zu müssen, frei ausgehen kann, daß ferner an jeder Falle eine Parthie Reservcfäden angebracht sein muß, um des zeitraubenden Anknüpfens eines neuen Fadens an die Stelle ves von der Maus durchbisscnen überhoben zu sein. Zu viele solcher Fäden darf man jedoch an der Falle nicht befestigen, weil sie bei feuchter Witterung allmälig zu morsch werden und alsdann die Feder, welche nicht zu schwach sein darf, nicht würden niederhalten können. Der Mäusefängcr hat sich vor Allem Vie gangbarsten Löcher zu merken, denn diese benutzt die Maus vorzugsweise beim ungestörten Ein- und Ausgehcn. Die vielen Löcher, welche sich im Umkreis um Vas Hauptloch befinden, benutzt sie in der Regel nur dann, wenn sie sich gefährdet glaubt, also auf der Flucht in ihre Wohnung. Er soll ferner beim Legen der Fallen nicht planlos zu Werke gehen. Er fange an einem bestimmten Punkte des Feldes an und rücke allmälig über das ganze Feld hin. Stehen ihm viele Fallen zu Gebote, ist der Acker groß, so mag er an mehreren Stellen zu gleicher Zeit beginnen unv allmälig weiter rücken. Verfährt er aber planlos, so wirv er durch zweckloses Hin- und Herlaufen auf dem Felde ver jungen Saat schaden, wird über seiner Arbeit auf einer größern Fläche konfus werden, die Arbeit nicht regelmäßig, also unvollständig zur Ausführung bringen und wirv die ausgelegten Fallen nicht sämmtlich wieder finden können. Herr Domänenpächter Thon zu Wilhelmshöhe bei Cassel (übrigens auch noch andere größere Landwirthe) hält Tag für Tag 200 solcher Fallen (die jever Dorsvrechsler zu 10 Hlr. bis 1 Sgr. das Stück anfertigen kann) im Gange und fängt unglaubliche Mengen Mäuse mittelst derselben. Erwähnen wollen wir hier auch noch das Auftreiben von Schweinen auf Stoppel- und Brachländereien. Es ist bekannt, daß das Schwein die Mäuse ausgräbt und sehr gern frißt. Auch wollen wir daran erinnern, jedem Pflüger eine Person mit einem Reiserbesen beizugeben, die die ausgepflügten Mäuse todtzuschlagen hat. Haben die Mäuse Felder und Wiesen förmlich überfluthet, sind sie zu einer gefährlichen Landplage geworden, dann mag man als äußerstes Mittel auch noch Gift anwenden, doch nur Phosphor, niemals Arsenik, weil dieses letztere bei feiner äußern Aehnlichkeit mit andern unschädlichen Stoffen leicht Anlaß zu entsetzlichem Unglück geben könnte und weil es, selbst in feuchter Erde liegend, Jahre lang seine giftigen Eigenschaften im vollsten Maaße beibehält. Daß auch bei der Verwendung von Phosphorpaste die äußerste Vorsicht zu beobachten ist, versteht sich von selbst. Das Vergiftungsgeschäft darf nur unter Aufsicht und nur von zuverlässigen Leuten geschehen, und zwar gleichzeitig auf der gesammten Gemeindegemarkung. Das Gift (Phosphor, Mehl und Wasser) sollte in Form kleiner Pillen nur in die gangbarsten Mäuselöcher, d. h. in die Ausgangslöcher geworfen werden; um diese zu'erkennen, müssen sämmtliche Mauselöcher Abends zuvor zugetreten werden. Auf diese Weise wird bedcutenv an Gift und somit an Kosten gespart. Einige Stun- den nach dem Giftlegen und auch den nächstfolgenden Tag sollten die Gemarkungen durchschritten, und alle außer den Löchern gefundenen todten Mäuse gesammelt und verscharrt werden, damit nicht der Unschuldige mit dem Schuldigen leiden muß, d. h. damit diese Mäuse nicht von andern Thieren, wie von Füchsen, Wieseln, Eulen, Krähen rc. verzehrt werden, die daran zu Grunde gehen müssen, da sich der Phosphor, als metallisches Gift, im Magen der Mäuse nicht zersetzt. Aber nochmals, man beobachte die äußerste Vorsicht, man streue niemals das Gift in die Furchen und vernichte alsbald den etwaigen, nicht zur Verwendung gekommenen Ueberrest desselben. Die angegebenen Mittel vermögen, richtig und zur rechten Zeit angewendet, viel. Eine schnelle und allgemeine Verminderung der Mäuse bis zu dem Punkte, wo ihr Schaden nur noch ein unerheblicher ist, kann jedoch nur Der, welcher so große Schwärme dieser Thiere sandte. Er hilft oft über Nacht. Literatur. * Neue Gedichte von Marie Clausnitzer-Hennes. Mainz, Selbstverlag der Verfasserin und in Commission bei H. Hunger in Leipzig. Die rühmlichst bekannte Dichterin, seit einigen Jahren unserer Stadt angehörig, hat in diesem Bande die neuesten Blüthen und Knospen ihrer Poesie zu einem schönen, duftigen Strauße gesammelt, der gewiß allen Freundinnen ihrer Muse in nähern und weitern Kreisen, wie überhaupt allen Verehrerinnen der Dichtkunst eine willkommene Gabe sein wird. Wie sich in allen Gedichten der Verfasserin ein tiefes, warmes, ächt weibliches Gemüth ausspricht, so dürften sie auch in weiblichen Leserkreisen besonderen Anklang und willkommene Aufnahme finden. Wir machen auf das Buch aufmerksam und möchten es besonders empfehlen als ein schönes, passendes Festgeschenk zu Weihnachten, Neujahr rc. Für einen solchen Zweck eignet es sich ganz besonders und ist es mit Rücksicht darauf auch in wahrhaft prachtvoll zu nennender Weise ausgestattet; die äußere Ausstattung ist ebenso brillant wie geschmackvoll. Die Sammlung enthält über 130 Gedichte, welche Zahl von rühriger, dichterischer Thätigkeit zeugt, da die erste Samm. lung „Gedichte von Marie Clausnitzer" erst im Jahr 1858 erschsi. nen ist. Die Gedichte sind sämmtlich lyrischen Characters, fast durchgängig der Ausdruck subjectiver Empfindung, somit ein Beweis reichen poetischen Seelenlebens. Die Verfasserin sendet ihre Lieder mit den Worten aus: So geht denn wiederum, ihr meine schlichten Lieder, Hin in die weite Welt uns stillem Herzensreich, Vertrauend send' ich euch, wie vormals eure Brüder, Die nahm man freundlich auf, d'rum hoff' ich's auch für euch. Und daß ihr Brüder seid, wird jeder gleich gewahren, Auch ihr strebt höher nicht, als Herzen zu erfreu'«, Und was auch sie gedacht, empfunden und erfahren, Ich faßte es und schloß es nur in Reime ein. D'rum wird Dir, Leser, auch nicht etwa hier gegeben, Was Dich erschüttert, spannt, wild das Gemüth erregt, S'ist Alles wahr und treu genommen aus dem Leben, Du findest nur darin, was sanft das Herz bewegt. — D'rum, wer für die Natur sich reinen Sinn erhalten, Wer sie zur Freundin sich in Leid und Lust erkor, Wem Lieb' und Freundschaft stets als heil'ge Güter galten, Wer nicht ihr reines Glück im Weltgewühl verlor; Ein solches Herz, ich weiß, das werdet sanft ihr rühren, Zu manchem thenern Bild vergang'nen Lebens führen. — ' Und wem im Lebenskampf die Heiterkeit verschwunden, Wer trübe rückwärts schaut, auf eine dunkle Bahn, Der wisse, sich zum Trost: es waren bitt're Stunden Die manches Lied erzeugt, und es entstehen sah'n. — Ihm sei die Hoffnung, die ich aus dem Kampf errungen, Auf eine beff're Zeit ins matte Herz gesungen! — So mög' euch Lieder denn ein guter Stern geleiten, Daß bald ihr heimisch seid in manchem Haus und Herz! O könntet Freude ihr dem Glücklichen bereiten, Und sanfte Tröstung dem, der Kummer fühlt und Schmerz! Dann würd' im Lebenskampf, der einst euch sah entstehen, Ich nut den FrühlingSsturm, der Blüthen weckte, sehen. — Mam-Weser-Eifenbahn-Frachtbriefe sind vorräthig und zu haben in der Brühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen, Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Weihnach ts -Ausstellung von Georg Röber in Gießen. 2708) Mein Spielwaarcn-Lager ist auch dieses Jahr auf das Schönste assortirt. Dasselbe enthält unter Anderem eint große Auswahl Spiele sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder; ferner schöne und geschmackvolle Puppen in Wachs, Porzellan und Holz, Schaukel- und Wiegenpferde, sowie auch Pferde auf Rädern, und empfehle ich solches zu sehr billigen Preisen. Frucht - und Mehlpreise von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten. Waizen. Korn. G e r ste. Hafer. Kartoffeln. Ort und Datum. Aufge. Ber- Mittelpreis Aufge- Wer- Mittelpreis Aufge- Ber- Mittelpreis Aufge- Ber- Mittelpreis Mittelpreis Aufge- Ber- u. 'ahrm. kauft eayren raust fahren kauft Malter. f-hren kauf. ^lter. fahren kauft kalter Mltr. Mltr Pf. fi.|fr. Mltr. Mltr. Pf. sfl. fr. Mltr. Mltr. Pf. S.lfr. Mltr. Mltr. Pf. ist. lkr. Mltr. Mltr. Pf. E Gießen, 29. Nvvbr. — 41z 200 14'17 — 15 180'10 50 — 23 160 8'11 — 48 120j 4!46 — 8 200 3 45 Grünberg, 30. „ — 88 200 13,59 — 70 ,180 10 45 — 119 160 7:49 — 155| 120 4 37 — 4 200 3 45 Friedberg, — „ — — 200 -1 — - — |180i — — — _ 160 — — — — 120 -- — -- 200 _ — Mainz, 29. „ — — 200 14 45 — — 1180(11 i - i i 35 — — 200 9,40 I — — 120 5 - 1 I — — 200 Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.