;ien und feit und freiere 1 den Tages-, koll in den '» größten der, iphie. -live Bühnen- cheres bei der hiesiger Statt verden. Das ls. Schulz u. Bödig i >. Gvtha, Stern Hrn. Primtl. Kempten; Hr. d; Hrn. Anriß. Metzg. v. Cöln. t; Hr. Roland, igsburg. rod; Hr. Ftrn- tvsenthal; Hrn. cig, Sänger», ichsstadi; Hr». 1 n. h. — Bel Hrn. Sei Hrn. Poß- ch. — Bei Hrn. n tarn im. Boll: k: Hr. Fitting n : Hr. Brann, r: Hr. Köhler, N. rwlmmlehrer. toffeln. er- ift MitlelpreiS vom Malter itr. Pt. st. 200 - 200 — 200 - 200 4 fr. für die Stadt und den Kreis Gießen. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwochs und Samstags. — Preis des Jabrgangs für Einheimische 1 ff. 30 fr., für Auswärtige, incl. Postaufschlags, 1 ff. 53 fr. — Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. — In Gießen bei der Erpedition (Eanzleiberg Lit. B. Nr. 1). — Einrückungsgebühr für die gespaltene Zeile, oder deren Raum, 2 fr. Anzeigen aus verschiedenen Schriften die gespaltene Zeile 3 fr. — Annoncen in Tabellenform werden doppelt berechnet. M 77. Samstag den 2'1. September JiSeS tK Amtlicher T h e i l. Zu Nr. K. G. 6671. Gießen, den 21. September 1859. Betreffend: Den Aufgang der Wiesen für Viehtrieb. D as G r o ß h e r)og l ich e Kreis« m t Gießen an die Großherwglichen Bürgermeistereien. Die diesjährigen ungewöhnlichen Witterungsverhältniffe machen es vielerwärts nöthig, die Grummeterndte länger, als gewöhnlich, hinauszuschieben. In Betracht des Art. 8 des Gesetzes vom 7. Mai 1849 fordern wir Sie deßhalb auf, durch zeitige Bekanntmachung vorzusehen, daß Hutberechtigungen an Wiesen dieses Jahr auf Wiesengründen, welche bis zum 1. Oetober c. I. noch nicht vollständig geräumt sind, nicht schon an diesem Tage, sondern erst nach beendigter Erndte ausgeübt werden. Gleiches gilt außer den Hutberechtigungen auch von allem sonstigem Viehtrieb auf Wiesen. K ü ch l e r. Zu Nr. K. G. 6577. Gießen, am 19. September 1859. Betreffend: Den im Jahr 1859 abzuhaltenden Reerutirungsrath für die Provinz Oberheffen. Das G r s ß h e r j l> g i i ch e K r e i s a m l Gießen an die Gxostherfoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die Sitzungen des ReerutirungSraths für die Provinz Oberhessen werden in diesem Jahre vom 17. bis tum 21. October abgehalten, und es sollen am 17. Oetober die Bewohner der » 18. „ diejemgen „ u 19. „ diejenigen „ '/ 20. „ diejenigen „ // 21. „ endlich diejenigen „ angenommen werden. Kreise AlSfcld und Grünberg, „ Biedenkopf und Lauterbach, „ Büdingen, Nidda und Schotten, „ Friedberg und Vilbel, „ Gießen und Bohl Vorstehendes haben Sie alsbald in Ihren Gemeinden zur öffentlichen Kenntniß zu bringen und weiter bekannt zu machen, oatz aue zur Musterung des laufenden Jahres gehörigen Militärpflichtigen des Kreises Gießen, sowohl die, welche speeiell geladen werden, als auch die, welche ohne Einladung aus freiem Willen vor dem Reerutirungsrath erscheinen und daselbst Reelamationeu Vorbringen oder einer ärztlichen Untersuchung sich unterziehen wollen, den 21. Oetober 1. I., Morgens halb acht Uhr, auf dem "fL^rungsgebaude dahier, versehen mit einem versiegelten von der betr. Großherzoglichen Bürgermeisterei aus- J ,C ' 0 11 <’£c'n e 111 'hrer Person, und allen fonstigen für ihre Reelamation sprechenden Beweismitteln (Zeugnisse der ftA L' ^^"bhrer, Geistlichen, Ortsvorstände, glaubhafter Privatpersonen, deren Zeugnisse jedoch gerichtlich beeidigt sein müssen) llt9 anzumetden haben. ff’errnr CrneMaben otLc be‘ felätfn Truppenergänzung von den Regimentern und Corps als untauglich re. zurückgewiesenen eb • 'U1 ^^nitiven Enkichetdung über ihre Tauglichkeit oder Untauglichkeit bei dem Reerutirungsrath erscheinen müssen, unt> b, 8 v‘KCm verschlossenen von der betr. Bürgermeisterei ausgestellte» Signalement ihrer Person Loeale si^einzufinden' er^a^tenen vorläufigen Entlassungsschein, den 21. Oetober l Z., Morgens halb acht Uhr, in demselben Sollte Emer oder der Andere von den Militärpflichtigen, die bei der diesjährigen Musterung im Kreise Gießen nicht erschienen und als dem Gesetz ausgewichen notirt worden sind, in seine Heimath zurückgekehrt sein, so haben Sie diese Leute an den Recru- tirungörath vorzuladen und uns von dieser Vorladung sofort Anzeige zu machen. Diejenigen Leute, welche ohne das vorgcschriebene Signalement vor dem Recrutirungsrath erscheinen, haben sich der Abweisung zu gewärtigen, was ebenfalls bekannt zu machen ist. 8 Den Empfang dieses Ausschreibens und die erfolgte Bekanntmachung dessen Inhalts haben Sie längstens bis zum 6. October d. I. bcrichtlich anzuzeigen. In Verhinderung des Kreisraths : Pietsch, Regierungs-Rath. Bekanntmachung. Gemäß §. 14 der Satzungen des Armen-Vereins dahier wird hiermit bekannt gemacht, daß die von dem Ausschuß bereits geprüfte und abgeschlossene Rechnung von 1858 zur Einsicht binnen 8 Tagen auf dem Großherzoglichen Bürgermeisterei-Bureau dahier offen liegt. Gießen, den 20. September 1859. Der Vorstand des Armen-Vereins. K ü ch l e r. Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen. Besondere Bekanntmachungen. Den im Jahr 8 859 abzuhaltenden Recrutirungsrath. 2042) Wir machen die hiesigen Betheiligten darauf aufmerksam, daß für den Kreis Gießen der Recrutirungsrath den 21. October 1859 abgehalten wird. Wir verweisen zugleich auf den Inhalt der Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Gießen vom 19. September l. I., Anzeigeblatt Nr. 76, und erklären uns zu jeder verlangt'werdenden Auskunft bereit. Gießen, den 23. September 1859. z Großherzogliche Bürgermeistern Gießen. D. Ebel. Die Verstellung von Militärpferden bei Landwirthen k. des Großherzogthums. 2041) Landwirthe rc., welche die Uebernahme von Militärpferden zur Pflege und Benutzung beabsichtigen, werden benach- richtiger, daß die Frist zur Verstellung der Pferde noch bis zum 27. September t>. I. verlängert worden ist, und daß die alsdann übrig bleibenden 100 bis 120 an der Zahl am 28. und den folgenden Tagen versteigert werden, worüber alsbald weitere Bekanntmachung erfolgen wird. Gießen, den 23. September 1859. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel. Aufgefangener Hund! 2030)' Am 13. d. Mts. ist dahier ein gelber Dachshund aufgefangen worden. Wer sich als Eigenthümer desselben legitimirt, kann denselben gegen Erstattung der Inserat- gebühren und des Futtergeldes in Empfang nehmen. Die Empfangnahme muß von heute an binnen 14 Tagen erfolgen, widrigenfalls über den fragt. Hund anderweit verfugt werden wird. Trohe, am 20. September 1859. Großyerzogliche Bürgermeisterei Trohe. . Hammel. Versteigerungen. Hotzversteigerurrg im Gießener Stadtwalde. 2007) Montag den 26. September 1859, Vormittags von 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Wanne, Tanne, Stolzenmorgen, Fernewald und Anneberg, nachverzeichnetcs Holz öffentlich versteigert werden, nämlich: 7 Stecken Buchen-Scheidholz, 26 „ „ Prügelholz, 15% „ „ Stockholz, 850 Wellen „ Reisholz, 5 Stecken Eichen - Scheidholz, 24% „ „ Prügelholz, 24% „ „ Stockholz, 475 Wellen „ Reisholz, 2 Stecken Kiefern-Scheivholz, 7 „ „ Prügel- u. Stockh., 250 Wellen „ Reisholz, 7 Eichen-Stämme mit 363 Cubikfuß, darunter 1 Stamm von 30 Fuß Länge und 25 Zoll Durchmesser, 12 Eichen-Stämme mit 699 Cubikfuß, wovon Stämme über 100 Cubikfuß enthalten, 6800 Stück Futter-Wellen. Die Futter-Wellen liegen im Stolzenmorgen, Fernewald und Anneberg. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis den 24. December d. I. gestattet. Die Zusammenkunft ist am Trieb. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, am 19. September 1859. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ____________ D. Ebel.____________ 1954) Auf freiwilliges Ansuchen des Ludwig Schwan soll dessen Hofraithe, als: Flur Nr. □.Rlftt. Yi142 10 Wohnhaus in der Marktstraße mit Grund, gibt 18 kr. abgelöste Grundrente, %is? 3 Stall und Dungstätte, hinter dem Haus, Dienstag den 27. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, auf dahiesigem Rathhause, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, am 12. September 1859. Großherzogliches Ortsgcricht Gießen. ___D. Ebel. 2043) Freitag den 30. September, Vormittags 8 Uhr, sollen auf dem Gemeindehause zu Heuchelheim circa 1000 Stück gute Falzziegeln an den Meistbietenden gegen baare Zahlung versteigert werden. Heuchelheim, den 23. September 1859. Großherzogliche Bürgermeisterei Heuchelheim. Neidel. Frilgcbotenes. 2040) Gebrauchte, sich noch im besten Zustande befindliche Canapse^s bei Th. Brück. den Recru- Abweisung 6. October Huß bereits rct - Bureau igsrath ken i Kreisamts 'eßen. den benach- dte alsdann weitere Beließen. der Markt- t>, gibt 18 h. drente, igstätte, hin- tts., ter den als- rden Bedin- , versteigert cmber 1859. richt Gießen. über, zu Heuchel- Falzziegeln are Zahlung rmber 1859. Heuchelheim. es. >ch im besten 's bei . Brück. W 1964) Die Unterzeichneten empfehlen ihr wohlassortirtes Lager in wollenen und bäum- M U wollenen Strumpf-Waaren, als: gestrickte und gewebte wollene und baumwollene W H Herren- und Knaben-Jacken in weiß, dunkelblau, braun und blaugrau, seidene, wollene W H und baumwollene Herren- und Damen-Gesundheitshemden in weiß, roth und gestreift, W W wollene und baumwollene Herren-, Damen- und Knaben-Unterhosen, von der leich- W W testen bis zur schwersten Sorte, Herren-, Damen- und Kinder-Filz- und Litzenschuhe in W M bekannter bester Qualität, alle Sorten wollene und baumwollene Herren-, Damen- und W M Kinder-Handschnhe, Haus Mützen neuester Fayon, Polka-Jacken, gestrickteDamen- und M D Kinder-Strümpfe in allen Sorten, Farben und Größen, namentlich erlauben sie sich, auf die von -M W Eiderwolle gestrickten aufmerksam zu machen, welche an Zart- und Feinheit nichts zu wünschen W M übrig lassen, und können sie für Damen, welche besondere Farben, Größen re. wünschen, solche schnellsten W W anfertigen lassen. ffl W Ferner empfehlen sie ihr Lager in 3-, 4-, 5- und 6drähtigen, weißen und farbigen W M wollenen, deutschen und englischen Strickgarnen, welche durch Güte der Farben und Weich- M I heit der Wolle noch besonders empfohlen werden können. O Wiederverkäufern können sie um so mehr die Preise billigst stellen, da sie die meisten Artikel selbst M sabriciren, und leisten sie Garantie, daß sich bei sämmtlichen Waaren keine Kunstwolle befindet. U I. A. Busch Söhne. _ W 2018) Ich mache hierdurch die ergebenste Anzeige, daß bei mir stets selbstgefertigte Tafel -Glaviere mit Metall-Mechanik von Mahagoni)- oder Palissander-Holz, zum Preise von 230 bis zu 250 st., zu haben sind. Gebrauchte Instrumente jeder Art werden dagegen eingetauscht und zum möglichst höchsten Preise angenommen. Ferner empfehle ich meine selbstgefertigten, sehr elegant ausgestatteten ^ianinos (demi oblique) zum Preise von 450 st. Gleichzeitig diene hiermit zur Nachricht, daß ich mit einer der besten Stuttgarter ianino-Fabrik einen Vertrag abgeschlossen habe, wornach es mir möglich ist, Pianinos (demi oblique) von Palissander-Holz franco bis Gießen zum Preise von 250 st. zu liefern. Auch hiergegen können gebrauchte Instrumente eingetauscht werden. Für die Güte und Dauerhaftigkeit der verschiedenen Instrumente wird zwei Jahre garantirt. Reparaturen jeder Art werden von mir auf das Beste und Billigste besorgt. Friedberg, im September 1859. C. L Glüök, Großh. Hof-Instrumentenmacher 2022) Unseren verehrten Kunden zeigen wir hiermit crgebenst an, daß wir von jetzt an außer den bisher geführten verschiedenen Seifen zu den bekannten Preisen, auch gelbe Klein-Kernseife sabriciren, und solche per Pfund zu 14 fr. verkaufen. Für Wiederverkäufer und bei größerer Abnahme billiger. Gebr. Kaufmann, Kirchenplatz. 2012) Die neuesten Herbst- und Winter-Mäntel sind bei mir in großer Auswahl eingetroffeu. S. Flörsheim. 2023) Beste Cocus-NuHöl-Sodaseifo, sowie bittere Ntandelseife, eigenen Fabrikats, in glatten Stücken nach dem Gewichte verkauft, zu den billigsten Preisen bei Gebr. Kaufmann, Kirchcnplatz. 2035) In dem Großen-Busecker Wald liegt ein Eichen-Stamm (Krümmling), für Müller sich eignend, zu verlaufen. Näheres bei P h. Z i m m e r m a n n. 1910) Bei Unterzeichneter sieht eine Auswahl gespielter Piano-Fortes zu verschiedenen Preisen, von 18 fl. an bis zu sooft, sämmtlich in gutem Zustande, zu verkaufen. H. Rudolph'sche Instrumentenhandlung. 2026) Gummi- und Filzschuhe empfiehlt F. Hol berg, am Kirchenplatz. 2033) Gereinigte Schurwolle stets vorräthig bei I. A. Busch Söhne. 1 Rhein-Wein, per Schoppen 9 fr., über die Straße 8 fr., bei I. Bramm. 2044) Gesundheits-Schuhe sind wieder angcfommen bei Gg. Röber, am Kreuz. 2025) Gestrickte wollene Socken, das Paar von 20 fr. an bis zu 1 fl., feine gestrickte wollene Francnstrümpse, das Paar zu 1 fl., ordinäre wollene Frauenstrümpfe, das Paar von 38 fr. an bis zu 50 fr., empfiehlt______________Carl Berger. 1951) Der Verkauf von Stahlschliesten in zwei Sorten, zu Corsetten ohne Naht, ist mir von einem Fabrikanten übertragen worden, und empfehle ich daher solche den verehelichen Damen hiermit bestens. Chr. Faber 3., Spcnglcr. Frachtbriefe zu Fahrpostsendungen^ per 100 Stück 18 fr., sind zu haben in der G. D. Brühl'schen Verlagshandlung in Gießen. 2016) In der Marktstraße, Lit. D. Nr. 36, ist ein guter Kochofen, nebst Rohr, zu verkaufen. Vermiethungru. 1701) Ein möblirtes Zimmer ist im Brühl'scheu Hause, Lit. B. Nr. 1 aus dem Braue, auf nächstes Semester zu ver- miethen. 2021) Eine kleine Fainilienwvhnung ist zu vermicthen bei Jacob Schäker, Neuenweg. 2028) Eine Familicnwohnung ist zu vermiethen bei Schuhmacher Weißmüller, Löwengasse. 680) Das Logis in dem Hinterhause der Sund heim'scheu Hofraithe auf dem Reichensand, bestehend aus 5 Zimmern, Küche, Keller rc., ist zu vermiethen und kann alsbald bezogen werden. D o r n s e i f f. 1969) In dem Schcld'schen Hause auf dem Neuenweg ist ein kleines Familienlogis zu vermiethen. Näheres in Lit. B. Nr. 118. 2034) Eine kleine Familienwohnung, nach der Siraße gehens, mit allen Bequemlichkeiten versehen, ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei P h- Zimmermann. 2006) Die obere Etage meines Hauses, bestehend aus 7 heizbaren Zimmern, Küche, Keller, Holzstall rc., ist zu vermiethen, auch kann dieselbe theilweise abgegeben wer- den._________________________P h. Zorb. 1680) Der dritte Stock meines Hauses ist zu vermiethen. _______________I. G. D. Bapst. 1627) Ein kleines Familienlogis, Mitte October beziehbar, sowie eine geräumige Scheuer, sind bei mir zu vermiethen. N. D. Stern, Leverhandlung, Wallthorstraße. Serinifd)te Anzeigen. 2038) Die gewünschte weitere Besprechung in Angelegenheit des Diakonissen- hauses soll künftigen Dienstag, Mittags um 2 Uhr, im Schulhause im Oswald'schen Garten Statt finden und werden die Damen, welche theilnehmen wollen, hiermit eingeladen.__________ 2036) Ein Vieser Tage in unserem Laven liegen gebliebener Sonnenschirm kann gegen die Jnseratgebühren von dem Eigenthümer in Empfang genommen werden. Gebrüder Heß, __Kreutz, Nr 190. 2024) Es wirb für einen hiesigen Gasthof ein Ausläufer gesucht. Näheres bet der Expev. d. Bltts. 1873) Kais. König!. Besterreichisthes Anlehen der Prioritäts - Eisenbahn - Loose vom Jahre 1858 von 42 Millionen (dulden Oesterr. Währnng. Hauptgewinne: fL 250,000, 200,000, 150,000, 40,000, fl. 30,000, 20,000, 55,000, 5000, 4000, u. s. f. bis abwärts zu fl 120 Oesterr. Währung. Nächste Ziehung am 1 Qktobee d. I. Loose hierzu ä f(. 5 , 11 Stück für f?. 50, sind gegen Einsendung des Betrags bei uns zu beziehen. Auch kann derselbe durch Postvorschuß erhoben werden, ohne daß hierdurch Portokosten für den Empfänger entstehen. (Die Nummern 1 bis 100 sind noch vorräthig.) Wertvosungs- Dlan und Ziehungslisten gratis und portofrei. Alle andere Staats - Obligationen und Anleheysloose werden zum Tagescours von uns an- und verkauft und jede darauf bezügliche Auskunft bereitwilligst ertheilt. Moritz Strebel Söhne, Bankiers __in Frankfurt am Main._____________ ! fl. 200,000 Haupt - Gewinn der Ziehunq am 1. Betober der Gesterreichischen Eisenbahnloose. Die Hauptpreise des Anlehens sind 21 mal 250,000, 71mal 200,000, 103mal 150,000, 90mal 40,000, 105mal 30,000, 90mal 20,000, 105mal 15,000, 307mal 5,000, 20mal 4,000, 76mal 3,000, 54mal 2,500 , 264mal 2,000, 503mal 1,500, 773mal 1,000 Gulden rc. rc. Jedes ObligationslooS muß einen Gewinn von wenigstens fl. 120 erhalten, und erlasse ich solche zum Tagescours. Kein anderes Anlehen bietet so große und viele Gewinne, und sollte Niemand versäumen, von dem Plan Einsicht zu nehmen. Auf Verlangen sende ich denselben gratis zu, und ertheile gerne weitere Auskunft. JFranz JFaliricisis, Staatseffekten-Handlung in Frankfurt a. M. 2014) Das höhere Töchter-Institut zu Gießen nimmt bis zum 10. October wieder neue Schülerinnen auf. Die Schule besteht in 4 Elasten mit 4 Lehrern und 2 Lehrerinnen (einer Französin und einer Engländerin.) Außer den gewöhnlichen Unterrichtegegen- ständen, die von tüchtigen, frischen Kräften versehen werden, wirb besonbere Aufmerksamkeit auf Französisch und Englisch (ins- besonLerc Conversation und Styl) verwandt. Beide Sprachen werben vom jüngeren Mäd- chenaltcr an von einer Französin unb einer Engländerin ertheilt; letztere unterrichtet in französischer Sprache. — Mehrere Pensionärinnen finden zugleich Aufnahme. Pensionspreis 300 fl. jährlich. Dr. Lips. 2029) Ein Frauenzimmer, welches zehn Jahre in Frankreich war und Vie französische Sprache grünblich erlernte, wünscht in derselben hier Privatunterricht zu geben. Nähere Erkundigungen hierüber bei Herrn Dr. Weber I. 2037) Nächsten Donnerstag den 29. und Freitag den 30. September: Israelitische Feiertage. 1999) Meinen geehrten Kunden und Freunden zeige ich hiermit ergebenst an, vaß ich meine seirherige Wohnung verlassen habe und von jetzt an bei Hrn. B. Loos am Markt wohne. Wittwe Währum, Hebamme. Leifs Anfrage! 2032) Ist es wahr, baß bei hiesigen Silberarbeitern ein etwas verbächtiger Silberverkauf probirt wurde? Ist es wahr, daß hierüber bis jetzt keine Untersuchung eingeleitet ist?__, 2027) Derjenige, welcher am 21. d. Mts. aus einem Laden zu Gießen unbefugterweise einen grün seidenen Regenschirm mitgenommen hat, wird aufgcforderk, denselben so gewiß binnen 8 Tagen au den Besitzer desselben Ladens oder an den bei ter Revact. d. BlttS. zu erfragenden Eigenthümer zurück- zugeben, als sonst eine gerichtliche Untersuchung gegen ihn veranlaßt werden wut. (Hierzu zwei Beilagen). Beilage zu Nr. rs des Anzeigeblattes. Vermischte A n? c i g e n «SST Am 3 Oktober eröffne ich den fünften und letzten Sehreiblehr-Cyelns von 15 Lehrstunden. « Ä «ÄÄ»* «5 £ »Ä.KÄÄU".,.W W -n °.n Ta..«, *“ 8lmt*SwT"(»i.H bi« ,-m !>. Oci«b« in meiner ffi»t>n»9 bei He,'n «**>*■* R-tt in den Ncum-Bäucn, von 8 Uhr Vormittags bis 6 Uhr Nachmittags. s Mnb ttrö»ten Das Honorar für diesen Cyclus beträgt im kl-.nen Z'rkel 10 fl., tm niTei, S fl. & Person. Lehrer der Kalligraphie. ' Abonnements-Einladung. Die „Mainzer Zeit»,,«» e,schein, au,b im 4. Quartal tSSS Pe-nnmerniien-p'eche -°n I »■ 30 fr. V- Quartal "» 6S, Lek^^nrt'beE^ib?d0l-LiLn'M*'^'-» -MW «•» *WW« »hM- M» »i, äW i- ih,'- *** ”, den Gebieten der Landwirthfchaft, der Industrie, des Vcrkchrwe,cns, des Hande.s, Markt- und Borfcnbcnchte re., f rn gedehnte unterhaltende Feuilletons, Local- und Provinzial-Nachrichten re. smitMrhrin ist die Main-er Reituntt Bei ihrer großen Verbreitung, besonders im Großherzogthum Hessen und am ganzen M.ttelrhcln .st d.e Mainzer Zertung für die Veröffentlichung von Annoncen empfehlungswerth und werd die Petitzeile mit 3 kr. (1 sgr.) berechnet.------------------- 1978) Ein tüchtiger Schweizer, welcher gute Zeugnisse besitzt, kann gegen sehr guten Lohn in hiesiger Stadt entweder sogleich, oder auf Weihnachten, in Dienst treten. Näheres bei der Expcd. d. Bltts. 2017) Ein tüchtiger Elementarlehrer kann an meiner Lehranstalt Beschäftigung erhalten._____________________Dr. R o t h. 2031) Ein Stück Crinoline wurde Montag den 19. d. Mts., Abends 6 Uhr, in der Burgruine zu Gleiberg gefunden. Die Eigenthümerin kann es gegen Erstattung der Jnsertionskosten bei der Exped. d. Bltts. in Empfang nehmen. _______________ 1997) Im Noten-Abschreibcn empfiehlt sich bestens, und verspricht billige Bedienung G. Richter, bei Wittwe Roth äuge in der Wolkengasse. 2045) Samstag den 24. und Sonntag den 25. d. Mts., Abends, im Gasthofe zum Einhorn: E o n c e r t von der Marburger Musik-Gesellschaft. 2015) Ich erkläre meine Behauptung, daß Frau Laudon gegen meine Tochter falsch gezeugt, als eine Verläumdung, und Wiederrufe dieselbe hiermit. Balthasar Franz Wittwe. 1996) Im Flöten- und Zitherspiel er« theilt Unterricht G. Richter, bei Wittwe Roth äuge in der Wolkengasse. 2039) Nächsten Sonntag, Abends 7 Uhr, Tanz - Musik im Promenadehaus bei Th. Lonh. Theater-Anzeige. 2019) Einem verehrten Publikum hiermit die höfliche Anzeige, daß am 2. October d. I. die hiesige Bühne im Saale des Herrn Leib eröffnet wird, und zu gleicher Zeit das erste Abonnement beginnt. Um den vielfach ausgesprochenen Wünschen nachzukommen, werden, wie cs in früheren Saisons der Fall, nur drei Plätze eingerichtet, und zwar erster Platz 36 kr., zweiter Platz 18 kr. und Gallerte 9 fr. Jedes Abonnement besteht aus 12 Vorstellungen und kostet für den ersten Platz „Sechs Gulden", und werden von jetzt Anmeldungen dazu in meiner Wohnung, Marktstraße Lit. D. Nr. 35, bei Herrn Becker, entgegen genommen. Üm wirklich gute Vorstellungen liefern zu können, habe ich keine Opfer gescheut, nur tüchtige Kräfte für die hiesige Bühne zu gewinnen, und bitte daher um recht zahlreiche gütige Theilnahme. Edmund Krafft, ________concess. Theater-Director. MWäcker M Gießen. Sonntag den 25. September. Balthasar Noll in der Neustadt. Willhelm Löber in der Wallthorstraße. Emil Noll auf der MäuSburg. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 2 5. September. Morgens: Pfarrer Landmann. Nachmittags: Kirchenrath Dr. Engel. Hospital - Gottesdienst. Um halb 11 Uhr: Mitprediger Balser. Kopnlirte. Den 18. September. Emil Wenzel, Bürger und Lithograph dahier, des hiesigen Bürgers und Obereinnehmereidieners, Heinrich Wenzel, ehelicher Sohn; und Johaunette Jacob, des verstorbene» hiesigen Privatscribenten, Johannes Jacob, eheliche Tochter. Getaufte. Den 15. September. Dem Orlsbürger in Ortenberg und Mehlhändler dahier, Georg Friedrich Eißner, eine Tochter, Anna Luise Christine, geboren den 18. August. Den 18. September. Dem Bürger und Gastwirth zum deutschen Hof, JustuS Kuntz, ein Sohn, Georg Karl Theodor Heinrich, geboren den 23. Juli. Denselben. Dem Großherzoglichen HofgerichtS- Advocaten, Dr. Georg Schwarz, eine Tochter, Margarethe Helene Karoline Marie, geboren den 14. August. _______ Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Landmann._______ Katholische Gemeinde. Kopulirte. Den 17. September. Karl Schreiber, Bürger und Kaufmann zu Orb, im Königreich Bahern, ehelicher Sohn des verstorbenen dasigen Bürgers und Gastwirths, Johannes Schreiber; und Sophie Marie Henriette Noll, eheliche Tochter des verstorbenen hiesigen Bürgers und Bäckermeisters, Johannes Moll. Fremden-Negister vom 19. bis 21. September 1859. I n den Gasthäusern. Im Prinz Carl: Hr. Oeser, Pfarrrerw. v. Lvndnrf; Hr. Bergen, Bergw.-Verw. v. d. JufiuSbütte; Hr. Fischbach, Bürgermstr. v. MonS- hausen; Hr. Jäger, Ealcul. *. Hr. Schatz. Oderrbchn.-Prncur. v. Darmstadt ; Hr. Paust, Weinh. v. Ingelheim; Hrn. Metzg. Rosenthal ». Nau- steim ii. Hei)mann v. Sonnenberg; Hr. Dieffenbach, Oecon. v. Dietenbergen; Hr. Urff, Cond. v. Bockenheim ; Hr. Euler, Geom. v. Mittel - Grundau ; Hr. Otlo, Buchst. v. Göttingen; Hr. Meier, Oecon. v. Moskau; Hrn. Kaust. Ernst v. Heidelberg, Schneck v. Siegen, Ehrmann v. Rödelheim, Bendheimer v. Friedberg, Haas v. Ober-Roßbach n. Klein v. Bonn. Im Rappen: Hr. Seiberiing, !>r. med. v. Petersburg; Hr. Löwenstein, Handelsm. ».Frohnhausen; Hr. Bohle, Partie, v. Ludwigsburg; Hr. Baron v. Steinbert, Kammerhr. v. Würzburg; Hr. Hofmann, Fabrik, v. Leipzig; Hr. Freihr. v. Renne n. Frl. v. Funck v. Petersburg; Hr. Neff in. Fr., Renk. u. Frl. Pagenstecher v. Wiesbaden; Hr. Steckenius, Apvth. t>. Neustadt; Hr. Schulz, Control, v. Cassel; Hr. Beer, Mal. v. Oppenheim; Hr. Noffert, Oecon. v. Haindorf; Hrn. Gntsbef. v. Rosenseen r. Schwinemünden, Pesanel v. Obernheim u. Wallot v. Oppenheim; Hrn. Kaust, o. d. Linden v. Cassel, Weil CarlSruhe, Bade v. Bremen, Rosenthal v. Leipzig, Scheel v. Barmen, Reifenberg v. Eschbach, Mayer y. Soden, Leyy v. Roßdorf, Stern v. Neustadt, Roland v. Mainz, Goldschmidt v. Cassel u. Deichmann v. Bremen. Im Einhorn: Hr. v. Boneberg, Mas. ». Lengsfeld; Hr. Heilborn, Landr. v. Berlin; Hr. Ullerich, Jnspect. v. Bremen; Hr. Kaufmann, Reut. v. Heidelberg; Hr. Graff, Gntsbef. ». Heilbronn; Hr. Heusler, Lehr., Hr. Beickel, Prwatm. u. Hr. Haffe, l)r. med. ». Berlin; Hr. Knoblauch, Oecon. v. Storndorf; Hr. Jienmüller, Postmstr. ». Marburg; Hrn. Handels!. Michel u. Bauer ». Gladenbach; Hr. Behl, Instrumentenmacher v. Gambach; Hrn. Rent. Baron r>. Dannenberg v. London u. Pfeiffer r>. Paris; Hrn. Kaust. Becker v. Mannheim, Strauß v. Bonedorf, Heinemann v. Siegen, Kratz v. Mainz, Kaufmann v. Bingen. Maper v. Lang-Göns, Hofmann v. Berlin, Schmidt v. Elberfeld u. Stern u. Holzmann v. Frankfurt. Im Darmstädter flaue : Hr. Lirfeld, Handelsm. ».Gladenbach; Heg. Agente Alt v. Eichelsdorf, Bechthold v. Eschenrod u. Bogel u. Leuth v. Lisberg; Hrn. Metzg Schäfer, Engel u. Haustein v. Friedberg; Hrn. Oecon. Schmitt u. Müller v. Günterod ; Hr. Zimmer, Küfer v. Ruppertsburg. Im deutschen flof : Hr. Hedderich m. Sohn, Bürgermstr. v. Hopfgarten ; Hr. Bamberg, Handelsm. v. Viuschenheim. Im Stern: Hrn. Keschästsl. Weber v. Heibach, Kahn o. Weinheim, Hahn v. Höchst u. Eliser u. Heinemann r. Biskirchen. In der Sonne: Hr. Stroh, Bürgermstr. v. Odersbach; Hrn. Handelsleute Müller v. Hattenhausen, Kallenbach v. Heldenbergen u. Braun v. Nieder-Mockstadt. In der Rose: Hr. Kratz, Schuhin. v. Ruppertenrod; Hr. Dahlmeier, Schausp. v. München; Hr. Weiß, Metzg. i>. Gladenbach; Hr. Lopp, Oecon. v. Ebersgöns; Hrn. Gefchästsl. Jung p. 'Oberkleen u. Nispel v. Biedenkopf; Hrn. Schuhm. Koch o. Alsfeld u. Stein v. Stumpertenrod. In den Privathäusern. Bei Hrn. Kaufm. Münch: Hr. Mohr, Cand. v. Oberweißbach. — Bei Hrn. Georg Becker: Hr. Kraft, Maschinenbauer Berlin. — Bei Hrn. JohS. Weill: Hr. Stolz, Bergm. v. Runkel. — Bei Hrn. Justizr. Trapp: Hr. Großmann, Landger.-Affess. v. Ulrichstein. — Bei Hrn. Hofger.- Director Weber: zwei Frl. Jonghaus v. Darmstadt. — Bei Hrn. August Haubach : Frl. Roth p. Marburg. — Bei Htn. Distr.-Einnehm. Höstinger: Hr. Beermann, Rent. a. Rußland. Wasserwärnre der Lahn. Mittwoch den 21. Septbr. 10'/, Grad. Donnerstag „ 22. „ 10% „ Freitag „ 23. „ 11 _________ ___________L. C. Rübsamen, Schwimmlehrer. Gießen. Der Sommer mit seinen Freuden hat uns Valet gesagt und tritt nach und nach des Herbstes und Winters rauhe Witterung ein. Mit den Vergnügungen der Sommersaison ist es somit zu Ende und müssen wir uns aus die langen Abende anbere Genüsse zu verschaffen suchen. In erster Reihe ist ohnstreitig ein gutes Theater zu zählen, wo man nach des Tages Last am Abende die Sorgen hinter sich lassen und sich durch eine bildende gute Unterhaltung zu neuer Kraft stärken kann. Wie wir vernommen, so wird mit dem 2. Octvder d. I. Thalien's Tempel denn auch unter der Direktion des, uns durch sein im vorigen Jahre gegebenes schönes Gastspiel im Andenken gebliebenen, Hrn. Krafft eröffnet werden, und erwarten wir, daß derselbe durch gute, in allen Branchen bewanderte Künstler unterstützt, nur Schönes und Gediegenes vorführen, und ihm dann zu seinem schwierigen, kostspieligen Unternehmen die regste Theilnahme des Gießener kunstsinnigen Publikums nicht fehlen wird. Einige Worte über die Mißbräuche bei Leichenbegängnissen. Gewöhnlich versammeln sich vor einem Leichenbegängniß Diejenigen, welche dem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen wollen, in einem Wirthshause und wird daselbst aus Kosten der Hinterbliebenen ein kleiner Imbiß genommen. Diese Gelegenheit wird aber leider öfters stark dazu benutzt, um, statt mit einem kleinen Imbiß vorlieb zu nehmen, auf Kosten der Hinterbliebenen eine gehörige Zeche zu machen; und nicht selten sieht man dann später den Einen oder Andern wankenden Schritts und mit einem zinnoberrothen Kopfe tn dem Zuge nach dem Sterbehause und von da nach dem Kirchhofe schreiten. Wenn nun wohl auch der Zug ziemlich geregelt durch die Stadt geht, abgesehen von einigen kleinen Unanständigkeiten, wie Lachen, Plaudern rc., so hört doch alle Diseiplin auf, sobald derselbe vor dem Thor angelangt ist. Hier beeilt man sich, so schnell wie möglieh in die an die Chaussee angepflanzte Fichtenhecke zu gelangen, um ein Bedürfniß zu befriedigen, das nur in Folge eines all zu vielen Genusses von geistigen Getränken, besonders des Bieres, entstanden ist. Es wäre deßhalb sehr erwünscht, wenn auch hier, ähnlich wie in anderen großen Städten, die Bestimmung getroffen würde, baß der Leichenwagen ganz präcis um die bestimmte Stunde sich in Bewegung setze und daß Diejenigen, welche denselben begleiten, sich ebenfalls präeis am Sterbehaus, und nicht eine halbe Stunde vorher in der Schenke einfinden. Ein anderes unnützes und den Zweck verfehlendes Institut ist das der sog. Stückenträger. Der Zweck dieses Institutes war doch offenbar fein anderer, als armen bedürftigen Leuten eine Unterstützung zu reichen. Dieser wirb aber meist ganz und gar dadurch verfehlt, baß die Leichenbesorger öfters solche Leute als Stückenträger bestellen, welche der Unterstützung keineswegs bedürftig find- Sie bestellen als solche in der Regel Leute, welche zu ihnen in irgend einer Beziehung stehen; wie Nachbarsleute, Gevattern, ja sogar Söhne re. und viele vieser Leute schämen sich nicht einmal, Denen, welche der Unterstützung so sehr bedürftig sind, dieselbe auch noch durch ihr eigenes Anbieten als Stückenträger zu entziehen. Aus allem diesem müssen wir zu dem Schluffe gelangen, daß auch dieses Institut abzuschaffen ist, zumal wenn man bedenkt, daß ohnehin die allernöthigsten Begräbnißkosten sehr hoch zu stehen kommen und daß man die Kosten für 6 bis 12 Stückenträger mit ebenso viel Gulden recht gut und ganz besonders dann sparen kann, wenn der Brodschaffer gestorben ist. Schließlich halten wir den Bezug Der Gebühren für den Schullehrer auch nicht an feinem Orte. Dieser Gebührenbezug entstand vor alten guten Zeiten bekanntlich dadurch, daß der Schullehrer nebst der Schuljugend dem Leichenbegängniß beiwohnen und am Grabe einige Lieder absingen mußten. Da aber dieser Gebrauch schon längst abgeschafft worden, so glauben wir auch, daß die Gebühren hierfür für die Folge wegfallen können und man wird, wie dieses an manchen Orten der Fall ist, den Schullehrer nicht mehr sagen hören: „Es ist eine schlechte Zeit, Es sterben keine Leut." Wird, wie dieses meistens der Fall ist, diese Gebühr zur Besoldung des Schullehrers gerechnet, so gibt es Mittel und Wege genug, um ihn hierfür hinlänglich zu entschädigen. ___________________________________ __________ Druck und Verlag Der G. D. Brühl'schen Universitäts-BuedDruckerei. Erscheint tc 1 g. 53 fr. gespaltene f Schw «d Kalbflei Schwei An befindlich s •t a ti Ei des Iah zum vor 1) 2) 3)