die Samstag den 8. -vctober M 81. Gießen, am 4. Moder 1859. oimmlehrer. 9. Schneider. Berner Ra?e — versteigert werden. Ng, Oberhessen. ctoffeln. kr. fl. Mittelprei» vom Malter 7 Uhr. i fl., werden Krafft. r. Faulstich, . Walter «. Jftngfi, Ge- Hr. Rosen- letzlar; Hr. . Offenbach. Pf. 200 200 200 200 Neireffend Den Wetterschaden in den Gemarkungen Gladenbach der Breidenbach, Betreffend. Den Wttter,ch^^ Neidenbach, im Kreise Biedenkopf. Das !Zer- auft Beknnntmerehung, ben Verkauf von Berner Rindvieh betreffend. Das in Folge Beschlusses des Ausschusses des landw. Vereins von Oberheffen angekaufte Rindvieh der (20 Rinder und 6 Fasselochsen) wird n ^ts., Vormittags 10 Uhr, bei Herrn Gastwirth Joutz in Butzbach, unter ven bei der Versteigerung> bekamt ^»acht werdenden Bedrngungen, UMMMM°--- Der Viceprästdent: Dr. Gros. Hrn. Advoc. ». Fulda. — en. — Bet Schulinspect. rr. Winkler: Hr. Schrei- ltöhrtg: Fr. i v. Zieren- geinheim. Gefundene Gegenstände. an r T ... .... - Ü-L SSSSSsSstt YSÄB Vielfach beschädigt. aefunben, für die von dem fraglichen Wetterschaden betroffenen Großherzogkiches Ministerium des Innern hat sich bewogen gew qeftattcn. Wir setzen Sie zur geeigneten ÖÄ «ÄST zur Weiterbeförderung einsenden. __ u 1 e r‘--------------------------------- Votireiliche KeKanntmachnngen. DI, Bestimmung vom 1. Deeembn 1858, wonnch *“(**"‘S ’Ä. fcXS “ für ... Stadt und den Kreis Gießen. ^ abra-nas für Einheimische 1 fl. 30 kr., für Ans«ärtig-,br°i.Postausschlag^ Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwochs undSamstag->. - ^re^sAt. B. Nr. 1). - Einrückimg-q-bühr für die w*.»«.»■- - «■— - “*■ —--------- - — ■' Gerichtliche und Privat Bekanntnraci >ungen. Besondere Bekanntmachung en. Den im Jahr 1859 abzuhaltenden Recrutirungt jrath. 20423 Wir machen die hiesigen Betheiiigten Darauf aufmerksam, Daß für Den Kr cis Gieße» Der Recruttrungsrath den 9. „cerJ \ «59 abaibalten wird. Wir verweisen zugleich auf Den Inhalt Der Bekamt tmachung Großherzoglichen Kreisamts Gießen vom 19 September l. 3-, Anzeigeblatt Nr. 76 unD 77, unD erklären uns zu feder ! .«langt werdenDen Auskunft bereit. Gießen, Den 23. September 1859. Großher^ogliche Bürgermeisterei Gießen. 4_). vS v e I. 2126) Die Verpflichtung des hiesigen Bürgers unD Occonomen, TheoDor Wortmann, als Feldgeschworener für Die Gemarkung Gießen, bringen wir hiermit zur öffentlichen Kennlniß. Gießen, Den 4. October 1859. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 1 D. Ebel. Edictalladung. 1781) NachDem Großherzogliches Hofgericht Der Provinz Oberhessen über Das Vermögen des flüchtigen Jacob Kahn von Hermannstein Den förmlichen Concursprozcß erkannt hat, werDen hiermit alle bekannte und unbekannte Gläubiger des genannten Schuldners aufgeforDert, ihre ForDernngen unD sonstigen rechtlichen Ansprüche sogewiß im Liquidationstermine Montag Den 31. October D. 3 / Vormittags 9 Uhr, bei unterzeichnetem Gerichte anzumeloen unD zu begrünDen, als sonst angenommen werden wird," sie hatten auf ihre Ansprüche an Die Concursmasse verzichtet, unD ihr Ausschluß stillschwcigenD erfolgt. Zugleich soll in genanntem Termine em Arrangement versucht und über Die Wahl eines Massecurators, Der bereits provisorisch von Dem Gerichte bestellt wurde, verhandelt werden. Kommt eine Einigung zu Stande, so ist die Minderheit an Den Beschluß Der Majorität gebunden. Gießen, den 17. August 1859. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Dr. A. v. Grolman, Startrichter. Stadtger.-Assessor. Versteigerungen. 2146) Dienstag den 22. November, Nachmittags 2 Uhr, soll die Hofraithe des Ludwig Schwan auf dahiesigem Rathhause, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden, als: Flur Nr. HjKlstr. 711« 10 Hofraithe in der Marktstraße, an August Schmidt, giebt 18 fr., 7115? 3 Hoftaum mit Stall daselbst. Gießen, Den 7. Oktober 1859. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. D. Ebel. 2086) Dienstag Den 18. Oktober, Nachmittags 2 Uhr, soll Die Hofraithe unD Das Anwesen, zum Nachlaß Des Großh. Hosger. - Advocaten Dr. SunDheim II. Dahier, in Der Hofraithe selbst, unter Den alsDann bekannt gemacht werdenDen Bedingungen, als Erb- und Eigenkhum öffentlich meistbietend versteigert werden, als: Flur Nr. OKt-tr. 7n2 68 Hofraithe mit Vorder- unD Hinterhaus, Scheuer, Stallung, GrunD unD Hofraum auf Dem ReichensanD, an Karl Steinberger gelegen, 7211-» 33 Grabgarten das., 1. Klasse, V a 164 Grabgarten das., 1. Klasse, gibt 10 kr., V,. 512 Grabgarten das., 1. Klasse, gibt 1 fl. 53% fr. Unmittelbar nach Der Versteigerung soll sofort vorzügliche Leinwand, namentlich Tischtücher, Servietten, Betttücher, Kissen- Ueberjüge, Handtücher u. s. w., versteigert werden. Gießen, den 28. September 1859. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. D. Ebel. Arbeitsversteigerung. 2122) Dienstag den 11. D. Mts., des Vormittags um 10 Uhr, soll das AnroDen des ausgestellten Walv- districts Forst, Gemarkung Reiskirchen, — 22 Normalmorgen 213 Klftr. enthaltend, in dem GemeinDehaus zu Reiskirchen, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, wcnigst- nehmend versteigert werden. Rabenau, am 2. Octobcr 1859. Der Rentmeister i W. Engel. 2106) Dienstag den 18. October werden in dem Landeszuchthause zu Marien- schloß, Vormittags 10 Uhr anfan- genv, die Lieferungen versteigert von: a) 700 Malter Kartoffeln, b) 50 Centner untererdigen Kohlraben, c) 45 „ gelben Rüben, d) 8 „ Zwiebeln; desgleichen Dienstag den 25. Oktober, Vormittags 10 Ühr anfangend: a) 2000 Stück Weißkraut, b) 100 Centner Sauerkraut, c) 250 Stück Würsing, d") Den Bedarf von Ochsen-, Schweine- uno Kalbfleisch, sowie Schweineschmalz pro 1860. I m Soumissionsweg wird vergeben die Lieferung der für 1860 für die Menage erford erlichen Victualien , als circa aj 90 Centner weiße Bohnen, b) 90 „ Erbsen, e) 60 „ Linsen, d) Der Bedarf an Milch, } e) 90 Centner Weißmehl, ff) 50 „ Waizengrütze, g) 40 „ Hirse, h) 50 „ Reis, i) 30 „ geschalte Gerste, k) 5 „ KaffZe, 1) 2 „ Nudeln, jm) 1 „ Pfeffer, In) 20 Maaß Mohnöl, fo) 60 „ Essig, ip) 20 „ Brandwein. Die Victualien unter a, b, c unD d wer- Dcn im Einzelnen, Die unter e unD f zusammen , unD Die unter g bis p ebenfalls zusammen vergeben. Die näheren Bedingungen unD Proben sind bei Der Direktion Des Landeszuchthauses einzusehen. Der^vor dem Direktorial - Büreau bestndliche „son- missionskasten" wird den 25. Oct ob er 1. I., Vormittags präcis 10 Uhr, abgehängt, unD werden nach dieser Zeit keine Soumissionen mehr angenommen. Marienschloß, am 1. Oktober 1859. Die Verwaltnngs-Commission- Versteigerung von Bauarbeiten. 2125) Montag Den 17. D. Mts., Vormittags 11 Uhr, werden Die zur Erbauung einer evangelischen Kirche in LonDorf nöthigen Steinhauer- arbeiten und Material-Lieferungen auf Der Bürgermeisterei zu Londorf wie folgt, ver- steigert: Steinhauerarbeit, veranschl. zu 5998 fl. Brechen, Beifahren und Aufsetzen von 70 Cubik-Klaster Mauersteinen, veranschl. zu 1050 „ Lieferung von 58,000 Backstei- nen, veranschlagt ju • • • 75 " desgl. von 460 Bütten Kalk, veranschlagt zu.....133 " Desgl. von 40 Bütten Wasser- kalk, veranschl. zu . - • • 1 " desgl. von 5 Cubik-Klstrn. Lahn- sand, veranschl. ju . • • • i " geroth den Kreisamts ft bereit, eßen. Schweine- Schweine- irb vergeben die Menage irca en, e, erste. und d wer- und f zu- p ebenfalls ren Bevin- r Direktion . Der vor iche „Sou- tober 1. 3., chängt, und oumissionen r 1859. nmission. arbeiten. s., vangelischen Zteinhauer- >en auf der folgt, ver- u 5998 st. u 1050 „ . 754 „ '. 1334 „ . 132 „ . 260 „ Frachtbriefe für Fahrpostsendungen, per 100 Stück 18 fr., sind zu haben in der (§. D. Brühl'schen Verlagshandlung in Gießen. Lieferung von 20 Cubik- Kistrn. Sanv von Kesselbach, veran- schlagt zu......4Ci0 fl. Die Steinbrüche werden den liebe rneh- mern in der Gemarkung von Londorf angewiesen. Grünberg, den 5. Oktober 1859. Großherzogliches Kreisbauamt Grü.nberg. Di-. Diesfenbach. F e i l ge d 01 e nr s. 2114) Kleingemachtes und Spano, sowie eine Parthie Hainbuchen Werkhvlz, verkauft C. H. Schwall, Lindenplatz. 2128) Eine Brief-Cc»pir - Presse steht um billigen Preis zu verkaufen. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. 2137) Schönes englisches Strickgarn, gestrickte wollene Socken und Frauenstrümpse, geflammte und gestreifte Kinderstrümpfe in allen Farben, gestrickte Halstücher, gestrickte Jacken, das Stück von 2 fl. an, sowie gut gefütterte Litzenschuhe und Litzenstiefel, bei Karl Berger, auf dem Seltersweg. 2089) Hobeispäne, per Korb oder Sack 2 fr., bei Andreas Euler, in der früher Braun'schen Ziegelhütte. || Eisen-Wanren, Oese», Herde, Kochgeschirre re., in großer Auswahl, bei ___I. G. D. Dapst. 2129) Wein-Etiquetten, Kostenverzeichnisse, Rechnungen, Wechsel, Scheine u. s. w.> sind stets vorräthig und zu den billigsten Preisen zu haben in der Steindruckerei von S. Reis. 2117) Süßer Aepfelwein bei Th. L0np. 2101) Br'SttttkohLenklotze von vorzüglicher Heizkraft sind ans der Grube „Nordstern" bei Hungen (zwischen Hungen und Langsdorf) fortwährend, der Centner (14 Klötze) zu L2 Kreuzer, zu beziehen. testen bis zur schwersten Sorte, I. A. Busch Söhne. und baumwollene Herren- und D amen-G e sund heit s h emd en in weiß, roth und gestreift, wollene und baumwollene Herren-, 1964) Die Unterzeichneten empfehlen ihr wohlassortirtes Lager in wollenen und baumwollenen Strümp f-W aar en, als: gestrickte und gewebte wollene und baumwollene Herren- und Knaben-Jacken in weiß, dunkelblau, braun und blaugrau, seidene, wollene Damen- und Kn ab en-Un t e rhosen, von der lcich- M Damen- und Kinder-Filz- und Litzenschuhe in W bekannter bester Qualität, alle Sorten wollene und baumwollene Herren-, Damen- und W Kinder-Handschuhe, Hausmützen neuester Fayon, Polka-Jacken, gestrickte Damen- und W Kinder-Strümpfe in allen Sorten, Farben und Größen, namentlich erlauben sie sich, auf die von M Eiderwolle gestrickten auftnerksanr zu machen, welche an Zart- und Feinheit nichts zu wünschen W übrig lassen, und können sie für Damen, welche besondere Farben, Größen rc. wünschen, solche schnellsten M anfertigen lassen. W Ferner empfehlen sie ihr Lager in 3-, 4-, 5- und 6drähtigen, weißen und farbigen W wollenen, deutschen und englischen Strickgarnen, welche durch Güte der Farben und Weich- H heit der Wolle noch besonders empfohlen werden können. W Wiederverkäufern können sie um so mehr die Preise billigst stellen, da sie die meisten Artikel selbst M fabriciren, und leisten sie Garantie, daß sich bei sämmtlichen Waaren keine Kunstwolle befindet. M 2018) Ich mache hierdurch die ergebenste Anzeige, daß bei mir stets selbstgefertigtc Tafel-Claviere mit Metall-Mechanik von Mahagony- oder Palissander-Holz, zum Preise von 230 bis zu 250 fl., zu haben sind. Gebrauchte Instrumente jeder Art werden dagegen eingetauscht und zum möglichst höchsten Preise angenommen. Ferner empfehle ich meine selbstgefertigten, sehr elegant ausgestatteten P Lanin os (demi oblique) -um Preise von 450 fl. 0 Gleichzeitig diene hiermit zur Nachricht, daß ich mit einer der besten Stuttgarter PianLno-Fabrik einen Vertrag abgeschlossen habe, wornach es mir möglich ist, Pianinos (demi oblique) von Palissander-Holz franco bis Gießen zum Preise von 250 fl. zu liefern. Auch hiergegen können gebrauchte Instrumente eingetauscht werden. Für die Güte und Dauerhaftigkeit der verschiedenen Instrumente wird zwei Jahre garantirt. Reparaturen jeder Art werden von mir auf das Beste und Billigste besorgt. Friedberg, im September 1859. C L. Glück, Großh. Hof-Instrumentenmacher. 2127) Zimmerspäne werden täglich i auf meinem Zimmerplatz verkauft. Gg. Ruckstuhl, Zimmermeister. ß Interessanteste Insekten, W frische Schmetterlinge, sowie auch andere Naturalien , empfehle ich in großer Auswahl billigst und bitte ich, indem mein Aufenthalt nur noch drei Tage dauert, um balvige Bestellungen. I. Biedermann, im Gasthaus zur Sonne. 2069) Die Frankfurter Lebens - Berstcherungs - Gesellschaft hat Herrn Kaufmann H. C. Bingmann in Lich zu ihrem Agenten für Den Bezirk Lich ernannt, und hat derselbe als solcher Die kreisamtliche Bestätigung erhalten, was ich hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringe. Gießen, am 20. September 1859. A. Appel, coneess. Haupt - Agent. Indem ich auf vorstehende Bekanntmachung höflich Bezug nehme, halte ich mich einem resp. Publikum bei Lebensversicherungsabschlüssen bestens empfohlen und bemerke, daß Prospekte und alle hierauf bezügliche Papiere unentgeldlich bei mir zu erhalten sine. Lich, am 27. September 1859. H C Bingmann, coneess. Agent der Frankfurter Lebens - Bersicherungs - Gesellschaii. Vermiet hungr n. 2141) Bei Georg Junker ist ein Logis, bestehend aus einer Stube, Cabinet, Kammer, Küche, Keller und Holzstall, zu vermiethen und sogleich beziehbar. 2119) Eine Stube, nebst Kammer, Keller, Holzboden u. s. w., ist zu vermie- then und sogleich beziehbar bei ____________________PH. Bogt. 2150) In Lit. A. Nr. 95 am Asterweg ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet und Sopha zu vermiethen. Auf Verlangen kann auch die Kost gegeben werden. 2139) Ein Familienlogis ist zu vermiethen bei I. Ronstadt, Bäcker. 2093) Zwei möblirte Zimmer sind auf nächstes Semester zu vermiethen. Auch kann auf Wunsch ein Clavier mitvermiethet werden. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 2136) In dem Scheid' schen Hause auf dem Neuenweg ist ein kleines Familienlogis zu vermiethen. Näheres in Lit. B. Nr. 118. 2138) Eine kleine Familienwohnung ist zu vermiethen und sogleich beziehbar bei Schreiner Seipp. 2072) Eine Familienwohnung ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden bei Peter Vogt I., in der Wallthorstraße. 2134) Bei Ph. Flett I. im Teufelslustgärtchen ist eine Familienwohnung zu vermiethen. 2112) Zn dem unteren Stock des von Liebig'schen Hauses ist ein geräumiges Zimmer, nach der Straße zu, mit Möbeln zu vermiethen. 1680) Der dritte Stock meines Hauses ist zu vermiethen. I. G. D. B a p st. Vermischte Anzeigen. 2143) Montag den 10. Oetober werde ich meinen Tanzunterricht wieder beginnen. I. Schmidt. Ab Geschäfts - Eröffnung. 2084) Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum zeige ich hiermit er» gebeust an, daß ich mein Kappeulager, bestehend aus einer großen Auswahl Sommer-, Winter- und Hauskappen, von Hungen hi erh er verlegt habe. Für feine, moderne und geschmackvolle Arbeit werde ich stets Sorge tragen, und verspreche prompte und reelle Bedienung. Um recht zahlreichen geneigten Zuspruch, sowie um gefällige Aufträge bittend, zeichnet Z. Buch, Wallthorstraße, Eck vom Lindenplatz. Für Auswanderer. 1992) Am 1. und 15. jeden Monats expedire ich fortwährend über SgjBgaisjjgsa Bremen durch Die vorzüglichsten Dampf- und Segelschiffe nach allen Häfen von Amerika und Australien. Die Preise werden äußerst billig, wie in Bremen selbst, gestellt und die Passagiere bis auf's Seeschiff begleitet. Amerikanisches Gold, sowie gute Wechsel, sind stets bei mir zu haben. Zu Ueberfahrts-Verträgen empfiehlt sich der concessionirte Agent: C. W. Dietz, am Markt. Landwirthschastliche Schule ni Echzell in der Wetterau. Wintercursus 1859|60. 1960) Der Unterricht beginnt wieder mit dem 1. November d. Z. — Die Lehr- gegenstände, welche in entsprechender Weise auf zwei Semester vertheilt werden, sind) 1) Experimentelle Ackerbauchemie; 2) die wichtigsten Gesetze Der Physik, namentlich in ihrer Anwendung auf Die lanowirthschaftlichen Geräthe und Maschinen; 3) Bodenkunde und Düngerlehre; 4) Pflanzenbau; 5) Wiesenbau; 6) Betriebslehre; 7) Viehzucht; 8) Obstbaumzucht; 9) landwirthtchaftliche Technologie; 10) Rechnen und praktische Geometrie; 11) Anleitung und Uebung im Fertigen von Aufsätzen, Briefen, Geschästs- aufsätzen; 12) einfache landwirthschaftliche Buchführung. Verschiedene Sammlungen, sowie Exeursionen auf die benachbarten Güter, werben Dem Unterrichte ergänzend zur Seite stehen. Die Zöglinge wohnen im Hause des Vorstehers und legen zu Ende des Wintercursus in einem öffentlichen Examen Proben ihres Fleißes und ihrer Leistungen ab. Die Anmeldungen beliebe inan baldigst, jedenfalls bis zum 15. Oktober bei Unterzeichnetem zu machen, der auch jederzeit bereit ist, auf mündliche oder frankirte schriftliche Anfragen nähere Auskunft zu ertheilen. Echzell, im September 1859. Dr. Henkelmann. ® .o:®@®®®@®®8®@@®®®8®@@®®@®®® i K>:®®®®®®®®®®®®®®®®@®@@®®®@®;« A Wohnungs-Veränderung. | D 2142) Ich mache hiermit die er- g ® gebene Anzeige, daß ich meine seitherige ® ® Wohnung verlassen habe und nunmehr ® g bei Herrn Schuhmachermeister Dietz g ® auf dem Seftersweg wohne. ® Gießen, den 7. Oktober 1859. ® Peter Ruckstuhl, ® Dachdeckermeister. Anfrage. 2149) Will sich unsere Universitätsstadt an der Deutschen Schillerseier nicht betheüigen? oder warum sind noch keine Anstalten zur festlichen Begehung des ^00- jährigen Geburtsfestes unseres großen iw ckcrs getroffen?______________ 2148) Nächsten Donnerstag und Freitag, als Den 13. und 14. Oktober. Israelitische Feiertage. Gesellschaft. ndenplatz. | hiermit er« bl Sommer-, moderne und |e und reelle rage bittend, ' Kaufmann mV hat der« öffentlichen Agent. tc ich mich nd bemerke, ehalten sind. »ährend über nach allen ie Passagiere en. Markt. irttcrau. - Die Lehrerden , sind: amentlich in Bodenkunde i Viehzucht; nd praktische :, GeschästS- ammlungen, zänzend zur und legen Fleißes und 15. October der frankirte llltN. »ersitätsstadt ei er nicht noch keine ) des 100« roßen Dich- : stag und L October: rtage. noch einen, jedoch den allerletzten, Cyclus von 15 Lehrstunden im und in der höheren Kalligraphie. D Diejenigen Personen, jeglichen Alters, welchen daran gelegen ist, sich noch in dieser kurzen Zeit eine schöne coulante W Handschrift anzueignen, belieben sich zu dem beginnenden neuen Cyclus also baldigst anzumeldcn. jEJ Es wird jedem Teilnehmer dieser Zirkel die auffallend ersichtliche Verbesserung seiner Handschrift garantirt. W Von dem günstigen Erfolge des Unterrichts können sich Jnteressirende überzeugen. Das Honorar z» diesem Cyclus beträgt, wie bisher, h Person im kleinen Zirkel 10 fl., im a größeren 8 fl. und im größten 3 fi. ;= Die Damenzirkel sind in besonderen Stunden und von den Herrenzirkeln getrennt; der Unterricht findet sowohl in D den Tages-, als Abendstunden, Statt. W W Die Aufnahme geschieht täglich, jedoch nur bis zum 17. -October in seiner Wohnung, bei Herrn Heinr. Noll rgj M in den Neuen-Bäuen, von 8 Uhr Vormittags bis 6 Uhr Nachmittags. M Gießen, im October 1859. Lehrer der Kalligraphie aus Germersheim, jg eröffnet in Folge vielseitiger Aufforderung 886) D i e Renten- und Lebensversicherungs-Anstalt zu Darmstadt übernimmt: 1) die Versicherung steigender Renten gegen beliebige Kapitaleinlagen. Ende 1858 belief sich die Zahl der Rentenversicherten auf 6946 mit 11,588 Einlagen und ca. 804,600 fl. Vermögen. 2) Lebensversicherungen in Beträgen von 100 bis 10,000 fl. auf ein einzelnes Leben gegen feste, zu keiner Nachzahlung verpflichtende Versicherungsbeiträge. Für eine lebenslängliche Versicherung von 100 fl. betragen die jährlichen Versicherungsbeiträge bei einem Alter von 20 Jahren: 25 Jahren: 30 Jahren: 35 Jahren: 40 Jahren: 45 Jahren: 50 Jahren: 1 fl. 34 fr. 1 fl. 45 fr. 2 fl. 1 fr. 2 fl. 21 fr. 2 fl. 48 fr. 3 fl. 26 fr. 4 fl. 18 fr. 3) Leibrcntenvcrsicherungcn, womit auch Wittwenrenten erworben werden können. 4) Depositengelder bis zu Beträgen von 25 fl. herab, welche vom 30. Tage nach der Hinterlegung bis zur Zurücknahme mit 3'4 pCt. verzinst und auf Verlangen ganz oder stückweise zurückbezahlt werden. Ende 1858 betrug die Summe der hinterlegten Gelder 919,889 fl. Die Anstalt gibt Darlehen gegen hypothekarische Sicherheit, sowie gegen Faustpfänder in Werthpapieren und gewährt mittelst ihrer Amortisationsordnung Gelegenheit, aufgenommene Kapitalien durch Zahlungen auf Zins und Kapital (Tilgungsrenten) allmählig abzutragen. Wegen näherer Auskunft, sowie wegen des unentgeldlichen Bezugs von Prospeeten und Statuten der Anstalt beliebe man sich an deren Herren Bevollmächtigte zu wenden *). Darmstadt, im April 1859. Die DireckivN *) In Gießen: An Herrn A. L. Balser. In Lich: An Herrn Gemeindeeinnchmer Carl Volp. 2130) Ein Mädchen, welches kochen, waschen und bügeln, sowie überhaupt allen häuslichen Arbeiten vorstehen kann, sucht einen Dienst. Näheres bei der Expedition dieses Blattes. 2135) Ein Frauenzimmer, welches zehn Jahre in Frankreich war und die französische Sprache gründlich erlernte, wünscht in dcr- felben hier Privatunterricht zu geben. — Nähere Erkundigungen hierüber bei Herrn Dr. Weber I. 2151) Gesucht wird auf den 1. April f. I. eine freundliche Wohnung von 4 bis 5 Zimmern, nebst allem Zugehör, für eine kinderlose Familie. Baldige Offerten beliebe man zu machen bei Herrn Müller zum Einhorn._________________Wülfing. 2074) Mein Geschäftslocal befindet sich vom 1. October an auf dem Neuenweg, Hinterbau Lit. B. Nr. 136, Herrn Wirth Noll gegenüber. C. Häuser, Schirmmacher. 2111) Für ein Mädchen, welches mit allen häuslichen Arbeiten umgehen kann, ist zu Weihnachten ein Dienst offen. M. Lotse, Hebamme. 2133) Ein Mädchen von gesetztem Alter, das kochen kann und mit allen Hausarbeiten umzugehen versteht, kann in hiesiger Stadt in einer kleinen Haushaltung alsbald einen Dienst finden. Das Nähere bei der Erped. d. Bltts. lll> finden über Bremen die beste und billigste Fahrgelegenheit auf den vorzüglich- sten, zur Paffagiersahrt eigens erbauten und eingerichteten, mit gutem Proviant reichlichst ausgerüsteten Dampf- und Segelschiffen nach allen Häfen Amerikas und Australiens durch die für das Großherzogthum Hessen concessionirte Haupt-Agentur Z. LsNtkert Wittwe zu Gießen, bei Hch. Ferber, neben dem Ratbbaus. 2077) Ein junger Mann, Schüler von Louis Spohr, beabsichtigt hier Unterricht im Klavierspiel zu ertheilen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Frischbäcker ;u Gießen. Sonntag den 9. October. Heinrich Plan! in der Neustadt. Jacob Vogt in der Walllhor- straße. Christian LampuS auf dem Seltersweg. Kirchliche Anzeigen v e r evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 9. Octoder. Morgens: Pfarrer Landmann. Nachmittags: Gymnasiallehrer Dr. Glaser. 2140) Die Knalienlehranslali des Dr. Schwabe beginnt ihren Wintercursus Montag den 17. October. Neue Schüler können bis dahin jeden Morgen bei dem Vorsteher angemeldet werden. 2147) Der Unterricht in meiner Lehr- anstatt beginnt wieder den 13. October. Anmeldungen neu aufzunehmender Schüler können zu jeder Zeit von mir entgegengenommen werden. C. Rahn. 1997) Im Noten-Abschreiben empfiehlt sich bestens, und verspricht billige Bedienung G. Richter, bei Wittwe R o t h a u g e in der Wolkengasse. 2115) Den 13. Oclober beginnt wieder der Unterricht in meiner Lehranstalt. Anmeldungen neu aufzunehmender Schüler beliebe man vor dieser Zeit zu machen. _____________________Dr. Roth. 2105) Ein Mädchen, welches mit allen häuslichen Arbeiten umgehen und sogleich eintreten kann, wird in Dienst gesucht. Das Nähere bei der Exped. v. Bltts. 1996) Im Flöten- und Zitherspiel er« theilt Unterricht G. Richter, bei Wittwe Roth äuge in der Wolkengaffe. Pärger - Casino. 2132) Etwaige Anmeldungen zu- Aufnahme in das Bürger-Casino müssen bis zu Ende dieses Monats schriftlich bei dem Unterzeichneten gemacht werden. Gießen, den 6. October 1859. Namens des Vorstandes: ______________Wilh. Schmall. 2120) Ein verheiratheter Mann von gesetztem Alter sucht bei einem Advocaten entweder in oder außer dem Hause Beschäftigung. Näheres bei der Exped. d. Bl. A n frag e. 2145) Wie kommt es, daß die Maaß Milch immer noch 10 fr. kostet, da doch das Pfund Butter zu 22 bis 24 fr. verkauft wird? Steht also dieser hohe Milchpreis in einem Verhältniß zu dem Preise der Butter, oder ist wieder Futlermangel vorhandenL Sollte es denn keine Mittel und Wege geben, um dieser Milchwucherei Einhalt zu thun? Und ist es wahr, daß ein hiesiger Bäcker und Viehzüchter einem der Jungen, welche die sog. Milchpost fahren, damit gedroht haben soll, daß er ihn arretiren lassen wolle, wenn er die Maaß Milch unter 10 fr. verkaufen würde? Bnvgergesellschttft pt Meßen. 2131) Schriftliche Anmeldungen zur Aufnahme nimmt entgegen | der erste Vorsitzende: Louis Petri. 2082) So wie in anderen großen Städten wird auch hier auf meinem (5abi« net vom 1. November 1859 an ein Abonnement' für Herren zum Haarschneiden und Frisiren eröffnet werden, wozu BilletS, für einen Monat gütig, zu dem billigen Preise von 30 fr. bei mir zu erhalten sind. Bemerkt wird, daß, um das Ausfallen der Haare zu verhindern und dicselben moccrn und in gleichmäßiger Länge zu erhalten, stets beste Sorge getragen wird. Mein Cabinct befindet sich bei Herrn David Schneider in der Sonne. Ehr. Oppermann, Coiffeur. . Leifs Anfrage. 2144) Ist der in voriger Woche ertappte Krautdicb zur Anzeige gebracht, oder nicht? Kopulirte. Den I. Oct ober. Wilbeim Frank. Ortsbürg» iiudHammerbesttzer in Reddighausen, des verstorbsue« Hammerbesipers, Christian Frank in Reddighausen, ehelicher und Minna Koch, des Großher- zoglichen pensionirten Landrichters, Reinhard Koch dahier, eheliche Tochter. Den 4. Oktober. Theodor Küchler, Bürger in Frankfurt und Kaufmann dahier, des »erstorbenen Bürgers in Frankfurt und Kaufmanns in Münden, Philipp Adolph Küchler, ehelicher 'Sofja; und Ottilie Pfannmüller, des Großherzoglichen HofgcrichtS- Adoocatcn, Georg Pfannmüller dahier, eheliche Tochter. Den 6. October. Friedrich Büchner, evangelischer Mitprediger-und Lehrer an der ersten Schule in Zwingenberg, des »erstorbenen Großherzoglichen Oberstenerboten, Friedrich Bnchner dahier, ehelicher Sohn; und Marie Johannette Hirsch, des Groß- herzoglichen Steuercommifiärs, Georg Hirsch, dahier, eheliche Tochter. Gelauste. Den 2. October. Dem Bürger nnd Maurermeister, Christian Petri, ein Sohu, Karl, geboren den 8. September. Denselben. Dem Bürger nnd Maurermeister, Heinrich Hartmann, ein Sohn, Heinrich Julins, geboren den 1. September. Denselben. Dem Bürger und Bäckermeister, Karl Wallenfels, ein Sohu, Karl Otto PlnlM Martin, geboren den 22. Angull. Den 6. Oct ob er. Dem Großherzoglichen Stiftungs-Anwalt, Hofgerichts-Advocaten k>r. Franz Eckstein, eine Tochter, Auguste Karoliue Eleonore Emma Christiane Theodore, geboren den 29. Augur Beerdigte. Den 2. O c t o b - r. Philipp Konrad Karl Emil Ludwig Christian Busch, des Bürgers und Bäckermeisters, Karl Georg Busch, ehelicher Sohn, 11 3. 6 M. 15 T. gestorben den 30. September. Den 3. October. Wilhelm Engelbach, evangelischer Pfarrer in. Breidenbach, alt 66 J. 22 T. gestorben den l. October. Sen 4. Oct ob er. Eine uneheliche Tochter, Christine, alt 3 M. 15 T. gestorben den 3. vctoo Den 5. Oktober. Sophie Stroh, storbeneu Bürgers und Schuhmachermeisters,- Helm Stroh, eheliche Tochter, alt 28 I. 8 K 20 T. gestorben den 3. Oktober. Denselben. Friedrich Deigenbach, Maurer au Achenbach, alt 59 I. gestorben den 3. Octooe ■ Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche I besorgt Pfarrer Landmann. Gieß hegte, ist be tägliche Na ist es mit t Auch wird, wenn fache ist, w Wem keineswegs Brauern ib ohne Verdie führende T Bcka nie mehr a nur hier i Brauer nie preise mit in allen r dasselbe sch Hopfen un Jungbier, bei demsel bleiben da eine Berfa Wei billig fein hören, daf fei, oder n seiner Br Viehpreisc falls ein Na Folge für Verdienst So gegenüber geringer Zu Bieres ei dieses un auf 3’/2 Licht daz stand der Hc und ähn Brauer, S! auch noc Bei der Wein in drängt, Fremd Im Hr. Erlei v. Chemr Felsing, Glock v. v. Sonboi flirt; H- Hr. Heid Köpe, 8ii Liebig v. v. Berlir Im Schüler von r Unterricht Näheres bei 'ßen. icinrich Waist >er Wallthor. Belteraweg. igen u Gieren, st. r. ®lafet. n f, Ortsblixgtt '68 iierlK'ttoien Sirbbigb-iufrn, des Großhcr- Reinharb Koch irf'ler, Bürg» 68 verstorbene« ns in Wünbf«, hn; mtb Ollilie । i Hofgerichtschier, eheliche stchner, evnnge- ■i ersten Schnle iroßhcrzoglichen »atzier, ebeiicher d>, beS Groß- I Hirsch, dahier, r und Maurer- Karl, gebaren Mnurermeister, leinrid) JuliuS, > Bäckermeister, Otta Philip» roßberzoglichc« aten Dr. Franj roline Eleonore den 29. Anguß. nab Karl Emil rS und Bäcker- her Sohn, «1* ). September, i igelbach, evan- t 66 I. 3 M. leliche Tochter, ,en 3. October. ■tot), des ver- meisters, Wi>- 28 I. 8 M. ch, Maurer aus 3. October. chsten Woche ann. L o c n l e s. Gießen. Der Herbst mit seinen Annehmlichkeiten ist da und die Besorgniß, welche den Sommer über manch zaghaft Herz heatc ist beseitigt. Die Früchte des Feldes sind gut gcrathen und der größte Theil glücklich eingeheimst, auch die Kartoffeln, die tägliche Nahrung so vieler Millionen, werden besser ausfallen als man gedacht hatte. Für den Hunger ist also gesorgt; aber wie ist es mit dem Bruder desselben, vem Durste? Auch hierfür hat die Natur Sorge getragen. Der Wein ist, wie man allgemein hört, tn Hülle und Mlle gerathen, und wird wenn nicht besondere nachtheilige Witterungsvcrhältnisse auf ihn zerstörend einwirken, glücklich geerndtet, und was die Haupt- fache'ist w ohlfeil werden; nur mit dem Bier ist es anders, dasselbe ist theuer und scheint auch wieder so zu bleiben. Wenn wir auch die Zeit her für den Schoppen.sog. Sommer- oder Lagerbier 4 kr. gezahlt haben, so steht doch dieser Preis keineswegs im Verhältnis; zu dem jetzigen Jung- oder Schenkbier. Einsender dieses hat sich hier nicht die Aufgabe gestellt, den Brauern ihren schönen Verdienst nachzuweiscn, was ihm ein Kleines wäre, und ist auch durchaus nicht der Ansicht, daß Jemand ohne Verdienst arbeiten soll; doch wenn derselbe die Schranken der Billigkeit überschreitet, dann glaubt man ihn durch einige anzu- führcnde Thatsachen in dieselben zurückzuführen, berufen zu sein. , Bekanntlich kostet in andern benachbarten Städten, wie Friedberg, Frankfurt, Darmstadt, Mainz re., der Schoppen ^ungbier nie mehr als 3%, oft nur 3 kr., und keinem Brauer resp. Wirth fällt es nur im Geringsten ein, einen Heller mehr zu fordern, nur hier in Gießen müssen wir wieder für den Schoppen Jungbicr 4 kr. zahlen und glauben wir doch nicht, daß die hiesigen Brauer mehr Steuern und Abgaben zu leisten haben, als die übrigen unseres Landes. Auch stehen die Gersten-, Hopfen- und Holz- preise mit denen anderer Städte ziemlich gleich, vielleicht manche hier noch niederer, und das Wasser hat man, Gott sei Dank, in allen noch umsonst. Hierzu gesellt sich noch der Bortheil, daß zu dem Jungbier weniger Hopfen und Malz genommen und dasselbe schon nach einigen Wochen, oft schon nach 14 Tagen, in Zapf genommen wird, während man zu dem Sommerbier mehr Hopfen und Malz braucht, dasselbe stärker eingekocht werden muß und erst nach Monaten consumirt wird. Es tritt also bei dem Jungbicr, sowohl eine Ersparniß der Rohprodukte (Malz, Hopfen, Holz), als auch eine Capitalzinsersparniß ein, und wird folglich bei demselben das Capital rascher und öfter umgesetzt, als beim Sommerbier, ein Umstand, der durchaus nicht unberücksichtigt bleiben darf. Warum inan hier immer noch 4 kr. für den Schoppen Schenkbier zahlen muß,, ist uns unbegreiflich; cs ist dieses eine Bcrfahrungsart, über welche wir uns des bezeichnenden Ausdrucks enthalten wollen. Weit anders verhält es sich nut den Wirthen und Bierbrauern anderen Geschäftsleuten gegenüber; hier soll alles wohlfeil und billig sein, und wer hat nicht schon einmal einen Wirth oder Bierbrauer, zumal wenn er auch Zapfer ist, darüber Klage erheben hören, daß der Laib Brod, wenn das Malter Korn oder Waizen auf dem Fruchtmarkte um % bis 1 fl. fiel, nicht herunter gekommen sei, oder wer hat nicht sagen hören, wenn ein Brauer für ein fettes Schwein, oder einen Ochsen re., welche er mit den Nebenprodukten seiner Brauerei doch zuin größten TheU mästet, nicht so viel erlöste, als er gehofft hatte, das Fleisch ist im Verhältniß zu den Vichpreiscn zu theuer? Diese Lebensbedürfnisse sollen sich sogleich nach dem jemaligen Marktpreise richten, während das Bier ebenfalls ein primäres Lcbensbedürfniß bei ihnen denselben durchaus nicht unterliegen soll. Nach allem diesem glauben ‘ wir mit Fug und Recht das Verlangen stellen zu dürfen, daß der Schoppen Jungbier für die Folge für 3'/, kr. verabreicht wird, obwohl derselbe mit 3 kr. auch hinlänglich bezahlt und den Brauern immerhin noch ein schöner Verdienst verbleiben würde. Sollte dieser Fall wider Erwarten nicht eintrcten, dann muß man an die Standhaftigkeit des Publikums appelliren, dem gegenüber die Brauer gewissermaßen ein Complott gebildet haben, indem sie sich gegenseitig verabreden, den Schoppen Bier nicht geringer als zu 4 kr. zu verzapfen, mithin alle Concurrenz abgeschnitten ist. Zu diesem Zwecke braucht das Publikum nur auch ein Complott gegen die Bierbrauer zu schließen und sich dem Genuß des Bieres eine Zeit lang zu entziehen, und daß dann in ganz kurzer Zeit das vorgesteckte Ziel erreicht wird, dafür bürgt Einsender dieses und erinnert nur daran, daß vor einigen Jahren, als die Brauer den ersten Versuch machten, den Schoppen Bier von 3 fr, auf 3'/2 zu schrauben, in manchen Wirthschaften sich die Gäste für 1 kr. Brandwein, ein Glas Wasser, eine Karte und Abends Licht dazu geben ließen, und so bis zur Feierabendstunde mit Spiel den Abend zubrachten, und siehe, nach Verlauf von 2 Tagen stand der Schoppen Bier wieder auf seinem alten Preis. Hoffentlich kann und wird es auch bei uns nicht mehr lange dauern, daß das Bier als ein primäres Lebensbedürfniß betrachtet und ähnlich wie in Baiern dcr polizeilichen Aufsicht rc. unterworfen wird, in welchem Falle das Publikum gegen die Willkühr der Brauer, sowohl in Bezug auf den Preis, als auch auf die Güte des Biers, sicher gestellt wird. Sollte sich dennoch dcr hohe Preis von 4 kr. für den Schoppen Bier halten, so können die Wcinwirthc zur Drückung desselben auch noch ihr Schärflein beitragen, und muß rühmlichst anerkannt werden, daß sie bereits hiermit schon den Anfang gemacht haben. Bei der voraussichtlichen diesjährigen abermals guten Weinerndte wird sehr leicht der Fall eintreten, daß wir einen guten Schoppen Wein in den Gasthäusern zu einem sehr geringen Preise vorgesetzt bekommen, und dann kann das Bier, wenn auch nicht ganz verdrängt, doch wenigstens dessen Preis gedrückt werden. T. Fremdm-Register vom 3. bis 5. Oktober 1859. I n d e n Gasthäusern. Im Einhorn: Hrn. Oecon. Stoll u. Bausch v. Nieber - Wöllstadt; Hr. Erlcinayer, Dort. v. Heidelberg; Hr. Baron v. Flemming, Hauptm. v. Chemnitz; Hr. Beck, Fabrik, v. Nürnberg; Hr. Leske, Buchb. u. Hr. Felstng, Lehr. v. Darmstadt; Hr. Winkler, Mas. v. Berlin; Fr. Hofr. Glock v. Gotha; Hr. Dalin-Ham, Lieuten. ».Erfurt; Hr. Heuchel, Reut, v. London; Hr. Reh, Gutsbes. v. Hannover; Hr. Löfster, Lehr. v. Frank- turt; Hr. Brand, Oecon. v. Dürenstein; Hr. Mayer, Baumstr. v. Aachen; Hr. Heidefus, Hüttenbes. v. b. Friedrichshülte; Hr. Theile, Arzt u. Hr. Kope, Stenten, v. Mainz; Hr. Weichei, Doct. v. Darmstadt; Hrn. Kaust. „ "‘9 »• Braunschweig, Nage! v. Bremen, Kvchler v. Lich u. Linzemann v» Berlui. Sm Prinz (Karl ; Hr. Oswald, Dr. med. v. Vilbel; Hr. Wagner, 3)11111. v. Schotten; Hr. Schmiermuüd, Bürgermstr. v. Ober-Seibertenrod; Hr. Schreiner, Oecon. v. Ronzhausen; Hrn. Geschworenen Steuernagel v. Rödelheim, Spengler v. Hof-Schwalheim, Hartmann v. Reinhardshain, Helfrich v. Glauberg u. Kaul v. Nieder-Morstadt; Hr. Köhler, Pharm. v. Gladenbach; Hr. Wägner, Geom. v. Weilburg; Hrn. Oecon. Schaubach v. Rieder-Florstadt u. Schepf v. Pohlgöns; Hr. Weidenbach, Privatm. v, Coblenz; Hr. Rosenthal, Metzg. v. Nauheim; Hr. Haupt, Privatm. v. Hamburg; Hr. Lenz, Gastw. v. MonShausen; Hr. Bergen, Bergw.-Berw. v. d. Justushütte; Hrn. Kaust. Birkenholz v. Vilbel, Ehrmann v. Soden, Klein v. Bonn u. Schaum v. Würzburg. Im Rappen: Hr. Eisenhnth, Apoth. v. Vilbel; Hr. Metz, Müll. v. Nieder-Osteiden; Hr. Weiß, Oecon. v. Albershausen; Hr. Ebhardt, Affeff. v. Dillenburg; Hr. Heusinger, Prof. v. Marburg; Hr. Biffcr, Arzt v. Erfurt; Hr. Rostmann, Hofger.-Rath v. Coburg; Hr. Oßler, Reut. v. Wien; Hr. Mörsmann, Beamt, v. Weinheim; Hr. Läufer, Fabrik, v. Augsburg; Fr. Giebler in. Tocht. v. Dillenburg; Hr. Freihr. v. Rordeck zur Rabenau ». Friedelhausen; Hr. GieSler, Bürgermstr. v. Wiesbaden; Hr. Nenmeister, Rechn.-Rath v. Berlin; Hr. Rüttmeier, Oberapp.-Ger.- Rath u. Hr. v. Rotzhausen, GutSbes. r. Stuttgart; Hrn. Kaust. Züstch v. CarlShasen, Zeising v. Magdeburg, Matter v. Offenbach, Rutterberg v. Düsseldorf, Neus v. München, Strauß u. Philipp v. Cöln, Puler v. Berkersheim u. Scheier, Große u. Trau v. Frankfurt. Im Darmstädter Haus : Hrn. Oecon. Konrad v. Ober-Ohmen u. Kobl- hagen v. Langsdorf; Hr. Sanier, Cond. v. Friedrichshafen; Hrn. Kaust. Müller v. München u. Leitlof v. Weimar; Hrn. Metzg. Schäfer u. Engel v. Friedberg; Fr. Simon v. Bornheim; Hr. Gerlach, Bürgermstr. u. Hrn. Oecon. Krug, Judt, Fuchs, Seiger u. Hermann v. Ober-Hvrlen. Im deutschen Hof: Hrn. Geschworene Klingelhöfer v. RachelShausen, Schaake p. Böhl u. Wiegand v. Schlechtenwegen ; Hrn. Oecon. Kaiser r>. Feldkrücken u. Gebhardt v. RüdingShain. \ In der Sonne: Hrn. Handelsl. Wehr v. Martinsfeld u. Stern v. Heldenbergen; Hr. März, Fuhrm. v. Altenheim; Hr. Neuhof, Metzg. v. Friedberg. Im Hirsch : Hrn. Geschäfts!. König a. Schlesien, Lepper v. Steinfurt, Strauß v. Vilbel u. Wetterhahn v. Holzheim; Hr. Falkenheimer, Fabrik. r>. Alsfeld; Hr. Kaut, Oecon. v. Leidhecken. In der Ko le : Hrn. Schneid. Steinecker v. Braunfels u. Dietz $. Leipzig; Hr. Fay, Först, v. Burggemünden; Hr. Lorch, Geschästsm.». Roßberg; Fr. Ramspeck v. Alsfeld; Hr. Dreher, Tuchm. v. Biedenkopf; Hr. Ronzheimer, Bürgermstr. v. Dammshausen. Im Russischen Hof: Hrn. Fuhr!. Weber v. Dillenburg u. Heyer v. Saarbrücken; Hr. Wiedemeyer, Geschästsm. v. Oderberg; Hrn. Oecon. Treusch, Schäfer, Schwab u. Roth v. WeniugS; Hrn. Handelsl. Kunzen b. Roßbach, Fröhlich v. Fauerbach u. Kistmann v. Rieder-Weisel. In den Privathäusern. Bei Fr. Advvc. Wieffell: Fr. Horst m. Tocht., Kreisbaumstr. v. Als- fdt,. — Bei Hrn. 51. Holberg: Hr. Katz v. Nidda. — Bei Fr. Landr. MelSheimer : Fr. Wegelin ». Büdingen. — Bei Hrn. W. Tasche: Hr. Scharmann, Pfarr. v. Oerau u. Frl. Sartorius ». Darmstadt. — Bei Hrn. Schwarz: Frl. Müller v. Groß-Zimmern u. Frl. Stolz v. Friedberg. — Bei Hrn. E. Meyer: Hr. Meyer, Cand. v. Creuznach. — Bei Wittwe Balser : Frl. Jaas v. Creuznach. — Bei Wittwe Lauckert: Hrn. Privat!. Walther v. Leidhecken u. Stürz u. Momberg v. Ständen. — Bei Hrn. Steuer-Einnehm. Höflinger: Hr. Weingardt, Gymn.-Lehr. v. Gotha. — Bei Hrn. Gg. Grieb: Fr. Slpoth. Neidhardt v. Herbstein. — Bei Hrn. Schühmachermstr. Wiffmann: Hr. Hornfeck v. Alsfeld. Wasser wärme der Lahn. Mittwoch den 5. Dctbr. 13% ®rat>. Donnerstag „ 6. „ 13% „ Freitag „ 7. „ 14 „ L. C. Rübsamen, Schwimmlehrer. Theater in Gießen. Sonntag den 9. October 1869. (Vierte Vorstellung im ersten Abonnement.) Der Talisman, oder: Roth, Schivar?, Blon d. Posse mit Gesang in 3 Akten, von I. Nestroy. Dienstag den 11. October. (Fünfte Vorstellung im ersten Abonnement.) Das Portrait der Geliebten. Original-Lustspiel in 3 Aufzügen, von L. Feldmann. Hierauf: Sachsen in Preußen, oder: Der sächsische Dorsschulmeifter und die Berliner Nähterin. Genrebild mit Gesang und Tanz in einem Akt, von E. Pohl. Kasseöffnung 6 Uhr. Anfang präcise 7 Uhr. Billets sind von 2 bis 5 Uhr Nachmittags in meiner Wohnung, Marktstraße Lit. D. Nr. 35, bei Herrn Gg. Becker, sowie Abends an der Kasse, zu haben. Auch werden noch Karten für das erste Abonnement abgegeben. Edm. Krafft. Abonnements - Einladung. Die „Mainzer Zeitung" erscheint auch im 4. Quartal 1859 zum Pränumerationspreise von 1 fl. 30 fr. pro Quartal und bitten wir, die Bestellungen möglichst frühzeitig zu machen. Wir werden auch ferner bemüht bleiben, die politischen Nachrichten möglichst schnell und vollständig zu bringen und in unseren Leitartikeln zu besprechen. Daneben enthält die Zeitung in ihrem volkswirthschaftlich en Theile alle interessanten Nachrichten aus den Gebieten der Landwirthschaft, der Industrie, des Verkehrwesens, des Handels, Markt- und Börsenberichte re., ferner ausgedehnte unterhaltende Feuilletons, Local- und Provinzial-Nachrichten re. Bei ihrer großen Verbreitung, besonders im Großherzogthnm Hessen und am ganzen Mittelrhein, ift die Mainzer Zeitung für die Veröffentlichung von Annoncen empfehlungswerth und wird die Petitzeile mit 3 fr. (1 Sgr.) berechnet. Main-Wrser-Eisenbahn-Frachtbriefe sind vorräthig und zu haben in der G. D. Brühl'schen Verlagshandlung, Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. Druck und Verlag ver G. D. Brühl'schen Universitäts-Buchdruckerei.