[eborene Ijneiter: Gillwe, ers und geborene 4. Mai. iffmauu, 10 M. ^es Bür- lerfilätte ehelicher iDiai. Woche i Sonn- Einseg- ia6, um nit be- »emeinde P fingst' atis die f beiden che, für ligst frei stand. ;tib Stein- 14. Mai. Fr. .Streu» . — Bei .>nbach. — ei Wittwe Läckermfir. -. Hirsch: (anb : Fr. wißmann: »ds. amlehrer. . 40-44 . ?0-| . 45-1 Anzeigeblstt für die Stadt und den Kreis Gießen. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwochs unb Samstags. — Preis beS Jahrgangs für Einheimische 1 ff. 30 Er., für Auswärtige, incl. Postaufschlags, 1 ff. 53 Er. — Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. — In Gießen bei her Erpebition (Caizzleiberg Ät. B. Nr. 1). — Einrückungsgebühr für die gespaltene Zeile ober bereit Raum 2 Er. Anzeigen aus verschiedenen Schriften bie gespaltene Zelle 3 ;fr. — Annoncen in Tabellenform werden doppelt berechnet. ^2. MittworH den 26. Mai l_Sc5S. Ochsenfleisch . . Kuhfleisch . . . Rindfleisch . . . Kalbfleisch . . . Schweinefleisch Hammelfleisch . . Schaaffleisch . . Leberwurst . . Bratwurst . . . Schwartcnmagcn . Blutwurst . . . geräucherter Speck Schinken . . . Dörrfl^sch . . Polizeitaren für d e n Kreis Gießen, unb z w a r: 1) für die Provinzialhauptstadt Gieße» : Fleischtare. 2) Für die ist der Laib Brod per Pfund u // ff ff ff ff tr r // 1! H ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff fr. 15 12 10 6 14 12 8 16 20 24 18 32 24 22 Rindsfett . . . Nicrenfett Schweineschmalz Desgleichen ausgelassenes ...... Brodtare. Pfund 2( ordinäres t '/, Gerste- und 4i Brod aus s % Korn-Mehl 2/ gemischtes z */, Waizen- und 4 f Bros aus '/ % Korn - Mehl Loth Quint 5 3 Wasserweck .... 4 3 Milchbrod ■ bestehend bestebenv andern Städte unb Orte des Kreises und das Pfund Fleisch um 2 Heller billiger. per Pfunv fr. n u 20 „ „ 24 u „ 24 fr. 3'1 10} 51 1U 1 1 Anmerkung: Bei einer Quantität Fleisch von 10 Pfund dürfen im steigenden unb fallenden Berhältniß nicht mehr als 11/, Pfund Zugabe befindlich sein. ' ~ ‘ Amtlicher T h e i l. Steckbrief. Die schon vielfach bestrafte Anna Elisabetha Hölzer von Flensungen, Zuhälterin des auf flüchtigem Fuße befindlichen Georg Stein aus Breungeshain, ist am 18. v. Mts., Abends, aus dem Arresthause zu Ulrichstein, wo sie wegen Diebstahls verhaftet war, entwichen. Im Betretungsfalle ist dieselbe zu verhaften und anher vorzuführcn. Signalement: Alter: 32 Jahre, blonde Haare, braune Augen, lange Nase, gesunde Gesichtsfarbe. Gießen, den 22. Mai 1858. Großhcrzogliches Kreisamt Gießen. K ü ch l e r. Bekanntmachung. Am 1. und 2. Juni d. I. soll zu Lang-Göns ein Biehmarft abgehalten werden, was mit dem Anfügen zur öffentlichen aienntniß gebracht wird, daß an den beiden genannten Tagen in Gießen kein Biehmarft abgehalten werden wird. Gießen, den 21. Mai 1858. Großherzogliches Kreisamt Gießen. K ü ch l e r. Gerichtliche und privat - Bekanntmachungen des Stecken Buchen-Scheidholz, 28% bei der ff Wellen 70 Cubikfuß, // ff Stecken Wellen 1. Wellen Stecken diesseits Linden, Stockholz, Reisholz, ff ff 25 1 1448 11 18* * 3y 8861 25 50 1 2 22 3 Wellen Stecken 32% 1189 16% 86% 77% Eichen- Fichtcn- 1 Buchen-Stamm 2507 Fichten-Stangen Wellen Stecken 1% 5% 225 Mittags 12 Uhr, Universitätsmühle, jenseits Großen- 6) Auf der Straße von Lich nach dem Heffenbrücker Hammer, Dienstag den 8. Juni, Anfang Morgens 8 Uhr, in der Nähe des Friedhofs vor Lich. 7) Auf der Straße von Lich nach Butzbach, Mittwoch den 9. Juni, Anfang Morgens 8 Uhr, in der Nähe des Posthauses vor Lich gegen Ebcrstadt, Edictalladung. Oeffentliche Aufforderung. 1130) Nachdem im Termin, den 28. vorigen Monats, die Wittwe und Bene- ficiaterben des Geheimen Hofgerichts-Raths Georgi von hier mit der Mehrheit der Gläubiger einen Nachlaßvertrag abgeschlossen haben, werden die im Termin nicht erschienenen oder durch gehörig Bevollmächtigte nicht vertretenen Gläubiger, sowie überhaupt Alle, welche vermeinen, gegen den Abschluß des Vertrags Einwendungen geltend machen zu können, aufgefordert, solche sogewiß binnen 4 Wochen dahier anzuzeigen und zu begründen, als sonst der Nachlaßvertrag bestätigt und der Nachlaß nach Maßgabe dieses Vertrags vertheilt werden wird. Gießen, den 15. Mai 1858. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. M u h l, Stadtrichter. Befunden Bekanntmachung. Lang-Genfer Vieh- und Krämer- Markt. 1131) Wie bereits durch die Landka- lendcr bekannt gemacht ist, wird wie seither, der diesjährige hiesige Jahrmarkt 10 Tage nach Pfingsten, d. h. Dienstag den 1. Juni d. I., abgehalten, worauf man hiermit das handelnde Publikum noch besonders aufmerksam macht und zu recht zahlreichem Besuche einladet, unter dem Anfügen, daß der erst seit einigen Jahren cingeführte und mit dem unserigen gleichzeitig abgchaltene Gießener Markt wieder ausgefallen ist, und auch die am dortigen letztverflossenen Markte bekannt gemachte Viehausstellung ic., amtlicher Mittheilung nach, nicht stattfindet. Markt-Standgeld wird nicht erhoben. An dem vor einigen Jahren zwischen Handelsleuten und Bahnarbeitern am hiesigen Stationshaus der Main-Weser-Bahn vorgefallencn Exceß trug die Gemeinde keine Schuld und waren die desfallsigen seitherigen Belastungen derselben von Seiten der bei diesem Exceß beteiligten Handelsleute ungerecht. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, das Obige im Interesse ihrer resp. Gemeinden bekannt machen zu lassen. Lang-Göns,'am 22. Mai 1858. Großherzogliche Bürgermeisterei Lang-Göns. H e n r td). röder Weg. Die Großherzoglichen Bürgermeister werden um Bekanntmachung dieser Versteigerung ersucht. Gießen, am 20. Mai 1858. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- D. Ebel. Morgens 11 Uhr, jenseits Eberftadt gegen Ober-Hörgern. Die resp. Großherzoglichen Bürgermeister werden ersucht, diese Versteigerung im Interesse ihrer Gemeinden besonders bekannt machen zu lassen. Gießen, den 24. Mai 1858. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. In Verh. des Kreisbaumeisters: Schäcker, Krcisbauaufseher. Anfang Morgens 8 Uhr, auf dem Seltersberg, in der Nähe Koch'schen Hauses, Morgens 9 Uhr, bei Klein-Linden gegen Wetzlar, Versteigerungen. Die Versteigerung der Grasnutzung an verschiedenen Wegen und Böschungen. 1123) Samstag den 29. Mai 1858, des Nachmittags 3 Uhr, soll die Grasnutzung an den Böschungen des Sladtringgrabcns, der Wieseck, der Chaussee nach dem BusHffchen Garten am 1103) Montag den 31. Mai 1858, von Morgens 9 Uhr an, sollen im Gießener Stavtwalbe, District Haingcsboden rc., folgende Holzgattungen meistbietend versteigert werden, als: Friedhöfe, Sebiffenberger Wege, dem Wege in den Torflöchern und dem Wege zwischen der Hofraithe des Grvßh. Professors Dr. Osann und res Gastwirths Rühl auf dem Seltersberg, öffentlich meistbietend verstei- gert werden. Die Zusammenkunft ist am Neuenweger Thor. Großherzvgliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel. Morgens 10 Uhr, der Lindener Mark gegen Großen- „ Prügelholz, „ Stockholz, „ Reisholz, Eichen-Scheitholz, „ Prügelholz, „ Stockholz, „ Reisholz, Nadel-Prügelholz, Buchen-Scheidholz, „ Prügelholz, „ Stockholz, „ Reisholz, Eichen-Prügelholz, „ Stockholz, „ Reisholz, Stamm von 5 Cubikfuß. „ Pappel- „ Dorn- Pappel-Stamm von Birken-Stämme „ Ahorn-Stamm von 5 Cubikfutz. Gegen Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis September 1858 ertheilt. Die Zusammenkunft ist am alten Anne- Grasversteigeruug. 1132) Die diesjährigen Grasnutzungen von den Gräben und Böschungen nachbenannter Straßen sollen an den dabei bemerkten Terminen meistbietend versteigert werden, und zwar: 1) Auf der Straße von Gießen gegen Butzbach bis zur Kirch-Gönser Gemarkungsgrenze und von Klein-Linden gegen Wetzlar bis zur König!. Preuß. Grenze, Dienstag den 1. Juni, Linden, gegen Lang-Göns, Mittags 1 Uhr, jenseits Lang - Göns gegen Kirch-Göns. 2) Auf der Straße von Gießen über Lollar bis zur Kurhess. Grenze, Mittwoch den 2. Juni, Anfang Morgens 8 Uhr, vor dem Wallthor, in der Nähe der Noll'- schen Fabrik, Morgens 11 Uhr, jenseits Lollar gegen die Kurhess. Grenze. 3) Auf der Straße von Gießen nach Grünberg, Donnerstag den 3. Juni, Anfang Morgens 8 Uhr, vor dem Neuenweger Thor, in der Nähe des Zörb'schen Hauses. 4) Auf der Straße von Gießen nach Gladenbach, Freitag den 4. Juni, Anfang Morgens 8 Uhr, jenseits der Lahnbrücke gegen Rodheim, Morgens 11 Uhr, jenseits Rodheim gegen Fellingshausen, Mittags 12 Uhr, jenseits Fellingshausen gegen Frankenbach. 5) Auf der Straße von Gießen über Lich gegen Hungen, Montag den 7. Juni, Anfang Morgens 8 Uhr, vor dem Neuenweger Thor, in der Nähe des Friedhofs gegen Steinbach, Mittags 12 Uhr, jenseits Steinbach gegen Lick, Nachmittags 3 Uhr, jenseits Lich gegen Langsdorf. 63 421 39 69 1798 3 Eichen- „ u 3 Sodann aus dem District Hochwarte: Arbeitsversteigerung an der Kirche und Pfarrwohnung zu Kirchberg. 1115) Donnerstag den 27. Mai l. I-, Nachmittags um 1 Uhr, sollen an obigem Orte nachstehende Arbeiten veraccordirt werden, als: 1858. Kirchberg, den 19. Mai Für den evangelischen Kirchenvorstand der Pfarrer : Klöpper. Kirche Pfarrwohnuiig st. fr. st. fr. Maurerarbeit, veranschlagt zu....... 34 30 60 59 Zimmerarbeit, „ „....... — — 9 12 Daehdeckerarbeit, „ „....... 195 50 1 40 Schreinerarbeit, „ „....... 2 12 7 — Schiosserarbeit, „ „....... 106 35 3 12 Wtißbinderarbeit, „ „....... 3 45 40 14 Drechslerarbeit, „ „....... 9 36 — — 1133) Freitag den 4. Juni c., des Morgens 8 Uhr beginnend, soll zu Krofdorf in dem Gasthause zur Krone folgendes Holzmatcrial aus dem König!. Krofdorfer Walde meistbietend versteigert werden, und zwar: 1) im Distrikte Hasengarten: 1 Eichen-Nutzholzstange, — 3 Cubikfuß, 160 Klftr. Eichen-Reiser; 2) i ui Districtc Gehren: 2 Klftr. Hainbuchen - Kammenholz, 4 „ „ Knüppelholz, 40 „ „ Stockhvlz, 120 „ „ Reiserholz; 3) im Districte Hohenschied: 246 Klftr. Kiefern-Stammreiser, 1 Buchen - Nutzholz - Stamm, 10 Fuß lang, 98 Zoll Umfang, = 53 Cubikf., 4% Klftr. Buchen-Schcidholz, V4 „ „ Knüppelholz, 3% „ „ Stockholz, 11 „ „ Reiserholz. Krofdorf, den 22. Mai 1858. Der Oberförster: G ü m b e l. 1116) Donnerstag den 3. Juni d. I., Nachmittags 2 Uhr, . läßt der Unterzeichnete seine „früher Wilhelm Schäfer'sche Hofraithc" neben dem Rathhause in dem Hause selbst, einer öffentlichen freiwilligen Versteigerung aussetzen und wird bei annehmbarem Gebote sogleich der Zuschlag crtheilt. Die Hofraithe besteht aus Vorder- und Hinterhaus mit Miststätte und befindet sich im besten baulichen Zu stand, sie enthält 10 bewohnbare Zimmer, 6 Kabinette, 1 großen und 2 kleine Speicher, 1 großen gewölbten und 1 kleinen Balkenkeller, und ist das Ganze zu vier Familicnwobnungen cinge- richtet. Die Stallung hat, außer 2 Schweinställen, Raum für 10—12 Stück Rindvieh. Die Gebäulichkeiten eignen sich, schon ihrer guten Lage wegen, zu jedem Geschäftsbetrieb und können dieselben täglich einge- sehcn werden. Herr Max Pilger und der Unterzeichnete werden vor der Versteigerung alle weitere Auskunft ertheilen. Gießen, den 20. Mai 1858. B. W. Fillm ann. F c i l g e b o t e n c s. 747) Ein Schwarz'scher Dampf Brenn-Apparat, erst 10 Monate gebraucht, womit täglich 500 Maaß Maische abgetrieben werden können, ist mit allem Zugehör, nebst Kar- toffelmnhle, zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 1135) In Lit. E. Nr. 19 vor dem Seltersthor ist eine frischmelkende Ziege zu verkaufen. V e r m i e t h u n g e n. 1092) In dem Dörr'scheu Hause in den Neuenbäuen, dem Clubgebäude gegenüber, ist ein Logis, bestehend in Stube, Kammer, Küche u. s. w., zu vermiethen und das Nähere bei Schneider Brück zu erfahren. 993) Das von Hrn. Prof. Dr. Lutterbeck bewohnte Logis im zweiten Stock ist anderweit zu vermiethen und Anfangs August zu beziehen. Gärtner Schaum, vor dem Seltersthor. Vermischte Anzeigen. S sfr) s Q « sx 1134) Den Mitgliedern ter hiesigen Bade- gcscllschaft wird hiermit eröffnet, daß das Badehaus zum Gebrauche aufgeschla- gcn ist._______________D er Vorstand. 1096) Ein braves Mädchen, welches einer kleinen Haushaltung tüchtig vorstehen und mit Kindern umgehen kann, wird auf Johanni gegen guten Lobn und gute Bc- hantlung in Dienst gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 1137) Eine Brille mit silbernem Gestelle und Hinten Gläsern ist verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, dieselbe gegen eine Belohnung an die Expedition dieses Blattes abzugebcn. _________________ 1107) Ein wohlerzogener junger Mensch kann in einer frequenten Eonditorei eine I Lehrlingsstelle finden. Näheres bei der Exp. | d. Bltts. Fremden-Register vom 20. bis 23. Mai 1858. I n d e n Gasthäusern. Im Rappen: Hr. Stracke, Reg.-Rath v. Darmstadt; Hr. Schneider, Verw. v. Weilburg; Hr. Grosse, Oecon. v. Kolnbauseu; Hr. Schödter, Direet. r>. Mainz;' Hr. Rosenlöcher, Rent. v. Frankfurt; Freifr. v. d. Luhe u. Fr. Pfarr. Weitzel v. Leipzig; Hr, Baron v. Hochfeld, Oberstlienten. v. Wien; Hr. Monz, Reut. v. Mainz; Hr. Hetlinger, Prof. u. Hr. Giebeler, Hüttenbes. v. Dillenburg; Hrn. Mal. Vogel m Hildburghausen u. Bernberg i). Gotha; Hr. Weber, Affess. v. Schotten; Hr. Herscher, Verw. v. Liebenstein; Hrn. Kaust. Eppenstein v. Homburg, Wenderoth v. Bremen, Negendank v. Berlin, Lindner u. Haas v. Frankfurt, Leterte r>. Ludwigshafen, Schlipper v. Mainz, Jhris v. Dresden u, Spür ».• Oppenheim. Im Einhorn : Hrn. Gntsbes. ». Mörel °. Westphalen u. Wetzler r. Weilburg; Hr. Baron r. Stantz, Lienten. v. Berlin; Fr. v. Glonki v. Gotha; Hr. Freihr. v. SotterSberg, Oberstlienten. v. Würzburg; Hr. Freihr. v. Stein, Dlinist. v. Frankfurt; Hr. Baron s. Debre, Gntsbes. v. Rachen; Se. Ercell. Graf Montv v. Petersburg: Hr. Schweitzer, Justiz- beamt. v. Orlenberg; Hr. Jung, Direet. v. Miltenberg; Hr. Schmidt, Rent. v. Wien; Hr. Hort, Regier-Rath v. Ollmütz; Hrn. Kaust. Wagner v, Münster, Scherrer v. Bonn, Sackermann v. Dresden, Dames v. Eölu, Kaiser v. Lssenbach, Blinckfort v. Mainz, Steinbrinck e. Frankfurt u. Müller v. Wetzlar. Im Prinz Carl: Hr. Schröder, Calcul. u. Hr. Wittmann, Archivar v. Darmstadt; Fr. Kirschbaum ui. Fam. v. Mainz; Hr. Padberg, Priratm. v. Heidelberg; Hr. Graf v. Haake v. Ehringshausen; Hr. AnlheS, Gru- benbes. v. Siel); Hm. Kauff. Rainza v. Mainz, Klein v. Bann, 'S miet' v. New-Ioik, Schüe, Beil) u. Vogel v. Frankfurt n. Hammann v. Stuttgart. In den Privat Häusern. Bei Hru. Univ.-Richt. Haberkorn: zwei Frl. Nüliner v. Darmstadt. — Bei Hrn. G. Ph. Gail : Fr. Köpfer m. Fam. v. Mannheim. — Bei Hrn. Rivisor Stock: Hr. Stock ni. Fam. v. St. Louis. — Bei Hrn. Kaufm. Appel: Fr. Actuar Stehr v. Homburg. — Bei Hrn. Stnd. Reitz: Hr. Hohenstein, Oecon. v. Äeffel. — Bei Wittwe Taschn: Frl. Eberhardt v. Darmstadt. — Bei Hrn. Dr. Mettenheimer : Hr. Beranger v. Lhon. — Bei Hrn. Hofger.-Acv. Dierv: Hr. Riegelmann, Jnsp. v. Wetzlar. — Bei Hrn. Heinr. Hemberger: Frl. Areste a. Mailand. — Bei Hrn. Hntm. Gail : Fr. Banst v. Laasphe. — Bei Hrn. Lehr. Brann : Frl. Braun v. Cassel. W a s s e r w ä r nr e der Lah n. Samstag Sonntag Monrag Dienstag cen 22. Mai 14% Grad. // 23. // 15 // 24. n 14% „ ,/ 25. 13% „ 2. C. Mbsamcn, Schwimmlehrer. Der Pferde-, Schaf- und Wollmackt in Gießen. Schon mehrfach wurde die Frage aufgeworfen, ob es für die hiesige Stadt Wohl räthlich sei, nut den periodischen Viehmärkten auch noch einen Pterde- markt zu verbinden, ferner ein Schaf- und Wollmarkt gewünscht. Je lauter sich derlei Wünsche vernehmen ließen, um so mehr muß es befremden, daß seitens unseres sonst so rührigen Magistrats noch keinerlei einleitende Schritte gcthan wurde», weßhalb man diese Angelegenheit hier einmalzur Sprache bringen wollte. Was zunächst den Pferdeniarkt betrifft, so muß hervorgehoben werden, daß der Loklarer Markt aus leicht begreiflichen Gründen in den letzten Zügen liegt. Außer diesem sind die nächsten Pserdemärkte im südwestlichen Deutschland Creuznach und Mannheim, nach Offen hin Schweinfurt. Sind nun wohl diese Städte mit der Eisenbahn bald zu erreichen, so werden unsere zahlreichen Landwirthe es doch vorziehen, in der Nähe zu kaufen, besonders dann, wenn die Märkte mit denen zusammenfallen, welche sie jetzt immer besuchen. Da kein guter Markt in der Nähe ist, so verlassen sich die Meisten lieber auf die Handelsleute, als daß sie weite Wege machen wollten. Es läßt sich also zahlreicher Besuch eines guten Pferdemarktes in Aussicht stellen, denn mit den sicher eintreffenden Käufern finden sich die Verkäufer von selbst. Es fragt sich nur, ob Gießen zu einem guten Pferdemarkt geeignet ist; andererseits könnte die Nothwendigkeit eines solchen mit Hinweis auf den mehr und mehr eingehenden Lollarer Markt in Abrede gestellt werden, Es hat aber der Lotlarer Markt um deßwillen keine Zukunft mehr, weil er den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht. Gießen dagegen, weil es eben allen Anforderungen entspricht, kann diesen für die diesseitigen Gebiete so wichtigen Markt nicht nur erhalten, sondern auch wieder zum alten Glanze bringen. Wie in anderen Dingen, so macht sich auch hierin der Fortschritt durch gesteigerte Bedürfnisse geltend. Man begnügt sich z. B. nicht mehr mit dumpfen Stallungen, kleinem Raum, unzureichenden Bequemlichkeiten. Pferdehändler sind oft große Herren, die Käufer nicht minder. Ter Händler muß mindestens den Tag zuvor am Orte sein, verlangt geräumige schöne Stallung für seine Thier«, gutes Logis, Auswahl in Speise und Trank für sich. Der Käufer liebt dergleichen nicht minder, läßt an Maxkttagen gerne etwas drauf gehen, zum Kaufen verlangt er freien Raum zum Prokuren der Pferde, damit der Blick nicht abgelenkt werde, auch sieht er die Thiere gerne im Stalle, beim Fressen, was nur in guten Lokalen möglich ist. Alleit diesen Anforderungen kann Lollar nickt entsprechen. Gießen dagegen hat auf dem geräumigen Brande einen wie zum Pferdemarkt geschaffenen Platz. Hier ist ein großer geschlossener Hof, ein geräumiger gepflasterter und ein nicht gepflasterter Platz, dicht neben an eine geschloffene und eine offene Reitbahn mit der Gelegenheit, ein gutes Pferd schulmäßig vorgeritten zu sehen. Gießen hat geräumige Stallungen genug, bietet Käufern und Verkäufern je nach Geschmack und Vermögen jede Bequemlichkeit in Bezug auf Logis, Speise und Trank. Darum hat der Pferdemarkt in Gießen eine Zukunft. Wir verweisen in dieser Beziehung auf Schweinfurt. Dort war vordem der Pferdemarkt sehr stiefmütterlich bedacht, in einzelnen weit von einander entfernten engen dumpfen Stallungen mit verschwindend kleinen Vorhöfen, | oft bloßen Durchgängen, wurden die Pferde ausgestellt, wer da nicht gerade mußte, kaufte nicht, der Pferdemarkt bedeutete gar nichts, während der besser ausgestattete Rindviehmarkt immer mehr an Bedeutung gewann. Dies veranlaßte den Magistrat zu wesentlichen Verbesserungen, seitdem wächst auch der Pferdemarkt zusehends, gewiß nicht zum Schade» der Stadt, welcher ihre Opfer schon jetzt durch die vermehrten städtischen Einnahmen vergütet sind. Ein gut ausgestatteter Markt mit erleichterter Schau lockt auch viele Neugierige an, welche in der Regel am meisten Geld in der Stadt sitzen lassen und da sicher wegbleiben, wo ihnen die Schau erschwert und wenig oder gar keine Bequemlichkeit geboten ist. Gießen bedarf nur geringen Aufwandes, die gegebenen Verhältnisse erleichtern derartige Unternehmungen ungemein; diese dürfen jedoch nicht zur Stütze der Lässigkeit werden, aus Nichts wird Nichts, ohne Anstrengung und wenigstens anfänglich einige Opfer geht die Sache nicht. Möge man das nicht vergessen!' Anforderungen anderer Art erfordert ein Schafmarkt, auch diese finden wir in 'ließen gegeben. Man bedarf hierzu bloß eines großen Raumes, am besten ein Rasenplatz, zum Aufschlagen der Pferche. Die städtischen Wiesen an der Lahn unterhalb der Brücke bis zum Alexander- Wellenbad eigneten sich vortrefflich dazu, nicht minder der Trieb. Bamberg z. B. hält seinen Octoberschaftnarkt auf städtischen Wiesen, sieht an den drei Markttagen oft an 30,000 Stück Schafe mit ihren Hunderten von Hirten, Metzger, Käufer und Verkäufer in Menge, so daß die geräumige, sonst ziemlich leere Stadt nicht Platz genug zur Unterkunft ihrer Gäste hat. Dabei evneurrirt Bamberg noch mit Römhilds und anderen Orten in nickt zu weiter Ferne, ohne daß deren Umgebung sich gerade durch große Schafzucht auszeichnete. Oberhessen hat mindestens ebensoviele Schäfereien, Gießen würde aber dazu noch diejenigen Nassaus und der benachbarten preußischen und kurhessischen Gebiete bekonnnen, so daß ein ansehnlicher Markt sicher erwartet werden kann. Ein solcher braucht dabei nur höchstens zweimal im Jahr gehalten zu werden, im Frühjahr und vor Winter und können die Termine mit Berücksichtigung der Graserndte so gewählt werden, daß der städtischen Kaffe daraus kein Schaden erwächst. Ueberdies trägt die reichliche Düngung zur Verbesserung der Wiesen bei, was besonders dann wohlthätig wirken durfte, wenn man sich für den Trieb entscheiden wollte. Besser wären aber jedenfalls die Lahnwiesen, well bequemer gelegen und Wassermangel nicht zu furchten ist; Bequemlichkeiten welche sich eben so nahe beisammen auch nicht überall finden. Die städtischen Behörden müßte» bei Abhaltung eines Schafmarktes jedoch für sorgfältigste Trennung von „Schmeervieb" und ,Meingut" Sorge tragen, und dürften am besten thnn, wenn sie von vornherein „Schmeervieh" ganz vom Markte ausschlössen. Wir bespreche» nun noch den WollmarU. Bekanntlich gibt es außer Cassel keinen bedeutenden Wollmarkt im südwestlichen Deutschland. Die vortrefflichen Anordnungen des dortigen Magistrats ziehen Käufer und Verkäufer aus weitester Ferne an; trotz vieler in nächster Nähe gelegener Märkte, geht fränkische und thüringische Wolle in großen Mengen nach Cassel. Es wäre also mit einem dermaßen beliebten Markte gar nicht zu eoncurriren, wenn wenn nicht jener Ort vorzüglich in feiner Wolle anzöge, welche vhuedieS viel weiter transportirt werden kann. In unserer Gegend wird feine Wolle nur ausnahmsweise gezogen, weßhalb unsere meisten Schafzüchter ihre Wolle lieber an Händler, meist Juden, verkaufen, indem ihre Wolierndten überdies selten chedeiltend sind. Wäre hingegen ein regelmäßiger Markt in Gießen, so tourten sie sicher den Verkauf am Markte vorziehen. Zu einem Wollmarkte gehört ein Local, welches bei Regeuwetter Nnter- knust gewährt, der untere Raum des Zeughauses würde sich dazu vollkommen eignen. Da ein solcher Markt nur einmal im Jahr gehalten wird, ;o kann das Local die übrige Zeit des Jahres hindurch noch anderweit benutzt werden. Wollten nun unsere Stadtbehörden einen Wvllmarkt abhalten, so rathen wir die Cassler Einrichtungen zum Muster zu nehmen. Wie große Vortheile Übrigens derlei Märkte der Stadt bieten würden, braucht wohl nicht hervorgehoben zu'werden; das Zuströmen von Fremden aller Art, die vermehrten städtischen Einnahmen, die Marktgelder u. s. w., würden die Stadt hinreichend für jedes Opfer entschädigen. Auch möge man bedenken, daß heut zu Tage uothwendige Verbesserungen nicht lange auf sich warten lassen; bringt sie'die eine Stadt nicht, so thut es eine andere. Gießen möge sich diese Vorthelle nicht nehmen lassen, ringsum ist manche strebsame, eifersüchtige Rivalin; was Gießen versäumt kam, Marburg ;. B. thun. welches ebenso in anderer Beziehung vielleicht früher mit dem Rhein in direkte Verbindung kommt als Gießen, wenn dieses die Hände in den Schooß legt. Frucht- und Mehlpreise von nachbenaunten Städten und Fruchtmärkten. Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. Waizen. Kor N. Ger sie. Haf e r. Kartoffeln. Ort und Datum. Aufge- f ihren Verkauft Mittelpreis vom Malter. Aufgefahren Verkauft Mittelpreis vom Malter. Aufgefahren Verkauft Mittelpreis vom Malter. Aufgefahren Verkauft MittelpreiS vom Malter. Aufgefahren Verkauft Mittelvreis vom Malter Mltr. Mltr. Pf. fl. fr. Mltr. Mltr. Pf. fl. fr. Mltr. Mltr. Pf. ff. fr Mltr. Mltr. Pf. st. fr. Mltr. Mltr. Pf. fl. fr. Gieße», 21. Mai __ 16 200 '8 43 _ 3 180 7 23 _ 4 160 6 25 — 1021 120 5 38 — 20 J 200 2 16 Grünberg , 22. — 28 200 8 39 — 61 180 6 50 — 121 160 5 55 — 251 120 5 38 — 11 200 *2 19 Friedberg — — — 200 — — — 180 — — — — 160 — — — — 120 — — — . — 200 .— Mainz, 21. — 245 200 9 41 — 125 180 7 4 — 53 160 6 9 — 63 120 6 17 — — 200 2 30