Anzeigeblatt für die Stadt und den Kreis Gießen. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwochs und Samstags. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 st. £0 fr., für Auswärtige, incl. Postaufschlags, 1 st. 53 fr. — Auswärts abvnnirt man sich bei allen Postämtern. — In Gießen bei der Erpedition (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1). — Einrückungsgebühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 2 fr. Anzeigen aus verschiedenen Schriften die gespaltene Zeile 3 fr. — Annoncen in Tabellenfvrm werden doppelt berechnet. 3 Samstag -en 9. Januar 1838. Amtlicher Theil. Verordnung, die Natural-Besoldungen der Civilbeamten betreffend. ^NDWJG III. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein ?c. rc. Nachdem Wir eine Abänderung der Bestimmungen des Artikel 2 der Verordnung vom 1. Februar 1827 als nothwendig erkannt und sowohl in dieser Beziehung als auch wegen Ausdehnung der die Naturalgehalte der Civilbeamten betreffenden Vorschriften auf verschiedene denselben bisher nicht unterworfene Classen von Beamten und wegen anderer hiermit in Verbindung stehender Punkte feste Bestimmungen mit Unseren getreuen Ständen vereinbart haben, so finden Wir Uns bewogen, diese Bestimmungen, sowie die übrigen dermalen über die Naturalgehalte der Beamten bestehenden Vorschriften, unter den durch jene vereinbarten Bestimmungen herbeigeführten Modificationen, in Eine Verordnung zusammen zu fassen und verordnen daher, wie folgt: Art. 1. Die Besoldungen der Civilbeamten sollen in Zukunft wie bisher in Geld angesetzt werden. Art. 2. Der vierte Theil der angesetzten Geldbesoldungen soll nach der Kammertare zu gleichen Theilen auf eme entsprechende Quantität von Waizen, Korn, Gerste und Hafer reducirt werden. Art. 3. Für die aus dieser Reduction sich herausstellende Quantität von Naturalien erhalten die Besoldeten eine nach dem Durchschnitte der jährlich laufenden Fruchtpreise bestimmte Vergütung in Geld. Art. 4. Die dermalen bestehende Kammertare, wonach: für das Malter Waizen: sechs Gulden dreißig Kreuzer, für das Malter Korn: fünf Gulden, für das Malter Gerste: drei Gulden dreißig Kreuzer, für das Malter Hafer: zwei Gulden dreißig Kreuzer berechnet werden, bleibt so lange in Kraft, als solche nicht nach Vereinbarung mit den Ständen abgeändert wird. Art. 5. Die Vergütung in Geld, welche nach Art. 3 von dem Viertheil der Gehalte in Naturalien den Besoldeten gegeben wird, kann in keinem Jahr den Nominalbetrag des nach den laufenden Preisen zu vergütenden Besoldungstheils: a) bei Besoldungen bis zu 1000 fl. einschließlich höher als um 75 Proccnt, b) bei Besoldungen bis zu 2000 fl. einschließlich bezüglich des Betrags von 1000 fl. höher als um 75 Procent und bezüglich des Mehrbetrags höher als um 50 Procent, c) bei Besoldungen über 2000 fl. bezüglich des Betrags von 1000 fl. höher als um 75 Procent, bezüglich weiterer 1000 fl. als um 50 Procent und bezüglich des Mehrbetrags (über 2000 fl.) höher als um 15 Procent jenes Nominalbetrags übersteigen, aber auch in keinem Jahre um mehr als um 50 Procent unter jenen Nominalbetrag herabsinken. 91 rL 6. Die jährlich laufenden Fruchtpreise (Art. 3) sollen nach den Durchschnittspreisen der in Art. 4 erwähnten Fruchtgattungen, tote sich solche aus den zusammengenommenen Marktpreisen der Städte Darmstadt, Gießen und Mainz in den sämmtlichen Monaten des zunächst vorhergegangenen vollen Kalender-Jahres ergeben, berechnet werden. r ü D Die Ausmittelung der Durchschnittspreise hat die Oberrechnungskammer vorzunehmen und im Januar jeden Jahres durch das Regierungsblatt bekannt zu machen, wie viel im laufenden Kalender-Jahre für Einhundert Gulden Naturalbcsolduna zu vergüten ist. ' ö 5 Art. 8. Die Bestimmungen gegenwärtiger Verordnung finden nur Anwendung: 1) auf die bisher schon den Verordnungen vom 23. Juni 1821 und 1. Februar 1827 unterworfenen activen Beamten, hinsichtlich der Gehalte oder Gehaltstheile, von denen nach diesen Verordnungen seither ein Vicrtheil in Naturalien vergütet worden ist; 2) auf die definitiv oder auf Widerruf angestelltcn bisher den unter 1 erwähnten Verordnungen nicht unterworfenen activen Beamten, hinsichtlich der Gehalte, welche sie aus der Staats-Caffe oder deren Dependenzen oder den Lassen solcher Anstalten zu beziehen haben, deren Kosten-Aufwand, insoweit ihn die Anstalten aus eigenen Mitteln nicht zu bestreiten im Stande sind, die Staats-Casse nach den mit den Ständen vereinbarten Bestimmungen zu übernehmen verpflichtet ist; 3) auf Vie nach Erscheinen gegenwärtiger Verordnung in Ruhestand versetzt werdenden zur Zeit ihrer Pennonirung dieser Verordnung unterworfenen unter 1 und 2 bezeichneten Beamten hinsichtlich der als Pension ausgesetzten Theile ihres früheren Diensteinkommens, insoweit von letzterem ein Viertheil in Naturalien bis zu ihrer Penstonirung vergütet worden ist. Von dem Ruhegehalt wird ein Viertheil in derselben Weise, wie von einem dem Betrage ver Pension entsprechenden Activ-Gehalt in Naturalien nach Maßgabe gegenwärtiger Verordnung vergütet. Art. 9. Wenn ein Beamter mehrere mit Besoldung verbundene Aemter bekleidet, so wird die Stelle, welche der Gehalt dieses Beamten hinsichtlich der Berechnung ver Naturalbezüge nach Art. 5 cinzunehmen hat, nach ver Gesammtsumme aller Besoldungen, insoweit von solchen nach gegenwärtiger Verordnung ein Viertheil in Naturalien zu vergüten ist, classificirt. Art. 10. Gegenwärtige Verordnung findet namentlich keine Anwendung: 1) auf diplomatische Gehalte und Pensionen; 2) auf die Gehalte ver bei den Staats-Eisenbahnen angestellten Beamten; 3) auf ständige oder unständige Remunerationen und Fourage-Dergütung; 4) auf das Dicnsteinkommen von Cassebeamten, welches in gewissen Procenten der Einnahme besteht; 5) auf Die in Gütergenuß, freier Wohnung oder Wohnungs-Vergütung bestehenden Theile des Diensteinkommens eines Beamten- 6) auf Beamte, welche ihre Verköstigung aus den Anstalten, bei denen sie angestellt sind, erhalten; 7) auf die Pensionen der vor Erscheinen gegenwärtiger Verordnung bereits in Ruhestand versetzten Beamten; 8) auf Gnadenpensionen und Pensionen aus Wittwen-Cassen. Art. 11. Die Verordnungen vom 23. Juni 1821 und 1. Febr. 1827, die Naturalbesoldungen der Beamten betreffend, und vom 13. October 1840, die Holzbesoldungen ver Beamten betreffend, treten für alle vermalen angestellte und künftig angestellt werdende Beamte, auf welche gegenwärtige Verordnung Anwendung findet, außer Wirksamkeit. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigedrückten Großherzoglichcn Siegels. Darmstadt, am 10. December 1857. (L. S.| LUDWIG. v. Dalwigk. F. v. Schenk, v. Lindelof. Bekanntmachung. In der am 7. November d. I. stattgefundenen General-Versammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvcreins des Kreises Gießen wurde Folgendes verhandelt, beziehungsweise beschlossen: 1) Zu der bei ver Feier Ves 25jährigcn Bestehens Ver landwirthschaftlichen Vereine in Darmstadt stattfinvenden General- Versammlung wurde der zweite Director als Deputirter erwählt. 2) Als Vorstände des Vereins wurden erwählt: a) zum zweiten Director: Univcrsitätsrichter Haberkorn, b) zu den 4 ordentlichen Ausschußmitgliedern: Bürgermeister Ebel dahier, Schullehrer Schlapp zu Rödgen, Gemeinderath Georg Reiber dahier, Bürgermeister Weigel zu Klein-Linden. Die Wahl der außerordentlichen Ausschuszmitglieder soll so lange ausgesetzt bleiben, bis eine genügende Anzahl VereinSmit- gliever aus den verschiedenen Gerichtsbezirken bei irgend einer Gelegenheit anwesend ist. 3) Die Rechnung über Einnahme und Ausgabe des Bezirksvereins für 1856 wurde geprüft und abgeschlossen. 4) Von Ven Mitteln des Bezirksvcreins sollen verwendet werden: a) zur Fortsetzung der Untersuchung der Gemeindeobstbaumstücke und Leitung, deren Ausputzung durch einen Techniker 20 ff, b) zur Anschaffung von landwirthschaftlichen Büchern zum Zwecke der Vertheilung an fleißige Schüler der Gemeindeschulen 20 fl., c) zu Prämien an Schullehrer, welche landwirthschaftlichen Unterricht ertheilen 20 fl., d) zur Ertheilung von Prämien wegen zweckmäßiger Anlage von Dungstätten und zwar: 1) an Wilhelm Hämmerle zu Daubringen 6 fl., 2) „ Ludwig Schwarz zu Mainzlar 5 fl. Gießen, am 31. December 1857. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins des Kreises Gießen: K ü ch l e r. d$erid)tlid)e und Privat KZeLunntmachungen. Besondere Bekannimachung. 1) Der Pfandschein Nr. 35958 ist angeblich verloren worden. Ansprüche an den- selben müssen innerhalb 14 Tagen dahier gemacht werden, als sonst das Pfand verabfolgt werden wird. Gießen, ven 29. December 1857. Die Pfandhausverwaltung. _______________Bieler. Pfeil. Versteigerungen. 35) Dienstag den 19. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause, auf freiwilliges Ansuchen des Daniel Stamm, dessen nachbeschriebener Acker, unter den alsdann^ bekannt gemacht werdenden Bedingungen, ■ öffentlich meistbietend versteigert werden, als : * Flur Nr. OSlTtr 29/h 400 Acker auf der Weißerde, auf den Erdkauter Weg, an C. Ufer, 3. Klasse. Gießen, den 6. Januar 1858. Großherzoglichcs Ortsgericht Gießen. ...________________ D. Ebel._____________ Arbcitsvcrsteigcrnng zu Eöerstadt. 37) Freitag ven 15. Januar v. I., ves Vormittags um 10 Uhr, sollen auf der unterzeichneten Bürgermeisterei nachstehende Reparaturarbeiten am Gemeinde- Hause, unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an die Wenigstnehmenven vergeben werven, als: Maurerarbeit, veranschl. zu Zimmerarbeit, „ „ Dachdeckerarbeit, „ „ Schrcinerarbeit, „ „ Schlosserarbeit, „ „ Glaserarbeit, „ „ Weißbinderarbeit, „ „ 128 fl. 38 fr. 295 „ 27 „ 68 „ 24 „ 97 „ 54 „ 8 „ 30 „ 33 „ 20 „ 49 „ 24 „ Eberstadt, am 4. Januar 1858. Großherzogliche Bürgermeisterei Eberstadt. Tempel. Holzv« 26) Moni soll im Sauhütte, gendes Hc gert werdi 24% 154 1663 12125 2600 630 13 167 42 1741 Gegen Zahlungs! stattet. 1 köpf, am Gießen Groß 42) 2 sollen auf williges 2 demselben Meistbiete Flur Nr. 6/ /149 22 5U'2( 40/ /77 41/ /132 42/ /37u-38 •46/ /2 02u,l Gießen Gr, ____C Ver 36) 1 sollen auf Behörde Subselliei Zebäudes Schreim Weißbin an die B Zert werd mirung dieser Theile ihres rgütet worden entsprechenden >e der Gehalt me aller Benes Beamten; end, und vom teilt werdende lindelof. ; Les Kreises )en General- Vereinsmit- chniker 20 fl., er GemeinLe- )ießen: am Gemeinde- steigerung be- ingungen, an . werden, als: 128 fl. 38 fr. 295 „ 27 „ 68 „ 24 „ 97 „ 54 „ 8 „ 30 „ 33 „ 20 „ 49 „ 24 „ 1858. rei Eberstadt. Holzversteigerung int Gießener Stadtwalde. 26) Montag den 11. Januar 1858, des Morgens 9 Uhr, soll im Gießener Stadtwalde, District Sauhütte, Fichtenkopf, Waldshut re-, folgendes Holz an den Meistbietenden versteigert werden, als: l3/4 Stecken Birken-Scheidholz, 2% „ Eichen- „ 66% „ „ Prügelholz, 195% „ Ravel- „ 9% „ „ Pfahlholz, 24% „ Eichen-Stockholz, 154 „ Radel» „ 1663 Eichen-Welken, 12125 Kiefern- „ 2600 Fichten- „ 630 Dorn- „ 13 Eichen-Stämme mit 66 Cubik- fuß Inhalt, 167 Radel-Stämme mit 1980 Cubik- fuß Inhalt, 42 Eichen-Stangen mit 113 Cubik- fuß Inhalt, 1741 Radel-Stangen mit 1414 Cubik- suß Inhalt. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis zum 1. Mai 1858 gestattet. Die Zusammenkunft ist am Fichten- kopf, am alten Anneröder Wege. Gießen, den 4. Januar 1858. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______________D. Ebel.___________ 42) Montag des 18. Januar, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiestgem Rathhause, auf freiwilliges Ansuchen des Wilhelm Rühl, die demselben zustehenden Grundstücke an die Meistbietenden versteigert werden, als: Flur Nr. ÜKlftr. 6/i49 303 Acker an der Weilburger Grenze, ■*7143^46 7 9 Acker auf der Hohleiche, 37/%5«-ii6 552 Wiese hinter dem Waldbrunnen, 4%7 412 Acker in der Schwarzlach, 41/132 7 50 Acker auf der Warth, an der Chaussee, 42/37u.sa 295 Wiese ohnweit des Schäferbrunnens, 47><>2u-, 322 Acker in der Lichtenau. Gießen, den 7. Januar 1858. Großherzvgliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers: ______C. Weidig, Ortsgerichtsmann. Vergebung von Bauarbeiten. 36) Dienstag den 12. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Büreau der unterzeichneten Behörde folgende zur Anschaffung neuer Subsellien in einen Hörsaal des Anatomiegebäudes dahier erforderlichen Arbeiten, als: Schreinerarbeit, veranschl. zu 249 fl. 22 fr. Weißbinderarbeit, „ „ 42 „ 19 „ «n die Wenigstnehmenden öffentlich versteigert werden. Zeichnungen und Voranschlag können am Tage vor der Versteigerung eingesehen werden. Gießen, am 5. Januar 1858. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. Holz ap fel. Brenn- und Bauholz-Versteigerung im Beuerner Gemeindewald. 44) Donnerstag den 14. Januar 1858, Vormittags 10 Uhr, soll in dem Beuerner Gemeindewald, Di- strrct Entenpfuhl und Eichhang, nachverzeichnetes Brennholz, als: 81 Stecken Buchen-Scheidholz, 34% „ Eichen- „ 22 „ Buchen-Prügelholz, 20% „ Eichen- „ 33 „ Buchen-Stockholz, 31 „ Eichen- „ 2725 Wellen Buchen-Reisholz, 1363 „ Eichen- „ 700 „ Weiden- „ ferner sollen Freitag Len 15. Januar 1858, Vormittags 10 Uhr, in denselben Districten: 40 Eichen-Baustämme von 10 bis 50 Fuß Länge und 12 bis 34 Zoll Durchmesser , 4603 Cubikfuß enthaltend, unter den der Versteigerung zu Grund gelegten Bedingungen, meistbietend versteigert werden, welches man den Steiglustigen mit dem Anfügen, daß der Anfang zur bestimmten Stunde, und die Zusammenkunft am Weg nach Geilshausen, bei der Mönchmühle Lahrer, bestimmt ist, hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringt. Beuern, am 7. Januar 1858. Großherzogliche Bürgermeisterei Beuern. Weimar. Holzversteigerung im Großen-Busecker Gemeindewald. 16) Montag den 11. Januar v. I. soll im Großen-Busecker Gemeindewald, District Unter, nachstehendes Holz, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden, als: 71 % Stecken Buchen-Scheidholz, 13 „ Eichen- „ 12 „ Buchen-Prügelholz, 5 „ Eichen- „ 27 „ Buchen-Stockholz, 15% „ Eichen- „ 1575 Wellen Buchen-Reisholz, 375 „ Eichen- „ 900 „ Radel-, Weiden- u. Dvrn- Reisholz, 14 Eichen-Baustämme, 1494 Cubikfuß haltend, 4 Buchen-Stämme, 203 Cubikfuß haltend, Die Zusammenkunft ist am Climbacher Pfad. Großen - Buseck, am 30. December 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Großen - Buseck. Wagner. Holzversteigerung im Mainzlarev Gemeindewald. 15) Dienstag den 12. Januar l. I., von Morgens 9 Uhr an, soll in dem hiesigen Gemeindewald, Di°- strict Schabenberg und Hundsrück, nachverzeichnetes Bau-, Werk- und Brennholz versteigert werden, als: 1 Stecken Buchen-Scheidholz, 1 „ „ Prügelholz, 58 „ Kiefern- „ 7 „ „ Stockholz, 900 Wellen Buchen-Reisholz, 2725 ,, Kiefern- „ 50 Stämme „ Bau- und Werkholz von 10 bis 45 Fuß Länge und 6 bis 12 Zoll Durchmesser, zusammen 445 Cubikfuß enthaltend, 362 Kiefern-Stangen von 909 Cubikfuß. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis zum 1. November d. I. gestattet. Die Zusammenkunft ist am Wald- cingange, an der Straße nach Trais. Mainzlar, den 2. Januar 1858. Großherzogliche Bürgermeisterei Mainzlar. _____________Vogel._____________ 43) Dienstag den 12. Januar, Nachmittags 1 Uhr, sollen in der Wohnung des Anton Petri in der Mühlgasse allerlei Hausmobilien, bestehend in: zwei Commoden, einem Glasschrank, Kleiderschränken, Stühlen, Tischen, einem Secretär, mehreren Bettladen, Küchen» geräthen, einer Parthie Vogelskäfigen, mehreren Kisten u. dergl., an die Meistbietenden versteigert werden. Steigliebhaber werden hiermit cingeladen, sich um die bestimmte Stunde einzufinden. F e l l g r d o t e n r s. 48) Eine neue Sendung Pferde- Decken haben wieder erhalten und empfehlen Gebrüder Heß, Kreuz, Lit. C. Nr. 190. 38) Bei C. Krauskopf in der Löwengasse sind Braunkohlen zu verkaufen. II e r m i e t h unge n. 47) In meinem Hause ist die mittlere und obere Etage, zusammen oder getrennt, zu vermiethcn und alsbald zu beziehen. Jede ist mit abgeschlossenem Corridor versehen und enthält, außer Küche und Speicherräumen, die mittlere 6 und die obere 5 heizbare Zimmer. Professor Dr. Wilbrand. 5) Das von Frau Pfarrer Arnoldy bisher bewohnte Logis auf dem Brand, Lit. A. Nr. 151, ist anderweit zu ver- miethen. 49) In Lit. C. Nr. 188, Caplansgasse, ist eine Familicnwohnung zu vermiethen. N. Wendel. 45) Der vierte Stock meines Hauses, neben dem botanischen Garten, bestehend aus 4 bis 6 Stuben, Küche, Keller, Hvlz- stall rc., möblirt oder unmöblirt, ist zu vermiethen und kann auf Verlangen sogleich bezogen werden. M. B a p st' s Wittwe. Auskunft ertheilt I. G. D. Bapst. V e r 40) Ein Familienlogis ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei Wittwe Walth er, am Wallthor. 39) Der dritte Stock des Bapst'schen Hauses an dem Canzleiberg ist zu vermiethen und s.ogleich beziehbar. Das Nähere ist zu erfragen bei Cantor Schwabe. mischte Anzei 2233) Das bisher von Frau Wittwe Heyer bewohnte Logis ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Gg. Ph. Gail. 46) Ein Pferdestall für 3 Pferde, Remise und 2 Böden, sind zu vermiethen. M. Bapst's Wittwe. g e n. 27) Local-Veränderung. Von heute an befindet sich mein Comptmr, Seltersweg, Lit. 6. Nr. S2, in der Nähe des Gasthauses zum „Prinzen Carl/' Gießen, 6. Januar 1858. M. Dock Sohn, Bank- und Wechsel-Geschäft. 51) Unwiderruftt<4> letzte Vorstellung! Sonntag den 10. Januar: Abschieds-Borstellung des Louis Figvr, in den orientalischen Zaubereien 3 mit durchgehends neuem Programm. Das Nähere durch die Affichen. 50) Ein Mädchen, welches kochen und alle Hausarbeiten verrichten kann, wird gesucht. Näheres bei der Expev. d. Bltts. 1920) Ein Setzerlehrling wird gesucht. Das Nähere bei der Red. d. Bltts. 41) Sonntag den 10. Januar, von Nachmittags 4 Uhr an, spielt die illulili-Opcllc des Hrn. Schierholz im Cafe Leib, Frischbäcker M Gießen. Sonntag den 10. Januar. Wilhelm Schäfer am RathhauS. August Noll im Stern. Friedrich Ziilch in der Löwengaffe. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 10. Januar, als am Landes- Mission s se ste. Morgens: Kirchenrath Dr. Engel. Nachmittag» : Pfarrer Landmann. Universitäts-Gottesdienst. Um 11 Uhr: Professor Dr. Hesse. Wochen - Gottesdienst in der Hospital- kirche. Mittwoch den 13. Januar, Nachmittags um 3 Uhr: Mitprediger Krug. Getauft. Den 3. Januar. Ein unehelicher Sohn, Philipp Karl Johann Martin, geboren den 11. December. Beerdigte. Den 5. Januar. Margarethe Wack, des Bürgers zu Darmstadt und Locomotivführers bei der Maiu-Weferbahn dahier, Friedrich Wack, eheliche Tochter, alt 10 I., gestorben den 3. Januar. Denselben. Der pensionirte Großherzogliche Hauptmann und vormalige Obristlieutenant bei der hiesigen Bürgerwehr, Christian Karl Ludwig Fresenius, alt 64 I. 6 M. 3 T., gestorben den 3. Januar. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Kirchenrath Dr. Engel. v. Wien. Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. v. Worms, Gosst v. Großenlinden, Schneider v. Gotha, Schlortte v. Hannover u. Paul v. Frankfurt. ~ ,, n„ Im Darmstädter Haus: Hrn. Fuhrt, ^acobi v. Gotha, Wrck ».Lang- roth v. Usingen: Hr. Müller, Bildh. v. Biedenkopf; Hr. Dietrich, Schrein, v. Frankfurt ; Hr. Maul, Lehr. v. Bensheim; Hr. OpV-nheuner, Metzg. v. Battenberg; Jungfer Groh v. Frischbvrn; Hrn. Fuhrt. Thome v. Hommertshausen ii. Schutz v. Hungen. , „ Im Stern : Hrn. Metzg. Schlörb u. Jost v. Schotten, Hr. Klebe, Fremden-Register vom 4. bis 6. Januar 1858. I n d e n Gasthäusern. Im Rappen : Hr. v. Zangen, Obers.Biedenkopf; Hr. Klein, Hütendes. v. d. Karlshütte; Hr. Baron v. Breidenbach, Rittergutsbes. v. Ehrendreitenstein; Hr. Figär, Physik, v. Homburg; S»- ». Gotha • Hr. v. Orent, geistl. Rath v. Straßburg; Hr. Muller, Gutsbes. v Alle»-' Hrn. Kaufl. Müller v. Steinach, Herzfeld v. Cassel, Schrrack v Cöln ' Andre v. Frankfurt, Schleemann v. Wetzlar, Ammon ».München u. Mosbach v. Cassel. ~ . _. Im Prinz Carl: Hr. Beckmann, Sind. v. Carlsruhe; Hr. Zimmer, Zimmermstr. v. Cassel; Hr. Stober, Oecon. Berghofen; Hr. Sack, Gastw. v Wohnbach; Hr. Göbel, Privatm. v. Wetzlar; Hr. Graf ». Haare v. Ehringshausen; Hr. Gagel, Fabrik, v. Lichtenfels; Hr. Neuendorff, Goldarbeit. v. Wiesbaden ; Hr. Schwalb m. Fr., Privatm. v. Freiburg ;Hrn. Kaufl. Erlenbach v. Coblenz, Haßlinger v. Frankfurt, Vollbracht v. Darmstadt, Lion v. Frohnhausen, Bogel v. Mannheim u. Gerhardt v. Mainz. Im Einhorn: Hr. Laspegut, Oberapp.-Ger.-Rath v. Lübeck; Hr. Ebert, Rent. v. Weimar; Hrn. Stud. Arnst v. Siegen u. Frey v. Heidelberg ; Hr. Walther, Pfarr. v. Niever-Jngelheim; Hr. Gotsdammer, Fabrik. ». Hanau; Hrn. Kaust. Melgurt v. Gotha, Kinkler v. Frankfurt, Mayer In der Sonne: Hrn. Cigarrenmach. Hancke v. Speyer u. Jansen v. Cöln; Hr. Weber, Steinh. v. Wiesbaden; Hr. Becker, Gart«, v. Sich. Im Hirsch : Hrn. HandelSl. Cellmann u. Strauß v Niedergemu^ , Hr. Södler, Fuhrm. v. Romrod; Hr. Kapaus, Sattl. v. Traysa, P- Soldan, GeschäftSm. v. Münchhausen. In der Rose: Hr. Hofmann, Kaufm. v. Herborn; Hrn. G° chaf-S • Backhaus v. Altlotheim, Wack v. Frankenbach u. Lenz v. Atzenhain, H- Rudolph, Bäcker v. Hachenburg. In den Privathäusern. Bei Hrn. Prof. Dr. v. Klipstein : Hr. v. Klipstein, Doct v- Say^ u. Frl. v. Klipsteiu v. Darmstadt. — Bei Hrn- Gg- ^''ank - Hr- Bei Hrn. Pfarr. Röhrich : Hr. Theiß, Pract. v. Zierenberg.^