Anzeigeblsll für die Stadt und den Kreis Gießen. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwochs und Samstags. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 st. 30 kr., für Auswärtige, incl. Postauffchlags, 1 st. 53 kr. — Auswärts abonnirt man stch bei allen Postämtern. — In Gießen bei der Erpedition (Canzleiberg Vit. B. Nr. I). — Ginrückungsgebühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 2 kr. Anzeigen aus verschiedenen Schriften die gespaltene Zeile 3 kr. — Annoncen in Tabellenform werden doppelt berechnet. J|o Samstag den 3. Juni 1S®S. Amtlicher T h e L l. Verordnung, den Cours der Zwanzigkreuzerstücke und Zehnkreuzerstücke Kaiserlich Königlich Oesterreichischen Gepräges betr. ^UDWJG III. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein rc. rc. In Erwägung der von der Kaiserlich Königlich Oesterreichischen Regierung hinsichtlich des Eouröwerthes der im 20 fl. Fuße ausgebrachten Zwanzigkreuzerstückc älteren Gepräges, sowie der Zehnkreuzerstücke erlassenen Bestimmungen finden Wir Uns bewogen zu verordnen und verordnen Wir, wie folgt: 8- 1. Die Bestimmung der Bekanntmachung vom 31. Decembcr 1837 (Regierungsblatt Nr. 2 von 1838), wonach die Scchsbätzner und Dreibätzner auch fernerhin den ihnen durch frühere Verordnungen zugesicherten Cours in dem Werthe von Vier und zwanzig Kreuzer beziehungwcise Zwölf Kreuzer behalten sollen, wird hiermit hinsichtlich der Kaiserlich Königlich Oesterreichischen Zwanzigkreuzerstücke des 20-fl.-Fußes älteren Gepräges, im Feingehalte von 9*/3 Loth, und hinsichtlich der Kaiserlich Königlich Oesterreichischen Zehnkreuzerstücke des 20-fl.-Fußes außer Wirksamkeit gesetzt. §. 2. Gegenwärtige Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündigung durch das Regierungsblatt in Kraft. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigedrückten Großherzoglichen Siegels. Darmstadt, am 22. Mai 1858. (L. SO LUDWIG. _____________________________________________________________F- v. Schenck. Gerichtliche rrnd Privat-BekauntWüchungerL. Edictalladungen. Richterliche Todeserklärung. 1180) Johannes Feth aus Naunheim, im Kreise Gießen, geboren am 17. November 1763, Sohn des daselbst verstorbenen Johann Peter Feth, Andreas Sohn, wird nunmehr, unter Bezugnahme auf die in diesen Blättern unterm 23. September vorigen Jahres ergangene öffentliche Aufforderung, für verschollen und todt erklärt, und soll dessen hinterlassenes Vermögen alsbald an seine Jntestaterben, insoweit sie sich innerhalb der hierzu vorbestimmten Frist gemeldet haben, ausgeantwortet werden. Gießen, am 25. Mai 1858. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. ^Muhl, Dr. A. v. Grolman, Stadtrichter. Stadtgcr.-Asscssor. 1179) Forderungen und Ansprüche an! das Vermögen des Großherzoglichen Güter- | expedicutcn Hügel von Gießen, über welches der förmliche Concursprozeß erkannt worden ist, sind bei Meldung des stillschweigend eintretcnven Ausschlusses von ter Masse im Termine Montag den 16. August 1858, Vormittags 10 Uhr, dahier anzumelden und zu begründen, auch etwaige Vorzugsrechte anzuzeigen. Bei den weiteren in diesem Termine über vergleichsweise Beseitigung des Concurses, Ernennung eines Gläubiger - Ausschusses, Bestellung eines Curators u. s. w. gefaßt werdenden Beschlüssen werden alle nicht mitwirkenden Gläubiger, sowie Diejenigen, welche ihre Vertreter nicht mit der genügenden Vollmacht versehen, so betrachtet, als wären sie der Mehrheit beigetreten. Gießen, am 27. Mai 1858. GroßherzvglicheS Stadtgericht Gießen. Muhl, Dr. A. v. Grol'ma n, Stadtrichter. Stadtger.-Affeffor. Versteigerungen. Versteigerung von Arbeiten bei der Stadt Gießen. 1173) Donnerstag den 10. Juni 1858, des Vormittags 9 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause folgende Arbeiten an den Wenigstforverndcn vergeben werden, als: Maurerarbeit, vcranschl. zu 157 fl. 1 kr. Zimmerarbeit, ,, „ 9 „ — „ Schreinerarbeit, „ „ 2 „ 30 „ Lieferung von Latten, veranschlagt zu.....9 „ 20 „ Lieferung von Eisenwaaren, veranschlagt zu ... 1 „ 28 ,, Die Kostenüberschläge liegen auf der Geschäftsstube der Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Gießen, den 31. Mai 1858. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel. 1161) Montag den 7. Juni 1858, von Morgens 9 Uhr an, sollen im Gießener Stadtwalde, District Tanne, folgende Holzgattungen meistbietend versteigert werden, als: 1 % Stecken Eichen-Prügelholz, 1 „ „ Stockholz, 20 Wellen „ Reisholz, 1 Stecken Nadel - Scheidholz, 86% „ „ Prügelholz, worunter 7 Stecken Pfahlholz von 7 Fuß Länge, 65% Stecken Nadel-Stockholz, 4993 Wellen „ Reisholz, 15 Klötze Nadel-Stammholz von 376 Cu- bikfuß Inhalt, 1 Klotz Eichen-Stammholz von 57 Cu- bikfuß Inhalt, 105 Nadel-Stangen, jede 14 Fuß lang, 3 Zoll dick. Gegen Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. September 1858 ertheilt. Die Zusammenkunft ist bei der Liebigs- höhe, am Rödger Weg. Die Großherzoglichen Bürgermeister werden um Bekanntmachung dieser Versteigerung ersucht. Gießen, am 31. Mai 1858. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel. Holzversteigerung in der Oberförsterei Schiffenbcrg. 1174) Freitag den 11. Juni wird " in den Domanialwaldabtheilungen Rabenpfuhl und Brauhof nachverzeichnetes Holz versteigert: Scheidh. Prügelh. Stockh. Reish. Stecken Stecken. Stecken Wellen Buchen - 3'4 10% 675 Eichen — 4 — — Kiefern 265 30 94 4150 Kredit bis zum 30. September d. I. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im Rabenpfuhl. Gießen, am 3. Juni 1858. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Dr. Drauvt. Versteigerung von Eichen-Bohlen. 1171) Donnerstag den 10. Juni, Morgens um 9 Uhr anfangend, werden in dem Freiherrlich von Rabenau'- schen Walddistrict Strackeloh bei Friedel- Hausen, oberhalb der sog. Diefenbach, an der Staatsstraße zwischen Lollar und Sichertshausen : 2500 Stück Eichen-Bohlen, jede 10 Fuß lang, 1 bis 4% Zoll dick und 6 bis 18 Zoll breit, in Abtheilungen von 10 bis 25 Stück, meistbietend an Ort und Stelle versteigert werden. Das Holz ist vorzüglich schön, ganz rein und zu jedem Gebrauch, besonders aber für Bau- und Möbelschreinerarbeiten geeignet. Die Großherzvglichen Bürgermeister werden um Bekanntmachung dieser Versteigerung ersucht. Rabenau, am 31. Mai 1858. Der Rentmeister: W. Engel. Arbeitsversteigerung. 1160) Samstag den 5. l. Mts., Nachmittags 1 Uhr, sollen im hiesigen Bürgerhospital die bei Reparatur der Hospitalgebäude vorkommenden Arbeiten, bestehend in: Schreinerarbeit, veranschl. zu 7 fl. 28| kr. Weißbinderarbeit, . „ „ 16 „ 30 „ unter den im Termin bekannt gemacht werbenden Bedingungen, öffentlich versteigert werden. \ Gießen, am 1. Juni 1858. Der Rechner: Wittich. Arbeitsversteigerung bei der Gemeinde Bersrod. 1166) Montag den 7. Juni l. I., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Bürgermeisterei - Büreau zu Bersrod nachstehende Arbeiten, als: Steinhauerarbeit, veranschl. zu.......49 fl. 21 kr. Maurerarbeit, veranschl. zu 2 „ 24 „ Pflasterarbeit, „ „ 108 „ — „ Weißbinderarbeit im Schulhaus, veranschlagt zu . 9 „ — „ Schreinerarbeit, bestehend in Herstellung eines neuen Actenschranks, veranschl. zu.......30 ,, „ unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, wenigstnehmend in Accord gegeben werden. Bersrod, am 28. Mai 1858. Großherzogliche Bürgermeisterei Bersrod. B ö ch e r._________________ Arbeitsversteigerung zu Watzenborn. 1159) Montag den 14. Juni, des Nachmittags um 2 Uhr, sollen auf der unterzeichneten Bürgermeisterei die bei Herstellung einer Strecke Chaussirung an Vicinalwegen vorkommenben Arbeiten, als: Chaussirarbeit, veranschlagt zu 95 fl. Stcinschlagerlohn, „ „ 80 „ Steinfahrcn u. Setzen, „ „ 260 „ öffentlich an die Wenigstnehmenden vergeben werden. Watzenborn, den 25. Mai 1858. Großherzogliche Bürgermeisterei Watzenborn. Maid. Versteigerung von Bauarbeiten zu Großen-Linden. 1178) Dienstag den 8. Juni, des Nachmittags um 1 Uhr, kommen auf dem hiesigen Rathhause die bei Reparatur der Kirche vorkommenden Arbeiten zur Versteigerung, als: Maurerarbeit, veranschl. zu 104 fl. 15 kr. Zimmerarbeit, „ „ 22 „ — „ Dachdeckerarbeit, „ „ 33 „ 45 „ Schreinerarbeit, „ „ 27 „ — „ Schlosserarbeit, „ „ 21 „ — „ Glaserarbeit, „ „ 22 „ — „ Weißbinderarbeit, „ „ 267 „ 54 „ Großen-Linden, den 1. Juni 1858. Großherzogliche Bürgermeisterei Großen-Linden. I. A. : Körner, Bezirksbauaufseher. Versteigerungs-Anzeige. 1141) Montag den 7. Juni d. I. und die folgenden Tage, von Nachmittags 2 Ühr an, werden in der zweiten Etage des Witte'- schen Hauses am Markt (Hirschapotheke) verschiedene Mobiliargegenstänve, nämlich: Bettwerk und Weißzeug, Haar- u. Strohmatratzen, Sophas, gepolsterte Sessel, mehrere Schrcibstcretäre, ein Glasschrank, Commvde, Bettstellen, Tische, darunter 2 Spieltische, Stühle, Küchen- geräthe, Schränke, Glas- und Krystall- waaren, Silber und Porzellan, eine künstlich gearbeitete Standuhr, sowie drei sehr feine Oclgemäldc, Vorhänge, Teppiche und sonstige Geräthschaften, gegen gleich baare Zahlung einer freiwilligen Versteigerung ausgesetzt. Bemerkt wird, daß fast sämmtliche Gegenstände sehr gut erhalten sind und an den Verstcigerungstagcn, Vormittags von 9 bis 12 Uhr, eingesehen werden können. Gießen, den 27. Mai 1858. Oberhessische Gesellschaft sür Natur- und Heilkunde. 1183) Nächste Sitzung: Montag den 7. Juni, Abends 6 Uhr, im Hörsaal des chemischen Laboratoriums -er Universität. Angekündigter Vortrag: „Heber -ie Natur -er Flamme." Ferlgebotenks. 1195) Meine reiche und neue Auswahl Panama-, italienische und Palmhüte in Weiß, Braun und Grau, für Herren und Knaben, von 48 fr. an; ferner Damen- und Mädchenhüte zu herabgesetzten Preisen, empfehle ich bestens. M. Heß. 1194) Feine geschmackvolle Blumen zu Ballkränzen, sowie auch alle Sorten Kinder- häubchcn und Jäckchen, in bester Auswahl, bei C. Röber, auf dem Kreuz. 1163) Schöne Dickwurzel-Pflanze» sind zu haben bei Louis Busch. 1188) Bauholz, Fenster, Thüren, Trep- pen, eine große Quantität Lehmsteine, ferner Betten, Bettladen, Schränke, Tische, Com- mode k. , sind billig zu verkaufen bei H. Hermann. 1169) Der neue Liederanhang zu dem evangelischen Gesangbuch ist in einem besonderen Abdruck zu haben bei Buchbinder Bals er. 843) Ein großer Sandstein, bester Qualität, ist zu verkaufen. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. 1181) Gartenbänke, Stühle und Tische, von Eisenguß, buchenholzartig lackirt, empsieblt Emil P i st o r. 1075) Eine mit einem Universalgclcnk versehene, ganz neue und für Forstleute bei den Vorarbeiten zur Waldertragsregelung sehr brauchbare Bussole ist billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. v. Bltts. Frachtbriefe nt Fahrpostsendungen, per 100 Stück 18 fr., sind zu haben in der G. D. Brühl'schen Verlagshandlung in Gießen. 1182) Ein am Kirchenplatz gelegenes Wohnhaus ist gegen eine geringe Anzahlung und weiteren sehr günstigen Bedingungen zu verkaufen. Das Nähere ist zu erfragen bei M. Pilger. 1187) Mein auf dem Asterweg gelege- ues, itü besten Zustand befindliches Wohnhaus, aus mehreren heizbaren Zimmern, Keller, Pumpe, Scheuer, Stallung , Mist- stättc und verschließbarem Hofraum bestehend, ist unter sehr vortheilhaften Bedingungen aus freier Hand zu verkaufen. PH. Schmidt. Vermiethungen. 1206) Der mittlere Stock meines Hauses am Reichensand, bestehend in 3 Zimmern Eabinet, Kammer, Küche, Keller und Holzstall, ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen. R. Schmitt Wittwc. In dem G. D. Briihl'schen Hause am Canzleiberg ist ein freundliches Zimmer mit Eabinet, mit oder ohne Möbel, zu vermiethen und sogtrrch zu beziehen. 1145) Der obere Stock des seither von Herrn Hofger.-Advocaten Thorwart bewohnten Logis, bestehend aus drei Zimmern, einem auch zwei Cabinetten, zwei Kammern, Küche, Keller und Holzstall, ist anderweit zu vermiethen und sogleich beziehbar. _______________Georg Plank. 1184) Eine sehr freundliche Familienwohnung ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei Wilh. Kohl ermann. 1185) Zwei Familienwvhnungen sind zu vermiethen bei _______________Philipp Pfaff. 993) Das von Hrn. Prof. Dr. Lu t° terbeck bewohnte Logis im zweiten Stock ist anderweit zu vermiethen und Anfangs August zu beziehen. Gärtner Schaum, vor dem Seltersthor. 1201) Eine Familienwohnung, nach der Straße gehend, ist zu vermiethen bei Schmicdmeister Unverzagt. 1203) Zwei Familienwohnungen sind zu vermiethen bei Adolph Schmidt, auf dem Kreuz. 1189) Eine Familienwohnung ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden bei H. Pugge, Seltersweg. 1192) In meinem Hause in der Neustadt ist das von Hrn. Wurmes bewohnte Logis anderweit zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Andreas Grab. 708) Das seither von Hrn. Buchdrucker Merck bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen und Ende Juni 1. I. zu beziehen. Nähere Auskunft ertbeilt Ph. Kreilingll. 715) Die erste und zweite Etage im Bapst'scken Hause, Reuenbäucn, Nr. 59, sind zu vermiethen. I. G. D. Bapst. Vermischte Anzeigen. 1193) Das Alexander -- Wellenbad ist bereits in allen seinen Theilen eröffnet und erlaube ich mir, zu dessen Gebrauch ergebenst einzuladen. Zugleich verbinde ich hiermit die Anzeige, daß der diesjährige Cursus in meiner Schwimmanstalt begonnen hat. Eltern, welche mir ihre Kinder in obige Anstalt anvertrauen wollen, diene hierdurch zur Nachricht, daß auch solche Kinder, welche das Schwimmen noch nicht erlernen sollen, unter meiner Aufsicht baden können. Auch ist denjenigen, welche im Schwimmen noch nicht gründlich erfahren sind, Gelegenheit gegeben, sich weiter auszubilden. Der Badeplatz, resp. Schwimmplatz, ist durchaus gefahrlos und für jedes Alter passend, und wird zu den bestimmten Stunden gute und strenge Aufsicht geführt. Für Erwachsene werden besondere Stunden bestimmt. Anmeldungen nehme ich in der Anstalt entgegen und werde nähere Auskunft gern crtheilcn. Die Unterrichtsstunden für die Schuljugend sind an den Wochentagen Vormittags von 10—12 und Nachmittags von 4 bis halb 8 Uhr, Sonntags dagegen nur Vormittags von 6—12 Uhr. L. C Nübsamen, Turn- und Schwimmlehrer. Wort mann. machen zu wollen. 1199) Sonntag den 6. Juni werde ich meine Mineralwasser- und Molkenkur-Anstalt wieder eröffnen und bitte Bestellungen auf Molken am Tage zuvor gefälligst 1198) Son n tag den 6. Juni: Eoncert im Du sch'sch en Garten, ausgeführt von der Musik-Capelle des Hrn. Schierholz. Anfang ü Uhr. Landwirtschaftliches Fest und Volks-Fest in Gießen. Ausstellung von lundwirthschuftlichen Muschinen und Geräth- schuften und geweeblrchen Gegenständen. Mit dem am 26. und 27. Juli abzuhaltenden landwirtschaftlichen Feste für die Provinz Oberhessen soll eine Ausstellung von landwirthschaftlichen Maschinen und Geräthschasten sowohl, wie eine Ausstellung von gewerblichen Erzeugnissen verbunden werden; wir fordern daher zur recht zahlreichen Betheiligung an diesen Ausstellungen auf, und bringen das bezügliche Programm hiermit zur öffentlichen Kenntniß. ij Alle landwirthschaftlichen Maschinen und Geräthe werden zur Ausstellung zugelassen, welche sich entweder durch vorzügliche Arbeit oder durch neue zweckmäßige Erfindungen auszeichnen oder sonst der öffentlichen Beachtung würdig find. 2) Die Ausstellungen dauern von Sonntag Morgen, den 25. Juli, bis Mittwoch Abend, den 28. Juli. 3) Die Anmeldungen sind bis längstens den 1. Juli bei der unterzeichneten Stelle einzureichen und haben Folgendes zu enthalten: a. den Namen, Stand und Wohnort des Ausstellers, b. ein Verzeichniß der zu sendenven Gegenstände, c. den Verkaufspreis franco Gießen, d. Angabe des Raums, den die Gegenstände einnehmen. 4) Jeder Gegenstand ist mit dem Namen des Ausstellers und dem Verkaufspreis, franco Gießen, zu bezeichnen. 5) Für beide Ausstellungen ist ein Dirigent ernannt, dessen Anordnungen die Aussteller sich zu uutcrwerfeu haben. 6) Für das zu den Versuchen nöthige Material wird das Ausstellungs - Eomitc sorgen. 7) Sämmtliche Gegenstände müssen bis längstens Mittwoch, den 21. Juli, zur Stelle geschafft sein und dürfen nicht vor Donnerstag, den 29. Juli, aus den Ausstellungs-Localen entfernt werden; dagegen sind dieselben längstens bis Freitag Abend, den 30. Juli, aus den Localen zu entfernen, da das Comito nicht länger für Bewachung einsteht. 8) Der Transport der Gegenstände, welche mit der Eisenbahn hier ankommen, wird kostenfrei vom hiesigen Bahnhofe in die Ausstellungs-Locale, sowie auch von da zur Bahn wieder zurück besorgt. 9) Wird eine Verloosung veranstaltet und werden die Gewinne hierfür nur aus beiden Ausstellungen angekauft. Gießen, den 4. Juni 1858. । Für das Comito der Ausstellungen: Ferd. Gail, Fr. Pietsch, Dirigent. Secretär. Die verehrlichen Expeditionen der Anzeigeblätter der Provinz Oberhessen werden höflichst ersucht, Vorstehendes als Tauschinserat in ihrem Blatte veröffentlichen zu wollen. Die Expedition des Gießener Anzeigeblattes. An Gießens Frauen und Znngfranen. Den 26. und 27. Juli d. I. findet hier ein großes landwirthschaftlicheö und industrielles Fest statt, — mit demselben sollen zur Belustigung des Volks auch verschiedene Spiele, als: Fischerstechen, Turnen, Esel- rennen, Flitter- und Vogelschießen, Baumklettern, Hahn im Korbe u. s. w. u. s. w., verbunden und den hierbei sich Auszeichnenden gewisse Preise und Prämien zuerkannt werden. Da die Gaben aber einen doppelten Werth haben, wenn sie von schönen Frauenhänden gespendet, so richten wir an die Frauen und Jungfrauen unserer Stadt die freundliche Bitte, uns durch das Spenden geeigneter kleiner, niedlicher und zierlicher Gaben gefälligst zu unterstützen. Falls die Gaben ersprießlich ausfallen dürften, werden wir uns veranlaßt finden, zuvor eine Ausstellung auf dahiesigem Rathhause zu veranstalten. Die Gaben bittet man auf das Rathhaus abzugeben. Gießen, den 4. Juni 1858. Das Cmnit« der Feftbelustigung. 1202) Am Donnerstag Abend wurde eine klein karrirte gute Schürze verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dieselbe gegen eine Belohnung an die Exped. dieses Blattes abzugeben. 1175) Ein braves, gesittetes Mädchen, welches das 16 Jahr noch nicht zurückgelegt, wird in ein hiesiges Fabrikgeschäft gesucht. Das Nähere bei der Expedition dieses Blattes. 1190) Unterzeichneter crtheilt Unterricht in der griechischen, lateinischen und französischen Sprache. Gaquoin, stud. philol., Seltersweg, Lit. C. Nr. 153. (Hierzu zwei Beilagen.) Beilage zu Nr. 45 des Anzeigeblattes. Vermischte Anzeigen. Samstag den 7. Juni für immer Schluß! Reise durch die Schweiz im Schweizerhcmschm im Oswald'schen Garten. 1208) Erste Abtheilung, von Morgens 9 Uhr ab geöffnet. Um zahlreichen Besuch bitten: Fr. Kind's Wittwc u. C. Näthke. jfaMx ws) Regelmäßige Expeditionen für Auswanderer über Dremen durch die für das Großherzogthum Hessen concessionirte Hanpt-Agentur 3-> .LsALkert'A Wittwc zu Gießen, mittelst der vorzüglichsten Dampf-, Post- und Segelschiffe nach allen Häfen von Amerika und Australien. Die Passagepreise werden billigst, wie in Bremen selbst, gestellt und größere Gesellschaften auf Verlangen bis auf das Seeschiff begleitet. Behandlung bekannt reell. Gültige Contracte schließen ab und jede Auskunft wird bereitwilligst ertheilt durch : I. Lauckerts Wittwe, Hch. Ferber, am Neuenweg, am Markt, bei welchen auch zu jeder Zeit Wechsel auf alle Hauptplätze Amerikas zu haben sind. Auswanderer über Breme»» nach Amerika befördere ich zu den billigsten Preisen und reellsten Bedingungen per Dampf- und Segelschiffen, mit hohen geräumigen Zwischendecken und eleganten Cajütrn versehen. Abfahrt von Bremen am 1, und 15. jeden Monats. Carl Spruck, Agent in Gießen. 1207) Am zweiten Pfingstfeiertagc ist in hiesiger Stadtkirche auf der obersten Emporbühne ein Gesangbuch, gezeichnet F. V., liegen geblieben. Der jetzige Besitzer Wird gebeten, dasselbe bei der Expeb. d. Bltts. gegen eine Belohnung abgeben zu wollen. Sechsbätzner, ä 23 V2 kr. Dreibätzner, ä ll3/4 kr. werden eingelöst durch Hermann Neustadt, Darmstadt, Rheinstraße. (1191) 1186) Ein junges Mädchen bei Kinder wird gesucht. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. 1196) Mein Cabinet zum Haar- schnkidcn ist für das Sommer-Semester- von Mittags 2 bis Abends 9 Uhr offen. Ehr. Oppermann, Coiffeur. 1177) Einige gut erzogene und gut bezeugte kräftige Knaben sinven Gelegenheit zur Erlernung der Hvlzgalanterie-Waaren- Verfertigung. Zu Anfang der Lehrzeit erhalten sie einen Wochenlohn von 1 fl. 45 kr., später, je nach ihren Leistungen, einen höheren Lohn. Näheres bei der Exped- d. Bltts. 1176) Ein Mädchen, welches alle häus- lichen Arbeiten versteht, findet auf Johanni eine Stelle. Näheres bei der Exped. d. Bl. | Wohnungs-Veränderung. | A 1204) Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meine seitherige Wohnung ver- D lassen und nunmehr in dem von mir X erkauften Hause auf der Mäusburg, neben Herrn Hutmacher Gail, wohne. I I Wilhelm Schaffstädt, I & Gold- und Silberarbeiter. K 1205) Sonntag den 6. Juni: E o n c e r t im Dhilosopk»e»»tvald, ausgeführt von dem Musik-Corps der König!. Preuß. Jäger aus Wetzlar. Anfang 4 Uhr. PH. Leib. Lehrlingsgrsuch. 1144) In einer Handlung in Marburg findet ein wohlerzogener und qualificirter junger Mensch eine Stelle als Lehrling. Näheres bei Herren Gebr. Windecker in Gießen. 1200) Ein Schmiedgesellc kann dauernde Beschäftigung finden bei Schmiedmeister Unverzagt. Heyerffcher Felsenkeller. 1197) Bei günstigem Wetter, Montag den 7. Juni: Coneert von dem Musik-Corps des Königl. Preuß. Jäger-Bataillons zu Wetzlar. W. Jacobi. Frischbäcker zu Gießen. Sonntag den 6. Juni. Johannes Jughardt auf dem Seltersweg. Balthasar Noll in der Neustadt. Martin Lenz am Markt. Kirchliche Anzeigen der kvangei4schen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 6. Juni. Morgens: Pfarrer Landmann. Nachmittags: Kirchenrath Dr. Engel. Universitäts-Gottesdienst. Um 11 Uhr: Professor Dr. Baur. Liturgischer Gottesdienst zur Fcicr des hohen Gelmrtsfestcs Sr. Königlichen Hoheit des Grohherzogs Mittwoch, am 9. Juni, Morgens 9 Uhr: Kirchenrath Dr. Engel. K o p u l i r t e. Den 30. Mai. Friedlich Bieler. Bürger und Kaufmann dahier, des Großberzogiichcn Rendanten, Adolph Bieler, ehelicher Sahn: nnd Katharine Vogt, des verstorbenen kiesigen Bürgers und Kaufmanns, Peter Bogt, hinterlassene Wittwe, geborene Walz. Getaufte. Den 30. Mai. Dem Bürger und Tapezierer, Heinrich Hochstätter, eine Tochter, Philippine Friedericke Karoline, geboren den 25. April. Denselben. Dem Bürger und Bäckermeister, August Noll, ein Sohn, Friedrich Karl Christian Jean, geboren den 7. April. D e n selben. Dem Bürger nnd Kaufmann, Moritz Wallenfels, ein Sohn, Heinrich Friedrich Wilhelm, geboren den 18. März. Den 3. Juni. Dem Bürger und Schreinermeister, Karl Seipp, ein Sohu, Wilhelm, geboren den 14. Mai. Beerdigt. Den 3. Juni. Anna Katharine Retter, deö Bürgers und Schneidermeisters, Karl Christian Retter, Ehefrau, geborene Flach, alt 48 I. 8 M. 21 T. gestorben den 2. Juni. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Landmann. Israelitische Gemeinde. Zur Feier des hohen Gcbnrtsfestcs Sr. Königlichen Hoheit des Großhcrzogs Mittwoch, den 9. Juni, Morgen» 9 Uhr: Israelitischer Gottesdienst. Fremden-Register vom 31. Mai bis 2. Juni 1858. I n d e n Gasthäusern. Im Rappen: Hr. Lips, Doct. v. Mainz; Hr. »lieber, Privatm. v. Wetzlar ' Hr. Heinemann, Assess. u. Hr. Merlner, Reut. v. Berlin; Hr. Schulz Pfarr. v. Wismar; Hr. Freihr. v. Lohuig v. RiugSburg; Hr. Schmidt Doct. v. Cöln; Hrn. Finanzr. Baron v. Schmerfeld u. Thomas v Cassel • Fr. WeiSbrod m. Docht, v. Atze»; Hr. Gebhardt, Assess. v. Battenberg; Hr.'». Hiller, Lieuten. ».Stettin; Hrn. Kaust. Oppenheim u. Facke » Coln, Mai) v. Delkenhain, Strauß v. Medebach, Cahn v. Wallau, Berkheim v. Nenenheim, Seligmann v. Königstein, Beltge v. Magdeburg, Cleemann ». Offenbach u. Flurstein ». Aachen. Im Einhorn: Hr. Schlppmann, Gastw. v. Altona; Hr. Baumann, Schjffsmakl. v. Hamburg; Hr. Giebler, Huttenbef. v. Dillenburg; Frl. Romeiß v. Frankfurt; Hr. Moritz m. Fam., Oberstabsarzt ». Torgau; JÖrn. Oecon. Hemel v. Vilbel u. Saltin a. Rußland ; Frl. Sohne v. Frank- furt'- Hr. Graf ». Hetzendorf v. Hamburg; Hr. Brunner, GutSbes. v. Cöln- Hrn. Kaust. Schulhof a. Amerika, Oppmann v. Mainz, Baratt v. Schweinfurt, Kaufmann u. Bauer v. Erfurt, Frei v. Stuttgart, Jost ». »Bilbel, Schilster v. Wetzlar, Reiß v. Berlin, Zrnnhof v. Frankfurt u. Steuer'lein v. Bamberg. , Im prin, Carl: Hr. Hüttner, Advoc. a. Amerika; Hr. Bretttcher, Postpract. v. Darmstadt; Hr. Plitt, Tuchfabrik, v. Biedenkopf; Hr. Nolde, Lehr v Hamburg; Hr. Heimann, Spedit. v- Frankfurt; Hr. Venator, Distr.-Einnehm. v. Herbstein; Hr. Engerfch, Fabrik. ». Hanau; Hr. 'Weilbach Privatm. v. Dresden; Hrn. Kaust. Röhrig v. Heidelberg, Kühner v Halle iDiütler v. Cöln, Albach v. Lauterbach, Ehrmann v. Soden, Ilfeld v.' Hamburg, Strauß v. Homburg, Ahrweiler u. Kremertz ». Coblenz, Geis v. Rhina u. Krätzer v. Cöln. Im Darmstädter Haus: Hr. Wahl, Baucand. v. Hechingen; Hrn. HandelSl. Fay v. Holzhausen u. Erlebach v. Coblenz; Hr. Weber, Privatm. ». Großenlinden ; Hr. Thomas, Fnhrm. v. Hommertshausen; Hrn. Geschäftöl. Moll v. Freienseen, Fuchs u. Kalbsteisch v. Hanau- In der Sonne: Hr. Stern, Kaufm. n. Hr. Becker, Fnhrm. v. Niederohmen; Hr. Wirth, Oecon. u. Hr. Hirschberg, Handelsm. v. Eschbach. In der Rose: Hrn. Geschäfts!. Alt v. Eichelsdorf, Appel v. Eschenrod u. Kaubel v. Bermnthsheim; gr. Hofmeister v. Bizfenborn. In den Privathäusern. Bei Hrn. Prof. Dr. Kopp; Frl. Tiedemann v. Bremervörde. — Bei Hrn. Karl Faber: Frl. Nicolau« v. d. Rvdger Mühle. — Bei Wittwe Schmitz: Fr. Bloßfeld v. Halberstadt. - Bei Hrn. Pfarr. Röhrig: Fr. Bantzer ». Ziegenhain. — Bei Hrn. GenSd. Häuser: Fr. »chneider v. Alsfeld. — Bei Hrn. Prof. Dr Phoebus: Hr. Tottin, Licent. d. Theol. v. Berlin. — .Lei Pfarr. Simons Wittwe : Frl. Briegleb v. Altenschlirf. — Bei Hrn. Kassier Leichtweis: Hr- Otto m. Fr., Kirchenr. v. Herborn n. Frl. Koppen v. Cassel. — Bei Fr. Hofger.-Rath v. Krug: Frl. Heß v. Mainz. — Bei Hrn. Kaufm. Jahreis: Frl. Jahreiö u. Frl. Schmidt v. Marburg. — Bei Hrn. Kreisamtsgeh. Reifenberg : Frl. Görlach v. Bellersheim. — Bei Wittwe Tasche: Fr. Eberhardt v. Darmstadt. — Bei Hrn. Sieom. Bock: Frl. Stern v. Darmstadt. ” Kegelbahn: heute, 3 Uhr Abends. Wasserwärme der Lahn. Mittwoch den 3. Juni 17 Grad. Donnerstag „ 4. „ 18% „ Freitag „ 5. „ 19% „ L. C. Riibsamen, Schwimmlehrer. Geld-Cours vom 3. Juni 1858. Pistolen .... ft. 9. 34j-35z Engt. Sovereigns st. 11. 40-44 ditto Preußische „ 9. 56-57 Preuß. Thaler . n — — Holl. st. 10 Stücke „ 9. 43-14 5 Frankey-Thlr. „ 2. 20% Ducalen .... „ 5. 30-31 Pr. Caff -Scheine ,, 1. 45-’ 20 Frankenstücke „ 9. 21-22 Dollars in Gold „ — •— Aufklärung. Die Verordnung vom 22. Mai d. I., den Cours der Zwanzigkreuzerstücke und Zehnkreuzerstücke k. k. österreichischen Gepräges betreffend, ist von manchen Seiten dahin ausgelegt worden, als seien nunmehr sämmtliche, im Umlauf befindlichen sogenannten Sechsbätzner und Dreibätzncr wcrthlos oder wenigstens nicht mehr als Zahlungsmittel zu gebrauchen. Die nachstehenden Bemerkungen dürften genügen, die deßfallsigen Befürchtungen und die bereits schon ausgetauchten wucherischen Spe- culationen auf das richtige Mast zurückzuführen. — In Oesterreich werben von dem 1. November d. I. an Die Zwanzigkreuzerstücke (Sechsbätzner) älteren Gepräges von 9% Loth Feingehalt auf 16 Loth Rauhgewichl nur noch für 0,34 Gulden österreich. Währung oder 23%0 Kreuzer rhein., die Zehukreuzer- stücke (Dreibätzner) dagegen nur noch für 0,17 Gulden öfter, reich. Währung oder 11%« Kreuzer rheinisch in Zahlung angenommen. Cs war daher zur Vermeidung größerer Verluste erforderlich, Vorkehrungen zu treffen, daß die fraglichen zu 24 fr. und beziehungsweise 12 fr. gesetzlich als Zahlungsmittel zuge- laffenen Münzen dießseits aus den öffentlichen Kaffen und dem Verkehr entfernt werden, ehe dieselben in Oesterreich die angege- bene Werthverminderung erfahren. Dadurch, daß die Sechs- unv Dreibätzner nicht mehr bei den öffentlichen Kaffen in Zahlung angenommen werden, ist jedoch keineswegs deren Ungültigkeit im Privatverkehr ausgesprochen. Auch ist es durchaus nicht räthlich und nöthig, sich der Stücke, welche man etwa zufällig in Händen hat, nunmehr schleunigst um einen geringeren Werth, als 24, resp. 12 fr., zu entledigen. Es wird dies klar werden, wenn man erwägt, daß 1) die österreichischen Zwanzig- und Zehnkreuzerstücke in Oesterreich ohne Unterschied bis zum 1. November b. I. für 0,35 Gulden österr. Währung oder 24% Kreuzer rhem. in Zahlung angenommen werden, — 2) daß die neueren österreichischen Zwanzigkreuzcrstückc von 9/io Feingehalt und alle in anderen deutschen Staaten geprägten Sechsbätzner nach wie vor gesetzliche Zahlungsmittel bleiben, und 3) daß der Silberwerth der älteren österreichischen Zwanzigkrcuzcrstücke an und für sich mindestens noch 23% Kreuzer rheinisch per Stück beträgt, welche jeder Silberarbeiter ohne Anstand dafür geben wird. Analog verhält es sich mit den noch coursirenden Dreibätznern. — Was endlich Vie Frage anlangt, auf welche Weise man die älteren, außer Cours gesetzten österreichischen Sechsbätzner von den neueren noch als gesetzliche Zahlungsmittel beibchaltenen unterscheiden könne, so wird man am leichtesten zum Ziele kommen, wenn man zur Vergleichung ein gewöhnliches Halbguldenstück wählt. Die älteren Sechsbätzner von 9% Loth oder %2 Feingehalt sind nämlich erheblich größer, als die Halbguldenstücke, während die neueren Sechsbätzner von 9/)0 Feingehalt einen, um 1 Li nie geringeren Durchmesser, als die Halbgultenstücke haben und bei Beachtung dieses Unterschiedes mit den älteren Sechsbätznern durchaus nicht verwechselt werden können. Die übrigen, noch als gesetzliche Zahlungsmittel zugelasscnen deutschen Sechsbätzner sind aber von den österreichischen älteren durch Wappen und Schrift hinreichend unterschieden. Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei.