lg. urch an- staatliche und, mit lntcr der kp. fort- ohl von Dielen, Holzarten, mit Vn- i unserer omp., _ ', Neuen- i Bücher- n, Latei- ) erthcilt. ». Fulra, Rammler ir. Wenzel, 'gen; Hr. enderod t>. Stein ». Elpenrod; tingen u. inheim. — . — Sei inffnrt — rth Lang; toismann: schenck .n. Lvßhaus 11. enberg. — Schadges, ti. Regisir. Hrn. Jos. Hofmann: ässer: Hr. mit,mimt, Brieglebf zwei Fri. Weber v. f e l n. Mittelpreis vom Malter. Pi. k: 200 4 ~i 200 200 200 200 4 19 3 40 Anzcheblatt für die Stadt und den Kreis Gießen. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwochs und Samstags. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 fl. 30 fr., für Auswärtige, inol. Postaufschlags, Ist 53 fr — Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Expedition (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1). — GinrückungSgebühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 2 fr. Anzeigen aus verschiedenen Schriften die gespaltene Zeile 3 fr. - Annoncen in Tabellenform werden doppelt berechnet. Samstag den 23. April Amtlicher T h e i l. B e v o r V n re n g, . die Löschung der Feuersbrünste betreffend. 8uDWJG III. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein re. re. Um die Einrichtungen und Vorschriften für das Löschen von Feuersbrünsten, welche in verschiedenen Theilen des Landes sehr verschieden sind, thunlichst der Erfahrung gemäß zu gestalten und in Uebereinstimmung zu bringen, haben wir verordnet und vei- ordnen, wie folgt: Anschaffung des Löschgeräthes. §. 1. In jeder Gemeinde ist das erforderliche Gcräthe zum Löschen auf deren Kosten anzuschaffen und stets in gutem Stande zu erhalten. Für die Anschaffung kostspieligerer Geräthe, zumal der Spritzen, sind die Gemeinden, deren Mittel nicht zur Anschaffung für sie allein ausreichen, mit andern Gemeinden zu verbinden. An der Verpstichtung der Ortsbürgcr zur Anschaffung von Feucreimern, nach Art. 43 der Gemeindeordnung, wird hierdurch nichts geändert. Verpflichtung zur Hülfeleistung im Allgemeinen. §. 2. Die Verpflichtung, bei Löschung eines Brandes und bei Bekämpfung der Feuersgcfahr nach Kräften mitzuwirken, liegt allen Einwohnern ob. Von dieser allgemeinen Verpflichtung sind als für die Dauer der Verhinderungs-Ursache befreit anzusehen: 1) die durch Krankheit oder Gebrechlichkeit Verhinderten; ' 2) Personen unter 18 und über 55 Jahren. In besonderen Nothfällcn bleibt cs Vorbehalten, auch die Hulse älterer und jüngerer Personen in Anspruch zu nehmen; 3) die durch amtliche Pflichten Verhinderten, welchen Acrzte, Wundärzte und Apotheker gleich zu achten sind. Die Theilnahme des garnisonirendcn Militärs ist durch besondere Bestimmungen normirt. 4) Diejenigen, deren Anwesenheit zu Hause, wegen ihnen selbst nahe drohender Feuersgefahr erforderlich ist, oder welche wegen anderer Bedrängniß oder besonderer Verhältnisse als entschuldigt erkannt werden. Verpflichtung zu besonderen im Voraus bestimmten Verrichtungen. §. 3. Die zur Hülfeleistung verpflichteten (männlichen) Einwohner können im Voraus zu bestimmten Verrichtungen bezeichnet werden, welchen sie sich zu unterziehen haben. Es ist hierbei, soweit thunlich, auf eine zeitweise Abwechslung der, zu den fraglichen Verrichtungen befähigten, Verpflichteten Bedacht zu nehmen. Den zu besonderen Verrichtungen Verpflichteten steht es frei, sich durch befähigte, im Voraus anzunehmende Stellvertreter ersetzen zu lassen. Tritt ein Verhältniß ein, vermöge dessen der Verpflichtete Befreiung fordern kann, so ist er dennoch verbunden, soweit er es vermag, den Dienst fortzuleistcn, bis ein Anderer an seine Stelle bezeichnet worden ist. , lieber die oben erwähnte Eintheilung ist ein Verzeichniß zu führen, in welchem die Ab- und Zugänge, sowie die Stellvertreter, sorgfältig zu bemerken sind. Verpflichtung zur Hülfeleistung nach besonderer Aufforderung beim Brande. §. 4. Von allen, zur Hülfeleistung Verpflichteten, welche nicht zu besonderen Verrichtungen im Voraus angewiesen sind, wird erwartet, daß sie, auch unaufgefordert, bereit sein werden und zwar mit dem geeigneten Fuhr- und anderem Geschirr , zum Brande zu eilen und sich bei denjenigen Arbeiten zu beteiligen, für welche nicht bestimmte Personen in ausreichendem Maße bestellt sind und bei welchen sie am meisten zu nützen vermögen. Werden sie von den die Löschanstalten im Ganzen oder Einzelnen leitenden Beamten oder in deren Auftrag durch Anführer der Löschmannschaft oder Polizei-Offizianten zu irgend einer Hülfe, die sie zu leisten vermögen, ausgefordert, so darf dieselbe nicht verweigert werden. Sind zur Leitung der Löschanstalten berufene Beamte nicht anwesend, und kann, wegen dringender Gefahr, deren Erscheinen nicht abgewartet werden, so sind die Führer der Löschmannschaften befugt, auch ohne Auftrag derartige Aufforderungen ergehen zu lassen. Benutzung von im Privatbesitz befindlichen Gegenständen. §. 5. Wer sich im Besitz von Gegenständen befindet, welche zur Bekämpfung des Feuers dienlich erscheinen, ist, insoweit deren Verwendung durch allgemeine oder örtliche Vorschriften angeorvnet ist, sowie wenn sie von den die Löschanstalten leitenden Beamten oder in deren Auftrag durch Anführer der Löschmannschaft oder Polizei-Offizianten in Anspruch genommen wirt, verpflichtet, solche zur Benutzung zu überlassen. Im Weigerungsfälle ist, unbeschadet der verwirkten Strafe, die Behörde berechtigt, solche Gegenstände wegzunehmen. Was am Schlüsse des vorigen Paragraphen für den Fall der Abwesenheit des leitenden Beamten gesagt ist, gilt auch hier. Für etwaige Beschädigung oder Verbrauch ist aus der Gemeindekaffe, auf Verlangen, billiger Ersatz zu leisten. Besondere Verrichtungen, für welche die Mannschaft im Voraus zu bestimmen ist. §. 6. Zu nachfolgenden Verrichtungen sind die Verpflichteten sowie die Führer der einzelnen Abtheilungen von der Local- Polizeibehörde im Voraus zu bestimmen: 1) zur Bedienung der Spritzen; 2) zum Transport der Spritzen und anderer gemeinheitlicher Gerätschaften, insoweit dieselben gefahren werken müssen, sowie zum Transport der Spritzenmannschaft außerhalb des Orts, die erforderliche Zahl von Bespannten mit Zugvieh und Fuhrwerk; 3) zum Besteigen der Häuser, dem Abdecken, Abbrechen derselben rc. die erforderliche Zahl von Maurern, Zimmerleuten, Dachdeckern, Schornsteinfegern, soweit sie zu Gebot steht, mit Gesellen und nöthigen Werkzeugen, insofern nicht nach den Umständen vorgezogen wird, die Hülfe der sämmtlichen derartigen Gewerbsleute zu verlangen; 4) zur Erhaltung der Orknung bei der Brandstätte, auf den Straßen, zur Bewachung der geretteten Sachen, der zum Behuf der Löschanstalten geöffneten Häuser und ähnlichen Verrichtungen die erforderliche Zahl zuverlässiger Mannschaft, insofern nicht die Garnison das Nöthige leistet oder für kleinere Orte, nach Verfügung des Kreisamts, davon abgesehen wird; 5) zum Ansagen des Feuers in den benachbarten Orten unv bei der vorgesetzten Behörde vie nöthige Zahl von Boten zu Fuß oder Pferd; 6) zur Hülfeleistung bei Bränden außer dem Orte und der Gemarkung, neben den zur Bedienung der abzusenvenden Spritzen gehörenden Personen, die nöthige Zahl von mit Feucreimcrn versehener Mannschaft (Feuerläufer), insofern nicht, unter besonderen Umständen, nach Ermessen der Kreisämter, davon abgesehen wird. Außerdem können, nach Umständen, mit Genehmigung oder auf Anordnung der Kreisämter, auch noch zu anderen Verrichtungen die Verpflichteten im Voraus bestimmt werden. Zur Unterscheidung der Führer und Mannschaften können besondere Abzeichen eingeführt werken, welche von Andere» nicht getragen werden dürfen. Die Kosten der Anschaffung derselben sink, gleich wie die der sonstigen nothwendigen Ausrüstung, auf Verlangen, aus der Gcmeindekasse zu bestreiten. Dienstleistungen Derer, welche sich nicht unmittelbar am Löschen betheiligen. §. 7. Von denjenigen arbeitsfähigen Einwohnern, welche sich an .den Löscharbeiten nicht unmittelbar zu betheiligen haben, oder sich nicht unaufgefordert an denselben betheiligen, wird erwartet, daß sie innerhalb und in der Nähe ihrer Wohnungen nach Kräften zur Unterstützung der Löscharbeit und Verhinderung der Ausbreitung des Feuers beizutragen suchen, indem sie, zumal in kn Nähe des Brandes, Wasser auf den Speicher schaffen, die Gauben schließen (mit nassen Tüchern verhängen), feucrfangende Sachen verwahren, besonders in der Nähe von Brunnen Bütten mit Wasser vor den Häusern anfüllen u. s. w. Den Aufforderungen zu derartigen Verrichtungen, welche von den leitenden Beamten oder in deren Auftrag durch Anführer oder Polizeiofsicianten geschehen, ist jeder Einwohner nach Kräften Folge zu leisten verbunden. Was am Schluß des §. 4 für den Fall der Abwesenheit der leitenden Beamten bestimmt ist, gilt auch hier. Verpflichtung zur Hülfeleistung in anderen Gemeinden. §. 8. Es ist von den Kreisämtern für jede Gemeinde besonvers zu bestimmen, in welchem Umkreis, mit welchen Geräthschaften unv Mannschaften sie in der Regel in andern Gemeinden Hülfe zu leisten schuldig ist. Wenn in außerorkentlichen Fällen eine ausgedehntere Hülfe in Anspruch genommen wird, so ist auch diese, soweit thunlich, zu leisten. Uebervieß wird erwartet, daß die Gemeinden, auch über das Maß der Verpflichtung hinaus, sich nachbarliche Hülfe zu ln|mt beetfern werden. Leitung der Löschanstalten. §. 9. Dem Bürgermeister oder Beigeordneten oder dem ersten Polizeibeamten des Orts, in welchem der Brand ausgebrocha ist, steht die Leitung der gesammten Löschanstalten einschließlich der Befehligung der von anderen Orten hinzugckommenen HW- mannschaften, zu. Er hat sich deßhalb schleunigst an Ort und Stelle zu begeben. Es ist ihm überlassen, sich die nöthigen Sachverständigen zuzugesellen. Die auswärtige Hülfsmannschaft ist in der Regel von dem Bürgermeister, Beigeordneten oder einem anderen Mitglieds bei Ortsvorstandes der Hülfe sendenden Gemeinde zu begleiten, welches die nächste Aufsicht über dieselbe zu führen hat. Ist ausnahmsweise kein Mitglied des Ortsvorstandes dabei, so ist jene Aufsicht dem Spritzenmeister oder einer anderen dazu passenden Perso« (§. 6) zu übertragen. Erscheint das Kreisamt an der Brandstätte, so sind dessen Anordnungen zu befolgen. Es ist den Kreisämtern gestattet, die specielle Leitung besonders quülificirten Sachverständigen zu übertragen. (Schluß folgt.) J Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Gießen. Zufolge anher gelangter Benachrichtigung wurde am 19. April im Nauheimer Stadtwalde die Leiche einer unbekannten erhängt» Mannsperson gefunden. Der Erhängte war zwischen 30—40 Jahre alt und bekleidet mit einem blauen leinenen Kittel, einer blau» Tuchjacke mit übersponnenen Knöpfen, einer grauen Weste mit gelben Metallknöpfen, einer blau und weiß meinten Hose mit Gurt» und lei weißen $ folgend' grau u beutel schon i gelange ( 690 Franz eürspro her Di Ansprii' geforvei bei dah und zu rechte c schweigi gcnves werken zu ertot In l angeleg schlagen schuß t schlösse Bestellt, werden, sönlich treten j Beschlü Gläubi Gieß G De Die D 962) werten gegenge Gieß Gr 979) 9 sollen i der Cu sabcthe bietend Gieß 6 hr, bereit derungen eit bereit Beamten et, solche genstände ist, gilt er Local- en, sowie kuhrwerk; nerleuten, nach den im Behuf insofern wirr; Boten zn t Spritzen bt, unter ibett, mit oraus bett Anderen gen Ansen haben, -igen nach tat in der ce Sachen Anführer n Geräth- t thunlich, : zu leisten tsgebroche» ten Hülst gen Sach tgliebe bei ausnahms- >en Pcrso» t erhängte» inet blaues mit Gurte» und ledernen Hosenträgern, Gamaschen von gleichem Zeug wie Vie Hose, starken mit Nägeln beschlagenen Riemenschuhen, einem weißen leinenen Hemde unv einem lila - karirten Halstuche. An und bei der Leiche, welche nach dem Grade ihrer Verwesung schon 6—8 Tage gehängt haben mag, fanden sich noch folgende Gegenstände: Eine schwarze Tuchmütze mit ledernem Schild, ein altes linksseitiges Leistenbruchband, ein zusammengelegtes, grau und weiß gewürfeltes, baumwollenes Halstuch, ein roth unv weiß gewürfeltes Taschentuch, ein alter lederner (leerer) Geldbeutel und ein starkes Zulegmesser mit Hirschhornstiel. Außer dem Merkmale, daß der linke Augapfel völlig ausgelaufen war und schon im Leben verloren gegangen fein mag, hatte die Leichenschau besondere Kennzeichen nicht ergeben. Alle, welche Auskunft über die Person des Erhängten zu geben vermögen, weroen ersucht, ihre Mittheilungen baldigst anher gelangen zu lassen. Gießen, den 24. April 1857., Gerichtliche und Privat Bekanntmachungen. Edictalladung. 690) Gegen den hiesigen Kaufinann, Franz Mansfeldt, ist der förmliche Con- cürsprozeß erkannt worden. Es werden daher Diejenigen, welche an dessen Vermögen Ansprüche zu bilden vermeinen, hiermit auf- gefordert, diese im Termin Mittwoch den 27. Mai d. I, Morgens 9 Uhr, bei dahiesigem Gericht so gewiß anzumelden und zu begründen, auch etwaige Vorzugsrechte geltend zu machen, als sie sonst still- schweigends — ohne ein besonderes erfolgendes Präelusivdeeret — ausgeschlossen werden, aus der Masse keine Befriedigung zu. erwarten haben. In dem vorgenannten Termin soll zugleich angelegentlichst die Güte versucht, beim Fehlschlagen derselben aber ein Gläubigerausschuß und ein Massecurator ernannt, Beschlüsse über das Massevermögen, über Bestellung eines Contradietors re., gefaßt Werden. Die Gläubiger, welche nicht persönlich erscheinen, oder nicht gehörig vertreten sind, werden hierbei überall als den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen Gläubiger beigetreten angesehen. Gießen, den 23. März 1857. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. M u h l, v. R o t s m a n n, Stadtrichter. Stadtger. - Assessor, Besondere Bekanntmachung. Die Vertheilung der Zinsen deö Lony'- scheu Vermächtnisses. 962) Anmeldungen für obige Vertheilung werden bis zum 30. April 1857 hier ent« gegengenommen. Gießen, den 23. April 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen _______________D. Ebel. Versteigerungen. 979) Montag den 27. April d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Hause des Jaeob Sack in der Caplansgasse Cie zum Nachlaß der Eli- sabethe Kees gehörenden Mobilien meistbietend versteigert werden. Gießen, den 24. April 1857. Grvßherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers: C. Meidig, Ortsgerichtsiuann. Main Weser-Eisenbahn. 964) Die Versteigerung der diesjährigen Gras- und Klee-Erndte auf den Böschungen der Bahn beginnt Montag den 4. Mai, des Morgens um 7 Uhr, an der Grenze bei Nauheim und findet ihre Fortsetzung: Am Bahnhofe zu Butzbach, denselben Tag, des Nachmittags um 2 Uhr. Am Bahnhofe zu Langgöns, Dienstag den 5. Mai, des Morgens um 7 Uhr. Am Bahnhofe zu Gießen, denselben Tag, des Nachuüttags um 2 Uhr, und Am Bahnhofe zu Lollar, Mittwoch den 6. Akai, des Morgens um 7 Uhr. Gießen, am 23. April 1857. Der Großherzogliche Bahn-Ingenieur des Bahnbezirks Gießen: E i ck e m e y e r. 980) Montag den 8. Juni d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf Verfügung Großherzoglichen Landgerichts Gießen der dem Steuerboten Heinrich Haas gehörende Acker, an der Heuchelheimer Chaussee gelegen und 209 □Älaftcr haltend, nochmals meistbietend versteigert werden. Gießen, den 24. April 1857. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers: C. W e i C i g, Ortsgerichtsniann. Holz - mib Braimkohlculiefcrmig. 925) Mittwoch den 29. April d. I., Vormittags 11 Uhr, soll auf dem Büreau der unterzeichneten Kasse die Lieferung von 40 Stecken Buchen-Scheidholz, 25 „ „ Prügelholz und 700 Centner Braunkohlen für das hiesige Provinzialarresthaus, sodann von 25 Stecken Buchen-Scheidholz und circa 250 Centner Braunkohlen für das hiesige Militäreommando, öffentlich versteigert werden. Gießen, am 17. April 1857. Großherzogliche Kriminal« und Polizeikasse der Provinz Oberhessen. ____________Conzen._____ 981) Montag den 8. Juni d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf Verfügung Großherzoglichen Stadtgerichts Gießen das dem Adolph Heimreich gehörende Grundstück mit Gebäulichkeiten, vor dem Wallthor an der Chaussee g legen und 301 UlKlstr. baltenb, an den Meistbietenden versteigert werden, wozu man Steigliebhaber hiermit einlatet. Gießen, den 24. April 1857. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers : ______C. Weidig, Ortsgerichtsmann 982) Donnerstag den 30. April d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause das dem Bäcker Franz Laiupus in der Löwengasse gehörende Wohnhaus, sowie 50 Ruthen Grabland, auf dem Gartfeld gelegen, an den Meistbietenden nochmals versteigert werden. Gießen, den 24. April 1857. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers: C. Weidig, Ortsgerichtsmann. H o 1 z v c r st e i g e r u n g in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Königsberg. 955) Montag den 27. April l. I. sollen in den Distrikten Streitwald, Rotherberg und Schnitterberg versteigert werden: 6 Stecken Buchen-Scheidbolr, 12% „ Eichen- „ 1 „ Aspen- „ 22 Stecken Buchcn-Prügelholz, 70 „ Eichen- „ 65 „ Aspen- „ 20 „ Buchen-Stockholz, 40 „ Eichen- „ 2500 Wellen Buchen-Reisholz, 1600 „ Eichen- ,. 3000 „ Aspen- „ 2 Eichen-Stämme von 27 Cnbikfuß Inhalt, 21 Kiefern-Stämme von 220 Cubikfuß Inhalt und 35 Kiefern- und Aspen-Stangen von 96 Cubikfuß Inhalt. Die Zusammenkunft ist: 1) in dem District Streitwald, Morgens 9 Uhr, 2) in dem Distrikt Rotherberg, Morgens 11 Uhr, 3) in dem Distrikt Schnitterberg, Nachmittags 1 Uhr, und zwar in jedem Distrikt bei Nr. 1 des Brennholzes. Königsberg, den 18. April 1857. Großherzogliche Oberförsterei Königsberg. Vigelius. 983) Donnerstag Den 30. April, Vormittags 10 Uhr, soll eine Quantität, circa 240 Cubikfnß, altes eichenes Balkenholz, sehr gut erhalten UND besonDers für Schreiner geeignet, Dahier versteigert werven. Grüningen, Den 23. April 1851. Großherzogliche Bürgermeisterei Grüningen. Köhler. 9ab) Donnerstag Den 30. April l. 3V Des Mittags 12 Uhr, sollen auf Dahiesigem Rathhause nachstehenDe GemeinDe-Arbeiten, unD zwar: Chaussirarbeir, einschließlich Der Steinlieferung, veranschlagt zu ... - 200 fl. — fr. Aufräumung von Entwässerungsgräben, veranschl. zu 80 „ — „ Maurer-Reparaturarbeit an einem Wasserbehälter, veranschlagt zu ... . 9 „ — „ Reparatur am KirchenDach, veranschlagt zu . . . 10 „ ,, Maurer-Reparaturarbeit an Den Schulhäusern, veranschlagt zu . . . . . 25 „ — „ Umguß Des mittleren Theils Des Schwanenhalses an Der Feuerspritze, veranschlagt zu.....6 „ 45 „ in Aeeorv vergeben roerDen. Leihgestern, am 22. April 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Leihgestern. _________________Heß- •_______________ Jagdverpachtung zu Burkhardsfelden. 950) Samstag Den 9. Mai d. I., Mittags 12 Uhr, soll auf hiesiger Bürgermeisterei Die Jagd Der GemeinDe BurkharDsfelDen, unter Den bei Der Versteigerung bekannt gemacht wer- DenDen BeDingungen, auf 3 Jahre verpachtet werven. BurkharDsfelDen, Den 22. April 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei BurkharDsfelDen. Stumpf. Versteigerung von Bauarbeiten. 934) Dienstag Den 28. April, Vormittags um 9 Uhr, kommen auf hiesiger Bürgermeisterei nach- folgenve Arbeiten zur Versteigerung: I. Unterhaltung Der GemeinDegebänDe: Maurerarbeit, veranschlagt zu 60 fl. Zimmerarbeit, „ „ 45 „ II. Unterhaltung Der Vicinalwege: Steinklopfen, veranschlagt zu 150 fl. III. Herstellung Der Ortsstraßen: Planirarbeit, veranschlagt zu 45 fl. Chaussirarbeit, „ „ 90 „ Pflasterarbeit, „ „ 226 „ Heuchelheim, Den 20. April 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Heuchelheim. I. A.: Körner, Bezirksbauaufseher. A r b c i t S v e r st e i g e r u n g. 959) Künftigen Montag, Den 27. D. Mts., Des Vormittags um 10 Uhr, \ soll auf Der hiesigen Bürgermeisterei Die an Dem Rathhause Dahier erforDerliche Weiß- binverarbeit, veranschlagt zu 79 fl. 30 fr., versteigert werden, wozu man Steigliedhaber hiermit einlaDet. Garbenteich, am 21. April 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Garbenteich. In VerhinDerung Des Bürgermeisters: HinterlänDer, BeigeorDneter. Maurer- u. Steinhauer-Arbeit sowie Die Lieferung gußeiserner Ketten, int Betrage von 186 fl. 35 kr. laut Voranschlag , sollen Montag Den 4. Mai D. I. auf hiesigem Rathhause an Den Wenigst- nehmenden vergeben werden. Homberg n d. Ohm, den 21. April 1857. Für den Kirchenvorstanv: Münch, Pfarrer. 966)Rühl, Bürgermeister. 956) Die im vorigen Anzeigeblatt auf den 29. April anberaumte Versteigerung von Planirarbeit, worüber Der Voranschlag 277 fl. beträgt, kann erst, eingetretener HinDernisse wegen, Donnerstag Den 30. April, Nachmittags um 3 Uhr, vorgenommen werDen. Königsberg, Den 23. April 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Königsberg. I. A.: Körner, Bezirksbauaufseher. 953) Die auf Montag Den 27. D. Mts. anberaumte Bücherversteigerung kann erst Den 4. Mai, Nachmittags 4 Uhr, ihren Anfang nehmen. Kataloge sind zu haben bei Ehr. Ph. Vogel. F e i l g e b o t e n e s. Neue Leinen-Sendungen 984) von Bielefelder, Böhmisch-Hanf, Schlesischer und Braunschweiger Hausmacher-Sorte, worunter sich auch viele Sorten zu Kinder- und Cvnfirmanden- Hemden eignen, sowie alle Sorten Wattir-, Schechter-, Schock- und Packleinen, empfiehlt zu den billigsten Preisen L. I a h r e i s, am Markt. 977) Holz-Asche, zu Wiesendung, ist zu haben bei Jacob Sack, in der Caplansgaffe. 970) Blumen-Bouguette und Rische in und auf Damenhüte, sowie gestrickte Kindcr- Jäckchen und Häubchen, bringe ich in empfehlende Erinnerung. Gg. Röber, auf dem Kreuz. 973) Neue eiserne Achsen-Wagen, kleine und größere, sind zu verkaufen bei Schmiedmeister Unverzagt, Wallthor. 951) Niederländisches Aopfelkraut, bester Qualität, empsiehlt Carl Münch, am Kreuz. 985) Alle Sorten Frucht -, Mehl- und Kartvffelsäcke, wie auch Geldsäckchen, mit und ohne Nach, bei L. Jahreis. 138) Hvlztheer, welcher sich zum Anstrich von Eisenwerk, Holzwcrk, Occonomiegeräthschaftcn re. eignet, kann von der hiesigen Gasfabrik bezogen werden. Ausverkauf! ” 957) Nächsten Gießener Jahrmarkt, den 29. d. Mts., werde ich mit einer großen Auswahl in allen Sorten Strohhüten, Bändern, Blumen, seinen französischen Stickereien, Spitzen, Schleiern und sonstigen vielen Modeartikeln, daselbst eintreffen und verkaufe, um schnell auszuräumen, bedeutend unter dem Fabrikpreise. Md Verkaufslocal in einer Bude auf dem Marktplatz. Hk. <8i«M»88888MI ein Mittel, welches noch nie, und zwar in zahlreichen Fällen, ohne das befriedigendste Resultat in Anwendung gebracht worden ist. Dieser Syrup wirkt gleich nach dem ersten Gebrauch auffallend wohlthätig, zumal bei Krampf- und Keuchhusten, befördert den Auswurf des zähen, stockenden Schleimes, mildert sofort den Reiz im Kehlkopfe und beseitigt in kurzer Zeit jeden noch so heftigen, selbst den schlimmen Schwindsuchts- Husten und bas Blutspeien, G. A. W. Mayer in Breslau. Zu beziehen für Gießen und Umgegend durch Herrn Julius Wallach. Joh. Wilh. Becker in Fredeburg, 388) General-Agent für West-Preußen, Hessen-Darmstadt re. A t t e st. Als uns der diesjährige Frühling und namentlich der Monat März mit seinem beständigen Rord-Ost-Winve so viel Katarrhe, zumal der Luftröhre und ihrer Verzweigungen, mit hartnäckiger Heiserkeit vergesellschaftet, zuführte, hatten viele meiner Kranken sich mit dem von dem Herrn W. Hoffe Hierselbst zu beziehenden Brust- Syrup des Herrn G. A. W. Mayer iu Breslau Erleichterung und wo möglich Heilung zu verschaffen gesucht. Die Erfolge waren so rasch unv dauernd, daß ich selbst, damals ebenfalls von einer sehr hartnäckige» Heiserkeit heimgesucht, den leicht zu nehmenden Syrup versuchte und bei mehreren Kranken anwandte und weiter empfahl, und mit einem Ersvlge, daff ich nicht anders als beifällig mich über die Wirkung des geuannte» Syrups äuffern kann. Halle, den 17. Juni 1856. (L. 8.) Dr. Weber, prakt. Arzt. 139) Holzkohlen können von der hiesigen Gasfabrik, ä 42 fr. per Bütte, incl. Trager- lohn, in's Haus geliefert, bezogen werden. Bestellungen hierauf werden in der Fabrik, sowie auch von dem beauftragten Kohlenträger, entgegengenonunen. 990) Unterzeichneter empfiehlt sich einem verehelichen Publikum am bevorstehenden Jahrmarkt mit seinen berühmten und anerkannt guten Offenbacher Pfeffernüssen in zwei Sorten, magenstärkendem Magenbrod, sowie mit allen sonstigen Conditoreiwaaren. Seine Bude befindet sich vor dem Neustädter Thor, mit der Firma: Fr. Urff, Conditor. 892) Klccsaamcu, rothen, weißen und Lueerner, in bester Waare, empfiehlt Emil Pistor. 1000) Gute Roggen- und Waizen-Kleie ist zu haben bei Bäcker Steinberger in der Löwengasse. Vermiethungen. 939) Zwei möblirte Zimmer sind zu vermiethen, wobei auch vollständige Verköstigung gegeben werden kann. _____________________I. Kunz. 992) Mehrere Studentenwohnungen sind zu vermiethen bei Julius Wallach. 947) In meinem Hause vor dem Wall- thor ist ein Logis für eine kleine Familie, oder auch für einen einzelnen Herrn oder eine einzelne Dame, zu vermiethen. Es kann dasselbe sogleich bezogen werden. Georg Noll. 978) In der Löwengaffe, Nr. 118, iss eine Familienwohnung, bestehend in Stube, Cabinet, Keller und Holzftall, zu vermiethen und sogleich zu beziehen. 995) In Lit. D. Nr. 19 sind zwei möblirte Zimmer mit Cabinet und Sopha zu vermiethen. 974) Eine Familienwohnung, nach der Straße gehend, ist zu vermiethen bei Schmiedmeister Unverzagt. 975) Eine freundliche Familienwohnung, nach der Straße gehend, ist zu vermiethen unv sogleich beziehbar bei G. Sack. 971) In meinem Hause am Canzlei- berg sind zwei neu hergerichtete Familienwohnungen zu vermiethen, und zwar der zweite oder dritte Stock mit 4, das Hinterhaus mit 3 Zimmer, beide mit den nöthigen Räumlichkeiten versehen, und Anfangs Juni zu beziehen. W. Nehm eyer. 972) Eine Familienwohnung ist bei mir zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Philipp Schwalb. 963) Eine Familienwohnung ist zu vermiethen unv Anfangs Juli beziehbar bei R. Schmitt, Steinhauer. 965) Eine Stube mit Cabinet, Kämmer, Küche, Keller und Holzstall ist zu vermiethen bei Heinrich Thomas. 928) Bei Frau Advoeat Wießell ist eine möblirte Stube zu vermiethen.________ 896) Das seit 1851 von Herrn Hofgerichts - Direetor Klip sie in bewohnte geräumige Familienlogis in Lit. A. Nr. 90 am Afterweg ist mit, oder ohne Antheil an dem großen Hausgarten, anderweit zu vermiethen und schon im Anfang des kommenden Sommers zu beziehen. Klingel Höffer, Criminalrichter. 960) Einige möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei H. Marguth, hinter der Kirche. 996) Auf dem Marktplatz Lit. D. Nr. 189 , ist ein möblirte« Zimmer zu vermie- tben und sogleich zu beziehen._______________ ; £318) Der 3. und 4. Stock meines Hauses ist zu vermiethen. M. Bapst's Wittwe, Neuenbäuen, Lit. B. Nr. 59. 765) Das seither von Frau Oberlieutenant Front mann bewohnte Logis ist durch deren Wegzug von hier anderweit zu vcrmiethen und sogleich beziehbar. Buchdrucker Brühl's Wittwe. 946) Das bishex von Herrn Brem bewohnte Logis in meinem Hause ist durch dessen Wegzug anderweit zu vermiethen und im Juli, auf Verlangen auch früher, zu beziehen. Chr. Reiber, ________________________auf dem Kreuz. 954) Eine Familienwohnung, bestehend in 2 Stuben, Kammer, Küche und Keller, ist zu vermiethen. I. Schreiber, Neuenweg. 993) Zimmer zu vcrmiethen, mit oder ohne Möbel, bei L. Pimbert's Wittwe, an der Kirche. 779) In der früher Braun'schen Ziegelhütte ist in dem Hauptbau noch ein Familienlogis zu vermiethen. Das Haus hat bekanntlich eine freundliche Lage und ist Alles neu eingerichtet. Heinrich Möser. 994) Ein kleines Familienlogis, sowie auch eine Stube für einen einzelnen Herrn, ist zu vermiethen bei Schlossermeister Ph. Becker, Neuenweg, Lit. B. Nr. 133. 938) Eine möblirte Stube mit Cabinet ist zu vermiethen bei L. Kohlermann, auf derMäusburg. 935) Zwei Stuben mit Cabinet, Kammer, Kirche re., sind zu vermiethen und so- gl-eich beziehbar bei G g. Reiber. 93 t) In Lit. A. Nr. 103, in der Nähe der Aula, ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Vermischte Anzeigen. 943) Bei der heute nach Maßgabe der Statuten des Gesellschaftsvercins vorgcnvm- menen Ausloosung wurden die Schuldscheine Nr. 18, 183 und 264 zur Rückzahlung bestimmt, was mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß vom 1. Juli l. I. an die Verzinsung aufhört. Gießen, den 21. April 1857. Der Gesellschafts-Vorstand: Graf v. Lehrbach. Pfannmüller II. 944) Da ich in drei Wochen von hier abreife, so ersuche ich Diejenigen, welche noch Zahlungen an mich zu leisten haben, solche bis dahin zu berichtigen. Gießen, den 20. April 1857. F. W. Loos, Gold- und Silberarbeiter. 937) Unterricht im Griechischen, Lateinischen, Französischen u. s. w., wird crtheilt. Näheres in Lit. C. Nr. 143, Seltersweg. 948) Wetzlar. Herr H. Weitzmanu, Director der großen Arena in Berlin, gibt gegenwärtig mit seiner Gesellschaft im hiesigen Theater-Locale Vorstellungen; dieselben erfreuen sich eines sehr zahlreichen Besuches und der lebhaftesten Anerkennung. Da der Gesellschaft überall der vortheilhafteste Ruf vorangeht, so erwarteten auch wir etwas Außerordentliches; wir müssen aber gestehen, daß unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen wurden iund mit Recht nennt man Herrn H. Weitzmanu den ersten akrobaten Künstler Deutschlands. Die Vorstellungen sind sehr reich an Abwechslungen und sprechen besonders durch ihre Eleganz und Präeision sehr an. Da Herr W. mit seiner luftigen Schaar sich von hier nach Gießen wenden wird, so machen wir schon im Voraus auf die erquickende Oase in der unendlichen Wüste der Künstlerge- sellschasten aufmerksam, um so mehr, da Herr W. sich auch hier als Bürger die Achtung und Liebe Vieler erworben hat. Einige Kunstfreunde. 968) Die Frankfurter Lebens - Versicherungs - Gesellschaft mit einem Grund-Capital von Drei Millionen Gulden, gewährt zu sehr mäßigen Prämien und unter vortheilhaften Bedingungen Versicherungen sowohl für die ganze Lebensdauer, als für eine bestimmte Reihe von Jahren. Die auf Lebenszeit Versicherten sind bei’m Gewinn der Gesellschaft mit 50 pCt. betheiligt. Im Falle des Verzichtes auf diese Gewinnbetheiligung findet eine Ermäßigung der zu zahlenden Prämie statt. Die Prämie für eine Versicherung von 100 fl. beträgt mit Gewinnantheil im Alter von 30 Jahren 2 fl. 10 fr., im Alter von 35 Jahren 2 fl. 31 % fr., im Alter von 40 Jahren 2 fl. 59% fr., ohne Betheiligung am Gewinn beträgt die Prämie für 30 Jahren 2 fl. 3 fr., für 35 Jahren 2 fl. 23 fr., für 40 Jahren 2 fl. 50 fr. Die Gesellschaft übernimmt auch (Kapitalien auf Leibrenten, welch letztere außergewöhnlich hoch festgesetzt sind; z. B. für ein Capital von 100 fl., angelegt im Alter von 60 Jahren, erwirbt man eine jährliche Rente von 10 fl., im 65. Jahre von 11 fl. 29 fr. und im 70. Jahre von 13 fl. 9 fr. Das Nähere besagen die Prospecte, welche stehst Antrags - Formularicn bei dem unterzeichneten Haupt-Agenten unentgeldlich zu haben sind. Gießen, den 23. April 1857.' ($). Appe!, Haupt- Agent. Mr Auswanderer! 926) Außer den regelmäßigen Expeditionen am 1. und 15. eines jeden Monates nach den Haupthäfen von Amerifa, erpedire ich auch alle 14 Tage mit den über Bremen nach New - Aork abgehenden Dampfschiffen zu den billigsten Preisen; ferner expedire ich am 15. Mai und 1. Juli mehrere Schiffe nach Australien, und müssen die etwaigen Anmeldungen dahin sobald als möglich geschehen. Zu Ueberfahrtsverträgen empfiehlt sich der eoncessionirte Agent C. W Dietz, am Marft in Gießen. HMNLMMMUUMLGAD 750) Meine Wohnung ist mann und Kleidermacher S ch w a ® Seltersweg. J Gießen, den 1. April 1857. ab, Lit. C. Nr. 10 auf dem !>■•• F Diehrn, T Großh. Hess. Hofger.-Advocat. 998) Sonntag den 26. b. M t ö.: Concert im Vusch'schen Varten-Saale, ausgeführt von der Musik-Capelle des Herrn Schierholz. Eintrittspreis ä Person 9 fr. Familien 18 fr. Anfang a Uhr. veranlassen uns, die für die gewöhnlichen Schuhmacher 999) Die leider abermals um 20 Procent gestiegenen Lederpreise — fr. für . 8 fl. 24 fr. für 1 Paar Stiefel. 36 ff lederne u ff ff Sohlen 1 Sohlen ff 1 Sohlen 1 if " veröffentlichen. Die hier nicht angeführten Schuhmacherwaären für'Kinder und verschiedene außergewöhnliche, werden nach Die Schuhmacherzunfl. 1 1 1 1 1 1 1 30 30 1 1 1 1 1 1 1 1 54 20 12 36 48 12 48 12 3 4 3 3 2 1 Vorschuhe . . . Laschenschuhe . . Schnürschuhe . . Hausschuhe . . Halbvorschuhe Sohlen und Flecke ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff 4 fl. 3 „ 5 5 5 3 3 1 1 „ Laschenschuhe „ Schnürschuhe „ Hausschuhe Sohlen und Flecke hiermit zu t dem 20procentigen Aufschlag des Leders berechnet. Gießen, am 20. April 1857. waaren hiernach berechneten und festgestellten Preise: a) für Herren: b) fü r Damen: Paar Zeugstiefel, ohne Besatz . . Zeuglaschenschuhe, ohne Besatz Zeugschnürschuhe, ohne Besatz Stiefel . . . . . 997) Es diene hiermit zur Nachricht, raß ich mein Logis am Neuenweg verlassen habe und setzt bei Herrn Bäckermeister Ronstadt in der Marktstraße wohne. H. Ei ff, Damenschncidermeister. 912) Ein junger Mensch, welcher Lust hat, die Conditorei zu erlernen, findet Gelegenheit bei Höpfner-Dannenberg, Convitor. Gegenseitige Hagelschäden - Verficherungs - Gesellschaft für das Großherzogthüm Hessen. Landesherrlich bestätigt unter», 17. Ma, 1834. 882) Indem ich auf die seitherigen äußerst günstigen Resultake obiger Ge,elt- schaft, welche aus den, den seither Betheiligten zugestcllten Rechenschaftsberichten genu- aenv hervorgehen, aufmerksam mache, lade ich zu fernerer Teilnahme ein und bin zur Abgabe von Statuten und Antragsformularien, sowie jeder etwa gewünscht werdenden Auskunft, mit Vergnügen bereit. Gießen, im April 1857. I. G. Appel. iWalistlie des H. Weitzmann aus Vorstellungen und seiner Gesellschaft Werlin. Sonntag den 26. April 1857: Crste große Bsrstellmg der höheren Gymnastik auf dem Markte im Oswald'scheu Garten. <3um Schluff: Die grosse Ascension auf dem Thurm-Seile, ausgeführt von Hrn. Mthke. Anfang präeis 3'A Uhr. Abends präeis 7 V2 Uhr: Erste große Vorstellung im Leiblichen Saale. Zum Schluff: DsZs Fest der Chinesen in Peking. Großes Divertissement mit Gruppen und Pyramiden, ausgeführt von 6 Personen. Preise der Plätze: Erster Platz 30 fr. Zweiter Platz 18 fr. Dritter Platz 9 fr. Billets zu ermäßigten Preisen zum ersten Platz a 24 fr. und zum zweiten Platz d 13 fr. sind vorher zu jfder Tageszeit bei Herrn Lcil> zu haben. Das Nähere durch die Tagcszettel. Montag, den 27. April: Zweite Vorstellung im Mb'schen Saale. H. Weitzmann, 961) Director der großen Arena in Berlin. 905) Ich mache hiermit die ergebenste Anzeige, daß der von mir angefündigte Unterricht im Kleider- und Blumenmachen, sowie in allen vorkommendcn weiblichen Handarbeiten, bereits begonnen hat. Auswärtige Theilnehmer fönnen gegen billige Vergütung Kost und Wohnung erhalten. Gleichzeitig empfehle ich mich im Anfertigen von Damenkleidern, Mantissen u. s. w., in allen Faoons, zu den billigsten Preisen. K. Schneider, Sonnenstraße. 888) Tanzunterricht! Einem geehrten Publikum mache ich die ergebenste Anzeige , daß bis zum 3. Mal mein Tanzunterricht wieder beginnt, und bitte DiejMgen, welche hieran Theil nehmen wollen, mich gefälligst davon in Kenntniß zu setzen. Röse, __________Univ.-Fecht- und Tanzlehrer. 986) Meinen verehrten Kunden mache ich die ergebenste Anzeige, daß ich ganz neue, sehr gefällige Pariser Visitten- und Mantillen-Muster erhalten Hobe. Carl Retter, Damenfleidermacher 949) Unterricht im Clavier- und Flöten- Spielen wird billigst ertheilt. Näheres bei der Erped. d. Bltts.___ 976) Am verflossenen Freitag, den 17. April, ist ein schwarzseidener Regenschirm aus Versehen in einem hiefigen Hause stehen geblieben. Man bittet, denselben gegen eine Belohnung an die Exped. d. BlttS. abzugeben. _________________________ .945) Ein braves und in einer kleinen Haushaltung einigermaßen gewandtes Mädchen fine et unter annehmbaren Bedingungen einen Laufvienst. Näheres ist zu erfahren bei Georg Balser in der Neustadt. Preußische National - Versicherungs - Gesellschaft. Wruudcapital fünf Millionen 250,000 Gulden. 969) Diese von mir als Agent vertretene Anstalt übernimmt Afsccuranzcn auf fast alle verbrennbare Gegenstände und leistet vollen Ersatz für jeden Schaden, welcher durch Brand und Blitzschlag herbeigeführt wird, sowie auch für die Kosten, welche durch Löschen und Ausräumen verursacht und was in diesem Falle abhanden kommt, vernichtet oder beschädigt wird. Die Prämien sinb billig und sest, ohne Nachzahlung. Bei Vorauszahlung auf mehrere Jahre werden besondere Vortheile gewährt. Nach dem eben eingegangenen Geschäfts-Abschluß pro 1856, welcher bei mir zur Einsicht offen liegt, erhöhete sich in diesem Jahre gegen 1855 : Das Versicherungs-Capital um fl. 198,800,000 und beträgt nunmehr fl. 778,479,200 Die Jahres-Einnahme „ „ 530,000 „ „ „ „ 2,189,752 Die Gesammt-Reserven „ „ 154,300 „ betragen „ „ 978,300 welcher außerordentliche Geschäfts-Aufschwung neuerdings von dem großen Vertrauen, dessen die Gesellschaft sich überall zu erfreuen hat, sowie von der umsichtigen Verwaltung und guten Einrichtung das beste Zeugniß gibt. Ich halte mich zu Versicherungs- Abschlüssen auf Mobilien, Getreide, Maaren, Vieh und Fabrik-Einrichtungen rc. bestens empfohlen. Gießen, den 20. April 1857. Der Agent: G. Echternach. 895) gXS'T3 In Folge vermehrter Concurrenz sehe ich mich veranlaßt, die in meinem Verlag erschienenen, höchst anerkannt guten Reisebücher: Wal eher » Taschenbuch zu Schweizerreisen, 4. Auflage, Ladenpreis Fr. 5. 70 Ct.; fl. 2. 42 fr. oder 1 Thlr. 15 Ngr. auf 1 Fr. 1)3 Ct.; 34 fr.; 13 Ngr., und WALCIIER, Manuel de la Suisse, 2. Auflage, Ladenpreis Fr. 3. 75 Ct.; fl. 1. 48 fr. oder 1 Thlr. auf 1 Fr. 30 Ct.; 42 fr. oder 10 Ngr. herabzusetzcn. Spottbilliger ist cs kaum möglich, ein Buch zu offeriren und ich hoffe daher, daß Jedermann diese günstige Gelegenheit, ein gutes und empfehlenswcrthes Reisebuch zu erlangen, nicht vorübcrgehen lassen werde. Die Preisherabsetzung lasse ich jedoch nur bis auf unbestimmte Zeit bestehen. Nachher tritt der alte Ladenpreis wieder ein. Schaffhausen. Brodtmann'sche Buchhandlung (Chr. Fr. Stötzncr). 967) Es sind noch weiter einige Stunden frei, worin man beabsichtigt, noch Unter- richt in doppelter Buchführung zu ertheiü, und ist bei der Exped. d. Bltts. zu erfch ren, bei wem sich anzumeldcn ist. 952) 100 fl. Kirchenkapital ist gerichtliche Sicherheit auszuleihen. Reiskirchen, den 23. April 1857. Nürnberger, Kirchcnrcchmr. Frischbäcker ;u Gießen. Sonntag den 26. Avril. Martin Lem« Marktplatz. Jacob Nonstadt in der Neustadt, j» Hannes Jughard auf dem Seltersiveg. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde )u Giehn G o t t c e b i e n ft. Am 2 6. April. Morgens : Kirchenrath 6r. Engel. Nachmittags: Pfarrer Landmann. Hospital - Gottesdienst. Um halb 11 Uhr: Mitprediger Lips. Getauft. Den 19. Avril. Dem Bürger und Kaufm-m, Moritz Wallenfels, eine Tochter, Julie Augm Emilie Luise, geboren den 1. Januar. Beerdigte. Den 19. Avril. Karl Müller, des OrtSbm- gers in Großeubuseck und Schneiders dahier, Wilhelm Müller, ehelicher Sohn, alt 7 T. qesterbm den 17. April. Denselben. Der Großherzogliche Oberwachi- mcister, Johann Philipp Kalkwäffer, alt W st 9 M. 8 T. gestorben den 16. April. Den 2 3. April. Wilhelmine Busch, i>eS rn- storbenen Großherzoglichen Hofgerichts - Ädvecaiei, Johann Philipp Busch, hinterlassene Wittwe, gt.- bereite Müller, alt 63 I. 5 M. 21 T. gesterbii den 21. April. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Wich besorgt Pfarrer Landmann. Fremden-Rtgister vom 20. bis 22. April 1857. I n den Gasthäusern. Im Prinz Carl: Hr. v. Malbeck, Lieuten. v. Wien; Hr. Trapp, Oecon. v. Wchrheim; Hr. Heldmann, Reut. v. Luremburg; Hr. Alberti m. Fr., Justizr. v. Halle; Hr. Baumgarten, Philol. v. Coblenz; Hr. Caspari, Chem. v. Wiesbaden; Hr. Leideck, Privatm. a. Pommern ; Hr. Krauß, Oecvn. v. Altenstadt; Hr. Nvllner, Hofger.-Rath v. Darmstadt; Hr. Köhler, Pfarr. v. Oberkleen; Hr. Bollberg, Gerber v. Neukirchen; Hr. Deines, Dient a. Amerika; Hrn. Kaust. Berg v. Offenbach, Riegel v. Mannheim, Kaiser v. Gotha, Koch v. Worms, Rothenberg v. Frankfurt, Pfeifer v. Salzburg, Kütz v. Mainz u. Blum v. Eisenach. Im Einhorn : Hr. Schmidt, Fabrik, v. Breslau; Hr. Schneeberger, Inge», v. Chemnitz; Hr. Buhl, Techniker u. Hr. Bogel, Professor" v. Halle; Hrn. slud. jur. Both v. Cassel u. Zitz v. Mainz; Hr. Müller m. Fam., Oberf. v. Schelldorf; Hrn. Kaust. Brenner v. Bernburg, Eichmeier v. Alsfeld, Herfch v. Stuttgart, Leihmann v. Wiesbaden, Schneider v. Mainz, Becker v. Dresden, Maier v. Bonn, Hoffmann v. Leipzig, Fischer a. Schlesien, Holz v. Gotha, Döring u. Ritter v. Frankfurt. Im Kappen : Hr. Wahl, Rentmstr. v. Neuhof; Hrn. Partie. Schaller m. Fr. v. Freiburg u. v. Hausen v. Bonn; Hr. Schulze, Chem. v. Osnabrück; Hrn. Stud. Koch v. Schmalbach it. Löbenstein v. Frohnhansen; Baron v. Curden m. Fam. u. Bedien, a. Schlesien; Hr. Dvrtrecht, Fabrik, v. Marseille; Hr. v. Overbeck, Major v. Dresden; Hr. Hänlein, Fabrik, v. Amsterdam; Hrn. Partie. Weitz v. Eisenach u. Rosenbaum v. Berlin; Hr. Gerber, Doct. v. Hamburg; Hrn. Kaust. Cahn v. Alsfeld, Behrend i v. Magdeburg, Schlömann u. Schröder v. Bremen, Kratz v. FranW, I Schmitt v. Darmstadt u. Bahia v. Lissabon». Im deutschen Hof : Hr. Hüter, Privatm. v. Marburg; Hrn. Bürzu- meistcr Sehrt v. Burggemünden u. Scheuermann v. Ruppertsburg; H. Hermann, Oecon. v. Friebertshausen; Hr. Wirthwein, Sattl. v. Saffd; Hr. Holland, Schloff, v. Marburg. Im Darmstädter Hau» : Hr. Senz, Bürgermstr. u. Hr. Schmidt, Privatmann v. Ebshausen; Hr. Bogel, Kaufm. ix Mainz; Hr. Blenk, Ä v. Kirchhain. Im Stern : Hr. Freitag, Bürgermstr. u. Hr. Garde, Oecon. v. Geismar ; Hrn. Handelst. Hiebenthal v. Hitzerode u. GarteiS v. Freiburg; Hr. j Alles, dient. «. Münzenberg. In der Sonne: Hr. Müller, Fuhrm. v. Sellnrod; Hr. Strack m. Fr., • Schuhm. v. Elsdorf; Hr. Dieffenbach, GcschäftSm. v. Cassel; Jungs» Georg v. Landenhauseu. In der Rose: Hrn. Schuhm. Momberger v. Felda u. Woldeck »■ Alsfeld; Hru. Gcschäftsl. Stumpf v. Ladenburg, Lanz v. Otterbach u., Heil v. Wetterfeld; Hr. Bergmann, Oecon. v. Königsberg. In den Privathäusern. Bei Hrn. Dr. Tasche: Hr. Scriba, Doct. v. Niederingelheim. — Fräul. Windecker : Fräul. Motz v. Dambach. — Bei Hrn. Prof. Dr. Bruch! Fräul. Bruch v. Birkenfeld. — Bei Hrn. I. Heill : Hr. Steinbach m. Fam. v. Ruppertsburg, Fr. Constantin m. Tocht. v. Hetterfeld u. Fr. Nollerie »■ Reiskirchen. — Bei Hru. Buchst. Ricker: Hr. Kilian m. Tocht., Doct. ». Höchst. — Bei Fr. Apoth. Witte: Fr. Pfarr. Algeier v. Eudorf. Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei.