AlyeigMM für die Stadt und den Kreis Gießen. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwochs und Samstags. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 st. 30 kr., für Auswärtige, incl. PostauffchlagS, 1 ff. 53 kr. — Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Expedition (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1). — Einrückungsgebühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 2 kr. Anzeigen aus verschiedenen Schriften die gespaltene Zeile 3 kr. — Annoncen in Tabellenform werden doppelt berechnet. M <57. Samstag den 18. Juli 1837. Amtlicher Theil. V Polizeiliche D e k a n n t m a ch u n g. Vorkehrungen gegen Beschädigungen durch Fuhrwerke und Zugthiere betreffend. Man hat die Wahrnehmung gemacht, daß die Leiter der mit Ochsen und Kühe bespannten Fuhrwerke während der Fahrt durch die Stadt oft auf den Wagen sitzen bleiben, ohne die Zugthiere in ihrer Gewalt zu haben, und daß sich die Fuhrleute länger, als es nothwendig ist, von ihren Fuhrwerken entfernen, wodurch Beschädigungen verschiedener Art entstehen und die Straßen und Wege versperrt werden. Indem ich die betreffenden Artikel des Polizeistrafgesetzes nachstehend zur öffentlichen Kenntniß bringe, bemerke ich, daß künftige Zuwiderhandlungen zur Bestrafung angezeigt werden sollen. Gießen, am 10. Juli 1857. Der Großherzogliche Polizei-Commissär für die Provinzial-Hauptstadt Gießen. L. R o v e r. Art. 262. Jever Fuhrmann, d. h. jeder Leiter eines Fuhrwerks, muß sich bei dem Gebrauche desselben so verhalten, daß er seine Pferde oder sonstigen Zugthiere jederzeit in seiner Gewalt hat, und immer im Stande ist, sie gehörig zu leiten. Zuwiderhandlungen werden mit dreißig Kreuzern bis drei Gulden bestraft. Art. 267. In der Regel darf Niemand Reit-, Zug- oder Lastthiere oder bespanntes Fuhrwerk ohne Aufsicht erwachsener Personen auf den Straßen oder öffentlichen Plätzen stehen lassen. Wenn jedoch Fuhrleute, welche auf Straßen stillhalten, sich von ihrem Fuhrwerke zu entfernen genölhigt sind, und es nicht möglich ist, Gespann und Fuhrwerk in der bemerkten Weise beaussichti- gen zu lassen, so muß Vas Fuhrwerk nicht allein seitwärts der Straße gestellt werden, so daß Vie Passage nicht erschwert over gesperrt wirv, sonvern es müssen auch Vie Pferde oder sonstigen Zugthiere zuvor entweder angebunden oder an den inneren Strängen oder Zugriemen losgemacht werden. Reitpferde müssen in solchen Fällen stets angebunden werden. Zwischen hintereinander auf Ortsstraßen aufgestelllen Fuhrwerken müssen die polizeilich angeordnet werdenden Zwischenräume, jevenfalls aber Die Eingänge und Einfahrten in Cie Häuser und Hofräume frei bleiben. Zuwiderhandlungen werden mit dreißig Kreuzern bis drei Gulden bestraft. Art. 268. Mit dem Eintritte der Nacht muß jeves ausgespannte Fuhrwerk von der Straße entfernt werden. Sollte dieses ausnahmsweise nicht möglich fein, so muß während der Nacht die Wagendeichsel des Fuhrwerks ausgezogen, oder, wenn sie nicht aufgezogen werven kann, so verwahrt werden, daß sich Niemanv vurch Vas Anstoßen an dieselbe beschädigen kann; außerdem muß bet Dem Fuhrwerke eine das letztere beleuchtende Laterne unterhalten werden. Zuwiderhandlungen werden mit dreißig Kreuzern bis drei GulDen bestraft. Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen. Besondere Bekanntmachungen. Die für das Einbringen octrvipflichtiger Gegenstände vorgeschriebene Bezettelung betreffend. 1590) Der §. 16 des Oetroi-Reglements bestimmt ausdrücklich, daß alle oetroipflichtige Gegenstände, für welche beim Ein- und Durchgang eine Bezettelung vorgeschriebeu ist, mit dieser während des Transports versehen sein und auf Verlangen allen Aufsichtspersonen vorgezcigt werden müsse. In letzter Zeit ist aber diese Bestimmung häufig unbeachtet geblieben und ans solche Weise eine strafbare Unterlassung verschuldet worden. Es veranlaßt unS dieses, den Inhalt jenes §. 16 wieder einzuschärfen und dem hiesigen oetrvipflichtigen Publikum dessen genaue Befolgung zur Abwendung unausbleiblicher Nachtheile anzuempfehlen. Gießen, am 1. Zuli 1857. Großerzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel. 1670) Vom 1. August d. I. an sind die geringsten Frachtbeträge, welche im inneren Verkehr der Main-Weser-Bahn zur Erhebung kommen: a) für gewöhnliches Frachtgut: 6 fr. resp. 2 Sgr., b) für Eilgut: 12 fr. resp. 3% Sgr., was hiermit, unter Bezugnahme auf die hierdurch sich abändernte zusätzliche Bestimmung zu §. 7 pos. 3 des Art. 52 des Betriebs-Reglements für die Main-Weser- Bahn, zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Gießen, den 15. Juli 1857. Großhcrzogliche Direktion der Main - Weser - Bahn. Laubenheimer. Edictalladung. Gläubiger-Aufforderung. , 1642) Etwaige Forderungen an den Nachlaß der dahier kürzlich ledigen Standes verstorbenen Therese Bascal, gewöhnlich genannt Zimmermann, sind Linnen 14 Tagen vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung an dahier anzumelden, was mit dem Bemerken hierdurch bekannt gemacht wird, daß nicht angemctoete Forderungen keine Berücksichtigung bei Verthei- lung resp. Auslieferung des Nachlasses an die Erben zu erwarten Haben- Gießen, den 4. Juli 1857. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Hellmann, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. Versteigerungen. 1678) Dienstag den 28. Juli d. I., Nachmittags 2 Uhr, und die folgenden Tage — jedesmal um 2 Uhr Nachmittags — sollen in der Wohnung des verstorbenen Großherzoglichen Generalmajors Grafen von Lehrbach dahier, die zu dessen Nachlaß gehörigen Mobilien, sehr seltene und werthvolle Gewehre (Buchsen, Doppelflinten, Säbel und Degen), die feinsten Weine (circa 500 Flaschen), sehr gut gehaltene und kostbare Möbeln aller Art, ein großer Vorrath von Wäsche, Kleidungsstücken, Haus- und Küchengeräthe, öffentlich meistbietend gegen gleichbaare Zahlung versteigert werden, wozu Kaufliebhaber mit dem Anfügen eingeladen werden, daß der bestellte'Massccurator, Heinrich Ferber dahier, angewiesen ist, die Ansicht der Mobilien vor der Versteigerung den Kaufliebhabern auf Verlangen zu gestatten. Den ersten Tag kommen zunächst die Weine und Ge- wehre zur Versteigerung. Gießen, den 14. Juli 1857. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, v. Rotsmann, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. 1575) Montag den 17. August, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause das dem WilHelm Lindenstruth gehörende Achttheil an der Hofraithe, Schoppen, Stall, Grab- unv Wiesen-Garten, nebst Zimmerplatz, vor dem Ncustädter Thor, am Hamm gelegen, auf Verfügung Großherzoglichen Stadtgerichts Gießen, an den Meistbietenden versteigert werden Gießen, den 2. Juli 1857. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers: C. Weidig, Ortsgerichtsmann. 1453) Montag den 3. August, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause, auf Verfügung Großherzoglichen Stadtgerichts Gießen, der dem Adolph Heimreich gehörende Garten, mit Wohnung vor dem Wallthor, an der Chaussee gelegen und 301 süKlftr. haltend, an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 18. Juni 1857. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers: C. Weidig, Ortsgerichtsmann. 1652) Montag den 20. Juli, Vormittags um 10 Uhr, sollen zu Heuchelheim nachstehende Arbeiten an die Wenigsknehmenden versteigert werden , als: Planirung des Wegs von Heuchelheim nach Allcn- dorf, veranschl. zu . . 203 fl. 42 fr. Chaussirarbeit, veranschl. zu 129 „ 20 „ Heuchelheim, den 12. Juli 1857. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Heuchelheim. I. A.: Körner, Bezirksbauaufseher. 1454) Montag den 3. August, Nachmittags 2 Uhr, soll aus dahiesigem Rathhause die dem Carl Petri gehörende Hofraithe auf dem Seltersweg, neben Gärtner Georg, an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 18. Juni 1857. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers : C. Weidig, Ortsgerichtsmann. 1455) Montag den 3. August, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause, auf Verfügung Großherzoglichen Stadtgerichts Gießen, die dem Schlosser Balth. Stohr gehörende Hofraithe in der Marktstraßc, neben August Schmidt, an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 18. Juni 1857. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers: C. Weidig, Ortsgerichtsmann. Versteigerung von Maurer- und Pflasterarbeit. 1643) Montag den 20. Juli l. I., Vormittags 10 Uhr, sollen auf der hiesigen Bürgermeisterei die zur Herstellung eines Wasserbehälters erforderlichen Arbeiten, als: Maurerarbeit, jetzt veranschlagt zu 180 fl. Pflasterarbeit, „ „ „ 18 „ nochmals versteigert werden. Garbenteich, am 13. Juli 1857. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Garbenteich. Schwarz. 1680) Montag den 20. Juli, Nachmittags 3 Uhr, soll von mehreren Morgen Land die Korn- und Waizen-Erndte, an Orr und Stelle, versteigert werden; auch sollen zugleich dieselben Grundstücke auf 8 Jahre perpachtet werden. Die Zusammenfunft ist am Sel- tersrhor bestimmt. Gießen, den 15. Juli 1857. I. A. : ____________________C. Weidig. Versteigerung von Bauarbeiten _ zu Waldgirmes. ' 1675) Donnerstag den 23. Juli, Nachmittags 5 Uhr, fommen im hiesigen Pfarrhause nachverzeichnete Arbeiten zur Versteigerung, als: Maurerarbeit, veranschl. zu 76 fl. 31 fr. Zimmerarbeit, „ „ 5 „ 46 „ Dachdeckerarbeit, „ „ 20 „ — „ Schreinerarbeit, „ „ 59 „ 12 „ Weißbinderarbeit, „ „ 77 „ 18 „ Waldgirmes, den 16. Juli 1857. In Auftrag des Kirchenvorstandes: Körner, Bezirfsbauaufseher. 1622) Montag den 20. Juli, Vormittags 9 Uhr, sollen mehrere Morgen gutes Ackerland, in einzelnen Abtheilungen, an Ort und Stelle, auf 3 Jahre verpachtet werden. Die Zusammenfunft ist bei dem Garten der Frau v. Helmolt, am obersten Riegelpfad, bestimmt. Gießen, den 9. Juli 1857. In Auftrag: C. Weidig, Ortsgerichtsmann. Versteigerung von Bauarbeiten. 1666) Montag den 20. Juli, Nachmittags um 4 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause nachstehende Arbeiten an die Wenigstfordcrnden versteigert werden, als: Chaussir- und Pflasterarbeit, zusammen veranschlagt zu 47 fl. 30 fr. Maurerarbeit, „ „ 26 „ 10 „ Klein-Linden, den 15. Juli 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Klein-Linden. I. A.: Körner, Bezirfsbauaufseher. 1662) Donnerstag den 23. d. Mts., von Vormittags 8 bis 11, und von Nachmittags 2 bis 5 Uhr an, sollen am sog. Saurasen dahier 36 vor 4 Jahren zu Diehlen und Bohlen geschnittenen Eichen-Stämme verlauft und können dieselben stets eingesehen werden. Marburg, am 14. Juli 1857. Zeiß, Administrator. Jagdverpachtung. 1605) Montag den 20. Juli d. I., Morgens 9 Uhr, soll die Ausübung der Jagd in der Gemarkung Reiskirchen, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, auf weitere 3 Jahre, auf dem Gemeinde- Hause dahier öffentlich verpachtet werden. Reiskirchen, am 6. Juli 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen. Sckäfer. 1673) Dienstag den 21. Juli, Bormittags 10 Uhr, sollen im Hause der Christian Waltber's Wittwe: ein Wagen, Pflug und Egge, sowie mehrere Occonvmiegeräthschaften, Bütten und Fässer, eine Quantität Brenn- und Werkholz, altes Eisen und Werkholz; sodann Nachmittags 2 Uhr, Möbeln, worunter ein Clavicr befindlich, Bettwerk, Haus- und Küchengeräthschaften, öffentlich meistbietend versteigert werden. 1669) Unterzeichneter ist gesonnen, Montag den 27. d. Mts., nachstehende Gegenstände, als: 1) 4 Ochsen, 2) 14 Kühe, 3) 7 Rinder, 4) 1 Bullen, 2 Jahre alt, 5) 2 Fohlen, desgl., 6) 1 Pferd (Ponny) mit Geschirr, sodann eine Parthie gut erhaltene Fässer, von 1 bis 3 Ohm haltend, und einige Hanf- und Flachs- Brechen und Schwingen, meistbietend gegen gleichbaare Zahlung versteigern zu lassen. Hamburger Hof bei Braunfels, den 15. Juli 1857. D. Kennel. Feilgebotenes. 1667) Bei Unterzeichnetem ist eine Parthie Knochenmehl billig zu verkaufen. M. L. Mendelsohn. 1 Zwiebelkuchen, jeden Montag, Mittwoch und Freitag, Morgens 9 Uhr, bei A. Noll, im Stern. 1682) Gute Roggen- und Waizen- Kleie verkauft Bäcker Carl Steinberger, Löwengasse. 1683) Gutes Brodinehl, Saaterbsen und Kornkleie empfiehlt ________G. F. Eißner, auf dem Kreuz. 1689) Frischen Zwiebelkuchen jeden Montag, Mittwoch und Freitag, Morgens 9 Uhr, bei Emil Noll, auf der Mäusburg. Frischen, vorzüglichen Herbstrüben- Samen, lange rothköpfige und runde Pfälzer Art, empfiehlt zur geneigten Abnahme Susanne Loos, Neuenweg, neben Kaufm. I. G. Appel. V e r m i e t h u n g e n. 1686) Das seither von Schuhmacher Louis Selzer bewohnte Haus in der Marktstraße ist ganz oder theilweise zu ver- miethen und sogleich zu beziehen. Th. Baist, Hofgerichts-Advocat. 1677) In dem Stoh r' schen Hause in der Schloßgassc ist ein Familicnlogis zu verrniethen. 1681) Eine Familienwohnung ist ander- weit zu verrniethen bei Bäcker Carl Steinberger, Löwengasse. 1674) Eine Stube mit Cabinct, Bodenkammer, Keller und sonstigem Zugehör, ist zu verrniethen und sogleich beziehbar bei PH. Bogt. 954) Eine Familicnwohnung, bestehend in 2 Stuben, Kammer, Küche und Keller, ist zu vermiethen. I Schreiber, Neuenweg. 1668) In unserem, ehemals Antiquar Winckler'schen Hause, ist das bisher von Hrn. Conducteur Gim bei bewohnte, durch dessen Versetzung frei- gewordcne, Logis zu vermietheu und Anfangs August zu beziehen. Job. Balth. Noll's Erben. 1672) Ein Logis ist zu verrniethen bei Schreiner Wirth, Lit. D. Nr. 67, kleine Müblgasse. 1684) In Nr. 170% in der Katba- rinengasse ist eine Familienwohnung zu vermiet h en. __________________________________ 1549) In meinem Hause ist ein kleines Familienlogis, sogleich beziehbar, zu ver- miethen. Georg Noll, vor dem Wallthor. 1664) Die den Erben des verstorbenen Herrn Hofbuchhändlers Heyer, Bater, in Gießen zustehendcn, seither von der Stadt Gießen als Realschule benutzten Gebäulichkeiten, sind zu verrniethen resp. zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt Gießen, den 11. Juli 1857. Dr. Schüler. 1631) Ein kleines und ein größeres Familienlogis ist zu verrniethen und sogleich zu beziehen bei Herrn. Schwalb, Tiefenweg. 1611) Das Logis in der untersten Etage meines Hauses in der Neustadt ist zu ver- miethen und sogleich beziehbar. Gg. PH. Gail. 1436) In Lit. D. Nr. 12 auf der Mäusburg ist ein kleines Familienlogis zu verrniethen und am 1. Juli beziehbar. Vermischte Anzeigen. 1679) Sonntag den 26. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, findet in dem Wirthslocale der Pulvermühle dahier die Abhör der Rechnung des Kran- kenunterstützungs-, Sterbekasse- undWittwen- unterstützungs - Vereins vom 1. Juli 1856 bis dahin 1857, sowie die Wahl von zwei neuen Vorstands- und vier Ausschuß-Mitgliedern , statt, und soll hierauf wegen Abänderung des §. 23 der Statuten Berathung und Abstimmung vorgenommen werden. Der Vorstand wünscht im Interesse des Vereins, daß sich die verehrlichen Mitglieder recht zahlreich einfinden möchten. Zugleich wird weiter bemerkt, daß die obige Rechnung von heute an 8 Tage lang, des Nachmittags von 1 bis 4 Uhr, in der Wohnung des Unterzeichneten zur Einsicht der Vereins-Mitglieder offen liegt. Gießen, am 18. Juli 1857. In Auftrag des Vorstandes: ______Georg Schmitt._____ 1655) Ich suche einen starken Jungen in meine Wirtbschaft. I. Kuntz. 1665) Ein junger Mensch von 16 Jahren sucht einen Platz als Ausläufer. Das Nähere bei der Red. d. Bltts. 1676) Ein Stück Leder ist gefunden worden und kann gegen die Jnseratgebühren wieder in Empfang genommen werden. Das Nähere bei ver Red. d. Bltts. 1663) Ein schwarzscidener Regenschirm, mit braunem Horngriff, vor längerer Zeit in einem hiesigen Hause stehen gelassen, wurde von da, wahrscheinlich aus Versehen, mitgenommen, und wird der jetzige Besitzer gebeten, denselben gefälligst an die Red. t. Bltts. abzulicfern. Todes-Anzeige. 1671) Am 30. Ium d. J^ starb dahier in einem Alter von 63 Jahren unser guter Onkel, der hiesige Bürger und Kaufmann, Herr Carl Balthasar Kohlermann, gebürtig aus Gießen. Dem Wunsche des Verblichenen gemäß widmen wir diese uns schmerzliche Mittheilung seinen Freunden und Bekannten der alten Hcnnath, welche demselben in dem Wechsel ver Jahre ihre freunvschaftliche Gesinnung bewahrten. Kanvern, im bavischcn Oberlande, den 15. Juli 1857. Auguste Schimpfs, Alina Schimpfs. 1690) Da viele Aufträge in Darmstadt mich nöthigen, morgen dahin wieder zurückzukehren, so bitte ich die betreffenden Destellungen zur Aufnahme einstweilen bei Hrn. Kaufmann Schlatter für mich abzugebcn. Indem ich schon nächsten Donnerstag bestimmt wieder hier sein werde, können die Aufnahmen alsdann unverzüglich bewerkstelligt werden. ____________________________________________________________(H Markwvrt Für Schleswig - Holstein. Die bedrängte Lage jener 64 unglücklichen Familien verabschiedeter Beamten, Officiere, Geistlichen und Lehrer aus Schleswig- Holstein, welche, von eigenen Mitteln erttblösl, auf die thätige Hülfe ihrer deutschen Stammgenossen angewiesen sind, um ihr Leden zu fristen, ist durch die neuesten Zeitungsnachrichten und Aufforderungen der Unterstützungsvereine allzubekannt, als daß eine nähere Schilderung nöthig wäre, um Diejenigen, die ein Herz für Unglückliche und Märtyrer der deutschen Sache haben, zu rascher und kräftiger Unterstützung aufzufordern. Die Unterzeichneten sind überzeugt, daß es nur eines geeigneten Mittelpunktes bedürfe, um auch in hiesiger Stadt eine zahlreichere Betheiligung hervortreten zu lassen, als bisher geschehen. Indem sie daher als Comite zur Beförderung eingehender Unterstützungen an den „Altonaer Hauptverein für die Unterstützung der schleswig-holsteinischen Beamten re." zusammengetreten sind, bemerken sie, daß jeder Einzelne von ihnen zur Empfangnahme jeder, auch selbst der kleinsten Gabe, bereit sein wird, und daß außerdem bei Hrn. Buchhändler Ricker und bei der Redaetion des Anzeigeblattes Listen zur Einzeichnung sowohl einmaliger Gaben, als vierteljährlicher Beiträge aufgelegt worden sind. In Circulation werden diese Listen vorerst nicht gesetzt werden. Wünschenswerther ist es, daß vierteljährliche Beiträge von mäßigerer Höhe, als daß einmalige Unterstüßungen von größerem Betrage gezeichnet werden. Gießen, den 16. Juli 1857. Dr. Baur, Rector der Universität. Ludw. Bücking, 'Fabrikant. v Buseck, Forstmeister. H. Ferber, Kaufmann. G. Fulda, Fabrikant. G. Ph. Gail, Fabrikant, v. Grolman, Hofgerichtsrath. !.)>-. IHering, Professor. Kempff, Poftstallmeister. Dr. v. Klipstein, Professor. Pfannmüller 11., Hofgerichts-Advocat. A. Ricker, Buchhändler. Dr. Soldau, Professor. Ludw. Welcker, Hofgerichts-Advocat. 1687) Der Rechnenunterriebt für jüngere Handwerker wird Dienstags und Samstags, Abends von 8 bis 9V Uhr an, abgehalten und werden in nächster Woche noch Schüler für denselben angenommen. 1685) Ein Laufmädchen wird gesucht. Bon wem? sagt Vie Expev. d. Bltts. Lich. 1657) Sonntag den 19. Juli 1857: Tarybelnstigung in meinem Garten-Loeale, wozu ich ergebend einlade. I. Albach, zum Einhorn. Frischbäcker Gießen. Sonntag den 19. Juli. Carl Noll in den Nenenbäuen. Carl Steinberger in der Löwengaffe. Jeremias Wallenfels auf dem Seltersweg. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 19. Juli. Morgens : Pfarrer Landmann. Nachmittags: Mitprediger Krug. Hospital - Gottesdienst. Um halb 11 Uhr: Mitprediger Llps. G e taufte. Den 11. Juli. Dem Bürgermeisterel-Gehülfen, Wilhelm Kühler, ein Sohn, Karl Otto, geboren den 21. Mai. Den 12. Juli. Ein unehelicher Sohn, Karl Jacob Emil, geboren den 20. Juni. Denselben. Dem Bürger und Zimmermeister, Georg Strauch, eine Tochter, Marie Georgine Wilhelmine Karoline, geboren den 12. Juni. Denselben. Dem Bürger und Spenglermeister, Bernhardt Kullmann, ein Sohn, Gustav Ludwig, geboren den 17, Juni. Denselben. Dem Bürger und Schreinermeister, Andreas Barrn, eine Tochter, Mathilde Jo- hannelte Susanne Christiane Friedericke Emilie, geboren den 17. Juni. Den 15. Juli. Dem Bürger und Musiklehrer, Simon Konrad Geller, eine Tochter, Christiane Ottilie, geboren den 10. Juli. Beerdigte. Den 12. Juli. Theodor Lotz, Bürger, Bierbrauer und Wirth dahier, alt 44 I. 5 M. 1 I. gestorben den 10. Juli. Den 13. Juli. Auguste Welcker, des Großherzoglichen penfiouirten Landraths, Karl Ludwig Welcker, Ehefrau, geborene Langsdorf, alt 73 I. 4 M. 10 T. gestorben den 10. Juli. Den 15. Juli. Elise Dietz, des Ortsbürgers, Johannes Dietz in Nordecken, eheliche Tochter, alt 4 I. 2 M. 3 T. gestorben den 13. Juli. Den 16. Juli. Eine noch ungetaufte eheliche ZwilllngS-Tochter des Bürgers und Musiklehrers, Simon Konrad Geller, alt 5 T. gestorben den 15. Juli. Die Pfarrgeschäste in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Landmcnn. Fremdeu-ReMer vom 13. bis 15. Juli 1857. I n den Gasthäusern. Sm Priit; Carl : Graf Hugo v. Haake u. Ehringshausen; Hr. Küuze- bach, Verw. i>. Wetzlar; Hr. Schneider m. Fr., Prioatm v. CarlSruhe; Hrn. 'Privat!. Deiß m. Fr. e. Herborn u. Lindeck a. Pommern; Hr. Linck, Weluh. v. Mainstockheim; Hr. Reinhardt, Fabrik, v. Crefeld; Hr. Deul, Appell.-Ger.-Rath v. Dillenburg; Hr. v. Siern, Bang. v. Berlin; Hrn. Kauft. Schmidt u. Daubringer p. Mannheim, Rober v. Coblenz, Winter v. Berlin, Arnstein v. Bessungen, Ruppert v. Frankfurt, Abrell v. Kaus- beuern u. Hochstätter v. Hamburg. Sm Einhorn : Hr. Preudiuger m. Fam., Prof. v. Hannover; . Hrn. Reut. Merlan r> Basel u. Otto v. Copeuhagen; Hrn. GutSbes. Schmalles a. Schlesien, Bardeleben u. Hasseihorst v. Frankfurt; Hr. Reifenberg, Offiz, v. Breslau: Hr. Brogitter, Capit. v. Liverpool; Hrn. Reut. Friedel m. Fam. v. Berlin u. Zelguer v. New-Bork; Hr. Müllinger, GutSbes. v. Dionsheini; Hrn. Kauft. Schäfer v. Göttingen^ Schaffhauser v. Gotha, Bleichmaim v. Magdeburg, Hellmann v. Dresden, Müller v. Barmen, Mottuer v. Düffeldorf, Horn v. Worms, Zickwolf v. Frankfurt,. Berghaus v. Halvers, Kniebein v. Lahr, Kopp v. Wiesbaden, Holdmann v. Straßburg, Richter v. Mainz u. Schmidt v. Barmen. Im Rappen: Fr. Hirschhäuser v. Saarbrücken; Hr. Sartor, Jnspect. v. Haiger; Hr. Friedolinius, Hauptm. v. Dresden; Hrn. Partie. Euler v. Braunschweig, Lohmayer v. Bingen, Moleschott v. Wien, Dietz v. Hanau, «tranß v. Lippe u. SameS v. Kehl; Hr. Theler, Eiseub -Jnsp. v. Cassel; Hr. Pfander, Jnsp. v. New-Dork; Baron v. Groß v. Berlin; Fr. Neauder v. Paris ; Hr. Bender, Techn. v. Wien; Hr. Neuker, Ingen, v. Dresden; Hrn Partie. Specht v. Leipzig, Wittmayer v. Hamburg, Sang v. Aachen, Hodick v. Weinheim u. v. Cobelt a. Oesterreich; Hrn. Kauft. Georgin v. Saarbrücken, Blecher v. Siegen, Schaller v. Hamburg, Runkel v. Offenbach, Kraus v. Butzbach, Happmann v. Dietz, Hopp v. Fulda, Philipp v. Altenstadt, Cöheu v. Offenbach, Großberger v. Stuttgart, Ballbach, Angels u. Holzwarth v. Frankfurt. In den Privathäusern. Bei Hrn. Gg. Reiber: Frl. Hoffmann v. Darmstadt. — Bei Fr. Geh. Kircheur. Dieffenbach • Fr. Pfarr. Spengel m. Tocht. v. Dauernheim. — Bei Hrn Geh. Regier.-Rath Küchler: Frl. Bohlens v. Bremen. — Bei Hrn. Cantor Schwabe: Frl. Günther v. Butzbach. — Bei Hrn. Bürger- meisterei-Gch. Faber: Frl. Harlmauu v. Frankfurt. — Bei Hrn. Kaufen. Windecker: Hr. Geitz, Kaufm. v. Elberfeld. — Bei Hrn. Landr. Welcker: Fr. Dr Dick v. Hohensolms. — Bei Hrn. B. Schmidt: Fr. Namnann v. Lehnheim. — Bei Hrn. Jacob Köhler: Fr. Rockstock v. Frankfurt. — Bei Wittwe Arnstein : Fräul. KöniaSberger v. Dieg u. Fr. Arnstein v. Laubach. Wärmegrade des Lahnwasscrs. Mittwoch den 15. Juli 201/, Grad B. Donnerstag „ 16. „ 20 „ „ Freitag „ 17. „ 18 „ „ L. C. Rübsamen, Schwimmlehrer. Druck und Verlag der G. D. Brühl' scheu Universitäts-Buch- und Slemdruckerei.