AliMtblM für die Stadt und den Kreis Gießen. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwochs und Samstags. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 fl. 30 fr., für Auswärtige, inet Postaufschlags, 1 fl. 53 fr. — Auswärts abonnirt man stch bei allen Postämtern. In Gießen bei der Expedition (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1). — Einrückungsgebühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 2 fr. Anzeigen aus verschiedenen Schriften die gespaltene Zeile 3 fr. — Annoncen in Tabellenform werden doppelt berechnet. JVo. 13. Samstag den m. Februar lSe>7. Steckbriefe Großherzogliche» Kreisamts Gieße«. Christian Luh, Sohn von Johannes Luh von der Schmitte bei Sellnrod, hat sich der gegen ihn von Großherroglichem Landgericht Laubach wegen Frucht-Entwendung und thätlicher Widersetzung eingeleiteten Untersuchung durch die Flucht entroaen Derselbe ist im Betretungsfalle zu verhaften und uns gefänglich vorzuführen. ’ $ Die ledige Anna Katharina Huth von Garbenteich, welche auf dem Hausirhandel umherzieht, ist in einer bei dem Großherzoglichen Landgericht Gießen anhängigen Sache zu vernehmen. Im Betretungsfalle wolle man dieselbe verhaften und anker vorsühren lassen. 7 Bekanntmachung. In dem Großherzoglichen Landcshospital Hofheim sind mehrere Stellen für Krankenwärter vaeant. Der Gebalt beträgt nach Maßgabe der Brauchbarkeit und des Dienstalters 70 bis 100 fl. bei vollständig freier Station. Es werden nur unverbei- rathete, gesunde, kräftige und gewandte Leute ausgenommen, die lesen und schreiben können und solche bevorzugt, die im Großherzog- Amtlichev Theil. Bekassntmerchung, Eigenthumsverhältniß, Aufbewahrung und Ueberlieferuug der Rechnungsbücher und der Dienstpapiere der, den Großherzoglichen Ministerien des Innern und der Finanzen untergeordneten Rechner betr. Wir finden uns bewogen, bezüglich der Rechnungsbücher und sonstigen Dienstpapiere bei den uns untergeordneten Rechnern Nachstehendes zu verfügen: 1) Die nach den bestehenden Instructionen von allen unter unserer Oberaussicht stehenden Rechnern zu führenden Haupt-, Taae- und Handbücher, sowie die, diese ergänzenden Hülfsbücher gehören ebenso, wie die Duplicate der Rechnungen, die Revisionsacten und sämmtliche übrige, über die sachlichen und persönlichen Verhältnisse in Bezug auf die in diesen Büchern vorkommenden Gegen- stände entstandenen Acten, nicht der Person des Rechners, sondern dem Dienste an, und sind von den Rechnern, so lange sie im Dienste sind, sorgfältig auszubewahren, bei Vermeidung von Disciplinarstrafen und nöthigenfalls Entlassung vom Dienste vorbehaltlich der gerichtlichen Verfolgung in denjenigen Fällen, welche sich nach Artikel 472 des Strafgesetzbuchs dazu eignen 2) Die sämmtlichen Dienstbücher und Acten müssen beim Abgänge eines Rechners vom Dienste ohne alle Ausnahme an dessen Dienstnachfolger überliefert und ausgehändigt werden, wenn nicht bis zu ihrer Ausfolguug die von dem betreffenden Rechner gestellte Dienstcaution zurückbehalten ober die Anwendung anderer Zwangsmaßregeln erfolgen soll. ö Den abgegangenen Rechnern oder ihren Rechtsnachfolgern ist jedoch jederzeit Einsicht und Gebrauch dieser Dienstbücher und Acten zu gestatten, wenn sie dieselben zur nachträglichen Stellung einer Rechnung, zur Erläuterung von Revisionsbemerkunqen oder sonst bezüglich ihres Verhältnisses zum Dienste bedürfen. a Bei den Dienstesüberlieferungen sind diese Dienstbücher und Acten so genau als thunlich zu verzeichnen, die Verzeichnisse darüber von den beiden beteiligten Rechnern und dem Ueberlieferungs-Commissär durch Unterschrift als richtig anzuerkennen, und jedem der beiden Betheiligten ein Exemplar dieses Verzeichnisses, aus dessen Grund die Uebergabe, beziehungsweise Uebernahme geschieht und in dem Ueberlieferungsprotokolle bezeugt wird, zu behändigen. 777 3) Haben sich diese Dienstbücher und Acten so vermehrt, daß sie ohne besondere Belästigung des Rechners aus Mangel an Raum in seiner Wohnung bei ihm nicht länger in Verwahrung bleiben können, so ist davon der oberen Verwaltungsbehörde die Anzeige zu machen, und von dieser Verfügung darüber zu erwarten, wohin dieselben abgeliefert werden sollen. Darmstadt, am 9. Januar 1857. Die Großherzoglichen Ministerien des Innern und der Finanzen. v. D a l w i g k. F. v. S ch e n ck. ----------------—-------------------------------------------------------- Reißig. liehen Militärdienst gestanden, oder ein Handwerk (besonders Schneider, Maurer oder Schlosser) erlernt haben. Die Coucurrcute« haben über die geforderten Eigenschaften und namentlich über Treue, Nechtschassenheit und soliden Lebenswandel ausführliche Zeugniffi des Ortsvorstands, des Geistlichen, der Militärbehörde und der etwaigen Dienstherrschaft beizubringen und sich bei der Großherzog- lichen Direction des Landeshospitals Hofheim zu Hofheim persönlich vorzustellen. Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen. Besondere BeKänntmachungcn. Depotansprüche für das Musterungsjahr 3 857. 283) Die Protokolle von den Depotansprüchen des Georg Althaus, der Casper Peppler's Ehefrau, der Balthaser Gans Wittwe, der Georg Schnepp's Wittwe, der Jacob Schwan's Wittwe und der Georg Andreas Lony's Wittwe liegen zur Einsicht 14Tage lang auf dem Rathhause dahier offen. Gießen, am 10. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________D. Ebel.__________ Aufforderung au die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanftalt. 288) Die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstalt, deren Pfänder in den Monaten Juli, August, September, October, November und Dccember verfallen sind, werden aufgefordert, in dem Zeitraum vom 14. Februar bis 28. März, dieselben entweder einzulösen oder zu prolongiren, als sonst deren Versteigerung am 11. Mai stattfindet. Nach fruchtlosem Ablauf obigen Zeitraums kann weder Einlösung, Prolongation noch Umschreibung vorgenommen werden, und haben es sich daher die Säumigen selbst beizumessen, wenn sie ihre Pfänder erst im Versteigerungstermin gegen baare Zahlung einlösen können. Pfänder aus wollenen Stoffen müssen unbedingt eingelöst werden. Die Herren Bürgermeister des Kreisamts- bczirks werden ersucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden baldigst bekannt machen zu lassen. Gießen, den 7. Februar 1857. Die Pfandhausverwaltung. Bieler. Pfeil. Versteigerungen. Die Vergebung verschiedener Arbeiten bei der Stadt Gießen. 314) Donnerstag den 19. Februar 1857, Vormittags 9 Uhr, sollen die bei Verhängung einer Glocke und Herstellung eines Schlagwerks der Kirchenuhr nöthigen Arbeiten, nämlich: Zimmerarbeit, veranschl. zu 12 fl. —kr. Kupferschmiedarbeit, „ „ 47 „ 36 „ Schreincrarbeit, „ „ 23 „ 28 „ Schlosserarbeit, „ „ 26 „ 50 „ Mechanische Arbeit, „ „ 45 „ — „ auf dem Rathbause dahier an den Wenigst- fordernden vergeben werden. Gießen, den 13. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel. 309) Donnerstag den 19. Februar, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf freiwilliges Ansuchen des Wirths Friedrich Noll dahier die demselben gehörenden Grundstücke auf dahiesigem Nachhause versteigert werden, als: Flur Nr. DÄlfft. 18/48 723 Acker im Elsenfeld, mit Waizen besamt, 24/ioau'io9 840 Acker am halben Zehnten, mit Korn besamt, 24/i37u-i3s 593 Acker am Hasenköppelsweg, 2%0 510 Acker auf der Warthe, mit Korn besamt, !’/iiS 193 Wiese in der Stephans- mark, ”/157u.158 116 Wiese daselbst, 2%8u-s9 594 Wiese im Heegstrauch, 28/i7'2u-i73 1698 Acker zwischen dem Saud- und Erdkauter Weg, halb mit Klee besamt, 2%o3 250 Acker, auf die 20 Morgen, 2%2u-93 663 Acker rechts des Erdkauter Wegs, am Ohlenberg, 3%, 667 Acker rechts des Erdkauter Wegs, halb mit Walzen besamt, 31/83 551 Acker bei der alten Sandkaute, mit Korn besamt, 3,/1o8 312 Acker am Grüninger Pfad, mit Korn besamt, $1/iii 314 Acker daselbst, 3%22 643 Wiese das., in den Röden, s‘/i34 473 Acker am Erdkauter Weg, 31/i49 542 Acker am Grüninger Pfad. Gießen, den 12. Februar 1857. Großherzoglichcs Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers : C. Weidig, Ortsgerichtsmann. 310) Donnerstag den 19. Februar, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause die zum Nachlaß des verstorbenen Wilhelm Wagner gehörenden Immobilien an den Meistbietenden versteigert werden, nämlich: Flur Nr. LWftr. */2S3 16 Hosraithe im Teufelslustgarten, 2% 112 Acker im Altenfeld, auf das Bruch. Gießen, den 11. Februar 1857. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers: C. Weidig, Ortsgerichtsmann. 111) Montag den 16. Februar, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiestgem Rathhause der dem Steuer» boten H. Haas gehörende Acker, 9/10„s 209 füKlaster haltend, an der Heuchelheimei Chaussee gelegen, an den Meistbietende» versteigert werden. Gießen, den 16. Januar 1857. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers : C. Weidig, Ortsgcrichtsmann. 313) Dienstag den 23. Februar, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause die zur Coucurosache des Bäckers Franz Lampus dahier gehörenden Immobilien an den Meistbietenden versteigert werden, als: Großherzoglichcs Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers: C. Weidig, Ortsgerichtsmann. Flur Nr. Mir. /so4 13 Hosraithe in der Löwengasse, V /•LH 148 Acker auf der großen Weid!, 2%7 156 Acker am Barresgraben, "/7-U.73 187 Acker daselbst, 2 3/ /217 321 Acker auf der Rothhohl, 2 6/ / 224 259 Wiese am untersten Riegelpfad, 2 8/ y /166 " 167 552 Äcker zwischen dem Sauhund Erdkauter Weg, 28/ /20S 378 Acker, auf die 20 Morgen, ’27so 2b J Acker am Ohlenberg, 40/° /213 175 Acker und Wiese auf dein Gartfeld. Gießen, den 13. Februar 1857. 266) Montag den 16. d. Mts., von Morgens 10 Uhr ab, werden im Atzbacher Gemeindewalde, Di- strict Heidstock, versteigert: 198 Fichten-Nutzholz-Stämme, 186 „ „ Stangen, 5 Klafter Stock-, und einige Klafter Knüppel- und Neiserholz. Atzbach, den 7. Februar 1857. Der Bürgermeister: C o l n o t. 312) Das Abästen und das Ausmache» einer bedeutenden Anzahl Pappelbäumen an den unten angegebenen Straßen soll an den nachfolgenden Tagen und Orten an dir Wenigstnehmenden versteigert werden und zwar: 1. An der Straße von Gießen nach Großenlinden, Montag den 16. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, in dem Hause des Wirths Rinn zu Klein« linden; II. l Lollar, in dem III. Reiskirck auf der» Die i werden Jnteressi machen , Gieße Großl In Ve <ä Holzver 289) J sollen in buche ui Grenze, 297% 70 219% 1225 183 öffentlich Beim und Wei holz ver Lich, C H 290) 5 soll in i Boden Holz zu- 28 29 4 12 9 18 850 1625 8750 2032 80 DieS dem Bar im Dich Lollar Grc H 294) 1 werden solms, currenten Zeugnisse Herzog- / /1O7/5 »elheimer üctenten Gießen rs : mann. die zur Lampus 'n Meist- Löwcn- n SGBeibe, zraben, thhohl, ten Rie- t Sand- eg- Morgen, ■rg, auf dem Gießern rs: nann. de, Di- Klafter elfter: ismachen umen an an den an dir >en und en nach ju Klein- II. An der Straße von Gießen über Lollar, nach der Kurhess. Grenze, Dienstag den 17. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, in dem Gasthause zur Krone zu Lollar; III. An der Straße von Gießen nach Reiskirchen, Mittwoch den 18. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, auf der. Gansenburg. Die resp. Großherzoglichen Bürgermeister werden ersucht, diese Versteigerungen im Interesse ihrer Gemeinden besonders bekannt machen zu lassen. Gießen, den 13. Februar 1857. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. In Verhinderung des Kreisbaumeisters: Schäcker, Kreisbauaufseher. Holzversteigerung im Licher Stadtwalde. 289) Künftigen Montag, den 16. und Dienstag den 17. d. Mts., Morgens 9 Uhr, sollen im Licher Stadtwalve, Distriet Langebuche und Dunklenkopf, an der Albacher Grenze, nachstehende Holzsorten, als: 297% Stecken Buchen-, Eichen- u. Birken- Scheidholz, 70 Stecken Prügelholz, 219% „ Stockholz, 1225 Wellen Birken-Reisholz, 183 Stämme Eichen-, Buchen- n. Birken- Bau- und Werkholz, öffentlich meistbietend versteigert werden. Bemerkt wird, daß am Montag das Bau- und Werkholz und am Dienstag das Brennholz versteigert wird. Lich, am 10. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. _________________Heller.___________ Holzversteigerung. 290) Donnerstag den 19. d. Mts. soll in dem hiesigen Gemeindewald, Distriet Boden und Struthbach, nachbezeichnetes Holz zur Versteigerung kommen, als: 28 Stecken Buchen-Scheidholz, 29 „ Eichen- „ 4 „ Buchen-Prügelholz, 12% „ Eichen- „ 9 „ Buchen-Stockholz, 18 „ Eichen- „ 850 Wellen Buchen-Reisholz, 1625 „ Eichen- „ 8750 „ Kiefern- „ 2032 Stück „ Bohnenstangen, 80 Stämme Eichen-Bau- u. Werkholz. Die Versteigerung beginnt, und zwar mit dem Bau- und Werkholz, Vormittags 9 Uhr, im Distriet Boden. Lollar, am 11. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Lollar. __Geißler.__________ Holzversteigerung. 294) Dienstag den 17. Februar d. I., Morgens 10 Uhr, werden auf der Fürst!. Domäne zu Hohensolms, unmittelbar am Vicinalweg von Hohensolms nach Königsberg, an einer guten Abfahrt, 33 Linden-Stämme von 2382 Großh. Hess. Eubikfuß Gehalt, sowie 6 Klftr. dergl. Prügelholz und 38 Haufen Reiser, meistbietend versteigert. Die Stämme sind gesund und eignen sich besonders zum Bohlenschneiden. Hohensolms, den 11. Februar 1857. Fürstliche Renteiverwaltung. M ü n ch. Holzversteigerung im Oppenröder Gemeindewald. 293) Montag den 16. Februar d. I., von Morgens 9 Uhr an, soll in dem hiesigen Gemeindewald, Distriet Gründchen, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 27 Stecken Buchen-Scheidholz, 5% „ Eichen- „ 8 „ Buchen-Prügelholz, 7 „ Eichen- „ 7 „ Nadel- „ 15 „ Buchen-Stockholz, 6% „ Eichen- „ 2540 Wellen Buchen-, Eichen- u. Nadel- Reisholz, 27 Eichen-, Buchen- u. Nadel-Stämme, 180 „ und Nadel-Stangen. Der Anfang ist im Gründchen, an der Lehmkaute. Oppenrod, am 9. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod. Weis. Holzversteigerung im Grvßenbusecker Gemeindewald. 291) Montag den 16. Februar l. I., Vormittags von 9 Uhr an, sollen im hiesigen Gemeindewald, Distrikt Kleinfeld, folgende Holzsortimente, als: 116 Stecken Buchen-Scheidholz, 11 „ „ Prügelholz, 3 „ Eichen- „ 46 „ Buchen-Stockholz, 4 „ Eichen- „ 2850 Wellen Buchen-Reisholz, 1075 „ Eichen- „ 11 Stück „ Baustämme, 588 Eu- bikfuß enthaltend, 14 „ Buchen - Werkholz - Stämme, 710 Eubikfuß enthaltend, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an Ort und Stelle, meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im Kleinfeld. Großenbuseck, am 11. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Großenbuseck Wagner. Holzversteigerung im Climbacher Gemeindewald. 292) Donnerstag den 19. Februar l. I., von Morgens 9 Uhr an, soll in dem hiesigen Gemeindewald, Distrikt Buchkopf, nachbezeichnetes Holz zur Versteigerung kommen, als: 29 Eichen-Stämme von 20 bis 40 Fuß Länge und 6 bis 10 Zoll mittlerem Durchmesser, zusammen 358 Eubikfuß, 176 Kiefern- und Fichten-Stämme von 30 bis 80 Fuß Länge und 6 bis 15 Zoll Durchmesser, zusammen 4619 Cu- bikfuß, 1 Birken-Stamm von 12 Eubikfuß, 5 Stück Eichen-Stangen von 25 Cubikf., 55 „ Fichten- „ von 25 bis 60 Fuß Länge und 5 Zoll Durchmesser, zusammen 278 Eubikfuß. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juli l. I. gestattet. Die Zusammenkunft ist an dem Fußweg von Beuern nach Allertshausen. Die Großherzvglichen Bürgermeistereien des Kreises Gießen werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Climbach, am 10. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Climbach. _____________Schmid t. Zagdverpachtung. 315) Donnerstag den 19. Februar l. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Bürgermeisterei-Büreau dahier die hiesige Feld- und Wald-Jagd, in einer Abtheilnng, auf sechs Jahre anderweit verpachtet werden. Garbenteich, am 11. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Garbenteich. ____________Schwarz._____ Holzversteigerung im Garbenteicher Markwald. 277) Mittwoch den 18. Februar l. I., von Morgens 10 Uhr an, soll in dem hiesigen Markwalde nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 17 Stecken Kiefern-Scheidholz, 35 „ „ Prügelholz, 20 „ „ Stockholz, 7100 Wellen „ Reisholz. Die Zusammenkunft ist am Vicinalwea, nach Lich zu. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis zum 1. Oktober d. I. gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Garbenteich, am 9. Februar 1857. ______D er Vorstand. Haus- und Güterversteigerung. 146) Donnerstag den 26. Februar, Vormittags 10 Uhr, wird in Lich ein großes Wohnhaus, Nr. 257, versteigert, welches in 2 Stockwerken 12 Pieocn enthält, worunter sehr geräumige Zimmer, außerdem gleicher Erde eine Küche mit Speisekammer, in bei etage desgl. eine Küche. Unter dem Haus sind 2 Keller. Zwei große Bodenräume übereinander enthalten noch 2 Bodenkammern und eine Dachstube. Neben dem Haus befindet sich eine große Scheuer nebst mehreren Stallungen, Holzremise, Hof, in dem ein Brunnen mit Pumpe. Die Hofraithe ist geschlossen und hält zusammen 94 iJKlstr., daneben ein Hausgartcn von 66 UlKlstr. Sämmtliche Gebäude sind solid gebaut und sehr gut erhalten, an der Hauptstraße von Gießen und Butzbach nach Hungen und Laubach gelegen und besonders zum Betrieb eines Geschäftes sehr geeignet. Sodann wird außerhalb der Stadt ein Grasgarten mit Obstbäumen von 503 □filftr., ein Grabgarten von 42 □Jflftr. und eine Wiese von 261 üjKlftr. versteigert. 264) Montag den 16. Februar l. I., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Hainaer Privatwald, am Rothenstrauch, nachstehende Holzsortimente, unter den alsdann dabei bekannt gemacht werdenden Bedingungen, dem Meistgebot ausgesetzt werden: 19'/2 Stecken Eichen-Scheidholz, 22'/2 „ „ Prügelholz, 36 „ „ Stockholz, 750 Wellen „ Reisholz, 38 Stämme „ Bauholz, 3678 Cu- bikfuß haltend, 2 Stämme Buchen- „ IbOCubik- fuß haltend. Die Zusammenkunft ist um die bestimmte Stunde, an Ort und Stelle des Holzes. Königsberg und Hof Haina, am 6. Februar 1857. In Auftrag: der Großherzogliche Bürgermeister _______Ärauskop f. 229) Montag den 16. und Dienstag den 17. Februar, Nachmittags um halb 2 Uhr, soll in dem Hause der Dan. Stohr's Wittwe, Lit. B. Nr. 5 in der Schloßgasse, aus deren Nachlaß herrührender Hausrath, bestehend in Tischen, Stühlen, Schränken, Commoden, Nachttischen, Sophas, Bettladen, Bettwerk, Weißzeug, Kleidungsstücken und sonstigen Haus- und Küchengeräthschasten, gegen gleich- baare Zahlung meistbietend versteigert werden. F e i l g e b o t e n e s. 261) Die rühmlichst bekannten Rottiq- Bonbons von I. PH. Wagner in Mainz, für Husten- und Bruttleidenve, sind zu haben: edtra fein, in Schachteln, a 18 fr., 1. Qualität, in Paqueten, ä 14 „ 2* „ lose, per Pfund 56 „ ^ee Carl Münch, am Kreuz. 303) Corsetten-Drille, ganz schwere Qualitäten, in Weiß, Naturell und Gelb, per Elle 25 fr., empfiehlt _____________ S. Weimers h e i m. 321) Frühe und späte Weintraubenstöcke, beste Sorte, dicke Sauerkirschen-, Mirabellen- und Pflaumen-Bäumchen, ferner Kohlgemüse, frische Kuhmilch und sauren Rahm, verkauft L. Hartmann, in der-Schanz. 301) Kartoffeln sind in der Meste und in Mäschen zu verkaufen bei _________ Jacob Sack, Caplansgasse. 296) Eine gute frischmelkende Kuh mit einem Kalb, sowie Heu und Dickwurzeln, sind zu verkaufen bei __________ Kratz, Neuen - Bäuen. 299) Mein zwischen dem Neuenweger und Wallthore gelegener Garten ist ander- weit zu verpachten oder auch zu verkaufen. ___________Hofger.-Adv. Heß Wittwe. 254) Ein am Nahrungsberg, nach dem Altenfeld zu, gelegener Garten, '167 Klafter haltend, welcher sich besonders für Kartoffeln eignet, ist aus freier Hand zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Gberhefstfche Gesellschaft für Natur- und Heilkunde 6el* 2°- ^»ar, Abends 6 Uhr, im Physikalischen Vortrag: Ueber electromagnetische Bewegungen. V e r m i e t h u n g e n. 320) Ein oder zwei möblirte Stuben, mit Cabinet, sind zu vermiethen und können sogleich bezogen werden bei _________3 ulius Wallach, Marktplatz. 322) Ein möblirtes Zimmer, mit Cabinet, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei Friedrich Führer, ____________in der Löwengaffe. 318) Der 3. und 4. Stock meines Hauses ist zu vermiethen. M. Bapst's Wittwe, ___________Neuenbäuen, Lit. B. Nr. 59. 302) Ein schön möblirtes Zimmer, sowie eine kleine Familienwohnung, sind zu vermiethen bei 297) Ein Logis von 4 Stuben, nebst Zugehör, ist zu vermiethen; auch kann solches getrennt an zwei Familien abgegeben werben. ______Hermann Claus, H i n t e r g a sse. 300) Ein Familienlogis, sowie ein möblirtes Zimmer für einen oder auch zwei Herren, ist zu vermiethen bei Schlosser Ph. Becker, Neuenweg. 276) Das von Hrn. Buchhalter Stern in meinem Hause bewohnte Logis ist in Folge dessen Wegzugs von hier anderweit zu vermiethen und bis zum 1. Mai d. I. beziehbar._____________ Enders. 260) Ein Logis von 2 bis 3 Stuben, nebst Zugchör, ist zu vermiethen bei Wilh. Reiber, Scltersweg. 324) Eine freundliche Wohnung ist zu vermiethen bei Gg. Wolf's Wittwe, ________________________Caplans gasse. 323) Eine Familienwohnung, nach der Straße gehend , ist zu vermiethen bei ___________Gg. Sack, am Wallthor. Vermischte Anzeigen. 308) Zweiter Vortrag über Gasbeleuchtung: Ueber das Leuchtgas, feine Darstellung und seine verschiedene Anwendung, Samstag den 14. Februar, Abends halb 7 Uhr, im großen Rathhaussaale, wozu ergebenst einladet Dr. O. Buchner. (Hierzu zwei Beilagen.) Ipl) Ein kleines Familienlogis, mit 2 Glasthüren abgeschlossen, ist zu vermiethen und im April zu beziehen. Näheres der der Exped. d. Bltts. 307) Die mir wohlbekannte, selbst tanzsüchtige Warnerin (? !) hat in ihrem Schreiben so viel boshafte Gesinnung gezeigt, daß solches gar keine Beachtung verdient. 305) Denjenigen Curatoren, welche für das Jahr 1856 Rechnungen abzulegcn haben, mache ich ergebenst bekannt, daß ich zur Uebernahme solcher Arbeiten zu jeder Zeit bereit bin. Meine Wohnung befindet sich bei Herrn Buchbinder Hoffmann am Seltersweg. Haas, Gemeinde-Einnehmer. 295) Bei Heinrich Völker in der Maigasse ist eine kleine Familienwohnung zu vermiethen und am 11. März beziehbar. 1917) Ein Logis, bestehend aus 4 heiz- baren Zimmern, Kammern, Küche, Keller rc, ist bei Lackircr Loos zu vermiethen und sogleich zu beziehen. 278) Ein möblirtes, sowie zwei in ein« andergehende Zimmer, sind mit oder ohne Möbel zu vermiethen bei ____________ 3- H. Fuhr. Schlossermeister W. Nagel, __________Wallthorstraße, Lit. A. Nr. 103. 306) Ein großes Familienlogis mit allen Bequemlichkeiten ist zu vermiethen und Anfangs Mai beziehbar bei L. Nehmeyer's Wittwe, Kanzleiberg. 3 als ein der hiei letzten i Gcfäng Zum 2 Wenn neten I wirklich Ehrensc o Sluden bezeuge! gebracht ncrs ge juristisch Glücklic Weigm U Nur ei i Folger u sei. M ich mich Verantv Die abc zu zahb T und Ve Uebrigei dieser E Handbu auf eine F H dächtniß der nach wegen "i sind, od V C unter 3i E- vcrgeschi LLle, Naturell chlt i e i m. benstöcke, rabellen- Kohlge- Rahm, 'Schanz r Meste isgasse. stuh mit wurzeln, a'uen. enweger ander- rkaufen. ttwe. ach dem Klafter utoffeln rkaufen. de. schen i ist zu ittwe, rch der i hör. N. Dar- ? An- bruar, hhaus- ter. . selbst ihrem -zeigt, ient. he für haben, h zur l am chmer. Beilage zu Nr. 13 des Anzeigeblattes. Vermischte Anzeigen. 311) Nachdem Herr Appel nicht bestreiten konnte, daß seine Forderung rechtlich nicht begründet sei, so sucht er sie als eine Ehrenschuld rarzustellen. Zur Charakteristik der Eigenthümlichkeit seiner Begriffe über „Ehre" kann ich, abgesehen von der hierüber vorliegenden Notorietät, nur darauf Bezug nehmen, daß derselbe früher schon mehrfach und erst im Laufe der zwei letzten Jahre wegen schwerer Ehrenkränkung zweier wirklicher Ehrenmänner einmal mit 8 Tagen, ein anderes Mal mit 15 Tagen Gcfängniß bestraft worden ist. Man sieht daraus, daß er verschiedene Ansichten hat bezüglich der Ehre von andern ehrlichen Leuten. Zum Begriffe einer Ehrenschuld gehört vor Allem eine andere Entstehung der Schuld, als sie Herr Appel nachzuweisen vermag. Wenn derselbe darzuthun im Staude ist, daß der Student Stahl — ja sogar nur,Einer der vielen in seinem Buche verzeichneten Minderjährigen, mit denen er in 1842 und 1843 Geldgeschäfte machte, den in dem Schuldbekenntniß enthaltenen Geldbetrag wirklich empfangen hat, so zahle ich 100 fl. an die Stadtarmen. So lange dieser Beweis fehlt, kann nur Herr Appel von einer Ehrenschuld reden, aber kein anderer honnettcr Mann. Ich habe mich als Student allerdings für viele Darlehen Anderer verbürgt, ich habe mich insbesondere als Chargirter einer Studentenverbindung, wenn ich nicht irre, für eine Corpsschulv von 1800 fl. verbürgt, aber es ist auch, wie meine Commilitonen bezeugen können, die Rückzahlung aller dieser Beträge in den festgesetzten Terminen pünktlich erfolgt, der von mir hierbei persönlich gebrachten Opfer nicht zu erwähnen, und Herr Appel weiß am Besten, was er dabei verdient hat. Statt mir zu danken macht er nach 15 Jahren eine Nachforderung, deren Zahlung bei dem Tode des ursprünglichen Schuldners gegen Jedermann, nur nickt gegen ihn, aus für jeden mit der Lehre von dem Eide Vertrauten leicht begreiflichen Gründen juristisch zu erweisen steht, weßhalb allerdings zur Sicherheit alle zu Gebot stehenden Einwendungen vorgeschützt werden mußten. Glücklicher Weise bürgt die Unbedeutendheit der gemachten Forderung dafür, daß kein anständiger Mann bei meiner Zahlungs- Weigerung einen eigennützigen Beweggrund unterstellen wird. Unwahr ist es, daß mir verschiedene Mahnzettel seit Jahren zugegangen seien, wie sich dies am Gericht leicht ermitteln läßt. Nur ein Mahnzettel ist zu Ende des vorvorigen Jahres gegen mich erwirkt worden. Daß es Herrn Appel auf eine sonderliche Gewissenhaftigkeit bei seinen Behauptungen nicht ankommt, zeigt seine grundlose Folgerung, daß ich darum, weil einer meiner Seribenten einen Artikel zur Druckerei befördert habe, der Verfasser dieses Artikels sei. Wäre Herr Appel weniger leichtsinnig in seinen Forschungen verfahren, so hätte er wohl in Erfahrung bringen können, daß ich mich um die Verabfassung der sämmtlichen nicht unter meinem Namen erschienenen Artikel blitzwenig bekümmert, daß ich aber die Verantwortung für die Wahrheit der darin angeführten thatsächlichen Verhältnisse sogar durch Namens-Unterschrift übernommen habe. Die abgenutzte Redensart von „Muth, um ohne Maske auf dem Kampfplatz zu erscheinen", hätte er hiernach seinem Artikelverfasser nicht zu zahlen brauchen, ein rechtschaffener Mann wird sich wahrlich nicht fürchten, gerade mit Herrn Appel in die Schranken zu treten. Wenn dieser sich mit der Ehrenhaftigkeit brüstet, mit welcher er aus der Untersuchung gegen ihn und Consorten, wegen Wuchers und Vervortheilung Minderjähriger, hervorgegangen sei, so bin ich weit entfernt, ihm diese Art der Ehrenhaftigkeit zu beneiden. Uebrigens will ich ihn, um ihm Gelegenheit zu geben, sich noch mehr zu brüsten, daraus aufmerksam machen, daß er auf Grund dieser Ehrenhaftigkeit ein rennemirter und sogar in wissenschaftlichen Werken besprochener Mann geworden ist, denn es heißt in dem Handbuch der Criminal-Gesetzgebung für das Großherzogthum Hessen von Bopp, nachdem der fragliche Rechtsfall erörtert und auf eine Lücke im Gesetz aufmerksam gemacht worden ist, mit Bezug auf das in der Untersuchung zu Tag Gekommenen: „Solche Handlungen sollten aber gewiß mit Strafe bedroht sein, da durch solche Manipulationen aus den Schwächen und Leidenschaften Minderjähriger ein weit größerer Nutzen gezogen, refp. den Letzteren dadurch bei Weitem mehr geschadet wird, als wenn re." Für den Verständigen genug, für den Unverständigen zu viel. Herr Appel hätte schweigen mögen, wenn er nicht wollte, daß seine kaum vergessene Vergangenheit wieder frisch ins Ge- dächtmß gerufen würde. Auf dieser Grundlage ist er am allerwenigsten der Mann, einen Andern herunterzusetzen. Ein Kaufmann, der nach 15 Jahren Ausstände von solcher Art beizutreibeu sucht, der, wenn ihn die gesetzlichen Mittel nicht zum Ziele führen, wegen 7 fl. eine solche Galle entwickelt, der zeigt entweder, daß ihm die Gesinnungen des spekulativen Geschäftsmannes total fremd sind, oder daß er entsetzlich nöthig Geld braucht. Beides hätte Herr Appel im eigenen Interesse verschweigen dürfen. Mit dieser nothgedrungenen Erklärung schließe ich die Sache ab, Jedem sein Urtheil überlassend. Gießen, den 13. Februar 1857. ®r, Schüler. 326) Es sucht Jemand ein Logis mit Laden, wo möglich an der Hauptstraße, zu miethen. Wer? sagt Ausg. d. Bl. 179) In einem hiesigen Detail-Geschäft ist eine Commis-Stelle zu besetzen. Franeo- Offerten besorgt die Exped. d. Bltts. 2«) gfur Auswanderer. Heber Bremen nach Amerika befördere ich jeden Monat am 1. und 15. Auswanderer durch das bekannte Schiffs-Nhederhaus: Wilhelm Süsser & Cvmp., unter Zusicherung reeller Behandlung und Begleitung bis Bremen. Es werden nur die schönsten für Passagiere eingerichteten Dreimaster-Schiffe hierzu vorgesehen, und kann das Ueberfahrtsgeld an mich bezahlt werden. Christian Wallerrfels, Agent in Gießen. 325) Ein junger Mensch, der eine schöne Hand schreibt, und im Rechnen sowohl, wie in der französischen Sprache, beivandert ist, wünscht Beschäftigung auf einem Büreau oder bei einem Arvveaten zu erhalten. Näheres bei der Expev. d. Bltts. 316) Bei dem Inserat Nr. 281 im Wochenblatte vom 11. d. Mts., welches nur darin verständlich erscheint, daß eine gründliche Verläumdung damit beabsichtigt wird und daß sich der Schlußsatz durch einigen Unsinn auszeichnet, verweise ich a if meine Erklärung in demselben Blatte von gleichem Tage und bemerke, daß der Verfasser die ihm weiter nöthig scheinende Auskunft in aller Kürze bei dem hiesigen Stadtgerichte erhalten wird. Gießen, den 12. Februar 1857. I. G. Appcl. Asm) Mr Auswanderer. Am 15. Februar beginnen die regelmäßigen Schiffs-Expeditionen -von Bremen nach Nord-Amerika durch die Herren I. H. P. Schröder LComp., Schiffs-Expedienten und Kaufleute in Bremen. Die Beförderung geschieht in großen geräumigen, für die Passagier-Fahrt eingerichteten dreimastigen Schiffen, erster Klasse, und zwar nach New-Hork, Baltimore und Philadelphia am 1. und 15. eines jeden Monats, nach New-Drleans und Galveston in Texas in den Monaten März, April, August, September, October und November, ebenfalls am 1. und 15. Ferner nach Indianola in Texas, Charleston, Quebec, Californien und Süd-Australien in der dazu geeigneten Jahreszeit. Die Auswanderer erhalten nach allen Plätzen während der Seereise vollständige und gute Beköstigung, wie solche nach den Bremer Gesetzen bestimmt ist, und werden die UeberfahrtSpreise für Cajüte und Zwischendeck für jeden Expeditions-Termin auf's Billigste gestellt; die Tüchtigkeit der Schiffe wird vor dem Antritte einer jeden Reise von beeidigten Sachverständigen jedesmal untersucht. Maaren werden prompt nach Amerika spedirt und Asftcuranzcn dafür billigst übernommen. — Amerikanisches Gold, sowie Wechsel, bei Vorzeigung zahlbar in Amerika, sind jederzeit bei uns zu bekommen. Für die beiden Post-Dampfschiffe Washington und Herrmann, wovon eines derselben monatlich nach New-Bork abgeht, können wir ebenfalls zu den festgesetzten Preisen Passagiere annehmen. Nähere Auskunft wird ertheilt und bündige Schiffs-Contracte abgeschlossen durch den concessionirten Agenten C. W. Dietz, am Markt in Gießen. 327) Geschäfts - Eröffnung. Mein auf hiesigem Platze errichtetes Bank- und Wechsel-Geschäft empfehle ich hierdurch unter Zusicherung promptester Bedienung bestens. Gießen, den 12. Februar 1587. M. Bock, Sohn, im Hause des Herrn I. G. D. Bapst. Frischbäcker pt Gießen. Sonntag den 15. Februar. Christian Jug- hard in der Wallthorstraße. Wilhelm Hellmold auf dem Neuenweg. Georg Noll in der Neustadt. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. G o t t e s d i e n st. Am 15. Februar. Morgens : Pfarrer Landmann. Nachmittags : Freiprediger Lips. Hospital - Gottesdienst. Um halb 11 Uhr: Mädchenlehrer Krug. Wochen - Gottesdienst in der Hospital- kirche. Mittwoch den 18. Februar. Nachmittags um 3 Uhr: Gymnasiallehrer Dr. Glaser. G etaufte. Den 8. Februar. Dem Ortsbürger in BvrS- dvrf und Schlosser in der mechanischen Werkstätte der Eisenbahn dahier, Philipp Stein, eine Tochter, Elisabethe Karvline Friedericke Wilhelmine, geboren den 17. Januar. Denselben. Dem Bürger und Schloffermeister, Wilhelm Nagel, ein Sohn, Karl Emil, geboren den 23. Januar. Den 10. Februar Dem Bürger und Küfer, Friedrich Kräcker, ein Sohn, Johann Georg Leonhard, geboren den 24. December 1856. Beerdigte. Den 6. Februar. Philipp Bieber, Bürger und Gärtner dahier, alt 75 I. 1 M. 29 T. gestorben den 3. Februar. Den 10. Februar. Eine uneheliche Tochter, Bertha, alt 9 M. 6 T. gestorben den 8. Februar. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Landmann. 319) Am 7. d. Mts., Abends, wurde in der Wirthschaft von Herrn Leib ein Burnus gegen einen andern aus Versehen mitgenommen. Man ersucht deßhalb, denselben bei genanntem Wirthe wieder umzu- tauschen._______________________________________ 279) Zum Unterricht im französischen Sprechen werden noch einige Theilnehmerin- nen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. 275) Strohhnte werden zum Waschen angenommen und erhalten solche zugleich die neueste Facon. Jacob Landauer. 298) Ein Mädchen, das schon mehrere Jahre gedient hat und in allen weiblichen Arbeiten erfahren ist, sucht eine andere Stelle. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Israelitische Gemeinde. K o p u l i r t. Am 3. Februar. Joseph Stein und Amalie Rothenberger von hier. Geboren. Am 28. December 185 6. Dem Bürger, Alexander Meyer dahier, ein Zwillingspaar, Emma und Mathilde. Am 29. Januar. Dem Bürger, Siegmund Bock dahier, ein Sohn, Gustav. Fremdeu-Negister vom 9. bis 11. Februar 1857. I n d e n Gasthäusern. Im Rappen: Hrn. Privat!. Schneider v. Wiesbaden, Strauß v. Alsfeld ii. Rothschild v. Böhl; Hrn. Bergl. Klein v. Carlshütte u. Löbenstein v. Fronhausen; Hr. PreuSchen, Obers, v. Darmstadt-, Hrn. Partie. Heine v. Freiburg u. Sommer v. Jena; Hrn. Kaust. Römpler v. Erfurt, Finken v. Aachen, Heß v. Hungen, Holst v. Elberfeld, Fuchs v. Broderode, König V. Nordhansen, Ballauf v. Lennep, Gumprecht v. Frankfurt, Fürth v. Cöln, Hauptmann v. Amsterdam, Eurich ». Solingen, Weckbach v. CarlSruhe, Rodper v. Hamburg, Waarth v. Rastatt u. Löffler v. Mosbach. Im Prinz Carl: Hr. Dietrich, Bauunternehm. v. Barmen; Hrn. Oecon. Knaus v. Neuhof u. Stier v. Ludwigshöhe; Hrn. Partie. Dument u. Harechal v. Paris; Hr. Rohr, Gastw. v Frankfurt; Hr. Erle, Techn. v. Elberfeld; Hr. Stephan, Chem. v. Sondershausen; Hr. Jokel, Oecon. V. Hungen; Hr. Raab, Forstm. v. Ulrichstein; Hr. Haberkorn, Müll. v. Altenburg; Hrn. Kaust. Leisinger v. Magdeburg u. Schwalb v. Potsdam. Im Einhorn : Hr. Haas, Obers, v. Wiesbaden; Hr. Mittler, Berg- werksbes. u. Hr. Rhod, Rechtsanw. v. Weilburg; Hr. Storch, Bergverw. v. Dorheim; Hr. Neumann, Reut. v. Bonn; Hrn. Kaust. Küster v. Cöln, Winkelhof v. Hannover, Primann v. Münden, Vogt v. Dresden, Mangler v. Lübeck, Hörster v. Vlotho, Lichtweiß v. Leipzig, Ringer v. Mannheim, Lamberts v. Aachen, Sterling v. Cassel, Schiller v. Liegnitz, Hellweg v. Marburg, Roth U. Petersen v. Mainz, Gustine v. Hanau, Gougel v. Zittau, Maier v. Offenbach, Heiter v. Aachen u. Zimmermann v. Frankfurt. In den Privathäusern. Bei Hrn. Simon Landauer: Hr. Fridberg, Fabrik, v. Mainz. — Bei Hrn. Scrib. Stein; Hr. Steinhauck, Landw. u. Hrn. Handelst. Heimann u. Liebmann v. Ellar. — Bei Hrn. Bäcker I. Wallenfels: Hr. Caspari, Bäcker v. Laubach. — Bei Hrn. Buchh. Ricker: Fr Apoth. Halberstadt m. Tocht. v. Camberg. —- Bei Hrn. Ehr. Löber 11. : Hrn. Geschäfts!. Günther v. Storndorf u. Werner v. Gemünden. — Bei Hrn. Kaufm. I. B. Noll ; Hr. Cöster m. Fr. v. Frankfurt. — Bei Hrn. Kaufm. Bücking: Hr. Bersch v. Marburg. Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei.