AlyeiMM für die Stadt und -en Kreis Gießen. «Meint wöchentlich -wei Mal: Mittwochs und Samstags. — Preis des Jahrgangs für Embcimifche l ff. 30 kr., für Auswärtige, incl. Postaufschlags, t ff 53 kr - Auswärts abomürt man sich bei allen Postämtern.. In Gießen bei der Trvedition (Canzleiberg Lit. B. Nr. i). - EinrückungSgebübr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 2 kr. Anzeigen auS verschiedenen Schriften die gechaltene Zeile 3 kr. - Annoncen in Tadel,enform werden doppelt berechnet. AZ Samstag den Juli ISST. Da es seither öfters vorgetvmmcn, daß Inserate, wegen zu späten Eintreffens, in dem an dem nächsten Tage erscheinenden Anzeigebiatt nicht berücksichtigt werden konnten, so ersucht man das ver- ehrliche Publikum, in Zukunft die Inserate längstens Dienstags und Freitags, Morgens 9 Uhr, an unterzeichnete Stelle einzuschicken, da später eintreffende Inserate an diesen Tagen keine Aufnahme slndtn können. Expedition des Anzeigeblattcs für die Stadt und den Kreis Gießen. Amtlicher T h e i l. Gesetz, die Erhebung der Staatsauflagen für die letzten sechs Monate des Jahres 1857 betreffend. F. v. Schenck. 8llDWJG III. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein 2c. ic. Nachdem Wir mit Unseren getreuen Ständen übereingekommen sind, daß das Finanzgesetz vom 4. October 1854 und die nachträglich für Vas Jahr 1856 vereinbarte Erhöhung des Steuerausscblags der directen Steuern auch für die letzten sechs Monate des lausenden Jahres noch fortbestehen sollen, haben Wir verordnet und verordnen hiermit, w.e folgt: Art. 1. Das Finanzgesetz vom 4. October 1854 nebst der für das Jahr 18o6 stattgefundenen Erhöhung des Steueraus- schlaas der directen Steuern um einen Heller vom Gulden Normalsteuerkapital wird aus die letzten sechs Monate des Jahres 1857 ausgedehnt und in Wirksamkeit gesetzt, und es sind demgemäß die sämtlichen Directen unD mdirecten Steuern, wie solche durch die vorliegenden Gesetze und Verordnungen bestimmt sind, bis zum ersten Januar des wahres 18t>8 fort zu erheben. Art 2 Unser Ministerium Der Finanzen ist mit Der Vollziehung dieses Gesetzes^beauftragt. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigcdrückten Großherzoglichen Siegels. Darmstadt, den 29. Juni 1857. (L. s.) LUDWIG. Bela u n t m achuu g. Aus Nr. 18 des Regierungsblattes ist durch die Großherzoglichen Bürgermeistereien zu publiciren: Bekanntmachung, die Ausführung des zwischen den Zollvereinsstaaten und der freien Hansestadt Bremen wegen Beförderung J Der gegenseitigen Verkehrsvcrhältnisse abgeschlossenen Vertrags vom 26. Januar 1856 betreffend. Zu Nr V G 5187 Gicstcn, am 29. Juni 1857. Betreffend: Die Aufstellung der Viehstandstabellen pro 1857. Das Großherzoglichk Kreisamt Gießen die Grohherzoglichen Bürgermeistereien. Wir fordern Sie hiermit auf, unfehlbar binnen 14 Tagen die Durchschnittspreise sämmtlicher Viehgattungen in ^hrcn Gemeinden an uns einzuscnden. 3'- Verhinderung des Kreisrath: Wolf, Kreis - Assessor. Zu Nr. K. G. 5171. Betreffend: Die Voranschläge der Gemeinde im Kreise Gießen für 1858. Das Groß Herz «gliche K r e i s a m t an Gießen, am 30. Juni 1857. Gießen die Grostherzoglichen Bürgermeistereien. Nach nun beendigter Rechnungsstellnng sind die Voranschlagsarbeiten für 1858 zu beginnen und in möglichster Kürze zu Vollziehern Wir empfehlen hierbei, die bestehenden allgemeinen Vorschriften (abgedruckt in den §§. 473—517 von Küchlcr's Handbuchs genau zu beachten und weiter Folgendes zu berücksichtigen: J ö 1) Die Aufstellung des Vermögensvcrzeichnisses muß diesmal nach Maßgabe des §. 34 ver Vorauschlagsinstruction speciell erfolgen. 2) Dem Originalvoranschlagsexemplar müssen die Beilagen in Urschrift, nicht aber, wie mitunter geschehen, in Abschrift beigefügt werden. 3) Zur Aufnahme von Belastungsposten ist vorgängige Genehmigung erforderlich und darüber durch Bcischluß des betreffenden Verzeichnisses Nachweis zu erbringen. 4) Für diejenigen Gemeinden, in welchen die Mitthcilung des Voranschlags an Großherzoqliches Rentamt vorgeschrieben ist werden die früheren Weisungen zur zeitigen Vorlage bei jener Behörde erneuert. 5) Die Zusendung der Voranschläge muß bis zum 15. August d. I. stattfinden. Befristungen können nur in ganz besonderen Fällen bewilligt werden, indem der bisher hin und wieder vorgekommene Verzug darin künftig nicht geduldet wird. In Verhinderung des Kreisraths : Pietsch, Regierungs-Assessor. B e k a n n t m ach un g. Der auf den 17. d. Mts. fallende Viehmarkt zu Kirchhain ist auf den 13. d. Mts. verlegt worden. Polizeiliche B e k a n n 1 m a ch u n g. Das für die Provinzialhauptstadt Gießen bestehende Localreglement Großherzoglichen Kreisamts Gießen: „Von dem letzten, unterhalb der Pulvermühle dahier gelegenen Badehause an, stromaufwärts bis zum sogenannten „Schäferbrunnen, ist das Baden in der offenen Lahn (außerhalb der Badehäuser), sowie das Entkleiden an beiden „Ufern, ferner von dem vorgedachten Badehause an abwärts bis zu der Stelle der Lahn, welche auf beiden Ufern durch „Pflöcke bezeichnet ist, ist das Baden ohne den Gebrauch von Badehosen verboten," wird hierdurch wiederholt öffentlich bekannt gemacht und bemerkt, baß Uebertretungen dieser Vorschriften nach Art. 296 des Polizei- strafgesetzes mit einer Strafe von 30 Kreuzer bis 3 Gulden geahndet werden. Gießen, am 29. Juni 1857. Der Großherzogliche Polizei-Commissär für die Provinzialhauptstart Gießen: L. Nover. Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen. Edictattadung. Oe ff entliehe Aussvrderung. 1551) In Sachen des Kaufmanns Friedrich Seipp auf der Holzmühle bei Lollar, Klägers, gegen Jo Hs. Düringer 11. und dessen Ehefrau zu Wiescck, Beklagte, Forderung betreffend, ist von Ersterem in der am 7. December 1855 angestellten Klage behauptet worden, daß die Beklagten nach einem vorgelegten Kaufvertrag das in der Gemarkung Wieseck gelegene Grundstück XX1I/8O,2, 204 sIKlafter Wiese in der Oberlach, von dem I. C. Seipp unter der Bedingung für 160 fl. erkauft hätten, daß der Kaufpreis auf Martini 1847, 1848 und 1849 bezahlt, vom 1. Januar 1847 an aber mit 5 pCt. verzinst werden müsse und das Eigenthum bis zur Bezahlung des Kaufsckillings Vorbehalten bleibe. Der Friedrich Seipp hat weiter behauptet, daß ihm die fragliche Kaufschillingsforderung von dem I. C. Seipp cedirt worden und die Bitte gestellt, die Beklagten zur Zahlung derselben nebst Zinsen, vom 1. Januar 1847 an, an die Wittwe des Großherzog- lichen Hofgerichts-Advocaten Faber dahier, welcher der Kaufschilling für eine Darlehns- forderung weiter eedirt worden, anzubalten. Da der Aufenthaltsort des Johs. Düringer II. unbekannt ist, so ergeht an denselben hiermit die Aufforderung, sich sogewiß binnen 3 Monaten von dem Tage des ersten Erscheinens dieser Ladung in öffentlichen Blättern an, auf die Klage, deren Einsicht ihm in der Landgerichts-Registratur gestattet wird, zu erklären, als er sonst des Inhalts derselben für geständig erachtet, mit Ein- reden ausgeschlossen und nach der Klagbitte verurtheilt werden wird. Zugleich wird dem Johs. Döringer II. hiermit eröffnet, daß weitere Erlasse an ihn nur durch Anschlag an die Gerichtsthür werden bekannt gemacht werden. Gießen, am 30. Juni 1857. Großherzogliches Landgericht Gießen. Ploch. Besondere Bekanntmachung. Die Besetzung einer Spritzenmeister- stellc bei der Stadt Gießen. 1577) Für obige Stelle wirb hiermit Concurrenz bis zum nächsten Donnerstag den 9. Juli l. I. eröffnet. Gießen, den 3. Juli 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel. Versteigerungen. 1454) Montag den 3. August, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause die dem Carl Petri gehörenbe Hofraithe auf dem Sclters- weg, neben Gärtner Georg, an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 18. Juni 1857. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers : C. W e i d i g, Ortsgerichtsmann. Die Versteigerung von Pflasterarbeit bei der Stadt Gießen. 1578) Donnerstag den 9. Juli 1857, Vormittags 10 Uhr, soll auf dem Rathhause dahier die Pflasterung des Marktplatzes, veranschlagt zu 186 fl., an den Wenigstfordernden vergeben werden. Gießen, den 3. Juli 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel. 1576) Montag den 6. Juli, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung des verstorbenen Polizeidieners H ü ttcr auf dem Seltersweg, im Teufelslustgartcn, die zu dessen Nachlaß gehörenden Mobilien, gegen gleichbaare Zahlung versteigert werd.en. Gießen, den 3. Juli 1857. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers : C. Weidig, Ortsgerichtsmann. 1455) Montag den 3. August, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause, auf Verfügung Großherzoglichen Stadtgerichts Gießen, die dem Schlosser Balth. Stohr gehörende Hofraithe in der Marktstraßc, neben August Schmidt, an den Meistbietenden versteigert Werden. Gießen, den 18. Juni 1857. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag Les Vorstehers: C. Weidig, Ortsgerichtsmann. 1453) Montag den 3. August, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Nathhause, auf Verfügung Großherzoglichen Stadtgerichts Gießen, der dem Adolph Heimreich gehörende Garten, mit Wohnung vor dem Wallthor, an der Chaussee gelegen und 301 sJKlftr. haltend, an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 18. Juni 1857. Großherzogliches Ortsgcricht Gießen. In Auftrag des Vorstehers: C. Weidig, Ortsgerichrsmann. 1575) Montag den 17. August, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause das dem Wilhelm Lindenstruth gehörende Achttheil an der Hofraithe, Schoppen, Stall, Ärabund Wiescn-Garten, nebst Zimmerplatz, vor dem Neustadter Thor, am Hamm gelegen, auf Verfügung Großherzoglichen Stadtgerichts Gießen, an den Meistbietenden versteigert werden Gießen, den 2. Juli 1857. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers: C. Weidig, Ortsgcrichtsmann. Vergebung von Fuhrenarbeit bei der Stadt Gießen. 1543) Montag den 6. Juli 1857, des Morgens 9 Uhr, i soll die Anfuhr von 7 Cubikklaftern feinem ! Lahnkies, veranschlagt zu 106 fl. 30 fr., auf dem Rathhause dahier an den Wenigst- fordernden vergeben werden. Gießen, den 30. Juni 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______________D. Ebel.__________ 1566) Wegen Mangels an Steigerern lasse ich die Erndte von einem Viertel Korn, einem Viertel Waizen, einem Viertel Kartoffeln, sowie aus einem Viertel Garten, Montag, Morgens 9 Uhr, nochmals versteigern und lade Liebhaber hierzu ein. Die Zusammenkunft ist am Nassauer Hof. Ludw. Selzer. 1564) Die Anlieferung von 300 Fuß für die alte Kaiser-BIei-Grube soll auf dem Summissionswege vergeben werden. Lusttragcnvc wollen die Lieferungsbedingungen entweder bei dem Unterzeichneten oder bei Kaufmann Jean Huber in Friedberg einsehen und ihre Offerten bis zum 15. Juli l. I. abgeben. Alte Kaiser-Grube bei Pfaffenwiesbach , den 26. Juni 1857. I. A. des Verwaltungsraths des Taunusbergbau's: Der Bergverwalter _____Schwarz.___________ 1537) Montag, Nachmittags 2 Uhr, nimmt die Mobilienversteigerung in meinem Hause ihren Anfang, mit dem Bemerken, daß am Dienstag die Schränke, Bettladen, Tische und bergt vorgenommen werden. Ludw. Selzer. Feilgeb otenes. 1545) Fertige Schlafröcke, ä 4 fl. bis 8 fl., Sajet-Jacken und Hosen, baumwollene Unterhosen, Hemden von pur Shirting. modernem Schnitt und fein genäht, ä 1 fl. 30 fr. bis 1 fl. 48 fr., desgl. mit Leinwandbrust und Kragen, ä 1 fl. 48 fr. bis 2 fl. 24 fr. Chemisetten in verschiedenen Mustern. Herrenhandschuhe in allen Sorten und Farben, lederne Reithosen und Handschuhe. Hcrrenhüte der neuesten Faaon, Hosenzeuge, Cassinets, alle Gattungen wollener Tuche und Bukslkius, verschiedene Sorten Westen, Uniforms-Tuche, -Knöpfe, -Handschuhe und -Cravatten. Seidene Regenschirme von vorzüglicher Güte, empfehle ich zu geneigter Abnahme, und zwar zu den billigsten Preisen, indem ich jetzt gänzlich damit räumen will. W. @. Wohin, in der Wallthorstraße. 577) Lentnerische Hühneraugen Pflästerchen '^2 empfiehlt, 3 Stück 12 fr., per Dutzend, nebst Anweisung, 42 fr., Wilh. Schmall. 1547) Gypsgießer Echter meier aus Cassel, empfiehlt auf bevorstehenden Markt eine schöne Auswahl Gypsfiguren mit passenden Consolen. 1554) Hosenzeuge, Caffe- nett und baumwollenen Bukskin empfehlen billigst Gebrüder Heß, Kreuz, Lit. C. Nr. 190. 1570) Ich benachrichtige die Gießener Herren Aerzte, daß ich von dem Aschaffenburg - Sodener Io - - Pro m - W a sse r, aus Len beiten Quellen 1 unL 2, dem Kaufmann L. Iah reis Lorten eine NieLerlage gegeben habe. Aschaffenburg, am 1. Juli 1857. G. Moldruhauer. 1548) Unterzeichneter empfiehlt sich einem verehelichen Publikum am bevorstehenden Jahrmarkt mit seinen berühmten und anerkannt guten Offenbacher Pfeffernüssen in zwei Sorten, magenstärkendem Magenbrod, sowie mit allen sonstigen Conditoreiwaaren. Seine Bude befindet sich vor Cent Neustädter Thor, mit der Firma: Fr. Ur ff, Conditor. 1533) Ein vollständiger Wagen mit Zugehör, Pflug, Egge, Strohbank und sonstige zur Oeeonomie gehörende Geräthschaften, sind zu verkaufen bei Christian Walther's Wittwe. 1457) Mehrere Morgen gutes Ackerland, am obersten Riegelpfad gelegen, ist im Ganzen oder in einzelnen Abtheilungen, zu verpachten und Las Nähere bei mir zu erfragen. Gießen, den 9. Juni 1857. C. Weidig. Vermiet!) u n ij e n. $4 o $4 -'le L £ a i- o> a £. ® <2- ’C g s -4° <-> c$ iS « § * 51 5 bj) 5* 5 © 5* cs 5 «a X5 iV Q 1552) Der Seitenbau meines Hauses ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Kanzler Dr. Birnbaum. Der untere Stock t>es Brü h l ' schen Hauses auf dem Brand ist zu vermiethen. 1568) Eine freundliche Familienwohnung, nach der Straße gehend, ist zu vermieden und sogleich beziehbar bei G g. Sack, am Wallthor. 1546) Das bisher von Herrn Stadt- gerichts-Actuar Drescher bewohnte Haus am Canzleiberg ist zusammen oder getheilt anderweit zu vermiethen und Ende October V. I. zu beziehen. Näheres bei Buchbinder Hoffmann (Seltersweg).___________ 1443) Eine Scheuer mit Stallung und Miststätte ist zu vermiethen bei Wilh. Sch mall. 1436) In Lit. D. Nr. 12 auf der Mäusburg ist ein kleines Familienlogis zu vermiethen und am 1. Juli beziehbar. 1559) Das seither von Hrn. Professor Dr. Wetter bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen und am 1. October l. I. beziehbar. P. Petri 's Wittwe, Neuenweg. 1549) In meinem Hause ist ein kleines Familicnlogis, sogleich beziehbar, zu vermiethen. Georg Noll, vor dem Wallthor. 1550) Bei Sack auf der Mäusburg sind zwei Logis, zusammen oder getrennt, zu vermiethen. ________ 1173) In meinem, früher Lenz'schen, Hause ist eine Familienwohnung zu ver- mietben und sogleich beziehbar. L. Magel, in der Marktstraße. 1584) In meinem Nebenhause auf dem Seltersberge ist ein geräumiges Familien- Logis, mit allen Bequemlichkeiten versehen, zu vermiethen und am 1. Oktober zu beziehen.___________________________Peppler. 1563) Die Hälfte eener Scheuer ist zu vermiethen bei _________I. Brauburgcr' s Wittwe. 1531) Das der Fürstlichen Mühlen- Verwaltung zu Lich gehörende, bisher dem Franz Lampus zustehende Wohnhaus in der Löwengaffe, ist im Ganzen oder auch in einzelnen Theilen zu vermiethen; dasselbe kann auch unter annehmbaren Bedingungen aus der Hand verkauft werden. Näheres darüber ist bei C. Weidig zu erfragen. Vermischte Anzeigen. 1555) Die auf den 1. l. Mts. bestimmt gewesene, der ungünstigen Witterung wegen aber ausgesetzte Partie des Gesellschaftsvereins, soll Donnerstag den 9. l. Mts. im Philosophcnwalr stattfinden. Gießen, den 3. Juli 1857. ___________Der Gesellschafts-Vorstand. 1556) Ein mit guten Zeugnissen versehenes, solides und in gesetzten Jahren stehendes Mädchen, welches bürgerlich kochen, etwas nähen und stricken kann, wird in eine Stadt der Nachbarschaft gegen guten Lohn baldigst gesucht. Schriftliche Offerten be- sorgt die Exped, d. Bltts.__________________ 1553) Ein braves Mädchen wird in Dienst gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 1569) Schönfarbiges langes Mouschen- .Haar kaufe ich stets zu hohem Preise. L. Kohlcrmann, am Wallthor. 1567) Auf dem Wege vor dem Wall- thore durch die Braugaffe bis in die Nähe der Aula ist ein goldenes Medaillon — im Innern schwarzes Haar auf rothem Grunde — verloren worden. Der ehrliche Finder erfährt den Eigcnthümer bei der Red. d. Bl. 1574) Das Gvuccrt ter K. K. Oester- reichischcn Jägermusik, welches auf den 5. d. Mts. in meiner Wirthschaft am Philosophenwald bestimmt war, kann an diesem Tage nicht stattfinden und werde ich den Tag, sobald solches stattsinden kann, bekannt machen lassen, wenn die erforderlichen Unterschriften mir Garantie leisten. ________________P h. Leib. 1581) In ein hiesiges Detail-Geschäft wird ein auswärtiger junger Mann, mit den nötbigcn Vorkenntnissen versehen, in die Lehre gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. 1390) Ein mit den nöthigen Schulkennt- niffen versehener Junge wird als Schriftsetzer-Lehrling gesucht. Von. wem? sagt die Exped. d. Bltts. _______________ Kirschen - Markt in Gießen. 1573) Mittwoch den 8. d. Mts. findet wie bisher an diesem Tage, Nachmittags von 3 Uhr an, Gntrve-Ball i» meinem Saale statt, zu dessen Besuch er- gebenst einlavet PH. Leib. J*. 1582) Jur Auswanderer. Am 1. und 15. eines jeden Monats sinken die regelmäßigen Schiffs- ExpeditGmn durch die vorzüglichsten Dampf - und Segel - Schiffe über B r c m e n nach Amerika statt und werden Vie Preise für jeden Termin auf'S Billigste gestellt, die Behandlungsweise stets reell. Ju Üeberfahrts-Verträgen empfiehlt sich der concessionirte Agent C. W. Dietz, am Markt in Gießen. Auswanderer über Bremen ^Regelmäßige Expeditionen^^, für durch die vorzüglichsten Dampf- rind Segelschiffe nach allen Häsen von Amerika und Australien. Die Passagepreise werden billigst, wie in Bremen selbst, gestellt und größere Gesellschaften auf Verlangen bis auf das Seeschiff begleitet. Behandlung, bekannt rcell. Näheres durch die für das Großherzogthum Hessen concessionirte Haupt-Agentur 1251) Z. Lauckert zu Gießen. (Hierzu zwei Beilagen.) Beilage zu Nr. 53 des Anzeigeblattes. Vermischte Anzeige n. 1072) Die Renten- und Lebensversicherungs-Anstalt zu Darmstadt übernimmt unter Garantie eines dermalen über 706,500 fl. betragenden Vermögens: 1) Vie Versicherung steigender Renten gegen beliebige Kapitaleinlagen. Ende 1856 belief sich die Zahl der J Rentenversicherten auf 6576 mit 11,010 Einlagen und ca. 706,585 fl. Vermögen. Die seit dem 1. Januar v. I. in der Bildung begriffene 9. Jahrcsgesellschaft ist nunmehr vollzählig und wird mit Ende d. I. geschlossen. 2) Lebensversicherungen in Beträgen von 100 bis 10,000 fl. auf ein einzelnes Leben gegen feste, zu keiner Nachzahlung verpflichtende ^Versicherungsbeiträge; seit 1. Juli 1855 wurden 901 Lebensversicherungen mit einem Kapital von 550,580 fl. abgeschlossen. Für eine lebenslängliche Versicherung von 100 fl. betragen die jährlichen Versicherungsbeiträge bei einem Alter von 20 Jahren: 25 Jahren: 30 Jahren: 35 Jahren: 40 Jahren: 45 Jahren: 50 Jahren: rc. k. 1 fl. 34 fr. 1 fl. 45 fr. 2 fl. 1 fr. 2 fl. 21 fr. 2 fl. 48 fr. 3 fl. 26 fr. 4 fl. 18 fr. 3) Leibrentenversicherungen, womit auch Wittwenrenten erworben werden können. 4) Depositengelder bis zu Beträgen von 25 fl. herab, welche vom 30. Tage nach der Hinterlegung bis zur Zurücknahme mit 3pCt. verzinst und auf Verlangen ganz oder stückweise zurückbezahlt werden. Ende 1856 betrug die Summe der hinterlegten Gelder 744,187 fl. Die Anstalt gibt Darlehen gegen hypothekarische Sicherheit, sowie gegen Faustpfänder in Werthpapieren und gewährt mittelst ihrer Amortisationsordmillg Gelegenheit, aufgenommene Kapitalien durch Zahlungen auf Zins und Kapital (Tilgungsrenten) all» mählig abzutragen. Wegen näherer Auskunft, sowie wegen des unentgelvlichen Bezugs von Prospekten und Statuten der Anstalt beliebe man sich an deren Herren Bevollmächtigte zu wenden *). Darmstadt, im April 1857. Die Drrectron. *) In Gießen: An Herrn Buchbinder A. L. Balser. In Lich: An Herrn Hypotheken'Commissär C. Dolp. Einladnnq tum Abonnement auf den „Wetterauer Boten." Mit dem ersten Aili beginnt ein neues Quartal für den Wetterauer Boten mit dem Monatblatt für Landwirth- schaft und Gewerbe Der Bote, welcher wie seither wöchentlich zweimal erscheint, enthält in jeder Nummer eine kurze, aber vollständige Ucbersicht der wichtigsten politischen Neuigkeiten, Marktberichte, Fruchtpreise, Hanvelsnachrichten, Course; in einer besonderen Abthcilunq - Erzählungen, naturwissenschaftliche Notizen, Anecdoten, Gedichte rc. Besondere Aufmersiamkeit widmet er den provinzialen und localen Interessen und bringt unter der Rubrik: „Provinziales" alle wichtigeren Begebenheiten aus der Provinz Oberheffen und den angrenzenden Bezirken von Preußen, Kurhesien und Nassau. , Das SRonatblatt" bringt ebenfalls mit besonderer Beziehung auf unsere provinzialen Verhältnisse, landwirthschaftüche und gewerbliche Aufsätze, Notizen und Ankündigungen. Der Preis des Wetterauer Boten mit dem Monatblatt beträgt wie bisher 36 fr für's Quartal, wofür ihn alle Postanstalten — bei denen auswärts einzig und allein abonnirt werden kann — ohne Erhöhung liefern. — Anzeigen aller Art finden Aufnahme und sichere Verbreitung. Wir berechnen die Petitzeile oder deren Raum mit 2 kr die zwei ersten Zeilen zusammen 6 fr., aus verschiedener Schrift oder in Tabeüenform die Zeile 3 fr. Um der guten Aufnahme, welche der „Wetterauer Bote" in allen Theilen unserer Provinz und den angrenzenden Bezirfen gefunden hat, von unserer Seite möglichst entgcgenzulommen, haben wir vom neuen Qnartal an das Format desselben — ohne daß dadurch eine Preiserhöhung eintritt — vergrößert, wodurch es uns möglich wird, den Inhalt immer reichhaltiger werden zu lassen. Wir hoffen, daß unsere Bemühung, den Wetterauer Boten zu einem tüchtigen Provinzialblatt zu gestalten, durch zahlreiches Abonnement und Mittheilung sachgemäßer Beiträge immer größere Anerfennung finden wird. Butzbach, im Juni 1857. M. Kuhl. 1544) Der Unterzeichnete, welcher 7z Jahre als Schweizer im Gasthaus zum Einhorn gedient hat, sucht einen Dienst. Ludwig Hermann, aus Mainzlar. Adressen wolle man gef. bei der Exped. d. Bltts. aufgeben. 1561) Ein auswärtiger junger Mensch, mit den nöthigen Vorkenntnissen versehen, sucht eine Stelle als Lehrling in einem hiesigen Handlungshause. Näheres bei der Red. d. Bltts. 1579) Heute, Samstag den 4. 3ult,1 spielt die Schierholz'sche Musik-Capelle auf dem Loos'schen Felsenkeller. Schutt. In dem Garten der Freimaurer-Loge, vor dem Neuenweger Thor, fann noch fortwährend Schutt abgeladen werden und wird: für den Wagen 6 fr. vergütet. 1565) Ein braver Hausbursche kann sogleich in Dienst treten Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. Eingesandt! 1558) Unserem Mitbürger, Hrn. David Schneider, wünschen wir von Herzen Glück zu seinem ersten literarischen Producte. Möge durch vielfältige Abnahme des Werf- chens dem erst jetzt mit Literatur an Tag tretenden Manne Muth gemacht werden, bald sein zweites Heftchen im Drucke erscheinen zu lassen. 1580) Sonntag den 5. Juli: ConeeVt bei PH. Leib im Phrlosvphvnwald. Anfang 5 Uhr. Schierholz. 1557) Die Nummer 91 hat das Bügeleisen mit Rost und zwei Stählen gewonnen. Frau Pepplcr. i 1560) Sonntag den 5. Juli findet ! gutbesetzte Harmonie - Musik ■ auf dem West'phälischen Hofe stäkt. E. Pausch. 1572) Eine Dwnstmagv wird gesucht und kann sogleich eintreten. Näheres bei der Red. d. Bltts. Steuercommissariats - Gehülse. 1532) Bei dem Stcuercommiffariat Gießen kann ein braver Gehülfe Beschäfti- gMis W______________ Kirschesrmarkt. 1571) Mittwoch den 8. Juli l. I.: Ball im Promenavehaus. Th. Lony. Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntniß, daß bei dem am 12. Juli d. I., ftattfindendeu akademischen Gottesdienste zugleich die heil. Abendmahlsseier gehalten werden wird, und bemerken, daß die Theilnahmc an derselben jedem Angehörigen der hiesigen evangelischen Gemeinde offen steht. Gießen, den 23. Juni 1857. Die akademische Kirchen - Cv mmission. (>562) Frischbäcker )U Gießen. Sonntag den 5. Juli. Wilhelm Schäfer am RathhanS. August Noll im Stern. Friedrich.Zülch in der Neustadt. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 5. 3iili. Morgens : Pfarrer Landmann. Nachmittags : Vr. Krumm. Hospital-Gottesdienst. Um halb 11 Uhr: Miwrediger Krug. Kopulirte. Den 2 8. Juni. Ludwig Karl Magel, Bürger und Metzgermeister dahier, des verstorbenen hiesigen Bürgers und Fuhrmanns, Konrad Magel, ehelicher Sohn; und Susanne Nicolaus, des Ortsvurgers und Wagnermeisters in Steinbach, Philipp Nicolaus, eheliche Tochter. Beerdigte. Den 26. Juni. Friedrich Martin Scheid, Bürger und gewesener Portier bei der Eisenbahn dahier, alt 41 I. 11 M. 2 T. gestorben den 24. Juni. Den 27. Juni. Heinrich Karl »Moritz LipS, des evangelischen Milpredigers und Lehrers an der ersten Stadtknabenschule, Karl LipS, ehelicher Sohn, alt .11 3 6 M. 11 T. gestorben den 25. Juni. Den 29. Sunt. Johann Balthasar Wallenfels , Bürger und Bäckermeister dahier, alt 50 I. 1 M. 25 T. gestorben den 27. Juni. Den 30. Juni. Wilhelm Eduard Dörr, des Bürgers und Bahnhofarbeiters, Christian Dörr, ehelicher Sohn, alt 2. M. 28 T. gestorben den 29. Juni. Den 1. 3ult. Elisabeths Karoliiw Friedericke Wilhelmine Stein, des Ortsbürgers in Borsdorf und Schlossers in der mechanischen Werkstätte der Eisenbahn dahier, Philipp Stein, eheliche Tochter, alt 5 M. 12 T. gestorben den 29. Juni. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Landmann. Katholische Gemeinde. Getauft. Den 2 2. Juni. Dem hiesigen Burger und Laternenwärter, Georg Wurmes, eine Tochter, Marie Anna Auguste, geboren den 8. 3nni. Fremden-Register vom 29. Juni bis 1. Juli 1857. I n d r n Gasthäuser n. Im Einhorn : Fränl. Issel v. Bieidenberg u. graul. Haas v. Butzbach - Hr. Hosch, Reut. v. Basel; Hrn. Offiz. Schaffner u. Holzmann v. Magdeburg; Hr. Michel, Fabrik, v. Wien; Hr. Döring, Amtm. v. Breslau; Hr Klüchesi, Advoe. ». Altenburg; Hr. Schiller, Baurath v. Weimar; Hr Storch Hüttenverw. v. Dorheim; Hr. Stephan, Oberkamm.-Rath v. Braunfels- Hr. Grünebaum, Lehr. v. Frankfurt; Hrn. Kaust. Mckan v. Berlin Faurle v. Herbötzhöfen, Wirtz v. Neuwied, Schoff v. Düsseldorf, fabele'». Weimar, Leikaü v. Liverpool, Hilbert v. Saarbrücken, Selzer v. Nauheim u. Helfrich a. Schlesien. >hi Rappen : Hr. Chollet, Dient, v. Paris; Hrn. Tapez. Grack v. Frankfurt u. Geißler v. Dresden; Hr. Happ, Maler v. Frankfurt; Hr. Geyer Lehr. v. Mainz; Hr. Täsch >». Sohn, Partie, v. Basel; Hr. Schönbeck m. FaM. v. Siegen; Baron v. Schachtmeyer m. Fr., Hauplm. v. Sömerida; Hr. Best, Oberschuir. v. Gotha; Hrn. Kaust. Schanmberg v. Alsfeld, Heyderu v. Osnabrück, Schönhof v. Frankfurt u. Barrv v. Herborn. Im Prin; Carl : Hrn. Privatl. Ziegler ». Mainz u. Kaiser n>. Fr. v. Zürich; Hr. Steinbenger, Fabrik, v. Frankfurt; Hr. Merz m. Fam., Renk. ». Stuttgart; Hrn. Bürgermstr. Evertsburg ». Lippstadt u. Scheuerer v. Frankfurt; Hr. Bollbrecht, Privalm. v. Duisburg; Hrn. Kaust. Diolau v' Erfurt, Weil v. Pruchsal, Bermann v. Cöln, Bingo v. München, Stern ». Schotten, Müller v. Halle, Mellor v. Creüznach, Königstein v. Hamburg, Kappel v. Frankfurt u. Richter v. Eschwege. MMrmMterWus: Hr. Weger, Sreig. u. Hr. Dörr, Mull v. Königsberg; Hr. Thome, Fuhrm. v. Hommershausen Im Stern : Hr. Lotz, Oecon. v. Allendorf; Hr. Schnell, GeschüftSm. v. Lich; graul. Plank v. Reinheim. Ln her Sonne: Hr. Kassel, Schausp. v. Mainz; Hr. Hirschberg, Kaufm. v. Haarburg; Fr. Roth v. Wetzlar. In der Rose: Hrn. Geschäflsl. Mack v. Großenlinden, Martin. Dail u. Säger v. Villingen; Hr. Friedrich, Oecon. v. Heimertshain; Sungfer Euler v. Beuern. Iin Russischen Hof: Hr. Kahn, Schuhm. v. Runkel; Hr. Ran m. Fr., Landw: v. Oberschmitteu; Hru. Schrein. Roth v. Eckartsborn, Leunig v. Merkenfritz u. Merz v. Geisnidda; Hr. Alt, Agent t>. EichelSdorf; Hr. Henrich, Fubrm. v. Holzhausen. In den Privathäusern. Bei Hrn. E. F. Gail: Fr. Gail m. zwei Kindern u. Fr. Gourde o. Dillenburg. Bei Hrn. Prof. Dr. Weigand : graul. Stier v. Melbach. — Bei Hrn. I. Hangii: Fränl. Hanau v. Friedberg. — Bei Hrn. Uhrm. Schmidt: Hr. Felsing v. London. — Bei Hrn. Georg Röber: Fr. Echter- Meter v. Cassel. Bei Hr». Schloff. Stein: Sungfer Launspach o. stieiS- kirchen. — Bei Hrn. Prof. Dr. Phoebus: Hr. Dr Meyer, Kaiserl. Ruff. Staatsr. v. Petersburg. - Bei Fr. Stallmstr. Gebhardt: Hr. Uhrig m- Fam., Dort, v Alzey. — Bei Hr». L»dw. Selzer: Fränl. Mappe« »• Wetzlar. •— Bei Fr. Pfarr. Wimmenauer: Fränl. Köhler v. Zwingenberg. Wärmegrade des Lahnwassers. Mittwoch den 1. Juli 18% Grad R. Donnerstag „ 2. „ 18% „ „ Freitag 3. „ 18 „ „ L. C. R ü b sa in e n, Schwimmlehrer. Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. Rechn « n g s f o r m u l a r i e n für Gemeinden, Kirchen und Stiftungen, sind vorräthig und zu haben in der D. Brühl'schen Verlagshandlung, Univ.-Buch- und Steindruckerei, Canzleiberq, Lit. B. Nr. I, und bei Buchbinder Dietz in Lich. ,