AnMgtblsll t rlvtVUi ' ffit btE Stadt und -en Kreis Gießen. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwochs und Samstags. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 fl. 30 fr., für Auswärtige, incl. Postaufschlags, 1 fl. 53 fr. — Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Erpedition (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.) — Einrückungsgebühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 2 fr. Anzeigen aus verschiedenen Schriften die gespaltene Zeile 3 fr. — Annoncen in Tabellenform werden doppelt berechnet. JV1 50. Samstag den 21. Juni lSe>6> Amtlicher T h e i l. Steckbrief Großherzoglichen Kreisamts Gießen. Georg Schreiber aus Queckborn, wohnhaft zu Nieberohmen, wegen Bestechung der Großherzoglichen Gendarmerie in Untersuchung, hat sich derselben durch die Flucht entzogen und soll im Bctrctungsfalle auf Requisition Groszherzoglichen Landgerichts Grünberg demselben gefänglich vorgeführt werden. B e k a n n t m a ch u n g. Der in Nr. 47 des Anzeigeblattes gegen Heinrich Stiehler von Kirschgarten von Großherzoglichem Kreisamt Grünberg erlassene Steckbrief ist erledigt. Gießen den 18. Juni 1856. Gerichtliche nn- Privat Bekanntmachungen. Edictalladun g. 1243) Friedrich Ebel, gebürtig von Gießen, zuletzt Student in Heidelberg, ist vor Kurzem in Frankfurt a. M. gestorben. Behufs Feststellung seines Nachlasses werden Diejenigen, welche Forderungen und Ansprüche an denselben zu bilden haben, ausgefordert, diese sogewiß im Termin Montag den 7. Juli d. I., Vormittags 11 Uhr, bei dahiesigem Gericht anzumelden und zu begründen, als sie sonst bei Aufstellung des Inventars nicht berücksichtigt werden, von der Nachlaßmasse keine Befriedigung zu erwarten habsn. Gießen, den 29. Mai 1856. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, v. Rotsmann, Stadtrichter. Stavtger. - Assessor. Versteigerungen. 1311) Montag den 23. Juni, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus die dem Gottfr. Felsing gehörende Immobilien nochmals versteigert Werren. Gießen den .12. „Juni 1856. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers : C. Weidig, Ortsgerichtsmann. Heugras --Versteigerung bei der Stadt Gießen. 1298) Montag den 23. und Dienstag den 24. Juni 1856, von Morgens 8 Uhr an, soll das Heugras von den städtischen Wie- sen öffentlich versteigert werden, und zwar: Montag Den 23. Juni von den Wiesen vor der Neustadt, am Neuenweger Thor, am Fürftenbrunnen, im Wieseckthale und Heegstrauch; Dienstag den 24. Juni von den Ochsenwiesen, den Wiesen im vorderen unD hinteren Stelzenmorgcn, am Altentisch unv im FernewalD. Die Zusammenkunft am ersten Tage ist am NeustäDter Thor und am zweiten Tage in den Ochsenwiesen. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen am 5. Juni 1856. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel. 1275) Montag den 7. Juli l. J„ Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Nathhause der dem Wilhelm Schwan 11. gehörende Acker, %5 384 sJKlftr. haltend, an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Gießen den 6. Juni 1856. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers : E. Weidig, Ortsgerichtsmann. 1345) Montag und Dienstag, den 23. und 24. Juni l. I., von Morgens 8 Uhr an, soll im hiesigen Stadtwald, District Homberg, SteinwalD und Mark, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 145 Stecken Buchen-Scheivholz, 6 „ Eichen- „ 49 „ Buchen-Prügelholz, 5 „ ^Eichen- „ 53 „ Buchen-Stockholz, 3 „ Eichen- „ 1975 Wellen Buchen-Reisholz, 275 „ Eichen- „ 4175 „ Nadel- 429 Cubikfuß Buchen-Werkholz, 1764 „ Eichen-Bauholz, 65 „ Fichten-Stammholz, 8 „ Buchen-Stangenholz, 6 „ Eichen- „ 37 // Sichtest- „ Das Buchen-Werkholz. hat einen Durchmesser von 7 bis 20 Zoll und eine Länge von 10 bis 50 Fuß. Das Eichen-Bauholz hat einen Durchmesser von 5 bis 20 Zoll und eine Länge von 10 bis 70 Fuß. Das Fichten-Stammholz hat einen Durchmesser von 6 bis 7 Zoll und eine Länge von 50 bis 55 Fuß. Die Fichten-Stangen haben einen Durchmesser von 3 bis 4 Zoll und eine Länge Von 25 bis 40 Fuß. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martinitag l. I. gestattet. Die Zusammenkunft ist bei der Kleinmühle. Ullendorf a. d. Lea. den 17. Juni 1856. Großherzogliche Bürgermeisterei Ullendorf an der Lumda. Wagner. 1346) Freitag den 27. Juni, des Morgens 8 Uhr beginnend, soll zu Krofdorf in dem Gasthause zur Krone folgendes Holzmaterial aus dem König!. Krofdorfcr Walde meistbietend versteigert werden: 1) in dem Distriet Bäuerstädt: 61 Klftr. Aspen-Knüppelholz, 610 „ ,, Reisholz; 2) in den Districten Lindenschied, Schloßberg, Hirschsprung, Ultest a l l re. r 2 Buchen-Stämme = 11 Cubikfuß, 7, Klftr. Kammenholz, 1-5% „ Buchen-Scheidholz, 3 '/i „ „ Knüppelholz, 5 „ „ Stockholz, 24 „ „ Reisholz, % ,, Eichen-Küferholz, 6’4 „ „ Scheidholz, *4 ,, „ Knüppelholz, 6 „ „ Stockholz, 9 „ „ Reisholz, 7 Linden-Stämme = 129 Cubikfuß, 34 Klftr. Linden-Scheidholz, 7- n H Knüppelholz, 47. „ „ Stockholz, 5 „ „ Reisholz. Krofdorf den 17; Juni 1856. Der König!. Oberförster: G ü m b e l. Heugras - Versteigerung bei der Gemeinde Harbach. 1353) Mittwoch den 25. Juni, Nachmittags 2 Uhr, soll das diesjährige Heugras von 65 Morgen Gemeindewiesen in Abtheikungen auf den Wiesen selbst meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist in Harbach. Harbach den 16. Juni 1856. Großherzogliche Bürgermeisterei Harbach. KlöS. Gegen vorsthriftsmäßige Bürgschaft wird Crecit bis Michaelitag v. I. gestattet. Leihgestern am 14. Juni 1856. Großherzogliche Bürgermeisterei Leihgestern. _____________Hcst_____________ Hcugras - Ver stclgcrung. 1359) Mittwoch den 25. l. Mts., von Morgens 8 Uhr an, soll das diesjährige Heugras von den hiesigen Gemeindewiesen im Schieffer'schen Garten dahier meistbietend versteigert werden. Jedoch von den Wiesen zu Badenburg wirb solches erst Nachmittags um 4 Uhr an Ort und Stelle versteigert. Wieseck am 19. Juni 1856. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. ______.____________Paus ch.________. 1360) Nach Beendigung der Mittwoch den 25. l. Mts., Vormittags, stattsindenben Gemeinde-Grasversteigerung soll in demselben Locale das Heugras von den hiesigen Pfarrwiesen meistbietend versteigert werden. Wieseck am 19. Juni 1856. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. _______________Pansch.____________ 1358) Das diesjährige Heugras von den Wiesen des Hrn. Carl Müller's Erben zu Gießen soll Mittwoch den 25. d. Mts., Mittags, sogleich nach Beendigung der Heugrasver- steigerung von den hiesigen Pfarrwiesen in dem Schieffer'schen Garten dahier versteigert werden. Wieseck den 19. Juni 1856. Feil gebotenes. 1040) Patent - Portland - CTcmcnt, Fabrikat Robin's & C0mp. u. I. Simonis in Cöln, empfiehlt in bester Qualität I. G. Appel. .1379) Ein zweispännigcr Wagen, mit eisernen Axen und Zugehör, ist zu verkaufen. Näheres bei d. Exped. d. Bltts. 1365) Zwei neue eichene polirte und einige alte Bettstellen, mehreres gut gehaltenes Schreinerwerkzeug, z. B. eine Klol7 säge, mehrere Schraubzwingen rc., sowie noch sehr gutes Nutzholz, beabsichtige ich, um schnell damit zu räumen, aus freier Hane zu verkaufen. Schreinermeister W. Jungel's Witttve. 1377) Mrschenkuchen, täglich frisch, bei, A. Noll im Stern. 1272) Alle Sorten Frucht sacke, Sackleinen und Sackzwilliche empfiehlt L. Iah reis. 1335) Das in der Buchhandlung Groß- herzoglichen Staatsverlags erschienene Polizeistrafgesctz für das Großherzogthum Hessen, nebst dein Gesetz über dessen Einführung re., amtliche Handausgabe, geheftet ä Exemplar 24 kr., ist vorräthig und bittet um geneigte Abnahme Reifenberg, Kreisamts-Büreau-Gehnlst. 1350) Oefcn, Heerve, Röste und Kasten, zu Steinkohlenbrand eingerichtet, empfiehlt Emil Pistor. 1273) Meine Wattir-, Futter- und Schuhlcinen, eigener Weberei, in den billigen Preisen von 9, 10, 11 und 12 fr. die Elle, bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung. L. Iahreis. 1355) Das Heu- und Grummetgras von einer 1 '/* * Morgen hallenden Wiese in den Ochsenwiesen j sowie auch solches von circa % Morgen am Gänsackcr, ist zu verpachten. Das Nähere bei G. Chr. Spruck. 1274) bei Hessisches Lederleinen . . Hausmacher-Leinen.... Böhmisches Hanfleinen. . Bielefelder Leinen ... Böhmische Taschentücher . Bielefelder „ Küchenhandtücherzeuge . . Haushandtücherzeuge . . Tischtücher, abgepaßte . . . Servietten......14, 10, 11 und 12 kr. pr. Elle, . . . 12, 14 ,, 16 „ „ u 18, 20, 22, 24 „ 26 „ „ » 24, 26, 28, 30 kr. bis 1 fl. „ „ 34, 34, 4 und 44 fl. pr. Dutzend, * 6, 672, 7 bis 12 „ „ . . . 6 , 7, 8 und 9 kr. pr. Elle, . . . 12, 13, 14 „ 16 ,r „ » . 1, l1/, 2% und 3 fl. pr. Stüch 16, 20, 24, 36 und 40 kr. „ „ Bettzwilliche, Bettzeuge, Bettbarchente, L. Iah reis. 1374) Braune Strohhüte, für Herren und Damen, H in großer Auswahl eingetroffen bei S. Flörsheim. Gras Versteigerung. 1330) Donnerstag den 26. Juni I. I., Morgens 8 Uhr, soll das Heu- und Grummetgras von den hiesigen Gemeindewiesen öffentlich meistbietend versteigert werden. im») Fimonade Gazeuse empfiehlt_________________________________________Ed. Lind, Conditor. __ 1375) Regenröcke, englische, bei Garantie und zu Fabrikpreisen, empfiehlt S. Flörsheim« V 1363) Neustadt i miethen. 1362) ständige F Bei wem 1347) aus zwei Bodenkamr Juli beziel 1175) 1 sowie Pfer beten, ftni Hofg.-Seci 1153) stehende Fa bei 1376) milienlogis beziehen bc 1367) meister Sc der untere August zu 1245) ' Advoc. Fr in 5 «Stubi Holzplatz u ist zu Derr 550) D ist zu mm 1295) ist zu Denn werden. 1329) ‘ thor ist die sogleich bez 1371) 31 sand ist ei zu Dermtetl c> 1336) Trautsch miethen. 1370) 1. Juli är _____P 682) ' wohnte Lo Kammern, bestehend, anderweit beziehbar. Vermittlungen. 1363) Bei Chr. Burkhardt in der Neustadt ist eine Familienwohnung zu ver- miethen. 1362) Auf dem Brand ist eine vollständige Familienwohnung zu vermiethen. Bei wem sagt Ausg. d. Bltts. 1347) Eine Familienwohnung, bestehend aus zwei Stuben, Küche, Holzstall Und Bodenkammer, ist zu vermiethen und Anfangs Juli beziehbar. E. May, Lit. B. l37. 1175) Der Mansardstock in meinem Hause, sowie Pferdestall, Wagcnremise und Heuboden, sind zu vermiethen. Hofg.-Secr. Bapst's Wittwe, Neuenbäuen. 1153) Eine aus 5 Zimmern re. bestehende Familienwohnung ist zu vermiethen bei___________Alexander M ayer. 1376) Ein freundliches geräumiges Familienlogis ist zu vermiethen und alsbalv zu beziehen bei___________H. Hochstätt er. 1367) Im Hause der Frau Bürgermeister Schneider voü dem. Wallthor ist der untere Stock zu vermiethen und Anfangs August zu beziehen.________________________ 1245) Das bisher von Hrn. Hofgcrichts- Advoc. Frank bewohnte Logis, bestehend in 5 Stuben, einem Cabinet, Küche, Keller, Holzplatz und Mitgebrauch der Waschküche, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Ehr. Busch zum Darmstädter Haus. 550) Der mittlere Stock meines Hauses ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. Christian Ke-sl, 1295) Der zweite Stock meines Hauses ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden.____________I G. D. Bapst. 1329) In unserem Hause vor dem Wallthor ist die obere Etage zu vermiethen und sogleich beziehbar. ________M. Homberger und Löwe 1371) In meinem Vorderhause am Reichen- sand ist eine freundliche Familienwohnung zu vermiethen und am 1. Juli zu beziehen. I. Jsterling, Maurermeister. 1336) Das bisher von Herrn Maler Trautscholt bewohnte Logis ist zu ver- uriethen._________Hoffmann, Postsecretär. 1370) Ein möblirtes Zimmer ist vom 1. Juli an zu vermiethen bei Ph. Kattrein, Lit. B. Nr. 90. 682) Das von Fräulein Groß bewohnte Logis, aus 4 heizbaren Zimmern, Kammern, Küche, Keller und Holzplatz rc. bestehend, ist durch deren Wegzug von hier anderweit zu vermiethen und Anfangs Juli beziehbar. Loos, Lackirer. 831) In dem I)r. Sundheim'schen Hause auf dem Reichensand ist. das früher von Herrn Fernie bewohnte "Logis im unteren Stock zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Dasselbe ist sehr geräumige mit allen Bequemlichkeiten versehen, auch in gutem Zustande und kann, wenn cs beliebt wird, auch thcilweise abgesehen werden. Das Nähere ist bei Frau Dr.^Suny- hcim, Prof. Dr. Adrian und Hofg.-Advoc. Dornseiff zu erfahren. Vermischte Anzeigen. 1380) Zahnarzt Weincrt aus Mainz Wird sich noch bis Ende Juni hier auf- halten und ist in seiner Wohnung bei Herrn Büchsenmacher Großmann auf dem Linden- ptatz Morgens von 8—10 und Nachmittags von 2—4 Uhr anzutrefferr.... Anfrage. 1348) Warum will die Gasge- ftllschaft für die Leitung, in den Häusern statt der überall eingeführ ten Plciröhren die viel theurereu Eisenröhren anwenden X Antwort. — Weil die Gasgesellschaft sowohl im Interesse eines geehrten 'Publikums, als auch aus Rücksicht für die öffentliche Sicherheit in polizeilicher Beziehung nur solide und dauerhafte Arbeit machen möchte — Weitere Auskunft wird auf dem Büreau in der Gasfabrik bereitwillig crlheilt. '3M) Gewerb - Verein. Montag den 23. Juni, Abends um 7 Uhr: Vortrag des Hrn. Mechanikus Stattding er über Brennstoff und Heizung, im Locale des Gewerb-Vereins. — Nach einem Beschlüsse des Ausschusses'haben auch Nichtmitglieder Zutritt. Lebensorrsichernngsbank f. D. in Gotha. 1349) Der Rechenschaftsbericht dieser Anstalt für 1855 ist erschienen und legt günstige Ergebnisse dar: Versicherte . ... . . . 19363 Pers. Versicherungssumme...... 30,888700 Thlr. Jahreseinnahme an Prämien und Zinsen . . 1,411191 „ Ausgabe für 463 Sterbefäüe .... 716200 „ Bankfonds . . ' > i" i. 8,162142 „ Ueberschüsse zur Vertheilung an die Versicherten . 1,358197 „ Dividende im Jahre 1856 .... 33 Procent. Das Maximum der auf ein Leben versicherbaren Summe ist von 10000 Thlr. auf 15000 Thlr. erhöht worden.. Bericht und Antragsformulare werden unentgeldlich verabreicht durch Hofger.-Advoc. G. R. Krauskvpf in Gießen, Oskar Ehrhardt in Marburg, Daniel Bepler jun. in Wetzlar. 1383) Morgen, Sonntag den 22. Juni, C o n c e r t im D u sch'schen ©orten, ansgeführt durch die Musik-Capelle des Herrn Schierholz. Anfang ü Uhr. 114) Poftschiffe neuer Linie zwischen Havre, Wew-York und lew - Orleans* Regelmäßige Abfahrten dreimal jeden Monats. Um nähere Auskunft bittet man sich zu wenden an: 3* W* in Gießen. Ku n st -Notiz. 1354) Wir können nicht umhin, auf die ganz ausgezeichneten Leistungen der hier anwesenden Künstler- gesellschaft des Herrn Karl Knie aufmerksam zu machen. Zu bedauern ist eS, daß die Verstellungen derselben, in welchen ein wohl hier nie gesehenes, mit hohem Anstande verbundenes, Künstlertalent entfaltet wird, bis jetzt von hiestgem Publikum so wenig besucht wordeu sind. Wenn je derartige Schaustücke durch zahlreichen Besuch gewürdigt wurden, so verdienen es diese, wahrhaften Genuß gewährende Vorstellungen, im höchsten Grade. * ’ Einige Kunstfreunde. Lebensvcrftcherungs - Gesellschaft zu Leipzig. 1357) Die bisherigen Statuten dieser Gesellschaft sind einer Umarbeitung unterworfen, und von der königl. sächsischen Regierung bestätigt worden. Die Grundzüge der Statuten sind zwar unverändert geblieben, cs sind jedoch viele Bestimmungen, welche den Geschäftsgang erleichtern, und den Mitglievern wesentliche Vortheile darbieten, darin aufgenommen worden, hierzu gehören: 1) Die niedrigste Versicherungssumme ist nach vielfach ausgesprochenem Wunsche von drei Hundert auf ein Hundert Thaler herabgesetzt worden. , 2) Bei Zurückgabe einer Police an die Gesellschaft wird eine bis auf zwei Fünftheile der bezahlten Prämien erhöhte Vergütung gewährt. -- 3) Selbst beim Tode eines Versicherten durch Duell oder Selbsttödtung wird der dritte Theil der Einzahlung zurückerstattet. 4) Wegen verloren gegangener Police und Depositenscheine findet ein abgekürztes Verfahren statt, nach dessen Beendig« Duplikate ausgefertigt werden können. " a 9 Diese neuen Begünstigungen mit dem reich ausgestatteten Reservefonds und die hohen Dividenden veranlassen gewiß einen rabl- retchen Zutritt. 0 87 Der Beitritt zü'diesem segensreich wirkenden Institute ist selbst dem Unbemittelten durch eine tägliche Ersparniß von wenigen Pfennigen möglich. Es ist eine Sparkasse für seine Angehörigen, die tut Augenblick des Absterbens ihres Versorgers die willkommenste Hulse darbietet. Der Gedanke, daß die blühenste Gesundheit dem Tode plötzlich unterliegen kann, mahnt an die Pflicht für die Seiniqen ohne Säumen zu sorgen, ehe es zu spät ist. ^ch finde mich daher veranlaßt, die Benutzung dieses Instituts wiederholt einem geehrten Publikum zu empfehlen, und bin stets bereit, jede wünschenve Auskunft über dasselbe zu ertheilen und Statuten unentgeldlich zu verabreichen. G-eßen den 19. Juni 1856. E. C. Ruhl, Agent. 846) „ Vorsich t." Lebens-, Renten-, Aussteuer- und Begräbniß-Versicherungsbunk zu Weimar. Die „Vorsicht," welche unter Oberaufsicht des Staates steht, schließt gegen billige und feste Prämien, zu denen ein Nachschutz niemals gefordert werden kann, alle Verträge über Versicherungen von Eapitalicn und Renten unter den liberalsten Bedingungen. Die mit Anspruch auf Dividenden Versicherten erhalten 60 pEt. derselben. — Die Prämien können in vierteljährlichen und monatlichen Terminen entrichtet und auf Jahre hinaus vorausgezahlt oder gestundet werden. — Die Rückvergütung für Abaehende Wird nach den liberalsten Grundsätzen gewährt. Selbst Duell oder Selbstmord vernichtet nicht alle Ansprüche. — Militärs werden zu den gewöhnlichen Prämien ausgenommen und können bet Eintritt einer Mobilmachung die Versicherung gegen Zahlung mäßiger Zusatzprämien fortbestehcn oker für die Dauer der Mobilmachung suspendiren lassen. Namentlich bietet die „Vorsicht" folgende Versicherungen: 1) Versicherung eines Begräbnisigeldes bis zu 100 Rthlr. Pr. Cour., für welche in der Regel ein ärztliches 8euqniß niÄ erforderlich ist. 0 ' 0 18 2) Versicherung von Capitalien für den Todesfall, mit oder ohne Rücksicht auf das Uoberleben einer anderen Person zur m $cr . Blumenstein v. Cassel; Hr. Winter, Repräsent. v. Braunfels; Hr. Rathschlag , Obers, v. Hungen; Hr. Hüffel, Oberkammerr. u. Hr. Wilhelms Forstmstr. v. Braunfels; Hrn. Buchhdlr. Herb u. Häuser v. Neuwied; Hr. Werner, Nent. v. New-Orleans; Graf v. Camburg m. Diencrsch.; Frhr. v. Eglofsteln, Offizier v. Meiningen; Hrn. Kfl. Rausch v. Frankfurt, Strack Katholische Gemeinde. K o p u l i r t e. Den 17. Juni. Der Ortobürger zu Flieden in Kurheffen und Postillon zu Lich, JnnozenS Pest, ehelicher Sohn des verstorbenen Bürgers und Müllers Konrad Best aus Flieden mit Anna Elisabethe Eise, ehelicher Tochter des verstorbenen Pürgezs und Zimmermanns Heinrich Jakob Eise ans Lich. ;- Hannover, Schröder v. Eger, Schmidt v. Leipzig, -Seltner v. Fürth u. Hanrmann p. Rotterdam. Im deutschen Hof: Hrn. Oec. Hermann, Pfeil, Ott n, Br. u. Kraft v. Friebertshausen u. Kutt v. Otterbacher Hof; Hr. Schneider, Häfner v. Fulda; Hr. Drescher, Schneider v. Gotha; . ' In der Sonne : Hrn. Fuhrt. Kratz v. Ruppertenrod- u. Becher v. Lin- denstrnth; Hr». Handelst. Müller v. Sellnrod u. Düll v. Oberrad. In der Rose: Hrn. Handels!. Schmidt, Roßkopf, G. Schmidt u. Dockedorf v. Bockenau, Schäfer v. Maar, Blocher n. Strauß v. Gladenbach u. Gomber v. Ettingshausen. In den Privathäuser n. Bei Hrn. Kassier Leichtweiß.: Frl. Koppen v. Kassei. — Bei Fr. Landr. Otto : Fr Major v. Hugo v. Einbeck u. Hr. Otto, Ingen, v. Braunschweig. — Bei Hrn. Siegm. Bock: Mad. Meyer n. Tochter v. Bielefeld. — Bei Wittwe Schwan : Frl. Schnecker v. Londorf. — Bei Hrn. Forflmflr. v. Buseck: Hr. v. Buseck, Lteuten. v. Darmstadt.—' Bei Hrn. Stadtger.-Actuar Drescher: Hr. Bender, Hofpred. v. Darmstadt. . 1-----------— Wärmegrade des Lahnwasscrs. Mittwoch den 18. Juni 14% Grad. Donnerstag „ 19. „ 14% „ Freitag „ 20. „ 14 „ L. C. Rübsamen, Schwimmlehrer. Gemeinde - Voranschläge sind stets vorräthig in der G. D. Brühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei, Canzleiberg Lit. B. Nr. 1, _________________und bei Buchbinder Dietz in Lich.__________________ Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei.