AnzeigMatt für die Sta-t und -en Kreis Gießen. Eychemt wvchentlich zwei Mal: Mittwochs und Samstags. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 fl. 30 fr., für Auswärtige, incl. Pvstaufschlaas J u3 1 a~f ''Swarts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Expedition (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.) — Einrückungsgebülw für die geipaltene Zeile oder deren Raum 2 fr. Anzeigen aus verschiedenen Schriften die gespaltene Zeile 3 fr. — Annoncen in Tabellenfvrm werden doppelt berechnet 1 58 Samstag den 19. Juli 1856 Amtlicher Th e i I. Zu Nr. K. G. 5605. Bek ann tm a ch u n g. Betreffend: Die Polizeitaren des Kreises Gießen. Nach den am 20. Februar 1849 veröffeutlichten Grundsätzen über die Polizeitaxen war außerhalb Gießens wegen des Wegfalls des Octrvis der 4pundige Laib Brod um einen Heller billiger angenommen. In Anbetracht aber, daß die auswärtigen Bäcker auch außerdem namhast geringere Betriebskosten für ihr Geschäft haben, als die Bäcker in Gießen, insbesondere minder große Auslagen ,ur Erhaltung und Herstellung großer Geschäfts- und Wohnungs - Localen, für Holz :c., deßhalb auch bei ihnen der £. rCd) augeichlagen werden kann, so sind wir auf deszfalls erhobene Beschwerden veranlaßt gewesen, zu bestimmen, ß außerhalb Gießens der 4pfundige Laib Brod statt um einen, stets um zwei Heller billiger berechnet werden solle. Es wird owv zur öffentlichen Kenntnisz gebracht. Gießen den 14. Juli 1856. Großherzogliches Kreisamt Gießen. K ü ch l e r. Polizeiliche gekanntmachung. Gefundene Gegenstände. Eine vor 10 Tagen gefundene goldene Broche ohne Nadel, ein Cigarren-Etuis mit Perlenstickerei, sowie ein Knäuel blau- weißes Baumwollengarn, sind auf hiesigem Großherzoglichen Polizei ° Büreau im Laufe der letzten acht Tage abgegeben worden Die Eigenlhumer haben sich baldigst zu melden. 3 a 3 Gießen am 18. Juli 1856. Der Großherzogliche Polizei - Commissär für die Provinzialhauptstadt Gießen: L. Nove r. Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen. Besondere Bekanntmachungen. Die Musloosnng von Obligationen bei der Stadt Gießen. 1523) Durch die nach den Bestimmungen des Schuldentilgungsplans der Stadt Gießen heute vorgenommene Berlovsung sind folgende Schuldverschreibungen auf Inhaber zur Rückzahlung bestimmt worden: I. Bon vem Zs/iprocentigen Anlehen: Lit. A. Nr. 51......zu 10U0 fl. 1000 ff. „ B. „ 75, 127, 157, 238 . . „ 500 „ 2000 „ „ C. „ 45, 72, 90, 130, 148 . „ 100 „ 500 „ „ D. „ 15, 32, 74 ... „ 50 „ 150 „ 3950 fl. , Die Inhaber dieser Schuldverschreibungen können bis zum 1. Oktober 1856 ihre Kapitalien mit Zinsen bei der Stadtkasse dahier in Empfang nehmen. Eine Verzinsung der Capitalien findet nur bis zu jenem Zeitpunkte Statt. Gießen den 10. Juli 1856. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel. Für Capitalisten. 1515) Behufs Abtragung von anderen Capitalien können noch mehrere Tausend Gulden (von 100 fl. aufwärts) bei der Stadt Grünberg zu 3% pCl. angelegt werden. Lusttragende, welche ihre Capitalien sicher anlegen wollen, und auf pünktliche Zinsenzahlung rechnen, belieben ihre Offerten baldigst franco an die unterzeichnete Stelle gelangen zu lassen. Grünberg den 10. Juli 1856. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. Arnold. 1546) Es dient hiermit Denjenigen, welche schon im Monat Mai die Commnnalsteuern an die hiesige Stadtkasse entrichten wollten, zur Nachricht, daß mir das Erhebregister erst am 28. v. Mts. zugetvmmcn ist, und daß die Erhebung derselben im Allgemeinen am 1. d. Mts. begonnen hat. Ebenso können auch die bis jetzt fälligen Gelder: 1) Pachtgelder von verliehenen städtischen Trieboierteln und 2) die rückständigen Schulgelder ans den städtischen Schulen und der Realschule vom 1. u. 2. Quartal, iit den ersten 8 Tagen noch ohne Kosten bezahlt werden. Gießen am 17. Juli 1856. Der Stadt - Einnehmer : Enders. 1541) Es wird hiermit zur öffentlichen Kcnntniß gebracht, daß der auf den 23. u. 24. d. Mts. fallende Vieh- und Krämermarkt nicht an diesen Tagen, sondern den 30. d. Mts. abgehalten wird. Grünberg am 12. Juli 1856. Großherzogliche Bürgermeisterei Griinberg. Arnold. Vcrsteigcrungcn. Die Vergebung von Pflasterarbeit bei der Stadt Gießen. 1552) Donnerstag den 24. Juli 1856, des Vormittags, soll die Pflasterung der Burggrabengasse, veranschlagt zu 71 fl. 54 fr., auf dem Rathhause dahier an den Wenigstfordernden vergeben werden. Gießen den 18. Juli 1856. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel. 1501) Montag den 21. Juli, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause die dem Gärtner Heinr. Schmidt gehörenden Immobilien, da solche bei der am 11. März l. I. abgehaltenen Versteigerung keine Genehmigung erhielten, nochmals versteigert werden, mit dem Bemerken, daß dem Meist- und Letztbictenden der unwiderrufliche Zuschlag ertheilt werden wird; die Grundstücke werden mit der darauf sich befindlichen Erndre versteigert, als: Flur Nr. DÄlftr. JZo8 52 Hofraithe auf dem Ncichen- sank, mit /Jo9 94 Grabgarten daselbst, 2/43 80 Lag - Gärten am Wismarer Weg, Visa 6 Pflanzenbeet daselbst, % 136 Acker an der Lahn und am Wismarer Weg, %s 124 Wiese daselbst/ %i9 72 Acker auf der großen Weide, 16/286 110 Acker, auf die Chaussee bei der Pulvermühle. Gießen den 6. Juli 1856. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers: C. Weidig, Ortsgerichtsmann. 1549) Montag den 28. Juli, Nachmittags 2 Ubr, soll auf dahiesigem Rathhause die dem Georg Moogk gehörende Hofraithe in der Flügels- gaffe einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt werden, wozu man Steigliebhaber hiermit einlavet. Gießen den 15. Juli 1856. Großherzoglichcs Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers : C. Weidig, Lrtsgerichtsmann. 1500) Montag den 21. Juli, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahicsigem Nathhause die dem Gg. Heinr. Braun dahier gehörende Hofraithe, die sogen. Ziegelhütte, vor dem Neustädrer Thor an der Lahn gelegen, als: Flur Nr. Q.iUftr. 47,56 1 30 Hofraithe, bestehend in Wohnhaus , Trockcnbau, Scheuer und Stallung mit Brennofen, 4% ssa 34 Grabgarten, bei der Hofraithe, nochmals, und zwar zum letztenmale, versteigert werden, mit dem Bemerken, daß dem Meist- und Lctztbietendcn der definitive Zuschlag ertheilt werden wird. Gießen den 8 Juli 1856. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers : C. Weidig, Ortsgerichtsmann. 1522) Dienstag den 22. Juli d. I., Nachmittags 1 Uhr, sollen in dem Pfarrhause zu Wieseck aus dem Nachlaß des daselbst verstorbenen Pfarrers Bender allerlei Hawsgeräthschaften und Mobilien, Gartengeräthschasten, Gartenbänke und verschiedene, noch gut gehaltene Tische und Stühle, eine Waschbütte, ein Schreibtisch, eine Badebütte mit Oelanstrich, ein Kinderwägclchcn, ein großer Küchenschrank mit einem Glasaufsatz, eine große Parthie kleingemachtes Buchen- unk Eichcn-Brennholz, 40 Centner Braunkohlen, sowie noch meh» rcre andere Gegenstände, gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Wieseck am 15. Juli 1856. Großherzogliches Ortsgcricht Wieseck. __________________Pau sch.____________ 1550) Das den Erben der verstorbenen Philipp Jung I. Eheleute dahier zustehcnde Wohnhaus, das Wirthshaus zum Adler, nebst Scheuer und daran stehendem Fruchtspeicher, sowie Stallung für 40 Stück Pferde und Rindvieh, soll Erbverthcilungshalber, Samstag den 26. Juli, Nachmittags 2 Uhr, auf dem hiesigen Gemeindehause einer öffentlichen Versteigerung, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, ausgesetzt werden. Kleinlinden am 16. Juli 1856. Großherzogliches Ortsgericht Kleinlinden. Weigel. Holzverstmgernng int Großcnbusecker Gcmeindewald. 1532) Mittwoch den 23 d. Mts., von Morgens 9 Uhr an, soll in dem hiesigen Gcmeindewald, District Hohenberg, Gallacker und Reitzberg, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden: 306 Stecken Kuchen-Scheitholz, 22 „ „ Prügelholz, 4625 Wellen „ Reisholz. Die Zusammenkunft ist im Hohenberg. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen.zu laffen. Großenbuscck den 16. Juli 1856. Großherzoglichc Bürgermeisterei Großenbuftck. __________Wagner. Arbcttsvckstkigenmg bei der Gemeinde Hausen. 1530) Samstag den 26. Juli l. I., Nachmittags 3 Uhr, lvllen auf der hiesigen Bürgermeisterei nachstehende Arbeiten, als: Dachkcckerarbeit, veranschlagt zu 10 fl. Weißbindcrarbeit, „ „18 „ öffentlich wenigstuehmend versteigert werken, welches zur Nachricht für kie Steiglustigen hiermit bekannt gemacht wird. Hausen am 16. Juli 1856. Großherzoglichc Bürgermeisterei Hausen. ______________Dern. _________ Feilgebotcnes. 1545) Bei Schloffermeistcr Vogel ist ein Kinder - bhaiSchen zu verkaufen. 1542) Eine vor wenigen Jahren erst neu erbaute Hofraithe, bestehend in Haus, Scheuer, Stallung, Hofraum und Mistcn- stätte, ist unter sehr vortheilhaftcn Bedingungen aus freier Hand zu verkaufen. Bei wem? sagt Ausg. d. Bltts. 1498s Publikum a Druck bis z der Druck g Druck auf) sich in Pari . Für k Verzierung gewünschten starke Präge 1547) 2 andere Sorl empfiehlt 1539) 9 gute Bürzo /1040) P Fabrikat R monis in I tät 11 C 1534) sch en Hause lere und obei mit den son vermiethen : dieser aber 1537) Alkoven ist 1548) In Hintcrhause vermiethen. 1551) < nung ist zu v 1531) bindcr H Logis an mtethen. “ 1329) I thor ist vie sogleich bezi 1473) . Mäusburg i zu vermiethe 1516) t aus fünf he zwei Kamme ist bei Landr alsbald bezi Vrrm 1553) i die Bäckerei »ftnSK Lettres mobiles. 1498) Mit dieser neuen Pariser Vorrichtung empfehle ich dem corrcspondirendcn Publikum alle Sorten Postpapiere mit der gewünschten Firma in erhaben gepreßtem Druck bis zu fünf Zeilen in verschiedener Schrift. Bei Abnahme von einem Ries ist der Druck gratis ; bei geringerer Abnahme berechne ich eine billige Vergütung. Dieser Druck aus fcin.m Porccllain - Papier zu Visiten-, Verlobungs- und Adreß-Karten hat sich in Paris eines großen Beifalls zu erfreuen. . Für kleine Briefe in Octav empfehle ich den Stempel mit 2 bis 3 Buchstaben, Verzierung und Kronen re. Auch sind alle Sorten Briefcouverte, gummirt, mit den gewünschten Buchstaben statt Siegel, bei mir zu haben. Der Verschluß ist durch die starke Präge sehr solid. — Muster stellen zu Diensten. Goorzz Lüdoking. 1547) B l um en - V ors ch uß - und andere Sorten Mo hl, sowie auch Kleie, empfiehlt I. G. Appel. 1539) Bei Schlossermeister Vogel sind gute Düqelkohlen billig zu verkaufen. v 1040) Patent - Portland - GTcment, Fabrikat Robin' s & C omp. u. I. Simonis in Cöln, empfiehlt in bester Qualität I. G. Appel. H e r in i c t !j unge n. 1534) In dem vormals PH. Petri'- schen Hause auf dem Astcrwege ist der mittlere und obere Stock, zusammen oder getrennt, mit den sonst nöthigen Räumlichkeiten, zu vermiethen und kann jener am 1. Oceober, dieser aber alsbald bezogen werden. I>r. Muhl, Hofger.-Advocat. 1537) Ein freundliches Zimmer mit Alkoven ist zu vermiethen bei ______________________Gg. Echternach. 1548) 3n. meinem (ehemals P fa ff'schen) Hinterhause ist ein kleines Familienlogis zu vermiethen. I. 65. Appel. 1551) E>ne vollständige Familienwohnung ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. B. Walter, Schuhmacher. 1531) Im Wohnhaus des Buchbinder Hoffmann ist ein kleines Logis an eine stille Familie zu vermiethen. 1329) Zn unserem Hause vor dem Wall- thor ist vie obere Etage zu vermiethen und sogleich beziehbar. __________M. H o m b e r g e r und Löwe 1473) In Lit. D. Nr. 12 auf der Mäusburg ist eine kleine Familienwohnung zu vermiethen und am 1. October beziehbar. 1516) Eine Familienwohnung, bestehend aus fünf heizbaren Zimmern, einer Küche, zwei Kammern, Boden, Holzstall und Keller, ist bei Landrichter Ploch zu vermiethen und alsbald beziehbar. Vermischte Anzeigen. 1553) Ein auswärtiger Junge, welcher die Bäckerei erlernen will, wird gesucht von A. Noll. 1533) Dem Unterzeichneten ist gestern Nachmittag ein männlicher Kanarienvogel, mit hochgelbcrn Gefieder und einem schwarz- grauen Flecken an dem Kopfe, aus dem Käfig entflohen. Wer denselben einfängt und dem Eigenthümer wiederbringt, erhält eine angemessene Belohnung. Gießen den 15. Juli 1856. Balser, Freiprediger. 1543) Ich übernehme die Umänderung der Uniforms-Hüte, nach dem neuen Reglement, zu den billigsten Preisen. S. Hirsch, Sohn. 1540) Uns, den Eltern des Johannes Jung VIII., liegt cs ob, auf die, die Praxis des Herrn Dr. Schüler beschönigenden Provokationen desselben nochmals zu antworten. Als wir unserem Sohne seinen nicht unbeträchtlichen elterlichen Gutstheil abtraten, hielten wir nicht für nöthig, eine förmliche Stellung desselben unter Curatel zu beantragen, wir ernannten ihm, unter Billigung des Gerichts, einen Beistand, welcher auch vom Gericht als provisorischer Curator verpflichtet wurde. Nachdem jedoch vor etwa einem Jahre Herr Dr. Schüler die Rechtsansicht gewonnen hatte, daß keine förmliche Euratel-Stellung vorliege, daß die „Selbstständigkeit" unseres Sohnes noch bestehe und nachdem diese Ansicht auch von Andern fest- gehalten wurde, ward die Acquest - Tendenz von manchen Seiten rege. Seit dieser Zeit — nicht, wie Herr Dr. Schüler sagt, seit Jahren — sind die vielen Rechtssachen entstanden, in welchen derselbe als Anwalt unseres „selbstständigen" Sohnes fungirte, Herr Schüler nennt sie n»r der Zahl 13, und seit dieser Zeit — etwa einem Jahre — will derselbe nach Mahnzettel 250 fl. Kosten bereits zu fordern haben. Unter diesen Rechtssachen war auch eine, nach welcher uns, unter dem Rechtsbeistand des Herrn Dr. Schüler, gegen unsere vom Gericht anerkannte Opposition, eine Schwiegertochter aufoctroirt werden sollte. Andere Klagen waren darauf gerichtet , unserem „selbstständigen" Sohne sein Vermögen frei in die Hand zu verschaffen. Unser Sohn selbst ward veranlaßt, sich aus seinem elterlichen Hause zu entfernen. Wir suchten jetzt die sörmliche Stellung desselben unter Curatel zu bewirken und waren genöthigt, den Klagen des Gegenanwalts zu opponiren. Auch einer gegen den provisorischen Curator gerichteten Klage ■— wohl der wichtigsten für Herrn Dr. Schüler, welcher ohne Kostenvorlage in 13 Rechtssachen unferetn „selbst- ständigen Sohne b e i st a n d, — mußte opponirt werden. Der provisorische Curator warb von Herrn Schüler öffentlich beleidigt und als diesem auf seine Provocationen geantwortet wurde, erfolgten unwürdige Verunglimpfungen von Herrn Dr. Schüler nach allen Seiten hin. Die Verhandlungen wegen Stellung unseres Sohnes unter förmliche Curatel waren noch nicht beendigt, die 13 Rechtssachen des Herrn Dr. Schüler noch im rechten Zuge, da erschien unser Sohn wieder im elterlichen Hause, jetzt eine von seinen Eltern und dem Gerichte anerkannte, wirkliche Selbstständigkeit bethäti- gend, und proponirte den bereits in Nr. 56 erwähnten, später mit Billigung des Gerichts abgeschloffenen Vertrag, wodurch allen weiteren Acquest-Tendenzen ein Riegel vorgeschoben worden ist. Herr Dr. Schüler sagt, naiv genug, daß unser Sohn diesen Vertrag wider den Willen des Herrn Schüler, (wovon Jedermann, ohne seine Versicherung, doch überzeugt ist), — also sich der Anwaltschaft desselben entziehend, abgeschlossen habe! Mit dem Abschlüsse des Vertrags waren die Braut und die 13 Rechtssachen verschwunden —• und Herr Dr. Schüler kündigt die Anwaltschaft auf, weil er ohne Kostenvorlage dem „selbstständigen" Rechtsbedürftigen keine weitere Opfer mehr bringen will! Nur der Zorn des Herrn Dr. Schüler ist geblieben und seine Kostenforderung von 250 fl. Sieht aber Herr Dr. Schüler nicht ein, daß es zur Aufrechthaltung des Vertrags von Interesse jetzt ist, daß unser Sohn jetzt nicht unter Curatel gestellt worden ist? Sagt doch Herr Schüler schon auf unwahre Weise, daß unser Sohn zu diesem Vertrage beredet worden wäre. Allerdings steht uns Jemand zur Seite, welcher unsere Erklärungen auf die Provocationen des Herrn Dr. Schüler verfaßt hat, und daß dieser die Sache, zur Entlarvung eigenthümlicher Motive, richtig gefaßt hat, beweis't eben der Zorn des Herrn Dr. Schüler. Unser Anwalt aber, welchen Herr Schüler, ebenso wie den Curator zu verunglimpfen sucht, meint, daß Herr Schüler durch seine zwecklose Anklage, wegen angeblicher Dienstbe- leibigung, da dieser durch seine beleidigende Provocationen zur Vcrthcidigung nöthigte, — dem Gericht gegenüber — und durch seine verläumderischen Verunglimpfungen —- dem Publikum gegenüber — sich genug chracterisire, ohne baß es einer weiteren Erklärung seinerseits bedürfe. Leihgestern den 17. Juli 1856. Johannes Jung 111. Eheleute. Concert-Anzeige. 1544) Montag den 2 L Juli l. I. wird der berühmte Violinspieler Vieuxtemps ans Paris im Club-Saale, Abends 6 Uhr, ein Concert geben. — Billets ä 36 fr. sind in der N ick er'schon Bnchhandlung und im Musikladen bei Rudvlpb zu erhalten. Kassen-Billets ä 48 fr. 1513) Sonntag den 20. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, findet im Saale des Promenadehauses dahier die Abhör der Rechnung des Krankenunter- stützungs-, Sterbekasse- und Wittwenunter- stützungs-Vereins vom 1. Juli 1855 bis dahin 1856, sowie die Wahl von zwei neuen Vorstands- und vier Ausschuß-Mitgliedern, Statt, und soll hierauf wegen Abänderung des §. 16 der Statuten Bcrathung und Abstimmung vorgenommen werden. Der Vorstand wünscht im Interesse des Vereins, daß sich die verehrlichen Mitglieder recht zahlreich einfinden möchten. Zugleich wird weiter bemerkt, daß die obige Rechnung von heute an 8 Tage lang, des Nachmittags von 1 bis 4 Uhr, in der Wohnung des Unterzeichneten zur Einsicht der Vereins-Mitglieder offen liegt. Gießen am 12. Juli 1856. In Auftrag des Vorstandes: Georg Schmitt. 1535) Eingetretener Hindernisse wegen famt die auf den 20. d. M. bestimmte Tanz Unterhaltung der Gesellschaft „Harmonie" nicht abgehalten werden, weshalb solche erst am 3. August im Leib'schen Saale, Nachmittags 4 Uhr, stattfindet. Der Bv r ftan d. 1536) Am vergangenen Mittwoch sind durch ein Kind zwei noch ganz neue Cigarrenhalter in hiesiger Stadt verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, dieselben gegen eine Belohnung an die Exped. d. Bltts. abzugeben. 1518) Nächsten Sonntag, den 20. d. M., findet in meinem Gartenlocale gutbesetzte Lanz - Musik Statt, wozu crgebenst einladet I. A l b a ch in Lich. 1554) Sonntag den 20. Zuli: Concert der Musik - Capelle des Herrn Schierholz im Busch'schcn Garten. Anfang H llbr. 1538) Sonntag den 20. Juli findet Oarmouie - Musik in Beuern Statt, wozu crgebenst einladet C. Ranft. Frisch stacker ;u Gießen. ®_ou ntaq den 20. Juli. Jacob Vdgt in der Walltborstraße. tißrißian gobi-r 1. in der Neustadt. Jeremias Wallenfels auf dem SelterSweg. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Girfieir. G o r r e s d i e » st. Am 20. Juli. Margens : Pfarrer Landmann. Nachmittags : Kirchenrath Dr. Engel. Universitäts-Gottesdienst. Um I I Uhr : Professor Dr, Hesse. Getaufte. Den 1 3. Juli. Dem Bürger und Mnstllehrer, Heinrich Christian Zimmer, eine Tochter, Luise Henriette, gebaren den 19. Jnni. Den 14. 3uli. Dem Bürger und Wirth, Philipp Leib, eine Tochter, Anna Henriette, geboren den 20. Mai. Den 17. Juli Dem practischen Arzte, Dr. Hermann Weber 11., ei» Sahn, Ernst Friedlich Wilhelm Joseptr, geboren den 28. Mai. Beerdigte. Den 13. Juli. Jacob Reiber, Bürger und Manrrrmeister dahier, alt 36 I. 10 M. 20 T. gestorben den 12. Juli. Den 14. Juli. Auua Elisabeths Schäfer, Tag- lohuerin aus Hansen, alt 21 I. 2 IDi. 23 T. gestorben den 13. Juli. Den 15. .3 uli. Heinrich Zech, des Bürgers in Butzbach und Posteonducteurs dahier, Ludwig Zech, ehelicher Sohn, alt 3 I. gestorben den 13. Inti. Den 17. Juli. Hermann Marchand, Studiosus der Eameralwiffenschasten, des Großherzoglicheu Oberförsters, Marchand iii Obbornhbfen, ehelicher Sohn, alt 21 I. 4 M. 4 T. gestorben den 15. Juli. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Landmann. Fremden-Register vom 14. bis 17. Juli 1856. I n den Gasthäusern. Im Prinz Carl : Hrn. Oec. Beith v. Angerod, Brenner v. Laubach, Hammel v. Weiskirchen, Lehr v." Rohrbach u. Walges v. Wehrheini; Hr. v. Berlenbach, Gutsbes. a. Mecktfnbnrg; Hr. Heitmann, Chirurg v Bonn; Hr. Föbus, Mechau, v. Bruchsal; Hr. Möglich, Privatm. v. Hanau; Hr. Mautz, Gürtler v. Frankfurt; Hr. Sodheimer, Fabrik, v. Lüttich; Hr. Seist, St.-CrGehülfe v. Darmstadt; Hr. Weidig, Bürgermstr. v. Homberg; Hrn. Kff. Schenderleiu v. Bacharach, Koch v. Dillenburg, Renner o. Siegen, Gvldmann v. Elberfeld, Mandelbaum v. Hochheim u. Reischinger v. Berlin. Im Einhorn: Hr. Heß, Bürgermstr. u. Hrn. Oec. Herges u. Heisei v. Schwabenrvd u. Martin v. Heidentshausen; Frhr. v. Heldner tu. Fam., Oberforstr. v. Krakau; Hr. Winter, Offizier a. Holstein; Hrn. Amkm. Weiß v. Gera u. Hesse v. Paris; Hr. v. Spiegel, Domhr. v. Halberstadt; Hr. Flinsch, Buchhdlr. v. Leipzig; Hr. Okmaun, Reser, p. Naumburg; Hr. v. Löwenfels, Hofmarsch, v. Coburg; Hr. Ahrens, Techn. v. Hettstadt; Hr. Wilbrand, Kreisaffeffor v. Oppenheim; Hr. Baron v. Bohneburg m. Fam., Part v. Eisenach; Fr. Ludemann n. Schwester r>. Hannoper; Fr. Geh. Rath Bogel v. CarlSruhe; Hr. Rudolph, Assessor v. Mannheim; Hr. v. Krafft, Hauptm. o Oldenburg; Hr. v. Wvlefskp, Part. v. Warschau; Hrn. Kft. Cahn, Leopold u. Rüdde u. Cölu, FinbrückS u. v. Hagen v. Dülken, Freund v. Magdeburg, Kaiser v. Offenbach, Döhlemann v. Frankfurt, Hamblein u. Heller v. Leipzig, Zunder p. Worms u. Grvpelt n. Fr. v. Heilbronn. Iw Rappen Hrn. Ingen. Brummer v. Heidelberg u. Engalz v. Stau- fenberg; Hr. Dieffenbach, Rentmstr. u. Hr. Sonnnerlad, Stcueicommiffär v. Lauterbach; Hr. Eberhardt,. Stenten, v. Wiesbaden; Hr. v. Breidenbach, , f,,. tfi,ch„s,,.,„.z. ,ftL (s'na,.|, Pfarrer !>■ Londorf; Hrn. Reut. Laubinger v. Straßburg u. Klingenberg v. München; Hrn Lehrer Fleckenstein u. Siebert v. Würzburg; Hr. Mackensen, Gutsbes. । v. Badenhausen; Hrn. Obers. Marchand v. Obbornhofen u. Klein n. Sohu v. Romrod; Hr. Tnbei, Oec. v. Appenborn; Hr. Geiger n. Sohn p. Frankfurt; Hr. Jonas v. Frankenberg; Mad. Oechsner u. Mad. Schlitz v. Mainz. In den Privathäusern. Bei Hrn. L. G. Hast : Fr!. Besthardt v. Lennig u. Frl. Berg v. Rödelheim. — Bei Hrn. Buchhdlr. Heinemann : Frl Renting v. Darmstadt. — । Bei Fr Hast : Frau Overs. Schleaning v. Waldmichelbach. — Bei Hrn. Scrib. Wehner : Fr. Wehner n Söhn v. Obcrgteen.— Bei Hrn. Botenmstr. Lehr: Fr. Pfarrer Lehr p Schotten. — Bei Hrn. Pros Dr. Weigand : Fr. Förster Weigand u. Steinflirt. — Bei Hin. Mechau. Liebrich: Frl. Häusler ! v. Lenzburg. — Bei Hrn. Hofg. - Rath Wortmann : Hr. Schott, Consuk v. Gibraltar. — Bei Hrn. C. Standinger.: Fr. Rentamtm v. Gehren v. Darmstadt. — Bei Hrn. Hofg.-Rath Schäffer : Frl. Boneiff v. Frankfurt. — Bei Hrn. Mnsikdir. Schierholz: Fr. Jüngst u. Frl. Henkel v. Böhl.— Bei Hrn. Districtseiun. Höffinger : Frl. Cellarius v. Schotten. — Bei Hin. Superintend. Dr. Simui) : Fel. Habermehl v. Mainz. — Bei Hrn. Oec. H. Simon: Frl. Simon v. Cüln. — Bei Hrn. Kircheur, Dr. Engel: Hr. Trygophorns, Caffativnsgerichtse. v. Darmstadt. — Bei Hrn, Staats- anwalt Subst Maurer : Frl Scharfenberg v. Frankfurt Wärmegrade des Lahnwassers. Mittwoch den 16. Juli 16% Grad. Donnerstag „ 17. „ 16% „ Freitag „ 18. „ 16% „ _____________________________L^C^Rübsamen, Schwimnilehrer. Druck und Verlag der G. D. BrüylJchen Umverfitäts-Buch- und Srtrindruckerei. St Erscheint wöche 1 ff. 53 fr. — gespaltene Zeile Ochsenflei Äuhfleisch Rindfleisä Äalbfleisä Schweine' Hammelfl Lcberwuri Bratwurs Schwarte Blutwurst geräuchert Schinken Dörrfleisi A n m befindlich sein Joha soll im Bet Am gegangen. Gietzi 154 fasse titln die Erheb