Auzeigebtatt für die Stadt und den Kreis Gießen. Jfo 87. Mittwoch den 3L October 1855. Erscheint wöchentlich zwei Mal? Mittwoch und Samstag. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 fl. 30 fr., für Auswärtige incl. Postaufschlags 1 st. 53 tr. __' Auswärts abonnirt man stch bei allen Postämtern. In GicZen bei der Ärvedition (Canzleibcrg Lit. B. Nr. 1.) — Einrückungsgebühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 2 fr. Anzeigen aus verschiedenen Schriften die gespaltene Zeile 3 fr. — Annoncen in Tabcllcnform werden doppelt berechnet. Amtlicher Theil. O f f i c i e l l e Erhebung in den Adelstand. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben allergnädigst geruht, durch Allerhöchste Entschließung vom 6. September teil Lberlieutenant im Generalquarliermeisterstab Earl Julius Grundier für sich und seine eheliche Na ykommcnschaft in den Adelstand des Grvßherzoglhums zu erheben. Pntenterthciluugr'N. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigü geruht: Ain 19. September der Firma Ferdinand Ihm und Bürger zu Offenbach für die Dauer der nächsten fünf Jahre das Recht, die in der übergebenen Beschreibung näher erläuterten Eeinent- und Stein- niehlmaffen und Farben und damit getränkte Wcbstoffe, sowie die Verbindung dieser Eemeut-Farben mit Kautschuckauflösuug im llnifang des Großherzog- thiiins allein in Anwendung bringen zu dürfen, sowie an demselben Tage den, Cfvil - Ingenieur Dr. C. Schneidtler in Berlin für den Ärchitecten H. Gerner aas New-Jork für die Dauer der nächsten fünf Jahre das Recht, den von diesem erfundenen, durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterten Schreib- und Zeichnen - Evpier-Apparat im Umfange des Großherzog- thuinS allein in Anwendung bringen zu dürfen, zu ertheilen. Dienftnachrichtcn. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht : Am 5. September de» Wagenwärter bei der Cifenbahn- Station Offenbach Johs. König zum Wagenwärter bei der Main-Neckarbahn und deti Nletallarbeiter in der Centralwerkstätte der Main-Neckarbahn zu Tarmitadt Nicolaus Beunleth zum Wagenwärter bei der Eisenbahn-Station Offenbach jn ernennen; am 7. September den von rem Ortsgeistlichen und dem Ortsvorstande zu Niainstingen auf die erledigte erste katholische Schnl- lehrerstelle zu Mainflingen, im Kreise Offenbach, präsenticten Schullehrer Adam Schreiber zu Wackernheim für diese Stelle zu bestätigen; am 12. September den Professor Dr. Schneid zu Gießen zum Rector der LandeS-llniverfftäk für die Zeit von Michaelis 1855 bis dahin 180(1, und an demselben Tage den Obersteuer-Registratur-Aceefststen Ludwig Baur zu Darmstadt zum Obersteuer.- Secrelär zu ernennen; au demselben Tage den von dem Herrn Grafen von Schlitz, genannt Görtz, auf die zweite Plarrstelle zu Schlitz, im Kreise Nachrichten. Lauterbach, präsentirten Pfarrverweser Georg Christian Dieffenbach zu Schlitz für diese Stelle zu bestätigen; an demselben Tage dem Schulvicar Valentin Boller zu Esselborn, im Kreise Alzei, die evangelische Schullehrerstelle daselbst zu übertragen; an demselben Tage den praktischen Arzt Dr. Ignaz Victor Weil zu Zwingenberg zum Kreisarzt des Medicinalbezirks Bensheim zu ernennen; am 17. September dem evangelischen Pfarrer Justus Otto zu Fränkisch-Crumbach die evangelische Pfarrsteile zu Alsfeld zu übertragen- an demselben Tage den praktischen Arzt Dr. Anton Helwig zu Mainz zum Kreiswundarzt für den Medicinalbezirk Mainz, sowie an demselben Tage den HvfmuflknS Emil Reitz zugleich zum Hofkantor zu ernennen Charakterertheilungcn. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht : Am 25. August dem Bahn-Ingenieur und Bahnvorstand der Bahnverwaltung Darmstand Friedlich Lichkhamnier den Charakter als Baurath, — dem Oberzolliuspector Conrad Rötzcl zu Emmerich den Charakter als Steuerrath — und dem Canzleiinspector Friedrich Netz zu Darmstadt den Charakter als Canzleirath, und am 17. September dem ersten reformirteu Pfarrer zu Umstadt, Ludwig Marchand, den Charakter als Kir- cheurath zu verleihen. Dienstentlassung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben geruht: Am 18. August den DistrictSeinnehmer der Districtseinnehmerei Ruffelsheim Georg Amendt zu Rüffelsbcim feines Dienstes zu entlassen. Versetzungen in den Ruhestand und Charaktercrtheilung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog habe» aUergnävigst geruht: Am 26. Angllst den Kreiswundarzt des Medicinalbezirks Altenstadt Ur. Heinrich Carl Schäfer zu Altenstadt, und am 2. Septemöer den Landgestuksdiener Bernhard Kaiser zu Darmstadt, sowie am 7. September den Schnllehrer JustuS Wilhelm Krapp zu Königstätten, im Kreise Großgerau, in den Ruhestand zu versetzen; am 12. September den Obersteuer-Secretär Georg Jacob Zeitz zu Darmstadt, auf sein Nachsuchen, unter Verleihung des Charakters als Steuerrath, sowie den Cauzleidiener bei dem Kataster-Büreau Andreas Hertziug zu Darmstadt in den Ruhestand zu versetzen. Polizeiliche Bekanntmachungen. Die bestehende Vorschrift, wornach die hier wohnenden Studirenden binnen den ersten 8 Tagen eines jeden Lehrcursus, selbst dann, wenn ihre bisherige Wohnung nicht verändert worden, aus dem Großhcrzogltchen Polizcibürcau angezcigt werden sollen, wird hierdurch mit Bezug aus die höchsten Orts erlassene Verordnung: „Die Disciplinarstatuten der Universität Gießen betreffend" und namentlich aus den Art. 8 derselben, mit dem Ansügcn in Erinnerung gebracht, daß nach Ablauf dieser Frist gegen die Säumigen die Erkennung der für diesen Fall angrdrohten Strafe von 1 sl. 30 fr. veranlaßt werden wird. Hierbei wird zugleich bekannt gemacht, daß auch alle ortsfremden, das hiesige Gymnasium, die Realschule und ähnliche Erziehungs-Anstalten Besuchenden innerhalb der ersten 8 Tage eines jeden Lehrcursus bei Vermeidung gleicher Strafe aus Grvßhcrzoalichem Polizeibiircau angezcigt werden müssen. Gießen den 30. Oktober 1855. Der Großherzogliche Polizei-Commissär für die Provinzialhauststadt Gießen: L. Nover. Gefundene Gegenstände. Ein silberner Ring mit einem Plättchen, ein kleines Reisetaschen - Vorhängeschlößchen, ein altes Notizbuch mit Lederdccke, ein Knäuel roth und weiß geflammte Wolle, einige Stückchen Sammt, ein weißes wollenes Kinderstrümpfchen und ein alter Schib- karren, sind gefunden worden. Ferner ist vor mehreren Tagen ein gelb und weiß geflecktes Wachtel Hündchen zugelaufen. Die Eigenthümer habcn^ sich baldigst auf Großherzoglichem Polizeibüreau zu melden. Gießen den 30. October 1855. Der Großherzoglichc Polizei-Commissär für die Provinzialhauptstadt Gießen: 8. Nover. 484 Privat - Bekanntmachungen Gerichtliche Edictalladung. 2029) Nach Erkennung des formellen Con- cursprozesses gegen Kaufmann Louis Wille zu Gießen werden Alle, welche Ansprüche an denselben zu bilden haben, aufgcfordert, solche im Liquidations-Termin den 8. November I. I., Vormittags 9 Uhr, bei Meldung des stillschweigend eintretenden Ausschlusses von ter Masse anzuzeigen und zu begrünten. Von den persönlich nicht erscheinenden Gläubigern wird unterstellt, daß sie allen Beschlüssen der Mehrzahl der erscheinenden bezüglich der in demselben Termin zu versuchenden Güte, Wahl eines MaffepflegerS und Gläubiger - Ausschusses, zustimmen. Gießen den 24. Septbr. 1855. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Bott, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. Besondere Bekanntmachung. Das Oetroi der Stadt Gießen bctr. 3110) Mit Bezugnahme auf die höchste Verordnung vom 2. October 1855, wonach 1) von der Ohm Bier, auswärts fabri- cirt, statt 10 kr. 8 fr., 2) von der Ohm Bier, in Gießen sabri- cirt (statt der früher bezahlten Octroi- Abgabe von 8 kr. für 130 Pfund Malz) 5'/2 kr. betragen, 3) das Gewicht des Malters Hafer, statt wie seither auf 130 Pfund, auf 120 Pfund angenommen werden soll, wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebrach!, daß diese Bestimmungen mit dem 1. November 1855 in Wirksamkeit treten und die Abgabe unter 2 für die Folge bei dem Großherzoglichen Hauptzoüamte erhoben wird. Gießen den 26. Oktober 1855. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel. Versteigerungen. Betr.: Wiederverpachtung der herrschaftlichen Fisch- und Krebs - Wasser im Forste Gießen. 1981) Freitag den 2. November d. I., Vormittags 10 Uhr, werden im Gasthause zum Einhorn dahier die nachverzeichneten mit Ende 1855 leihfälligen herrschaftlichen Fisch- und Krebs- Wasser, unter den im Termine eröffnet werdenden Bedingungen, auf weitere 9 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet, nämlich: 1) die Lahn, vom Einfluß der Salz- böde bis zur Königl. Preuß. Gemarkung Dudenhofen in den Gemarkungen Fried'elhausen, Staufenberg, Rutters- «nd Hausen, Lollar, Wismar, Launspach, Wieseck, Gießen und Heuchelheim. Die auf einem Theile dieser Strecke der Krone Preußen zustehende Koppel- fischcrei wird gleichzeitig mitverpachtet. 2) Die Lumda, von der kurhcssischen Grenze bis zu ihrer Einmündung in die Lahn. 3) Die Wieseck, von den Heerd'schen Wiesen in der Gemarkung Trohe bis zur Lahn. 4) Die Oberlache, von Annerod an bis zur Wieseck. 5) Der Bieberbach, von seinem Ursprung an bis zur Lahn (mit Ausnahme der durch die Gemarkung Rodheim fließenden Strecke.) 6) Der Hausstättcr Bach und der Ehlybach (letzterer bis zur Atzbacher Grenze.) 7) Der Grundelbach, von seinem Ursprung bis incl. zum tiefen Bächlein in der Gemarkung Großenlinden nebst dem sog. großen Woog. Es können nur bekannte rechtliche Leute als Pächter zugclasscn werden, von denen eine ordnungsmäßige Benutzung des Fisch- und Krebsfangs zu erwarten steht, keine Holzfrevler, Wild-, Fisch- und Krebsdiebe, oder Leute ohne alles Vermögen, oder solche, die durch die Ausübung des Fisch- und Krebsfangs ihr Gewerbe vernachlässigen und in ihrem Nahrungsstande zurückkvmmen würden. Nachgcbote werden nicht angenommen; die Genehmigung der Verpachtung bleibt Großherzoglichcr Oberforst- und Domänen- Direction Vorbehalten. Gießen den 20. September 1855. Großherzogliches Forstamt Gießen. v. Buseck. Arbeitsversteigerung in Grüningen. 3065) Donnerstag den 1. November v. I., des Vormittags 10 Uhr, sollen aus der unterzeichneten Bürgermeisterei, zur Fortsetzung des Vicinalwcgs nach Stein- berg, 240 lfde. Klafter Chaussirung, veranschlagt zu 360, fl., unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich an die Wcnigst- nehmenden in Accord gegeben werden. Grüningen den 22. October 1855. Großherzogliche Bürgermeisterei Grüningen. I. A.: Gerhard, Bezirksbauaufseher. 3127) Montag den 5. November, Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Hause des Bäckers Schäfer am Rathhaus allerlei Hausgeräthe und Mobilien gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Gießen den 29. October 1855. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers.: C. Weidig, Ortsgerichlsmann. F e i l g e l) o t e n. ~ 3118) Ausgclohte Sauerkraut-Fäßchen, Fleischständer, Fleischbüttcn, Weinfässer rc., sowie mehrere Stecken trockenes, 3 Fuß langes Holz, den Stecken zu 6 fl., verkauft _________Wilhelm Ko hl er mann. 3128) Sehr schönes Weißkraut ist zu verkaufen bei Gg. Heinr. Lony. 3077) Feinsten Rum, Arrac, ächten französischen Cognac, Pcrsico, Extrait d’Absynlhe, ächten Düsseldorfer Punsch- und Bischofs-Essenz empfiehlt L. I a h r e i s. 3117) Verschiedene Sorten gebrochene Acpfel, als: Melacken, Süszäpfel, Madäpfel, Hütäpfel, ii ©immer 1 fl. 20 kr., Bors- dorfer, ä ©immer 1 fl. 45 kr., sowie gute, sich lange Zeit haltende Winter-Birnen, a ©immer 1 fl. 30 fr., verkauft täglich Obsthändler Mehl am Wochenmarll 3126) Bei Beginn der Jahreszeit erlaube ich mir, auf mein vollständig assortirtes Zager in allen Sorten grünen» und schwarzem Thee, als: Peccve- mit Blüthen, Souchong-, Congo-, Perl-, Imperial-, Hay- 2C- / )owie auf meinen ächten Jamaica - Rum, Batavia - Arrac und vorzüglichen Punsch-Essenz von Arrac und Rum, aufmerksam zu machen. Außerdem bringe ich meine Chvcolade, mit und ohne Gewürz, Zeylon-, Java- und chinesischen Zimmet, Ärangeat, Citronat, Corinthen, Rosinen, Mandeln, Vanille, Ertronen, eingemachten Ingber, Häringe, Sardellen, Sens, sowie meine übrigen Colonial- und Specerei-Waaren, in empfehlende Erinnerung. W. Zur buch. 485 nach Stein- it’rung, ver- dm bei der : werdenden ie Wcnigst- iverden. 1855. Grüningen. >ber, :ers Schäfer 'he und Mo- ung vcrftei- 55. icht Gießen, ftehers.: chtsmann. Mi-Fäßchen, einfässer ic., 3 Fuß lan- '., verkauft rmann. raut ist zu u Lony. reic, ächten o, Extrait 'er Pu lischst hrei s. gebrochene , Madäpfel, fr., Bors- sowie gute, ter - Birnen, ft täglich ll'chenmarkh j assortirtes Cf il=, Hay- oorzüglichen . bringe ich ine fisch en , Vanille/ owie meine Mitteldeutsche Eisenbahn-Frachtbriefe sind stets vorräthig in der G. D. Brüh'schen Univ.-Buch- und Steindrnckerei, Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1. 3078) Kronberger Kastanien, Italienische Haselnüsse und Taselmandcln, sind angekvmmcn bei L. Jahr eis. 3112) Mein Lager in angcfangenen Stickereien, nach den neuesten Dessins, in großer Auswahl, als: abgepaßte Teppiche unv alle anderen Stramine, sowie Gold- und Silbcrfaden, Kordel unv Litzen; Näh-, Strick-, Stick-, Häkelseide und Zwirn; Strick-, Stick- und Stauchcnwolle; auch sehr schöne sechsfache weiße englische Rock- Wolle; weiße, graue und ungebleichte Vi- gonia estramadura; englische Strick- und Stickbaumwolle, und alle in dieses Fach einschlagenden Artikel, empfiehlt zu billigen Preisen I. H. Fuhr. Zu vermiethen. 3124) In Lit. B. Nr. 117 ist eine möblirte, freundliche Stube zu vcrmicthen. 3111) Eine freundliche Wohnung, nach der Straße gehend und mit allen Bequemlichkeiten versehen, ist zu vcrmiethen hei Schmied Unverzagt. 3129) Bei PH. Schlatter auf dem Kreuz ist eine möblirte Stube mit Cabinet zu vcrmicthen. 2077) Ein möblirtes Zimmer ist zu vcrmicthen bei I. Schaum, Handelsgärtner am Seltcrsthor. 3038) Ein Zimmer, mit oder ohne Cabinet, ist im Hessischen Hofe zu vermiethen. 2050) In meinem ganz neu eingerichteten Hause am Kreuz ist ein sehr freundliches, nobel möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Körber. 3122) Das 3. Stockwerk in meinem ehemals W i n ckl cr'schen Hause auf der Mäusburg, bestehend in einer großen Stube, einer Kammer, einer Mansarde, einer Küche, 7a am Keller und 7z am Bodenraum, ist zu vermiethen. — Liebhaber wollen sich an meinem Comptoir, und zwar direct bei mir, über die Bedingungen unterrichten lassen. Joh. Balth. Noll. 3039) In Lit. C. Nr. 46 auf dem Seltersweg sind mehrere möblirte Zimmer, ferner ein großer Keller mit Lager, zu vermiethen. 3066) Bei Frau Advocat Wießell sind einige möblirte Zimmer zu vermiethen. 3075) In Lit. D. Nr. 19 ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet und Sopha zu vermiethen. 3073) Zwei möblirte Zimmer sind in Lit. B. Nr. 90 zu vermiethen. PH. Kattrein. 3120) In Lit. D. Nr. 172 ist eine Familienwohnung zu vermiethen und sogleich beziehbar. 3099) In Lit. C. Nr. 46, Seltersweg, ist im 2. Stock ein großes möblirtes Zimmer mit Cabinet, nach der Straße, zu vermiethen. _ 3094) Das von Hrn. Schreinermeister Schmuck bewohnte Logis ist anderweit zn vermiethen und am 15. November beziehbar. Wilhelm Jacobi. 3076) Eine gut möblirte, freundliche Studentcnwohnung ist bei Unterzeichnetem zu vermiethen. G. Schierholz. 3096) Bei Louis Scharmann in der Schloßgasse sind einige möblirte Zimmer zu vermiethen. 3115) Mehrere möblirte Zimmer mit Cabinet sind bei mir zu vermiethen. C. K. Worms, Wallthor, A. 139. 3119) In den Neuen-Bäum ist eine Wohnung von 2 oder 3 Zimmern mit Küche, Keller, Bodenraum, Holzstall u. s. w., zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Bei wem? sagt die Exped. dieses Blattes. Vermischte Nachrichten. 3121) Ich wünsche ein Hebräisches Gram- maticale, mit Berücksichtigung des biblischen Chaldaismus, zu ertheilen. Außerdem erbiete ich mich zu Privatissimis in der Exegese des Alten Testaments, wie zur Erklärung der Klagclievcr des Jeremia. L. Palmer. 3116) Diejenigen, welche sich dafür interessiren, die Calamität einer Zettelbank vom Lande abzuhalten, werden ersucht, sich zu einer Besprechung Freitag den 2. November d. I., Nachmittags halb 2 Uhr, im Gasthaus zum Rappen einzufinden. 3074) Mehrere Stipendiaten, wie auch andere Herren, können noch Mittag- und Abendtisch erhalten bei PH. Kattrein. 3123) Ein gesitteter Junge kann in die Lehre treten bei Spenglermeister PH. Zimmer in Lich. 3125) Die Berlinische Lebens-Versichermigs-Gesellschast zählte am Schlüsse des vorigen Monats zu ihren Mitgliedern 7908 Personen, welche mit einem (Kapitale von 9,325,000 Thlrn. versichert waren. Dieselbe hat auch an solchen Orten, in denen epidemische Krankheiten, z. B. Cholera, herrschten, ihre Geschäfte unverändert fortgesetzt und einen bedeutenden Zuwachs von neuen Versicherungen erhalten. Sie stellt ihren Interessenten, bei den verschiedensten Versicherungs-Arten, billige Prämien, und überläßt ihnen die Wahl zwischen solchen, die am jährlichen Gewinne theilnehmen und solchen, die von Anfang an verhältnißmäßig niedriger sind. Dieselben können außerdem entweder in gleichmäßigen oder in steigenden oder fallenden jährlichen, halb- oder vierteljährlichen Raten gezahlt werden und gewähren nach ihrer Berechnung den Vortheil, daß z. B, bei den Sparkaffcn- Vcrsichcrungcn das Capital nach Ablauf der bestimmten Zeit vom Versicherten selbst, wenn dieser dagegen früher sterben sollte, von den Besitzern der Police sofort erhoben werden kann. Geschäfts-Programme werden stets in unscrm Büreau, Spandauerbrücke Nr. 8, sowie bei unseren Agenten unentgeltlich verabfolgt. -Berlin, den 19. October 1855. Direktion der Berlinischen LebenS-Versicherungs-Gesellschast. Vorstehende Bekanntmachung bringe ich hierdurch zur öffentlichen Kcnntniß. Gießen den 30. October 1855. Franz PeppLer, Agent der Berlinischen Lebens-VersichcruugS-Gcsellschast. 4'86 3130) Um allenfallsige Mißverständnisse zu vermeiden, diene den seitherigen ordentlichen wie anßerordent- lichen Mitgliedern der Bürgergesellschast I. zur Nachricht, daß sich die Gesellschaft durch die Erklärung voll über 2/s sämmtlicher ordentlichen Mitglieder, auS hier weiter nicht zu berührenden Gründen, ansgelos't uno eine neue Gesellschaft unter dem Namen „Bürger-Casino" gegründet hat. Diejenigen seitherigen ordentlichen wie anßcrordentlichcn Mitglieder, sowie diejenigen, die sich vor der Auflösung neu augemeldet haben, wollen ituit, im Fall sie in das „Bürger-Casino" ansgenontmen zn sein wünschen, ihre Anmeldungen bei dem provisorischen Vorstand desselben, I. P. M vhl, bis zum 8. November einreichcn. Gießen den 30. October 1855. Der provisorische Vorstand. Fremden-Register vom 26. bis 29. October 1855. In den Gasthäusern. Jm Nappcn: Hr. Baron v. Laßner v. Frankfurt; Fr. Schwing v. Verona; greifr. v. Gaugreben v. Consta»;; Hr. Bächlcr, Oec. v, Rinsheim; Hru. Reut Wallau v. Hamburg, Bulle ».Straßburg u. Wunter v. Leipzig; Hr. Tannemann, Privatm. v. Bremen; Hr. v. Werninghaus v. Genf; Hr. v. Kraushold v. Mailand; Hr. LitziuS, Privalm. ».Donauwörth; Hr. Halter, Anw. v. Danzig; Hr. Sieger, Fabrik, o. Ettlingen; Hr. Schulz, Hnttenbes. v. Hollthal; Hr, Mann, Bcrw. v. Glashof; Hr. Jckratt, Reut. ».* Lyon; Hr». Kst. Grosse u. Pafchle v. Frankfurt, Grämlich v. Demmin, Wisuer ». Dessau, Aluller ». Dinglingen, Waaghals ». Landshut, Löber v. Suffe», Mayer v. Tittau, Flach ». Bübingen, Rutsch v. Attendorn, Steiger v. Hamburg, Oberhäuser ». Prag, Raumer ». Dresden, Kolb o. Aachen, Fritz ». Wiesbaden, Schilling v. Adelsheim u. Stniber v. Würzburg. Am Einhorn : Hr. Hachner, Eisenbahndir v. Cöln; Hr. Rüger, Bau- mstr. ». Bürbach; ' Hr. Giebler, Bergwerlbes. ». Dillenburg; Hr. Holz, Färbereibes. v. Chemnitz; Hr. Lehrer m. Fam., Kreisr. ». Reisse; Hr. Fri- derici, Dvmhr. v. Leipzig; Hr. Reisse m. Fr. v. Magdeburg ; Hr. Baroi, y. Hagen, Gntsbes. a. Westphalen; Hr. Weiß, Actuar v. Wiesbaden; Hr. Eberhardt, Fabrik, ». Zittau; Hr Härtel, Banquier u. Lichtenstein; Hr. Erckmann, Stub. v. Berlin; Hr». Kst. Katz o. Steinbach, Boß v. Berlin, Steiger v. Magdeburg, Bachmann v. Alsfeld, Seclbach v. Frankfurt, Müller v. Mainz, Schafstädt v. Hamburg, Bvrilemann v. Hanau, Schlettau v. Berlin, Bayrei ». Zittau, Werner v. Colu, Frei v. Leipzig u. Schädlich ». Glauchau. Am prilig Carl : Hr. Kröker, Metzgermstr. ».Frankfurt; Hr. Winter, Lehrer v. Wilbungeu; Hr.Rinn, Jnsp. ».Aschaffenburg; Hr. Baron ». Eich- chvld m. Beb., Rittergiltebes. v. Greifswalde; Hr. Sachs, Priratm. v Frankfurt; Mab. Hillner ». Marburg; Hrn. Rent. Bastian ».Frankfurt u. Stucke» ». Bremen; Hr. Laufner, Fabrik, v. Nürnberg; Hr. Bollner, Banquier v. | Hamburg; Hr. Glöckner, Berw. ». Barmen; Hr. Besel v. Iserlohn; Hr. v. Müller, Lieuten. v. (Solu; Hr. Möllinger, Blechan. ». Hanau; Hi. Bar. v. Eichelhard, Reut. v. Halie; Hr. Bleidhorst, Fabrik, v. Berlin; Hrii. Kff. Knüppel ii. Wirth v Frankfurt, Schnppner v. Crefelv, Rapp v. Berlin, Lidau u. Elbinger v. Cassel, Balser u. Meiui»zer v. Frankfurt u. Roth ». Stuttgart. Am Siern : Hr. Gorr, Handelsm. v. Roßbach; Jungf. Kramer v. Rauschenberg; Hr Krauch, Hutfabrik. ».Rosenthal; Hr. Schulze, Strumpfw. ». Reichenhain. An der Somit ; Hr. Cramer, Künstler v. Neustadt; Frl. Geiger, Künstlerin v. Innsbruck; Hrn. Haubelöl. Will v. Geschwandt u. Helfrich u. Müller ». Hattenhausen; Hrn. Fuhrt. Müller v. Sellnrod, Lämmer ». Me- derohmen u. Buhl v. Katzenfurth; Jungfern Plitt, Weh» u. Unverzagt v. Biedenkopf. In den Privat Häusern. Bei Hrn. Spengler Löber : Hr. Rüßle,. Mechau. ». Stuttgart. — Bei Hrn. Kfm. Rech : Hr. Müller ». Langenlonsheim. — Bei Hrn. I. Köhler: Frl. Ulbrich v. Frankfurt. — Bei Hin. Forstmstr. ». Buseck : Frl. (5. u. E. Haupt v. Hamburg u. Hr. ». Buseck, Lieuten v. Darmstadt. — Bei 1 Wittwe Pofeiner : Fr. Lauaufs. Poseiuer v. Grimberg. Geld-CourS vom 29. Octvber 1855. ft- kr. fl. lr. Neue Louis'bors . . . 10 45 20 - Franken - Stücke . 9 22 Pistole»....... 9 Engl. SoveraignS . . Preuß. Thaler .... 11 47 eilt», Preuß. . . . 9 56 1 t5j Holl. l0-fl.-Sfücke . 9 44 5- Franken - Thaler . . 2 20 Rand -Ducaten.... 5 341 Preuß. Caßeu-Scheine 1 43J Frucht- und Mehlpreise von nachbenannten Städten und Frnchtlnärkten. Gießen: Außerdem wurden noch 24 Mltr. Erbsen im Mittelpreis ä 11 fl. 15 kr 15 Mltr Wicke» im Mittelpreis ä 8 ft. 20 fr. und I Mltr. Brobmehl im Mittelpreis zu 12 fl. »erkauft Ort und Datum. W a i z e n. Kor n. G e r st e. Hafer. Kartoffel n. Ausgefahren Mltr. Verkauft Mltr. Mittelpreis vom Matter. Aufgefahren Mltr. Verkauft Mltr. Mittelpreis vom Malter. Aufgefahren Mltr. Verkauft Mltr. Mittelpreis vom Matter. Aufgefahren Mltr. Verkauft Mltr. Mittelpreis vom Malter. Aufgefahren Mltr. Verkauft. Mltr. Mittelpreis vom Maller. Pf. fr. P'. fl. kr. Pf. L L Pf. fl. fr. Pf. fl. fr. Gießen, 26. Octbr. 458 386 200 17 48 104 33 180 i'i 31 21 1 116 160 9 25 — 173 120 4 41 215 HO 200 2 59 Lich, 19. ff 74 200 18 10 20 18 180 15 — 34 34 160 9 30 4 2 120 4 25 36 28 200 2 40 Butzbach, 26. ff 183 124 s 200 18 5 24' 2>z 180 1 1 24 87 75- 160 9 33 61J 53- 120 4 46 564 j 5641 200 2 47 Grünberg. 27. 277 277 200 16 55 21 21 180 13 37 147 147 160 8 l| 216 216 120 4 12 7 7 200 3 10 Hungen, 19. 56 56 200 18 la 6 6 180 14 — 30 30 160 9 5 12 12 120 4 30 10 10 200 3 —■ Friedberg, 26. 861 815 200 10 25 22 180 14 28 372 312 160 9 11 141 130 120 4 43 70 65 200 2 45 Nidda, 26. ,, — 13 200 17 42 — 1 180 13 — — 1 160 9 10 — 18 120 4 29 — — 200 — — Biedenkopf, 19. 18 10 209 16 20 12 12 180 15 — 9 9 160 9 54 15 8 . 120 5 12 — — 200 — — Echzell, 19. ff 76 76 200 18 18 ' 5 3 180 12 30 1361 124 z 160 9 24 5 5 120 4 20 — — 200 — — Mainz, 26. U — — 200 19 10 — — 180 16 40 — 160 13115 — — 120 5 30 — — 200 — — Druck und Vertagter G. D. Brühl'scheu Universitäts-Buch- uno Steindruckcrei. Erscheint wöch ÄuSwürtS abo Ochsenflei Kuhfleisch Rinoflcisc Kalbfleisd Schweine Hammelfl Leberwurf Bratwurs Schwartel Blutwurst geräuchert Schinken Dörrfleisch d A ii in e befindlich sein. Zu Nr. S Betreffe, D a i Nachde! Brod betreffe ich gemäß Au 1. Es Weiteres bcst, 11. Wü tember v. I., ,. 1) §• keine Fruchth, tvffeln Denjer 2) §. . die Bermittlu Zuwide Geldbuße von