Anzeigeblatt für die Stadt und den Kreis Gießen. J^oe 26 « Samstag den 31» Mär; !££>£>♦ Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Samstag. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 ff. 30 kr., für Auswärtige i»°i. Postauffchlags 1 ff 53 kr. — Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Ervtdition (Canjleiberg iit. B. -kr. t.) — EinrückuugSlebühl für di- gespaltene CorpuSzeile oder deren Raum 2 kr. Anzeigen aus verschiedenen Schriften die gespaltene Corpnszeile 3 kr. Polrzertaren für d e n Kreis Gießen, und zwar: 1. für die Provinzialhauptstadt Gießen: F l e i s ch t a r e. per Pfund kr. Ochsenfleisch........... 14 Kuhfleisch...............11 Rindfleisch..............10 Kalbfleisch..............7 Schweinefleisch........ 15| Hammelfleisch..... 10 Leberwurst..............16 Bratwurst..............22 Schwartemagen . ............18 Blutwurst...............18 geräucherter Speck............32 Schinken . . .............24 Dörrfleisch ..............22 2. Für die «rudern Städte und -Orte des Kreises und das Pfund Fleisch um 2 Heller billiger. per Pfund kr. Rindsfett............... 20 Nierenfett..... 24 Schweineschmalz............. 24 desgleichen ausgelassenes .......... 28 Brodt ar e. Pfund kr. 2| ordinäres l % Gerste- und ) - gebend . . 9 4j Brod aus l % Korn-Mehl | De,te°enD . . 18 2 gemischtes */, Waizen- und j 6 ß . . 10 4i Brod aus ) % Korn - Mehl f "efleyenv , . 19^ Loth Quint. 4 2 Wasserweck .....1 3 2 Milchbrod ........ 1 dieselben Taxen, jedoch der Laib Brod um einen Heller billiger Äumerkung: Bei einer Quantität Fleisch von 10 Pfunb dürfen im steigenden uno fallenden Verhältniß nicht mehr als l‘/2 Pfund Zugabe befindlich sein. Amtlicher T h e i l. Bekernntmchung. Da am Charfreitag (6. April) kein Fruchtmarkt abgehalten werden kann, so wird hiermit verordnet, daß der Fruchtmarkt der nächsten Woche, zwei Tage früher, nämlich am Mittwoch den 4. April, abgehalten werden soll. Gießen den 27. März 1855. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ______________________________________________ _________K ü ch l e r._____________________________________________________________ Steckbrief Großherzogiichen Kreisarnts Gießen. Heinrich Bocher von Stockhausen treibt sich außerhalb zwecklos umher und soll auf Requisilion Großherzoglichen Krr s- amts Grünberg verhaftet werden. Er ist 21 Jahre alt, kleiner Statur und hat blonde Haare. Polizeiliche Bekanntmachungen. Ausschreiben. Verschiedene Diebstähle in der Gemarkung Gießen betreffend. Seit Kurzem sind aus verschiedenen, außerhalb der Stadt Gießen gelegenen Besitzungen gestohlen worden r ein gußeiserner Stab aus einem Brennofen, eine Rvtthacke, eine Letthacke, zwei wckeppschippen, ein Pfuhlschöpfer (s. g. Schöpffaß) mit langem Stiel und zwei braun angestrichene Doppeldicl (Gartenbänke.) Ich ersuche die resp. Polizeibehörden, mich davon zu benachrichtigen, wenn Gegenstände dieser Art bei verdächtigen Personen wahrgenommen oder von diesen verkauft werden sollten. Gießen den 29. März 1855. Der Großherzogliche Polizei - Commissär für die Provinzialhauptstadt Gießen: L. Nover. Auf das Polizeibureau sind abgeliefert worden : eine schwarze Kinderschürze, eine Peitsche, ein Kinderhandschuh, eine Runge, eine Mistgabel und ein Geldbeutel mit einigen Kreuzern. Die Eigenthümer haben sich baldigst zu melden. Gießen den 29. März 1855. Der Großherzogliche Polizei-Commissär der Provinzial-Hauptstadt Gießen : £. Rover. Ausfchreiben. Am 26-. Januar 1855 wurde zu Frankfurt a. M. wegen Landstreicherei, Bettelns (Hochstappelei) und Mangels an Unter« Haltsmitteln und Reisepapieren ein Mann verhaftet, welcher sich für den aus Egypten kommenden, aus Rheinpreußen gebürtigen Sprachlehrer August Won der Way ausgegeben hatte, bei seiner Verhaftung aber sofort angab : dieser Name Won der Way sei sein richtiger Name nicht; er könne seinen Namen und seine Heimath nicht nennen, denn seine Eltern, welche sehr vermögend feien, verfolgten ihn und strebten sogar nach seinem Leben, weil er den protestantischen Glauben, in welchem er erzogen worden sei, ge- ändert habe und katholisch geworden sei; es werde ihn Nichts zwingen, feinen Namen und feine Heimath anzugeben; er schäme sich jetzt, in seinem gegenwärtigen Zustand zu seinen Eltern zurückzukchren. Es ist uns bis jetzt nicht gelungen, etwas Näheres über den Verhafteten zu ermitteln. Derselbe ist nach seiner äußeren Erscheinung ungefähr 30 Jahre alt; er gibt in dieser Hinsicht an, daß er den 5. Januar 1824 geboren sei; er ist (baarfuß gemessen) 5' 2" rhein. --- 162J/3 (Sentimctre« groß, mithin etwas Unter der mittleren Mannes- große; hat dunkelblonde (bräunliche Kopfhaare, die er, indem sie ziemlich lang sind, hinter die Ohren streicht; eine hohe, gewölbte, breite Stirne mit vorragenden Stirnhöckern; blonde Augenbraunen; graublaue Augen; eine spitz, zulaufende Nase mit breiter Grund- Inge, breiten Nasenflügeln und geradem Rucken; einen gewöhnlichen Mund; gute, jevoch ungereinigte Zähne; von welchen der rechte und der linke dritte untere Backenzahn fehle»; einen starken, braunen Bart, welcher sowohl rund ums Gesicht und Kinn, als auch über die Lippen sieh erstreckt. Dieser Bart ist etwas borstenartig, an den Backen dunkelbraun und an den anderen Theilen röth- lichbraun und dürfte seit ungefähr 6 Monaten nicht abgeschoren worden sein. Der Verhaftete gibt an, diesen Bart trage er nur zur Winterszeit, zu anderer Zeit scheere er ihn glatt ab; dieser Bart wachse ihm sehr schnell. Der Verhaftete hat ein rundes, volles, breites, hübsches Gesicht mit einem gewißen ruhigen (trägen) Ausoruck. Als er verhaftet wurde, hatte er eine blühende, frische Gesichtsfarbe. Er hat eine untersetzte, kräftige, breitschulterige, wohlgenährte Gestalt und kann eine gewisse anscheinend würdevolle Haltung und ein ebensolches Benehmen annehmen und zeigen. Als besondere Kennzeichen sind an ihm zu bemerken : auf der linken Seite der Stirne über der Schläfe, sowie auf dem linken Daumen je eine Narbe; auf dem rechten Schienbein zwei flache Narben; links auf der Scheivelhöhe des Kopfes eine strich- förmige Narbe, über welcher die Kopfhaare auf einer rundlich.n Stelle von der Größe eines Groschensiückes ausgefallen sind; in der linken Ellenbogenbeuge eine Averlaßnarbe; auf dem Rücken Narben von Schröpfköpfen.; an dem rechten äußeren Augenwinkel, sowie an der linken Seite der Brust und aus der rechten Seite des Nackens je einen Pfefferflecken. Er trägt eine Stahlbrille für einen Kurzsichtigen und schnupft. Seine Kleidung besteht gegenwärtig in einem schwarzen Seidenhut, blauen Rock mit einer Reihe Knöpfe; schwarzem Ca- misol; einer schwarzen wollenen Halsbinde; dunkelblauen Hose; schwarzen Lastinghose; schwarzen Weste; weißen, baumwollenen, gewebten Unterhose; einem Vorhemdchen; baumwollenen Hemd; groben, leinenen Hemd, K.T. gez.; feinen leinenen Hemd, A. R. gez., einem Paar rindsledernen Bendelschuhen. Er schreibt eine fließende deutliche deutsche, lateinische, griechische und hebräische Hand- schrist; spricht eine Mundart, wie sie in den, um das Harzgebirge Herumliegenden, Gegenden von Thüringen, Hannover und Braun- schwieg üblich ist; seine Sprache hat einen weichen, sausten Ausdruck. Er behauptete anfänglich, daß er außer der deutschen noch neun andere Sprachen, nämlich die französische, englische, italienische, spanische, portugiesische, holländische, lateinische, griechische und hebräische Sprache sprechen, lesen und schreiben könne. Als wir ihn jedoch in dieser Hinsicht prüfen wollten, verweigerte er, sich dieser Prüfung zu unterwerfen. Er führte bei sich einige englische katholische Gebetbüchelchen; mehrere Heiligenbilder; einen Rosenkranz; mehrere kleine zu Ehren der Jungfrau Maria geschlagene Denkmünzen; eine Art von Amulei mit den Namen verschiedener Heiligen in einer kleinen runden Blechbüchse, ferner ein Spiel Karten, sowie ein Stück mit schwarzer und ein Stück mit blauer Farbe bestrichenes und geöltes Papier, wie solches zum Durchzeichnen von Stempeln, Schriften u. dgl. benutzt w rd. Diese Stücke Papier tragen Spuren, daß mit ihrer Hülfe die Wappen, sowie aiich die Schriften von italienischen Münzen durchgezeichnet worden sind. Wir muthmaßen, daß der Verhaftete, welcher nicht ohne einige Bildung und Kenntnisse ist, seither unter dem Gewand der Scheinheiligkeit hochstappelnd urnhergezogen ist, und hierbei insbesondere Geistliche geprellt hat. Unter dem Erbieten zu gleicher Willfährigkeit ersuchen wir dringend, gefälligst geeignete Nachforschungen über den Namen, bie Heimath und die sonstigen Verhältnisse des fragt. Verhafteten anzustellen, insbesondere dieses Ausschreiben den Aufsehern und Wärtern in den Gefängnissen, den Gensd'armen, Polizewieuern u. dgl. bekannt zu machen, dasselbe in die etwa bestehenden Polizei- blätter einrücken zu lassen und uns alles dasjenige mitzutheilen, was von dem fragt. Verhafteten bekannt fein oder bekannt werden sollte. Frankfurt a. M., den 17. März 1855. P 0 lizki - ÄMt Bekanntmachn u g, die gesetzlichen Forderungen an Stndirende aus dem Wintersemester 1851/55 betreffend. Die in diesem Semester entstandenen gesetzlichen Forderungen an Stndirende müssen bis den 31. V Mts. mittelst specificir- ter Rechnungen zur Anzeige gebracht und längstens bis den 12. Mai d. I. geltend gemacht werden, widrigensalls dieselben den ihnen durch Art. 136 der Diseiplinarstatuten zugewiesenen Vorzug verlieren. Gießen den 1-5. - März 1855. Großherzogliches Universitäts-Gericht. 137 Gerichtliche und Privat - Bekauntmachuttgeu. Versteigerungen. 338) .Gießen. Nergcbung von Arbeiten bei der Stadt Gießen. Mvntag den 2. April 1855, des Vormittags 9 Uhr, soll auf dem Rathhause dahier Schrciner- und Zimmerarbeit, veranschlagt zu 54 ft, an den Wenigstfordcrnden vergeben werden. Gießen am 27. März 1855. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel. 397) Gießen. Dienstag den 3 April, Nachmittags 2 Uhr, sollen die Grundstücke des Philipp Brück, auf welche mehrere Nachgcbvte erfolgt sind, nochmals versteigert werden und wird mit dem Zuschlag die Genehmigung ertheilt. Gießen den 30. März 1855. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers: C. W e i d i g, Ortsgerichtsmann. 377) Gießen. Holzversteigerniig im Gtcßcnkr Stadtwalde. Montag den 2. April l. I., von Morgens 9 Uhr an, soll in dem hiesigen Stattwalde, Schutzbezirk Stelzenmorgen, District Zollstockswäldchen und Tanne, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden: Besondere Bekanntmachungen. 336) Gießen. Die Besetzung einer Flnrschntzeystelle bei der Stadt Gießen. Zu der offenen Stelle eines Flurschützen wird Concurrenz mit dem Bemerken eröffnet, daß bei deren Besetzung nur auf junge, rüstige, nüchterne und völlig unbescholtene Männer Rücksicht genommen und die Anmeltungszeit mit dem 4. April k. Mts. geschloffen wird. Gießen den 24. März 1855. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel. 370) Gießen. Feldstrafen-Ei Hebung bei dem Groß- herzoglichen Rentamt Gießen. Die Feldstrafen von der 1. Periode l. I. können zwischen dem t. und 15. April l. I. an den Zahltagen Dienstags und Samstags ohne Mahnung bezahlt werden. Gießen den 27. März 1855. Großherzogliches Rentamt Gießen. Melchior. 198 Stecken Eichen-Scheidholz, 39% „ „ Prügelholz, 78% „ „ Stockholz, 1925 Wellen „ Reishvlz, 25 „ Buchen- „ 1 '/t Stecken Kiefern-Scheitholz, 17, » „ Prügelholz, 3% „ „ Stockholz, 175 Wellen „ Reishvlz, 900 „ Erlen- „ 128 Eichen-Stämme von 1965 Cubikfß. 18 Kiefern „ „ 452 „ 1 Eichen-Pflugsreh, 18 Eichen-Pflugs-Wellen, 50 Dorn- „ Die Eichen-Stymme haben einen Durchmesser von 67i bis 23 Zoll und eine Länge von 12 bis 45 Fuß. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 24 Juni d. I. gestattet. Die Zusammenkunft ist am Rödger Weg. Die Großhcrzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen am 26. März 1855. Großherzogliche 'Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel. 360) Eberstadt. A r b e i t s v e r st c i g e r u n g. Dienstag den 10. April l. I., des Vormittags 9 Uhr, sollen auf der unterzeichneten Bürgermeisterei folgende Arbeiten an die Wcnigstiiehmendcn in Accord gegeben werden: 1) die Lieferung von circa 2400 Pfund gußeiserner Rohre, veranschlagt zu 180 fl. —fr. 2) das Legen derselben, veranschlagt zu . . . . 40 „ — „ 3) die Lieferung eines steinernen Brunnentrogs , ver- ansch'agt zu ... . 8 „ — „ 4) die Chaussirung von 76 laufenden Klftrn. Wegs, veranschlagt zu . . . 126 „ 40 „ 5) die Fertigung zweier Mulden, veranschlagt zu . . 5 „ 20 „ Summe 360 st. — fr. Eberstadt am 26. März 1855. Großherzogliche Bürgermeisterei Eberstadt. Tempel. 391) Rodheim. Donnerstag den 5. April, Mittags um 2 Uhr, soll eine Mauer am Friedhöfe, welche zu 70 fl. 14 fr. veranschlagt ist, an den We- nigstnehmcnden versteigert werden. Rodheim den 29. März 1855. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim. Wagner. 398) Lollar. Dienstag den 3. April 1855, Morgens 8 Uhr, soll im hiesigen Gemeindcwald, District Boden, nachverzeichnetcs Holz meistbietend versteigert werden : 73 Stecken Buchen-Scheidholz, 35% „ Eichen- „ 11 „ Buchen-Prügelholz, 12 „ Eichen- „ 1 „ Kiefern- „ 28% „ Buchen-Stockholz, 23 „ Eichen- „ 1u Kiefern-" „ 60 G'chkn-Bau- und Werkholzstämme, 2524 Cubikf. enthaltend, . 5 Buchen-Bau- und Wcrkholzstämme, 57 Cubikf. enthaltend, 3150 Kiesern-Bohnenstangen, 1700 Buchen-Rcisholzwellcn, 1350 Eichen- „ 2370 Kiefern- ,, Die Zusammenkunft ist an der Chaussee im District Boden. Lollar den 30. März 1855. Großhcrzogliche. Bürgermeisterei Lollar. Geißler.. 380) Oppenrod. Dienstag den 3. April l. I., Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Oppenrödcr Gemeindewald, District Grünchen und Forstwald, nachstehende Holzsortimente, öffentlich versteigert werden: 10 Stecken Buchen-Scheidholz, 2 „ „ Prügelholz, 5 „ „ Stockholz, 325 Wellen „ Reishvlz, 10 Stecken Eichen-Scheidholz, 7 „ „ Prügclholz, 7 „ ,/ Stockholz, 550 Wellen Reisholz, 12 Stecken Kiefern - Scheid-, Prügel- und Stockholz, 2800 Wellen Kiefern-Reisholz, 2 Buchen-Stämme, 42 Eichen- „ 15 Fichten- und Kiefern-Stämme, 3300 Stück Bohnenstangen, 2 Pflugsrche und 3 Pflugswellen. Der Anfang ist im District Grünchen. Oppenrod am 28. März 1855. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Oppenrod. Weis. 482) Annerod. H o l z v e r st e i g e r u n g. Montag den 2. April l. I., des Morgens um 9 Uhr, soll im Anneröder Gemeindcwald, District 138 112) z L » K 1 Lt Ä 4t G L 4t f 4t «j> K R 4t V- ■St «> St Als ein gleichfalls durch seine vortreffliche Qualität so beliebt I gewordener Toilettartikel kann die I St «s St St G St s 4t » 4t Fe i l g ö’o” t j barl Frech in Gießen und Valentin Wießlcr in Butzbach. K 4t des Apothekers A Sperati in Lodi (Lombardei) IN empfehlende Erinnerung gebracht werden. Diese «Houia- Seife wird in T versiegelrew kleinen und großen Päckchen zu 9 und 18 fr. verkauft und ist zum X 5ö‘1f» Namen des Gönnte s: P W. Weiß, Universitäts-Gärtner. 284) Gießen. Schiffsgelegenheit f“r ilusmandere nach allen Seehafen von Vermischte Nachrichten. 000) Gießen. Die Braunsteinfuhren auf dem hiesigen Werke beginnen jetzt wieder und es ergeht daher an alle diejenigen Fuhrleute der Umgegend, welche Braunstein fahren wollen, die Aufforderung, alsbald mit ihren Fuhren sich zu melden. Für dieses Fahr steht, mit Rücksicht auf die theuere Fourage, der Fuhrlohn etwas hoher, als voriges Jahr, nämlich zu 4 fl. für 112 Elr sowohl von der Grube nach der Wasche an die Heuchelheimer Brücke selbst, als auch wieder von der Wasche nach dem Gießener Bahnhof. Zahlungen erfolgen monatlich an den regelmäßigen, festgesetzten Lohntagen, auf dem Werk selbst. Da eine feste Anzahl von Fuhrleuten für dieses Jahr eingeschrieben wird, so müssen die Anmeldungen, entweder hier auf dem Comptoir oder dem Werke selbst alsbald geschehen. Gießen am 30. März 1855. D E. W. Fernie. 394) Gießen. Anzeige. Mein Proceß gegen den israelitischen Leh- rer S. Maier dahier, welcher über 3 Jahre pariert, ist mit dem heutigen Tage zu Ende gegangen und zwar in Folge des von re. Maier abgeleisteten Eides, dahin gehend : , , , , . . , „daß es nicht wahr sei, daß die „Klägerin vom re. re. in Diensten der ,Lehrer Rosenthals Wittwc gestanden "zur Verrichtung ihrer häuslichen Ar- „beiten." Meinen Freunden und Bc'annten zeige ich dieses an. , , , Amalie Rothenberger. Die Expedition nach den Häfen Amerila's findet regelmäßig statt am 1. nnd 15. eines jeden Monats ans vorzüglichen eigends für die Passagier- 'ahrt gebauten Schiffen. — Tüchtige Condueteure begleiten die Anstvanderer ns Bremen. Näheres bei Conrad Weidig, concessionirtem Agenten, Seltersweg, gegenüber dem Prmzen Carl. 220) Gießen. Postschiffe neuer Linie von J. 1Barbe Morisse in Murre♦ M. Regelmäßige Abfahrten M dreimal jeden Monats zwischen EbssBI Havre, Kew-York & Kew-Orleans. Namen der Postschiffe: Meidelberq Capitain Williams 1600 Tonnen, Württemberg 7) Wilncr 12UU 1 ’ä' ( SOI Hu rein berg 79 Kellman 1600 77 Johannisberg 79 Ulric 1600 77 Gutenberg 7) Wecks 1600 77 C. A. Stander 77 Williams 1600 77 Mulhouse 77 Hcaly 1600 77 leinuel Myer 77 Kodes wa Id 1000 77 Baden 77 Jordan 1600 79 John-Maurer ti 77 Ford 1200 79 Irene 77 Williams 1800 79 Geo. Murlbut 79 11 . Kost 1600 79 Mannion 77 Hadley 1200 77 Francis Palmer 77 Kicliardson 2000 7> Um Auskunft über Ueberfahrt und Frachtpreise bittet man sich zu wenden an I. G . D. BtSpst in Gießen. tu 365) Gießen. Gewerb-Verein zu Gießen. Forderungen an den Gewerb - Verein zu Gießen, welche aus dem Zahr 1854 stammen, bitte ich bis zum 6. April bei mir einzureichen. Georg Noll. 475) Gießen. Amerikanisches und englisches Gold, sowie Wechsel auf alle bedeutenderen Plätze der Nordamerikanischen Freistaaten, auf Brasilien, Californien und Australien sind stets zu haben bei der Haupt-Agentur von I. Lauckert Wittwe, __________ Neuebäne, Nr. 67. IO) Gießen. Jur Auswauderer! Die Haupt - Agentur van I. Lauckert in Gießen befördert am 1. und 15. eines jeden Monats Auswanderer nach allen Häfen Nord-Amerikas und zeitweise nach Australien. Erfahrene Conductenre begleiten und sorgen in allen Stücken für die Auswanderer bis in den Seehafen. Wirklich reelle Bedingungen, billige Preise, sowie aufmerksame Behandlung, müssen diese Agentur allen Auswanderern empfehlen. Näheres über Preise und Bedingungen aus dem Büreau der Haupt- Agentur, Neuenbäucn, Nr. 67. Gießen. J. Lanckert Wittwe. 550) Mainz. Am 1 Juni 1S55 nnwrderrnflrch, Ziehung zu Mainz auf dem Stadthause, der Kunst-, Industrie- und Geld-Lotterie. Haupttreffer ff. 3(1000 baar, ff 120. 0 Ameublement re., juf. ff. 42000. Bestellungen auf Loose — ein Stück fl. 7 oder 4 Thlr. — 5 nebst einem 6. sicher gewinnenden Freiloose fl. 35 oder 20 Thlr.. — sind zu richten an das Handlungshaus I. Nachmann Lt Comp. in Mainz. 578) Gießen. Israelitische Feiertage sind Dienstag den 3. und Mittwoch den 4. April. 531) Gießen. Ein gebrauchter, jedoch noch gut erhaltener, Eremitagen-Ofen, wird billig zu kaufen gesucht. Näheres sagt die Expedition dieses Blattes. 572) Gießen. Es wird ein braver Bursche gesucht, der auch Gartenarbeit ver- steht. Näheres in der Exped. d. Bltts. 576) Gießen. Für jeden Wagen Schutt, der vor dem Neustädter Thor an der oberen Lahninsel abgeladen wird, zahlen wir 6 fr., für kleinere einspännige Wagen 3 kr. Franz Peppler u. Comp. Gießen. Die nächste Monats-Versammlung des Frauenvereins, findet künftigen Dienstag den 3. April, Nachmittags 2 Uhr, auf dem Rathhause Statt. Ter Vorstand. 590) Gießen. Wchmmgs-Anzetge. Vom 1. April d. I. an wohne ich in dem Kuhnhardt'schen Hause, Seltcrsweg, Lit. C. Nr. 49, im mittleren Stock. Dr. F. Eckstein, Hofgcrichts - Advocat. 571) Die Herren Schneider-Meister werden bei bevorstehender Feststellung der Frühjahrs- und Sommerinoden auf das in reicher Ausstattung sehr praktisch und präcis erscheinende Modenjournal ^* ich in Gießen photographische Aufnah- I $ men zu machen beabsichtige. Bei Hrn. j. A Kaufm. C. Hoffmann auf dem Sel-A tcrsweg sind Musterbilder einzusehen. Z Auch wird derselbe jede gewünschte Aus- "-*» #• fünft ertheilen und Aufträge entgegen- £ nehmen. P. E. Schiller, <5 Photograph aus Frankfurt a. M. »*. 60-51) Gießen. Die Nummern 170, 74 und 44 haben die Blumenstöcke gewonnen_____________Hüter, Polizeidiener. Frischbäcker zu Gießen. Sonntag den 1. April: Jakov Vogt an der Wallthorstraße. — Christian Roll in der Neustadt — Johannes Jughard am Seltersweg. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. G o t r e s d i e n st. Am 1. April, als a m Bußtage. Morgens : Pfarrer Landmann. Nachmittags: Kirchenrath Ur. Engel. Am Gründonnerstage. Morgens: Pfarrer Landmann. Am Charfrektage. Margens: Kirchenrath Dr. Engel. Nachmittags : Pfarrer Landmann. Universitäts-Gottesdienst. Am Charfreitage. Um 1 I Uhr : Professor Dr. Hesse. Getaufte. Den 25. Marz. Dem Großherzoglichen Univer- sitäts Tanz- und Fechtmeister, Heinrich Ludwig Röse, ein Sohn, Johann Christian, geboren den 3. März. Den 2 9. März. Dem Bürger und Großherzoglichen Portier bei der Main-Wcserbahn, Friedrich Scheidt, eine Tochter, Margarethe Dorothea, geboren den 21. Februar. Beerdigte. Den 24 März. Eine noch ungetaufte eheliche Tochter des Bürgers und Wirths, Theodor Lony, alt 14 T., gestorben den 23. März. Den 25. März. Ein todtgeborner unehelicher Sohn. Den 26 März. Vietori« Klingelhöffer, hinterlassene Wittwe des verstorbenen Großherzoglichen Kirchenraths, Georg Ludwig Klingelhöffer, geborne Hombergk zu Vach, alt 81 I. 2 M. 20 T. gestorben den 23. März. Denselben Johann Andreas Wagner, Bürger und Fiurschütz dahier, alt 68 I. 2 M. 17 T. gestorben den 21. März. Den 2 7. März. Jakob Werner, Postillon dahier, ait 49 I 3 T. gestorben den 25. März. Den 28. März. Peter Kutscher, Weißbindergesell aus Neuwied, alt 32 I. gestorben den 26. März. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Landmann. Fremden-Register vom 26. bis 28. März 1855. 3 n den Gasthäusern. Im ttuppen : Hr. Holzwerth, Gutsbesitzer v. Hartheim; Hr. Kretzer, Oeconom v. Hof-Enkenheim; Hr. Reis, Landrichter und Hr. Flemming, Steuer-Einnehmer v. Battenberg; Hr. Schmidt, Lehrer v. Nippberg; Hrn. Kaufl. Bade v. Bremen, Speyer v. Frankfurt, Schürmann v. Lennepp, Hennel v. Constanz, Weiß v. Saarbrücken, Reicher v Limbach, Bauer v. Schmalkalten, Deckmann v. Wien, Wunderlich v. Dresden, Herkert »• Buchen, Eggcnbcrger v. Aschaffenburg, Winkler v. Stuttgart, Walter v. Bielefeld, Berger v. Regensburg, Crettüler v. Düsseldorf, Kiingsöhr und Heimstädt v. Bremen, Schönborn v Leipzig, Junge v. Halberstadt, Krebs v. Freiburg und Hollinger v. Aachen. Im Prim Carl: Hr Starck, Fabrikbesitzer v. Coblenz; Hr. Schatt, Fabrikant v. Neuburg; Fräul Schweitzer v Herborn; Hr. von Schmidt, Major v. Berlin; Hr. Feldmann, Gutsbesitzer v. Lauter; Hr. Eberhard nebst Frau, Fabrikant v. Bunzlau; Hr. Valayer, Dr. med. v. Pontaix; Hr. Wellmani, Dr. med. v. Rendsburg; Hr. Knoblauch, Gutsbesitzer v. Schleusingen; Hr. Sönker, Fabrikant v. Sonneberg; Hr. Stein, Oeeonom v Ruppertenrod; Hrn. Kaufleute Stögel v. Kohlsurt, Püttner v Dresden, Marquart v. Berlin, Arieff v. Ekln, Möller v. Carlsruhe, Löb v. Homburg, Eckert v. Frankfurt, Pister v. Bonn, Rohring nebst Gemahlin a. Sachsen, Leipziger nebst Gemahlin v. Magdeburg und Hein v. Hanau. Im Einhorn : Hr. Schneiffer, Fbrikant v. Chemnitz; Hr. Fischer, Part. v. Wiesbaden; Hr. Ewing, Rcnt. v. London; Hr. Caspari, Oeconom v. Gladenbach; Hrn. Kaufleute Herold». Erfurt, Junk v. Lüdenscheid, Römer v. Heiligenstadt, Schröder v. Aschaffenburg, Winkeimann v. Mainz, Schröder v. Wiesbaden , Steinberger u. Maier v. Frankfurt, Grünhagen v. Quedlinburg und Wittmann v. Erfurt. Im Darmstädter Haus : Hrn. Fuhrleute Thome v. Homelshausen, Drullmann v. Wetzlar, Schulz v. Hungen und Rausch v. Großeneichen •• Fräul. Jockel v. Grünberg; Hrn. Geschäfts!. Rühl v. Homberg, Ehr v. Homelshausen, Pein v. Holzhausen, Klein v. Born, Erlebach v. Coblenz, Nathan v. Cöin und Stein v. Limburg. In der Könne: Jungf. Ruhl v. Gellnhaar; Junaf. Michel v. Ostheim; Jungs. Henkel v. Beffungen; Jungf. Bamberger, Köchin v. Marburg. In den Privathäusern. Bei Hrn. Realschuldiener Reitz: Fräul. Kuhl v. Marburg. — Bei Frau Hofg.-Rath von Krug: Herr und Frau Heß und Herr und Frau Ackermann v. Mainz. Main-Weser-Bahn-Züge : Bon Gießen nach Frankfurt......| Mrgs. MttgS. Abends 51» 8>« 12" 5" 8" „ Gießen nach Cassel..... . | 8"> 2 5' - 6" „ Gießen nach Marburg....... — — 9' 5*5 2" 6" „ Frankfurt nach Gießen......! 10" 5 — 4*5 — — „ Cassel nach Gießen....... 8" 11" 4‘» — Poste» - Abgang von Gießen : nach Grünberg, Alsfeld, Lauterbach und Fulda Mrgs. MttgS. Abends 8" __ .— ., Wetzlar, Weilburg, Limburg und Coblenz 8" — 9" „ Herborn, Dilienbnrg und Siegen . . . _ — 9" „ Lieh, Nidda, Büdingen, Laubach u. Schotten 11-° — •— Posten-Ankunft in Gießen: von Grünberg, Alsfeld, Lauterbach und Fulda „ Wetzlar, Weilburg, Limburg und Coblenz — — 6'° 7“ — 8 „ Herborn, Dillenburg und Siegen . . . 7" — —— „ Lich, Nidda, Büdingen, Laubach u. Schottm — 2 —■ Anmerkung: Die Postverbindung nach Biedenkopf, Battenberg, Hallciiberg, Laasphe, Siegen tc. findet mit dem Birg«. 8 Uhr 10 Min. von hie: abgehenden Main-Weserbahn-Zuge über Marburg, und nach Gladenbach, Biedenkopf k. mit dem Mittags 2 Uhr von hier abgehenden Maiu-Weser-Bahn-Zuge über Frohnhausen ihren Anschluß und Beförderung. Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei,