AnHeigeblatt für die Stadt und den Kreis Gießen. Jtä 99» Mittwoch den 12. December lS5e»* Erscheint wöchcittlich jwri Mal: Mittwoch and Samstaz. — Preis des Iahrgan,« für Einheimische 1 ft. 10 tr., für Auswärtige i»cl. Postaufschlag« 1 st. 13 fr. — «»«wirt« abonnirl man stch bei allen Postämtern. In «i-ß-n bei der Erpcdition lEanzleiberg 8it. B. Pr. 1.) — LinrückungSgebühr für die gespaltene Zeile oder itrtx *»»m * kr. Anzeigen au« verschiedenen Schriften die gespaltene Zeile 3 fr. — Annoncen in Tabellensorm «erden doppelt berechnet. Amtlicher Theil. G d L e t, die Ergänzung der Feldtruppen im Jahr 1856 betreffend. UDWIG III. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein ;e. rc. sZN Gemäßheit der Artikel 2 und ■> des Recrutirungsgesetzes vom 20. Juli 1830 verordnen Wir hierdurch, wie folgt: Einziger Artikel. , 3“r ®r9^un9 Feldtruppen im Jahr 1856 sind Eintausend Neunhundert und sechszig Mann erforderlich, welche aus den Aufrussfahigen des Wahres 1855 (einschließlich der relativ tauglichen) ausgehobcn werden sollen. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und bcigcdrückten Großhcrzoglichen Siegels. Darmstadt den 10. November 1855. CL S.) LUDWIG. Frhr. v. Schäffer-Bernstein. B e k n n t m er eh u n die Vertheilung des Recrutenbedarfs für Zur Vollziehung des Allerhöchsten Edicts vom 10. d. Mts. Nachstehendes zur öffentlichen Kcnntniß gebracht: 1) Nach den von den Recrutirungsräthen aufgestellten Tabellen über die Ergebnisse der Musterung von 1855 sind an tauglichen Militärdienstpflichtigen, einschließlich der in das Depot gesetzten, vorhanden: in der Provinz Starkenburg .... 1948 „ ,i n Obcrhcsscn . . . . 1933 ,/ „ „ Rheinhessen . . 1365 Zusammen 5246 1856 auf die Provinzen betreffend. und in Gemäßheit des Art. 36 des Recrutirungsgesetzes wird 2) Im Verhältniß der Gesammtzahl aller tauglichen Dienstpflichtigen, wornach dem Art. 36 des Recrutirungsgesetzes zufolge der edictmäßige Bedarf von 1960 Rccruten auf die Provinzen zu vertheilcn ist, hat demnach zu stellen: die Provinz Starkenburg . . . 728 „ „ Obcrhessen . . . 722 „ „ Rheinhessen . . . 510 1960 Rccruten. D>e Großherzoglichen Ärcisämter zu Darmstadt, Gießen und Mainz werden nunmehr — nach Art. 37, 39 und 40 des Recrutirungsgesetzes, nach §. 100 bis einschließlich 107 der Verordnung vom 30. April 1831 und nach der Bekanntmachung vom 1. d. Mts. — die also bestimmten Provinzial-Contingente auf die verschiedenen Bezirke vertheilcn und das Weitere besorgen. Darmstadt den 12. November 1855. Die Großherzoglichen Ministerien des Innern und des Kriegs. Frhr. v. Schäffer-Bernstein. In Verhinderung des Präsidenten des Großherzoglichen Ministeriums des Innern : _______________________ v. Bechtold. Be ka u n t m (i ch u n g. Die Großherzoglichen Bürgermeister haben aus dem Großherzoglichen Regierungsblatt Nr. 39 zu publiciren: das P olizeistrafgesetz. Desgleichen aus dem Großhcrzoglichen Regierungsblatt Nr. 40 : die Einführung des Polizeistrasgcsctzes und die Competenz der Polizeigerichte zur Untersuchung der Polizeiübertretungen betreffend. und Bestrafung 514 Gerichtliche und privat Bekantttmachungen Edicialladunqen. 3358) Der über das Vermögen der Balthasar Keller Eheleute von Lollar ausge- brochenc Concurs ist theils durch gütliche Bereinigung der Gläubiger, theils durch Distributionsbescheid erledigt Worten. Es werden nunmehr Balthasar Keller und seine Ehefrau hiermit aufgefordert, ihre etwaigen Rechtszuständigkeiten, die Balthasar Keller Ehefrau namenltich hinsichtlich ihrer ange- mclveten und in Prozeß befangenen Illa- tenforterung bei erfolgter Aufkündigung der Anwaltschaft Seitens ihres seitherigen Anwalts binnen 6'0 Tagen entweder in Selbst- person orer durch einen Bevollmächtigten zu wahren, widrigenfalls die Concursmasse ohne weitere Rücksichtsnahmc auf sie nach den vorliegenden Beschlüssen vertheilt werden solle. Gießen den 8. December 1855. Großherzogliches Landgericht Gießen. P l o ch. 3195) Nach Erkennung des formellen Concursprozesses gegen Bäckermeister Jacob Bogt zu Gießen werten Alle, welche Ansprüche an tenselben zu bitten haben, aus- gefordert, solche im Liquidationstermin ten 20. December l. I., Dormittags 9 Uhr, bei Meldung des stillschweigend eintretenden Ausschlusses von der Masse anzuzeigen und zu begrünten. Von den persönlich nicht erscheinenden Gläubigern wird unterstellt, daß sie allen Beschlüssen der Mehrzahl der erscheinenden bezüglich der in demselben Termin zu versuchenden Güte, Wahl eines Massepflegers und Gläubiger - Ausschusses zustimmen. Gießen den 3. November 1855. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Bott, Stadtrichter. Stadtger.-Asscssor. O effe n tl i ch e Vvrlabuug. 3355) Nachdem ter Kaufmann Carl I ort an dahier seine Zahlungsunfähigkeit gerichtlich angezeigt hat, und zuvörderst behufs Abwendung des förmlichen Concurses, zum Versuch einer gütlichen Uebcreinkunft zwischen dem gedachten Schuldner und seinen Gläubigern, Termin auf Dienstag den 15. Januar k. I., Morgens 10 Uhr, anher anberaumt worden, so werten alle und jcte Gläubiger tcs gedachten Kaufmanns Jordan hierdurch öffentlich vorgeladen, in dem vorbcmerkten Termin so gewiß ihre Forderungen summarisch anzumelden und sodann mit dem Gemeinschuldner tie Güte zu pflegen, als sonst von den zurückbleibenden Chirographar- Gläubigern angenommen werden wird, daß sie Demjenigen beitreten, was Vie Mehrzahl.der Erscheinenden beschließt. Zugleich werten dieselben aufgesordert, im Fall des Nichtzustandekommens einer gütlichen Vereinigung alsbalt nicht nur einen Gläubiger-Ausschuß zum Beistand des Kurators der Masse zu wählen, sondern sich auch über die definitive Bestellung eines Curatvrs zu einigen, widrigenfalls angenommen werden wirt, daß sie mit der Wahl des vorläufig vom Gericht bestellten Cura- tors einverstanden seien. Marburg qm 7. December 1855. Kurfürstlich Hessisches Justizamt I. Wagner. 3356) Peter Zeiß VI. von Holzheim ist wegen unordentlichen Lebenswandels unter Curatel gestellt und ihm der Ortsbürger Konrad Zeiß VI. von da als Curator bei» gegeben worden. Es sind daher alle Rechtsgeschäfte, welche Peter Zeiß VI. ohne Zustimmung des genannten Curators vornimmt, von dem Erscheinen dieses Publicandunis in der Darmstädter Zeitung an gerechnet, un- giltig, was zu Jedermanns Beachtung bekannt gemacht wird. Zugleich werden Alle, welche an Peter Zeiß VI. von Holzheim eine Forderung bilden können, gufgcfortert, sie im Termin Donnerstag den 20. December 1855, Morgens, bei Gericht zur Anzeige zu bringen, als sonst sie bei der Feststellung des Inventars unberücksichtigt bleiben werten. Lich den I. December 1855. Großherzogliches Landgericht Lich. Sartorius, L i m p e r t, Landrichter. Landg.-Asscssor. Besondere Bekanntmachungen. Die Steuern von Hunden und Nachtigallen pro 1856. 3359) Diejenigen hiesigen Einwohner, welche in dem laufenden Sabre Hunte ober Nachtigallen an- oder abgeschafft und dies noch nickt angezeigt haben, werten darauf aufmerksam gemacht, daß die desfallsigen Declarationen bis Ente December 1855 entw ter schriftlich oder persönlich bei der Bür ermeifterei abgegeben werden müssen und taß spätere Erklärungen bei Aufstellung ter Listen über tie Steuern pro 1856 nicht berücksichtigt werden können. Gieß m am 10. December 1855. ^^herzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel. 3333) Die Gewerbspatente für 1856 sind ausgefertigt, und liegen zur Unterschrift der Gewerbtreibenden bereit. Zur Vollziehung der bezüglichen Unterschriften wird folgenter Tag bestimmt: Mittwoch den 12. December, von Morgens 8 bis 12, und Nachmittags von 2 bis 7 Uhr, und die Gcwcrbtreibcntcn zum pünktlichen Erscheinen hiermit aufgesordert. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ‘________D. Ebel.____________ 3298) Die Zinsen von ten bei ter hiess gen Spar- unv Leihkasse angelegten (Kapitalien sollen: Samstag den 15. December, Mittwoch „ 19. „ Samstag „ 22 „ und Samstag „ 29. „ bezahlt werten, welches mit dem An fügen bekannt gemacht wird, taß die auf ten Samstag fallenden Zahltage für die In- tereffenten der Statt Gießen und die auf den Mittwoch fallenden Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Gießen den 28. November 1855. Der Rechner der Spar- und Lcihkasse: K e h r. £) c f f c n 111 d> e 1*1 u f f o r b e r u n g. 3357) Die Acten, in Betreff: „die Ablösung ter Erbleihe des Faßmüllers Hachstein zu Großenbuseck," wurden unterm 22. September l. I. an die Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen abgeschickt , können aber tafelbft nicht aufge- funten werden ; auch soll von deren Abgabe an genanntem Orte nichts bekannt sein, weß- halb zu vermuthcn ist, daß tieselben an eine andere Gerichtsstelle abgegeben worden sind. Sollten sich diese Acten an irgend einem anderen Bureau vorsinden, so bittet man, dieselben baldigst an die hiesige Bürgermeisterei zurückzusenden. Großenbuseck am 7. December 1855. Großherzogliche Bürgermeisterei Großenbuseck Wagner. .Berstkiqerungen. Die Leistung der Schub- nnb Armen- Fuhren betreffend. 3342) Am Freitag, den 14. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll auf dem Polizei - Büreau die Leistung der int Jahr 1856 erforderlichen Schub- und Armen-Fuhrcn an den Wenigstnehmen- den vergeben werden. Der Großherzogliche Polizei-Commissär der Provinzialhauptstatt Gießen: L. Nover. 545 3378) Um mit einem großen Theile meiner bisher geführten Maaren rasch zu räumen» veranstalte ich von heute an einen Weihnaehts - Ausverkauf im Hause des Hrn. C. Roloff am Linvenplatz, und empfehle besonders eine Auswahl anq/fangene und fertige Stickereien um die Hälfte der bisherigen Preise, Kleiderstoffe in Seide, Halbseide, Thibet, Lama und Cattun, bisher das Kleid von 4 bis zu 24 st., jctzt von 2 fl. 30 fr. bis zu 15 fl., gestickte Ballkleider, . früher das Kleid zu 14 fl., ietit zu 7 fl; ferner Reste Seivenzeug in vielen Farben, den Stab von 1 fl. 12 fr. an, Shawls, Tücher, Foulards, Shäwlchen, Kragen, Chemisetts, Aermel, Batist-^aschcn- tüch.r, das Stück von 15 fr. an, Striche, Bänder, Spitzen, Sammet- und Pluche- taschen, Recessaircs in Silber unv Stahl, Schmuckgegensiänve, Cigarren-Etuis, Poite- monnaies und noch viele dergleichen Artikel; sodann 600 Stickmuster, das Stuck von 6 fr. an, wie auch Stick- und Strickwolle, das Loth von 3% fr. an. Bei sammt- lichen übrigen Gegenständen, alle von vorzüglicher Qualität, stelle ich sehr billig^ Preise. 3369) Alle Eorten Wachs stocke und Christdaumchen- L ich ter, wie auch Goldschaum, empfiehlt L. JahrerS. 3347) Wollen - Strick«,nrne, in großer Auswahl, bei I. G. Appel. 3373) Bei Daniel Hilgardt auf der Mäusburg ist Anisgcbackcnes zu verkaufen; auch sind daselbst Anisformen 3374) Montag den 17. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll in dem hiesigen Gemeindewalv, Distrikt Heegstrauch, nachstehendes Holz, als: 8 Stecken Eichen-Scheidholz, 6 „ „ Prügelholz, 80/, „ Buchen-Stockholz, 13*4 „ Eichen- „ 175 Wellen „ Reisholz, und 26 Stämme „ Bau -, Werk- und Nutzholz, von 8 bis 30 Fuß Länge und 6 bis 17 Zoll Durmchesser, zusammen 519 Cubikfuß haltend, meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist um die bestimmte Stunde in Nodheim. Rokheim den 10. Deccmber 1855. Großherzogliehe Bürgermeisterei Rodhcim. Wagner. Feilgedvteu. 3370) Mein in vielen und den vorzüglich ft e n Sorten bestehendes Lager von Tdee und Chocvlade bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung. L. Jahr cis. Feiner biegsamer Gummilack. 3375) Dieser Lack trocknet in wenigen Minuten , schützt gegen Nässe und eignet sich für alles Schuhwerk und Galoschen, um solche spiegelblank zu lackiren, per Flaeon 12 fr. Gutta - Percha - Firniß. Praftisches Mittel, alles Schuhwerk gegen Nässe unv Schnee wasservicht zu machen und sich vor Erkältung zu schützen, per Topf 18 fr. Carl Frech. 3361) Außer meinen Colonial- und Kurz- Waareu empfehle ich feinstes Schwung- unv Vorschuß - Mehl, sowie geschälte ivrbfcn, Linsen und Dohne», zu den billigsten Preisen. E. W. Dietz am Markt. 3379) Unterzeichneter empfiehlt zu den bevorstehenden Weihnachts-Feiertagen seine rühmlichst bekannten Hamburger Lebkuchen in beliebigen Formen, Anisge- bnckenes, Marzipan, Pfeffernüsse u. s. w., bestens. ■ W. Hellmold, Neuenweg. 3325) Eine noch ganz neue Beamteu- Uniform ist billig zu verkaufen. Bei wem? sagt die Expev. d. BItts. 3367) Die Unterzeichnete beabsichtigt, einige Hobelbänke und sonstiges Schreinerwerkzeug , welches sich sämmtlich noch in bestem Zustande befindet, sowie auch einiges Mobiliar, um Raum zu gewinnen, aus freier Hand zu verkaufen. Schreinermeister W. Jungel's Wittwe. 3369) Um mit meinen Kastanien schnell auszuraumen, erlasse ich dieselben setzt zu dem billigen Preise von 5 und 6 fr. das Pfund. L. Jahreis. zu verleihen. _____ 3360) Von heute an ist stets frische Hefe im Darmstädter Haus zu haben. 3338) Bei dem Unterzeichneten ist Hopfen, vas Pfunv zu 30 fr., zu verkaufen. Gottlieb Strauch.^ 3372) Gute Braunkohlen werden verkauft bei Holz- und Kohlenmesser Fr. Graf im Schwank' sehen Hause in der Hin- teraasse.__________________________ 3376) Unterzeichneter bringt hiermit zur Nachricht, daß Dienstags, Freitags und Samstags, von Morgens 9 bis Mittags 1 Uhr, vorzügliche Kartoffeln in beliebigen Quantitäten unv zu annehmbarem Preise im Rathhause zu Gießen zu haben sinv. Jung aus Holzheim. D 3366) Zu bevorstehenden Weihnachten empfehle ich ein wohkaffortirtes Lager w Sw <*- W felder- und Lkederleinen, letzteres die Elle von 12 fr. au; .Handlndrergebild, bte CUe U 6 fr. an und höher; leinenen und baumwollenen (bunten und weißen) Tascbemücbern, das Q u W von 9 fr. an und zu höheren Preisen ; 3tifd)iiifbrrii, das Stück zu I st.; (BcrVh’ttftV J* 1 11 W zu 15 fr.; vollständigen Gedecken für 6 u v 12 Personen von 7 st. an ; bunten L'et 1 Deere , ' K SIM zu i ft. JZ fr.; «(.»ierOed’«», K» Stack zu 2 ris-ddc-Te», das Stuck u l -. Ä 30 fr.; Cvmmodedecken, das Stück zu 48 fr., sowie alle nt dieies Fach cln,chlagendc ArtM , D W den billigsten Prc.sen. I u l. n s W all ad). 546 1240) Des Kgl. Preuß Kreis-Physikuö Dr. KOCH’S KRAEliTER-BOWS (in Originalschachteln zu 18 u. 36 fr.) Diese aus den vorzüglichst geeigneten Kräuter- und Pflanzen-Säften mit einem Thcile des reinsten Zuckerkrystalls zur Consistenz gebrachten Kräute- -Bonbons bewähren sich wie durch die anerkennendsten Begutachtungen festgestcllt = als lindernd und reizstillcnd bei Husten, Heiserkeit, Rauheit im Halse, Verschleimung re., und sind durch die in ihnen enthaltene Quintessenz von Kräuter»Säften und fußen Stoffen von ersprießlicher Wirkung auf Erhaltung der Reinheit, Frische und Geschmeidigkeit des Sprachorgans. Sie unterscheiden sich nicht nur durch diese ihre wahrhaft wohlthuenden Eigenschaften sehr vortheilhaft von den häufig angcpriesenen sogenannten Brusttheczcltchen, Pate pectorale ic., sondern sie zeichnen sich vor diesen Erzeugnissen noch besonders dadurch aus, daß sie von den Vcrdauungsorgancn leicht ertragen werden, und selbst bei längerem Gebrauche keinerlei Magenbeschwerdcn, weder Säure noch Verschleimung, erzeugen oder hinterlassen. Um Irrungen zu vermeiden, ist jedoch genau zu beachten, daß = Dr. KOCH’S krystallisirte Kräutcr-Bonbons —- nur in längliche, mit dem Originalstempel versehene Schachteln verpackt sind, und daß dieselben einzig und allein stets ächt vorräthig sind bet Carl Frech in Gießen und Valentin Wicszlcr in Butzbach. 3337) D i e Kunst-, Papier-, Schreib- und Zeichenmaterialien - Handlung Von August Hoffmann empfiehlt für Geschenke zu bevorstehenden Weihnachten: w § Z S" 5r ~ Albums, Poesies, Mappen in allen Sorten, Damenkörbchen, Damentaschen in Leder mit Stahlbügel, Brieftaschen, Visites, Ballbüchelchen, Notizbücher, Cigarren-Etuis, Portemonnaies und Portebourses, Arbeitskästchen, Näh- und Häkel-Etuis, Papeterien, Wandtaschen, sowie eine große Auswahl in allen möglichen Car tonage - Artikeln. Verschiedene Bronzewaaren, als: Tabaks- und Theekasten, Schreibzeuge, Briefbeschwerer, Feuerzeuge, eine Art neuer, ewiger Kaleuder, Thermonleter, Aschenbecher und einzelne Figureu rc. Ferner eine sehr reichhaltige und schöne Auswahl in Bilderbüchern, Farbkasten, Zeichenkästchen, Reißzeugen, Schulmappen und alle in das Schreib- und Zeichenmaterialien - Geschäft einschlageuden Artikel. 338.) Sehr schönes Schwungmehl, sowie Lebkuchen, ompfichlt A. Noll im Stellt. Der Kleine Comptoir-Kalender für 18.56, das Stück 2 fr., ist vorräthig in der G. D. Brühl'schen Univ.- Buch- und Steiudruckerei, Canzleiberg, Lit. B. Nr. I. 3371) Mein Lager in Kinderspiel» Waaren, welches auf's Beste assortirtjsist, bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung. I. H. Fuhr. 3325) Sehr schönes AniSgebackenes, in Commission, bei Wilh. Schäfer. Zu vermiethen. 3235) Das seither von Hrn. Hofgcrichts- rath Dr. Nöllner bewohnte Logis im Löwen ist in Folge dessen Wegzug von.hier anderweit zu vermiethen. Gg. PH. Gail. 3363) In meinem neu eingerichteten Hause auf dem Scltcrsweg ist ein freundliches Familienlogis zu vermiethen. Christian Leo, Uhrmacher. 3292) Eine kleine Familienwohnung i|t in den Neuen-Bäucn, Lit. B. Nr. 65, zu vermiethen und sogleich zu beziehen. (Hierzu eine Beilage.) 'M Theile des i sich — wie zstillcnd bei sind durch die ersprießlicher organs. Sie m den häufig och besonders e keinerlei '«5 = nur n stets ächt tzbach. en- 'Ntascheii izbücher, äh- und in allen eibzeuge, rwmcter, büchm, in dsts TU Backerei, ngerichtcten ein frcund- ;n. Uhrmacher, ohnung ifi fr. 65, zu icn. Beilage zu Jß 99 des Anzeigeblattes. Vermischte Nachrichten. 1732) D i e Allaemeine Renten- und Lebensversicherungs- Anstalt zu Darmstadt (bisherige Firma: Allgemeine Nentenanftalt) übernimmt, unter Garantie eines dermalen 632,000 fl betragenden Vermögens : 1) wie bisher die Versicherung steigender Renten gegen beliebige Kapitaleinlagen. Ende 1854 belief sich die Zahl der Rentenversichert en auf 5983*, mit 10,023 Einlagen und 619,272 fl. Vermögen. Die im December d. I. zur Auszahlung kommenden Renten betragen laut besonderer Bekanntmachung auf eine volle Einlage von 100 fl. in den verschiedenen Jahresgesellschaften und Altersklassen 3 fl. 40 fr. bis 6 fl. 41 fr. Seit dem 1. Januar d. I. ist die 8. Jahresgesellschaft in der Bildung begriffen. 2) Lebensversicherungen gegen feste, zu feincrlei Nachzahlung verpflichtende, billige Versicherungsbeiträge, 3) Leibrentenversicherungen, womit auch Wittwcnrenten erworben werden fönnen 4) wie bisher Depositengelder bis zu 25 fl. herab, welche vom 30. Tage nach der Hinterlegung bis zur Zurücknahnie dermalen mit 31/, % verzinst und auf Verlangen ganz oder stückweise zurückbezahlt werden. Ende 1854 betrug die Summe Der hinterlegten Gelder 533,545 fl. Die vom v. I. unerhoben gebliebenen, darum dem Kapital zinstragend beigeschriebenen Zinsen beliefen sich Anfangs d. I. auf 10,068 fl. Wegen näherer Auskunft, sowie wegen unentgeldlichen Bezugs von Pro- spectcn und Statuten Der Anstalt, beliebe man sich an Deren Herren Bevollmächtigte zu wenden*). Darmstadt, den 14. August 1855. Die Direktion. *) In Gießen: an Herrn Buchbinder A. L. Balser. In Lich: an Herrn Gemeinde-Einnehmer A. Fuhr. LWNANWNBWBKMNBWWAMWWBAKWWWW | Die Geheimnisse von Gießen. | SS 3365) Unter diesem Titel erscheint nach Weihnachten ein sehr interessan- |5 m tes, tief in Scandalosa eindringenDes Merkchen, außerdem unschuldig und M Ä ohne persönliche Beleidigungen; auf welches aufmerksam zu machen nicht um» g M hin können, Einige Freunde des Verfassers. ANNNBKKUKBUKSKA8SUANUNSKUUBUM 3380) Die Nummern 88 und 103 haben die zwei Geldbörsen gewonnen. Saalfeld, Polizeidiener. 3377) Theater in Gießen. Freitag den 14. December 1855 : Das Glas Waller, oder: Ursachen und Wirkungen. Lustspiel in 5 Akten. Nach dem Französischen des Sceibe, von Hoffmann. Joseph Weiser, Direktor. 3364) Am letzten Sonntag ist auf der Chaussee am Seltersberg ein kleines goldenes Medaillon mit eingelegten Haaren, an welches ein Chorivori von Achat ange- hängt war, verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen eine gute Belohnung an die Redact. d. Bltts. abjuliefern.___________________________ 2l » s z » l c i h o n. 3362) 2400 sl. werden Ende d. Mts. bei Dem Kirchmfonds zu Kirchberg gegen gerichtliche Obligationen im Ganzen, oder auch in kleineren Summen, ausgeliehen. Staufenberg den 8. December 1855. Der Kirchenrechner: Vogel. Theater in Gießen. Am verflossenen Freitag, den 7. December, sahen wir: Di. Robin, und die Frankfurter Lokalpoffe: Der Dippegucker. Das erste Stückchen, eine Episode aus dem Künstlerleben des bekannten genialen Schauspielers und Dichters Garrick, ist eines der' schwierigsten , welche die neuere Lustspiel-Literatur aufzuweisen hat, doch wurde dasselbe so gut dargestellt, wie wir es noch nie gesehen haben. Herr Weiser spielte Die Hauptrolle in trefflicher Abrundung und ist dieselbe unstreitig als dessen beste Leistung zu bezeichnen. Der Glanzpunkt war die Erzählung von Dem KinDe, welches auf schwin- DelnDer Höhe die Blume pflückte und Der darauf folgende Uebergang zum Scherze. — Frl. Rüthling als Mary war recht gut; dasselbe hat sich durch sein anspruchsloses Spiel, seine einnehmende Erscheinung und sein wohllautendes Organ, bereits die allgemeine Gunst des theaterliebenden Publikums erworben. — Hr. Rueff, als Arthur, gab sich ersichtlich Mühe, einige Unarten, welche ihm eigen sind, zu beseitigen; wir wünschen von Herzen, daß er dieselben erkenne und ablege; seine äußern Mittel sind glänzend, und würde er bei strengerem Studium und weniger Selbstgefälligkeit in seiner Darstellungsweise zu Den schönsten Hoffnungen berechtigen. — Hr. Rüthling als Jackson und Fr. Weiser als Edith waren brav, wie immer. Das zweite Stück : Der Dippegucker, ist eine Nachbildung Der anerkannt guten Lokal- Lustspiele Des verstorbenen Malß, des la- chenDen Philosophen, wie ihn unsere großen Geister bezeichnet haben. Wie jedoch alle Nachbildungen und Fortsetzungen gewöhnlich verfehlt sind, so ist dieses auch hier Der Fall. Ohne uns weiter in eine Kritik über Dieses Stück einzulassen, wollen wir nur noch erwähnen, daß Die Aufführung Desselben eine recht gute zu nennen war, und verdienen Fr. Roth-Leelerc, Hr. Collmer und Hr. Gerstel alles Lob. Selbst Frl. Schooff spielte ganz gut; sie war des Dialeetes vollkommen Herr, und wünschen wir der jungen Dame, sie möge den Fleiß, den sie auf diese Rolle verwendet, auch auf andere aus- dehnen; sie hat uns jetzt gezeigt, daß sie Talent besitzt. Schließlich können wir nicht umhin, zu bemerken, daß es störend für den Zuschauer ist, wenn die darstellenden Personen, wie es in diesem Stücke bei Hm. Weiser und Frl. Rüthling der Fall war, während der Scene zu lachen. Wir geben gerne zu, daß Veranlassung dazu vorhanden war; allein der Schauspieler muß seine persönliche Em- pfindung stets unterordnen können. 548 Fremden-Register vom 7. bis 9. December 1855. I n den Gasthäusern. Im Einhorn: 3)1 ab. Clarke a. England; Hr. Gebhardt v. Darmstadt; Hr. v. Bar, Gutsbes. a. Westphalen; Hr. l)r. Gerhardt v. München; Hr Rüger, Banmstr. r>. Bürbach; Frhr. v. Lügenburg, Offizier a. Mecklenburg; Hr. Ellenberg, Oec. v. Preidenstein; Hr. Petermann, Reut. V. Potsdam; Hrn. Kst Finster v. Mühlhausen, Stolpner v. Braunschweig, Haupt v. Prag, Fleischmann ». Barmen, Kirau v. Paris, v. Hagen v. Dülken, Ober- walt v. Berlin, Stein u. Victor v. Frankfurt, Rosenstern v. Weißenfels, Strube v. Lutzen, Schmitz v. Aachen, Eschellmann v. Mannheim, Pfeiffer v. Schwerin , Banmgarten v. Leipzig, Dill v. Berlin, Haberkorn v. Düren, Wintzer v Rheydt u. Hoffmann v. Düsseldorf Im Pappen; Hrn. Rent. Fröhlich v. Amsterdam u. Schweisser u. Breslau; Hr. Schnabel m. Gem., Gutsbes. v. Rendsburg; Hr. Hagenmeyer, Obers, v. Lörrach; Hr. Aächter, Privatm. v. Hamburg; Hrn. Äst. Richter v. Cöln, Prael m. Gem. v Hildesheim, Dietz v. Langensalza, Raniger i, Kern v. Frankfurt, Cartona v. Mailand, Bnchner v. Wien, Zanpp v. Aachen, Fischer v. Jungingen, Jäger v. Freiburg, Kager u. Wagner v. Darmstadt, Stern ». Bielefeld, Haas v. Stuttgart, Schooskind v. Coblenz, Mengers v. Chemnitz, Funk v. Berlin, Henn v. Rostock, Hofmann v. Rastatt, Zackmann a. Bade», Schweitzer o. Erfurt, Mohr s. Berlin, Hensing v. Botzen, Zinsberg v. Verona u. Wieland v. Halle. Im Prinz Lari: Hr. Scheinffug, Dir. v. Prag; Hr. Müller, Lehrer v. Braunheim; Hr. Dr. Silbereißen ». Breslau; Hr. Bender, Bäcker v. Lauterbach; Hr. Stumpf, Kreissecr. u. Hr. Engelbach, Bäcker v. Biedenkopf; Hr. Zulauf, Oec. v. Angerod; Hr. Steuernagel, Gastw. v Windhansen; Hr. v. Dietrich, Offizier v. Berlin; Mad. Bauer v. Speyer; Hr. Neischer v. Mainz; Hr^ Bäumer, Factor u. Hr. Klos, Oec. o. Hatzfeld; Hrn. Kfl. Levi v. Mainz, Weiller v. Frankfnrt, Bender v. Bielefeld u. Thoquer v. Dillenburg. Im Parmstädter Hau, : Hrn. Geschäfts!. Müller v. Lampertheim, Kammer u. Slies v. Grünberg u. Erlebach ». Coblenz. In der Sonne : Hrn Maurer Schickentanz v. Hinze! u. Steinacker v. Welkers; Hr. Werthmüller m. 5 u. Hr. Salzmann m. 4 Geh., Musiker v. Fulda. In. -er Rose : Hrn. Mefferschm. Oehler u. Horsicht v. Oberohmen; Hr. Zindor, Geschäftsm. v. RiederohMen; Fr. Jackod v. Pommersheim; Hr. Steuernagel, Bürgermstr. v. Sliedervhmen; Hr. Nürnberger, Bauaufs. v. Reiskirchen; Hr. Baum, HandelSm. v. Hattenrod. In den Privathäusern. Bei Hrn. Hvfg.-Ralh Schäffer : Hr. Otto, Decan v. Aisfeld. — Bei Hrn. Bnrgermstr. Ebel : Frl. Pitsch v. Berlin. — Bei Hrn. Gg. Becker: Frl. Jüngerich v. Großenbuseck u. Fr. Hoffmann v. Grünberg. Geld-Cours vom 10. December 1855. fl- kr | fl. kr. Neue Louis'dors . . . 10 45 2V - Franken - Stücke . 9 21 Pistolen....... 9 35 2 , Engl. SoveraignS . . 11 45 ditto, Prenß. . . . 9 55 1 Prenß. Thaler .... l Hol!. 19-st.-Stücke . 9 43 j : 5 - Franken - Thaler . . 2 201 Rand-Ducaten .... 5 33 | Prenß. Cassen-Scheine 1 45 Main - Weser - Bahn - Züge : Mrgs. Mttgs. ÄbeM Von Gießen nach Frankfurt......j 5is 84 1221 52« 8" „ Gießen nach Cassel.......j 93 2 «" „ Gießen nach Marburg....... — — 9- „ Frankfurt nach Gießen......j 6*5 1030 2"> 5 61' 4* 5 __ _ „ Cassel nach Gießen....... 820 4" — j 1 3 0 — — Posten - Abgang von Gießen: stllrqs. Mttgs. Abends nach Grünberg, Engelrod, Lauterbach, Romrod und Aisfeld ..... .... _ 3 _ „ Lich, Hungen, Nidda und Schotten . . _ 3" — „ Herborn, Dillenburg und Siegen . . . _ — 9" „ Wetzlar, Weilburg, Limburg und Coblenz 9" — 9le Posten-Ankunft in Gießen: von Grünberg, Engelrod, Lauterbach, Romrod und Alsfeld............ 1 p» — — „ List), Nidda »nd Schotten..... 9* • — — „ Wetzlar, Weilburg, Limburg und Coblenz 7 — 8 „ Herborn, Dillenbprg und Siegen . . . 7 — — Anmerkung: Die Postverbindung nach Gladenbach, Biedenkopf, Battenberg, Hallenberg (Hallenberg Samstag und Mittwoch) findet mit den, MrgS. 9 Uhr 3 Min. hier abgehenden Eisenbahn-Zuge von Fronhausen, und nach Biedenkopf, Laasphe, Siegen Morgens 8 Uhr von Marburg ihren Anschluß und Beförderung. Die Postverbindung nach Assenheim, Gedern, Ortenberg und Büdingen findet ihren Abgang aus Nlederwöllstadt nach Ankunft der Eisenbahn-Züge VI und VU um 4 Uhr 15 Min. MltgS. Frucht- und Mehrpreise von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten. W a i z e ii. Kor 11. G e r st -. H a f e r K a r t v l f e 1 11. Ort und Datum. Auf- ge- fahren Verkauft Mittelpreis vom Malter. Auf- ge- fahren Verkauft Mittelpreis vom Malter. auf» gefahren Verkauft Mittelpreis voiu Malter. Aufgefahren Verkauft Mittelpreis vom Malter. Aufgefahren Verkauft. Mittelpreis vom Malter. Mltr. Mltr. Pf. .1! kr. Mltr. Mltr. Pf. fl. Er. Mltr. Mltr. Pf. 1 fl. kr. Mltr. Mltr. Pf. fl. kr. Mltr. Mltr. Pf. fl. kr. Giepen, <. Decbr. ll»j 105 200 18, 29 48j 43 180 14 59 67z 34 160 9 15 76 120 — 21 21 13 200 8 30 Lich, Butzbach, 7. 573 200 200 17 35 26 19 180 ISO 14 22 ' 60- 46 160 160 9 9 71 63 120 120 — 9 15z 200 200 3 13 Grunberg, 1. 11 217 217 200 17 13 85 85 180 14 0 141 111 160 8 37 302 302 120 5 1 200 — Hungen, 7. 11 5 4 54 200 17 40 — 180 — — 23 23 160 8 45 37 37 120 4 40 200 ___ — Friedberg, 7. 323 284 200 17)57 21 18 180 14 3 117 114 160 9 11 43 35 120 4 9 2 200 2 50 Nidda, — 11 — — 200 — — — ■' ■ 180 — — — — 160 —. 120 __ 200 — — Biedenkopf, ■— 11 — — 200 — — — — 180 — — — — 160 — — — ’ 120 _ ____ _ _ 200 — — Echzell, — 11 —• — 200 — — — —— 180 — — — ■ ... 160 — — __ __ 120 ___ _ _ 200 .— — Mainz, 7. 11 — — 200 19 20 — —— 180 17 15 — —— 160 12130 — — 120 5 15 __ — 200 — — Gießen Außerdem wurden noch 7 Mltr. Erbsen im Mittelpreis Wicken im Mittelpreis ä 8 fl. verkauft. h 11 fl. 8 fr.,. 2 Mltr. Linsen im Mittelpreis ä 11 fl. 50 kr. uni Mltr. Drui und Verlag der G. D. Brü hl'schen Umversttäts - Buch- und Steindruckerei.