AnMgeblait der Stadt und des Regierungsbezirks Gießen. jTisT" Sonnabend den 21. Februar I8A2. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch um> Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 fl. 30 fr., für Auswärtige incl. PostaufschlagS 1 fl. 39 fr. — Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Erpcdition (Canzlciberg Lit. B. Oir. 1.) — Einrückungsgcbühr für die gespaltene Eorpuszcile 2 fr. Anzeigen aus verschiedenen Schriften die gespaltene Evrpuszeile 3 fr. Amtlicher T h e i l. Offizielle Dienstentlassungen Am 26. December 1851 wurde der Distrikts- Steuereinnehmer Conrad Schuch zu Heppenheim an der Wiese seines Dienstes entlassen; — am 31 December 1851 ist der Domänenbote Christoph Heuerling zu Wimpfen auf sein Nachsuchen von seinem Dienste als Domänenbote bei der Receptur Wimpfen entlassen woehen; — am 3. Januar wurde der ordentliche Professor der Rechtswissenschaft an der Lan- desuniversitat Gießen Dr. Eduard Wippermann aus dem Staatsdienste enttiassen; — am 7. Januar wurde dem ersten Gerichtsdieaer an dem Stadtgerichte zu Gießen Peter Schneider die nachzesuchte Entlassung von seiner Dienststelle erlheilk. Versetzungen in den Ruhestand. In den Ruhestand wurden versetzt: am 1. November 1851 der evanq. Schullehrer Bernhard Kaffenberger zuMittclaründau, im Reg.-Bezirke Nidda; — am G. November 1851 der Dammwärter Georg Keller zu Biebesheim, auf sein Nachsu- chcn; — am 10. November 1851 der evang. Schullehrer Johannes Helm zu Bersrod, im Reg.-Bez. Gießen; — am 18. November 1851 der kath. Schullehrer Carl Philipp Nahm zu Welgesheim, im Reg.-Bez. Worms; — am 28. November 1851 der Cantor Jakob Schmidt zu Schlitz, im Reg.-Bezirke Alsfeld; — an demselben Tage der evang. Schullehrer Johann Adam Bauer zu Berkach, im Reg.-Bezirke Darmstadt; — am 1. December 1851 der G.fangenwärtcr Caspar Schneider zu Marienschloß; — am 19. December 1851 der kathol. Schullehrer Sebastian Franz La ist zu Biernbeim, im Reg-Bezirke Heppenheim; — am 20. December 1851 der Hafenkommissariaisgehülfe Franz Carl Hoffmann zu Mainz; —• am 7. Januar wurde der Steuerkommissär Georg Ludwig Neuling zu Mi- Nachrichten. chelstadt, auf sein Nachsuchen, in den Ruhestand versetzt und ihm als ein Merkmal der Anerkennung seiner langjährigen^ treu geleisteten Dienste, der Charaktr als L teuerrath verliehen; — an demselben Tage wurde der Di- striktseinnehmer und Salzmagazinöverwalter Georg Stockhausen zu Vilbel in den Ruhestand versetzt. Concurrenzeröffnungen Erledigt ist: Das Frühmefferei-Bene- sicium zu Gernsheim, im Reg.-Bezirke Heppenheim, mit einem jährlichen Ertrage von 812 fl., zu welcher Stelle der Bürgerschaft der Stadt Gerns- h im resp. dem Gemeinderath daselbst, und dem dasigen Pfarrer das Prä- sentationsrccht zustcht; — die obere Knabenschullehrerstelle zu Herbstein, im Reg -Bezirke Alsfeld, mit einem Gehalte von 273 fl. 59 kr., nebst einer Vergütung von 14 fl. für Heizung des Schullokals. Sterbfälle. Gestorben sind: am 8. August 1851 der Landgerichtsdiener Konrad Hedrich zu Zwingenberg; ■— am 16. December 1851 der ordentliche Professor dec Rechtswissenftvaft Dr. Emanuel Ludwig Carl Eduard Weiß zu Gießen; — am 24 December 1851 der evang Schullehrer Wilhelm Schneider zu Niederkinzig, im Reg.-Bezirke Erbach; -- am 26. December 1851 der Domänenrath Sator zu Dieburg; — am 27. December 1851 der pensionirte kath. Schullehrer Heinrich Wiegel zu Dexheim, im Reg.-Bezirke Mainz; — am 1. Januar der evang. Schullehrer Franz Tobias Geißler zu We terstadt, im Reg -Bezirke Darmstadt; am 5. Januar der Gefänznißaufseher August Alberti zu Alzei; — am 9. Januar der Landgerichtsdiener Conrad Vix zu Alsleld; —- am 12. Januar der Postassistent Emil Leopold Friedrich Gold mann dahier. Nr. R. C. Gießen am 18. Februar 1852. Betreffend: Die Musterung des Jahres 185 2. Der Großherzoglich Hessische Regierungs-Rath v. W i l l i ch zu Gießen an die Gr. Bürgermeister des Recrutirungsdistriets Grünberg. Die diesjährige Bezirksmusterliste für den Recrutirungsdistrict Grünberg liegt vvm 23. Februar bis 8. März I. I. auf dem Büreau des Gr. Bürgermeisters zu Grünberg zu Jedermanns Einsicht offen, was Sie in ihren Gemeinden zur öffentlichen Kenntniß zu bringen und den Befolg binnen acht Tagen anher anzuzeigen haben. v. Millich. Polizeiliche Bekanntmachung. A u s g e f a n g e n e Hunde. Ein junger Dachshund von gelber Farbe mit schwarzer Schnauze und ein Wachtelhund von schwarzer Farbe mit weißer Brust. Die Eigenthümer können den Aufbewahrungsort dieser Hunde auf dem Gr. Poiizeibüreau dahier erfahren. Gießen am 19. Februar 1852. Der Gr. Hess. Polizei-Commissär L. Nove r. 88 Gerichtliche nnd H-rivat - Bekanntmachungen, Versteigerungen. 238) Gießen. Versteigerung von Immobilien. Montag den 23. Februar, Nachmittags 3 Uhr, sollen nachstehende den E. Simons Eheleuten gehörige Grundstücke, als: Burgwald und Streckeloh meistbietend versteigert: 6 Stecken Eichen-Scheidholz. 6 ii Buchen-Prügelholz. 38% „ Eichen-Prügelholz. 2 ii Eichen-Stockholz. 700 Wellen Bnchen-Reisholz. 3200 ii Eichen-Reiöholz. 889 □ftlftr. Garten zwischen dem Wetzlarer Weg und der Lahn, * 328 lUKlftr. Acker am allen Schlag, auf dem Rathhause dahier im Wege der Hülfsvollstreckung an den Meistbietenden nochmals versteigert werden. Gießen den 9. Februar 1852. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 127) Gießen. Versteigerung von zwei Grundstücken. In Folge gerichtlicher Anordnung sollen nachfolgende dem abwesenden Polizei-Offi- zianten Schweitzer gehörige Grundstücke, als: yag. Nr. Flur. Nr. 23d 46 87 104 LUKlftr. Acker links am Badenburger Fußpfad u. dem Flutbgraben, 23a 46 88 101 lüKlftr. Acker daselbst, Mittwoch den 25. Februar l. I., Nachmittags 2 Uhr, auf dem Raihhause dahier an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Gießen den 20. Januar 1852. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 126) Gießen. Versteigerung einer Hvfraithe. Montag den 23. Februar l. I., Nachmittags 2 Uhr, soll die nachbcschriebene, dem Wirth Friedrich Schmal! gehörende Hofrailhe, nämlich: pag, Nr. Fl. Nr. 5 7i0» 1 977 31 ülKlafter Hof- raithe auf dem Asterweg, neben Prof. Dr. Nebel, im Wege der Hülfsvollstreckung auf dem Rathhause dahier an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Gießen den 20. Januar 1852. 1800 „ Lin'den- und Aspenbolz. 2 Stämme Eichenbauholz von Gl Elf. 2 ii Lerchenbauholz » 30 ,, Die Zusammenkunft ist im Burgwalde. Allenbuseck am 16. Februar 1852. Der Gr. Hess. Revierförster des Reviers Buseck Klump. 281) Gießen. Holzvrrsteigerung im Gießener Stadt- walde. Montag den 23. Februar l. I., von Morgens 9 Ubr an, soll in dem hiesigen Slavlwalde, Distriki Philosophenwald, Tannen und Stelzenmorgen, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden: 15 Slccken Eichen-Scheidholz. 23 u 55 1637 Wellen h ii ii Prügelholz. Stockholz. Reisholz. 772 Stecken Kiese, n-Scheidholz. 15 ii „ Prügelholz. 187, i, ii Stockholz. 2365 Wellen » Rciöholz. 1 Stecken Fichten-Scheidholz. s/4 n n Prügelholz. 9 n ii Stockholz. 340 Wellen » Reiöholz. 149 Eichen-Stämine von 2934 Ckfß. 103 Kiefern- » u 2160 „ 23 Fichten- „ „ 836 « 453 Eichen-Stangcn n 1265 u 133 Kiefern- ,, » 403 „ 11 Elchen-Pflugswellen. 1 " Pflugsreh. 325 Dorn-Wellen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Oktober d. I gestattet. Die Zusammenkunft ist auf dem Röd- cher Weg an der Liebigshöhe. Die Herren Bürgermeister der umliegenden Orte werden Ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen am 13. Febrnar 1852. Der Bürgermeister Der Bürgermeister Hch. Ferber. 303) Alte n b u s c ck. Montag den 23. d. M-, Morgens 9 Uhr, Hch. Ferber. 311) Atzbach. Hvlzvcrstcigcrnitg. Donnerstag den 26. d. Mts., von Bor- Morgens 9 Uhr, mittags 9 Uhr ab, sollen im Krofdorf» werden in den Domanialwald - Distrikten Gleiberger Gemeindewalde, Distrikt Eich- wald, 30 Stück Eichbäume, enthaltend 53 Klafter Nutzholz, 32 Klafter Kloben und 36 Klafter Reiser versteigert werden. Atzbach den 16. Februar 1852. Der Bürgermeister Colnot. 237) Gießen. Immobilien-Versteigerung. Donnerstag den 26. b. Mts., Nachmittags 2 Uhr, ! sollen auf hiesigem Rathhause folgende den Erben des Job. Dan. Noll hier gehörige Liegenschaften, als: । 1) Hofrailhe in der Sanbgäffö, neben I Ludw. Gerhard, 2) 290 OlKlfir. Garten zwischen dem Wetzlarer Pfad und der Lahn, neben Wilh. Burkhard, öffentlich einer freiwilligen Versteigerung ausgesetzt werden. Gießen den 7. Februar 1852. Der Bürgermeister Hch. Ferber. , 200) Gießen. Die Lieferung von circa 45 Birnstämmchen für die Stadt Gießen soll Montag den 23. l. Mts., Morgens 10 Uhr, auf dem Rathhause dahier an den Wcnigst- fordernden vergeben werden. Gießen den 16. Februar 1852. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 323) Langgöns. Donnerstag den 26. Februar d. I., von Vormillags 9 Ubr an, sollen in dem hiesigen Gcmeindewald, Di- strict Ochsenharb und Schwarzesteinkaut, folgende Holzsortimente meistbielend verstei- gerl werden: 10 Stecken Buchen-Scheidholz, 6 ii Eichen- u 31 ii Buchen-Prügelholz, 6 w Eichen- » 110 n Buchen-Stockholz, 5 „ Eichen- ii 550 Stück Buchen-Wellen, 100 ii Eichen- „ 700 Gebund Birken- und Weiden-Nutzgerten, zu kleinen Faß-, Züber- u. Eimer-Reifen sich eignend, sowie 7 Stück Eichen-Baustämme, 308 Cu- bikfuß enthaltend. Die Zusammenkunft isi im Eselsweg. Langgöns am 18. Februar 1852. Der Bürgermeister Dern. 313) Frank en b a ch. Donnerstag den 26- v. M., deS Borinittags 10 Uhr, soll zur Besoldung des Schullehrers und 89 der Hebamme die Lieferung von 7 Mal-Z lern Kor» an den Wenigstnebmenden vergeben werden, wozu Steigliebhaber eingeladen werden. Frankenbach den 20. Februar 1852. Der Bürgermeister Bernhardt. 315) Gießen. Donnerstag den 26. d. M, Nachmittags von 2 Uhr an, lasse ich in meiner Wohnung Verschiedenes gegen gleich baare Zahlung versteigern, nämlich : Tische, worunter ein runder Thee- tisch von Nußbauncholz, Bettladen von Nußbaumholz, Schränke, Stühle, Fässer, Betlwerk, Weißzeug und noch Verschiede- nes. Adolph Keil. 312) Gießen. Dung-Gyps bester Qualität, per Malter 1 st. 20 fr. in größeren Quantitäten billiger, per Centner 33 fr.; Schmieöegenes erster Qualität, per Centner 50 fr., bei größeren Parlieen billiger. /ranz Hleppler & Comp. 2419) Gießen. Die gegen Kopfleiden aller Art vielfach bewahrten Aechten Ohren-Magnete F e i l g e b o t e n. 323) Gießen. Seidene Kleiderstoffe in Atlas, Satin cliiiie u. sowohl schwarz als in Farben, empfiehlt zu den billigsten Preisen M. H e ß. 307) Gießen. Ein Garten hinter den Eichen, % Morgen haltend und mit guten Obstbaumen bepflanzt, ist zu verpachten oder zu verkaufen. 269) Gießen. Alle Sorten frische S S M e V e i e N (ä Paar mit Gebrauchs-Anweisung in eleg. Carlo» 1 Thlr), sowie die mit vielem Nutze» gegen Schrerbkrampf, Zittern und Schwäche i» den Händen anzuwendenden thermo - electrischen Finger - Ringe (ä Stück mit Gebr.-Anw. Prima: i Thlr., Secunda: 20 Sgr.) sind stets ächt zu haben bei Carl Fre ch. 317) Gießen. Von meinen Gärten, der eine am obersten Ricqelpfad und der andere am Mismarer Weg gelegen, bin ich Willens, je nachdem sich Liebhaber finden, einen zu verkaufen. PH. Flett II. 308) Gießen. Das bisher von Herr» Pfarrer L. Palmer bei mir bewohiue Logis ist zu vermiethen und kann bis zuni 20. Mai bezogen werden. G g. Heinrich L o n y. habe ich erhallen und bringe solche in empfehlende Erinnerung, mit dem Bemerken, daß ich dieselben stets auö den besten Quelle» Frankfurts beziehe. Will). Löber's Wllw., an der Hintergasse neben Herrn Kaufm. M. Heß. 287) Gießen. Ein am Lelhgester- ner Weg gelegener Garten, mit guten Obstbäumen versehen, ist aus freier Hand zu verkaufen. Bei wem? sagt AuSg. d. Bltts. 301) Gießen. Erbverlheilungs- balber sollen die in dem Keller der ehemaligen Weinhandlung von I. B. Seipp befindlichen circa 9 Slück 31er, 42er, 45er und 46er bestens unterhaltene Weine billigst verkauft werde». Kaufliebhaber werden gebeten, stch während dreier Wochen an den unmittelbar an dem Eingänge des Lokals wohnenden Küfer Fader oder an den Unterzeichnelen zu wenden. Proben werden täglich Nachmitlags von 1—3 Uhr an den Fässern verabreicht, und es können, im Falle sich mehrere Kaufliebbader melde», auch kleinere Quaulilälen bis V* Ohm abgegeben werden. Zugleich fallen Fässer aller Große und sämmlliche Ulensilien zu einer Essigfabrik käuflich abgegeben oder auch die Fabrik selbst nebst Keller vermie- lhel werde». Gießen de» 18. Febr. 1852. D. Hoffman ii. | Zu vermiethen. 292) Gieße». Eine vollständige -Familienwohnung, bestehend aus 4 heizbaren Zimmern, ist zu vermiethen und Milte Mai beziehbar bei N. Kratz in de» Neuenbäue». 259) Gießen. Zwei Familienwoh- iiungen, wovon jede drei heizbare Zimmer, Kammer, Küche, Keller und Hvlz- stall enthält, ist zu vermiethen. Friedr. Vogt, Metzger. 326) Gießen. Der untere Stock in meinem elterlichen Hause hinter der Kirche ist anderweit zu vermiethen; auch kann auf Verlangen Stallung und der Garten dazu gegeben werden. Loos, Lakirer. 300) Gießen. Das seilhcr von Frau Ball in bewohnte Logis ist zu ver- miethen und am 15. Mai beziehbar. E d. Strack. 306) Gießen. Eine Familienwohnung ist zu vermiethen Lit. A. Nro. 33 in der Hiittergasse. 318) Gießen. In Lit. C. Nr. 139 ist eine kleine Familienwohnung zu ver-! mielhen und gleich beziehbar. PH. Flett II. । 314) Gießen. Ein geräumiges mö- blirtes Zimmer mit der Aussicht von zwei Seiten nach dem Garten ist mit oder ohne Kabinet zu vermiethen bei P. Plank in der Wolkengaffe. 261) Gießen. Das seither von Hr». Major Moler bewohnte Logis im Heyer» sche» Garten ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. Vermischte Nachrichten. 288) Gießen. Leichenkasse-Gesellschaft zu , Gießen. Im Gasthaus zum Rappen dahier findet 1) zur Recknungöablage pro 1851, 2) zur Wahl drei »euer Vorstands- mitglieDer, Sonntag den 22. d. Mts., Nachmittags präeis 3 Uhr, Sitzung (statt, und werden hierzu sämmt- liche Mitglieder fragt. Gesellschaft hiermit eingeladen. Gieße» de» 14. Februar 1852. Der Director E. C. Rühl. 90 322) Gießen. Strohhüte nehme ich von heute zum Waschen an und erhalten solche die neueste Faaon. M. H e ß. 327) Butzbach. Anzeige. Ich erlaube mir hiermit, meine Fäiberei in Seide und Wolle (Thibets) in gefällige Erinnerung zu bringen. Frau PH. Sartorius Wlb. in Gießen ist stets zur Besorgung der zu färbenden Gegenstände berei t Butzbach den 20. Februar 1852. Louis Braubach. 238) Gießen. In einer nahe ge-l legenen Stadt wird in eine frequente Conditorei ein Lehrling gesucht, in welcher derselbe nicht nur allein Gelegenheit hat, sich vollkommen in der Conditorei auszubilden, sondern auch noch die Destillation der feinsten Ligneurs zu erlernen. Das Nähere in der Erped. d. Bltts. 263) Gießen. Ich beehre mich hiermit einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige zu machen, daß ich von jetzt an das von meinem seligen Manne betriebene Weißbinder- Gesch äst in seiner ganzen Ausdehnung wieder fort- fübre. Durch die Mitwirkung meineö Sohnes bin ich in den Stand gesetzt, jeder! soliden Anforderung in obigem Geschäft, sowie in allen, in das Lakiren einschlagenden Arbeiten, zu entsprechen. A. Peter Petri Wittwe, Neuenweg, Eck des Kreuzes. 276) Gießen. Inr Itrohhutumscherei nach englischer Art, wodurch bekanntlich die Hüte viel Heller gewaschen werden und die neueste Favou erhalten, nimmt Bestellungen an ' I. H. Fuhr. 291) Gießen. Ein junger Mensch sucht einen Dienst als Haus- ober auch als Pferdeknecht. Näheres bei der Erped. d. Bltis. Frucht- und WLVtualiou preise. ViKtualienpreise. Fleischtaxe. Gießen den 21. geben« Lich den 12. gebt. | CH Butzbach | den 20. gebt, i Bemerkungen. per Pfund fr. Pf. fr. Pf fr. Vf. k/ Vf. Ochsenfleisch . . Kubfleisch . . . Rindfleisch . . . Kalbfleisch . . • Schweinefleisch. . Hammelfleisch . . Schaaffleisch . . Leberwurst . . . gemischte Wurst . Bratwurst . . . Schwarteinagen Blutwurst . . . geräucherter Speck Schinken . . . Dörrfleisch . . . Rindöfett . . . Hammelsfett . . Schweineschmalz, ausgelassenes dgl. unausgelaffenes II 8 8 6 11 8 12 8 16 16 1 l 20 16 13 20 20 20 17 NMI Illi 1 1 1 1 1 1 1 1 II 11 8 7 5 11 7 12 15 15 12 18 15 15 16 16 16 | 1 1 i 1 1 1 1 NIMM M 11 8 7 5 11 8 11 1.3 14 1 l 1 ” 1 M 1 w 1 1 1 1 1 1 1 1 1 II II 7 7 6 11 8 12 14 14 20 14 14 18 16 20 18 1 lfll 1 1 1 1 1 1 1 1 1 IJ IJJ 1 J Die Zugaben zum Fleisch dürfen nur in solchem von derselben Gattung bestehen , und zwar auf 10 Pfund nicht mehr als anderthalb Pfund ic. nach Proportion, welches auf 1 Pfd. nicht völlig 5 Loth ausmacht. Köpfe, güße, Geranb, wie auch die ganz blutigen und nicht genießbaren Stücke vom Hals sind von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. Brodtaxe. Lich den 12. gebt. | Laubach. Butzbach den 20. gebr. fr. Vf. fr. Vf- fr.[ Vf. ft. Vf. 4 J ordinäres Brod auS | 1 IKL" |bc|le^ 4 j gemischtes Brod aus | s K«nmehl"' \ Für 1 fr. Wafferwock........ „ 1 fr. Milchbrod........ Marktpreise. 1 Maas Milch.......... 1 Pfund Butter.......... auch......... 5 Handfäse........... 3 Eier............. 1 Pfund Waizenmehl........ 1 „ geschw. Vorschuß...... ^ruchtpreise. Fruchtgattung. Gießen den 0. gebr. Grünberg den 14. Februar. den Lich 12. gebr. Laubach. Friedberg den 11. Februar. Mainz den 6. Februar. Wetzlar den 14. gebr. M (1 l t e r. S cheffel. Pfd. 1 ft. fr. Pfd. 1 ft. fr. Pfd. st. fr. Pfd. | fl. fr. Pfd. st. 1 fr. Pfd. fl. fr. fl. fr. Vf. Waizen ..... 200 ___ _ 200 13 50 200 14 _ — — — — 14 — 200 13 19 5 26 2 Korn..... 200 — — 190 12 — 190 12 — — — — — 11 45 200 10 42 4 51 2 Gerste..... 170 _ — 170 9 — 170 9 — — — .— — 9 — 200 8 25 3 30 — Hafer..... — _ — — 3 45 120 3 20 — — — — 3 30 200 4 15 1 31 —— Erbsen..... Linsen..... — — — — —• — — — — — — — — — (Hierzu eine Beilage.) Beilage zu JE 15 des Anzeigeblattes Frischbäcker zu Gießen. Sonntag den 2 2. Februar. Christian Wallenfels in der Wallthorstraße — Balthasar Noll in der Neustadt. — Jeremias Wallenfels auf dem Seltersweg Kirchliche Anzeige» d er evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 22. Februar. Morgens: Pfarrer Bonhard. Nachmittags: Kirchenrath Dr. Engel. Universitäts-Gottesdienst. Um 11 Uhr: Professor Dr. Hesse. Kopuiirte. Den 15. Februar. Werner Otto, Bürger und Glockengießer dahier, des hiesigen Bürgers und Glockengießers, Friedrich Otto, ehelicher Sohn; und Elisabethe Möhl, des verstorbenen hiesigen Bürgers und Mepgermeisters, Jacob Möhl, eheliche Tochter. Den 1». Februar. Ludwig Petri, Bürger und Weißbindermeister dahier, ein Wittwer; und Wilhelmine Wallenfels, des verstorbenen hiesigen Vermischte Nachrichten. 320) Gießen. Für Zither- und Gniiarren-Spieler. Unterzeichneter hat stets vorräthig und in Auswahl Zithern und Guitarren zu verleihen, und können auch sogleich Schulen und Musikalien käuflich dazu gegeben werden. Auch bringe ich mein Lager von Accordions mit dem Bemerken in empfehlende Erinnerung, daß am hiesigen Platze nunmehr ein Lehrer sich befindet, der Unterricht im Spielen dieses Instrumentes crtheitt. Da in großen Städten dies Instrument von Damen viel gespielt wird, so mache ich auch hier darauf aufmerksam. Heinr. Rudolph in der Sonne, Lit. B. Nr. 44. Neisegelegenheit nach Amerika über Liverpool, Abfahrt von Mainz jeden Mittwoch. Die Passagiere werden durch eigene tüchtige Condueteure bis in den Seehafen begleitet. Pünktlichkeit in den Erpcditionen, billige Preise und genaue Erfüllung der eilige» gangenen Verbindlichkeiten werden dieje Reisegelegenheit auch ferner empfehlen. Concessionirte Haupt-Agentur in Mainz; «Heinrich Zitz. Nähere Auskunft, Prospekte und Ueberfahrtsverträge ertheilt Der concessionirte Agent in Gießen: I. Lauökert, Neuebäue B. 67. | 321) Gießen. | | Antwort. | 8 Den von einigen Bürgern an mich D D gelangten Brief muß ich dahin be- || 8 antworten: daß ich meiner Forderung 8 D an die Leichenkasse-Gesellschaft dahier H g auf gerichtlichem Wege Geltung zu 8 N verschaffen suchen werde. — Weiteres D D anlangend, so war ich von dem Vor- D H stand der Leichenkaffe-Gesellschaft zu |i D dem von demselben im December v. I. « I veranstalteten Abendessen eingeladen. D 8 Ob sich aber der Vorstand dieser Ge- 8 sellschaft gemüßigt fühlen wird, niich D D auch zu der Abhör der Rechnung ein- § 8 zuladen, dies bleibt bis heute noch § D eine Frage — und müßte eine solche D 8 UM so gewichtiger werden — indem 8 D jener Vorstand bei Erbauung des 8 neuen Leichenwagens keinen Umgang D 8 nahm und mich durch protoeollari- || 8 scheu Commissions-Beschluß hierzu zu « D Rathc zog und der Baucommission "die- D 8 ses Wagens, welcher nahe an 800 fl. 8 D kostete, beigab? Dies als weitere 8 kurze Erwiederung. D 8 August Waltz, g Sattler. I 310) Gießen. Sonntag den 22. Februar ist gut besetzte Tanzmusik anzutreffen bei T h. L o n y im PromenadehauS. Sonntag darin sich erworben hat, daß er jede Zeichnung schön und gefällig auszuführen im ! Stande ist. B. Falken berg. Mit Bezug auf Obiges empfehle ich mich im Stickmusterzeichnen bestens und verfehle nicht zu bemerken, daß ich vom 1. März an in. Besitz sämmtlicher Musterbücher und Stickmuster des 324L) Westphäl. Hof. den 22. Februar findet Tanzmusik auf dem Westphälischen Hofe statt. E. Parisch. 319) Gießen In Lil. B. Nr. 31 ist ein Haufen Dünger zu verkaufen. 310) Gießen. Hiermit mache ich die ergebene Anzeige, daß ich vom 1. März d- I- an aufhöre, Stickmustern und alle in dieses Fach einschlagenden Arbeiten zu zeichnen. Indem ich für das mir bisher geschenkte Zutrauen danke, bemerke ich zugleich, daß Herr Anton Petri im Musterzeichnen derart von mir unterrichtet worden ist und die erforderlichen Fertigkeiten Herrn Falken berg gelange. Gießen im Februar 1852. Anton Petri, Neuenweg, Eck des Kreuzes. Gießen. .Die 3. Compagnie der Bürgerwehr hat vom 22. bis incl. den 29. Februar die Feuerbereilschaft und den Orbon- nanzdienst. Das Ober-Commando der Bürgerwehr Fresenius. (309) 92 Bürgers und Bäckermeisters, Johann Moritz Walenfels, eheliche Tochter. Getaufte. Den 15. Februar. Dem Bürger und Mctz- germeister, Friedrich Möhl, Adolphs Sohn, eine Tochter, Johannette Luise Charlotte Juliane Ka- tharine Wilhelmine, geboren den 19. Januar. Den 16. Februar. Dem Bürger und Musiklehrer, Franz Philipp Bauer, ein Sohn, Johann Theodor Heinrich Karl Ferdinand Georg, geboren den 25. Januar. Den 19. Februar. Dem Bürger und Fuhrmann, Georg Melchior Schwan, eine Tochter, Katharine, geboren den 12. Februar. Beerdigte. Den 18. Februar. Johannette Wagner, des Bürgers und Schneidermeisters, Ludwig Wag- ncr, eheliche Tochter, alt 9 Tage, gestorben den 16. Februar. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Bonhard. Angekommene und abgereiste Fremden vom 18. bis 20. Februar 1852. I n den Gasthäusern. Im Einhorn: Hr. Heidefuß, Hüllendes. v. d. Friedrichshütte; Hrn. Rcnt. Bommon v. Paris u. Pretary v. Frankfurt; Hr. Erdmann, Fabr. v. Crefeld; Hr. Schauer, Part. v. Magdeburg; Hrn. Fabr. Banzer v Mühlhausen u. Alt v. Lauterbach-, Hr. Goldwann, Pbarm. v. Berlin; Hrn. Kfl. Meper v. Frankfurt, Schaller v. Düren, Eüenberger v. Bielefeld, Müller v. Halver, Lauer v. Mannheim, Horst v. Hanau, Strauß v. Friedberg, Bergheim v. Rhepdt, Schönfeld v. Hanau, Gottlieb v. Cassel, Goldhöfer u. Grünert v. Frankfurt u. Breuer v. Leipzig-, .fit. Schenck, Ofc. v. Fulda; Hrn. Rent. Pflug v. Berlin u. Masson v. Paris; Hr. Sauer, Buchhndlr. v. Dresden. Im Rappen: Hrn. Landw. Lindenburg aus Baden u. Kröber v. Meerholz; Hr. v. Wimpfen v. Mainz; Hr. Bröschcr n. Fam. aus der Schweiz; Hr. v. Dartele, Rent. v. Bremen; Hr. CoSletta, Chcm. v. Freiburg; Hrn. Fabr. Finck v. Drautheim u. Metzler v. Stuttgart; Hr. Dr. Senfkorn v. Oldenburg; Mad. Rembold v. Alsfeld; Hrn Kfl. Speer m Alsfeld, Dietze v. Chemnitz, Jung v. Frankfurt, Wente v. Laasphe, Sandbeck v. Merseburg, Varrentrapp v. Frankfurt, Reichenbach v. Darmstadt, Eichhorn v. Offenbach, Grünebaum u. Dresel v. Frankfurt, Armbrust u. Eberwein v. Halle, Neckenbach v. Hanau, Kroll v. Frankfurt, Mainz v. Offenbach, Hassenpflug v. Hanau, Denninger v. Mainz, Pareh ^rttn, Herold v. Friedberg u. Albert v. Frankfurt; Hrn. Part, ©oft» schalk v. Hamburg u. Oldenhof v. Frankfurt. ,. , 5«> Darmstädter Saus: Hrn. Gschftsl. Löwenstein u. Müller v. Ret- tlghaufen, Reiß v. Langenfeld, Burkdardt v. Reifenberg, Mcnqel v. Alt- wthheun, Strenzt v. Storndorf, Kahn #. Alsfeld, Grillen v. Büdingen, Echeub v. i urnberg, Roth u. Schiff v. Gladenbach, Blumenfeld v. Kirch- Hknz v. Landau, Wolf v. Cassel, Zimmer v. Weilburg u. Alles v Munzenberg; Hr. Ditschler, Fuhrm. v. Büdingen; Hr. Erb, Kaufm. v. Weitershain. Im Stern: Hrn. Gschftsl. Grott v. Örsdorf, Klug v. Königsberg, Zimmermann v. Heiligenstadt u. Rosenfeld v. Marburg; Fr,. Weber v' Dexbach; Hrii. Hndlsl. Vogel v. Semt, Noll v. Kernbach, Simon v. Ullchwt u. glorSheim v. Kirtorf; Hr. Freitag, Brgrmstr. v. Geismar; Jngfr. Frarck v. Laasphe; Frl. Hisserich v. Homberg; Hrn. Gerber ®la> ». Geisler v. Ebc>schütz; Hrn. Gschftsl. Möbus u. Schwarz v. Cas- sei u. Pfalz v. Wora. I n b e ii P r i v a t h ä u s e r n. ™ Kfm. Spruck: Hr. Engel, Pfarr. v. Allendorf. — Bei Hrn. Metzg. Mohl: Hr «chwaner, Priv. v Marburg. — Bei Fr. Landricht. Mosler: Hr. Arnoldi, Pfarr. v. Leihdecken u. Frl. Cellarius v. Schotten. Neue Fiseal - Bürgscheme sind zu haben bei G. D. Wrühl I. am Kanzleiberg. Der Lieber Armenverem zur Abstellung des Bettelns besteht schon seit dem Juni 1849. Auf das Gesetz sich stützend, wonach jede Gemeinde verpflichtet ist, für ihre eigenen Armen zu sorgen, sind die Bedürftigen der umliegenden Orte nur mit 6 kr. wöchentlich bedacht worden — einer Gabe, die allerdings in gar keinem Verhältnisse steht zu den Bedürsnissen auch des einfachsten Individuums. Da es nun einestheils dem Armenverein in Lich unmöglich ist, die Vermögensverhältnisse auswärtiger Gemeinden sowohl als auch ihrer einzelnen unterstützungsbedürftigen Einwohner genau kennen zu lernen, anderntbeils vielfältig die Ansicht sich ausspricht, daß Bewohner mancher Orte, namentlich nach dem Vogelsberg zu, entweder stehlen oder hungern müssen, wenn ihnen überall durch'Verbreitung der Armenvereine das Betteln unmöglich wird, so ist es gewiß höchst nothwendig, daß die Vereine, wenn überhaupt ihre Wirksamkeit für die wahrhaft Bedürftigen kein Druck werden soll, sich zur gemeinschaftlichen Unterstützung der wirklich Nvthleidenden in solchen Gemeinden, die ihre Armen nicht ernähren können, vereinigen. lieber die Art, wie nun die wahre Noch nicht in Lich, sondern in den umliegenden Orten ermittelt werden soll, sieht man weiteren Vorschlägen entgegen, und bemerkt nur schließlich, daß der Sicher Armenverein vor der Hand seine Unterstützungsbeträge nach Außen hin, dem löblichen Beispiele des Gießener Vereins folgend, verdoppelt hat, daß er außerdem eine Suppenanstalt errichtet, wo die unterstützten Armen der Stadt Lich täglich umsonst, alle übrigen Armen der Stadt für 1 kr. einen Schoppen kräftige Suppe erhalten können. + Bei der am 16. Februar 1852 in Darmstadt stattgehabten Verloosung von 1500 Stück Prämien-Scheinen des Darmstädter I 25-fl.-Loos-Anlehens haben nachstehende Nummern die Hauptprä- mien erhalten: Nro. 90,809 fl. 20,000 ] n 59,50» „ 4000 Zahlbar den ii 80,003 „ 2000 15. Mai 1852. ,, 71,083 „ 1000 ) Der Erfolg aller übrigen Nummern ist auf frankirte Anfragen durch das Bank- und Wechsel-Comptoir der Herren Alkoriz Stiebet Söhne in Frankfurt a. M. gratis zu erfahren, woselbst auch die Gewinne abzüglich der üblichen Zinsen gleich in Empfang genommen werden können. Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckcrei.