Auzeigeblatt der Stadt und des Regierungsbezirks Gießen. 21. Soynabend den 13. März 18A2. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische l fl. 30 fr., für Auswärtige incl. Postaufschlags 1 fl. 39 fr. — Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der ErPedition (Canzleiberg Lil. B. Nr. 1.) — Einrückungsgebühr für die gespaltene Corvuszeile » fr. Anzeigen aus verschiedenen Schriften die gespaltene CorpuSzeile 3 fr. Amtlicher T h e L l. Nr. R. C. 2530. Gießerf am 8. März 1852. Betreffend: Die unredliche Steigerung der Fruchtpreise. Die Großherzoglich Hessische Regiernngs-Commission des Regierungsbezirks Gießen an sämmtliche Großh. Bürgermeister des Regierungsbezirks Gießen. Die dermalige Theuerung macht es nothwendig, darüber zu wachen, daß die unterni 1. September 1846 erlassene Verordnung „die unredliche Steigerung der Fruchlpreise bett ’' (Reg -Blatt pag. 329) mit Strenge gehandhabt werde. Sie werden sich hiernach bemessen und das utlterhabende Personal anweisen. K ü ch l e r. Rr. R. C. 2434. Gießen am 9. März 1852. Betreffend: Die polizeiliche Aufsicht über die Lebensmittel, insbesondere auf den Märkten. Die Großherzoglich Hessische Regierungs-Commission des Regierungsbezirks Gießen a n sämmtliche Gr. Bürgermeister des Regierungsbezirks Gießen. In Höchstem Auftrage werden die nachstehenden Bestimmungen des Ministerial-Ausschreibens vom 28. October 1846 zu Nr. D. 15,914 hiermit wieder eingcsiihrt und eingeschärst: x 1) Es ist Jedermann untersagt, im Umkreise eines Ortes, wo der Frachtmarkt abgehalten wird, bis zu einer Entfernung von zwei Stunden von diesem Orte innerhalb der Zeit von der Mittagsstunde des Tageö vor dem Fruchtmarkte an bis zum Schluffe des letzteren, Früchte, welche sich auf dem Wege nach dem Orte, wo der Fruchtmarkt abgehalten wird, befinden, aufzukaufen. 2) Es ist verboten, diejenigen, welche mit Fruchtvorräthen auf dem Wege zum Fruchtmarkte, um sie daselbst zu verkaufen, begriffen sind, oder diejenigen, welche ihre Fruchtvorräthe bereits zum Verkaufe auf dem Markte ausgestellt haben, zu bereden, ihre Früchte aus dem Markte gar nicht, oder nur zu einem bestimmten Preise zu verkaufen. 3) Frucht, welche an den Ort, wo der Fruchtmarkt abgehalten wird, von der Mittagsstunde (12 Uhr) deö Tages vor dem Fruchtmarkte an bis zum Schluffe des letzteren eingeführt wird, darf nur auf dem Markte selbst zum Verkaufe gebracht werden, es sei denn, daß der Verkäufer durch eine Bescheinigung der Ortspolizeibehörde der Ausfuhrgemeinde nachweisen kann, daß die Frucht bereits vor der oben angegebenen Zeit verkauft war. 4) Früchte, welche auf einem Fruchtmarkte angekauft worben sind, dürfen auf demselben Markte nicht’ wieder zum' Verkaufe gebracht werden. 5) Früchte, welche zum Verkaufe auf den Markt gebracht werden, dürfen vor der zum Beginne der Verkäufe an den betreffenden Orten festgesetzten Zeit nicht verkauft werden. 6) Auf dem Fruchtmarkte darf nur die wirklich dahin gebrachte Frucht verkauft werden; eS ist daher untersagt, nach mitgebrachten Mustern Frucht aus dem Markte zu verkaufen. 7) Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Bestimmungen werden, insoweit nicht die Vorschriften der Verordnung vom 1. September 1846, wegen unredlicher Steigerung der Fruchtpreise, zur Anwendung kommen, mit einer Polizeistrafe von 5 bis 50 fl. geahndet, welche im Falle der Uneinbringlichkeit im Gefängniß mit 40 fr. für einen Tag zu verbüßen ist. 126 8) Insoweit auf den Fruchtmärkten an den einzelnen Orten auch Mehl verkauft wird, finden darauf obige Vorschriften gleichfalls Anwendung. Sie haben dies in geeigneter Weise bekannt zu machen, (vergl. Satz 5 unseres Ausschreibcns vom 16. September 1848 Nr. 4 des Amtsblattes) und den Befolg gehörig überwachen zu lassen. Im übrigen sollen die Bestimmungen der an einzelnen Orten bestehenden Fruchtmarkt-Ordnungcn durch obige Vorschriften nicht abgeändert werden. . v. W i l l l ch. Polizeiliche Bekanntmachung. Der Gr. Hess. Polizei-Commissär L. Nover. bürcau dah er in Empfang genommen werden. Gießen am 12. März 1852. Gefundene Gegenstände. 6in Karrn mit 2 Räder und ein Sackmeffer. Diese Gegenstände können von den Eigenthümeru auf dcm Gr. Polizeb Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen. Edictalladungen. £31) Gießen. Alle Diejenigen, welche an den dahier befindlichen, wahrscheinlich überschuldeten Nachlaß deS, auf der Walbachsmühle, Kurf. Hess. Justizamts Lichtenau, verstorbenen hiesigen Bürgers Balthaser Weidig HL Ansprüche machen zu können glauben, werden hiermit aufgefordert, solche um so gewisser Donneruaas den 22- April l. j., Vormittags 10 Uhr, bet unterzeichnetem Gerichte anzuzeigen und ,u begründen, als sonst hierauf bei Ver- theilung des Nachlasses keine Rücksicht genommen werden wird. Gießen den 4. Marz 1852. Gr. Hess. Stadtgericht Muhl. £3<)) Gießen. Forderungen an bett abwesenden Heinrich Bellos II. von Beuern sind im Termine Freitag den 19. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sogewiß dahier anzuzeigen und zu begründen, widrigenfalls sie bei der Ordnung dessen Schuldenwesens keine Berücksichtigung finden werden. Gießen den 2. Marz 1852. Gr. Hess. Landgericht daselbst Heyer. Besondere Bekanntmachung. 230) Gießen. Aufforderung an die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstatt. Die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstalt, deren Pfänder in den Monaten Juli, August, September, October, November und December 1851 verfallen sind, werden aufgefordert, in dem Zeitraum vom 19. Februar bis 19 März dieselben einzulösen oder zu erneuern, als sonst deren Versteigerung am 19. April stattfindet. Nach fruchtlosem Ablauf obigen Zeitraums kann weder Einlösung, Prolongation noch Umschreibung vorgenommeu werden; die Säumigen haben es sich daher selbst beizumessen, wenn sie ihre Pfänder erst in dcm Versteigerungstermin gegen baare Zahlung einlösen können. Pfänder ans wollenen Stoffen müssen unbedingt eingelös't werden. Die Herren Bürgermeister des Regierungsbezirks werden ersucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden baldigst bekannt machen lassen zu wollen. Gießen den 9. Februar 1852. , Die PsandbauSverwaltung Bieler. Pfeil. Versteigerungen. Z127) Gießen. , Immobilien-Versteigerung. Die den Erben des verstorbenen Chans- seewärters Ludwig Scheid zustehenden Immobilien, als: Flur 1 siHKlafter 5 Hosraithe auf dem Neuenweg, neben PH. Helwig mit Hofraum, „ 33 □klafter 130 Acker im Altenfeld , links auf den Weg neben Ludwig Herbert, „ 41 □S'laftcr 136 Garten am Nahrungsberg auf den Steinbacher Weg, neben G. Spruck, sollen auf Ansuchen derselben einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt werden. ES wird hierzu Termin auf Montag den 15. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, auf hiesigem Nachhause mit dem Bemerken anberaumt, daß bei annehmbarem Gebot definitiver Zuschlag erfolgt. Gießen den 5. März 1852. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 3L6) Gießen. Gutsversteigerung. Die zum Nachlasse der Wittwe des verstorbenen Oekonvmen Earl Koch zu Gießen gehörige Besitzung, bestehend in Hofraiibe und 85 Morgen Gut, soll erbvertheilungs- halber Mittwoch den 17. März d. I., Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhanse dahier int Einzelnen oder im Ganzen öffentlich meistbietend versteigert werken. Die Hosraithe ist neu erbaut, unmittelbar an der von Kassel nach Frankfurt führenden Landstraße und ganz nahe bei dem Bahnhofe der Main-Weser-Bahn gelegen, und besteht auS einem schönen Wohnhause mit 9 heizbaren Zimmern, 4 Kabinetten, 2 Küchen, Keller und Speisekammer, einem großen Nebenban mit 3 heizbaren freundlichen Zimmern, mit Stallungen und einer Chaisen-Remise und ans den nöthigen Oekonomiegebäüden mit vollständig eingerichteter Brennerei, 26 Morgen gutes Ackerland ; ein Blumengarten und ein großer Gemüsegarten grenzen unmittelbar an dir Hosraithe. Die Besitzung, auf welcher seither eine gute Milchwirthschaft betrieben wurde, eignet sich auch zu einem Landsitze, wegen bet Nähe des Bahnhofs zu einem Gasthof oder auch zu einer Fabrikanlage. Aus Verlangen kamt ein vollständiges Guts-Inventar mitverkauft werden. Gießen den 23. Februar 1852. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 127 450) Annerod. Holzversteigerung. Donnerstag den 18. März l. 3-, Vormittags um 9 Uhr, sollen in dem Anneröder Gemeindewald, District Tempelsbodcn, Altenberg u. Köpfel, folgende Holzsortimenie öffentlich versteigert werten, als: IO-/4 Stecken Buchen-Scheib- u.Prü- gelholz, 10'/, Stecken Bncheii-Stockholz, 275 Gebund » Wellen-Reish., 43 Stecken Eichen-Scheidholz, 25 „ ,, Prügelholz, 55-/4 „ „ Stockholz, 3175 Stück 11 Wellen-ReiSh., 9 Stecken Birken u. Aspen-Scheid- und Prügelholz, 3 Stecken Büken-Stockbolz, 250 Stück v Wellen-Reish., 6 Stecken Kiefern-Prügelholz, 5% „ „ Siockholz, 4150 S'ück H Fichten- u. allerlei Well-n-Reisholr, 2151 (Subiff. Eichen-Stammholz, von 5 bis 22 Zoll Durchmesser und 10 bis 35 Fu - Länge, 1600 Slück Kiefern-Bohnenstangen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgichaft wird Zahlungsfrist bis ke» 24,. Juni d. I. gestatter. Die Zusammenkunft ist im Allenfelv an der Grünberger Straße. Annerod am 10. März 1852. Der Bürgermeister Seipp. 448) Staufenberg.' Holzversteigerung. 1) Mittwoch den 17. März l. I, Morgens 10 Uhr, sollen in dem hiesigen Gemcindewald, Districi Eichwald, nachverzeichneles Holz, als: 65 Eichen-Baustämme, von lO bis 40 Fuß Länge und 24 bis 38 Zoll Durchmesser, 7650 (Subiff. haltend, sowie 7 Stecken Eichen-Scheidholz, von vorzüglicher Qualität. 2) Donnerstag den 18. März 1. I., von Morgens 9 Uhr an, 20 Stecken Buchen-Scheidbolz, 14'/, „ „ Prügelbolz, 52 11 „ Slockholz, 67 „ Eichen. Scheidbolz, 56 „ „ Prügelbolz, 33 ii „ Stockholz, 350 Btichen-Wellen, 2150 Eichen- „ 1250 Nadel- u Der Anfang ist jedesmal um die bestimmte Zeit im alten Eichwald. Slausenberg am 10. März 1852. Der Bürgermeister V ogel. 437) Reiskirchen. Holzversteigerung. Montag den 15. März, Morgens 9 Uhr, soll in den hiesigen Gemeindewaldungen, Distrikten Beurewäldchcn und Wtlshäuser Wald, folgende Holzsortimentc öffentlich meistbietend versteigert werden, als: 2 Stecken Buchen-Scheidholz. 9 „ 11 Prügelholz. 31 n 11 Stockholz. 3450, 11 „ Wellen-Reisholz. 42 Stecken Eichen-Prügel- und 16 11 „ und Nadel-Stockbolz. 3612 11 n Wellen-Reisholz. 7925 11 Nadelholz-Wellen-Reiser. 16 Eichen-Slämme, 124 Cbkf. Wetkh. 5 Buchen- 11 105 „ „ 100 NadAholz- „ 786 « „ 1670 Slaugett, 1215 Evls Eichen, Luchen- und Nadelholz. Die Zusammenkutift ist in dem Distrikt Beurewälvchen. Reiskirchen am 6. März 1852- -ter Bürgermeister Schäfer. 447) Geilshausen. Holzversteigerung. Donnerstag den 18. d. Mlö., des Vormittags 9 Uhr, sollen in den Dtstriclen Eichlache und Hegkopf, folgende Holzsorrimeitte öffentlich versteigert werden: 96 Eichen-Baustämme, von 4789 Cbkf., 4 Buchen- 11 „ 28 „ 11 Kieftrn- „ „ 229 u 1 11 Stangenholz, „ 3 » 7 Eichen- ,, „ 21 „ Die Zusammenkunft ist in der Eichlache am Weg nach Beueril und Bersrod. Geilshausen den 9. März 1852. Der Bürgermeister Pfeiff. 434) Scholten. Ankauf v 0 u A h n s ch w i n g e n. DaS unterzeichnete Comile beabsichtigt 1 zur Unterstützung armer Familien im Vogelsberg, mehrere Hundert Ceulner Ahn- ; schwingen (in hiesiger Gegend Hudche ge- 1950 Weichholz- „ nannt) anzukaufen. 14 Buchen-Slämme, 131 Cbkf. hallend, Im Verbältniß zur Qualität werden 6 Kiefern- „ 61 u „ , 1'/, bis 3 Kreuzer per Pfund bezahlt. 42 Nadel-Stangen, 120 u u \ Diejenigen, welche die Lieferungen zu überöffentlich mefttbietend versteigert. i nehmen gesonnen sind, werden ersucht, ihre Offerten in möglichst kurzer Zeit portofrei hierher gelangen zu lassen. Schotten am 3. März 1852. Das Hülfs-Comile. Für dasselbe: I)r. Justus. 446) Gießen. Werk-Holz. Mehrere Obstbaumstämme aus dem Rent- amlsgarteu dahier sollen in verschiedenen Klötzen Monlag den 15. d. MlS., Nachmillags 3 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich versteigert werden, wozu die Lleigliebhaber hierdurch eingeladen werden. Gießen den 6. März 1852. Der Gr. Hess. Rentamts-Vicar des Reittamls Gießen Siebert. 432) Hausen. Holzversteigerung. Montag den 15. März l. 3-, beS Mittags 1 Uhr, sollen in dem Hauser Gemeindewald, Di- strict Bruch und Beckertöwald, nacbstehende Holzsortimcnte öffentlich meistbietend versteigert werden, als: 5'/, Stecken Eichen-Prügelholz, 3 7, * „ Stockholz, 888 Eichen-Reisholz-Wellen, 3925 Nadel- „ » 750 Wclchholz-Wellen, 4 Eichen - Stangen, 7 Cubikfuß hallend, 75 Fichlen- 11 4.0 Cbkf. haltend, 568 Bohnen-Slangen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Credil bis Michaelitag d. I, gestaltet. Die Zusammenkunft ist auf dem Bruch bei dem Wegweiser an der Lichcr Straße. Hausen am 9. März 1852. Der Bürgermeister D er n. 469) Gießen. Waaren - Versteigerung. Montag den 15. März d. I., Nachmittags 2 Uhr, werden in der Wohnung des Hrn. Louis Busch, ehemals Ferber'schen Hausein der Walllhorstraße, eine Parlhie Waaren, bestehend in ?$8vUe-Mousseline, Cattun, Lustre, Shawls K. versteigert. 449) Gießen. Dienstag den 16. März d. I., Nachmittags 2 Uhr, werden in der Wobnung der Frau Pim» i p e r vor dem Neuenweger Thore, Tische, Stühle, Schränke, ein Sopha, sowie Kü« chengeräthe u. dgl. versteigert. Gießen den 9. März 1852. 128 Feil gebot en. 4iss) Gjeßen. Eine neue Sendung Bielefelder Leinen- und Taschentücher, für deren Güte ich garantire, bringe ich einem verehelichen Publikum in gefällige Erinnerung. Wilh. Sch in all. Miß) Gießen. Ein eichener Tisch, zum Anseinanderlegen eingerichtet, eine Bettlade, sowie ein Haufen Dünger sind zu verkaufen durch C. I. Herbert in der Pulvermühle. 4464) Gießen. Ansetzdare Nußbäume, sowie guter Dünger bei Christian Sack in der Caplansgasse. 4161) G ießen. Eine gut erhaltene Commode von Nußbaumholz, mit 4 Schubladen, einem Glasschrank, sowie ein Sopha verkauft P- A. Steup. 4174) Gießen. Ich bringe meinen Salat, in Mistbeeten gepflanzt, bis es solchen in der freien Natur gibt, in empfehlende Einnerung. Auch habe ich noch einen großen Vorrath von Sellerieköpfen. I. Schaum, HanvelSgärtner. 4159) Gießen. 6 Pfd. weiße Kern-Fett-Seife 1 fl. 30 fr., 6*/, „ rolh inarmor. » " 1 » 30 „ 8 „ weiß und roth marmo- rirte Oel-Seife . . . . 1 „ 30 „ bet Wilh. Sckmall. 4155) Großenlinben. GypsLager habe ich mir zugelegt und verkaufe den Centner zu 33 fr., in größerer Quantität billiger. Großcnlinden den 12. März 1852. Gg. Schmelz 460) Gießen. Stockfisch, per Pfd. 9 fr., verkauft Wilh. Schmall. 4165) Gießen. In der Pulvermühle ist ein gut erhaltener zweispänniger Wagen, der mit einer eisernen und einer hölzernen Achse versehen ist, billig zu verkaufen. 41414L) Gießen Mein vor dem Neuenweger Thor gelegenes, seit 4 Jahren angelegtes Daumstück ist unter vor- theilhaften Bedingungen zu verkaufen oder auf mehrere Jahre zu verpachten. Dr. Köhler. 389) Gießen. Ich beabsichtige meine in der FlügelSgasse gelegenen Wohnhäuser zu verkaufen, und bemerke, daß beide sich in gutem Zustande befinden; sollte ich aber in der Kürze keinen Verkauf abschließen können, so wird das von mir bewobnle Logis nebst großer Scheuer und Stallung auf den 1. April vcrmiethet. Ferner können die Heuböden, Keller und Chaisenremise, welche ich in dem sogenannten kleinen Zeughause gepachtet babe, anderweit auf mehrere Jahre abgegeben werben. W. Rühl. 4111) Gießen. Ich war gesonnen, dahier einen Kleiderverkauf zu etabliren; da ich jedoch diesen Entschluß wieder aufgegeben habe, so erlasse ich die bereits angeschafften sehr schönen Herrenkleider, sowie auch noch sonst viele andere Gegenstände, namentlich: ein Clavier, ein gutes Buchbinderwerfzeug, gute Felleisen u. dgl. m., um dieselben wieder schnell zu veräußern, zu möglichst billigen Preisen. H. Rothenberger, wohnhaft bei Wiltwe Weidig am Lindenplatz. 349) Lich. Tapeten in mannichfaltiger Auswahl zu dem Fabrikpreise sind zu haben bei I. Schneider, Buchbinder in Lich. 386) Butzbach. G y p s. 12,000 Centner Gyps, trocken und fein gemahlen, liegen auf Lager, und wird per Centner zu 24 fr. verkauft, in großen Parthien noch billiger; vom Monat Februar bis März wird solcher auf der Eisenbahn nach Langgöns in ganzen Waggons, per 1 Centner zu 22% fr., frei geliefert. Butzbach den 27. Februar 1852. N, Flach. Zu vermieden. 41541) Gießen. Bei Schneider Walther sind drei gut möblirte Zimmer auf den nächsten CurS zu vermiethen. 4106) Gießen. In meinem Hause in der Nähe des Buschischen Gartens ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Botenmeister Barth'S Wittwe. 358) Gießen. Drei Zimmer, schön ausmöblirt, wovon zwei mit Sopha und Kabinet versehen und auf die Straße gehend, das andere mit der Aussicht in die Gärten, sind an ledige Herren anderweit zu vermiethen. Job. K. Brühl, Lit. B. Nro. 62, Neuebäue. 387) Gießen. Im Gasthaus zum Nussischen Hof sind nachstehende Logis zu vermiethen: 1) daö bisher von Herrn Bäckermeister Lampus bewohnte, 2) das, welches früher Herr Lehrer Beck bewohnte, 3) ein fletneö Logis, bestehend aus Stube mit Kabinet, Küche und Kammer, nöthi« gem Keller und Holzraum. Ferner fann eine möblirte Stube mit Sopha abgegeben werden. Sämmtliche Logis sind bis den 1. April zu beziehen. W. Rühl. 457) Gießen. In meinem neu erbauten Vorderhaufe auf dem Seltersberge sind 3 Familien-Logis, jedes aus 8 Stuben, Corridor, Küche, Speisekammer u. f. w. bestehend, sowie im Mansardenstock 4 Stuben, 3 Kabinetten, Corridor, Küche u. s. w. zu vermiethen und int Monat Juli l. I. zu beziehen. Gießen den 10. März 1852. P e p p l e r. 4156) Gießen. Ein Familien-Logis ist zu vermiethen und bis zum 1. Juni zu beziehen bei Hermann Schwalb am Tiefenweg. Vermischte Nachrichten. 471) Gießen. Die ordentlichen Mitglieder der Bürgergesellschaft I werden hier- mit zu einer Generalversammlung auf Montag den 15. d. M., Abends halb 7 Uhr, in das Lokal des Hrn. Leib eingeladen. Gegenstand der Berathung: Verwendung eines Theils des Kafsevorraths für die Nothleidenden des Vogelsberges. Gießen den 12. März 1852. Namens des Vorstandes I. P. Möhl. 129 472) Gießen. Bürgerverein. Den Mitgliedern des Bürgervereins und Denjenigen, welche zu seinen Festen eingeladen sind, zur Nachricht, daß Sonntag den 14. d. Mts., Abends 8 Uhr, für diesen Winter die letzte Tanzunterhaltung im Leib'schen Saale stattfindet. Für Damen, welche nicht zur Familie eines Mitglieds oder eines Eingeladenen gehören, müssen Karten beim Vorstand Verlangt werden. Der Vorstand des Dürgervereins. 7170) Gießen. Turnverein. Zur Erbauung einer Turnhalle wünschten wir gerne vorher verschiedenartige deßfallsige Pläne in Augenschein zu nehmen, und zwar sobald als möglich. Indem wir Lustirageude zur Fertigung eines solchen Planes (mit Riß) nebst Voranschlags hiervon in Kenntniß seyen, bemerken wir jedoch zugleich, daß wir nur für denjenigen, welchen wir alsdann genehmigen, die Äufstellungskosten honori- ren werden. Nähere Auskunft bezüglich der Größe rc. ertheilt Hr. Turnlehrer Rübsamen. Der Vorstand der Turn» gemeinde. 473) Gießen.' Die von der Großherzoglich Hessischen Regierung concessionirte Hauptagentur des Hauses F. I. Wichel hsrusen et Comp. in Bremen, Lindenplatz Lit. A. Nr. 27 in Gießen, sowie Rheinstraße Nr. 497 in Main; empfiehlt sich zum Abschlüsse von Uebcrfahrtsverträgen nach allen Häfen Nord- und Süd-Amerikas. Die Agentur übernimmt Passagiere frei von den verschiedenen Sammelplätzen bis । zu den überseeischen Häfen und erhalten dieselben bis zu ihrer Einschiffung Frühstück,' Mittag- und Abendessen, so wie freies Logis. Auf dem Seeschiff Morgens und Abends Kaffee oder Thee nebst Butter und Brod, Mittags ein halb Pfund Ochsenoder Schweinenfleisch nebst reichlichem Gemüse, welches gekocht und von bester Qualität verabreicht wird. Da die Preiße möglichst billigst gestellt, die Passagiere außer der bedungenen Accordesumme durchaus keine Ausgaben irgend einer Art zu machen haben, so glauben wir behaupten zu dürfen, unsere Beförderungsweise die reellste, billigste und bequemste nennen zu dürfen. Nähere Auskunft in Gießen Lindenplatz Lit. A. Nr. 27, so wie auf frankirte Anfragen, wird auf'S Bereitwilligste ertheilt. Gießen den 10. März 1852. Der conzessionirte Großherzogl. Hess. Hauptagent Heinrich Sandt. Mit aufgehobenem Abonnement. Ium Pesten der Nothterdenden im Vogelsberge wird das WebhÄtber-TheMer Samstag den 13. März, im Saale des Prinzen Carl, eine Vorstellung geben, in welcher zur Aufführung kommen: Nichte und Tante. Vorher: Das Salz der Che. Lustspiele von Görner. Preise der Plätze: Gallerte 12 fr, Saal 24 fr., nummerirte Plätze 36 fr. (Höhere Beiträge werden danfend angenommen, und wird die Rechnung darüber s. Z. össentlich abgelegt werden.) Karten zu den nummerirten Plätzen sind bis Samstag 2 Uhr in der Ferber'- schen Universitätsbuchhandlung (E. Roth) zu haben. Kasseöffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Der Vorstand. 467) Gießen. Restauration von Oelgemälden. Unterzeichneter macht hierdurch alle Kunstliebhaber und Besitzer von Oelgemälden aufmerfsam, daß durch ihn solche von allem Schmutze gereinigt, neu aufgezogen, die zerrissenen und ledirten Stellen ausgebessert und gefirnißt werden. Durch kunstgerechte Arbeit sowohl, als durch billige Preiße wird er sich das Zutrauen der ihn Beehrenden zu erwerben suchen. Ebenso werden alte Kupferstiche und Lithographien aufs Sorgfältigste gereinigt und als neu wieder hergestellt. Proben solcher Arbeiten fönnen stets bei mir eingesehen werden. 3 Rothenberg bei Hrn. Wirth B. Loos a. d. Warft. 432) Gießen. Krwst-MMz. Wir verfehlen nicht, ein hiesiges geehrtes Publikum von der baldigen Ankunft der rühmlichst bekannten Ballettänzer-Gesellschaft des Herrn Carlo de Pasqualis aus Rom, Mitglied des k. Hoftheaters zu Turin, zu benachrichtigen. Ein vortheilhafter Ruf geht dieser Gesellschaft aus allen Hauptstädten Deutschlands voran, und haben vor Kurzem ihre Leistungen in Hamburg, Bremen, Hannover und jetzt noch in Elberfeld die größte Anerkennung gefunden. Wir glauben um so mehr aus diese Vorstellungen aufmerksam machen zu dürfen, da überall, wo diese Gesellschaft auftrat, ihre Leistungen die gehegten Erwartungen noch weit übertrafen. DaS Nähere wird durch die öffentlichen Blätter bekannt gemacht werden. Z. 130 aoi) Gießen. Die Kirchliche Anzeigen d er Frankfurter Lebens - Verstchernngs - Gesellschaft mit einem Grundkapital von drei Millionen Gulden leistet Versicherungen zu äußerst billigen Prämien, und übernimmt auch Kapitalien auf Leibrenten. Nähere Auskunft ertheilt ver unterzeichnete Agent I. G. Appel. Sonntag den 14. März: CvAeert jum Pesten der nothleidenden Vogelsberger in dem Klub-Saale, ausgeführt von mehreren Dilettanten. Billets a 30 fr. Club von Samstag an in der Ferber'schen und Ricker'--; schen Buchhandlung zu haben. evangelischen Gemeinde zu Gießen. G o t t e S d i e n st. Am 14. März. Morgens: Kirchenrat- Oe. Engel. Nachmittags: Freiprediger Dr. Koch. Hospital - GotreSdienst. Um halb 11 Uhr: Freiprediger Lips. Kopulirt e. Den 9. März. Karl bütterolt, Bürger in Kassel und Kaufmann in Triest, des Bürgers und Kaufmanns, Georg Hütterott in Kassel, ehelicher Sohn; und Rosalie Roll, des hiesigen Bürgers und Kaufmanns, Johann Balthasar Noll, eheliche Tochter. Getaufte. Den 7. März Dem Bürger und Metzger- meister, Hartmann Balihasar Möhl, ein Sohn, Jacob Melchior, geboren den P. Februar. Denselben. Dem Bürger und Gürtlermeister, Heinrich Schaffstädt, ein Sohn, Georg Theodor, geboren den 7. Januar. Denselben. Dem ersten Lehrer an der Freischule, Johannes Römer, Zwillinge, eine Tochter, in der Schulgasse. «nster, Bernhard Kühne, ein Sohn, Adolph August jjtipiue , gacof, Martin Theodor, geboren len 03) Gießen. । 3. Februar. beiter, welche gut hobeln können, er Beerdigte. 38 I 8 M. 26 T. gestorben den 7. Btärz. daher zum Abschied noch um ES bittet einen recht Die Pfarrgcschäste in der nächsten 3) Commodc | Den 8. März. Johann Heinrich Noll, Bür- ; ger und Todtengräber dahier, alt 40 I. 2 M. Frischbacker zu Gießen. Sonntag den i 4. März. Wilhelm Schäfer zahlreichen gütigen Besuch. Karl S. Wunsche, Den 10. März. Ludwig Römer, des ersten Lehrers an der Freischule, Johannes Römer, ehelicher Sohn, alt l M. 4 T. gestorben den 8. März. haltcn Beschäftigung bei Franz Peppler u. Comp. Von heule an, alö den 13. März,! ist bei günstiger Witterung die Wirthschasti daselbst wieder jeden Tag offen. W. Jacobi. Zt68) Gießen. Das im I. B. Wei- dig'schen Hause auf dem Kreuz aufgestellte große mechanische Kunstwerk ist nur noch den Sonntag und Montag ! Lucke Katharine und ein Sohn, Ludwig, geboren den 4. Februar. Denselben. Dem Bürger und Bäckermeister, Wilhelm Hellmold, ein Sohn, Hermann Karl Wilhelm, geboren den 6. Februar. Denselben. Dem Burger und Sattlermei- 0,2) Gießen. I 0,0) Gießen. Ein möblines Zim- Hetzerischer Felsenkeller. r ist zu vermie.he»bei — - l Schuhmacher Ha uitich Gießen Die 1.^Compagnie der Bür-! Jen Simon, gcnvehr hat vom 14. bis incl. den 20. । hiesigen Bürgers und Rothgerbermcisters, Mechanikus Gießen. Nr. 137 hat die gewonnen. । am RathhauS. — Heinrich Noll in der Neustadt.! ■ ■ , rr Conrad Leng Wlttwe. j — Georg Busch auf dem Kreuz .Woche besorgt Klrcheuraty Dr. Engel. zum unwiderruflich letzten Mal zu sehen. Marz die Feuerbereitschaft und den Ordou-; Johann Emanuel Simon, ehelicher Sohn, alt Ek daher zum Abschied noch um nanzdiettst. 1 1,8 Q R sm 98 Das Ober-Commaiido der Bürqerwehr Fresenius. (Z162) Angekommene und abgereiste Fremden In den Gasthäusern. 3m Einhorn: Hr. Dr. Stein, k. pr. Mil-Arzt v. Frankfurt; Hr. Metzler, Bergwerkbes. v. Weilburg; Hr. Storch, Verw. v. Dorheim; Bar. v. d. Malsburg, Oberlieut. v. Butzbach; Hr. Eibel, Reut. v. Cöln; Hr. Zirndorf, Part v. Dresden; Hr. Baumhorst, Beamt, v. Magdeburg; Hr. Maurer, Stud. v. Jena; Hr. Schneider, Part. v. Wiesbaden; Hr. de Belfort, Nent. v. Paris; Hr Bergmann, Fabr. v. Mühlhausen; Hr. v. Bonn, Mas. v. Berlin; Hr. Schuler, Part. v. Saarlouis; it. Sommer, Offiz, v. Coblenz; Hr. Gerstner, Arch. v. Werthheim; Hrn. Kfl. Seel v. Elberfeld, Hochstädter v. Darmstadt, Hallenstein v. Frankmrt; Wittich v. Erfurt, Seiler v Deidesheim, Hepl v. Darmstadt; Paschke v. Frankfurt, Faber v. Chemnitz, Goldschmidt v. Mainz, Beierthal v. Mannheim, Horn v. Düsseldorf, Stengert v. Dresden, Bornheimer u. Weisbrod v. Frankfurt, Müller v. Halver, Heinzbach v. Odenk rchen, Kolb o. Erfurt, Kohlep v. Nürnberg, Gellert v. Mühlheim, Elbert v. Carlsruhe, Pohle v. Cöln, Stein v. Offenbach, Kaufmann v. Düsseldorf, Stroh v. Elberfeld, Lilienfeld v. Frieda, Mainz v. Offenbach, Becker v. Augsburg. Blümlein v. Mainz, Fröhlich v. St. Louis, Edesheimer v. Berlin, Staudacher v. Düsseldorf, Bornheimer v. Frankfurt, Lindner v. Erfurt, Nank v. Glauchau u. Reitzel v. Hanau. vorn 8. bis 11. Marz 1852. Im Uappen: Hrn. Part. Winser v. Coblenz u. Didier v. ChalonS; Hr. Kieudcr, Steuereinnehm. v Grünberg, Hr. Grümm, Jng. v Berlin; Hr. v. d. Hoff, Masch -Mstr. v. Cassel; Hr. LamenaiS, 3ient v. Paris; Hr. Hecker, Sind. v. Marburg; Hrn. Kfl. Muhlenburg v. Berlin, Hartmann v. Frankfurt, Schnell v. Cassel, Küßler v. Baden, Hußtrupp v. Mektenburg, Beiling v. Constanz, Hirsch v. Leipzig, Ebert v Darmstadt, Simon v. Lauterbach, Flörsheim v. Wetzlar, Mohr v. Offenbach, Metternich v. Mainz, Moldenhauer v. Cassel, Braun v. Erfurt, Henschel v. Cassel, Weibel v. Elberfeld, Crohn v. Leipzig, Dohr v. München, Grebner v. Berlin, Cahn v. Frankfurt, Baumgärtner v. Bamberg, Rieffer v. Plauen, Maper v. Nienburg, Pieper v. Barmen, Schröder v. Witzen- hausen. Bang v. Harburg, Hillkamp v. Magdeburg, Engelbach v. Hanau, Drebel v. Berlin, Kappel v. Eisenach u. Kattinger v. Bamberg. Im Prinz Carl: Hrn. Offiz, v. Stetten u. v. Pfretschner v. Würzburg ; Hrn. Priv. Büchler v. Bingen u. Kugler v. Schweinfurt; Hr. Schiller, Part. v. Wittenberg; Hr. Hoffmann, Fabrikbes. v. Offenbach; Hr. Grönling, Landw. v. Selters; Hr. Schurückel, Kunstfärb. v. Kirchhain; Hrn. Mal. Seimund v. Speier u. Haurer v. Kaiserslautern; Hr. Krepp, Stud. v. Heidelberg; Hrn. Kfl. Grödel v. Friedberg, Krauß v. Hirschfeld, Deurer v. Stuttgart, Rennebaum v. Merseburg, Baumgärtner 131 v. Vilshofen, Königsberger ». Münster, Gering v. Halle, Schuhmann 0. Marienburg, Obie v Ingolstadt u. Wambach o. Mannheim. Im Darmstadter Haus: $>rn. Gschftsl. Soldan v. Darmstadt, Alb v. Schwerin, Münch v. Alzey. Schinken ». Elberfeld, Jockel v. Battenberg, Eschle v. Fortwangen. Konnenfeld u. Billeniagel v. Cassel; Hrn. Fabr. Selzer v. Offenbach u. Minzer v. i'anau; Hrn. Hndlsl. Leufer v. Posen u Mobr v. Kirchbrombach; Hrn. Gschftsl. Becker v Derbach, Kaiser u. Jeckel v. Darmstadt. 3m Stern: Hrn. Oec Kaiser v. Burkhards, Götz v. Korbach, Krahn V Erbach, Ulrich t>. Senkcrshaustn u Schwarz v Steinperf; Hr. Weis- kirch, F^.hrm. v. Neukirchen: Hrn Dec. Watz v. Bornwade, Schäfer v. Reiskirchen, Müller u. Lehr v. Schmalbach; pr Schmiotmann, Fuhrm. v. 1 Frankenberg; Hr. Flörsheim, Hndlsm. v. Kirtorf-, Jngfr. Rcidat v. Neuenscheide. In den Privathäusern. Bei Hrn. Fabr G. Noll: Hr. Coster n. Fr., Priv. v Frankfurt — Bei Hrn. Frist Treppinger: Frl Boltwein v. Braunfels. - Bei Wttb. Böck: Hr. Tischler, Schrein, v. Blofeld. — Bei Hrn Oec. Löber: Hr. Löber, Priv. aus Amerika. — Bei Hrn Wirth D. Schneider: Hr. Bernhard. Knpfcrschm. v Cassel; Hr. Jung, Oec v. Wölfersheim; Hrn. Metzg Waiz u Spamer v. Schotten. — Bei Fr. Botennssks. Schäfer: Fr. Prof. Dieffenbach v. Friedberg. — Bei Hrn. Dr. Dietz: Fr. Plärr. Weis v Nidda. — Bei Hrn. Wirth E. Loos: Hrn. Priv. Pfeifer Ettingshausen u Möser v. Wiescck. Nochmals die Schulangelegcnhcit. ff Wer den Artikel in Nr. 9 und 10 d. Bl. mit Unbefangenheit drrchgelesen hak, wird schwerlich darin irgend einen Grund finden, welcher die Entgegnnngsweise in Nr. 12 und 13 zu rechtfertigen vermöchte. Während jener erste Artikel rein sachlich gehalten war, und sorgfältig vermied, irgend einer Persönlichkeit zu nahe zu treten, macht der Verfasser der Beantwortung vurch Herbeiziehen von Persönlichkeiten die Sache ohnf alle Noch gehässig. Es ist dies übrigens ein gewöhnlicher Kunstgriff derjenigen Menschen, welche sich beleidigt fühlen durch Anregung von Mißständen, die vielleicht durch ihre Einwirkung beseitigt sein könnten, und so wollen wir jenes Benehmen gar nicht hoch anrechnen, zumal eine Sprache in jener Entgegnung herrscht, die es sehr zweifelhaft macht, ob der Verfasser überhaupt den gebildeten Ständen angehört. Wir werden dieselbe uns keineswe s zum Muster nehmen, und wollen auch die Personen wieder nur in so weil berühren, als wir absolut durch den Artikel in Nro 12 und 13 genöthigt sind. An den hiesigen städtischen Volksschulen, von n-eichen allein die Rede war und ist, sind im Ganzen 18 Personen als Lehrer und Lehrerinnen angestellt, welche zusammen einen Gehalt von 8600 st. beziehen; es läßt sich also leicht berechnen, was im Durchschnitt auf eine Person kommt, und wir überlassen jedem Unparteiischen das Urtheil, ob die hierbei berechnete Besoldung, besonders für Gießen, eine so sehr hohe ist. Jene ganze Summe wird aber bestritten theilweise von dem Schulgeld, welches die Kinder in die Stadtkaffe entrichten, und dessen Summe jährlich etwa 3311 st. 40 fr. beträgt, außerdem von anderen in jene Kasse zu entrichtenden Gefällen, womit die Stellen selbst früher dotirt waren, und welche zusammen 1075 st. 10'/4 fr. betragen, wozu ans dem Provinzialschulfond allein 300 st. jährlich fließen. Es geht also eine Summe von 4386 fl. 50V4 fr. jährlich in der Stadtlasse ein durch die Schulen selbst, in manchen Jahren wohl noch mehr, so daß also nur 4213 fl. 93/4 fr. aus dieser Kaffe selbst zu dem Gehalte des gejammten Lehrpersonals an den Volksschulen aufgebracht werden. Was will also jener Einsender mit seiner Angabe »on 15000 fl., welche die Stadt als Besoldung an Lehrer bezahle, da sich die Sache ganz nach obiger Darstellung verhält? Die Lehrer an den Volksschulen erhalten so viel, als hier erwähnt ist, und jene Darstellun chwefie in Nro. 12 und 13 hat wohl ihre eigenen noblen Beweggründe, wenn sie sich so unklar hält, da doch der Verfasser mit allen Einzelheiten wohl vertraut scheint. Von ihrer Besoldung besorgen die Lehrer auch die Heizung ihrer Schullokale, und haben noch nie Ansprüche darauf gemacht, dieser Pflicht enthoben zu werden; nur das verlangten sie, und davon allein war auch in Nro. 9 und 10 die Rede, daß einer zuverlässigen Person das Anmachen des Feuers übertragen werde. Der im Schulhause wohnende Lehrer schie:-, dieses Geschäft wohl am Besten besorgen zu können, und man trug hierauf an. Der Stadtvorstand ging nicht hierauf ein, weil Herr Übrig, wie jener Artikel in Nr. 12 und 13 bcm rkt, nicht als Heizer, sondern als Lehrer von der Stadt angestellt sei. So viel wir wissen, hat die Stadt gar keine Lehrer anzustellen, sondern dieselben sind sämmtlich nur von der Regierung decretirt, mit Ausnahme der an den beiden Freischnlen, zu welchen Herr Übrig nickt gehört. Auch ist es ein eigenihümlicheö Zartgefübl, diesem Manne das Anmachen des Feuers nicht auflegen zu wollen, da er doch die Schulstuben zu kehren und n.ch andere Geschäfte int Schulhause zu besorgen hat, die vielleicht von noch weit weniger delicater Natur sind. Ebenso waren diesem Lehrer für seine Bemühung allein von jedem betreffenden Kollegen 3 fl. des Winters vergütet worden, also int Ganzen 15 fl., und er befand sich im Besitze der Schlüssel zu den Holzställen, konnte also den nöthigen Bedarf ohne Mühe erhalten. Die abweichende Angabe in jener Entgegnung mag ans denselben edlen Motiven hervorgegangcn sein, als die vorhergehenden. In den meisten Städten des Landes ist zur Verwaltung der Schulhäuser ein Schulviener angestellt, und es befinden sich wohl auch in Gießen Personen genug, welche dasselbe Geschäft gegen freie Wohnung und eine Vergütung übernehmen, ohne sich aus lächerlichem Stolz gegen ihre Verpflichtungen zu sträuben. Mit welchem Rechte findet ferner der V rfasser jener Entgegnung aus dem ersten Artikel die Vermuthuug heraus, die Lehrer verlangten freie Wohnungen? Wir fragen blos, ob irgend einer derselben, außer Herrn Übrig, hierfür nur einen Schritt gethan, und ob eine Zeile in den Akten vorliegt, welche jener Herr Verfasser so genau kennt, die zu dieser Vermuthung berechtigt? Ist dieses nicht der Fall, so hätte der Schreiber jener Angaben besser hiervon geschwiegen, da es schwerlich ein Verdienst bringt, Männer in der öffentlichen Meinung, zumal in den Augen der Jugend, hcrabzu- setzen, denen die Erziehung anvertraut ist, welche aber sicherlich Entfernung von ihrem Amte verdienten, wenn sie einen Charakter besäßen, wie jener liebreiche Verfasser sie schildert. Wer überall Eigennutz wittert, zu welchen Schlüssen berechtigt der alle Diejenigen, welche mit ihm zu thun haben? Unwahr ist Die weitere Angabe, daß die Holzställe noch nie gefüllt gewesen. Sie sind es fast alle in diesem Winter wieder, wie der Augenschein lehren kann, und Lehrer Siebert war genöthigt, sich von einem Kollegen einen Theil von dessen Holzstall zur gefälligen Aushülfe zu erbitten, weil er das Brennmaterial in Dem (einigen nicht unterbringen konnte. Derselbe Grund veranlaßt auch manckmal, das Holz in Körbe» hinzutragen, weil man aus Mangel an Raum eben nicht Vorrat!) für den ganzen Winter anschaffen und nach Erschöpfung des Vorraths nicht immer sogleich neuer vorhanden sein konnte. Die schlechte Beschaffenheit der Holzställe bleibt thatsächlich, und die weiteren witzigen Anspielungen jenes Einsenders verdienen so wenig Berücksichtigung, als manches Andere, was von jenem Verfasser in Betreff der Lehrer und ihrer Verpflichtungen ausgegangen ist. Was das Pflastern der Straße anbelangt, so wurden zufällig gerade die Steine gefahren, als jener erste Artikel erschien, und die 132 ganze Sache verdient also ebenfalls keiner weiteren Beantwortung. Durch Unterschiebung schlechter Beweggrünve lassen sich die einfachsten Handlungen verdächtigen, und dieses Mittel hat der Verfasser jener Entgegnung reichlich angewendrt. Ihm gilt Alles als Eigennutz, auch das Versetzen des Ofens in die Mitte des Schnl- zimmers und das Verlangen doppelter Fenster. Wir bemerken einfach, er irrt sich darin; letztere Einrichtung findet sich sogar in Dorfschulen und die erstere in den meisten Schulsälen anderer Orte. Auch hier geschah sie einzig in der Absicht, das Zimmer um der Kinder willen besonders gleichmäßiger zu durchwärmen. An eine Ersparniß konnte dabei nur der Scharfstnu jenes Einsenders denken. Auf den Raum hat die Stellung des Ofens wenig Einfluß, und es sitzen jetzt noch über 80 Kinder in jenem Schulsaal, eine Zahl, welche die Kräfte eines Lehrers hinlänglich in Anspruch nimmt. Man sieht aus solchen Deutungen nur die oberflächliche Kenntniß der inneren Einrichtung der Schulen, wie wir sie jenem Erzähler zuschreiben müssen. Nicht blos denkbar, sondern wirklich vorhanden, trotz gegentheili- ger Behauptung, sind die Mißstände, daß an den Fenstern Eis an- fricrt, Wasser herablauft und ein starker Zug statifindet. Wenn der Herr Verfasser von Nro. 12 und 13 es nicht glaubt, so bitten wir ihn, selbst nachzusehen; er würde dann auch finven, daß für Luftzug gesorgt ist, woran er so sehr zweifelt. Die Fenster werden nach dem Schluffe jeder Schulzeit geöffnet, und dann doch der Schlüssel mitgenommen. Dieses geschah übrigens im jetzigen Winter zum erstenmal, nur etwa 14 Tage lang, aus besonderen Gründen; dann unterblieb es wieder, geschieht aber jetzt abermals, trotz jener Veröffentlichung. (Schluß folgt.) Frucht- und Viktualienpreise Viktiralienpreise s den u. Marz4 Laubach. 1 I oi Bemerkungen. Brvdtaxe. Gießen den 13. März Sich | den 11. März» Butzbach I den 12. März j Fleischtaxe. Gießen den 13. Mär . Marz 4 j ® 5 <3 CM per Pfund fr. Pf. fr. Pf. fr. Pf. fr. 1”- s! fr. Pf. fr.,Pf. fr. Pf. fr. Pf. "• Pf. Ochsenfleisch . . Kuhffeisch . . . 11 8 2 11 8 _ 11 8 — 11 8 _ Die Zugaben zum Fleisch dürfen nur 4) ^»äres Brod aus ^nmehl"> besteh. 8 16 — 8 16 — 16 — — — 8 16 Rindfleisch . . . 8 — 7 2 7 2 7 2 in solchem von der- 4 j gemischtes Brod auS j j Konimehl"" Kalbfleisch . . . Schweinefleisch. . 6 11 2 5 11 2 5 11 — 5 11 2 selben Gattung bestehen , und zwar besteh. 8 17 2 — — 17 — — — — Hammelfleisch . . 8 — 8 — 8 — 8 — auf 10 Pfund nicht L. b L. Q L. Q 8. Q 8. Q Schaaffleisch . . — — — —— — — —— — mehr als ändert- 5 i — — — — — — — — Leberwurst . . . 12 — 12 — 11 2 12 — halb Pfd. rc. nach 4 — 4 — 4 — — — 3 1 gemischte Wurst . Bratwurst . . . 8 13 15 Proportion, wel- 16 — 15 — — chesauf 1 Pfd. nicht Schwartemagen 16 — 15 — 14 — 15 — völlig 5 Loth auS- Marktpreise. fr. Pf. fr. Pf. fr. Pf. fr. Pf. fr. Pf. Blutwurst . . . 14 — 12 macht. Köpfe, Füße, Geraub, wie auch geräucherter Speck 20 — 18 — — — 22 — Schinken . . . Dörrfleisch . . . Rindsfett . . . 16 13 20 — 15 15 16 1 1 1 1 1 1 1 1 1 16 16 1 1 I die ganz blutigen u. nicht genießbaren Stücke vom Hals 1 Maas Milch ........ 1 Pfund Butter........ auch....... 20 211 1 1 1 1 1 1 1 1 1 — — 1 1 1 1 1 1 — I I 1 Hammelsfett . . 20 —— 16 — — — 16 — find von der Zu- Schweineschmalz, gäbe gänzlich auS- ausgelassenes 20 — — — — — 20 — geschloffen. 1 Pfund Waizenmehl...... dgl. unauSgelaffeneS 17 — 16 — — — 18 — 1 „ geschw. Borschuß .... Fruchtpreise. Fruchtgattung. Gießen Grünberg den 6. März. den Lich 11. März. 8aubach. Friedberg den 3. März. den Mainz >7. Februar. Wetzlar den 6 März. M a l t e r. Scheffel. Pfd.! fl. | fr. Pfd. | fl. । fr. Pfd. fl. 1 fr. Pfd.! fl. | fr. fPfd.I fl. I fr. ,Pfd. fl. 1 fr. fl. | fr. 1 Pf. Waizen..... 200 — — 200 14 30 200 15 — _ _ — — 44 30 200 14 33 S 36 i — Korn..... 200 — — 190 13 — 190 13 — _________________ 1 — 12 40 200 11 23 5 3 — Gerste..... 170 — — 170 9 — 170 9 — _ — — — 9 20 200 9 2 3 53 — Hafer..... — — . — — 4 — 120 3 20 — — — — 4 — 200 — — 1 31 — Erbsen..... Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei.