AuZeigeblatt der Stadt und des Regierungsbezirks Gießen. ÄÄ«.________________ Sonnabend den 10. Juli 18ZZ. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. — Preis des JabrgrngS für Einheimisch« > fl. ,o kr., für ÄuSwürrige incl. Postaufschlags 1 R. 39 ft. — Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Erpeditihn (Eanzleiberg Lit. B. )!r. I.) — Einrückungsgebühr für die gespaltene CorvuSzeile 2 kr. Anzeigen aus verschiedenen Schriften die gespaltene Corpuizeile 3 kr. Amtlicher T h e L l. Inhalt des Gr- Hess. Regierungsblatts vom 19. Juni 1852, Nr. 37. O RkglemerN, die Uniformirung der Cioil-Beamten betr.; — 2) Zusammenstellung der Ergebnisse der Staatsschulden-Tilgungskaffe-Rechnung lur 1849; — 3) Benchttgung. 3 9 Vom 29. Juni 1852, Nr. 38. 1) Gesetz, die Erhebung der Staatsauflagen für das dritte Quartal des Jahres 1852 betr; — 2) Bekanntmachung der Ergebnisse der Verwaltung ves allgemeinen evangelischen Kirchenfonds vom Jahre 1849; — 3) Bekanntmachung, die Umänderung der Postverbindunaen in der Prov nz Rhein- r ble Personengeldtaxe und das Ucberfrachtporto betr.; — 4) Verzeichn ß rechtskräftig gewordener, in Gemäßdeit des Art. 30 des Slrafae- « «.‘1-® ä.u maci,cni,lT Strafecke:,ntnisse dec Gerichte der Provinz Starkenburg; — 5) Bekanntmachung, den Ausschlag des Gehalts des Gr Rabbmen zu Alzer; — 6) Ermächtigung zur Annahme fremder Orden. Gesetz, die Erhebung der Staatsauflagen für das dritte Quartal des Jahres 1852 betr. U D W I G III. v o u Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein re. re. Nachdem Wir mit Unseren getreuen Ständen übereingekommen sind, daß das Finanzgesetz vom 7. Octobcr 1845 auch für das dritte ^.nartai des wahres 1852 noch fortbestehen soll, st> haben Wir verordnet und verordnen hiermit, wie folgt : 21 rt. 1. Das Finanzgesetz vom 7. October 1845 wird auf das dritte Quartal des Jahres 1852 ausgedehnt und in Wirk- samteit gesetzt und es find daher nach Maßgabe desselben die sämmtlichen directen und indirecie» Steuern, wie solche durch die vorliegenden Gesetze und Verordnungen bestimmt sind, bis zum 1 October des Jahres 1852 forrzuerheben. «Ivt. 2. Unser Ministerium der Fliianzen ist mit der Vollziehung dieses Gesetzes beauftragt. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und des beiaedrückten Staatösteaels. Darmstadt am 23. Juni 1852. (L- SJ LUDWIG. -------------------------------------------------------------------------------------------F. v. Schenck. Polizeiliche Vekanntmachung. Gefundene Gegenstände. Mnn :melfere Sckiliisftln und ein Hosenträger. Diese Gegenstände können von den Eigenthümern auf dem Gr. volizewuieau dah.er Empfang genommen werden. Gießen am 9. Juli 1852. Der Gr. Hess. Polizei-Commiffär — m ___, ?. Nover. Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen. Besondere Bekanntmachungen. $ c^. bcn ^kmeinden des Kirchspiels Hartenrod, bei dem hohen Grad ihrer Dürfiigkeit, unmöglich ist die zum elufbau ihres Gotteshauses noch fehlende beträchtliche Summe, obne weitere Unterstützung, aus eigen n Mitteln aus'ubriuqen' w hat die höchste Staatsbehörde den erwähnten Kirchspielsgemeinden zu dem fraglichen Zweck eine Hauseollecte, die von den Kircheiwoi ständen der Gemeinten, in welchen sie Stall findet, erhoben werden soll, im ganzen Umfang des ^roßherzoglhu os bewilligt Bndem wir dieses hieimit zur öffentlichen Kennliiiß bringen, und diese Angelegenheit, ihres wichtigen und erhabe.ien Zwecks 364 Wegen, dem bekannten Wohltbätigkeitssinn der hiesigen Einwohner mit Wärme zu empfehlen uns erlauben, bemerken wir zugleich, daß mit dem Einsammeln der fraglichen Collecte noch im Laufe dieser Woche der Anfang gemacht werden soll. Gießen den 5. Juli 1852. Der evangelische Kirchenvorstand, und in dessen Namen der Dirigent Dl-. Engel. (1414) klaglos zu stellen, oder etwaige Einreden beim Rachtheil Eingeständnisses und der Ausschließung im Termin den 13. August laufenden Jahres, Morgens 10 Uhr, vor dem unterzeichnelen Gerichte vorzubringen, und deren Beweis anzutrelen, auch im Berneinungsfalle aus der Kläger Be- weisaniretuug sich zu erklären. Zugleich wird er benachrichligt, baß alle weiteren Verfügungen im Gerichtölocale start der Behändigung angeschlagen werden sollen. Marburg den 16. Juni 1852. Kurfürstliches Justizaml 111. Theis. vdl. Ruprecht. 1428) Großen linden Ich bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß künftigen Dienstag, als den 13. Juli, zu Großenlinden Vieh- und Krämermarkl ad- gehalten wird. Ich ersuche die Herren Bürgermeister und Ortsvorstände der Umgegend, dieß in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Großenlinden den 7. Juli 1852. Der Bürgermeister Menges. Edictalladung. 1423) Marburg. Verfügung in Sachen der Anna Zimmermann und Catharine Zimmermann zu Oberweimar, beide minderjährig und unter Vormundschaft des Johann Peter Zimmermann zu Weuklach und des Johannes DöngeS zu Oberweimar, Kläger gegen den Ackermann Johannes Becker von Oberweimar, dermalen in unbekannter Ferne abwesend, Verklagten wegen Herausgabe von Handscheinen und Ausstellung einer Ouiktung. Dem Verklagten, dessen jetziger Aufenthaltsort nach beigebrachter Bescheinigung deS Bürgermeisters von Oberweimar unbekannt ist, wird durch diese' öffentliche Bekanntmachung die Klage „Unser verstorbener Vaier Johannes Zimmermann war mit Anna geb. DöngeS verheirathet, und hinterließ als er starb, uns als einzige eheliche Kinder. Unsere Mutter ging darauf eine zweite Ehe mit dem Ackermann Johannes Becker, dem Verklagten, ein, und nahm diesen in das ihr und uns gemeinschaftlich zustehende Gut auf, wogegen er vierhundert Thaler in das Gut einzuwenden und damit Schulden deS Johannes Zimmermann zu bezahlen versprach. Es bat die solchergestalt versprochene Verwendung der vierhundert Rthlr. wirklich stattgefunden, und sind von dem Verklagten folgende Darlehnsschulden deS Johannes Zimuiermann : 1) 200 Rthlr. an Johann Conrad Beckers Wittwe zu Niederweimar, 2) 100 Rthlr. an Johannes Heuser daselbst, 3) 100 Rthlr. an Heinrich Jung zu Oberweimar bezahlt, und die darüber lautenden Handscheine von den be- sriedigten Gläubigern ihm auSge- händigl worden. Im Anfänge dieses JahrS (1852) haben wir nun durch unsere im Rubrum genannten Vormünder mit dem Verklagten die Verabredung getroffen, daß ihm die in das uns und unserer Mutter zustehende Gut verwandten 400 Rthlr. von uns zurückvergütet werden sollten, wogegen er die über die von ihm bezahlten oben erwähnten Schulden ausgestellten Handscheine an unsere Vormünder herauszugeben und alleS zum Gut gehörige Inventar zurückzuliefern habe. Hierauf haben unser« Vormünder theilS durch Baarzablung, lhcils durch Berichtigung verschiedener Schuldposten des Verklagten an denselben 254 Rthlr. 9 Sqr. 8 Hlr. zurückvergütet. Der Verklagte hat Anfang des Mai 1852 mündlich anerkannt, bis zu diesem Betrage von unser» Vormündern befriedrigt zu sein, und das acccp- tirie Versprechen geleistet, eine schriftliche Quittung über den Empfang der 251 Rthlr 9 Sgr. 8 Hlr. auszustellln, auch die in seinen Händen befindlichen Handscheine alsbald auszuliefern. Unsere Vormünder haben die Quittung sowohl als Beleg zu der von ihnen demnächst abzulegenden Rechnung, als zur demnächstigen Sicherung unserer Rechte gegen verschtedeue Gläubiger deS Verklagten, welche dessen Forderung gegen unö hüben, mit Arrest bestricken lassen, dringend nöthig. Nun hat sich aber Verklagter alsbald nach Leistung des erwähnten Versprechens von seiner Hcimath entfernt, ohne demselben Genüge zu leisten. Wir treten Beweis über sämmtliche Klag- behauptungen durch Eidesdelaiion an, bescheinigen die Abwesenheit des Verklagten in unbekannter Ferne durch die Anlage A und bitten : Versterqenmqen. \ 1402) Gießen. j Mittwoch den 14. Juli, Nachmittags 2 Uhr, : soll auf hiesigem Rathhause die dem ver- i storbenen Schneidermeister Carl Vetzberger gehörige Hofraiihe, bestehend auS Wohnhaus, Stall, Hofraum und Miststätte, einer öffentlichen Versteigerung auSgesetzt werden. Gießen den 2. -Juli 1852 Der Bürgermeister Hck). Ferber. 1284) Gießen. Bei der unterzeichneten Stelle sollen ca. 6' ? Centner ausgeschiedene Zollpapiere im Soumisswns- wege käuflich abgegeben werden. Die Pa- i Piere selbst, sowie die Bedingungen, unter ’ welchen solche abzugeben sink, können täglich eingeseben werden und werden Gebote, ' die schriftlich und versiegelt einzureichen sind, bis zum 15. Juli l. I. entgegengenommen. Gießen den 15. Juni 1852. Gr. Hess Haupt-Zollamt Diey, Martin, Walz, Oberinspector. Rendant. Hauptcontroleur. 1379) Herinannstei n. denselben durch die öffentlichen Blätter zu einem zu bestimmenden Termin unter Androhung der gesetzlichen Rechtsnachtheile vorzuladen, und sodann zur Herausgabe der obenerwähnten Handscheine, wie zur Ausstellung der wieder versprochenen schriftlichen Quittung über den Empfang der 254 Rthlr. 9 Sgr. 8 Hlr. ref. exp. zu verurtheilen, mit der Auflage in tgetheilt, die Kläger Jagdverpachtung. Mittwoch den 14. Juli d. I, Mittags gegen 1 Uhr, soll auf dem hiesigen Gemeindehause die Ausübung der Jagd in dem hiesigen Gemeindewald, circa 413 Morgen, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werkenden Bedingungen auf die Dauer von 2 Jahren öffeinlick inesstbietend verpachtet werden. Hermaunstein den 30. Juni 1852. Der Bürgermeister Wagner. 36 5 Feilgeboten. 9S9) Gießen. S9S>Qj03j0Si . :O3jOQjC9ßiCi Q i gante ö Concessiomrte H 1 halbe © 8“TI Pate Pectorale ä la reglisse sWj gegen Hais- und Brustbeschwerden, als Huken, Schnupfen, Katarrh und Heiserkeit, giebt es nichis Besseres, als sie durch ihre Wirksamkeit rühmlichst bekannten feg. Hnstentabletten von H. Wenz in Wiesbaden- Werden verkauft in allen Städten Deutschlands, in Gießen bei Höpfner-Dannenberg, Conditor. 1444) Gießen. Mittwoch den 14. Juli, Vormittags 10 Uhr, werden in meiner Wohnung für hiesiges Militaircommaiido 18 wollene Bettteppiche, 218 Ellen Belttücherleinwand, 164 Ellen Handtücherleinwanv, 66 Ellen Hesse,i- zwillck und 51 Ellen Strobsackleinen an den Wenigstnehmenden vergeben. Gießen den 8. 3»h 1852. Peppler, Major. lass) Gießen. Das der unterzeichneten Gesellschaft gehörige S:ück Land auf der Gänsweide soll Mittwoch den 14. Juli d. I., Nachmittags 5 Uhr, an Ort und Stelle auf 3 Jahre verpachtet welden. Zugleich wird ein zweites Stück Land, । zum Planiren, an den Wenigituehmendcn [ abgegeben. Gießen den 9. Juli 1852. Die Wallpsörter Schäferei-Gesellschaft, der Ealzmeister Christian L ö b e r. 1434) Grünberg. Dienstag den 13. d. M., Mittags 12 Uhr, soll in der Wohnung der Wagner Karl Schmidl's Ehefrau dahier eine noch neue, vom MechanikuS vei fertigte, Drehbank freiwillig gegen baare Zahlung versteigt werden. Grünberg de» 7. Juli 1852. Sudheimer. 1440) Gießen. Hühneraugenpflaster, per Paguet 35 kr. Fliegenpapier, per Bogen 3 kr. Fliegenthee in Paqueten, ä 7 kr. Die einfache Abkochung von diesem für Jedermann durchaus unschädlichen Thee reicht auf lange Zeit hin, um die so lästigen Fliegen schnell und sicher zu vertilgen. Aecht Persisches Insektenpulver. Dieses Pulver ist ein sicheres Speeificum zur Vertilgung der Flöhe, Wanten, Mollen rc. und ist namenilich das zweckmäßigste Mittel, um die mir Flöhen behafteten Hunde vollkommen zu befreien. Gießen den 8. Juli 1852. Carl Frech. 1387) Gießen. Mein Lager in Bielefelder Leinen und Taschentüchern, für deren Güte ich garantire, bringe ich in Erinnerung. Will). Sch mall. 1439) Gießen. Vorzügliche weiße . und graue Wolle verkauft Daniel V e tz b e r g e r in der Neustadt Lit. D. 61. ! 1443) Gießen. Ich habe eine Parthie */, und 3/4 Ohm haltende Thran- fässer zu verlaufen. L. Iah reis. 1388) Gießen. j 6Pfd.weiße Fett-Kernseife j i 7 „ rolhe, fette, marin. Seife l 1 fl.30kr. ^8'/, ,, weißen, marmor. Oelseisef I verkauft Wilh. Schm all. | 1442) Gießen. Zwei noch in gutem ! Zustande befindliche Claviere sind billig abzug'den. Bei wem? sagt die Nedaetion dieses Blattes. 1421) G i e ß e n. Ein altes Clavier, noch in gutem Zustatide, steht billig zu verkaufe». Wo? sagt d. Erped. d. Blkts. 1441) Gießen. Mein Leinen- mib Gebilden-Lager, mit vorzüglich en Gegenständen diesjähriger Sommerbleiche vervollständigr, bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung. Vllö besotiders schön und preiswürdig empfebke ich % breite Bielefelder Leine, Böhmische und Schlesische Hanfleine, Hessische Hansmacherleine, Bielefelder Tischtücher- und Tafelgedecke, Handtücher und Taschentücher- Auw empfehle ich eine schöne Auswahl ungebleichter Leinen, namentl'ich wergene und stachfene Hausmacherleine», Wattirleinen, Sackleinen, Schock- und Packleinen. L. Jahr eis am Markt. 125S) Gießen. Für mehrere Hundert Zimmer Tapeten-Reste von 5 bis 10 Stück, worunter ganz feine Glanz Tapeten, werden sehr billig, und ohne Glanz, in blauer und grüner Farbe, has Stück zu 8 kr. berechnet und käuflich ül erlassen in der Tapeten- Fabrik von H. Hoch statt er in der Schloßgasse. 1431) Gießen. Tabackspflanzen sind zu Haven bei PH. Oppermann in der Neustadt. Zu vermiethcn. 1432) Gießen. Eine Familieu- wohnuug ist zu vermielbe» und bald beziehbar bei Hartmann Möhl in der Walllhorstraße. 1413) Gießen. Ein gutes Clavier ist zu vermieiben. Wo? sagt die Erpe- diiion dieieo Blattes. 1429) G ießen. Mein seither von Herrn Professor Z'iumer bewohntes Haus iu per Löwengasse ist anderweit zu ver- mielhen und im October d. I. beziehbar PH. Herbert. 1430) Gießen. Eine neu eingerichtete Faunlienwohuung auf meinem Hin- 'erbau, bestehend in 2 Stuben, Küche, Bodenkammer, Hoizplah und Keller, nebst Mitgebranch der Waschküche, ist zu ver- mietheu und bis zum 1. August zu beziehen. Philipp O p p e r iil a n n in der Neustadt. 1263) Gießen. In Lit. D. Nr. 12 auf der MäuSburg ist eine Familienwohnung zu vermleihen und kann sogleich be- zogeu werden. 366 1212'JL) Gießen. Das von Schneider Häuser bewohnte Logis ist anderweit zu vermielhen und bis zum 1. October d. I. zu beziehen. Ebr. Franz Wiilwe, Lit. 81. Nr. 5 am Markt. 1433) Gießen. Eine Famitten- wohuung ist zu vermiethen bei Schmied W. Unverzagt. 1390) Gießen. In dem von mir erkauften Hause des Herrn Geh. Rath Bansa ist die zweite Etage nebst Mansarden am 1. August zu vermielhen. Louis Noll. Vermischte Nachrichten. 1389) Gießen. Db Ziegelbrennerei. Durch den Tod meines Schwiegersohns Heinrich Winter beehre ich wich einem verehriichen Publikum die ergebene Anzeige zu machen, daß von jetzt an die Ziegelbrennerei unter meiner Leitung und in meinem Namen betrieben wird. Unter Zusicherung prompter Bedienung garantire ich für gute und dauerhafte Waare. Gießen den 2. Juli 1852. Daniel Stamm. 1353) Gießen. Derjenige, welcher den 12. Band von Glücks Commcn- tar von mir geliehen hat, wird um dessen Rückgabe ersucht Dr. Diehm. 1125) Gießen. Von Montag den 12 d. M. an können jeden Tag gut gebrannte und auch ungebrannte Lebmste ne 903) Gießen. Regelmäßige, wöchentlich zweimalige jfih- Postschiff-Fahrt I zwischen Liverpool und New-York, New-Orleans, Baltimore, Philadelphia, Boston und Charleston. Diese von dem, durch langjährige ehrenhafte Geschäftsführung rühmlichst bekannten General-Agenten für Deutschland und die Schweiz, dem Herrn ($>. H. Paulsen in Mainz, neu eingerichteten amerikanischen Linien von Paketschiffen, bestehend aus 90 der ausgezeichnetsten dreimastigen Schnellsegler von <£1*00—3000 Tonnengehalt, und gehen regelmäßig alle 6 Tage nach New- Aork, viermal monatlich nach Stew-Orleans, und zweimal monatlich nach Baltimore und Philadelphia und den anderen Häfen. Sie befördern zweimal wöchentlich, am Sonntag und Mittwoch, Auswanderer von allen Rheinhäfen über Liverpool nach den benannte» Häfen. Bis Liverpool werden die Leute durch zuverlässige Conductenrc begleitet, und von der j Ankunft daselbst bis zur Einschiffung in anstäudiqen Häusern frei logirt und beköstigt. Unter besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse setze ick meine Thätigkeit fort mit ermäßigten Ueberfahrts - Preisen, und halte ich mich zum Abschlüsse von Accorden für obige Linien bestens empfohlen. Gießen, den 30. April 1852. Der concessionirte Agent Jean Gertig, _______ Sonne B. 51. 1382) Gießen. UN 10 N. Willige Dampfbtwtverbin-lmg zwischen in meiner Fabrik, nächst der Pulvermühle, geladen werde». L. Keßler. 1416) Gießen Ich wobne von heute an bei dem Metzger Herrn Friedrich Vogt in der Wallthorstraße. A. Ziegelstein. Liverpool und Philadelphia. Am 21 Juli geht von Liverpool nach Philadelphia das neue, große Dampfboot: -M (BLATOW“ Kapitän W. Wylie. Ich kann zu demselben sowohl Kajüten «Passagiere, als auch 1420) Gießen. Es sucht Jemand ein gebrauchtes, aber noch in gutem Zu- * stände befindliches, Sopha mit sechs dazu passenden Stühlen zu kaufen. Wer? sagt die Redactiou dieses Blattes. „ Zwischendeck - Passagiereu annehmen. Preis von Mainz bis Philadelphia, inclusive Verköstigung auf dem Dampfboote : In zweiter Kajüte.....fl 210. Im Zwischendeck .....„ 105. vollständiger guter 1437) Gießen. PxeisVegelA. Sonntag den 18. Jul, findet in der Reibersscheu Wirtbschast ein Preiskegeln statt und nimmt dasselbe um 4 Uhr Nachmittags seinen Anfang. Freunde dieses Spiels lade ich hiermit höflichst ein. Georg Lenz. 1436) Gießen. Ein Mädchen, welches Kleider machen kann, wünscht noch einige Tage in der Woche besetzt zu haben. Näheres bei der Expedition dieses Blattes. Abreise von Mainz am 13 Juli unter Begleitung eines eigenen Conducteurö bis Liverpool. Mainz, im Juni 1852. Heinrich Zit». Nähere Auskunft, Prospekte und Ueberfahrtsverträge eriheilt Der coneessionirte Agent in Gießen: ; *, I Lauckert, Neuebäue B. 67. 1443) Gießen. Eine stille Familie 1398) Gießen. Ein Knecht, der sucht ein kleines Logis von zwei Stuben mit Pferden umzugehcn versteht, wird ge- mit Cabinet, Küche, Kammer u. s. w. zu sucht. Wo? sagt die Erped. d. BlttS. miethen. Näheres bei der Erped. d. Bl. 367 *A73) Gießen. Die von der Großherzoglich Hessischen Regierung concessionirte Hauptagentur des Hauses F. Z. Wichelhausen et Comp. in Brenlen, Lindenplatz Lil. A. Nr. 27 in Gießen, sowie Rheinstraße Nr. 497 in Mainz empfiehlt sich zum Abschlüsse von Ueberfahrtsverträgen nach allen Häfen Nord- und Süd-Amerikas. Die Agentur übernimmt Passagiere frei von den verschiedenen Sammelplätzen bis zu den überseeischen Häfen und erhalten dieselben bis zu ihrer Einschiffung Frühstück, Mittag- und Abendessen, so wie freies Logis. Auf dem Seeschiff Morgens und Abends Kaffee oder Thee nebst Butter und Brod, Mittags ein halb Pfund Ochsen- odcr Schweinenfleisch nebst reichlichem Gemüse, welches gekocht und von bester Qualität verabreicht wird. Da die Preiße möglichst billigst gestellt, die Paffagiere außer der bedungenen Accordesumme durchaus keine Ausgaben irgend einer Art zu machen haben, so glauben wir behaupten zu dürfen, unsere Beförderungsweise die reellste, billigste und bequemste nennen zu dürfen. Nähere Auskunft in Gießen Lindenplatz Lit. A. Nr. 27, so wie auf srankirte Anfragen, wird auf'S Bereitwilligste ertheilt. Gießen den 10. März 1852. Der eonzessionirte Großh. Hess. Hauptagent ___________________________«Heinrich Sandt. 1394) Oschätz. Von Herrn N. Büchner in Leipzig ist in unfern Verlag übergegangen : „KeipzZg - Perser 14. Jahrg. pro £Xrt. 22'/, Nqr., die Herren- oder Damenmoden allein pro Ort. 16 Ngr. Dasselbe erscheint wie seither in wöchentlichen Lieferungen mit colorirten Kupfern, schwarzen Figuren, Schnitten rc. Wie der Herr Redacleur stch alle Mühe geben wird, den Tert so interessant als möglich zu machen, so werden auch wir bei der ßkvMPteften Expedition besorgt sein, daß unfern geehrten Abonnenten immer das Neueste geboten werde. Eben so wird die „Leipziger Msenbschm"- . 44. Jahrgang pro Quartal mit Prämie 10 Ngr., em Unterhaltungsblatt für gemüthliche Leute, wöchentlich 1 Nummer, ununterbrochen pünktlich, von nun an von uns fortgesetzt und jede z. Z. rückständige Nummer nachgeliefert. Bestellungen darauf werden von jeder Posterpedirion und jeder reellen Buchhandlung angenommen. Dschatz, Juni 1852. Fr. Old ecop'S Erben. 1337) , Frankfurt a. M. Mit allerhöchster Bewilligung Sr. Majestät des Kaisers von Oesterreich findet am 16. und 17. Juli d. I. in Wien unter Leitung und Aufsicht der k. k. Behoben die Verloosung des palaisartiqen Hauses Manns, sowie der Landw»rthschasts- und Brauhaus-Realitäten, Gärten, Parks, Treibhäuser re. statt. Eine Ablösungssumme von 200,000 Gulden W. W. ist für den Gewinner deponirt, welcher solche dem Besitze der Güter vorziehen sollte. Außerdem werden noch 32,500 Loose mit bedeutenden Geldgewinnen gezogen, und kann ledes Loosmehrere Mal gewinnen. * ' oc Dei unterzeichnetem Handlungshause sind Loose ä 5 Gulden zu beziehen. Für oo man 5 Loose und 1 sicher gewinnendes Silberprämien-Loos. Für 88 Gulden erhält man 18 Loose, 1 Silber- und 1 Geldprämien - Loos. Pläne sind auf portofreie Briefe gratis zu erhalten. Die Gewinnliste wird jedem Interessenten prompt und portofrei zugesendet. Moriz Stiebet Söhne, Banquiers in Frankfurt am Main. 1433) Gießen. Stadt - Theater in Gießen. Unterzeichneter giebt sich die Ehre, ein verehrliches Publikum zu seiner, künfiigen Dienstag feen 13. d. M. stattfindenden Benefiz-Vorstellung : Des Königs Pefehl, Original-Lustspiel in 4 Arten, von Dr. Töpfer, höflichst und ergebeust einzuladen! Nicht die längst überall anerkannte Schönheit des Stückes, sondern noch mehr meine herzliche Bitte um gütig zahlreichen Besuch, lassen mich auf tbätige Theilnahme rechnen! Wenn ich nicht persönlich einlade, so bitte ich besonders, mein Alter zu berücksichtigens Friedr. Iauß. A us zu leih en. 1427) Großenlinden. In dem Kirchenkasten zu Großenlinden liegen 188 fl. 44 fr. zum Ausleihen bereit. _____________Menges, Kirchenrechner. Frischbacker zu Gießen. Sonntag den 11. Juli. Jacob Vogt am Wallthor. — Franz Lampus in der Löwengasse. — Christian Lampus auf dem Seltersweg. Kirchliche Anzeigen d er evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 11. Juli. Morgens: Pfarrer Bonhard. Nachmittags: Kirchenrath Dr. Engel. Universität«. Gotresdien st. Um 11 Uhr: Professor Dr, Baur. Kopulirte. Den 3. Juli. Dr. Friedrich Adolph Ludwig Strecker, Professor zu Christiania, des Gwßher- zoglichen Archivraths, Friedrich Ludwig Strecker zu Darmstadt, ehelicher Sohn; und Karoline Auguste Natalie Weber, des praeti chen Arztes, Dr. Georg Friedrich Weber dahier, eheliche Tochter. G eta u fte. Den 3. Juli. Dem Bürger und Holzbildhauer, Karl Matthias, ein Sohn, Ludwig Wilhelm, geboren den 17. April. Den 4. Juli. Eine uneheliche Tochter, Karo- line Marie Magdalene, geboren den 2. Juni. Denselben. Dem Bürger und Wirth, Emil Loos, eine Tochter, Karoline Auguste Anna Marie, geboren den 31. Mai. Den 5. Juli. Dem Ortsbürger in Leebeim, und Expedient bei der Main-Weser-Bahn dahier, Christoph Nies, ein Sohn, Hermann, geboren den 8. Juni. Beerdigte. Den 6. Juli. Emil Ort, Bürger und Schreiner dahier, alt 26 I. 4 M. 2 T. gestorben den 4. Juli Den 7. Juli. Eine noch ungetanste eheliche Tochter des Bürgers in Alzep, und Eisenbahnwärters dahier, Michael Weisenheimer, alt 2 Tage gestorben den 6. Juli. 0 ' Die Pfarrgeschäste in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Bonhard. 368 Frucht- und Viktu alte np reife. ViKtualienpreise. Kleischtaxe. per Pfund Gießen den 10. Juli 1 Lich 8. Juni. | fr. vf. 1 Butzbach '1 den 9. Juli. fr. Vf. fr. Vf- ft. Vf- Oehsenfleisch . . 1*2 — 12 - _ 11 — 12 — Kuhfleisch . . . 9 — 9 — 8 — 9 — Rindfleisch . . . 9 — 8 2 7 2 7 2 Kalbfleisch . . . 6 — 6 — » — 6 — Schweinefleisch. . 13 — 13 — H — 13 — Hammelfleisch . . S — 9 — 8 — 9 — Schaafsteisch . . — — — — — — Leberwnrst . . . 12 — 12 — 11 2 14 — gemischte Wurst . 8 — Bratwurst . . . 16 — 15 13 — 16 — Schwartemagen 16 — 15 — 14 — 16 — Blutwurst . . . 14 — 12 — _ — — — geräucherter Speck 20 — 18 — — — 22 — Schinken . . . 16 — 15 — — — 17 — Dörrfleisch . . . 13 — 15 — — — 17 — Rind-fett . . . 20 — 16 — — — — — Hammelsfett . . 20 — 16 — — — 16 -— Schweineschmalz, ausgelassenes 20 —' 20 — — — 21 — dgl. unauSgelaffene- 17 — 16 — — — 20 — Bemerkungen. Die Zugaben zum Fleisch dürfen nur in solchem von derselben Gattung bestehen , und zwar auf 10 Pfund uicht mehr als anderthalb Pfd. ic. nach Proportion, welches auf 1 Pfd. nicht völlig 5 Loth ausmacht. Köpfe, Füße, Geraub, wie auch die ganz blutigen ii. nicht genießbaren Stücke vom Hals sind von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. Brodtaxe. 4| binares Brod aus Kornmehl""! besteh. 41 gEschleS Brod au- ' - ^rumehl i befM>- Für 1 fr. Wasserwerk........ „ 1 fr. Milchbrod........ Marktpreise. 1 Maas Milch . . . 1 Pfund Butter . . , auch . . 3 Handkäse .... 11 (Sier...... 1 Pfund Waizenmehl 1 „ geschw. Vorschuß a tr> © co S 5 fr. Vf. fr. pf. fr. vf. fr.’vf. —--—. fr. Vf. 6 2 —1 — — — — — 6 *2 13 — — — 13 — — — 13 — 7 — — — — - — — 14 _ 14 — 14 — — — T * Q T Q 1 Q L.Q 5 3 — — — — — — — 4 2 — — 4 1 — — 4 3 fr. vf. fr. Vf. fr. Vf. fr. vf. fr. vf. — — —- —- —- — — -- 6 — — — — — — — 16 — — — — — — — — 17 — — — — — — —— 41 — — — — — 8 — "7 — — — —— — — — — — — — — — — — — - — — — ----------! — Fruchtpreise. I Gießen Grünberg den 3. Juli. den Lich 8. Juli. Laubach. Friedberg den 30. Juni. | den Mainz 25. Juni. Wetzlar den 3 Juli. Pfd. n fr. jWllL M fr- Pfd. a "fF 1 ~fr." I Pf»? fl e frT r. Pfv. fl. fr. I Pfd. "ff. fr. Scheffe l. fl. | fr. , pf. Walzen..... .Rom..... Gerste..... Hafer . . . . Erbten..... Linsen ..... 200 200 170 ! 1 1 1 1 1 1 1 1 1 i 1 200 11 190 11 170 8 — i 4 ~ 1 ~ 5 1 1 1 1 1 200 190 170 120 ii 10 .7 4 15 IMIN 1 1 1 1 1 1 1 1J 1 1 1 1 1 1 1 1 1 11 9 6 4 - - 30 30 57 - 200 200 200 200 38 55 2 46 4 4 3 1 40 10 6 56 1 2 2 Angekomlneue und abgereifte Fremden vom 6, bis 8. Juli 1852. I n d e n Gasthäusern. 5m Einhorn: Hrn. Fahr. Fischer u. Schwech v, Hanau < Hr v Führer, Forstmstr. v. Augsburg; Hr. Fähndrich, Reut. v. Brüssel ; Hr Bottmcr, Pfarr. v. Burgau; £>r. Wenohemer, Part. p. Homberg Hr Bulon, Offiz v. Hannover; Hr. Weigand, Metzg v. Hamburg: Hr Hall- wachs, Stud. v. Darmstadt; Hr. Köhler. Gut-res. v. Palsa ■ Hrn. Pfarr Redmer v. HodeufclS u. Cnllmann v. Frischborn; Hrn. Lederhndlr. Raabi v. Cassel u. Durian v. Odessa; Bar. v. Heidewolf p. Marburg- Hrn Sri. Stein v. Battenberg, Dre*del v. Mannhe.ui Teucher v Leivrig' Flersheim v. Frankfurt, Birkenstock v. Offenbach, Cornelius v Frankfurt Grödel u. Burg v. Friedberg; Hummel v. Augsburg, Ernst v. CarlSruh/ Vadda v. Berlin, Borchert u. Baumgarten v. Odenkirchen, Maier v Edenkoben, Thun v. Cötn, Albert v. Hanau u. Levi v. Crefeld. Sm Happen: Hr. Schuh, Fabr. v. Frankfurt: Frl. Zimmermann v. Limburg: vr. Grum, Doctor «.Berlin: Hr. Leonhard, Fabr. «.Hadamar; Hrn. Offiz. Zielius u. Planzer v. Coblenz; Hr. Oberfeld, Fabr. v Er» furt; Hrn Fabr. Biegner v. Hamburg, Bernad v. staffel, Dcckert v. Amsterdam, Koblbauß v. Berlin, Sarg v Frankfurt, Denninger v. Hannover u. Arnold v. Gotha; Hr. Pfeifer Part, v Men: Hr. v. Rennien, Mai. v. Berlin; Hr. Lantz, Mrtzg. v. Darmstadt; Hr. Alberti, Wagenmstr. v. Frankfurt; Hr. Thoma-, Musiklebr. v. Mainz; Hr. Gran», Hofschausp. v. Weimar; Fr. v. Maathens n Tocht. v. Wetzlar; Hr. «. Ulm, Gcn.-Lieut. ö. Frankfurt; Bar. v. Ohler v. Breslau; Mad. Lechtmann u. Born v. Carlshafen; Hr. Beicht, Priv. v. Cassel; Hr. Göbel, Access v. Gladen- buch; Hr. Bernat, Arch v. Stuttgart; Frl. Jäger v. Limburg; Hr Gremm, Fabr. v. Dresden; Hrn. Kfl. Reis v. Frankfurt, Silbermanu v. Mainz, Kreuzer v. Hachenburg, Mathes u. Meier v. Frank,urr, Ostermann v. Berlin, Klein v. Wiesbaden, Straus v. Nuckel, Birckenbihl »«Trier, Schiffe v. Gladenbach, Sp tz v. Aschaffenburg. Ba>th v Erfurt, Wagmr v. Mainz, Schott v. Stockstadt, Muller v. Neuwied, Einbild v Krakau, Kaiser v. Pforzheim, Haustein in. Fr. v. Landab, Schneider v. Vipjtg, Königsberger v Nidda, Stein u. Herz v. Overustem, Sauckon «. Mainz, Friedemann v. Cawbcrg, Hofmann v. Wiesbaden, Goldschmidt v. Elberfeld, Dittler u. Hammermann v. Dresden, Sibert v. Elberfeld, Na ich v Mainz u. Franke v. Bremen. Im Prinz Lari: Hr. Ußner, Buchhndlr. v. Idar; Hr. Stettner Priv. v. Bingen; Hr. Schiermann, Oec. v. Heldenbergen; Hr. Gernshel- mer, Fabr. v. Halle; Hr. Bäumler, Stud. v. Brussel; Hr. Bertlinger, Priv. v. Coblenz; Hr. Pfratschner, Gutsbcs. v. Schiessen; Hr. ^.aumdach, Seer. v. Bern; Hr. Windorf, Hptm. v. Stuttgart; Hr. RoUcp, Part v. Berlin; Hrn. Äfl. Milius v. Frankfurt, Schwenck v. Neuwied, Nnnhardt 369 v. Halberstadt, Brückmann v. Andernach u. Bleichhardt v Elberfeld; Hrn. HndlSl. Map v. Großkarben, Grunebaum v. Rendel, Frank v. Niederwöll, stadt, Grünebaum D. Großkarben, Wolf v. Bingen, Stern v. Florstadt, Hahn v. Sooden u. Frank »• Mockstadt, -m Parmltädier Haus: Hrn. Metzg. Kreuter u. Hanstem v. Friedberg; Hr. Drullmann, Fuhrm, v. Wetzlar: Hrn Hndlsl. Isenburg v. Mehlbach, Jacob v, Hcldenbergen, Erlenbach u. Streit v. Coblenz, Ruhl v, Homberg, Roih o. WetzMr, Hartmann v. Darmstadt, Römer t> Schlitz, Braun, Wunderlich, Schmitt u. Wahl v, Wintcrberg, Alles v. Erfurt, Lion v, Frohnhausen, Bicrtenwiescr v, Neuwied, Reh v. Wehler u. Steiner v. Schlitz. Zn den Privatbäu fern. Bei Hrn. Lehr. Müller: Fr. Müller n. Tocht. v. Gladenbach. — Bei Hrn. Sim. Löb: Frn. Cahn u. Mai v. Worms. — Bei Hrn. Prof. Dr. Was gibt — Am letzten Jahrmarkt wurden, wie gewöhnlich, wieder einige Diebstähle verübt. Zwei Bursche aus Reiskirchen wurden deshalb eingesteckt. — Einer von den, seit einigen Monaten verfolgt werdenden, Pferdedieben wurde vor Kurzem in der Person deS Heinrich Stroh von Selnrod, sammt einem gestohlenen Pferd, in hiesiger Stadt ergriffen. — Drei Studircnde sind in den letzten Tagen wegen Verwundung eines Nachtwächters gefänglich eingezogen worden. — Am 5. d. Mrs. ertrank beim Baden in der Lahn der Schrci- nerlchrling Wilhelm Strack von Homberg. Seine Leiche ward erst am folgenbe» Tage gefunden. — Einem Mann aus Heuchelheim, der am letzten Markttage Abends in seiner Trunkenheit auf der Chaussee nach Heuchelheim liegen gehlieben, wurde von einem Fuhrwerk das Bein entzwei gefahren. — Am 8. Juli, Vormittags 9 Uhr, zeigte sich in dem geöffneten Fenster des Hauses der SüSkind Mever'S Wittwe in der Hin- tergaffe, eine lebende männliche, nackte Antike in Schlafmütze. — Am Sonntag den 4. Juli, bei Abgang des ErtrazugeS nach der Badenburg, versuchte eine neuere Art Industrie-Ritter im Gedränge an dem Schalter bei Lösung der FahrbillctS, dem Schauspieler Gräf seine goldene Uhr sammt Kette auS der Tasche zu stibitzen. Glücklicher Weise blieb die Uhr mit Kettenhaken an der Weste hängen und Gräf kam mit dem bloßen Schrecken davon. — Am 7. Juli wurde die große Möbelfabrik des Herrn Knuß- mann in Mainz mit ihren weiteren Geb.äulichkciten, der Schreiner- werkstätic mit fünfzig Hobelbänken, außerdem die Dreher-, Schlosser-, Tapezier- und Bildhauerwerkstätten, nebst dem Wohnhaüse und einem angrenzenden Wohnhaüse, ein Raub der Flammen. Der Schaden soll sehr beträchtlich sein. Nur der Zweckmäßigkeit der Löschanstalten zu Mainz und der musterhaften Rührigkeit und Ordnung der Löschmannschaft soll es zu verdanken sein, daß bei dem starken Winde das Brandunglück sich nicht noch weiter verbreitet habe. Auf dem am 28. Juni zu Cassel begonnenen Wollmarkte waren 17000 Stein Wolle zu Markt gebracht und gewogen, und mit Ausnahme der geringeren Qualität gänzlich abgesetzl. Von Engländern wurden am ersten Tage 68 Thlr. per Cir. bezahlt. Am zweiten Tage fielen die Preise von 65 auf 62 Thlr. Mittel- Wolle 40—50 Thlr., ordinäre 30—40 Thlr., weniger. Am 7. Juli rannte in Frankfurt a. M. ein Schmiedegesell seinem Nebengesellen im heftigen Wortwechsel ein eben aus dem Feuer gekommenes glühendes Eisen in den Leib. ~~ Die Oesterreichische Regierung hat der Sächsischen Regierung die Conccsston zum Bau der Zittauer-Reichenberger Eisenbahn versagt. Tabaks-Erndte in Ungarn soll sehr reichhaltig ausfallen. Die Oesterrcichstche Regierung soll 1 Million Gulden an Vorschüsse ausgezahlt haben. Fluck: Hr. Fluck v. Oberbrechen. — Bei Hrn. Hofg-R. Georgi: Hr. Streitberg. Stud. v. Wolsberg. — Bei Hrn. Dr. Tasche: Frl. Decher v. Babenhausen. — Bei Hrn. Landricht. Geiger: Frl. Tröster v. Laubach. — Bei Hrn. Postpack. Raus: Frl. Rupp v. Frankfurt. — Bei Hrn Hofg.- Canzlist Böger: Fr. Geißmar n. 2 Töcht. v. Altenschlirf. — Bei Hrn. Prof. Dr. Heper: Frl Ritter v. Laasphe. — Bei Hrn. Hofg.-Rth. v. । GrSlman l.: Frl. Kißling v. Hungen. — Bei Hrn. Dr Stein: Hr. i Kellner, Optik v. Wetzlar. — Bei Hrn. Conduet. Lang: Frl. Merkel v. ' Romrod. —■ Bei Hrn. Gg. Reiber: Frl. Sames v. Altenstadt. — Bei Hrn Buchb. Hofmann: Frl Deines v Allendorf. — Bei Fr. Control. Kaltmann: Frl. Goldmann v. Schotten. — Bei Hrn. Kirchenrth. Klingel- ! Hoffer: Hr. Pfarr. Blumhof v. Freienseen u. Frl. Leister v. Darmstadt. es Neues? — Unterm 4. Juli soll das König!. Handelsministerium in Bezug auf daS Project, von Coblenz nach Mainz und Gießen Eisenbahnen zu führen, folgenden Bescheid an die Handelskammer in Coblenz haben ergehen lassen: „Die Ertheilung der Concesston für eine Eisenbahn von Bonn über Coblenz nach Mainz auf dem linken Rheinuser wird erst dann in nähere Erwägung kommen, wenn die Ausfüllung der Lücke zwischen der ober- und niederrheinischen Eisenbahn durch eine Eisenbahn auf der rechten Rheinseitc gesichert ist. Dagegen wird eS keinen Anstand finden, der Ertheilung der Concession für die s. g. Lahnbahn von Ehrenbreit- stei» nach Gießen zum Anschluß an die Main-Weser- Bahn, wenn sich Unternehmer dafür finden kh-b-» sich zur Genüg« gefunden), näher zu treten. — Am 1. Juli, Morgens 3 Uhr, hat in der Nähe des Brienn- zerseeS ein Bergsturz stattgefunden, wobei mehrere Gebäude zerstört und viele Verwüstungen angerichtet worden sein sollen. — Aus allen Gegenden in den Oesterreichischen Staaten sollen die erfreulichsten Berichte über die bereits begonnene Erndte ein- laufen und sollen die Landwirthe dieselbe unter die gesegnetsten Erndten in diesem Jahrhundert zählen. — Der Landxath, Herr v. Elsner zu Ratibor, soll das Gut NiederadelSdorf von seinem Vater geerbt und bei Antritt desselben an die dortige Gemeinde die im Auszuge nachstehende Ansprache in Druck erlassen haben: „Ich möchte gerne das gute Verhältniß, welches zwischen der Gemeinde und meinem Bruder bestanden har, und welches für die Gemeinde gewiß größere Vortheile bietet, als für mich, forrsetzen und ich möchte daher nicht gerne in die Nothweu- digkeit kommen, (sehr ticbeeoit und human) mich von der Gemeinde zurückzuziehen und nichts von ihr wissen zu wollen, deßhalb spreche ich mich unumwunden (s-hr) aus unv hebe dabei besonders hervor, daß, wenn der Fall eintretcn könnte, daß bei Wahlen, welcher Art sie auch sein mögen, wo ich gewählt werden kann, die Gemeinde Nieveradelsdorf nicht zu allererst mich, lLandrath ». Elsner) sondern erst andere Personen wählen sollten — ich dies alS einen Mangel an Vertrauen ansehen würde, den ich der Gemeinde nie verzeihen könnte!" (ist auch sehr empfindlich.) (9t. O. Z.) — Den Fürst Reuß, mit dem letzten Abendbahuzug von Leipzig kommend, soll in Erfurt auf dem Wege vom Bahnhofe nach dem Äasthofe mitten auf der Straße ein Schlaganfall tödtlich getroffen haben. — Der Herzog vön Coburg-Gotha soll den schleswigschen Feuerwerker Stinee, welcher als Commandeur einer Strandbatterie, dem Kampfe gegen die dänischen Schiffe „Christian VIII." und „Gefion" beiwohnte, als Portepöesähnderich in daS gothaische Bataillon eingestellt haben. — Auf dem Parirerpaß, im Graubündener Oberland, ist am 24. Juni ein 15jähriger Knabe erfroren. 370 — Die Einweihungsfahrt der PariS-Slraßburger Bahn ist nun bestimmt auf den 17. d. Mis. festgesetzt. Der Prinz-Präsident wird nach Mittheilungen der Inauguration beiwohnen. Die ganze Fahrt von Paris nach Straßburg wird nur 10 Stunden in Anspruch nehmen. Das Frühstück wird in Barr, das Mittagsmahl in Straßburg eingenommen. — Kossuth hat seinen Plan von Amerika nach England zurückzukehren, wieder anfgegeben. — In Paris soll ein Komplott entdeckt worden sein, welches im Begriff war, eine Höllenmaschine anzufertigen, die zu einem Attentat gegen das Leben des Prinz-Präsidenten bestimmt gewesen sein soll. Die bei der Anfertigung dieser Maschine Betroffenen sollen I nur Schuhmacher und Schneider gewesen sein. Wir theilen übrigens ( diese Meinung nicht und glauben vielmehr, daß diese Revolutions- Complotte hinter keinen Schuhmachern und Schneidern stecken, sondern hinter den römischen Klerikanern. — In Kalisch soll die Cholera auf eine schreckliche Weise wüthen, i so, daß von der Einwohner-Seelenzahl, von 12,000 täglich 40 als j Opfer dieser Seuche fallen. — Die Bischöfe Schlesiens, Posen's und Westpreußen's sollen ! gegen den König die Weigerung ausgesprochen haben, in die zu- : künftige erste Kammer zu treten. I — Einer der Filzhüte Napoleons ist bei einer Versteigerung am 14. Juni unter ocn Erben, von einem derselben zu 4000 Franks erstanden worden. । — In München starb am 21. Juni der berühmte Astronom v. Gruitbnise» int Alter von 78 Jahren. — Der Pädagog, F. Fröbel, durch seine Kindergärten bekannt, ist am 21. Juni gestorben. — Zur Unterstützung der abgcsetzten und proscribirten Schleswig- Holsteiner ist von Hamburg aus ein Aufruf an das deutsche Volk ergangen. — Der gesetzgebende Körper Frankreichs soll in seinen letzten Lebenslagen mit Ausnahme einiger unschuldigen Oppositionen, bei Berathung des Budgets, seine Ergebenheit an den Tag gelegt,' und alles von der Regierung Gewünschte mit Bereitwilligkeit genehmigt haben. Darnach soll denn auch von dem Prinz-Präsident die Session unterm 28. Juni mit einer im Ganzen zufriedenen unv fchmei- chelhaficn Botschaft geschlossen worden sein. Einige Mitglieder, welche ihre gehaltenen Reden gerne gedruckt gesehen hätten, sollen von der Körperschaft die Erlanbniß dazu erhalten haben; ihnen aber die Veröffeniltchung in Journalen verboten worden sein. — Die Kammern Hannovers sollen Anträge: auf Errichtung einer deutschen Kriegsflotte, auf Vertretung des deutschen Volks bei der Centralgewalt und in Bezug auf die Annullirnng der Schleswig- Holsteinischen Staalspapiere, angenommen habens ^n Danzig haben die Jesuiten: Patres Haßlocher, Pottgießer Und Anderloti ihre zweite Mission begonnen. Sie sollen auf die gänzliche Zerstörung des Protestantismus abzielende Predigten gehalten haben, — die denn auch nicht, namentlich unter den Frauen, ohne Wirkung geblieben sein sollen; besonders bei gemischten Ehen. Es soll bei solchen vorgekommen sein, daß Leute, welche 5 Jahre in der glücklichsten Ehe und den besten Familienverhältnissen zusammen gelebt — durch ne jetzigen jesuttischen Wühlereien in Streit ge- rathen, und aus fanatischen religiösen Gründen, Frauen ihren Männern entlaufen sind, — und so auf das Familienglück störend ein- gewtrkt und dasselbe vernichtet haben. Am 3. Juli ist der französische General Changarnier und mehrere Mitglieder der ehemaligen französischen Nationalversammlung, in Berlin eingetroffen. | — In Würzburg und Bamberg sind am 2. Juli bereits die ! ersten neuen Karkoffclu zu Mark! gebracht worden. Der Metzger Franz Lille in Coblenz soll eine Wurst von 120 Pfb. Schwere und 130 Fuß Länge, an deren einem Ende sich ein künstlich gearbeiteter Schweinskopf befand und alle Arten feiner Wurstwrten enthielt, verfertigt und solche I. Mas. dem König von Preußen und der Kaiserin von Rußland im Schlosse präsentirt haben. ^jic Versammlung deutscher Philologen, Schulmänner und Orieitkaiisten wird in diesem Jahr vom 29. September bis 2. October in Göttingen stattfinden. Sc. Königl. Hoheit der Großherzog nebst Gemahlin von Hessen reifte am 6. d. Mts. von Darmstadt über Mannheim nach Germersheim , wo die hohen Herrschaften mit Sr. Mas. dem König Ludwig von Bayern zusammentrasen. Bei Ankunft derselben in Ludwigshafen flaggten die Schiffe. — Dem Ulmer Cameralamt soll ein anonymes Schreiben aus Frankfurt mit dem Inhalt von 554 st. zugekommen sein; worüber einer in der Todesstunde die reuige Erklärung abgegeben haben soll, den Staat darum betrogen zu haben. — Am 3. Juli soll auf dem Bahnhofe zu Chemnitz ein bei dortigem Postamt an cstellter Briefträger 4000 Thaler unterschlagen haben unv noch zeitig genug verhaftet worden sein. — Der Bundes-Coninliffür, Staatsrath Fischer, soll unterm 3. Juli in Bremerbaven eine Bekanntmachung, wegen Angeboten auf die Schiffe der Nordseeflotte, erlassen haben. — An dem Geburtstage des Kaisers von Rußland wohnte derselbe dem Morgengottesdienste bei und trat darnach seine Reise zur See nach Swinemünde an. — Der seiner Hemiath beraubte SchlcSwiger, ächt Deutsch gesinnte Mann und trefflicher Pädagog Ketelsen auS Husum, ist als Oberlehrer an der Paßmann'schen Schule in Hamburg angestellt worden. — Der König Ludwig von Bayern soll die Summe von 500 fl. dem Göttinger Central-Comite zur Unterstützung der abgesetzten Kieler Professoren Übersandt haben. — Die barmherzigen — Schwestern, sieben an der Zahl, sind nunmehr durch den Bürgermeister Nack und Bischof Ketiler in Mainz in das städtische NochuSspital eingeführt und ihnen die Krankenpflege übergeben worden. — Louis Napoleon soll sich in seine Gefangenschaft nach Hamm zurücksehnen. Er soll gesagt haben, daß er dort mehr Muse gehabt habe, über das menschliche Schicksal nachzudenken, als jetzt, wo er auf dein Präsidentenstuhl der französischen Republik sitze. — Venedig zählte im verflossenen Jahre 104,372 Einivohner. Militär 10,000 und Fremde' 12,000. — In dem kleinen schmutzigen Debreczien tief in Ungarn, sollen dem jungen Kaiser von Oesterreich, bei reffen Einzüge daselbst, 700 berittene Edelleute in Nationaltracht entgegengeritten sein und demselben die Versicherung ihrer Treue Überbracht haben. Zeigt es sich hier nicht deutlich, wie wandelbar die Dinge und die Gesinnungen der Menschen sind? Dies ist dasselbe Debrecztn, in dessen Mauern der Reichstag vor 3 Jahren die Unabhängigkeit Ungarns von Oesterreich ausrics. — — Der fanatische Mönch Christophorus in Griechenland, der sich von den zu seiner Venolguiig abgeschickten Truppen an die Grenze zurückgezogen hatte, erschien wieder in der Maina, wo er abermals ein Theil der Bevölkerung zum Aufstand brachte. Eine Menge Mönche, welche in das jüngste Complott verflochten waren, ist verhaftet worden. — In Kalifornien soll ein Bär auf einer Jagd einen Deutschen, Namens Laertes Schillerau, in dem Augenblick, wo derselbe durch einen Schuß leicht verwundet wurde, aus Wuth mit seinen Klauen in Stücke zerrissen haben. ^ruck uns Verlag der G. D. Brüht'scheu Buch- und Ltnnvruckerei.