Anzeigeblatt der Stadt und des Regierungsbezirks Gießen. Jfä 20 > _________Mittwoch den 10. März_________________18S2. Erscheint wöchentlich zwei SDZal: Mittwoch unc Sonnabend. — Preis de« Jahrgang« für Einheimische I ff. 30 kr., für Auswärtige ind. Poffaufschlag« 1 ff. 39 kr. — Au-wärtS abonnirt man sich bei affen Postämtern. In Gießen bei der Erxedition (Eanzleiberg Lil. B. Nr. 1.) - Einrückungsgebühr für die gespaltene EorruSzeile , kr. Anzeigen au« »erfchiedenen Schriften die gespaltene CorpuSzeilc 3 kr. Amtlicher T h e i l. Inhalt des Gr. Hess. Regierungsblatts vom 2 März 1852, Nr. 10. 1) Bekanntmachung, die Waaren-Controle im Binnenlande detr.; — 2) Bekanntmachung, die Verifikation der Eivilssandöregisser der Provinz Rheinhessen für das Zahr 1850 tetr. Vom 5. März 1852, Nr. 12. Bekanntmachung, das Verbot btt Verwendung der Kartoffeln zum Branntweinbrennen betr. B e k rr sr n t m a cb u u g, das Verbot der Verwendung der Kartoffeln zum Branntweinbrennen betr. In Berücksichtigung deS hohen Preises der Kartoffeln und des geringen Ertrags der vorjährigen Kartoffel-Ernte, sowie um einem Mangel an Kartoffeln, namentlich an dem Bedarf für die nächste Aussaat vorzubeugen, wird mit allerhöchster Ermächtigung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs hiermit die Verwendung der Kartoffeln zum Brennen von Branntwein vom 15. des laufenden Monats an ohne alle und jede Ausnahme verbvlen, bei Vermeidung einer Strafe von zehn bis hundert Gulden für jeden diesem Verbot zuwider Handelnden. Darmstadt am 5. März 1852. Großherzoglich Hessisches Ministerium des Innern. v. Dalwigk. v. Lehmann. Bekanntmachung, die Maaren Controle im Binnenlande betreffend. Zufolge einer unter den Zollvereinsregierungen getroffenen Vereinbarung wird hiermit Folgendes bekannt gemacht: 1) die Vorschriften in den §. 93—97 des zweiten Theils der Zollordnung vom 9. März 1838 über die Waaren-Controle im Binnenlanve treten hiermit für baumwollene und dergleichen mit andern Gespinnsten gemischte Stuhl- waaren und Zeuge, für Zucker aller Art, für Kaffee und Tabaksfabrikate im Großherzogthum bis auf Weiteres außer Kraft und bleiben nur noch für Wein und Branntwein aller Art in Anwendung. 2) Hiermit sind die Vorschriften im §. 36 Ziffer 1 und 4 des 1. Theils der Zollordnung nicht ausgehoben, wonach a) die aus dem Aus lande oder aus dem Grenzbezirke in das Innere des Landes übergehenden Waaren mit den im Grenzbezirke empfangenen Abferligungsscheinen bis zum Bestimmungsorte begleitet sein müssen, und b) Waarenflihrcr und Handeltreibende bei Cem Transporte zollpflichtiger fremder oder gleichnamiger inländischer Maaren, auch außerhalb des Grenzbezirks, den Zoll-, Steuer- oder Polizeibeamten über die transporiirten Waaren aufrichtige Auskunft zu geben haben, diele Vorschriften bleiben vielmehr, sowie die auf denselben Gegenstand bezügliche Bestimmung im §. 92 des 2. Theils der Zollordnung auch fernerhin allgemein in Kraft. 3) Wie die nach Ziffer 1 suspendirten Vorschriften für die dort bezeichneten Artikel jederzeit ganz oder theilweise innerhalb des Großherzogihuins wieder Geltung erlangen können, so haben auch die übrigen Zollvereinsregierungen sich Vorbehalten, die gedachten Vorschriften in Ansehung sämmtlicher im §. 93 des 2. Theils der Zollordnung aufgeführten Artikel oder nur einzelner derselben, allgemein oder in einzelnen Bezirken aufrecht zu erhalten, beziehungsweise wieder in Kraft treten zu lassen. Aus dem Nachstehenden ist ersichtlich, in welchen Vereinsstaaten, resp. in welchen einzelnen Distrikten derselben und für welche Waarenartikel nach den bis jetzt erhaltenen Mittheilungen die aus die Waareneontrole im Binnenland« bezüglichen Vorschriften (§§. 93 97 des 2. Theils der Zollordnung) ferner noch in Anwendung bleiben. Es sind dies: 118 A. Zn Preußen und zwar 1) in der Rheinprovinz: a) für baumwollene und dergleichen mit anderen Gespinnsten gemischte Stuhlwaaren und Zeuge die Kreise Saarbrücken, Saarlouis, Merzig, Saarburg und Trier; 'sämintttche^ Kreise des Regierungsbezirks Düsseldorf auf dem linken Rheinuser, sowie die Kreise Wesel (Rees), Duisburg und Düsseldorf auf dem rechten Rheinufer; ferner die Kreise Erkelenz, Heinsberg, Geilenkirchen, Aachen (Stadt-und Landkreis), Jülich, Düren, Montjoie und Malmcdy des Regierungsbezirks Aachen, der Kreis Prüm des Regierungsbezirks Trier und die Kreise Köln (Stadt- und Landkreis) und Bergheim des Regierungsbezirks Köln; c) füt ; die Kreise Saarbrücken, Saarlouis, Merzig, Saarburg und Trier (Regierungsbezirks Trier), sowie die weinbauenden Gemeinden der Kreise Bonn und Sieg (Rcgierungsbez. Köln), Neuwied, Ahrweiler, Mayen, Coblenz. Cochem, Zell, Vern- kastel, Wittlich, St. Goar und Kreuznach (Regierungsbez. Coblenz), sowie des landgräflich hessischen Oberamts Meisen- beim, und - di für Branntwein: . m „ ,, die Kreise an der nassauischen und rbeinbayerischen ®remc, namentlich die Kreise Wetzlar, Altenkirchen, Neuwied, Coblenz, St. Goar, Creuznach, St. Wendel, Ottweiler und Saarbrücken, sowie das landgräflich heflischc Oberamt Meiienheim und das großherzoglich oldenburgische Fnrstenthum Birkenfeld; 2) in der Provinz Westphalen: für baumwollene und dergleichen mit anderen Gespinnsten gemischte Stuhlwaaren und Zeuge, für Zucker aller Art, Kaffee die Regierungsbezirke Münster und Münden; die Kreise Lippstadt, Soest, Hamm, Dortmund, Bochum, Hagen und Iserlohn im Regierungsbezirke Arnsberg; sowie die der Provinz angeschloffcnen fürstlich Waldeck'schcn und fürstlich Lippe ichen @cbictstbcilc 3) in der Provinz wachsen: dr? Kreise Osterburg, Salzwedel, Gardelegen, Stendal, Calbe, Wanzleben, Magdeburg, Wolmirstedt, Neuhaldenslcben, Olckersleben, Aschersleben, Halberstadt, Wernigerode, Saalkreis, Stadt Halle, Mannsselder Seekrcis, Mannsfelder Ge- bi.gskreis, Sangerhausen, Eckartsberga, Querfurt, Merseburg, Weisenfels, Naumburg, Zeitz, Nordhausen, WorbiS, Heiliaenstadt, Mühlhausen, Langensalza, Wciscnjec, Schleusingen und Ziegenrück, sowie die der Provinz angeschlossc- nen frcmdherrlicken Gebietstheile, nämlich: die hannövrischc Grafschaft Hohenstein und das Amt Elbingerode, das braunschweigische Fürstenthum Blankenburg, Stiftsamt Walkenried und das Amt Calvörde, die anhaltsschen Hcrzogthumer, die fürstlich schwarzburgischcn Unterherrschaftcn, die großhcrzoglisch sächsischen Acmtcr Allstedt und ^ldisleben und das herzoglich sächsische Amt Völkenrode; 4) in der Proinz Brandenburg: a) für baumwollene und dergleichen mit anderen Gespinnsten gemischte Stuhlwaaren und Zeug«: der ganze Bereich des Regierungsbezirks Potsdam; b) für Zucker aller Art, Kaffee, Tabaksfabrikate, Wein und Branntwein aller Art: die Kreise Prenzlau, Templin, Ruppin, Ost- und Wcst-Pricgnitz; 5) in der Provinz Pommern: für alle im «. 93 des 2. Theils der Zollordnung genannten Waaren: , der ganze Regierungsbezirk Stralsund, ingleichen die Kreise Demmin, Anclam, Usedom-Wollin, Ueckermunde und Cammm des Regierungsbezirks Stettin; 6) in der Provinz Schlesien: . , für baumwollene und dergleichen mit anderen Gespinnsten gemischte Stuhlwaaren und Zeuge, inglcichen Nir Wein: die Kreise Ratibor, Pleß, Glciwitz, Rybnik, Glatz, Halberschwerdt, Frankenstein, Neustadt, Nc.sse, Hirschberg, Landeshuth, Leobschütz, Münsterberg und Waldenburg. B. Zm Königreich Sachsen: für Branntwein. C. Zm Königreich Würtemberg: für Wein und Branntwein. I). Im Herzogthnm Br aunschwetg: für Branntwein. ~ ~ ~ m3 E. Zm Freistaat Frankfurt a. M.: Für^l""genannwn^Waarenartikel, welche aus dem Großherzogthum in die fraglichen Theile deS Zollvereins-Gebiets versendet werden, sind hiernach auch fernerhin die seitherigen Vorschriften der Binnencontrole wie seither zu beachten. Darmstadt am 26. Februar 1852. Großherroglich Hessisches Mmlstermm der F. von Schenck. Finanzen. Merck. 119 3?r. R. C. 2487, (Sieben am 8. März 1852. B-tr-ff-nd: Di- Enilaffung der zweiten Aufgebote von 1849 und 1850. Die Großherzoglich Hessische R e a i e r n n g s - C o m m i s s i o n des Regierungsbezirks Gießen an sämmtlichc Gr. Bürgermeister des Regierungsbezirks Gießen. Wir setzen Sie in Kenntniß, daß nach Allerhöchstem Befehle Seiner Königlichen Hoheit des GroßherzogS die Mannschafte» der zweiten Aufgebote von 1849 und 1850 aus dem Militärdienste entlassen worden und dadurch in die Verhältnisse der Militärpflichtigen der betreffenden Altersklassen zurückgetreten sind. K ü ch l e r. Die Fohlenwaide im BogelSberge wird auch im Sommer 1852 wieder fortgesetzt werden. Mit Beziehung auf di- in der nächsten Nummer der Landwüthschafllichen Zeitschrift enthaltenen Bedingungen, werden darum die Fohlenbesitzcr eingeladen, ihre Anmeldungen bis längstens C „De d. I. dem unterzeichneten Rentbeamten zukommen zu lassen. Laubach und Schollen am 20. Februar 1852. Der Präsident des Landwirthschastlichen Vereins für Oberheffcn. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts -schotten In dessen Abwesenheit: PratorluS. der Vicepräsident Dr. Gros. Bekanntmachung. 3» Folge deS notorischen und durch amtliche Erkundigungen bestätigten, großen Nothstandes in einzelnen Gebirgsgegenden unseres Landes, insbesondere deS Vogelsbergs, entbehrt ein großer Theil der ärmeren Bewohner derselben die nothdürftigsten Mittel zum Lebensunterhalte. Der Nothruf der vom äußersten Mangel so schwer Heimgesuchten verbreitet sich in immer weiteren Kreisen. Rur vereinten Kräften kann eine ausreichende Hülse gelingen. Die Unterzeichneten sind deßhalb zusammengetrcten, um dem schon so ost bewährten Wvhlthätigkeitssinne der Bewohner von Gießen und Umgegend zum Vereiniguugöpuncte zu dienen. Dieselben erbieten sich, die dargcbotenen Gaben zu sammeln und deren zweckmäßigste Verwendung zu vermitteln. Sie werden demnächst öffentliche Rechenschaft darüber'" ablegen. Eine besondere SubscriptionSliste wird noch in Zirkel gesetzt werden. Gießen am 6. März>1d52. v. Buseck. Dornseiff. Dr. Engel. Hch. Ferber. Gg. PH. Gail. I. Gertig. Haberkorn. Kempfs. Küchler. Labroisse. Dr. Osann. Rosenberg. Weber. Neuere bei der Regieruugs-Eommissiou dahier ein ;etvxoffciu amtliche Nachrichten schildern die Noth in vielen Orten, zumal in den Orten Hartmannshain, Herchenhain, Sichenhausen und Brungesha n als grenzenlos. Aufruf zur Unterstützung der Hülfsbedürstigen im oberen Vogelsberg. Die Unterzeichneten haben sich an Ort und Stelle von dem im oberen Vogelsberg herrschenden Nothstand durch Augenschein überzeugt. Die Noth hat einen so hohen Grad erreicht, daß wir uns veranlaßt sahen, sogleich ein Kapital anfzunehmen, um dem bereits eingetretenen Hunger zu steuern. Die Gefahr ist in den jüngsten Tagen durch hohen Schneefall und den hierdurch herbeigesührten Mangel an Verdienst für die Arbeitsfähigen, nur noch gestiegen. Wir wenden uns daher an die Mildthätigkeit unserer Mitmenschen mit der Bitte um milde Beisteuern und glauben uns nicht zu täuschen, wenn wir von ihrer Menschenliebe erbarmende Hülfe für die ohne Unterstützung dem tiefsten Elend und Hunger preiSgegebenen Armen, erwarten. 120 lieber die eingehenden Beiträge und deren unter amtlicher Controle stattfindende Verwendung, werden wir später öffentliche Rechnung ablegen. Schotten den 4. März 1852. Das C o m i Brumhard, Dr. Caprano, Gr. Revierförster. Physikus. Kühn, Lehr, Deean. Pfarrer. Ceßner, Assessor. Prätorius, Rcntamtmann. t e : Hill, Dr. Justus, Knewitz, Assessor. Gr. Revierförster. Geometer. W i n h e i m, Zahn, Landrichter. Physikalswundarzt. Gerichtliche und privat - Bekanntmachungen. Edictalladungen. 279) Gießen. Gr. Hofgericht der Provinz Obeihessen Hal über das Vermögen des abwesenden I C. Seipp von hier den förmlichen Concurs erkannt. — Alle, welche rechtliche Ansprüche an I. C. Seipp bilden können, werden aufgefordert, solche so gewiß Montag den 29. März 1852, Vormittags 9 kkhr, bei dem unterzeichneten Gerichte anzuzeigen und zu begründen, als sonst stillschwcigendS Ausschluß von der Masse eintritt. In dem Fermin sollen Arrangements- gersuche gemache, ein Gläubigerausschuß vewählt, ein Gütei Pfleger bestellt und über Versilberung resp. Verwaltung der Masse; Beschlüsse gefaßt werden. Die etwa nicht persönlich erscheinenden, oder durch gehörig Bevollmächiigte nicht vertretenen Gläubiger werden, als den Beschlüssen der Mehrheit der persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte Erscheinenden beitretend, behandelt und sind an die Beschlüsse dieser Mehrheit gebunden. Zugleich wird Kaufmann I. C. Seipp, da dessen Aufenthalt unbekannt ist, zu dem Termin hiermit öffentlich geladen. Gießen den 3. Februar 1852. Gr. Hess. Stadtgericht das. Muhl. Dr. v. Krug. 439) Gießen. Forderungen an den abwesenden Heinrich Bellos II. von Beuern sind im Termine Freitag den 19. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sogewiß dahier anzuzeigen und zu begründen, widrigenfalls sie bei der Ordnung dessen Schuldenwesens keine Berücksichtigung finden werden. Gießen den 2. März 1852. Gr. Hess. Landgericht daselbst Heyer. Versteigerungen. Zt2Zi) Gießen. Credit wird unter den bekannten Be- 1 dingungen bis zum 30. Juni gegeben, j Wer in Auftrag eines Anderen mitbieten Versteigerung eines Grabgartens. Donnerstag den 11. März d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause auf freiwilliges Ansuchen der Erben des Joh. Nicolai der denselben zustehenbe Flur Nr. lüKlstr. 40 2"%29 285 ' Garten im Gart- feld, neben Dr. Köhler, einer öffentlichen Versteigerung auögesetzt, oder derselbe, wenn hierbei kein Resultat erreicht wird, aus 5 Jahre verpachtet werden. Gteßen den 4. März 1852. Der Bürgermeister Hch. Ferber. Z133) Gießen. Donnerstag den 11. März 1852, Nachmittags 2 Uhr. soll in hiesigem Bürgerhospital die Lieferung der Waaten, welche zu den Kleidern der auf Pfingsten d. I. confirmirl werdenden armen Kindern erforoerlich sind, an die Wenigstnehmenden versteigert werden. Gießen am 8. März 1852. In Auftrag Gr. Armen-Commission i Lauer. ' ZIO5) Gießen. ~ Holzversteigerung im Revier Schif-- senberg. Freitag den 12. d. Mts., wird im Domanialwald-Districk Herrnwald nachverzeichnetes Holz versteigert: Scheidh. Prügelh. Siockh. Neish. Stecken Stecken Stecken Wellen Buchen —— 17« 1 75 E-chen 1 17, 337, 5825 Weichh. — — 2700 Nadelh. % 4 407, 5750, sodann: Stammholz Stangenholz Stück, Cbkf. Stück, Cbkf. Eichen 3 12 73 111 Nadelh. 32 435 133 227, 10 Stecken 6 und 7 Fuß langes Ci- chen-Pfahlhvlz. will, hat schriftliche Vollmacht zu übergeben. — Die Zusammenkunft ist am Günthersgrab Vormittags 9 Uhr. Gießen am 3. März 1852. Der Gr. Hess Revierförster veS Reviers Schiffenberg Dr. Draudt. 383) M ünzenber g. Fruchtversteigerung. Donnerstag den 11. März l. I., Morgens 10 Uhr, sollen von dem Gräfl. Solms-Rödelheimi- schen Speicher zu Münzenberg in der Behausung ces Gräflichen Verwalters Wagner daselbst, etwa 80 Malter Korn von 1851er Ernte, 20—40 Malter Gerste dio. unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht »werdenden Bebinguiigen öffentlich versteigert werden. Münzenberg den 28. Februar 1852- Gräflich Solms-Rödelheimischer Verwalter Wagner. 362) Rabenau. Mühlenverkaus. Montag den 15. März d. I., Vormittags um 10 Uhr, soll die s. g. Schmidtmühle bei Londorf, bestehend in: Hofraithe, Mühlenbau und Scheuer mit Stallungen, 101 Klftr. enthaltend , nebst 226 Klftr. unmittelbar an der Hofraithe gelegenen Gärten, in dem Büreau des Unterzeichneten meistbietend öffentlich verkauft werden. Die Mühle hat einen Mahl- und einen Schlaggang, ist 41 Fuß lang, 28 Fuß tief, zweistöckig, liegt an der Lumda, hat das ganze Jahr hinlänglich Wasser und ist der Fluth nicht ausgesetzt. Die Scheuer mit Rindvieh- und Schweinställen ist 45 Fuß lang und 32 Fuß tief, zweistöckig. 121 Die Mühle kann tätlich einqesehen werden, ebenso auch die Verkaufsbedingungeii. Rabenau bei Londorf am 24. Febr. 1852. Engel, Rentmeister der Freiberrn v- Nordeck zur Rabenau. 429) Bersrod. Holzversteiqerung. Freitag den 12 März l. I., Vormittags um 9 Ubr, sollen in dem biesigen Gemeindewald, Di- ftrict Unterrotherdenwald, folgende Holz- sortimenke öffentlich meistbietend versteigert werden, alS: HO Stecken Buchen-Scheidholz, 4 „ Eichen- „ 22 „ Buchen-Prügelholz, 81 „ „ Stockholz, 5 „ Eichen- „ 165 „ Bnchen-Reisholz, 3 „ Eichen- „ 2 „ Erlen-Reiöholz, 26 Stämme Buchen-Bau- u. Werkholz, 4 „ Eichen- „ „ „ 1250 Fichlen-Siangc» zu Bohnenstangen u. 22 „ „ von circa 10 bis 25 Fuß Länge und 2 biö 3 Zoll Durchmesser, wozu Sieigllebhaber hiermit eingeladen werde». Bersrod am 4. März 1852. Ter Bürgermeister Bücher. 434) Schotten. Ankauf von Ahn schwingen. Das unterzeichnete (Sonnte beabsichtigt zur Unterstützung armer Familien im Vogelsberg, mehrere Hundert Centner Ahn- schwingen (in hiesiger Gegend Hudche genannt) anzukaufen. Im Verhältniß zur Qualität werden l’/2 bis 3 Kreuzer per Pfund bezahlt. Diejenigen, welche die Lieferungen zu übernehmen gesonnen sind, werden ersucht, ihre Offerten in möglichst kurzer Zeit portofrei hierher gelangen tu lassen. Scholten am 3. März 1852. Daß Hülss-Comite. Für dasselbe: I)r. JustuS. 437) Reisirchen. Holzversteigerung. Montag den 15. März, Morgens 9 Uhr, soll in den hiesigen Gemeindewaldungen, Distrikten Beurewäldchen und Wstshäuser Wald, folgende Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert werden, als: 2 Stecken Buchen-Scheidholz. 9 „ „ Prügel holz. 31 « H Stockholz. 3450 n „ Wellen-Reisholz. i 42 Stecken Eichen-Prügel- und 16 u „ und Nadel-Stock- holz. 3612 « u Wellen-Reisholz. 7925 « Nadelholz-Welleu-Reiser. 16 Eichen-Slämme, 124 Cbkf. Werkh. 5 Buchen- n 105 „ „ 100 Nadelholz- „ 786 » „ 1670 Stangen, 1215 Ebkf Eichen, Buchen- und Nadelholz. Die Zusammenkunft ist in dem Distrikt Beurewäldchen. Reiskirchen am 6. März 1852. Der Bürgermeister Sch äfer. 413) Wetzlar. Verkauf eines Hauses aus den Abbruch. Das der Stabt zugehörige Zunflhaus, welches 5» Fuß lang, 29 Fuß breit und in drei Etagen 29 Fuß bock, mit Schiefern gedeckt, theilweise mit neuen Fenstern versehen ist und 8 Oefen enthält, soll Donnerstag den 1. April d. I., Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhause unter den im Verstei- gerungStermine bekannt g macht werbenden Bedingungen an den Meistbieieiiden auf den Abbruch versteigert werden. Wetzlar den 23. Februar 1852. Der Magistrat: tgez.) Wald sch mid t. 433) Rod heim. Freitag den 12. d. M., Morgens 9 Ubr, sollen bei Andreas Sckmidt'S Wtb. in Rod- Heim, erbverlheilungshalber, mehrere Acker- gerälhschaften, als: 1 Wagen, Pflug, Egge, ferner mehrere Malter Korn, Wai en und Gerste, verschiedene Fuder Heu und Stroh, sowie ein vollständiges Zimmermannswerk- zeug ic. öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung versteigert werden. Rodheim, den 8. März 1852. F e i l g e b o t c n. 438) Gießen. Neue, gut gearbei-! tete Waschbütlen von gespaltenem Fichten- Holz, 25, 20 und 9 Last haltende, und noch kleinere mit eisernen Reifen, sowie Waschzüber, 2 Löst haltend und kleiner, mit hölzernen Reifen, sind um billigen Preis zu verkaufen bei Küfer G g. F ab-er am Seltersweg. 444) Gießen Mein vor dem Neuenweger Thor gelegenes, seit 4 Jahren angelegtes Baumstück ist unter vor- theilhaften Bedingungen zu verkaufen oder auf mehrere Jahre zu verpachten. Dr. Köhler. । 423) Gießen. Eine Parihie Glanz- Tapeien in den neuesten Mustern habe ich erhallen und empfehle solche, um damit schnell zu räumen, zu auffallend billigen Preisen. M. Heß. 420) Gießen. 30 bis 40 Centner Heu sind zu verkaufen bei August Zimmermann, in den Neuenbäuen. 349) Lich. Tapeten in mannichfaltiger Auswahl zu dem Fabrikpreise sind zu haben bei I Schneider, Buchbinder in Lick. 412) Gießen. Unterzeichnete empfiehlt ihren frisch erhaltenen Garten- Samen. Wernhard Saiier's Wittwe, wohnhaft auf demPrand. 377) Gießen. Ei» noch im besten Zustande befindliches Sopha von Nußbaumholz mit grünem Damastüberzug, eine Nußbaum-Eommode mit zwei Schubladen, eine noch ganz neue Bücherbank mit Schreibpult steht wegen Mangel an Raum zu verkaufe» bei Fr Berg, Schuhmacher, auf der Mäus- burg. 411) Gießen. Ich war gesonnen, dahier einen Kleiderverkauf zu etabliren; da ich jedoch diesen Entschluß wieder auf- gegeben habe, so erlasse ich die bereits an- geschafften sehr schönen Herrenkleider, sowie auch noch sonst viele andere Gegeltstände, namentlich: ein Clavier, ein gutes Buch- bitiderwerkzeug, gute Felleisen u. dgl. m., um dieselben wieder schnell zu veräußern, zu möglichst billigen Preisen. H. Rothenberger, wohnhaft bei Wittwe Weidig * am Lindenplatz. 380) Butzbach. G y p s. 12,000 Centner Gyps, trocken und fein gemahlen, liegen auf Lager, und wird per Centner zu 24 fr. verkauft, in großen Parlhien noch billiger; vom Monat Februar bis März wird solcher auf der Eisenbahn nach Langgöns in ganzen Waggons, per 1 Centner zu 22%' fr., frei geliefert. Butzbach den 27. Februar 1852. N. Flach. 407) Ein schmaler Webstuhl mit allem Zugehör, für dessen Güte garantirt wird, ist billig zu verkaufen. Bei wem? sagt Ausg. d. Bltts. 122 389) Gießen. Ich beabsichtige! meine in der Flügelsgasse gelegenen Wohnhäuser zu verkaufen, und bemerke, daß beide sich in gutem Zustande befinden; sollte ich aber in der Kurze keinen Verkauf abschlie« ßen können, so wird das von mir bewohnte LogiS nebst großer Scheuer und Stallung auf den 1. April vermiethet. Ferner können die Heuboden, Keller und Chaisenremise, welche ich in dem sogenannten kleinen Zeughause gepachtet habe, anderweit! auf mehrere Jahre abgegeben werden. W. Rühl. —-------------------..........i Zu vermiethen. 300) Gießen. Das seither von Frau Ballin bewohnte LogiS ist zu vermiethen und am 15. Mai beziehbar. E d. Strack. 338) Gießen. Drei Zimmer, schön! ausmöblirt, wovon zwei mit Sopha und Kabinet versehen und auf die Straße gehend, daS andere mit der Aussicht in die Gärten, sind an ledige Herren anderweit zu vermiethen. Joh. K. Brühl, Lit. B. Nro. 62, Neuebäue. * 'i'13) Gießen. Ein Zimmer mit> Kabinet ist mit oder ohne Möbel zu ver- mietben in der Gartenwohnung des DrJ Köhler. 387) Gieße». Im Gasthaus zum Russischen Hof sind nachstehende Logis zu vermiethen: 1) das bisher von Herrn Bäckermeister Lampus bewohnte, ■ 2) das, welches früher Herr Lehrer Beck bewohnte, 3) ein kleines Logis, bestehend aus Stube mit Kabinet, Küche und Kammer, nvthi- gem Keller und Holzraum. Ferner kann eine möblirte Stube mit Sopha abgegeben werden. Sämmtliche Logis sind bis den 1. April zu beziehen. W. Rühl. 010) Gießen. Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Schuhmacher Ha nitsch in der Schulgasse. 223) Gießen. Für künftiges Semester ist in Lit. (5. Nr. 23 auf dem Seltersweg, nach der Straße zu gehend, ein möbliries Zimmer nebst Cabinet, billig zu vermiethen. 370) Gießen. Das in meiner Eltern Haus in der Löwengasse im ersten Stock befindliche, seither von Philipp Berger bewohnte Logis, bestehend aus zwei Stuben, mehreren Kammern, Theil am Keller und Waschkessel, Stall und Mistplatz, ist anderweit zu vermiethen. Fr. Berg. Vermischte N a ch r i ch t e n. 200) Gießen. Die Verstcherungs - Gesellschaft in Frankfurt a. M. mit einem Grundkapital von 5y2 Millionen Gulden welcher laut Beschluß der Großh. Regierung die Rechte und Befugnisse einer inländischen Anstalt eingeräumt worden sind, übernimmt Versicherungen auf bewegliche Gegenstände aller Art gegen äußerst billige feste Prämien. Prospeetus und Formulare zu Versicherungsanträgen sind bei dem Unterzeichneten unentgeldlich zu erhalten, und ist derselbe jederzeit bereit, Versicherungen zu vermitteln und die darauf bezüglichen Auskünfte und Anleitungen zu ertheilen. Gießen im Februar 1852. I- G. Appel, Agent. SSO) Kassel. Meine neu eingerichtete Restauration, Wern- und Schoppenstube empfiehlt unter Zusicherung prompter und reeller Bedienung Georg Adolph, Weinhandlung in Kassel am Königsplatz Nr. 226. 221) Gießen. Damit der Schreibunterricht nach nämlicher Methode, wie ihn Herr Falkenberg ertheilte, und welche er mir mitzuiheilen die Güie batte, hier fvNbestehe, habe ich mich zur Fortsetzung desselben entschlossen. Indem ich dieses hierdurch ergebend anzeige, bemerke ick, daß außerdem mein bisheriger Unterricht im Buchführen, Rechnen und den sonstigen HandelSwisseuschaften ungeschmälert bleibt. Anmeldungen können täglich von 1 biS 2 Uhr Nachmittags, und von 6 bis 8 Uhr Abends, bei mir statt finden. Gießen den 9. März 1852. Emanuel Stern. 222) Gießen. Heyerischer Felfenkeller. Von nächstem Samstag an, als den 13. März, ist bei günstiger Witterung die Wirthschaft daselbst wieder jeden Tag offen. W. Jacobi. 236) Gießen. Ein grauer Paleti n ist am Sonntag, gegen Abend, vom Asterweg bis zum SelterSweg, verloren worden. Wer denselben an die Erpedition dieses BlatteS abgibt, erhält eine angemessene Belohnung. 232) Gießen. Krwst-MMz. Wir verfehlen nicht, ein hiesiges geehrtes Publikum von der baldigen Ankunft der rühmlichst bekannten D al tettänze r-Ge feilsch ast des Herrn Carlo