Anzergeblatt der Stadt und des Regierungsbezirks Gießen. Sonnabend den 10. Januar _______1882. Erscheint wöchentlich zwei Mal, Mittwoch und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 ft. 30 fr, für Auswärtige incl. Postaufschlags 1 ft. 39 kr. — Auswärts abonnirl man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Erpcdition (Canzleiberg f.ii. B. Nr. 1.) — Einrücknngsgebühr für die gespaltene EorruSzcile 2 kr- Anzeigen aus verschiedenen Schriften die gespaltene CorpnSzcilr 3 kr. Amtlicher T h e L l. Offizielle ..Erdensvcrleihnngcn. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst verliehen: Am 30. Oktober dem Professor Dr. Freiherrn Justus von Liebig zu Gieße» das Comthurkreuz zweiter Klaffe und dem Landgerichtsactuar August Friedrich Hisserich zu Friedberg das silberne Kreuz des Verdieust-OrdenS Philipps des Grvßmüthigen; an demselben Tage dem Becan und ersten Stadtpfarrer, Obercousistorialrath Dr. Heinrich Phil. Ludwig zu Darmstadt, das Ritterkreuz erster Klaffe des LudewigS-OrdenS. Erlaubnis, zur Annahme fremder Erden. Am 6. November haben Seine Königliche Hoheit der Großherzog dem Professor Dr. Freiherr» JustuS von Liebig zu Gießen die Erlaubniß zur Annahme und zum Trage» 1) des ihm unterm 8. Ju»i 1850 von dem Präsidenten der französischen Republik verliehenen Ofsizierkreuzes der Ehrenlegion, und 2) des ihm unterm 31. Mai 1851 von Seiner Majestät dem Könige von Preuße» verliehenen Otdeus Friedrichs des Große» pour le merite, Friedensklasse für .Wissenschaft und Kunst, allerguädigst ertheilt. Namensverändcruugcn. Es wurde gestattet: Am 14. November dem Adoptivsohne des Etuisarbeiters Wilhelm Peter Schäfer zu Offenbach, Jnhann Conrad Carl Rau, künftig den Namen „Schäfer" zu führen; — .am 26. November der Caroline und dem Wilhelm Basiert zu Biedenkopf,, künftig den Namen „Jung" zu führen. Dienstnachrichten. Am 5. November wurde der Kaufmann August Heim zu Antwerpen zum Großh. Hessischen Consul daselbst ernannt; — am 19. November wurde der Bauaufseher 1. Klaffe Heinrich Süßbeck im Baubezirke Offenbach znm Bauaufseher I. Klaffe im Baubezirke Dieburg ernannt; — am 22. November wurde der Gerichtsaccessist Auselm Grosch aus Mau,z zum Advokat-Auwalt bei den Gerichten zu Mainz ernannt; — am 24, November wurde der bisherige Gehülfe bei der Ober-Forst- und Domänen-Direktion Eduard Bachmann zum Kauzlisten bei der Großh. Bundestags-Gesandtschaft anf Wiederruf ernannt; — an demselben Tage wurde der HofgerichtS-Secretariats-Aecessist Adolph v. Grolman zu Gießen zum Affeffor mit Stimme an dem Stadtgerichte daselbst und der HofgerichtS- SecretariatS-Accessist Friedrich von Rotsmann zu Alsfeld zum Assessor mit Stimme an dem dasigen Landgerichte, sodann am 26. November der Richter an dem Kreisgerichte z» Alzei, Dr. Joseph Casper Schmidt, znnr Richter an dem Kreisgerichte zu Mainz, der Substitut deö Staatsprokurators am Kreisgerichte zu Mainz, Wilhelm Mohrmann, zum giichtcr an dem Kreisgerichte zu Alzei, und der Referendar an dem Kreisgerichte zu Mainz, Anton Leonhard Brun, zum Honorar-Substituten des Staatspro- knrators an besagtem Gerichte ernannt; — an demselben Tage wurde dem Rector und Kaplan Johann Georg Dingeldein zu Erbach die evang. Pfarrstelle zu Romrod, im Reg.-Bezirke Alseld, und am 29. November dem Schulvicar Conrad Roth zu Walleruhansen, im Reg.-Besirke Nidda, die von ihn, seither provisorisch verwaltete Schullehrerstelle daselbst übertragen; — am L December wurde der Hofgerichts-Secretariats-Acccssist Carl Faustmann aus Bensheim zum Affeffor mit Stimme an dem Landgerichte zu Fürth ernannt; — am 3. December wurde der von dem Herrn Grafen Otto zu Solms-Laubach auf die evangelische Pfarrstelle zu Lardenbach, im Regierungsbezirke Giesen, präsentirte Pfarramts-Candidat Victor Habicht ans Laubach für diese Stelle bestätigt; — am 8. December wurde der ordentliche Professor Dr. Rudolph Jhering zu Kiel zum ordentlichen Professor der Rechtswissenschaft an der Landes-Universität Gießen ernannt und in dieser Eigenschaft berufen; — an demselben Tage wurde dem HülfSge- richts-Schreiber Ludwig Adam Th eher zu WormS die Gerichtsschreiber- Stelle an dem Friedeusgerichte zu Pfeddersheim übertragen; — am 9. De- Nach richten. cember wurde das dem .Jacob Ewald au< Leeheim unterm 21. März 1849 ertheilte Patent als Geometer Ar Klaffe für den Regierungsbezirk Darm- siadt aus Grund der Bestimmung im zweiten Absatz des 8. 23 der Verordnung vom 14. Juli 1832, die Organisation der Geometer betreffend für er- löschen und der Genannte znr ferneren Ausübung der geometrischen' Praxis sur unbefugt erklärt; — am 10. December wurde der evangelische Pfarrer und Decan Ludwig Thudichum zu Rödelheim auf fein Nachsuchen von der Uebernahme der ihm übertragenen evangelischen Pfarrstelle zu Oberramftadt, !?, Negieruugsbezirke Dieburg entbunden inib derselbe auf der evangelischen Planstelle zu Rödelheim belassen; — am 11. December wurde dem Sch'nl- vicar Philipp Wenzel zu Lepdhecken, im Regierungsbezirke Nidda, die seit» her provisonfch von ihn, verwaltete evangelische Schullehrersielle daselbst und am 15. December dem Schullehrer Wilhelm Werner zu Pfaffenbeer- furth die erledigte Schnllehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nack im Re-- gteruxigobezirke WormS, übertragen. dC 1,11 v ”"*!n<3eU 23- S'ini wurde der Posterpcditor Aleran- der JJi e x t ju Reuihemi von die,em Dienste eutlaffen; — am 17. Oktober wurde der Notar Carl Heinrich Philipp Schröter zu Pfeddersheim von dem ihm übertragenen Amte eines Ergänzungsrichters an dem FriedenSge- 'n ,aUr N/chsuchen entbunden; an demselben Tage wurde der Schullehrer Johannes Degen zu Frvschhausen, im Regierungsbezirke Die- bnrg von der ihm übertragenen Schullehrerstelle daselbst auf N-chsnchen entlaßen; am 13. November wurde der evangelische'Pfarrer Auansi Geb- 11 atiVwl Lbhcr^l'me“ nilf Nach suchen von seinem Pfarramte entlassen; — a“1 !4‘ November wurde der Unterrechner, Material-Verwalter Georg Hamm ans dem Braunkohleu-Bergwerk z„ Dorheim, seines Dienstes entlasse,, - - a November wurde der Phpsicatsarzt Dr. Georg Friedrich Weber isT l,">' übertragenen Stelle eines Phystcatsarztes für den PhysixatSbez,rk Seligenstadt und ,om,t aus dem Staatsdienste auf Nächst,chen eutlaffeu; - am ^9. November wurde der katholische Schullehrer Fran, Dor» zu Exbach in, Regierungsbezirke Heppenheim, und am 1. December Dienstes esstAen ^^' W ^"helm Bierau zu Fürth seines Versetzungen in den Ruhestand. In den Ruhestand wurden ver-- W- am 7. Oktober der ^nedenSgerichtSschreiber Adam AlohS Werner zu Pfeddersheim bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit; — am 25 Oktober der Schullehrer Johann Heinrich Scheerer zu Windhausen, im Regi-- ruugsbezirke AiSfeld; - au demselben Tage der Schullehrer Georg H iurich Bonu zu Frifchboru, im Regierungsbezirke Alsfeld; — am 30. Oktober tec Hauptzollamtsrendant Augustin Strauß zu Offenbach; — an demselben Tage der LandgerichtS-Actuar August Friedrich Hisserich zu Fried- berg auf Nachsuchen; — am 20 December wurde der evangelische Pfarrer Carl Gottlieb Lichtenberg zu Hochheim, in, Regierungsbezirke Worms aur sein Nachsuchen von seinem Pfarramte durch V.-rsetzung in den Ruhestand entbunden. 1 Concurrenzeröffnungen Erledigt sind: die evangelische Schulleh- rersielle zu Griedel im Regierungsbezirke Friedberg, mit einen, jährlichen ®eljaJe von 343 Gulden 4» Kreuzer, einschließlich der Entschädigung für Heizung des Lchullokals; - die evangelische Schnllehrerstelle zu Herzhausen bei Bohl nut einem fahrt,chen Gehalte von 192 Gulden 49 Kreuzer ®'±n M Schullokals; - die sechste evangelische Schullehreche l- zu GneShenn „n Regierungsbezirke Darmstadt, mit einem lahrlicheii Geha te von 267 Gulden und 16 Gulden 38 Kreuzer für die Heizung des Schullokals. 5 1 y 14 Nr R. (5. 12586. Gießen am 3. Januar 1852. Betreffend: Die Lescholznutzmig in den Domanial- und Commiinal-Walduiigcn. Die Großherzoglich Hessische Regierungs-Commission des Regierungsbezirks Gießen a n sämmtliche Großh. Bürgermeister des Regierungsbezirks Gießen. Das nachstehende höchste Ausschreiben bringen wir unter der Aufforderung zu Ihrer Kenntniß, dasselbe auf ortsübliche Weise in Ihrer Gemeinde bekannt machen zu lassen. K ü ch l e r. 20. Zu Nr. D. 14,453. Darmstadt am 10. Dezember 1851. Betreffend: Wie oben. Das Großherzoglich Hessische Ministerium des Innern an sämmtliche Großherzogliche Regierungs-Commissionen. Da die in den §§. 1 und 9 der Bekanntmachung vom 3. October 1818 (Regierungsblatt Seite 344) enthaltene Bestimmung , wonach das Wegbringen des Leseholzes aus dem Walde nur in Traglasten oder auf Schiebkarren gestattet ist, nicht selten dadurch umgangen wird, daß das Leseholz bis an den Waldrand getragen, dort zu Fuhrladungen aufgehäuft und dann mit Gespann heimgefahren wird, durch diesen Mißbrauch aber insbesondere die Bedürftigeren, welche über kein Fuhrwerk zu verfügen haben, in der Leseholznutzung beeinträchtigt werden, und diesen dann durch den Mangel an Leseholz Anlaß zum Freveln gegeben wird, so bestimmen wir hiermit auf Grund des Art. 78 des Forststrafgesetzes, daß das Leseholz, welches in Folge der Bestimmungen in §. 1 und §. 9 der Bekanntmachung vom 3. October 1848 in Domanial- oder Eommuual-Waldungen gesammelt wird, bei Vermeidung der im Art. 72 des Forststrafgesetzes bestimmten Strafe nicht auf Fuhrwerken nach Hause gefahren werden darf. Wir beauftragen Sie, diese Bestimmung in Ihren Verwaltungsbezirken in angemessener Weise zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. v. D a l w i g k. Neuling. Bekanntmach un g. Gemäß des §. 14 der Statuten des Armenvereins bringen wir hiermit das summarische Ergebniß der nun abgeschlossenen Rechnung von 1850 zur öffentlichen Kenntniß. Die Einnahmen betrugen danach ..... 1699 st. 2 fr. Die Ausgaben » „ 1115 » 54 » Es bleibt mithin Kasscvorrath ...... 583 fl. 8 fr. Mit den geringen von uns verwendeten Mitteln wurden 4376 Haudwerksbursche, ein jeder mit 6 fr. beschenkt und erhielten 92 Arme regelmäßige, 80 Arme aber einmalige außerordentliche Unterstützungen. Wenn uns forthin die wohlthätige Mitwirkung der mildthätigen Bewohner Gießen's zu Theil wird, so werde» wir im Stande sein, inskünftige reichlichere Unterstützungen zu gewähren und damit eines TheilS der Noth der Bettelarmen, und andern Theils dem seit dem Bestehen unserer Anstalt jedenfalls sehr gemilderte» Uebelstande des Bettelns immer mehr Abhülfe zu leisten. Wir bitten deshalb angelegentlich um eine fortdauernde wohlwollende Betheiligung des Publikums und werden denjenigen, welche bis jetzt dem Vereine noch nicht beigetreten sind resp. den neu Eingezogenen zu dem Ende die Subscriptionsliste noch besonders miltheilen lassen. Gießen den 29. December 1851. Der Vorstand des Armen-Vereins K ü ch l e r. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Peter Sa al selb aus Darmstadt unterm Heutigen als Polizei- diener der Stadt Gießen verpflichtet worden ist. Gießen den 6. Januar 1852. Die Großherzoglich Hessische Regierungs-Commission. K ü ch l e r. 15 Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundene Gegenstände. Ein Strumpfband und eine bunte Knabenmütze. — Diese Gegenstände können von den Eigenthümern auf dem Gr. Poli- zeibüreau dahier in Empfang genommen werden. Gießen den 9. Januar 1852. Der Gr. Hess. Polizei-Commissär L. Nover. Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen. Besondere Bekanntmachung. Man bringt hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß die innerhalb des Deutsch-Oesterreichischen Dereinsgebiets und des fürstlich Thnrn- und Ta.ris'schen Postbezirks geltende Briesportotare für Gießen nebst erläuternden Be-, merkungen über Gewicht, Waareuproben, Kreuzbaudsendungen, recommandirte Briese rc., sowie über Gebrauch der Freimarken in der Nicker' schen Buchhandlung dahier erschienen ist, wodurch dem Publikum die Möglichkeit gegeben wird, die Franko-Marken richtig zur Anwendung zu bringen. Gießen den 9. Januar 1852. ' Großh. Postamt Schön. (53) Edictalladung. 2L28) Grü»berg. Nachdem über das Beimögen des Conrad Fulda zu <8 roßen eichen der förmliche Concurs- pvoceß erkannt worden ist, so werden alle Diejenigen, welche aus irgend einem Rechts- grunde Ansprüche an dasselbe bilden zu können glauben sollten, hiermit öffenilich aufgefordert, diese sogewiß in dem auf Donnerstag den 15. Januar 1852, Morgens 9 Uhr, anberaumt werdenden Liquidationstermine dahier anzuzeigen und zu begründen, als sie ansonst ohne ein weiter zu erlassendes Präclusivderret von der Concursmasse des Conrad Fulda werden ausgeschlossen Werden. | Grünberg de« 13. November 1851. j Gr. Hess. Landgericht das. [ Welcher. Dr. Ortwein. - Versteigerungen. 70) Gießen. Die Lieferung von Tuch bei der Stadt Gießen betr. Das zur Uniformirung der Polizei-Offizianten erforderliche Tuch, bestehend 1) in 21 Ellen in der Wolle gefärbtes s dunkelblaues Tuch, veranschlagt zu 3 fl. jJer Elle, 2) in % Ellen pooeesu. rothes Tuch, veranschlagt zu 3 fl. 30 fr. per Elle, 3) in 13% Ellen duukelgrau Tuch zu Hosen, veranschlagt zu 2 fl. 30 fr. per Elle und 4) in 57 Ellen dunkelgrau Tuch zu Mäntel, veranschlagt zu 2 fl. 20 kr. per Elle, j soll im Summissionswege angeschafft werden. Offerten zu dieser Lieferung sind mit den erforderlichen Proben zu versehen und spätestens biö zum 20. d. Mts. einzureichen. Gießen den 9. Januar 1852. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 30) Wieseck. Holzversteigerung im Wiesecker Gemeindewald. Mittwoch den 14. l. Mts., von Morgens 9 Uhr an, sollen in dem hiesigen Gemeindewald, Di- strict Dorloch, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden: 79 Stecken Buchen-Scheidholz, 4 /, „ Prügelholz, 32 ii i, Stockholz, 1700 Wellen „ Neisholz, 49 Stecken Eichen-Scheidholz, 7 /, « Prügclholz, 20 * i, Stockholz, 1050 Wellen „ Reisholz, 8 Stecken Kiefern-Scheidholz, 15 if u Prügelholz, 7 „ u Stockholz, 525 Wellen „ Reisholz, 15 Buchen-Stämme von 10—16Zoll Durchm. und 10—30 Fuß Länge, 26 Eichen-Stämme von 7—20 Zoll Durchm. und 10—35 Fuß Länge, 77 Kiefern-Stämme von 4—11 Zoll Durchm. und 15—50 Fuß Länge. Der Anfang ist an der Chaussee nach Lollar in der letzten Schneiße. Wieseck am 5. Januar 1852. Ter Bürgermeister Seibert. 37) Albach. Donnerstag den 15. und Freitag den 16. Januar, des Morgens 9 Uhr, sollen im Albacher Gemeindewald, Distrikt Mühlberg, 3V4 Stecken Buchen-Scheidholz, 1 „ Prügelholz, 1 if ir Stockholz. 125 Stück „ Reisholzwellen, 12 Stecken Eichen-Scheibholz, 207i „ „ Prügelholz, 33% „ u Stockholz, 1040 Stück „ Reisholzwellen, 5 Stecken Kiefern-Scheidholz, 4 „ u Prügelholz, 17 ir h Stockholz, 625 Stück „ ReiSholzwellen, 10 Stecken Fichteu-Stockholz, 500 Stück „ Reisholzwellen, 195 Eichen-Baustämme, 3764 Cu- bikfuß haltend, von 8 bis 15 Zoll Durchmesser und 20 bis 40 Fuß Länge, 2 Eichen-Stangen, 7 Cubikfuß haltend, 87 Kiefern-Stämme, 2197 Cubikfuß haltend, von 30 bis 50 Fuß Länge, 11 Kiefern-Stangen, 54 Cubikfuß haltend, 1 Fichten-Stamm, 106 Cubikfuß hallend, 381 Fichten-Staugen, 439 Cubikfuß haltend, öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Herren Bürgermeister der u:n liegen« den Ortschaften werden ersucht, im Interesse ihrer Ortsangehörigen Borstehcndes be- kannt machen zu lassen, mit dem Bemer« 16 ken, daß den ersten Tag, a's den 15 'l. MiS, das Bau- und Werkholz versteigert wird. Albach am 7. Januar 1852. Der Bürgermeister Balser. 38) Gießen. I» den Domauial- waldungen deö Forstes Gießen wird von der 1852er Holzerndte im Laufe dieses Jahres voraussichilich folgendes Holz, unter den in Nro. 37 des Regierungsblattes von 1851 angegebenen Bedingungen, öffentlich versteigert werden: 1) In den Monaten Januar und Februar: Revier Königsberg: 120 sum. Stecken Brennholz. „ Buseck: 130 sum. Stecken Brennholz. // Schiffenberg: 451 sum. Stecken Brennholz u. 10 sum. Stecken Bau-, Werk- und Nutzholz. 2) In den Monaten März, April und Mai. Revier Königsberg: 824 sum. Stecken Brennholz u. 81 sum. Stecken Bau-, Werk- und Nutzholz. „ Schiffenberg: 1049 sum. Stecken Brennholz u. 40 sum. Stecken Bau-, Werk- und Nutzholz. 3) In den Monaten Juni, Juli u n d Ang u st. Revier Königsberg: 266 sum. Stecken Brennholz „ Schiffenberg: 332 sum. Stecken Brennholz. Die einzelnen Holzversteigerungen sollen wie bisher durch die Gr. Revierförster besonders bekannt gemacht werden. Gießen den 3. Januar 1852. Der Großh. Hess. Forstmeister des Forstes Gießen v. Buseck. 340 Gießen. Holzvci'stl'lgenmg tm Gießener Stadtwald. Nächsten Montag den 12. dieses, von Morgens 9 Uhr an, sollen im hiesigen Stadtwalde, Distrikt Mühlkopf, nachverzeichnete Holzsortimente, alS: 4 Stecken Buchcn-Schcidbolz, 3’4 „ Prügelholz, 574 " ii Stockholz, 150 Wellen u Reisholz, 93% Stecken Eichen-Scheidholz, 68 u ii Prügel Holz, 103% Stecken Eichcn-Stockholz, 3120 Wellen „ Reisholz, 138 „ Weichholz-Reißig, 15 Eichenstämme mit 406 Cubikfuß, 1 Erlenstamm „ 33 ,, 8 Pflugrehe und 1 Pflugwelle, öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist auf der Grünberger Chaussee am alten Tisch. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Johanni dieses Jahres gestattet. Die Herren Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen den 5. Januar 1852. Der Bürgermeister H ch. Ferber. 3?)) Krofdorf. Donnerstag den 22. Januar c. sollen folgende in dem Königl. Krofdorfer Walde, Distrikt Fohnbachskopf, lagernde Holzsortimente meistbietend versteigert werden : 7 Eichen-Baustämme, 966 Cubikfuß haltend, 49 Klafter Eichen-Scheid- und Knüppelholz, 24% „ Eichen-Stockholz und 19 n Eichen-Reiserbolz. Kauflicbhaber hierzu werden eingeladen, an genanntem Tage sich zu Krofdorf im Gastbofc zur Krone, des Morgens 8 Uhr, einznfinden. Krofdorf den 6. Januar 1852. Der Oberförster G ü m b e l. 69) Gießen. Versteigerung von Kleidungsstücken. Nächsten Dienstag den 13. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause verschiedene Herren- und Frauen-Kleidungsstücke, darunter namentlich ein Paletot, mehrere Ueber- röcke und Tuchhosen, Hemden k., sowie auch einige Tische und Schränke, öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung versteigert werden. Gießen den 9. Januar. 1852. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 65) Lollar. Dienstags den 13. d. Mts., von Morgens 9 Uhr an, sollen in hiesigem Gemeindewald, Distrikt; Boden und Pfaffenstrauch, nachverzeichncte Holzsortimente, als: 19 Steckn Buchen-Scheidholi, 5 „ Eichen- „ 5% „ Buchcn-Prügelholz, 2'4 ii Eichen- „ 9 u Nabel- „ 5 „ Bucheu-Stockholz. 6'4 ii Eichen- und Nadcl-Stock- holz. 375 Wellen Buchen-Neisholz. 125 „ Eichen- „ 3025 u Nadel- „ 15 Stück Eichen-Stämme, 375 Cu- biksuß haltenb, 76 „ Nadel - Stangen, 216*4 Cubikfuß haltend, öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist in" obengenanntem Distrikt. Lollar am 9. Januar 1852. Der Bürgermeister Klinkel. 68) Gießen. Arbeitsversteigerung bei der Stadt Gießen. Montag den 12. Januar 1852, Bormittags 9 Uhr, soll auf dem Gemeindehause dahier die Anfuhr und das Planiren von 3% Cu- bikklafter Lahnsand, zur Verbesserung der Fußwege in dem Seltersberger Stadttheile bestimmt und zu 31 fl. 12 fr. und 16 fl. 15 fr. veranschlagt, an den Wenigstneh- inenden versteigert werden. Gießen den 9. Januar 1852. Der Bürgermeister Hch. Ferber. F e i l g e b o t e n. 67) Gießen. Kleiderstoffe für Bälle, sowie Boiiquct’s und Glaoe- Handschrche in neuer Auswahl zu den billigsten Preisen empfiehlt M. Heß. 16) Gießen. Gutta - Percha - Firniß, in Töpfen mit Gebr.-Anw. ä 5 Sgr. Mittelst dieser neuen Composition, welche daS Leder vorzüglich conservirt und geschmeidig erhält, schnell trocknet und nach dem Trocknen jede Wichse annimmt, fann man alles Schuhwerk vollkommen wasserdicht machen, so daß man, selbst bei größter Nässe, stets trockene Füße behält. Denselben empfiehlt Carl Frech. 23) Gießen. Mein Wohnhaus, Lit C. Nr. 118, mit Scheuer, Stallung und Hausgarten, steht unter billigen Bedingungen zu verkaufen und wollen sich Kaufliebhaber an denSiadtbauaiifseherHrn. Straub wenden. Joh. Jac. Schreivogel. 17 miethen. chen, alte Metalle, kaufe ich stets und Vermischte Nachrichten 441) Gießen. Unterhaltungen, welche von Zeit zu Zeit PH. Flett II. ein mit den nölhigen Schulkenntnissen »er* Prof. I)r. Weiß Wch., 8it. B. Nro. 1, Kanzleiberg. Ferdinand Mayer, am Kirchenplatz. Offenbach. 2071) Gießen. Das von Herrn N. Bubge bewohnte Logis ist zu vermielhen und bis Ausgang Januar beziehbar. Wern Hard Dietz. 57) Gießen. Eine vollständige Familienwohnung ist zu vermieihen bei N Kratz in der Neuenbäue. 24196) Gießen. Eine Wohnung für eine einzelne Person, bestehend in 3 an- einandersroßeiiden Zimmern, bin ich Willens, zusammen mit oder ohne Möbel zu ver- veranstaltet werden, durch das Lesen von Zeitungen und neu erscheinenden ausgezeichneten Büchern geistige Ausbildung zu befördern, ist gegründet, und im oberen 415) Gießen. Bettmöbel von Leinen und Baumwolle, in verschiedenen Mustern, ä 9 bis 18 fr. per Elle, — Leinwand von 18 bis 36 fr. per Elle, — Druckzeuge in 50 verschiedenen Mustern , ä 10 bis 13 fr., empfiehlt der Unterzeichnete und bittet um gütigen Zuspruch. Gießen im Januar 1852. Georg Emil Böhm. 61) Gießen Ein fettes Schwein ist zu verkaufen bei August Zimmermann in der Neuenbäue. 416) Gießen. Unlerzeichneter ist Willens, seine vor dem Neustadter Thore an der Lahn gelegene Ziegelbrennerei auf mehrere Jahre zu verpachten. Sollten sich jedoch Liebhaber finden, so konnte das Ganze auch verkauft werden. Im Falle der Verpachtung oder des Verkaufs könnten auch .10 bis 12 Morgen Ackerland hinzugegeben werden. Bei dem allenfallsigen Verkaufe bestehen die Gebäulichkeiten auS zwei Wohnhäusern, einer Scheuer mit Stall, der Ziegler-Werkstätte, woran ein zweistöckiger großer Trocknen-Bau, dem Brennofen mit Oberbau und daran hängender Stallung, und einem Nebenbau, in welcher sich eine Familienwohnung befindet. Bemerkt wird dabei, daß der größte Theil des Kaufgeldes verzinslich stehen bleiben kann. Georg Braun, Ziegler. Dürger-Verei«. Der Bürger-Verein, welcher sich hier .....zu dem Zwecke gebildet hak, neben den Tanz* 66) Gießen. In der Nähe des Lindenplatzes wird noch ein Mitleser zum Frankfurter Journal gesucht. Näheres in der Erped. d. Bltts. 2328) Gi eßen. In einem Material-, Färb- und Colonial-Waaren-Ge* schäft en gros und en detail auf hiesigem Platz, wird für Anfang nächsten JahreS 18) Gicßen. Der untere Stock in,..,......., „.u........, vutltll meinem Hause ist zu vermiethen und vom Stocke des Lcib'schen Hauses sind die gc- 1. April an beziehbar. eigneten Zimmer vorhanden, in welchen ten, um in dieser Hinsicht das längst gefühlte Bcdürfniß zu befriedigen. Jedem hiesigen utibescholtenen Bürger ist der Eintritt zu diesem Bürger-Verein gestattet, weswegen er sich nur an eins der Mitglieder desselben wenden kann. Wir hoffen, daß die hiesigen Bürger diese Anzeige mit Vergnügen aufnehmen und durch fleißigen Beitritt daS gute Werk fördern werden. Gießen den 9. Januar 1852. Der Vorstand des Bürger-Vereins. 33) Gießen. Lumpen, Kno- Zu vermiethen. 26) Gießen. Zwei Zimmer mit oder ohne Möbel, sind zu vermiethen bei A. Haubach auf der MäuSburg. 418) Gießen. Das Logis zweiten Stocks in meinem neuerbauten Hause vor dem Seltersthor ist mit Gartenvergnügen zu vermiethen und bis zum 1. April be- zikhbar. I. Schaum, Kunst- und Handelsgärtner. 62) Gießen. In Lit C. Nr. 139 ifi eine kleine Familienwohnung zu vermiethen und alsbald beziehbar. und Keller zu vermiethen und sogleich be- BLeeapfmacIier - Baschwitz ziehbar. Das Nähere ist bei Peter Löber in zu erfahren. i Offenbach a/M, =») 3™ umJ S S,” »"h"' S(X' b-n, Preff-n,D-catir-n »w Mot- ner, Küche, Keller und Dolsstalt enthalt,! t.^ren auev nfrfett Seiden- Wol- jjtegger. j mentlich in Shawls, Crepp de Chin, Tisch- j decken, Damenkleider, Herrenröcke, Mäntel, Hosen, Westen, Halsbinden, Bänder, Flor, Blonden, Tülle und Spißen, unter Zusicherung reellster und promptester Bedienung, sowie der billigsteli Preise. JNB Zur Entgegennahme von Aufträgen in Gießen ist nur Herr Schneidermeister Müller am Einhorn beauftragt. eigneten Zimmer vorhanden, in welchen Advoeat Wießell's Wtw. sich die Mitglieder der Gesellschaft unter- ’ “ 6 " 3n meinem Hanse halten und ungestört lesen können. 417) Gießen. Eine Familienwoh- mit dem Bemerken ein, daß diese nung n.it allem Zugehör ist zu vermiethen Gegenstände sowohl in meine Woh- und fann sogleich bezogen werden bei . a 1 ,, I . ' , n ' Georg Moog I nun& nls lUlch tn mein Lager hinter in der Flügelsgasse, dem Wohnhause des Schmiedmeisters 7) Gießen, Eit! Logis, bestehend Unverzagt vor dem Wallthor ans 4 Stuben, 2 Kammern, Küche, Kel- gebracht werden können. ler, Holzstall und Mitgebrauch der Waschküche, ist zu vermiethen und Anfangs April zu beziehen. G g. Reiber, j 59) Gießen. Bei Adolph Schmidts ®41) Wittwe in der Neiistadt ist ein Logis, be-j Die Kunllwasch- un- Färberei flehend in einer Stube, Kammer, Boden! von 12) Gießen, t........... „ 9?r. 66 in den Neuenbäuen sind zwei, auch In einer Stadt, wie es Gießen ist, fehlt sehener braver junger Mann in die Lehre vret Zimmer aus einem Gang zu venuie- es dem Bürger an einem Vereinzgungs- gesucht. Wo? sagt die Erped. d. Bltts. then, und können mit oder ohne Möbel, punkte, der dem gesellschaftlichen Leben einen ' ctriphriAanAtf. zusammen oder einzeln, abgegeben und 8 höheren Werth verleiht und die Fortschritte Friedrichs Hütte. Jage nach abgeschlosienem Mietheonlraet der Zeit, die alle Klassen der Menschen durch-! UttV ' Wgen werden. drungen haben, nölhigen Alle, nach mehr^ Von der Oberndorferhütte bei Braun- tNteßen den 2. Januar 1852. als leiblichem Genüsse sich »mzusehen. Der sels können jetzt Eisensteine auf die Fried- Ludwig Welcker. , Bürger-Verein sucht alle Kräfte aufzubie- richshütie bei Laubach gefahren werden. 18 6) L ü b e ck. Beichte nswerth! Wie und wo man für 8 Thaler Preußisch Courant in Besitz einer baaren Summe von ungefähr Iweimalhundert Tausend Thalern gelangen kann, darüber ertbeilt das unterzeichnete Commissions-Bureau unentgeld- lich nähere Auskunft. Das Bureau wird auf desfallsige, bis spätestens den 31. Januar 1852 bei ihm eingehende frankirte Anfragen prompte Antwort ertheilen, und erklärt hiemit ausdrücklich, daß, außer dem daran zu wendenden geringen Porto von Seiten des Anfragenden, für die vom Commissions-Büreau zu ertheilende nähere Auskunft Niemand irgend etwas zu entrichten hat. Lübeck, im December 1851. Eommishons - Düreau, Petri-Kirchhof Nr. 308 in Lübeck. 63) Gießen. Im Stimmen und Repariren der Claviere und Flügel empfiehlt sich H. Welcker, Instrumentenmacher, Wall- thorstraßc Lil. A. Nr. 111. 32) Gießen. Ein Gartenbursche wird bei mir angenommen. I. Schaum, * Kunst- und Handelsgärtncr. ZiO) Wieseck. Herr Er-Bürgermei- ster! Heute Morgen äußerte Jemand, daß die gestempelten Hämmel nicht von Butzbach, sowie auch nicht von Friedberg gewesen sind; ob dieselben aber von Merlau, das wisse er nicht. Mehrere Bürger. 713) Gießen. CoZreert-MZrzeige. Freitag den 16. Januar l I., Abends 6 Uhr, ' findet das Conrert 31) Gießen. Sonntag den 11. Januar, von Nachmittags 3 Uhr an, Blechmusik bei L- Schneider im Schwanen. 58) Gießen. Nr. 78 hat die silberne Taschenuhr gewonnen. I. Henrich. der Hof - Opernsängerin Pirscher im Saale der Club-Gesellschaft statt, wovon man die Subseribenten in Kenntniß setzt. Billets zu diesem Concene, a 30 fr., sind in der Ricker'schen Buchhandlung zu haben. Gießen. Die 3. Compagnie der Bür- gcrwehr hat vom 11. bis incl. 17. Jan. die Feuerbereiischaft und den Ordonnanzdienst. DaS Ober-Commando der Bürgerwehr Fresenius. (44) Z12) Gießen. Kunsl-Nnchricht. 6Z0 oder: Gießen. 50) Gießen. 32) /ortbrldnngsklahe für confirmirte Mädchen für den redlichen Finder einer schwarzen Sammet-Tasche mit weißem Bügel und Kette, welche man an die Redaet. d. BlitS. abzugeben bittet. 60) Gießen. Ein braves Mädchen, welches Kochen und alle häuslichen Geschäfte zu verrichten versteht, wird in eine auswärtige Stadt in Dienst gesucht. Ausgeber d. BlttS. sagt wo. Häufigen Anfragen diene die Erklärung des Unterzeichneten, daß in der Fortbil- Künftigen Freitag den 16. Januar wird die rühmlichst bekannte Hofopernsängerin Frau Pirsck>er, unter Mitwirkung deS Hofroneertmeisters A. Müller und des Hofsängers Pasgue von Darmstadt, ein großes Vocal und Jnstrumen- lal Concert im Saale der Club-Gesell- 2Z1) Gießen. Ich ertheile Clavier- unterricht. M. Amend. ~ t des unterzetwnelen, vay IN oer Mvrroir- 2 Preuß. Thlr. Belohnung dungsklasse der hiesige» höheren " • -- Mädchenschule auch Unterricht in der englischen Sprache eriheilt wird, und daß dieser Unterrichtsgegenstand schon längst in dem Lehiplan voigesehen war. Anmeldungen zur Aufnahme bittet derselbe möglichst bald bei ihm machen zu wollen. D. Balser, Freiprediger. Gießen Einladung zur S u b s c r i p t i o n auf ein Merkchen, betitelt: Die innere Deschajsenheit des Fortepiano's in allen Formen. Für Clavierfpieler und Instrumentenmacher. Mit 46 lithographirten speciellen Zeich- schaft veranstalten. olH ..... , T ^..., ( Wenn schon für diejenigen, welche die nungen. Bearbeitet von Heinrich Weicker, Instrumentenmacher. sWallthorstraße, genannten Künstler beieits zu hören Ge- Lit. A. Nr. 111.) legenheit hatten, eine weitere Empfehlung _überflüssig fein möchte, so glauben wir doch daö hiesige kunstsinnige Publikum noch ganz besonders auf den uns dargebotenen Kunstgenuß aufmerksam machen zu müssen, da sich das in Umlauf gesetzte Programm ebenso durch seine Reichhaltigkeit und Mannich- faltigkeit, wie durch die gute Wasl der Musikstücke auSzeichnet. Insbesondere wollten wir noch auf die ungemeine Virtuosität des Henn HofcoiirertmeisterS Müller aufmerksam machen, der seinem riesigen Instrumente, dem Contrabasse, die zartesten Töne zu entlocken versteht, und der sich durch seine Leistungen einen wahrhaft europäischen Ruf erworben hat. Wir glauben hiernach einen recht genußreichen Abend erwarten zu dürfen. M ehrere Kunstfreunde. bei L. Schneider im Schwanen. 19 AusZttleihen. | Kirchliche Anzeigen j3o^nncttc' 9eb0ren tcn S5) @^e & en. 900 fl[. liegen gegen rvangeltschen Gemeinde zu Gießen/ Den s. Ja /uar^ Anna Elisabethe Schmidt, .genügende Lichcrheit zum Uusleihen bereit. Gottesdienst des Bürgers und Gärtners, Heinrich Schmivt, Näheres in der Erped. d. Bltls. 2im t1, Januar. Morgens: Pfarrer Bonbard.' Ehefrau, geborne Hinkel, alt 50 I. 7 M. 5 T. .. .... . ,-------—----- uTiT-Tfu/,1?®"*.SS» 3.e«™ «dl. Fnichbackcr zu Glcßcn. | “”ULJÜ“”.S, J'U f i SÄSSttt “i,6‘3’ Sonntag den 11. Januar. August Noll Getaufte. ... :(m St-rn — Christian Okel in der Neustadt. — Den 5. Januar. Dem Bürger und Maler, -^te . HGdrge>cyaste tn der nächsten Christian Wallenfels in der Wallthorstraße. Wilhelm Balthasar Petrp, eine Tochter, Allwine Woche besorgt Pfarrer Bonhard. Angekommene und abgereiste Fremden vom 6. bis 8. Januar 1852. I n den Ga st Häusern. Im Einhorn: Fr. Hofr. Westernacher v. Büdingen; Hr. Liestberg, Part. v. Straßburg; Hr. Hoffmann, Oberland. Stallmstr. u Hr Wüst, Med -R. v. Darmstadt; Hr. Daniel Affess. v Erfurt; Hr. Krip, Ober« fonrir v. Rastatt; Hr. Wecke, »r. jur. v. Kreuznach; Mad. Düringer v. Magdeburg; Hr. Schmidt, Offiz v Trier; Hr. v Rofing, Rent. v. Paris: Hr. Weiermann, Part. v. Dresden; Hr Fronton, Propr. v. Paris; Hrn. Kfl. Beckmann v. Frankfurt, Reinbardt v. Erfurt, Bömper v. Frankfurt. Hammer v. Schweinfurt, Krannich v. Coblenz, Stein, Nassauer u. Böhme v. Frankfurt, Kleefeld v. Darmstadt, Pohle v. Cöln, Glarrenbach v. Ronnsdorf, Baumgarten v. Crefeld, Jahn v. Crotlorf, Wept v. Frankfurt u. Metzger v. Mainz. Im Mappen: Hrn Fabr. Hoos v Storndorf u. Högger v. Dur- lach; Hrn. Part. Bechtold v Berlin u. Kasper v. Gotha; Hr. Wilhelmi, Stud. v. Weilburg; Hr. Fuchs, Cand. thcol v. Cannstadt; Frhr v. Bismark-Schönhausen v. Berlin; Hr. Hahlo, Bang. v. Cassel: Hr Elisen, Dr. med. u. Hr. Dr. Lotmar, Arzt v. Frankfurt; Hr. Brunschweiler, Psrdhndlr. v. St. Gallen-, Hr. Cabeta Luigi, Part, aus Italien; Hr. Stauk, Minist.-Negistr. v. Cassel; Hr. Hauptmann, Part v. Rada; Hrn. Kst. Graßmann u. Bußmann v. Frankfurt; Malinesin v. Iserlohn, Steindorf v. Ilbenstadt, Worms v. Frankfurt, Bergdöf. r v. Salzburg, Her- zinger v. Mannheim, Scheppler v. Ems, Drens u. Buffe v. Hamburg, Bodecht.l v. Biedenkopf, Frank u. Wallach v. Cassel, Isaak v. Offenbach, Schupp v. Barmen u Alexander v. Frankfurt. Im Prinz Earl: Hr. Fritzmann, Posthltr. v. Zweibrücken; Hr. Maas, Gastw. v. Mainz; Hr. Rullmann, Lehr. v. Frankfurt; Hr. Bertling, Fabr. v. Hanau; Hr. Pfrätschner, Rent. v. München; 4>r. Espen- scheid, Priv. v. Frankfurt; Hr. Handel, Gutsbes. v. Cassel; Hr. Wagner, Zollaufs. v. Mainz; Hr. Holzmann, Bauunternehm, v. Sprendlingen; Hr. Hänlein, Direet. v. Würzburg; Hr. Birkmann, Adv v. Leipzig; Hr. Großkinskp, Mühlenbes. v. Mainz; Hrn. Oec. Bischoff v. Alsfeld u. Walther v. Augsburg; Frl. Lichtenstein v. Bardfeld; Hrn. Kst. Mähler v. Bingen, Günther v. Carlsruhe, Ziegler v. Friedberg, Schindler v. Offenbach u. Busch v Neustadt. Im Darmstädler Haus: Hrn. Oec. Kapp v. Amöneburg, Reitz v. Bleidenroth u Beck v. Homberg; Hr Zimmer, Bäcker v. Villingen: Hrn. Hndlsl Baumann v. Sterndorf, Dietbert v. Alsfeld u Engel v. Ebersgöns; Hr Kuhl, Fuhrm. v. Homberg; Hrn. Gschftsl. Ridgen v. Alsfeld, Eibcr v. Mainz, Landauer v. Homberg, Hild v. Offenbach, Dillinger v. Villingen, Zimmer v. Miltenberg, Ripp v. Butzbach, Winter v. D nns- hausen, Weigand v. Gladenbach, Hebel u. Meß v. Heimertshausen, Hausenmüller v. Salvator u. Fischer v. Ansbach; Hr. Engel, Cbir. v. Deidesheim; Hr. Mendel Maschinenbauer v. Würzburg; Hrn. Kst. Schwarz u. Schildwächter v. Homberg. Im Stern: Hr. Burckhardt, Buchdr. v. Planich; Hr. Hndlsl. Vogel v. Sent, Pfalz u. Schneider v. Wora; Jungf. Steeg v. Frankfurt; Hrn. Gschftsl. Weis u. Bast v. Baden, Schmitt v. Steinbach u. Hammer v. Fulda; Hr. Link m. Geh., Musik, v. Fulda; Hr. Franz, Priv. v Ockersdorf; Hr Rövel Fuhrm. v. Münchhof. In den Privatbäusern. Bei Fr. Hof.-R. Wehn: Hr. Casparp, Priv. v. Darmstadt. — Bei Hrn. Sal. Heichelheim: Hr. Goldschmidt, Bang. v. Ehrenbrcitenstein. Mannichfa Die Oetreidethcirerung und der Getreidehandel. * (Schluß.) Auf gewissen Plätzen concentrirt sich in der Regel der Handel; die ganze Zufuhr geht auf den Hauptmarktplatz, und von diesem aus vertheilen sich dann die großen Vorräthe in kleinern Partieen durch die Umgegend. Auf dem Hauptmarkt finden sich die großen Getreidehändler ein; stehen die Preise niedrig, so kaufen sie Getreide, um es nach andern Marktplätzen zu schaffen, wo höhere Preise sind; sfthen die Preise hoch, so führen sie von anderen Märkten, welche niedrigere Preise haben, Getreide zu. Beides gebietet ihnen der eigne Vortheil. Wie die Preise an verschiedenen Marktplätzen gleichzeitig stehen, erfahren sie «Heils durch die Getreidebörsen, welche eben dazu eingerichtet sind, daß durch zuverlässige vereidete Männer die wahren Durchschnittspreise jeden Markttages ermittelt und bekannt gemacht werden, theils durch Privatverbindungen, die sie an Orten anknüpfen, wo keine Getreidebörse eingerichtet ist. Posten und Eisenbahnen verschaffen ihnen die Nachrichten mit der größten Schnelligkeit, und der ganze Verkehr erstreckt sich nicht etwa blos auf einzelne Provinzen, sondern umschließt ganze Länder. Dies beweist der Umstand, daß bei Theuerung fast durch ganz Europa die Getreidepreise verhältnißmäßig auf gleicher Höhe stehen. Nun fragt es sich: Ist es möglich, daß die Getreidehändler den ltigkeiten. Preis in einem Lande willkürlich hinaufschrauben oder herabdrücken können? Dies ist völlig unmöglich, und zwar deshalb, weil der Bedarf in seiner Totalsumme ein so ungeheuerer ist, daß Dasjenige, was der Einzelne, und" wäre er noch so reich, liefern over aufkaufen kann, immer nur ein kleines Theilchen bleibt, und weil ferner der größte Theil des Bedarfs unmittelbar von den Produzenten an die Consumenten abgesetzt wird, mithin dem Handel, dein nur die Ausgleichung des Zuviel oder Zuwenig bleibt, nur geringer Einfluß gelassen ist. Gesetzt auch, daß sich einige größere Händler vereinigten, um in einer Gegend die Preise hinaufzutreiben, so würde, sobald der Preis höher stiege, als in anderen Gegenden, dies schnell bekannt werden, und theils Produzenten selbst, namentlich die größeren Grundbesitzer, theils andere Händler würden sofort billigeres Getreide an denselben Platz schaffen, weil sie daran etwas verdienen könnten. Zugleich aber würden sie durch die nun entstehende Con- currenz und durch den von ihnen selbst zugeführten Vorrath gezwungen, so weit mit den Preisen herabzugehen, daß ihnen nach Deckung der Kosten nur ein sehr geringer Gewinn übrig bliebe. So dient der Handel dazu, jede Preiserhöhung, die nicht natürlich ist, auszugleichen. Und wenn Einzelne eine Million Malter aufkauften, was ist diese für Privatkräfte ungeheuere Masse im Vergleich zu dem Gesammtbedarf eines ganzen großen Landes? Kaum so viel, als in einer halben Woche verbraucht wird. Und wenn .auch Einige in einer einzelnen Gegend sich vereinigt hätten, um 20 durch solche Einkäufe die Preise zu steigern, so würde Andere wieder der Eigennutz treiben, Vorräthe herbeizuschaffen, um sie mit etwas geringerem Vortheil zu verkaufe». Daß alle Händler in ganz Deutschland oder Europa einmal unter Einen Hut gebracht werden könnte», ist völlig uttdenkbar. Deshalb ist auch den Getreidehändlern der Gewinn, de» ihnen ihr Handel bringt, so gut wie jedeni anderen Kaufmann der seinige zu gönne»; daß er nicht zu groß werde, dafür sorgt ihre eigene Eoncurrenz und die außerordentliche Erleichterung der Zufuhr. Aus Vorstehendenr geht zur Genüge hervor, daß die Behauptung der großen Masse, als läge den hohen Kornpreisen Kornwucher zu Grunde, ein bloßer Wahn sei, der aber uni so verderblicher ist, als daraus leicht, wie die Erfahrung gelehrt hat, Unzufriedenheit und Ercesse hervorgehen könne». Ungerechter noch ist das Vor- urtheil gegen die Grundbesitzer, welches ihnen zum Vorwurf macht, daß sie bei Getreidetheuerung Vorräihe aufbewahren. Einmal sind solche Vorräthe gar nicht vorhanden, wenigstens nicht in solcher Menge, als man im Publikuin zu glauben scheint, oder vielmehr, als Manche das Publikum glauben machen wollen; dann ist aber auch zu beachten, daß die Vorräthe, welche hier und da noch aufgespeichert sein mögen, im Vergleich zum Bedarf eines ganzen Landes so wenig austragen, daß ihr sofortiger Verkauf die Lage ber Bevölkerung nur verschlimmern würde, deiiir sie würden zwar vielleicht augenblickliches Fallen der Preise zur Folge haben; da aber bei Getreidetheuerung die Preise in den Nachbarländern so ziemlich auf gleicher Höhe stehen, so würden die Händler und die Bewohner jener Gegenden, durch die gesunkenen Preise herbeigelockt, sofort das zum Verkauf gebrachte Getreide aufkanfen und ausführen, so daß man nach einigen Tagen nicht nur wieder höhere Preise hätte, sondern auch, was die Hauptsache ist, für den Nothfall von allen Vorräthe» entblößt wäre und man den nöthigen Bedarf an Getreide nun um einen desto höheren Preis wieder auS dem Auslande holen müßte. Ein Zurückhalten mäßiger Getreidevorräthe von Seiten der größeren Produzenten kann daher für die Consumciilen nur von Vortheil sei», wenn dadurch auch eine Steigerung der Preise herbeigeführt wird; diese Steigerung hat man als eine Wohl- that zu betrachten, denn ohne sie würde man sorglos die vorhandenen Vorräthe aufzehre» und nicht daran denken, Zuschuß aus fruchtreichen Ländern des Auslandes sich zu verschaffen. Eine Preissteigerung veranlaßt von auswärts eine um so stärkere Einfuhr, und zwar zu einer Zeit, wo die Preise noch nirgends zu einer außerordentlichen Höhe gestiegen sind. Frucht- und Viktnaiienpreise. Viktunlien preise Fleifchtaxe. Vrvdtaxe Bemerkungen. fr. Vf ff Pf. fr. fr. pf. kr.ipf. per Pfund fr. pf. fr. Pf. 2 13 11 L. Für 4 1 4 fr. Vf. Vf. Vf. fr. fr. fr. Vf. Marktpreise. 1 1 6 13 3 2 5 3 1 6 16 17 8 4 1 fr. Wasserwerk . . 1 fr. Milchbrod . . Die Zugaben zum Fleisch dürfen nur in solchem von derselben Gattung bestehen , und zwar aus 10 Pfund nicht mehr als anderthalb Pfund 2C. nach Proportion, welches auf 1 Pfd. nicht völlig 5 Loth ausmacht. Kopfe, Füße, Geraub, wie auch die ganz blutigen und nicht genießbaren Stücke vom Hals sind von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. 7 14 5 4 $ ! gemischtes Brod aus ? \ ordinäres Brod aus 4 I Q 3 2 i 3 Gerste- und (. 6 \ 1 Kornmehl i D 13 zjWaizen-undl^ s z Korumehl j Maas Milch . . . Pfund Butter . . . auch . . Handfäse .... Eier...... Pfund Waizenmehl . geschw. Vorschuß 15 8? Ochseufleisch . . 11 — 11 — 111 — 11 Kuhfleisch . . . 8 2 8 — 8 — 7 Rindfleisch . . . 8 ■--------- 7 2 7 2 6 2 Kalbfleisch . . . 6 — 6 — 5 — 6 — Schweinefleisch. . 11 — 11 — »i — 10 — Hammelfleisch . . 8 — 7 — 8 — 7 — Schaafffeisch . . Leberwurst . . . 12 — 10 — 11 2 12 — gemischte Wurst . 8 — — — — — — — Bratwurst . . . 16 — 12 13 — 14 — Schwartemagen 16 — 14 — 14 — 14 — Blutwurst . . . 14 — 12 — — — — — geräucherter Speck 20 — 20 — — — 20 — Schinken . . . 16 — 15 — — — 14 — Dörrfleisch . . . 13 — 15 — — — 14 — Riudsfett . . . 20 — 16 — — — 18 1 — Hammelsfett . . 20 — 16 — — — 16 Schweineschmalz, ausgelassenes 20 — — — — 20 | —7- dgl. unausgelassenes 17 — 16 — — — 18 • ----------- Fruchtpreise. Laubach. Fruchtgattung. t r. e a ff. | fr. ! Vf. Druck und Verlag der G. D. Brühl'scyen Buch- und Sleindruckerei. Grünberg den 20. Decbr. Friedberg den 31. Decbr. Gießen den 8. Jan. Lich den 5. Jan. Mainz | den 12. Decbr. Pfd.! ff. I fr. I Pfd. s ff. 1 fr. Wetzlar den 3. Jan. Scheffel. fr. IPfd.l ff. I fr. ,Pfd.l ff. 1 fr. Waizen..... 200 11 10 200 11 _ 200 11 45 _ _ 11 10 200 11 38 4 40 —* Korn..... 200 9 35 190 9 25 190 10 _ — _ _ _ 9 50 200 9 14 3 53 — Gerste ..... 170 7 20 170 6 40 170 7 _ _ _ __ — 7 39 200 22 2 48 —■ Hafer..... — 3 15 — 3 — 120 3 20 _ _ _ — — —1 200 4 10 1 27 2 — Linsen..... — — —