18S2 Mittwoch den 6. October v. Dalwigk. v. Lehmann- die Verhütung des Mißbrauchs der Volksversammlungen betreffend. uDWIG HI. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei nndei/uns veranlaßt, die in Unserer Verordnung vom 17. September 1849, die Verhütung des Mißbrauchs der MamXÄtteffcnJ fm 3ntereffc der öffentlichen Ordnung erlassenen Bestimmungen bis auf anderwe.te Verfügung in » SSÄTSjSafW auf den Grund des Art. 73 der Verfaffungsurkunde verordnet und verordnen hiermit, wie lolat ' Einziger Artikel. Die Verordnung vom 17. September 1849, die Verhütung des Mißbrauchs der Volksversammlungen betreffend, bleibt b,s auf weitere Verfügung in Kraft. , , v ... , Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und des beigedruckten Staatsstegels. Darmstadt den 4. September 1852. (L. s.) LUDWIG. Beka nrrtmachung, den Geschäftsgang bei den Ministerien betreffend. Seine Könialicke Hoheit der Großherzoq haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 2. d. M. zu bestimmen geruht, daß der nach früherer Allerhöchster Bestimmung vom 6. September 1850 den Vorsitz^imMammEinistenum führende ;e^^ sterialvorstand des Ministeriums des Hauses und des Aeußern ttt jener Eigenschaft den Titel. „prafivent des gejammt- Ministeriums" zu führen habe. Diese Allerhöchste Entschließung wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Darmstadt, den 9. September 1852. , , Großherzoglich Hessisches Staatsmimstermm. v. Dalwigk. Inhalt des Gr. Hess. Regierungsblatts vom 9. September 1852, Nr. 46. t) Verordnung, die Verhütung des Mißbrauchs der Volksversammlungen betr.; - 2) Summarische Uebersicht der Rechnung der Großh. Landeswaisenanstalt zu Darmstadt für 1851; — 3) Dienstnachrichten. Vom 17. September 1852, Nr. 47. ÄÄPÄr.a'Ä?*»" «'»•"= - -> - 5) Dienstnachrichten; — 6) Charakterertheilungen; — 7) Versetzungen in den Ruhestand, 8) Vom 25. September 1852, Nr. 48. n ffbkt die S?ottfcfcuna des außerordentlichen Landtags betr.; — 2) Verordnung, die politischen Vereine betr.; — 3) Bekanntmachung, die Uniformirung der Civilbeamten betr.; — 4) Bekanntmachung, den Mißbrauch des Felddienstzeichens zur Bettelei betr.;— ) imstnachrich en, 6) Charakterertheilungen; — 7) Concurrenzeröffnungen; — 8) Sterbfälle. Anzeigeblatt der M SO__________ $S5 SÄS» SSX .'.U - Anzeigen aus verschiedenen Schriften die gespaltene iLorpuszeiie o rr. _ 502 G d i e t - die Fortsetzung des außerordentlichen Landtags betreffend. uD WI G UJ. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein re. re. Nachdem Wir beschlossen haben, daß die durch Unsere Verfügung vom 30. Juni l. I. vertagten Verhandlungen des außerordentlichen Landtags mit dem 29. September laufenden Jahres wieder beginnen sollen, so verkünden Wir solches hierdurch öffentlich und gesinnen an Unsere getreuen Stände, daß Sie sich an dem festgesetzten Tage zur Ausübung Ihrer verfassungsmäßigen Rechte und zur Erledigung dessen, was dringend ist, wieder in Unserer Residenz vereinigen mögen. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und des beigedrücktcn Staatsstegels. Darmstadt am 25. September 1852, (L. S.) LUDWIG. _______________________________________________________________________________________v. Dalwigk. V, e V o r d rr rr m g, die politischen Vereine betreffend. LUDWIG in. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein re. re. Da die Gründe, aus welchen die Verordnung vom 2. October 1850, die politischen Vereine betreffend, beruht, noch immer sortbestehen, so haben Wir auf den Grund des Artikels 73 der Verfassungsurkunde verordnet und verordnen, wie folgt : Einziger Artikel. Die Verordnung vom 2. Oktober 1850, die politischen Vereine betreffend, bleibt bis auf weitere Verfügung in Kraft Urkundlich Unserer eigenhändigen llnterschrift und des bcigedrückten Staatssiegels. Darmstadt den 17. September 1852. ( I- s.) LUDWIG. In Verhinderung des Ministcrial - Präsidenten : __________ _____________________________________________________v. Bechtold. Bek nrrtm erchurrg - den Mißbrauch des Felddienstzeichcns zur Bettelei betreffend. Da fortwährend die bedauerliche Wahrnehmung zu machen ist, daß vormalige Soldaten, welche das Großherzogliche Felddienst- zeichen tragen, sich theilweise nicht entblöden, dieses Ehrenzeichen zu benutzen, um mittelst desselben die Mildthätigkcit des militärischen und nicht militärischen Publicums um so wirksamer in Anspruch zu nehmen, so wird auf Allerhöchsten Befehl Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs hiermit öffentlich bekannt gemacht, daß vormalige Soldaten, welche von jetzt an das Fclddienstzeichen auf so unwürdige Weise mißbrauchen sollten, die Entziehung dieses Ehrenzeichens und, im Falle sie eine Feldzugsunterstützung beziehen, auch den Verlust dieser Unterstützung zu gewärtigen haben. Darmstadt den 17. September 1852. Groscherzoglich Hessisches Kriegsministerium. Frhr. v. Schäfker-Bernstein. v. Carlsen. C r n e n n u n g e il Daniel Ebel als Bürgermeister der Stadt Gießen; Philipp Fillmann daselbst als Ir. Beigeordneter; Eonrad Weidig daselbst als 2r. Beigeordneter; seitheriger Bürgermeister Johannes Mengel als Bürgermeister für die Gemeinde Hattenrod; Conrad Petry, Schultheiß Sohn daselbst als Beigeordneter; seitheriger Bürgermeister Johannes Alles II. als Bürgermeister für die Gemeinde Oberhörgern; Philipp Görlach daselbst als Beigeordneter. Polizeiliche Bekanntmachung. Das Ginhalteu der Tauben zur Saatzeit betreffend. Wegen eingetretener Saatzeit werden diejenigen hiesigen Einwohner, welche Tauben halten, unter Bezugnahme auf den 8. 79 deö Feldstrafgesetzes vom 21. September 1841 hierdurch aufgefordert, solche von Donnerstag den 7. l. M. bis Montag den 1. nächsten Monats, bei Vermeidung der gesetzlichen Strafe von 1 fl., in den Schlägen einzuhalten. Gtesten den 5. October 1852. Der Vicar Großh. Polizei-Commiffärs: Barth. 503 1863) Der Gr. Bürgermeister Hch. Ferber. Gerichtliche und ^privat - Bekanntmachungen. Besondere Bekanntmachungen. abgehaltcn werden. Gießen den 10. September 1852. Gießen. Michaeli-Markt der Stadt Gießen. Der diesjährige Michaeli-Markt wird so, wie er im Landkalender angegeben, nämlich Dienstag den 12. und Mittwoch den 13. Octvber 1976) Gieße». Ter Pfandschein Nr. 1825 ist angeblich verloren worden. Da nun das Pfand wieder eingelöi'l werden soll, so werden Diejenigen, welche etwa Ansprüche an jenen Schein bilden könnten, aufgefordert, solche innerhalb 14 Tagen dahier anzuzeigen, als sonst das Pfand ohne alles Weitere verabfolgt werden wird. Gießen den 4. October 1852. Die Pfandhausverwaltung Bieler. Pfeil. 1993) Gießen. Es ist von dem Stadtvorstandc angeordnet worden, daß von nun an weder am Wochenmarkt noch an de» übrigen Wochentagen irgend eine Standgelds-Abgabe von Gemüse, Obst, Besen, irdenem Geschirr re. durch den Marktmeister erhoben werden darf, welches ich im Interesse des Publikums hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringe. Gießen den 1. Oetober 1852. Der Bürgermeister Hch. Ferber. Edictalladung. 1822) Grün berg. Großh. Hof- gericht zu Gießen hat über das Bermögen des Philipp Deich ert von Waikartshain den Eoncurs erkannt. Es werden deshalb alle Diejenigen, welche Ansprüche irgend einer Art an die Eoncursmasse bilden wollen, hierdurch aufgefordert, solche in dem auf Montag den 8. November 1. I., Vormittags 9 Uhr, festgesetzten Liquidationstermine dahier anzuzeigen, widrigenfalls Ausschluß von der Masse stillschweigend eintiitt. Wer nicht in Selbstperson erscheint, hat feinen Vertreter zugleich auch zu Eingehung etwaigen Vergleiches zu bevollmächtigt» ober zu erwarten , daß er als den Beschlüssen der Mehrzahl der Liquidanten beitretend erachtet werden wird. Grünberg den 2. September 1852. Gr. Hess. Landgericht daselbst Welcher. Versteigerungen. 1992) Gießen. Immobilien - Versteigerung. Donnerstag den 18. November d. I. Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiestgem'Ralhhause die dem Emil Welker dahier gehörige vor dem Walllhor gelegene Hofraiihe bestehend auö: Wohnhaus, Hofraum und Garten öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 5. October 1852. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 1990) Gießen. Versteigerung einer Hofraiihe. Montag den 1. November d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Rathhause die zum Nachlaß des Balth. Herbert dahier gehörige, in der Neustadt gelegene, Hofraiihe nebst Scheuer und Stall in der Mühlgasse öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 4. October 1852. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 1983) Gießen. Künftigen Freitag den 8. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Büreau des Unterzeichneten nachstehende zur Herstellung eines Trottoirs auf der SBiefccfbrticfe dahier und zur Errichtung eines Ueberfahrtsbrückcheus in Kleinlinden erforderlichen Arbeiten an den Wenigstnehmenden durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden : 1) Maurerarbeit, Verein« ■ schlagt zu . ... 36 st. 3 kr. 2) Zimmerarbeit, veranschlagt zu .... 17 „ 44 „ 3) Pflasterarbeit, veranschlagt zu . . . . 31 „ 5 w Voranschläge und VersteigernngSbebin- gungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einsicht offen. Gießen den 2. October 1852. Der Gr. Kreisbaumeister des Baubezirks Gießen Holzapfel. 1991) Gießen. Versteigerung von Gebäulichkeiten. Die dem Earl Magnus dahier gehörigen Gebäulichkeiten, bestehend in : Hofraiihe, Vorderhaus, Hinterhaus, Stall und Hofraum in der Wallthor- straße neben Hartmann Möhl, und Brauhaus, Trockenhaus, Stall und Grab- garten in der Braugasse, sollen Dienstag den 2. November d. I., Nachmittags 2 Uhr, auf hiesigem Rathhause öffentlich meistbietend versteigert werde». Gießen den 5. October 1852. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 198/1) Gieße». Die zur Eoncurs- masse des Kaufmanns I. E. Seipp von hier gehörige Hofraiihe in hiesiger Stadt: 89/186 J/.„ 97 lüKlftr. Hofraiihe in der Wallthorstraße, gibt 4% fr. Tilgungsrente, soll, da bei der vorigen Versteigerung derselben ein Versehen untergelaufen ist, Montag den 18. October d. I., Nachmittags 2 Uhr, auf Gr. Bürgermeisterei dahier nochmals und zwar zum Letztenmal, unter den im Termin bekannt zu machenden Bedingungen, öffentlich versteigert werden. Gieße» den 28. September 1852. Gr. Hess. Stadtgericht das. Muhl. Dr. v. Krug. 1906) Gießen. Versteigerung einer Hvfraithe. Auf Verfügung Gr. Heff. Stadtgerichts dahier soll Donnerstag den 4. November b I., Nachmittags 2 Uhr, auf hiesigem Rathhause bie dem Friedrich Zinßer gehörige in der Kaplansgasse gelegene Hosraithe öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 22. September 1852. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 504 Vermischte Nachrichten 1505) 1969) Gießen. In Lit. A. Nr. 12 auf dem Kirchenplatz ist eine Familienwoh- nung mit oder ohne Möbel zu vermiethen und alsbald beziehbar. Christian Vogt in der Traube. 1987) Gießen. In dem Hinterhause des Professors v. Liebig am Selters1978) Gießen. Bei nunmehr eingetretenem Herbst verfehle ich nicht, mich dem verehrten Publicum sowohl mit einem Assortiment Tafel- und Weinobst in Zwerg- und Hochstämmen, als auch mit sonstigen Ziersträuchern, Bäumen, hochstämmigen veredelten Rosen, edelen Sorten Reben, großen englischen Stachel- und Johannisbeeren in den vorzüglichsten und neuesten Sorten, sowie mit den neuesten und edelsten Sorten Erdbeeren und überhaupt allen in dieses Fach einschlagenden Artikeln auf das Angelegentlichste zu empfehlen. Indem ich dabei reelle Behandlung zustchere, hoffe ich, mit recht zahlreichen Aufträgen beehrt zu werden. I- Schaum, Handelsgärtner vor dem Seltersthor. Zu vermiethen. 1949) Gießen. Eine vollständige Familienwohnung ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei Ricker. Gießen. Concessionirte Hauptagentur zur Beförderung von Auswanderern nach Nord-Amerika berg ist eine Wohnung, bestehend in drei Zimmern, einem Cabinet, Küche, Keller, Holzplatz und Mägdekammer, zu vermiethen. 1994) Gießen. Bei Gärtner Schaum vor dem Seltersthor sind einige möblirte Zimmer zu vermiethen und sogleich zu beziehen. - F e i l g e b o t e n. 1963) Gießen. Stearinlichter, 4r., 5r. und 6r., zu den Fabrikpreisen in sehr schöner Qualität, bei I. G. Appel. 1935) In einer Stadt an der Lahn ist eine Färberei nebst Wohnhaus aus freier Hand zu verkaufen. Das Wohnhaus liegt in einer der Hauptstraßen, und die Färberei-Gerälhschaften sind fast neu. Da der Eigenthümer das Haus blos wegen verziehungshalber verkaufen will und die Färberei gegenwärtig im Schwung ist, kann dem Ankäufer desselben eine gute Eristenz gesichert werden. Hierauf Reflectirende können das Nähere in der Erped. d. BlttS. erfahren. 1983) Gießen. Stets vorräthige Watten, sowie gute Süß- und Sauer- Aepfel sind zu verkaufen bei Fr. Krauskopf, wohnhaft bei Kappenmacher Köhler auf dem Kreuz. 1964) Gießen. Strickgarne, in sehr schöner Auswahl, empfiehlt billigst I. G. Appel. 3) „ Schlosserarbeit, veranschlagt zu . . 62 st. 48 ff auf dem Rathhause dabier an den Wenigst- fordernden versteigert werden. Gießen den 1. October 1852 Der Bürgermeister Hch. Ferber. 1954) Gießen. Donnerstag den 7. October d. I., Nachmittags 2 Uhr, werden in der Wohnung der verstorbenen Joh. Keil Wttw.: Möbel, Weißzeug, Bettwerk, Hausgeräthschaften aller Art, sowie mehrere Waagen nebst Gewicht, gegen gleich gaare Zahlung versteigert werden. 1975) Gießen. Montag den 11. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr und folgende Tage, sollen in der Wohnung des Hrn. Professor Di-, v. Liebig auf dem Seltersberge verschiedene Mobilien, als: Canapee's, Commoden, Bettstellen, Stühle, Schreib- und andere Tische, Repositorien, Kücbengeräthschaften rc., gegen baare Zahlung meistbietend versteigert werden. Gießen am 5. October 1852. 19S6) fiepen. Amerikanische Gummi -Patent - Aeberschuhe, nach neuester Erfindung vulkanistrt, zu billigen Preisen bei Hering, Schuhmacher, Wallthorstraße. 1980) Gießen. Montag den 11. October d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll in hiesigem BürgerhoSpital die Lieferung der Maaren, welche zu den Kleidern der armen Kinder erforderlich sind, an die Wenigstnehmenden versteigert werden; auch soll die Fertigung der Schuhe dutzendweise an einzelne hiesige Schuhmacher, welche in jenem Termine die billigsten Forderungen schriftlich und versiegelt einreichen, überlassen werden, wobei anzugeben, wie viel Paar Knabenschuhe oder wie viel Paar Mädchenschuhe man zu übernehmen gedenkt. Gießen am 4. October 1852. Der Rechner Lauer. - 1970) Gießey. ’ Versteigerung von Arbeiten bei der Stadt Gießen. Donnerstag den 7. October I. I., Morgens 9 Uhr, sollen die Arbeiten zur Veränderung des Canals in der Wallthorstraße, bestehend : 1) in Maurerarbeit, veranschlagt zu . . 64 st. 36 fr. 2) „ Zimmerarbeit, ver- anschlagt zu . • 10 n 37 „ mit freier Faprt von Gießen bis Bremen, freiem Nachtquartier m Hameln, und während des Aufenthalts in Bremen mit 2 Ctr. Freigewicht für eine erwachsene Person und 1 Ctr. für Kinder von 1 bis 10 Jahren. Die Reise nach Bremen wird beguem in 2 Tagen bewerkstelligt und erfolgt Uebernahme unter den billigsten Bedingungen. __ (Hierzu eine Beilage). Beilage zu JE 80 des Anzeigeblattes. Vermischte N a ch r i ch t e n- 1981) Gießen. Die Goldberger'schen Ketten bewähren sich nunmehr seit einer Reihe von Jahren als em vorzügliches Mittel in verschiedenen nervösen, rheumatischen und gichtischen Krankheiten: als: Gesichts-, HalS- und Zahnschmerzen, Kopf-, Hand-, Knie- und Fußgicht, Ohrenstecheu, Sausen in den Ohren, ^Vrust-, Rücken- und Lendenweh, Gliederreißen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit rc. und haben demzufolge die mannigfachsten und ehrenvollsten Auszeichnungen erlangt. So wurden sie patronifizirt von Sr. Majestät dem Kaiser von Oesterreich und Sr. Majestät dem Könige von Belgien, conccssionirt von den Köuigl. Ministerien der Mcdicinal-Angelegenheiten in Preußen und Bayern, geprüft und empfohlen von der Mediciuischen Fakultät zu Wien, von den Sanitätsbehörden der meisten Länder Europa's und von vielen Hundert geachteten Aerzten und Physikern, während andererseits die zuverlässige Wirksamkeit der Goldberger'schen Kelten von vielen Tausend hochachtbaren Personen aus allen Ständen und allen Himmelsstrichen constatirt ist durch rühmliche Zeugnisse und Danksagungen, die in besonders gedruckten Brochnr en zusammengestcllt, im Depot bei Herrn Carl Frech in Gießen unentgeltlich ausgegcben werden. Ebenso werden daselbst Prospeete derjenigen Goldberger'schen Apparate verabreicht, die dazu bestimmt sind, die Electricität in größeren Kraftäußeruugen auf den menschlichen Körper einwirken zu lassen. Durch diese Apparate in Ketten-, Band- und Kästchen-Form, kann inan all' die mannigfaltigen physikalischen, chemischen und physiologischen Erperimente und daher auch alle medici nischen Effecte einer voltaischeu Säule hervorbringen, wovon sich Jedermann durch den untrüglichen Beweis der eigenen Sinne in seh- und fühlbaren Einwirkungen überzeugen kann. 1995) Gießen. Sonntag den 10. October Erste Unterhaltung des Liebhaber - Theaters. Zur Aufführung kommt: „Der lange Israel" oder „Das bemooste Haupt." Saal - Eröffnung: Abmdö 6y2 Uhr. Anfang präcis 7 Uhr. Der Vorstand des Fiebhabrr-Theaters. 1989) Gießen. Der Unterricht in meiner Anstalt nimmt Montag den 11. October, Morgens 8 Uhr seinen Anfang. Im Elementarunterricht beginnt ein neuer Cur- sus. Von Freitag den 8. d. Mts. an bin ick täglich bereit, über die Einrichtung der Anstalt Auskunft zu ertheilen. Dr. Steinmetz. 1979) Gießen. Ein gebildetes junges Mädchen aus guter Familie wünscht eine Stelle in einem Laden oder in einer anständigen Familie, und cö wird hierbei mehr auf gute Behandlung, als auf Gehalt gerechnet. Das Nähere ist bei Uhrmacher H. Schmidt in der Wallthorstraße zu erfahren. 1982) Gießen. Montag den 18. October beginnt wieder der Unterricht in meiner Lehranstalt. Etwaige Anmeldungen können bis dahin bei dem Unterzeichneten, sowie bei Herrn Lehrer E ursch mann, gemacht werden. C. Roth, cand. phil. 1977) Gießen. Ain vergangenen Sonntag zwischen 9 und 10 Uhr, Vormittags, wurde von dem Gail'schen Hanse über den Marktplatz durch die Schulstraße bis in die Ncuenbäuen ein Zweigulden- Schcin verloren. Der redliche Finder wird gebeten, denselben gegen eine Belohnung an die Erped. d. Bltts. abgeben zu wollen. A u s z u l e i h e n. 1988) Gießen. 350 ff Vor- mundschaftsgelder liegen zum Ausleihen bereit. Wo? sagt Ausg. d. Bltts. Angekommene und abgereiste Fremden vom 2. bis 5. October 1852. 3 ii den Gasthäusern. 5*1,1 trappen: Hrn. Studenten Pauly u. Feldbrüser v. London; Hrn. Pharm. Gurket v Wasuga u. Calmderg v. Lauterbach: Hr. Kislanskp, Friedensrichter u. Hr. Jwiretkowskp, Ingenieur v. Kedlen; Hr. Jschinskp, Fabrikant v. Basel; £>r. v. Haustein, Hauptmann v. Düsseldorf; Hr. Lar- wangel, Beamter v. Erfurt; Hr. Ackermann, Rentier v. Altona; Hr. Dres.cr, Fabrikant u. Hr. Weibann, Offizier v. Berlin; Hr. v. Watzbold nebst Frau u. Dieuerschaft v. Posen; Hr. Haas, Fabrikant v. Marburg; Hr. Weinkauff, Lehrer v. Creuznach; Hr. Mogk, Direktor v. Waldeck; Frau v Baumbach v. Dresden; Hr. Scheuermann, Gulsbes. v. Hungen; Hr. Kohlepp, Beamter v. Lanschu; Hr. Bär, Oeconom v. Frcienscen; Hr. Scheck, Candivat v. Reutlingen; Mad. Pomentin v. Lowith; Fräul. Agattit v. Zverdon; Hrn. Kaust. Gieblcr a. Westphalen, Böhm v. Bamberg, Riensch v. Bielefeld, Kuhlmann nebst Frau v. Wien, Dietz x>. Erfurt, Nahheim v. Creuznach, Haudet v. Paris, Hünfeld v. Frankfurt, Bassler v. Dublin, Lchiicider v. Lauterbach Rübsainen v. Würzburg, Stobst d. Hanau, Müller v. Mol u. Hoffner v. Breslau; Hr. Schmahl, Cand. d. Med. v. Sendlingen; Hrn. Gebr. Rothschild, Gewcrbschüler v. Böhl; Hr. Schulz, Inspektor v. d. Justushütte; Hr. Schubins, Privatin. ».London; Hr. Nerking. Schauspieler ».Wiesbaden; Hr. Bromeis,'Privat- uiann v. Marburg; Hr. Brodeckcr, Beamter v. Hannover; Hr. Vordat, Fabrikant v. Lamspringe; Hrn. Part. Talgmann v. Braunschweig u. v. Hohenstedt v. Wien. Im Einhorn: Hrn. Rentiers Zollivet v. Paris, Chaptal v. Straßburg u. Leighton v. London; Hr. v. Kempen, Kreis-Präffvent v. Marienburg; Hr. Keilburg, Beamter v. Halle; Hr. v. Vertzin, Stallmeister v. Goslar: Hrn. Gutsbes. v. d. Decken a. Mecklenburg u. Schenck». Frütsch; Hr. Storch, Bcrgverwaltcr v. Dorheim; Hr. Dr. med. Schmalz v. Este« nach; Se. Kaiser!. Hoh. Erzherzog Carl Ludwig von Oestreich; Se. Ercell. Hr. Graf v. Solms-Laubach. General v. Berlin; Hr. Baron v. Demidoff, Offizier v. Moskau; Hr. Grohmann, Beamter v. Riga; Hr. Ollenberg, Student v. Heidelberg; Se. Erl. Hr. Graf Sierstorpf, Hof-Jägerm. v. Braunschweig; Hr. Metzler, Bergwerksbes. v. Weilburg; Hr Löb, Pferd» Händler v. Homburg; Freihr. v. Sparre, Landrath »■ Charlottenburg; Hr. v. Beer, Kamnrcrherr v. Berlin; Mad. Wolff v. Paris; Hrn. Rentiers v. Lutteroih v. Dresden, Strohmann v. Paris u. v. Sternfels v. Prag; Hr. v. Behring, Beamter v. Danzig; Fräul. Müller v. Cöln; Hr. v. Hilfen, Offizier v. Potsdam; Hrn. Kaust. Geiple v. Schönbrunn; Hr. Grohmann v. Wien, Oppenheim v. Mainz Nassauer v. Frankfurt, Wolfhausen v. Offenbach, Klingenberg v. Carlshafen, Buchheim v. Stettin, Bollert v. Hannover, Wohlgemuth v. Frankfurt, Fullenberg v. Mainz, Bergmann v. Stuttgart, Strauß v. London, Stcinhauer v. Hamburg, Charrier v. Hannover, Jost, Eisen u. Bansa v. Frankfurt, Horn v. Elberfeld, Theiß v. Gladenbach, Bodemer u. Händel v. Frankfurt, Gimbpl v. Eßlingen, Kettelhoch v. Dülken, Oloß v. Berlin, Ballert v. Barmen, Weller v. Elberfeld u. Schmittcr v. Hamm; Hr. Schack, Gencrallieut. v. Cöln; Hr. Wedel, Rechnungssührer v. Trier; Hr. Firnhaber, Großhändler 506 v. Wien: Hr. Waleöworth, Edelmann ». Birmingham; Hr. Bitterfeld, Offizier v. Berlin; £>r. T-ielo, Auditeur v. Trier; Hr. Friberg, Präsident t>. Königsberg; Hrn. Rentiers Poluski v. Warschau u. Latrvwski v. Krakau. , „ Im Prinz Carl: Hr. v. Spath, Part. v. BreSlau; Hr. Sarre, Offizier v. Leipzig; Hrn. Rentiers Decke v. Cassel u. Wächter v. Tropes; Frau v. Battemar v. Berlin; Hr. Blanck, Weinhändler v. Mainz; Hrn. Oeconomen Thomas v. Holzheim u. Brann v. Rohrbach; Hr. Gürttcr, Fabrikant v. Darmstadt; Hr. Biskamp, Gutsbes. v. Wüstfeld; Hrn Stud. Ludwig u. Förster v. Bonn; Hr. Trautwein, Buchhändler v. Tübingen; Hr. März, Chirurg v. Zweibrücken; Hr. Kogelsang, Maler v. Hanau; Hrn. Gutsbes. Veanitschky u v. Lauaniskp v. Warschau; Hr. v. Biedermann, Regierungsrath v. Töplitz; Hr. Kunz, mann, Professor v. Berlin; Hr. Peter, L«hrer v. Magdeburg; Hr. Schmidt, Pbarm. v. Lehrbach; Hr. Wagner, Postbeamter v. Frankfurt; Hr. Lannes, Dr. med. v. Breslau; Hr. Demblin, Gutsbes. v. Altona; Hr. Friedrich, Buchhändler v. Göttingen; Hr. Spilta, Privaten. Brüssel; Hrn. Kaust. Pauli v. Cassel, Lum- benheimer v. Bingen, Eckert u. Schubmann v. Frankfurt, Struhr, Fischer u. Schulze v. Berlin, Rebel v. Speper, Flander v. Buchlor, Ehres v. Reichenbach, Hütter v. Calsruhe u. Cramer v. Würzburg. Im -armjlädtcr Haus: Hrn. Handelst. Wurm a. Tprol, Eschle v. Fortwangen, Roth v. Wetzlar, Klepper v. Dresden, Scheuermann v. Eisenach, Bornträger v. Fulda u. Walck v Altenburg; Hrn. GeschäM. Rühl v. Homberg, Wagner a. Schlesien, Weitz v. Wallau, Maus v. Zimmcrsrode, Krumm v. Mainz, S-.chcl u. Schlag v. Frankfurt, Erdmann, Steil u. Hofmann v. Lauterbach, Steinfurt v. Homberg, Weber v. Mainz, Müller v. Paderborn u. Adrian v. Eschwege. In den P r i v a t h ä n s e r n. Bei Frau Polizeiralh Rauch: Hr Wilhelmi, Gpmnasiast v. Weilburg. — Bei Hrn. v. Leich: Frau Professor Danker nebst Tochter v. Göttingen. — Bei Hrn. Kirchenrath Klingelhöfer: Hr. Hauptmann Klingrlhöf- fer nebst Familie v. Darmstadt. — Bei Hrn. Professor Dr. Schmidt: Hr. Professor Braun v. Berlin u. Fräul. Sonntag v. Carlsruhe. — Bei Hrn. Professor Dr. Zimmer: Hr. Löber: Gymnasiast v. Darmstadt. — Bei Hrn. L. Jost: Fräuleins Mathilde u. Thekla Zückler v. Lauba.b. — Bei Hrn. Zinngießcr Fuhr; Frau Kraus v. Homberg. — Bei Hrn. Wirth Busch: Fräul. Rosenkranz v. Weilburg. — Bei Hrn. Geh. Rath Prof. Dr Nebel : Hr. Pfarrer Nonnweiler nebst Frau v. Mainz. — Bei Hrn. Buchbin- der Kühn: Hr. Pfarrer Wachter v. Erbach. — Bei Hrn. Heinr. Haas: Hr. Haas v. Steinbach, — Bei Hrn. Universitäts-Actuar Jöckel: Fräul. j Kühn v. Gießt«. Gold- und Silber-Cours vom 4. October 1852. Gold. fl. kr. Silber. 11. kr. Diverse Actien und Loose. Brief Geld 9 47V, Laubth., ganze . . . — Kurhessische Loose . . . 347, 34-/, Pr FriedrichstFor . 9 59 Preuss. Thalcr . . . 1 45*/, Sardinische Loose . . — 40*/, Holl. 10 fl. Stücke . . 9 5 58 38 5 Frankenthaler . . Hochhaltig Silber . . 2 24 227, 36 Cöln-Aachen . . . . Cöln-Minden . . . . 10t 20 Francs-Stücke . . Engi. Sonverains. . . 9 11 35 58 Gering - u. mittelh. . — — Ludwigsb.-Bexbach . . Frdr.-Wilhs.-Nordbahn • 96 50V« 95’/, 507, Gold al Marco . . . 384 30 Disconto 2 Geld. A. Sulzbach, beeid. Makler. Gießen. Bei Unterzeichnetem erscheint in alter Kürze ein neues, möglichst vollständiges, alphabetisch und nach Straßen und Hausnummern geordnetes Adreßbuch von Gießen. Daß es wümcheuswerth sey, und wie es, sowohl in des Einzelnen, als auch im allgemeinen Interesse liege, zu wissen, welche Anstalten, 4znstltnte, Gewerke, Zünfte und deren Vorstände re. sich dahier befinden, wird wohl jedeni Vernünftigen klar sein; dcßhalb >oll denn auch alles dahin Gehörige uncntgeldliche Aufnahme darin finden. Zur Förderung des allgemeinen ^nteresseus und zur Pflege des Guten, versäumt man daher nicht, an eilte vereheliche Vorstände von Instituten, Anstalten, Gewerken re. die freundliche Bitte ergehen zu lassen, ihre Notizen, zur Vervollständigung dieses Adreßbuchs, an Unterzeichneten alsbald gelangen zu lassen, — indem sich dadurch die Gelegestheit darbietet, daß alles Derartige aus dem billlgsteu Wege, zur ausgebreiteisten Kenntniß eines großen Publikums, auch wohl in der Ferne, in Vieler pände gelange, denen cs vielleicht nicht unwerth sep,— früher diese Anstalten aber auS Unkenntniß überhörten, und daß dadurch wohl auch ermöglicht werde, des Einen oder des Andern Zuteresse zu förderu und .Institute, Anstalteu, Getverke rc. zu heben. Gießen im September 1852. _ ® D. Brühl S. wie solche vom 1. Juni 1852 an bei den Bahnen -es mitteldeutschen Eisenbahn-Verbandes zur directen Beförderung von Gütern zwischen den Endpunkten, Berlin, Leipzig, Magdeburg, Warburg, Carlshafeu und Hattingen (Basel) zur Anwendung kommen, , nach dem amtlichen Formulare angefertigt, sowie Gemeiirds-Vorarrschlags sind stets vorräthig zu finden bei D. W. pvül)l I. _______________________________ Kanzleiberg, Lit. B. Nr. 1. ■ Druck und Verlag der G. D. Brühl'scken Buch- und Steindruckerei.