Au^eigeblatt der Stadt und des Regierungsbezirks Gießen. M 27. Sonnabend den 3 April 18Ä2. Erschein! wöchentlich zwei Stal: Mittwoch uito Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische t ff. 30 ft., für Äaswärtige incl. Postaufschlags 1 fl. 39 fr. — Auswarl« abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Erxedition (Eanzleibcrg Lu. II ü) Gießen. In dem ehemaligen Gasthaus zum Löwen auf bem Neuenweg ist die dritte Etage zu vermiethen und kann den 1. Juli d. I. bezogen werden. Gg. PH- Gail. 638) Gießen. In dem ehemals Heß'schen Hause in der Brandgasse ist ein schönes Fainilien-Logis, sowie das Hinter- j haus zu vermiethen und bis zum 1. Mai ! beziehbar. । E. Paus ch. V e r m ischte N a ch ri ch te n. 177) Gießen. MW Neisegelegenheit nach Amerika über Liv erpooL Abfahrt von Mainz jeden Mittwoch. Die Passagiere werden durch eigene tüchtige Conducleure bis in i en Seehafen begleite!. Pünktlichkeit in den Erpeditionen, billige Preise und genaue Erfüllung der ringe, gangenen Verbindlichkeiten werden diese Reisegeiegenheit auch ferner empfehlen. Concessionirte Haupt-Agentur in Mainz t- .Heinrieb Zitz. Nähere Auskunft, Prospekte und Ueberfahrtsverträge ertheilt Der concessionirte Agent in Gießen: I. Lanckert, > Neuebäue B. 67. 641) Cassel. Einem verehelichen Publikum mache ich hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich in denStand gesetzt bin, jede Sorte von Feilen und Raspeln aufzuhauen, wodurch sie gleich Neuen ihre Dienste thun. Aufträge werden prompt besorgt und sind die Preise billigst berechnet. — Zur Entgegennahmo von Aufträgen, sowie zu jeder weiteren Auskunftsertheilung ist Herr Carl Sartorius in Gießen bereit. Cassel im April 1852. ®- Hoffmann, Feilenhauer. 173 400) Gießen. Die Uersrcherungs - Gesellschaft tn Frankfurt a. M. mit einem Grundkapital van 51/., Millionen Gulden welcher laut Beschluß der Großh. Regierung die Rechte und Befugnisse einer inländischen Anstalt eiugeräumt worden sind, übernimmt Berstcherungen auf bewegliche Gegenstände aller Art gegen äußerst billige feste Prämien. Prospectus und Formulare zu Versicherungsanträgen sind bei dem Unterzeichne, tcn unentgeldlich zu erhalten, und ist derselbe jederzeit bereit, Versicherungen zu vermitteln und die darauf bezüglichen Auskünfte und Anleitungen zu ertheilen. Gießen im Februar 1852. I G. Appel, Agent. 473) Gießen. Die von der Großherzvglich Hessischen Regie- rung concessionirte W» Ha « ptagentur des Hauses F. I. Wichelhaufen et Comp. in Bremen, Lindenplatz Lit. A. Nr. 27 in Gießen, sowie Rheinstraße Nr. 497 in Mainz empfiehlt sich zum Abschlüsse von Ueberfabrtsverträgen nach allen Häfen Nord- und Süd-AmerikaS. Die Agentur übernimmt Passagiere frei von den verschiedenen Sammelplätzen bis zu den überseeischen Häfen und erhalten dieselben bis zu ihrer Einschiffung Frühstück, Mittag- und Abendessen, so wie freies Logis. Auf dem Seeschiff Morgens und Abends Kaffee oder Thec nebst Butler und Brod, Mittags ein halb Pfund Ochsen- vder Schweinenfleisch nebst reichlichem Gemüse, welches gekocht und von bester Qualität verabreicht wird. Da die Preiße möglichst billigst gestellt, die Passagiere außer der bedungenen Accordesumme durchaus keine Ausgaben irgend einer Art zu machen haben, so glauben wir behaupten zu dürfen, unsere Beförderungswege die reellste, billigste und bequemste nennen zu dürfen. Nähere Auskunft in Gießen Lindcnplatz Lit. A. Nr. 27, so wie auf frankirte Anfragen, wird auf'S Bereitwilligste eriheilt. Gießen den 10. März 1852. Der conzessionirte Großherzogl. Hess. Hauptagent Heinrich Sandt 644) Gießen. Aachener und Münchener Feuer-Versicherungs-Gesellschaft. Folgendes sind die Resultate der in der öffentlichen General-Versammlung vom 22. März d. Js. abgelegten Rechnung des Jahres 1851: Grund-Kapital . . . . . 5,250,000 fl. Gestimmte Reserven ..... 3,344,579 „ Einjährige Prämie . . . 1,649,034 fl. Zinsen-Einnahme .... 200,457 n 1,849,491 n Versicherungen in Kraft während des Jahres . . 923,967,875 „ Die ausführlichen Abschlüsse sind bei den Unterzeichneten und allen Agenten der Gesellschaft einzusehen. Franz Peppler u. Comp. in Gießen. Joh. Mart. Zöckler in Laubach. 6-40) Gießen. Mathematischer Unterricht. Der Unterzeichnete ertheilt Unterricht in' der Arithmetik, Geometrie, Algebra, Trigonometrie und den Anfangsgründen der analitischen Geometrie, mit besonderer Berücksichtigung der praktischen Anwendbarkeit dieser Dis- ciplinen auf Handel und Gewerbe. Gießen den 1. April 1852. H. Winckler. 642) Friedberg. Für Gltern! In meinem Institute für Mädchen können noch zwei Pensionärs eintreten. Neben den gewöhnlichen Unterrichts- gegcnständen wird Anleitung in den weiblichen Handarbeiten gegeben; die französische Conversation von mir und einer Französin geleitet. Der Erziehung wird die größte Sorgfalt gewidmet. Näheres theilen gütigst mit: Hr. Regie- rungSdirekior Küchler und Hr. Stadtrichter M uh l zu Gießen; Hr. Hofgerichtsadvokat Trapp II. und Hr. Direktor Dr.x Curtmann zu Friedberg. Friedberg, im April 1852. K. Kar st. 633) Gießen. Montag den 3.Mai beginnt wieder der Unterricht in meiner Lehranstalt für die bisherigen, und Donnerstag den 29. April für die neu eintretenden Schüler, welches ich mit dem Bemerken veröffentliche, daß auch während den Ferien Mittwoch und Samstag unentgeldlicher Unterricht ertheilt wird. Lehr. 604) Gießen. Killige Privatstnnden in der lateinischen, englischen und französischen Sprache, sowie in der Mathematik und den übrigen Realfächern, zu erfragen im Verlage dieses Blattes. Anfang im letzten Drittel des Monats April. || 654) Gießen. Der von mir g angekündigte Schreibunterricht 8 § nach der Falkenderg'schen Methode Z beginnt am 19. d. M., was ich hier- » durch mit dem Bemerken anzeige, I D daß in den Schreibstunden zugleich D K auch Unterricht im Rechnen ertheilt « A wird. D Nachmittags zwischen 1 bis 2 und D st Abends von 6 bis 8 Uhr werden « D Anmeldungen angenommen. || Gießen den 1. April 1852. 88 §5 Emanuel Stern. « 174 663) Gießen. ' 645) Gießen. Nachricht für Auswanderer. Tanznnterrrchtsmyeige. Denjenigen, welche über Bremen auszuwandern beabsichtigen, die Nachricht, Unterzeichneter macht hiermit die erge- daß ich die Concession zur Errichtung einer Hauptagentur mit jedem Tage erwarte -bene Anzeige, daß der Lehr-Cours in der und demnächst, was ich noch besonders bekannt machen werde, zu den billigsten Be- höheren Tanzkunst mit dem 1. Mai seinen dingungen nach allen Häfen Nordamerika'ö Verträge abschließe, lieber die Vorzüge, Anfang nehmen wird. Die verehrt. El- welche Bremen als Auswanderungshafen darbietet, enthalte ich mich aller Aiipreißun-! lern, welche mir ihre Kinder für den gen, denn es sind solche zu bekannt, alS daß eine besondere Hervorhebung derselben! Unterricht anznverirauen gesonnen sind, wer- nothwendig erschien. beti gebeten, ihre Anzeige bei Herrn I. Gießen im April 1852. I G. Appel. M. Krämer, Clubdiener, mache» zu wol- ——------------------------------------------------------------------- len. Auf Verlangen ertheile ich den Un- 2) Gießen. Profe^'or Dr. Hartes Königl. Preuß. Geheimer Rath, Ritter 2c. zu Bonn, stattete folgendes Gutachten über! die Brauchbarkeit der Gold berg er'scheu Ketten *) ab, und die weiter genannten! Fachmänner haben sich, gestützt auf ihre deßfallsigen wissenschaftlichen Forschungen,! in gleich günstiger Weise über dieses Mittel ausgesprochen: „Daß die galvano-eleetrischen Ketten deS Herrn Goldberger sich in mancherlei schmerzhaften und krampfigen Affeetionen muskulöser und fibröser Gebilde, insbesondere in Neuralgien und Muskelkrämpfen rheumatischer Natur, Rheumatalgien der Wirbelsäule, auch der Crtremitäten, ohne bereits entstandene Organisations-AuSar- tung oder Verwachsungen K., unter einer übrigens angemessenen Behandlung und einer den örtlichen Zuständen und ihren Graden entsprechenden Anwendungsweise (wohin bei längerem Gebrauch auch em Wechseln der Ketten gehört), fich wirklich nützlich und heilkräftig zu erweisen vermögen, habe ich in verschiedenen hart«! nackigen Fällen obiger Art bestätigt gefunden. In einigen dieser Fälle erfoLite auf die Anlegung dieser Kelten schon nach wenigen Tagen gänzlicher Nachlaß der rheumatischen Schmerzen und Spasma, in anderen be deu tend e Erl ei ch ter ung." Medicinalrath Dr. Elams, Professor an der Universität zu Leipzig. Phpsikus Dr. Hartmann, Fürstl. Rath zu Arnstadt. Medicinalrath Dr. Potzauer, Königl. Gerichts-Arzt in Bamberg. Professor Dr. Kastler in Wien. Dr. Wurm, Königl. Bayrischer Regiments-Arzt in Günzburg. Dr. Süstedt, Königl. Preußischer Kreis-Physikus in Wolmirstedt. Sanitäts-Rath Dr. Filehne, Königl. KreiS-Physikus zu Erfurt. Dr. Alois p. Naspi, Procurator der K. K. Universität zu Wien. Dr Engler, Königl. Preuß. Kreis-Physik, in Breslau. Physikus Dr. Saas in Budweis. Dr. Kraune, Professor an der Universität zu Leipzig. Dr. Cron, Königl. Preuß. Kreis-Physik in Schlawe. tenricht auch in Privathäusern. C. H u m m e l. 664) Gießen. Lumpen, Knochen, alte Metalle, Papier re. kaust zu den höchsten Preisen Ferdinand Mayer an der Kirche. 684-) Gießen. Wohnungsverändern Nl). Von heute an wohne ich in dem Hause des Herrn Schneidermeisters Nehmeyer in den Neuen-Bäuen. Gießen den I. April 1852. Dr. Diehm, Hvfgerichts-Advoeat. 648) Wieseck. Ein jun?,er Pinscherhund ist mir dieser Tage zugelaufen. Der rechtliche Eigenthümer kann denselben gegen die Jnseratgebühren bei mir in Empfang nehmen. Wirth C. Kl i eb e in Wiesest, 91 us zuleihe n. *) In allen Sorten vorräthig bei Carl Frech in Gießen. 660) Gießen. 100 fl. liegen zu in Ausleihen bereit. Ausgeber dieses Bltts. sagt wo? und gen Tanzunterrichts - Cursus im Monat Mai in Gießen wieder beginnen wird. Das Circular zur Unterzeichnung wird Hr. Clubdiener Koch besorgen. L. L i e b i ch, Lehrer der Tanzkunst Gymnastik. Gießen den 2. April 1852. Balthasar Henkel. 675) Gießen. Einen braven Jungen, der das Tapeziergeschäft erlernen will, sucht H. Hochstätter. Gießen. Die 4. Compagnie der Bür- gerwehr hat vom 4. bis incl. den 10. April die Feuerbereiischaft und den Ordon- nanzdienst. Mittwoch den 7. d. M., Abends 8 Uhr, ist bei Wirth Herbert Versammlung der Chargirten. Das Ober-Commando der Bürgerwehr Fresenius. (659) 601) Gießen. , 663) Gießen. Ich warne hier- luit. Jedermann, meiner Frau etwas auf ♦- >»■ meinen Namen zu borgen, indem ich für Unterzeichneter beehrt sich hiermit erge- nichts mehr hafte. benst anzuzeigen, daß er seinen diesjähri- FrischHäcker zu Gießen. Sonntag den 4. April. Balthasar Wallenfels an der Wettergaffe. — Balthasar Noll in der Neustadt. — Karl Noll in den Neuenbäuen. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 4 April, als am Bußtage. Morgens: Pfarrer Bonhard. Nachmittags: Kirchenrath Dr. Engel. Am Gründonnerstage. Morgens: Kirchenrath Dr. Engel. Am Charfreitage. Morgens: Kirchenrath Dr. Engel. Nachmittags: Pfarrer Bonhard. I l ! I l i \ X t 3 2 4 n Universitäts-Gottesdienst. Am (»Karfreitage Um 11 Uhr: Professor Dr. Hesse. Kopulirte. Den 28. März. August Dickore, Bürger und Büchsenuiachermeister dahier, des verstorbenen Großherzoglichen Universitäts-Zeichnenlebrers und Graveurs, Franz Joseph Dietere, ehelicher Sohn; und Luise Heppe, des Bürgers, Christian Heppe in Marburg, eheliche Tuchler Denselben, Heinrich Seeih, Bürger und Anatomiediener dahier, ein Wittwer; und Johan- nette Cvristiane Georgine Wilhelmine Möser, des verstorbenen Bürgers und Schuhmachermeisters, Leonhard Möser basier, eheliche Tochter. Denselben. Ludwig Lepdhecker, Großberzog» kicher Hofgerichls-Advocat in Darmstadt, des verstorbenen Burgers und Senators, Johann Balthasar Lepdhecker in Darmstadt, ehelicher Sohn; und Marie Rühl, des hiesigen Bürgers und Buchbindermeisters, Ernst Karl Rühl, eheliche Tochter. Getaufte. Den 26. März. Dem Bürger und Schneidermeister, Ludwig Martin Zeitder, ein Sohn, Christian, geboren den 25. Februar. Den 2 7. März Dem Bürger und Schneidermeister, Wilhelm Kreiling, ein Svhn, August Wilhelm, geboren den 28. August 1«51. Den 2 8. März. Dem vor ö Monaten gestorbenen Bürger, Georg Wittich, eine Tochter, GeorgettelElisabethe Margarethe Katharine Helene, grboren den 19. März. Den 29. März. Dem Bürger und Musik- lebrer, August Feldhaus, ein Sohn, Philipp Ludwig geboren den 10. Januar. Beerdigte. Den 24. März. Eine uneheliche Tochter, Maria, alt 2l T. gestorben den 21. März Den 25. März. Wilhelm Magen, Bürger und Musiklehrer dahier, alt 51 3 11 M. gestorben den 22. März Den 26. März. Katharine Atzbach, des verstorbenen Ortsbürgers, Johann Peter Atzbach zu Hausen, eheliche Tochter, alt 36 I. 1 M. 3 T. gestorben den 24. März. Den 28- März. Sardine Luise Schmidt, des Bürgers und Barbiers, Johannes Schmidt, eheliche Tochter, alt 11 M. 2 T- gestorben den 25. März Ten 31. März. Ein unehelicher Sohn, Peter Friedrich Emil, alt 3 M. 28 T. gestorben den 28. März. Denselben Sophie Christiane Nicolai, des verstorbenen Bürgers und Gesellschaftsdieners, Johannes Nicolai, hinterlassene Witiwe, geborne Petri, alt 65 I i l M. 10 T. gestorben den 29. März Den 1. April. Heinrich Karl Schäcker, Studiosus der Rechtswissenschaft, des Großherzog175 lichen Bauaufsehers erster Klasse, Friedrich Schäcker, ehelicher Sohn, alt l8 I. 4 M. 8 T. gestorben den 30. März. Die Pfarrqcschäste in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Bonhard. Katholische Gemeinde. Der Gottesdienst an den drei letzten Tagen der Charwoche wird in folgender Weise gehalten werden : t) Der Morgengottesdienst am Gründonnerstage, ^Karfreitage und Charsamstage beginnt um 9 Uhr ; 2) Am Gründonnerstage und Charfreitage ist Abendgottesdicnst, der um 6 Uhr seinen Anfang nimmt und am Charfreitage mit Predigt verbunden ist. Vom Ostersonntage an beginnt das Hochamt an den Sonn- und Festtagen wieder um 9 Uhr. Beerdigt. Den 1. April. Pauline Bernet, eheliche Tochter des Bürgers zu Bingen und Lokomotiv« Führers an der Main-Weser-Eisenbahn, Joseph Bernet, alt 2 I. 9 M. 23 T. gestorben den 30. März. Angekommene und abgereiste Fremden In den G a st h ä u s e r n. Im Einhorn: Hr. v Pork, Offiz v. Berlin: Hr v. Kölner, Guts- bes. v. Würzburg; Hr. Müller, Baumstr. v. Görlitz; Hr. Otto, Fabr. v. Magdeburg; Hr. Schull, Part. v. Wiesbaden; Mad. Schickler v. Berlin; Hr. Hofmann, Fabr. v. Alsfeld; Hrn. Reut. Hnston v London u. van der Steen v. Amsterdam; Hrn. Kfl Klingel v. Heidelberg, Betz v. Worms, Schäfer v. Wald, Müller v. Mainz, Horn v. Lennep, Wiegel v. Düsseldorf, ,Schildwächter v Augsburg, Böhler v. Dresden, Sauerländer v. Frankfurt, Brandt v. Aschaffenburg, Herrmann v. Gladbach, Weber v. Leipzig, Wöhemann v. Hannover, Keitelbach v. Elberfeld, Segmann v. Coblenz, Meper v Mainz, Schneider v. Cöln, Goldschmidt v. Frankfurt u. Ära nur v. Schwelm Im Mappen: Mad. Barbezat v. Berlin u. Förster v. Hochheim; Hrn. Opernsäng. Haas u Wege v. Wiesbaden; Hr. Kahlhoff, Seer. v. Spremberg; Hr. v. Löhndorf, Mal. v. München; Hrn. Kff. Wunderlich o- Braunschweig, Ebertard v Marburg, Ritter v. Offenbach, Kropp v. Heil- i bronn u. Moll v. Allcndorf; Fr. v. Schenck v. Herrmannstein. Im Prinz Karl: Hrn. Hndlsl. Sterin v. Battenfeld u. Benzig v. Niederzell; Hr. Köhler, Weingärtn. v Wolfers; Hr. Peters, Oec. v. 1 vom 31. März und 1. April 1852. Strelitz; Hr. Rausch, Sped. v. Großeichen; Hr Fep, Hpfnhndlr. v. Holzhausen ; Hr. Schneider, Priv. v. Stuttgart; Hrn. Kfl. Solinger v. Berlin u. Berges v. Wien; Hrn. Part. Neuninger v. Potsdam u. Schmidt v. Schlichtern. Im Darmstadter Haus: Hrn. Gschftsl. Müller v. Eichelsdorf, Göbel, Drucker u. Draut v. Battenfeld, Höcker v. Cassel, Schreiber v. Bruch- teborn, Simon v. Gladenbach, Sundheim v. Wallau, Schlesinger v. Gladenbach, Eibeshäuser u. Mehrbott v. Hochstatt, Weil v. Bergen u. Wagner v. Büdingen. Im Stern: Hr. Schröder, Fuhrm. v. Vloto; Hrn. Gschftsl. Riehl v. Homburg. Höhler u. Dittmar v. Lasdorf, Louis v. Amöneburg, Stolze v. Dillstack u Brode v. Rosen. In den P r i v a 1 h ä u s e r n. Bei Hrn. Geom. Euler: Hr. Zimmermann, Lehr. v. Hommertshausen. — Bei Hrn. Prof. Dr. Leuckart. Hr. Dr. Henke n. Gem., Geh.-R. v. Halle. Geschehen Gießen am 2. April 1852. Die II. ordentlichen Assi sm des Jahres 1852 betreffend. Sei der heute stattgehabten Auslassung der Ergänzungs- und Hauptgeichwornen für die II. Quarialssitzung wurden folgende Namen aus der Urne gezogen: I. Er gänzungsge schwor ne. 1) Heinrich Köhler, Gymnasiallehrer in Gießen. 2) Dr. Credner, Professor das. 3) Wilhelm Keller, Buchdrucker das. 4) Dr. Buff, Professor das. 5) Joh. Valentin Klein, Professor das. 6) Eouard Thorwart, Hofgerichtsadvokat dass. 7) Hugo Pfannmiiller II., desgl. das. 8) Dr. Phöbus, Professor das. 9) Dr. Hermann Kopp, Professor das. II. H a u p tg esch w o rn e. 1) Heinrich Georg Korell, Oekonom in Brauerschwend. 2) Johannes Dippel, Oekonom von Rainrod. 3) Conrad Weitzel, Oekonom von Renzendorf. 4) Georg Gerland, Tabaksfabrikant von Alsfeld. 5) Conrad Reutzel II., Bürgermeister in Kefenrod. 6) Heinrich Rühl, Fabrikant in Lardenbach. 7) Wilhelm Frank, Handelsmann von Schlitz. 8) Justus v. Liebig, Professor in Gießen. 9) Peter Schlosser II., Landwirth in Elpenrod. 10) Philipp Stier, Landwirth in Södel. 11) Johannes Mörschel I., Müller in Ilbenstadt. 12) Balthasar Rühl, Landwirth in Gettenau. 13) Daniel Müller, Landwirth in Vöhl. 14) Adam Hamel, Landwirth in Oberwerba. 15) Wilhelm LangSdorff, Steuerkommissär in Homberg. 176 16) Leonhard Sippel, Bürgermeister in Eulersdorf. 17) Heinrich Winter, Landwirlh in Büdesheim. 18) Anton Ruppert, Oekonom von Sinkershausen. 19) Wolf Schiff, Ellenmaarenhändler von Gladenbach. 20) Leonhard Keller, Landwirth in Bauernheim. 21) Wilhelm Fresenius, Accessist in Affenheim. 22) Balthasar Vorbach, Müller in Okarben. 23) Wilhelm Prinz L, Oekonom in Vöhl. 24) Heinrich Berntheusel, Landwirth in Wölfersheim. 25) Joh. Jost Becker I., Landwirth in Römershausen. 26) Stockhausen, Kreisbaumeister in Friedberg. 27) Nikolaus Triebert, Landwirlh in Elpenrod. 28) Georg Becker, Landwirth in Obergleen. 29) Johannes Weber II., Schildwirth in Langgöns. 30) Johannes Müller II., Landwirlh in Kehlenbach. Frucht- und Viktualienpreise. Viktualienpreise. Fleischtaxe. Gießen den 3. April Linde» 1. April Laubach. Butzbach den 26. März Bemerkungen per Pfand kr.chf. fr. fr. pf. fr.) Vf. Ochsenffeisch . . 11 2 11 — 11 — 11 — Die Zugaben zum Kuhfleisch . . . 9 — 8 — 8 — 8 — Fleisch dürfen nur Rindfleisch . . . 8 2 7 2 7 2 7 2 in solchem von der- Kalbfleisch . . . 5 2 5 2 5 5 ■— selben Gattung be- Schweinefleisch. . 12 — 12 — 11 — 12 — stehe», und zwar Hammelfleisch . . 8 2 8 o 8 _ 8 — auf 10 Pfund nicht Schaaffleisch . . —• — — — — — — — mehr als ändert- Leberwurst . . . 12 — 12 — 11 2 14 — halb Pfd. ic. nach gemischte Wurst . 8 — — — — — — — Proportion, wel- Bratwurst . . . 16 — 15 — 13 — 15 — ches auf 1 Pfd. nicht Schwartemagen 16 — 15 — 14 — 15 — völlig 5 Loth aus- Blutwurst . . . 14 — 12 — — — — — macht. Köpfe, Füße, geräucherter Speck 20 — 18 — — — 22 — Geraub, wie auch Schinken . . . 16 — 15 — — — 16 — die ganz blutigen Dörrfleisch . . . 13 — 15 — — — 16 — ». nicht genießbaren Rindsfett . . . 20 — 16 — — — — — Stücke vom Hals Hammelsfett . . 20 — 16 — — — 16 — stad von der Zu- Schweineschmalz, ausgelassenes 20 — 20 — — — 20 _ gäbe gänzlich ausgeschlossen. dgl. unausgelaffenes 17 — 16 — — — 18 — Brodtaxe. Gießen | den 3. April | Grimberg 1 den 28. März Vidi den 1. April Laubach. Butzbach | den 26. März K fr. pf. fr. pf. fr. Vf- fr. vf. fr.|vf. *| ordinäres Brod aus || 7 15 3 2 7 15 2 15 2 15 81- 16- 4 j gemischtes Brod aus ' j Zmz^ und | besteh. 8 16 1 2 II 1 — 16 2 1 1 1 1 11 ™. o L. L. Q L. Q L..Q Für 1 fr. Wasserwerk........ 5 2 — — — — — — — I — „ 1 fr. Mllchbrod........ 4 1 4 — 4 — 4 — 3I' Marktpreise. fr. pf. fr. Vf- fr. vf. fr. Vf. fr? Vf. 1 Maas Milch .......... 6 — — — — — — — ------. ■' —' 1 Pf» nd Butter.......... 20 auch......... 21 — — — — — — — — - 3 Handkäse ........... 4 — 9 Eier............. 8 — — — — — — - — - — — — — — 1 „ geschw. Borschuß ...... — — — — — — — — r u ch I p r e i s e. v 11 eh t fi f 111 ti a Gießen Grünberg te» 27. März. den Lich 1. April. Laubach. Friedberg de» 27. März. Den Mainz 12. Mäez. Wetzlar den 27. März. M a l t e r. Scheffel. 23 fr. | ff. i fr. Pfd. i ff. 1 fr. Pfd. ff. 1 fr. Pfd.! ff. | fr. Pfd.! ff. | fr. «Pfd. ff. ! fr. ff. I fr. 1 pf. Walzen..... 200 — — 200 12 15 200 12 40 _ — 13 30 200 14 24 5 36 . — Korn..... 200 — — 190 11 45 190 11 40 — — — — 12 — 200 1t 16 4 51 l Gerste..... 170 — ; — 170 8 50 170 8 45 _ — — — 9 — 200 8 33 3 38 — Hafer..... — — — — 4 5 120 4 — ___ ___ -__ — 4 — 200 — — 1 45 — Erbsen..... — — — — i - — _ 10 — _ _ _ _ — _ _ — — _ — — Linken ..... — — — — 11 — — — — ! — — — — — — — Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei. Weitere Mitteilungen aus der Nechtss ache Friedrich Storch gegen Großherzogl. Hofgenchts-Advocaten Briei. Ms Herr Advocat Briet an fernerer Einziehung der Geschäftsgelder sich behindert sah; so richtete er setzt sein Bestreben dahin, den Betrieb des Werks selbst zu hindern, hier- durch somit die Quelle der Geschäftsausstände trocken zu legen. Einverstanden jedoch mit dem dritten Gewerken Herrn Metzler darüber, den Betrieb des Bergwerks in Gemeinschaft mit diesem auch ohne die Mitwirkung dcS Herrn Briet sortzusetzen, stellte ich bei Großh. Hofgcricht einen, die Sicherung des Fortbctricbs bezweckenden Antrag, dem sich auch Herr Metzler anschloß, der durch Herrn Briet's Bestreben in gleicher Weise, wie ich, auch seine Interessen gefährdet sah. Nach einer protokollarischen Verhandlnng erfolgte unter dem 15. März nachstehende Verfügung r Ad Nr. H. G. 2001. In Sachen des Friedrich Storch aus dem Dorheimer Bergwerk, Klägers, gegen den Großh. Hofgcrichts-Advoeaten Briet zu Gießen, Beklagten, Vertragserfüllung, jetzt j 10 Hülfsvvllstreckung betr., wird tu Folge Antrags des klägerischcn Anwaltes und auf den Grund der darüber gepflogenen protokollarischen Verhandlungen, in der Erwägung, daß: int Allgemeinen die von dem Anwalt des Klägers beantragten, den einstweiligen Fortbetrieb des Braunsteinbergwerks betreffenden Maasregeln zur Ausführung des ungeord» neten Provisoriums nothweudig erscheinen und die dagegen erhobenen Einwendungen, namentlich das von demselben ansgcdrückte Verlangen, daß sein von den gewonnenen Erzen ihm zustehendes Drittheil zu seiner eigenen freien Disposition ihm Vorbehalten bleibe, keine Beachtung finden können, weil, wie auch von Großh. Ober-Appellations- und Cassationsgerichf in seiner Verfügung vom 28. October v. Zs. bereits anerkaunt ist, ohne solche Maasregeln, welche den Betrieb des Brannsteinbergwerks im Ganzen und die Verwerthung der gesammten Erze umsaffen, das ungeordnete Provisorium nicht durchgcführt werden kann, was auch von dem Anwälte des Klägers in seiner protokollarischen Erklärung vom 9. d. Mts. näher nachgewiesen worden, demnach auch die Instructionen, auf welche der Verwalter des Werkes und der Schichtmeister vcr- pfiichtet werden sollen, nicht beanstandet werden können, weil sie, ohne das Interesse der Societät zu verletzen, ganz daraus berechnet sind, dem anacordneten Provisorium Geltung zu verschaffen, die Verpflichtung der geuannten Socictäts-Beamtcn aus die vorgelegtcu Instructionen hiermit ungeordnet und dem Kläger, sowie dcffeu Mitgewerken Metzler überlussen, die Bestellungen sür die Societät, numentlich diejenige von E. W. Fernic in London, soweit sie diese oder andere sür zuträglich für die Grmeiuschast erachten sollten, auszuführen, wobei cs dem Beklagten jedoch unbenommen bleibt, demnächst allensullsige uns einer dem Kläger und dessen Mitgewerken zu imputircuden Schuld ubzuleitcnde Schadeusausprüche besonders geltend zu machen. Sodann wird in Bezug auf weitere Anträge des Klägers beiden Thcilen eröffnet, daß die Angelegenheit hinsichtlich der von dem Beklagten angeblich unbefugt eingezogenen Rimessen noch nicht genügend aufgeklärt erscheint, und zum besonderen Verfahren sich eignet; — daß ferner die Geschästspapicre nur in so weit, als sie zum Geschäftsbetrieb erforderlich sind, in das auf dem Bergwerk selbst eingerichtete Comptoir verbracht werden sollen, wenn sie zuvor bezeichuet fein werden; — daß endlich die beantragte Vorlegung der Rcchnungs-Duplicute von Seiten des Mitgewerken Metzler die gegenwärtigen Verhandlungen nicht berührt und dem Kläger sreisteht, sich in dieser Beziehung mit jenem außergerichtlich zu benehmen. Beschlossen in Großh. Hess. Hosgericht der Provinz Oberhessen. Gießen den 15. März 1852. vdt. Rübsarrren, Hosger.-Secretariats-Accessist. 11 Auf dm Grund dieser Verfügung und des, Großh. Stadtgericht mittelst nachstehenden Erlasses erthcilten, Auftrags; Ad Nr. H. G. 2001. Gießen den 15. März 1852. Das Großherzoglich Hessische Hofgericht der Provinz Oberhcssen an G r o ß h e r z o g l. Stadtgericht dahier. In Sachen des Friedrich Storch auf dem Dorheimer Bergwerk, Klägers, gegen de» Großh. Hofgerichts-Advocaten Briel zu Gießen, Beklagten, Vertragserfüllung, jetzt HülfSvollstreckung, betr. Sie werden hierdurch beauftragt, den Verwalter und den Schichtmeister des Braunsteinbergwerks in der Lindermark, welche Ihnen zu dem Ende von dem Anwälte des Klägers werden vorgestellt werden, aus die anliegenden resp. Instructionen zu verpflichten und die Protokolle, unter Rückschluß der Anlagen, innerhalb acht Tagen uns vorzulcgen. Pro copia Rübsamerr. An Großh. Hofger.-Advocaten Dr. Sundheim Ins. am 17. März 1852. Schellmann. fand sodanu die Verpflichtung des Bergverwalters und des Schichtmeisters für das Interesse der Gewerkschaft, ohne Rücksicht auf persönliche Sonderintercssen eines oder des andern Gewerken statt, und nachdem die zu Wiedereröffnung des Betriebs erforderlichen Wiederherstellungen geschehen waren; so ist der Betrieb — zugleich zum großen Nutzen vieler Arbeiter-Familien, denen das verlorene Brod jetzt wieder gesichert ist — wieder ins Leben getreten. Mittlerweile» hat auch die Appellation des Herrn Advocaten Briel gegen das Urtheil des Großh. Hofgerichts vom 16. Juni 1851, durch welches sein fünftes Restitutionsgesuch verworfen worden war, ihre Erledigung gesunden. Es war umsonst, daß Herr Briel in emcin zu dem Zweck bei Großh. Oberappellations- und Cassationsgericht eingebrachten Nachtrag zu seiner Appellationsrechtfertigung, die Asst'senvcrhandlung, welche er gegen meinen alten Vater herbeigeführt hatte, in welcher man Herrn Briel auch als Zeugen gegen denselben gesehen und gehört hat, zur Unterstützung seiner Bestrebungen geltend zu machen suchte; es war umsonst, daß er aus angebliche Aeußerungen des Großh. Staatsanwalts und nachtheilige Characterschilderungen von Seiten dieses sich berief; umsonst auch, daß er durch Erbieten „zu Ableistung eines Appellativ ns ei des," nochmals auch „zu Ableistung eines Restitutionseides" seinen Zweck zu erreichen suchte — seine Vor- bringen haben ihre gerechte Würdigung und Erledigung durch folgende Entscheidung erhalten: I. 189. von 1851. A. 1217. 1575 und 1614. von 1851. „ 116. von 1852. Zn Sachen des Großh. Hofger.-Advocateu Briel in Gießen, Beklagten und Restitu- tions-Jmploranten, jetzt Appellanten, gegen Friedrich Storch auf dem Dorheimer Bergwerk bei Friedberg, Kläger und Restitutions-Jmploraten, jetzt Appcllaten, Vertrags-Erfüllung, jetzt Restitution gegen das Hosgerichts-Erkenntniß vom 16. Februar 1847 betreffend, werden, auf erhobene Berufung, darauf mit Bericht eingelangte Acten voriger Instanz, sowie daraus erstatteten Vortrag und unter Mitthcilung des Nachtrags zur Appellativnsrechtfertigungsschrist vom 18. November 1851 im Duplicat an den Appcllaten zur bloßen Nachricht, die von Ersterem gegen das von Großh. Hosgericht zu Gießen am 16. Juni 1851 erlassene Erkennt- niß uachgesuchten Appellations-Proccsse, unter Verurtheilung des Beklagten und Appellanten in die Kosten dieser Instanz und unter Verordnung der Einziehung der hinterlegten Verlustgelder hiermit abgeschlagen. V. R. w. Dessen zur Urkunde ist gegenwärtiges Urtheil, nach Verordnung des Großh. Hess. Ober- appellations- und Cassationsgerichts, ausgefertigt und mit dem größeren Gerichts-Siegel versehen worden. So geschehen Darmstadt den 17. März 1852. Großh. Hess. Oberappellations- und Cassativnsgericht das. Kolb, Oberapp.- und Cassat.-Secretär. Herrn Adrocat Dr. Snndheim zu Gießen zu insliiuiren. Ins. am 22. März 1852. Schellmann.