Auzeigeblatt der Stadt und des Kreises Gießen. 70* Mittwoch den 1. September 18Ä2. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 fL 30 fr., für Auswärtige incl. Postaufschlags 1 fl. 39 fr. — AuSwärtS abonnirt man stch bei allen Postämtern. In Gießen bei der Erpedition (Canzleiberg Lit. B. sJ?r. 1.) — Einrückungsgebuhr für die gespaltene Corvuszeile 2 fr. Anzeigen aus verschiedenen Schriften die gespaltene Corpuszeile 3 fr. Amtlicher T h e i l. • . Polizeiliche Bekanntmachungen. Brovpreise für Gießen vom 1. September 1852. 4 Pfund Roggenbrod kosten . . . . . . . 10 kr. 2 Pf. 2 ii ii i> ....... 5 ii 1 u 4 „ gemischtes Roggenbrod kosten . . . . . 12 « — „ 2 „ ii „ ii . . . . . 6 ii — ii 1 Milchbrod zu 5 Loch . . . . . . . . 1 „ — » 1 Wasserweck zu 6 Loth . . . . . . . . 1 » — „ L. Nover, Gr. Polizei-Commissär. Gefundene Gegenstände. Eine Schnupftabaksdose, ein Leitzügel, ein Messer, ein Schlüssel und ein gedrucktes Kinderschürzchen. Diese Gegenstände können von den Eigenthümern auf dem Gr. Polizeibüreau dahier in Empfang genommen werden. Gießen am 31. August 1852. Der Gr. Hess. Polizei-Commissär L. Nove r. l G i u l et n u g . zu dem landwirthschaftlichen Unterrichte für Söhne von Landwirthen der Provinz Oberhessen ' zu Darmstadt. Der Unterricht für Söhne von Landwirthen wird auch im nächsten Winter, wenn sich eine geeignete Anzahl Theilnehmer । findet, fortgesetzt werden. t- Unter Anfügung deS Statuts für diesen ergeht hiermit an diejenigen, welche an demselben Theil nehmen wollen, die Aufforderung, diese ihre Absicht spätestens bis Ende September d. I. dahier schriftlich anzuzeigen. Kolnhausen den 17. August 1852. 1 Der Präsident des landw. Vereins von Oberhessen In dessen Abwesenheit der Vicepräsivent Dr. Gros. Statut ’[«■ des Unterrichts für Söhne von Landwirthen der Provinz Oberhessen in der Landwirthschaft auf Kosten des landw. Vereins 1 dieser Provinz. » Art. 1. Aufnahmebedingungen. a) Alter nicht unter 18 Jahren als Regel, b) Aussicht deö jüngeren Mannes auf dereinstigen eigenen Gutöbesitz, c) Gewißheit darüber, daß derselbe eine Gewerb - oder landw. Schule doch nicht besuchen würde, wenn auch der Verein mit seinem Unterrichte nicht eingetreten wäre. , n, , Art. 2. Ertheilung deö Unterrichts. a) lieber die Zeit des Unterrichts wird den Theilnehmern besondere Nachricht zngehen, — b) Unterricht wird ertheilt : über Bodenkultur und Viehzucht, die wichtigen Punkte der Verbesserung der vaterländischen Landwirthschaft und Erläuterung der Gr. Hess. Landeskulturgesetze. 448 Sodann haben Statt : Arithmetische Hebungen, Körper- und Flächenberechnungen, Hebungen im Schön- und Richtigschreiben, tm Styl- und schriftlichen Geschäftsverkehr. Art. 3. Kosten des Unterrichts. Diese übernimmt sämmtlich der landw. Verein so, daß also die Theilnehmer an dem Hnterrichte bloß für Kost und Logis auf eigene Rechnung zn sorgen haben. Unteevicht für junge Schmiede Oberhessens im Hufbeschlage im Winter 1853/53 in Darmstadt betreffend. Mit Bezugnahme auf die, die Ertheilung eines unenkgeldlichen Hnterrichts im Hufbeschlage für Schmiede aus den Provinzen Starkenburg, Obe,Hessen und Rheinhessen im Winter 1853 betreffenden, in Beilage Nro. 22 zu der Zeitschrift für die landw. Vereine des Großherzogthums Hessen vom Jahre 1852 erschienenen Bekanntmachung, werden diejenigen jungen Schmiede Ober- Hessens, die an diesem Unterrichte 3peil nebmen wollen, aufgefordert, sich bis zum 1. December d. I. bei dem Secrc- tariate des landw. Vereins zu Darmstadt schriftlich zu melden. Kolnhausen den 20. August 1852. In Abwesenheit des Präsidenten des landw. Vereins von Oberhessen der Vieepräsident Dr. Gros. B eka n n t in a ch u N g. Die gesetzlichen Forderungen an Studirende aus dein Sommer-Semester 1852 betreffend. Die in diesem Semester entstandenen gesetzlichen Forderungen an Studirende müssen bis zum 4. September d. I. mittelst in jeder Beziehung genau fpecificirter Rechnungen zur Anzeige gebracht und längstens bis zum 13. November b. I. geltend gemacht werden, widrigenfalls dieselben den ihnen durch Art. 136 der Diöciplinarstaluten zugewiesenen Vorzug verlieren. Gießen am 27. August 1852. Großh. Hess. Hniversitäls-Gericht Haberkorn._________(1783) Gerichtliche u?rd Privat - Bekarrntmachurrgen. Besondere Bekanntmachungen. 1783) Gießen. Der Pfandschein Nr. 2907 ist angeblich verloren worden. Da nun der Verpfänder das Pfand wieder einlösen will, so werden Diejenigen, welche etwa Ansprüche an jenen Schein bilden könnten, aufgefordert, solche inner- halb 14 Tagen dahier anzuzeigen, gegen« falls das Pfand ohne Weiteres verabfolgt wird. Gießen den 28. August 1852. Die Pfandhauöverwaltung Bieler. Pfeil. 1767) Gießen. Der Pfandschein Nr. 3347 ist angeblich verloren worden. Da nun der Verpfänder sein Pfand wieder auslösen will, so werden Diejenigen, welche etwa Ansprüche an jenen Schein bilden könnten, aufgefordert, solche innerhalb 14 Tage dahier anzuzeigen, gegenfalls daö Pfand ohne Weiteres deut Verpfänder verabfolgt werden wird. Gießen den 26. August 1852. Die Pfandhausverwaltung Bieler. Pfeil. Bersteigerungen. 1614) Gießen. Versteigerung eines Wohnhauses. In Folge stadtgerichtlichen Auftrags sollen durch den Htuerzeichneten nachstehende dem Peter Bergmann dahier gehörige Immobilien, als: 135 Klftr. Hofraitbe links der Chaussee, bestehend in Wohnhaus, Neben- Haus, Scheuer und Stall, mit Grund und Hvfranm, 650 Klftr. Hintergarten daselbst, öffentlich versteigert werden und es wird hierzu Termin auf Montag den 6. September, Nachmittags 2 Hhr, anberaumt. Gießen den 23. Juli 1852. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 1786) Gießen. Versteigerung von Bauarbeiten. Freitag den 3. September I. I., Morgens 10 Hhr, sollen auf dem Büreau des Unterzeichneten folgende zur Erneuerung der Fahrbahn re. auf der gußeisernen Brücke über die Wieseck bei Gießen erforderlichen Arbeiten durch öffentliche Versteigerung an die Wenigst- nehmenden in Aeeord gegeben werden: 1) Zimmerarbeit, veranschlagt zu ... . 261 fl. 9 fr. 2) Schlosserarbeit, veranschlagt zu .... 17 „ 6 „ 3) Maurerarbeit (Herstellung der Fahrbahn re.) veranschlagt zu .f. 174 « 6 » Der Voranschlag und die Versteigerungsbedingungen liegen int Büreau beö Unterzeichneten zur Einsicht offen. Gießen den 26. August 1852. Der Gr Kreisbaumesster deö Baubezirks Gießen Holzapfel. 1800) Gießen. Die Arbeiten von Räumnng des StadtcanalS. Montag den 6. September 1852, Morgens 9 Hhr, sollen die Arbeiten bei Räumung des Stadtcanals, in Hand- u. Fuhrenarbeit bestehend, und zu 450 fl. veranschlagt, auf dem Nachhause oahier an den Wenigstnehmenden versteigert werden. Gießen den 31. September 1852. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 1753) Gießen. Donnerstag chen 2. September I. I., Nachmittags 1 Hhr, lassen die Erben des verstorbenen Rathsdie- ners Grnneberg auf dem Rathhaus dahier: Mannskleider, 2 Taschenuhren, Bettwerk, Möbel, Haus-, Küchen- und Gartengerätb- schaflen, namentlich Zinn, Kupfer und Messing, Waschbütten, Baumleiter», Baumstützen, ein 6oclaviges Klavier und etwas Schubmacherwerkzeug, gegen haare Zahlung versteigern. 449 1799) Wieseck. Freitag den 3. Sept. d. I., des Nachmittags, soll das GraS von den Wiesen der Carl Müller's Erben sogleich nach der Versteigerung des Grases von den herrschaftlichen Wiesen in dem Schieffer'schen Garten »er« steigert werden.______________________________ Feilgeboten. 1796) Gießen. Schönes Walzen- Stroh verkauft PH. Katt re in. 1699) Friedberg. Rheinwein von sehr angenehmem Geschmack zu 18 fl. die Ohm, bei Christian Hecht j in Friedberg. 1784) schwerster Qualität zu wirklich billigen Preisen während dem hiesigen Markte kaufen will, bemühe sich in den Gasthof „zum Einhorn." Von einem bedeutenden Hause, das zur Fortbeschäftigung seiner sehr zahlreichen Arbeiter bedeutender Kapitalien bedarf, die bei der jetzigen Geschäftsstockung auf regelmäßigem Wege nicht eingehen, sind dem Kaufmann Sowie; zu Berlin sehr bedeutende Posten Leinen-Waaren mit dem Auftrage übergeben worden, solche schleunigit gegen baar umzusetzen. Um den Absatz aufs Stärkste zu foreiren, ist vom Auftraggeber Ordre gegeben, nach allen bedeutenden Plätzen Sendungen zu machen, und so ist auch während dem hiksiaeu Markte ein Theil jener Maaren aufgestellt, zu dessen Besichtigung ein geehrtes Publikum um so mehr sich veranlaßt sehen dürfte, als hier keineswegs solche Waaren feilgeboten werden, wie sie gewöhnlich auf Messen offerrrt sind, sondern nur wirklich gediegene, wie man an Kunden zu verkaufen gewöhnt ist, und die bei geeigneter Behandlung wohl ein Menschenleben auszuhalten im Stande sind. Was die Billigkeit betrifft, so kann mit Sicherheit vorausgesetzt werden, daß unten folgender Preis-Courant allen Anforderungen mehr als genügend erscheinen wird, um aber auch in Betreff der Güte der Waaren jedem Vorurtheil im Voraus zu begegnen, zumal bei den vielfachen Täuschungen, die seit Jahren im Leinenhandel vorgekommen, und wohl fühlend, daß man einem Fremden nicht sofort Vertrauen schenken kann, wird ... , , . , 1) Zweihundert Gulden als Prämie dem zugesichert, der in irgend einem Stück Leinwand die geringste Ber- mischnng von Baumwolle vorfindet; , 2) unter das einzig sichere, von dem Verein für Gewerbfleiß in Preußen prämiirte, von der Regierung veröffentlichte Mittel, wie jeder in 10 Minuten sich überzeugen kann, ob in einem Gewebe Baumwolle befindlich oder nicht. Mittel, Baumwolle aus einem Gewebe herauszufinden: Man nimmt einen Streif Leinwand, wäscht in heißem Seifenwasser die Appretur heraus und läßt ihn an der Luft trocknen, legt ihn dann 1 */2 — 2 Minuten in concentrirte Schwefelsäure (in jeder Apotheke für 3 Kreuzer) und drückt daun zart zwischen Löschpapier die Klebrigkeit ab, alsdann sind die baumwollenen Fäden verschwunden und die leinenen bleiben zart und weiß zurück. Preiscourant 31t unbedingt festen Preisen: Ein Stück Leinwand zu Arbeitshcmden, ä Stück 4 fl. Ein Stück Leinwand zu 12 Hemden (reines Leinen), früher 18 fl., jetzt 14 fl. Ein Stück Genter Leinen zu 12 Oberhemden (reines Leinen), früher 27 fl., jetzt 18 fl. Ein Stück seine Courtray-Seinen zu 12 Oberhemden (reines Seinen), früher 40 fl., jetzt 26 fl.~ Andere feine Sorten reines Leinen, ä Stück 12 Hemden, früher 60 und 90 fl., jetzt 36 und 45 fl. Ein fein Damast, rein leinen Gedeck, ä 12 Servietten, früher 42 fl., jetzt 24 fl. Ganz feine Doppeli-Dauiast, reines Seinen, ä 12 Servietten, früher 48 fl., jetzt 32 fl. Rein leinen feine weiße Sacktücher, das halbe Dutzend zu 2 fl. 12 fr. Rein leinen prima weiße Sacktücher zu sehr billigen Preisen. Handtücher in rein Seinen, sowie rein leinen Kaffeedecken zu außerordentlich billigen Preisen. Eine Partie Atlas-Tücher für Herren und Damen, früher 3 fl., jetzt 1 fl. 12 fr. daS Stück. Eine Partie Perl-Leinwand, mit etwas Baumwolle gemischt, zu sehr billigen Preisen. Geschäftstrcibenden in diesen Artikeln, so wie Privat Herrschaften, die Einkäufe über 100 fl. machen, gewähre ich kaufmännischen Nabatt. Der En gros-^crfmif beginnt des Morgens 7 Uhr, der votnll-Berkanf nm 8 Uhr und währt ununterbrochen bis Abends 8 Uhr. LVwäez aus Berlin. . Das VerkaufsloM ist einzig und allein im Gasthofe zum Einhorn. Bemerkt wird, daß mir der Verkauf obiger Waaren in dem genannten Locale nur für die Dauer des Markt-Tages (Mittwoch) gestattet ist. Gießen er reine Leinwand 450 1741) Gießen. Neue (1852t) holländische Voll- Häringe sind wieder angekommen und werden gegen die vorige Sendung weit billiger abgegeben bei L. Iah reis. 1801) Gießen. Waizenklere, per Pfund T/4 fr., im Gentner billiger, verkauft A. Noll im Stern. 1798) Gießen. Steinernes Geschirr in allen Gattungen ist wieder angekommen bei I. H. Fuhr. 1787) Gießen. Ein Garten hinter den Eichen ist ans freier Hand zu verkaufen ober auf mehrere Jahre zu verpachten. Näheres bei der Erped. d. Bltts. 1740) Gießen. Vorzüglichen 1849r Aepfelwein und ächtes bayerisches Bier empfiehlt L. Jahreis. 1702) Gießen. Ein zweijähriger, breffirter Hühnerhund ist wegen Abzug des Eigenihümers billig zu verkaufen. Wo? sagt die Erpedition d. Bltts. 1775) Gießen. Wein von verschiedenen Jahrgängen, sehr gut und äußerst billig, empfiehlt L. Hauß, Sit. A. Nr. 136 am Wallthor. 1779) Gießen. Herr Hofgerichts- Director von Helmolt beabsichtigt einen Theil seines Gartens am Leihgesterner Weg abtheilungshalber auf mehrere Jahre zu verpachten. Liebhaber dazu können sich an mich wenden und die näheren Bedingungen bei mir einsehen. Gießen den 26. August 1852. Im Auftrag: C. Weidig, Feldgeschworner. Zu vermiethen. 1750) Gießen. Bei Kürschner Köhler aus dem Kreuz ist eine kleine Familienwohnung , auf die Straße gehend, zu vermiethen und den 25. September beziehbar. 1756) Gießen. Auf dem Seltersweg ist ein Hinterhaus zu vermiethen und das Nähere in der Erped. d. Bltts. zu erfragen. 1788) Gießen. Eine Stube nebst Kammer, Küche, verschloffenem Keller, ist zu vermiethen und sogleich beziehbar bei I. Jakobi, Schreiner. 1802) Gießen. Ein Hinterhaus ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Näheres in der Erped. d. Bltts. 1797) Gießen. Das von Herrn Assessor Pietsch bewohnte Logis, bestehend auS 4 Zimmern mit abgeschlossenem Gang, Küche, Kammer, Bodenraum, Holzstall ic., ist anderweit zu vermiethen und am 1. October zu beziehen. Ricker. Vermischte Nachrichten. 1505) Gießen. Concessiomrte Hauptagentur zur Beförderung von Auswanderern nach Nord-Amerika von I. G. MWel in Gießsw- mit freier Fahrt von Gießen bis Bremen, freiem Nachtquartier in Hameln, und während des Aufenthalts in Bremen mit 2 Gtr. Freigewicht für eine erwachsene Person und 1 Gtr. für Kinder von 1 bis 10 Jahren. Die Reise nach Bremen wird bequem in 2 Tagen bewerkstelligt und erfolgt die Uebemamhe unter den billigsten Bedingungen. 1700) Mainz. Beachtungswerth füe WeMhMdZmAgeN rmd WierbrsmereZeZr. Dem Herrn W. Zurbuch in Gießen habe ich von meiner seit einer Reihe von Jahren selbst fabricirten und rühmlichst bekannt gewordenen Klärgallerte, ein vorzügliches Mittel zum Klären von Wein und Bier, die alleinige Niederlage für den Kreis Gießen übertragen, und ist daselbst die Flasche zu 42 kr. in bester Qualität nebst Gebrauchsanweisung zu haben. Mainz im Juli 1852. Johann Wagner, Perlensabrikant. 177) Gießen. UNION. Aeisegelegenheit nach Amerika über Liverpool. Abfahrt von Mainz jeden Mittwoch. Die Passagiere werden durch eigene tüchtige Gonbutteure bis in den Seehafen begleitet. Pünktlichkeit in den Erpeditionen, billige Preise und genaue Erfüllung der eilige» gangenen Verbindlichkeiten werden diese Reisegelegenheit auch ferner empfehlen. Concessiomrte Haupt-Agentur in Mainz: Heinrich Zitz. Nähere Auskunft, Prospekte und UeberfahrtSverträge ertheilt Der concessionirte Agent in Gießen: I. Lauökert, Neuebäue B. 67. (Hierzu eine Beilage). Beilage zu M 70 des Anzeigeblattes. Vermischte Nachrichten. 1795) Li ch. Die Aaentur der Magdeburger Feuerverficherungs-Gefellschaft im Bezirk Lick und Hungen, welche seither von dem noch Offenbach übergezogenen Herrn W. Göbel verwaltet wurde, ist nunmehr unter Bestätigung Einer Großherzog- lichen hohen Verwaltungsbehörde, Herrn A. Fuhr, Gemeinde-Einnehmer zu Lich, übertragen worden. Darmstadt den 10. August 1852. Dr. Friedr. Vogel, Advocat, Bevollmächtigter der Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft. Die Magdeburger Feuerverficherungs- Gesellschaft übernimmt zu billigen festen Prämien Versicherungen gegen Feuersgefahr sowohl in Städten, als auf dem Lande, auf bewegliche Gegenstände aller Art. In der Billigkeit ihrer Prämienfätze steht dieselbe gegen keine andere solide Anstalt nud), auch gewährt sie bei Versicherungen auf längere Dauer bedeutende Vortheile- Der unterzeichnete Agent nimmt Versicherungs-Anträge gern entgegen und er- theilt über die näheren Bedingungen stets bereitwillig Auskunft. lieber die sehr blühenden Zustände der Gesellschaft giebt der nachfolgende kurze Auszug aus dem 1851r Rechnungs-Abschlüsse vollständige Auskunft. Die Vermehrung des Grund-Capitals der Gesellschaft auf Höhe von Sieben MiKronen Gulden ist von der General-Versammlung der Aetionaire bereits beschlossen. Lich den 28. August 1852. A. Fuhr, Gemeinde-Einnehmer, Agent der Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft. Auszug aus dem Abschlüsse der Magdeburger Feuerversicherungs- Gesellschaft für das Rechnungsjahr 1851. Grand Capital — künftig 7,000,000 fl. — jetzt noch fl. 1,750,000 Reserven......?........... 468,736 Laufende Versicherungen im Jahre 1851 . * 298,363,412 Prämien - Einnahme ' * 902,713 Bezahlte Brandschäden, einschließlich des Vortrages für noch schwebende » 259,058. ÄOO) Gießen. Wie Versrcherungs - Gesellschaft De«tfcher Phönix in Frankfurt a. M. mit einem Grundkapital von 572 Millionen Gulden welcher laut Beschluß der Großh. Regierung die Rechte und Befugnisse einer inländischen Anstalt eingeräumt worden sind, übernimmt Versicherungen auf bewegliche Gegenstände aller Art gegen äußerst billige feste Prämien. Prospeetus und Formulare zu Versicherungsanträgen sind bei dem Unterzeichneten unentgeldlich zu erhalten, und ist derselbe jederzeit bereit, Versicherungen zu vermitteln und die darauf bezüglichen Auskünfte und Anleitungen zu ertheilen. Gießen im Februar 1852. I. G. Appel, Agent. 179L) Gießen. Endlich haben wir daS Glück, das von allen Seiten gewünschte, treffliche Lustspiels Bayard's, den Vicomte von .Letorieres. uns vorgesührt zu sehen. — Frau Schulz hat es zu ihrem Benefiz für Donnerstag den 2. September erwählt und wir müssen ihr für diese Wahl sowohl unsere Anerkennung, wie unfern Dank zollen. — WaS die Regeln der Kunst von einem fertigen Lustspiel fordern, ist hier erreicht: daS Komische der Charaeteren und Situationen, woraus die im höchsten Grade Spannung und Unge» butt erregende Intrigue des Stücks entspringt, die von den lustigsten Episoden begleitet, ohne Unterbrechung der natürlichsten, rein aus dem Bau des Ganzen re- sultirenden Katastrophe zueilt, — ist mit Feinheit und Gewandheit ausgeführt. Und wir müssen unö wundern, wie dieses Stück für die Familie der Benefiziantin, die die Hauptrollen desselben tragen, geschrieben zu sein scheint. Könnten wir den Vieomtc wohl liebenswürdiger und gewandter dargestellt sehen, als von Fräul. Spahn, deren vollkommene Reeitation und Deela- mation, deren graciöse Aetion wir schon oft bewundert? Und würdig wird ihr Vater, dessen Talent für die Darstellung des höher Komischen Niemand bestreitet, ihr als heuchlerischer Parlamentsrath zur Seite stehen. 1789) Gießen. Ich bitte um Rückgabe der von mir entliehenen Bände 9 u. 10, sowie 13 und 14 von Göthe's sämmt- lichen Werken. vr. Trapp. Die Jahresfeier der Rettungsanstalt für sittenverwahrloste Kinder zu Kloster Arnsburg findet Mitt- woch den 8. September d. I., Mittags um 12 Uhr, statt, wozu hiermit alle Freunde und Gönner eingeladen werden. Der Vorstand. (1790) 1793) Gießen. Am vergangenen Sonntag ist von Großenbuseck bis nach Wieseck ein grünseidener Sonnenschirm mit einem grauen Bördchen, verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, denselben gegen eine Belohnung in der Erped. d. Bltts. abzugeben. 1792) Gießen. Ein Mädchen, welches im Weißzeugnähen und Flicken erfahren ist, wünscht noch einige Tage in der Woche besetzt zu haben. Nähere Auskunft ertheilt die Erped. d. VlttS. Gießen. Die 3. Compagnie der Bürgerwehr hat vom 1. bis den 30. Septbr. d. I. die Feuerbereitschaft. Das Ober-Commando der Dürgerwehr Fresenius. (1791) 452 Angekommene und abgereiste Fremden vom 27. bis 30, August 1852. stnd stets vorräthig zu staden bei Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei. G. D. Brüht I. Kanzleiberg, Lit 8 Z n d e n Gasthäusern. Jm Nappen: Fr. v. Elli« v. Petersburg; Hrn. Part. Leichner ». 9?ibba, Wode v. London u. Königsberger v. Dietz; Hm. S^rif. Sntfe . 'Hemme u RieS v. Geisenheim; Hr. vr. med. Schmitt v. Frankfurt, Hr. Schung Atäi nebst Familie u. Dienerschaft, Thec- Pflanzer v. Cantonm (t3nrt. 5r Diefenbach, Fabrik, v. Hanau; Hrn. Rent. v. Lotz v. Koblenz l-kimm v Berl nr Hr Baron v. Pho-ie. Militär v. Wum; H-. oea« Dffbiet vPrng; Hr Weber, Major v. Badens Hr. Sprung, fe'ld Privatm v. Frankfurt; Hr. Burckhard, Part. v. Paris, Frhr. v. Mittler, Militär v. Brandenburg; Hr. Drcsler, Hofmeister ®erl*£i v. Poscwitzki, Gutsbes. v. Posen; Hr. Lenep, Hofgartuer v Laubach , H . v Gail, Oberlieut. a. Schlesien; Hr. v. Stolzenberg, Part. v. Wien, K. Köster ».Hannover; Hr vr. v. Alexander v. Prag; H-»- Rent- Baumeister v Amsterdam u. Baugangel v. Dresden; Hr Brensch, Faonb v. Cöln; Hr. Fall!Postinspektor v. Frankfurt; Hrn. Kaufl. Cohen ».Brüssel, Rutz m Köcher v.^Mainz, Giller v. Crefeld, Schul; v. Dumen, Trost v Celle, Kiloch v. Hornhausen, Koch v. Frankenberg, Llndhelmer u. Koster »Frankfurt, Kroscfort «. Fevoke v Canton, Georgi v Beckau, Pfeffer v Limburg Bornemann v. Lemberg. Dittmar v. Ems, Simon - Lennep, Boitier v. Dresden, Büber v. Münden, Weidenkapp v. Leipzig u. Bichel v. Stuttgart. 3m Einhorn: Fr. v. Dörnberg v. Marburg; Fräul. Erzelich v. Baireuth; Hr. Hargevers, Geistlicher v. Botten; Jnthel, Rentier v. Philadelphia; Hrn. Stud. Newton v. Liverpool, Chaltez v.. Bonn u. Dove v Berlin - Hr. Wastrod, Rent. v Liverpool; Hr. Flugelli, Kapellmeister u. Hr. Schmittherr, Gutsbes. v. Wien; Hr. Fröhlich, Fabrik, v. Havre, Hr. Dachsfeld, Proprietär v. Berlin; Fr. Rosenthal u. Fr. Egersdon v. Berlin; Hr. Berghorst, Part. v. Weimar: Hr. v. Spanekowskl, paupttn. v. ©tiefen; Fräul. Müller v. Petersburg; Hr. Elcksberger, Rentier m .r. Stawsiedel, Schiffsbaum. v. Harburg; Hr. Pieür, Kirchenrath v. Cann stadt; Hr. v. Herwarth, Major v. Lnremburg; Hrn. Gutsbes. Milzenberg a. ij ommern u. Chulham v. Manchester; Hr. vr. med. Budams v. Le.p- Zig; Mad. Preller mit Fam. v. Mecklenburg; Hr. Mmmng nebst Frau, GutSbes. v. Bautzen -. Hr. v. Waffilikoff, Staatsratb u. Ihre Dmchl. die Frau Fürstin Narischkin v. Petersburg; Hr. vr. Deibel v. Gladenbach; Hr Steinschneider, Beamter v. Kanntben; Hrn. Gutsbes. Stamewetz nebst Fr. v. Moskau u. Starkenberg v. Neuhaltenslebtti; Se. Erl. Hr. Graf v Kleist, Offizier v. Schweidnitz; Hr. n. Schmalkalder, Forstmeister v. Romröd: Hr v Berndorf. Gutsbes. v. Posen; Hr. Schäfer Parttcul v. Magdeburg; Hr. Stengel, Mühlebes. v. Aschaffenburg; H» Scheerer, Privatm. v. Cobleuz; Hr. Vallin, Fabrik, v. Elberfeld; Hr. Berger, Offizier v. Berlin; Hrn. Kaufl. Kohlberg v. Wien, Farn ». Dresden, Gladenbach v. Rbepdt, Bauer ». Nürnberg, gaustmann o. München, Wähler v. Leip« ziq Müller v. Düsseldorf, Westermann ». Achen, Heinz, Martino u. Jr- me'nberg v. Frankfurt, Lowositzer u. Bergmann v. Prag, Euler u. Burg v. Berlin, Keßler v. Schwerin, Bornheimer v. Coln, Scholberg v. Leipzig, Walther ». Pasewalk, Menshausen v. Leipzig, Hirschfeld v. Mainz, Stahlheim v. Güntersloh, Meininger v. Oldenburg, Kammann v. Remscheid, Schläger v. Düsseldorf u. Wagner v. Nürnberg. 3m Prinz Earl: Hrn. Kaufl. Aderle v. Stuttgart, Seedel v. Marburg, Walter v. Mainz, Versner v. Fritzlar, Meper v. Coburg, »ofmann v. Stuttgart, Strauß v Mainz, Henninger v. Stralsund; Besol v. Lpon, Siebenhaas v. Achen, Löffler v. Halle u. Stach v- Offenbach; Hr. Hellmann, Privatlehrer v. Mannheim; Hr. Weitzel, Ins. eetor v. Baden-Ba- den; Hr. Eifert, Privatm. v. Cöln; Hr. Wolf. Beamter v. Wiesbaden; Hr. vr. Diestel v. Bonn; Hr. Fuhr, Controleur v. Berlin; Hr. Haller, Offizier v. Frankfurt; Hr. vr. Böhm v. Berlin; Hr. Otto, Geheimerath v. München; Hr. Sondermann, Rentier v. Wien; Hr. Debus, Assessor v. Lübeck; Hr Langendorf, Künstler v. Stuttgart; Hrn. Stud. Dove v. Berlin u. Stammler v. Bonn; Hr. Kuberka, Mechanikus v. Halle; Hr- Rossen, Gutsbes. v. Traisa; Hr. l>r. Reichard v. Carlsruhe; Hr. Borger, Spediteur v. Offenbach: Hr. Schue, Privatm. v. Darmstadt; Hr. Gutt- lcr Reg.-Asseffor v. Wien; Hrn. Oeeonomen Güntber v. Altenburg u. Müller v. Schotten; Hr. Pfeifer, Gutsbes. v. Rüdesheim; Hr. Schönhals, Offizier v. Luxen bürg ; Hr. Sarle, Negociant v. Nancp. Jm Barrnstädter Haus: Hr. Hartung, Gastwirth v. Newpsrk; Hrn. Geschäftsl. Meper u. Muth v. Ohsfort, Schimmel v. Mainz, Wahl v. Michelstadt u. Gröninger v Berleburg; Hr. Seibert, Gerber v. Ober« mörlen; Hrn. Oecon. Müller v. Hillershausen u. Grub v. Homberg; Hrn. Kaufl. Ferber v. Hannover, Ditschler v Büdingen, Weltmann v. Wurz- bürg u. Hardt v. Newpork; Hr. Römer, Fabrik, v. Schlitz; Hr. Alt, Student v. Heidelberg; Hrn. Oecon. Fischer v. Schlitz, Pracht v. Frohnhau- sen u. Heus v. Großenbuseck; Hr. Roth, Geschäftsm. v. Wetzlar. In den Privathäusern. Bei Hrn Universitätsdiener Schwarz: Hr. Authe» v. Lich. — Bei Hrn Hofqer.-Adv. Gottschalk: Frau Hauptm. Frans v. Laubach. — Bei Hrm Uuivcrsitätsrichter Haberkorn: Fräul. Stürz von der Hammermuhle u. Fräul Scholz °. Mainz. - Bei Hrn. Dr. Übrig: Hr. Revisor Uhng nebst Frau o7 Darmstadt. — Bei Hrn. Schuhmacher Kas; Fräul. Sad ». I Ma-nz — Bei Hrn. M Hornberger: Fräul Meper v. Bielefeld u. Fräul. Jacobson v. Fulda. - Bei Hrn. Ado. Krauskopf: Frau Reo,erforster Block v. Reichen, Hr. Phpsikatsarzt Dr. Jost nebst Frau v. Homberg u- Hr. Re- Vierförster Lang v. Altenburg. — Bei Hrn. Negierungsratb Kuchler. Hr. ,>r Tillmanns v. Crefeld. — Bei Hrn. Geheimerath vr. Nebel. Hr. j Student Stolzer v. Cassel. — Bei Hrn. Kaufm. Carl Muller: Frau Prell ' nebst Tochter u. Frau Hansch v. Düren. — Bei Hrn. Landgerechks-Act»ar Euler: Fräul Fuhr v. Oberroßbach. — Bee Hrn. , Buchh. Ricker. Hr. Cand. d Theologie Eckstein v. Zwingenberg. - Be- Hrn. Weber. Fr Rechn.-Revis. Becker v. Darmstadt u. Jungfer Schmidt -.Lollar. Bei Hrn. Kaufm Jughard: Hr. Actuar Korell nebst Fam. v. Grunberg. Frachtbriefe wie solche vom 1. Juni 1852 an bei den Bahnen -es mitteldeutschen Eisenbahn-Verbandes rur directen Beförderung von Gütern zwischen den Endpunkten Berlin, Leipzig, Magdeburg, Warburg, Carlshafen und Haltmgen (Ba,kl) zur Anwendung kommen, nach dem amtlichen Formulare angefertigt, sowie Gemeinde-Voranschläge