Anzcigcbtatt der Stadt und des Regierungsbezirks Gießen. JTo. Sonnabend den 24. Mai 18LL. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. — Dreis des Jahrgangs für Einheimische I ft, 30tr., für Auswärtig« inrl. Postaufschlag 1 st. 42 kr. — Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Erped. (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.) — EinrückungSgcbühr für die gefdaltene EorbuSzeile 2 kr. Amtlicher T h e L l. Inhalt des Gr. Hess. Regierungsblatts vom 15. Mai 1851, Nr. 11. 1) Verordnung, die Zeugen- und Erperten-Gebührcn im mündlichen und öffentlichen Strafverfahren mit Schwurgericht in den Provinzen Starkenburg und Oberheffen bctr.; — 2) Bekanntmachung, Veränderung in der Etntheilung der Phpsicats- bezirke Biedenkopf und Gladenbach bctr.; — 3) Bekanntmachung, die Vacantmaffe der verlebten Gottfried Krämers Wittwe zu Oberingelheim betr.; — 4) Bekanntmachung, die Auflösung des Forstpolizeibezirks Michelstadt und die Bildung einpS neuen Forstreviers Beerfelden betr.; — 5) Umlagen zur Bestreitung von Communalbedürfniffen in den Gemeinden des Regierungsbezirks Alsfeld für 1851; — 6) Bekanntmachung, die Umlagen der Gemeinde Echzell für 185t betr.; — 7) Umlagen zur Bestreitung der Communalbcdürfniffe in den Gemeinden des Regierungbezirkö Dieburg für 1851; — 8) Dienstnachrichten ; — 9) Concurrenzeröffnungen. Verordnung, die Zeugen- und Erperten-Gebühren im mündlichen und öffentlichen Strafverfahren mit Schwurgericht in den Provinzen Starkenburg und Oberheffen betreffend. LUDWIG III. von Gottes Gnaden Groß he rzog von Hessen n n b bei Rhein rc. ic. Da sich die im §. 7 Unserer Verordnung vom 28. Februar 1850, die Gebühren der Zeugen und Experten im mündlichen und öffentlichen Strafverfahren betreffend, festgesetzte Vergütung für die Fälle noth- wendigcn längeren Aufenthalts als unzureichend ergeben hat, so haben Wir nachträglich verordnet und verordnen hiermit, tote folgt: Einziger Artikel. Wird ein Zeuge, welcher nicht an dem Orte dcr Assisen wohnt, genöthigt, sich daselbst länger als drei Tage einschließlich des Tages, auf welchen er zur Vernehmung geladen war, aufzuhalten, so ist cs dem Präsidenten des Assisenhofs überlassen, für den über drei Tage hinaus andauernden Aufenthalt auf den Grund einer von dem Zeugen beizubringcnden Liquidation seiner während dieser Zeit bestrittenen nothwendigen Aufcnthaltökosten nach billigem Ermessen einen mäßigen Zusatz zu der im §. 7 der gedachten Verordnung vom 28. Februar 1850 bestimmten Vergütung zu bewilligen. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und des beigedrückten Staatssiegels. Darmstadt den 25. April 1851. (L. 8.) LUDWIG. v. Lindelof. Offizielle Nachrichten. Dicnstnnchrrchten. Am 29. März wurde der Kreisgerichtsbote Jacob Götz zu Alzep in gleicher Eigenschaft nach Osthofen versetzt und dem Gcrichtsboten-Aspiranten Jacob Rupp aus Osthofen die Kreisgerichtsbotenstelle zu Alzep, sodann an demselben Tage dem Conrectoratsvicar Ludwig Kröll zu Biedenkopf die evangelifche Pfarrstelle zu Frohnhausen, im Regierungsbezirke Biedenkopf, übertragen. — Am 2. April wurden der evangelische Pfarrer Ludwig Marchand zu Umstadt, im Regierungsbezirke Dieburg, zum Decan des Decanats Umstadt, — der evangelische Pfarrer 326 Johann Jacob Matthias zu Roßdorf, im Regierungsbezirke Dieburg, zum Decan des Decanats Roßdorf, — der evangelische Pfarrer Ludwig Wilhelm Dorn sei ff zu Als- bach, im Regierungsbezirke Heppenheim, zum Decan des Decanats Zwingenberg, — der erangelische Pfarrer Carl Conrad Co n sch uh zu Sprendlingen, im Regierungsbezirke Darmstadt, zum Decan des Decanats Offenbach, — der evangelische Pfarrer Ludwig Albrecht Braun zu Beerfelden, im Regierungsbezirke Erbach, zum Decan des Decanats Erbach, — der evangelische Pfarrer Wilhelm Stockhausen zu Wimpsen, im Regierungsbezirke Erbach, zum Decan des Decanats Wimpfen, — der evangelische Pfarrer Justus Otto zu Fränkisch-Crumbach, int Regierungsbezirke Dieburg, zum Decan des Decanats Reinheim, — der evangelische Ptarrer August W a l l o t h zu Wonsheim, im Regierungsbezirke Worms, zum Decan res Decanats Wöllstein und der evangelische Pfarrer Friedrich Carl Ludwig Scheid zu Derheim, im Regierungsbezirke Mainz, zum Decan des Decanats Oppenheim ernannt. — An demselben Tage wurde dem Pfarrer Joseph Sieger zu St. Rochus in Mainz die katholische Pfarrstelle zu Mombach, im Regierungsbezirke Mainz, übertragen und der von dem tzerrn Grafen Otto zu Solms-Laubach auf die evangelische Pfarrstelle zu Ruppertsburg, im Regierungsbezirke Gießen, präsentirte evangelische Pfarrer Christian Jochem zu Lardenbach für diese Stelle bestätigt. — Am 8. April wurde das dem Geometer Ludwig Löffler von Retschenhausen unfetm 26. April 1833 für den Kreis Alsfeld ertheilte Patent als Geometer 1. Klaffe zurückgenommen und der Genannte zur ferneren Ausübung der geometrischen Praxis für unbefugt erklärt. Concnrrenz- Eröffnungen. Erledigt sind: die Stelle eines zweiten Secretärs bei der Großherzogl. Rech- nnngskammer; concurrenzfähige Bewerber haben sich binnen sechs Wochen bei der Großherzogl. Rechnungskammer zu melden; — die evangelische Pfarrstelle zu Dalsheim, im Reg.-Bezirke Worms, mit einem Gehalt von 5S9 Gulden; — die erste evangelische Schullehrerstelle zu Stockhausen, im Reg.-Bezirke Alsfeld, mit einem Gehalt von 341 Gulden; den Freiherren Riedesel zu Eisenbach steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu. Nr. R. C. 5082. Gießen am 20. Mai 1851. Betreffend: Dte sicherheitsgefährlichen Karl Hitschler von der Krüge und die Elisabeth» Sippel aus Hersfeld. Die Großherzoglich Hessische Regierungs-Commission des Regierungsbezirks Gießen a n sämmtliche Gr. Bürgermeister des Regierungsbezirks. Der Karl Hiffchlcr — unter dem Namen Karl Klein von der Krüge bekannt und dessen Zuhälterin Elisabetha Sippel aus Heesfeld ziehen, geschehener Anzeige zufolge, in der Provinz Oberhessen herum, vom Beiteln und Diebstahl lebend. — Die Sippel soll einen auf den Namen Margaretha Deckenbach aus Oberschmitten lautenden falschen Heimathschein besitzen. Wir weisen Sie an, diese gemeinschädlichen Subjecte im Betrctungsfalle zu verhaften und an uns abliefern zu lassen. I. V. d. D. H a l l w a ch s. Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundene Gegenstände. Ein Kinder-Schubkarru und ein Hammer. Sodann wurde ein Schäferhund von schwarzgrauer Farbe dahier aufgefangen. — Die Eigentümer können sich zur Empfangnahme auf dem Gr. Polizeibüreau dahier melden. Gießen am 23. Mai 1851. Der Gr. Polizei-Commissär L. Nover. Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen. Besondere Bekanntmachungen. 880) Gießen. Die Besetzung einer Polizeidienerstelle. Bei der Stadt Gießen ist eine Polizeidienerstelle zu besetzen. — ES wird für solche hiermit Coa- curreuz unter dem Bemerken eröffnet, daß desfall- sige Anmeldungen innerhalb 8 Tagen bei dem Un- terzeichucten einzureichen sind. Gießen den 20. Mai 1851. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 1006) Gießen. Da von Gr. Hess. Reg. - Commission der von dem Stadtvorstande gestellte Antrag, be<= züglich der Stundung der Gewehrgelder aus unbestimmte Zeit, nicht genehmigt worden ist, und ich zugleich von derselben angewiesen worden bin, mit der fraglichen Beitreibung weiter vorzuschreiten, so werden unter Zurücknahme der Annonce vom 16. v. M. nunmehr sämmt- lidte Besitzer städtischer Gewehre hiermit aus- gefordert, das Ite und 2te Ziel innerhalb 8 Tagen an die Stadtkafse zu berichtigen. Erfolgt in dieser Zeit die Zahlung nicht, dann wird von Seiten der Gr. Hess. Reg. - Commission aus das Ite Ziel, worauf unterm 5. Juli v. I. gemahnt worden ist, die Pfändung und aus das 2te Ziel von meiner Seite die Mahnung erkannt werden. Gießen den 21. Mai 1851. Der Stadt-Einnehmer Enders. 1007) Gießen. Der Pfandschein Nr. 20119 über eine goldene Nepetiruhr, ist angeblich verloren worden und hat der Verpfänder um einen neuen Schein nachgesucht. Es werden daher Diejenigen, die etwa Ansprüche an jenen Schein, ree. das Pfand, bilden könnten, aufgefordert, solche inner» halb 14 Tagen dahier zur Anzeige zu bringen, gegen- fallö ohne Weiteres ein Duplikatschein dem Verpfänder ausgestellt werden wird. Gießen den 20. Mai 1851. Die Pfandhausverwaltung Bieler. Pfeil. 835) Marburg. Der Dienstknecht Johannes Stengel von Halsdorf, welcher der Unterschlagung beschuldigt wird und in seiner Heimath nicht anzutreffen ist, wird vorgeladen, sich bei Mei- dung steckbrieflicher Verfolgung den 1. Juni l. I., Vormittags 9 Uhr, vor der unterzeichneten Ge- richtsstclle zur Vernehmlassung zu sistiren. Marburg am 30. April 1851. Der Jnstruetionsrichter Wilhclmi, k. A. Versteigerungen. 982) Gießen. Die Lieferung von Tuch bei der Stadt Gießen. DaS zu drei Polizcidiener-Uniformsröcken erforderliche wollblaue Tuch soll im Soumissionswege an- geschafft werden. Es wird daher Concurrenz für diese Lieferung mit dem Bemerken eröffnet, daß der Preis für die Elle auf 3 fl. bestimmt ist, und daß die deßfallsigen Offerten bis zum 28. l. M. eingc- reicht werden müssen. Die Oeffnung der Offerten und die Auswahl der Proben erfolgt am 29. Mai, Morgens 9 Uhr. Gießen den 20. Mai 1851. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 1009) Gießen. Versteigerung von Dachdeckerarbeit. Die zur Reparatur des Kirchen- und Thurm- dachS zu Langgöns erforderliche Dachdeckerarbeit, 327 einschließlich der Material-Lieferung zu 89 fl. 12 fr. veranschlagt, soll Mittwoch den 28. d. Mts., Vormittags um 9 Uhr, in dem Rathhauö zu Langgöns wenigstnehmeud versteigert werden. Gießen den 23. Mai 1851. Der Gr. Kreisbaumeister des Baubezirkö Gießen Holzapfel. 990) Gießen. Freitag den 30. Mai 1851, Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Bürgerhospital die Lieferung von 47% Stecken Buchcn-Schcidholz an den Wem'gst- nchmeiiden versteigert werden. Gießen am 22. Mai 1851. Der Rechner Lauer. 936) Gießen. Brennholzlicserung. Dienstag den 27. d. Mts., Vormittags um 10 Uhr, soll auf der Universitäts-Kanzlei die Lieferung von 350 bis 400 Stecken Buchen Scheidholz in die hiesigen Universitäts-Anstalten an den Wenigstneh- mendcn versteigert werden, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, Gießen am 13. Mai 1851. Gr. Hess. Universitäts-Rentamt Martin. 986) Gießen. Zur nochmaligen Versteigerung des für das Gr. Hofgericht, den Gr. Affisenhof und das Büreau des Gr. Staatsanwalls erforderlichen Brennholzes, im Ganzen 120 Stecken Buchen Scheitholz ist Termin auf Mittwoch den 28. d. M. angeseht. Steigliebhaber können sich an besagtem Tag, des Vormittags 10 Uhr, in dem HofgerichtS- gebäude dahier einfinden. Gießen den 20. Mai 1851. Krebs. 937) Gießen. Bremiholzllefcnmg. Dienstag den 27. d. Mts., Vormittags um 10 Uhr, soll auf der UniversitätS-Kanzlei die Lieferung von 45 bis 50 Stecken Buchen Scheidholz in das Gymnasium an den Wenigstnchmcnden versteigert werden, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Gießen am 13. Mai 1851. Gr. Hess. Gymnasialkasse. Martin. 328 1005) Allendorf an der Lumda. Holzverstcigcrung tm Alleudorser Stadtwald. Montag den 26. Mai d. I., von Morgens 8 Uhr an, sollen in dem Distrikt Homberg, vorderste und hinterste Mark, auf der Seite nach Klimbach und Beuern, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden: 179'/, Stecken Buchcn-Scheidholz, 100% „ n Prügelholz, 117% „ „ Stockholz, 3319 Wellen » Reisholz, 25% Stecken Eichcn-Prügelholz, 275 Wellen » Reisholz, 2 Stecken Kiefern-Prügelholz, 3525 Wellen Nadel-ReiSholz, 125 " Saalweiden, 1470 Cubikf. Buchcn-Werkholz, von 10 bis 45 Fuß Länge, 410 Cubikf. Cichen-Werkholz, von 40 bis 60 Fuß Länge. Tie Zusammenkunft ist bei der Kleinmühle. Dann soll ferner Dienstag den 27. Mai d. I., von Morgens 9 Uhr an, im Distrikt Fichtenwiese, Dernbach und Nassenftranch, «ach Kurhessen bin: 30% Stecken Buchen-Sckeidholz, 39 „ i, Prügelholz, 11% ii „ Stockholz, 2087 Wellen „ Reisholz, 99 Stecken Kieferw-Scheidholz, 89% „ „ Stockholz, 1707 Wellen » Reisholz, 2 Stecken Aöpen-Scheidholz, 4 ii n Prügelholz, söffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Wege von Jlshau- en nach Winnen. Die Herren Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt Z achen zu lassen. Allendorf a. d. Lda. den 21. Mai 1851. Der Bürgermeister Schmidt. 1000) Steinbach. Künftigen Mittwoch den 28. Mai 1851, Mittags 1 Uhr, sollen dahier auf der Bürgermeisterei 2 neue Glockenseile zu fertigen, versteigert werden, der Voranschlag beträgt 21 fl. 36 fr., wozu Steiglustige eingeladen werden. Steinbach am 20. Mai 1851. ___________________Der Bürgermeister Horn. 970) Gießen. Montag den 26. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in meiner Wohnung bei Bäcker Schreiber auf dem Neuenweg: Tische, Stühle, Bettladen, ein gut erhaltener Schneidcrtisch, Bettwerk, Weißzeug, Küchengeräthe meistbietend versteigert werden. A. Muhl, _____________________________ Schneidermeister. 1014) Gießen. Mobilien - Versteigerung. Die in Nr. 33 u. 34. dieses Blattes angezcigte Mobilien-Versteigerung iiu M ailände r'schen Hause auf dem Sclterswege soll nunmehr Dienstag den 27. Mai, Nachmittags 2 Uhr, bestimmt und unwiderruflich abgehalten werden. Gießen den 23. Mai 1851/ F e i l g e b o t e n. 871) Gießen. *> aus diesjährigen Früh- ^UUrUD"'gs'Kräutern erzeug,, ist '^KRÄUTKK-/ in anerkannter Vortresflichkeit ->L> in Gießen nur bei dem Kaufmann Carl Frech (a Original- Packetchen 6 Sgr.) zu haben. Diese von dem Hohe» König!, preui;. Ministerium " der Medieinal-Angclegenheitcn approbirte M arom.-mcdic. Kräuter-Seife ist das best. geeignetste Mittel gegen Sommersprossen, ™ 'M /innen, Hitzblatter», sowie gegen spröde, g* trockene und gelbe Haut, sie trägt zur fit« Ersrischung und Stärkung der Haut wesent- lich bei, verschönert und verbessert den Teint M und erhält denselben in lebcnsfrischem Kn- sthen; ebenso eignet sie sich ganz vorzüglich für Bäder._______________________ 1002) Gießen. Eine sehr große jüSk und schöne Auswahl in Filz- und Seidenhuten, von der geringsten bis zur feinsten Qualität, empfiehlt _____PH. Lüdeking. 1012) Gießen. Klciderzeuge in Seide, Halbseide, Baregc, Sommer- und Wollen-AIousselille, empfehle ich zu auffallend billigen Preisen; sodann besitze ich eine große Parthie '% große Shawls, das Stück zu 2 fl. 12 fr., % breiten Kattun, die Elle zu 10 fr., schwarze und weiße Kleiderstoffe unter den Fabrikpreisen bei Salomon Heichelheim, neben dem Darmstädter Haus. 992) Gießen. Rb Gold - und Silbecivaaren. Von den modernsten Gegenständen in Goldwaa- ren, besonders Ohrringen, Brocken, Boutons, Schnallen :c., habe ich wieder eine schöne Auswahl erhalten, und empfehle solche zu den billigsten Preisen. I. Hanau, auf dem Seltersweg. 329 985) Frankfurt. Anzeige. Mein stets vollständigst assortl'rtes Lager der neuesten Damenkleiderstoffe und Shawls bringe ich hiermit in Empfehlung, mit der Versicherung der billigsten und reellsten Bedienung. Frankfurt a. M. Alexander Küchler. NB. Herr C. W. Dietz am Markt in Gießen hat beständig die Musterkartcn meiner neuesten Stoffe in Händen und ist zur Besorgung gefälliger Aufträge gerne bereit. 987) Cassel. Weachtungswertbe Anzeige! Unterzeichneter beehrt sich, einem geehrten Publikum zum bevorstehenden Jahrmärkte folgende schöne Maaren zu äußerst billigen (jedoch festen) Preisen zu empfehlen, als: ächt englisch-, französisch- und deutsch-gebohrte Näh - und Stopfnadeln, gut gearbeitete Steck- und Haarnadeln, ächt versilberte und schwarz lackirte Haken und Oescn, Häclnadeln, Häkeletui, Filetnadeln, sechs Sorten Stahlfedernhalter, englische und deutsche Stahlfedern, Perlmutter-, Glas-, Porzclain- und andere Rock-, Kleider- und Westenknöpfe, Uhrketten, Blanchetten von Stahl für Damen, Vorstecknadeln von Bronce, Stahl und Glas, Brochen, Stahlschnallen, Siahl- schieber mit Glöckchen zu Sammlbändchen, alle Arten ächte, wohlriechende Seifen, englisches und französisches Haaröl, alle Arten Fingerhüte und Schneiderringe, ächt englische kurze und balblange Schneidernähnadeln, kleine Gold- und Silbernadeln, blaue und weiße Stahlstecknadeln in Briefchen, Stricknadeln mit und ohne Etui, Geldbörsen, Portemonnaie, englische Sattlernadeln und Ahleisen, Kürsch- nernadeln, Gold- und Silber-Polsternägeln, sowie noch viele andere Galanterie- und kurze Waaren und selbst verfertigte Hau- u. Fechtmasken. Wiederverkäuser erhalten obige Gegenstände zum Fabrikpreise. Die Verkaufsbude befindet sich vor dem Neustädter Thore auf dem Markt mit folgender Firma bezeichnet: meist eigner Fabrik von Georg Ackermann auö Cassel. 996) Gießen. Feines Schwung- und Vorschußmehl ist zu haben bei Bäcker Steinberger in der Löwengasse. 994) Oberdieten. Die Unterzeichneten bringen hiermit zur öffentlichen Kcnntniß, daß sie einen Schieffersteinbruch in Oberdieten eröffnet haben und fortwährend ein reichliches Lager in Marburg bei Hcinr. Herzhäuser unterhalten und sich dorthin zu wenden ist. DaS Klafter kostet auf dem Bruch 2 fl., in der Niederlage zu Marburg 3 fl. Die Vorzüglichkeit der Steine ist durch die Gr. Baubehörde constatirt. Adam Thomas. Gg. Thomas. 949) Gießen. C Scharch, Cravattensabrikant aus Darmstadt, empfiehlt zu bevorstehendem Jahrmarkt sein reichhaltiges Lager aller Sorten Cravatten en grvs u. en detail, besonders empfiehlt derselbe für junge Herren die so beliebten Col- und Schieb-Cravatten zu de» billigsten Preisen. Sein Verkaufslvcal befindet sich im Gasthof zum Rappen. Zu vermiethen. 975) Gießen. Eine Familienwohnung ist zu vermiethen und Ende August beziehbar bei Buchhändler Ricker. 977) Gießen. Die obere Wohnung in meinem Hause vor dem Waüthor, in 6 heizbaren Stuben, Cabinetten, Küche, Holzstall, Keller rc. bestehend, ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Bergmann. 991) Gießen. Bei Gärtner Schmitt auf dem Reichensand sind 2 Familienwohnungen zu vermiethen und sogleich beziehbar. 989) Gießen. Das seither von Hrn. Rechner Kehr bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen bei Chr. Jughard an der Brandgasse. 813) Gießen. Der seither von Hrn. Assessor Harbordt bewohnte 3. Stock in meinem Hause ist anderweit zu vermiethen und kann auf Verlangen sogleich bezogen werden. M. Bapst Wtw. 512) Gießen. Das bisher von Herrn Professor Dr. Schäfer bewohnte Logis, mittlere Etage, in meinem (vormals Pilger'schen) Hause auf dem Selterswege, ist anderweit zu vermiethen, und kann den 17. Juni bezogen werden. Ph. Schlatter, Buchbinder. 330 1003) Gießen. Das seither von Frau Pfarrer Weiland bewohnte Logis ist anderweit zu vcr- miethcn. ' PH. Lüdeking. Vermischte Nachrichten. 1001) Gießen. Lichtbilder. Die Aufnahmen zu Lichtbildern auf Papier finden bei mir Nachmittags Statt. E. Bieler. 999) Gießen. Ein schwarz-seidener Regenschirm ist kurz vor Ostern irgendwo stehen geblieben; man bittet denselben bei C. Trapp auf dem Lin- denplaye abzugeben. 1013) Gießen. Sollte Sonntag den 25. Mai ungünstige Witterung sein, dann findet die Parthie der Bürgergesellschaft auf Schiffenberg nicht statt, was hiermit zur Kenntniß der Mitglieder gebracht wird. Gießen den 23. Mai 1851. Namens des Vorstandes I. P. Möhl. 1008) Gießen. Sommer - Theater im Garten des Herrn Busch. Donnerstag den 29. d. M. beginnt die Saison des Sommer-Theaters. Es wird vorher ein Abonnement ans 20 Vorstellungen zum ersten Platz eröffnet, welches vor der ersten Vorstellung geschlossen wird. Der Abonnements-Preis ist: Für 20 Bil- lets auf den ersten Platz, ä 18 fr., 6 fl. G. Heeder, Director. 1004) Gießen. Am verflossenen Samstag ist mir ein junger Hund von schwarzer Farbe, glatten Haaren und weißer Brust und Vorderpfoten, entlaufen; derselbe ist 8 Wochen alt, männlichen Geschlechts und seiner Race ein Schäferhund. Wer über denselben Auskunft zu seiner Wiedererlangung ertheilt, erhält eine Belohnung. Gießen den 21. Mai 1851. ____Fr. M ülle r. 998) Gießen. Ein gesitteter junger Mensch, der die nöthigen Vorkenntnisse hat, kann als Schriftsetzer sogleich bei mir in die Lehre treten. ___Will). Keller. 993) Gießen. Es kann ein junger Mensch bei mir in die Lehre treten. PH. Flett II., Schuhmachermeister. 801) Gießen. Ich verfehle nicht, einem geehrten Publicum die ergebene Anzeige zu machen, daß ich den bevorstehenden Gießener Markt abermals mit meinen längst berühmten Offenbacher Pfeffernüssen (in 2 Sorten) besuchen werde. Außer diesen und vielen andern vorzüglichen Conditorei- Waaren empfehle ich noch besonders: magenstärkendes Magenbrod, Theelebkuchen, Nürnberger und Baseler Mandcllebkuchen, Wurmkuchen, ächte Acker- männische Brustpapilloten ic. und bitte um recht zahlreichen Zuspruch. Meine Bude ist vor dem Neustädter Thor mit Firma Ur ff und Sohn. 1010) Schiffe »berg. C o n e e r t der Dürgerwehr-Mlustk am Christihrmmelsahrstage auf Schiffmberg. Entree für jeden Herrn 12 fr. Damen frei. Anfang 4 Uhr. Gut Bier! Wer dies trinke» will, der gehe zu dem Wirth Theodor Lotz auf dem Selters weg. (988) Ein Biertrinker. Gießen. Die 2. Compagnie der Bürgerwehr hat vom 25. bis incl. 31. Mai d. I. die Feuer- bereitschafr und den Ordonnanzdienst. DaS Obcr-Commando der Bürgerwehr. Fresenius. (995) 1011) Westphäl. Hof. Sonntag den 25ten Mai findet, Tanz-Musik auf dem Weftphälischen Hofe statt. E. P a u s ch. 984) Gießen. Sonntag den 25. Mai Musik der Butzbacher Lheveaurlegers bei L. König. 997) Stjau fen be rg. Bei günstiger Witterung ist am Himmelfahrtstage Harmonie-Musik bei mir anzutreffen, wozu ich freundlichst einlade. Für gute Speisen und Getränke werde ich bestens besorgt sein. Staufenberg den 22. Mai 1851. Joh. Stingel. 331 Gold- u. Silber-Cours vom 22. Mai 1851. «old. Pistolen .... Pr. Friedrichsd’or Holl. 10 fl. Stücke Rand-Ducaten 20 Francs-Stücke Engi. Souverains Gold al Marco . Silber. Laubth., ganze - . . Preuss. Thaler . . . 5 Frankenthaler . . Hochhaltig Silber . . Gering und mittelhaltig Disconto 1z Geld. st. kr. 9 36 9 58z 9 47 5 36 9 28J 11 53 378 — fl. kr. — — — -- 1 45 j 2 21 z 24 30 -- — Frischbäcker zu Gießen. Sonntag den 25. Mai. Jeremias Wallenfels am Seltersweg. Georg Noll in der Neustadt. Wilhelm Leber am Wallthor. Kirchliche Anzeigen d er evangelischen Gemeinde zu Gießen. G o t t e s d i e n st. Am 35. Mai. Morgens: Kirchenralh Dr. Engel. . Nachmittags: Pfarrer Bonhard. Universitäts-Gottesdienst. Um 11 Uhr: Professor Dr. Hesse. Am Himmelfahrtstage. Morgens: Kirchenralh Dr. Engel. Nachmittags: Pfarrer Bonhard. Getaufte. Den 17. Mai. Ein unehelicher Sohn, Emil, geboren den 11. Februar. Den 18. Mai. Ein unehelicher Sohn, Heinrich, geboren den 2. Mai. Denselben. Dem Bürger Heinrich Kreiling eine Tochter, Christine Henriette, geboren den 3. Mai. Denselben. Dem Bürger zu Battenberg und Jn- stnuatiens-Mandalor dahier, Georg Frank ein Sohn, August Hermann, geboren den 23. April. Denselben. Dem Burger und Barbier Johannes Schmidt eine Tochter, Karoline Luise, geboren den 23. April. Denselben. Dem Bürger und Kaufmann Georg Christian Spruck eine Tochter, Johannetie Philippine Wilhelmine, geboren den 24. April. Denselben. Dem Bürger und Lcinewebermcister Balthasar Sack ein Sohn, Heinrich Jacob Emil, aeboren den 4. Mai. J Den 20. Mai. Dem Bürger und Schneidermeister Kaspar Häuser eine Tochter, Karoline, geboren den 5. Mai. Beerdigte. Den 10. Mai. Maria Katharine Schmidt, Dienstmagd, des verstorbenen Ortsbürgers zu Königsberg Peter- Schmidt eheliche Tochter, alt 22 I. 6. M. 9 T., gestorben den 8. Mai. Den 16. Mai. Elisabethe Margarethe Treßler, des Ortsbürgers Adam Treßler zu Stockhausen eheliche Tochter, alt 41 I. 10 M. 10 T, gestorben den 14. Mai. Den 17. Mai. Luise Karoline Lang, des verstorbenen Gr. pensionirten Revierförsters Ludwig Lang hinterlassene Wiitwe, geborene Weidig, alt 76 1.10 M. 18 T., gestorben den 15. Mai. Den 19. Mai. Johannetie Marie Ramspeck, des verstorbenen hiesigen Bürgers Christian Balthasar Ramspeck eheliche Tochter, alt 42 I. 2M. 15T-, gestorben den 17. Mai. Die Pfarrgeschäste in der nächsten Woche besorgt Kirchenralh Dr. Engel. Katholische Gemeinde. G e taust. Den 16. M a i. Dem König!. Preuß. Obertelegraphisten bet dem hiesigen Telegraphen Karl Ludwig Dallemscheid eine Tochter, Luise Henriette, geboren den 3. Mai. Kopulirt. Den 18. Mai. Thomas Hör, ehelich lediger Sohn des Ortsbürgers und Ackermannes Thomas Hör zu Schönach im Großherzogthum Baden, Ortsbürger und Uhrenhändler zu Rödgen, im Regierungsbezirk Gießen, und Katharine Balser, ehelich ledige Tochter des Ortsbürgers und Ackermannes Johannes Balser aus Rödgen. Beerdigt. Den 19. Mai. Friedrich Emil Jungel, ehelicher Sohn des hiesigen Bürgers und Schreinermeisters Balthasar Junael alt 7 M. 23 T., gestorben den 13. Mai. 8 Angekommene und abgereiste Fremden vom 21. bis 23. Mai 1851 3 n den Gasthäusern. 3m Mappen: Mad. Boschar v. Amöneburg; Hr. Dr. Kling, Zahnarzt v. Hanau; Hrn. Rent. Dumont v. Paris u. Epplein v. Petersburg; Hr. Trevermann, Chem. v. v Berlin; Frbr. v. Stein-Barchfcld, Kammerhr. v. Hausen; Hr. Näußer, Thierarzt v. Hackholzhausen; Hrn. Stud. Berg v- Wetzlar, Rarmann v. Göttingen u. Bingel v. Limburg; Hr. Schilling, Pfarr. v. Nassau; Hrn. Part. Döring v. Wetzlar, Murischker v. Wien u. Wimmer v. Cöln; Hrn Kfl Nikolaus u. Beller v. Hanau, Ritter u. Schwarz v. Offenbach, Klingelbcrg v. Bremen, Stern, Hoffmann, Platz, Hartgen, Michel u Heß v. Frankfurt, Weigel u. Steifen v. Darmstadt, Dietz u. Rosecker v. Mannheim, gend v. Trier, Diedrich u. Rinsch v. Cöln, Maischhofer v. Pforzheim, Lehr v. Hamburg, Schmidthorn v. Schlichtern, Wolff v. Rothen- burg, Wiegand v. Bingen, Schwab u. Schröder v. Mainz, Kürschner v. Gladenbach, Pander v. Leipzig, Schwarzkapp v. Carlsruhe u. Walz v. Häckerswangen; Hr Sternheim, Bang. v. Brüssel; Hrn. Fabrik. Knazmann v. Stollberq u. Rtscher v. Worms. Im Einhorn: Hr. Rapp, Maschin. u. Hr. Lippe, Gastw v. Frankfurt; Hr. Molzcr, Lehr. v. Simmern; Hr. Marquardt' Mechau, v. Coblenz; Hrn. Oecon. Unzicker v. Hallenstein u. Müller v. Binzen; Hrn. Fabrik. Maurer v. Mühlhausen u. Hornbeck v. Chemnitz; Mad. Usener v. Berleburg u Martins v. Paris; Frl. Becker v. Laasphe; Hr. Sckfleuninq,' Kammrrth. v. Darmstadt; Hrn. Part. Daubert v. Saarlouis u. Ahrens v. Magdeburg; Hr. Winkler, Beamt, v Dresden • Hrn. Gutsbes. v Hoffmann v. Berlin u. Dr. v Eigenthal v. Großmehlen; Hr. Juckermann, Ingen, v. Brüssel; Hr Junge, Lieutn. v. Berlin; Hr. Hornbach, Rent v. Cöln; Hrn. Kfl. Vohwinkel v. Kierspe, Kaufmann u. Kettelhak v. Elberfeld, Kleemann u. Hollerback v. Mainz, Ostermann v Iserlohn, Hanauer u. Grell v. Leipzig, Lüdeking v. Alsfeld, Westermann v. Mönchsdort, Jäger v. Offenbach, Schneider v. Düsseldorf, Wegert v. Odenkirchcn, Luller v. Stuttgart, Schaumann^». Bürkburg, Weber v. Rhcpdt, Schwarze v. Lüneburg, Stcschan v. München, Kramer v. Cassel, Hölzer v. Lemp, u. Reinhardt v. Frankfurt. Im Prinz Earl: Hrn. Geschästsl. Müller v. Mainslar UN d Wiktu alte Np reise Viktualienpreise. B r o d t a x e. Fleischtaxe kr. i>f. pf-! fr. kr. Pf. fr. _ 10 2 Q L. 10 12 5 2 2 5 Marktpreise. Pf. fr. 16 ’«on berfelben ©attunq bestehen, und zwar auf 10 Md. nicht mehr als anderthalb voll vcLittvt-“ v, , rr,.-.,'.. «at» mtrh hir nam blut inen iitib tn.-ht Fruchtpreife । Ärunberg j I 10- Mai. 1 $ru (,ejjea 1 . zKorn- ) i l Waizen- und | gemischtes Brd.auS j Kornmehl besteh. 3 — 2 — M a Wetzlar 17. Mai. Scheffel .1 L.IQ T Marburg Mot t' st. 7 7 5 4 per Pfund Ochsenfleisch Knhfleisch . Rlndfieisch • Kalbfleisch • Schweinefl. . Hammelst. • Schaafst. . • Leberwurst • gern. Wurst. Bratwurst . Schwartem.. Blutwurst^ . geräuch. Speck Schinken . . Dörrfleisch . Rindsfett . Hammelsfett Schweineschmalz, ausgelassenes . dgl., nnauSgel. £ 3 3 2 1 st. 7 7 5 3 6 8 l fr. 50 st. 7 6 5 l P£ 200 190 170 120 blulis-n und nicht geliielbaten Stucke «om Hals sind von der Zugabe gänzlich ausgeschlesten. fr.jpf.|'fr. pf- ’fipt 8 — — — Pf. fr. Pf. 2 Pf- fr. fr. Pf. tr.--.~- --- 30 200, 30 200 2001 30 200' -