Anzcigcblatt der Stadt and dcs Regicrungsdezirk« Gießen. 1851 Mittwoch »en 23. April M 33 ... - »""xr's*sä. ....... --J-ÄÄÄSÄ“ Privat - Bekanntmachungen. Gerichtliche und Edictalladungen. 505) M arburg. Verfügung in Sachen der ledigen Geschwister Valentine Katharine und Maria Wilhelmine Victorie Schweinsberger von Ockershausen, unter Vormundschaft des Jacob Lachmund daselbst, Kläger wider die Katharine Schweinsberger von da, dermalen in unbekannter Fremde, Verklagte wegen Forderung. Wird diese Klage: „die Verklagte schuldete der Mutter der Klä- „ger auS Darlehn vom 1. Mai 1820 den „Betrag von 100 Thalern, dieser Forderungs- „anspruch an der Verklagten ist vermöge Ces- „sion vom 2. Januar d. I. auf meine Cu- „randen übergegangen. Die Verklagte hat „diesen Anspruch, obgleich sie von der Mutter „meiner Euranden wiederholt dazu aufgefor- „dert ist, bis jetzt nicht abgeführt und, ich „sehe mich daher klagend zu bitten gemüßigt: „die rubricirten Verklagten zur Zahlung „der libellirten 100 Rthlr. ref. cxp. schuldig zu verurtheilen." Die Verklagte ist dermalen in Ockershausen nicht anwesend, und wie die unter Z. 2 anliegende Vür- gcrmeistcrbeschcinigung ergiebt, ist deren dermaliger Aufenthaltsort unbekannt, weßhalb ich weiter bitte: „der Verklagten diese Klage durch Insertion „in öffentliche Blätter zu insinuiren und sie „zu einem Verhandlungs-Termine vorzuladen, „unter der Androhung, daß alle weiteren, in „dieser Sache ergehenden Verfügungen und „Bescheide durch Anhcften im Gcrichtsgitter- „schrank bewirkt werden würden." vorgelesen genehmigt in fidem Ruprecht. Der Verklagten, da bescheinigtermaßen deren Aufenthaltsort unbekannt ist, wird hierdurch mit der Auflage bekannt gemacht, die Kläger klaglos zu stellen, oder etwaige Einreden dagegen bei Strafe der Verurtheilung in die Kosten im Termin den 25. April d. I., und eventuell bei Strafe der Ausschließung und des Zugeständnisses im Termin den 23. Mai l. I., vor unterzeichnetem Gericht (auf dem hiesigen Schlosse) vorstellig zu machen, und wird bemerkt, daß alle rn dieser Sache weiter ergehenden Verfügungen und Bescheide, durch Anheften im Gerichtslocal, werden bewirkt werden. Marburg am 10. März 1851. Kurfürstl. Hess. Justizamt HL Ossius. vdt. Ruprecht. 435) Grünberg. Konrad Burgs Eheleute von Obergrubenbach, später zu Ruppertenrod wohnhaft, haben nachstehende, in der Gemarkung Niederohmen gelegene Grundstücke: XXIV XXIV unb XXIV 3.4.5.6.7.8-, 3,75 u. 2,75 3,73 u. 2,73. an Johannes Mootz auf der Obergrubenbach verkauft, vermögen aber daS Eigenthum dieser Grundstücke nicht urkundlich nachzuzeigen. , Auf deren Antrag werden daher alle diejenigen, welche Eigenthums- oder sonstige dingliche Ansprüche daran bilden zu können glauben, hiermit öffentlich aufgefordert, diese ihre Ansprüche sogewiß binnen 60 Tagen bei dem unterzeichneten Landgerichte geltend zu machen, als sonst hierauf keine Rücksicht genommen, und der darüber beantragte Kaufbrief ausgefertigt und bestätigt werden wird. Grünberg den 28. Februar 1851. Gr. Hess. Landgericht das. Weicker. Dr. Ortwein. 258 Besondere Bekanntmachung. 759) Gießen. Nach einer mir heute zu gekommenen Mittheilung Gr. Bürgermeisterei hat die Stundung der Gewehrgelder bei allen denjenigen Mitgliedern, welche nicht mehr bei der Bürgerwehr aetiv sind, aufgebört. In Folge dessen werden dieselben hiermit aufgefordert, die fraglichen rückständigen Gelder in den ersten 14 Tagen bei Vermeidung gesetzlichen Zwangs an die Stadtkasse zu berichtigen. Gießen am 16. April 1851. Der Stadtrechner Enders. Versteigerungen. 766) Gießen. Dienstag den 29. April, Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Mailänder'schen Hause auf dem Sel- terswege verschiedene Mobilien, als: ein Sopha, mehrere Commoden, Kleiderschränke, Stühle, Betten und Bettladen, sowie noch anderes Hausgerälhe, auch wenn Liebhaber vorhanden, eine Partie Jo- hannistraubenwein in Flaschen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 22. April 1851. 740) Gießen. Freitag den 25. d. M, Nachmittags von 1—4 Uhr, werden in dem v. Löh r'schen Nebenhause in der Wolkengasse Kannapees, Schreibtische, Commoden, Tische, Stühle, Schränke, Bettladen, ein Clavier, Bettwerk, Weißzeug, Glas, Porzellan, Spiegel, Kückengeräthe, Waschbütten und sonstige Gegenstände gegen gleich baare Zahlung versteigert. Gießen den 18. April 1851. 737) Grünberg. Mühle - Verpachtung. Die dem Hofgerichtsrath L. v. Grolman zu Gießen zustehende, am Brunnenthale bei Grünberg belegene s. g. Antonittermühle, nebst Oeconomiege- bäuden und 15 Morgen Gärten, Wiesen, Aecker, Wald und einem Forellenteich, sollen Samstag den 26. d. M., Mittags 1 Uhr, in der Wohnung des unterzeichneten Bevollmächtigten auf mehrere Jahre verpachtet werden. Die Mühle hat einen Mahlgang, ist mit hinreichendem Ouellwasser versehen und kann daher zu jeder Jahreszeit betrieben werden ; dabei ist sie frei von Pacht- und Erblehen. — Sollten sich Kaufliebhaber finden, so wird in jenem Termine zum Verkauf geschritten. Grünberg am 14. April 1851. Jung, Deeanatsrcchner. Feilgeboten. 685) Lich. Bei Hoffischer Fischer in Lich sind vorzügliche Karpfen zu verkaufen. 768) Gießen. Eine große und geschmackvolle Auswahl gestickter, broschirter und glatter Vorhang- mousseline, Jaeonnets und echtfarbige Catlune, sowie Vorhangspltzen, Guimpen und Franzen, feine weiße und bunte Rouleaurstoffe in jeder Breite, Broncestangen und Rosetten jeder Art, Fußtepviche in Wolle und Leine, gewirkte und gedruckte Tischdecken empfehle ich der Schönheit und des billigen Preises wegen einem geehrten Publikum. Ed. Strarf, Tapezierer. 753) Gießen. Gesuudheits-Chocolade, Häringe, Senf in Töpfen, getrocknetes Obst, Bischoff, Grogg- und Punsch-Effen; bei H ö st e reich, auf der Mäusburg. 717) Gießen. Rothen, weißen und ewigen Kleesaamen, in bester Sorte bei L. Jahr eis. 490) Gießen. M m s v e V D a N Meine sämmtlichen Waaren, als: Mousseline de Laine, Thibet, Lustre, Orleans, Seidenstoffe , schwarz und in Farben, Toil de Nord, Kattun zu Kleider und Möbel, Baumwollcu- zeuge, Jaconnet, Mull, Tüll, Spitzen, Band, Strohhütc, Sonn- und Regenschirme, Shawls, Foullards, angefangene und fertige Stickereien, Stramin und Wolle, Franzen, Guimpen und Galon, und noch viele andere Waaren empfehle ich unter dem Fabrikpreise. M. Heß. 772)■ Gießen. Ein großer Reisekoffcr, noch neu, ist zu verkaufen. Wo? sagt unter Nr. 772 die Erpcdilion d BlitS. ____________________ 767) Gießen. In der Flügelsgasse Nr. 73 ist ein Haufen Dung zu verkaufen. Zu vermiethen. 769) Gießen. Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei P. Franz, Schneider. 722) Gießen. Im Heß'schen Nebenhaus auf dem Reichen-Sand ist ein Logis zu vermiethen. 597) Gießen. Das Wohnhaus Lit. A. Nr. 62 ist anderweit zu vermiethen und bis den 1. Juni beziehbar. Das Nähere erthcilt Seiler H i l g a r d t. Vermischte Nachrichten. . 764) Gießen. Ich wohne jetzt in dem -Hinterhause des Hrn. Kaufmann M. Heß am Lindenplatz. I- Stollmer, Schneidermeister. 259 744) Gießen. Societe anonyme beige de bateaux ä vapeur für die Dampfschifffahrt zwischen Antwerpen und London während der großen Gewerbeausstellnng. Dee Verwaltungsrath bringt hiermit zur Kenntniß, daß Herrn I. G. Appel in Gießen die Agentur der Gesellschaft für Gießen und Umgegend übertragen worden und daß derselbe zur Entgegennahme von Einzeichnungen auf Actien ermächtigt ist. Antwerpen im April 1851. ®cr A. B r e u sl n g. Bezugnehmend auf vorstehende Bekanntmachung beehre ich mich anzuzeigen, daß bei mir die Statuten der Gesellschaft einzusehen sind und die Einzeichnungen stattfindcn können. Die Actien im Betrage von 50 Francs berechtigen zur freien Pagage von Antwerpen nach London mib via versa mit einem eben so bequemen als eleganten Dampfboot der Gesellschaft, sowie zur Theil- „cihme an der Vcrtheilung der Activa (welche wenigstens in zwei tüchtigen Dampfbooten im ungefähren Werthe von 400,000 Francs bestehen) nach Beendigung der Ausstellung. Gießen im April 1851. 3- G. A p p e 1. Gießen. 742) Wellenbad. Frrmz Pepplcr A Comp. Da uns durch den Ankauf der bisher von Herrn Wernz besessenen Mühle sämmtliche Wellen der Obermühle zu Gebote stehen, so haben wir in diesem Jahre die Anzahl unserer Wellenbäder bedeutend vermehrt und in Herren- und Damen-Bäder getheilt. Wir erlauben uns noch zu bemerken, daß wir auch einige stille Bäder eingerichtet haben und laden ein verehrtes Publikum zur bevorstehenden Badesaison zum Abonnement ganz ergeben st ein. Gießen im April 1851. Franz Peppler & Comp. 586) Gießen. Die Magdeburger Feuerversicheruugs Gesellschaft übernimmt zu billigen, festen Prämien Versicherungen gegen Feucrsgefahr, sowohl in Städten, als ans dem Lande, auf bewegliche und unbewegliche Gegenstände. In der Billigkeit ihrer Prämiensätze steht dieselbe gegen keine andere solide Anstalt nach; auch gewährt sie bei Versicherungen auf längere Dauer bedeutende $ ort 6 eile. Der unterzeichnete Agent nimmt Versicherungs-Anträge gerne entgegen und ertheilt über die näheren Bedingungen stets bereitwillig Auskunft. Gießen den 27. März 1851. I. L a u ck c r t. 771) Gießen. Der Unterricht in meiner Lehr- und Erziehungs-Anstalt für Knaben beginnt Montag den 28. April, Morgens 8 Uhr. Den allgemeinen Plan der Anstalt und den Lectionsplau für das Sommerhalbjahr lheile ich auf Anfragen gern mit, desgl. die Ferber'sche Buchhandlung. Diejenigen, welche ihre Söhne der Anstalt anvertrauen wollen, werden gebeten, die Anmeldungen bis zum 28. April an mich gelangen zu lassen. Dr. Steinmetz. 260 691) Frankfurt. Das Anlehen deutscher Fürsten und Edelleute, garantirt vom Prinzen Friedrich von Preußen, «Herzog von Nassau, «Herzog von Meiningen, «Herzog von Sachscn-Eoburg u. a. m., bietet die schönen Gewinne von fl. 23,000, 20,000, 18,000, 16,000, 14,000, 13,000, 12,000, 11,000, 10,000, 10 ä 3,000, u. s. W. Nächste Ziehung oml3. Mai 1851. Zn diesem äußerst vortheilhaft eingerichteten und in jeder Hinsicht cmpfehlenswerlhen Spiel, können Loose zu folgenden Preisen bezogen werden: Einzelne Loose ä fl. 1 30 kr. 4 Stück ä fl. 5, 9 Stück ii fl. io, 20 Stück ä fl. 20, 56 Stück ä fl. 50 durch das unterzeichnete, mit dem Perkauf beauftragte Großhandlungshaus Julius Stiebe! junior & Comp. Banquiers in Frankfurt a. M. 765) Gießen. Nr. 162 hat den Lichtschirm und Nr. 172 das Portemonnais gewonnen. I o h a n n e t t e Franz. 763) Gießen. Eröffnung der Turnschule für Mädchen und Knaben Montag bcn 28. April. Die verehrlichen Eltern, welche gesonnen sein sollten, ihre Kinder dieser Anstalt anzuvertrauen, bitte ich um bald gefällige Benachrichtigung. C. Rübsamen, Turnlehrer, wohnhaft bei Hrn. Botenmeister Lehr, ’ 713) Gießen. Es wird ein braves Mädchen vom Lande, welches kochen kann, überhaupt in allen häuslichen Arbeiten erfahren ist, sogleich in Dienst gesucht. Näheres bei der Erpcd. d. Blatts 770) Langgöns. Tüchtige Arbeiter können auf der Eisenbahnstrecke in der Langgönser Hardt Arbeit finden zu 32, 34 und 36 kr. per Tag. Diejenigen, welche Karren in Accord fahre», können 50 kr. bis 1 fl. verdienen. LanqgönS den 17. April 1851. Joh. Müller XI. Für die Abgebrannten zu Nüddingshausen sind im Ganzen bei uns eingegangen: von Hrn. Apotheker v. St. G 1 f* 1- 20 fr- „ „ Apotheker Dr. M. ..... 1 „ " „ „ Professor Dr. 1 " — " „ „ N. N. in G 5 " ~ " „ „ Stud. med. v. St. G- > . > - - 1 zusammen 9 fl. 20 kr. welchen Betrag wir unterm Heutigen an Gr. Bürgermeisterei zu Nüddingshausen zur Ablieferung an ie Abgebrannten eingesendet haben. $. Expedition. Gießen den 7. April 1851. Nüddingshausen den 16. April 1851. Der Großh. Bürgermeister zu Nüddingshausen an die . „ Expedition des Anzeigeblattes für die Stadt und den Aeglenmgs- bezirk Gießen. Daß mir die Beiträge der Menschenfreunde der Stadt Gießen für die Brandbeschädigten in der Gemeinde Nüddingshausen, im Betrag mit 9 fl. 20 kr., durch die Erpedition des Anze.geblattes für d.e Stadt und den Regierungsbezirk Gießen eingehändigt worden ist, bejchemtge ich ^germelster Theis. Bescheinigung. Wir, die unterschriebenen Ortsbürger, als Brandbeschädigte zu Ns-ddingshausen beschenugen und quittiren hiermit zugleich, daß uns die Beiträge der Menschenfreunde der Stadt Gießen, m'^9 neu« Gr.lden zwanzig Kreuzer, welche uns durch die Erpedilion deö Anzetgebla tes M d> O und den Regierungsbezirk Gießen gesammelt wurden, durch Bürgermeister ^hets z g ) abgeliefert worden sind. Den Gebern hierfür recht herzlichen Dank. Nüddingshausen den 16. April 1851. ,, , = „ u.* Johannes Dunker. «Heinr. Scherer. Johannes Feldbusch. -»^Hannes Elbertnt Zur Beglaubigung der Unterschriften: 6cr Sur0ermei(ic (L. S.) i ' (Hierzu eine Beilage.) Beilage zu M 33 des Anzcigeblattes Einige Tage nachher wurde auf dem Erdwall, welcher die Start Khiwa umgibt, ein Scheiterhaufen errichtet. Segheb Mohelam's beide Oheime mütterlicher Seits bestiegen denselben, als des Verbrechens, Naha- rinn's Haus in Brand gesteckt zu habenüberwiesen. Ein junges Kind, das man noch lebend in der brennenden Wohnung getroffen, hatte erklärt, daß das Haus durch zwei Männer angezündet worden sei, welche es leicht wieder erkennen wolle, während eine verschleierte Frau Nahariun ermordet habe. L a r t a r i s ch e Justiz. (Schluß.) Eine Flammensäule stieg aus dem Gebäude empor, tvelches Naharinn und ihre Familie bewohnten, und ein furchtbarer Lärm und lauter Ruf nach Hülfe drang an sein Ohr. „Mutier!" rief et aus, „dieses Feuer ist durch den Haß einer Frau an gezündet worden. Du warst nicht in Khiwa, wo warst du, ehe du kurz vor meiner Ankunft nach Hause zurückkehrtest?" Und er faßte seiner Mutter Arm mit fürchterlicher Gewalt, indem er einen durchbohrenden Biick auf sie heftete. Sie wies aber mit Abscheu und Zorn den Verdacht ihres Sohnes zurück. „Jedenfalls," rief der junge Mann mit einer Ent- I n den G a st h ä u s e r n. Im Einhorn Hrn. Kaust. Hellmann u. Buschmann v. Zahron, Weisflog u. Becker v. Gera, Kuchner u. Hoffmann v Chemnitz, Lange v. Crimitschau, Predani u. Roth v. Frankfurt, Jäger d. Miltenberg, Michel v. Frendenberg, Pätzbach v. St. Gallen, Breger v. Chemnitz, Potthof v. Creuznach, Beckmann v. Frankfurt, Schmidt v. Siegen, Stern v. Leipzig, Mannheim ». Berlin, Winckler v. Mannheim, Müller v. Mainz, Klotz v. Frankfurt, Herz v. Odenkirchen, Maper v. Deidesheim, Speihtel v. Stuttgart, Spenzel v. Hanau-. Hr. Machmund, Lieutenant ». Carls- ruhe; Ar. Glere, Beamter v. Magdebnrg; Hr. v. König, Partieulier v. Berlin; Freihr. v. Spiegel, Hr. ». Wiffel- bein, Major, u. Hr. Schütte, Dr. phil. v. Berlin; Hr. Lotz, Dr. jur. tt. Thunbe, Unteroffizier v. Cassel; Hrn. Stuv. Chäckc u. Faber v. Göttingen; Hr. Lustnera, Rentier v. Pontoise; Hr. Lobenstein, Fabrikant v. Hera; Hr. Heile, wer, Beamter «.Magdeburg; Hr. Schnabel, Part. v. Cassel; Hr. Pezorowski, Proprietair v. Bologna; Hr. Barnhagen, Gand. pütt. v. Frankfurt. im Hoppen: Hr. Mohrstett, Part. v. Frankfurt; Hr. Klippert, Apotheker v. Fritzlar; Hr. Weigand, Prof. v. Marburg; Hr. Stegmann, Director v. Mosbach; Hrn. Fa- brikanten Fischer v. Darmstadt u. Arnold v. Gotha; Hr. Umbreit, Geh. Kirchenrath v. Heidelberg; Hr. v. Wltzen- dorf, Rittmeister v. Bonn; Hr. Gemmer, Chemiker u. Hr. v Deines, Part. v. Hanau; Hr. Hartmann, Journalist v. Cassel; Hr. Virgel, Fabrikant v. Berlin; Hr. Schilling, Stud. v. Jena; Wensbrau, Lieutenant v. Cöln; Hr. v. Schenck, Ober-Finanz-Mnister u. Hr. v. Bieberau, Ober- Forstmeister v. Darmstadt; Hr. Wachenberg, Stud. ». Pfungstadt; Hr. Krüger, Jnspector v. Caffel; Hr. Michaelis, Zur Unterhaltung und Belehrung. schlossenheit aus, welche seine Mutter in Schrecken s^te, „wehe dem Mörder er soll unter den fürchterlichsten Qualen sterben, das schwöre ich bei dem Haupt meines Vaters!" Vermischte Nachrichten. 762) Gießen. Macmrmc Militär-Stellvertretmigs-Anftalt C * für das Großhcrzogthmn Hessen. Ebenen 400 Mitglieder sind der diesjährigen Assecnrranz-Gpsellschaft bis jetzt schon beigetreten. Bei G-s-Uch-t- noch Mlrd»-«-», ->N,-Ia»-N, >h>° aai.rMg ,„s^, Franz Peppler. Auaekommme und abaereiste Fremden vom 18. bis 20. April 1851. ^UlgeroNlUllllr w I o Professor ».Tübingen, Hr. Spanier, Privatmann ». Darmstadt : Hr. Müller, Commistair v. Berlin; Hrn. Maier Bu- wer v. Wien u. Grebenbach v. Heidelberg; Hr. Welker, Professor v. Bonn; Hr. Premier, Baurath v. Neuwied; Hr. Beier, Beamter v. Altenburg; Hr. v. Slepkp, Rittmeister v. Berlin; Hr. Lenz, Lehrer v. Caffel; Hrn. Kaufleute Holzhauer v. Marburg, Mattron v. Mannheim, Maper v. Hannover, Katzmann v. Leipzig, Nitschke v. Wehrdorf, Zahn, Kolbmar, Dircks u. Ehlers v. Frankfurt, Beer v. Oesternch, Krätzer v. Hungen, Huth v Gotha, Rau ». Holzhanseil, Sachsenräder v. Caffel, Koch v. Langensalza, De,an v. Ruhla», Haas v. Cöln, Haffenpflug v. Hanau, Hacker v. Gotha, Bauer v. Friedberg, Nolte u. Häsk v. Leipzig. Im Darmstädter Haus: Hrn. Geschäftsleute Wolf v. Bisses, Herz v. Büdesheim, Wetzel v. Freiburg, Fischer v. Papau, Hörner von Offenbach, Schmidtspahn v. Marburg, Eschle v. Fortwangen, Meichel v. Gladenbach, Schelmann v. Ersutt, Bochhard v. Lünneville, Stephans ». Warschau, Böhm v. Ladenburg u. Eschle v. Fortwangen; Frau Roth v. Wetzlar, Hr. Bupp, Weber v. Marburg. In d e n P r i v a t h ä u s e r n. Bei Hrn. Bäcker Keil: Frau Diemer v. Büdingen. — Bei Hrn. Prof. Dr. Vir : graut. Fuhr v. Darmstadt. — Bei Hrn. Kaufmann Münch: Hr. Rentmeister Reichmann nebst Fräul. Tochter v. Hohensolms. — Bei Hrn. Prof. Dr. Heyer: Hr. Landgerichts-Assessor Bötticher v. Offenvach. — Bei Hrn Forstm. v. Buseck: Hr. Hauptmann Schauer v Mainz - Bei Hrn. Steindr. Dörr: Hr. Privatm. Wehn v. Hirzenhain. - Bei Hrn. Freiprediger Siebert: Fraulem Siebert v. Darmstadt. - Bei Hrn. Tapezier Noll: Frau em Volz v. Darmstadt. — Bei Frau Dr. MobuS: Fraulem Fimkron von Friedberg. 262 Der junge Chan hatte hierauf alle Vornehmen und Anführer der Karakalpas-Horde vor sich kommen lassen, damit das Kino, das neben ihm stand, als unwiderruflicher Zeuge, welchen der Himmel hatte leben lassen, daß er die beiden des Verbrechens Schuldigen herausfände, dienen konnte. Diese beiden Verbrecher waren, wie gesagt, die Brüder der Mutter Segheb Mohelam’s gewesen. Zum Zwecke der Entdeckung des dritten Schuldigen ließ der junge Chan nun die beiden Ersten die fürchterlichsten Martern ausstchen; die unerhörtesten Grausamkeiten wurden ersonnen, um ihr Stillschweigen zu brechen und seine Rache voll zu machen. Mit neugierigem Auge und verzehrender Ungeduld erwartete er den Augenblick, wo ihren Lippen der geheimnißvolle Name entschlüpfen würde; aber seine Erwartung wurde getäuscht. Die beiden Unglücklichen fielen währeud ihrer Qualen mehrere Mal in Ohnmacht und starben endlich, ohne ihren Mitschuldigen oder ihre Mitschuldige angegeben zu haben. Als er sie sterben gesehen, stieß der junge Chan einen Schrei der Wuth aus und fiel wie vernichtet „So wird sie mir nicht entwischenmurmelte er mit unheilverkündendem Lächeln. Er befahl alsbald, daß alle Frauen der Stadt vor ihm erscheinen und mit verschleiertem Gesichte und mit lauter Stimme die Worte: „Stirb Elende!" aussprechend, an dem kleinen Kinde vorüber gehen sollten. Eine Stunde nachher waren alle Frauen der Stadt erschienen, um sich der fürchterlichen Probe zu unterwerfen. Der Vollstrecker des höchsten Willens des Khans ffonb. mit gezogenem Uatagan daneben. „Sobald," sagte Segheb Mohelam zu diesem, „dieses Kind zu der Schuldigen gesagt haben wird: „Du bist es, die den feigen Mord begangen," wird der Kopf der Elenden in den Staub rollen!" Die Frauen setzten sich in Bewegung und schritten eine nach der andern an dem jungen Mädchen vorüber, das sie oft mehrere Male die fürchterlichen Worte wiederholen ließ, deren Aussprache über ihr Schicksal entscheiden sollte. Jeder dieser Unglücklichen entfloh ein langer Seufzer der Beruhigung, nachdeni sie die harte Probe bestanden, diejenigen, welche sie noch zu bestehen hatten, zitterten an allen Gliedern. zusammen. , Endlich hörte man eine Stimme, bei deren Klang, Plötzlich aber erleuchtete tut Strahl gleich einem ^gleich dieselbe absichtlich entstellt war, das Kind zu- Blitze seine Augen; er wandte ,ich an das junge Kind ^„„„enfuhr. und fragte dasselbe, ob die Frau, welche seine Geliebte „Das ist die Schuldige!!" rief dasselbe aus. erdolcht, nicht einige Worte gesprochen habe, und ob es . dieselbe an ihrer Stimme nicht wieder erkennen würde? Kaum war dieser Ausruf geschehen, als ein blu- Ja" erwiederte das Kind, „sie hat gesprochen und tiges Haupt aus dem Schleier siel, welcher dasselbe zwar mit einer wüthenden Stimme; ste hat gesagt: bis daher bedeckt hatte und zu den Füßen des jungen ^Stirb Elende'" In ihrer Stimme lag Etwas, Chans rollte, welcher, als er dasfelbe erkannte, einen das einen solchen furchtbaren Eindruck auf mich ge- Schrei ausstieß und in Ohnmacht sank. macht hat, daß ich sie aus Tausend andern Stimmen gg war das Haupt seiner Mutter. heraus wieder erkennen würde." der Staats-Papiere. Frankfurt, den 19, April 1851. (Schluss der Burse.) Gestreich . . ;; Preussen . . Darmstadt . Baden .... Metalliq. Obligat. . . ditto ditto . . . ditto ditto . . . Bank-Actien..... fl. 250 Loose b. Roths. 11. 500 „ ditto Bcthmann. Obligat. ditto- ditto Staatsschuldscheine Prämienscheine fl. 50 Loose ..... fl. 25 ditto...... ditto..... . ditto....... Obligationen v. 1842 fl. 50 Loose . . . . . fl. 35 Loose v. 1845 pCt. \ Papier] Geld Baiern . . . Würtemberg Nassau . . . Frankfurt. . Holland. . . Spanien. . . Polen .... Russland . . Obligationen..... Obligationen b. Roths. Neue Würtemberg. Obligationen b. Roths. ditto ditto fl. 25 Loose..... Obligationen..... ditto v. 1839 ditto v. 1846 Taunusbahnacticn . . Integrale ....... Holländische..... Syndicats....... Innere Sch. neue Obi. fl. 300 Lott. Loose Rth. Obligationen de fl. 500 in R. fl. 2.b. Grün. etC. ditto b. Stieglitz et C. pCt. Papier _Geld 5 4'/, 4 4-/, 3% 5 47, 4 37, 717, 62’/, 577, 1141 90’/, 152’4 72’/, 86 777, 27’/, 102% 100*/, 94% 867, 55’4 32% 77’4 26% 997, 94’/, 86’/, 32%! 37, 37, 47, 37, 5 3 37, 37, 27, 4 37, 3 4 4 87 1007, 917, 1047, 24% 87 95’/, 94’/, 310 57’/, 84’4 <<>< >< >> < > ZZZZ I l 1 33 1 1 SS 1 8 T-< CO Hold. fl. kr. Silber. fl. kr. Diverse Actien und Loose. Brief Geld 32% 104% 82 39% Pistolen....... Pr. Friedrichsd’or . Holl. 10 fl. Stücke . Rand-Ducaten . . . ‘20 Francs-Stücke . Engi. Sonverains . . Gold al Marco . . . 9 9 9 5 9 11 378 36 59 48 37 28 52 Laubth., ganze . . . Preuss. Th al er . . . 5 Frankenthaler . . Hochhaltig Silber . Gering- u. mittelh. 1 2 24 457, 21% 30 Kurhessische Loose . . . Sardinische Loose .... Cöln-Aachcn.....-• • • Cöln-Mindcn........ Ludwigs!),-Bexbach .... Frdr.-Wiihs.-Nordbahn . . 32% 36% 827, 39% Disconto 1’/, Geld. A. Sulzbach, beeid. Makler. Druck und Verlag ver G. 3X Brühl'fchen Buch- nnv Steindruckerei.