Amcigclilatt der Stadt und des Regierungsbezirks Gießen. JtßL 15. Mittwoch -en 19. Februar Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 ff. 30fr., für Auswärtige incl, Postaufschlag 1 ff. 42 fr. — Auswärts abonnirt man sich bei affen Postämtern. In Gießen bei der Erheb. (Eanzleiberg Lil. B. Nr. 1.) — EinrückungSgebühr für die gespaltene CorvuSjeile 2 fr. ■■■■■»"■«■»■■«■■■■■■tomii ■ in ui— H——« NmtLr ch er Th eil Inhalt des Gr. Hess. Regierungsblatts vom 11. Februar 1851, Nr. 3. 1) Verordnimg, die Beseitigung der bei Beförderung von Auswanderern bestehenden Mißbräuche betr. — 2) De- ^!.e Erhebung des Chausteegeldes, hier die Abänderung des Längenverzeichniffes betr.-, — 3) Bekanntmachung, die Vergütung tut btt m 18oi tu Geld zu berichtigenden Besoldungs- und Pensions-Naturalien betr.; — 4) Ordensverleihungen ; — 5) Namensveranderungen; — 6) Promotionen an der Großh. Landes-Universität Gießen; — 7) Dienstnach- rtttiten; — 8) Versetzung in den Ruhestand; — 9) Concurrcnzeröffnungen; — 10) Sterbfällc. Verordnung, bic Beseitigung der bei Beförderung von Auswanderern bestehenden Missbräuche betreffend. ^'UDWJG III. von Gottes Gnaden Geoßherz.og von Hessen und bei Rhein re. re. , Nachdem sich ergeben hat, daß die in der Verordnung vom 16. März 1847 enthaltenen Bestimmungen nid)t htnreichen, um Auswanderern in Beziehung auf den Geschäftsbetrieb von Agenten, welche sich mit deren Transport befassen, den nothigcn Schutz zu gewähren, haben Wir Uns bewogen gefunden, gedachte Verordnung aufzuheben und zu verordnen, wie folgt: . $: 1)',c^cr' ^blcher das Gewerbe eines Agenten zur Vermittelung des Transports von Auswanderern un Großherzogthume betreiben will, hat, bevor ihm zur Ausübung dieses Gewerbes ein Patent aus- geferttgt werden darf, in Gemäßheit der Verordnung vom 24. April 1846, Nr. 21 des Regierungsblattes, d»e Erlaubniß der höheren Adimmstrativbehörde einzuholen. b ,... ?bßiallsigen Gesuche sind mit glaubhaften Zeugnissen über die persönlichen und Vermögensver- haltnisse des Nachsuchenden bet der Regierungsbehörde des Bezirks einzureichen. , ^n, Gesuche um Concession muß bestimmt angegeben werden, über welchen Seehafen oder über we.che Seehafen, wenn sein Geschäftsbetrieb sich über mehrere erstreckt, der Nachsuchende zu befördern beabsichtigt. Cr . hat dabei durch eine amtlich beglaubigte Vollmacht desjenigen Schiffsrheders oder Befrachters, welcher die Ueberschiffung aus dem betreffenden Seehafen nach einem anderen Welttheile vermitteln soll, nachzuwellen, daß er befugt ist, in dessen Namen und Auftrag Ueberfahrts-Verträgc abzuschkießen oder durch Unteragcnten abschlleßen zu lassen, und daß der Vollmachtgeber die in solchen Verträgen für ihn vom Hauptagenten oder von dessen Unteragenten übernommenen Verbindlichkeiten zu erfüllen versprochen hat, sowie daß der Vollmachtgeber d.e ausgestellte Vollmacht für alle bis dahin durch den Agenten abgeschlossenen Ueber- fahrtsvertrage als gültig und wirksam anerkennt, so lange er nicht der Behörde, bei welcher die Vollmacht (§. 3.) gegen schein zu hinterlegen ist, den Widerruf derselben angezeigt haben wird. — Ferner ist darzu- thun, daß er Vollmachtgeber einen guten Ruf genießt und ausreichende Mittel zur Erfüllung der erwähnten Vertragsverpfllchtungen besitzt. 3 10 y b. Die nach §. 2. beizubringende Vollmacht ist im Original und in zweifacher amtlich beglaubigter Abschrift dem nach §. 1 cmzureichenden Gesuche beizulegen. Wird sie in einer fremden Sprache abgefaßt, HO so ist eine richtige ebenfalls amtlich beglaubigte Uebersetzung derselben ins Deutsche zugleich einzureichen. Sobald die Erlaubniß zum Gewerbsbetrieb ertheilt wird, hat die Regierungsbehörde des Bezirks zugleich eine Bescheinigung über die erfolgte Hinterlegung der Vollmacht auszustellen. Nur bei dieser Behörde kann der Widerruf der Vollmacht wirksam erklärt werden; sobald er erfolgt, ist auch darüber Bescheinigung auszustellen. § • 4. Diejenigen, welche auf Len Grund der, den §. §. 2 und 3 entsprechenden Nachweisungen Concessionen erwirkt haben, können zum Betrieb ihres Geschäfts Unteragenten bestellen. — Jeder, welcher um die Concession als Unteragent nachsucht, muß Nachweisen, für welchen'im Großherzogthume concesstonirten Hauptagenten er sein Geschäft zu betreiben beauftragt ist. Dieser Nachweis ist durch eine amtlich zu beglaubigende Vollmacht zu erbringen, mit welcher auch eine gleichfalls amtlich beglaubigte Abschrift derselben einzureichen ist. Vermittelst derselben hat der Hauptagent die Verpflichtung anzuerkennen, daß er für sämmtliche, daS Auswanderungswesen berührende, für ihn vollzogene Handlungen des Unteragenten Haftbarkeit übernehme, welche so lange und für alle bis dahin durch den Hauptagenten abgeschlossenen Verträge in Kraft bleibt, bis die ausgestellte Vollmacht durch Anzeige bei der Regierungsbehörde für den Wohnort des Unteragenten widerrufen wird. — Auch hat der Unteragent solidarisch für vollständige Erfüllung der von ihm für den Hauptagenten abgeschlossenen Verträge zu haften. — Als Unteragenten sind nach den Bestimmungen dieser Verordnung auch die Gehülfen zu betrachten, durch welche sich die Hauptagenten an ihrem Wohnorte im Abschlüsse und in der Unterzeichnung von Ueber- fahrtsverträgen vertreten lassen. § ■ 5. Die Concessionen zum Gewerbe eines Agenten sind durch die nach §. 2 und 4 beizubringenden Vollmachten in ihrer Dauer bedingt, sind zu jeder Zeit widerruflich und sollen von der einschlägigen oberen Verwaltungsbehörde zurückgenommen werden, wenn Agenten dem in sie gesetzten Vertrauen nicht durch solide Geschäftsführung entsprechen. § ■ 6. Zur Sicherheit für die Erfüllung aller den Agenten auferlegten allgeineinen und besonderen Verpflichtungen, namentlich zur Sicherstellung der Auswanderer, welche Uebersahrtsverträge mit ihnen eingehen, ist von jedem Hauptagenten eine Caution von 6000 Gulden und von jedem Unteragenten eine solche von 500 Gulben, durch Hinterlegung baaren Geldes oder Großherzoglicher Staatsschuldverschreibungen, zu stellen. § . 7. Wird eine Caution zur Befriedigung derjenigen, welche mit den Agenten Verträge abgeschlossen haben, oder zur Berichtigung von Strafen, welche nach dieser Verordnung verwirkt sind, vermindert, so ist solche binnen 4 Wochen bei Verlust der Concession zu ergänzen. § . 8. Die Rückgabe der Caution kann von dem betreffenden Agenten beantragt werden, wenn er zugleich erklärt, den Gewerbsbetricb aufgeben zu wolle», oder wenn ihm die ertheilte Concession entzogen worden ist. Der Antrag ist auf Kosten des Nachsuchenden von der einschlägigen Verwaltungs-Behörde mit dem Bemerken öffentlich bekannt zu machen, daß Ansprüche, welche der Rückgabe der Caution entgegengesetzt werden sollen, innerhalb 6 Monaten, vom Tage der Bekanntmachung an gerechnet, bei der Verwaltungsbehörde mit einer Nachweisung anzumelden sind, daß wegen solcher Ansprüche bei Gericht Klage erhoben worden ist. Wird innerhalb der bestimmten Frist kein Anspruch in gehöriger Weise angemeldet, so erfolgt die Rückgabe der Caution an den Empfangsberechtigten. Ist dagegen ein Anspruch gerichtlich anhängig gemacht, so wird die Cauiion, soweit eö zur Deckung desselben erforderlich ist, bis zur rechtskräftigen Entscheidung zurückbehalten. In allen Fällen sind die etwa gegen den betreffenden Hauptagenten oder seine Unteragenten erkannten Strafen, sowie die erwachsenden Kosten, vor der Zurückgabe der Caution zu berichtigen. § . 9. Ein Unteragent darf nur für Rechnung desjenigen Hauptagenten, für welchen er concessionirt ist, Uebersahrtsverträge abschließen. Jeder Hauptagent ist gehalten, die Auswanderer, die mit ihm beziehungsweise seinen Unteragenten Verträge abgeschlossen haben, nur durch Vermittelung derjenigen Schiffsrheder oder Befrachter und nur über diejenigen Seehäfen zu befördern, bezüglich deren er ausdrücklich concessionirt ist. § . 10. Die Agenten sind verpflichtet, genaue Register über die Personen, mit welchen sie Verträge zur Beförderung in andere Welttheile abgeschlossen haben, nach Jahresabschnitten zu führen. Diese Register müssen enthalten: a) fortlaufende Ordnungsnummer; b) die Vor-- und Familien-Namen der Auswanderer; c) teil bisherigen Wohnort derselben, nebst Angabe des Verwaltungs-Bezirks; d) den Tag des abgeschlossenen Vertrags; e) den 'Namen und Wohnort des Agenten, mit dem der Vertrag abgeschlossen wurde; f) ten Ort, von welchem ab der Agcnt die Beförderung übernommen hat, und den Tag der vertragsmäßigen Abfahrt von da; g) den Tag der vertragsmäßigen Abfahrt von dem europäischen Seeplatz, wo die letzte Einschiffung nach anderen Weltthcilen statt findet; und endlich , ich Len Seeplatz,, wo jenseits des Oceanö die Ausschiffung erfolgen soll. (Schluß folgt.) 111 Gerichtliche unb Privat - Bekanntmachungen. Gießen. 323) Der Wahlcommissär Hch. Ferber. werden kann. Gießen am 14. Februar 1851. Daubringen, über welches von Gr. Hofgerichte dahier der förmliche Concurs erkannt worden ist, sind" so gewiß im Termin Freitag den 21. Februar 1851, Vormittags 9 Uhr, bei hiesigem Gerichte zu melden, als sonst ohne ein besonderes Präclusivdecret stillschweigender Ausschluß von der Masse eintreten wird. Gießen am 19. December 1850. Gr. Hess. Landgericht Ploch. Edictalladungen. 318) Gießen. Forderungen an den geringen Nachlaß des zu Bieber verstorbenen pensionirien Revierförsters Lupus sind im Termin den 10. März l. I., Vormittags 9 Uhr, anzumelden, widrigenfalls sie unberücksichtigt bleiben. Gießen am 14. Februar 1851. Gr. Hess. Stadtgericht __________Muhl. 13) Gießen. Oeffentliche Bekanntmachung. Forderungen aller Art an das Vermögen des nach Amerika gegangenen Heinrich Geißler von Besondere Bekanntmachungen. 297) Gießen. Wahlausfchreiben. Die Ergänzungswahl des Gemeinderaths für die Gemeinde Gießen bett. Es wird hiermit bekannt gemacht, daß die Ergänzungswahl deS Gemeinderathsvon Gießen auf dem Rathhause daselbst am Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag den 25., 2«.,> 27. unv 28. Februar l. I., jedesmal Vormittags von 9 bis 12 Uhr unter der Leitung deö Unterzeichneten vorge. "°"°"L.u"»"7-° Ech-n.UW-wchl sind SfrllH« ®m*. « Mw», «->-d« K-m»ss und Wilhelm Löber; sodann treten gesetzlich aus: Georg Phil. F'llmann, ® ‘“ Konrad Weidig. Die drei letzteren sind indessen wieder wahlbar. Cs sind somit sieben Mitglieder in den Ge^e'Sämnttliche "stimmfähige Or,Würger von Gießen werden aufgesordert, «n dieser Wahl zu nehmen und gleich vom Beginn der Wahl an sich zur Abstimmung zahlreich einzufinden, damit d e Wahl zur Ersparung von Zeit und Kosten wo möglich schon vor Ablauf der viertägigen Frist gelch eg Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundener Gegenstand. Ein Eigarrenhalter wurde dahier gefunden. Der Eigenthümer kann denselben auf dem Gr. Polizei- büreau dahier in ^mpfang nehmen. Polizei-Commissär Gießen cm 18. Februar 1851. L. Nover. Die Reinhaltung der Straßen vor dem Selzer- und Wallthore betreffend r Auf die Anfrage in Nr. 14 des Anzeigeblattes vom 15. d. M., erwiedere ich schließlich, daß eme amtliche Zurücknahme des Art. I. 11. des im Anzeigeblatt Nr. 32 vom Jahre 1843 erschienenen Regulativs vom 9. August 1843 bis jetzt keineswegs erfolgt, daß derselbe vielmehr im Anzeigeblatt Nr. 52 von 1846 seinem ganzen Inhalt nach eingeschärft worden ist und daß, wenn wirklich vormalige BaubeanNen dle .Uch ^ befolqunq jener Vorschrift für hiesige Stadt sollten veranlaßt haben (was ich, weil denselben Vo>schrien m L LdgLmdm G-iiuu, »»ich-,. »er»c„, d-,w-ix°> dich um f. -»'** * ” Handhabung von Gr. Polizeibehörde zu verlangen, als nach einer allgemeinen Mlmsterralverfugung vom 6. Januar 1840 „das regelmäßige ortspolizeiliche Reinigen der auf Staats- und Provinz,alkosten erbauten und unterhalten werdenden chaussirten Ortsstraßen von den betreffenden Einwohnern als eine ihnen ***** SÄS»ÄÄ^Ä5 besten am 16. Februar 1851. Holzapfel, Gr. Kreisbaumeister. Versteigerungen. 324) Gießen. 321) Gießen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 24. Februar l. I,, von Morgens 9 Uhr an, soll in dem hiesigen Stadtwalde, District Stolzen- morgen, Philosophenwald und Neumark, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden: 70 Stecken eichen Scheitholz, 4672 " ii Prügelholz, 104 „ „ Stockholz, 3901 Wellen „ Reisholz. 325 „ Hainbuchen Reisholz, 216 » buchen Reisholz, 15 Stecken kiefern Scheitholz, 18 „ „ Prügelholz, 417« n ,, Stockholz, 2455 Wellen „ Reisholz, 17« Stecken fichten Prügelholz, 9 zz n Stockholz, 325 Wellen „ Reisholz, 6 Haufen allerlei n 131 eichen Stämme, von 3239 Cubikfuß, 110 kiefern „ von 3474 32 fichten ii von 919 If 269 eichen Stangen, von 650 II 376 kiefern u von 1072% 1 280 fichten Stange, von dorn Wellen, 6 II 3 eichen Pflugsreh, 19 „ PflugSwellen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 24. Juni d. I. gestattet. Die Zusammenkunft ist an der Liebigshöhe. Die Herren Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen am 17. Februar 1851. Der Bürgermeister __________H ch- Ferber. 320) Gießen. Versteigerung von Mobilien. Nächsten Dienstag den 25. Februar, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung des abwesenden Ehr. Burk- hard auf dem Neuenweg verschiedene Mobilien öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 18. Februar 1851. Der Bürgermeister Hch. Ferber. Versteigerung von Pappclholz. Das von den Pappelalleen nachgenannter Straßen aufgearbeitete Stamm- und Oberholz soll in mehreren Abtheilungen an die Meistbietenden öffentlich versteigert werden und zwar: 1. Montag den 24. d. M., Vormittags 10 Uhr, auf der Straße von Gießen nach Reißkirchen, Zusammenkunft an der Gansenburg; 2. Dienstag den 25. d. M., Vormittags 9 Uhr, auf der Straße von Gießen nach Lollar, Zusammenkunft im Gasthaus zum Mau; 3. an demselben Tage, Vormittags 10 Uhr, auf der Straße von Steinbach nach Lich, Zusammenkunft bei Steinbach; 4. Mittwoch den 26. d. M., Vormittags 9 Uhr, auf der Straße von Gießen nach Großenlinden Zusammenkunft bei Nr. 8. dieser Straße. Gießen am 17. Februar 1851. Der Gr. Kreisbaumeifler des Baubezirks Gießen. Holzapfel. 310) Gießen. Donnerstag den 20. Februar d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen mehrere Kleidungsstücke und sonstige Effecten in dem Vorbau des hiesigen Provinzial-Arresthanses öffentlich versteigert werden. 306) Naunheim. Montag den 24. Februar l. I., des Morgens 9 Uhr, füllen in hiesigem Gemeindewald, Distrikt Homberg, woselbst^ auch die Zusanimenkunst ist: 12 Stück Eichen Baustämme, von 12 bis 35 Fuß Länge, im Ganzen 1530 Cubiksuß enthaltend, meistbietend versteigert werden. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft kann Zahlungsfrist bis Martini 1851 gestattet werden. Ferner sollen an demselben Tage, des Mittags 1 Uhr, auf einem Privatstück, District Jmmersberg, 70 Stück Kiefern-Baustämme, 600 Cubikf. enthaltend, meistbietend versteig-rt werden. Naunheim am 15. Februar 1851. Der Bürgermeister Schäfer. 316) Climba ch. Ho l z v e r steig er ung. Montag den 24. Februar I. I., Morgens um 9 Uhr, sollen in dem Climbacher Gemcindewald, District Langenbruch und Buchkopf: 84 Kiefern- und Fichten-Stämme, von 50 bis 85 Fuß Länge und 6 bis 14 Zoll Durchmesser, 2100 Cubikfuß haltend, 55% Stecken Buchen-Scheit- und Prügclholz, 2 u Eichcn-Scheitholz, 2 n Kiefern- „ 2 „ Eichen-Prügelbolz, 13% u Kiefern- „ 5 ,, Birken- u 10% „ Buchen-Stockholz, 2% ii Eichen- „ 2 „ Kiefern- » 3500 Stück Buchen-Durchforstungs-Wellen, 325 ii Eichen-Welleu, 200 ii Birken- „ und 1700 ii Kiefern- u an den Meistbietenden versteigert werden. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Ende September l. I gestattet. Die Zusammenkunft ist an dem Fußweg von Beuern nach Allertshausen an dem Climbacher Kiefernwald und wird das Kiefern-, Bau- und Werkholz zuerst versteigert werden. Die Herren Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Climbach am 16. Februar 1851. Der Bürgermeister Schmidt. 325) Fellingshausen. Montag den 24. l. Mts., von Morgens 9 Uhr an, sollen in der Wohnung der' Johannes Benders Kinder dahier Erbvertheilungshalber: 1) ein Wagen, Pflug und Egge; 2) eine Oostkeltcr, ein Webstuhl; 3) ein Paar Ochsen; 4) zwei Kühe; 5) drei Rinder; 6) vier Schafe; 7) zwei Schweine; 8) sechs Malter Korn; 9) zehn „ Gerste; 10) drei u Waizen, sowie sämmtliches Heu, Stroh und allerlei Gemüse, öffentlich meistbietend versteigert werden. Fellingshausen am 18. Februar 1851. Der Bürgermeister Weber. 302) Weitershain. Iagdverpachtung in der Gemarkung Wei- tersham. Nachdem die am 9. September v. I. mittelst öffentlicher Versteigerung stattgehabte Verpachtung 113 der Jagd in der Gemarkung Weitershain auf Antrieb der H. v. R., welchen der Zuschlag im Interesse der Gemeinde von dem Onsvorstände nicht ercheilt worden war, von der Staatsbehörde aus anerkennungswerther Fürsorge für das Interesse der Gemeinde nicht genehmigt worden ist, so wird ein weiterer Termin zur Verpachtung der Feld- und Waldjagd in der gedachten Gemarkung für das laufende Jahr auf Montag den 21. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, auf dem Bürgermeisterei-Büreau zu Weitershain, anberäumt. Die Verpachtungsbedingungcn werden in demselben Termine bekannt gemacht. Weitershain den 15. Februar 1851. In Auftrag des Ortsvorstandes H. Erb IV., Gemeinderath. 295) Äl le ndors. Verkauf eines Wohnhauses und einer Scheune tu Mendorf a. d. Lda. — und zwar aus den Abbruch. Ich beabsichtige ein vor einem Jahr erkauftes Wohnhaus, 40' breit und 26' tief, von Anno 1804, und eine Scheune, 30' breit und 24%' tief, von Anno 1826, von starkem purem Eichenholz erbaut, auf den Abbruch zu verkaufen, und jedes dieser Gebäude im Nothfall einzeln abzugeben, den Kaufwerth auch in Abschlagszahlungen oder in verschiedenen Zielen anzunehmen. Da mir wegen Vornahme einer neuen Bauerei daran gelegen ist, den Bauplatz obiger Häuser bald frei zu bekommen, so bitte ich diejenigen, welche beabsichtigen, dieselben zu kausen, sich bald bei mir zu melden. Noch bemerke ich in dieser Bekanntmachung, daß sich die Scheune ganz leicht zu einem dreistöckigen Wohnhaus umändern und einrichten läßt. Mendorf a. d. Lmd. den 12. Febr 1851. H. W. Moll. Feilgeboten. 313) Gießen. Caviar, feinstes Klivenöl und Cstragonessig empfiehlt Adolph Hopfner, _______ Conditor. ■ 311) Gießen. Brusthellender Teig des Hrn. George, Apotheker zu Epinal, der sich zur Heilung von Brustkrankheiten, als: Schnupfen, Husten, Katarrhe, Engbrüstigkeit, Keuchhusten, Heiserkeit stets als vorzüglich bewährt hat ist wieder in ganzen Schachteln ä 1 fL und halbe ä 30 fr, vorräthig bei W. Zurbuch. 114 293) Gießen. Bei Unterzeichnetem ist Ver- schicdenartiges aus freier Hand zu verkaufen. Werkzeuge für Eisenarbeiter: eine gute Drehbank, ein Blasbalg, mehrere gute Schraubstöcke u. s. w.; verschiedene Gewehre und Pistolen, ein Schießstand, welcher sich zu einem Gartenhäuschen eignet, ein steifes Gartenlhor zum Einhängen, Möbel, worunter ein gutes Sopha, Tische, Stühle, Schränke, Bettladen u. s. w. Zugleich fordre ich alle Diejenigen, welche noch Zahlungen an mich zu leisten haben, auf, solche binnen 14 Tagen zu ordnen; sowie diejenigen, von welchen ich noch Rechnung zu erwarten habe, in dieser Frist bei mir einzureichen. Gießen den 15. Februar 1851. Wilhelm Stein, Büchsenmacher. 322) Gießen. Ausverkauf. Meine Waaren, bestehend in Mousseline de Laine, Thibet, Lamas, IVapolitaine, Jaconnet, Cattun, Möbel-Cattun, Seidenstoffe, Halbseide, Orleans, Lustre, Shawls, Foullar ds, Tischdecken, Band, Schleier rr. rc., empfehle ich unter den Fabrikpreisen. ________M. Heß. 327) Gießen. Der Unterzeichnete hat die Ehre einem geehrten Publikum die ergebenste Anzeige zu machen, daß sein Samen-Lager auf daS Vollständigste assortirt ist und bittet um geneigten Zuspruch. Georg Klees, Kunst- und Handelsgärtncr, in den Neuenbäuen, Lit. B. Nr. 72. 307) Gießen. Holländische Vollbückinge, Häringe, Sardellen und Lapperdan bei _________________________ L. IahreiS. 216) Gießen. Schwämme zum Waschen der Wagen und Pferde sind zu äußerst billigen Preisen zu haben bei W. Zurbuch. 308) Gieße». Braunschweiger und Pöppckes - Flachs und leinene 'Webergarne empfiehlt L. Jahreis. 315) Gießen. Ideen über die Politik, den Verkehr und Handel der vornehmsten Völker der alten Welt ist zu verkaufen. Ausgeber dieses Blatts sagt wo. 309) Gießen. Alle Sorten Thee und Cho- kolade, Vanille und Zimmet bei __________L. Jahreis. 303) Niederingelheim. Rein und gut gehaltener roiher Ingelheimer Wein, ist in einem Privatkeller in Anbruch und wird, jedoch nicht in Quantitäten unter 20 Maas, ohne Faß abgegeben: 1846r die Ohm für 70 Gulden, 1847r „ „ „16 » 1848r „ „ ii 36 n Proben werden auf portofreies Verlangen übersendet. Näheres bei der Redaction dieses Blattes. Zu vermiethen. 304) Gießen. Eine Familienwohnung, bestehend in 2 Stuben, 2 Kammern, Küche, Keller, verschlossenem Holzplatz, sowie Mitgebrauch der Waschküche ist zu vermiethen bei Carl Wusetzki, in der Marklstraße. 317) Gießen. Das von Schlossermeister Christian Burkhardt bewohnte Logis steht zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. Näheres bei Balthaser Burkhardt. 280) Gießen. Eine Familienwohnung ist zu vermiethen bei PH. Lüdeking. 272) Gießen. DaS von Hrn. Schuhmacher Moog bewohnte Logiö in meinem Hinterhause ist zu vermiethen und gleich zu beziehen. M. Heß. 209) Gießen. In dem ehemaligen Gasthaus zum Löwen am Neuenweg ist die erste und zweite Etage nebst Küchen, Keller, verschlossenen Holzräumen, Mitgebrauch der Waschküche und Garten nebst Gartenhaus zu vermiethen und kann am 1. Mai d. I. bezogen werden. Gg. Ph. Gail. Vermischte Nachrichten. 301) Gießen. Im Interesse meiner vcrehr- lichen Kunden und in dem meines Geschäftes halte ich cö für höchste Pflicht einem in daS Publikum gedrungenen Gerüchte, als sei bei Bereitung von Arzneimitteln für Herrn Stadtrechner EnderS ein für dessen Gesundheit nachtheiliges Versehen in meiner Officin vorgekommen, öffentlich zu begegnen. Die Sache ist ganz einfach die, daß bei Herrn Stadtrechner Enders auf den Gebrauch von neun Kalomelpulvern, jedes zu einem halben Gran von Herrn Doctor Stammler ordinirt, innerhalb 24 bis 36 Stunden die Erscheinungen des Speichelflusses mit seinen unaiigenehmen Begleitern eingetreten waren. Fast ein jeder gebildete Laie kennt in dieser Beziehung die Wirkungen deS KalomelS und fürchtet sich dafür. Besser aber wird es ein jeder Arzt wissen, daß gerade in diesen kleinen Gaben, — ein Versehen hätte nur in einer größer verabfolgten Gabe bestehen können, — leichter Speichelfluß eintritt, als auf größere und nach individueller Disposition des Patienten sogar in heftigster Form auftreten kann. Es sind sogar Beispiele in Menge bekannt, daß nach ärztlicher Beobachtung schon auf 1 bis 2 Gaben dieses Mittels zu ’/2 Gran (wie hier verordnet) sehr merkliche Assertionen deS Zahnfleisches erfolgten und das Mittel ausgesetzt werden mußte, wenn der Arzt 115 einen solchen ekletanten Erfolg nicht gerade wünschte, was übrigens häufig der Fall ist. Ich appellire an das gesammte ärztliche Publikum und bin dabei der festen Neberzeugung, daß nach wahrhafter Dar» stellung des Sachverhalts Herr Doctor Stammler, - ohne allen tatsächlichen Beweis, nichts weniger als berechtigt war, mir, der ich die Pulver selbst zubereitet habe, einen Fehler zu unterlegen, sondern vielmehr diese ihm vielleicht unerwünschte Wirkung hauptsächlich und allein in der Individualität des Patienten suchen mußte. — Ich für meine Person kann deßhalb und aus manchen anderen speciellen Gründen nur eine böswillige Verdächtigung meines Geschäfts, — berechnet auf bedeutenden Erfolg — in diesem, bei einem wirklichen Versehen schon höchst rücksichtslosem Verfahren, erblicken, und würde diesen, wie alle weitere Angriffe mit gebührender Verachtung behandlen, wenn nicht Ruf und Eristenz auf dem Spiele stünde. ES wird übrigens eine Regierung, die für die strengste Pflichterfüllung des Apothekers mit Recht sehr besorgt ist, ebensowohl denselben gegen solche Angriffe zu schützen wissen, zumal wenn sich ein Apotheker der besten Visitationsberichte, welche hier bei Gr. Regierungscommission deponirt find, zu erfreuen hat und sich schmeicheln darf auch nöthigenfalls von allen übrigen hiesigen Herrn Aerzte die besten Zeugnisse über Geschäftsführung rc. beizubringen im Stande ist. v. St. George, Apotheker. 314) Gießen. Es wünscht Jemand '/.Morgen Land, in der Nähe vom Seltersthor gelegen, zu miethen. Wer? sagt AuSg. d. Bltts. 312) Gießen. Braun- und Holzkohlen-Asche wird zu kaufen gesucht. Zu erfragen bei B. Wallenfels an der Weitergasse. 305) Hungen. Ein junger Mensch kann sogleich in die Lehre treten bei I. A. Wolf, Kappenmachcr. 266) Gießen. Allgemeine Militär - Stellvertretung« - Anstalt für das Großherzogthum Hessen. Den auf den 1. April d. I. zum Dienst Einberufenen, welche sich noch vertreten lassen wollen, wird in dieser Anstalt, geleitet von Herrn Dr. Vogel in Darmstadt, die sicherste Vermittelung ge- boten, um gegen feste Preise tüchtige Einsteher jeder Classe und Waffengattung zu krhalteu. Man bemerkt hierbei, daß im abgelaufenen Jahre 267 Stellvertretungen in dieser Anstalt geordnet worden sind. Näheres bei dem Geschäftsführer der Anstalt Franz Peppler zu Gießen. 326) Gießen. Mitbürger! Wenn ein Theil der Mituntcrzeichneten sich schon seit längerer Zeit mit der bevorstehenden Gc« meinderaths-Wahl beschäftigte und sich darüber zu verständigen suchte, welche Bürger man der Bürgerschaft als Candivaten zu empfehlen für geeignet halte, so wird man dieses um so natürlicher finden, als wir, die mitunterzeichnctcn Gemeinderaths-Mitglieder, zur Ueberzeugung gelangt sind, daß bei der Verwaltung eines Vermögens von über IV, Million es unmöglich gleichgültig sein kann, welche Personen das Vermögen der Stadt zu verwalten demnächst berufen werden. Obgleich wir indessen schon vielseitig Aeußerungen vernommen hatten, aus welchen man die Richtung, die man der Gemeinderathö-Wahl zu geben beabsichtigte, sehr genau zu beurtheilen im Stande war; so schlugen wir doch die an uns ergangene specielle Einladung, „sich über die zu wählenden Gemeinderaths-Mitglieder zu verständigen," nicht aus und betheiligten uns gerne an einer Versammlung, die zum Zweck eines so wichtigen Gegenstands zusammenbcrufcn wurde. Nach Eröffnung der Versammlung wurde die Wichtigkeit deö Amts eines Gemeinderaths hcrvorgchoben und vielfach anerkannt, daß dem Interesse der Bürgerschaft nur damit gedient sein könne, wenn Männer von bewährter Tüchtigkeit in den Gemeinde- rath berufen würden; allein nichts desto weniger ließ die Versammlung drei von uns vorgeschlagene Candivaten, über welche in alphabetischer Ordnung abgestimmt wurde, in der Minorität bleiben. Hierdurch gelangten wir zur vollständigsten Gewißheit, daß cs der Versammlung um eine Verständigung über die beiderseits vorgcschlagenen Candidaten nicht zu thun war, sondern daß es nur, unter scheinbarer Wahrung der Form, darum galt, diejenigen als Candidaten zu proklamiren, welche von der Jenseite bereits in feste Aussicht genommen worden zu sein schienen. Deßhalb aber mußten wir unS gedrungen fühlen, die Versammlung zu verlassen, ohne das Resultat der Abstimmung abzuwarten. 116 Mitbürger. Bei der Stadt und deren Verwaltung handelt es sich nicht um die Politik sondern u? Olcherung und Erhaltung eines sehr bedeutenden Vermögens! — Seid deßhalb nicht qleichgiiltia wählet Manner, die sich nicht nur erprobt und Zeugnisse abgelegt haben, die nur das Beste erwartm Imsen sondern auch mit den Verhältnissen der hiesigen Bürgerschaft im Allgemeinen sehr vertrau?sind Wir erlauben uns deßha b die nachfolgenden Männer der Berücksichtigung unserer Mitbürger zu empfehlen, und glauben nicht nothig zu haben, die Eigenschaften derselben näher zu beleuchten: Herr PH. Fillma n n, Glasner. „ Daniel Ebel, Kaffeewirth. „ 'Adolph Mo hl, Metzger. „ Emil Pi stör, Kaufmann. „ Heinrich Kühn, Buchbinder. „ Jean Gertig, Kaufmann. „ Ang. Balser, Buchbinder. Gießen den 17. Februar 1851. G g. Reiber. B. Vogt. Louiö Labroisse. Vogt. Wilhelm S ch m a l l. ~ Vogt. Ehr. Iugh a r d II. Spruck. E. C. R ü h l. _ ( .. ®- 8cm;. Phili pp Salomon Landauer. Conrad Wilhelm Lober. Gottfried . n ™ 3. G. Appe l. C. Löber. A. Zimmermann. H. 8. Noll I. H. Biermanu. S. Hirschhorn Ch. Walther. Gg. Al t h a u s. I. Georg Unverzagt. G. Fulda. Heinrich Bach. Christian Helm. Eduard Weidig. W. Dietz. Weidig ll. Carl We'idig. Koerber Georg Schmitt Gg. Burckhardt. Dan. Wirth. I. Michael Schmitt. G. P h. G a l l. ^28) G i e ß e> n. Fortbilduugsschule zu Gießen. Zn der Fortbildungsschule wird unentgeltlicher Unterricht im Lesen und Deklamiren, in der deutschen und französischen Sprache, besonders rm deutschen Styl, im Rechnen, Zeichnen, Rect-t- und Schönschreiben sowie der Phpsif und Ehemie ertheilt. Alle diefenigen, welche sich in diese Anstalt noch aufnehmcn lassen wollen, werden gebeten, Samstag den 22. Februar, Abends zwischen 8 und 10 Uhr, in dem Gasthaufe zum Schwanen, im Versammlungslocale der Turner (eine Stiege hoch) zu erscheinen. 227) Mai u z. Mttitär-Vertretmrgs-Verem in Mainz. Die Statuten sind ausgegeben, der Vorstand ist durch vier beigetretene Versicherer gebildet und bei demselben, zur Garantie für die Betheiligten, eine Cuntion von Gulden hinterlegt. Gegen die erste Einzahlung von st. 25 wird dem Beitretenden die Aufnahme-Urkunde zugefertlgt; 4 Wochen vor der Musterung müssen weitere fl. 75 baar entrichtet und zugleich ein Sola-Weclssel über fl. 75 ausgestellt werden, welcher 4 Wochen nach Sicht, vor dem Diensteintritte der Einsteher, theilweife oder ganz, je nach Bedarf, zahlbar ist. ™.Y. 2ch lade die Eltern, Vormünder u. s. w. der zur nächsten Musterung gehörenden Milrtarpflichtrgen em, bei dem Vereins-Agenten Herrn Phil. LüdeLmg in Gießen ihren Beitritt baldigst schriftlich zu erklären. Mainz, am 1. Februar 1851. ________________ Dr.. Georg Strecker. (Hierzu eine Beilage.) Beilage zn Jfä 15 des Anzeigeblattes. Vermischte Nachrichten. 319) Gießen den 18. Februar. Gestern Abend fand eine öffentliche Bürgerversammlung Behufs einer Einigung bei der bevorstehenden Gemeinderathswahl statt. Derselben ging eine Vorberathung voraus, gepflogen durch etwa 100 besonders geladener angesehener Bürger. Nachdem in derselben ein Antrag des Herrn Appel, eine Commission Behufs der Aufstellung einer Candivatenliste niederzusetzen, abgelehnt, dagegen der Antrag von Herrn Schneider Vater und Genossen, sogleich zur Aufstellung der Candidatenliste zu schreiten, angenommen war, wurden dem Präsidenten der Versammlung Herrn G. Noll sofort 5 verschiedene Can- didatenlisten eingereicht. Sämmtliche 22 in diesen Listen enthaltenen Namen wurden sofort alphabetisch geordnet und es wurde dann zur Abstimmung über jeden einzelnen vorgeschlagenen Candidaten geschritten. Durch dieselben wurden folgende Bürger als Gemeindcraths-Candidaten. für die bevorstehende Ergänzungswahl bezeichnet: 1) Louis (Hrvßmtttrn, Büchsenmacher, 2) Hochstädter, Tapezier, 3) Phil. Hirschfeld, Schlosser, 4) Justus Kuntz, Wirth, 5) Danfel Keil, Lederhändler, 6) Carl Nagel L, Schuhmacher, 7) Wilhelm Wolf, Advokat. Sämmtliche 7 Candidaten wurden sodann von der sehr zahlreich besuchten Bürgerversammlung mit einer an Einstimmigkeit grenzenden Majorität adoptirt. Es wird nun Sache der Bürger sein durch eifrige Vetheiligung an der Wahl, welche am 25., 26., 27. und 28. d. M. stattfinden wird, die obigen bezeichneten Candidaten in wirkliche Gemeinderäthe zu verwandeln. 168) Gießen und Main z. Nachricht für Auswanderer nach _ ßxj SPeeislsUgeNtNr der regelmäßigen Postschiffe zwischen Harme u. Aew-H-rK. 1500 u - 800 tf „ 18. „ 26. // u u u u u If St. öenis, Splendid, Samia®! M. Fax. ,, 10. 2ßir benachrichtigen hiedurch alle Auswanderer, welche diese 16 bewährten, den regelmäßigen Dienst zwischen Havre und New Aork versehenden Postfchiffe zur Reise nach New Nork benutzen wollen, dap die Abfahrten derselben auf den 3., 10-, IS. und 26. jedes Monats das aanre Jahr hindurch festgesetzt sind, und zwar pro Februar: E 3. Februar, Admiral, Capitain Caa-staff, von 1000 Tonnen, AiiaswoTtla, » Follansbee, „ 1000 Miggiais, 118 Verzüge dieser ausgezeichneten Postschiffe vor anderen Fahrzeugen, sowohl in Bezug auf die ^^orhert und Kurze »hrer Uederfahrten, als ihre innere bequeme Einrichtung sind hinlang- Da wir nur für die Postschiffe arbeiten, so bieten wir die seltene Sickerbeit dak untere Passagiere mit Bestimmtheit wissen, sür was sie accordiren. ' Mainz im Januar 1851. Special-Agentur der regelmäßigen Postschiffe zwischen Havre und New-York. ChrLstie Heinrich & Camp. Nähere Auskunft ertheilt unser Agent Herr P. Vogt in Gießen. Asfifenverhandlnngen vom ersten Quartal 18 51. 1) Montag den 17. Febr.: Christian Wilhelm Lei dig l. von Grüningen, wegen Betrug und Schriftfälschung. $m6.: Dr. Eckstein. 2) Dienstag den 18. Febr.: Philipp Heinrich Scheld und Joh. Bender von Langsdorf, wegen EiqeMhumSbe- schädigung. Verth.: Wolf. 3) Mittwoch den 19. Febr.: Karl Insel von Lich, wegen Straßenraub. Verth.: Briel 4) Donnerstag den 20. Febr.:' Heinrich Binsel von Ulfa, wegen ausgezeichneten Diebstahls. Verth.: Wolf. 5) Freitag den 21. Febr.: Daniel Braun von Gro- ßenbuscck, wegen Gewaltthätigkeit. Verth.: Krauskopf , <^,rn^9 ten L2. Febr.: Friedr. Bender und Gottfried Muller von Grüningen, wegen Körperverletzung des Peter Baumann von Groglumda, mit tödtlichem Erfolg. Verth.: für Müller Rosenberg, für Bender Dr. Eckstein. Angekommene und abgereiste Fremden vom 15. bis 18. Februar 1851. 3 n den Gasthäusern. Im Einhorn Hr. Stuhl, Verwalt, v d. Aßlerhütte. Vr. Sille, Dr. v. Marburg. Hr. v. Hagen, Offiz v. Erfurt. Hr. v. Devritz, Hauptm. v. Mainz. Hr. Streng, 8tr>ck v. Marburg. Hr. Tinderich, Jnspect. v. Berlin. Hrn. Kfl. Balzer v. Heitmann, Müller v. Stuttgart, Wallerstein v. Frankfurt, Schweb v. Elberfeld, Haith u. Gre- bert v. Mainz, Krüger v. Magdeburg u. Dauner v. Frankfurt. Hr. Thouar, Rittm. v Ruppertsburg. Hr. Schmidt, Mazor u. Hr. v. Rau, Beamt, v. Cassel. Hr. Stumme, Apothek. v. Limburg. Hr. Wellner, Maler v. München. Hrn. Beamt. Daubert v. Horbach u. Trohmann v. Gotha. Hrn. Oberlieutn v. d. Höven v Marhain u. Döhler v. Meeran. Hrn. Kfl Dummrich v Paris, Meierbof v. Limburg, Klippel v. Cassel, Merzbach v. Cöln, Wülfing v. Elberfeld, Wenzel v. Gotha u. Heuer v. Erfurt. Im Happen: Hr. Stern, Bmqu. u. Hr. Wellot, Obrist v. Frankfurt. Hr. Hofmann, Partik. v. Wiesbaden Hr Graf v. Creplong v Frankfurt. Hrn. Kfl Buschjäqer v. Bremen, Michael v. Worms, Abetzges v. Cöln, Giesse v. Cassel, Kratzer v. 'Mainz, Katten v. Frankenberg, Landgrebe u. Zeitz v. Cassel, Dietz v. Langensalza, Schiller ». Dresden u. Fremond v. Paris. Hr. Werner, Cand v. Biedenkopf. Hr. Geist, Waldwstr. v. Lohr. Hr. Faarbom, Hofrath v. Frankfurt. Hrn. Bergr. Schwarzenberg v. Cassel, Hodisen v. Marburg u. Kürschner v Gladenbach. Hr. Bohm, Prof. v. Carlsruhe. Hr. Neumann, Oecon. v. Sand. Hrn. Kfl. Vezin v. Fürstenberg, Schoden v. Frankfurt n. Müller v. Wiesbaden. Hr. v. Chrismar, Salmenverwalt. v. Baden. Hrn. Kfl. Kraffermann, Röder u. Rindskopf v. Frankfurt, Svmmerlad v. Rockenberg, v. Baudt, v. Serflingen, Krepp v. Wiesbaden, Zöckler v. Laubach, Lehmarel v. Hadamar u. Schlosser v. Mainz. Im Pri*n Carl. Hr. Holzmann, Accord. v. Sprendlingen. Hr. Riegler, Sind. v. Göttingen. Hr Boraer, Spedlt. v. Offenbach. Hr. Lehr, Gastw. v. Mainz. Hr. Möbus, Fabrik, v. Stuttgart. Hr. Gottschalk, Arzt v. Wabern. Hr. Becker, Archit. v. Heidelberg. Hr. Werner, Weinh. v. Mainz. Hr. Schäfer, Privatm. v. Frankfurt. Hrn. Kfl. Brandt v. Höchst, Scller v. Limburg u. Feller v. Elberfeld. Hr. Drescher, Gastw. v. Mannheim. Hrn. Oecon. Bechtold v. Bennstadt u. Schreger v. Staaden Hr. Hähr, Uhrm. v. Schönach. Hr Weinert, Privatm v Worms. Hr. Seiler, Dr. med. v. Jena. Hr. Köffler, Spedlt. v. Freiburg. Hr. Wariter, Stud. v. Heidrlbcrst. Hr. Merz, Lehrer v. Liederbach. Hrn. Geschworn. Schtitt v. Leisel, Caspar v. Zell, Roth v. Kurfenroth, Felfing v. Felda, Berger v. Freicnseen, Schneider v. Schwalheim u. Ulrich v. Obergheim. Hr Emrich, Oecon v. Bergheim. Hr. Katz, Fabrik, v. Niederohmen Hr. Gibson, Part v. London. Hr Braun, Ingen, v. Mühlhausen. Hr. Ritter Partik. v. Berlin. Hrn. Kfl. Schlosser v. Mainz, Lange v. Erfurt, Bach v. Hanau, Freund v. Marburg u. Alt- meper v. Potsdam. Hr. Werner, Fabrikant v. Cöln. Im Darmstaedter Haus: Hrn. Geschäfts!. Grvß- mann v. Eschwegen, Fischer v. Cassel, Müller v. Eschwegen, Schneider v. Friedberg, Hofmann v. Eckhardshausen, Rauch v. Wattenheim, Michadis v. Rendsburg, Erb u. Hoch v Weitenheim, Meinhard v. Marburg, Lilienstern v. Orten- berg, Edenfell v. Oberursel, Kunz v. Ginsheim, Theis v Biedenkopf, Lapp v. Mecklar, Fuchs v. Hesweiler, Schenck v. Nicderfelda, Friedrich v. Saarbrück, Rauch v. Werthheim. In den P r i v a t h ä u s e r n. Bei Hrn. Tabaksfabrik Gail: Hr. Simeon, Kfm v. Offenbach. — Bei Hrn. Höpfner: Hr. Rinn v. Frank- furt. — Bei Hrn. Sclzer: Frl. Mappes v. Wetzlar. — Bei Hrn. Prof. Dr. Osann: Hr Zodeler v. Kopenhagen. Bei Hrn. Univd. Schwarz: Hr. Geist, Geschw. v. Stamm- heim. — Bei Fr. Ferber: Frl. Hensler v. Bellersheim. Bei Hrn. Stingel: Frl. Gräf v. Laubach. — S)rutf und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei.