Sonnabend -en 15. März K ü ch l e r. (482) Nr. N. C. 2081. und Orte Anzeigebtatt der Stadt und des Regierungsbezirks über die Feierabcndstunde im Regierungsbezirk Gießen. VK HS* WZ «WD tm «' »«»*■' 6-W.n w-rd-n W.„, P worden ist oder verwilli'gt werden wird. 9 «fiterer schriftlicher Entschließung ron uns verwilligt anlassungen, Veranstaltung" v"oi?Nachtessen b^bXnbcx^iT^Seleocnb11? ' ^,er besonderer Ver. 8?“r »“*Ä* Ä S «L ’*•***’ * » M. 22 «i>n»a»eno oen IS. Mär, 1851 ____________ Tlnruckungsgebuhr für d e gespaltene Corvuszeile 2 fr. Amtlicher Theil. Nr. R. C. 2329. -------------------- rtt., 58tfrtfftnb: .^8 d°^Vorstand°S der israelitischen Religions.Gemeinde ^ärj 1851. zu pormghauscn, Reg.-Bezirk Biedenkopf, um Geiiattuna einer wiederholten Collecte zur Erbauung einer m SMagoZ , Die Großherzoglich Hessische des Regierungsbezirks Gießen die Vorstände der israelitischen Religions-Gemeinden des Regierungsbezirks Gießen. Biedenkopf der tfracHtifdje’n g10*1!ögcü 1 b"°Höriimbau^?"9 Legierungs-Commission zu Synagoge wiederholt die Erhebung einer Eollcc!" M S^fiitiSn^^- *2 ®xbmxunS einer neuen herzogthums gestatlet worden ist, beauftragen wir Sie ® h $ Religwnö-Gemeinden deö Groß- ledern zu erheben und die gesammelten Beträae ah ? ? m l3n,ecfe M den Gemeinde- Commission zu Biedenkopf einzusenten 9 Un8 iur Weiterbeförderung an Gr. Regierungs- 172 wenn es die Zeü nicht erlaubt, diese Erlaubniß bei uns einzuholen, wenigstens schriftliche Erlaubniß des Beigeordneten seines Wohnorts. In allen Fällen haben jedoch, bei Verlängerung der Feierabendstunde, die Gr. Bürgermeister und im letzteren Falle die Gr. Beigeordneten streng darauf zu achten, daß nichts voll', zeiwidriges vorfallt, und sie bleiben verantwortlich und sollen in Disciplinarstrafe versallen, wenn sie eine solche Erlaubniß ohne zureichende Gründe ertheilt haben. 4) Richt blos ortsheimische, sondern überhaupt alle Gäste inländischer und ausländischer Ortschaften sind, wenn sie nicht besonderer Geschäfte wegen in dem Wirtshause, welches Gast- und Herbergsrecht ha! über Nacht bleiben, dem Gebot des Feierabends unterworfen. Daß hierbei erweisliche Nothfälle z. LR plötzliche Krankheit eine Ausnahme rechtfertigen, versteht sich von selbst. 5) Jeder Wirth, welcher gegen diese Vorschriften handelt und Gäste über die Fcierabendstunde ohne besondere Erlaubniß noch tu seinem Wirtholocale behält, verfällt in eine Polizeistrafe von drei Gulden. 6) Außerdem soll jeder Gast in solchen Fällen mit einer Polizeistrafe von einem Gulden belegt werden 7) Diejenigen Gäste, welche auf die Bemerkung des PolizebOfficianten, daß die Feierabendstunde erschienen und sie bereits mit einem Gulden straffällig seien, das WirtShauS, resp. Local nicht sogleich verlassen, sind zu einer weiteren Strafe bis zu drei Gulden zu verurtheilen. 8) Der Gr. Bürgermeister oder Beigeordnete, in Gießen der Gr. Polizei-Commissär, haben die deßfallsigcn Anzeigen der Poltzeiofficianten alsbald an uns wegen Bestrafung der Anqeschuldiqten einzusenden. Der Dcnunciant erhält ein Drittheil der Strafe. 9) Alle diesen Bestimmungen etwa entgegenstehcnden Polizei Vorschriften, sowie insbesondere die für die Stadt Gießen erlassene singuläre polizeiliche Bekanntmachung vom 26. Januar 1850, sind hiermit aufgehoben. Indessen bleibt für die Stadt Gießen die Zeit der Fcierabendstunde auf 11 Uhr Abends festgesetzt. Die Localpolizeibehörden haben diese Bestimmungen von Zeit zu Zeit ordnungsmäßig öffentlich bekannt machen zu lassen und darüber zu wachen, daß denselben in jeder Beziehung vollständig nachgelebt wird. Gießen den 10. März 1851. Gr. Hess. Reg.-Comnussion des Negierungsbezirks Gießen. K ü ch l e r. v. W i l l i ch. Eckstein. nud Privat - Bekanntmachungen. Gerichtliche Edictalladung. 17) Gießen. Gr. Hofgcricht der Provinz Obcrhcssen hat über das Vermögen des Wein- wirths Georg Heß zu Gießen deti förmlichen Con- curö erkannt; es werden daher Alle, welche aus irgend einem Grunde Ansprüche an die Masse bilden wollen, aufgeforderl, dieselben sogewiß Montag den 17. März 1851, Morgens 9 Uhr, dahier geltend zu machen, als sie sonst ohne Prä- clusivdecret von der Masse ausgeschlossen werden. In dem Termine soll die Güte versucht, ein Gläu- bigerausscknß und ein Curator gewählt werden, und es wird von den nicht erschienenen Gläubigern angenommen, daß sie dem Beschlüsse der Mehrzahl beigetreten seien. Gießen am 21. December 1850. Gr. Hess. Stadtgericht. Muhl. Haberkorn. Besondere Bekanntmachung. -188) Gießen. Der Pfandschein Rr. 25334 über einen blauen Oberrock, ist angeblich verloren worden. Da nun der Verpfänder diesen Rock wieder einlösen will, so werden Diejenigen, welche etwa Ansprüche an jenen Schein bilden könnten, aufgefordert, solche so gewiß innerhalb 14 Tagen dahier zur Anzeige zu bringen, als sonst ohne alles Weitere das Pfand an den Verpfänder abgegeben werden wird. Gießen den 12. März 1851. Die Pfandhausverwaltung Bieler. Pfeil. Versteigerungen. 497) Gießen. Versteigerung von Linden -, Akazien -- und Pappelreisholz Montag den 17. März l. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf den Schooren Linden-, Akazien- und Pappelreiser an den Meistbietenden versteigert werden. Zusammenkunft am Neustädter Thor. Gießen den 13. März 1851. Der Bürgermeister ___Hch. Ferber. 489) Watzenborn. Montag den 17. März, Vormittags 10 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause nachstehende Arbeiten: 1) Planirarbeit, veranschlagt zu 33 st. 54 fr. 2) Ehaussirarbeit „ „ 226 „ 50 „ 3) Fertigung eines Canals . . „ „ 39 „ 10 „ öffentlich an den Wenigstnehmenden versteigert werden. Watzenborn den 12. März 1851. Der Bürgermeister Maid. 173 498) Gießen. Versteigerung von Immobilien. Erbvertheilungshalber sollen nachstehende zum Nachlaß les verstorbenen Stallknechts Iohs. Becker gehörende Grundstücke: Flur. Nr. Dfilftr. 39 96 192 j — 97 169 Acker rechts des Wiesecker Wegs — 98 726 ) neben Caspar Stoß gibt 6 st. 38 fr. 1 Hell. Grundrente. 39 222 2a 1 ( Acker auf die Chaussee neben — 223 201 ) PH, Römer, PH. S. zu Wic- seck, giebt 2 fl. 52% kr. Grundrente. 46 4 u. 5 2oo / Acker am grünen Weg neben ’ Melchior Deibel, M. S. zu Wieseck Donnerstag den 27. März l. I., Nachmittags 2 Uhr, auf dem Rathhause dahier an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen den 13. März 1851. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 452) Gießen. Main-Weser-Eisenbahn. Section Gießen. Montag den 17. d. Mts., des Vormittags um 10 Uhr, soll auf dem Seetions-Büreau dahier die Lieferung von 75 Cubikklafter Mauersteinen zur Erbauung eines Viaduetcs am Wicscnwcg, Gemarkung Großen- linde», loosweise an die Wenigstnehmenden durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden. Gießen am 7. März 1851. Der Gr. Sections-Jngcnicur Eickemeyer. 451) Allendorf a. d. Lumda. Holzvcrsteigcrung im Allendorscr Stadtwaldc. Montag den 17. März l. I., von Morgens 8 Uhr an, soll in dem hiesigen Stadlwalde, District Dernbach, Naffenstrauch und Fichlenwicse an der kurhesstschen Seite, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden: 489 Kiefern-Stämme, von 5 bis 16" Durchmesser , 20 bis 60' Länge, zusammen 9044 Cubikfuß, 73 Fichten-Stämme, von 5 bis 10" Durchmesser, 40 bis 60' Länge, zusammen 1227 Cubikfuß, 52 Nadel-Stangen, von 322 Cubikfuß, 3 Eichen- „ „ 9 u 1 u Bauklotz, u 22 „ 4 Stämme Aspen-Werkholz, von 104 Cubkf. Die Zusammenkunft ist auf der Eisenschade am Weg von Jlshausen nach Winnen. Die Herren Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Ackendorf an der Lumda den 7. März 1851. Der Bürgermeister S ch m i d t. ------—--;----V---- 474) Gießen. Holzversteigermig im Revier Schiffenberg. Freitag den 21. März ' wird in den Domauialwald-Distrieten Schiffenberg und Sommerberg, nachverzcichneteö Holz versteigert: Buchen- Scheidh., Prügelh., Stecken Stecken Stockh., Reish., Stecken Wellen — 6775 Eicken- — 5% 32 3750 Nadelh. 2 6 26% 600 Aspen- — 3 — 1050 Dorn- — — — 150 sodann: Stammholz, Stangenholz, Stück Cubikf. Stück Cubikf. Eschen- — — 69 45 Eichen- 58 1653 248 66 Buchen- 1 11 100 22 Nadelh. 10 98 29 76 Die Zusammenkunft ist Morgens 9 Uhr an dem Forstvcrsuchsgarlen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Ere- dit bis Martini d. I. gestattet. Gießen den 14. März 1851. Der Gr. Hess. Revierförster des Reviers Schiffenberg Dr. Draudt. 499) Gießen. Lohrinde-Verkauf. Donnerstag den 20. März l. I, Vormittags 9 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause 250—300 Eentner Eichen-Lohrinde an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen den 13. März 1851. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 486) Reiskirchen. Montag den 17. März l. I, Morgens 9 Uhr, soll in dem Reiskircker Gemeindewald, Distriet Beuerberg und Wilshäuser Wald, nachstehendes Gehölz versteigert werden: 82 Stecken Buchen-Scheidholz, 45 n u Prügecholz, 27% „ „ Stockholz, 2550 Wellen « ReiSholz, 174 2 Stecken Eichen-Scheidholz, 2 „ „ Prügelholz, 2 ,, Stockholz, 300 Wellen „ Rcisholz, 3 Stecken Aspen-Scheidholz, 22 » Kiefcrn-Prüge'lholz, 5% „ /, Stockholz, 7850 Wellen „ Reisholz, 8 Eichcn-Werkholz-Stämme, 1 3t Kiefern» ,/ „ ( 522 Cubikf., 4 Buchen» ii „ ) 1698 SX®'“"9'"’! ™ Der Anfang ist im Distriet Beuerberg am Weg von Reiskirchen nach Beuern, — und wird Scheid- und Prügelholz gegen gleich baare Zahlung, das übrige Gehölz aber gegen Bürgscheine bis Michaelitag d. I. verborgt. Reiskirchen am 10. März 1851. Der Bürgermeister Schäfer. 444) Königsberg. Holzversteigerung tut Revier Königsberg. Montag den 17. März d. I., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in den Domanialwald-Districten Meilhart und Schmitiftatt versteigert werden: 129% Stecken Eichen-Scheidholz, 43 '4 „ „ Prügelholz, 102% ii n Stockholz, 275 Wellen Buchen-Reisholz, 1175 // Eichen» „ 22 Stämme » Stammholz, 2231 Cubik- fuß enthaltend, und 12 Stämme Buchen-Werkholz, 398 Cubik- fuß enthaltend. Die Zusammenkunft ist im Districte Meilhart, der Strohmühle gegenüber. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Johanni d. I. gestattet. Königsberg den 8. März 1851. Der Gr. Hess. Revierförster deö Reviers Königsberg D i t t m a r. 469) Ruttershausen. Holzversteigerung. Dienstag den 18. d. Mts. soll in dem Rutteröhäuser Gemeindewald, Distriet Mausberg und Wehrholz, nachfolgendes Holz versteigert werden: 11 Stecken Buchen-Scheidholz, 21 // Eichen- „ 31 Buchen-Prügelhvlz, 17 „ Eichen- „ 30 „ Buchen-Stockholz, 19 „ Eichen- ,/ 350 Stück Buchen-Wellen, 450 H Eichen- u 3 Stück Eichen-Baustämme, von 30 Zoll Durchmesser und 25 bis 32 Fuß Länge, 42 Stück Eichen-Werkholz-Stämmchen, von 9 bis 13 Zoll Durchmesser und 12 bis 35 Fuß Länge. "Der Anfang und die Zusammenkunft ist in dem Wehrholz des Morgens um 9 Uhr. Ruttershausen am 11. März 1851. Der Bürgermeister Klinkel. 449) Mainzlar. Holzversteigerung. Dienstag den 18. März l. I., von Morgens 9 Uhr an, sEN m dem Mainzlarer Gemeindewald, District Altenfeld, Hundsrück und Kehl, nachstehende Holz- sortmicnte, alö: 95% Stecken Buchen-Scheidholz, 61% „ Eicken- „ 55 ii Buchen-Prügelholz, 49% ii Eichen- „ 45 „ Buchen-Stockholz, 23% ii Eichen- „ 4° i, Nadel-Prügelholz, 3500 Stück Buchen-Wellen, 725 n Eichen- „ 2675 „ Nadel- „ 45 Eichen-Stämme, von 5 bis 30 Fuß Länge, 5 bis 39 Zoll Durchmesser und 1318 Cu- bikfuß haltend, 10 Buchen-Stämme, von 7 bis 8 Zoll Durchmesser, 47 Eichen-Stangen, 38 Cubikfuß haltend, 419 Nadel- „ 206 „ „ meistbietend unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich an Ort und Stelle versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Waldeingang an der Straße nach Hachborn. Die Herren Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden bekannt niachen zu lassen. Mainzlar den 7. März 1851. Der Bürgermeister ________Vogel. 473) Kirchgöns. Holzversteigerung tut Kirchgönser Gemeindewald. Künftigen Mittwoch und Donnerstag, als den 19. und 20. März l. I., sollen in dem % Stunde von der von Gießen nach Butzbach führenden Chaussee westlich und eben gelegenen District Ochsenharb versteigert werden: 79 Stecken Eichen Scheidholz, 44 „ u Prügelhvlz, 103 n n Stockholz, 25 Wellen Buchen-Reisholz, 2000 u Eichen» „ 75 u Kiefern- „ 175 93 Eichen Bau-, Werk- und Nutzholzstämme, von 6 bis 30 Zoll Durchmesser und 10 bis 63 Fuß Länge, zusammen 8999 Cu- bikfuß entbaltend, 1 Schichte Eichen Werk-Scheidholz und 1 Eichen Pflugsreh. Die Zusammenkunft zu dieser Versteigerung ist an genannten Tagen jedesmal Morgens 9 Uhr im Distrikte Ochscnharb, und wird am ersten Tage das Eichen Bau-, Werk- und Nutzholz versteigert. Kirchgöns am 12. März 1851. Der Bürgermeister H a ii a ck. 468) Beuern. H o l z v e r st e i g e p u n g. Montag den 17. d. M. Morgens 8 Uhr, soll in hiesigem Gemeindewald, Distrikt Appelspeck: 51'/, Stecken buchen, eichen und aöpen Prügelbolz, 15975 Wellen buchene Durchforstungö-Stamm- Reiser, vorzüglicher Güte, 12 eichene und 97 fichtene Werkholzstangen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Wege nach Climbach von hier. Beuern den 12. März 1851. Der Bürgermeister Otto. 481) Hausen. A r b c i t s v c r st e i g e r ll n g. Mittwoch den 19. März l. I., des Vormittags 10 Uhr, sollen an dem Wege von hier nach Steinbach, eine Strecke Chaussirarbeit, von 55 laufende Klftr. Länge, veranschlagt zu 95 fl. 30 fr., öffentlich an den Wenigstnehmenden, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteigert werden. Hausen am 12. März 1851. Der Bürgermeister _____D e r u. 479) Gießen. Montag den 17. März l. I., Morgens 9 Uhr, sollen auf dem Hofe der verstorbenen Fräulein von Dresky zu Burkhardsfelden: Bettwcrk, Schränke, Sopha, Tische, Stühle, ein Clavier, Zinn, Por- zellain und sonstige Gegenstände, gegen gleich baare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 12. März 1851. 445) Gießen. Versteigerung Montag den 24. März, Nachmittags 2 Uhr, wird das, zum Nachlaß des verstorbenen Schuh- machermeisterö Friedrich Hoch gehörende Wohnhaus Lit, B. ??r. 44 in der Sonne, ferner ein Acker am hohen Rain neben Justus Balth. Müller, Flur 28 Nr. 199, □%(ftr. 248 und ein Acker am untern Wiesecker Weg, neben Philipp Daniel Ockel, Flur 39 Nr. 106 lHKlftr. 152, einer öffentlichen Versteigerung in dem oben bezeichneten Hause ausgesetzt^— 362) Butzbach. Großer Gasthof Verkauf. Die Uiiterzeichneten sind gesonnen ihren Gasthof »zum Deutschen Hof« zu Butzbach, welcher an der Hauptstraße von Frankfurt a. M. nach Kassel und kaum 80 Fuß von der Eisenbahn entfernt liegt, einer freiwilligen Versteigerung Donnerstag den 20. März d. I, Vormittags 11 Uhr, in loco auszusetzen, wozu Sieigliebhaber eingeladen werden. Außer den umfassenden bedeutenden und im besten Zustande befindlichen Räumlichkeiten, fügt man an, daß ber_ hierzu gehörige Flächen geholt 800 lHKlftr. beträgt und zu jebetn großartigen Fabrik- und andern Geschäft geeignet erscheint. Besonders wird noch bemerkt, daß dabei ein mit reichhaltigem Wasser versehener Brunnen, dessen Qualität nach chemischem Gutachten vorzüglich zur Bierbrauerei als gut befunden, befindlich ist. Butzbach den 20. Februar 1851. Carl Decker u. Comp. Feilgedoten. 467) Gießen. Beste weiße Fett-Kernseife' 6% Ptd. 1 fl. 30 fr., roch marmorirte Fett-Seife, 7'4 Pfd 1 fl. 30 fr., weiß und roth marmorirte Soda-Seife, 8'4 Pfd. 1 fl. 30 fr., Lichter 6ter und Ster per Pfd. 15 fr. verkauft Wilh. Schmoll in der Neustadt. 490) Gießen. N LL s v e V k K L) f. Meine sämmtlichen Waareu, als: Mousseline de Laine, Tliibet, Lustre, Orleans, Seidenstoffe, schwarz und in Farben, Toil de Nord, Kattun zu Kleider und Möbel, Baumwollenzeuge, Jaconnet, Mull, Tüll, Spitzen, Band, Strohhüte, Sonn- und Regenschirme, Sliawls, Foullards, angefangene und fertige Stickereien, Stramin und Wolle, Franzen, Guimpcn und Galon, und noch viele andere Waareu empfehle ich unter dem Fabrikpreise. M. Heß. 494) Gießen. Braunschweiger Flachs und englisch leinene Webergarne empfiehlt L. JahreiS. 478) Annerod. Bei dem Unterzeichneten sind im Steinbruche aus der Steinrutsche folgende Sorten Steine, als: gehauene Schichtpflastersleiue, rauhe ipib feine Mauersteine und Deckplatten, zu den billig- 176 sten Preisen zu haben. Der Bruch ist besonders wegen der bequemen Abfahil dem Publikum zu empfehlen, weil er uahe an der Sicher Chaussee, unterhalb des Lumpenmannsbrunnens, liegt. Reflectirende hierauf wollen ergebens! Anmeldungen bei mir machen. Dörr, Pflastcrmeister von Annerod. 463) Allendorf an der Lumda. Hmg-Gyps-V erkauf. Um mehrfachen Nachfragen zu genügen, habe ich für ein Lager genannten Artikels zum Bestreuen der Kleeäcker rc. gesorgt. Ich offerire das 200 Pfund schwere Malter im Einzelnen zu 1 fl. 30 fr., bei Abnahme von 6 solcher Malter und darüber zu 1 fl. 24 fr. Die Herren Bürgermeister ersuche ich, dieses im Interesse ihrer Ortebewohner bekannt machen zu lassen Allendorf a. der Lumda den 10. März 1851. H. W. Moll. Zu Vermieden. 492) Gießen. Das von Hrn. Schlossermeister Christian Burckhardt bewohnte Logis, bestehend in 2 Stuben, Kabinet, 3 Kammern, Theil am Keller, Holzremise, Mitgebrauch der Waschfücke und den Hinterbau mit einer Werkstätie, steht zu vermielhen und kann gleich bezogen werden. Näheres bei Balthasar Burckhardt. 422) Gießen. In Lit. B. Nr. 1 auf dem Brand ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet und ein einzeln möblirtes Zimmer auf nächstes Semester zu vermielhen. 209) Gießen. In dem ehemaligen Gasthaus zum Löwen am Neuenweg ist die erste und zweite Etage nebst Küchen, Keller, verschlossenen Hylgräu- men, Mitgebrauch der Waschküche und Garten nebst Gartenhaus zu verrniethen und kann am 1. Mai d. I. bezogen werden. Gg. PH. Gail. 475) Gießen. Eine Familienwohnung in meinem Hause in der Marktstraße, bestehend in 1 Zimmer, Kammer, Küche und Keller ist zu vermie- then und den 1. April zu beziehen. Georg Becker im Promenadehaus. 485) Gießen. Bei Gärtner Schmidt auf dem Reichensand sind zwei ineinanter gehende Stuben, Küche mit Sparheerd und Waschkessel, 2 Bodenkammern, Keller und Holzstall zu vermielhen und sogleich zu beziehen. 253) Gießen. Der seither von Hrn. Assessor Harbordl bewohnte 3. Stock in meinem Hause >st anderweit zu vermielhen und kann auf Verlangen sogleich bezogen werden. M. Bapst Wtw. 483) Gießen. Eine Familienwohnung ist in meinem Hause vor dem Wallthor auf den 1. Mai d. I. zu vermielhen. Georg AlthauS. 487) Gießen. In meinem Wohnhause bei dem Busch'schen Garten ist noch ein möblirles Zimmer zu vermielhen. Gießen den 12. März 1851. Bplenmeister Barth's Wtw. 476) Gießen. Eine Familienwohnung ist zu vermielhen und sogleich beziehbar bei C. Schultheiß Wtw. 424) Gießen. Ein Logis gleicher Erde, bestehend aus drei aneinanderstoßenden Zimmern, Küche, Magd-Kammer, Holzplatz, Boden, Keller, Milgebrauch der Waschküche und, im Falle es gewünscht wird, können noch weitere 2 Zimmer hinzugegeben werden, ist bei mir zu verrniethen. Gießen den 4. Mürz 1851. I. C. Seipp. 300) Gießen. Die von Herrn Geometer Walther bewohnte mittlere (Stage meines Hauses sielst vom 1. Mai an anderweit zu verrniethen. Jean Gertig, Sonne Lit. B. Nr. 51. 477) Gießen. Ein Acker, einen halben Morgen hallend, ist auf 3 Jahre zu verrniethen, oder zu verkaufen. Das Nähere bei I. 53ramm. 471) Gießen. Bei Unterzeichnetem ist ein Stück Grabland auf deur Sand zu vermielhen. Ludwig Höring, Lit. A. 169. Vermischte Nachrichten. 491) Gießen. ZOhmäeztlZche Mmzeige. Der Unterzeichnete ist zu sprechen bei Hrn. Büchsenmacher Großmann aus dem Lindenplatz. Ordinationsstunden von Morgens 8—10, des Mittags von 2 — 4 Uhr. Sein Aufenthalt ist auf 14 Tage bestimmt. A. Weinert, ______________Zahnarzt aus Mainz. 495) Gießen. Ich mache hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mich als Schreinermeister dahier etablirt habe, und werde mich bemühen, durch geschmackvolle unv dauerhafte Arbeit, mir das Zutrauen eines geehrten Publikums zu erwerben und zu erhalten. Meine Wohnung befindet sich in der Löwengasse Nr. 80. Carl Seipp. 425) Gießen. Von heute an übernehme ich Strohhüte zum Waschen. Dieselben erhalten die neueste Fac-on zu einem sehr billigen Preise. Gießen den 6. März 1851. M. Witter. 177 429) Gießen. Aufforderung. Forderungen an den Nachlaß des verstorbenen Schuhmachermeisters Friedrich Hoch sind innerhalb 14 Tagen einzureichen; die Schuldner werden ersucht, ihre Verbindlichkeiten in gleicher Zeit zu erfüllen. Mit Empfangnahme von Beiden ist Georg Lind im Hoch'scher, Hause beauftragt. Gießen den 5. März 1851. 480) Gießen. Stroh-Hüte werden zum Waschen angenommen. M. Holberg, ______________________auf dem Neuenweg. 496) Gießen. Das auf den 20. März festgesetzte Concert der musicalischen Gesellschaft kann, eingetrctcner Hindernisse wegen, erst acht Tage später, den 27. März statlfinden. Der Vorstand. 470) Westphal. Hof. Da die auf Sonntag den 2. März angezeigte Tanzmustk auf dem Westphälischen Hof durch das Verschulden des A. Feldhaus nicht statlfinden konnte, so ist dieselbe auf Sonntag -en 16. Mär; um so gewisser daselbst anzutreffen. __E. Pansch. Gießen. Die 2te Compagnie der Bürgerwehr hat vom 16. bis incl. 22. März d. I. die Feuerbercitschaft und den Ordonnanzdienst. Das Ober-Commando der Vürgerwehr. FreseniuS. (48t) 472) L e i hgestern. In dem Armenfond zu Leihgestern liegen 250 fl gegen genügende Sicherheit zum Ausleihen bereit. Leihgestern den 13. März 1851. K. Wolf, Pfarrer. 493) Gießen. Allgemeine Militär - Stellvertretimgs - Anstalt für das Großherzogthum Hessen. Der Assecnrranz-Gesellschaft pro 1851 find bereits gegen 300 Mitglieder beigetreten, — die beste Einladung zu weiteren Beitrittserklärungen, da, wie bekannt, in dieser größten Gesellschaft den einzelnen Theilnehniern die Vorlheile der Assecnrranz am sichersten gewährt werden. Der Geschäftsführer der Anstalt des Dr. Vogel Fran; Peppler zu Gießen. 462) Gießen. Sonntag d e n 16. März 1851. CVNeekt der großen Pürgerwehrmnßk im Leib'schen Saale. Anfang 5 Uhr. Ende 9 Uhr. Eintritt die Person 9 kr. Schierholz. 442) Gießen. Militär - Stellyertretnngs - Anstalt zu Darmstadt. CülltLon GrrldeZs in liegenden Gütern! Um Denjenigen, die bereits meiner Anstalt beigetreten sind und noch beitreten wollen, eine größere materielle Sicherheit zu bieten, habe ich mich mit dem Kaufmann Herrn Carl Hemm erde hier verbunden, und hat derselbe den Werth von Fünf und Vierzig Tausend Gulden in liegenden Gütern dcponirt, worüber die betreffende Beurkundung sich in den Händen des untengenannten Ausschusses befindet. Carl Schwarz. In Bezug auf obige Anzeige laden wir hierdurch die Eltern und Vormünder der Conscriptions- 178 Carl Schwarz Indem ich mich auf Vorstehendes beziehe, bitte ich um recht zablreiche Betheiligung. I. G. Appel, Agent der Anstalt. Gießen im März 1851. Viktualienpreise es Brodtaxe Fleischtaxe & fr. vr- fr. Pf. fr. Vf. fr. Vf. 3 4 3 2 9 2 ordinäres Brod aus besteh. 10 8 Q O Q 8. 8. 12 — 2 2 5 Marktpreise. fr. fr. pf. fr. Vf- fr. Frachtpreise Frucht- tuns. 14 — 14 — Walzen Korn . Gerste Hafer. Erbsen Linsen 20 17 18 16 1 1 4 9 3 2 4 9 2 4 3 9 1 6 18 19 4 8 O 2 12. 8. Für 1 fr. Wafferweck. „ 1 fr. Milchbrod . HKorn- fr.jVf. TT'— 8 2 8 - 5 — 9 5 8 - 18 — 14 — 14 — 18- 16 — Darmstadt im März 1851. Carl Hemmerde. pflichtigen des Jahres 1851 ergebens! ein, uns ihr Vertrauen zu schenken und recht bald ihren Beitritt zur Assecurranz - Gesellschaft pro 1851 zu erklären. Die Herren Emmerling, Ministerial-Ralh, Rohde, Rechnungs-Rath, I. G. Diefenbach, Kaufmann haben sich bereit erklärt, üch der Geschäfte deS Ausschusses der Gesellschaft unterziehen zu wollen. 5 10) 8. 6 5 Für die Abgebrannten in RüddingShausen ist ferner bei UNS eingegangcn: von Hrn. Prof. Br. Braubach I ff.; von Hrn. N. N. in G. 5 fl. Die Expedition. Maas Milch .... Pfund Butter . . . auch . . Handfäse ..... Eier...... Pfund Waizenmehl . . „ Gcschw. Vorschuß 2 1 , l Waizen- und 4 \ Ü">»schteS Brd.auS | Kornmehl besteh. zGerste-t Mehl und x r. Vf. 7 — 7 — 6 — 6 — 9 — 7 — Frucht- u n d Viktn al Leu preise NB Die Zugaben zum Fleisch dürfen nur in solchem von derselben Gattung bestehen, und zwar auf 10 Vfd. nicht mehr alSt anderthalb Pfund k. nach Proportion, welches auf 1 Pfd. nicht völlig S Loth ausmacht. Köpfe, Füße, Geraub, wie auch die ganz blutigen und nicht genießbaren Stücke vom Hals sind von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. per Pfund Ochfenffeisch Kuyfleisch . Rindfleisch . Kalbfleisch • Schweineff. . Hammelff. . Schaaffl. . . -eberwurst . gern. Wurst. Bratwurst . Schwarten!.. Blutwurst . geräuch. Speck Schinken . . Dörrfleisch . Rindsfett . Hammelsfett Schweineschmalz, ausgelassenes . dgl., unauSgel. 12 8 14 16 14 20 13 13 20 20 5 Pf. pf mnberg 1 ’i « . 8anbach © 5 • fr. pf. fr. Pf. fr. pf. — *■ TT -* ■■ — 8 — — — 1 — 7 2 — — — — 5 — — — 2- — 9 — — — 7 — — — 19 — — •— — 12 — — — — 14 — — — I — 12 — — — 20 — — — — — 15 ■— — — — — — 15 — — —— — — — 16 — — — - — — 16 — — — — — 16 — — — 15 Äeeßen I . März. | «Ärunverg 1. März. i 13 8 ich März. Friedberg 28. Mainz Februar. Marburg Weplar 5. März. 8. Mürz. 3)1 a l t e r. Mött Scheffel Pf. ff. fc Pf. ff. fr. Pf. fl. fr. Pf., fl. fr. Pf. fl. fr. fl. fr. fl. fr. Vf. 200 8 _ 200 7 30 200 7 50 — 7 35 200 7 36 — — 3 26 — 200 7 _ 190 6 45 190 7 — — 6 — 200 6 i 5 — — 3 I — 170 5 10 170 4 50 170 5 — — 4 45 200 4 53 — — 2 2 2 —’ 3 20 — 3 25 120 3 30 ö - 8 — 3 20 200 4 1 1 1 31 (Hierzu eine Beilage.) Beilage zu.HZ, 22 des AllzeigeblaLtes. Vermischte Nachrichten, 266) Gießen. Allgemeine Militär - Stellvertretnngs - Anstalt für das Großherzogthum Hessen. Den auf den 1. April d. I. zum Dienst Einberufenen, welche sich noch vertreten lassen wollen wird in dieser Anstalt, geleitet von Herrn Dr. Vogel in Darmstadt, die sicherste Vermittelung geboten, um gegen feste Preise tüchtige Einsteher jeder Elaste und Waffengattung zu erhalten. Man be. merkt hierbei, daß im abgelaufenen Jahre 267 Stellvertretungen in dieser Anstalt geordnet worden sind. Näheres bei dem Geschäftsführer der Anstalt Franz P e p p l e r zu Gießen. 447) Friedrichshütte. Mistpfnhlpmnperr von Gußeisen. Die einzelnen Theile dazu, sowie ganz fertige, im Preise bis zu 18 Gulden per Stück, sind zu haben aus der /riedrichshütte, bei Solms - Laubach. Frischbäcker zu Gießen. Sonntag den 16. März. Georg Busch auf dem Kreuz. Carl Steinberger in der Löwengaffe. Jacob Vogt am Wallthor. Riechliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 16.. Marz. Morgens: Kirchenrath Dr. Engel. Nachmittags: PfarrerBonhard. Universitäts-Gotte S dien ft. Um 11 Uhr: Professor Dr. Hesse. Beerdigte. Den 9. März. Rudolph Recke, Studiosus der Thier, arzneikunde, des verstorbenen Avothekers Anton Recke zu Schwarzenfels in Churhessen, ehelicher Sohn, alt 23 I. 4 M 16 T., gestorben den 7. März. Denselben. Emilie Karoline Franziska Weidig, des Bürgers und Scbmiedmcisters, Georg Weidig, eheliche Tochter, alt 1 I. 1 M. 25 T., gestorben den 6. März. Denselben. Franz Emil Vir, deö Bürgers und Prwatscribenten, Johann Christian Martin Jacob Gustav Die Pfarrgeschäste in der nächsten Woche besorgt Kirchenrath Dr. Engel. Vlr-ckelicher Sohn, alt 2 I. 8 M. 2 T., gestorben den 7. Marz. Den 11. März. Margarethe Faber, des Bürgers und Schwimmlehrers, Wilhelm Faber, Ehefrau, geborene Römer, alt 24 I. 6 M. 7 T., gestorben den 9. März. Den 12. März. Elisabeths Dorothea Wilhelmine, eine uneheliche Tochter, alt 1 I. 8 M. 7 T., gestorben den 10. Marz. Katholische Gemeinde. Beerdigt. Den 8. März. Egid Valentin Felix Johann Nepomuk Ferdinand v. Löhr, Dr. der Rechte und der Philosophie, Gr. ordentlicher Professor der Rechte an der hiestgen Universität, Primarius der Juristenfakultät, Geheimer Rath, Inhaber des Commandeurkreuzes 2. Classe des Ludewigs- Ordcns, sowie des Comthurkreuzes 1. Classe des Verdienst- Ordens Philipps des Großmüthigen, vormals Spndicus der Landes-Universität und ständiges weltliches Mitglied des hiesigen katholischen Kirchenvorstandes, alt eG 3. H M. 19 T., gestorben den 6. März. Aligekommi'ne und abgereiste Fremden vom 12. bis 3 n den Gasthäusern. /•ii Happen-, Hr. Schmidt, Bilchh v. Weimar. Hr. Liebrecht, Dr. v. Marburg. Hrn. Part, v Neuber v. Berlin u. Fürer u. Comer v. Erfurt. Hrn. Kfl. Braulcheid v. Lüdenscheid, Roth v. Carlshafcn, Thomas v. Cassel, Setzer v. Offenbach, Weißmann v. Frankfurt, Köhler v. Steinscheid, Kugelmann v. Cassel, Saoner v. Cöln, Langer v. Erfurt, Mattil v. Bühl, Sülzer v. Offenbach, Jung v. Rüdesheim 14. März 1851. u. Gosst v. Frankfurt. Hr. Weidig, Occon. v. Rülfenrod. Hr. Hofmann, Fabrik, v. Ingelheim. Mad. Müller v. Braunfels. Fr. Gräfin v. Luckner v. Cassel. Se. Durchl. Fürst v. Fürstenbcrg. Hr. Baron v. Unruh, Part. v. Ber- lw- Hr. Sicmon, Arzt v. Danzig. Jörn. Part. Spierling r- Mannheim u. Gaudemann v. Frankfurt. Hrn. Kfl. Lind« Heimer v. Frankfurt, Habicht v. Gotha, Schäffler v. Bacha« rach u. Brachel v. Jngelstadt. 180 Im Einhorn: 5t. Dr. Seide, Prof. v. Wien. Hr. Älingelbcrger, Fabrik, v. Elberfeld. Hr. Schwarzenberg, Part. v. Hannover. Hrn. Kfl. Pfeil v. Breslau, Baumann v. Nordhausen, Homburger v. Berlin, Wischheim u. Posen v. Elberfeld, Laißner v. Lünneburg, Kahlo v. Cassel, Mees ö. Lpon, Seligmann v. Carlsruhe, Liebmann v. Homburg, Wolf.v. Rhepdt u. MebuS v. Straßburg, Hr. Barth, Negot v Chaur-de-Fond. Hr. Frhr. v. Hefner, Profess, v. Aschaffenburg. Hr. Bauer, Dr. med. v. Fritzlar. Hr. v. Costrevern, Rent v. Baden-Baden. Hr. Dr. Erlenmeper, Apothek. v. Wiesbaden. Hr. v. Greve, Offiz, v. Berlin Hr. Maurer, Fähndrich v. Trier. Hr. Werthmüller, Stud' v. Berlin. Hr. Seipp, Reutin, v. Werdorf. Hr. Baron de Courric, Propriet. v. Berlin. Hr. Keil, Marchand v Lissabon. Hrn. Kfl. Beckmann v. Wesel, Falk v. Mainz, Sterns. Äp?ig"' Söni3flein Rauch v. Frankfurt u. Im Prinz Carl: Hr. Vogt, Feldw. v. Mainr. Hr. Herling, Spengler v. Darmstadt. Hr. Robert, Oecon v. Wetzlar. Hr. Ohl, Stud. v. Heidelberg. Hr. v. Mala- gowski, Lieutn. v. Mainz. Hr. Hoffmann, Apothek. v. Mannheim. Hr. Negelein, Dr. v. Heidelberg. Hr. Winck, Fabrik, v. Bruchsal. Hr. Vogt, Handelsm. v. Kuhlstädt. Hr. Kling, Oecon. v. Diedelsheim. Hr. Hähr, Uhrenh. v. Schönach. Hr. Schwärze!, Gutsbes. v. Rambach. Hr. Rapp, Fuhrm. v. Hatzfeld. In den Privathäusern. Bei Hrn. Herbert: Frl. Ettling v. Alsfeld - Bei Hrn. Bürgern,.-Geh. Faber- Frl. Jung v. Heuchelheim. - Zur Unterhaltung und Belehrung. Ein Mick auf London. London hat in einem Jahrhundert 43 Dorfschaften und einen Flecken in sich vereinigt. Ungeachtet ihrer Ungeheuern Ausdehnung istdie Zunahme dieser Stadt doch so bedeutend, daß alljährlich für 20,000 neue Bewohner Wohnungen hergestellt werden müssen; daher fleht man auch ru jeder Zeit 4000 Häuser, die im Neubau begriffen sind. Nach den neuesten statistischen Documenten hat London einen Flächen- raum von beinahe 45,000 Acres, worauf man mehr als 260,000 Häuser und in diesen eine Bevölkerung von 1,820,000 Seelen zählt. Sie gleicht nicht allein dem bevölkertsten und thätigsten Bienenstock- von der Welt sondern sie ist auch die bewundernswürdigste Werkstatt und das reichste Banquierhaus der Erde. Der bloße Name London erweckt schon eine Menge verschiedener Gedanken. Man stellt eS sich vielleicht zuerst als einen Heerd der modernen Civilifation vor, oder als einen Schmelztiegel, in welchem die socialen Elemente sieden und sich am thätigsten hin- und herbewegen. Für Denjenigen, welchen besonders ihr westlicher Theilanzieht, ist sie eine Stadt von Palästen, die durch Parks, Triumphbogen, kolossale Statuen und großartige Monumente geschmückt und verschönert wird, während für Den, welcher seine Blicke auf die östliche Hälfte richtet, fast einzig und allein ein Labyrinth von engen Straßen, eine Anhäufung von Comp- toiren, einWald von Schornsteinen, die ununterbrochen schwarz Wolken ausathmen, eine ungeheure Masse von Magazinen mit ihren Thüren und Winden, Krahnen und Hebeleitern ist. Für Beide jedoch ist London ein fremdes, unentwirrbares Chaos von Reichthum und Elend, Ehrgeiz und Verzweiflung, der reinsten Menschenliebe und des schwärzesten Berbrechens, derjenige Ort der Erde, wo es die meisten Häuser und die meisten Menschen ohne Obdach, die größte Pracht und die grenzenloseste Roth gibt. Dies Alles gruppirt sich um einen Ungeheuern Mittelpunkt, dessen vergoldete Kuppel durch den Rauch hindurchglänzt und den Reisenden, von welcher Gegend er auch kommen mag, die Hauptstadt erkennen läßt. Wer London nur am Tage gesehen hat, wo die Le- benswogeu von dem unermüdlichen Herzen bis zu den äußersten Adern getragen werden, kennt eS nicht unter seinem imposantesten Anblick. Nicht inmitten deS Geräusches und Getöses, welches der Verkehr in seinen Straßen wiedertönen läßt, nicht in seinen Wäldern von Masten, noch in seinen Docks, oder in seinen Magazinen, entfaltet sich das Gemälde in nie gesehenem Glanze. Um London auf dem Gipfel seiner Pracht, die eS vor dem Auge des Beschauers darlegt', zu sehen, muß man eS bei Nacht, in ei- mgct Entfernung von der Höhe irgend eines Hügels betrachten. Den wundervollflen Anblick gewährt London während einer schönen Winternacht von seinen Vorstädten aus. Die Sterne glänzen am Himmel, aber z» unfern Füßen entfaltet sich ein anderes Firmament mit Myriaden von leuchtenden Punkten. Lange Feuerlinien, ähnlich den in den Wolken zurückbleibenden Spuren der Meteore, ziehen sich in weite Fernen und durchschiieiden und kreuzen sich auf die seltsamste Weise. Ueber dem Ganzen schwebt eine fürchterliche Wolke in röthlichem Reflex, gleichsam als wenn das Ungeheuer von Stadt in Flammen stände. Nur bei Nacht können die seltsamen Anomalien Londons am besten gesehen werden. Erst wenn das Gesumme des gewöhnlichen Lebens aufhört, wenn die Läden geschloffen werden und die glänzenden Paläste des Gin ihre schmutzigen und zerlumpten Gäste in die Straßen ausspeien, erst dann nimmt London sein festliches Ansehen an. Auf den Bänken der Gärten, in den Nischen der Brücken, auf den Kehrichthaufen der Märkte suchen die Unglücklichen, die Leute ohne Obdach, ihre Nachtruhe. Die einzigen lebenden Wesen, welche noch die Stadt durchschleichen, sind arme vor Kälte bebende Geschöpfe. Hier ans der Schwelle einer Thür kauert ein armes, barfüßiges Kind, das am Tage durch die Mildthätigkeit Begüterter nicht einmal so viel zusammenbrachte, daß es sein Schlafgeld mit 2 Pence bezahlen kann. Dort, bei den auf der Straße zusammengehäuften Bausteinen versammeln sich unter dem Scheine des Gaslichts, das ans der Reverbere fällt, um ein Coaksfeuer, das sich der Bauwächter au^ezüiidet hat, eine in Lumpen gehüllte Menge, die rauchend und schwatzend den neuen Tag erwartet. Zuletzt, wenn bei der Rückkehr der Morgenröthe die Straßen in bläulichem Schimmer erscheinen, wenn die Tbürme der Kirchen und'die Gipfel der Schornsteine sich mit einer Reinheit des Profils, die man nur daun hat, wenn nicht die dicken Rauchwolken über der Stadt schweben, an dem Himmel zu zeichnen an- fangen, dann verbreiten sich andere arme Geschöpfe, fast ebenso zerlumpt wie jene, aber arbeitsamer, durch die Strassen. Sie tragen einen Qnersack auf dem Rücken: sie durchwühlen alle Kothhaufeil; sie fristen ihr Leben, indem sie die von den Köchinnen hinweggeworfenen Knochen, Lumpen und alte Eisenstücke sammeln und für ein Paar Pence verkaufen. Andere versammeln sich, bevor sie in ihre Werkstätten gehen, an einer Straßenecke um einen Kaffeehändler, dessen Getränk in einem großen zinnernen Gefäße dampft, und dessen Kohlen- feuer durch die Löcher der Feuerkike einen glühenden Schein in dem Grau des anbrechenden Tages verbreitet, während schon die Hökerin mit ihrem Grünkram durch die noch im Schlummer liegenden Straßen eilt. Wer würdr bei dem Anblicke des Elends, den London in der Nacht darbietet, sich denken können, daß allein 29 seiner Bauquiers in einem einzigen Jahre 950 Mill. Pfd. St., also mehr als 3 Mill, täglich durch ihre Hände laufen sehen; wer würde glauben, daß ein einziger Bauquier der City in einem Jahre mehr als 30 Mill. Pfd. Sterling ausgeliehen hat? Wer könnte alle die scheußlichen Einzelheiten von bitterster Armuth und Roth im Stadtviertel St. Giles gesehen haben und noch glauben, daß die Stadt solcher Schrecken auch „der Bauquier der Welt" fei, wie sie der verstorbene Herr v. Rothschild genannt hat; daß sie die Stadt fei, bis zu welcher alle Ge- fchäste Indiens, Chinas und Rußlands, aller Länder der Erde reichen? Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei.