Imzcigeblatt der Stadt und des Regierungsbezirks Gieße n. 31. ♦ Sonnabend den 13 Februar 18Ä1. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 ff. 30fr., für Auswärtige ind, Postaufschlag 1 st. 42 fr. — Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. Zn Gießen bei der Erped. (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.) — GinrückungSgebuhr für die gespaltene Corvuszeile 2 fr. Amtlicher Theil. Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundener Gegenstand. Ein Geldbeutel mit einigem Gelde ist gefunden worden. Der Eigeuthümer kann denselben ans dem Gr. Polizeibüreau dahier in Empfang nehmen. Gießen cm 13. Februar 1851. Der Gr. Polizei-Commiffär L. Nover. Gerichtliche und privat - Bekanntmachungen. Edictalladungen. 17) Gießen. Gr. Hofgericht der Provinz Oberhessen Hal über das Vermögen des Wein- wirths Georg Heß zu Gießen den förmlichen Eon- curs erkannt; es werden daher Alle, welche aus irgend einem Grunde Ansprüche an die Masse bilden wollen, aufgefordert, dieselben sogewiß Montag den 17. März 1851, Morgens 9 Uhr, dahier geltend zu machen, als sie sonst ohne Prä- clusivdeeret von der Masse ausgeschlossen werden. In dem Termine soll die Güte versucht, ein Gläu- bigerausschuß und ein Eurator gewählt werden, und es wird von den nicht erschienenen Gläubigern angenommen, daß sie dem Beschlüsse der Mehrzahl beigetreten seien. Gießen am 21. December 1850. Gr. Hess. Stadtgericht. Muhl. Haberkorn. 86) Marburg. Ausweislich der bei hiesigem Justizamte geführt werdenden Hypolhekenbücher haben Johann Georg Hampel und dessen Ehefrau Elisabeth, geb. Jäger zu Caldern, vermöge gerichtlicher Schuldverschreibung vom 22. April 1814 von dem Brückerhofmanne Johannes Damm zum Brückerhof bei Caldern ein Darlehen von 250 fl. erborgt und ein in der Gemarkung von Caldern gelegenes Grundstück als: Nr. 169. 36 Rth. Haus, Scheuer, Stallung Hofraithe, dieserhalb zum speciellen Unterpfande eingesetzt. Ausweislich beigebrachter Bescheinigung ist vorgedachter Johannes Damm vor längeren Jahren verstorben und der gegenwärtige Aufenthaltsort seiner Kinder und Erben unbekannt, die Ausfertigung der Schuld- und Pfandverschreibung vom 22. April 181t soll erloren gegangen sein. Die gegenwärtigen Besitzer der Hypothek: Ackermann Jacob Becker und dessen Ehefrau Elisabeth, geb. Hampel behaupten nun, daß die fragliche Schuld längst getilgt sei, sie aber nicht im Stande wären die verlorene Schuldverschreibung mit der dieser angeschriebenen Quittung des ursprünglichen Gläubigers zu beschaffen. Auf erfolgten Antrag werden daher alle diejenigen, welche aus der Eingangs erwähnten Obligation noch Rechte geltend zu machen haben, aufgefordert, binnen 2 Monaten dieselbe hier vorzulegen und ihre etwaigen Ansprüche sogewiß anzumelden und gehörig zu begründen, als sonst auf weiteren Antrag der gegenwärtigen Besitzer der Hypothek, der Eintrag des Pfandrechts bezüg- 102 lich der gedachten 250 fl. Fr. W. im Hypotheken- duche gelöscht werden wird. Mai bnrg den 7. Januar 1851. Kurfürstl. Hess. Justizamt III. Ossius. 2642) Grünberg. Oeffentliche Aufforderung. Johannes Honig von Lehnheim beabsichtigt nachverzeichnete Liegenschaften: 1/131 i/1 2g 1/12 2 1/3 27 W11O IH/12g^ ;8Ä3 5% 3?'!4 X 32 7» 387/4 74 713 v/„ V!/60 VI/7S vii/46 VIII/31 XI/„ 669/ 2 6 5-/ 280/ 671/ 269„/ 534/ Z1S a/10 /51 /13 Al6 „ ,/3 XU, A1/78 VI/97 IX/36 X/2 XI/292 534/ 502/ 27 6/ 222/ 145/ 82 8/ /5 /1 /31 /91 /18 /6 AH/is s.'oy gegen ein aufzunehmendes Capital zu verpfänden. Cr will diese den von Heinrich Horst's Eheleute zu Lehnheim erworb.n haben, vermag aber Erwerbs- urkunden weder auf seinen, noch der Heinr. Horst's Eheleute Namen lautend, vorzulegen. EigcnlhumS- oder sonstige Ansprüche an diese Liegenschaften sind um so gewisser binnen 60 Tagen, vom ersten Erscheinen dieses in diesen Blättern, dahier vorzubringen, als sonst Johannes Hönig als Eigenthümer angesehen, ihm die desfalls erforderliche gerichtliche Bescheinigung ertheilt, und die Schuldurkunde, worin er die Verpfändung der Liegenschaften beabsichtigt, gerichtlich bestätigt werden wird. Grünberg den 19. December 1850. Gr. Hess. Landgericht daselbst. Welcker. Thaler. 278) Gladenbach. Nach erfolgter Concurs-- erkennung über den Nachlaß des verstorbenen Metzgers Kaspar Müller von hier werden nunmehr alle bekannten und unbekannten Gläubiger jeder Art aufgefordert, ihre Ansprüche im Termin Mittwoch den 26. März l. I., Morgens 9 Uhr, entweder in Selbstperson oder durch einen zum Vergleichsabschluffe legitiwirten Bevollmächtigten, bei Meldung des stillschweigend erfolgenden Ausschlusses von der Concursmasse, geltend zu machen. Gladenbach am 30. Januar 1851. Gr. Hess. Landgericht das. Fröhling. C. E ck st e i n. Besondere Bekanntmachung. 297) Gießen. Wahlansfchreiben. Die Crgänzungswahl des Gemeinderaths für die Gemeinde Gießen betr. Es wird hiermit bekannt gemacht, daß die Ergänzungswahl des Gemeind raths von Gießen auf dem Rathhause daselbst am Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag den 25., 26., 27. und 28. Februar l. I., jedesmal Vormittags von 9 bis 12 Uhr unter der Leitung des Unterzeichneten vorge- nommen werden soll. Seit der letzten Ergänzungswahl sind ausgetreten: Christian Bansa, Carl Müller, Friedrich Kempff und Wilhelm Löber; sodann treten gesetzlich aus: Georg Phil. Fillmann, Christian Wallenfels und Konrad Weidig. Die drei letzteren sind indessen wählbar. Cs sind somit sieben Mitglieder in den Ge- meinderath zu wählen. Sämmtliche stimmfähige Ortsbürger von Gießen werden aufgefordert, an dieser Wahl Theil zu nehmen und gleich vom Beginn der Wahl an sich zur Abstimmung zahlreich einzufinden, damit die Wahl zur Ersparung von Zeit und Kosten wo möglich schon vor Ablauf der viertägigen Frist geschlossen werden kann. Giesen am 14. Februar 1851. Der Wahlcommissär Hch. Ferber. Versteigerungen. 201) Gießen. Die Versteigerung eines Gartens am Nah- rnngsberg betr. Montag den 17. März l. I., Nachmittags 2 Uhr, soll ein der Carl Neumann Wittwe zugehöriges Grundstück: Pag. Mr. Nr. 2 33 220 202 HlKlftr. Acker (Garten) am Nahrungsberg neben Joh. Jughardt, auf dem Rathhause dahier im Wege der Hülfsvoll- streckung an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Gießen den 30. Januar 1851. Der Bürgermeister H ch. Ferber. 296) Gießen. Die Vergebung von Schneider- und Kappenmacherarbeit bei der Stadt Gießen. Die Anfertigung von 5 Unisormsröcken, Hosen und Kappen für die Feldschützen, so wie von 8 Män- 103 teln und Kappen für die Nachtwächter soll im Wege der Soumission vergeben werden. Offerten zur Uebernahme dieser Arbeiten, welche die Forderung für jeden Gegenstand enthalten müssen, sind bis zum 19. d. Mts. hier einzureichen. Voranschläge und nähere Bestimmungen über die Arbeit können auf der Geschäftsstube des Unterzeichneten täglich cingesehen werden. Gießen den 14. Februar 1851. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 288) Atzba ch. Donnerstag den 20. d. M., Morgens 8 Uhr, werden in dem Atzbacher Gemcindewald, circa 100 Kjchen Bau« und Nutzbolz-Stämme, verschiedene Cubikfuß haltend, sowie mehrere Klafter Knuppcl- und Reiserholz meistbietend versteigert. Atzbach den 12. Februar 1851. v Der Bürgermeister Colnot. 295) Allendorf. . Verkauf eines Wohnhauses und einer Scheune in Allendorf a. d. Lda. - und zwar aus den Abbruch. Ich beabsichtige ein vor einem Jahr erkauftes Wohnhaus, 40' breit und 26' tief, von Anno 1804, und eine Scheune, 30' breit und 24%' tief, von Anno 1826, von starkem purem Eichenholz erbaut, auf den Abbruch zu verkaufen, unb jedeö dieser Gebäude lin Nothfall einzeln abzugeben, den Kaufwerth auch m Abschlagszahlungen oder in verschiedenen Zielen anzunehine». , Da mir wegen Vornahme einer neuen Baueret daran gelegen ist, den Bauplatz obiger Häuser bald frei zu bekommen, so bitte ich diejenigen, welche beabsichtigen, dieselben zu kaufen, sich bald bei mir zu melden. , Noch bemerke ich in dieser Bekanntmachung, daß sich die Scheune ganz leicht zu einem dreistöckigen Wohnhaus umändern und einrichten läßt. Allendorf a. d. Lmd. den 260) Garbenteich. Lohr in den-Versteigerung. Montag den 17. Februar d. I., des Mittags um 12 Uhr, sollen auf der Bürgermeisterei dahier circa 60 Cent- iier Eichen-Lohrinden öffentlich meistbietend versteigert werden. , , , , . , Indem man Steigliebhaber hiermit emladet, bemerkt man, daß das betreffende Holz ein junger Schlag ist. Garbenieich am 8. Februar 1851. Der Bürgermeister Schwarz. Gießen. ntmachnng 180) Bekan Versteigerung der Hosraithe und Liegenschaften des Wcinwirths Georg Heß. Dienstag den 18. Februar d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Nalhhause folgende dem Wein- wirth Georg Heß hier zustehende Immobilien als: Alt. Neu. lüKlftr. Klaffe. , °%oi 1/846 1 0 — Hofraum m der Lindengasse. I/87, 51 21 Hosraithe in der Brand- gaffe, bestehend aus Wohnhaus, Nebenhaus, Keller und Holz- remise neben Chrstn. Jughard. 86/,,g V,.. 14 1 Grabgarten daselbst. ,88%r a 3%, 378 2 Acker zehntfrei hinter dem Waldbrunnen. 41%0 aa 41 46 , 5 Acker zehntfrei unter der Hardt. 41%o 43 452 5 Acker zehntfrei das. 41%, 42 450 5 » 1! " 41 %a 44 1132/ 16/ /23 /209 446 %4 %5 II U u 154 7.1 7-2 U auf der Hohleichc. 1132/ 16/ /24 /210 1102/ 16; 711 7*1 263 2 „ daselbst. 416 2 Acker zehntfrei daselbst gibt 15'/- kr. ab. 411/ 10/ /21 /372 111 5 Acker zehntfrei unter der Hardt. 4iiz iy3g 111 5 Acker daselbst. 4l%*b '£ 90 5 Acker (Lehmkaute) zehntfrei das. 4 10/ „ 10/ /2o “ /*0 90 5 Acker daselbst. 1866/ 39/^q 344 7-2 7,3 Acker zehntfrei, links des Wiesecker Wegs, rechts der Chaussee. öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 20. Januar 1851 Der Bürgermeister Hch. Ferber 287) Atzbach. Dienstag den 18. d. Mis., Nachmittags 1 Uhr, werden in dem Kinzenbacher Gcmeindewald 35 Eichen Bau- und Nutzholz-Stämme, meistbietend versteigert. Atzbach den 12. Februar 1851. Der Bürgermeister Colnot. ___ 289) Langgöns. Jagdverpachtung in Langgons. Die Jagd in der Gemarkung Langgöns wird nicht, wie früher angegeben wurde, auf 6 Jahre, sondern nur auf 3 Jahre verpachtet werden. LanggönS den 13. Februar 1851. Der Bürgermeister Dern. 104 257) Großenbuscck. Holzversteigerung. Montag den 17. Februar l. I., von Morgens 9 Uhr an, sollen in dem Gemeindewalv der Gemeinde Großen- bu>eck nachfolgende Holzsortimente, und zwar im District Unter: 51 Stämme Eichcnbauholz von 6106 Cubikfuß, 37 „ Buchenwerkholz „ 1161 „ 39 „ Nadelbauholz „ 477 „ im District Kleinfeldchen: 30 Stämme Eichenbauholz von 1021 Cubikfuß u. 33 „ Buchenwerkholz „ 1450 „ sodann Dienstag den 18. Februar, von Morgens 9 Uhr an in dem District Oberstruth: 68 Stämme Kiefernbauholz, 2036 Cubikfuß haltend, öffentlich unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Großenbuscck den 6. Februar 1851. Der Bürgermeister Müller 294) Gießen. Maaren - Versteigerung. Montag den 17. d. Mts., Nachmittags um halb 2 Uhr, wird im Gasthaus zum Schwanen: Mousseline Laine, Lamas, Thibet, Shawls ;c. rc., versteigert. 269) Gießen. Folgende, dem Kau funger Stiftsfonds zugehörigen Früchte: 1 Malter Walzen, 66 „ Korn und 46 „ Hafer, sollen Donnerstag den 20. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, auf dem dahiesigen Rathhause öffentlich versteigert werden. Gießen den 10. Februar 1851. C. Fuhr, Advocat. Feilgeboten. . 216) Gießen. Schwamme zum Waschen der Wagen und Pferde find zu äußerst billigen Preücu zu haben bei W. Zur buch. 290)^ Gießen. Soda-Oel-Kernseift 'N bester trockener Maare, sowie Stearin-Lichter zu den billigsten Preisen empfiehlt M. Heß. ,, 292) Gießen. Schöne Zweischen-, Sauer- ttrschen-, Pflaumen- und Aepfel-Bäumchen, Dornwellen, große und kleine Bindweide», gelbe Setzlings- Weiden, Küfer-Reife und Schießerstangen verkauft ___ L- Hartmann in der Schanze. 293) Gießen. Bei Unterzeichnetem ist Verschiedenartiges aus freier Hand zu verkaufen. Werk, zeuge für Eiseuarbeitcr: eine gute Drehbank, ein Vlasbalg, mehrere gute Schraubstöcke u. s. n>.: verschiedene Gewehre und Pistolen, ein Schjeßstaud, welcher sich zu einem Garleuhäuschen eignet, ein steifes Gailenlyor zum Einhängen, Möbel, worunter ein gutes Sopha, Tische, Stühle, Schränke, Bettladen u. s. w. Zugleich fordre ich alle Diejenigen, welche noch Zahlungen an mich zu leisten haben, auf, solche binnen 14 Tagen zu ordnen; sowie diejenigen, von welchen ich noch Rechnung zu erwarten habe, in dieser Frist bei mir einzureichen. Gießen den 15. Februar 1851. Wilhelm Stein, _________________ Büchsenmacher. , 286) Gießen. Hafer, Heu und Stroh ist zu haben bei Metzgermeister Georg Lampus, wohnhaft am Kreuz. 217) Gießen. Alle Sorten Sämereien sind Wieder frisch und ächt bei mir zu habeii. Zugleich empfehle ich meine Auswahl von Topfpflanzen zu den billigsten Preisen. Kaspar Georg, Handelsgärtner auf dem Seltersweg. Frankfurt. Dung-Gips. Z» meinem in Medcrwöllstadt bestehenden Geschäfte in Pichten, Kauholz, Anhrer - Steinkohlen und Platten, halte ich jetzt aiich beständig D N N g - Gips Ät^Hn^Odcr un^ ^'sichere meine geehrten Abnehmer der billigsten Bedienung. Fried. Lud. Böing. 105 226) Gießen. Ausverkauf. Mit einem großen Theil meiner bisher geführten Maaren, namentlich Mousselhie de Laine, Möbel- und Kleider - Cattun, Seidenstoffe, Shawls re. re. gänzlich aufzuräumen, empfiehlt dieselben unter dem Fabrikpreise M. Heß. 271) Gießen. 25 bis 30 Centner gutes Heu sind zu verkaufen bei Schreinermeister _______3j m m e r m a n n. 283) Laubach. Anzeige. 3« der Gypsmühle zu Laubach wird von heute an bis zum 1. Mai d. I. der fein gemahlene Gyps zum Bestreuen der Kleeäcker, — das 200 Pfd. schwere Malter zu 1 fl. 30 fr. abgegeben. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, diese Anzeige im Interesse ihrer Ortsangehörigen bekannt macken zu lassen. Laubach den 12. Februar 1851. _____________________________Triebert. 279) Gießen. Main-Weser-Bahn-Frachtbriese, Kosten-Verzeichnisse, Rechnungen, Wechsel, Anweisungen, Scheine, Nachtzettel, Berichts -Etiquetten für Bürgermeister, Frachtbriefe, Weiu-Etiguetten re. sind stets vorräthig zu haben bei S. Reis, Lithograph. Zu Vermieden. 241) Gießen. Das seither von Hrn. Schrei- nermeister Kämmerer bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen und den 1. Mai zu beziehen. H Lenz, Metzgermeister. 281) Gießen. Bei Gärtner Schmitt aus dem Reicheiisand sind zwei nebeneinanderstoßende Stuben, nebst Küche, Sparheerd und Waschkessel, zwei Bodenkammern, Keller und Holzstall zu vermiethen und sogleich beziehbar. 280) Gießen. Eine Familienwohnung ist zu vermiethen bei Ph. Lüdeking. 234) Gießen. Das von Frau Secretair Merk bewohnte Logis, in dem Hause meines Bruders am Canzleibeig, ist anderweit zu vermiethen und Anfangs Mai d. I. zu beziehen. Ferner ist der vor dem Neuenweger Thore, zunächst des Busch'schen Gartens, gelegene Garten desselben, auf eine beliebige Anzahl Jahre zu verpachten. H. W. Dauernheim. 253) Gießen. Der seither von Hrn. Assessor Harbort bewohnte 3. Stock in meinem Hause ist anderweit zu vermiethen und kann auf Verlangen sogleich bezogen werden. M. Bapst Wtw. 300) Gießen. Die von Herrn Geometer Walther bewohnte mittlere Etage meines HauseS steht vom 1. Mai an anderweit zu vermiethen. Jean Ger t i g, Sonne Lit. B. Nr. 51. Vermischte Nachrichten. 262) Gießen. Die sämmtlichen Mitglieder der hiesigen Leichenkasse-Gesellschaft werden ersucht, sieh Sonntag den 16. Februar l. I., Nachmittags präcis 3 Uhr, im Gasthaus zum Rappen dahier einzufinden. In fraglicher Sitzung erfolgt:^ 1) Rechnungsablage für das Jahr 1850, 2) Besprechung über Benefizerhöhung, 3) Wahl drei neuer Vorstandsmitglieder. Gießen feen 9. Februar 1851. __Der Vorstand. 298) Gieße». Die Unterzeichnete erlaubt sich die ergebenste Anzeige, daß sie das von ihrem verstorbenen Manne geführte Weißbiudergefchäft fortbetreibt und bittet, das demselben geschenkte Zutrauen auf sie überzutragen. Gießen feen 14. Februar 1851. _________ Wilh Seipp's Wittwe. 277) Gießen. Auf die Bekanntmachung in Nr. 13 des Anzeigeblattes vom 12. d. M. von Gr. Baubehörde wollen wir nur fragen: ob es der Baubehörde schon vergessen ist, daß selbst diese Behörde die Zurücknahme des Art. I. 11. des Regulativs vom 9. August 1843, Auzeigebkatt Nr. 32 bei der kreisräthlichen Behörde deshalb bewerkstelligte, weil diese Art und Weise von Reinigung durch Leute, welche unkundig in dieser Arbeit seien, den Chausseen mehr schädlich als nützlich seien. Die Polizeidiener wurden auch wirklich von ihrer vorgesetzten Behörde angewiesen, den Bewohnern dieser Stadttheile mündlich zu inftnuiren, daß Niemand den Art. I. 11. des Regulativs vom 9. August 1843 befolgen solle, weil sonsten eine Bestrafung gegen llebertretung der Chaussee- Gesetze von der Baubehörde gegen sie erkannt werden würde. So blieb es denn hiermit beim Alten, die Baubehörde lies vor wie nach reinigen und unterhielt zu jeder Zeit die Straße in solcher Ordnung, daß man nicht nöthig hatte Beschwerde» zu führe». I» welchem Zustande sich aber jetzt die Chaussee und resp. die Banquetö befinde», — liegt klar vor Augen und Niemand wird einem bewohnte» Theil der Stadt zumuthe» wollen, sich seine Straße selbst Herrichten zu lassen, während alle übrigen Theile der Stadt auf Lasten und Kosten der Commune im Stand gehalten werden. Hat der Fiscus ober die Stadt diese Strecken in einen gangbaren Zustand zu setzen, kann uns einerlei sein, an den Staat zahlen wir Steuer» und Straßenbaukosten und an die Stadt Gießen 106 Communalsteuern, beides in hohem Maße, deshalb glauben wir auch von der Behörde, welche hierüber zu verfügen hat, Schutz fordern zu können. 284) Gießen. Die auf den 16. d. M. anberaumte Tanzunterhaltung der Gesellschaft „Eintracht" kann unmöglich im Einhorn abgehalten werden, weßhalb selbige an genanntem Tage im Leib'schen Saale stattfindct. Zugleich wird den Mitgliedern genannter Gesellschaft bekannt gemacht, daß Mittwoch den 19. l. M., Abends 8 Uhr, im Promenadenhaus eine Generalversammlung abgehalten wird. Tagesordnung: Rechn-ngsablage und Wahl eines neuen Vorstandes. Der Vorstand. 299) Kolnhausen. Diejenigen Beeanerei- besitzer, welche sich an einer Berathnng über die etwa wünschenswertsten Modificationen des Maischsteuergesetzes betheiligen wollen, werden eingeladen, sich Donnerstag den 20. d. M. zu Lich im Gasthaus zum Hirsch, Nachm'ttags 1 Uhr, einzufinden. Kolnhausen den 13. Februar 18 51. Dr. Gros Gießen. Die Zte Compagnie der Bürgerwehr hat vom 16. bis ind. 22. Februar d. I. die Feuer- bercitschaft und den Ordonnanzdienst. Das Ober-Commando der Bürgerwehr. Fresenius. (282) 291) Gießen. Welt - Industrie - Ausstellung jit London. Auf den von der Londoner Commisston in deutscher Sprache herauszugebenden Katalog, welcher sammtliche Aussteller umfaßt, sowie auf den in Berlin in deutscher und englischer Sprache erscheinenden Katalog, der sammtliche Aussteller und Ausstellungsgegenstände aus dem Zollverein umfaßt, werden Subscriptionen von den unterzeichneten Vorstehern deö Gewerbvereins angenommen und ersucht man, die Bestellungen baldigst zu machen. Der Preis für den Londoner Katalog isi 1 sl. 30 fr., der Preis für den Berliner Katalog ist — u 35 „ Gießen im Februar 1851. Der Vorstand des Local-Gewerb-Vereins. Hch. Ferber. Wilh. Keller. 285) Gießen. Regelmäßige Packetschifffchrt zwischen Bremen und Amerika« Lüdering St Comp-, Schiffsrheder, Kaufleute und Consuln in Bremen befördern am 1. und 15. jeden Monats mit großen dreimastigen Schiffen erster Claffe direct nach Newyork, Baltimore, Neworleans und Galvesto» Auswanderer zu billig festgesetzten Preisen bei vollständiger freier Beköstigung. — Feste Contracte können sowohl bei ihnen als bei ihren Herren Agenten abgeschlossen werden, in Gießen bei Herrn gr Wissig. 111) Gießen. Feuerverstchermlgs-Gesellschast „Colonia." Nachdem Herr G. Schmidtborn, wegen Veränderung seines Wohnorts, die Agentur der Colonia für die hiesige Stadt und deren Umgegend niedergelegt hat, ist mir dieselbe übertragen worden. Die Colonia, welcher durch die Verordnung vom 26 November 1847, die Rechte einer inländischen Gesellschaft übertragen worden sind, und welche daher der Aachener und Münchener Gesellschaft gleich gestellt ist, übernimmt Versicherungen gegen Brandschaden auf bewegliche Gegenstände jeder Art gegen feste Prämien; sie bietet dieselben Garantien und Vortheile dar, wie jene Geselsschaft. Prospectus und Formularen zu Versicherungs-Anträgen sind j derzeit bei mir unentgeltlich zu erhalten. Auf sorgfältige und rasche Besorgung der eingetragenen Versicherung kann man bei mir rechnen, sowie ich überhaupt zu jeder Auskunft nnd Anleitung in dieser Beziehung gern bereit bin. Gießen im Januar 1851. Mag «st Hoffmann, Schloßgasse, Eck des Kirchenplatzes. 107 Asfifenverhandl,ingen vom ersten Quartal 1851. U r t h e i l e. Am 10. Februar wurde Zoh. Fiedler von Langenham mehrerer Diebstähle überwiesen und zu 27. Jahr Correctwns- haus verurthcilt; , , Am 11 Februar Peter Walther von Strebcndorf dcS Betrugs und der Schristfälschung für schuldig erkannt und zu einem Zahl Correctionshaus verurtheilt, mit Schärfung der letzten 8 Tage bei Wasser und Brod; , Am 12. Februar Zoh. Obermann von Heimertshausen der Veruntreuung im Dienste überwiesen und zu 3 Jahren Correetionshaus verurtheilt, sodann an demselben Tage Ludwig Schmidt von Romrod zu einem Jahr Correetionshaus verurtheilt, dagegen seine Frau freigesprochen. u , Am 13. Februar wurde Zoh. Obermann von Liederbach, der Gewaltthätigkeit und Körperverletzung angeklagt, dieser Verbrechen überwiesen und zu sechs Monaten Correctwns- haus verurtheilt. Gold- u. Silber-Cours vom 13. Febr. 1851. G«ld. Pistolen....... Hr. Friedrichsd’or . . . ■ Poll. 10 fl. Stücke .... Rand-Ducaten 20 Francs-Stücke .... Engi. Souverains . . . . Gold al Marco Silber. Laubth., ganze . . . Prcuss. Thaler . . . 5 Frankenthaler . . Hochhaltig Silber . . Gering und mittelhaltig fl. kr. 9 31 9 56 9 41 5 31 9 23z II 42 372 — n. kr. 1 (45g 2 21 24 28 Disconto l z Geld. Kirchliche Anzeige» d er evangelischen Gemeinde zu Gießen. G o t t e s d i e n st. Am 16. Februar. Morgens: Kirchenrath Dr. Engel. Nachmittags: Pfarrer Bonhard. Universitäts-Go ttesdienst. Um 11 Uhr: Professor Dr. Hesse. Kopulirte. Den 9 Februar. Richard Oitmann, Bürger und Sattlermeister dahier, des verstorbenen Obergerichtspedellen, Richard Ottmann zu Fulda, ehelicher Sohn; und Katharine Margarethe Will, des verstorbenen Gr. Hofgerichts-Canz- leidieners, Johann Heinrich Will dahier, eheliche Tochter. Getaufte. Den 9. Februar. Dem Gr. Landgerichts-Assessor, Carl Bücking, eine Tochter, Julie Friederike Bertha, geboren den 10. Januar. Den 12. Februar. Dem Gr. Professor Dr. Heinrich Carl Hermann Hofmann, eine Tochter, Charlotte Wilhelmine Friederike Sophie Anna, geboren den 8. Decem- ber 1850. Beerdigte. D e n 7. Februar. Bernhard Christian Ludwig Wilhelm Köllner, des Gr. Professors Dr. Eduard Köllner, ehelicher Sohn, alt 2 M. 18 gestorben den 4. Februar. Den 12. Februar. Christine Margarethe Drück, des Bürgers und Seifenstedermeisters, Philipp Brück, Ehefrau, geborene Loos, alt 68 I. 9 $., gestorben den 10. Februar. De n 13. Februar. Johann Christian Möller, Seifensieder, des Bürgers Christian Abraham Möller zu Kleinschmalkalden bei Gotha, ehelicher Sohn, alt 26 I, gestorben den 11. Februar. Denselben. Martin, ein unehelicher Sohn, alt 2M., gestorben den 11. Februar. Frischbäcker zu Gießen. Sonntag den 16. Februar. Johannes Jughard auf dem Seltersweg. Christian Noll in der Neustadt. Carl Löber am Lindenplatz. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Kirchenruth Dr. Engel. Ailgekommene und abgereiste Fremden vom 12. bis 14. Februar 1851. I n den Gasthäusern. 1m Harpen: Hr. Portier, Part v. Basel. Hr. Döb- ner, Geh.-R. v. Eisenach. Hr. Rohr, Revierverwalt. v. Hohensolms. Hrn. Kfl v. Amlungen v. Cassel, Berger v. Hanau, Behagel, Groß u. Lösch v. Frankfurt, Haas v. Cöln, Wattenbach v. Aachen, Schiffer v. Hechingen, Pinot v. Bordeaux, Kessel v. Frankfurt, Gastel v. Mainz, Reipel u. Weber v. Friedberg, Andräi v. Breslau u. Hallmaier v. Glogau. Hr. Holzapfel, Fabrik, v. Cassel. Se. Erl. Graf v. Lehrbach v. Lehrbach. Frhr. v. Schenck v. Schmitt- Hof. Hr. Trost, Gastw. v. Freiburg. Frl. Weiland v. Neustadt. Hr. Grüter, Act. v. Wiesbaden. Hr. Bortego, Lieutn. v. Mainz. Hr. Ott!, Oberpostamtsfunkt. v. Regensburg. Hrn. Oecon. Roth v. Dillenburg u. Deffoir v. Berlin. im Einhorn : Hr. Gortz, Direkt, v. Darmstadt. Hr. Storch, Berginsp v. Friedberg. Hr. Hofmann, Verwalt, v. Neuhof. Hr. Wächter, Juw. v. Pforzheim. Hr. Fruchot, Rent. v. Paris. Hr. Rupprecht, Part. v. Magdeburg. Hrn. Kfl. Frcßle v Stuttgart, Auernheimer v. Aschaffenburg, Thiel v. Nürnberg, Herrlcin v. Leipzig, Bückelmann v. Dresden, Braun v. Cöln, Reißler v. Hanau, Hauser v. Darmstadt, Jüngst v. Wallau, Friedberg v. Mainz, Mautner v. Sebnitz u. Rodenberg v. Bingen. Hr. Geutzscck, Uhrm. v. St. Goar. Hr. Liffiznolo, Offiz, v. München. Hr. LinS, Postmstr. v. Hanau. Hr. Stephan, Kammerr. v. Braunfels. Hr. Völcker, Oberger.-R. v. Marburg. Hr. Kümmel, Technik, v. Guntershauscn. Se. Erl. Graf zu Glauchau v. Schönburg. Hrn. Oecon. Wehrheim v. Rod- heim u. Beith v. Niederwöllstadt. Im Prim Carl: Hr. Behrens, Gutsbes. v. Erfurt. Hrn Spedit. Lehr v. Langheck, Strauch v. Eichelsachsen u. Rosche v. Hatzfeld. Hr. Heß, Sind. med. v. Heidelberg. Hrn. Oecon. Höchlcr v. Langheck u. Bnnner u. Blum v. Eichclsachsen. Hr. Lindler, Kfm v. Dirhofcn. Im Darmstädter Haus: Hrn. Geschäfts!. Schäfer u. Simon v. Wingerskirchcn, Rauch v. Wattenhain, Diehl v. Aßler, Koch u. Hübenthal v. Dudcnroth. 108 Sn d e n Privathäusern. Bei £>rn. Condit. Hopfner: Fr. Major ö. Schenck v. Rülfenrod. — Bei Hrn. Loos: Hr. Wolf, Oecon v. Biffcs. — Bei Hrn. Kfm. Grieb: Hr. Cand. Schmidt Bei Hrn. Wirt- Mapcr: Hrn. Kff. Rosenfeld v. Frankfurt u. Maper v. Homberg. — Bei Hofmann: Fr. Obersteuerdirect. 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Rindsfett Hammelsfett Schweineschmalz, ausgelassenes . dgl., unauSgel. 11 8 8 6 9 7 12 8 14 16 14 20 13 13 20 20 20 17 M 1 1 1 1 1 1 1 1 1 I 1 || 1 1 1 II 'Illi I 1 II 7i 8 7 5 9 7 19 12 14 12 20 15 15 16 16 16 1 1 1 1 1 1 1 1 1 i|H| l| H । । । । i i I i i i i i i H i i i i i i i i i i i i i 77 7 6 6 9 7 12 14 14 18 14 14 18 16 18 16 U 1 । । । 1 1 1 1 1 1 1 1 M - ! 1 1 2) zGerste-1 ™ 4 ordinäres Brod aus und > 41 ^Koru- j besteh. 4 18«*» Brd-.au- 1 £5^1 besteh. Für 1 fr. Wafferweck..... „ 1 fr. Milchbrod..... 9 10 7 5 fr. Marktpreise. fr. 6 18 19 4 8 LI 1 1 Illi! fr. _ — 1 1 III iii ii iii ii 1 Maas Milch....... 1 Pfund Butter ...... auch..... 3 Handfäse........ 9 Eier ......... 1 Pfund Waizenmehl..... „ „ Geschw. Vorschuß . . . 1 i lll! 1 1 .11111111 1 1 1 1 1 1 1 1 ,*B' a)tC4?