Änzeigeblatt der Stadt und des Regierungsbezirks Gießen. 2L.Mittwoch den 12 März ttrfditint wöchcnrlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. — Preis de» Jahrgangs für Einheimische lil. 30fr., für «u-wärtiqe in«), Poftaufschlag 1 ft. 42 kr. — Auswärts -bonnirt man ftch bei allen Postämtern. Zn Gießen bei der Ervcd. («anzleiberg Lit. B. Nr 1.) — EinrückungSgebühr für die gespaltene CorbuSzeile 2 kr. A m t t L ch e v T h e i l. Gerichtliche und Privat - Bekanntmachunge». 22. April 1814 von dem Brückcrhvfmaiine Johannes Damm mm Brückerhof bei Caldern ein Darlehen von 250 ft. erborgt und ein in der Gemarkung von Caldern gelegenes Grundstück als: Nr. 169. 36 Rth. Haus, Scheuer, Stallung Hofraithe, dieserhalb zum speciellen Unte, pfände eingesetzt. des Regierungsbezirks Gießen a n sämmtliche Großh. Bürgermeister des Regierungsbezirks. » r ®cfve?e”cr ,^c’9e M Folge, treiben sich seit langer Zeit die 16jährigen Knaben Christian Petri und Johann Petri, sowie der schulpflichtige Knabe Heinrich Petri von Obereisenhausen in der Umgegend aus dem Betteln herum. ö u Sie werden angewiesen, auf dieselben fahnden und sie im Betretungsfalle hierher gefänglich abliefern Zu lasten. K l'l ch l e r. (453) Edictalladungen. 86) M arburg. Ausweislich der bei hiesigem Justizamte geführt werdenden Hypothekcnbücher haben Johann Georg Hampel und dessen Ehefrau Elisa beth, geb. Jäger zu Caldern, vermöge gerichtlicher Schuldverschreibung vom flefimJnUfhi,emnffC?°benAc6 ^'^rgen Wirthshauses wurde eine kleine Wanduhr sammt den Gewichten gefunden, die offenbar gestohlen und von dem Dieb daselbst versteckt worden ist. Der unbekannte Bestohlene wird aufgefordert, sich baldigst bei mir zu melden. Gießen den 11. Marz 1851. Der Großh. Polizeieommissär L. Nover. Polizeiliche Bekanntmachungen. Gesunde ne Gegenstände. S Gil weipes Sacktuch und ein Geldbeutel mit einigem Silbergelde. Diese Gegenstände können von den E^gen humern auf dem Großh. Polizeibüreau dahier in Empfang genommen w?rd n G.eßen am 11. Mar, 1851. Der Gr. Polizeieommissär -- _________ L. Nover. Nr-yR- C- 2239. Gießen am 6. März 1851. Betreffend: Die heimliche Entfernung der Knaben Christian Petri, Johann Petri und Heinrich Petri von Obereisenhausen aus ihrer Heimath. , Die Großherzoglich Hessische 164 Ausweislich beigebrachter Bescheinigung ist vorgedachtcr Johannes Damm vor längeren Jahren verstorben und der gegenwärtige Aufenthaltsort seiner Kinder und Erben unbekannt, die Ausfertigung der Schuld- und Pfandverschreibung vom 22. April 1814 soll verloren gegangen sein. Die gegenwärtigen Besitzer der Hypothek: Ackermann Jacob Becker und dessen Ehefrau Elisabeth, geb. Hampel behaupten nun, daß die fragliche Schuld längst getilgt sei, sie aber nicht im Stande wären die verlorene Schuldverschreibung mit der dieser angeschriebenen Quittung des ursprünglichen Gläubigers zu beschaffen. Auf erfolgten Antrag werden daher alle diejenigen, welche aus der Eingangs erwähnten Obli- gaiion noch Rechte geltend zu machen haben, auf- gefordert, binnen 2 Monaten dieselbe hier vorzulegen und ihre etwaigen Ansprüche sogewiß anzumelden und gehörig zu begründen, als sonst auf weiteren Antrag der gegenwärtigen Besitzer der Hypothek, der Eintrag des Pfandrechts bezüglich der gedachten 250 fl. Fr. W. im Hypothekenbuche gelöscht werden wird. Marburg den 7. Januar 1851. Kursürstl. Hess. Justizamt III. Ossius. 443) Grünberg. Dessen tliche Aufforderung. Peter Weimar zu Rüddingshausen hat seine in der dasigen Gemarkung belegenen Immobilien vor mehreren Jahren verkauft. Da er sein Eigcnlhum hieran urkundlich nicht nachzeigen konnte, so wurden die desfallsigen Kaufbriefe unter dem Vorbehalt confirmirk, daß für Eigenthum- und Pfaudsrciheit nicht gehaftet werde. Inzwischen haben die dermaligen Besitzer jener Immobilien, worüber ein Flurbuchöertract zur Einsicht dahier offen liegt, um Löschung jenes Vorbehalts gebeten und es werden daher alle, welche Eigenthums- oder Pfandansprüche oh fragliche Immobilien bilden, aufgefordert, dieselben binnen 4 Wochen, vom Erscheinen dieser Aufforderung in diesem Blatt gerechnet, dahier geltend zu machen, widrigenfalls jener Vorbehalt gelöscht werden wird und Eigenthümer, sowie Pfandgläubiger den daraus entstehenden Nachtheil sich selbst beizumesscn haben. Sodann sind Ansprüche aus der am 1. Mai 1820 statlgebabten Verpfändung des Adam Kor- bächer zu Allertshausen zu Gunsten des Löb Adler von Londorf wegen eines Kapitals von 28 fl. ebenfalls binnen obiger Frist dahier geltend zu machen, widrigenfalls der deSfallsige Pfandeintrag gelöscht werden wird. Grimberg den 4. März 1851. Gr. Hess. Landgericht das. Welcher. Emmerich. Besondere Bekanntmachung. 431) Gießen. Die Vergütungen für die am 24. Oetober 1850 zum Mittagsessen einguartirt gewesenen Königl. Preuß. Truppen sind von den betreffenden Ouartierträgern persönlich und gegen Vorzeigung der Billets binnen 8 Tagen in Empfang zu nehmen. Gießen den 7. März 1851. Der Stadtrechner EnderS. Versteigerungen. 452) Gießen. Main-Weser-Eisenbahn. Seciion q Gießen ■BI Montag den 17. d. Mts., des Vormittags um 10 Uhr, soll auf dem Sections-Büreau dahier die Lieferung von 75 Cubikklafter Mauersteinen zur Erbauung eines Viaductes am Wiesenweg, Gemarkung Großen- linden, loosweise an die Wenigstnehmenden durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden. Gießen am 7. März 1851. Der Gr. Sections-Jngenieur Eickemeyer. 455) Königsberg. Bekanntmachung. Samstag den 15. März d. I., des Mittags nm 12 Uhr, sollen in dem hiesigen Gemeindewald, Districten Lehnchen und Bleidenberg: 45 Eichen-Baustämme, 4139 Cubkf. haltend, lr. Güte, versteigert werden. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martinitag d. I. gestattet. Die Zusammenkunft ist auf dem Lehnchen, ohn- weit dem Hof Bubenrod. Königsberg am 8. März 1851. Der Bürgermeister Krauskopf. 410) Annero d. Arbeitsverstergerung. Montag den 17. März, deö Vormittags um 9 Uhr, soll eine Reparatur im hiesigen Schulsaale 1) Schreinerarbeit veranschlagt zu 17 fl. 17 fr. 2) Weißbinderarbeit „ „ „ 13 „ 30 „ öffentlich an den Wenigstnehmenden auf der dahiesigen Bürgermeisterei versteigert werden. Annerod den 1. März 1851. Der Bürgermeister Seipp. 165 454) Beuern. Versteigerung einer Ziegelhütte mit Wirthschaftrc. Betreffend: Das Schuldenwesen des Philipp Volkmann von Beuern. Montag den 24. März l. I., Nachmittags um 1 Uhr, sollen dahier die zum rubricirten Nachlaß gehörenden Immobilien als: A. Gebäude: Grundb. fJKlftr. I/J52 261 Hofraitbegrund, bestehend auö Wohnhaus» Scheuer, Trockenbau, Ofenbau. Die Gestelle im Trockenbau mit Ziegelbrettern und Formen. B. Grundstücke: Grundb. I/137 25 Grabgarten an denAtzenwiesen- gärten, neben der Hofraithe, I/14g 134 Grabgarten daselbst, Viso 73 „ ii l/i si 17 n n 1/148 137 II " HZ,8, 247 Acker am Weidloch, (Thonkaute), XVI1I/41 64 II in der Buchenwaldseck, lH/248 121 II am Gießer Weg, IX/- 140 II auf der Wann, X/.„ 90 II unterm Reiner, auf dem Nassenstrauch, X/75« 99 II in Folge Auftrags Gr. Landgerichts Gießen vom 25. v. M. einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Bemerkt wird noch, daß der erforderliche Lehm unmittelbar an der Ziegelhütte selbst gegraben wird, die Ziegelbrennerei seither dem Bedürfniß kaum abhelfen konnte, also auf bedeutende Kundschaft gerechnet werden kann, und daß WirthschaftSgerechtig- keit dabei ist. Trinkwasser ist in Menge an der Hofraithe selbst vorhanden. Beuern den 8. März 1851. Der Bürgermeister Otto. 451) Allendorf a. d. Lumda. Holzvcrsteigerung im Mcndorser Stadtwaldc. Montag den 17. März I. I., von Morgens 8 Uhr an, soll in dem hiesigen Stadtwalde, District Dernbach, Nassenstrauch und Fichlenwiese an der kurhessischen Seite, nachverzeichnetcS Holz öffentlich versteigert werden: 489 Kiefern-Stämme, von 5 bis 16" Durchmesser, 20 biö 60' Länge, zusammen 9044 Cubikfuß, 73 Fichten-Stämme, von 5 bis 10" Durchmesser, 40 bis 60' Länge, zusammen 1227 Cubikfuß, 52 Nadel-Stangen, von 322 Cubikfuß, 3 Eichen- „ u 9 „ 1 " Bauklotz, u 22 „ 4 Stämme Aspen-Werkholz, von 104 Cubkf. Die Zusammenkunft ist auf der Eisenschade am Weg von Jlshausen nach Winnen. Die Herren Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, dieö in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Allendorf an der Lumda den 7. März 1851. Der Bürgermeister Schmidt. 448) G r ü n b e r g. Versteigerung von Bauarbeiten. Freitag den 21. März d. I., Vormittags 10 Uhr, sollen im Gasthaus zum Hessenbrücker Hammer die zur Erbauung einer neuen Mühle daselbst erforderlichen Arbeiten, nämlich: 1) Maurerarbeit, veranschlagt zu 1230 fl. 26 fr. 2) Zimmerarbeit 943 „ II Weißbinderarbeit,, 3) 4) 5) 6) 7) 252 383 79 226 231 10 Dachdeckerarbeit Schreinerarbeit Schlosserarbeit Glaserarbeit II II II II II 43 25 32 48 47 57 48 If II If II II II tl II II II II II II u II II II II II II II II II II n 8) Spenglcrarbeit „ an die Wenigstnehmenden versteigert werden, welches man mit dem Bemerken hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß Risse, Voranschlag und 93er- steigerungsbedingungen bei dem Unterzeichneten zur Einsicht offen liegen. Grünberg den 9. März 1851. Poseiner II. Bauaufseher I. Klasse. 444) Königsberg. Holzverstcigerung im Revier Königsberg. Montag den 17. März d. I., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in den Domanialwald-Districten Meilhart und Schmittstatt versteigert werden: 129'/2 Stecken Eichen-Scheidholz, 43 Vt „ „ Prügelholz, 102'/r ir " Stockholz, 275 Wellen Buchen-Reisholz, 1175 // Eichen- u 22 Stämme „ Stammholz, 2231 Cubikfuß enthaltend, und 12 Stämme Buchen-Werkholz, 398 Cubikfuß enthaltend. Die Zusammenkunft ist im Districte Meilhart, der Strohmühle gegenüber. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Johanni d. I. gestattet. Königsberg den 8. März 1851. Der Gr. Hess. Revierförster des Reviers Königsberg D i t t m a r. 449) Mainzlar. Holzversteigerung. Dienstag den 18. März l. I., von Morgens 9 Uhr an, sollen in dem Mainzlarer Gemeindewald, District 166 Altenfeld, HundSrück und Kehl, nachstehende Holz« förtimcnte, alS: 95% Stecken Buchen-Scheidholz, 61 % „ Eichen- „ 55 M Buchen-Prügelholz, 19'/, H Eichen- n 45 n Buchen-Stockholz, 23% u Eichen- ,, 10 ii Nadel-Prügelholz, 3500 Stück Buchen-Wellen, 725 „ Eichen- „ 2675 „ Nadel- „ 45 Eichcn-Stämme, von 5 bis 30 Fuß Länge, 5 bis 39 Zoll Durchmesser und 1318 Cu- bikfuß haltend, 10 Buchen-Stämme, von 7 bis 8 Zoll Durchmesser, 47 Eichen-Stangen, 38 Eubikfuß haltend, 419 Nadel- „ 206 „ „ meistbietend unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich an Ort und Stelle versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Waldeingang an der Straße nach Hachborn. Die Herren Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Mainzlar den 7. März 1851. Der Bürgermeister , Vogel. 427) Steinbach. H o l z v e r st e i g e r u n g. Freitag den 14. März d. I., des Morgens 8 Uhr, sollen in dem Geuieindewald zu Steinbach, District Embach, nachfolgende Holzsortimente 1) 147 Stecken buchen Scheidholz, 2) 70 u i, Prügelholz, 3) 104% „ „ Stockholz, 4) 5275 Buchen-Wellen, 5) 115 Stecken eichen Scheidholz, 6) 36 h ii Prügelholz, 7) 70 „ .. Stockholz, 8) 1175 Eichen-Wellen, 9) 66 n Bauftämme von 10—46' Länge und 15 bis 42" Durchmesser, 6107 Cbikfß. haltend, 10) 33 Buchen Stangen, 168 Cbikfß. haltend, öffentlich unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Steinbach den 3. März 1851. Der Bürgermeister ___Horn.______ 445) Gießen. Versteigerung. Montag den 24. März, Nachmittags 2 Uhr, wird daö, zum Nachlaß des verstorbenen Schuhmachermeisters Friedrich Hoch gehörende Wohn- haus Lit. B. Nr. 44 in der Sonne, ferner ein Rain neben Justus Balth. Müller, Flur 28 Mr. 199, lUKlftr. 248 und ein Acker am untern Wlesecker Weg, neben Philipp Daniel Ockel, Flur 39 Nr. 106 DRlftr. 152, einer öffentlichen Bcrsteigernng in dem oben bezeichneten Hause aus- ^61) Giessen. Freitag den 14. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, werden im Schuhmacher Bölker'schen Hause m.der Maigasse verschiedene Mobilien gegen baare Zahlung öffentlich versteigert, nämlich: Sopha, Stühle, Tisch, Commvde, Kleidcr- und Küchenschränke, Bettladen, worunter eine pvlirte Kinderbettlade und anderes Hausge- räche, sowie eine gute Dogclheckc und Käfige. Gießen den 11. März 1851. 459) Gießen. Donnerstag den 13. März, Morgens 9 Uhr. lasst ich auf meinem Hofe eine Parthie 1, 2 und 3zöllige trockene eichene Bohlen und Holzabfälle in verschiedenen Abtheilungen gegen gleich baare Zahlung meistietend versteigern. G. PH. Gail. Feilgeboten. 457) Gießen. DaS den Balthaser Herbert'S Erben gehörende Wohnhaus nebst Scheuer und Stall ist aus freier Hand zu verkaufen oder auch zu vermiethen. Auch find zwei Aecker unter der Hardt am Grasweg und ein Acker am Gleiberaer Weg zu verkaufen. Das Nähere ist zu erfahren bei ____Christoph Keil. 464) Gießen. Die erwartete Ber- lrner Strick - und Häckelbaumwolle ist wieder in allen Nummern angekommcn, ebenso eine große Auswahl der neuesten Stickmuster bei Ph. Schlatter. 456) Gießen. Ein Haufen Kuhdünger und eine Quantität Dickwurz sind zu verkaufen in Lit. D. Nr. 127. 460) Gießen. Starke Zwetschenbäumchen, das Stück zu 12 biö 14 fr., Sauerkirschenbäumchen zu 12 bis 30 fr., Aepfelbäumchen zu 24 bis 30 fr., Pflaumenbäumchen von 12 bis 24 fr., Frühkar- ioffeln die Mest 24 fr. verkauft L. Hartmann in der Schanze. 167 447) Friedrichshütte. Mistpfnhlpnmpen von Gußeisens Die einzelnen Theile dazu, sowie ganz fertige^ im Preise bis zu 18 Gulden per Stück, sind zu haben aus der Friedrichs Hütte, bei Solms'-Laubach. 450) Gießen. Von Lappcrdan, Bückingen und Sardellen habe ich wieder neue Sendung erhallen. L Jahr eis. 463) Allendorf an der Lumda. Dung-Gyps-Werkttuf. , Um mehrfachen Nachfragen zu genügen, habe ich für ein Lager genannten Artikels zum Bestreuen der Kleeäcker re. gesorgt. Ich offerire das 200 Pfund schwere Malter im Einzelnen za 1 fl. 30 fr., bei Abnahme von 6 solcher Malter und darüber zu 1 fl. 24 fr. Die Herren Bürgermeister ersuche ich, dieses im Interesse ihrer Ortsbewohner bekannt machen zu lassen. Allendorf a. der Lumda den 10. März 1851. _____________H. W. Moll. 303) Nied er in gelheim. Nein und gut gehaltener rother Ingelheimer Wein, ist in einem Privatkeller in Anbruch und wird, jedoch nicht in Quantitäten unter 20 Maas, ohne Faß abgegeben: 1846r die Ohm für 70 Gulden, 18i7r „ „ „ 16 „ 1848r „ „ „ 36 Proben werden auf portofreies Verlangen übersendet. Näheres bei der Redaction d. Bllts. Zu vermiethen. 466) Gießen. In der mittleren Etage meines Hauses sind zwei in einandergehende Zimmer, sehr gut möblirt, welche seither von Hrn. Dr. Breed bewohnt waren, zu vermiethen und können bis Ende April d. I. bezogen werden; auch kann, wenn eS gewünscht wird, eine Küche beigegeben werden. H. Hoch st äd ter, 465) Gießen. Meinen Acker hinter den Eichen bin ich Willens auf mehrere Jahre zu verpachten. Wernhard Sauers Wtw. 234) Gießen. Das von Frau Secretair Merk bewohnte Logis, in dem Hause meines Bruders am Canzleiberg, ist anderweit zu vermiethen und Anfangs Mai d. I. zu beziehen. Ferner ist der vor dem Neuenweger Thore, zunächst des Busch'schen Gartens, gelegene Garten desselben, auf eine beliebige Anzahl Jahre zu verpachten. H. W. Dauernheim. 446) Gießen. Ein Familienlogis bestehend in 4 bis 5 Zimmern ist auf dem Seltersweg zu ver- miethen und bis im Mai zu beziehen. Das Nähere in der Erped. d. Blatts. 422) Gießen. In Lit. B. Nr. 1 auf dein Brand ist ein rnöblirtes Zimmer mit Cabiuet und ein einzeln möblirtcS 3immer auf nächstes Semester zu vermiethen. 398) Gießen. Bei Unterzeichnetem ist ein rnöblirtes Zimmer mit Cabinet und Sopha auf nächstes Semester zu vermiethen. P. Schneider, Lit. A. Nr. 33. 273) Gießen. In meinem neu erbauten Hause vor dem Wallthor ist eine Familienwohnung — eine größere im Vorderhaus, oder eine kleinere im Nebenhaus — zu vermiethen und im April zu beziehen. Bergmann. 364) Gießen. Ein rnöblirtes Zimmer mit Kabinet ist zu vermiethen bei Wilhelm Rühl, Flügelsgaffe. 428) Gießen. Einige Zimmer sind einzeln oder zusammen zu vermiethen bei Dr. Stein. 363) Gießen. Ein FamilienlogiS, bestehend auS 3 Stuben, Kammer, Küche rc. ist zu vermiethen und gleich beziehbar bei Wilhelm Rühl, Flügelsgasse. Vermischte Nachrichten. 458) Lübeck. Anzeige. Das unterzeichnete Commissions - Düreau ist in den Stand gesetzt, Allen, welche bis spätestens den 15. April d. I. deshalb in frankieren Briefen bei ihm anfragen (also das geringe Porto nicht scheuen), ein nicht außer Acht zu lassendes Anerbieten unentgeltlich zu machen, welches für den Ansragendcn noch in diesem Jahre ein jährliches Einfommen bis zu 10,000 Mark oder viertausend Tha- ler Preußisch Courant zur Folge haben kann. Lübeck, im März 1851. Commissions - Bureau, Petri-Kirchhof Nr. 308 in Lübeck. 168 227) Mainz. Militär-Vertretungs-Verein in Mainz. ®‘e atuten sind ausgegeben, der Vorstand ist durch vier beigetretme Vor- sicherer gebildet und ber demselben, zur Garantie für die Betheiligten eine Cantion von 86,000 Gulden hinterlegt. die erste Einzahlung von ft. 25 wird dem Beitretenden die Aufnahme-Urkunde Mu^nmg Müssen weitere st. 75 baar entrichtet und zugleich MN Oola-Wechfel Uber ft. 7o ausgestellt werden, welcher 4 Wochen nach Sicht, vor dem Dlenftemtrttte der Emsteher, theilweife oder ganz, je nach Bedarf, zahlbar iss Eltern, Vormünder u. f. w. der zur nächsten Musterung gehörenden Mlütarpflichtigen em, bel den Vereins-Agenten d ; Herrn Phil. Lüdeking in G i e ß e n und » ^em. - Einn. Schäfer in Grün berg, ihren Beitritt baldigst schriftlich zu erklären. B Mainz, am 1. Februar 1851. Dr. Georg Strecker. „ 409) Frankfurt. Für eine bedeutende Lebens- und Pensions-Verstcherunas-Anstalt sind die Special-Agenturen für die einzeli.en Platze oder Kreise der Provinz Oberhessen im Groß- berzogthum Hessen zu vergeben. Darauf Reflectirende, in jeder Weise tüchtige Aspiranten, wollen sich m frank.rten Briefen an das Handlungöhaus Gustav Warnecke in Frankfurt a. M. mit ihren Anträgen wenden. 1 462) Gießen. Sonntag den 16. März 1851. CVNeert der großen Pürgerwehrmusck im Leib'schen Saale. Anfang 5 Uhr. Ende 9 Uhr. Eintritt die Person 9 fr. _________ ___ Schierholz. 429) Gießen. Aufforderung. Forderungen an den Nachlaß des verstorbenen Schuhmachermeisters Friedrich Hoch sind innerhalb 14 Tagen einzureichen; die Schuldner werden ersucht, ihre Verbindlichkeiten in gleicher Zeit zu erfüllen. Mit Empfangnahme von Beiden ist Georg Lind im Hoch'scheu Hause beauftragt. _ Gießen den 5. März 1851. 425) Gießen. Von heute an übernehme ich Strohhüte zum Waschen. Dieselben erhalten die neueste Faoon zu einem sehr billigen Preise. Gießen den 6. März 1851. M. Wilker. 436) Gießen. G e su ch. Mehrere Personen, welche im Monat April nach Nordamerika auswandern, suchen noch einige Reisegefährten. Hierauf Restectirende erfahren das Nähere durch die Erped. d. Bl. 394) Gießen. Von Heute an wohne ich in dem Major v. Schmalkalderischen Hause neben der Briefpost am Wallthor. Gießen den 1. März 1851. H. Pilger, Thierarzt. 169 Angekommene und abgereiste Fremden vom 8. bis In denGast Häusern. Im Rappen: Hr. Schröder, Ingen, v. Carlsruhe. Hr. Ustnger, Distr.-Einn. v. Lich. Hr. Glüer. Part. v. Hamburg. Hr. Hartmann, Gastw. v. Wien. Hr. Mastin, Archt. v. Berlin. Hr. Seubert, Gutsbes. v. Fauerbach. Hrn. Kfl. Hofmann v. Offenbach, Willenstadt v Caffel, Benner v. Erfurt, Kreß v. Heilbronn, Spier v. Frankfurt, Fincke v. Magdeburg, v. d. Kron v. Lüdenscheid, Gastest v. Mainz, Radewer v. Bremen, Walther v. Mainz, Schuchard v. Braunfels, Zaup v. Darmstadt u. Bepermann v. Dillingen. Hr. Strack, Musik-Direct. v. New-Jork. Hr. Collonnel, Agent v. Havre. Hrn. Offiz. Baron v. Klitzing u. Baron v. Brand v. Merseburg, grl. Hungcrland v. Paderborn. Hr. Graf v. Lciningen v. Neuburg. Hrn Kfl. Müller u. Reis v Frankfurt, Schäfer v. Kaufbeuern, Flüger v. Marburg, Lotz v. Cöln, Kugler v. Offenbach, Jeckel v. Ammerbach, Bingd v. Marburg u. Brauburger v. Bremen. Hr. Fincke, Capt. v. Cöln. Hr. Hamilton, Rent. v. London. Hrn. Kfl. Müller v. Remscheid, Klingohr v. Bremen, Bauer v. Aachen, Mirchel v. Mainz. Borlinger v, Frankfurt, Braun v. Erfurt, Hein v. Danzig u. Grebert v. Berlin. Im Einhorn. Hr. Schneider. Negoc. v. Strasburg. Frl. Meier v. Freiburg. Hr. Herbner, gabr. v. Elberfeld. Hrn. Kfl. Flörsheim u. Bornheim v. Frankfurt, Seiber v. Mainz. Mohr v Würzburg, Lizz v. Aachen, Knieß u. Siegerin»»» v. Frankfurt, Glambert v. Mainz, Erlenbach v. Michelstadt, Steinfurt v. München, Goldhofer v. Elberfeld u. Stein v. Coblenz. Hr. v. Kollner, Offiz, v. Trier. Hr. Lannert, Part. v. Dresden. Hr. Burckhard, Part. v. Berlin. Hr. Kfl. Lauterborn u. Bempcr v. Elberfeld. Hrn. Partik. Bergheimer v. Magdeburg u. Winter v. Mannheim. Hr. Leonhard, Beamt, v. Langensalza. Hrn. Kfl. Wolfgang v. Paderborn, Sternberg v. München, Haas v. Marburg, Gimpel v. Würzburg u. Werner v. Zelle. 11. März 1851. An. Partik. Rottmann v. Leipzig u. Kegeln,ann v. Cassel. Mad. Weidig v. Wallach. Hrn. Kfl. Schwarzerle, Dach- feld u. Eschwege v. Frankfurt, Schaum v. Lünne'burq, Steinberg v. Homberg, Kaiser v. Offenbach u. Henschelmann v Stuttgart. I1rin» Carl- Hin. Occott. Seidler v. Oberohmen u. Baiser v. Saarlouis. Hr. Leng, Fabrik, v. Marburg Hr. Roth, Acres, v. Friedberg. Hr. Schott, B-ichsenm v. Darmstadt. Hr. Rücker, Gutsbes. v. Posen. Hr. Krauß, Stud. jur. v. Marburg. Hrn. Kfl. Franck v. Frankfurt', Lcndele v. Carlshafen u. Darchi v. Haag. Hr. Borger, Spedit. v. Offenbach. Hr. Katz, Fabrik, v. Niederohmen. Hr. Depus, Lehrer v. Mainz. Hr. Klein, Stud. v. Heidel- berg. Hr. Westerburg, Part. v. Stuttgart. Hr. Rapp, Oeeon. v. Fulda. Hr. Blum, «ähndrich v. Rettinau. Hr Ritter, Part. v. Berlin. Hr. Dauer, Weinh. v. Stuttgart. Hr. Sand, Stud. v. Heidelberg Hr. Hüttner, Privat», v Cassel. Hr. Herber, Kfm. v. Frankfurt. Hr. Trautweim Partik. v. Hildburghausen. Hr. Säbel, Stud. v. Jena. Hr. Rausch, Spedit. v. Großeneichen. Im Darmstädter Haus: Hrn. Geschäfts! BÜdel U. Drucke! v. Dillingen, Weber v. Göttingen, Brautwein v. Bersheim, Geiger v. Offenbach, Haberkorn u. Esche! v. Ertngshausen, Alf v. Cöln, Weber v. Frankfurt u. Witt- mann v. Eckhardshausen. 3 ii den Priv athäusern. Bei Hrn. Juspect. Dietz: Hr. Hecker, Revierfstr. v. Bußbach. — Bei Hrn. Kfm. Silbereisen: Frl. Göbel v. Burg. — Bei Hrn. Sartorius: Hr. Kredel, Privatm. v. Wilsbach. — Bei Hrn. Ingen. Eickemeper: Mad. Sarasin v. Butzbach. — Bei Hrn. Hofg.-Dir. v. Hclmolt: Frhr. v. d. Bussche-Jppenburg v. Nentershausen u. Frhr. v. Roihsmann, Oberlieutn. v. Offenbach. st. 500 ditto Preussen . Darmstadt . Gold Cours der Staats - Papiere. Frankfurt, den 10. März 1851. (Schluss der Börse. Pistolen...... Pr. Friedrichsd’or Holl. 10 st. Stücke Rand-Ducaten . . 20 Francs-Stücke Engi. Souverains . Gold al Marco . . güt die Abgebrannten in Nuddingshausen ist ferner eingegangcn: von Hrn. Apotheker Dr. Mettenheimer 1 fl. Die Expedition. Bethmann. Obligat, ditto ditto Staatsschuldscheine Prämienscheine st. 50 Loose .... Gestreich . . Metalliq. Obligat. . . „ ditto ditto . . . „ ditto ditto . . . „ Bank-Acticn..... „ fl. 250 Loose b. Roths. pCt. \ Papier Geld Baiern . . . Würtemberg Nassau . . . Frankfurt. Holland. . . Spanien. . . Polen .... Russland . . Obligationen..... Obligationen b. Roths. Neue Würtemberg. Obligationen b. Roths, ditto ditto st. 25 Loose ..... Obligationen..... ditto v. 1839 ditto v. 1846 Taunusbahnactien . . Integrale....... Holländische..... Syndicats....... Innere Sch. neue Ohl. fl. 300 Lott. Loose Rth. Obligationen de st. 500 in B. fl. 2. b. Grün, et C. ditto b. Stieglitz et C. pCt. Papier > Geld 5 47, 4 47, 37, 37, 4 47, 37, 747, 65'7,« 59'/. 1171 93-/. 155 867. 761/, 27.7, 88'/, 9 t 7. 100'/, 867. 557, 33 747, 6571« 587. 1166 927. 154'/, 86'/. 128 76 277. 88 947j 997,1 86'/.! 547,' 327.1 37, 37, 47, 37, 3 37, 37, 27, 4 37, 3 4 4 88'/, 86'/- 1007, 907. 25 827. 95 93 310 577. 33-7.. 837, 88 86 997, 907. 247. 82'/. 947- 92-/, 308 57'/, 33'7.. 837, Baden .... fl. 25 ditto...... Obligationen..... ditto....... ditto ....... Obligationen v. 1842 fl. 35 Loose v. 1845 fl. 9 9 9 5 9 11 377 kr. 35'/, 58 46 347, 27 50 Silber. Laubth., ganze . . . Preuss. Thaler . . . 5 Frankenthaler . . Hochhaltig Silber . Gering- u. mittelh. Disconto 1'/, G fl. 1 2 -. eld. kr- — 45'/. 217- 29 Diverse Actien und Loose. Kurhessische Loose . . . Sardinische Loose .... Cöln-Aachen........ Cöln-Minden........ Ludwigsb.-Bexbach .... Frdr.-Wilhs.-Nördbahn. . __________A. Sulzbach, he Brief 327, 837, 83'/, 40'/, eid. Ma Geld 327, 83'/, 83 40 kler. 170 Zur Unterhaltung und Belehrung. Deutsche Ansiedelungen im westlichen Teras. Da sich Ihre Leser gewiß auch für die Zustände deutscher Ansiedelungen im westlichen Teras interessiren werden, so erlaube ich mir, Ihnen hier unten eine recht lebhafte und interessante Schilderung in der He- bersetzung mitzutheilen, welche ein Mitglied der rneri- canischcn Vermeffungsconirnission an das Providence- journal schreibt. Der Brief ist von Frederiksburg datirt und lautet also: An den Ufern des Guadeloupe, eines Flusses von 80 —100 Fuß Breite, den wir durchwateten, fanden wir drei Coyhäuser, und da wir den ganzen Tag noch kein lebendiges Wesen gesehen hatten, so waren wir natürlich sehr neugierig auf die Bekanntschaft mit den Bewohnern derselben. Die Gebäulichkeiten waren so roh, als man sie nur sehen kann, allein wie groß war mein Erstaunen, als wir beim Eintreten einen Mann von etwa 40 Jahren fanden, mit einem langen Bart, in grobe Beinkleider und ein buntes leinenes Hemd gekleidet, dessen Haut von der Sonne so dunkel gefärbt war, wie die eines Indianers, und welcher, mit meteorologischen Berechnungen beschäftigt, an einem Tische saß. Mein Erstaunen vermehrte sich noch als ich den ganzen Raum des Zimmers mit Büchern gefüllt sah. Alfred Bär, dies war der Mann, erhob sich und hieß uns in gutem Englisch willkommen, nachdem wir ihm gesagt hatten, wer wir seien. Dann theilte er uns mit, daß er mit mehreren anderen Herren, die gerade eintraten, zu einer deutschen Colvnie gehöre, die sich vor nun zwei Jahren hier gebildet habe und daß sie mehrere Hundert Acker, die ihnen gemeinschaftlich gehörten, anbauten. Er war Professor der Naturwissenschaften in Deutschland gewesen: seine Bibliothek bestand aus 200 der besten Werke über Naturgeschichte, Chemie, Mineralogie, Reisebeschreibungen, Geschichte ic. in verschiedenen Sprachen geschrieben, meist aber in der deutschen. Das übrige Geräthe des Zimmers bestand aus einem großen Tische, einigen Stühlen mit ungegerbten Fellen bedeckt, in einer Bettstelle voll Stroh ohne Decken. Den Fußboden bildete die rohe Erde; Fenster waren zwar da, aber kein Glas darin; an der einen Seite des Zimmers waren mehrere Hirschgeweihe befestigt, an welchen Kleidungsstücke hingen und der von den Büchern noch freie Raum war mit Jagdflinten gefüllt, deren ich mindestens zehn zählte. Die übrigen Anwesenden, alle sehr gebildete Leute, fühlten sich ganz glücklich, alle ihre Wünsche waren erfüllt und sie hatten mit der übrigen Welt förmlich abgeschlossen. In dem angrenzenden Hause befanden sich mehrere Frauen und Kinder der Colonie und wir sahen darin ein Clavier und mehrere gute alte Gemälde. Auf der andern Seite des Guadeloupe stießen wir auf eine ähnliche Anstedelung, ebenfalls von Deutschen bewohnt. Der Vorstand derselben gab mir seine Karte, auf welcher der Name Dr. Ernst Kapp aus Minden stand. Diese Wohnung war sehr com- fortable eingerichtet, glich mehr einem Landsitze in Neuengland, als einer Ansiedelung, 2500 Meilen weit im Jndianerlande, und die Frauen und Kinder waren elegant gekleidet. Ungefähr 5 oder 6 Meilen weiter gelangten wir in die Mormonencolonie Zodias. Der Führer derselben, Hr. Wright, theilte uns mit, daß er vor 2 Jahren mit circa 150 Männern, Weibern und Kindern sich in dieser Wildniß niedergelassen habe. Die Colonie befindet sich jetzt offenbar in einem blühenden Zustande, treibt einen bedeutenden Handel, besitzt die einzige Sügmühle in der ganzen Gebend und hat in diesem »Jahre eine Kornernte von 7000 Bushel, wovon jeder 1% Dollar wcrth ist. Ein N e g i in e n t s h n n d. Holländische Blätter melden das Ableben des Hundes Nestor, der sich seit dem Jahre 1827 im Erfolge des 5. Infanterieregiments befunden, das jetzt zu Mastricht in Garnison steht und das er auf allen seinen Märschen im Krieg und Frieden stets begleitete. Er war mit dein Regimente in der Antwerpener Ci- tadelle, als diese von den Franzosen belagert wurde, und ward hier durch einen Haubitzenschuß an der Pfote schwer verwundet, so daß er fortan hinkend blieb. In Mastricht kannte man ihn allgemein als den „Re. gimentshund," und die Solvaten betrachteten ihn stets als ihren vierbeinigen Cameraden. Nestor war 24 Jahre alt, als er zu Mastricht am 17. März 1850 verstarb. Nachdem sein Körper eine angemessene Zeit in Parade ausgelegen, wurde er innerhalb der Festungs- Wälle feierlich beerdigt. Sechs Soldaten trugen ihn in einem weiß ausgeschlagenen Sarge und ein großer Theil der Garnison war im Gefolge. Uetzer dem Grabe wurde die den Kriegern, welche Schlachten beigewohnt , gebührende Salve abgefeuert, während die Sänger General Chasses Lieblingslied anstimmten. Alle übrigen Hunde der Garnison trugen, als Zeichen der Trauer, schwarze Halsbänder mit weißen Rosetten. Der Hund des Regiments, auf welchen die Würde Nestors nunmehr übergeht und der auch im Leichengefolge war, ist bereits vor Alter so blödsinnig, daß ihm die Soldaten eine Brille angeschafft haben, vermittelst deren er im Stande ist, seinen Posten vor der Caserne mit der erforderlichen Aufmerksamkeit zu bewachen. Eine ganz neue, höchst originelle Erklärung über den Ursprung der Kartoffelkrankheit gibt der General- lieutnanr von Hayn au in Cassel. Nach seiner Ansicht beruht sie auf ter zunehmenden Sündhaftigkeit der Menschen. Denn — argumentirt er — Sünde erzeugt Fäulniß im Menschen; Fäulniß aber, durch die Ausdünstung der Lebenden und durch die Verwesung der Todten in die Erde gebracht, verbreitet eine Krankheitsnässe und diese Krankhcitsnäffe ist der Grund der Kartoffclkrankheit. (gt^. Drfz.) Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei.