Änzcigcblatt der Stadt und des Regierungsbezirks Gießen. SL Mittwoch den «). Juli 1S51. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. — Preis de- Jahrgang« für Einheimische Id. 80ft., für Auswärtige inel. choiiaufschlag 1 ft. 42 ft. — Au-wärtS adonnirt man sich bei allen Poftämtern. Zn Gießen beider Srped. (Eanzleiberg Lit. B. Nr. 1.) — EinruckungSgebühr für die gechaltenc EorvuSzcilc 2 fr. Amtlicher Thei 1. Inhalt des Gr. Hess. Regierungsblatts vom 30. Juni 1851, Nr. 17 ■ O für dritte Quartal deS JahreS 1851 betr.; - 2) Bekanntmachung. m,inL 5 legalisirten Grundbücher betr.; - 3) Bekanntmachung, die Umlagen Zweiter «lasse der Ge- meinde Ermenrod für I8al betr.; 4) Bekanntmachung, die Niederschlagung einer Umlage in der Gemeinde Volxheim betr.; — 6) Concurrenzeröffnungen"^ 6Ct ®omn,una^cl,**rfniffc *n den Gemeinden des Friedensgerichtsbezirks Oppenheim für 1851; — Gesetz, die Erhebung der Staatsauflagen für das dritte Quartal des Jahres 1851 betreffend. VuDWJG III. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen u n d b e i R h e i n rc. rc. . Nachdem Wir mit Unseren getreuen Ständen übcreingekommen sind, dafi daS Finanzaesetz vom 7. October 184a auch für das dritte Quartal deS Jahres 1851 noch fortbestehen soll, so haben Wir verordnet und verordnen hiermit, wie folgt: 7 17 , $rt; 1\ vom 7. October 1845 wird auf daS dritte Quartal deS JahreS 1851 ausgedehnt und ,n Wirksamkeit gesetzt und eS sind daher nach Maßgabe desselben die sämmtlichen directen und lndiricten Steuern, sowie solche durch die vorliegenden Gesetze und Verordnungen bestimmt sind, bis zum 1. Ociober des JahreS 1851 fortzuerheben. »nfrr Ministerium der Finanzen ist mit der.Vollziehung dieses Gesetzes beauftragt. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und des beigedrückten Staatssiegels. Sans-Souci den 26. Juni 1851. (L- SO LUDWIG. F. v. Schenck. Betreffend: Die polizeiliche Beaufsichtigung der Steinbruche, Sand, und Lehmgruben. cyx . Die Großherzoglich Hessische Regier nngs-Commission des Regierungsbezirks Gießen an otc ®r. Bürgermeister und Localpolizeibeamten des Regierungsbezirks Gießen. neuerer Zeit wiederholt stattgefundenen Unglücksfälle geben zu der Vermu< thung Anlaß, daß die in obiger Beziehung gegebenen Vorschriften nicht überall strenge gehandhabt werden. Indem wir daher einen Abdruck der Regierungs-Verordnung vom 12. October 1811 hier beifügen, 422 5) 6) 1) 2) 3) 4) weisen wir Sie an, die genaue Befolgung der darin enthaltenen Bestimmungen zu überwachen und alle Zuwiderhandlungen zur Bestrafung sofort anzuzeigen. Wir bemerken zugleich , , , . _ , ß daß das Feldstrafqesetzbuch vom 11. September 1841 weiter bestimmt: »Wer unbefugt einen Stern- bruch, oder eine Tors-, Lehm-, Kies-, Sand-, Thon- oder Mergelgrube neu eröffnet, oder dergleichen alte Brüche oder Gruben wieder eröffnet, wird blos dafür mit 3 fl. bestraft," 2) daß sowohl die vorhandenen als neu anzulegcnden Steinbrüche, Sand- und Lehmgruben, soweit cs erforderlich erscheint, mit den Localitätcn angemessenen Einfriedigungen umgeben werden müssen, sowie auch bei den neu anzulegendcn Steinbrüchen, Sand- und Lehmgruben, überall, wo Sie es für nolhig erachten, nach Ihrer localen Sachkcnntniß, alle noch sonst geeigneten Maßregeln zu Neffen sind. Sie werden ermächtigt, in dringenden Fällen deßhalb angemessene Polizeistrafen bis zu 3 fl. gnzu- drohen, wovon Sie jedoch in jedem einzelnen Falle zuvor Anzeige bei uns zu machen haben. K ü ch l e r. EXTRACTUS PROTOCOLLI Großhcrzoglich Hessischer Skegierung zu Gießen, d. d. 12. October 1811. ad Nr. R. 6105. Die gefährliche Anlage der Lehm- und Sandgruben und der Steinbrüche betr. Fiat Generale an sämmtliche Justitz- und Polizehbeamten der Provinz Hessen- Durch mehrere Un- alückefälle sey sowohl die vormalige Diesige Regierung, als die ehemalige Landes-Oecoi>omie-Depulat,on zu Darmstadt bereits früherhin veranlaßt worden, die gefährliche Anlegung derLeh.n-und Zandgrubem io wie den fehlerhaften Betrieb der Steinbrüche vermitielft Umschreiben vom 10. Rov. 1782, 27. Nov. 1733 und Sevtember 1801 zu verbieten. Dennoch habe die Regierung tn Erfahrung bringen muffen, daß die Localpolizei-Behörden dergleichen gefährliche Anlagen, die sie auch ohne höhm Verbote hatten untersagen sollen hie und da geduldet, daß noch vor Kurzem mehrere, und namentlich noch tn den letzten 14 Tagen zw e p Menschen in Lehmgruben ihr Leben verlohren haben. Sie sehe sich daher ausgefordert, folgendes wiederM z» vttordnen^jch^iel er verhauch oder der bessere an der Oberfläche der Erde oder mehr in der Tiefe gefunden wird, nur von oben herab ausgegraben werden. Ein gleiches gilt von den Sandgruben, bei welchen auch diese Anlage mit der nach den ^ocalrtaten Es°fft^sonach durchaus^verbottn, Lehm oder Sand aus Gruben, welche nach der Seite hin in die Erde getrieben werden, auszugraben. . „ Die Steinbrüche sind da, wo sie nicht in festes Gestein getrieben werden, so anzulegen, daß das Zu- ^mmenstürzen der Seiten und die für das Leben der darin arbeitenden Menschen daraus en stehende Gefahr verhütet wird. Namentlich ist daher die über den Steinen liegende lockere Erde sorgfältig und »****• *?$•,*,* nachsichllich mit einer in dem Orts- oder Amtsgefängnlsse zu verbuffendcn lätagigen Kerkerstrase zu belegen. Ausserdem soll die gefährliche Grube, aus Kosten desjenigen, der sie geöffnet hat, alsbald äu= Dss°^t^Mw?"haben ^iber, daß dies alles befolgt werde, aus das Sorgfältigste und um so m br ui wachen, als sie, wenn sie die Kontravenienten nicht sofort dem Amte zur Bestrafung anzei- 7en und die ünverzüql che Verschüttung der in ihren Ortsbezirken etwa gemacht werdenden gefährlichen Gruben nicht veranlassen werden, mit einer, nach den Umständen zu bestimmenden angemessenen Di^Äamten^ Verordnung unverzüglich zur Kenntnis ihrer Ämtsuntergebenen bringen -u lassen, zugleich eittweder durch selbst vorzunehmende Besichtigung oder auf sonstige zuverlässige Art sich zu unterrichten, ob etwa dergleichen polizeywidrige Anlagen in ihren Amtsbezirken vorhanden sind, °1- S «»«' S"»' ’l-ff-», -Ndm Zukunft ml. «11« Sorgl°I. d-rnb-r ä« w°ch°», lie Om»°rst-»de hinffchllich C-Sj-Mgen was ff- b-iriff., »och bejmderS i» toeu- len dann a» sowohl über die Pnblikalion der obigen Vorschriften, als über Cie Befolgung der ihnen »euer - »l-d--d.--.i-- •* «"*•% «■ nahe an den Strafen und Wegen eröfnet würden, woraus Gefahr für Menschen und Thiere entstehe, so 423 würden sie auch auf diesen Gegenstand aufmerksam gemacht, und angewiesen, dergleichen zu nabe an den Wegen gelegene Gruben entweder verschütten oder so befriedigen zu lassen, daß jede Gefahr abgewendet werde. In fidem Fuhr, Negier:8eer: Offiziell e Concurrenz-Eröffnungen. Erledigt sind: die evangelische Pfaristelle zu Romrod, im Regierungsbezirke Alsfeld, mit einem jährlichen Gehalte von 1123 Gulden, wovon jedoch für die Dauer von zehn Jahren eine jährliche Abgabe von 200 Gulden zu entrichten ist; — die erste evangelische Echullehrerstelle zu Kirchbrombach, im Regierungsbezirke Er- Nachrichten. bach, mit einem jährlichen Gehalte von 310 Gulden 10 Kreuzer und 26 Gulden 40 Kreuzer für Heizung des Schulsaals; — die mit einem Schullehrer evangelischer Confession zu besetzende Gemcinde-Schullehrerstelle zu Nack, im Regierungsbezirke Worms, mit einem jährlichen Gehalte von 201 Gulden 30 Kreuzer und 40 Gulden für Heizung. Polizeiliche Bekanntmachung. . Gefundene Gegenstände. Ein Arbeitsbeutel mit einem Sacktuch, ein Schulköcher und ein wollener Kinderstrumpf. — Diese Gegenstände können von den Eigenthümern auf dem Großh. Polizeibüreau dahier in Empfang genommen werden. Gießen am 8. Juli 1851. Der Gr. Polizei-Cvmmissär L. Nover. Aufforderung. Diejenigen, welche sich zum Genüsse des Ecksteinischen Stipendiums berechtigt halten, werden hiermit aufgeforderk, sich binnen vier Wochen bei der Gr. LandcS-Universität zu melden und ihre Ansprüche geltend zu machen. Gießen am 28. Juni 1851. Großh. Landes-Universität. Scharpff. (1305) Prinz. und Privat - Bekanntmachungen. Gerichtliche Edictalladungen. 1128) Gießen. Sämmiliche Gläubiger der Jacob Klotz Wiltwe im Russischen Hofe zu Gießen, über deren Vermögen Eoncurs erkannt ist, werden zur Anmeldung und Begründung ihrer Forderungen unter dem Rechtsnachlheile des, ohne besonderes Präclusivdecret eintretenden Ausschlusses von der Masse auf Donnerstag den 10. Juli l. I., Vormittags 9 Uhr, hierber vorgeladen. Gießen den 1. Juni 1851. Gr. Hess. Stadtgericht ___________________Muhl._______ 1228) Grünberg. Gr. Hofgericht zu Gießen hat über das Vermögen des Caspar Schultheiß von Beltershain den Eoncurs erkannt. Es werden deshalb alle diejenigen, welche Ansprüche irgend einer Art an die Concursmasse bilden wollen, hierdurch aufgefordert, solche in dem auf Montag den 18. August d. I., Morgens 8 Uhr, festgesetzten Liguidationslermine dahier anzuzeigen, widrigenfalls Ausschluß von der Masse stillschweigend eintritt. Wer nicht in Selbstperson erscheint, hat seinen Vertreter zugleich auch zu Eingehung etwaigen Vergleiches zu bevollmächtigen oder zu erwarten, daß er als den Beschlüssen der Mehrzahl der Liguidanten beitretend erachtet werden wird. Grünberg den 15. Juni 1851. Gr. Hess. Landgericht Weicker. 1304) Gießen. Aufforderung. Die Gläubiger des abwesenden Kaufmanns I. C. Seipp von hier werden aufgesordert, ihre Forderungen an denselben binnen 14 Tagen dahier anzumelden, indem sonst auf solche bei Aufstellung des Schuldenverzeichnisses keine Rücksicht genommen wird. Gießen am 1. Juli 1851. Gr. Hess. Stadtgericht M u h l. Dr. v. Krug. Versteigerungen. 1290) Rödgen. Zagdverpacht u n g. Freitag den 11. Juli I. I., Morgens 10 Uhr, soll die Ausübung der Jagd in der Gemarkung Rödgen auf hiesiger Bürgermeisterei meistbietend auf 3 Jahre verpachtet werden. Rödgen am 2. Juli 1851. Der Bürgermeister Seipp. 424 1297) Gießen. Main-Weser-Eisenbahn. Section Gießen. Samstag den 12. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem Sectionsbüreau dahier die bei Erbauung einer Schlupfdohle am Holzwege in der Gemarkung Großenlinden entstehenden Maurer- und Steinhauerarbeiten, zusammen veranschl. zu 808 fl., sowie die Lieferungen von circa 18 Eubikklafter Mauersteinen, 134 Bütten Luftkalk und der Transport von 6 Eubikklafter Mauersand aus dem Einschnitte in dem Lindener Markwalde an genannte Baustelle durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden. Gießen den 4. Juli 1851. Der Gr. Sections-Jngenieur _______Eicke meper.__ 1295) Salzböden. Jagdverpachtung. Die mit dem 1. d. Mts. leihfällig gewordene Jagd der Gemeinde Wismar soll am Mittwoch den 16. d. Mts., des Vormittags 9 Uhr, anderweitig verpachtet werden, und zwar in der Wohnung deö Vorstehers zu Wismar, was ich hiermit zur öffentlichen Kennlniß bringe. Salzböden den 3. Juli 1851. Der Bürgermeister ________________________Wagner. 1251) Ett ingshausen. Jagdverpachtung. Dienstag den 15. Juli l. I., Morgens 9 Uhr, soll auf hiesigem Rathhause die Ausübung der Jagd in hiesiger Gemarkung auf drei Jahre meistbietend öffentlich verpachtet werden. Ettingshausen den 26. Juni 1851. Der Bürgermeister _______________________Keil.______ 1232) Altenbuseck. Jagdverpachtung. Freitag den 11. Juli l. I., Mittags um 1 Uhr, soll auf der hiesigen Bürgermeisterei die Ausübung der Jagd in hiesiger Gemarkung öffentlich an den Meistbietenden auf mehrere Jahre verpachtet werden. Altenbuseck den 21. Juni 1851. ____________Der Bürgermeister Wagenbach. 1306) Annerod. Jagdverpachtung. Montag den 14. Juli l. I., deö Morgens um 10 Uhr, soll die Ausübung der Jagd in der Gemarkung Annerod, abtheilungSweise, sowie auch im Ganzen, auf dem Gemeindehause einer nochmaligen öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Annerod am 5. Juli 1851. Der Bürgermeister Seipp. 1302) Gießen. Nächsten Montag den 14. d. Mts, Vormittags 9 Uhr, lasse ich in meiner Behausung in der Hintergasse Küferwerkzeug, Fässer, Bütten, worunter eine 20 Läste ballende Waschbütte rc., Blasbalg, Schläuch- geschirr, Bettladen, Commode, Bettwerk, ein Spar- heerd u. s. w., gegen gleich baare Bezahlung versteigern. PH. Schmall's Wlw., _______Lindenplatz. 1313) Gießen. Freitag den 18. d. MtS., Nachmittags 2 Uhr, läßt der Unterzeichnete in seiner Behausung folgende ' Gegenstände öffentlich meistbietend versteigern, als: ein Pferd, eine fette Kuh, drei Rinder, eine einspännige Ehaise, ein Wagen, Pflug, zwei Eggen und sonstige Gerärhschaften. Gießen den 8. Juli 1851. Jeremias Kuntz. Feilgeboten. 1312) Gießen. Schweizer und Limburger Käse, in ausgezeichneter Qualität, Häringe und Sardellen, empfiehlt I. G. Appel. 1282) Lich. Bei FrlU. Kosflscher Friedrich Fischer in Lich sind steiö vorzügliche Karpfen zu haben. Bestellungen darauf können bei dem Führer des von Gießen nach Lich täglich abgehenden Omnibus, welcher am Gasthaus zum Einhorn in Gießen anhält, gemacht werden. 1311) Gießen. Linsen und Bnhnen, welche sich sehr gut kochen bei I. G. Appe l. 1300) Eine sehr gute Schwarzwälder Wanduhr, zwölf Tage gehend, ist zu verkaufen. Die Erped. d. BlttS. sagt wo. Zu vermiethen. 1267) Gießen. DaS von Herrn HofgerichtS- director Klip st ein seither bewohnte Logis in meinem Hause (Eckhaus der Neuenbäuen und Weidengasse) Elt. B. Nr. 77, ist vom 1. October d. I. an, anderweitig zu vermiethen. Gießen den 1. Juli 1851. G. F. Heyer, Sohn. (.Hierzu eine Beilage.) Beilage zu .N 55 des Anzcigeblattes. Zu vermieden. 619) Gießen. In meinem Hause auf dem Seltersberg ist eine vollständige Wohnung zu ver- miethen und kann sogleich bezogen werden Professor Liebig. 1284) Gießen. Meine im Wallpsörter Feld in bester Lage gelegenen Aecker, 8 Stück, ungefähr 5'4 Morgen hallend und mit einem Theile der Schäferei, bin ich Willens, von diesem Herbst an auf 9 Jahre zu verpachten. Näheres auf dem Asterweg Lit. A. Nr. 100. Gießen den 3. Juli 1851. Daniel Becker'ö Wittwe. Vermischte Nachrichten. 1301) Gießen. . Sonntag den 13. d. MtS., Nachmittags 3 Uhr, finket in dem Saale deS Promenadenhaufts die Abhör der Rechnung des Kranken-llnterstützungs- und Sterbekasse «Vereins pro 1850/5l , fowie die Wahl 2 neuer Vorstands- und 4 Ausschußmitglieder statt. Zugleich wird weiter bemerkt, daß außerdem der Gesellschaft noch sehr wichtige Mittheilungen gemacht werden sollen und cs wird daher im Interesse deS Vereins sehr gewünscht, daß sich die ver- ehrlichcn Mitglieder recht zahlreich einfinden möchten. Die Sitzung wird deßhalb präcis 3 Uhr eröffnet werden. Gießen am 7. Juli 1851. Der Vorstand. 1314) Kolnhausen. Samstag den 12. Juli d. I., Vormittags 11 Uhr, findet zu Langsdorf in der Wohnung deS ehemaligen Bürgermeisters Köhler die Generalversammlung der Mitglieder der allgemeinen Viehversicherungsanstalt zu Hungen Statt, wozu einladet Kolnhausen den 6. Juli 1851. Der Vorstand der Anstalt Dr. GroS.______ 1307) Gießen. DaS auf den 10. d. Mts. angckündigte Concert kann der Bauerei im Club- Saale wegen nicht da abgehalten werden, und wird Donnerstag den 17. d. Mts., im Saale des Gasthauses zum Prinzen Carl stattfinden. Gießen den 8. Juli 1851. Der Vorstand der Concerl- ______Gesellschaft.___________ 1296) In einem Manufactur- und Modewaaren- Geschäfl en detail in Frankfurt a. M. ist eine Lehrlingsstelle offen und kann gleich besetzt werden. Nähere Auskunft ertheilt Herr Joh. Balth. Noll in Gießen.________________ 1308) Gießen. Mittwoch den 9. Juli, Nachmittags, findet Harmonie-Musik im Jahreis'schen Garten statt. C. Wirth. Verloosung von Industrie-Erzeugnissen. Die Verloosungs-Commiffion der Offenbacher Gewerb- und Verkaufshalle, welche die sämmtlichen ausgestellten Industrie-Erzeugnisse mit Genehmigung Gr. Regierungs-Commisston zu Darmstadt zur Ver- loosung bringt, wobei 1708 Preise gewonnen werden, hat mir eine Anzahl Loose zum Verkauf übergeben. Die Ziehung findet am 31. Juli stait und empfiehlt man dieses Unternehmen zu recht zahlreicher Dheil- nähme und bemerkt, daß Loose a 15 fr. bis zum 25. Juli d. I. bei mir zu haben find. ' G. D. Bruhl I., Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. 1310) Gießen. Künftigen Sonntag den 13. Juli, findet durch daö Dürgerwehr-Musikcorps im Bufchifchen Garten ein statt. 426 1298) Allendorf a. d. Lda. So eben sehe ich zu meinem Erstaunen aus der Nummer 49 des hiesigen Anzeigeblattes, daß meine, über 73 Jahre alte und saft kindische Schwiegermutter, wahrscheinlich von meinem Schwiegersöhne, dem Heinrich Som- merlad von Wieseck, veranlaßt, öffentlich davor warnt, mir auf ihren Namen etwas zu borgen. Ich habe meine Schwiegermutter nun schon 13 Jahre ernährt und es ist mir noch nie eingefallen, auf ihren Namen etwas zu borgen; dies wird auch für die Zukunft nicht geschehen. Will sie vielleicht, obschon ich mit ihrer Tochter in einer glücklichen Ehe lebe, eben so eine Trennung von meiner Frau bewirke», wie sie deren vorigen Mann sortgeschafft hat; dann mag sie mir daö herausgeben, was ich in ihr Vermögen verwendete und mir für die 13jäh- rige Führung ihrer Haushaltung meinen Lohn bezahlen, wozu aber ihr ganzes Vermögen nicht hinreichen wird. Es ist daher sehr gewagt, meiner Schwiegermutter etwas zu borgen, da ich im Besitze deö Vermögens bin und auch nicht eher etwas hergebe, als bis ich befriedigt bin. George Opper ____________ von Allendorf a. d. Lda. 1299) Gießen. Ein wollenes Halstuch ist gefunden und kann in Lit. E). Nr. 15 gegen die Einrückungsgebühr in Empfang genommen werden. S«O«OKWOKS»»KKAK A 1303) • 8 Kunst-Anzeige. H W Heute Mittwoch den 9. Zuli, D D- giebt die hier anwesende Seiltänzer-Gesell- M M schäft ihre SLetzte Vorstellung» mit ganz neuen Abwechslungen W W Zum Schluß: G G Herr Schrumpf: Die Reise aus das L G hohe Seil als Schnell-Läufer. G G (Noch nie hier gesehen.) M G Hierzu ladet ergebenst ein & W E- Schrumpf, A Direktor. w W W WWW Auszuleihen. 1309) Gießen. 2000 fl. liegen bei dem Krankenunterstützungs- und Sterbekasse-Verein, gegen gerichtliche Sicherheit, zum Ausleihen bereit. Gießen den 8. Juli 1851. Franz. Ängekommene und abgereiste Fremden vom 4. bis 7. Juli 1851 Druck und Verlag der G. D. Brühl'scheu Buch- und Sreinbruckerel. In den G a st h ä u s e r n. Im Einhorn: Hrn. Partik. Bersch v Berlin, Theiß v. Wetzlar, Wehrheim v. Bockenheim u. Götz ». Wien; Hr. Stephan, Kammerr v. Braunfels; Hr. Lapp, Privatm. n. Hr. v. Ienckendorf, Geh.»Rath v. Frankfurt; Hrn. Rcnt. Brentano v. Hamburg, Schubert v. Hanau, v. Auersberg v. Wien u. Baron v. Michaloskh v. St. Petersburg- Hr. Dr. Schmidt, Ptpsikus v. Carlshafen; Hr». Offiz. Hundsoes v. Berlin, Oehlkers u. Brandt v. Göttingen; Hr. Muhle, Direct. ». Frankfurt; Hr. v. Daubert, Gutsbes. v. Mägde» bürg; Hr. Marthini, Banquier u. Hr. Saß, Buchhalter v. Berlin; Hr. Specht, Verwalt, v. Ludwigsbrunnen; Hr. Graf Laudach v. Laubach; Hr. Cand. Fuchs v. Haustedten; Hr. AllmanSberger, Fabrik, v. Düsseldorf; Hrn. Raufl. Ruhl v Danzig, ZolvroiS v. Buschweiten, Auernheimer, Hollerbach, Rhein, Kahlo u Stein v. Frankfurt, Hensche v. Leipzig, Clamrod u Holzmann v. Mannheim, Eppel v. Hildenberg, Winier u. Söbncr v. Elberfeld, Müller v. Düsseldorf, Reich» Wald v. Creefeld, Klein v. Mühlhausen, Große v. Magdeburg, Neußel v. Caffel, Sachs v. München, Hummel v. Augsburg, Götzel v. Neuwied, Jsermann v. Durlach, Hoffmann v. CarlSruhe, Haltiug v. Burscheid, Binverod u. Eichhorn v. Mainz, Weigel v. Cöln u. Epsel v. Melsungen. Im Rappen: Gräfin Zvstnoffskp v. St. Petersburg; Hr. Rnierim, Gastw. n. Frl. Gudhard v. Alsfeld; Hrn. Partik. Prochawska v. Warschau, Pepier v. Berlin, Chamont v. La Chaux-de-Fonds, Kläger v. Bonn, Roß v. Newpork, Pfefferstein v. Osnabrück u. Graumann Allendorf; Hr. Reffert, Pfarr. v. Darmstadt; Hr. Märckcr, Gutsbes. v. Rodau; Hr. Riffel, Minist.-Rath v. Darmstadt; Hr. Hap- mann, Bcrgverwlt. v Niederbusenbach; Mad. Lippicka v. Odessa u Krauffc v. Wächtersbach; Hrn. Privatl. Beringer r. Langenwinkel u. Brauer v. Bergheim; Fr. v. Baumbach u. Hr. v. Baumbach, Rcnt. v. Caffel; Hr. Schenk, Fabrik, v. Stuttgart; Hr. Graf Löwcnhalm v. Stockholm; Hrn. Dr- med. Petri v. Mainz u. stolzner v. Creefeld; Freihr. v. Carlshausen v. Hanau; Hr. Friedrichs, Beamt, v. Erfurt; Hr. Dehne, Gastw. v. Köthen; Frl. Wiedemann v. Hadamar; Hr. Himmer, Oberbaur. v. Darmstadt; Hr. Nanck, Regier. Rath v. Quedlinburg; Hrn. Inspektor Weiß u. Reiß v Baben; Hr. Rinke, Dircctor v. Heiligenstadt; Hrn. KauiL Folmcrt v. Steinheim, Aurich v. Eilau, Niverschmidt, Strack, Oppels u. Sternberg v. Frankfurt, Rapler v. Schweinfurt Schwanitz u, Herzburg v. Berlin, Lange v. Bremen, Knipp v. Mainz, Berkenstein v. Hap, Weichmann, Fiedler, Brott, Schnewagt u. Bierscheck v. Cassel, Clerk v. Oppeln, Althoff u. Slein v. Hamburg, Röhring v. Breslau, Wocke v. Haag Mauerhofer v. Langenau, Rothschild v. Goddelstein, Fran, v. Rheims, Petri v. Weilburg, Schwarz v. Cöln, Trefftz u. Woobe v. Oldenburg u. Schaumberp v. Alsfeld Im yrinj Carl: Hr. Henri«, Fabrik, v. Schmalkalden; Hr. Pfeil, Müller v. Bingenheim; Hr. Habicht, Posthalt v. Engelrod; Hrn. Kaufl. Böttner v. Crawinkel, SchönhalS v. Leipzig, Meißner u. Schäfer v. Offenbach, Hüller v. Etchelshain, Groß u. Kern v. Frankfurt, Gerstenberg v. Bonn u. Gerhard v. Neustadt; Hrn Offiz, v. Rhein v Codlcnz u. Kiestling v. Berlin; Hr. Schlöth, Mechan v Basel; Hr. Werle, Pacht, v. Strelitz; Hrn. Stuo. Bode Schmenke u. v. Rießell v. Harburg; Hrn. Privatl. Simon u. Leider v. Villmar u. Bettenhausen v. Bockenheim; Hr. Krüger Gastw. v. Landau; Hrn. Spedit. Borger v. Offen» bach u Becker v. Schotten; Hr. Bromm, Kanzlist v. Warburg; Hr. Steller, Maler v. Frankfurt; Hrn. Oecon. Gothe v. Preffurt u. Müller v. Friedrichsdorf. In den Privathäusern. Bei Hrn. Registr. Größer: Fr. Bürgermstr. Kromm v Schotten. — Bei Hrn. Uhrm. Heerz: Fr. Först. Cramer v. Homberg. — Bei Hrn. Landricht. Gepger: Frl. Feddersen v. Leidendorf. — Bei Hrn. S. Landaur: Frl. Mainz v. Frankfurt. — Bei Hrn. Doct. Stammler: Fr. Landr. Stammler v. Ulrichstein. — Bei Hrn. Prof. Klein: Hr. Dr. v Siebold v Mainz. — Bei Fr. Revis. Roth: Frl. Wiedemann v. Hadamar.