Änzcigeblatt Stadt und des 18S1 Sonnabend den zt* Januar JK 2 Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. —- Preis des Jahrgangs für Einheimische l st. 30 kr., für Auswärtige incl. Postaufschlag 1 st. 42 kr. Auswärts abonnrrt man sich bet auen Postämtern In Gleßen bei der Trped. (Canzleiberg Lit. B. Nr 1.) — EinrückungSgebühr für die gespaltene Corpuszeile 2 kr. der Regierungsbezirks Amtlicher Theil. Auszug aus dem Gr. Regierungsblatt: Nr. 58 vom 24. December 1850. Inhalt: 1) Verordnung, die Verweisung von Streitigkeiten der Achener und Müchener Feuerversicherungs-Gesellschaft an die ordentlichen Gerichte betr.; — S) Verordnung, die Verweisung von Streitigkeiten der Feuerversicherungs-Gesellschaft „Colonia“ an die ordentlichen Gerichte betr ; — 3) Bekanntmachung, die Eintheilung der evangelischen Decanate in den Provinzen Starkenburg und Oberheffen betr; — 4) Bekanntmachung, die Arzneimitteltare für das Großherzogthum Hessen betr.; — 5) Bekanntmachung, die Verisication der Civilstandsregister der Provinz Rheinhessen für das Jahr 1850 betr.; — 6) Bekanntmachung, den Stempel ron Spielkarten betr.; — 7) Bekanntmachung, die Annahme von Reisenden an den Unterwegsorten des Lauterbach-Hersftlder Pvfiwagen-Courses betr.; — 8) Bekanntmachung, die Niederschlagung eines Theils der zur Bestreitung ter Bedürfnisse der israelitischen Neligionsgemeinde Äestrich für 1850 genehmigten Umlagen betr.; — 9) Ordensverleihungen; — 10) Namensveränderungen ; — 11) Dienstnachrichten; — 12) Dienstentlassung; — 13) Versetzung in den Ruhestand; — 14) Concurrenzeröffnungen. Vevordnung, die Verweisung der Streitigkeiten der Achener und Münchener Feuerversicherungs-Gesellschaft an die ordentlichen Gerichte betreffend. duDWJG III. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen u n d b e i R h e i n h. re. Nachdem Wir, auf Ansuchen der Achener und Münchener Feuerversicherungs-Gesellschaft, die Aufhebung des §. 30 der, mit Unserer Verordnung vom 22. December 1835 veröffentlichten Gesellschafts- Statuten, welcher also lautet: „Alle Zwistigkeiten zwischen der Gesellschaft und den Versicherten sind schiedsrichterlich zu ent- „scheidcn, mit Verzichtleistung der Berufung an die Gerichte" genehmigt haben, in Betracht, daß nach der gedachten Verordnung alle Policen von dem General-Agenten, welcher zu Darmstadt seinen Sitz hat, auszufertigen sind und der Gerichtsstand des Vertrags somit zu Darmstadt ist, die in unseren Provinzen Oberhessen und Rheinhessen Versicherten aber fernerhin vorziehen werden, ihre Rechts- Ansprüche gegen die Gesellschaft innerhalb ihrer Provinz zu verfolgen, haben Wir verordnet und verordnen wie folgt: Art. 1. Alle Streitigkeiten zwischen den Versicherten und der Gesellschaft über die Vollziehung der Policebedingungen werden von den zuständigen Gerichten entschieden, jedoch ist eö 1) den in der Provinz Oberhcssen Versicherten gestattet, ihre desfallsige Klage bei dem Stadtgerichte zu Gießen anzustellcn, bei welchem Gerichte die Gesellschaft alsdann Recht nehmen wird, und 2) hinsichtlich der in der Provinz Rheinhessen Versicherten erwählt die Gesellschaft ihr Domicil in Mainz. Die künftig auszufertigenden Policen sind diesen Bestimmungen entsprechend übzufassen. 12 Art. 2. Paragraph 12 der Verordnung vom 22. December 1835 ist, insoweit er sich auf das schiedsrichterliche Verfahren bezieht, aufgehoben. Die in Lit. b. dieses §. 12 erwähnte Entsagung der Gesellschaft auf die Revision eines jeden im Auslande gefällten Urtheils durch die Königlich Preuß. Justizbehörde vor seiner Erklärung als erecutorisch ist auf alle nach §. 1 gegenwärtiger Verordnung gefällten Urtheile anwendbar. Art. 3. Gegenwärtige Verordnung tritt am 1. Januar kommenden Jahres in Kraft. Für die bereits bestehenden Versicherungen verbleibt es, insofern die Versicherten mit der Gesellschaft nicht anders Übereinkommen, bei der seitherigen Einrichtung. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und des beigedrückten Staatssiegels. Darmstadt am 10. December 1850. (L. S.) LUDWIG. v. Dalwigk. Verordnung. die Verweisung von Streitigkeiten der Feuerversicherungs-Gesellschaft „Colonia“ an die ordentlichen Gerichte betr. ^UDWJG III. von Gottes Gnaden Groß Herzog von Hessen und bei Rhein re. re. Nachdem die Feuerversicherungsgesellschaft „Colonia“ darum gebeten hat, daß die Bestimmungen Unserer Verordnung vom 26. November 1817, durch welche ein schiedsrichterliches Verfahren zur Entscheidung von Streitigkeiten zwischen der Gesellschaft und den Versicherten angeordnet worden ist, aufgehoben werden möchten; in Betracht, daß nach der gedachten Verordnung alle Policen von dem General-Agenten, welcher zu Darmstadt seinen Wohnsitz hat, auszufertigen sind und der Gerichtsstand des Vertrags somit zu Darmstadt ist, die in Unseren Provinzen Oberhessen und Rheinhessen Versicherten aber fernerhin vorziehen werden, ihre Rechtsansprüche gegen die Gesellschaft innerhalb ihrer Provinz zu verfolgen, haben Wir verordnet und verordnen, wie folgt: §. 1. Alle Streitigkeiten zwischen den Versicherten und der Gesellschaft über die Vollziehung der Policebedingungen werden von den zuständigen Gerichten entschieden, jedoch ist 1) den in der Provinz Oberhessen Versicherten gestattet, ihre deßfallsige Klage bei dem Stadtgerichte zu Gießen anzustellen, bei welchem Gerichte die Gesellschaft alsdann Recht nehmen wird, und 2) hinsichtlich der in der Provinz Rheinhessen Versicherten erwählt die Gesellschaft ihr Domicil in Mainz. Die künftig auszusertigenden Policen sind diesen Bestimmungen entsprechend abzufassen. §. 2. Paragraph 13 der Verordnung vom 26. November 1847 ist ausgehoben. Die in §. 14 dieser Verordnung erwähnte Entsagung der Gesellschaft auf die der Königlich Preußischen Justizbehörde gesetzlich anheim gegebene Revision eines jeden im Auslande gefällten Urtheils vor seiner Erklärung als erecutorisch ist auf alle nach §. 1 gegenwärtiger Verordnung gefällten Urtheile anwendbar. §. 3. Geacnwärtige Verordnung tritt mit dem 1. Januar 1851 in Wirksamkeit. Für die bereits bestehenden Versicherungen verbleibt es, insofern die Versicherten mit der Gesellschaft- nicht anders Übereinkommen, bei der seitherigen Einrichtung. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und des beigedrückten Staatssiegels. Darmstadt am 14. December 1850. (l. s.) LUDWIG. ’• ® ‘8 '• Bekanntmachung, den Stempel von Spielkarten betr. 5)t'c Bestimmung der höchsten Verordnung vom 18. November 1809, wonach in den Provinzen Starkenburg und Obcrhesscn, bei Vermeidung einer Strafe von fünfzehn Gulden, Niemand mit ungestempelten Spielkarten spielen, oder solches in seinem Hause dulden darf, wird hierdurch mit dem Bemerken in Erinnerung gebracht, daß das in jener Verordnung enthaltene absclute Verbot deS Gebrauchs ausländischer, m das Gro herzogthum eingeführter Spielkarten zwar seit der Entlassung des Gesetzes vom 6. März 1824 über die Verbrauchssteuer und Durchgangsgebühr nicht mehr besteht, daß aber auch solche im Auslande fabrmrte Spielkarten vor dem Gebrauche stets gestempelt werden müssen. Darmstadt den ii. December 1850. Großherzoglich Hessisches Ministerium der Finanzen. F. von Schenck. * Schlerermacher. 13 Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundene Gegen st ände. Ein weißeS Sacktuch und ein Kinderschuh. — Diese Gegenstände können von den Eigemhümern auf dem Gr. Polizeibüreau dahier in Empfang genommen werden. Gießen den 3. Januar 1851. Der Gr. Polizei-Commisfär . L. Nove r. Gerichtliche und Privat -Bekanntmachungen. Edictalladung. 17) Gießen. Gr. Hofgcricht der Provinz Oberhessen hat über das Vermögen des Wein- wirths Georg Heß zu Gießen den förmlichen Eon« curö erkannt; cs werden daher Alle, welche aus irgend einem Grunde Ansprüche an die Masse bilden wollen, aufgefordert, dieselben sogewiß Montag den 17. März 1851, Morgens 9 Uhr, dahier geltend zu machen, als sie sonst ohne Prä- clustodecret von der Masse ausgeschlossen werden. In dem Termine soll die Güte versucht, ein Gläubigerausschuß und ein Kurator gewählt werben, und eS wird von den nicht erschienenen Gläubigern angenommen, daß sie dem Beschlüsse der Mehrzahl beigetreten seien. Gießen am 21. December 1850. Gr. Hess. Stadtgericht. Muhl. Haberkorn. Versteigerungen. 1) Gießen. Versteigerung städtischer- Arbeiten. Die Anfuhr des Holzes für die städtischen Diener und das städtische Magazin, die Neinigung der Schulstuben, Schulabtritte und der öffentlichen Plätze in der Stadt soll Montag den 6. Januar 1851, Vormittags 9 Uhr, an den Wenigstfordernden vergeben werden. Gießen den 29. December 1850. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 28) Wiese ck. Holzversteigerung im Wiesccker Gemeindewald. Mittwoch den 8. Januar l. I., von Morgens 9 Uhr an, sollen in dem hiesigen Gemeindewald, District Kornberg, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden: 68 Stecken Buchen-Schcidholz, 19 n II Prügelholz, 26 „ II Stockholz, 1425 Wellen fl Reisholz, 34 Stecken Eichen-Scheidholz, 33% „ II Prügclholz, 22% „ II Stockholm, 3300 Wellen II Reiöholz, 2 Eichen-Stämme, von 648 Cubikfuß, 9 Buchen-Stangen, „ 3—4% Durchm., 58 Eichen- „ „ desgleichen, 34 Fichten- „ » desgleichen. Wieseck am 3. Januar 1851. Der Bürgermeister Seibert. 2646) Gießen. Montag den 6. Januar 1851, Morgens 9 und Nachmittags 2 Uhr, sollen die zum Jacob Melchior Möhl'schen Nachlaß gehörigen Mobiliargegenstände, sowie den folgenden ersten Tag, ungefähr 10 Fuder Korn-, Waizcn-, Hafer-, Gersten- und Erbsenstroh, 100 Centn. Heu und Grummet, Dickwurz, Kohlraben, Weißerüben und 80 Malier Kartoffeln in der Wobnung der Melchior Möhl'schen Eheleute zur Versteigerung komme«; die daraus folgenden Tage: 2 Wagen, 2 Pflüge, eine Egge und sonstige Occonomiegeräth- schaften, sowie Bettzeug, Weißzeug, allerlei Hausrath, bestehend: in Schränken, Kommoden, Tischen, Bänken, Stühlen und Spiegeln, Küchengeräihschasten Zinn ic. Mctzgergeräthschaflcn und ein Haufen Mist. Die Herrn Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, Obiges im Interesse ihrer Ortsau« gehörigen in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen den 18. December 1850. Die Vormünder Philipp Möhl. C. Weidig. Feilgeboten. 24) Gießen. Mein vor dem Neuenweger Thore gelegenes vor 3 Jahren angelegtes Baumstück, welches sich zur Anlegung eines Gartens oder zu einem Bauplatze eignet, bin ich Willens zu verkaufen. Dr. H. Köhler. 30) Niedcrwallien. Bei Bürgermeister Ruth in Niedcrwallien, Amtsbezirk Frohnhausen, ist eine vor 50 Jahren erbaute Scheuer aus den Abbruch zu verkaufen. Dieselbe hat 52 Fuß Länge und 32 Fuß Tiefe. Zu verm lechen. 25) Gießen. In dem Heß'schen Rebenhaus auf dem Reichensand ist ein Logis für eine kleine Familie zu vermietheii und sogleich zu beziehen. 14 2651) Gießen. In meinem neu erbauten Hause auf dem Reichensand sind 2 ganz gut ein- gerichtete Familienmohnungen zu vcrmiethen und alsbald, auch auf Verlangen später, zu beziehen. Jsterling, Maurermeister. 19) Gießen. Bei Friedr. MalkomesiuS ist ein LogiS zu vermiclhen. Vermischte Nachrichten. 29) Gießen. Conferenz evangelischer Geistlichen und Lehrer den 8.Januar d.I., Mittags 1 Uhr, zu Gießen im ehemals Ferber'schen Wirthshause. 23) Gießen. Am sogenannten dritten Feier, tage ist mir ein schwarzer noch nickt ganz ausgewachsener Hofhund, der auf den Namen „Sultan" hört, abhanden gekommen. Wer denselben zurück- bringt, erhält eine gute Belohnung. Th. Bisckoff, Professor. 21) Gießen. Das auf den 9. d. Mts. anberaumte Concert der musikalischen Gesellschaft muß des Cäcilien-Balles wegen auf den 23. d. Mts. veilegt werden, wovon wir die Mitglieder hierdurch benachrichtigen. Gießen den 2. Januar 1851. Der Vorstand der musikalischen Gesellschaft. 26) Gießen. Auf dem Bürgerwehr-Ball ist aus der Garderobe eine unrichtige Kappe abgegeben worden. Man ersucht Denjenigen, welcher dieselbe erhalten hat, sie gegen seine richtige Kappe bei dem Garderobe-Diener Wilhelm Faber auszutauschen. 22) Gießen. In Lit. A. Nr. 114 werden Miileser zum Frankfurter Journal und Darmstädter Zeitung gesucht. 16) Gießen. Concert und Ball, wozu an die Mitglieder der Concertgesellschaft und des akademischen Gesangvereins vom Vorstande des letzteren Einladung ergangen ist, wird Donnerstag den 9. Januar im Saale des Gasthauses zum Einhorn stattfinden und präeis 7 Uhr Abends beginnen. Den verehrlichen Subscribenten werden Eintrittskarten überbracht werden. Außerdem sind für solche Mitglieder der Concertgesellschaft und des akademischen Gesangvereins, welche sich bei der Einladung zur Subseriplion noch nicht bestimmt entscheiden konnten, oder welchen diese Einladung aus Ver- seben etwa nicht zugekommen sein sollte, bei Herrn Buchhändler Ricker EinirittSkartcn deponirt und können daselbst, das Famihen-Billet zu 1 fl. 12 fr., das Billet für einzelne Herren zu 48 fr., von Dienstag den 7. l. Mts. an in Empfang genommen werden. Gießen den 3. Januar 1851. Der Vorstand des akademischen Gesangvereins. 18) Gießen. In meiner Wirthsstube ist ein goldenes Vettschaft gefunden worden, welches gegen die Einrückungsgebühren in Empfang genommen werden fann bei L. Busch, Bierbrauer. 27) Gieße n. Ein bogenförmiger eiserner Bügel von einem Bierwagen, ist verloren worden und gegen eine Belohnung abzugeben im PromenadehauS. 7) Grünberg. In ein Specerei- und Eisen- Waaren-Geschäft in Grünberg wird ein Lehrling gesucht, der mit den nöthigen Vorkenntnifsen versehen ist. Das Nähere ertheilt die Redaction d. BlttS. 3) Gießen. Viehaffecurranz der Stadt Gieren. Bei der am 28. Decemb-r d. I. stattgebabten Wahl wurden folgende Personen zum Vorstand bestimmt, als Präsident: Fr. Müller, Kaufmann; als Vorsteher:. Georg Spruck, Kaufmann, Georg Lony, Metzger, Georg Peppler, Metzger, Andreas Weidig, Wirth, Philipp Vogt, Metzger, Moritz Krailing, Wagner, Wilhelm Rühl, Oeconom. Conrad Vogt, Metzger, Jacob Vogt, Bäcker; als Rechner: Christian Jughardt, Wirth. Bemerkt wird noch, daß die Rechnung bei dem Präsidenten 8 Tage lang offen liegt. Auch werden die Mitglieder aufgefordert, sich streng an die Statuten zu halten, indem auf das Strengste nach denselben verfahren wird; sollte wohl manches Mitglied noch keine besitzen, so kann man solche bei dem Unterzeichneten erhalten. Gießen den 30. December 1850. Fr. Müller. Gießen. Die 3. Compagnie der Bürgerwehr hat vom 5. bis inet 1'1. Januar d. I. die Feuerbereitschaft und den Ordonnanzdienst. Das Ober-Commando der Dürgerwehr. Fresenius. (20) Aus zu l eihen. 2656) Kleinlinden. 125 fl. liegen auS dem Kirchenkastcn zu Kleinlinden gegen genügende Sicherheit zum Ausleihen bereit. (Hierzu eine Beilage.) Beilage zu .HZ. 2 des Anzeigeblattes kl. j kr. Gold. kr, n, Disconto 2j Geld, 27z 56 38 35 21 38 1 2 24 45J 20 J 30 9 9 9 5 9 11 378 Pistolen .... Pr Friodrichsd’or Holl. 10 n. Stücke Rand-Ducaten 20 Francs-Stücke Engi. Souverains Gold al Marco Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Kirchenralh Dr. Engel. Laubth., ganze .... Preuss. Thaler .... 5 Frankenthaler . . . Hochhaltig Silber . . . Gering und mittelhaltig . Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. G o t 1 e s d i e n st. Am S. Januar. Morgens: Kirchenralh Dr Engel. Nachmittags: Pfarrer Bonhard. Universitäts-Gottesdienst. Nm 11 Uhr: Professor Dr. Hesse. Kopulirte D en 2 9. December. Johann Friedrich Robert Ehr- lich, Bürger und Steindrucker zu Grimma, im Königreich Sachsen, des oerstorbenen Bürgers und Blaufärbers, Johann Gottfried Ehrlich zu Grimma ehelicher Sohn; und Johan- nette Regine Pctronelle Elisabethe Kreutcr, des verstorbenen Polizeidieners, Philipp Kreuier dabier, eheliche Tochter. Denselben. Konrad Balthasar Noll, Bürger und Fuhrmann dahier, des dabiesigcn Bürgers und Fuhrmanns, Johann Philipp Noll, ehelicher Sohn; und Marie Karolme Frischbäcker zu Gießen. Sonntag den 5. Januar 1851. Ludwig Kämmerer auf dem SelterSweg. Adolph Keil in der Neustadt. Carl Noll in den Neuenbäuen. Vermischte Gold- u. Silber-Cours vom S. Jan. 1851. In dem nun verflossenen Jahr 1850 wurden bei der hiesigen evangelischen Gemeinde 46 Paar copulirt; getauft wurden 210 Kinder, 113 Knaben und 97 Mädchen: (darunter befinden sich 14 uneheliche Kinder, 7 Knaben und 7 Mädchen ;) 5 Kinder wurden tobt geboren, 3 Knaben und 2 Mädchen, und es starben 216 Personen, demnach über, steigt die Zahl der Gestorbenen die der Getauften um 6, wobei indessen nicht zu übersehen ist, daß unter den Gestorbenen auch die hier mcht heunaths- berechiigten Personen mitbegriffen sind. Nachrichten- Lena des verstorbenen Bürgers und SchrcinermeisterS, Jo- Hann Conrad Leng, hinterlassene Tochter. Getaufte. Den 29. December. Dem Bürger und Sciler- meister, Daniel Hilgardt, eine Tochter, Karolme Luise, ge- bOtCn®en aV^cTembtr. Dem Burger und Schmied- meister, Heinrich Thomas, ein Sohn, Heinrich Martin, ge- boreu^en 20. December^. Dem Bürger und Schuh- machermcister, Wilhelm Löber, eine Tochter, Susanne Mar- gareihe Karolme Luise, geboren den 19. December 18^0. 0 Denselben. Dem Bürger und Schmiedmeister, Justus Georg Unverzagt, ein Sohn, Georg Martin Theodor Ludwig, geboren den 12 December, . D enfelben. Dem Bürger zu Breune m Churhcssen und Schaffner auf der Main-Weser-Eiscnbahn. Wildelm Friedrich Weimann, ein Sohn, Johann Heinrich, geboren den 21. December. Beerdigte. Den 28. December Pdilippine Mathilde Karolme Puaae, des Bürgers und RothgerbermeisterS, Heirmann Pugge H., eheliche Tochter, alt 18 T., geboren den 26. ®'Ct£ 3 0. December. Marie Christine Werkmann, des Bürgers und LeinwebermeistcrS, Jacob Werkmann, Che- frau geborne Schmidt, alt 70 I. 3 M- 28 T., gestorben den 28. December. Angekommene und abgereiste Fremden vom 1. bis 3. -Januar 1851. I n d e n Gasthäusern. 1.H Raw'n-. Hr. Paffatz, Ingen. ». London. Hr. Arnsburg, Maler v. Gotha. Hr. Am, Buchh. v. Frankfurt Hr. Schenck, Part. v. Darmstadt. Frl. Bauer v. Schaumberg. Hrn Kfl Stürz »- Nürnberg, Giesser v. Cassel, Bach v. Holzmünden u. Spier v. Alsfeld. Hrn. Ingen Fuldner v. Wallau u. Schmidt v. Cassel. Frl. Echall v. Mainz. Hr Haff, Privatm. v. London. Hr v. Scherroth, Part, v, Cassel. Im Einhorn: Hr. Drugelin, Buchh. v. Leipzig. Hr. Habn, Weinh. v. Mainz Fr. v. Weisrimmel v. Stuttgart. Hr. Düsterweg, Just.-Rath v. Atzbach. Hr. Hennebcrg, Part, v Hamburg. Hrn. Sluck. Rullmann u. Heübsrger v. Göttingen. Hrn. Kfl. Hämmerle v Wiesbaden , Muller v. Stuttgart, Winter v. Frankfurt, Gauvm v. Eprap. M-as ». Nauheim u. Wolf v. Cöln. Se. Konigl. Hoheit Prmz Alerander ». Hessen v. Darmstadt, hr. v. Rtcou, Ad|. . Darmstadt. Se. Erl. Graf v. Solms-Laubach v. Laubach. Hr Grüneberger, Negot. v. Straßburg. Hr. v. Grohmann, qck. v Wetzlar. Hr. v. Baumbach, Lieutn. v. Cassel. 7rn Print C-rU Hrn. Pferde». Zimmermann u. Riealer v Hannover. Hr. Bleichhardt, Dr. med. v. Biebrich. Sr Mster, Fabrik, v. Langfeld Hr. v. Pia.owsky, Maior w Berlin. $r. v. Stralowskp, Lieutn. v. Coblenz. Hrn. 86 Eslbweae v Marburg, Schüler v Remscheid u. Gall »VXt8 Hrn Sind8 Marbach, Bindewald, Möllner u. Hüther v Göttingen. Hr. v. Rau, Fabrik, v. Schlesien. Hr. Höhr, Nhrenh. v. Schönach. Im Darmstädter Haus: Hrn. Geschäfts!. Vogel v. Treisa, Kleier v. Eschenhausen, Link v. uif, Braun v. Kirchheim, Weigel v. Kirtorf, Mendorf v. Nürnberg u. Winther v. Stuttgart- In den Privathäusrrn. Bei Hrn. Pedell Reitz: Hr. Wagner v, Alsfeld — Bei Hrn. Müller Wernz: Hr. Gruber v. Epstern. - Bei Hrn, Control, Jochim: Hr. Dietz, Praktikant v. Mamz. 16 Bekanntmachung. Das Anzeigeblatt für die Stadt und dm Regierungsbezirk Gießen erscheint auch in diesem Jahr wöchentlich 2 Mal, am Mittwoch und Sonnabend. Avertissements jeder Art, welche längstens bis Dienstag Morgens 9 Uhr an die Erpedition eingcsendet werden, werden in das am Mittwoch erscheinende und diejenigen, welche längstens bis Freitag Morgens 9 Uhr eingehen, in das am Sonnabend erscheinende Blatt ausgenommen. Die Pränumeration für das ganze Jahr ist für Einheimische 1 fl. 30 fr., für das halbe Jahr ' 45 fr. incl. Bringerlohn; für Auswärtige: für das ganze Jahr incl. des Portos und Postgebühren 1 st. 42 fr., für das halbe Jahr 51 fr. Da das Abonnement auf dieses Blatt mit dem 31. Deccmber v. I. zu Ende gegangen ist, so belieben sich diejenigen auswärtigen Abonnenten, welche solches auch für das laufende Jahr fort zu halten wünschen, wegen Bestellung desselben, an die ihnen zunächst gelegenen lvbl. Postämter oder Pvsterpe- ditionen und Einheimische an die unterzeichnete Erpedition zu wenden und den Pränumerationsbetrag franco einzusenden. Die Exped. des Anzeigeblattes für die Stadt und den Reg Bezirk Gießen. Frucht- und BLktualLenprerse. V i k t u a l i e n p r e i s e. e Fleischtaxe Brodtaxe. er? S fr. per Pfund Pf. kr. kr. Pf. kr. Pf- Pf» Pf Pf fr, Pf- 2 7 2 Q 8. 19 12 5 2 2 5 Marktpreise fr. fr. fr. Pf Pf Pf Pf fr. 1 16 — 20 17 18 14 14 18 16 14 14 2 4 4 9 3 2 3 2 8 6 9 7 18 16 2 4 3 9 1 12 8 14 16 14 20 13 13 20 20 äUefil besteh. D 2 Ochsenfteisch Kuyfleisch . Rindfleisch . Kalbfleisch - Schweinefl. . Hammelfl. . Schaaffl. . . Leberwurst . gern. Wurst. Bratwurst . Schwartem.. Blutwurst . geräuch. Speck Schinken . . Dörrfleisch . RindSfett Hammelsfett Schweineschmalz, ausgelassenes . dgl., unauSgel. 1 Q 8 5 10 6 5 3 2 Q 10 11:' — 81 2 Maas Milch Pfund Butter . . . . auch . . . Handfäfe Eier Pfund Waizenmehl . . . „ Gefchw. Vorschuß . ^Gerste- ordinäres Brod aus und ' ^Korn- . Für 1 kr. Wafferweck. „ 1 fr. Milchbrod . 12[— 14- 12l — 201- 151 — 15! — 16 — 161 — 6 18 19 4 8 11 — 8 — 6 2 5 2 LL ll1— 7 ~ 61 1 1 61 2 9|~ I 7; — kr. Pf. Pf. fr. Pf fr. 8 9 2 5 4 8 4 9 4 9 NB. Die Zugaben jum Fleisch dürfen nur in solchem von derselben Gattung bestehen, und »war auf 10 Pfd. nicht mehr als andertbrlb P'und -c. nach Proportion welches auf 1 Pfd. nicht wollig 5 Loth ausmacht. Köpfe, Füße, G-raub, wie auch die gai» blut gen und nick genießbaren Stuck- vom Hals sind von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. ’ ' ' ” 9 ä ”HUlßcn nnt nt<8 Frachtpreis e Fruchtgattung. Gießen 1 Grunberg < Lich | Friedberg _2. 3an«ar | 21. December | 24. Decbr. | 27. Nvvbr. | Mainz 6. Decbr. Marburg Wetzlar 21. December Scheffel ____M_ alter. Mott JL fr Pf. Jf. fr. Pf. ff. fr. Pf. 1 ff. fr. 40 20 50 35 Pf. ff. fr. ff. fr. st. | fr. 1 1 to 1 to t» Jt*»; Watzkn . Korn . . . Gerste . . Hafer. . . Erbsen . . Linsen . . 200 200 170 1 | co ~4 <» 5 15 15 200 190 170 7 6 4 3 30 30 40 20 200 190 170 120 7 45 6 40 4 45 3 — 6 - 8 — | 1 1 1 1 1 1 7 6 4 3 j GO CD CM CO 1 | j GM |Q Tf< | 1 | co cd io eo । । 1 o o o o * i o © © o । । j GM CM GM | 1 1 1 1 1 1 1 | 1 1 1 II 1 3 ■ 37 3 1 6 2 10 1 , 27 Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Cteindruckerei.