Anzeigeblatt der Stadt und des Regierungsbezirks Gießen. Mittwoch den 1 October 1851. Etschcint wöchenllich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. — Prei» dcS JahrganqS für Einheimische 1 ff. soft., für Auswärtige ine!. Postaufschlag 1 st. 42 ft. — AuSwätt« abonnitt man sich bei allen Postämtetn. Zn Gießen bei der Ervcd. (Eanzlciberg Lit. B. Nr. 1.) — EinrückungSgebühr für die gesvrltcne CorbuSzeile 2 ft. Amtlicher Th eil. Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen. Edictalladung. 1827) Kirchhain. Zar Eröffnung und Pub- lication der von der Kalharina Benner von Klein- seelheim am 28. Ociober 1818 und 8. Juli 1851 errichielen Testamenle ist Termin auf Dienstag den 21. Oetober d. I., Morgens 9 Uhr, angesctzt, welches den Betheiligten zur Nachricht dient. Kirchhain am 19. September 1851. Kurfrstl. Hess. Justiz-Amt Gleim. Gießen. 1561) Main-Weser-Eisenbahn. Sektion Gießen. Bei den Erdarbeiten in der Lindener Mark können fleißige Arbeiter gegen guten Lohn Beschäftigung erhallen. Gießen, am 12. August 1851. Der Gr. Hess. Sections-Jngenieur E i ck e m e y e r. Besondere Bekanntmachungen. 1815) Gießen. Bekanntmach un g. Auf dem legten Gießener Jahrmärkte wurde zwar mittelst der Schelle verkündigt, daß der nächste lm Kalender auf den 7- und 8. Oetober angezeigte hiesige Jahrmarkt wegen des jüdischen Bersöhnungs- festes auf den 14. und 15. Oetober verlegt worden sei, nach der Bekanntmachung fand man aber, daß der Grünberger Gallusmarkt auf den 15. Oetober falle und es ist damit die Nothwendigkeit eingetreten, die erlassene Bekanntmachung zurückzunehmen und das beseitigte Publikum zu benachrichtigen daß der nächste Gießener Markt auf die im Kalender angegebenen Tage 7. und 8. Oetober l. I. abgehalten wird. Die Herren Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, Borstehendes im Interesse ihrer Orts- angehörigen möglichst zu veröffentlichen. Gießen den 17. Septbr. 1851. Der Bürgermeister Hch. Ferber. Versteigerungen. 1858) Gießen. Die Versteigerung von Arbeiten bei der Stadt Gießen. Freitag den 3. Oetober l. I., Bormittags 9 Uhr, sollen nachstehende Arbeiten auf dem Rathhause dahier an den Wenigstfordernden versteigert werden: 1) die Fertigung eines eisernen Trep- pengeländers, veranschlagt zu 60 fl. —kr. 2) Reparatur der Schleußen am Ein- und Ausgerinn und zwar a. Maurerarbeit, veranschl. zu 70 » — „ b. Schlosserarbeit, „ „ 17 « 20 » c. Schreinerarbeit, „ „ 26 „ 17 « Kostenüberschläge unb. Versteigerungsbedingungen können auf der Bürgermeisterei vorher eingesehen werden. Gießen den 29. September 1851. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 612 1857) Gießen. Die Versteigerung von Erdarbeiten. Montag den 6. October l. I., des Vormiltags 9 Uhr, sollen auf dem Rathhause dahier für 633 st. 27 fr. Erdarbeiten an den Wenigstnehmenden versteigert und können Plan, Kostcnüberschlag und Versteige- rungsbcdingungen vor dem Termin auf der Bürgermeisterei eingesehen werden. Gießen den 29. September 1851. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 1869) Gießen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 6. October, Vormittags 9 Uhr, sollen im hiesigen Stadtwald 1) 35,000 Wellen Kicfern-Reisholz, 2) 1,800 „ Fichten- » 3) 300 Fichten-Stangen, von 1 bis 3 Zoll Durchmcffcr, öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist auf dem alten Steinbacher Wege an der 4. Schneiße. Die Herren Bürgermeister der umliegenden Orte sind gebeten dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen den 30. September 1851. Der Bürgermeister __Hch. Ferber. 1867) Langgöns. Donnerstag den 9. October d. I., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Zimmerplatz vor dem Orte dahier 2 Stück Eichen-Baustämme, nämlich 1 Stamm von 32*4 Zoll Durchmesser und 20 Fuß Länge, 166 Eubikf. haltend, und 1 Stamm von 31 % Zoll Durchmesser und 25 Fuß Länge, 195 Cubikf. haltend, öffentlich meistbietend versteigert werden. Langgöns den 30. September 1851. Der Bürgermeister Dern.__ 1852) Annerod. Aepsel-Versteigerung. Freitag den 3. October l. I., Morgens um 8 Uhr, sollen die der Gemeinde Annerod gehörigen Aepfel öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Wege nach Gießen beim Brauhaus. Annerod den 26. September 1851. Der Bürgermeister Seipp. Feilgeboten. 1856) Gießen. Aepfel-Most und Brauser bei I. Bramm. 1855) Gießen. Pen)oe-Wasch-Trnctnr, um Seidenzeug, Damast, Atlas und Tapeten zu waschen, per Flaoon mit Gebrauchsanweisung 1 fl. 12 fr. und 48 fr., ist wieder allein zu haben bei E. Oppermann. 1865) Gießen. Die erwarteten carirten Stoffe, Shawls und Pariser Bänder habe ich in großer Auswahl zu billigen Preisen erhalten. ______M. Heß. 1729) Gießen, Chemisch untersucht von dem König!. Preußischen Phystkus und Medicinal- Nalh Dr. Magnus in Berlin und empfohlen von vielen geachteten Aerztcn und Chemikern Dr. Snin de Boutemard’s aromatische Zahnpasta (Zahnscife) ist ein erprobtes Schutzmittel gegen Zahn- und Mundkrankheiten, übertrifft an zweckmäßiger Wirksamkeit jedes Zahnpulver u. bergt., beseitigt jeden übten Geruch aus dem Munde, erfrischt den Athcm, stärkt und befestigt das Zahn- steisch, reinigt die Zähne vollkommen, eonservirt den Zahnschmelz, beugt der Fäulniß vor, verhindert das Fockerwerdrn und Ausfallen der Zähne und ist sonach das beste Präservativ-Mittel gegen alle Zahn- und MundKranKheite». In Gießen (in Original-Packetchen ä 12 Sgr.) nur vorrälhig bei Carl Frech. 1866) Gießen. Faeionirter Thibet, Lnstre, Orleans und Lamas zu bedeutend herabgesetzten Preisen empfiehlt M. Heß. 1853) Gießen. Meinen Garten in der Schwarzlach bin ich Willens, zu verkaufen, weil sich dort der Dieberei wegen nichts erhalten läßt. Braun. 1862) Gießen. Die erwarteten neuen FaeonS für Burnus, Mäntel rc. für diesen Winter, sind so eben angekommen. W. Nehme per. 1863) Gießen. Ein Sopha, ein Tisch, ein Schreibpult und drei Oefen sind zu verkaufen. Bei wem? sagt die Erped. d. Bltts. Zu vermiethen. 1864) Gießen. Zwei Logis, das eine aus zwei Stuben, Küche, Keller und Holzraum, das andere aus einer Stube mit Cabinet, Kammer, Küche, Keller und Holzraum bestehend, sind zu vermiethen. Näheres in der Erped. d. BlttS. 1861) Gießen. In meinem Hause am Asterweg ist eine Familienwvhnung und zwei möblirte Zimmer zu vermiethen und können sogleich bezogen werden. Joseph Beyfuß. 613 1826) Gießen. In dem Lilienfeld'schen Hause in der Wallthorstraße ist eine Familienwohnung zu vermiethen. Louis Hilgardt, Spengler. 1757) Gießen. Das seither von Hrn. Actuar Drescher bewohme Logis ist anderweitig zu ver- miethen und kann bis November bezogen werden. Chr. Busch zum Darmstädter Haus. 619) Gießen. In meinem Hause auf dem Seltersberg ist eine vollständige Wobnung zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. Professor Liebig. 813) Gießen. Der seither von Hrn. Assessor Harbordt bewohnte 3. Stock in meinem Hause ist anderweit zu vermiethen und kann auf Verlange» sogleich bezogen werden. M. Bapst Wtw. » Vermischte N a ch r ich t e n. 1707) Gießen. Regelmäßige Postschiffc zwischen London und NewDork. Die Special-Agentur der regelmäßigen Postschiff-Linie befördert durch ihre 16 großen, schönen dreimastigen, gekupferten, schncllsegeluden, amerikanischen Postschiffe: Patrick Henry, Ocean Queen, Sir Robert Peel, American Eagle, Prince Albert, Devonsbire, American Congress, Nortliumber- land Yorktown, Southampton, Independcnce, Victoria, Cornelius Grinnell, London, Hendrick Hudson und Margaret Evans am 6., 13., 21. und 28. eines jeden Monats von London absegelnd, Auswanderer zu den billigsten Preisen und vortheilhaftesten Bedingungen. ?; Jeder Erwachsene bat zwei Centner und jedes Kind einen Centner Gepäck frei; ferner freien Aufenthalt mit freier Beköstigung von der Ankunft in London bis zur Abfahrt des Schiffes, und wird eine jede Erpedition durch einen zuverlässigen Conducteur von Mannheim bis London begleitet. Mainz, den 1. Juni 1851. G. H. Paulsen, Spezialagent. Rheinstraße, Eolonnade C. Nr. 503. Nähere Auskunft wird ertheilt und können UeberfahrlS-Verträge abgeschlossen werden von dem con- cessionirten Unter-Agenten I- G e r t i g, Sonne B. 51 in Gießen. 16711 Negelmäßige Pastschiffsahrt zwischen AlfTWERPW und MEW-YOHK. Abfahrt am 1. und 15. jeden Monats. Am 15. September: Peter Hattest, Capital» Rockwell nach New-Iork, am 1. October: Emblem, Capitain Drinkwäter nach New-Iork, am 15. October: Elisabeth Dennisson, Capitain Carpenter, nach New-Iork, am 25. September: Seth Sprague, Capitain Wadsworth nach New-Orleans. Die Schiffe dieser Linie sind alle als vorzügliche schnellsegelnde amerikanische Dreimaster bekannt. Die Reise von den Nheinstationen bis nach Antwerpen geschieht unter Begleitung eines eigens dazu angestellten zuverlässigen Conductcurs. Nähere Auskunft über Preise und Bedingungen ertheilen: Dr. <£. Strecker Ant. Aos, Klein Jos. Stock in Mainz. in Bingen. in Creuznach. Strecker9 Klein & Stock in Antwerpen. Herr J. <*. Appel in Gießen. Herr Gemeinde-Einnehmer Schäfer in Grünberg. Auf das Vorstehende uns beziehend, bemerken wir, daß wir den gesetzlichen Bestimmungen nachgekommen und nunmehr ermächtigt sind, Ueberfahrtsverträge abzuschließen. I. G. Appel in Gießen. Gemeinde-Einnehmer Schäfer in Grünberg. 1860) Gießen. Maurergesellen und Taglöh- 1868) Gießen. Nr. 27 bat daö gestickte Haus, ner können dauernde Beschäftigung erhalten bei käppchcn und Nr. 11 die Tischdecke gewonnen. Gottlieb Strauch, Maurermeister. Louise Peppler. 614 Sonntag den 5. Oktober, des Morgens 8 Uhr, rückt die Bürgerwehr zu einem Manöver aus. Das Ober-Commando der Bürgerwehr Fresenius. (1854) Danksagung. Die im vorigen Sommer durch Hogelswlag beschädigten Einwohner Daubringens sagen hiermit öffentlich „herzlichen Dank" allen denjenigen, welche durch milde Gaben dazu beigetragen haben, daß der erlittene Schaden weniger schmerzlich empfunden wird. — Auch Gr. Regierungs-Commission fühlen sich dieselben zu herzlichem Danke verpflichwt für die Bereitwilligkeit, mit welcher dieselbe eine Collecte zu veranstalten die Güte hatte. — Endlich sagen sie recht herzlichen Dank dem Comite, welches sich der Einsammlung und Austheilung der Beiträge mit so viel Wohlwollen unterzog. Daubringen den 26. September 1851. Die beschädigten Einwohner zu Daubringen. (1859) 1824) Gießen. Der Unterricht in meiner Lehr- und Erziehungsanstalt für Knaben beginnt wieder Montag den 6 October. „Einrichtung und Lehrplan" der Anstalt, sowie die „Zusätze" zu demselben theile ich auf Anfragen mit, desgl. die Ferber'sche Buchhandlung. Dr. Steinmetz. 1822) Silbe ck. Anzeige. Das unterzeichnete Commissions-Büreau ist in den Stand gesetzt, Allen, welche bis spätestens den 31. October d. I. deshalb in frankirten Briefen bei ihm anfragen (also das geringe Porto nicht scheuen), ein nicht außer Acht zu lassendes Anerbieten ur,entgeltlich zu machen, welches für den Anfragenden schon im nächsten Jahre ein jährliches Einkommen bis zu 10,000 Mark oder viertausend Thaler Preußisch Courant zur Folge haben kann. . . Lübeck, im September 1851. Commissions-Dürenn, Petri-Kirchhof Nr. 308 in Lübeck. Angekommene und abgereiste Fremden In den Gasthäusern. Im Rappen: Hr. Superint Bonhard in Stendal; Hrn. Rcnt. Fletsdur v. London u Dröge v. Hamburg; Hr. Gieße, Sind. v. Cassel; Ihre Königl. Hoh. Frau Prinzeß v. Preußen mit hohem Gefolge u. Dienerschst.; Gräfin Argolla, Ehrendame Ihrer Königl. Hoheit; Graf Pückler, Hofmarschall Ihrer Königl. Hoheit; Hr. Soltmann, Prio. v. Coblenz; Hr. Lanthiers, Reut. v. Paris; Hr. Gutflück, Reviersrstr. v. Endorf; Hrn. Kfl. Astrath e. Brandenburg, Mithelsten-Scheid v. Barmen, Schneider v. Cöln, Ruhe v. Alzenbach, Steidle v. Cöln, Barkow v. Hamburg, Mak v. Frankfurt, Moosengel v. Aachen, Grambeck v. Leipzig, Motz u. Böbcr v. Frankfurt, Kiihnhaus v. Weyberg, Stacker v. Gladbach, Blumbergcr v. Breslau, Braut v. Cöln, Pohlmann v. Frankfurt, Meyerholz v. Bamberg, Haag v. Steinfurth, Wehl v Mainz, PerS v. Lübeck, Stark v. Frankfurt, Hur- dich v. Cöln, Birck v. Alsfeld, Schneider v. Worms, Lehr v. Wiesbaden, Pöhler v. Magdeburg, Willig v. Rheydt, Dorf- Müller v. Darmstadt. Im Einhorn: Hr. Bar. v. Planta m. Fr., Part. v. Chur; Hr. Heitz, Reg. v. Waldshut; Hr. Dr. Deibel v. Gladenbach; Hr. Meininger, Part. v. Breslau; Hr. Creen- feld, Baumstr. v. Friedrichsfeld; Hr. Wießler, Arch. v. Werthheim; Hr. Dufferling, Rent. v. Amsterdam; Hr. Bar. v. Korbezky, Gutsbes. v. Krakau; Hr. Brachel, Jng. v. Freiburg; Hr. Aulebach, Fabr. v. Crefeld; Hr. Baron v. Stanow, Offiz, v. Berlin; Hr. Schwarz, Beamt, v. Mag- deburg; Hr. Sanford, Rent. v. Paris; Mad. Kettelhaack v. Erfurt; Hr. v. Lindau, Part. v. Hannover; Hr. de Millots, Rent v. Paris; Hr. Bar. v. Wartolowesky, Rittergutsbes. v. Warschau; Hr. Müller, Priv ».Dresden; Hr. Muzbecker, Part. v. Magdeburg; Hr. Albrecht, Rent. v Leipzig; Hr. Böhm, towisky u. Pigtkowska aus Polen; Hr. Weigdt, Pred. v Königsberg; Frl. Coppenfcls v. Erfurt; Hrn. Kfl. Schulze n. Fam. v. Quedlinburg, Klein u. Haagen v. Coblenz, Willich u. Les v. Riga. Im Darmstädter Haus: Hr. Roth, Lehr. v. Gedern; Hrn. Hndlsl. Hartmann v. Homberg, Geißmar v. Rcm- hardshain, Scücr v. Michelbach n. Noll v. Halsdorf; Hr. Blüttner, Fabr v. Lahr; Hr. Metzler, Buchbinder v. Würzburg; Hr. Zeiß, Lehr. v. Fridelhausen. In den Privat Häusern. Bei Hrn. Dr. Weber: die Herren August u. Reinhard Weber v. Gernsheim. — Bei Fr. Landr. Rayß: Fr. von Nordeck zur Rabenau n. Tochter v. Rabenau. - Bei Hrn. Gärtner Georg. Fr. Suder v. Mainz. — Bei Hrn. Hofg-- Adv Diery: Hr. Wimmer, Hofverw. v. Ortenbcrg. — Bei Hrn Buchbinder Rühl: Hr. Adv. Leidheker v. Darmstadt. — Lei Hrn. Schreinermstr. Henckelmann: Hr. Schreiner Stapp v. B ieden köpf._______________ Druck und Verlag Der G. D. Brühl'schen Buch- und Skeindruckerei. A :vjti oder ---T tn» ...!i mm- g.,m jr.d >*r,Td-j6 oüokL M.ir/rt -mj In» ml nnm nnsW Elektro - magnetischer Taffet in Frankreich parentirt von dem Gouvernement und bewährt gefunden von der Nationalacadcuste der Medicin zu Paris. ' i;- ' >19411501 "t ; »id fun rj'<- 1150 IIom MW Unfehlbares Heilmittel ''} 1 . > . , .......1 - i r • f gegen Gicht, Hüftweh, Rheumatismus und Lendenschmerz, halbseitiges Kopfweh und Magenschmerzen, zur Zertheilung oder Linderung frischer Blutaderknoten, zum Verband bei Wunden und Verbrennungen, und erprobt in den verschiedenen Hospitälern von Paris, durch Prof. Recamier, Dr. der medicinischen Facultät daselbst. MM »51 nrridno nsd isd aiof -Ä ■ - : 'dA sti-JiS S r. ' .nhtiiarnnj piog hitr-.l nm riu ■ .--i..._________________________________________________ Hauptniederlage bei Nicolaus Adnot in Kleinlinden bei Gieße n. pr. Schachtel 2 fl. 24 kr. Die Hälfte 1 fl. 12 fr. ii3(bjiffrJ5 N5»i, ncni ichl-mi wäü , -wnii llm »ch MM onl"lidnXjirnd tim tind .t^siz jcfniuitS Der eiektro-magnctische Taffet äußert selbe Wirkung gleich nach seiner Anwendung, der Substanz gemäß, woraus er zusammengesetzt, und vermöge der Elektricität, welche in ihm enthalten ist, Man kann die elektrischen Eigenschaften dieses Taffets sehr leicht erkennen, wenJ mMi'chhn an wollenem Tuche reibt und ein wenig Hylzsagespahne oder Eisenfeilspähne unter denselben vriiigki man wird dann sogleich bemerken, wie sich die' Säge- öbe'p. Eisenfeilspähne gegen den Taffet erheben und an ihm hängen bleiben, zugleich hört man ein leises- Knistern, ein charakteristisches Zeichen der sich nun entladenden Elektricität. ' Der Taffet wirkt wie eine mächtige elektrische Kraft. Auf der Körperstelle, auf welcher er angewendet wird, erzeugt er reichliche Ausdünstung, immer sauer, oft aber auch scharf und ekelhaft riechend. Mit dieser Ausdünstung wird die Ursache der Krankheit entfernt und schnell verschwinden selbst die heftigsten Schmerzen. Wenn der entstandene Schweiß scharf riecht, erzeugt er oft einen heilsamen Ausschlag, der einige Tage dauert und starkes Jucken erregt. Dies braucht man jedoch nicht zu beachten, denn der Ausschlag und das Jucken hören auf, wenn die scharf riechende Ausdünstung aufhört. Man muß dann mit der Anwendung des Taffets fortfahren, weil die Heilung unterbrochen werden würde, wenn man mit seiner Anwendung eiuhalten wollte. Wenn man die Brust eines, au einer Lungen- oder Brustfellentzündung leidenden Kranken mit diesem Taffet umwickelt, so beschleunigt er auf eine ausgezeichnete Weise die Aufsaugung oder vielmehr die Auflösung der Stockungen in der Lunge. Wir können dies mächtige Heilmittel denjenigen Aerzten, welche sich mit-der Behandlung dieser Krankheiten beschäftigen, nicht angelegentlich genug empfehlen; wir haben zahlreiche Dci- spiele von der guten Wirkung unseres Taffets in diesen Entzündungskrankheiten, es ist aber nichtsdestoweniger begreiflich, daß der elektro-magnetische Taffet die Anwendung der Aderlässe, der Schröpfköpfe, der Blasenpflaster und anderer Mittel nicht ausschließt, über deren Anwendung der Arzt allein entscheiden muß. Anwendungsweise des elektro-magnetischen Taffets. Der mit Schmerzen behaftete Körpertheil wird ganz und sorgfältig mit unserem raffet umwickelt, um das Eindringen der äußeren Luft abzuhalten. Die Einwickelung mit dem Taffet dauert so lange, bis Heilung erfolgt ist. Von Zeit zu Zeit wird die Eiuwickelung mit Vorsicht gelöst, um den auf der Oberfläche des kranken Theiles befindlichen Schweiß abzutrocknen. Die Ausdünstung ist oft so reichlich und die Wirkung des Taffets so stark, daß er sich an die Haut anleimt und fest auf ihr bleibt. Es ist selten, daß einige Zeit nach seiner Anwendung und sobald die Ausdünstung erfol t ist, ein merklicher Nachlaß des Leidens nicht erfolgen sollte. Wenn man den Taffet auf die kranke Stelle gebracht hat, muß man ihn mit Flanell oder wenigstens mit einem seidenen Tuche, einer Serviette oder leinenen Binde bedecken oder umwickeln. Einige haben versucht zwischen den Taffet und die Haut ein Stück Flanell oder Watte zu legen, um den Schweiß aufsaugen zu lassen und man hat es bewährt gefunden. Bei sehr heftigen Schmerzen hat man schnelle Linderung bemerkt, wenn man die Watte, ehe mau sie unter den raffet bringt, mit einigen Tropfen Aether befeuchtet. Will man den Taffet auf die Hüften oder Lenden anwenden, so thut mau wohl, ihn auf einen Gürtel von Flanell festzunähen. Um ihn auf der Brust anzuweuden, wird er vermittelst einer Binde, die man um den Hals anlegt, befestigt. Um ihn gegen- halbseitiges Kopfweh oder Gesichtsschmerz zu gebrauchen, bedeckt mau den Kopf biö an die Schläfe und befestigt dann den Taffet mit einem" seidenen Tuche oder einer Mütze. Bei Stock- und Fließschnupfen oder rheumatischen Gehirnleiden bedeckt man Stirne, Augen und die qaure Nase mit Watte, bringt daun den elektro-mäguetifchen Taffet auf die Watte und befestigt ihn mit einem seidenen Tuche, das mau umbindet. Bei Ohrenschmer; und Reißen in den Wangen bedeckt man die leidenden Theile auf ähnliche Weise und befestigt die Bedeckung wie bei den anderen Theilen des Kopses. Bei Entzündungskrankheiten der Brust muß man dieselbe mit dem Taffet ganz umwickeln. Das Nämliche geschieht bei rheumatischen Brustleiden, beim Keuchhusten und den Luftröhrenleiden im Allgemeinen. Mehrere haben diesen Taffet mit Erfolg zur Linderung der Blutaderknoten angewendet. Man bedeckt mit demselben die knotige Stelle und befestigt ihn mit einer Binde, über welche mau einen elastischen Strumpf zieht. Bei langwierigen Krankheiten, wie z. B. Gicht, Lähmungen, Rheumatismen des Kopfes rc., welche eine anhaltende Anwendung unseres Saffets erfordern, ist es gut, die Binden, Westen von Flanells lichter Hosen, Aermel, Stiefel und Uuterstrümpfe mit dem Taffet füttern zu lassen. Wenn die Kranken es wünschen, so werden wir es mit Vergnügen übernehmen, diese Sachen fertigen zu lassen. Bei Brandschäden wendet man weder Pflaster noch Salben au, die Heilung wird bei Anwendung unseres Taffets schnell erfolgen und der Schmerz hört unmittelbar nach der Einwickelung des verbrannten Gliedes mit dem Taffet auf. Man muß darauf sehen, daß der Taffet vor seiner Anwendung nicht warm gemacht wird. _________________________ lieber die glücklichsten Heilungen können viele Zeugnisse beigebracht werden. ■ '"J '■*■'•1 n$nf6f)i3< ffo n ,jchrstt N D äiwtbS snsckitLfftii; nd nstsW ■>.t ■ /i ti. i:, ii iidil : fd Sai-5 .1 vn Iisbllch S'ckro: ;<■/' iHtr f.jjii sp ch vi: siMphdä i.dzrsnichT lini ' tfiist Ti» nagnirdfuS» 6.4 '/t rnnnd tchiu .> rti'jd tim pji-itisitimn v ■••'3 i9d fuo fisd rau , ffohp IHffraZc tim p-iikdiakniD Druck von M. A. J. Nl e r ck ui Gießen.