fAnzcigeblatt der Stadt und des Regierungsbezirks G i e ß e n. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Auswärts abonnirt man fich bei allen Postämtern Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische Wio* $n ®^c^cn ^ei der Erped. (Canzleiberg I-it. B. Nr. 1.) — t ff. 30 fr., für Auswärtige inol. Postaufschlag 1 st. 42 fr. EinrückungSgebühr für die gespaltene TorpuSzeile 2 fr. Jfä 61> Mittwoch den 31 Juli 1S5O» Amtlicher TheLl. Steckbrief. _ Die nachstehend siqnalisirte Maria Albohn von Hattenrod, hat sich der gegen sie gerichtlich verhängten Stellung unter polizeiliche Aufsicht entzogen und ist ihr dermaliger Aufenthalt diesseits unbekannt. Man ersucht die betreffenden Behörden auf dieselbe fahnden und sie im Betretunasfalle anher gefänglich abliefern zu lassen. Gießen den 25. Juli 1850. Großh. Regierung^ Commission daselbst. K ü ch l e r. Signalement. Alter: 22 Jahre, Größe: 6' 4", Haare: blond, Augenbraunen: blond, Augen: grau, Nase: stumpf, Mund: dick, klein, Kinn: oval, Gesicht: rund. Besondere Zeichen: Hat auf dem rechten Backen nächst dem Auge zwei Pfefferflecken. Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundene Gegenstände. Ein Kinderschuh, ein kleines buntes Sacktuch und ein Sonnenschirmchen sind gefunden und auf Gr. Polizeibüreau abgegeben worden. Gießen am 29. Juli 1850. Edictalladungen. 1337) Grünberg. Nachdem Gr. Hess. Hofgericht zu Gießen über das Vermögen des Peter Sprankel III. zu Lumda den förmlichen Concurs- proceß erkannt hat, so werden alle diejenigen, welche aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche an denselben bilden zu können glauben, hiermit öffentlich aufgefordert, solche sogewiß in dem auf Donnerstag den 1. August d. I., Morgens 8 Uhr, anberaumten, Liquidationstermine dahier anzuzeigen und zu begründen, als sie ansonst von der Con- cursmasse des Peter Sprankel III. ohne ein weiter zu erlassendes Prärlusivdecret werden ausgeschlossen Grünberg ben-12. Juni 1850. Gr. Hess. Landgericht das. Weicker. Dr. Ortwein. 1435) Gießen. Nachdem Gr. Hosgericht dahier über das Vermögen des Michel Mermelstein von Daubriugen den förmlichen Concursproceß erkannt hat, werden dessen Gläubiger hiermit aufgefordert, ihre Forderungen an dem überschuldetetr Vermögen im Termin Freitag den 23. August d. I., Vormittags 9 Uhr, so gewiß dahier anzuzeigen und zu begründen, widri- genfalls sie ohne weiteres Präclusivdecret von der Masse ausgeschlossen werden. Gießen den 18. Juni 1850. Gr. Landgericht. _____________ Ploch. Besondere Bekanntmachungen. 1578) Gießen. Die durch den Art. 47 des Gesetzes vom 28. October 1848 vorgeschriebene 500 Ziehung der dreißig Haupt-- und neun Ergänzungs- Geschwornen für die nächsten Assisen zu Gießen wird in öffentlicher Sitzung in dem Saale des hiesigen Rathhauseö durch den ersten Director des Gr. Hofgerichts Montag den 5. August l. I., Vormittags 11 Uhr, vollzogen werden. Gießen den 26. Juli 1850. Der Director des Gr. Hofgerichts der Provinz Oberheffen. Klipstein. 1588) Gießen. Die Abgabe von Sand ist in der Weise neu regulirt Worten, daß von jetzt an der einspännige Wagen 4 fr., der zweispän- nige 6 fr. und der drei- und vierspännige 9 fr. zur Stadlfasse zu berichtigen hat. — Die Sandzettel werden wie bisher an den Thoren gelöst. Gießen den 27. Juli 1850. Der Bürgermeister-Vifar Rühl. Versteigerungen. 1451) Gießen. Montag den 19. August d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Nathhaus der dem Karl Franz zustehende Acker, als; Grundb. ülKlftr. y 238 Acker über dem Gäßchen, neben I. C. Wirth und E. L. Kämmerer Kinder Ir. Ehe, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 6. Juli 1850. Der Beigeordnete Rühl. 1582) Gießen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 5. August l. I., von Morgens 8 Uhr an, soll in dem hiesigen Stadtwalde, Distcict Hegstrauch, Waldhute, Hasenhecke, nachverzeichnetes Holz öffent- lich versteigert werden: 1 Stecken eichen Scheidholz, l1/, „ » Prügclholz, 2 ii „ Stockholz, 100 Wellen u Reisholz, 4% Stecken liefern Scheidholz, 2V4 „ „ Prügelholz, 10 ,, „ Stockholz, 18883 Wellen u Reisholz, 150 „ fichten „ 75 „ lerchen » 1 eichen Stamm, von 71 Cubiff-, 8 fichten Stangen, » 11 „ Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. October d. I. gestattet. Die Zusammenfunft ist auf der alten Steinbacher Straße im Hegstrauch. Gießen am 29. Juli 1850. Der Bürgermeister-Vifar Rühl. 1573) Gießen. Versteigerung von Korbweiden bei der Stadt Gießen. Dienstag den 6. August l. I., Vormittags 9 Uhr, sollen die Korbweiden an den Wieseckböschungen und am Bruchgraben auf dem hiesigenRathhause öffentlich versteigert werden. Gießen am 27. Juli 1850. Der Bürgermeister-Vicar Rühl. 1583) Gießen. Freitag den 2. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen im dritten Stock deö Ebcl'schen Kaffeehauses Beltwerf, Kleidungsstücke, Weißzeug und sonstige Gegenstände gegen gleich baare Zahlung meistbietend versteigert werden. Gießen den 30. Juli 1850. 1558) Gießen. Mittwoch den 31. Juli, Nachmittags 2 Uhr, sollen die der Actiengesellschaft für Selbstbacken gehörigen Jnventarstücke einer Versteigerung an den Meistbietenden in dem Local bei Bäckermeister K. Kempf ausgesetzt werden. Zugleich werden diejenigen Mitglieder der Gesellschaft, welche mit ihren Beiträgen bis zum Betrag von 10 fl. noch im Rückstand sind, ersucht, solche zur Vermeidung von Kosten binnen 14 Tagen an Herrn Rechner Zimmer auszuzahlen. Auch werden alle diejenigen, welche etwa noch Forderungen an die hiesige Gesellschaft für Selbstbacken haben sollten, ersucht, in gleicher Frist solche bei dem Vorstand anzuzeigcn, weil sie sonst aus der Gesellschaftskaffe feine Befriedigung erwarten können. Gießen den 25. Juli 1850. Der Vorstand. Feilgeboten. 1571) Gießen. Aechten Wei» - Cffig, Nordhauser Frucht -Brandwein, weißen Stumpf-Zucker empfiehlt Louis Lind. 1513) Gießen. Neue Häringe empfiehlt I. G. Appel. 1586) Gießen. Frischer Zwiebelkuchen jeden Montag, Mittwoch und Freitag, Morgens 9 Uhr, bei H. D. Noll im Stern. 1584) Gießen. , Frankfurter Bier bei L. Schneider im Schwanen. 501 1789) Gießen. (Segen , Gicht, Rheumatismus und Nervenleiden aller Art, -- MLtE » ÄÄÄ OLM verreißen, Lähmungen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit w. können, gestützt auf deren feit Jahr und Tag erprobte Wirksamkeit, die eGslhheeMeV 'schem K K allerhöchst privilegirtcn und K. Preich. conceftron. galvano-electrischen Rheuma lismus-Ketten find daselbst ächt zu haben: Goldbergers thermo-elektrische /rngerrmge m ,n™ W, w„ Schreib!,»ps, zi!!°r» °d" SchwSch- 1° d°» »!»-"" ”• »""»> Carl Fr-ch. Gießen rm Februar 18o0. 1577) Gießen. Ein elegantes Fortepiano von Palisanderholz, mit Einlagen von Ahorn und englischer Mechanik, steht zu verkaufen bei ' ‘ Hermann Dach. 1530) Gießen. Aus der Ziegelhütte deö Unterzeichneten können 20,000 Stuck hartgebrannte Backsteine, vorzüglicher Qualität, das Tausend zu 10 fl. abgegeben werden. Hungen den 19. Juli 1850. Ph. Hildebrand. 1575) Gießen. Zu directenAufträgen für die Königs, bayerische privil. Miltekerzen- u. Seifenfabrik von Joh. Lor. Schäzler in München sind ermächtigt und empfehlen sich bestens Wilh. Eckert u. Comp., Römcrberg Nr. 17. Frankfurt a. M. Zu vermiethen- . 1579) Gießen. Ein Familien-Logis, bestehend in 3 Stuben, Küche, Keller und Holzplatz, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Daniel Felsings Wntwe. 1572) Gießen. EinFamilien-Logis, bestehend aus 3 Stuben, Küche, Kammer, Keller und Holz- vlab, ist zu vermiethen und sogleich beziehbar bei r Vl Georg Lony aus dem Neuenweg. Vermischte Nachrichten. 1534) Gießen. Meine vor mehreren Jahren selbst erfundene und selbst verfertigte Bohncnschneid- maschine bringe ich hiermit einem verehrlichcn Publicum in empfehlende Erinnerung. Darauf reflec- tirende wollen ihre Bestellungen gefälligst bei Hrn. Ehr Jughard in der Wallthorstraße und Hrn. Johannes Jughard auf dem Seltersweg abgeben. Daniel Stamm. IstoW ’£ 'EUvMagz §3q susmvfg •0C-8T lln£ 68 mv tugM© 'luq.rzar usqopBup chanqrnq ,fvtpig3j3v -aztzniK 3)Q a-qzichiiW sgv azchpm n) -uchosipssg 'sbvmmchvrg '•£ '1 tznbnp, f U3Q vv,uuoT usfichvu jnv t)jnqii3qv$ 3aq snv J3q.l3ft U333(> pq 3l,.lvfiz »333,pm 331113 Vun„vq 3iq quüijio^ .vq ivfi ' uaßniiaß nd uaipfnnW U3U3cho3ch3bKNv chvll3ia «IT 'U363!® (06L1 1580) Gießen. Ball-Anzeige. Freitag den 2. August wird Unterzeichneter int Saale des Herrn Busch seinen Abschieds-Ball geben, woselbst er mit seinen Schülern mehrere National- und Ballet-Tänze in Costumcs zur Aufführung dringen wird. Wozu ergcbenst einladet C. Hummel, Tanz- und Balletmeister, wohnh. im Einhorn. 1585) Gießen. Eine solide Frau sucht einen Monatdienst. Näheres in der Erped. d. Blttö. 502 1790) Gießen. An unsere Mitbürger in Oberhessen» Als int Marz 1848 das deutsche Volk sich erhob, um lang ersehnte Güter zu erreichen, die Freiheit, Einheit, Größe und Wohlfahrt Deutschlands, da durfte man von dem ernsten, besonnenen Willen der deutschen Männer die Erreichung jenes hohen Zieles hoffen. Es ist anders gekommen. Schuld von unten, Schuld von oben hat das große Ziel wieder in die Ferne gerückt. Wir wollen hier nicht erörtern, wieviel Schuld auf Seite der einzelnen Regierungen, wieviel aus Seite des Volkes fällt; aber das wollen wir aussprechen, daß eS deutscher Männer unwürdig ist, das hohe Ziel auszugeben. Wir halten darum fest an der Zdee des deutschen Bundesstaates, wie ihn die Nationalversammlung in Frankfurt, später Preußen angebahnt haben, der zugleich die Hauptbedinauna zur Erreichung des großen Zieles enthält, ein deutsches Volkshaus, durch welches die Nation ein Organ hat gesetzlicher Freiheit, wirklicher Einheit und vernünftigen Fortschrittes: und hegen die gute Ueberzeugung, daß so die Wünsche der Nation, wie die Rechte der Einzelstämme, Emzclstaaten und Einzelfürsten ihre beste Verständigung und Vermittelung finden werden Hat auch jetzt die Reaction der falschen Volksfrennde und des Particula- rismus das große Werk gehemmt, es wird die Zeit kommen, wo die wahren Freunde des Volks sich wieder erkennen und zusammen finden werden. Mitbürger! Auch die Interessen unsers engeren Vaterlandes sind bedingt durch die Lösung der großen deutschen Frage. Laßt uns zum bevorstehenden Landtage Männer wählen, welche besonnen das Beste des großen, wie des engeren Vaterlandes zu erwägen im Stand sind und den Feinden der Einheit und Freiheit des deutschen Volkes, mit welchem Namen diese sich auch decken mögen, das gute Recht gesetzlichen Fortschrittes zu dem großen Ziele entgegen halten. ^m Auftrage der Versammlung constitutioneller Männer Obcrhessens zu Hungen am 30. xjuttt, erlauben wir uns aus folgende Männer aufmerksam zu machen, von denen wir überzeugt sind, daß sie in obigem Sinne aus dem bevorstehenden Landtage wirken werden. Wahlbezirke. II. K a m m e r. I Kammer. Battenberg . . Biedenkopf . . Gladenbach . . Gießen . . . Homberg . . . Alsfeld . . . Lauterbach . . Herbstein . . . Schotten . . . Grünberg . . . Butzbach . . . Lich . . . . Hungen . . . Nidda .... Ortenberg . . Büdingen . . . Vilbel .... Friedberg . . . Minrsterialrath Eigenbrodt. Bürgermeister Thomas in Niederdieten. Kaufmann Theiß in Gladenbach. Landrichter Ploch in Gießen. Hofgerichtsrath Köster in Gießen. Oeconom Keudel in Storndorf. Bürgermeister Eifert in Lauterbach. Posthalter Habicht in Engelrod. Pfarrer Lehr in Schotten. Assessor Thaler in Grünberg. Steuercommissär Hisserich in Butzbach. Dr. Gros in Kolnhäuser,. Steuercommissär Hunsinger in Hungen. Assessor Dr. H. Ehr. Knorr in Worms. Hofg.-Advokat Rosenberg in Gießen. Rentmeister Jordan in Lindheim. Dekan Th ud ich um in Rödelheim. Landrichter Hofmann in Friedberg. Regicr.-Rath Trapp in Biedenkopf. Hofgerichtsrath Kraft in Gießen. Fabrikant Hoffmann in Alsfeld. Rath Lange in Schlitz. Reviers. Hofsmann in Grünberg. Forstmeister v. Buseck in Gießen. Assessor Draudt in Hungen. Gymnasial-Dircctor Thudichum in Büdingen. Hofgcr.-Advok. Stahl in Darmstadt. Gießen, Lich und Grünberg, den 25. Juli 1850. Das Provinzialwahlcomitö für Oberhellen. v St. Georg, Präsident des vaterländischen Vereins zu Gießen. G. PH. Gail, Tabakssabrikant zu Gießen. Jean Gertig, Kaufmann zu Gießen. Dieterich, Bürgermeister zu Lich. Semmler, Kaufmann zu Grünberg.___________ (Hierzu eine Beilage.) Beilage zu M 61 des Anzetgeblattcs Vermischte Nachrichten. Prof. Wipp ermann. thümer autorisirt ist, zu befördern. Gießen den 29. Juli 1850. wm- Bis dahin, daß sich auch bei uns ein Hülfscomite für die Schleswig-Holsteinische Sache gebildet haben wird, was aber, zumal jetzt nach der blutigen Schlacht bei Idstedt, gewiß sehr bald der Fall sein wird, Lin ich gern bereit, Unterstützungen an den Schleswig-Holstemtzchen Verein in Kiel, welche zur Empfangnahme derselben von der Statthalterschaft der ^er^og- 1581) Gießen. Die in Nr. 60 dieses Blattes angekündigte Haferversteigerung kann nicht vorge- nommen werden. H. Roth äuge. 1576) Gießen. Mehrere Maurergesellen und Taglöhner können bei mir Arbeit baden. I. Kann, Maurermeister. Angekommene und abgereiste Fremden vom 27. bis 30. Fuli 1850 v Lauterbach. Hrn Stud. Mackenrod, Lea, Zöppreck, Wiegand u. Schmidt v. Marburg, Hr. Rausch, Spedit. v. Großeichen. Hr. Liebmann, Kfm. v. Cöln. Hrn. Oecon. Korn v. Langsdorf u. Werct v. Schlitz. Im Darmstaedler Haus • HrN- Geschästsl. Brüge ». Lücke, Zölzer v. Winterberg Muhl v. Großenbuseck, Messing v. Griesheim, Blücher v. Weisenburg, Büttner v. Darmstadt, Alles v. Münzenberg, Rudolph v. Ruppertenrod, Delle u. Gail v. Mainz u. Leffert v. Wagenbogen. Frl. Dosterwitz v. Wetzlar. In den Privathäusern. Bei Hrn. Tabaksfabrik. Fulda: Hr. Rausch, Oecon. v. Heineburg. — Bei Hrn. Geh-Rath Dr. v. Löhr: Frl. Wendelstädt v. Wetzlar. — Bei Fr. Rentamtm. Amend: Fr. Pfr. Röhrig u. Frl. Textor v. Sausen, Fr. Postmstr. v Eiff v. Grünverg. — Bei Hrn Prof. Dr. Mettenheimer: Frl. Kempf v. Darnistadt. — Bei Hrn. Forstmstr. v. Buseck: Frl. v. Buscck v. Butzbach. — Bei Hrn. Prof. Dr Phöbus: Hr. Dr. Lüttig, Kaiser!. Russischer Rath v. St. Petersburg. — Bei Hrn. Superintendent Simon.- Hr. Ebel, Caplan v. Homberg u. Fr. St bermehl ».Mainz.— Bei Hrn. Hutm. Gail: Hr. Rein, Gastw. v. Frankfurt. — Bei Hrn. Hofger.-Secret. Meyers Wtw.: Frl Mangold v. Darmstadt. — Bei Hrn. Hofger.-Adv. Dicry: Frl. Diery v. Worms. — Bei Hrn. Heß: Frl. Kaufmann v. Berleburg.— Bei Hrn. Hofmann: Frl.Hofmann ».Battenberg.— Bei Hrn. Gensdarm Horfeit: Frl. Steg u. Schlosser v. Elpenrod. — Bei Hrn. Bäckermstr. Kämmerer: Hr. Kammerer, Bäckermstr. »• Hamburg. — Bei Hrn. Wismann: Fr. Steg v. Elpenrod. — Bei Hrn Landauer: Frl. Mainz » Frankfurt. — Bei Hrn. Kirchenr. Klingelhöffer: Hr. Klinaelhöffer, Sanptm. ». Darmstadt. — Bei Hrn Botenm. Lehr: Frl. Schwarz v. Schotten u. Fr. Act. Reich v. Offenbach. — In den Gasthäusern. Im Einkorn: Frhr. v. Plcfsen, Hofr. v. Ohrdauf. Hrn. Partik. Rothammer v Straßburg u. Finbäucker v. Aachen Hr. Chapere, Rent. v. Paris. Hr. Graf ». Berg ». Sachsen-Weimar. Fr. v. Henkel v. Berlin. Hrn. Kfl. Jüngst v. Wallau, Sackermann v. Frankfurt, Holzmann v. Stuttgart, Wallau v. Saarbrücken u. Fischer u. Beisler v. Frankfurt. Hr. Gaffen, Botanik, v. Bonn. Hr. Mohr, Sellier v. Frankfurt. Hr. Haupt, Fabrik, v. Elberfeld. Hr. Winter, Maler v. Würzburg. Hr. Lang, Gastw. v. Cassel. Hr. Völcker, Amtscomm. v. Geisa. Hr. Schmucker, Act. v. Böhl. Hr. Seymann, Oberstabsarzt v. Wiesbaden, frr. Neumüller, Posth. ». Marburg. Hrn. Oecon. Triedert v. Elpenrod u. Bait v. Marburg. Hrn. Kfl. Opdenkopf v. Berlin u. Remy v. Hemer. Hr. Baron v. Ricou, Legat-Rath v. Darmstadt. Hrn. Kfl. Götz, Reuther u. Königstein v. Frankfurt, Schirmer v. Cobur„ u. Stückle v. Laubach. Im Rappen-. Hr. Sayd, Forstmstr. v. Darmstadt. Sr Hochdann, Buchb v Stuttgart. Hr. Hoffmann, Maler u Hr. Bigelius, Forst-Canv. v. Darmstadt. Hrn. Kfl. Böser ».Frankfurt, Leidhof v. Krakau, Lohmann v. Karlshafen, Riensch v. Cöln u. Wallach v. Weilburg. Hr. Dr. Leube, Arzt v. Lichtenberg. Hr Schmalkalder, Mllit v. Böser. Hr Maurer, Hofger.-Acces. v. Darmstadt. Hr. Fendlcr, Pharm. v. Triest. Hrn. Fabrik. Bölzing v. Frebo u. Schwab v Darmstadt. Hrn. Kfl. Frhr. v. Ende v. Dudelsherm, Weinistoff u. Wayhl v. Hetrado. Hr. Diery, Oecon. v. Basdorf. Im Prins Carl-. Hr. Burger, Oecon. v. Hainbach. Hr. Rühl, Privatm v. Gedern Hr. Uffner, Rcntamtsd. v. Schotten. Hrn. Kfl Schildwächter ». Großenlinden, Vöhl ». Gedern. Hr. Borger, Spedit. v. Offenbach. Hrn. Oec. Decker v. Leusel u. Rispel v. Weilburg. Hr. Herget, Secret. D n n t e s. Novelle von B cr'nd tt« G n se c.L (Fortsetzung.) „Lassen wir Herr von Falken nicht länger warten !" rief Dellheim, dessen Farbe in unruhigem Wechsel blieb. „Sie werden uns erlauben nur der Form wegen einen kleinen Vorsprung zu nehmen," sagte Althof. , Es ist zwar, wie cose statino-, eine verlorene Mühe, noch die Sache rcdresstren zu wollen, indessen der Herr Graf von Lobenstein sind der Meinung, einen letzten Versuch zu thun —" „Treve de phrases!" rief Lobenstein. „Lassen 504 Sie uns fünfzig Schritte voraus, bann folgen Sie uns, eher ami. Mit zwei Worten ist die leere Form abgethan, mit höchstens zwei Kugeln die ganze Affaire. Den Arzt verbaten sie sich — Sie scheinen ihm keine Arbeit lassen zu wollen. Partons!" Er ging mit dem Baron voraus und Dellheim folgte beiden langsam, während der Kastellan heimlich den Kutscher aussragte, um den sich auch einige Weiber aus dem Hause versammelten. Sie erfuhren aber nicht viel, denn der Rosselenker halt? sich nur um seine eigenen Angelegenheiten bekümmert. Ueber die Lichtung, auf welcher das Jagdhaus mit einem beschränkten Stücke urbar gemachten Gartenlandes, umgeben von einzelnen prachtvollen Baumgruppen lag, führte ein gebahnter Weg wieder in die grüne Nacht des Forstes hinein, welcher mit seinem riesigen Baumwuchse und dem üppig wuchernden Unterholze den unentweihten Charakter eines Urwaldes trug. Seit Jahrhunderten mochte hier der Schlag einer Art nicht gehört worden sein — in jener Zeit gab es noch Grundbesitzer, welche ihr Holz lieber in den Stämmen vermorschen und verfaulen ließen, statt es zu schlagen. Sie brauchten es ja nicht. Unsere Modernen haben besser gelernt, ihre unwirthlichen Forsten zu lichten uitd der Aufklärung auch hier Bahn zu schaffen. — Am Saume des Waldes, den die beiden voranschreitenden Cavaliere erreicht hatten, trennte sich ein Fußsteig von dem Fahrwege und schlängelte sich durch das Gesträuch in anmuthigen Windungen. Ihn schlugen die Herren ein, denn der Graf wußte, daß er nach der scharf- bezeichneten Stelle führte, wo man das Rendez-vous verabredet hatte. In einer kleinen Senkung standen nämlich drei uralte Fichten zusainmen, deren tiefhängende und ineinander verwachsene Zweige einen weiten Raum bedeckten und dort allen jünger» Baumwuchs ausgerottet hatten; es war eine Stätte der tiefsten und fchwermüthigsten Einsamkeit. Euisam auch jetzt! So fest hatten die Herren erwartet, den vorausgeeilten Reiter hier zu finden, daß sie förmlich erschracken, als sie keinen Menschen unter den Fichten erblickten. „Aber das ist ja ganz unbegreistich!" rief Lobenstein. „Er muß sich verirrt haben." „Sicuro!" bestätigte Althof. „Was ist aber zu thun?" „Ich gebe ihm ein Signal!" sagte der Graf, öffnere das Kästchen, das er unter dem Arme trug und fing an mit geübter Schnelligkeit eine der Pistolen zu laden, welche es enthielt. „Sie wollen schießen? Gibt das nicht einen Eclat, den wir vorher vermeiden müssen?" fragte der Baron bedächtig. Aber schon krachte der Schuß und das Echo trug den Schall verstärkt in ferne Waldgründe. Sehr erhitzt kam nun auch Dellheim heran. „Was ist das?" rief er. „Auch hier nicht?" „Ich protestire solenn gegen alle Mißdeutung!" erklärte der Baron. „Mein junger Freund ist nicht hier, cosa incontrastabile, aber daß ihn nur ein un- übersteigliches Hinderniß abhält, zu rechter Zeit zu erscheinen, dafür bürge ich mit meiner Ehre. Sie nehmen diese Bürgschaft doch an?" „Wie sich von selbst versteht!" sagte Dellheim. „Fra poco wird er erscheinen!" versicherte Allhof. „Er muß den Schuß gehört haben." „Ich wiederhole das Signal," rief der Graf und schoß noch einmal. (Fortsetzung folgt.) Cours