1SSO. ©ötttiobcii^ Öctt 30 JK 26 Amtlicher Theil. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische t fl. 30 kc-, nir Auswärtige i»°l. Postauffchlag 1 st. 42 kr. lAnzcigeblatt der Stadt und des Regierungsbezirks Auswärts abonnirt man fich bei allen Postämtern In Gießen bei der Erpib. (Eanzleiberg Lit B. Nr. 1.) - Eiurückungigebühr für die gespaltene EorpuSzeile r kr. Bestimmungen Verfahren vor dem provisorischen Bundesschledsgenchte und für dle Vollziehung der Entscheidungen desselben. 3) Bei Anklagen gegen die Minister, .insofern ste deren m,nlsterrelle Ver- - L« ,°mmm W di° m S S. 1-33 -»IM-MN B-gmmws-» -d-»M M. fC'9'"T TS' S. 10. kann -im Md,ich. Be,Handlung d-- SO- dm mdto Ato wenn das SLi-d«g--ich> -in- M- M «»l ZVIS?, * - L'Lreisau,nahmt insoweit solche nicht im Wege gerichtlicher Requisition nach Befinden te®(JtcbcQeridjtö muß, zu verfahren und nach dem Schlußvortrage derselben, wobei dem Angeklagten das letzte Wort zu gebe,, EntschMmg zu^ertheilem § P„tocoll muß den wesentlichen Inhalt der Zeugenaussagen enthalten. c^ne an bestimmte Regeln über die Wirkung der Beweise gebunden zu sein, unter genauer Prüfung aller Beweise für die Anklage und Vertheldigung, ' aus dem Inbegriffe der Verhandlungen geschöpften Überzeugung zu entscheiden, oder nicht schuldig sei. Auflegung eines Ersüllungs- oder Renugungseldes findet ebeit so wenig als Eidesantrag statt. G e m e i n s a m e B e st i m m u n g e n. 8. 39. Ueber alle zur Cognition des Schiedsgerichts gelangenden Sachen ist auf den^Vortrag eines dazu vom Vorsitzenden zu ernennenden Referenten in einer Sitzung, worin Mindestens zwei Drittheile d r GenchtöMit- glicder mit Einschluß des Vorsitzenden anwesend sein müssen, collegtalisch zu berathen und ZU beschließe , doch ist der Vorsitzende ermächtigt, ohne Mitwirkung des Collegiums m dessen Namen KlaM oder B.- schwerden, bei denen die Vorschrift des §. 1. nicht beachtet ist, zurückzugeben, bloße p^cchleitei ^„ale cken gütigen, sowie solche, die nur in Benachrichtigungen und Commumcattonen bestehen, zu er ss , ä ) Klagen und Beschwerden, deren Gegenstand offenbar nicht zur Competenz des SchlcdSgcrichtS ,g h, , 3 zuweisen. — Wird in diesen Fällen von der Partei Gegenvorstellung gemacht, so muß die 0 )v 0 scheidung des Collegiums gebracht werden. 228 §. 40. Die Beschlüsse des Schiedsgerichts werden nach absoluter Mehrheit der Stimmen der anwesenden Mitglieder gefaßt, bei Gleichheit der Stimmen gibt die des Vorsitzenden den Ausschlag, in Anklagesachen gegen die Minister jedoch entscheidet die für den Angeklagten günstigere Meinung. 8. 41. Die Ausfertigungen der Erkenntnisse, Beweisresultate und sonstigen Erlasse des Schiedsgerichts werden von dem Vorsitzenden allein vollzogen. Titel II. Vollziehung der Erkenntnisse des Bundesschiedsgerichts. §. 42. Die Vollstreckung der Erkenntnisse des Schiedsgerichts wird aus Anrufen der Parteien von dem Verwaltungsrathe der verbündeten Regierungen veranlaßt. §. 43. Der Verwaltungsrath hat, auf Anrufen des obsiegenden Theiles, der verurtheilten Partei eine angemessene Frist zu setzen, um innerhalb derselben dem Urtheile Genüge zu leisten, und wie solches geschehen, nachzuweisen. 8. 44. Wenn die gesetzte Frist abgelaufen, die Befolgung aber nicht dargethan ist, so muß der Verwaltungsrath auf ferneres Anrufen des obsiegenden Theils das weiter Erforderliche zur Vollstreckung des Erkenntnisses nach Maßgabe der Bestimmungen des zwischen den verbündeten Regierungen am 26. Mai d. I. abgeschlossenen Vertrags anordnen. §. 45. Die Kosten der Erecution fallen der verurtheilten Partei zur Last und sind von ihr nöthigen Falls zugleich bei jener Erecution nach Anordnung des Verwaltungsraths beizutreiben. 8- 46. Die Richtigkeit der Erkenntnisse des Schiedsgerichts darf in keinem Falle der Gegenstand einer Berathung und eines Beschlusses des Verwaltungöraths werden. Streitigkeiten über die Auslegung derselben gehören vor das Schiedsgericht. 8. 47. Die in der Erecutions-Jnstanz annoch zulässigen Einreden müssen beim Bundeöschiedsgerichte angebracht und sofort liquide gemacht werden. Das Verfahren über dieselben richtet sich nach den im ersten Titel enthaltenen Bestimmungen, muß aber möglichst abgekürzt werden. Vom Ermessen des Bundesschieds- gerichts hängt es ab, ob die vorläufige Hemmung der Erecution während dieses Verfahrens zu beschließen sei. Haftet aber Gefahr auf dem Verzüge, so ist der Verwaltungsrath ermächtigt, der Erecution auf Antrag der Partei, gegen welche sie verfügt ist, so lange Anstand zu geben, bis sie im Stande ist, einen Beschluß oder ein Erkenntniß des Bundesschiedsgerichts zu erwirken. Dazu hat der Verwaltungörath ihr eine angemessene Frist unter der Verwarnung zu setzen, daß nach deren unbenutztem Abläufe der Erecution ihr ungehemmter Laus werde gelassen werden. 8- 48. Beschwerden über Verzögerung oder Ueberschreitung der Grenze bei der vom Verwaltungsrathe angeordneten Vollstreckung eines Erkenntnisses des Schiedsgerichts gehören vor den Verwaltungsrath. 8. 49. Wird gegen die Vollziehung eines Erkenntnisses des Schiedsgerichts von einem Dritten, gegen den dasselbe nicht ergangen ist, Einsprache erhoben und zugleich dargethan, daß durch dessen Vollstreckung Nachtheile für ihn entstehen, so hat der Verwaltungsrath der Erecution so lange Anstand zu geben, bis die Einsprache auf die geeignete Weise erledigt ist. Nr. N. C. 2667. Gießen am 25. März 1850. Betreffend: Die Anzeige gegen Elisabetha Albach von Reiskirchen wegen Landstreicherei. Die Großherzoglich Hessische Regierungs-Commission des Regierungsbezirks Gießen an sämmtliche Gr. Bürgermeister dieses Regierungsbezirks. Die nachstehend signalisirte Elisabetha Albach von Reiskirchen, hat sich ohne Vorwiffen ihres Vaters und ohne im Besitz von Legitimalionspapieren zu sein, vor mehreren Wochen von Hause entfernt, ohne daß bis jetzt ihr Aufenthalt hat ausfindig gemacht werden können. Sie wollen die fragliche Person im Betrelungsfall arretiren und anher vorführen lassen. v. W i l l i ch. Signalement. Alter: 19 Jahre; Augen: braun und schielend; Statur: klein untersetzt. Sie war bekleidet mit alter grüner Bieber-Jacke, einem blauen Rock aus Beiderwolle, einer blau beblümten Schürze, alten Schuhen und Strümpfen. 657) 229 Oeffentttche Bekanntmachung. 656) einer Mittheilung Gr. Regierungs-Commission des Regierungsbezirks Nidda, soll der erste Vieh« und Krämer-Markt zu" ZZindsachsen den 2. April und der zweite Vieh- und Krämermarkt den 23. Juli abgehalten werden, was zur Kenntniß des Publicums gebracht wird. Gießen den Regierungs-Commission des Regierungsbezirks Gießen. v. W i l l i ch. Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundene Gegenstände. Ein Sacktuch und ein Schlüssel sind gefunden und auf Gr. Polizeibüreau dahier abgegeben worden. Gießen den 28. März 1850. Edictalladungen. 664) Gießen. Aufforderung. Ansprüche an den Nachlaß der Christoph Senö- felders Eheleute dahier sind so gewiß Dienstag den 9. April d. I., Vormittags 10 Uhr, dahier anzuzeigen, als sonst darauf bei dem Jn- ventarsabschlusse keine Rücksicht genommen wird. Gießen den 22. März 1850. Gr. Hess. Stadtgericht. Muhl. Dr. v. Krug. 553) Gießen. Ansprüche an das Vermögen des Schuhmachers Wilhelm Löber III. dahier, über welches der formelle Concurs erkannt ist, sind Freitag den 12. April d. I., Vormittags 11 Uhr, dahier so gewiß zu begründen, als sonst stillschwei- gendö Ausschluß von der Masse erfolgt. Im Termine sollen Arrangementsversuche gemacht werden. Bei den zu fassenden Beschlüssen wird die Minderheit der Gläubiger als durch die Mehrheit der persönlich Erscheinenden gebunden behandelt. Gießen am 11. März 1850. Gr. Hess. Stadtgericht > Muhl. Dr. v. Krug. Versteigerungen. 575) Gießen. Montag den 8. April d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhaus auf freiwilligen Antrag des Joh. Jac. Schreyvogel zu Frankfurt a. M. die demselben zustehende Hofraithe, als: Grundb. mKlftr. y22o 24 Hofraithe in der Löwengasse, y221 25 Grabgarten daselbst, (ehemals dem Emanuel Simon gehörend) öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 16. März 1850. Der Beigeordnete Rühl. Gießen. 659) Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Dienstag den 9. April l. I., von Morgens 8 Uhr an, 5547 Wellen eichen Stämme, kiefern Stockholz, Reisholz, Stockholz, Reisholz, Stockholz, Reisholz, 796 13003 1917 621 10 11 u V II II II II II H II II 1 1% 17% 926 38 474 64 222 4 3 Gegen Cubikf., n ii u ii wird Zah Stecken II u Wellen lungsfrist ... _ _ sammenkunft ist auf dem Trieb. Die Herren Bürgermeister in den umliegenden Orten werden ersucht, dies in ihren Gemeinden be- sichten Scheidholz, Prügelholz, von II II II fichten „ " eichen Pflugswellen, vorschriftsmäßige Bürgschaft bis 24. Juni d. I. gestattet. Die Zufichten kiefern Stangen soll in dem hiesigen Stadtwalde, District Philosophenwald, Zollstockswäldchen und Stolzenmorgen, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden: 42% Stecken eichen Scheidholz, Prügclholz, 11% u 27% „ 736 Wellen 84 Stecken kiefern Lcheidholz, Prügelholz, /4 II 116% " kannt machen zu lassen. Gießen am 28. März 1850. Der Bürgernmsterer-Vicar Rühl. 641) Grünberg. Versteigerung von Schlofferarbeit. Samstag den 13. April d. I-, Vormittags 10 Uhr, soll in dem Büreau des Unterzeichneten die Anfertigung der Fensterrahmen in die hiesige neue Kirche, von gewalztem Eisen, worüber der Voranschlag 1270 fl. beträgt, in drei Abtheilungen durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden. 230 Risse, Voranschlag und Versteigerungsbedingungen liegen in genanntem Bureau den Interessenten zur Einsicht offen. Grünberg den 27. März 1 850. Der Gr. Hess. Kreisbaumeister des Baubezirks Grünberg. Noak. Feilgeboten. 651) Gießen. Die den I. B. Seipps Erben zu Gießen zustehende, auf dem Gleiberg gelegene Besitzung, bestehend aus einem Wohnhause, einer Scheune, einer Halle, mehren Ställen, Kellern und Gärten, soll entweder verkauft oder verpachtet werden. Der demnächstige Besitzer kann um so mehr aus vortheilhaften Betrieb der daselbst schon lange Jahre hindurch sehr besuchten Wirthschaft rechnen, als die Bewohner Gießens und der Umgegend der schönen Lage und Aussicht wegen häufig Spaziergänge dahin unternehmen. Besonders be- merkeuswerth ist, daß in besagtem Locale neben der Wirthschaft jedes andere Geschäft mit Erfolg betrieben werden kann. Nähere Auskunft hierüber ertheilt I. B. Seipps Wittwe. 624) Gießen. Seidenhüte neuester Faaon empfiehlt PH. Lüdeking. 441) Gießen. Wegen Räumung Meines Lagers von Cigarren offerire ich dieselben, bei Abnahme von y,0 Kistchen, zu den Einkaufspreisen und bemerke, daß bei Bündeln von 25 Stück nur ein kleiner Preisaufschlag statt findet. G. Schmidtborn. 640) Gießen. Emp fehlung. Emc schöne Auswahl der neuesten Gegenstände in Gold- und Silberwaaren, besonders in Gürtelschnallen , zDamennadeln, Bontons , Ohrringen, Broschen re., sowie in Taschenuhren habe ich wieder erhalten; zugleich verfehle ich nicht, wierderholt tu Ennnerung zu bringen, daß ich stets alle in dieses Fach eustchlagende Reparaturen, sowie neue Arbeiten zur Zufriedenheit meiner geehrten Abnehmer ausfuhren werde. I. Hanau, Uhrmacher und Goldarbeiter. 622) Gießen. 30 Centner gutes Heu sind zu verkaufen bei August Zimmermann in den Neuenbäuen. 650) Gießen. Eine Hofraithe in Rödgen, die aus einem Wohnhaus, Ställen, Scheuer, Hof- raurn und Hausgarten besteht, eingezäunt und in bestem Zustande ist, soll aus^der Hand verkauft oder verpachtet werden. Das Nähere ist bei A. Balser m Gießen zu erfahren. 631) Hessenbrücker Hammer. Braunkohlen-Bergwerk bei dem Hessendriicker Hammer, den 25. Mär; 1850. Von heute an werden die Braunkohlen zu nachfolgenden herabgesetzten Preisen abgegeben: ganz holzige Kohlen, per Centner 17 fr., grobe Stückkohlen, » „ 13 „ gute Brockkohlen, „ „ 10 „ seine desgl. „ „ 8 „ Die Braunkohlen werden auf der Grube nicht gewogen, sondern in einem 8 Centner haltenden Kasten gemessen, welcher im Lichter 57 Zoll lang, 3 7 „ breit, 2 2,8 „ hoch, Darmstädter Maß ist und 48 Darmstädter Cubikfuß (nahe einem halben Stecken) hält. 630) Gießen. Die Holzhandlung »on Friedrich Kecker in FranKsnrt a? M. von der Friedberger Warte aus der erste Diehlhof links, empfiehlt ihr Lager aller Sorten Bau- und Werkholz, ferner in Dielen, Eichen- und Kiefern-Holz und verspricht bei reeller Bedienung die billigsten Preise. Auch können die Pferde in gute Stallung eingestellt werden. 231 660) Gi Lb Trocken in vorzüglicher Qualität, stets frisch zu haben bei Zu vermiethen- 647) Gießen. Eine Familienwohnung ist zu vermiethen und im Juni beziehbar bei Georg Vogt, Seltersweg. 646) Gießen. Eine Familienwohnung, in 4 auch 5 Stuben bestehend, ist zu vermiethen und kann im Juni bezogen werden. N. Kratz in den Neuenbäuen. 654) Gießen. Eine Familienwohnung ist zu vermiethen bei Wilhelm M a y. 616) Gießen. In dem Haupthause des Neu- bauer'schen Stifts ist der dritte Stock zu vermiethen. Lusttragende wollen sich binnen 8 Tagen bei dem Curator, Hofgerichts-Advocaten Dornseiff, melden. 605) Gießen. Ein Familien-Logis und eine möblirte Stube ist zu vermiethen auf der Mäus- burg Llt. B. Nr. 30. Vermischte Nachrichten. 663) Gießen. Handwerkerfchule Der Unterricht im Rechnen und in der Geometrie wird in der Woche nach Ostern und zwar Mittwoch den 10. April unwiderruflich seinen Anfang nehmen. Neueintretende sind -gebeten, sich in Zeiten bei Hrn. Bau-Cand. Lauckert dahier zu melden. Der Vorsitzende der Loealsection des Gr. Gewerb-Vereins. 652) Gießen. Am Grün-Donnerstag ist einem armen Stcinhauergesellen in hiesiger Stadt sein Taschenbuch mit 11 Papiergulden verloren gegangen. Der redliche Finder wird ersucht es in der Schloßgaffe bei Kaufmann G. Grieb gegen eine Belohnung abzugeben. 637) Gießen. Die Wiederbesetzung der erledigten Aufseherstelle in dem sorstbotanischen und Forstversuchsgarten bei Schiffenberg. Kandidaten zu dieser Stelle haben sich innerhalb 14 Tagen bei dem Unterzeichneten, welcher die Erfordernisse und Bedingungen der Annahme mittheilen wird, persönlich anzumelden. ' Gießen am 26. Marz 1850. Dr. Heyer, Professor u. Gartendirector. 536) Ein braver junger Mann, mit den nöthigen Vorkenntnissen versehen — der die Handlung erlernen will — sinket gleich nach Ostern eine Stelle offen. Bei wem? sagt die Red. d. Bl. 8 644) Gie ßen. . g 8 Vorbereitilngsunterricht. g § Montag nach Ostern, den 8. April, beginnt £ der Unterricht in meiner Vorbereitungsschule 8 wozu Knaben vom 5. Jahre an ausgenommen g werden. Anmeldungen hierzu nehme ich bis g 8 zum 7. entgegen. Den Religionsunter- g 8 richt ertheilt Herr Lehrer Haustein % 8 der jüngere. 8 £ B. Falkenberg, § g wohnhaft bei Hrn. Schlossermeister Burckhard 8 in den Neuenbäuen. g A S 662) Gießen. Ein junger Mensch von tugendhafter Erziehung, welcher die Mechanik zu erlernen wünscht, kann in die Lehre genommen werden. Bei wem sagt die Redaction d. Bl. 653) Gießen. In Bezug auf den in Nr. 22. deö Anzeigeblattes gegen Maurermeister Jacob Reiber verfaßten Aufsatz erkläre ich hiermit, daß ich der unterzeichnete CH. Petri nicht bin. CH. Petri, Maurermeister. Bekanntmachung. Die Bereitschaft und den Ordonanzdienst der hiesigen Bürgerwehr für die Periode vom 31. März bis 11. Mai d. I. haben: 1. Rittmeister Müller vom 2. Hauptm. Zimmer » 3. „ Ferber „ 4. ii Roloff „ 5. „ Hofman n „ 6- Schützencompagnie „ Gießen den 17. März 1850. 31. März incl. 7. April „ 14. April „ 21. April u 28. April ii 5. Mai H Das bis 6. April incl., „ 13 April u „ 20. April ii ii 27. April u „ 4. Äi ai „ u 11. Mai ii Commando der Bürgerwehr. Obristlieutenant (649) F resentus. vdt. C. Stein, Regtöadj. 23 2 618) Gießen. Bürger-Club Samstag den 30. März 1850 Versammlung im Locale des Bürger-Clubs. Vortrag über die Lösung der socialen Frage. Politischer Wochenbericht. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Gießen den 15. März 1850. Der Vorstand. 639) Friedb erg. Bei Eröffnung der Main-Weser-Bahn verfehlen wir nicht unser neu etablirtes Speditions - und Commisstans - Geschäft unter Zusicherung der billigsten und pünktlichsten Besorgung bestens zu empfehlen. Gebrüder Grödel. n 550) Bockenheim. Wichtig für Auswanderer. Die Sicherheit! Gesellschaft zum Schutze der Auswanderer. Der Zweck dieser Gesellschaft ist, bei der größtmöglichsten Sicherheit und den billigsten Preisen die Auswanderer gegen jede Art von Betrug und Prellerei zu schützen und ihnen mit Rath und That beizustehen. Die Abfahrten finden statt: jede Woche nach und am 30. März, 15. und 30. April nach New-Orleans. Jeder Transport wird von einem soliden erfahrenen Condukteur bis in den Seehafen begleitet. Preis der Ueberfahrt im Monat März und April: Von Frankfurt bis New-Uork über Antwerpen 34 fl. » ii ii ii n Havre, per Po st schiff . . . . 63 „ ii ii ii „ ii Liverpool, mit vollständiger Verköstigung . 70 ,, Kopfgeld und freier Transport von 2 Zentner Reisegepäck sind in diesem billigen Preis einbegriffen. Prospekte und alle mögliche Ausknnft werden auf frankirte Briefe bereitwillig ertheilt von Professor Mayer sen., General-Agent in Dockenheim bei Frankfurt a. M. «KUUUKUL8KU8MUKSÄ8UKKW8MNKANW E 658) Gießen. M U Ehrlich Währt am längsten! M W Herr I. Reiber! hat sich dieß alte ächte Sprichwort bei Ihnen, der Sie doch in Nr. 25 W LL des hiesigen Anzcigeblatts mit Ihrer Ehrlichkeit so dick thun wollen, etwa bewährt? Von welchem Zeitpunkt beginnen die Obliegenheiten eines Zunftmeisters? Vom Tage der Verpflichtung oder W» W nicht vielmehr vom Tage der Wahl? Sie waren vor dem März 1849 gewählt. Uebrigens W war es uns ganz einerlei, ob unser erwählter Zunftmeister beeidigt wurde oder nicht. Nach w W» Ihrer Ansicht von dem Anfänge Ihrer Obliegenheiten wären Mündel schlecht berathen. Ferner: Jq* «Hl Besteht nicht in den Zunftartileln die ausdrückliche Vorschrift, zweimal des Jahres — Johanni A SM und Michaeli — Zunstversammlungen zu veranstalten und in der zu Johanni Rechnung abzu- M Sa legen. Ist dieß geschehen? Nein. Frühere Zunftmeister legten die Zunftgeldec in die Spar- p™ und Leihkasse an, wo haben Sie dieselben angelegt? Ihre Drohung mit einer Klage macht uns M nicht bange. Stellen Sie Ihre Rechnung, wie es in jedem ordentlichen Haushalt sich ge- M d bvrt, und dann ist die Sache in Ordnung. Mehrere Meister. 233 665) Gießen. Entgegnung auf die sog. „Abfertigung" in Nr. 25. des Anzeigeblatts. Meine Brüder haben mich zwar „abfertigen" wollen, allein die von mir angeführten Thatsachen sind und bleiben wahr. Durch die Veröffentlichung wollte ich weder die Gerichte zu willfährlichcn Urtheilen bewegen, noch Geld von meinen Brüdern erpreffen, dies Letztere schon darum nicht, Weil ich meine Leute kenne. Meine Brüder hatten bei meinen Mitbürgern viel Falsches über die fraglichen Angelegenheiten verbreitet und daher mußte ich eine, den Thatsachen nach, wahrheitsgetreue Darstellung veröffentlichen. Ich habe nicht an juristische Grundsätze, sondern an die Meinung meiner Mitbürger appellirt, mein Lebenswandel liegt klar vor deren Augen und sie werden allerdings wissen, was sie von mir zu halten haben. Für einen Verschwender werden sic mich nicht halten, der das Vermögen seiner Kinder zu Wasser macht und deßhalb einen Vormund braucht. Es handelt sich nicht um den Vollzug des Willens meiner Tante sondern darum, durch welche Manipulationen diesem Willen Ausdruck verschafft wurde und von der Erfüllung ausdrücklich gegebener Versprechen. Wenn behauptet wird, die Tante habe dem Dr. Sundheim bis an das Ende ihres Lebens ihr Vertrauen geschenkt, so kann leicht bewiesen werden, daß nicht nur sie, sondern auch mein Bruder Andreas an vielen Orten darüber raisonnirten, daß er so viel Kosten gemacht, sie meinten, er habe den größten Theil des Hauses be- roqen. Ich verlange keine Nachsicht von meinen Brüdern, sie haben aber auch keine solche mit mir, nur weil sie mir nichts anhaben können, haben sie mich nicht belangt; sie mögen es thun, wenn sie wollen, ich werde ihnen Rede stehen. Juristisch können sie sich vielleicht durch Wendungen und Drohungen rechtfertigen, allein vor der öffentlichen Meinung, die nichts auf Floskeln gibt, nie. Balthasar Möhl. 666) Gießen. Erklärung Ich erkläre hiermit, daß alles dasjenige, was mein Vater in Nr. 23 des Anzeigeblatts, bezüglich seiner Brüder der Oeffentlichkeit übergeben hat, so weit cs mich betrifft, vollkommen wahr ist. Es wurde, so lange ich bei meiner Tante war, immer an mir geschürt, um mich gegen meinen Vater und meine Mutter aufzuhetzen. Ich sollte über alles, was zu Hause vorging Auskunft geben. Selbst noch nach dem Tode meiner Großtante wurde mir zugeredet, die Sachen, weiche ich aus dem Nachlaß derselben erhalten, nicht in Me Wohnung meines Vaters zu bringen. Ja die ftratt beä ,A-vreaS Möhl bot mir sogar eine Stube WS«. -u -» e zurückkehren sollte. Caro..'" 9 '• 645) Gießen. Den 2. und 3. Osterfciertag findet j« n&-Mu sik statt bei Theod or Lony im Promenadehaus. 655) Wieseck. Tanzmusik, am 2. Oster- feiertag bei K> Kliebe. 642) Gießen. Montag den 1. April l. I. als den 2. Osterfeiertag, Abends von 8 Uhr an, soll im Saale des Gasthauses zum Prinz Carl dahier, eine weitere Tanz- N n t e r h a l t u n g der Bürgergesellschaft abgehalten werden, was hierdurch zur Kenntniß der Gesellschaftsmitglieder gebracht wird. Gießen den 26. März 4850. Namens des Vorstandes I. P. Möhl. 667) Gießen. Am 2. April findet vollständige il a r m o n i e - M u s i k im Busch'schen Garten-Saale Statt. 661) Gießen. Am 3. Osterfeiertage, als den 2. April findet eine Abenduntsichaltung mit Tanz im Prinz Carl statt. Anfang Abends 7 Uhr. Entree 24 fr. Das Comite. 648) Gießen. Den 2. Osterfeiertag findet T u n z - M u f i k auf dem Westphälischen Hofe statt. Gießen den 28. März 1850. Pau sch. 644) Gießen. (Theater-Anzeige.) Montag den 1. April 1850: Leopold, Erzherzog von Oestreich, oder: Per Kampf für Frauen-Ehre. Ritter-Lustspiel in 6 Akten von Charlotte Birch- Pfeiffer. Dienstag den 2. April 18 50: Er must auf s Land. Lustspiel in 3 Aufzügen »ach dem Französischen des Bayard und de Vailiy, von W. Friedrich. Eduard Geyser, Director. Frischbäcker zu Gießen. Am 1. Osterfeiertage. Wilhelm Schäfer am Rathhaus. Am 8. Osterfeiertage. Georg Noll in der Neu- stadt. Jeremias Wallenfels auf dem Seltersweg. Kirchliche Anzeigen d er evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst, Am 1. Osternfeiertage. Morgens: Kirchenrath Dr. Engel. Nachmittags: Pfarrer Bvnhard. Universitäts-Gottesdienst. Um 11 Uhr: Professor Dr. Hesse. Am *8. Osternfeiertage. Morgens: Kirchenrath Dr. Engel. Nachmittags: Reallehrcr Dr. Weigand. Hospital-Gottesdienst. Um halb 11 Uhr. Freiprediger Balser. Getauft. Den 27. März. Dem Er. Hofger-Adv. Carl Dornseiff, eine Tochter, Karoline Theodore, geboren den 9, März. 234 Im Einhorn - Hr. Hüber, Part. v. Hanau. Hr. Steinberger, Maler v. Frankfurt. Hrn. Kfl. Kolbach v. Crefeld, Stulbauer v. Cöln, Schleißner v. Mannheim, Bergheimer v. München, Hagenbusch v. Bingen u. Schneider v. Frankfurt. Hr. Krüger, Oecon. v. Gladenbach. Hr. SandhaaS, Fabrik, v. Elberfeld. Im Sappen; Hr. v. Schudri, Rent. v. Cassel. Hrn. Kfl. Löwenstein v. Mainz, Ammerstein v. Solms, Wagner v. Iserlohn, Burgmeper v. München, Sepold v. Frankfurt, Grosch v. Lahr, Zimmer v. Alsfeld, Mademius v. Bremen, Trautmann v. Wertheim, Spönner v. Cöln u. Breidenfeld v. Neisse. Hr. Hundshagen, Part v. Frankfurt. Im Prinz Carl: Hrn. Kfl. Kraß v. Gellnhausen, Mal- thau v. Marburg u. Nicolaus v. Mlbel. Hr. Krom, Bier- Angekommene und abgereiste Fremde vom 27- bis 28. März 1850. 3 “ den G a st h «ufern. trauer u. Hr. Spanier Meßg. v. Schotten. Hr. Köhler, Ghmnas. v. Lirfeld. Hr. Kann, Mamerm. v. Battenberg. Hrn. Geschäftsl. Kramer u. Lonp v. Eoblenz u. Schmidt v. Frankfurt. ° * Im Darmstaedter Baust Hrn. Geschäfts!. Schreiber v. Bielefeld, Gauer v. Buchenberg, Kalbfleisch v. Liederbach, Koch v. Alsfeld, Schubert v. Magdeburg, Drullmann v. Wetzlar, Hallenberg u. Heß v. Oberaffe. Scnnert v. Ehrings- Hausen, Müller v. Bromskirchen u. Geißler v. Staufenberg. In den Privathäusern. Bei Hrn. Fabrik. Hombcrger: Hr. Rantshof, Gpmnas. v. Arnsberg. — Bei Hrn DecanatSr. Dauernheim. Hr. Sang, Verwalt, v. Holzhausen. — Bei Hrn Postsecrct. Schmidt: Hr. Schmidt, Privatm. v. Darmstadt. — Den 2 2. M^rz. Ein unehelicher Sohn, Ludwig Katholische Gemeinde. Philipp, alt i I. 6 M. 20 T., gestorben den 20. März. Beerdigt. Die Pfarrgeschäste in der nächsten Woche be- ,01._r®en ^März. Der ledige Conrad Senn, Spcng- s°,g, KI,«,n».d v. «»<>-,. Frucht- und Biktualienpreise. s 8 iktualienpreife Fleizchtaxe. Gießen, | 30. März. Grünberg D | den 7. Marz > c 5 5 1 Butzbach |den 22 März j Brodtaxe. Gießen, ö CO 's ‘3 Ä Laubach. 1 Butzbach den 22. März per Pfund ft. Pf- fr. Pf. fr. Pf. fr. Pf. fr. Pf. &\ fr. Pf. ft. Pf. fr. Pf. fr. Pf. fr. Pf. Ochsenfleisch 11 — — — 11 — '— — 11 — il ' — Kuyfleisch . 8 2 — — 8 —— 1 — 8 — 2 4 ___ ---— ■ — ___ 4 1 3 3 Rindfleisch . 7 2 — 7 2 — 7 — 4 S ) Grünberg } ßK. ^G. ) 8 _ 8 - 8 _ 8 7 2 Kalbfleisch . 6 — — 5 — — — 5 — R ) Schweinefl. . 9 2 — - 10 — — — 9 2 2 g ? aus i Walzen- au8 jKornmehl besteh. 4 2 — — — — - 4 3 _ Hammelfl. . Schaaffl. . . Leberwurst . flern. Wurst. Bratwurst . 8 2 — — 8 — — — 8 9 — — 9 — 9 2 — — 12 8 14 — Illi 12 14 — Illi — 12 14 Illi Für 1 fr. Wasserwerk..... „ 1 fr. Milchbrvd ..... 8. 7 5 Ö 2 3 8. Q 5 — 8. 6 Q Q 6 Q 2 Schwartem.. 16 — — — 16 — — — 14 — Blutwurst . 14 — — — 14 — — — — — geräuch. Speck Schinken . , 22 15 — — — 20 16 — — — 19 16 — Marktpreise. fr. Pf. ft. pf. fr. Pf. fr. Pf. fr. Pf. Dörrfleisch . 15 — — — 16 — — — 16 — Maas Milch ....... 6 Rindsfett 20 — — — 16 — — — 18 — 1 Pfund Butter...... 19 _ _ — _ — __- _ _ _ Hammelsfett 20 — —— — 16 — — — 17 — auch..... 20 _ _ _ — _ _ _ _ __ Schweine- S Handfäse........ 4 _ __— _ — _ _ —— _ schmalz, aus- Eier......... 4 _ _ — _ — — — — _ gelassenes . 20 18 — Pfund Waizenmehl..... _ __ _ _ _ — _ — —— _ dgl., unausgel. 18 — — — 16 — — — 16 — „ Geschw. Vorschuß . . . — — — — —. — — — — — k,u. Die Zugaben zum Fleisch dürfen nur in solchem von derselben Gattung bestehen, und zwar auf 10 Pfd. nicht mehr als -mderthttb * naÄ-irc^ürtl”n' ivelchci auf 1 Psd. nicht völlig S Loth auSmacht. KSvfe, Füße, Geraub, wie auch die ganz blutigen und nicht genießbaren Stucke vom Hais sind von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. Fruchtpreis e. Gießen 1 Grünberg > 8ich Friedberg 1 Mainz Wetzlar Frucht. 28 März. | 2. März. | 17. Januar | 20. März. | 8. März 23. März. g"t- tung. M f* a l t e V Mött Scheffel Pf. fl.„ fr Pk- fr. Pf. fl. fr. Pf. fl. fr. Pf. ; fl. ft. fl. fr. fl. fr. Pf. Walzen . 200 6 40 200 6 10 — 6 45 _________________________ ■ 6 20 200 7 7 _ 2 49 Korn . . 200 5 10 190 5 5 — 5 — — 4 45 200 4 45 _ _ 2 8 _ Gerste. . 170 4 170 3 48 — 3 40 — 3 30 200 3 39 __ _ 1 37 _ Hafer. . — 3 — — 2 48 — 2 30 — —- —. 200 i 3 30 _ __ _ __ _ Erbsen . 4 30 8insen. . 6 - i - Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch« und Steindruckerei.