Änzergeblatt der Stadt und des Regierungsbezirks M. 13 1SSO Mittwoch den 29 Mai Auswärt« alonnitt man stch bei allen Postämtern In Gießen bei der Erped. (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.) — Einrückungsgebühr für die gespaltene LorpnSzeile 2 kr. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 30 Er » fit Auswärtige incl. Postaufschlag 1 st. 42 kr. Edictalladungen. 833) Lich. Großh. Hofgcricht der Provinz Oberhessen hat über das Vermögen des Philipp Ludwig Sommer von Etlingshausen förmlichen (Son- curS erkanntz sämmtliche Gläubiger desselben werden deshalb aufgefordert, ihre Ansprüche bei Vermeidung stillschweigend erfolgenden Ausschlusses, persönlich oder durch gehörig bevollmächtigte Vertreter Montags den 1. Juli d. I., Vormittags 9 Uhr, bei unterzeichnetem Gerichte anzumelden und zu begründen. Zugleich soll ein Arrangementsversuch und die Wahl eines Masseverwalters stattfinden, und die nicht erscheinenden Gläubiger werden, als dem Beschluß der Mehrheit beitretend, angesehen. Lich am 17. April 1850. Gr. Hess. Landgericht. Stein. 1119) Gießen. Bekanntmachung und Aufforderung. Johannes Rinn, Jacobs Sohn, 9r. zu Heuchelheim, ist für einen Verschwender erklärt und unter Curatel des Eberhard Reuschling und Johannes Engelhard daselbst gestellt worden. Dieses wird unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nunmehr gedachter Johannes Rinn rechtliche Verbindlichkeiten irgend einer Art nicht mehr eingehen kann. Zugleich werden Alle, welche Forderungen an Joh. Rinn haben sollten, aufgefordert, solche so gewiß binnen vier Wochen bei unterzeichnetem Gerichte anzuzeigen, als sonst bei Regulirung der Vermögensverhältnisse darauf keine Rücksicht genommen werden wird. Gießen am 17. Mai 1850. Gr. Hess. Stadtgericht. Muhl. W ö r n e r. Besondere Bekanntmachung. 1113^ Gießen. Bekanntmachung. gemei^^K^^b.^bränderungen im Abgang der hiesigen Posten bringt man hiermit zur all- 1) Der Wagen nach Fulda (Grünberg, Schotten rc.) geht des Morgens um 51/, Uhr hier ab. 2) Die Omnibuspost von Marburg nach Friedberg passirt Gießen um 3 */4 Uhr Nachmittags zum Anschluß an den letzten Eisenbahnzug von Friedberg nach Frankfurt (Darmstadt). 3) Dieser Wagen geht des Morgens 8 Uhr, nach Aukunst des ersten Zugs von Frankfurt, von Friedberg ab, kommt um lP/4 Uhr Vormittags hier durch und schließt sich an den letzten Zug von Marburg nach Cassel (Mittags 4 Uhr) an. Gießen, den 28. Mai 1850. Großh. Postamt Schön. 362 Versteigerungen. 1031) Gießen. Montag den 3. Juni d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf freiwilligen Antrag des Scribenten Karl Wilker dahier die demselben zustehenden Immobilien auf dahiesigem Ralhhaus, als: Grundb. UlKlftr. Vies 6 Hofraithe m der Wolkengasse, 5%8,5 90 Hofraithe links der Chaussee vor dem Wallthor, 5%s,29 200 Acker, jetzo Garten, daselbst, 4% 144 ,, „ „ daselbst, 4%0 145 „ „ „ daselbst, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 14. Mai 1850. Der Beigeordnete Rühl. 1094) Gießen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Dienstag den 4. Juni l. I., von Morgens 8 Uhr an, soll in dem hiesigen Stadtwalde, District Mühlkopf, nachverzeichnctcs Holz öffentlich versteigert werden: 9 Stecken Buchen-Scheidholz, 4 15 357 ii u Prügelholz, ,, Stockholz, Wellen „ Reisholz, 49% Stecken Eichen-Scheidbolz, 43 ti „ Prügelholz, 95% n n Stockholz, 3271 Wellen „ Reiöbolz, 1% Stecken Weiden-Prügelhvlz, 50 Wellen Erlen-Reisholz, 25 n Aspen- „ 17. Stecken Fichtm-Stockholz, 114 Wellen „ Rcksbolz, 7. Stecken Ki'cfern-Stockholz, 63 Wellen „ Reisbolz, 28 Eichen-Stämme, von 1291 Cubikfuß, 4 Fichten- „ von 143 1 Kiefern-Stamm, von 50 8 Eichen-Pflugsreh, 125 Dorn-Wellen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Oktober d. I. gestattet. -^E^b^sammenkunft ist auf der Grünberger Straße am Muhlkopf. Die Herren Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt wachen zu lassen. Gießen am 25. Mai 18-50 Der Bürgermeisterei-Vikar R ü h l. 1073) Gießen. Holzversteigerung im Revier Schiffenberg. Freitag den 31. Mai, sollen ui dem Domanialwald-District Kiefenthal versteigert werden: . 2 Stecken Eichen-Schcidholz, 21 */4 n „ Prügelholz, 163/4 » Birken- „ 13 „ Nadel- „ 10% „ „ Stockholz, 6975 Eichen-Wellen, 200 Birken- „ 6275 Nadel- und Weichholz-Wellen, 8 Birken-Stämme, von 5%—8%" Drchm., 1 Nadel-Stamm, von 67," Drchm., 80 Eichen-Stangen, von 2%—4" Drchm., 47 Birken- „ von 3—5" „ 22 Nadel- „ von 2—5" ,, 72 Stecken Eichen-Pfahlholz, von 6' Länge, 57. u Nadel- „ von 6' n Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini d. I. gestattet. Vom Mitbieten bleiben alle Restanten von Doma- nialgefällen aus den Rechnungsjahren vor 1849 ausgeschlossen. Zusammenkunft Morgens 8 Uhr im Tiefenthal, im ehemaligen Franz'chen Wald. Gießen am 23. Mai 1850. Der Gr. Hess. Revierförster des Reviers Schiffenberg. Dr. Draudt. 1065) Gießen. Brennholzlieserung. Donnerstag den 6. Juni, Vormittags 10 Uhr, soll auf der Universttäts-Canzlei die Lieferung von 4o Stecken Buchen-Scheidholz in das hiesige Gymnasium an den Wenigstnehmendcn versteigert werden. Gießen am 21. Mai 1850. Gr. Hess. Gymnasialkasse. Martin. 1090) Gießen. Versteigerung von Bohnenstangen zu Gießen. Montag den 3. Juni l. I., sollen in dem Oßwald'schen Garten 9800 Stück Kiefern Bohnenstangen öffentlich versteigert werden. Gießen am 27. Mai 1850. Der Bürgermeisterei-Vikar Rühl. 1087) Gießen. Die Anlegung einer steinernen Treppe, von der Staatsstraße auf den Marktplatz. Die Arbeiten an der vorbemerkten Treppe, bestehend 1) in der Lieferung von Lung- steinen, veranschlagt zu 40 fl. 40 fr. 2) in Maurerarbeit, veranschl. zu 51 „ 41 „ 3) in Fuhrlohn, „ „ 5 „ — » sollen Donnerstag den 30. Mai l. I., . Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathbause dahier an den Wenigstfordern- den vergeben werden. Gießen den 23. Mai 1850. Der Beigeordnete Rühl. 363 1097) Gießen. Maiu-Weser-Eisenbahn. Sektion Agjl Gießen. Mittwoch den 5. Juni, des Bormittags um 9 Uhr, soll auf dem Sectionsbüreau dahier die Fundameu- tirung des Gleises auf der Strecke von Lollar bis Gießen, veranschlagt zu 3900 Gulden, sowie das Legen desselben, veranschlagt zu 1686 Gulden, in mehreren Loosen an die Wenigstnehmenden durch öffentliche Versteigerung in Accvrd gegeben werden. Die Voranschläge und Steigbedingungen sind auf dem genannten Büreau zur Einsicht offen gelegt. Gießen am 24. Mai 1850. Der Gr. Sections-Jngenienr E i ck e m e y e r. 952) Gießen. Montag den 17. Juni 1850, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathbaus die der Schreinermeister Wilhelm Orths Wittwe dahier zustehende Hofraithe, als: Grundb. lUKlftr. , y 5 Hofraithe m der Schloßgasse, nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 4. Mai 1850. Der Beigeordnete Rühl. 1064) Gießen. Brennholz lieserung. Donnerstag den 6. Juni, Vormittags 10 Uhr, soll auf der Universitäts-Canzlei die Lieferung von 350 Stecken Buchen-Scheidholz an die hiesigen Universitäts-Anstalten an den Wenigstnehmenden versteigert werden, wozu man Liebhaber einlaoct. Gießen am 21. Mai 1850. Gr. Hess. Universitäts-Rentamt. Martin. 1091) Battenberg. Die an der Eder bei Battenberg gelegene herrschaftliche Erbleihmühle, bestehend aus einem zweistöckigen Wohnhause, einer Mahlmühle mit vier oberschlechtigen Gängen, einer Scheuer, einem Heubau mit Stallung, einer Schlag- und Schneidemühle, nebst 41 Klafter Grabgarten, 1375 Klafter Wiese und 3663 Klafter Acker, um die Mühle gelegen, soll, auf Antrag Gr. Rentamts im Zwangswege Montag den 1. Juli d. I., Morgens 8 Uhr, auf hiesigem Rathhaufe, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meistbietend versteigert werden. Bemerkt wird, daß der Erbbeständer jährlich 58 Malter, 1 Gescheit», 3 Maschen Korn und 6 fl. Geldzins an Gr. Rentamt zu entrichten und dagegen gratis gegen Bezahlung des HauerlohnS 8'/4 Stecken Buchen-Scheidholz, 1 Eichen-Slamm zu Schaufelstielen, 2 Buchen-Stämme zu Schaufeln und Keilen, aus dem herrschaftlichen Wald zu beziehen hat. Battenberg am 16. Mai 1850. Gr. Hess. Landgericht. Reitz. Gebhardt. 1089) Gießen. Versteigerung von Arbeit bei der Stadt Gießen. Die Arbeiten zur Herstellung eines freien Platzes vor dem Schulhause im ehemals Oßwald'schen Garten, welche in Abtragen und Fortschaffen von 25 Cubik-Klafter Erde bestehen und zu 125 fl. veranschlagt sind, sollen Freitag den 31. Mai, Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhause dahier an den Wenigstfordern- den vergeben werden. Gießen den 25. Mai 1850. Der Bürgermeisterei-Vikar Rühl. 1102) Atzbach. Jagdverpachtung. Samstag den 8. Juni c., Morgens 9 Uhr, werde ich in hiesigem Rathhause die Wald- und Feldjagden in nachstehenden Gemarkungen auf 6, 9 Jahre öffentlich verpachten: Atzbach 3300 Morgen haltend, Dorlar 980 und 1100, Dudenhofen 2000, Garbenheim 1880, Kinzenbach 1800, Vetzberg 260, Krofdorf und Gleiberg 750, 1240, 1500 und 1850 Morgen haltend. Atzbach den 25. Mai 1850. Königl. Bürgermeister-Amt Colnot. 1092) Gießen. Lieferung von Ocl, Talglichter und Dochtgarn zur städtischen Beleuchtung. Montag den 3. Juni l. I., Vormittags 11 Uhr, soll auf dem hiesigen Rathhause die Lieferung des zur Straßenbeleuchtung erforderlichen Brennöls, der Talglichter und des Dochtgarns an die Wenigst- fordernden öffentlich versteigert werden. Gießen am 25. Mai 1850. Der Bürgermeisterei-Vikar Rühl. 1096) Grünberg. In den Domanialwal« düngen Grauerberg, Beltershainerwald, ReinhardS- hainerwald, Saaserwald, Bettenwald undQueckbör- nerwald des Reviers Grünberg, sollen in den fünf aufeinander folgenden Tagen, von Montag bis Freitag, vom 3. bis 7. Juni versteigert werden: 92 Stecken Buchen-Scheidholz, 100 » Eichen- „ 4 „ Aspen- ii 195 n Buchen-Prügelholz, 114 „ Eichen- ii 364 20 Stecken Nadel-Prügelholz, 2 n ASpen- " 56 « Buchen-Stockholz, 120 „ Eichen- „ 42000 Wellen Buchen-Reiöholz, 5900 n Eichen- n 3500 u Kiefern- „ Die Zusammenkunft findet jedesmal des Morgens 7 Uhr, am 1. Tage im District Grauerberg, an der Straße von Grünberq nach Londorf, am 2. Tage im District Neuhofshege, ohnweit Reinhardshain, am 3. Tage im District Banschel, ohnweit Winnerod, am 4. Tag im District Bettenwald, auf der Straße von Grünberg nach Gießen, am 5. Tage im District Oueckbönerwald, auf der Straße von Grünberg nach Gießen, statt. Grünberg den 24. Mai 1850. Der Gr. Revierförster des Reviers Grünberg. H offma nn. 1111) Kleinlinden. Donnerstag den 30. Mai, Nachmittags um 2 Uhr, sollen riachbenannte von den dahier verstorbenen Philipp Jung jun. Eheleuten hinterlassene, in der Gemarkung Gießen gelegene Güterstücke als: 384 lHKlftr Acker am Auleitweg, 228 n Acker im kleinen Gänswinkel, 126 „ Wiese daselbst, 428 „ Acker am Jacobusacker, 271 HlKlstr. Wiese im Gänswinkel. 155 „ Wiese am Eselsweg, 221 „ Acker am Schlangenzahl, 138 „ Wiese im obersten Weiher, 150 „ Acker in der Au, 255 „ Acker im Gänswinkel. 545 , i, Acker und Wiese daselbst, m deren hinterlassenen Wohnung, dem Wirthshause zum goldnen Adler, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf 6 Jahre verpachtet werden. Kleinlinden am 25. Mai 1850. Der Bürgermeister Weigel. 1115) Wicscck. Arbeitöversteigerung st- 8 5 und Accordsbedin- 59 22 48 V // u II u II 178 85 98 171 56 41 32 u ii ii ii ii ii kr. u II II n n n Der Bürgermeister Seibert. Zeichnung, Kostenvoranschlag _____________ gungen liegen auf meiner Arbeitsstube zur Einsicht offen. Wieseck am 26. Mai 1850. Montag den 3. Juni, Nachmittags um 5 Uhr, feilen nachstehende Arbeiten auf dahiesigem RathhauS öffentlich versteigert werden, als: Maurerarbeit, veranschlagt zu Zimmerarbeit, „ Dachdeckerarbeit, „ Schreinerarbeit, „ Schlosserarbeit, „ Weißbinderarbeit, „ Glaserarbeit, „ Feilgeboten. 1099) Ni ederwöllstadt. Das nm errichtetete Diehl-, Bauholz- und Ruhr er Strinkohlen-Lagrr von Friedrich .Tmdwig Vmmg in Mederrvöllstadt empfiehlt derselbe zur gefälligen Beachtung unter der Zusicherung billigster Preise. 1105) Gießen. Den Verehrern der Heilmethode von Franzbrandwein und Salz theile ich hierdurch mit, daß ich zum eignen Gebrauch ächten Franzbrandwein direct aus Frankreich bezogen habe, jedoch auch davon abgebe. Gießen den 16. Mai 1850. Joh. Balth. Noll. 1100) Gießen. Kopf-Selleri-, Lauch-, Blumenkohl-, Rosenkohl-, Rothkraut-, Würsing-, Oberkohl- raby-, blaue Zwergkohl-, grüne hoch- und niedrig- gefüllte Kohl-, rothe Rüben-, gelbe Unterkohlraby- und 4—5000 schöne Dickwurz-Pflanzen, sowie gutes altes Heu, verkauft L. Hartmann in der Schanz. 365 1103) Gießen. Mit Eis-Torten, Eis- Früchten und Blumen, oder in Portionen, empfiehlt sich auf vorherige Bestellung für die Saison’s Louis Lind. 1078) Gießen. Nachricht für AnswmZ- -erer. Wechsel auf die solidesten nordamerikanischen Bankhäuser sind stets zum billigsten Conrse zu haben bei Gießen den 22. Mai 1850. Gebr. Homberger u. Söhne. 1104) Gieß en. Bei Schmiedineister Georg Weidig steht ein fast ganz neuer zwölfsitziger Omnibus zu verkaufen. Zu vermiethen- 1079) Gießen. In Lit. A. Nr. 30 ist eine Familienwohnung zu vermiethen. PH. Sack. 1107) Gießen. Der mittlere Stock meines Hauses ist zu vermiethen und gleich beziehbar. ' G. F u l d a. 1112) Gießen. Eine Familienwohnung, bestehend in 2 Zimmern, Kammer, verschließbarem Keller, Holzplatz, ist zu vermiethen in Lit. B. Nr. 82. I- Weill. 1116) Gießen. Im Heyer'schen Hause auf dem Wall ist die untere Etage zu vermiethen und alsbald beziehbar. Auch kann Stallung für mehrere Pferde nebst Remise dazu abgegeben werden. Vermischte Nachrichten. 1108) Gießen. Dem Ersuchen um Zurücklieferung der aus der Bibliothek des Gesellschafts- Vereins entliehenen Bücher vom 2. l. Mts., ist bis jetzt noch nicht vollständig entsprochen worden. Die Säumigen werden daher nochmals gebeten, alle Bücher, Zeitschriften u. f. w. ohne Ausnahme binnen 8 Tagen von heute an in dem Club-Lokale abzugeben, indem sonst auf deren Kosten die Bücher abgeholt werden. Gießen den 27. Mai 1850. Dr. Zimmermann, d. Z. Bibliothekar. 1109) Gießen. Nachdem nunmehr die Aufstellung der Badehäuser des Badevereins an der Pulvermühle beendigt ist, empfiehlt man dieselben unter dem Bemerken, daß Anmeldungen um Aus- nahme in den Verein durch Einzeichnung in die in den betreffenden Badehäusern offen liegenden Listen geschehen können. Gießen am 29. Mai 1850. Der Vorstand. 1118) Gießen. LICHTBILDER AUF PAPIER. Unterzeichnete machen ein geehrtes Publikum daraus aufmerksam, dast sich 'ihr Aufenthalt nur noch 4 Wochen ausdehnen kann und bitten zugleich darauf Reflectirende ihr Vorhaben nicht aufzuschieben, damit die Arbeiten nickt übereilt werden müssen. T. Weis'brod & G. Heßler. Russischer Hof. 1117) Gießen. Eine Frau sucht einen Monat- Dienst. Näheres in der Erped. d. Bltts. 1095) Gießen. Dreizehnter Nechenschnfts - Bericht der Perlimschen Lebens-Versicherungsgesellschaft. Der Generalversammlung der Actionärs der Berlinischen Lebensversicherungsgesellfchaft wurde am 29. v. M. der statutenmäßig rcvidirte Abschluß des Jahres 1849 vorgelegt. Derselbe ist günstiger wie im Jahre 1848 und läßt für die Dividende des Jahres 1854 mindestens die bisher vertheilte Rate erwarten. Das ausgeliehene Gesellschafts-Vermögen hat in keiner Art Verluste erlitten. Das Versicherungögeschäft hat im Jahre 1849 einen belebtem Fortgang genommen, welches nachstehende Angaben darlegen. Es gingen im Jahre 1849 ein, 625 Anträge mit 697,700 Thl. Zurückgewiesen wurden 102 Anträge mit 129,300 Thl. Dagegen schieden 154 Versicherte mit 194,200 Thl. aus. Die Zahl der Sterbfälle betrug 166 Personen mit 186,800 Thl. Der reine Zuwachs 174 Personen mit 171,700 Thalern. Am Schluffe 1849 erschienen 6619 Personen mit Sieben Millionen 771,100 Thalern versichert. Der aus dem Jahre 1845 entspringende, jetzt zur Verthcilung kommende Uebersckuß leistet den bei der Gesellschaft auf Lebenszeit versichert gewesenen Personen eine Dividende von 14%% auf die von ihnen in dieser Frist bezahlten Prämien. 366 Die Anträge in den ersten vier Monaten dieses Jahres sind im Vergleich zu denen in 1849 größer, dagegen ist die Zahl der Todesfälle kleiner, jedoch die darauf zu zahlende Summe bedeutender. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß die wachsende Geneigtheit, für die Angehörigen zu sorgen, w"it>r ""hal^'de Ruhe im Laude mehr und mehr zunehmen und mithin das Versicherungsgeschäft er- Berlin den 4. Mai 1850. Direktion der Berlinischen Lebens-Versicherllngs-Gesellschaft E. Baudoin C. W. Brose. M. Magnus. F. Lütke. Directoren. Lobeck. General-Agent. Vorstehen^u Rechenschafts-Bericht bringe ich hierdurch zur öffentlichen Kenntnis?, mit dem ergebenen Bemerken, daß Geschäfts-Programme bei mir unentgeldlich ausgegeben werden. Gießen den 13. Mai 1850. Joh. Bath Noll, Agent der Berlinischen Lebens-Versicherungsgesellschaft. . Darmstadt und Gießen. MZLgemeiZte MiLitäv - SteMexteetMIHs-AZrftalt. . Diejenigen zur 1849r Musterung gehörigen Leute, welche nach dem Allerhöchsten Edict vom 21. . .-t. nun noch zum Dienst einberuseu werden, und sich vertreten lassen wollen, können tüchtige Einsteher durch mich erhalten und wollen sich dieselben bald möglichst an mich ober die Herrn Agenten der Anstalt wenden. * Darmstadt den 23. Mai 1250. Fr. Vogel, Di. jur. 3u Vorstehendem fuge ich noch bei, daß ich gerne bereit bin, jede weitere Auskunft zu geben. Gleiten den 25. Mai 1850. Franz Peppler. ^^89) Gießen. Die Feuer - Verftchernngs - Gesellschaft „Colonia", welche durch die Verordnung vom 26. November 1847 der Aachen-Münchener Gesellschaft, als ein in« Endliches Institut- des Großherzogthums, gleichgestellt wurde, bietet dieselben Garantiecn und Vorthcile dar, wie jene Gesellschaft. • s. unterzeichnete Agent ist zur Annahme von Versicherungs-Anträgen aus bewegliche Gegenstände jeder Art, und zur Ertheilung jeder gewünschten Auskunft bereit. Antragbogen zur Versicherung können be, denselben unentgeltlich in Empfang genommen werben. ®iejien den 27. August 1849. Der Agent der Colonia G. Schmidtborn. 1114) Gießen. und Seiden Wafichsder. Die vorzüglichste Kunstwascherei Frankfurts hat, zur Bequemlichkeit der Damen, mir die Agentur ihres Geschäfts für hier und die Umgegend übertragen. — Da ich von den Leistungen dieser Kunstwascherei hinlänglich überzeugt bin, so darf ich hinzufügen, das in ächt türkischen Shawlö, sowie in allen Wollen- und Seidenstoffen, das beinahe Unglaubliche geleistet wird. Nicht allein, daß die Farben nicht verlieren, sondern noch mehr Lebhaftigkeit erhalten, ist die schwere Ausgabe, die diese Kunstwascherei nur allein besitzt. Seiden- und Sammetbänder, die der Schmutz unansehnlich gemacht, werden wie neu hergestellt. Billig gestellte Preise, nach Verhältniß des Gegenstandes und stets prompte Beförderung, dürften mich den geehrten Damen ge- neigteft empfehlen. Gießen, im Mai 1850. M. Heß. 1067) Gießen. Die diesjährige Haupt« versammlwng des Oberhessischen Zweigvereins der Gustav-Adolf-Stiftung wird, eingetretener Hindernisse wegen, nicht, wie es Anfangs beschlossen war, am 29. Mai zn Biedenkopf, sondern am,5. Juni, Morgenö 10 Uhr, zu Gießen im Saale des Busch'schm Gartens, stattfinden. Die Versammlung der Deputirten findet am Abende des 4. Juni in demselben Locäle statt. Gießen den 20. Mai 1850. Per Ausschuß des Gberhessischeu Aweigvereins der Vustau-Adotf-Stistung. 1075) Heuchel Heimer Mühle. Nächsten Mittwoch, als den 29. Mai, findet Harmonie-Musik von dein Musikcorps des Wetzlarer Garde-Regiments daselbst statt. 367 1110) Gießen. Tanzunterricht. Unterzeichneter beehrt sich hiermit ergebenft anzu- zeigen, daß er seinen Tanzunterrichts - Kursus hier begonnen hat. Sollten daher noch einige Eltern wünschen, ihre Kinder daran Theil nehmen zu lassen, so werden dieselben hiermit ersucht, ihn gefälligst benachrichtigen zu wollen. L. Liebich, wohnhaft Lit. B. Nr. 72. in den Neuenbäuen bei Hrn. A. Balser. 1120) Gießen. Das am 23. d. M. ausgesetzte Concert wird am 6. Juni d. I. abgehalten werden. Gießen den 28. Mai 1850. Der Vorstand der Concertgesellschaft. Gießen. Sonntag den 2. Juni, Nachmittags S'/i Uhr, rückt die Bürgerwehr zum Erercieren aus. Der Oberstlieutenant Fresenius. (1106) Kirchliches. Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntniß, daß mit dem am 2. Juni stallsindenden akademischen Gottesdienste zugleich die Feier des heiligen Abendmahls verbunden wird. Gießen am 27. Mai 1850. Die akademische Kirchen-Commission. Assisenverhandlurrgen vom zweiten Quartal 1 8 5 0. Urtheil: Vom 25. Mai. Adam Happe jun. u. Cons. von Basdorf, vier Wochen Gefängniß. Angekommene und abgereiste Fremden In den Gasthäusern. Im Rappen'. Ar. Waldsack, Seren, v. Grebenau. Hr. Spengler, Fabrik, v. Homburg. Hr. Gonth, Steter, v. Darmstadt. Hrn. Rent. Schott v. Frankfurt u. Steinmayer v. München. Hr. Wetzel, Oberger.«R. v. Marburg. Hrn. Kfl. Ruppcl v. Schlierbach, Rhomderg v. Alsfeld, Graff v. Bremen, Beetz v. Heidenheim, Bollesheini v. Frankfurt, Hepner v. Eisenach, Fleming v. Battenberg u. Menninger v. Weihratt. Hr. Markens, Stud. v. Leipzig. Mad. Dronke v. Fulda. Hr. Fleming, Steuer-Com. v. Battenberg. Hr. Balser, Baum. v. Dietz Hr. Lampas, Pfr. v. Hatzfeld. Fr. Lannemann v. Biedenkopf. Hrn. Kst. Müller v. Alsfeld, Maier v. Vlotho, Jockel u. Grünebaum v. Frankfurt, Benz v. Mainz u. Schiffert v. Gladenbach. im Einhorn: Hr Dr. Schimpfer, Prof. v. Heidelberg. Hr. de Pureau, Rent. v. Paris. Hr. Knobel, Part, v. Freiburg. Hr. Bogel, Licutn. t>. Würzburg. Hr. Frank, Pfr. v. Sellnrod. Hr. v. Protha, Rittm. v. Frankfurt. Hr. Jäger, Distr.-Einn. v. Gladenbach. Hrn. Kfl. Horn v. Detmold, Neuburger v. Trier, Fuchs v. Mannheim, Bern- hanner v. Pforzheim, Strauß u. Baper v. Frankfurt, Arnold v. Wertheim, Oehlberger v. Deutz u. Seligmann v. Worms. Hrn. Rent. Moler v. Düsseldorf u. v Borne v. Berlin- Hrn. Partik. Lang v. Leipzig n. Chaquemin v. Paris. Hr. Fletow, Lieutn. v. Wetzlar. Hr. Faber, Fabr. v. Offenbach. Hr. Weitermann, Rent. v. Mühlhausen. Hrn. Kfl. Brogfister v. Arnweiler, Carri v. Rhepdt, Balmer v. Berlin, Dichlmann v. Dresden, Holzer v. Osnabrück, Hellmann v. Bremen, Dickson v. Carlsruhe, Ruhdcl v. Coblenz, Reinhard v. Münden, Rieger v. Cöln, Simon v. Bamberg u. Hügel v. Frankfurt. Hr. King, Rent. v. London. vom 25. bis 28. Mai 1850. Im Prinz Carl: Hr. Walther, Uhrm. v. Hilkhausen. Hr. Küßner, Gcschästsm. v. Fleusungen. Hr. Rapp, Sped. v. Hatzfeld. Hr. Rambold, Bauaufs. v. Bellnhausen. Hr. Litmann, Kfm. v. Cöln Hr. Ritter, Schlosser v Fulda. Hr. Fach, Maler v. Darmstadt. Hrn. Privatl. Stamm v. Höchst u. Bangel v. Solms. Hr. Hähr, Uhrenh v. Schö- nach. Hr. Roland, Mechan. v. Mannheim. Hr. Wegmann Kfm. v- Trier. Hr. Borger, Spedit. v. Offenbach. Hrn. Milit. Stück u. Röse v. Friedberg. Hrn. Privatl. Müller, Heß u. Reßlcr v. Ilbeshausen, Rahn, Roth, Babst u. Biel v. Bobenhausen. Hr. Rudler, Archit. v. Marburg. Hr- Brand, Kfm. v. Höchst. Im Darmstaeiller Ilaus: HkN. Geschäfts!. SchNkide- müüer, Stamm, Heil, Jung u. Frank v. Bobenhausen, Fuhr v. Eckhardshausen, Bangel v. Weikersheim, Burckhard v. Reifenberg, Metz v. Niederofleiden, Berke v. Fischbach, Jung u. Werk v. Dillenburg. In den Privathäusern. Bei Hrn Heß: Hr. Nau, Act. v. Friedberg u. Hr. Suppes, Asses, v. Butzbach. — Bei Hrn. Prof Dr. Adrian: Hr. Dollfuß v. Paris. — Bei Hrn. Kfm. Labroise: Hr. Labroise, Kfm. v Frankfurt. — Bei Hrn. Kfm, Stlbercisen: Hr. Haas v. Dillenburg. — Bei Hrn. Act. Drescher: Hr. Eihach, Assist, v. Limburg. — Bei Hrn. Lehrer Bell: , Hr. Dr. Mamberger v. Rodheim. — BeiHrn. Hofg.-R. Schäfer: Hr. Jäger, Landr. v. Großkarben. — Bei Hrn. Landr. Welker: Fr. Dr. Dick v. Hohensolms. — Bei Hrn. Demuth: Fr. Müller v. Battenberg. Dun Ein Besuch in dem Kloster La Trappe. (Fortsetzung.) Die Gärten sind mit dem schönsten Obste erfüllt ; sogar die umliegenden Waldungen tragen die Spuren des Fleißes und guten Geschmacks der Bewohner des Thals. Schöne Wege, die in den Wald gehauen sind und anmuthige Aussichten in die Ferne gewähren, bieten den das Kloster besuchenden Fremden Gelegenheit zu anmuthigen Spaziergängen. Diese Waldungen waren der LicblingSaufenihalt t e s. des berühmten Redners Bossuet, nach welchem ein kleiner runder Platz noch immer „Bossuet's Weg" heißt. Auch der berühmte Herzog vor St. Simon besuchte häufig das Kloster und Jacob II. von England , sowie Carl X. von Frankreich erfreuten sich ebenfalls während ihres Aufenthaltes im Kloster der schattigen Gänge, welche ihnen erquickende Einsamkeit darboten. Der Raum, welcher von den Mauern des Klosters umschlossen ist, bildet ein »vollkommenes Viereck; ein 368 großes Thor, über welchem das Bild der heiligen Jungfrau und die Worte Refugia Peccatorum stehen, bildet den Eingang. Das Pilgerhaus, wo Fremde ihre Wohnung finden, steht auf der rechten Seite des äußern Hofraums, wo sich auch eine kleine Capelle zum Gebrauch für Frauen' befindet, welche die Messe besuchen wollen; denn sie dürfen unter keiner Bedingung die innern Pforten des Klosters betreten. Auf der linken Seite des Eingangs ist das Hospital, die Kirche für das Refectorium der Fremden, die Stuben für die Buchbinder und Weber und viele andere Handwerker, welche zur Brüderschaft gehören. Innerhalb der inneren Thore befinden fich die Ställe und Scheunen, die in einer Art Wirthschaftshof liegen, jenseits welchem, am Ende eines großen Gartens, das eigentliche Kloster, die Kirche und eine Wassermühle steht, welche das Mehl für das Bedürfniß des Hauses liefert. Die Kirche, deren Thurm von jeder Seite deS Thales aus gesehen werden kann, ist bewundernswürdig der Einfachheit und Neuheit ihrer Bauart wegen. Sie gleicht der alten Kirche so sehr als möglich und zeigt in der Form ihres Daches das Bild eines umgestürzten Schiffsrumvfes, um den Umstand, welcher die erste Gründung des Klosters veranlaßte dem Ge- dächtniß auszubewahren. Das Innere wird durch Bogenfenster, welche in der Nähe «ber Decke angebracht sind, erleuchtet und durch eine Art Schirm in zwei Theile getheilt, in denen sich in den Stunden des Gottesdienstes die zwei Classen der Mönche beünden — die freres de choeur, in der Abtheilung, wo der Hochaltar ist, und die freres convers in der hintersten Abtheilung. Die Wände sind übrigens ganz schmucklos , nur hinter dem Hochaltar steht in einer Nische das Bild der Jungfrau und drei große Nosetten sind in einer Linie in der Mitte der Decke angebracht. Außer dem Hochaltar befinden sich in der Abtheilung für die freres convers zwei kleinere Altäre. Bier kleinere Kapellen sind mit der Kirche verbunden, worin täglich Messen von jedem Bruder, der die Priesterweihe erhalten hat, gelesen werden. Gold, Silber (mit Ausnahme der heiligen Gefäße,) Marmor und Seide sind verboten, dock sind die wollenen oder baumwollenen Gewänder der Priester und die Stoffe, welche bei den verschiedenen heiligen Handlungen gebraucht werden, mit kleinen seidenen Borden besetzt. Auch die Orgel und jede andere Instrumentalmusik ist nach der Regel des Ordens verboten, und so gebricht ihrem Gottesdienste gerade diejenige Zierde, welche den katholischen Gottesdienst so blendend und herzerhebend macht, doch wird es einigermaßen durch die Wirkung ersetzt, welche das laute Gebet der Brüder hervorbringt und die bei den tiefen Stimmen einer gewissen Würde nicht entbehrt. Nur ihre täglichen Lobgesänge oder Psalmen verdienen kein Lob, denn die Melodie schließt Alles ein, was disharmonisch genannt werden kann. Das Klostergebäude, das aus den Trümmern des früheren Gebäudes gebaut worden ist, hat keine Spur des Alterthums an sich und gleicht, vom Eingänge aus gesehen, einem anständigen Pachtcrhause, so daß man die Größe und Einrichtung des Innern keineswegs von außen errathen kann. An den Wänden der Gänge und der Zimmer sind Stellen aus der Schrift, nach der lateinischen Uebersetzung der Vulgata angeschrieben, welche sich auf die besonderen Gebräuche des Hauses beziehen. Früher hatte jeder Mönch seine eigene Schlafstelle, doch seit ihrer Rückkehr aus der Schweiz ist ein großer Schlafsaal gebaut worden, in welchem die Brüder gemeinsam die Nacht zubringen. Eine hölzerne Gallerte nimmt fast den ganzen Raum des Zimmers ein, und läßt nur einen kleinen Raum für das Fenster und einen Gang zur Communication übrig. Diese Gallerte ist in eine Anzahl kleiner Zellen geschieden, von denen jede ein Rollbett mit einer Strohmatratze und ein kleines schwarzes Crueifir mit einer bleiernen Figur Christi, einen Kupferstich nach Rafaels Gemälde der Madonna und ein kurzes Gebet enthält, das an die Breitwand an die Seite des Bettes angeklebt ist. Ueber dem Eingänge einer jeden Zelle ist der Name des Eigners angeschrieben; sie ist außerdem mit einem Vorhang versehen, der den Tag über aufgerollt ist, damit frische Luft in das Zimmer- chen kommen kann und gewissenhaft jeden Abend herabgelassen wird, wenn die Ruhestunde schlägt. Die einzigen Worte, welche zu irgend einer Zeit in dem Dormitorium gesprochen werden dürfen, sind die des Bußpsalmes „Miserere“ welcher jeden Freitag Morgen von allen am Eingang ihrer Zellen stehenden Mönchen reeitirt wird, wobei sie nach dem Vorgang des Abts, der den Psalm vorsagt, sich auf den entblößten Rücken mit einer kleinen Peitsche geißeln, welche aus drei mit einer Peitsche versehenen Riemen besteht. (Fortsetzung folgt.) Für bie Abgebrannten zu Bingen gingen bei den Unterzeichneten nachstehende milde Gaben ein. _ „ Geh.-R. Knorr 10 ft., Fr. Schirmer 5 st., G. Fulda 5 fl., Reg.-R. Küchler 1 fi. 45 fr., Überschuß aus per Caffe der Fortbildungsschule 2 fl. 15%. fr., Buchdrucker G. D. Brühl I. 1 fl., Ingen. Eickeineper 3 fl Reg.-R. v. Willich 3 fl., Hofg.-R. Köster 2 fl., Conduet. Heiner 35 fr., W. 18 fr., Postsecret. Maurer 1 fl. 30 fr., Postpr. v. Kuder 1 fl., Postsecret. Hoffmann 1 fl., Postpr. Horn 1 fl., Postm. Schön 3 fl., W. Heinemann 1 fl., A. Drevermann 30 fr., Prof. Zamminer 1 fl., Prof. Kopp 1 ft., Prof. Eckhard 1 fl., Jng. Daudt 1 fl., Lit. Garnier 1 fl., Stork von Cöln 35 fr., Winterstein von Nidda 1 fl-, Fr. Block 1 fl., Windecker 5 fl., Prof. Lhs. 1 fl., P. V. 1 fl., F. V. 12 kr., Prof. Schmidt 4 fl., Prof. Klein 3 fl., Prof. H.Hofmann 1 fl., E. Heinemann 2 fl. un Ganzen — 67 fl. 40 %fr. Den edlen Wohlthütern im Namen der Unglücklichen danfend, bemerken wir, daß diese Summe heute an den Unterstützungs-Ausschuß in Bingen abgesandt worden ist, daß wir jedoch zur Empfangnahme weiterer Gaben gerne bereit sind. Gießen den 24. Mai 1850. E. Heinemann. Köster. Schöm_____v. W illich. (109Z) "" ’ ' Druck undlerlag der G. D. Brühl'schm Buch- und Steindruckerei.