Änzcigeblakt der Stadt und des Regierungsbezirks G t e Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische R'1 tiir Auswärtige i-°I. Postauffchlag l fl. 42 ft. rV'R'ti*'. ft t II. Auswärts abonnirl man tich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Erped. (Canzleiberg LU. B. Nr 1.) — Einrückungsgebühr für die gespaltene CorpuSzeile 2 fr. JV1 '78. Sonnabend -en 28. September Biw 77E»mmimsiii»ii ii ..................................................................... 1850 Amtlicher Th eil. Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundene Gegenstände. Ein Jagdhund, männlichen Geschlechts, von brauner Farbe und mit weißer Brust wurde dahier aufgefangen und in Verwahrung genommen und ist auf dem Gr. Polizeibüreau das Nähere zu erfahren Gießen am 27. September 1850. Der Großherzogl. Hess. Polizei -- Commissär L. Nover. Edlctalladung. 2026) Gießen. Forderungen an den Nachlaß der Wittwe des Bäckermeisters Caspar Löber sind im Termin den 10 October, Vormittags 9 Uhr, bei Meldung der Nichlberücksichtigung bei Abschluß des Inventars, anzumeldcn. Gießen den 17. September 1850. Großh. Hess. Stadtgericht. Muhl. Bott. Versteigerungen. 1715) Gießen. Montag den 30. September d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus die dem Schreiner Jacob Schmuck dahier zuftehenden Immobilien, als: Grundb. mKlftr. V2.7 1° Hofraithe am Teufels Lustgarten, Zus 4 Grabgarten daselbst, Zl49 3 Mistenstätte daselbst, /«o 2 Hofraum cMistenstätte) daselbst /82 ^03 Acker, zehntfrei, am Altenfeld an das Bruch. öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 13. August 1850. Der Beigeordnete Rühl. 1768) Gießen. Montag den 30. September d. I,, Mittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus die dem Wirth Georg Heß dahier zuftehenden Immobilien, alS: Grundb. UlKlftr. Vs 46 101 Hofraithe in der Lindengasse, Vs 7 4 51 Hofraithe in der Brandgasse, Vs7s 14) Grabgarten daselbst, 3%2 378 Acker hinter dein Waldbrunncn, l%lfl44 990 Acker unter der Hardt, /2 09M1 0 417 Acker auf der Hohleich, nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden und zwar unter der Bedingung, daß sie dem Meistbietenden unbedingt zugeschlagen werden. Gießen den 17, August 1850. Der Beigeordnete Rühl. 1998) Gießen. Die Lieferung der bei Gr. Hofgericht der Provinz Oberheffen erforderliche» Schreib- und Siegelmalerialien für das Jahr 185t bestehend in ' 1) 4 Ries Postpapier, groß Format, 2) 20 m fein Schreibpapier, 3) 130 „ Mittel-Schreibpapier, 4) 80 n Conceptpapier, 5) 8 „ Decketpapier, 6) 4 n Packpapier, 7) 5 » dergleichen, kleiner Format, 8) 5 lf Maculaturpapier, 632 9) 6000 Stück Federkiele, 10) 12 Groß Stahlfedern, 11) 16 Dutzend Bleifedern, 12) 30 Pfund Siegellack, 13) 30 „ Obladen, 14) 80 „ Kordel, 15) 36 Stück zweiklingige Federmesser, 16) 20 „ einklingige ,, 17) 3 Papierscheeren, soll im Wege der Svumission vergeben werden. Zur Einreichung der Lieferungs-Anträge ist Termin auf Montag den 30. September, Vormittags 9 Uhr, anberaumt worden, was mit dem Anfügen hierdurch bekannt gemacht wird, daß dieselben mit den nöthigen Mustern, ferner mit Aufschrift versehen und versiegelt auf Gr. Hofgerichts-Kanzlei abzugeben sind, sowie, daß die Lieferungsbedingungen vor dem Termin bei dem Unterzeichneten eingesehen werden können. Gießen den 17. September 1850. In Auftrag Gr. HofgerichtS, Stürz, Hofg.-Secretär. 2024) Butzbach. Main-Weser-Ei sc nba h n. <5eciton Butzbach, Montag den 30. September, des Vormittags 9 Uhr, soll auf dem hiesigen Sectionsbüreau die Fundation des Gleises von Abtheilung 16 in der Gemarkung Obermörlen bis Abiheilung 38 in der Gemarkung Butzbach, veranschlagt zu 3120 Gulden, sowie das Legen desselben, veranschlagt zu 1421 Gulden, durch öffeniliche Versteigerung an die Wenigstfordernden in Accord gegeben werden. Butzbach am 21. September 1850. Der Gr. Hess Sections-Jngenieur. E i ck e m e p e r. 2039) Gießen. Versteigerung von Pflasterarbeit. Montag den 30. d. Mts,, Vormittags 10 Uhr, sollen im Gasthaus des Wirthes Schlierbach zu Rodhcim die zur Herstellung des Gossenpflasters in der Provinzialstraße durch das Ort Fellingshausen erforderlichen Arbeiten: 1) Pflasterarbeit, veranschlagt zu . . 70 fl. 2) Die Lieferung von 2,25 Cubikf. Kalksteine aus den Brüchen in der Kohlenbach bei Bieber, an die Wenigstnehmenden öffenilich versteigert werden. Gießen am 24. September 1850. Der Gr. Kreisbaumeister des Baubezirks Gießen. Holzapfel. 2043) Gießen. Bekanntmachung, die Versteigerung der Immobilien des Friedrich Möhl I., Matth. S. zu Gießen betr. Auf freiwilliges Anstehen der Erben deS Friedrich Möhl I. sollen auf hiesigem Rathhause Dienstag den 12. November 1850, Nachmittags 2 Uhr, folgende Immobilien desselben an den Meistbietenden versteigert werden: Flur. I Neu Nr. 417 afilftr. 7 Hofraithe in der Kühgaffe, 1155 10 giebt 20'/, kr. abgel. Grundrente, Hofraum mit Stall an der 1 1156 1 Stadtpforte neben der Bach, 6 159 48 mit 20 kr. Grundrente, Acker an der Weilburger 6 160 48 Grenze, giebt 5% kr. abgel. Grundrente, Acker daselbst, giebt 5% kr. 6 161 48 abgel. Grundrente, Acker daselbst, giebt 6% kr. 6 162 48 abgel. Grundrente, Acker daselbst, giebt 5% kr. 6 240 64 abgel. Grundrente, Acker an der Herrschaftlich 23 95 299 Weilburgischen Wiese, mit 6’/4 kr. abgel. Grundrente, Acker am Schlangenzahl aus 25 149 173 den Aulweg, mit 1 fl. 24’/, kr. abgel. Grundrente, Acker auf der Rodhohl, mit 26 111 384 35’/4 kr. abgel. Grundrente, Acker in Günlhersgräben, mit 1 fl. 33’/, kr. abgel. Grundrente, Acker über der Erdkaut am 30 169 203 39 170 130 Weg hinter dem Fluthgraben, Wiese unter dem Wiesecker 39 171 276 Weg, Wiese daselbst. Die Einsicht der Versteigerungsbedingungen steht den Steigliebhabern täglich hier offen. Gießen den 24. September 1850. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 2041) Gießen. Bekanntmachung, die Versteigerung städtischer Arbeiten betr. Montag den 30. September d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause folgende Arbeiten an den Wenigstnehmenden versteigert werden, nemlich: 1) Zimmerarbeit, veranschlagt zu 21 fl. 36 kr. 2) Steindeckerarbeit, „ „ 20 „ 57 » 3) Schlosserarbeit, „ „ 4 „ 48 u Die Kostenüberschläge und Bedingungen können vorher eingesehen werden. Gießen den 24. September 1850. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 633 2047) Butzbach. Main-Weser-Eisenbahn. Montag dcn 7. October, des Vormittags um 9 Uhr, sollen Erdarbeiten in den Gemarkungen Langgöns und Leihgestern, veranschlagt zu 53,000 fl. in einem Loose an den Wenigstnehmenden durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden. Die Zusammenkunft ist im Bahneinschnitt der sog. Langgönser Hardt. Butzbach den 24. September 1850. Der Gr. Hess. Scctions-Jngenieur Eickemeyer. 2023) Staufenberg. Montag den 30. v. M., Vormittags 11 Uhr, soll, auf Antrag der Schuldner, das dem Lorenz Jung dahier zugehörige neuerbaute Wohnhaus, 18' tief und 38' lang, einstöckig, mit Ziegel gedeckt, auf den Abbruch öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist auf da- hiesigem Rathhans. Staufenberg den 19. September 1850. Der Bürgermeister Vogel. Feilgeboten. 1927) Gießen. Aechte Spanische Weine. Die Niederlage achter Spanischer Weine vom Hause Francisco Benitud Yri- ar t e in Ca d ix ist auf mich übergegangen und sind die folgenden Sorten: Malaga . . . . 1 fl. — fr.] Xeres . . . .. in — „ I a Madeira . . . . 1 „ 15 „ \ 6» L ® 5 Pa j ar etc . . . . 1 ,, 15 u 1 t< " Muscat d’Espagne 1 „ 15 „ ) & g zu beigesetztcn Preisen und unter Siegel der obengenannten Producenten, stets bei mir zu haben. Jean Gertig, Sonne Lit. B. Ad 51. 2028) Gießen. Alle Sorten Frucht-, Mehl- und Kartoffel-Säcke, auch Sackleine und Sackzwilliche empfiehlt L. I a h r e i s. 2029) Gießen. Ausverkaufsammtlicher Maaren bei Jac. Kfm. Worms Wttw., Kirchenplatz. 2015) Gießen. Ein guter Kochofell steht zu verkaufen. Wo? ist in der Erped. dieses Blattes zu erfahren. « 1738) Gießen. S D Gegen ® Z Hautausfchläge, Sommersprossen, | » Finnen, gichtische und rheumatische | | Asfectionen, Flechten, sowie gegen g K spröde, trockene und gelbe Haut D E eignet sich als ein anerkannt Vorzug- « D li ch es äußerliches Hautmittel M | Dr. Borchardts | | aromatisch-medicinische Kräuter-Seise, t | die für Gießen nur bei Carl Frech vor- D s rätbig ist und in weißen mit grüner Schrift | D bedruckten und an beiden Enden K IÄrchardtA mit nebenstehendem Siegel | versehenen Packetchen ä 6 Sgr. D verkauft wird. R W . W 2066) Gießen. Anzeige. Die erwarteten Muster-Mäntel und Burnus, sowie Hüte habe ich erhalten M. Heß. 2063) Gießen. Büchsen- und Musketen-Pulver, Patent - Schrot und Zündhütchen empfiehlt L. Iah reis. 2030) Gießen. Meinen Garten am Nahrungsberg, mit guten Obstbäumen bepflanzt, bin ich Willens zu verkaufen. Jac. Kfm. Wormö Wttw. 2051) Gießen. Außer meinen Backsteinen habe ich noch eine Quantität Lehmsteine zu verkaufen. L. Keßler. 2067) Gießen. Eine reiche Auswahl der neuesten angefangenen Stickereien habe ich erhalten und empfehle solche, sowie alle Sorten Hamburger-, Ca- stor-, Terneaux-, Shawls-, Stauchen-Wolle, einfarbige und geflammte Strick- und Häkelseide, Litzen, Perlen, alle Arten Kleider- und Mäntelbesatz in Guim- pen, Galon und Franzen, Fatterzenge in Baumwolle, Halbseide, Maslin, Atlas rc. zu den billigsten Preisen. M. Heß. 2072) Gießen. Die am 24. d. M's. abgc- haltene Banholzversteigeruug konnte nickt genehmigt werden. Einstweilen kann buchen Werkhvlz, eichen und tannen Bauholz, 4 Stück noch gute Fenster und eine alte Treppe, ganz billig aus der Hand abgegeben werden. Die noch nicht abgeholten Latten, Siebten und sonstige Geräthschafteu können verabfolgt werden. Gießen am 27. September 1850. Körner. 2064) Gießen. Gebrochene Aepfel von bester Sorte, sind zu Haden % ©immer-, ©immer« und Maltedwkise bei Bäckermeister Georg Busch. 2048) Gießen. Schöne dicke Einmachs- Zwetschen, auch zu Kuchen im Hundert, sowie Winterlattigpflanzen und eine feite Ziege verkauft L. Hartmann in der Schanz. 2046) Gießen. Ein noch ganz neuer Koch- ofen steht billig zu verkaufen in der kleinen Löwen- gaffe bei Ph. Drott. Zu vermiethen. 1682) Gießen. In Lit. B. Nr. 1 am Canz- leiberg (Brand) ist ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. 1718) Gießen. In Lit. D. Nr. 189 auf dem Marktplatz ist ein möblirles Zimmer mit Cabinet auf nächstes Semester zu vermiethen. 2035) Gießen. In dem Hrn. Major v. Schmal- kalder'schcn Hause neben Frau Advocat Faber am Wallthor ist ein Logis, bestehend aus 5 Zimmern, Cabinet, Kammer, Küche, Boden, Holzstall, Keller und Mitgebrauch der Waschküche, zu vermiethen und sogleich beziehbar. Auch der in der Braugasse neben dem Secretair Fuhr'schen Hause auf dem Brand bestndlicher Garten wird auf mehrere Jahre verpachtet. Das Nähere zu erfahren bei E. C. Rühl, Buchbinder. 2062) Gießen. Ein Familienlogis ist zu vermiethen bei Franz Lampus in der Löwengasse. 2071) Gießen. Lit A. M, 93 in dem Debus'schen Hause auf dem Asterweg ist ein Logis, bestehend aus 4 Zimmern mit verschließbarem Cor- ridor, sowie Küche, 2 Dachstübchen, Mägde- und Bodenkammer, nebst Keller, Holzstall und Gebrauch der Waschküche zu vermiethen und alsbald beziehbar. 2061) Gießen. In hiesiger Stadt ist ein an der Hauptstraße gelegenes geräumiges Wirthichafts- Local, in welchem seit einer Reihe von Jahren dieses Geschäft mit Bortheil betrieben wurde, nebst Famili- enwohnung auf längere Zeit zu vermiethen. Das Nähere zu erfragen bei H. Elkan auf der Mäusburg. 2068) Gießen. Der untere Stock ist in Lit.A. Nr. 147 in der Brandgasse, sowie im ,dritten Stock zwei Stuben und eine Küche zu vermiethen. 2031) Gießen. Ein vollständig eingerichteter Laden nebst Familicnwohnung ist zu vermiethen bei' Jac. Kfm. Worms Wttw. 2005) Gießen. Bei Schneidermeister Seitz Wittme in der Löwengafse ist eine kleine Familienwohnung zu vermiethen. 1952) Gießen. In meinem in der Löwengasse gelegenen Wohnhause sind zwei Familienwohnungen nebst Stallung und Mistenstätte, zu vermiethen. Friedrich Haus. 1969) Gießen. In meinem Hause vor dem Wallthor ist das bisher von Hrn. Hofger.-Ralh Völcker bewohnte Logis, sammt einem Theile des Gartens vom 1. Oct. d. I. an anderweit zu ver- miechen. M. H o m b e r g e r. 2052) Gießen. Eine Scheune ist zu ver- miethcn bei Wirth Busch neben dem Darmstädter Haus. 2050) Gießen. Eine Familienwohnung in 3 Stuben und sonst erforderlichen Räumen bestehend, ist Lit. C. JVS 21 an der Hauptstraße zu vermiethen und kann alsbald bezogen werden. Vermischte Nachrichten. 1983) L ü b e cf. Anzeige. Das unterzeichnete Commissions-Büreau ist in den Stand gesetzt, Allen, welche bis spätestens den 20. October d. I. deshalb in frankir ten Briefen bei ihm anfragen (also das geringe Porto nicht scheuen), ein nicht außer Acht zu lassendes Anerbieten unent- geldlich zu machen,) welches für den Anfragenden schon im n ä chst e n I ahr e ein jährliches Einkommen bis zu 10,000 Mark oder viertausend Thaler Preußisch C o urt. zur Fo l g e haben kann. Lübeck, im September 1850. Commissions - Dürean f Petri-Kirchhof M 308 in Lübeck. ©WOTWWWWVWWWWWOWWW® g 2044) Gießen. Z S> Nächsten Donnerstag den 3. October be- ä g ginnt der Unterricht in meiner Schule für das § i® Winterhalbjahr. Anmeldungen neuer Schüler Z B beliebe man in meiner Wohnung, bei Herrn «s | Schlossermeister Burckhardt in den Neuenbäuen § g zu machen. B. Falkenberg, g 2054) Gießen. Das bisherige Friseurgeschäft unter dem Namen L. Oppermann wird von heute an unter der Firma C. Oppermann fortgeführt. Gießen den 28. September 1850. Elise Oppermann, geb. Möller. 2045) Gießen. Cisett-Gußwaarln- Lager. Einem hiesigen und auswärtigen Publicum zeige ich hiermit an, daß ich von jetzt an ein Commissions-Lager von Gußwaaren, als Oefen, Cparheerde aller Art, eiserne Gefäße, sowie auch Ofenrohre zum Verkauf übernommen habe. Die prompteste und billigste Bedienung wird zugesichert. Gießen den 26. September 1850. Georg Renzel, Schmiedmeister, wohnhaft in der Neustadt. 635 2049) Gießen. Nachkirchweihe zu Großenlinden. Sonntag den 29. d. M. findet gut besetzte Tanz-Musik bei dem Unterzeichneten Statt, wozu er mit dem Bemerken höflichst einladet, daß für gute Speisen und Getränke bestens gesorgt wird. Großenlinden den 29. September 1850. Georg Schmelz zum fröhlichen Mann. 2060) Hungen. Aufgefundenes. Montag den 24. September 1850 hat sich in hiesiger Gemarkung ein Schwein mütterlichen Geschlechts aufgefunden. Dasselbe ist über 1 Jahr alt, ist erst kürzlich, ohngefä'yr vor 4 Wochen, geschnitten worden. Besonderes Zeichen: einen schwarzen Kopf. Dieses wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, mit dem Anfügen, daß der Eigenthümer fragt. Schwein gegen Bezahlung der Jnseratgebüh- ren und des Futtergeldes dahier binnen 8 Tagen in Empfang nehmen kann. Tie Gr. Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Hungen den 25. September 1850. Der Bürgermeister Zimmer. 2069) Gießen. Für gewerbetreibende Arbeiter. Ta in nächster Zeit die Gewerbeschule für den Arbeiterverein ins Leben tritt, so werden die Interessenten derselben höflichst eingeladen, sich dem Arbeitervereine anzuschließen. Der wöchentliche Beitrag sind 2 Kr., wovon 1 Kr. in die Kraukenunler- stützungskasse eingelegt wird und jedem betreffenden Kranken im geringsten Falle 24 Kr. Unterstützung per Woche verabreicht werden. — Möchten alle Arbeiter sich recht zahlreich betheiligcn, damit Gießen vielen andern Städten Deutschlands gleichkommen möge! Das Vereinslocal befindet sich bei Bierbrauer Magnus. Die Sitzungen finden regelmäßig jeden Montag, Abends 8 Uhr, Statt. Der Secretär Ehr. Müller. 2058) Gießen. Montag den 14. October, Morgens 8 Uhr, beginnt wieder mein Unterricht in meiner Privatlehranflalt, an welchem sich, so wie bisher, die Herren: Reallehrer Hanstein, Dr. Geier, Dr. Königer und noch andere Lehrer, betheiligen. Lehrpläne liegen bei mir zur gefälligen Einsicht offen. Lehr. 2065) Gießen. Jeden Morgen 8 Uhr fährt ein Omnibus direct nach Friedberg vom Gasthaus zum Einhorn ab. 2070) Gießen. Heute, Samstag den 28. d. M. ist von Abends 7 Uhr an, in dem Wirth- schaftslocale des Unterzeichneten musikalische Unterhaltung, ausgeführt durch den Blechmusikverein der hiesigen Musiker, anzutreffen. L. König. 2053) Gießen. Sonntag den 29. d. M., werde ich mit meinen Schülern im Saale des Prinz Carl einen Ball abhalten. Anfang 7 Uhr. Hierzu ladet ergebenst ein Schmidt, Tanzlehrer. 2078) Ein brauner Jagdhund mit weißen Vorderpfoten und weißer Kehle, langem Behang und Ruthe, ist entlausen. Derjenige, welchem derselbe zugelaufen ist, wird gebeten, solchen bei der Erpev. d. Bl. gegen eine Belohnung abzugeben. 2055) Gießen. Unterzeichneter ertheilt in der englischen und französischen Sprache Privatunterricht. K. Roth, Lindenplatz, Lit A. M 188. 2059) Lich. Sonntag den 29. d. MtS. auf Kicher Kirmes ist in meinem Locale gut besetzte Tanz-Musik anzutreffen, und lade ich zu zahlreichem Besuch hiermit höflichst ein. Lich den 26. September 1850. Jean Louis Dieterich, zum goldenen Hirsch. 2056) Gießen. SS hat die silberne Repetiruhr gewonnen. PH. Römer. 1995) Gießen. Einem brauchbaren, mit guten Zeugnissen versehenen Burschen, kann durch die Erped. d. Bltts. ein guter Dienst zugewiesen werden. Die Schützencompagnie der Bürgerwehr hat vom 29. September bis incl. 5. October d. I. tie Feuerbereitschaft und den Ordonnanzdienst. Das Obercommando der Bürgerwehr Fresenius. (2057) 636 Gold- u. Silber-Cours vom 26. Sept. 1850. Gold. 1 kr. Pistolen............. 9 46 Pr Friedrichsd’or......... 9 56 Holl. 10 fi. Stücke ......... 9 49J Rand-Ducaten . ......... 5 36 20 Francs-Stücke......... 9 29 Engi. Souverains......... 11 52 Gold al Marco.......... 382 — Silber. fl. kr. Laubth., ganze .......... ■________________ _ Preuss. Thaler.......... 1 45J 5 Frankenthaler ......... 2 21 Hochhaltig Silber......... 24 30 Gering und mittelhaltig....... — — Disconto 2| Papier, Frischbäcker zu Gießen. Sonntag den 2 9. September. Wilhelm Löber an der Brandgafse. Adolph Keil in der Neustadt. Franz LampuS in der Löwengaffe. Kirchliche Anzeigen d er evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 2 9. September. Morgens: Kirchenrath Dr Engel. Nachmittags: Pfarrer Bonhard. Kopulirte. Den 2 2. September. Johann Georg Balser, Bürger und Bäcker dahier, ein Wittwer; und Susanne Catharine Mandler, des verstorbenen hiefigen Bürgers und MüllermcisterS, Christian Mandler , Wittwe, geborene Hilgardt. Getaufte. Den 21. September. Dem Bürger und Roth, gerbermeister, Carl Becker, ein Sohn, Wilhelm Philipp, ge« dorcn den 30. August. Den 22. September. Dem Bürger und Schlosser- meister, Heinrich Daniel Noll, ein Sohn, Wilhelm Carl Julius, geboren den 4. September. Beerdigte. Den 15. September. Ein dem Bürger und Schuhmachermeister, Philipp Best, am 14. September tobt geborener ehelicher Sohn. Den 2 0. September. Johannette Eleonore Katharine Köster, des verstorbenen Gr. Znspectors und Pfar- rers, Ernst Christian Köster in Gladenbach, hinterlassene Wittwe, geborene Lang-dorff, alt 82 I. 2 M. 26 T., gestorben den 17. September. Den 24 September. Eine uneheliche Tochter, Margaretha, alt 8 M. 4 T., gestorben den 23. September. Denselben. Johann Georg Emrich, Schmied und Eisenbahnarbeiter, des Ortsbürgers und Drechslers, Mar- tin Emrich zu Brandoberndorf, im Herzogthum Nassau, ehelicher Sohn, alt 2d I. 7 M. 23 T., gestorben den 23. September. Die Pfurrgeschäfte in der nächsten Woche befolgt Kirchenrath Dr. Engel. Katholische Gemeinde. , Beerdigt. Den 19. September. Otto Mohr, ehelicher Sohn des Gr. Postsecretärs, Joseph Mohr, alt 4 M> 25 T., gestorben den 15. September. Angekommene und abgereiste Fremden In den Gasthäusern. Im Einhorn: Hr. v. Baumbach, Ofsiz. ». Ludwigsburg. Hr. Babel, Stud. v. Göttingen. Hr. Deibel, Dr. med. v. Gladenbach. Se. Durchlaucht Graf von Lehrbach zu Lehrbach. Hr. v Baroche, Haupim. u Hr. v. BrunS, Ofstz. v. Berlin. Mr. Hatte, Colon, v. London. Hr. v. Nehmann, Ofstz. v. Coblenz. Srn. Nent. Rauscher v. Leipzig u. Splement v. Paris Hr. v. Braun, Gutsbes v. Dresden. Hrn. Kfl. Jahreis v. Marburg, Bahlenbeck v. Schwalm, Roser v. Stuttgart, Manteufel v. Magveburg, Reuter v. Mannheim, Horst v. Hanau, Daumer v. Frankfurt, Heider v. Rheydt, Strauch v. Elberfeld u. Sangerlin u. Saloma v. Mainz. Hr. Storch, Berginspect. v. Friedberg. Hr. Junkermann, Apothek. v. Bern. Mad. Honey v. Hallenberg. Hr. Münd, Apothek. v. Homberg. Hr. Dr. Hopfenfeitt Prof. v. Cleve. Hr. Druller, Partik. v. Aachen. Mr Neuhanson, Piqueur v. Paris. Hr. v. Kühle, Gener.- Major v. Magdeburg. Frhr. ».Will, Gutsbes. v. Posen. Hr Buts, Dr. med. v. St. Gravenhad. Hr. Blumenthal, Pferdehndl. v. Frankfurt. Hr. Baron v. Möller, Rent. v. Strasburg. Sr. Stephan, Oberkammerr. v Braunfels. Hrn. Kfl. Hollberger v. Cöln. Schulz v. Frankfurt, Henrich v. Jsenkirchen u. Koch v. Mannheim. Im Rapptn: Hr. Wepler, Lehrer v. Obernburg. Hr. Kropf, Fabrik, v. Olsburg. Hrn. Partik. Neerawitz v> Königsberg u. Schnuck v. Hessttau. Hr. Crosnowsky, Gutsbes v. Polen. Hrn. Kfl. Drehbauer v. Eilau, Lipp- m ann v. Halle, Benedikt, Horir, Heilmann u. Maper v. Frankfurt, Schäffer v. Kausbeuern, Maininger v. Hildburg- "hausen, Becker v. Offenbach, Hochstätter v. Darmstadt, Sei- vom 25. bis 27. September 1850. ler v. Bremen u. Ravenstein v. Frankfurt. Hr. Hestcr, Misston. v. Galizien. Hr. Venator, Pfarrer v. Allertshausen. Hr. Sanschel, Fabrik, v. Cassel. Hr. Schrätcr, Ingen, v. Carlsruhe. Hr. Müller, Maurerm. v. Cassel. Hr. v. Nitzkam, Gutsbes. v. Wilna. Hrn Kfl. Schäffer v. Stuttgart, Rothschilv v. Offenbach, Feuerbach v. Frankfurt, Putz v Erfurt, Weiler v. Marburg, Wolf v. Berleburg u. Oppenheimer v. Cöln. Im Prin- Carf. 'frr. Plüger, Kfm. v. Elberfeld. Hr. Lindner, Fabrik, v. OberSdorf. Hr. Rausch, Spcdit. v. Großeichen. Hr. Schmidt , Glasfabrik, v. Plauen. Hr. Jensch, Rechn, v. Nidda. Hr. Pläker, Stud. jur. v. Frankfurt. Hrn. Kfl. Link v. Kelsterbach, Süffel v. Mannbeim, u. Rothschild v. Frankfurt. Hr. Borger, Spedit. v. Offenbach Hr. Offergeld, Privatm. v. Aachen. Hr. Schenck, Posthalter v. Nidda. Im Darmstaedter Haus ; Hrn. Geschäfts!. Reuter v. Gotha, Häuler u. Schäfer v. Basdorf, Hofmann v. Schotten, Blastr v. Winterberg, Seitz v. Wctterfeld. Hell v Siegen, Windecker v. Leihgestern, Rossel v. Bromskirchen, Burckhard v. Reifenberg, Jung v. Marburg u. Fischer v. Dorheim. In den Privathäusern. Bei Hrn. Pfr. Bonhard: Frl Bonhard v. Darm- stadt. — Bei Hrn. Hofger -R. Buff'S Wtw.: Fr. Dickel v. Heistenbergerhof. — Bei Hrn. Mechanik. Staudinger: Hrn. Oecon. E. u. W. Staudinger v. Thalitter. — Bei Hrn. Scheid: Hr. Muller v. Schweiningen. — Bei Hrn. Hofmann; Hr. Fabry, Oecon. v. Berstadt. — Bei Hrn. 637 Weidig: Sr. Großkurt v Cassel. — Bei Srn. Schreiner Henkelmann: Sri. Großkurt v. Cassel. — Bei Fr. Buchhdl. Ricker: Frl. Eckstein v. Zwingenberg. — Bei Frl. Eckstein: Fr. Decan Eckstein v. Zwingenberg.- Bei Hrn. Worms: Hr. Maier, Dr. med. v. Berlin. — Bei Hrn Adv. Dorn- scif: Fr. Prof. Fleck v. Leipzig. — Bei Hrn. Protocoll. Krebs: Hr. Reitz, Landr. v. Battenberg. — Bee Hrn. Secret. Balser: Hrn. Gpmnas. W. u. A. Cramer v. Wiesbaden. — Dun Novelle von gf v o rr G rr s § Ä» (Fortsetzung.) „Welch ein toller Galimathias!" rief Adelaide, ihn unterbrechend. „Wollen Sie mir eine Vorlesung halten?" „Keineswegs, mein Kind. Ich gebe nur höflichst zu bedenken, daß es für ein Frauenzimmer gut ist, sich lieber zu viel, als zu wenig retiree zu halten und stelle ebenmäßig anheim, die Nutzanwendung auf einen Casus zu machen, der vielleicht in diesem Augenblicke zu Mord und Todtfchlag geführt hat." „Ich verstehe diesen Unsinn nicht, Herr von Schelf!" sagte sie. „Wenn es ihnen nicht beliebt, sich deutlicher zu erklären, so verlassen Sie mich, ich will aufstehen." „Und immer Sie, Adelaide?" versetzte der General und griff nach ihrer kleinen Hand, welche sie aber schnell unter die Decke zog. „Haben wir nicht unter vier Augen das trauliche Du verabredet?" „Davon weiß ich nichts!" sagte sie. „Ich kenne kein Verhältniß unter vier Augen zwischen uns!" Vor dem unendlich spöttischen Ausdrucke, welcher in Ton und Blick bei diesen Worten lag, biß sich der General in die Lippen. „Nun, so erkläre ich Dir," versetzte er," daß Deine Coketterie einen Zweikampf auf Leben und Tod zwischen zwei Cavälieren veranlaßt hat." Die junge Frau erblaßte, aber ihre zuckenden Lippen ließen keinen Augenblick auf die Antwort harren: „Den Vorwurf der Coketterie verbitte ich mir! Der kann nur im Hirn eines eifersüchtigen Thoren ent- sichen, eifersüchtig ist aber nur der, welcher sich bewußt ist, daß er keinen Anspruch hat, geliebt zu werden und sich mit Andern in Liebenswürdigkeit und Galanterie nicht messen kann — wie Sie, mein Herr von Schelf. „Aber Adelaide!" sagte der General, mehr säst durch ihre Schönheit, als ihren Zorn besiegt „Gehen Sie!" Dabei klingelte Adelaide heftig und Doris erschien sogleich. „Ich werde Sie rufen!" sagte der General zornig zu der Dienerin. „Du gehorchst doch wohl mir," sprach Adelaide in einem völlig veränderten, ganz sanften Tone und dem Generale ging das Lächeln der „Creatur," — wie er die arme Doris nannte — durch Mark und Bein. Die Zofe blieb — und der General stampfte mit dem Fuße, daß seine Steifstiefeln über den dürren Waden schüttelten. „Bravo, Ercellenz," sagte Adelaide und lachte ganz ausgelassen. Er kam zur Besinnung und schämte sich, murmelte noch ein Paar Worte und verließ dann das Zimmer. t e 0. Kaum hatte er die Thüre hinter sich geschlossen, als die Nachricht, welche er gebracht hatte, mit ihrer vollen Schwere auf ihre Brust fiel. Sie war vorbereitet gewesen und hatte Dellheim eine Strafe gewünscht, nun aber kam ihr plötzlich ein anderer Gedanke, der sie zittern machte. K-in Wort sprach sie während des Anziehens mit ihrer K-mmerjungfer, welche Takt genug besaß, eine bessere Stimmung abzuwarten — sie hatte gehorcht und Wort für Wort gehört, was beide mit einander gesprochen. „Ob die Herren noch nicht zurück sein mögen, Doris?" fragte die Generalin endlich. „Geh, erkundige Dich und bringe mir gute Nachricht." Mit Herzklopfen erwartete sie die Rückkehr der Dienerin. „Doris?" rief sie ihr entgegen. „Sie sind wieder hier — aber nicht alle — Herr von Falken —" Ein unterdrückter Schrei ließ Doris nicht auS- sprechen, sie eilte ihrer Herrin zu Hülfe, welche leichenblaß und zitternd sich an die Lehne des Sophas hielt. „Unmöglich, Doris!" Ganz unmöglich!" stammelte sie, dann setzte sie sich nieder und stützte den Kopf in die Hand, so daß ihr Gesicht ganz verdeckt wurde. 4. In der Hauptfronte des Schlosses war eine Reihe von Zimmern dem freien geselligen Verkehr geöffnet, zu beiden Seiten des Salons, welcher den Mittelpunkt bildete. Während in dem einen Raume Villard gespielt, in dem andern gelesen, in dem dritten Schach geboten wurde, noch andere für Tarok- und Lchombre- parthien, die oft schon am Morgen begannen, eingerichtet waren, versammelte sich im Salon nach Belieben die übrige Gesellschaft. Unbedingte Zwangs- lostgkeit war das erste Gesetz dieses gastfreien Hauses. Heute sah man die Nebenräume ganz leer, im Salon schien sich Alles zusammengedrängt zu haben. War abermals eine politische Neuigkeit eingelaufen, wie die längst abgesprochene, daß Bonaparte sich zum Kaiser der Franzosen gemacht? Ueber diese Farce — wie sie es nannten — hatten sich die deutschen Herren, die alle von weit besserem Adel waren als der kleine corsische Advocatensohn, köstlich amüsirt. „Grade so, als ob ich römisch-deutscher Kaiser werden wollte!" hatte ein Reichsfreiherr vom Rheine gesagt. „Würde man mich nicht in's Tollhaus schicken? Und ich bin doch kein Untcrthan." „Wegen des Tollhauses, meinte sein Nachbar, das sei bei dem Bonaparte nicht mehr nöthig, der stecke schon mitten darin, nämlich in Frankreich — und die Damen belustigten sich ganz absonderlich über die Madame Beauharnais, die nun gar eine kaiserliche Majestät spielen wolle. „Eine Theatermajestät —• weiter nichts," sagte der 638 Wirth vom Hause, auch eitler von den Hydraköpfen des deutschen Reichs, der auf der Wetterauischen Grafenbank — trotz seiner Collectivstimme — die Verhandlungen oft angenehm in die Länge ziehen half, da er sich capricionirte, selbst zu votiren. „Der Souf- leur klingelt, der Vorhang fällt, die Lumpen wandern in die Garderobe und der Comödiant ist wieder der miserable Kerl, der er gewesen. Zwei Jahre später dachten die Herren anders, als die einfache Erklärung Napoleons, daß er das deutsche Reich nicht mehr in seiner bisherigen Form anerkenne, sie alle in Unterthanen verwandelte, um nie wieder zur Unmittelbarkeit zu gelangen. Diese Neuigkeiten waren abgesprochcn, wie gesagt und damals erschienen die gelesensten Zeitungen kaum drei mal in der Woche, sammelten sich überdem noch in den Postämtern auf, ehe sie zu den Landsitzen kamen, wo der Adel sich im Ganzen wenig um den Zeitlauf kümmerte. Es war eine viel näher liegende Wichtigkeit, welche die Gesellschaft hier in Alhem setzte — anfangs nur unter der Hand erzählt, endlich aber als öffentliches Geheimniß laut und mit der gerechtesten Entrüstung besprochen. Delicater Natur war der Ehrenhandel gewesen, der sich zwischen Falken und Dellheim entsponnen hatte, seinen Grund — er schien ziemlich bekannt zu sein — ließ man unerörtert, es kam auch gar nicht darauf an. Aber unerhört blieb es in den Annalen dieses Hauses, daß ein Ea- valier, welcher hier Zutritt genossen, einem Zweikampfe ausweichen könne und es war dennoch geschehen. (Fortsetzung folgt.) und Viktualienpreise V i k t u a .... N,B- Dl- Zugaben zum Fleisch dürfen nur in solchem von derselben Gattung bestehen, und zwar auf 10 Pfd. nicht mehr als anderthalb ?^i.L!^;^aS.JtO1,Ottt,kn'r»W=ct?e8 auf l Pld. nicht »b.ttlg » Loth ausmacht. Kovfe, Füße, Geraub, wie auch die ganz blutigen und nicht genießbaren Stucke vom Hals find von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. Fleischtaxe. 1 Gießen, >28. September 1 «D 'S ‘53 G Lich | den 26. Sept.» <2? I Butzbach I ' den 21. 3itni.|| Brodtaxe. Gießen, 28. September, i Grünberg. ; § D N S e Butzbach den 21. Juni» per Pfund fr. 'vf- — fr. pf. fr. Pf. fr. * fr. sl fr. Pf. fr. pf. fr. pf. fr. pf. fr. pf Ochsenfleisch 11 2 — 11 — — 11 — ■■V ■* «MS» ”” Kuyfleisch . 9 — — 8 8 — 7! ordinäres Brod aus " und "> 4 1 — — — — 4 1 3 3 Rindfleisch . 8 2 — _ 7 2 — — 7 — 4i zKorn- ) besteh- 8 2 8 — 9 —~ 8 —- 7 2 Kalbfleisch • 7 — — — 6 — _ — 5 — Schweinefl. . Hammelfl. . 9 9 i 2 — — 9 8 2 — — 9 8 — 4 | GischtesBrd.aus |Kh, 5 10 - — — 10 — 4 9 3 2 8 1 Schaaffl. . . Lebcrwurst . gern. Wurst. Bratwurst . 12 g — — 10 — — — 12 Für 1 fr. W-sserweck..... 6 c 2 1 c-i Q IÖ l hJJ Q T. Q 14 — — 12 — — — 14 —1 „ 1 fr. Milchbrod..... 5 — 5 — 5 2 — — 6 2 Schwarten«.. 16 14 14 Blutwurst . 14 — _ _ 12 — — — Marktpreise. geräuch. Speck Schinken . . Dörrfleisch . 20 13 — — __ 20 15 — — — 18 14 — fr. pf ft. pf. ft. Pf- fr. pf. fr. Pf. 13 _ 15 — — — 14 — 1 Maas Milch....... 6 Rindsfett 20 — — 16 —— — — 18 — 1 Pfund Butter...... 18 Hammelsfett 20 —— — — 16 — — 16 ---------------------------------! auch..... 19 — _ — — _ _ _ Schweine- 3 Handfäse ........ 4 _ — — — _ _ _ — — schmalz, aus- 9 Eier......... 8 _ — — _ — __ __ _ __ gelassenes . 20 — — — 1 — — — — 18 — 1 Pfund Waizeumehl..... — — .— — — — — __ dgl., unausgel. 17 — — —I 16 — — —1 16 — „ „ Gcschw. Vorschuß . . . — — — — — — — — — — Fruchtpreise. Frucht. Gießen 27. September Grünberg i 21. September | 26. Lich 1 Septbr. 1 Friedberg 18. September Mainz 8. Juni Marburg Wetzlar 15. September tung. M a l t e r. Mött Scheffel Pf. Pf, i st- |_fr. Pf. st. kr. Pf. st. fr. Pf. | st- ft. st. Ifr. st. 1 fr. pf.' Walzen . 200 7 50 200 7 j 20 200 8 — — 87 200 7 40 Z 24 2 Korn . . 200 5 50 190 6 — 190 6 — — 5 35 200 5 30 _ __ 2 ; 37 1 2 Gerste. . 170 4 15 170 4 — 170 4 10 — 4 | 31 200 — — 1 51 ! — Hafer. . — 35 — 2 40 120 2 40 — 2 i 47 200 3 36 1 89 f Erbsen. . — - - —— __ _ —— 5 30 — 1 1 Linsen . . — — — — — — — 8 — - i - - —* — Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch, und Steindruckerei.