WlzeWUW der Stadt und des Regierungsbezirks 1850 M 51 Mittwoeb den 26. Juni Amtlicher Theil Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 ft. 30 fr., für Auswärtige ind. Postaufschlag 1 fl. 42 kr. Auswärts abonnirt man stich bei allen Postämtern In Gießen bei der Erved. (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.) — EinrückungSgebühr für di- gespaltene LorduSzeile 2 kr. W Bekanntmachung, die Einführung ermäßigter Briefporto-Taren betr. Um dem Correspondenz-Verkehr eine Erleichterung zu gewähren, wird das Briefporto im Großherzog- thume vom 1. Juni t>. I. an in folgender Weife ermäßigt. 1) Das Porto für einen einfachen, weniger als 1 Loch Zollgewicht wiegenden Brief ist zu zahlen auf die gerade geographische Entfernung vom Aufgabe- bis zum Bestiminungsorte: bis 3 Meilen mit . . . 2 kr. über 3-/15 „ -/ . . .' 4 » -/ 15 „ 30 -/ -/ ... 7 -/ // 30 Meilen mit . . . . . 10 „ 2) Für schwerere Briefe und zur Briefpost geeignete Schriftenpackete wird erhoben: von 1 bis 2 Loch Zollgewicht excl. 2faches Briefporto, // 2 // 3 // „ ,, 3 // ,, // 3 // 4 '/ -/ // 4 -/ fr ,/ 4 // 8 " " „ 5 // // « 8 Loch Zollgewicht an ... 6 „ „ jo lange, bis das Packetporto mehr beträgt. 3) Maaren prob en in Briefen oder den Briefen angehängt, wenn sie als solche kenntlich sind, und der Brief ohne die Probe unter 1 Loth Zollgewicht wiegt, zahlen bis zum Gewicht von 2 Loth Zollgewicht excL nur das einfache Briefporto, bei schwererem Gewicht aber die Hälfte des Portos nach vorstehender Gewichtsprogression. . 4) Für Zeitungen und Journale, Brochüren, gedruckte und lithographirte Circulare, Preiscourante und Empfehlungsschreiben, welche außer der Adresse, dem Datum und der Namensunterschrift nichts anderes. Geschriebenes enthalten, ferner für Corr ectur bogen ohne das Manuscript, lediglich mit den durch die Corrcctur selbst veranlaßten Eintragungen oder Abänderungen, wenn sie unter Kreuzband versendet und bei der Aufgabe frankirt werden, wird der vierte Theil des Porto nach vorstehender Gcwichtsprogression entrichtet. 5) Bei recommandirten Briefen ist, außer dem tarifmäßigen Porto, eine Recommandations- gebühr von 7 kr. zu entrichten, worunter die Gebühr für den Aufgabeschein begriffen ist. Diese Recom- mandationsgebühr hat bei frankirtcn recommandirten Briefen überhaupt, fowie bei unfrankirten recommandirten Briefen nach den nicht zum Fürstlich Thurn und Torischen Postverwaltungsbezirke gehörigen Ländern, ferner nach Würtemberg und HohenzollerN, der Aufgeber, bei unfrankirten recomman- dirten Briefen nach und aus den zum gedachten Verwaltungsbezirke gehörigen Ländern, (Würtemberg und Hohenzollcrn ausgenommen) aber der Empfänger zu zahlen. 6) Die Bestellgebühr von 1 kr. für jeden im Poftort zu bestellenden Brief kann in Frankofällen, wenn die Briefe nach Orten des oben bemerkten Verwaltungsbezirks (Würtemberg und Hohenzollcrn ausgenommen) bestimmt sind, der Aufgeber bezahlen, in welchem Falle dies tzuf der Adresse durch die Bezeichnung: „franco einschließlich der Bestellgebühr" zu bemerken ist. 428 7) Wenn bei Berechnung des ganzen Portobetrags Bruchkreuzer sich ergeben, so werden solche auf volle Kreuzer ergänzt. Indem man dieses vorläufig zur allgemeinen Kenntniß bringt, wird die Erlassung der für den Vollzug erforderlichen weiteren Verordnung Vorbehalten. Darmstadt den 27. Mai 1850. Aus allerhöchstem Auftrag: Gr. Hess. Ministerium des Hauses und des Aeußern. H a l l w a ch s. v. R i c o u. Offizielle Nachrichten. Ordensverleihungen. Se. Königl.Hoh. der Großherzog, haben verliehen: am 5. Jan. d. I. dem Stabsarzt Dr. 8. Böll das Ritterkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen; dem Kohlenwieger Peter Portu- gall zu Mainz, dem Steuermann Peter Kappes zu Bingen, dem Fischermeistcr Georg Seyfried zu Mainz, dem Dampfboot-Capitain Paul Dienst daselbst, dem Gefreiten im 3. Infanterieregiment Conrad Landgraf aus Fehlheim und dem Maurerlehrling Philipp Kaufmann zu Castel das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: Für Rettung von Menschenleben; am 9. Februar dem Bereiter Friedrich Seel und dem Magazinsverwalter im Gr. Marstalle Christoph Wirth wein die goldene Verdienstmedaille des Ludwigsordens mit der Inschrift: Für 50jährige tbeue Dienste; dem Wagenmeister Christian Philipp Tugend, dem Geschirrmeister Johann Philipp Wolf, dem Landgestütsfuttermeister Johann Peter Hennemann, dem Oberknecht Carl Wilhelm Engel, sämmtlich im Gr. Marstalle und dem Canzleidiener bei demOberstallmeisteramte Andreas Vogel das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: Für 50jährige treue Dienste; am 27. Februar dem Kam- mermufikus Jacob Reitz die goldene Verdienstmedaille des Ludew igsord ens mit der Inschrift: F ü r 50jährige treue Dienste; dem Hofjäger Philipp Jacob Rohr an der Aepfelbachsbrücke im Revier Mörfelden, das silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen; am 28. Februar dem Phpstcats- arzc, Hofrath Dr. Christoph Wilhelm Ernst Pilgram zu Butzbach das Ritterkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen; am 11. März dem Universtläts-Canzler Dr. Johann Michael Franz Birnbaum das Commandeurkrcuz zweiterClasse des Lude- wigsordens; am 18. April dem Förster Conrad Botz zu Weickartshain das silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen; am 27. April dem Phpsicatsarzt Hofrath Dr. Carl Ludwig Braun zu Schlitz das Ritterkreuz desselben Ordens; am 16. Mai dem pensionirten Landgestütsdiener in Altulrichstcin Conrad Gömmer das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: Für 50jährige treue Dienste; am 18. Mai dem Friedensrichter Heinrich Joseph Schalk zu Mainz das Ritterkreuz erster Classe des Ludewigs ord ens. Dienstnachrichte«. Am 7. April wurde dem evangelischen Pfarrer Johann Wilhelm Röhrig zu Wirberg, die evangelische Pfarrstelle zu Hausen, im Regierungsbezirke Gießen, übertragen. Am 6. Mai wurde dem Katastergeometer K nee Witz zu Schotten das Patent als Geometer der ersten Klasse für den Regierungsbezirk Nidda ertheilt. Am 9. Mai wurde der Forstmeister des Forstes Waldmichelbach, Ludwig Wei di g zu Heppenheim, zum Forstmeister des Forstes Heppenheim — der Forstmeister des Forstes Battenberg Theodor Jäger zum Forstmeister des Forstes Wald- Michelbach und der Forstmeister des Forstes Vöhl, Georg Heinrich Kreissig zu Alienlotheim, zum Forstmeister des Forstes Battenberg, mit der Verbindlichkeit bis auf Weiteres den Forst Vöhl mit zu verwalten ernannt. Am 12. Mai wurde dem Rechnungskammer-Secretär Krebs die Besorgung der Geschäfte eines Secretärs und Registrators bei der Collegial-Prüfungö-Commission für das Finanz- und technische Fach übertragen. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die evangelische Schullehrerstelle zu Pfaffenbeeifurth, im Regierungsbezirke Erbach, mit einem jährlichen Gehalte von 192 fl. 30 kr., nebst einer Vergütung von 26 fl. für Heizung des Schullocals; die evangelische Schullehrerkelle zu Untermoffau, im Regierungsbezirke Erbach, mit einem jädrlichen Gehalte von 232 fl. nebst 10 fl. für Heizung des Schullocals; die zweite evangelische Schullehrerstelle zu Neckarsteinach, im Regierungsbezirke Erbach, mit einem jährlichen Gehalte von 250 fl., einschließlich 25 fl. Wohnungsentschädigung, wogegen die Heizung des Schullocals von der Gemeinde besorgt wird; die katholische Schullehrerstelle zu Trösel, im Regierungsbezirke Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 250 fl.; die katholische Schullehrerstelle zu Flockenbach, Kunzenbach und Gorxheim, im Regierungsbezirke Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 250 fl. Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundene Gegenstände. Eine Manchette, ein seidenes Band, ein Strickzeug, ein Kinderschuh, ein Kinderschirmchen und eine Spinnradspule mit Garn sind gefunden und auf Großh. Polizeibüreau dahier abgegeben worden. Gießen am 25. Juni 1850. Edictalladungen. 1275) Gießen. Oessentliche Bekanntmachung. Nachdem Johannes Seipp V. von Leihgestern von Gr. Hofgericht dahier für einen Verschwender erklärt und unter Curatel gestellt worden, bringt man dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß das Vermögen desselben, verpflichtende Rechtsgeschäfte, nur mit Einwilligung der bestellten Curatoren, Georg Faber II. und Peter Seipp von Leihgestern eingegangen werden können, und fordert zugleich die bekannten und unbekannten Gläubiger desselben auf, ihre Forderungen im Termin Freitag den 28. Juni d. I., Vormittags 9 Uhr, so gewiß dahier anzumelden, auch sich auf die ihnen wegen ihrer Befriedigung gemacht werdenden Vorschläge zu erklären, widrigenfalls sie, bei de 429 Ordnung des Schuldenwesens, keine Berücksichtigung finden resp. ihre Einwilligung in die Beschlüsse der Mehrheit unterstellt werden wird. Gießen den 31. Mai 1850. Gr. Landgericht. Ploch. 1256) Grünberg. Nachdem Gr.Hofgericht zu Gießen den förmlichen Concursproceß über das mit 810 fl. 9 fr. überschuldete Vermögen des Heinrich Harbach von Saasen erkannt hat, so werden alle diejenigen, welche aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche an denselben zu haben vermeinen sollten, hiermit öffentlich aufgefordert, ihre Ansprüche an denselben sogewiß im Termine Donnerstag den 18. Juli d. I., Morgens 9 Uhr, bei dem unterzeichneten Landgerichte anzuzeigen und zu begründen, als sie ansonst ohne ein weiter zu erlassendes Präclusivdeeret von der Concursmasse des Heinrich Harbach werden ausgeschlossen werden. Grünberg den 14. Mai 1850. Gr. Hess. Landgericht das. Welcker. Dr. Ortwein. 1255) Grünberg. Oeffentliche Aufforderung. In Sachen des Löb Wolf zu Merlau, als Cessionär des Heinrich Wöll daselbst, Klägers gegen Georg Münch llr. daselbst, Beklagter, hat der Kläger 400 fl. Braulgabe nebst Zinsen von Martinitag v. I. an, dem festgesetzten Zahlungstage, gegen den Beklagten eingeklagt, welche dieser seinem Schwiegersöhne, Heinrich Wöll zu Merlau versprochen und dieser ihm, Kläger, cedirt habe. Da des Beklagten Aufenthaltsort unbekannt ist, so wird derselbe hiermit öffentlich aufgefordert, binnen 60 Tagen, vom Tage deö ersten Erscheinens dieser Aufforderung in den öffentlichen Blättern an, sich sogewiß auf diese Klage zu erklären, widrigenfalls er derselben geständig erachtet, mit Einreden ausgeschlossen und zur Zahlung der 400 fl. sammt Zinsen und Kosten verurtheilt werden würde. Weitere Verfügungen in dieser Sache sollen lediglich durch Anschlag an der Gerichtsthüre bekannt gemacht werden. Grünberg den 31. Mai 1850. Gr. Hess. Landgericht das. Welcker. Emmerich. 1337) Grünberg. Nachdem Gr. Hess. Hofgericht zu Gießen über das Vermögen des Peter Sprankel III. zu Lumda den förmlichen Concursproceß erkannt hat, so werden alle diejenigen, welche aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche an denselben bilden zu können glauben, hiermit öffentlich aufgefordert, solche sogewiß in dem auf Donnerstag den 1. August d. I., Morgens 8 Uhr, anberaumtcn Liquidationötermine dahier anzuzeigen und zu begründen, als sie ansonst von der Concursmasse des Peter Sprankel III. ohne ein weiter zu erlassendes Präclusivdeeret werden ausgeschlossen werden. Grünberg den 12. Juni 1850. Gr. Hess. Landgericht das. Welcker. Dr. Ort wein. 1338) Grünberg. Oeffentliche Aufforderung. ' Ansprüche aller Art an den Nachlaß des Wilhelm Fuchs von Saasen und dessen Eheweiber, sowie dessen abwesenden Sohn Wilhelm sind binnen 4 Wochen sogewiß dahier anzuzeigen und zu begründen , widrigenfalls bei der Regulirung des ge- nannten Nachlasses keine Rücksicht auf diese Ansprüche genommen werden wird. Grünberg den 18. Juni 1850. Gr. Hess. Landgericht das. Welcker. Emmerich. Besondere Bekanntmachungen. 1344) Gießen. Die Wahrung der Besitzwechsel für 1850/61. Behufs der Wahrung der Ab- und Zugänge in den Steuerbüchern der Gemarkung Gießen sind die Besitzwechselurkunden als Kauf- und Tauschbriefe, Theilzeitel u. s. w. binnen 14 Tagen hierher abzuliefern. Wer es unterläßt, verfällt auf Anzeige in die gesetzlich bestimmte Strafe von 5 fl. Gießen den 24. Juni 1850. Der Bürgermeister-Vikar Rühl. 1252) Gießen. Da die von dem Stadtvorstande bewilligte Stundung der Gewebrgelder zu Ende v. M. abgelaufen und in der Sitzung vom 6. d. M. weiter beschlossen worden ist, daß es mir nunmehr obliege, mit deren Einziehung vorzuschreiten, so werden die Besitzer der Gewehre hiermit aufgefordert, das erste Ziel bis zu Ende d. M. an die Stadtkasse zu berichtigen. Gegen diejenigen, welche bis dahin keine Zahlung geleistet haben, wird das gesetzliche Beitreibungsverfahren — welchem sich bei dem Empfang der Gewehre unterworfen worden ist, — in Anwendung gebracht. Gießen den 13. Juni 1850. Der Stadtrechner Enders. Versteigerungen. 1332) Gießen. Bekanntmachung. Montag den 22. Juli l. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Rathhause dahier die dritte und letzte Versteigerung der zum Nachlasse deö Gr. Hofge- richtsralhs Dr. Pilger gehörigen Immobilien, Haus, Hofraithe und Garten, abgehalten und bei annehm- 430 baren Geboten die Genehmigung möglichst bald cr- theilt werden. Die Bedingungen werden bei der Versteigerung bekannt gemacht. Gießen den 18. Juni 1850. Gr. Hess. Stadtgericht. Muhl. Dr. v. Krug. 1325) Gießen. Montag den 29. Juli d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus die zum Nachlaß der Major v. Schmalkalders Wittwe auf freiwilligen Antrag deren Kinder dahier zustehenden Immobilien, als: Grundb. sJKlftr. ys87 36 Hofraithe in der Wallthorstraße, neben Hofgerichts-Advocat Faber, ’/sss 78 Grabgarten daselbst, Vs92 68 Grabgarten auf dem Brand, neben Karl Heinrich Magnus, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 24. Juni 1850. Der Beigeordnete Rühl. 1310) Gießen. Holzversteigerung im Revier Schiffenberg. Freitag den 28. Juni, soll in verschiedenen Districten der Rest der 1850r Holzerndte, bestehend in: 23 Stecken Buchen-Scheidholz, 8 » Eichen- „ 1 „ Nadel- „ 18 » Buchen-Prügelholz, 1% „ Eichen- „ 54 „ Nadel- „ %. Aspen- „ 2 „ Buchen-Stockholz, 28% „ Nadel- 25 Buchen-Wellen, 1600 Nadel- „ 21 Kiefern- und Fichten-Stämme, von 5% bis 10" Drchm., 16 Kiefern- und Fichteu-Stangen, von 2 bis 5" Drchm., öffentlich meistbietend versteigert werden. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini d. I. gestattet. Vom Milbieten bleiben alle Restanten von Doma- nialgefällen aus den Rechnungsjahren vor 1849 ausgeschlossen. Zusammenkunft Morgens 8 Uhr am Günters- grab, gegen 12 Uhr im Brauhof. Gießen am 20. Juni 1850. Der Gr. Hess. Revierverwalter des Reviers Schiffenbcrg. Vigelius. 1335) Gießen. Samstag den 29. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, sollen auf der Schleußeubaustelle bei Naunheim folgende Arbeiten an die Wenigstnehmenden versteigert werden: ö 1) Maurerarbeit bei Anlage eines Brunnens, veranschlagt zu . . . . . Zo st. 2) Reinigung von Pumpen und sonstigen Geräthen, veranschlagt zu. .... 12 „ 3) Transport dieser Gerüche von der Baustelle nach Gießen, veranschl. zu 25 n Sodann wird eine Quantität Gußeisen, Holzwerk, sowie ein Schoppen an die Meistbietenden versteigert werden. Gießen am 24. Juni 1850. Der Gr. Kreisbaumeister des Baubezirks Gießen. Holzapfel. 1330) Gießen. Freitags den 28. Juni 1850, Nachmittags 2 Uhr, M iil hiesigem Bürgerhospital die Lieferung von 50 Pfund Hammelwolle an den Wenigstnehmenden versteigert werden. Gießen am 24. Juni 1850. Der Rechner Lauer. 1299) Gießen. Grasverstelgermrg im Gießener Stadtwalde. Das Gras von den Schneisen und Blößen des Stadtwaldes, Schutzbezirk großer Stadtwald I. und H. Abtheilung, Fernewald und Srolzenmorgen, soll Donnerstag den 27. Juni l. I., Morgens 9 Uhr, auf dem hiesigen Rathhause öffentlich versteigert werden. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini d. I. gestattet. Die Herrn Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen am 21. Juni 1850. Der Bürgermeisterei-Vikar R ü h l. 1334) Allendorf a. d. L d a. Freitag den 28. Juni l. I., des Morgens 8 Uhr, soll das städtische Heugras von circa 21 Morgen Wiesen meistbietend öffentlich an Ort und Stelle versteigert werden. Die Zusammenkunft ist beim Unterthor. Allendvrf a. d. Lda. den 22. Juni 1850. Der Bürgermeister Merkel. 1331) Heuchelheim. Samstag den 29. l. Mts., Mittags 1 Uhr, soll auf der Rferdsweide das Heugras von 18 Normalmorgen öffentlich versteigert werden. Heuchelheim den 20. Juni 1850. Der Bürgermeister S t e i n m ü l l e r. (Hierzu eine Beilage.) Beilage zu.N 51 des Anzeigeblattes. Versteigerungen. 1336) Grünberg. Versteigerung einer Eisenlieferung. Die Lieferung des, zu circa 400 st. veranschlagte,,, großemheils aus Gußeisen bestehenden, eisernen Thürmgeländers für den Thurm der neuen Kirche dahier, soll Montag den 1. Juli d. I-, Vormittags 10 Uhr, auf dem Geschäftszimmer des Unterzeichneten öffentlich versteigert werden. Plan und Bedingungen liegen daselbst zur Einsicht bereit. Grünberg am 22. Juni 1850. Der Gr. Kreisbaumeister daselbst N o a k. 1333) Hanau. Versteigerung von sämmtlichen zur Pvsthalterei der FrauPoststall- meister Vogel Huber gehörigen Gegenstände, welche wegen Abgabe des Poststalls, Mittwoch den 10. Juli l. I-, von Morgens 10 und Nachmittags 2 Uhr an, in dem Poslhofe zu Hanau gegen gleich baare Zahlung stattfinden wird, und zwar: 34 Pferde, 6—11 jährig, eine Droschke, 4 grün lackirte Wagen mit Glasjaiousien, ein sechssitziger Personenwagen, 6 Chaisen, gelb lackirt, ein Kastenwagen mit eisernen Achsen, ein großer Leiterwagen, 3 Felleisenkarren, sämmtlichc Pferdegeschirre, Sättel, Kummete rc., ein seiner Sattel, mehrere plattirle und lackirte zweispännige Geschirre, ...... ein ganz neues Geschirr für einen vterspannt- gen Zug, ein Jagdschlitten mit Zubehör. Hanau am 20. Juni 1850. 1291) Inheiden. Grasverstetgerung zu Inheiden. Donnerstag den 27. d. M., Vormittags 9 Uhr, soll das Heugras von circa 200 Morgen hiesiger Gcmeindewiesen öffentlich meistbietend versteigert werden. Man ersucht die Gr. Bürgermeister dies öffentlich bekannt machen zu lassen. Inheiden den 18. Juni 1850. Der Gr. Bürgermeister H a n i ck e l. 1320) Gießen. Montag den 1. Juli, sollen in dem Hause des verstorbenen Schuhmachermeisters Nikolaus Berg in der Löwengasse die zu dessen Nachlaß gehörigen Mobilien, bestehend in Beltwerk, Weißzeug und Hausgeräthschaften öffentlich meistbietend versteigert werden. Zugleich werden alle diejenigen, welche noch Forderungen an meinen verstorbenen Schwiegervater, so wie Zahlungen an denselben zu leisten haben, ausgefordert, dieselben innerhalb 14 Tagen bei mir zu ordnen. Wilh. Stein, Büchsenmacher. 1303) Gießen. Donnerstag den 27. d. M. und die folgenden Tage, Mittags 2 Uhr, sollen in dem Nebenhause der Frau Rathschöff Seipp, am Seltersthor, Svpha's, Stühle, Bettladen, Schränke, ein Schreibpult, Spiegel, Bettzeug, Flaschen, Küchengeschirr, Waschgcräthe ic., öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 19. Juni 1850. Chr. PH. Vogel- Feilgeboten. 1347) Gießen. In jeder Haushaltung unentbehrlich. Essence vestimeiitale. Das einzige unfehlbare Mittel zur vollständigen Vertilgung jeder Art von Fettflecken aus allen Stoffen, Seiden- und Wollenzeuge, ohne davon Farbe und Glanz zu beeinträchtigen. Unter Garantie des Erfolges das Glas zu 36 kr. Niederlage bei H. Treppinger. 1327) Gießen. Gefrorenes bei Louis Lind. 1341) Gießen. Gute Kartoffeln, die Meste zu 12 kr. sind zu verkaufen bei Wittwe Petri am Neuenweg. Zu vermiethen- 1340) Gießen. In dem Nebenhäuschen bei Buchbinder H. Hoffmann ist eine Stube zu vermiethen. N. Wendel, Schuhmacher. 1328) Gießen. Das seither von Herrn Hos- gerichls-Secretär Balser bewohnte, und mit allen Bequemlichkeiten versehene Logis ist anderweit zu vermiethen und bis den 1. September d. I., auf Verlangen auch eher, zu beziehen. Daniel Stamm. Vermischte Nachrichten. 1326) Gießen. Ich beabsichtige eine Partie Sbirting-Hemden machen zu lassen. Die zu dieser Arbeit Lusttragenden wollen sich bei mir anmeldeu. Gießen den 24. Juni 1850. G. E. Böhm. 1289) Gießen. Zum Frankfurter Journal werden Mitleser gesucht. Näheres bei Ausgeber dieses Blattes. 432 1339) Hungen. An die Covftitntionellen Oberhessens. Zur Beralhung in Bezug auf die bevorstehenden Wahlen zur ersten und zweiten Kammer der Stände des Großherzogtbums Hessen wird nächsten Sonntag, den 30. d. M., von Vormittags 10 Uhr an, eine Versammlung der Constltutionellen Oberheffens in Hungen (als in der Mitte der Provinz gelegen) staltfinden. Man erlaubt sich, zu dieser Versammlung hiermu freundlich einzuladen: die Reichstags- und Ständemitglieder der constitutionellcn Partei, die Mitglieder der constltutionellen und der bestandenen Reichs- und Landtags-Wahlvereine und Comite's, sowie die sonstigen Anhänger der constitutionellen Sache. Die Zusammenkunft ist im Solmscr Hof. Hungen am 25. Juni 1850. In Auftrag des vaterländischen Vereins zu Gießen, des Bürgervereins zu Friedberg und für den Volksverein der oberen Wetterau zu Hungen: K. L. Hunsinger. 1324) Gießen. Auf die Annonce des JustuS Kann und Heinrich Rothange in Nr. 50. des Gießener Anzeigeblatts muß ich zur Rechtfertigung des Stadtvorstandcs Folgendes erwidern: Nachdem die Soumission und die erste Versteigerung kein für die Stadt erspricsliches Resultat geliefert hatte, wurde eine zweite Versteigerung anberaumt und diese den anwesend gewesenen Concurrenten, insbesondere dem JustuS Kann, dem Letztbietenden und Kompagnon von Heinrich Rothauge, speciell bekannt gemacht. Ersterer war auch bei der zweiten Versteigerung anwesend, hatte somit hinreichende Gelegenheit, sein und seines Compagnon Interesse vollständig zu wahren. Die angeordnete und deut Ausrufer Moll übertragene öffentliche Versteigerung unterblieb durch die Unachtsamkeit des Letzteren, dem hierüber ein ernstlicher Verweis ertheilt wurde! Gießen den 22. Juni 1850. Der Bürgermeister-Vikar Rühl. 1346) Gießen. Ein auf Möbel geübter Arbeiter kann dauernde Beschäftigung erhalten bei M a r g u t h. 1343) Gießen. Zu der Anfang Novembers stattfindenden Bücherversteigerung, in welcher auch die Bücher des verstorbenen Hrn. Prof. v. Madai vorkommen, werden noch bis Ende Juli Bücher angenommen. Gießen den 24. Juni 1850i Ehr. PH. Vogel. 1329) Gießen. Ausländische Zins - Coupons und verlooste Obligationen welche am 1. Juli zahlbar sind, werden zum höchsten Cours auebezahlt von A. Heichelheim,. Seltersweg. 1345) Gießen. Alle Samstag, Abends 5 Uhr, Pistolen-Seheibeuschießen auf dem Hardthofe, wo jeder Liebhaber seine eignen Pistolen dazu benutzen kann, werden aber auch von dem Unterzeichneten durch eine geringe Vergütung gestellt. Wilh. Stein, Büchsenmacher. 1342) Gießen. Die Nummern 94, 51 und 10 haben die Reisetaschen gewonnen. Katharine Koburger. Fremden vom 22. bis 25. Juni 1850 Angekommene und abgereifte I n den Gasthäusern. Im Rappen: Hrn. fifl. Schumann v. Frankfurt, Hartung v. Köhl, Prahne v. Cöln, Dilthep v. Paris, Schmidt v. Mainz, Königsberger v. Dietz, Lödlotz v. Baden u. Roth- fchild v. 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