1SSO. M SS Amtlicher Theil. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 st. 30 kr., kür Auswärtige inet. Postaufschlag 1 st. 42 fr. Mittwoch den 2Ä. Juli Auswärts abonnirt man stch bei allen Postämtern In Gießen bei der Erped. (Eanzleiber-, Lit. B. Nr. 1.) - EinrücknngSgebühr für die gespaltene EorpuSz-lle 2 kr. BekernNtmerchnng, die Aufnahme eines Capitals von Zwei Millionen Gulden für den Eisenbahnbau betr. In Gemäßheit des Art. 2 des Gesetzes vom 16. Juli 1842, ben Sfrutt"b stfinben^w bahnen im Großherzogthum betr. (Regierungsblatt Nr. 25), wonach die ?umBau der m .... c^nds einbarten Haupt-Eisenbahnlinien, sowie zur ersten Anschaffung des Betnebömatenalö crf $ » auf dem Wege der öffentlichen Anleihe aufgebracht werden sollen, ist beschlossen worden, ” Main-Weser-Eisenbahn ein weiteres Anlehen von Zw e l M l l l l o n e n G »l d e n zu emem Zmsf ß von 4'/2 Procent jährlich aufzunehmen und dasselbe im Wege der Soumisffon zu beg , - h bare Gebote erfolgen. Es wird zu diesem Behufe daher Folgendes bekannt gemacht: 1) Die Concurrenten werden eingeladen: , im Sitzungssaale des Gr. Finanzministeriums ^rsönllch oder durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte ihre in dem Anhänge (Nr. 2) beigedruckten Formte verfaßt sein. Jede wesentliche Abweichung davon hat die Nichtberückstchtigung der Soumisston zur Folge. 2) Wenn mehrere Personen sich zur Abgabe einer Sommsgon vereinigen, so sind sie für dre Erfüllung der durch dieselbe einaegangenen Verbindlichkeiten solidarisch .... , ®e W st- dl- ®*”gung aller auf da« Astche» Wt« ®*f‘= «"'» BMllmachdgtt» Bch-llmg -i»-S w™ tarn di- Gr. S,aal«f»uld-nlllgu»g«e auch da»» fo.hr», MM d-r Unternehmer eine einzelne Person, aber nicht dahier wohnhaft ist. 3) Nach 12 Uhr wird keine Soumission mehr angenommen. , wwftortiim Um 12 Uhr wird die bis dahin versiegelt auf dem Sitzungstffch medergelegte, vvn dem Gr. Mn stenum der Finanzen im.Voraus getroffene Bestimmung des niedrigsten Gebotes, unter welchem das Anlehen nicht vergeben werden kann, eröffnet, und hierauf folgt die Eröffnung der bis, dahm emgelang>en Sommssionem 8 Finden sich unter diesen letzteren solche, welche das festgesetzte oder wird das Anlehen sofort an denjenigen Soumittenten, oder diejenige Gesellschaft vergeben, welcher oder welche das höchste Gebot eingereicht hat. Unter mehreren, gleich annehmbaren Geboten entscheidet das Loos. ™ 4) Jeder Soumittent bleibt an sein Gebot gebunden, bis die Nlchtannahme desselben von der R g g 5) Ueber das Anlehen werden 4*/2 procentige Partialobligationen ausgefertizt, welche auf den Inhaber lauten. Den Partialobligationen werden Zinöcoupons beigcfügt. , .-eber Die Summen, auf welche die Partialobligationen lauten, sowie die Betrage, tn welche f J Gattung ausgefertigt werden sollen, bestimmt das Gr. Ministerium der Finanzen unter billig Ich tigung der Wünsche des Gläubigers. der Stadt und des Regierungsdezirks 486 6) der Zins der Partialobligationen beginnt mit dem 1. September d. I. und wird halbjährig am 1. März und 1. September bei allen Gr. Staatskassen und in Frankfurt a. M. bei dem damit beauftragt werdenden Banquicrhause gegen Ablieferung der Zinscoupons kostenfrei und ohne Abzug bezahlt. 7) Der Darleiher hat die ganze von ihm nach seinem Gebote zu zahlende Summe in grober süddeutscher Münze oder auch in Gr. Hess. Grundrentenscheinen kostenfrei an die Gr. Staatsschuldentilgungskasse zu zahlen. Er erhält für diese Summe nach Maßgabe seines Gebotes Partialobligationen. Er zahlt das Darlehen in Summen von beliebiger Größe gegen jeweilige Auslieferung einer entsprechenden Anzahl von Partialobligationen, jedoch dergestalt, daß mindestens je Ein Zehntheil zu Ende August d. I. und zu Ende jedes der folgenden 9 Monate und daher das ganze Darlehen bis zu Ende Mai 1851 einbezahlt ist. Bei Einzahlungen vor dem 1. September d. I. zieht der Darleiher den Zins der die baare Einzahlungen deckenden Partialobligationen vom Zahlungstage bis Ende August ab. Von den Einzahlungen nach dem 1. September d. I. zahlt er der Gr. Staatöschuldentilgungskasse den auf den auszuhändigenden Partialobligationen haftenden Stückzinö vom 1. September d. I. an bis zum Zahlungstage baar mit dem Capitale. 8) Der Darleiher stellt zur Sicherheit der Großh. Staatsschuldentilgungskasse für die Erfüllung der übernommenen Verbindlichkeit eine dem zehnten Theile des Darlehens gleichkommende Caution durch faust- pfändliche Hinterlegung von Schuldscheinen bei dieser Casse. Von dieser Caution wird bei jeder Einzahlung der entsprechende Thcil zurückgegeben. Als Faustpfand werden nur Gr. Hess. Staatspapiere oder Staatspapiere anderer deutscher Staaten, und zwar alle diese Papiere in dem zur Zeit der Hinterlegung in Frankfurt a. M. bestehenden Course angenommen. Wenn der Cours dieser Papiere um drei oder mehrere Proeente sinkt, so hat der Darleiher die Deckung sogleich zu ergänzen. Die Cautionspapiere müssen spätestens 3 Tage nach der Vergebung des Anlehens mit einem doppelt ausgefertigten Verzeichnisse der Gr. Staatsschuldentilgungskaffe übergeben werden. 9) Erfolgt die Einzahlung nicht bis zu den unter 7 bestimmten Terminen, so hat die Gr. Staatsschuldentilgungskasse das Recht, vom Ablaufe dieser Termine an den 4'/2 procentigen Zins von dem nicht rechtzeitig einbezahlten Nominalcapitale zu verlangen. Wird die Zahlung um 14 Tage verzögert, so steht ihr, ohne vorgängige Aufforderung zur Zahlung, die Bcfugniß zu, die Partialobligationen, welche der Darleiher hätte in Empfang nehmen sollen, auf dessen Rechnung öffentlich zu verwerthen und, insoweit der Erlös für Capital, Zinsen, Kosten und Schaden nicht zureicht, sich an das Faustpfand zu halten. Bei Rechtsstreitigkeiten, welche in dieser Beziehung entstehen könnten, unterwirft sich der Darleiher der Entscheidung des Gr. Stadtgerichts dahier, vorbehaltlich der gesetzlich zulässigen Rechtsmittel an die kompetenten höheren Gerichte. 10) Hinsichtlich der Deckung des Zinsbedürfniffes und der allmählichen Rückzahlung des aufzunehmenden Anlehens, sowie der für das Anlehen bestehenden Garantie finden die Bestimmungen in den hierunter (Anhang 1) besonders abgedruckten Art. 3 bis 6 des Gesetzes vom 16. Juli 1842 ihre Anwendung. 11) Die rückzuzahlenden Kapitalbeträge können nach Wahl der Gläubiger bei der Gr. Staatsschuldentilgungskasse dahier oder in Frankfurt a. M. bei dem mit der Zahlung der Zinsen beauftragt werdenden Handlungshause erhoben werden. Darmstadt den 12. Juli 1850. Großherzoglich Hessisches Ministerium der Finanzen. F. v. S ch e n k. Schleiermacher. (Schluß folgt.) Gießen den 18. Juli 1850. Instruction, die Bezeichnung gleichnamiger Ortseinwohner und die Wahrung der Namenöveränderungen betr. Das Großherzoglich Hessische Landgericht Gießen an die > sämmtlichen Gr. Bürgermeister des Bezirks. Unter Bezug auf die in der Nr. 34 des diesjährigen Regierungsblatts erschienenen Instruction vom 2. d. M. und zur Befolgung des §. 9 derselben, werden Sie hiermit angewiesen, bei Einsendung von Taxationen zu Schuldverschreibungen, von Fragebogen bei Veräußerungen und Verkäufen, von Theil- zettels-Entwürfen stets die Steuerzettel des Veräußerers und Erwerbers oder des Hypotheken- stellers mitzuschicken. Ploch. 487 Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundene Gegenstände. Ein Federmesser mit mehreren Klingen, eine Brieftasche, ein Kinderschuh und ein Geldbeutel mit einigem Gelbe sind gesunden und auf Gr. Polizeibüreau dahier abgegeben worden. Gießen am 23. Juli 1850. Edictalladung. 1533) Atzbach. Die Kinder des verstorbenen Försters Lauzendörfer zu Salzböden resp. deren Vormünder haben den Nachlaß nur Unter der Rechls- wohlthat des Inventars angelrcten und zugleich neben Dindieation der vorhandenen mütterlichen Mobilien eine baare Jllatcnfordcrung der verstorbenen Mutter von 466 fl. 20 kr. angemcldet. Zur Regulirung des Nachlasses werden alle, welche Ansprüche an denselben zu machen haben, hierdurch aufgefordert soll'. e tut Termin Montag den 12. August d. I , Vormittags, sogcwiß dahier anzumclden, als sie sonst die ihnen aus der im Termine erfolgenden Verfügung über den Nachlaß entstehenden Nachtheile sich selbst bei* zu messen haben. Atzbach den 11. Juli 1850. Die Gerichts-Commission Diesterwe g. Der Bürgermeisterei-Vicar R ü h 1. entscheiden wird. Gießen am 24. Juli 1850. 1538) Besondere Bekanntmachungen. Bekanntmachung, die Wahl zur zweiten Kammer der Vandstande. Die Liste der Stimmberechtigten sür die Wahl zur zweiten Kammer wird für drei Tage, nämlich den 26 27 und 28 Juli l. I. auf dem hiesigen Nachhause offen gelegt werben, damit während dieser drei Taae Jedermann Einsicht davon nehmen Und auch binnen dieser Frist, aber nicht spater, deshalb Einwendungen und die Nachweisungen dafür bei der Wahl-Commission Vorbringen könne, welche daru er 1506) Gießen. Die am 15. d. Mts. fällig gewesenen Pachtgelder von Triebvierteln und sonstigen städtischen Grundstücken sind innerhalb 8 Tagen zur Stadtkasse zu berichtigen. Gießen den 18. Juli 1850. Der Stadtrechuer Enders. 1505) Gießen. Die Schulgelder vom H. Quartal d. I. sind binnen 8 Tagen zur hiesigen Stadtkasse zu bezahlen. Gießen den 18. Juli 1850. Der Stadtrechner Endprs. Versteigerungen. 1507) Rodheim. Montags den 29. d. Mts. , Morgens 8 Uhr, sollen dahier meine Winterfrüchte, Korn und Walzen im Gebund, und meine Sommerfrüchte auf dem Halm, an Ort und Stelle versteigert werden, wozu ich Kaufliebhaber höflichst einlade. Die Zusammenkunft ist in meiner bisherigen Wohnung dahier. Rodheim den 17. Juli 1850. Bernbeck, Steuer-Einnehmer. 1528) Gießen. Das Ab- und Aufschlagen des Männer- und FrauenbabcS soll Samstag den 27- d. M., Abends 6 Uhr, in der Pulvermühle anderweit an den Wenigstnch- n,enden versteigert werden, wozu Steigliebhaber eingeladen werden. Gießen den 15. Juli 1850. Der Direetor des Badeverems Dr. Diehm. Feilgeboten. 1487) Gießen. Ich habe gegen 6 Morgen Ackerland in mehrjährigen Pacht abzugeben, und diejenigen, welche zur Uebernahme derselben geneigt sein sollten, belieben die Bedingungen bei mir ein« zusehen. Louis Labroisse. 1542) Gießen. Eine stark gebaute Reise- Chaise zum Ein- und Zweispännigfahren, nebst gut im Stande befindlichem Pferdegeschirr ist zu verkaufen. Näheres zu erfragen bei Kaufmann Jughardt. 1525) Gießen. Gut gebrannte Backsteine sind zu haben bei Gottlieb Strauch, Maurermeister. 488 1543) Gießen. Neue Häringe empfiehlt I. G. Appel. 1541) Gießen. Schöne Erbsen, die Mcste 48 fr. sind zu haben bei Kaufmann Jughardt. 1527) Gießen. Breite und krause Endivien- Pflanzen, grüne und blau-gefüllte Kohlpflanzen, Sauerkirschen zum Cinmachen, Früh-Kartoffeln verkauft jederzeit L. Hartmann in der Schanz. 1530) Gießen. Aus der Ziegelhütte des Unterzeichneten können 20,000 Stück hartgebrannte Backsteine, vorzüglicher Qualität, das Tausend zu 10 fl. abgegeben werden. Hungen den 19. Juli 1850. Ph. Hildebrand. Zu vermiethen- 1535) Gießen. Eine Familienwohnung ist zu vermiethen und bis den 15. August beziehbar bei Philipp Brück, auf dem Selteröweg. 1417) Gießen. Ein Familien-Logis, bestebcnd aus 3 Stuben, Küche, Kammer, Keller und Holz- platz, ist zu vermiethen und sogleich beziehbar bei Georg Lony auf dem Neuenweg. 1352) Gießen. Eine Scheuer ist zu vermiethen bei Wilh. Schmall. Vermischte Nachrichten. 1532) Gießen. Die gewesenen Hessischen Freiwilligen Jager dahier haben sich ver- einigt, Donnerstag den 1. August, Nachmittags 4 Uhr im Philosophen-Wald dahier bei einer Waldparthie ihre Erinnerungen als Hessische Veteranen zu feiern. Sie laden hierdurch auch diejenigen ihrer Waffenbrüder in der Stadt und Umgegend, welchen die in hiesiger Stadt in Umlauf gesetzte Subscriptions-Liste nicht zukommen sollte oder könnte, zur Theilnahme ein und bemerken, daß durch einen Wirth für Speisen und Getränke gesorgt wird und daß auch Nichtveteranen durch Veteranen eingcführt werden können. Wenn ungünstige Witterung eintreten sollte, so wird ein anderer Tag bekannt gemacht. Gießen den 23. Juli 1850. Der Ausschuß der gewesenen freiw. Jäger und Namens desselben Schafstädt. 1529) Gießen. CH. Haubensack von Gönningen kommt Anfangs Sept. d. I. hierher, wovon er seine bisherigen geschätzten Kunden, sowie alle Blumen- und Gartenfreunde vorläufig in Kenntniß setzt und bemerkt, daß, da im vorigen Jahre einige Saamenhändler sich erdreiß't hatten, unter seinem Namen Sämereien und Blnmenzwübeln hier zu verkaufen, so macht er seine geehrten Geschäftskunden und Blumenfreunde besonders hierauf aufmerksam. 1531) Gießen. Die Mitglieder des Vereins für Selbstbacken werden ersucht Mittwoch den 24. l. M., Abends 8 Uhr, im Saale des Gasthauses zum Prinzen Carl zu einer Berathung und Beschlußnahme über einen erheblichen Gegenstand zusammen zu kommen. Gießen den 23. Juli 1850. Der Vorstand. 1534) Gießen. Meine vor mehreren Jahren selbst erfundene und selbst verfertigte Bohncnschneid- maschine bringe ich hiermit einem verehrlichen Publicum in empfehlende Erinnerung. Darauf reflec- tirende wollen ihre Bestellungen gefälligst bei Hrn. Ehr. Jughard in der Walllhorstraße und Hrn. Johannes Jughard auf dem Seltersweg abgeben. Daniel Stamm. 1537) Gießen. Hiermit zeige ich ergebenst an, daß ich mich als Herrnkleidermacher etablirt habe und bitte ich unter Zusicherung reeller und prompter Bedienung um geneigten Zuspruch. H. Rothenberger, wohnhaft bei Hrn. Bäckermeister Löber am Lindenplatz. 1539) Gießen. Bei meiner Abreise nach Amerika, sage ich allen meinen Freunden und Bekannten, die ich nicht noch besonders sprechen konnte, ein herzliches Lebewohl. .Karoline Möhl. 1540) Gießen. Bei Schreinermeister Jacob Köhler I. finden 2 Gesellen auf Möbel dauernde Beschäftigung. 1474) Gießen. Kunstfenerwerk Unterzeichneter beabsichtigt, Sonntag den 3. August d. I. ein großes brillantes Amckfeuerwerk mit Musikbegleitung abzubrennen; wozu eine Pränumeration eröffnet worden ist und der Pränu- mcrirendc die Karte, erster Platz für 18 fr- erhält. Kasstnprcis 24 fr. Da ich den Schauplatz diesmal nicht auf dem Trieb, sondern ganz in der Nähe der Stadt anordnen werde, so hoffe ich recht zahlreiche Unterschriften zu diesem Unternehmen zu erhalten. Subscriptionslisten liegen bei Herrn Römer und in meiner Wohnung offen. Carl Mathias, Brandgasfe, Lit. A. Nr. 147. (Hierzu eine Beilage.) Beilage zu .N 59 des Anzeigeblattcs Vermischte Nachrichten. 1544) Gießen. Musikalische Unterhaltung. Samstag den 27. d. M. spielt die Blechmusik der Bürgerwehr, Abends 8 Uhr in dem LooS'schen Wirthschaftsloeale. Eintritt 6 fr. 1526) Gießen. Die seidene Mantille hat Nro. 150 gewonnen. Catharine Koburger. 1437) Lehrlings-Gesuch. Ju einem Buchbinder- und Galanterlegeschaft wird ein braver junger Mensch in die Lehre gesucht. Zu erfragen bei der Erped. d. Bl. 1546) Gießen. Nächsten Samstag und Sonn- tag spielt die ganze Offenbacher Negimentsmuffk in meinem Garten. Das Nähere wird noch später bekannt gemacht. Joh. Heinrich Busch, im Garten. Angekommene und abgereiste Fremden vom 20. bis 23. Juli 1850. Im Rrin-. Carl! HlN. Kfl. Arndt V. MaMj, Mathat v. Marburg, Rodenberg v. Bingen u. Christel v. Dübel, prn. Geschäftsl. Lenz v. Bellnhausen, Löwenstem v. Limburg, Lang v. Gedern, Rühl v. Obermürlen, Wolf v. Fulda u. Damm v. Betzenrod. $>r. Kister, Oecon. v. Lang- beck. Sun. Spedit. Borger v. Offenbach, Rapp v. Patzfeld u. Rausch v. Großeichen. Pr. Schmidt, Partik. v. Frankfurt pr. Kromm, Bierbr. v. Schotten. Hr. Haubensack, Samenhndlr. v. Gönningen. Pr. Müller, Jnstrum. v. Marburg. Hr. Ritter, Lehr. v. Mainz. Hr. Schierholz, Stud. v. Marburg. Im Darnistaedler Haust Hrn. Geschäfts!. Stvrell v. Eudorf, Kalbsteisch v. Liederbach, Simon v. Salzbach, Burkhard v. Reisenberg, Brül v. Frankenhain, Braun v. Winterberg, Weil v. Biedenkopf, Ewald v- Forst u. Brofius v. Friedberg. In den Privathäusern. Bei Hrn. Sattl. Senner: br. Reißer v. Frankfurt.— Bei Hrn. Geom. Euler: Fr. Steuercomm. Butz v. Schot- ten. — Bei Hrn. Kfm. Wallach: Hr. Wallach, Kfm. v. Zwesten. - Bei Hrn. Lehr. Weigand: Hr. Weigand, Re- vierfstr v. Steinfurt. — Bei Hrn. Gpmnas. Fresenius: Hr. Klingelhöffer, Stud. v. Butzbach. — Bei Hrn. Telegr. Dallenscheidt: Fr. Crones *>. Bonn. — Bei Fr. Oberstnr. Neuß: Frl. Sellbeim v. Schotten. — Bei Wtw. Pfeü: Fr Pfeil v. Worms. — Bei Hrn. Schneider: Hr. Schmidt Partik. v. Marburg. — Bei Hrn. Superintendent Simon: Hr Kölner, Gpmnas. v. Darmstadt. - Bei Hrn. Conduct. Hainer: Frl. Struth v. Lauterbach. — Bei Hrn. Avotbek. Witte: Frl. Vigelius v. Dodenau. — Bei Fr. Landr. peinzcrling - Fr. Jäger v. Darmstedt. — Bei Hrn. Condlt. Hopfner: Fr. Major v. Schenck v. Rülfenrod. — Bei prn. Revis Stock: Hr. Schwörer, Cand. v. Langen. — Bei Hrn. Canzlist Weidig: Fr. Otterbein v. Schlitz. - I n d e n Gasthäusern. Im Raupen-. Hr. Krüger, Privatm. v. Cassel. Hr. Brczelbauer, Rent. v. Königsberg. Hr. Scharnhorst, Fabr. u. Hr. Mallzart, Rent. v. Breslau. Hrn. Kfl. Dell v. Frankfurt, Schwab v. Cöln, van d. Kron v. Lüdenscheid, Span v. Frankfurt, Klein v. Offenbach, Dahlham v. Coln u Goß v. Berlin. Hr. Baron v. Lumink, MaM v. Berlin. Hr Brelarius, Stud. v. Berlin pr. Schupper, Pfr. v. Creuznach. Fr. v. Frcgplowski v. Breslau. Pr. Nover, Act. v. Frankfurt. Hr. Harig, Wagenfabnk. v. Mainz, pr. Knorr, Partik. v Darmstadt. Hr. Großbanns, Geom. v. Ludwigsburg. Pr. Stürmer. Partik. v. Frankfurt Prn. Fabrik Dulrost v. Mannheim u. Diemer v Ladeuburg. Hr. Lerch, Landr. v Darmstadt. Hrn. Kfl. Roßmann v. Berlin, Stinnes v. Mühlheim, Haas v. Cöln, Schindler v. Iserlohn, Brake v. Amsterdam, Berger v. parlowitz u. Rosenhain v. Mainz. Im Einhorn: Hr. v. Holst, Edelm. v. Litfland. Hr. Schwarz, Fabrik, v. Fulda. Hr. Kühl, Anwalt v. «tral- sund. Hr. Steuernagel, Bauaufs. v. Biedenkopf, pr- Spruckmann, Baum. v. Frankfurt. Fr. Douglas u. Frl. Zuge v. Königsberg. Pr. Theis, Rentm. v. Cafffl. Vr. v. Kesgkp, Part. v. Berlin. Hr. v. Horlefeld, Gutsbcs. v. Liebenberg. Hr. Vait, Oecon. v. Marburg. Hr. pofTet, Bürgerm v. Braunfels. Hr. Geistlich, Oecon. v. Marburg. Hr. v. Framiriß, Gutsbes. v. Sormi. Hrn. Kfl. Hallo v. Berlin, Bamberg v. Frankfurt u. Raßmann v. Lennep, pr. Spangenberg. Gpmnas-Lehr. v. Hanau, pr. v Mcper, Gch.-Justizr. v. Cassel. Hr. Büchner, Maler v. Düsseldorf. Pr. Jrle, Revierverw. v- Altenlotheim. Hr. v Haller, Offiz, v. Berlin. Hr. v. Rau, Hauptm. v. Hanau. Hrn. Kfl. Weisbrod v Düsseldorf u. Bergmann v. Bingen. Hr. Heim Dr. u. Hr. Frink, Control, v. Salzungen. Hr. Julius, Cadet v. Wetzlar. Hr« Stolberg, Graf v. Ludwigswunsch. P n n Novelle von iGermd hu Gus§Ä. (Fortsetzung.) 2. Der hochstämmige Wald wurde immer dichter, die Kronen der Bäume schlossen sich zusammen, so daß eine lichte grüne Dämmerung, wohllhuend dem Sinne, ringsumher waltete. Endlich war ein hell- goldener Punkt sichtbar, wurde größer, wurde zur freien Lichtung, die sich vor den Gefährten öffnete t e s. und das Jagdschloß mit seinen alterthümlichen düstern Mauern sah ihnen entgegen. Tiefe Stille! Kein Mensch ließ sich blicken, es war, als seien auch die wenigen Bewohner des einsamen Hauses nicht daheim. „Sonderbar!" murmelte der Baron Althof. „Kutscher, hat Er den Hufschlag noch gesehen?" „Frische Spur — bis hierher," versicherte der Kutscher. „Sehen Ew. Gnaden doch — im Linksgalopp dicht am Gleise. Dort ist er auf den Rasen übergegangen." 490 Sie kamen näher, der Wagen rollte vor das Hauptgebäude, ein Kopf wurde am Fenster des Erdgeschosses sichtbar: es war aber nur eine neugierige Magd, deren rothes Kopftuch gleich wieder verschwand. Doch hörte man ein Paar Thüren zuschlagen und während die Herren ausstiegen, erschien der Casteüan, höflich die Mütze unter den Arm drückend, um die unerwarteten Gäste, die er nicht kannte, zu bewillkommnen. Von seiner Herrschaft war Niemand dabei, wie er sich gleich überzeugte. „Ist Herr von Falken hier abgesessen?" fragte Graf Lobenstein. „Daß ich nicht wüßte! Habe gar nicht die Ehre den Herrn zu kennen," erwiderte der Castellan. „Ein Cavalier auf einem Stumpfschwanze mit schöner Blässe und vier Weißen Beinen," sagte Baron Althof. Unsere modernen Pferdeliebhaber werden über dies groteske Signalement lächeln, damals — wir meinen vor einigen vierzig Jahren — war aber der Geschmack anders und Pferde mit Abzeichen wurden ganz besonders geschätzt. Der Castellan versicherte, weder ein so ausgezeichnetes Roß, noch überhaupt einen Reiter gesehen zu haben — und die. drei Herren blickten einander fragend an. Ueber Dellhcims Gesicht schoß plötzlich eine Helle Glut. „Er ist uns ausgewichen," sagte er mit einem Tone, klar und scharf wie ein Trompetenstoß. „Prenez garde!" erwiderte Baron Althof ernsthaft. „Sie sprechen von meinem Freunde —" „O, still doch!" unterbrach ihn Graf Lobenstein. „Kein neues Engagement! Was Herr von Dellheim eben hinwarf, ist durchaus nicht in schwerfälligem Sinne zu nehmen. Ausgewichen ist uns Falken, denn er hat einen Richtsteig eingeschlagen und wird das Jagdhaus umritten haben. Gewiß wartet er längst auf uns bei den drei Fichten." „Brechen wir auf denn!" sagte Baron Althof ceremoniös. Der Graf gab dem Kutscher Befehl nicht auszuspannen und nahm das schon erwähnte- Kästchen, welches Charles in die Wagentasche gesteckt hatte, an sich. „Hier sehe ich noch andere Gegenstände," sagte er und zeigte auf drei Flaschenhälse, welche aus der Tasche am entgegengesetzten Schlage blickten. „Ihr Charles ist ein wahres Kleinod von Valet- de-chambre. Wenn der gute Falken nicht so entetirt wäre, hätten wir erst frühstücken können — nachher wird es vielleicht Einem oder dem Andern nicht munden." (Fortsetzung folgt.) Gemeinnütziges. Mittel wider die Maulwürfe. Am bewährtesten zur Vertreibung der Maulwürfe zeigt sich der Schweine- und Ziegenmist. Auf Wiesen, die man mit Schweinemist düngt, wird man selten Maulwürfe spüren. Da man aber Schweine- und Ziegenmist selten in solcher Menge haben wird, um große Wiesensturen damit bedüngen zu können, so kann man sich leicht damit helfen, daß man blos in jeden Maulwurfshaufen einige, wo möglich frische Ziegenlorbern thut. Cours «ler Staats-JPa pierc. Frankfurt, den 22. Juli 1850. (Schluss der Börse.) pCt. Papier Geld 1 pCt. Papier Geld Oestreich . . Metalliq. Obligat . . 5 82‘/a 827, Baiern . . . Obligationen ..... 37, 84 837, ditto ditto . . . 47, 72V, 72 Würtemberg Obligationen b. Kolbs. 47, 985/g 987, ditto ditto . . . 4 647, 1190 637, Neue Würtemberg. 37, 8a7, 847, Bank-Actien..... 3 1180 Nassau . . . Obligationen b. Roths. 37, 87 867, fl. 250 Loose h. Roths. 1017, 1007, ditto ditto 5 1037, 1027, 11. 500 ,, ditto 1567, 1557 Frankfurt. . il. 25 Loose..... 257, 25 7, Bethmann. Obligat. 4 — 677. Obligationen ..... 3 — 811/* ditto ditto 41/, — 787, ditto v. 1839 37, 9°7, 947- Preussen . . Staatsschuldscheine 37, 877, 87 ditto v. 1846 37, 92 91 /j Prämienscheine 1077. Holland. . . Taunusbahnactien . . 295 293 Darmstadt . 11. 50 Loose ..... 767, 767. Integrale ....... 27, 571/, 57 11. 25 ditto...... 28 277. Holländische ..... — •— — Obligationen..... 37, 857, 847, J ) Syndicats....... 37, — 88 ditto ....... 4 917, 907, Spanien. . . innere Sch. neue Obi. 3 327, 32*/, ditto....... 47, 977, Polen .... 11. 300 Lott. Loose Rth. — 136 Baden .... Obligationen v. 1842 37, 837, 557, 827, Obligationen de 11. 500 82 817, 11. 50 Loose v. 1840 547, Russland . . in R. 11.2.b. Grün. etC. •— — 11. 35 Loose..... 327- 327, 9i ditto b. Stieglitz et C. — — €4 o 1 <1. fl. kr. Silber. 11. kr. Diverse Actien und Loose. Brief Geld Pistolen....... Pr. Friedrichsd’or . Holl. 10 11. Stücke . Rand-Ducaten . . . 20 Francs-Stücke . Engi. Souverains . . Gold al Marco . . . 9 9 5 9 11 52 53 39 35 58 Laubth., ganze . . . Preuss. Thaler . . . 5 Frankenthaler . . Hochhaltig Silber . Gering- u. mittelh. 1 2 24 457, 2t 32 Kurhessische Loose . - . Sardinische Loose .... Cöln-Aachen........ Cöln-Minden........ Ludwigsb.-Bexbach .... Frd r.-Wdhs.-Nordbahn. . 327, 34 817, 437, 327, 337, 817, 437, Disconto 27, Papier. A. Sulzbach, beeid. Makler. Truck und Verlag der G. D. Brühl'schm Buch- und Steindruckerei.