1SSO Mittwoch »en 22. Mai M 41 teurer Albert Heinrich Lauer zu Birklar, im Regierungsbezirke Friedberg. „ , , r s Concurrenzerofpnungen. Erledigt sind; die katholische Pfarrstelle zu Fürth, im Regierungsbezirke Heppenhlim, mit einem jährlichtN Gehalte von 1406 Gulden; — die erste evangelische Schullehrerstelle zu Hatzfeld, im Regierungsbe- ,nke Biedenkopf, mit einem jährlichen Gehalte von 323 Gulden, einschließlich der Entschädigung für Heizung des Schullocals. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 ff. 30 fr.# kür Auswärtige ind. Postanffchlag 1 fi. 42 kr. Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern In Gießen bei der Erped. (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.) - EinrückungSgebühr für die gespaltene SorpuSzeile s kr. Besondere Bekanntmachung. 1032) Gießen. Der hiesige Bürger Carl Kranz ist als Feldschütze für die Gemarkung Gießen be3n^eigeblatt der Stadt und des Regierungsbezirks Dienstnachrichtr». Am 24. April wurde der ilrets- richter Georg Gottfried Uhler zu Mainz zum Dweprasi- denten des Kreisgerichts daselbst und der Preisrichter Jacob Brück zu Alzey zum Richter an dem erwähnten Kreisge- richte, sowie am 29. April der Friedensrichter Georg Mr- chael Metz zu Alzey zum Erganzungsrichter am dastgen »- 3"»" 8* stand wurde versetzt: am 19. April der evangelische Schu.- EdictallaDung. 905)" Gießen. Oeffeutliche Aufforderung. Die unbekannten Erben der dahier verstorbenen Fräulein Hermine von Dresky, sowie alleDie- jeniqen, welche an den Nachlaß derselben sonst Ansprüche zu machen haben, werden hiermit aufgefordert, solche sogewiß binnen sechzig Tagen von heute an dahier geltend zu machen, als sonst nach Ablauf der Frist anderweit über den Nachlaß verfügt werden wird. Gießen am 19. April 1850. Gr. Hess. Stadtgericht. Muhl. Wörner. stellt und am 6. Mai curr. verpflichtet worden. Es dient dieses den hiesigen Einwohnern zur Benachrichtigung. ■ Gießen den 14. Mai 1850. Der Bürgermeister-Vikar Rühl. Versteigerungen. 1054) Gießen. Die Versteigerung von Arbeiten bei der Stadt Gießen. Donnerstag den 23. Mai, Vormittags 9 Uhr, soll die Anfuhr von 7'/z Cbk.-Klftr. Steinen veranschlagt zu 192 fl. und die Fertigung von 600 Psd. Ankereisen und Nägel veranschlagt zu 120 fl. an den Wenigstnehmcnden versteigert werden. Gießen den 16. Mai 1850. Der Beigeordnete Auszug aus dem Großh. Negierungsblatt: Nr. 23. vom 13. Mai 1850. 185o“ - “ Di-nstnÄrMn; -4) Versetzung in den Ruhestand; - 5) Concurrenzeroffnungen. 352 1065) Gießen. Brennholzltefcrung. Donnerstag den 6. Juni, Vormittags 10 Uhr, soll auf der Universitäts-Canzlei die Lieferung non 4o Stecken Buchen-Scheidholz in das hiesige Gymnasium an den Wenigstnehmenden versteigert werden. Gießen am 2t. Mai 1850. Gr. Hess. Gymnasialkasse. Martin. 1027) Marburg. H o l z v e r st e i g e r u n g. Montag den 27. d. Mts., werden in den Freiherrlich ». Milchling'schen Waldungen bei Trais folgende Holzquankitäten zum Verkauf gebracht, als I. im Forstort Neuewald: 1 Klafter Felgenholz, 10% n Buchen-Scheidholz, % u n Prügelholz, %4 u Eicken-Schbidholz, 3% Schock Buchen-Reifer, 1% „ u Stamm-Reiser, 49/16 Klafter Erdstöcke; II. im Ohniwäldchen: 6 Stück Eichen-Pfostenholz, von 125 Cbikf., 22 „ kurzes Streckholz, von 6i5 „ 5 „ langes u von 155 ,, 1 Klafter Schalholz, % „ unspaltbares Holz; III. im Forstort Niederseilbach: 1 Stück Eichen-Pfostenholz, von 32 Cbikf., 2 ii kurzes Streckholz, von 90 „ 1 „ langes „ von 71 „ 3 „ Schalholz; IV. im Forstort Oberseilbach: 9 Stämme Pfostenholz, von 293 Cbikf., 15 „ kurzes Streckholz, von 1500 „ 3 „ langes u von 374 » 3% Klafter Schalholz, 1 Buchen-Abschnitt, von 20 Cbikf., 4 Klafter Buchen-Scheidholz, 6% n " Prügelholz, 34 „ Eichen-Scheidholz, 4 H II Prügelbolz, 73/4 Schock Zopf-Reiser, 35 Klafter Anbruchsholz, 3% " Erdstöcke und 174 „ unklafterbarcs Holz. Kaufliebhaber werden mit dem Bemerken bei dieser Versteigerung andurch in Kenntnih gesetzt, daß die Ausbietung obigen Gehölzes am gedachten Tage Morgens präcis 8 Ubr im Forstort Neuewald beginnen, hierauf die Fortsetzung im Revier Ober- und Niederseilbach gemacht und die Licitation im Ohniwäldchen beendet wird. Bei annehmlichen Geboten erfolgt alsbald der Zuschlag. Marburg den 14. Mai 1850 Freih. v. Milchling'sche Revenuen-Rentei. Ä. Schenck. 1064) Gießen. Brennholzliescrung. Donnerstag den 6. Juni, Vormittags 10 Uhr, soll auf der Universitäts-Canzlei die Lieferung von 350 Stecken Buchen-Scheidholz an die hiesigen Universitäts-Anstalten an den Wenigstnehmenden versteigert werden, wozu man Liebhaber einladet. Gießen am 21. Mai 1850. Gr. Hess. Uisiversiiäts-Rentamt. Martin. F e i l g e b o t e n. 1072) Gießen. Diejenigen Leidenden, welche sich bisher weder selbst, noch im Kreise ihrer Bekannten von der heilkräftigen Wirksamkeit der Goldberger'schen Ketten zu überzeugen Gelegenheit hatten, mache ich auf den im Druck erschienenen Zweites; Jesheesbemcht über die Heilkraft und Wirksamkeit der Kaiserl. König!. Oesterreichisch Privilegirtcn und König!. Preuß. concessionirten Goldberger'schen galvano-eleetrischen Rheuma- tismas-Ketten aufmerksam und ist diese, für Alle, die an gichtischen, nervösen und rheumatischen Hebeln leiden, so höchst wichtige Schrift unentgeldlich bei mir zu haben. Diese segensreichen Erfolge, bestätigt in amtlich beglaubigten Attestaten von mehr denn Ein Taufend Sanitäts-Behörden, renomirten Aerzten und hochachtbaren Privatpersonen aller Länder Europas, rechtfertigen sicherlich die Celebrität der Gold b er gerochen Ketten und bieten die größte Bürgschaft für deren gerühmte und gepriesene Heilkraft. Von dem Erfinder und Verfertiger dieser Ketten, Herrn I. T. Goldberger in Berlin, vormals in Tarnowitz, ist mir feit Jahr und Tag der alleinige Verkauf für den hiesigen Ort übergeben und halte ich sonach mein wohlassortirtes Lager der Goldberger'schen Ketten in der Original- Verpackung, zu den festgestellten Fabrikpreisen (a Dtück mit Gebrauchsanweisung 1 Thl. stärker- ä 1 Thl. 15 Sgr. und in doppelter Construction gegen veraltete liebel ä 2 Thl., sowie schwächste Sorte ä 15 Sgr.) bei Bedarf zur geneigten Abnahme bestens empfohlen. Gießen im Februar 1850. Frech 353 1071) Gießen. Zwei Kleestücke und die Gras- nutzung in einem l'/2 Morgen haltenden Garte» ist für diese» Sommer, pachtweise abzugeben. Wo? ist bei der Erped. d. Bltts. zu erfahren. 1068) Gießen. Einige Körbe voll Burbaum sind in Lit. C Nr. 18 abzugeben. Zu vermiethen- 646) Gießen. Eine Familienwvhnung, in 4 auch 5 Stube» bestehend, ist zu vermiethen und kann im Juni bezogen werden. N. Kratz in den Neucnbäue». 1062) Gießen. Lit. A. Nr. 2. auf dem Markt ist ein Logis zu vermiethen und gleich zu beziehen. 1070) Gießen. Zwei Familien-Wohnungen sind in denr von mir neu eingerichteten Hause zu vermiethen. Ed. Strack. 1066) Gießen. Durch die Versetzung des Herrn Rittmeisters Scheerer von hier nach Mainz ist dessen Logis i» meinem Hause, Selteröberg, anderweit zu vermiethen und gleich beziehbar. L. Keßler. Vermischte Nachrichten. 1067) Gießen. Die diesjährige Hauptversammlung des Obcrhessischen Zweigvereins der Gustav-Adolf-Stiftung wird, eingetretener Hindernisse wegen, nicht, wie es Anfangs beschlossen war, am 29. Mai zu Biedenkopf, sondern am 5. Juni, Morgens 10 Uhr, zu Gieße» im Saale des Busch'schen Gartens, stattfinden. Die Versammlung der Deputirten findet am Abende des 4. Juni i» demselben Locale statt. Gießen de» 20. Mai 1850. Der Ausschuß des Gberhesfischen Zweigvereins der Gufiav-Adotf-Stistung. 1021) Lehrlings - Ges-ich. Ein gesitteter junger Mensch von braven Eltern wird in einer Stadt, im Regierungsbezirke Gießen, von einem Buchbinder in die Lehre gesucht. Wo? sagt die Erped. d. Bltts. g 1030) Gießen. Ein mit den nöthigen o< g Vorkenntnissen versehener junger Mensch kann Z in einem hiesige» Detailwaaren-Geschäft als £ Lehrling placiri werden. Näheres bei der Er- Z pedilion dieses Blattes. A ^LLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLL^ 1039) Gießen. Das auf de» 23. d. M. angekmidigte Concert muß aus dem Grunde ausgesetzt werden, weil der Vorstand der Clubbgesell- schaft auf denselben Tag eine Landpartie bestimmt hat und deren Verlegung ablehnt. Da ein anderer geeigneter Tag für das Concert noch nicht festgestellt werden konnte, so wird er später angezeigt werden. Gießen de» 15. Mai 1850. Der Vorstand der Concertgesellschaft. 1060) Gießen. Ich erhielt Muster von ordinären, mittel und feine» Golddruck-Tapeten und Bordüren, welche mit den billigsten Fabrikpreisen bezeichnet sind und darauf ich Bestellungen sogleich besorge. Gießen den 17. Mai 1850. A. Balser. 1069) Atzciihai n. Oeffentliche Bekanntmachung. Dem hiesigen Schweinehirt ist ein Schweinchen zugelaufen. Der Eigenthümer hat sich bei dem Unterzeichneten zu melden. Atzenhain den 15. Mai 1850. Der Bürgermeister Rausch. Affisenvcrhandlungen vom zweiten Quartal 1850. Am 25. Mai. Peter Eichner von Obermockstadt, wegen Verletzung der Amtsehre, Verth. Ur. Diehm. An demselben Tage Adam happe, jun. und Consortcn von Basdorf, wegen Gewaltthätigkcit, Verth. Dr. Buff Urth eile: Vom 17. Mai. Salomon Lpon von Lich, 2 Jahr Cor- rcctionshausstrafe. Vom 18. Mai. Rentamtmann Schneider von Gießen, Dienstentsetzung und 2 Zahr Zuchthausstrafe. Angckommene und abgereiste Fremden vom 18. bis 21. Mai 18o0. I n den Gasthäusern. Im Einhorn. Hrn. Kfl. Bülkert v. Werthheim, Pfaff v. Coblenz, Schrammcr v. Wegberg, Schleff v. Frankfurt, Haak v. Saarlouis u. Spiesmann v. Straßburg. Hr. Schlosser, Oecon. v. Limburg Hr. Schieckel, Fabrik, v. Berlin. Hr. Ondemans, Partie, v. Leiden. Hr. v. Hofmann, Oberforstr. v. Darmstadt. Hr. Bergmann, Fabrik, v. Halle. Hr. Thomsens, Reut. v. Eicrland. Hrn. Kfl. Meper v. Frankfurt, Farck v. Dillingen, Stumpf v. Rhepdt u. Backfeld v. Elberfeld. Hr. Robert, Arzt v. London. Hr. Fritsche, Dr. jur. v. Leipzig. Hrn. Kfl. Hirschfeld v. Homburg, Soldauer v. Dresden u. Schmidt v. Hanau. Hr. Zöppritz, Reut. v. Großgeran. Hr. LangenbeckN., Prof, v. Göttingen. Hr. Wahl, Canzl. v. Frankfurt. Hr Stein, Landr. v. Beerfelden. Hr. v. Homberk, Affeff. v. Darmstadt. Hr. Meper, Partie, v. Berlin. Hr. Hochschild, SeschäftSm. v. Biblis. Fr. Dort. Frieser u. Hr. Hepser, Adv. v. Frankfurt. Hr. v. Beauliet, Affess. v. Göttingen. Hr. Schüler, Dr. rned. v. Höchst. Hr. Pfeufer, Prof. v. Heidelberg. Hrn Kfl. Koch v Sein u. Mons v. Iserlohn. Im Rappen: Hr. Jdonuet, Rent. v. Paris. Fr. Dückel v. Freienseen. Hr. Schweiger, Partie, v. Neutra. Hr. v. Cramer, Gutsbes. v. Dresden. Hr. Schleflngcr, Fabrik, v. Mainz. Hrn. Kfl. Ziegler v. Hersfeld, Schreck v. Passau, Pauli v. Bensheim, Wagner v. Frankfurt u. Hoffmann v. Cassel Hr. Deichert, Tonkünstl. v. Marburg. Hr. Huth, Mas. v. Darmstadt. Hr. Kaufmann, Partie, v. Frankfurt. Hrn. Kfl. Behrens v. Weilburg u. Schnell v. ~ im Prinz Carl: Hrn Buchb. Wißler u. Silbersdorf v. Marburg. Hrn. Scrib. Wagner v. Battenberg, Weder u. Einolf v Biedenkopf. Hr Kammbergcr, Privatm. v. Wetzlar. grL Seibert v. Bensheim. Hr. Grimm, Stud. v. Marburg. Hrn. Kfl. Graff v. Bremen, Eberhard v. Wil- 354 ienberg, Reinach v. Mainz, Busch v. Köln u. Mayer v. Bremen. Hr Kolp, Rentamtm. o. Brngenherm. Hr. Wm- heim, Forst-Cand. v. Altenbuseck. Hr. Dingeldey, Vikar v. Darmstadt. Hr. Schneider, Reg.-R. v. Wetzlar. Hrn. Oecon. Kampf v. Tdorheim, Falkenberg v. Fulda u. Stamm v Mellba». Hr. Höbr, Hanolsm. v. Schonach. Hrn. Ge- schäftsl. Hahn, Höcker u. Stuhl v. Weilbeirg Hr. Wagner, Oecon v. Hopfgarten. Hr. Schenner, Müll. v. Krehdcn. Hr. Birkenholz, Kfm v. Mannheim. tm Darmstaedter Haus : Hrn Geschäftsl. Wurm Ö. Tor'ol, Weisgerber v. Baiern, Braun v. Winterberg, Kemps v. Alsfeld, Sommer v. Ständen, Henkel v. Echzell, Bertheim v Büdingen, Engel v. Ebersgöns u. Bücking v. Alsfeld. Hr. Morrell, Musik, v. Worms. In der Kose: Hrn. Geschäftsl. Füsingcr u. Reis v. Weilburg, Kämrcr u. Schneider v. Alsfeld, Boß u. Gnm v Eisenhausen, Fritz v. Zielbach, Scheib v. Echzell u. Hut v. Lohsingen. Frl. Milchsack v. Gelnhausen. In den Privathäusern. Bei Frl. Bansa: Hr Bansa nebst Fam., Geh-R. v. ^omburg. Bei Hrn. Feldw. Westrupp: Frl Haak v. Worms. Bei Hrn. Nr. Stammler: Frl Prinz. ».Darmstadt. Bel Hrn. Schuhm Selzer: Frl. Mappes u. Wolf v. Wetzlmc. Bei Hrn. Bäckcrm. Keil: Frl. Braun v. Homburg v. d. H. Bei Hrn.Buchb. Rühl: Hr. Rühl, Kfm ». Heidelberg u Hr Rühl, Oec. v. Hermannstein. Bei Frl. Ceßner: Fr. Wiegand v. Fulda u Hr. Ceßner, Affess. v. Schotten. Ber Hrn. Ferd. Mayer: Hr. Lang Geschäitsm. v. Wattenheim u. Frl. Adler v. Frankfurt. Bei Hrn. Klm. Müller: Hr. Muller v Eo n u. Hr. Eckhard, Parlik. v Frankfurt. Bel Hrn. Ludwig Senner: Hr. Mahrt, Factor v. Hanau. Ber Adrian: Hr Dr. Georgens v. Worms ». Fr. Meyer v. Darmstadt. Bei Hrn. Telegraph-Assistent Gollmert: Wtw. Müller v. Cöln. Ber Hrn. Euler: Hr. Dr. Diefenbach ». Al-ev Bei Hrn. Georg Becker: Frl. Hoffmann v. Grun- berg u. Hr Ellenbergcr, Acccssitt v. Alsfrlv. Bei Hrn. Ferd. Holberg: Frl. Prieger v. Laasphe. D « n Ein Besuch in dem Kloster La Trappe. (Fortsetzung.» Aber nur ein Haufen Ruinen bezeichnete die Stelle, wo sonst das Kloster gestanden hatte. Epheu umrankte die Vortale ihres Tempels die Hagebutte wucherte auf dem Fußgestell der heiligen Standbilder— und das Gebell des Fuchses und das Geschrei der Eule war an die Stelle heiliger Gesänge getreten. Sogar die Gräber ihrer Vorfahren waren der Zerstörung nicht entgangen. Das Grab des geliebten Rance war dem Erdboden gleich gemacht worden, und das kleine Kreuz, welches hier und da den demüthigen Ruheort eines Bruders bezeichnete, war sortgetragcn worden, die Flaniiuen auf dem Heerde irgend eines Bauern zu nähren. Eine alte Scheune, welche allein der allgemeinen Verwüstung entgangen war, diente als Kapelle in der Zeit, daß die neue Kirche gebaut wurde, welche erst im Jahre 1833 vollendet ward; Denn die Revolution von 1830, welche die Lage der Dinge in ganz Frankreich änderte, hinderte die Trappisten nichr, an ihrem heiligen Werke fortzuarbeilen, und am 30. August jenes Jahres wurde sie vom Bischof von Seez in Gegenwart einer großen Menschenmenge aus allen Theilen Frankreichs mit großer Feierlichkeit eingeweiht. Das ist die Geschichte der Mönche von La Trappe du Perche. Seit ihrer Rückkehr aus der Schweiz hat man sie unbelästigt gelassen und sie haben diese Ruhe benutzt, eifrig an der Wiederherstellung ihrer Gebäude und an der Urbarmachung des unfruchtbaren Bodens zu arbeiten, der ihr Kloster umgibt. Doch immer noch bleibt viel zu thun, um dem Kloster seine frühere Schönheit wieder zu geben. Die Brüderschaft besteht jetzt aus ungefähr fünf und sechzig Glierern, doch ist sie zu arm, um in kurzer Zeit Alles das thun zu können, was sie wohl entschloffen ist zu thun. Ein großer Theil des Waldes, der unmittelbar die Gebäude umgab, ist ausgerodet worden und der von t e s. Natur unfruchtbare Boden trägt jetzt das Ansehen eines gutgepflegten Pachthofes. Statt des Pfluges gebrauchen die Mönche immer noch den Spaten und gewiß nichts kann der Schönheit der langgefurchten Ebene gleichen, die sich auf verschiedenen Seiten den Blicken zeigt. Ein kurzer, ungefähr eine Viertelstunde langer Weg, der auf jeder Seite mit einer lebendigen Hecke versehen ist, führt vom Kloster nach einem Vorwerke, das zu diesem Hose gehört. Aucb die Teiche und Sümpfe, welche früher viele Krankheiten veranlaßten, sind ausgetrocknet und Dienen jetzt zu reichem Weidelande. (Forts, folgt.) Revanche! (auf der Badenburg.) Hold Liebchen ging bei Mondenschein Zm Garten her und hin. Hold Liebchen wünscht allein zu sein Dacht ich in meinem Sinn. Jetzt kam sie — einen Augenblick Seh ich sie lächelnd an: Schnipps dreht sie um und geht zurück — Was doch ein Mädchen kann! Ich gehe fort im Laubcngang, Mein Herz so krank und trüb', Ich lausch' und lausche — nicht gar lang Es rauscht, es kommt mein Lieb. Jetzt schmollt sie, und mit heiterm Blick Sieht sie mich zärtlich an; — Schnipps dreh ich um und geh zurück, Was doch die Rache kann! Ein leiser Seuszerhanch entflieht Gar schmachtend ihrer Brust; Sic sang ein Lied, was für ein Lied Ist mir nicht mehr bewußt. ' Zum Liebchen flog ich pfeilgeschwind. Wir sahn uns strafend an; Ich küßte sie: — »Vergieb mir, Kind!" — Was doch die Liebe kann! Für die Abgebrannten zu Ullendorf b. B. sind bei dem Unterzeichneten weiter eingegangen: von Gemeinde Watzenborn und Steinberg 8 ft, von der Gemeinde Wieseck 10 fl; zusammen 18 fl. P r e t s ch. Truck und Verlag der G. D. Brnhl'schen Buch- und Steindruckeret.