Änzeigefllatt der Stadt und des Regierungsbezirks G i e n. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Auswärts aionnirt man sich bei allen Postämtern Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische Mfflp Sn Gießen bei der Erped. (CanzleibcrgLit. B. Nr. 1.) — 1 st. 30 ft., für Auswärtige incl, Postauffchlag l st. 42 ft. EinrückungSgebühr für die gespaltene CorpuSzeile S fr. JV1 38. Sonnabend den 20» Juli 1830» Amtlicher Theil. Auszug aus dem Großh. Regierungsblatt: Nr. 34 vom 15. Juli 1850. Inhalt: 1) Bekanntmachung, die Bestellung der Wahlcommistäre für die Wahlen der Abgeordneten zu den beiden landständischen Kammern betr.; - 2) Instruction, die Bezeichnung gleichnamiger Ortseinwohner und die Wahrung der Namensoeränderungen betr.; — 3) Bekanntmachung, die Aufnahme eines Kapitals von S Millionen Gulden für den Eisenbahnbau betr.; — 4) NamenSveräoderungen; — 5) Dienstnachrichten; — 6) Dienstentlassungen; — 7) Versetzung in den Ruhestand; — 8) Concurrenzcröffnungcn. Instruction, die Bezeichnung gleichnamiger Ortseinwohner und die Wahrung der Namensveränderungen betreffend. Zur Ausführung der allerhöchsten Verordnung vom 27. November 1832, die Bezeichnung gleichnamiger Ortsbürger betreffend, —insbesondere um die Identität der in die Grundbücher und in die Steuerliste einzutragenden Personen zu sichern, wird Folgendes bestimmt: 8- 1. Hat ein neu hinzugehender Ortsbürger den nämlichen Vor- und Zunamen, wie andere im Ortsbürgerreqister oder in der Steuerliste (Communal-Steuerliste) bereits enthaltene Ortsbürger, beziehungsweise Ortseinwohner, so wird dem Namen jenes Ortsbürgers diejenige Zahl beigesetzt, welche auf die im Ortsbürgerregister oder bei dem fraglichen Vor- und Zunamen vorkommende höchste Zahl zunächst folgt. Hat eine solche Person mehrere Vornamen, so sind diese sämmtlich anzuführen. Das Wort „ledig" darf niemals dem Namen beigefügt werden. § 2. Wenn ein Ortsbürger bisher der einzige seines Namens war, jetzt aber ein zweiter mit gleichem Vor- und Zunamen in das Ortsbürgerregister eingetragen wird, so ist nunmehr Ersterer mit •AS 1., Letzterer mit JV6 2 zu bezeichnen. 8 3. Geht in der Steuerliste ein steuerpflichtiger Einwohner der Gemeinde neu zu, welcher nicht Ortsbürger ist, so muß auch diesem, wenn der nämliche Vor- und Zuname in der Gemeinde (im Ortsbürger-Register oder in der Steuerliste) vorkommt, nach den im §. 1 und 2 angegebenen Grundsätzen eine Nummer beigefügt und das Nöthige in der Steuerliste bemerkt werden. §• 4. Die Zahl, welche eine gleichnamige Person einmal hat, kann, so lange sie lebt und in der nämlichen Gemeinde bleibt, nicht mehr geändert werden, wenngleich Personen, welche niedrigere Nummern hatten, mit Tode abgegangen oder aus der Gemeinde weggezogen sind. §• 5. Eine durch den Tod oder durch das Wegziehen einer gleichnamigen Person eröffnete Nummer darf erst nach Verlauf von zehn Jahren in derselben Gemeinde bei demselben Vor- und Zunamen wieder gebraucht werden. Dieses darf erst nach Ablauf von dreißig Jahren geschehen, wenn der bisherige Inhaber der jetzt erledigten Nummer im Grundbuche als Eigenthümer oder Besitzer eines Immobile vorkommt. Nach Ablauf dieser dreißig, oder beziehungsweise jener zehn Jahre wird bei gleichzeitig erledigten Nummern stets zur niedrigsten vacanten Nummer zurückgcgriffen. 478 §. 6. Zieht Jemand in eine andere Gemeinde über, in welcher sich bereits eine mit ihm gleichnamige Person befindet, so erhält er in dieser Gemeinde nach vorstehenden Bestimmungen eine neue Namens-Nummer, womit er in das Ortsbürgerregister, die Steuerliste, und in das Steuer-Kataster eingetragen wird. § 7. Die vorgeschriebene Bezeichnung gleichnamiger Personen durch Nummern geschieht durch den Steuer-Commissär, im Einverständnisse mit dem Bürgermeister. §. 8. Tie den gleichnamigen Personen beigelegten Nummern müssen in öffentlichen Urkunden namentlich in den Grundbüchern mit Buchstaben geschrieben werden. Die Vornamen dürfen nicht ausgelassen werden. §. 9. Die Beamten und Hülfsbeamten der freiwilligen Gerichtsbarkeit werden sich bei Aufnahme von Eigenthums- und Hypothektiteln die Steuerzettel des Veräußerers und des Erwerbers, beziehungsweise des Hypothekbestellers vorlegen lassen, damit in jenen Urkunden die Namen der betreffenden Personen, übereinstimmend mit den Steuerzetteln, angegeben werden. §. 10. Wenn in einer Gemeinde so viele Personen denselben Vor- und Zunamen haben, daß bei bloßer Unterscheidung derselben nach Nummern ein Jrrthum leicht Vorkommen könnte, so werden die Beamten und Hülfsbeamten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, insbesondere bei Uebertragung von Grundeigen- thum, einer solchen Person zu besserer Unterscheidung neben der Nummer noch eine weitere Bezeichnung geben, welche von dem Stande oder Gewerbe, von dem Namen der Eltern oder von ähnlichen Umständen herzunehmen ist. §. 11. Namensveränderungen, mögen sie die gesetzliche Folge gewisser Rechtsverhältnisse seyn, oder auf besonderer landesherrlicher Bewilligung beruhen, sind in dem Ortsbürger-Register, in der Steuerliste und dem Steuerkataster zu wahren. Vorstehende Instruction wird hierdurch für Alle,, welche sie angeht, zur Nachachtung bekannt gemacht. Darmstadt den 2. Juli 1850. Aus allerhöchstem Auftrage: Großh. Hess. Ministerium der Justiz. v. L i n d e l o f. v. Stein. Das Großherzoglich Hessische Landgericht Grün berg an die sämmtlichen Gr. Bürgermeister des Landgerichtsbezirks. Ich beauftrage Sie, in ihren Gemeinden alsbald öffentlich bekannt machen zu lassen, daß der hiesige Bürger Heinrich Wildhack auf Ansuchen des Landgerichtsdieners Sudheimer in Folge höherer Ermächtigung für die Dauer der Verhinderung des Letztgenannten als dessen Substitut heute von mir verpflichtet worden ist. Grünberg den 18. Juli 1850. Weicker, __Landrichter. _________1512) Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundene Gegenst an d e. Ein Gebund Schlüssel, eine Tabakspfeife, ein Fingerhut und ein Schulköcher sind gefunden und auf Gr. Polizeibüreau dahier abgegeben worden. Gießen am 19. Juli 1850. Besondere Bekanntmachungen. 1506) Gießen. Die am 15. d. Mts. fällig gewesenen Pachtgelder von Triebvierteln und sonstigen städtischen Grundstücken sind innerhalb 8 Tagen zur Stadtkasse zu berichtigen. Gießen den 18. Juli 1850. Der Stadtrechner Enders. 1505) Gießen. Die Schulgelder vom II. Quartal d. I. sind binnen 8 Tagen zur hiesigen Stadtkasse zu bezahlen. Gießen den 18. Juli 1850. Der Stadt rechnet Enders. Versteigerungen. 1332) Gießen. Montag den 22. Juli l. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Ralhhause dahier die dritte und letzte Versteigerung der zum Nachlasse deö Gr. Hofge- nchtsraths Dr. Pilger gehörigen Immobilien, Haus, Hofraithe und Garten, abgehalten und bei annehmbaren Geboten die Genehmigung möglichst bald er- theilt werden. Die Bedingungen werden bei der Versteigerung bekannt gemacht. Gießen den 18. Juni 1850. Gr. Hess. Stadtgericht. Muhl. Dr. v. Krug. 479 Butzbach. Sektion in Donnerstag den 25. d. Mls., des Vormittags 10 Uhr, sagen Erdarbeiten in der Gemarkung Butzbach >wei Loosen, veranschlagt zu 1898 fl- und 3605 an die Wenigstfordernden öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist auf dem Sections-Bureau. Butzbach am 16. Juli 1850. Der Gr. Sections-Jngenreur. E i ck e m e y e r. 1502) Crumbach. A r b e i t s v e r st e i g e r u n g. Montag den 22. d. Mrs., Vormittags um 8 Uhr, sollen die am Schulstall und der Kirchhofsmauer dahier zu 99 fl. 1 kr. vervoranschlagte Maurerarbeiten an die Wenigstnehmenden versteigert werden. Crumbach am 15. Juli 1850. Der Bürgermeister Weber. 1501) Butzbach. Main-Weser-Eisenbahn. 1513) Oueckb orn. Jagdverpachtung.^ Donnerstag den 1. August d. ö., Morgens 10 Uhr, soll die Jagd in der Gemarkung Queckborn, in dem Gemeindehause aus 2 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Oueckborn den 18- Juli 1850. Der Gr. Bürgermeister Hofmann. 1397) Gießen. Montag den 22. Juli, Nachmittags 2 Uhr, sollen sämmtlicke der Conrad Noll's Wlttwe gehörenden Grundstücke, wie solche nachstehend beschrieben sind, auf Erb- und Eigcnthum, auf dahiefigem Rathhaus an den Meistbietenden versteigert werden: Alt Neu □RlfJr. 1127a 9 Hofraum mit Stall auf ,2 0 0 dem Burggraben, 14 57 278 Acker am Wismarer Weg über dem Schwalbachischen Acker, 6d 84 3561 Acker, stößt auf den Wis7 85 434) marer Weg, lb 11 i 71g Acker und Wiese am Wis- märet Weg, 13a 2) 61 761 Wiese unter der Hardt am 14 71 Gleiberger Weg, 37 8) 211 1059 Acker auf den Gleiberger 36 22) Weg, Alt Neu vKlftr. 33a 25 i 498 Acker aus den Gleibergcr 33 26 s Weg, 30 34 166 Acker daselbst, 6 57 . 716 Acker aus den LäufcrtSrö- der Weg, 19 166 600 Acker, die krummen Acker, auf den Läufertsröder Weg, 10a 217 156^ Acker aus der großen Weide, 9 44 ' 528/ Acker an der Rodheimer io 45 552 Straße hinter den Schieß- 11 46 816) Gärten, 4 396 Acker auf der Hohleiche 5 6s _ , , 9a 239 355 Acker am Stelnbrunnen, 5a 7 261 Garten am obersten Rie- gclpsad, 9a 211 138 Wiese am untersten Riegelpfad, stößt auf das Bruch, 2551 370 Acker am untersten Rie- 5 260 s gelpsad, 841 300 Wiese in der Stephans- 3 85) mark an der Schoor, 5 143 148 Acker am kleinen Steinweg, 4 231 330 Wiese am Lnmpengäßchen, 235) 804 Wiese daselbst, stößt auf 4 236 s das Bruch, 53 519 Acker und Wiese am Oh- 9 54 s lenberg, 34 69 796 Acker auf der Wcißerde, aus den Erdkautcr Weg, 4a 70 494 daselbst, 5 71 473 daselbst, 11 19 247 Acker im Altenfeld an den Gärten, 10 54 282 Wiese an der Chaussee am Wallchor, 26a 51 294 Acker an dem Badenburger Fußpfad. Gemarkung Wiescck Alt Neu lüKlstr. 3 37 38 t Wiese an der Gänsbach, 1 9i 598 Wiese am Saucrgrabcn, Gießen den 4 Juli 1850. In Auftrag: C. W e i d i g. 1507) Rodheim. Montags den 29. d. Mts., Morgens 8 Uhr, , sollen dahier meine Winterfrüchte, Korn und Walzen im Gebund, und meine Sommerfrüchte auf dem Halm, an Ort und Stelle versteigert, werden, wozu ich Kaufliebhaber höflichst einlade. Die Zusammenkunft ist in niemer bisherigen Wohnung dahier Rodheim den 17. Juli 1850. Bernbeck, Steuer-Einnehmer. 480 1500) Gießen. Dienstag den 23. Juli 1850, Vormittags 9 Uhr, sollen im hiesigen Hospital die »achverzeichneten Gärten, Aecker und Wiesen, auf weitere 9 Jahre, von 1851 bis einschließlich 1859, an die Meistbietenden öffentlich verpachtet werden, nämlich: Größe im alten Maas Normalmaas MrgTiRÜth.1 Sch. Mrg^Vrtl?Klftr. Bezeichnung der Güterstücke. 1 58 — 1 3 39 — 130 8 1 — 42 — 83 10 _ 2 83 — 40 — — 1 36 __ 31 I5 1 6 1 22 6j 1 2 18 1 71 1 3 83 — 158 12 1 1 38 — 131 sz 1 — 46 4 4 4 5 1 83 4 115 2 6 1 58 1 68 15 1 3 76 1 106 2i 2 1 2 2 30 U 2 3 86 — 78 81 —— 2 64 2 112 13$ 3 2 66 1 124 15 2 1 65 1 34 8 1 2 59 1 49 — 1 3 8 1 12 10£ 1 1 85 3 4 12 4 — 42 — 104 uz — 3 55 3 50 ui 4 1 98 2 46 1 3 — 40 1 22 10 1 2 19 — 100 £»: __ 3 41 1 29 3 1 2 41 1 97 — 2 — 71 1 52 — i 3 18 3 84 4 3 12 1 45 6 1 2 96 — 118 _ 1 _ 71 — 137 10 1 _ 66 2 50 4 3 — 54 1 57 — 1 3 35 A. Gärte«: Am untersten Riegelpfad, neben Wilhelm Schäfer, Antons Sohn, war bisher an Gottlieb Strauch verpachtet; Am obersten Riegelpfad, Grasgarten, neben Heinrich Konrad Sack, war bisher an Konrad Euler verpachtet; Beim Schüßenhaus, neben Sophie Hopfner, war bisher an Friedrich Zinfer verpachtet; In den hintersten Schießgärten, war bisher an Johs. Brauburger verpachtet. ’ B. Aecker: Im alten Feld, neben Philipp Hoch, war bisher an Georg MalkomefiuS verpachtet; Daselbst, neben Konrad Sack, Gesellschaftsdiener, war bisher an Georg Heß verpachtet * Am Sandkauterweg, neben Christian Burckhardt, P. Chr. S., war bisher an Philipp Euler verpachtet; Daselbst, neben Conrad Ufer, war bisher an Balthaser Wallenfels verpachtet; Daselbst, neben Balth. Noll, G. S. und Advlpf Andr. Mvhl, war bisher an Philipp Euler verpachtet; Daselbst und am Grüninger Fußpfad, wobei Brtl. Neuweger Pferch geschlagen und der Steigerer dagegen den Schäfer zu bezahlen hat, neben Magnus Schwan, war bisher an Heinrich Becker im Hirsch verpachtet; Am Erdenkauterweg, die 7 Betten genannt, wobei 7, Brtl. Neuweger Pferch geschlagen und der Steigerer dagegen den Schäfer zu bezahlen hat, neben Peter Bogt, Balth. S. und Konrad Ufer, war bisher an Oeconom Koch verpachtet; Am Erdenkauterweg, auf die 7 Betten stoßend, neben Balth. Weidig, Bäcker, war bisher an Konrad Noll, H. W. S. verpachtet; Am Ohlenberg, auf den Erdenkauterweg stoßend, neben Konrad Ufer, war bisher an Andreas Weidig am Kreuz verpachtet; Die 3 Betten genannt, auf der weißen Erde, neben Daniel Bogt, B. S., war bisher an Georg Heinrich Lonp verpachtet; ' Auf der weißen Erde, auf den Weg stoßend, neben Ludwig Konrad Sack, Metzger war bisher an Heinrich Schäfer, M. S. verpachtet; Am Ohlenberg, wobei 7, Brtl. Selters-Pferch geschlagen wird, wogegen aber der Steigerer den Schäfer zu bezahlen hat, neben Friedrich Lampus, war bisher an Christian Lampus verpachtet; Am Holzgut auf den Grasweg stoßend, neben Ludwig Melch. Kämmerer, war bisher an Christian Weeg verpachtet; An dem Atzelbufchweg, auf den Erdenkanterweg stoßend, neben Jacob Melch. Möbl war bisher an Gottlieb Strauch verpachtet; 1 ’ In den Rödern, neben Friedrich Karl Neuling, war bisher an Joh. Philipp Noll, JohS Sohn, verpachtet; Am Leihgesterner Weg, war bisher an Balthaser Wallenfels verpachtet; Am Kreuzweg, neben Georg Heinrich Lonp, war bisher an Oeconom Koch verpachtet; Ohnweit dem stumpfen Grasweg, neben Jacob Bogt, G. D. S., war bisher an Georg Heinrich Lonp verpachtet; Am Hafenköppel an der Steinkaut, wobei 7, Brtl Selters-Pferch gefchlachen wird, der Steigerer aber dagegen den Schäfer zu bezahlen hat, war bisher an Georg Lampus verpachtet; In den Schwarzäckern, neben Georg Heinrich Lonp, war bisher an Konrad Müller, L. S., verpachtet; Daselbst, neben Johann Philipp Noll, P. K. S., war bisher an Ludwig Klingelhöfer verpachtet; Daselbst, neben Philpp Moritz Hering, war bisher an Andreas Weidig am Kreuz verpachtet; Daselbst, neben Joh. Magnus Schwan, war bisher an Joh. Peter Lindenstruth verpachtet' Im Centbann, über dem Stumpfenweg, neben Johann Heinrich Schäfer, war bisher an Georg Heinrich Lonp verpachtet; Hinten im Centbann, beim Schlangenzahl, auf die Chaussee stoßend, neben Johann Melchior Lampus, war bisher an Georg Heinrich Lonp verpachtet; Am Schlangcnzahl, im Wasserfall genannt, neben Kaspar Weigel, Jacobs Sohn zu Kleinlinden, war bisher an Oeconom Koch verpachtet; Bornen am Schlangenzahl, im Centbann, neben Andreas Weidig, Andr. S., war bisher an Ludwig Klingelhöfer verpachtet; Am Mittelweg, neben Oeconom Koch, war bisher an Oeconom Koch verpachtet- Im Gänswinkel, neben Emanuel Simon, war bisher an Heinrich Hellmold verpachtet • Beim Weiher, neben Kaspar Jung, K. S. zu Kleinlinden, war bisher an Oeconom Koch verpachtet; In der Au, im Gänswinkel, neben Kaspar Jung, L. S. zu Kleinlinden, war bisher an Georg Heinrich Lonp verpachtet; 481 Größe im alten Maa» Normalmaas Mrg. I Vrtl. 1 Jtlftr. Bezeichnung der Güterstücke. i i i i i i i 4 2 1 2 Gießen am 18. Juli 1850. Auf dem S-lterswartfeld, neben Joh. Philipp Noll, Johs. S., war bisher an Christian Im 'Selterswartfeld' neben Oeconorn Koch, war bisher an Karl LanipuS verpachtet; Im Neustädter Feld, aus dem Pfuhl, stößt auf den Hohlweg, neben ^oh. Rinn, W. P. ®., war bisher an Andreas Weidig am Kreuz verpachtet; . An dem Leufertsröderweg, neben Jost Phil. Rinn, war bisher an Ludwig Muller verpachtet; Am Hadergraben, beim Krostorfer Weg, neben Heinrich Konrad Kraümg, war bisher an Im'Neustädter ^Feld/links des Krofdorfer Wegs, neben Karl Müllers Erben, war bisher Au?der"großen^West>/"ne^en^Joy. Philipp Ockel und Konrad Magel, war bisher an Wilhelm Rühl verpachtet; „ , , , Daselbst, neben Wilhelm Mai, war bisher an Christian Belloff verpachtet; Am Gleiberger Pfad, neben Joh. Heinr. Schäfer, war bisher an Peter Plank verpachtet; Am Grasweg unter der Hardt, neben Jacob Rinn jun. zu Heuchelheim, war bisher an Heinrich Schäfer, M. ©., verpachtet; . , - , , Auf der Weide am Holzweg, neben Sophie Vetzberger, war bisher an Daniel Ockel, Ai/der Hardt" übenden'Garten, neben Joh. Römer, Jacobs Sohn von Heuchelheinchwar bisher an Balthaser Herbert zu Gießen verpachtet; Am Wismarer Weg, bei den großen Weiden an der Lahn, neben Georg Melchior Schwan, war bisher an Peter Pistor verpachtet; Zwischen den Gärten auf der Weide und dem Grasweg, neben Georg Philipp Rinn, war bisher an Christian Weeg verpachtet; , . » a . An der großen Weide, oder am großen Grasweg un sogenannten Feldchen, neben JustuS Balthaser Müller, war bisher an Karl Noll verpachtet; Daselbst, im sogenannten Feldchen, neben Georg Gorr, L. S. von Heuchelheim, war blS- her an Melchior LampuS verpachtet; Am Rosenkranz, neben Phil. Jac. Herberts Wtw., war bisher an Balth. Herbert verpach e ; Auf der Hohleiche, neben Adolph Andreas MW, war bisher an Gottlieb Strauch verpachtet; Daselbst, neben Johannes Walther, Schmied und Georg Wilhelm Ockel, war bisher an Julius Balser verpachtet; . , Auf dem Pfuhl, hinter den Schießgärten an der Rodheimer Straße, neben Wilhelm Krock aus Heuchelheim, war bisher an Wilhelm Schäfer verpachtet; Grabland auf der Hohleiche, neben Joh. Noll, H. D. S. und Balthaser Walther, war bisher an Christian Noll verpachtet; . In der Schwarzlach, neben Friedrich Ludwig Lotse, Chirurg und Joh. Heinrich Schaf«, war bisher an Andreas Mühl verpachtet; .. Am Wismarer Weg an der alten Leimenkaute, neben Valentin Muller, Eisenkramer, war bisher an Daniel Ock-ls Wittwe verpachtet; Am Wismarer Weg ant Hadergraben, neben Heinrich Konrad Kreiling, war bisher an Ludwig Klingelhofer verpachtet; In der Neustädter Au am Hadergraben, neben Andreas Loos, war bisher an Ludwig Klingelhofer verpachtet; , Daselbst, neben Heinrich Konrad Krailmg und Andreas Loos, war bisher aü Konrad Krailing verpachtet; , Grabland am untersten Riegelpfad, neben Georg Reiber, war bisher an Wilhelm Lob« verpachtet. C. Wiesen: Ohnfern des kleinen Steinwegs am Lumpengäßchen, neben Andreas Plank, Rothgerber, war bisher an Conrad Euler verpachtet; Ueber dem alten Schlag am Entenpfuhl, auf das Bruch stoßend, neben Friedrich Noll, war bisher an Christian Sack verpachtet; , Auf der Au bei der Speck, stoßt auf die Wiefeck, in zwei Theilen, wovon der ctne Theil an Melchior Lotz, H. S. und Christian Wallenfels, der andere Theil aber an Karl Ebel und Philipp Daniel Planks Wittwe liegt, war bisher an Theodor Lotz verpachtet; Auf der Au, ober dem Hammweg, neben Theodor Felstng und Rentmeister Schotts Wittwe war bisher an Philipp Mai in Wiefeck verpachtet; Auf der .Au am Felsgraben, neben Daniel Steinberger und der Schule Wiefeck, die Ochsenwiese genannt, war bisher an Philipp Euler verpachtet; Auf der Au, in der Simmertswiese an der Knechtswiese, neben Andreas Plank und der Pfarrei Wiefeck, war bisher an Plock im Rappen verpachtet; Im Stolzenmorgen, am Sommergraben, oder im krummen Morgen, neben Postmeister Kempf und Herrn v. Schenk zu Schweinsberg, war bisher an Johs. Wehmann in Wiefeck verpachtet; Am Morgenweg, neben Daniel Steinberger Md Karl Müllers Erben, war bisher an Jeremias Kunz verpachtet; Am Gleiberger Weg, neben Konrad Ufer, war bisher an Chr. Wallenfels verpachtet; In der Altenbusecker Gemarkung, in der Au bei der Schießhecke, war bisher an Heinrich Steins Wittwe in Rädchen verpachtet. Der Rechner Lauer. 94 3j — 3 19 123 13s 1 — 19 114 14 — 3 89 150 11 1 1 11 18 5£ 1 2 4 155 9 1 1 27 80 — — 2 71 40 _ _ 1 35 74 14 — 2 54 29 6 — 1 — 51 11 — 1 75 86 12 — 2 94 44 1 — 1 49 130 — 1 — 40 141 3 2 2 20 9 — 1 1 73. 48 5 1 3 6 8 7 1 1 71 43 1 1 2 88 94 8 2 — 64| 59 6 — 2 1 42 — 1 2 84 122 10 1 — 15 128 6 1 •*— 35 135 6 1 —- 58 78 8 — 2 66 14 6 — — 49 88 141 — s 1 71 12 — 2 43 106 — 2 1 1 113 4i — 3 84 154 11 1 1 24 35 — 5 2 87 69 4 3 1 19 62 — — 2 10 11 1 1 79 39 7 3 19 482 Feilgeboten. 1518) Gießen. Mehrere gut erhaltene Oefen, sowie ein großer Kochheeed, sind billig zu verkaufen. Wo? sagt die Expedition dieses Blattes. 1523) Gießen. In einer der Hauptstraßen ist ein Haus mit einem sehr gut betriebenen Geschäft, unter sehr vortheilhaften Bedingungen billig zu verkaufen oder auch zu verleihen. Das Nähere ist bei der Erped. d. Bl. zu erfragen. 1519) Gießen. Langer Rübsamen, auch runde Pfälzer Art, gefüllte Nüßcher, Spinat, Win- terkopf-Salat, sowie breites und krauses Winter- Endivien ist frisch zu haben bei W. Löbers Wittwe, an der Hinlergasse neben Hrn. Kfm. M. Heß. 1487) Gießen. Ich habe gegen 6 Morgen Ackerland in mehrjährigen Pacht abzugeben, und diejenigen, welche zur Uebernahme derselben geneigt sein sollten, belieben die Bedingungen bei mir cin- zusehen. Louis Labroisse. 1504) Butzbach. Im Gasthaus zum Hessischen Hof in Butzbach stehen mehrere zwei- und einspännige Chaisen, sowie ein guter Frachtwagen mit breiten Rädern, zu verkaufen. 1514) Gießen. Gute Johanni-Kartoffeln und Erbsen sind jederzeit vorräthig bei Röber auf dem Kreuzt Zu vermiethen- 1520) Gießen. Eine Familienwohuung, bestehend in 4 Zimmern, Küche, Keller, Boden und Bodenkammer, Mitgebrauch der Waschküche, Trvk- kenbödcn und Bleichplatz, ist zu vermiethcn bei Hofger.-Secr. Bapst's Wittwe. 1521) Gießen. Das von Herrn Rettig bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethm. Burckhardk in d. Neuenbäuen. 1434) Gießen. Das seither von Herrn Prof. Hoffmann bewohnte Logis im Heß'fchen Nebenhaus auf dem Reichcnsand ist anderweit zu vermielhen. 1371) Gießen. In der Lindengasse ist eine Scheuer zu vermiethen und Näheres in Lil. A, Nr. 182 zu erfahren. 1492) Gießen. Mein Wohnhaus in der Schloßgasse ist ganz oder auch theilweise zu vermiethen und kann den 18. September, auf Verlangen aber auch früher, bezogen werden. Domänenbote Dauernheims Wtw. 1510) Gießen. Eine kleine Familienwohnung ist zu vermiethen bei Stohr, Wittwe, Schloßgasse. 1417) Gießen. Ein Familien-Logis, bestehend aus 3 Stuben, Küche, Kammer, Keller und Holzplatz, ist zu vermiethen und sogleich beziehbar bei Georg Lony auf dem Neuenweg. 1481) Gießen. Eine Familienwohnung ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei P. Franz, Lil. A. .AS 54. Vermischte Nachrichten. 1525) Hardthof. Sonntag den 21. Juli findet Harm onie - Musilt auf dem Harvthofe statt. B. Fillmann. 1508) Gießen. Das Gr. Regierungsblatt von 1833, schwarz eingebunden, ist aus Versehen irgendwo liegen gelassen worden und bittet man, dasselbe an Diener Schnecko abzugeben. 1517) Gießen. Vier Schlüssel, worunter 2 kleine au Vorhangsschlößchen sich befinden, sind verloren gegangen. Der Finder derselben wird gebeten, dieselben gegen eine Belohnung an die Erpedition dieses BlatteS abgeben zu wollen. 1516) Gießen. Es wird ein ausgedienter Soldat gesucht, welcher für einen Kriegsreservisten, der den 1. April 1852 seinen Abschied erhält, entstehen will. Die Erped. d. Bltts. ertheilt nähere Auskunft. 1522) Gießen. Mehrere Maurergesellen und Taglöhner können bei Maurermeister C. Petry und Jsterling dauernde Beschäftigung bekommen. 1503) Gießen. Ein tüchtiger Fahrknecht bei Pferden wird zu miethen gesucht. Ausgeber dieses Blattes sagt wo. 1524) ® ie^n. Ein Laufmädchcn, welches gleich eintreten muß, wird in Dienst gesucht. Wo? sagt die Erped. d. Bltts. Gießen. Vom 21. bis inclus. 27. Juli d. I. hat die 1. Compagnie der Bürgerwehr die Feuerbereitschaft und den Ordonnanzdienst. Daö Commando der Bürgerwehr Fresenius. 1511) 1509) Westphälischer Hof. Sonntag den 21. Juli findet T anz-Musik auf dem Westphälischen Hofe statt. E. Pausch. 1486) Gießen. Gewerb-Vereirr. Wegen mangelhafter Theilnahme der Mitglieder konnte die auf den 13. Juli anberaumte Versammlung nicht abgehalten werden. Es sind daher sämmtliche Mitglieder wiederholt emgeladen, m der Generalversammlung, Montag den 22. d. M., AbendS 8 Uhr, im Rathhaus zur Vornahme derVorstandswahl m . erscheinen zu wollen- Der Vorstand. 483 Großenlinden. GMnliMm Kirchweihe findet Sonntag den 21. und Montag den 22. Juli d. I. Statt. Hierzu ladet Unterzeichneter höflichst ein, mit dem Bemerken, daß bei chm gut besetzte Tanzmusik anzutreffen ist und für gute Spesen und Getränke bestens gesorgt werden wird. S ch in e t z, 1495) zum fröhlichen Mann. Die Expedition dieses Mattes war so edel denkend, sich für mich zu verwenden unb 5U Unterstützungen zu Gunsten meiner, aufzufordern. Da indessen die mir verloren gegangene Baarschaf , urch gütige Gaben hiesiger Menschenfreunde, mit 5 fl. baar, ein Paar Schuhe und 3 fl. 12 kr^, wofür ich herzlich danke, sckon hinlänglich gedient ist, so würde es von meiner Seite unbescheiden sein, wenn ich die Sache unberührt lassen und noch weitere mildthätige Unterstützungen in Anspruch nehmen wollte. — w /11 Jacob Lotz. Ferner sind für denselben bis heute eingegangen: Von Hrn. Apotheker St. George 12 fr., von Hrn. Prof. F. O. 30 fr., von den Hrn. Gebr. Hornberger 24 fr., von Hrn. Secretar Binzer 12 fr., im Ebel'schen Kaffeehaus durch Hrn. S. 1 fl., von E. S- 12 kr., w°fur w,r im Namen des ^acob Lotz den edlen Gebern herzlich danfen. Die Expedition des Anzeigeblatt. Gold- und Silber-Cours vom 18. Juli 1850. fl. \ kr. »old. Silber. kr, fl. Disconto 2j Papier. 9 5 3 11 1 2 24 53 39 36 58 451 21 32 Pistolen .... Pr. Friedrichsd’or Holl. 10 fl. Stücke Kand-Ducaten 20 Francs-Stücke Engi. Souverains Gold al Marco . 9 52J Laubth., ganze . . . Preuss. Thaler . . . 5 Frankenthaler . . Hochhaltig Silber . . Gering und mittelhaltig Kopulirt. Den 14. Juli. Johann Wendel Schilling, Orts- bürqcr zu Crumstadt, im Regierungsbezirk Darmstadt und Gendarm zu Pferd dahier, des verstorbenen Ortsburgers Wendel Schilling zu Crumstadt ehelicher Sohn; und Anna Elisabethe Egenolf, des Ortsbürgers und Rothgerbermeisters, Peter Egenolf in Haiger, im Großherzogthum Nassau, eheliche Tochter. Beerdigt. Den 13. Juli. Elisabethe Susanne Luise Konradine Vetzberger, des Bürgers und Schuhmachermeisters, Ludwig Vetzberger Ehefrau, geborene Hammel, alt 38 I. I M. 11 T>, gestorben den 11. Juli. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Kirchenrath Dr. Engel. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 21. Juli. Morgens: Kirchenrath I)r. Engel. Nachmittags: Pfarrer Bonhard. Hospital - Gottesdienst. Um halb 11 Uhr. Freiprediger Siebert. Frischbäcker zu Gießen. Sonntag den 21. Juli. Heinrich Noll im Stern. Jacob Vogt am Wallthor. Christian Noll in der Neustadt. Israelitische Gemeinde. Geborene. Den 19. März. Dem Kaufmann F. Holberg, ein Sohn, Gustav. Den 18. April. Dem Kaufmann M. Rotenberg, eine Tochter, Betti. m , Den 2 6. Juni. Dem Math Meper, em Sohn, Georg. Beerdigte. Dreitchen Bcpfuß, Ehefrau des Joseph Bepfuß, gestorben den 18., beerdigt den 21. April. Wolf Heichelheim, ehelicher Sohn des Aron Heichelheim, gestorben den 11., beerdigt den 14. Juli. Angekommene und abgereiste Fremden vom 17. bis 19. Juli 1850. In den Gasthäusern. u. Schmidt v. Frankfurt. Küll v. Solingen, Wülfing v. im Einhorn - Hr Rose, Fabrik, v. Schönbkck. Hr. Lüthingshausen, Mohme v. Cassel, Fasst v. Bingen u. Noble Culberston, Partik. aus Amerika. Hr. Walther, Offiz., v. Cöm. Hr. v. Richter, Lieutn. v. Mecklenburg. Hr. Beck, Mad. Minath u. Frl. Böhm v. Berlin. Hin. Kff. Lansberg Calcul. v. Darmstadt. Hr. Pretor, Gutsbes. v. Schellmütz. v. Elberfeld, Brehme v, Nordhausen, Seipel, Stern, Götz Hr- v. Koltwitz, Obristlieutn. v° Heinersdorf. Hr. Dr, 484 Hanoer, Adv. v. Hamburg. Hr. v. Bielen, Reut. v. Leipzig. Hr. Krutz, Dr. med. v. Dresden. Hr. Gaul, Oecon. v. Ronsthal. Frl. Roß u. Taubert v. Marburg. Hrn. Kfl. Schwiege! v. Pforzheim, Engel v. Limburg u. Scckdl v. Mainz. Im Rappen- Hr. Adv. u. Hr. Reut. Wetzel ».Frankfurt. Hrn. Pfr. Schneider v. Kirchhain, Auerbach ».Amöneburg u- Körner v. Neustadt. Hr. Günther, Oberfinanzr. v. Darmstadt. Hrn. Kfl. Lohmann v. Cöln, Durlau v. Bremen, Dürkheim v. Bremen, Oppenheimer u. Kraucher v. Oesterreich, Kaiser v. Frankfurt, Graner v. Biebcrich, Rüffel v. Cöln u. Röß v. Battenberg. Mad. Rein v. Frankfurt u. Weber v. Worms. Hr. Dr. Batschke v. Königsberg. Hr. Kröger, Privatm. v. Allendorf. Hrn. Rent. Dr. Carto v. Dresden u. Dolden v. Landau. Fr. Amtm. Peters v. Fulda. Hrn. Kfl. Wohlfahrt v. Morgenheim u. Schretter, Pork u. Stern v- Frankfurt. Im Prim Carl: Hr. Zimmermann, Först, v. Sternfels. Hr. Katz, Fabrik, v. Niederohmen. Hr. Malner, Lehr, v. Laasphe. Hrn. Oecon. Schiff v. Kaichen u. Greb v. Eichelsachfen. Hrn. Kfl. Schmidt v. Altenstadt u. Schleck v. Ortenberg. Hr. Dr. Brickert v. Berstadt. Hr. Rausch, Spevit. v. Großeichen. Hrn. Lehrer Bunis, v. Schönau u. Hofmann v. Darmstadt. Hr. Schorlcmmer, Offiz, v. Erfurt. Hr. Achenbach Kammerdiener, Hr. Bloch, Glaserm., Hr. Wolf Pfarrvic. u. Hr.Rosenthal Privatm. ».Darmstadt Im Darmstaedter Baus: HkN. Geschäfts!. DkUllMÜNN v. Wetzlar, Kuhl v. Homberg, Leukhard v. Reifenberg, Beil v. Allendorf, Lion v. Frohnhausen, Schwerzer v. Friedel- Bausen u. Geißel v. Monnertshausen. In den Privathäusern. Bei Hrn. Rothgerb. Sack: Hr. Sack v. Darmstadt. — Bei Hrn. Postm. Kempf: Hr. Krug, Odcrappellat.-R. v. Darmstadt. — Bei Hrn. Hutm. Gail: Fr. Rhein v. Frankfurt. — Bei Hrn. Fuhrm. Rinn: Frl. Schmidt v. Allendorf. — Bei Hrn. Conduct. Lang: Frl. Geckeg v. Alsfeld.— Bei Wtw. Jughard: Frl. Döring v. Darmstadt. — Bei Hrn. Act. Drescher: Frl. Lange u. Bender v. Darmstadt. — Bei Fr. Pfr. Hilliger: Fr. Keil v. Mannheim. — Bei Hrn. Hofger.,Adv. Gottschalk: Fr. Hauptm. Franck v. Treubach. — Bei Hrn. Dr. Stammler: Frl. Prinz v. Darmstadt u. Stammler v. Alsfeld. — Bei Hrn, Prof. Dr. v Klipstein: Frl. v. Reineck v. Darmstadt. — Bei Hrn. Koch: Fr. Rothe v. Zena. — Bei Hrn. Prof. Dr. Noack: Frl. Schön v- Worms. — Bei Fr. Geh -Kirchenr. Dieffenbach: Hr. Spengel, Pfr. v. Dreieichenhain. — Frucht- und Viktualienpreise. Biktualienpreife Fleischtaxe. per Pfund Ochsenfleisch Kuyfleifch . Rindfleisch . Kalbfleisch - Schweinefl. . Hammclfl. . Schaaffl. . . Leberwurst . gern. Wurst. Bratwurst . Schwarten«.. Blutwurst . geräuch. Speck Schinken . .. Dörrfleisch . Rindsfett Hammelsfett Schweineschmalz, aus- gelaffencs . dz!., unauSgel. ließen, Juli. । Grünberg Laubach Butzbach den 21. Juni Sich X) S 8 fr. Pf- fr. Pf. fr. Pf. fr. Pf. fr. Pf. ■ 1 fror -rsrn ■ 1— , — • 11 2 — — 11 — — — 11 .— 9 — — -- 8 — -- 8 — 8 2 — — 7 2 — —- 7 — 6 — ____ ___ 5 .— — — 5 — 9 — — — 8 2 —. — 9 9 — — — 8 — — — 8 ' ■ — — — — — .— — — — — 12 — — — 10 — — -- 12 — 8 — — — — — —- — — — 14 — — — 12 — — — 14 — 16 — -— — 16 — — — '14 — 14 — — — 12 — — — — — 20 — — — 20 — — — 18 — 13 — — — 15 — — 14 — 13 — — — 15 — — — 14 — 20 — — — 16 — — — 18 — 20 — — — 16 — — — 16 — 20 18 17 — — — 16 — — — 16 — Brodtaxe. «I " 2 ® ] Gießen | Mehl 4 8 ) Grünberg } HK. HG.) 2 \ Waizen - 4 öu® | Kornmehl besteh. Für 1 fr. Wasserwerk „ 1 fr. Milchbrod Marktpreise. 1 Maas Milch 1 Pfund Butter . . . . auch . . . 5 Handl» se 11 Eier 1 Pfund Waizenmehl . . . „ „ Geschw. Vorschuß . Pips. O fr. Pf. fr. Pf- Pf- fr. Q 15 16 er? o CT - er? 'S CD ■Ger? S CT & c NB. Die Zugaben zum Fleisch dürfen nur in solchem von derselben Gattung bestehen, und zwar auf 10 Pfd. Nicht mehr als anderthalb Pfund :c. nach Proportion, welches auf 1 Pfd. nicht völlig 5 Loth ausmacht. Köpfe, Füße, Geraub, wie auch die ganz blutigen und nicht genießbaren Stücke vom Hals find von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen.. Fruchtpreise. Frucht- Gießen 1 11. Juli. 1 Grünberg i 13. Juli. 1 Sich 1 6. Juni | Friedberg | 26. Juni. | Mainz Marburg Wetzlar 13. Juli. 8. Juni g-'t- tuttfl. R a l t e r. Mott Scheffel Pf. fl. ! r- Pf. fl. fr. Pf. fl. . kr. Pf. fl. fr. ,Pf.. fl. _kr. fl. fr. fl-, kr. i pf. Warzen . 200 6 | 50 200 6 40 200 6 40 __ 7 30 200 7 40 — 2 481- Korn. . 200 5 ! 30 190 5 — 190 5 — — 5 — 200 5 30 ■— .— 2 22 — Gerste. . 170 4 30 170 4 10 170 4 — _ 3 i 30 200 .— — .— 1 45 — Hafer. . — 3 20 — 3 5 120 3 — — 3 — 200 3 36 — — 1 27 2 Erbsen. . — 5 — Linsen . . — 8 — Druck und Verlag der G. D. Brühl'schm Buch« und Steindruckerei, -ie konstitutionellen des Grotzherzogthums Hesse«. Mitbürger! 1 Unser Großherzog hüt verordnet, daß die Wühlen zu Len beiden landstgndischen Kammern deß Großherzogthums ohne Verzug vorgenommen werden sollen. Diese Wahlen geschehen in Gemäßheit des Gesetzes vom 3. September v. I. r iY> , ,, . ' , , An Es - Milhürger! - ist es, dieses gesetzliche Verhalten unserer Regierung mit dem Erfolgs zu krönen, welcher zugleich ein Erfolg der von uns vertretenen Sache der Ordnung, der Freiheit und der ^War! bisher Uneinigkeit unter den Constitutionellen darüber, ob die Regierung nicht vielleicht ein neues Wahlgesetz aus eigener Machtvollkommenheit und ohne Zuziehung der Landstände verkündigen solle, f0 laßt — wir bitten euch dringend darum! — diese Uneinigkeit nun aufhören. Wünschen viele Constitutionelle die Grundlage des jetzt geltenden Wahlgesetzes und namentlich haß allgemeine Stimmrecht beseitigt, so wird und darf sie das nicht abhalten, dem jetzt geltenden Wahlgesetz Folge zu leisten. Denn lassen sie sich die Wahlen nur recht angelegen sein, versäumet keiner, von W ihm zustehenden Stimmrechte Gebrauch zu machen, so hat die constitntionelle Parthei zugleich d,e besch Aussicht, ihre Candidaten bei der Wahl durchznsetzcn. Eine Folge hiervon ist aber dann namentlich auch hie, daß die mit dem jetzigen Wahlgesetz Unzufriedenen im Weg der Landesgesetzgcbung dasselbe geändert zu sehen hoffen dürfen. .... . r Ja, Mitbürger! wir wollen unfern politischen Gegnern das Feld nicht lassen. Wir wollen es selbst da nicht thun, wo wir vielleicht unterliegen. Wir wollen uns nicht mit.Grund nachsagen lassen, daß wir weniger eifrig, weniger thatig seien bei Ausübung unserer politischen Rechte, als die Demokraten. Die vorigen landständischen Wahlen und ihr für unsere Parthei theilweise unglücklicher Ausfall haben uns manche gute Lehre geben können.' Zunächst, daß nichts unzweckmäßiger sei, als wenn zwei oder noch mehr 'konstitutionelle im nämlichen Wahlbezirk zur Wahl gebracht werden. Denn auf diese Weise zersplittert man die eigenen Kräfte und verschafft dem politischen Gegner den «ieg. Treten also mehrere Constitutionelle im nänllichen Wahlbezirk als Wahlcandidatcn auf oder werden als Solche vorge- schlaqen, dann muß möglichst rasch durch die Wahlberechtigten in jedem Bezirk dem Uebelstand abgehol en werden. Man muß überlegen, wer der Geeignetste unter den aufgetretenen Candidaten sei und diesen dann mit allem Nachdrucke dem Wahlbezirke zur Wahl empfehlen. Die Mitcandldaten werden dann von selbst von der Wahl zurücktreten; sollten sie es aber nicht thun, dann muß man sie auffordern, als Männer zu handeln, welche es nur auf das Beste des Landes abgesehen habcii, und von der Wahl Eine andere Lehre aus deu vorigen landständischen Wahlen besteht darin, daß es sein Mißliches hat, den nämlichen Mann in mehreren Wahlbezirken als Wahlcandidaten aufzustellen Dieses wird also nur noch insoweit stattfinden dürfen, als es nothwendig ist, Männern, deren Wahl vorzugsweise wünschenswerth ist, diese Wahl zu sichern. hrin.wih Um in alles vorstehend Erwähnte Uebereinstimmung und Ordnung zu bringen, ist es dringens nöthig, daß, wie das Borigemal, sich für die Wahlen wieder Bezirks- und Gemeindewahlcom-tös bilden. Wo aber keine förmliche solche Comitö's zu Stande kommen, thun sich einzelne Manner ur die bocy- wichtige Angelegenheit zusammen. Auch tritt zweckmäßig in jeder Provinz wieder em Provmzialwahlcomits m Tätigkeit. Die Comits's benehmen sich mit einander; am Besten mündlich, aber zugleich auch durch Schrift und Druck. Die erste praktische Frage wird sein: Welchen Abgeordneten man in die zweite Kammer wählen wolle? Aber räthlich ist's auch, nicht zu spät an den Abgeordneten für die erste Kammer zu denken. Der nächste Landtag wird sehr wichtig werden. Theils dnrch die Gegenstände, die auf ihm zur Berathung kommen, theils dnrch die Bedeutung der Zeit, in die er fällt, theils durch die sich entgegengesetzten Meinungen, die voraussichtlich auf ihm zusammenstoßen. Aber je wichtiger der Landtag, desto wünschenswerther auch, daß die constitutionelle Parthei mit Nachdruck dort vertreten werde. Ja — Mitbürger! — keine Verstimmung, keine Unzufriedenheit, keine Mnthlosigkcit soll uns davon abhalten, bei den Wahlen unsere Schuldigkeit zu thun. Auch nicht, daß die deutschen Angelegenheiten bis jetzt keine den Wünschen des Vaterlandsfreundes genügende Entfaltung gefunden haben. AlleMugs, als wir vor noch nicht drei Monäten nach Erfurt wählten, waren die Aussichten günstiger. Sie versprachen einen Bundesstaat, mit Kraft nach Außen, mit Wahrung der Rechte, welche Fürsten und Völkern zustehen, und sichernd die im März 1848 errungenen Freiheiten. Diese Aussicht ist nun in die Ferne gerückt. Welche Gestaltung aber auch die Macht der Umstände unserem deutschen Vaterlande geben wird, wir bleiben fest überzeugt, 'daß nur eine solche Friede, Ruhe und Wohlstand zur Reife bringen, Ordnung, und Gesetz dauernd befestigen wird, welche dem Gedanken der deutschen Einheit ernstlich seine Anwendung sichert, ebensosehr der Reaction als der Revolution die Stirne bietet und den Anforderungen der Zeit wie sie sich gemäßigt aber entschieden darlegen, mit Aufrichtigkeit Rechnung trägt. Und in diesem sinne wollen wir auch unsere landständischen Abgeordneten wählen! — Also, Mitbürger, baldigst ans Werk mit den Vorbereitungen zur Wahl! — Und dann, wann die Zeit gekommen ist, wählt! Wählt aber nicht allein selbst, sondern treibt auch eure gleichgesinnten Freunde, Bekannte und Verwandte zum Wählen an! — Nur so thun wir unsere staatsbürgerliche Pflicht! Darmstadt, den 28. Juni 1850. Eine Versammlung Eonstitutioneller. Zn deren Auftrag: Die Vorsitzenden des vaterländischen und des konstitutionell-monarchischen Vereins. K. Buchner. Kraus.