Änzeigetrlatt der Stadt und des Regierungsbezirks ß e n. Auswärts abonnirt man sich', bei allen Postämtern In Gießen bei der Erped. (Canzleiberq Lit. B. Nr. 1.) — Einriickling'Sgebühr für die gespaltene EorruSzeile 2 kr. JI'Ä Mittwoch de« 16* Januar IS 50 ---- MM«—FT UM III lllffWM■! rjtlflll ........1HlITMTW KEmIg'TI'lgrMMBKBggBBMBBBMWMtMW——| Amtlicher Therl. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 il. 30 kr., für Auswärtige incl. Postaufschlag 1 ff. 42 kr. Auszug aus dem Gr. Negierungsblatt. Nr. 1 vom 5. Januar 1850. 2nhalt: 1) Edict, die Ergänzung der Feldtruppen int JahreA85O betr.z — 2) Bekanntmachung, die Vertheilung des Ilecrutenbedarfs von 1850 auf die Provinzen betr.; — 3) Promotionen an der Großh. Landesuniversität Gießen; — 4) Versetzung in den Ruhestand; — 5) Berichtigungen. BekK MM tMLLchWWgp die Verkündigung der landesherrlichen Entschließungen auf die während des elften Landtags von den Ständen überreichten gemeinschaftlichen Beschlüsse betreffend* (Forts.) . . <1Ä5- Bezüglich der von der Gemeinde Mümlinggnnnbach wegen der Heima thsverhältnisse des Michael Lang zu Furstengrund und von der Stadt Erbach wegen der Heimathsberech- l/rlm'^^b vlg Muller zu Güttersbach erhobenen Beschwerden haben des Großherzogs Könia- m'oh e sw"tCf' VDn ben vorgetragenen Wünschen Folge gebend, zu bestimmen geruht, daß die Gemeinde Mumlmggrumbach von der Verpflichtung zur Unterhaltung und Verpflegung ves Michael Lang zu Furstengrund und d,e Stadt Erbachs von der Verpflichtung zl.r Bezahlung der durch die Vcrpfleglmä und Beerdigung des Georg Muller zu Güttersbach entstandenen Kosten freigcgeben werden. fnff ;; ^cm Antrag auf Vorlegung eines Gesetzes-Entwurfs über das Heimathsreckt **’* •* * ”*•*”« , Ss sind aus Anlaß der Anträge, welche den Bezug von Feld- un d Polizeistrafen und^es'wGv ^ldschützen betreffen, Nachweisungen gesammelt und Erörterungen eingeleitet worden und cs wird den Standen nach Befund geeignete Vorlage gemacht werden. ..... er a~,t5)en Anträgen beider Kammern, welche Beseitigung von Mißbräuchen in Bezug dene schon^uvo/"aetroffo>>,^ ^Edgung der Ansätze bezwecken, wo diese zulässig sein könnte, sind verschie- JÄJ ar s9 ff ne Anordnungen entgegengekommen. Die Regierung wird nicht unterlassen, im i7ebmetibPi^,'J,n*rbniin^n '» Anerkennung des Grundsatzes, daß Diäten nur Ersatz für den anzu- schreitcn 11116 n~^cn Aufwand bei auswärtigen Geschäften gewähren sollen, zu Reformen zu darstellen 3Ur ^«brung des öffentlichen Interesses und der Würde des Dienstes als nöthig ... Dew in Folge des Gesuchs der Wittwe des gewesenen Schullehrers Wittich ipfrim-nrn sm U<2. ^."deraus nähme in die Schullehrer-Wittwenkasse von den Ständen vor- powert entsprochen worden, daß des Großherzogs Königliche Hoheit die Verabfolgung Mrer Win« f £en^on an 6te ~-',tihve bcs Schullehrers Wittich zu Lißberg aus der allgemeinen Schul- hrer.^lttwenkaffe m der pos. !. der Verordnung vom 16. November 1847 bestimmten Größe, also von 1" „ , n0!" J' x)aiI1uar -1848 an aus Rücksichten der Billigkeit genehmigt haben. 'Tfit .v‘, /~en bes Abgeordneten Steuernagel wegen Anstellung eines praktischen mLv 6"en oder Verle^gung des Wohnsitzes des Kreiöthierarztes von ach Schotten betreffend, ist der Stadt Schotten, dem Antrag der Stände und den bereits vor- 32 liegenden Bestimmungen gemäß, gestattet worden, einem sich dort niederlassenden praktischen Thierarzte die Fleischbeschau um ein Firum von fl. 250 — oder einen sonstigen angemessenen Betrag zu überlassen. § • 61. Zur Abhülfe der von dem Oeconomen G corgMalbhenn zu Niederroßbach wegen der Schäferei-Gerechtsame in der Gemarkung Nieder- und Oberroßbach erhobenen Beschwerde ist, dem Antrag der Stände Folge gebend, daö Erforderliche verfügt worden. § ■ 62. Das Gesuch des Maurers Conrad Ringler zu Bromskirchen, im Regierungsbezirke Biedenkopf, wegen Brandentschädigung betreffend, haben des Großherzogs Königliche Hoheit zu verfügen geruht, daß mit Rücksicht darauf, daß der Fall für den Bittsteller ein sehr unglücklicher und zugleich ein sehr ungewöhnlicher ist, nach geeigneter weiterer Ermittelung eine außerordentliche Unterstützung aus einem zu milden Zwecken bestimmten Fonds eintreten solle. § . 63. Der auf das Gesuch sämmtlicher Handgestütsknechte dahier wegen Entschädigung für entzogene Livree-Vergütung von den Ständen vorgetragene Bitte haben des Großhcrzogs Königliche Hoheit gerne entsprochen und hiernach den Bitfftellern wegen Verlustes -an Livreegeldern eine nach nochmaliger Prüfung festgesetzte Entschädigung von 36 ff. jährlich für Jeden für die Zeit vom ersten Januar 1831 bis Ende 1843 auf den Staatspcnsions - Fonds zur Auszahlung anweisen lassen. § - 64. Dem Gesuche der Stände, den Hospitalfonds zu Bensheim von dem ihm seither geleisteten Beitrag von jährlich 50 fl. zur Besoldung deS dasigen Phpsikatsarzics vom 1. Januar 1849 an zu entbinden ist stattgegeben worden. § • 65. Der in Folge des Antrags des Abgeordneten Ramspeck auf Einführung einer Gewerbeordnung von den Ständen ausgesprochene Wunsch, daß die Regierung je nach Gestaltung der Verhältnisse dem für den Nationalwohlstand und für das Volksleben so wichtigen Gegenstand fortwährend die geeignete Aufmerksamkeit schenken möge, entspricht ganz der Absicht Seiner Königlichen Hoheit des Großhcrzogs, welche demselben alle thunliche Berücksichtigung widmen werden. § ■ 66. Dem auf Verbesserung des Schulwesens gerichteten Anträge der Stände ist durch Zusammen- berufung einer Commission willfahrt worden. Die Arbeiten dieser Commission unterliegen der Prüfung der Behörden und es sind die weiter erforderlichen umfassenden Einleitungen getroffen, um diesen wichtigen Gegenstand zur Erledigung zu bringen. Inzwischen sind, um die einheitliche Leitung des Unterrichtswcsens zu befördern, der Oberstudienrath und der Obcrschulrath in eine Behörde vereinigt worden. Durch Zuziehung würdiger und bewährter Lehrer zu den Schulvisitationen ist dem Verdienste eine gebührende Anerkennung gegeben und Gelegenheit zu weiterer Wirksamkeit eröffnet worden. Zur Unterstützung wackerer und bedürftiger Lehrer ist aus einem der Negierung zur Verfügung stehenden Fonds eine nicht unbeträchtliche Summe bestimmt worden. Es wird die Aufgabe der weiteren Verhandlungen sein, die Wirksamkeit des Unterrichts für Religiosität und Bürgertugend zu kräftigen, billige Wünsche des Lchrerstandes nach Möglichkeit zu befriedigen, dagegen aber Ausschweifungen, wie sich dieselben in dieser Zeit sehr vielfach gezeigt haben, mit allem Nachdruck zu begegnen. § . 67. Ob zur Errichtung und Unterhaltung von in den Städten Friedberg und Lauterbach zu gründenden Realschulen aus Staatsmitteln eine Unterstützung wird gewährt werden können, wird nach dem Wunsche der Stände bei der bevorstehenden Organisation des Schulwesens in genaue Erwägung gezogen werden. § . 68. Des Großhcrzogs Königliche Hoheit haben den von den Ständen — aus Veranlassung eines Antrags des Hessischen Zweigvereins des Nationalvereins für deutsche Auswanderung und Ansidelung um UnSrstützung seines Wirkens und zur Ausführung des von demselben entworfenen Ansiedclungsplans — gefaßten Beschlüssen ihre Genehmigung ertheilt, in Folge davon sind über diese Angelegenheit Verhandlungen mit den betreffenden Regierungen eingeleitet worden. §. 69. Den von den Ständen vorgetragcnen Wünschen wegen Abänderung einiger Bestimmungen in der für die Provinzen Starkenburg und Oberhessen bestehenden Stempel- und Tarordnung ist durch Erlassung zweier dahin bezüglichen Verordnungen entsprochen worden.- §. 70. Dem in Folge eines Antrags der Abgeordneten Kloch und Heldmann von der Ständeversammlung an die Staatsregierung gerichteten Ersuchen, daß die Pf ä ndungsgebühren des Erecutions- p er so n als, sowie die Gebühren der Bürgermeister für die ihnen übertragenen Zwangsversteigerungen mit Rücksicht auf die in der ständischen Verhandlung über jenen Antrag gemachten Bemerkungen angemessen herabgesetzt werden möchten, — wird entsprochen werden, sobald die für diesen Zweck eingeleitcten Vorarbeiten beendigt sind. §■ 71. Dem aus Veranlassung von Beschwerden wegen Entschädigung für aufgehobenen Mühlcnbann von den Ständen gestellten Antrag entsprechend ist die Staatsrcgicrung bemüht gewesen, die Enffchädigungsansprüche der Besitzer ehemaliger Bannmühlen nach Maßgabe der auf dem Landtage von 18*% gefaßten Beschlüsse definitiv zu regulircn. Hinsichtlich verschiedener Mühlen ist dieses bereits gelungen und es wird diesem Gegenstände fortwährend besondere Sorgfalt gewidmet werden. §• 72. Die, in Gemäßheit der auf dem Landtage von 184,/42 zwischen den beiden Kammern der Stände getroffenen und in §. 22. des Landtagsabschiedcs vom 18. Juli 1842 genehmigten Uebereinkunft von der ersten Ständekammer vorgenommene Wahl des landständischen Direktors der Staats- schuldentilgunskasse und seines Substituten, sowie des landständischen Controleurs dieser Kasse und seines Substituten, hat die landesherrliche Genehmigung erhalten. § 73. Dem Wunsche der Stände hinsichtlich der ausgedehnteren und unentgeltlichen Gestattung des Leseholzsammelns in den Domanialwaldungen haben Se. Königliche Hoheit im Art. 1 der Verordnung vom 1. October v. I. willfahrt. (Schluß folgt.) 33 Gh i et , die Ergänzung der Feldtruppen im Zahle 1Z50 betreffend. 8UDWIG HL Großherzog von Hessen und bei Rhein re. re. In Gemäßheit der Artikel 2 und 3 des Recrutirungsgesetzes vom 20. Juli 1830 verordnen Wir hierdurch, wie folgt: Einziger Artikel. Zur Ergänzung der Feldtruppen im Jahre 1850 sind Eintausend Siebenhundert und Fünfzig Mann erforderlich, welche aus den Aufrufsfähigen des Jahres 1849 ausgehoben werden sollen. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und des beigedrückten Staatssiegels. Darmstadt, den 31. December 1849. (L. S.) LUDWIG. Frhr. v. Schäffer-Bernstein. B e k a it it t m a cb u n $ 9 die Vertheilung des Recruteubedarss von 18ä0 aus die Provinzen betreffend. Zur Vollziehung des Allerhöchsten Edicts vom 31. December vorigen Jahrs und in Gemäßheit des Artikels 36 des Recrutirungsgesetzes wird Nachstehendes zur öffentlichen Kenntniß gebracht: 1) Nach den von den Recrutirungsräthen aufgestellten Hauptlisten über die Ergebnisse der Musterung von 1849 sind an tauglichen Dienstpflichtigen, einschließlich der in das Depot gesetzten, vorhanden: in der Provinz Starkenburg ........ 1653, n n » Oberheffen ' . 1542, u „ „ Rheinhessen . . . . . 1289, zusammen 4484. 2) Im Verhältniß der Gesammtzahl aller tauglichen Dienstpflichtigen, wonach dem Artikel 36 des Ne- crutirungsgesetzes zufolge der edictsmäßige Bedarf von 1750 Recrutcn auf die Provinzen zu ver- theilen sind, hat demnach zu stellen: die Provinz Starkenburg 645 Recruten, „ u Oberhessen 60? ,, „ „ Rheinhessen ..... 503 „ — 1750 Recruten, Die Großherzoglichen Regierungs-Commissionen zu Darmstadt,- Gießen und Mainz werden nunmehr, nach Artikel 37, 39 und 40 des Recrutirungsgesetzes und nach den §.§. 100 bis einschließlich 107 der Verordnug vom 30. April 1831, die also bestimmten Contingente auf die verschiedenen Bezirke vcrtheilen und das Weitere besorgen. Darmstadt den 2. Januar 1850. Die Großherzoglichen Ministerien des Innern und des Kriegs. Ja up. Frhr. von Schäffer-Bernstein. v. Carlsen. Gießen den 8. Januar 1850. Das Großherzogliche Landgericht Gießen a n sämmtliche Bürgermeister des Regierungsbezirks Gießen. In Untersuchungssachen wegen eines zum Nachthcil der Georg Heinrich Schmands Wittwe zu Watzenborn verüb ten Diebstahls. Werthangabe. st. fl. 20 1 sammtener Knabenrock . (83 o 24 30 12 21 1 1 24 30 P l 1 weißes Kirchentuch' 1 neues Gesangbuch 4 Tuchkappen Schürzenband . 1 neues Handtuch IVi Ellen leinen Tuch fr. 30 42 40 1 schwarzes Tuchkamisölchen . . . — 2 Paar Hosenträger .... 1 schwarzwoll. Halstuch mit roch u. weißen Streifen 1 1 seidenes Halstuch mit allen Farben . 1 1 weißes ausgcnähtes Halstuch . . . i Das Ihnen durch Rundschreiben vom 4. d. M. mitgetheilte Verzeichniß der bei der Rubrikatin gestohlenen Sachen ist noch durch folgende weitere Gegenstände zu vervollständigen, die ebenfalls da gestohlen wurden: Werthangabe, fr. 34 Offizielle Nachrichten. Promotionen an der Großh. Landes-Uni- Wimpfen am Berg; — am 55. April: Ernst Kleemann «erfität Gießen. Die furistische Doktorwürde haben im aus Mainz; — am 15. Deeember: Georg Schwarz aus Laufe des Jahres 1849 erhalten: am 4. Januar: Otto Schlitz. Großmann aus Battenberg; — am 5. Januar: Karl Versetzung in den Ruhestand- Am 10. Decem- Muhl aus Gießen; — am 12. Marz: Friedrich Bapst ber 1849 wurde der Forstschütze, Unterförster Johannes Sturz aus Gießen; — am 22. März: Julius U sing er aus zu Äadenrod in den Ruhestand.versetzt. Polizeiliche Bekanntmachungen. Zu Nr. B. G. Gießen am 14. Januar 1850. Betreffend: den geistesschwach en pensionirten Förster Rupp aus Leisa. Der Großherzoglich Hessische Bürgermeister der Stadt Gießen an die Gr. Bürgermeister des Regierungsbezirks Gießen. Der schon längere Zeit zu Gießen sich aufhaltende, 57 Jahr alte, pensionirte Förster Rupp aus Leisa hat sich seit Ende des vorigen Monats von hier entfernt, ohne bis jetzt zurückgekehrt zu sein. Da derselbe geistesschwach ist, so steht zu vermuthen, daß er sich auf den umliegenden Ortschaften herumtrcibt, weshalb die Gr. Bürgermeister ersucht werden, Nachforschungen nach demselben anzustellen und im Aufsindungsfalle bald gefällige Mittheilung über den gegenwärtigen Aufenthalt desselben anher machen zu wollen. In Verhinderung des Bürgermeisters Der Beigeordnete Rühl. Bekanntmachung. Die Musterung für 1850. Nach eingelangter Verfügung Gr. Regierungs-Commission sollen die Listen der Conscriptionspflich- tigen des Jahrs '4850 aufgestellt werden. Demnach wird in Gemäßheit des Gesetzes bekannt gemacht, daß, wer die Versetzung in das Depot oder einjährige Zurückstellung in Anspruch nimmt, dieses ohne Verzug jedenfalls aber vor Abnahme dgr Orksliste dahier anzuzeigen hat, weil auf später angebrachte Gesuche gesetzlich keine Rücksicht genommen werden kann. Diejenigen, welche wegen Fehler reklamiren wollen, werden auf hier erfolgenden Anfragen belehrt werden, welcher Zeugnisse sie zur Begründung ihrer Reklamationen bedürfen. Gießen am 11. Januar 1850. I. V. d. B. der Beigeordnete Rühl. Gefundene Gegenstände. Ein Paar Frauenhandschuhe und ein Schlüssel sind gefunden und auf Gr. Polizeibüreau dahier abgegeben worden. Gießen am 15. Januar 1850. Edrctalladungen. 80) Gießen. Forderungen jeder Art an das im Betrage von 1130 st. 16 fr. überschuldete Vermögen des von Gr. Hofgericht dahier für coucurs- fällig erklärten Caspar Becker IV., Finken'ö Eidam, von Altenbuseck sind im Termin Freitag den 8. März d I., Vormittags 9 Uhr, bei Vermeidung des ohne besonderes Präclusiv- Decret eintretenden Ausschlusses von der Masse dahier anzuzeigen und zu begründen. Gießen den 8. Januar 1850. Gr. Hess. Landgericht. P l o ch. 2378) Laubach. Die dem Freiherrn von Bellersheim, Kammerherr und Hauptmann zu Darmstadt, in der Gemarkung Wetterfeld, Regierungsbezirk Gießen, zustehende Grundrenten von: 2 Malter, 3 Simmer, 1 Kpf., 3,9 Wäschen Vogtwaizen, angeschlagen zu 20 fl. 55% fr. Geldzins, „ » 1 „ 39 u Zusammen 22 fl. 3-1% fr. sollen auf Antrag der Pflichtigen nach den beiden Gesetzen vom 27. Juni 1836 mit einem Abkaufkapital von 406 fl. 21 fr. abgelöst werden. Alle bekannte oder unbekannte Betheiligten bei der Ablösung dieser Grundrente werden daher aufgefordert, ihre etwaige Rechtsansprüche binnen zwei Monaten bei dem unterzeichneten Gerichte umsoge- wisser anzuzeigen und zu begründen, als widrigenfalls, unter Ausschluß späteren Einwendungen, die Auszahlung des Ablösungskapitals an den obengenannten Berechtigten gestattet werden wird. Laubach den 11. Deeember 1849. Gr. Hess. Landgericht das. B r u m h a r d. (Hierzu eine Beilage.) Beilage zu 5. des Anzeigeblattes Besondere Bkanntmachung. 77) Gießen. Bei einem wegen verschiedener in hiesiger Siadt verübter Diebstähle in Untersuchung und Haft befindlichen Burschen fanden sich die nach- bemerkien, wahrscheinlich auch dahier entwendeten, Gegenstände, nämlich ein russisch-grünes Ueberröckchen, eine blaue Tuchkappe mit Schild, zwei Hemden, gezeichnet W. D. Nr. 6 und R. K. Nr. 6, ein schwarz-seidenes Halstuch, eine gläserne Cigarrenspitze, ein Geldtäschchen (Porte Monnaie). Wer Ansprüche an diese Effeeten bilden oder über den Eigenthümer derselben Auskunft geben kann, wird aufgefordert, solches alsbald dahier anzuzeigen. Gießen den 9. Jaunar 1850. Gr. Hess. Stadtgericht. Muhl. Wörner. Versteigerungen. 91) Gießen. Montag den 25. Februar d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhaus die dem Mechanikus Jungk dahier zustehende Hofraithe, als Grundb. lüKlftr. 7u54 3 Wohnhaus und Stall bei der Stadlpforte an der Bach, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 10. Januar 1850. Der Beigeordnete Rühl. 92) Krofdorf. Am Montag, den 21. Januar, sollen aus dem Schlage Gehren, Försterei Salzböden, Oberförsterei Krofdorf, nachstehende Hölzer an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden: 6 Klafter Eichen-Scheidholz, 1 u if fct 4% » Buchen-Nutzholz (Felgenholz), 78 » » Scheidholz, 27r » " Knüppelholz, 89 i, „ Relserholz. Käufliebhaber werden zu dieser Versteigerung mit dem Bemerken eingeladen, daß zu derselben, Morgens 9 Uhr, an obigem Tage beim Karl Wagner in der alten Krone hier Termin ansteht. Krofdorf den 14. Januar 1850. Der König!. Preuß. Oberförster Passow. 84) Gieße n. Die Fertigilng von 2 Lampen für die Stadt Gießen. Montag den 21. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll die Anfertigung von 2 Lateruenlampen, veranschlagt zu 33 fl. 40 fr. und bestehend 1 in Schlosserarbeit ... 7 fl. 40 fr. 2. in Spenglerarbeit . . , 17 n — 3. in Lackirarbeit .... 9 „ .— „ auf dem Rathhause dahier an den Wenigstfordern- den vergeben werden. Gießen den 14. Januar 1850. I. V. d. B. der Beigeordnete Rühl. 79) Wetzlar. Am Mittwoch den 23. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen die Fruchtvorrätbe auf den König!. Speichern zu Gleiberg und Wetzlar, bestehend zu Gleiberg in 110 Schff. Korn und 160 „ Hafer, zu Wetzlar in 80 „ Korn und 18 1/ Hafer, im Rentei-Lokale zu Wetzlar an den Meistbietenden öffentlich verkauft werden. Wetzlar den 10. Januar 1850. König!. Rentei. Engisch. 71) Gießen. Kommenden Donnerstag den 17. d. M., Mittags 1 Uhr, läßt die Wittwe des Domainenbotcn Dauernheim in ihrem Hause in der Schloßgasse mehrere Malter Kartoffeln, Schränke, Tische, Stühle, Zinn, Kupfer und sonstiges Hausgeräthe öffentlich meistbietend versteigern. Feilgeboten. 2372) Gießen. Abgelagerte Cigarren zu sehr billigen Preisen, besonders bei Abnahme von ganzen Kistchen empfiehlt G. Schmidtborn. 75) Gießen. Von einem renomirtcn Haus in Altbaiern sind mir 1848r Hopfen, zu verhält- nißmäßig sehr billigem Preis, gegen daö Product aus vorigem Jahr, «»getragen. Muster liegt vor, und kann danach im Ballen von mir bezogen werden. M. Silbereisen. 93) Gießen. Eine noch in gutem Zustande befindliche Drehbank ist um den Preiß von 8 fl. zu verkaufen. Wo sagt die Erped. d. Blttö. 87) Gießen. Ich bin gesonnen, meinen Garten am Riegelpfad und meine 2 Aecker, der eine hinter den Eichen, der andere in der Schwarzlach gelegen, aus freier Hand zu verkaufen oder zu verpachten. A. H. Jughardts Wittwe. 86) Gießen. Sehr gute Braunkohlen verkauft Jacob Schimpf. Hintergasse. 61) Gießen. Ein guter Hofhund ist zu verkaufen. Ausgeber d. Bltts. sagt wo. 36 67) Gießen. Zwei neue Claviere von Tafel form stehen allhier billig zu verkaufen oder zu ver miethen. Näheres in der Erped. d. BlttS. Zu vermiethen- 94) Gießen. Mein Nebenhaus, bestehend in 4 Stuben mit einem Eabinet und allen Beguem- lichkeiten versehen, steht vom 15. April d. I. anderweit zu vermiethen. D. Ebel. 25) Gießen. In meinem neu erbauten Hause vor dem Neuenwegerihor ist der erste und zweite Stock zu vermiethen; jeder bestehend aus 4 aneinanderstoßenden Zimmern, Kammern, Küche, Keller, Theil am Boden, Mitgebrauch der Waschküche und verschlossener Holzremise. Gottl. Strau.ch, Maurermeister. 48) Gießen. In dem ehemaligen Gasthaus zum Löwen am Neuenweg ist die 3. Etage, bestehend aus 3 heizbaren Zimmern, einem Eabinet, Kammer, Küche, Keller, Holzstall, Theil an der Waschküche, zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. Das Nähere ist auf meinem Comtoir zu erfahren. Gg. Ph. Gail. 85) Gießen. Lit. D. Nr. 48 in der Neustadt ist eine Familienwohnung zu vermiethen und am 22. März d. I. beziehbar. Vermischte Nachrichten. 76) Gießen. Nächsten Donnerstag den 17. d. MtS., Abends 8 Uhr, findet die Abhör der Rechnung des Sängerbundes pro 1848/49 , sowie die Wahl eines neuen Vorstandes in dem Local des Sängerbundes, in dem Schulhause in der - Schulstraße, statt, wozu die verehrlichen Mitglieder - eingeladen werden, sich recht zahlreich einfinden zu wollen. Sodann wird zur Kenntniß gebracht, daß nunmehr Anmeldungen zur Aufnahme neuer Mitglieder in den Sängerbund stattsinden können, jedoch müssen solche bei dem Vorsitzenden schriftlich eingereicht werden. Gießen den 12. Januar 1850 Im Namen des Vorstandes der Vorsitzende Straub. 27) Gießen. Der Schauspiel-Director Kaiser wird zu Anfang der Universitäts-Ferien dahier eintreffen. Es werden für die Bühnemitglieder Logis zu miethen gesucht. Vermiether belieben sich deshalb an den Zettelträger Schaab zu wenden. 49) Gießen. Agenten, welche geneigt sind, den Absatz eines Artikels zu übernehmen, der einen effectiven Gewinn von 28 Procent für sie abwirft, wollen ihre Adresse unter A. B. C. in Harburg bei Hamburg franco abgeben, oder Näheres bei der Erped. d. Blattes erfragen. 81) Gießen. Andurch erlaube ich mir einem geehrten Publicum die ergebene Anzeige zu machen, daß ich unterm 10. d. M. eine Antiquarische Buchhandlung allhier errichtet habe und empfehle daher Werke aus fast allen Fächern zu geneigter Abnahme. Auch kaufe ich Werke zu den höchst möglichsten Preisen. Gießen den 12. Januar 1850. (S. L. W. Winkler, wohnhaft bei Evnditor Mayländer s Wtw. am Seltersweg. Gi eßen. 73) (Sä ist uns mitqetheilt worden, daß viele unserer Mitbürger nur durch zufällige Umstände abgebalten worden sind an der Versammlung Theil zu nehmen, in welcher die Bildung des ve ins am S.Jmnmr dahier im Gasthause zum Einhorn Statt gefunden hat. Wir bringen deshalb rur öffentlichen Kenntniß, daß fortwährend Listen zur Einzeichnung als Mitglied in den Gasthausern zum Einborn zum Rappen, bei Hrn. Caffeewirth Ebel und bei Hrn. Wirth j. Bramm aufgelegt sind, chwie, daß^jeder, der beizutreten wünscht, sich bei jedem Mitglieds des unterzeichneten Ausschusses in die Liste der Vereinsmitglieder eintragen kann. Gießen den 11. Januar 1856. g^rfikenbe > dessen Stellvertreter. vr Kölln er, Professor. Br. v. Liebig, Prof. Br. Soldan, Gymnasiallehrer. Schriftführer: Völker, Hofg.-Rath. Rosenberg, Hofg.-Adv. Vurckhard Schlosser. v. Buseck, Forstmeister. Br. Engelbach, Hofg -Adv. G. Fulda, Fabrikant. G Ph. Gail, Fabrikant, v. St. Georg, Apotheker. Haustein, Reallehrer. Hellmold, Schreiner. Hirschhorn, Kaufmann. Br. Zimmer, Professor und Revierförster. 96) Gießen. Gewerb-Verein. General-Versammlung: Donnerstag den 17. Januar, Abends um 7 Uhr, auf dem ^^Tagesordnung: Bericht des Ausschusses, über Vorschußkassen, (Antrag des Hrn- Schneider, Vater) erstattet durch Hrn. H. Homberger. Der Vorstand. 37 78) Gießen. Sonntag den 20. Januar, Abends 5 Uhr, wird im Elubb-Saale Unterzeichneter zu seinem Benefiz das Oratorium „Ruth" von Alois Schmitt zur Aufführung bringen, der Tert hierzu ist an der Kasse zu haben. Dem Ora- torium vorher wird Hr. Aloys Schmitt sein beliebtes Clarierconcert in D moll noch vortragen. Hierzu ladet ergebenst ein Gießen den 14. Januar 1850. H. Hofma n n , Mufikdirector. 95) Gießen. Ein junger Mensch von angenehmen Aeußcrn, welcher die Regeln der französischen Sprache mehrere Jahre eingeübt, der französischen Ortographie kundig ist, und sowohl im Schön- als im Schnellschrelbeu gehörige Anerkennung sich erworben sucht eine Stelle. Wo sagt die Erped. d. Bltts. 90) Gießen. Um den mit „Eilt" bezeichneten Aufschluß schleunigst benützen zu können, wird gebeten, den bei der Unterschrift fehlenden Namen mündlich oder schriftlich zu nennen. Gießen den 4. Januar 1850. Abends. 82) Gießen. Ein fleißiges und gcsittettes Mädchen, welches, wo möglich mit Kindern umzugehen versteht, wird sogleich in Dienst gesucht. Wo sagt die Erped. d. Bltts. 88) Gießen. Nr. 36 hat die Bctlcouvcrte gewonnen. 89) Lollar. Der Wagenmcister Konrad Rohrbach von Lollar, sucht mich in allen Wirths- häusern auf alle mögliche Weise zu verlänmden, da vielleicht mancher meiner verehrlichen Mitbürger diesen Rohrbach nicht genauer kennt und nicht weiß, ob derselbe mit Recht oder Unreckt dieses ausspricht, so sehe ich mich genöthigt, die Ursache dieser Ver- läunidungen der Ocffentlichkeit zu übergeben. . Ich hatte gedachtem Rohrbach einen Vogelskäfig geliehen und konnte nicht anders als durch Klagen zu meinem Eigenthum gelangen; hierdurch sowohl, als auch daß er die Wahrheit zu vcrläug- nen suchte, entstanden einige Gulden Kosten. Ich möchte gedachten Rohrbach noch warnen, daß er Sonntags Morgens während der Kirche etwas Nützlicheres treibt, als wie am verflossenen Sonntag den 6. Januar. Lollar am 9. Januar 1849. I. Wißner, Schreincrmeister. A u s z u l e i h e n. 59) Gießen. 560 fl Vormundsgeld liegen zum Ansleihen bereit. Ausg. d. Bltts. sagt wo. Ein Rettungshaus für Blinde. Keine Zeit kann rühmen für ihre Armen und Bedrängten aller Art so gesorgt zu haben, oder noch sorgen zu wollen, wie die unsere. Das Wohlthun ist zu unserer Zeit Bedürfnis geworden und man unterzieht sich des Spendens mit Lust. So wars sonst nicht. Darum ist aber auch in unserer Zeit möglich, wovor man sonst erschrak, wenn je einem ein Gedanken kommen wollte auf Kosten des Wohlthätigkeitssinnes EiwaS zu unternehmen. Man hat G l a u b e n und Vertrauen gelernt; man hat aber auch gelernt sich zu überwinden, wenn man nach Materiellem fragte und entsagt wirklich manchem Genüsse sogar, um wohlthun zu können. Diese Erscheinung ist neu, d. h. sic ist aus deut alten selbstsüchtigen Schutte wieder hervorgekommen und steht vor uns in dem schönsten Lichte. Sollen wir Beispiele anführen? so verweisen wir auf die fast allerwärts blühenden Klein -Kinder- Bewahr -Anstatien, Rettungshauser für sittlich verwahrloste Kinder, Sorge für entlassene Sträflinge, bessere Erziehung der Jugend, Spar- und Leihkaffen k. Keine dieser Anstalten ist befohlen oder von Staatswegen angeordnet und ins Leben gerufen. Nein, es ist die Privatwohlthä- tigkeit unserer Tage. — Bei all dem hat man einer Klaffe von armen, und wohl der A er nisten unter denselben noch nicht gedacht. Es sind dieses unsere armen Blinden. Mehr denn 100 solcher finden sich allein in unserm Großherzogthume, und noch niemand hat sich ihrer angenommen *) Ach, die meisten ziehen als bettelnde Musikanten oder auch ohne dies, im Lande umher und gehen dadurch nach Leib und Seele zu Grunde. Sollten wir sie aber nicht retten und erlösen können von diesen Irrfahrten, bei welchen immer zwei verderben, der Sehen de, der des Blinden Ange ist, und der Blinde selbst. Der erste durch Betrug an dem Blinden verübt unv durch Tagdieberei, und der andere durch das Wanderleben und die Härte und Kälte oder die Leichtfertigkeit seiner Umgebung ? — Ja, dem ist abzuhelfen und zwar durch Errichtung eines Asyls, in welchem der Arme, vom 6ten Jahre an Unterricht und Erziehung, Beschäftigung und Lebensunterhalt findet. Der Unterzeichnete hat es im Namen Gottes unternommen, ein solches Asyl zu eröffnen, und so Gort Gesundheit und Leben schenkt, bis zum 1. April 1850. Schon liegen schöne Beiträge aus allen Theilcn, von Dolen au im Hinterlande bis nach Zwingenberg an der Bergstraße, in seinen Händen. Freilich sind auch arme Blinde (bis heute 27) schon genug angcmcldet, welche meistens dringend um Aufnahme bitten. Gestattete es der Raum dieser Blätter, ich würde einige Gesuche abdrucken lassen. Eins müssen wir aber mil- theileu, weil cs ein ganz besonderer Fall ist. Unterm 26. October 1849 schreibt Herr Pfarrer Oeser zu Lindheim unter anderen Folgendes! „Daß ich Ihnen nicht früher geschrieben, das hat seinen Grund in der Ueberzeugung, Sie wüßten wie viele blinde Kinder, und wie alt, dieser unglückliche Georg Hut hier habe. An meinem aufrichtigen Wunsche, den armen Kindern geholfen zu sehen, werden sie nicht einen Augenblick zweifeln. Wiederholt habe ich mich bei der Staatsbehörde für den armen Vater und für seine Kinder verwendet, und der einzige Trost, der mir und ihnen gegeben, war: die Gemeinde solle für sie sorgen. Ist cs möglich, daß nunmehr auf andere Weise für sie gesorgt werde? Ich wage kaum zu hoffen. Könnte ich nur etwas bieten, ich hätte längst an Sie geschrieben" tc. k. „ Jndeß nehmen Sie mtch und die armen *) Ohne zu verkennen, was Hr. Prof. Dr. Balser gc- Ihan und Hr. Dr. Küchlcr zu Darmstadt noch ttjut, d y. wo Heilung möglich ist. Was gibts aber mit denen, an denen entweder eme Operation unmöglich ist oder wo sie nicht gelingt?--- 38 Kinder in den Verein zur Rettung der Blinden auf, vielleicht eröffnet ja der Herr eine Thüre, und erhört mein Gebet, das ich nie inniger zu ihm gerichtet habe, als ic. ic. Hier einstweilen die Namen: Katharina, 13 Jahre alt; Johannes, 7 Jahre alt; Elisabeth , 3 Jahre alt." — Man denke sich um Gottes- willen ein Elternpaar, das 3 blinde Kinder hat; dieselben Eltern haben ein viertes Kind, das ist — taubstumm! !! — Bedarf es hier noch Worte? — Wir denken nicht. Hülfe ihut noth, das erkennt gewiß der liebe Leser, aber wo Mittel her zur Beseitigung des Jammers?—Freundlicher Frage weiß ich Rath. Zähle Deine Familienglieder und lege für jedes derselben einen einzigen Groschen auf den Altar der Liebe und allen ist geholfen. Laß dich deß nicht wundern. Viel ist schon eingegangen in solchen B l i nd e n g r o sch e n, sehr oft auch mehr, ja bis zu 20 st. hinauf, welche schon 3 mal gekommen sind, und wir hoffen zu Gott es kommen auch noch mehr. Aber wer nimmt mir meinen Groschen ab, fragen viele? Ach, auf jedem Orte thut eS gewiß gerne jeder Pfarrer, Lehrer, Bürgermeister, oder sonst ein Menschenfreund, auch ist gewiß die vereheliche Redactiou so gefällig und Übernimmt dieses Liebeswerk *) , und alle die genannte lassen jedesmal vor Ablauf des Monats die eingegangenen Groschen an mich mit dem Namen-Verzeichniß gelangen und ich werde auf das *) Sehr gern, und wird über die eingegangenen Gaben monatlich in diesem Blatt Rechnung ablegen. — D. Red. Gewissenhafteste Rechenschaft ablegen. So oft 150 st. in (Lasse find wird ein Blinder ausgenommen, das andere wird sich machen. Doch ich breche ab, denn ich fürchte fast schon zu lange geworden zu sein. Jeder thue, wozu ihn die Liebe treibt. Im Gelingen dieses edeln Zweckes wolle Jeder eine Genugthuung finden. Friedberg int Januar 1850. I. P. Schäfer, Taubstummenlehrer. NB. Im Regierungsbezirke Gießen nehmen Gaben in Empfang: zu Allendorf a. d. Lda. Hr. Pfarrer Eugel; Altenbuseck Hr. Pfr. Bernbeck und Hr. Lehrer Baum b ach; Bersrod, Hattenrod u. Winnerod Hr. Pfr. Ebel; Crumbach Hr. Pfr. Fresenius; Gießen Univ.-Diener Schwarz; Großenbuseck Hr. Pfr. Ohly; Steinberg n. Al- bach Hr. Pfr. Völker; Rödchen Hr. Lehrer Schlapp. (52 Affisenverhtnldlungerr vom ersten Quartal 1850. 16. Jan. Anklage gegen Adam Fischer von Oberohmen, wegen Körperverletzung des Peter Becker II. von Niederohmen mit tödtlichem Erfolge. Vertheidiger: Adv. Dr. Engelbach. 1;. Jan. Anklage gegen Joh. Fuchs aus Lorba.h, wegen versuchter Nothzucht. Vertheidiger: Adv. Frank. 18. n. 19. Jan. Anklage gegen Heinr. Eichenauer IV. und Easp. Füg ' s Wtw. von Lardenhausen, wegen Meineids. Vertheidiger: Adv. Dr. Sundyeim u. Dr. Diehm. Urtheil: 18. Jan. I. C. T. Bücking, frei. Angekommene und abgereiste Fremden In den Gasthäusern. Im Einhorn -. Hrn. Kfl Specht v. Frankfurt u. Jager v. Flöt a Hr. Haberkorn, Bürgerwstr v. Grünberg. Hr. v. Kahle, Hauptm. v. Mainz. Hr. Fulda, Ksm. u. Hr. Israel Dr. v. Mainz. Hr. Kalbfleisch, Postseeret. v. Butzbach. Hrn. Kfl. Bücking u. Spies v. Alsfeld Hr. Fillmann, Anwalt v. Wetzlar. Hrn. Kfl. Wepel v. Cöln, Schutz v. Frankfurt, Bendes v. Elberfeld u. Mepdes v. Hamburg. Hrn. Kfl. Werner v. Hanau. Stein v. 'München u. Neider v. Halle. Hr. Brenner, Stad. med. v. Heidelberg. Im Rappen : Hrn. Kfl. Röder v. Offenbach u. Berk v. Alsfeld. Hr. Strecker, Reg.-Seeret., Hr. Ellenberger Landrichter u Hr. Birk Kfm. v. Alsfeld. Hr. Gaze, Schreiner v. Berlin. Hr. Steinthal, Kfm. v. Magendorf. Hr. Sölz, Bergm. v. Niederbierbach. Hr. Völker, Dr. phil. v. Crenhofer. Hr. v. Herrmann, Offiz, v. Berlin. Hr. Klein, Revierf. v. Romrod. Hr. Schmidt, Fabrik, v. Alterfeld. Hr. Zimmer, Färb. v. Wiekerthurm. Hr. Henschel, Fabr. v. Cassel. Im Prinz Carl-. Hrn Handels!. Götz u. Nikolaus v. Frankfurt. Hr. Hähr, llhrenhndl. v. Schönach. Hr. Kann- bein, Seilermstr. v. Bonn. Hr. Schenk, Posth. v. Nidda. Hr, Mogk, Holzhndl. u. Hr. Reitz, Landwirth v> Echzel. HrU. Kfl. Wagner u Dürr v. Gönningen. Hof v. Mainz u. ©tapert v. Frankfurt Hr. Spedit. Borger v. Offenbach. Hr. Reiber, Samenhndl. v. Gönningen. Hr. Klof, Kfm. v. Elberfeld. Hr. Reifling Lehrer u. Hr. Dobel, Geschästsm. v. Mainz. Hrn. Bauaufs. Fahrenkamp v. Marburg u. Hr. Reinbold v. Bellnhausen. Hr. Werner, Maurermstr. v. Cölbe. vom 12. bis 15. Januar 1850. Im Darmstaedter Haus'. Hril. Geschästsl. Rvthe v. Elbingshaufen, Jung v. Elsdorf, Sathe v. .Dammhaufen, Seehäuser v. Wildungen, Thomas v. Holzhausen, Gottrache v. Mainz, Kahn v. Alsfeld, Steinberger, Schäfer, Wollrapp, Pfeifer, Bellinger u. Waldeck v. Alsfeld, Waller v. Bauern- fchwed, Schmidt v. Schwabeuroth, Büdel v. Dillingen, Jeckel v. Grünberg, Reuter v. Haarhausen. Fenchel v. Griedel, Keller v. Allendorf, Lichtenstein v. Wölfersheim u. Burkhard v. Reifenberg. Im Siem: Hr. Kastner, Buchbinder v. Homberg. Hr. Hahn, Färb. v. Niederhaufen. Hr. Kipp, Schrein, v. Obertshausen. in der Sonne: Hr. Sehrt, Fabrik, v. Grünberg. Hr. Gebauer, Geschästsm. v. Altenbuseck. Hr. Baldus, Gastw. v. Niederscheld. Hr. Kreuzburg, Handelsm. v. Erdhausen. In den Privathäusern. Bei Hrn. Fnhrm. Rinn: Hr. Haumann, Fuhrm. v. Oppenrod. — Bei Hrn. Worms Wtw.: Hr. Speper, Kfm. v. Alsfeld. — Bei Hrn. Geh.-R. Knorr: Hr. Venator, Privatm. v. Oberroßbach. — Bei Hrn. Taglöhner Schmidt: Hr. Schmidt, Landmann v. Niederwiemer. — Bei Hrn. Gastw. Maper- Hrn. Kfl. Hahn v. Grebenrod u. Satin v. Bingen. — Bei Hrn. Tabaksfabrik. Gail: Hr. Ar, Kfm. v. Rhepd. — Bei Hrn. Glafer Fillmann: Frl Balser v. Lich. _ Bei Hrn. Holzhndl. Wirth: Hr. Müller, Privatm. v. Hanau. — Bei Hrn. Maurermstr. Kann, Frl. Kerz v. Darmstadt. — Bei Hrn. Rendant Bieler: Frl. Weigandt v. Hamburg. — Druck und Verlag der G. D. Brühl'scheu Buch- und Steindruckerei.